Eine nicht begangene Tat drucken

50 Jahre nach dem Vorfall auf der Porzescharte wäre es an der Zeit, dass Österreich für die völlige Rehabilitierung von damals in Italien zu Unrecht Verurteilten sorgt.

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Schautafel im Rathauspark: Mahnung oder Drohung? drucken

Bei meinem täglichen Weg in die Arbeit stach mir sofort eine neue Schautafel im Park neben dem zentralen Rummel- und Agitationsplatz der Stadtregierung (vormals Rathausplatz) ins Auge. Etwas fassungslos wurde ich zu früher Morgenstunde Zeuge der neuen sozialistischen Geschichtsbetrachtung; nebenbei ein schauerlicher Ausblick auf die ideologische Schlagseite, die uns im Rathkolbschen Haus der Geschichte erwartet.

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Terror, Amok, Geiselnahme - Der Krieg rückt näher drucken

Einsatzzüge des Roten Kreuzes und Feuerwehren nerven Autofahrer gelegentlich, wenn Straßenabschnitte und Tunnels wegen Übungen geschlossen werden müssen. Der Pfändertunnel, der die österreichische A14 mit der deutschen A96 verbindet, wird hie und da – meist vom Abend bis in die Nachtstunden – wegen diverser Übungen blockiert.

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Die Abschaffung der Meinungsfreiheit geht unter Sebastian Kurz unvermindert weiter drucken

Bisher unbemerkt von der Öffentlichkeit ist eine neue Verwaltungsstrafbestimmung in Vorbereitung, die "diskriminierende" Äußerungen verbietet. Diese Bestimmung geht über den (erst vor einem Jahr massiv erweiterten) Verhetzungsparagraphen noch weit hinaus: Jede zustimmende Verbreitung von "Diskriminierungspropaganda" – was immer dies sein soll – kann mit bis zu 1.090 Euro Verwaltungsstrafe bedacht werden.

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Wende in den "Schauprozessen" gegen Lebensschützer? drucken

Bisher wurden Lebensschützer, die sich für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder eingesetzt haben, meist als Kriminelle gebrandmarkt. Es sei hier an den "Stalking"-Prozess gegen Gehsteigberater von "Human-Life-International-Österreich" (HLI) in Graz erinnert, weil diese Frauen, denen sie Rat und Hilfe anboten, was in mehreren Fällen zur Rettung von Babys führte, "belästigt" worden wären.

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Emmanuel Macron: Der Geldalchemist im Elysee-Palast drucken

Investmentbanker genießen – spätestens nach dem Zusammenbruch von Lehman-Brothers im Herbst des Jahres 2008 und dem darauf folgenden Ausbruch einer weltumspannenden Finanzkrise – ein öffentliches Ansehen, das mit dem von Mädchenhändlern und Waffenschiebern vergleichbar ist. Sogar die Traumfabrik Hollywood hat dem gierigen und vor keiner noch so widerlichen Gemeinheit zurückschreckenden Bankster, bereits filmische Schandmale gesetzt.

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Die Kirchensteuer – falsche Weichenstellung aus der NS-Zeit drucken

Jedes Jahr im Frühling kommt die Kirchensteuervorschreibung für die österreichischen Katholiken, die aufgrund eines historischen Zufalls seit 1939 gleichzeitig auch Mitglieder der Gemeinschaft der Kirchensteuerpflichtigen sind. Die Kirchensteuerstellen sind nach vielen Erfahrungswerten zweifellos die am effizientesten arbeitenden Einrichtungen der kirchlichen Bürokratie.

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Die größte HIV-Gefahr verschweigt der Life Ball drucken

Der heuer erfolgte Relaunch des Life Balls, möge er einem gefallen oder als geschickte Promotion antiheteronormativer Partnerschaften abstoßend empfunden werden, stellte im Vergleich zu früheren Events eine sichtbare Verbesserung dar. Das Leitmotiv ist ganz im Interesse der öffentlichen Gesundheitsvorsorge anzusiedeln: Kläre Deinen Status bezüglich HIV (Recognize the danger).

