
Seit Herbst 2009 läuft das Internet-Tagebuch nun: mit großem Zuspruch und unentgeltlich. Inzwischen arbeitet schon ein halbes Dutzend technischer, administrativer
und redaktioneller Helfer mit (auch wenn alle Texte aus meiner Feder stammen). Auf der bisherigen wirtschaftlichen Basis kann das Angebot nicht fortgesetzt werden.
Die Frage nach der Zukunft ist unvermeidbar geworden.
Fußnote 80: Die Polizei in der Gosse
Der Wiener Polizeipräsident macht Werbung für “Österreich”.
Kinder, Autos, Banken
Imas hat untersucht, welche Taten nach Meinung der Österreicher härter bestraft werden sollen. Die Liste ist sehr lang. Bei der Reihung zeigt sich, dass die jeweils aktuelle Berichterstattung auch das Rachebedürfnis der Österreicher beeinflusst, während es offensichtlich eine Reihe von Delikten gibt, bei denen man keineswegs nach Strenge ruft. Vielleicht weil man sie selber bisweilen begeht?
Fußnote 79: Die Rolle der Österreicher
Als SS-Offizier findet der Österreicher seinen offenbar angestammten Platz im Kulturgetriebe.
Ein Bürgermeister und die Wahrheit
Michael Häupl hat mir geschrieben. Wie nett. Thema: “So werden die Ergebnisse der Volksbefragung umgesetzt.” Also wie tut er das?
Minister wollt ihr wirklich sparen? Hier die Liste
Ist sie nicht arm, unsere Regierung? Wie ein unerwarteter Tsunami kommt die Nachricht über die wackeren Minister, dass die fetten Jahre vorbei sind und sie nun ganz, ganz plötzlich sparen müssten. Wo sie doch wirklich ihren Hauptlebenszweck immer darin gesehen haben, Hand in Hand mit den Sozialpartnern, Abgeordneten, Bundesländern und auch vielen Medien immer neue Ideen zu realisieren, wie man weiteres Steuer- genauer: Schuldengeld ausgeben kann.
Richtig und blamabel
Daran hat kein Weg vorbeigeführt: Die massiven Defizit-Verringerungsmaßnahmen, die nun im Grundsatz beschlossen sind, sind absolut unabdingbar, will Österreich nicht den Weg Griechenlands oder Islands in den Untergang gehen. Es ist aber absolut blamabel, dass das Land mit der vierthöchsten Abgabenquote Europas nun noch einmal massiv die Steuern erhöhen wird.
Nicht wählbar
Barbara Rosenkranz ist nicht wählbar. Genauso wie Heinz Fischer. Sollte nicht noch aus den derzeit um Unterstützungserklärungen ringenden Kleingruppen ein brauchbares Angebot kommen, dann gibt es für mich nicht mehr die vertraute demokratische Möglichkeit, nach dem jeweils kleineren Übel zu suchen. Es bleibt erstmals nur noch die traurige Alternative: nicht hingehen oder ungültig wählen.
Für die Katz und Burgenlands SPÖ
Wer hätte nicht gerne in Zeiten wie diesen einen Polizisten oder zumindest einen Soldaten zu seinem Schutz abkommandiert? Doch leider bekommt niemand von uns diesen Schutz – weil wir weder Diplomaten noch Burgenländer sind.
Fußnote 78: Nochmals Weltfrauentag
Alice Schwarzer wird immer klüger. Die Frauenministerin nicht.
Die Diskriminierungslüge
Gehirnwäsche ist wohl der einzige Ausdruck für das, was da in den letzten Tagen wieder einmal aus fast allen Medien gequollen ist. Die Trauerfeiern für Johanna Dohnal sind nahtlos übergegangen in den wochenlang zelebrierten Weltfrauentag. Und immer war die geschickt drübergebrachte Botschaft, wie furchtbar die Männerwelt zu den Frauen ist. Die wahren Fakten haben gegen diese Gehrinwäsche fast keine Chance mehr.
Der Pfusch zur Potenz
Warum regen wir uns eigentlich immer über die Dummheiten der Politiker auf? Und warum so selten über die ebenso große Intelligenz vieler sogenannter Experten und Publizisten, die da rund um die Politik schwirren. Denn dort herrscht mindestens ebenso viel Hirnlosigkeit wie bei der Politik und den Bürgern selbst.
Wien und die Wissenschaft
Weit und breit gibt es in der Hauptstadt keine Wirtschaftsexperten von internationaler Bedeutung.
Hässlichkeit illustriert
Vor ein paar Tagen stand hier eine deprimierte Kritik darüber, wie die Stadt Wien vielerorts verkommt. Was viel zustimmende Reaktionen ausgelöst hat. Jenen Bericht hat nun Reinhard Bimashofer mit ein paar bedrückenden Photos vom Südtiroler Platz ergänzt.
Nerven sparen, Bahn verlassen
So schnell werden bei der ÖBB die Vorstände gewechselt, dass es sich gar nicht mehr auszahlt, sich auch nur die Namen zu merken. Nun wird eine rot bestellte Führungsgarnitur durch die nächste rote Partie abgelöst. Zugleich ist es aber durchaus klar, dass jeder Vorstand froh sein muss, wenn er recht bald gefeuert wird.
Die Tiere und das Recht
Natürlich darf und soll die Justiz in einer Demokratie kritisiert werden. Aber noch nie ist sie in den letzten Jahrzehnten so unter Druck gekommen wie wegen des Prozesses gegen Tierschützer. Die Grünen und ihre Vorfeldorganisation schüren medial, politisch, psychologisch und auf der Straße so heftig gegen Richter und Staatsanwälte, dass diese schon sehr mutig sein müssen, wenn sie da versuchen, nach dem Rechten zu sehen.