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Demokratie als Schmierentragödie drucken

Von Malmö bis Marseille, von Birmingham bis Berlin, in den urbanen Zentren West- und Nordeuropas breiten sich sogenannte No-Go-Areas aus. Das bedeutet, dass in diesen Stadtteilen die Gesetze des jeweiligen Landes keine oder kaum noch Geltung haben. Es sind de facto exterritoriale Gebiete, die zumeist von orientalischen/islamischen Clans und multikulturellen Banden beherrscht werden. Alleine in Schweden gibt es über 50 solcher Zonen. Die Staatsmacht hat dort kapituliert und diese Regionen aufgegeben. Die autochthone Bevölkerung ist geflüchtet. Zurück geblieben ist bestenfalls der abgehängte Teil der einheimischen Gesellschaft.

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Causa Eurofighter anno 2017: Erpressungsversuch von Staats wegen? drucken

Wenn exakt zum Auftakt der Verhandlungen des parlamentarischen „Eurofighter-Untersuchungsausschusses“ ein Buch voller Hintergrundinformationen zum Thema Eurofighter erscheint, sind ihm Aufmerksamkeit und Verkaufserfolg sicher. Noch dazu, wenn es sich beim Autor um einen Rechtskundigen handelt, der über langjährige Erfahrungen als Wirtschaftsanwalt verfügt und zudem selbst Mitglied des Untersuchungsausschusses ist.

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Sebastian Kurz und die Homo-Ehe als ewige Dampfwalze des Kultursozialismus drucken

In der fortgeschrittenen Todesphase der noch amtierenden Bundesregierung sucht die SPÖ derzeit nach Mehrheiten im „koalitionsfreien Raum“. Pamela Rendi-Wagner, die sich gerne als „Gleichbehandlungs-Ministerin“ inszeniert, macht mit einem Entwurf zur Erweiterung des Rechtsinstituts der Ehe auf homosexuelle und Transgender-Paare Druck und spielt mit dem Modernismus-Komplex der ÖVP. Der neue ÖVP-Obmann Sebastian Kurz ist Rendi-Wagner bis jetzt nicht in diese Falle getappt. In einem ZIB 2-Interview vom 7. Juni spielte er die Nachfrage nach einer Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare herunter. Er sehe keinen aktuellen Handlungsbedarf.

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Österreich - eine islamische Republik? drucken

Mohammed hat sich die Islamisierung der ganzen Welt zum Ziel gesetzt. Jeder Moslem ist verpflichtet, dieses Ziel mit allen Mitteln zu verfolgen. Die Islamisierung beginnt mit „Schmeicheln“ über „Beleidigt sein“ bis zur Drohung und Gewalt. Weder religiöser Pluralismus noch Religionsfreiheit sind vorgesehen.

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"Und tötet sie, wo immer ihr sie findet" (Sure 2:191) drucken

Schon kommen sie wieder aus ihren Löchern, die Verharmloser, Beschwichtiger, Appeaser, Verniedlicher barbarischen Irrsinns und die nützlichen Idioten, die ihrer eigenen Vernichtung blauäugig auch noch den letzten Widerstand aus dem Weg zu räumen entschlossen sind. Nicht religiös „legitimierten“ Messerattentätern, Mordbrennern und Bombenlegern gilt ihr Kampf, sondern deren Gegnern.

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Die unterschiedlichen Phasen der Evolution und das daraus resultierende Chaos drucken

Der Terror scheint Europa immer fester zu umklammern – er schnürt uns die Kehlen zu. Einige sagen schuld ist der Islam, andere sagen schuld ist die Kultur und wieder andere meinen es ist die Schuld des Westens, der durch sein Einmischen im arabischen Raum der Auslöser für IS & Co ist.

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Chance für die Liberalisierung der Gewerbeordnung drucken

Schon Adam Smith, der Autor des weltberühmten, im Jahr 1776 erschienenen Werks über den „Wohlstand der Nationen“, fand durchaus kritische Worte für Unternehmer im Allgemeinen und Kaufleute im Besonderen. Er unterstellte ihnen, dass sie, wann immer ein paar von ihnen zusammenstünden und sich die Möglichkeit dazu böte, versuchen würden, ein Kartell zu bilden, somit den Wettbewerb, zumindest teilweise, auszuschalten und auf diese Weise ihre Profite zulasten der Konsumenten zu erhöhen. Die Politik konnte diesen Gedanken offensichtlich gut nachvollziehen, denn sie reagierte mit einer rigorosen Kartellgesetzgebung.

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Und am Ende steht wieder Rot-Schwarz drucken

„Die große Koalition ist wohl endgültig Geschichte“. Mit diesen Worten eröffnete Claudia Reiterer jüngst eine Diskussion im ORF-Format „Im Zentrum“. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger. Vor allem dann, wenn eine inszenierte Zuspitzung auf die „Kanzlerfrage“ und eine mit dieser angeblich verbundene Richtungsentscheidung zwischen „Schwarz-Blau“ als Sinnbild für „Kälte“ und „Neoliberalismus“ auf der einen und „Demokratie“ und „Gerechtigkeit“ auf der anderen Seite die einstigen Großparteien an Wählerstimmen stärkt.

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Der POTUS und die Polarbären drucken

Donald Trump hat es wieder einmal auf ein Spiegel-Cover geschafft. Mit gewohnt kämpferischer Aufdringlichkeit zeigt das Wochenblatt den Mann mit dem markanten Teint beim Golfschlag. Energisch ruft er der von Flammenglut umrandeten Erdkugel hinterher: „You’re fired!“.

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Andreas Gabalier im rechten Eck drucken

Abwertende Äußerungen und Stigmatisierungen als Zeichen des guten Tons in einer moralisch überlegenen Gesellschaft. Über die Grenzen des guten Geschmacks.

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Macht nicht drei, sondern fünf Kinder drucken

Der Ausgang der Abstimmung über die Änderung der türkischen Verfassung hat viele irritiert. Insbesondere die hohe Zustimmung der türkischen Staatsbürger in Österreich, Deutschland und anderen Ländern Westeuropas hat die Frage aufgeworfen, wie wenig geglückt die Integration dieser Menschen ist, die vor über 50 Jahren als „Gastarbeiter“ angeworben worden sind, ist.

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Kopftuch - Was ich geantwortet hätte drucken

Das Land schüttelt noch immer den Kopf über die Äußerungen des  Bundespräsidenten zum Thema Kopftuch. Doch viel schlimmer als das, was Van der Bellen gesagt hat, ist das, was er nicht gesagt hat. Ein Gegenentwurf.

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Umfragen drucken

Wir haben leider beständig den Eindruck, dass sich die Diözesen Österreichs unter Kardinal Schönborn einem – sicherlich überaus bequemen – Kurs völliger Anpassung an das derzeitige linke Establishment ergeben haben.

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Die Party ist vorbei drucken

Ein Mädchen, das sich für das Konzert ihres Idols extra schön gemacht und lustige Partyohren aufgesetzt hat, steht, eingehüllt in eine Decke, neben einem Polizeiauto und schaut verstört und verängstig in eine Kamera. Ein Bild, das sich einbrennt, ein Bild, das mehr über das Massaker in Manchester und den Zustand Europas aussagt, als die unzähligen Berichte, Analysen, Experten-Interviews und Einschätzungen, mit den immer selben beliebigen Aussagen und Antworten, die gerade in Dauerschleife auf den europäischen TV-Sendern laufen.

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In Wien ist nix unmöglich drucken

Am 18. Oktober 1909 sprach der Wiener Bürgermeister Dr. Karl Lueger wieder einmal vor einer Wählerversammlung in Wien.

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Der Gabalier-Skandal des Wiener Konzerthausdirektors drucken

Ich habe auf einen Aufschrei in den Medien gewartet, oder auf einen Shitstorm–- aber entweder werden die Premium-Artikel der Zeitung „Die Presse“ unter Ausschluss der Öffentlichkeit geschrieben oder die Mehrheit der Leser ist schon so abgestumpft von den täglichen links moralisierenden Aussagen diverser Politiker, Medien und Kulturschaffenden, dass sie sich ein dickes Fell haben wachsen lassen und es einfach ignorieren.

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Bischof Kurt Krenn - zur österreichischen Kirchengeschichte der letzten dreißig Jahre drucken

Dreißig Jahre nach der Bestellung des Regensburger Universitätsprofessors Kurt Krenn zum Weihbischof von Wien ist eine Aufarbeitung der Ereignisse hoch an der Zeit.

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Ist Kurz der neue ÖVP-Messias? drucken

Sieben – die Zahl „sieben“ ist aufgeladen mit mythologischen Bezügen und symbolischen Bedeutungen. Laut Bibel hat Gott die Welt in sieben Tagen erschaffen. Die „sieben Plagen der Endzeit“ werden ihre bisherige Existenz wieder beenden, wenn Hamageddon die Wiederkehr des Messias einleitet. Im Islam umkreisen die Pilger im Zuge der Hadsch die Kaaba in Mekka siebenmal gegen den Uhrzeigersinn. Und in der ismailitischen Variante der Schiiten zeigt sich der verborgene, da entrückte, „siebente Imam“ nach einer Zeit der Entbehrung und Verzweiflung den Gläubigen im Triumph und leitet als wahrer Erlöser ein goldenes Zeitalter ein. Im spektakulären Hollywood-Film „Sieben“ sucht der polizeiliche Ermittler (Morgan Freeman) nach dem psychopathisch-genialen Killer (Kevin Spacey), der seine Opfer nach der dramaturgischen Logik der „sieben Todsünden“ bestialisch ermordet. Die „sieben Sakramente“ der katholischen Kirche; die „sieben Weltmeere“; die „sieben Weltwunder“. Die Zahl „sieben“ steht stets für das Ehrfurchgebietende, für das Numinose, ja gar für das Divine.

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Migration und die EU drucken

Nachdem 2015 von Griechenland ausgehend Migranten halb Europa überrannt und in Österreich, Deutschland und Schweden um Asyl angesucht haben, hat Österreich im Jänner 2016 einen Richtwert für die Zulassung von Anträgen auf internationalen Schutz festgelegt. Diese Richtwerte wurde bei einem Asylgipfel von Bund, Ländern und Gemeinden, mit der Absicht den Zuzug nach rund 89.000 Asylanträgen im Jahr 2015 mit 1,5 Prozent der Bevölkerung in den nächsten vier Jahren (37.500 im Jahr 2016, 35.000 im Jahr 2017, 30.000 im Jahr 2018 und 25.000 im Jahr 2019) zu begrenzen, fixiert.

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Schuften für Frieden drucken

Schuften für eine Sozialunion, für Eurobonds (Schuldenübernahme), für eine EU-Transferunion – das muss es uns schon wert sein oder nicht? 

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Kaufkraftverluste zerstören die Ersparnisse drucken

Die Aufmerksamkeit vieler Bürger Eurolands richtet sich seit bald zwei Jahren vorwiegend auf die Immigrantenflut und die damit verbundenen Probleme. Allenfalls ist noch die Rede vom Schuldendebakel Griechenlands und der fortgesetzten Weigerung der EU-Eliten, auf die Provokationen der von Linksradikalen geführten Regierung dortselbst angemessen zu reagieren. Damit bleibt für die Beschäftigung mit anderen Problemen kaum noch Raum. Was zum Beispiel völlig unter den Tisch fällt, ist die Auseinandersetzung mit einem Phänomen, das den Bewohnern der Eurozone in der nächsten Zeit vermutlich noch erhebliches Kopfzerbrechen verschaffen dürfte. Gemeint ist die eben kräftig Fahrt aufnehmende Inflation.

Die regierenden Eliten können dabei auf die kollektive Unwissenheit hinsichtlich der Ursachen, des Wesens und der zumindest langfristig verheerenden Konsequenzen der Inflation bauen. Diese wird von der planmäßig desinformierten Masse nämlich lediglich mit allgemeinen Preissteigerungen identifiziert, für den scheinbar weder Regierungen noch Notenbanken etwas können. Daher liegt es für die breite Masse nahe, den raffgierigen Unternehmern, die niemals den Hals vollkriegen können, die Schuld am allgemeinen Kaufkraftverlust anzulasten.

In seinem 1968 erstmals erschienen Buch „Was Sie über Inflation wissen sollten“ stellte der liberale US-Essayist Henry Hazlitt (dem wir auch eine ebenso minutiöse wie vernichtende Kritik der Keynesianischen Lehre verdanken, die unter dem Titel „The Failure of the New Economics“ erschienen ist) fest:

„Ursprünglich bezog sich der Begriff »Inflation« ausschließlich auf die Geldmenge. Er bedeutete, dass das Volumen an Geld anschwoll oder aufgeblasen wurde (vom lateinischen inflare: aufblasen, anschwellen). Es ist keine bloße Pedanterie, darauf zu beharren, das Wort möge nur in seiner ursprünglichen Bedeutung verwendet werden. Indem man behauptet, Inflation bedeute einen »Preisanstieg«, lenkt man die Aufmerksamkeit von ihren wirklichen Ursachen und vom geeigneten Gegenmittel ab.“

An diesem Befund hat sich bis heute nicht geändert. Preiserhöhungen sind eben nicht identisch mit Inflation. Sie sind lediglich ihre Folge. „Aufgeblasen“ wird die Geldmenge. Kaufkraftverlust je Geldeinheit ist unter sonst gleichen Bedingungen die zwingende Konsequenz.

Wer aber gebietet über die Geldproduktion, folglich die Geldmenge und damit am Ende über die Kaufkraft? Weder konsumwütige private Haushalte noch profitgierige Unternehmer, sondern ausschließlich Regierungen und deren Symbionten in den Reihen der Noten- und Geschäftsbanken. Der Fabrikant oder Kaufmann hat – im Unterschied zu den eben genannten – keinerlei Einfluss auf die Kaufkraft einer einzelnen Währungseinheit. Sollte es indessen Herrn Draghi von der EZB, Frau Yellen von der FED und den übrigen Geldsozialisten gefallen, dann können sie diese aus eigenem Gutdünken oder auf Geheiß des Machtmonopolisten nach Lust und Laune manipulieren – und zwar perfider Weise, ohne dass es jedermann augenblicklich offenbar wird. Inflation wirkt daher wie eine heimlich und völlig unmerkbar erhobene Steuer. Ihre Nutznießer sind die im Besitz des Geldmonopols befindlichen Eliten: Regierungen und Finanzindustrie. Ihre Opfer sind alle Bezieher fixer Einkommen (Stichwort „Cantillon-Effekt“) und insbesondere langfristig veranlagende Sparer.

In einer arbeitsteilig organisierten Gesellschaft stellt das Tauschmittel Geld ein Äquivalent für Arbeit und damit Lebenszeit dar. Im Unterschied zu allem anderen aber ist Lebens-Zeit das einzige unter keinen Umständen vermehrbare Gut. Wenn also das Syndikat der Geldalchemisten den Wert der in Geldeinheiten gehaltenen Spargroschen durch planmäßige Geldmengenausweitung (aka Inflation) reduzieren, ist das nicht nur so, als ob ein betrügerischer Wirt heimlich Wasser in den Wein schütten und seine Gäste auf diese Weise betrügen würde. Es ist, als ob den Menschen – vorerst unbemerkt – Lebenszeit gestohlen würde. Und das ist alles andere als ein Kavaliersdelikt!

Wenn Notenbanker wie der Gouverneur der österreichischen Nationalbank, Ewald Novotny, sich erdreisten, die planwirtschaftlich organisierte und oktroyierte Niedrigzinspolitik in der derzeit herrschenden Inflationszeit auch noch gutzuheißen, „weil dadurch die Jungen günstig zu einer Wohnung kommen“, kann man sich nur noch an den Kopf fassen. Denn wer die Sparer in eine Doppelmühle aus Inflation und Nullzins zwingt, wird Kapitalverzehr ernten. Unweigerlich.

Kurzfristig lässt sich auf diese Weise zwar ein Konsumstrohfeuer entfachen, doch mittel- und langfristig wird dadurch der Kapitalstock aufgebraucht. Wer aber sein Saatgut verzehrt, anstatt es für die nächste Saison aufzubewahren, lebt buchstäblich von der Hand in den Mund und verschafft sich damit alles andere als lichtvolle Zukunftsaussichten. „In the long run we are all dead“. Diesen zynischen Spruch Maynard Keynes´ haben die Draghis, Yellens und Nowotnys dieser Welt als ihr Credo auserkoren. Die Übersetzung ins Deutsche lautet sinngemäß: Nach uns die Sintflut. Exakt so sieht ihre Politik auch aus!

Bleibt anzumerken, dass die amtlich ausgewiesene „Inflation“ (korrekt: die mittels eines willkürlich zusammengestellten Warenkobes erhobene allgemeine Teuerungsrate) allein schon deshalb nichts wert ist, weil „Asset-Preise“ (Preise für Realitäten und Wertpapiere) darin nicht enthalten sind. Wer sich aber die rasante Aufwärtsentwicklung von Grundstückspreisen und Aktienkursen zu Gemüte führt, weiß, weshalb die kolportierte „Inflationsrate“ – allen Bemühungen der Notenbanker zum Trotz – so märchenhaft niedrig ausfällt.

Doch da die regierenden Eliten und deren Komplizen in der Geldindustrie bekanntlich vor keiner noch so ruchlosen Schandtat zurückzuschrecken pflegen, kann und wird es noch wesentlich schlimmer kommen. Dann nämlich, wenn die seit Jahren mit zunehmender Intensität betriebene Kampagne zur Abschaffung des Bargeldes bis zur angepeilten Endlösung erfolgreich fortgesetzt wird.

Derzeit limitiert ja immerhin noch die Möglichkeit zur Bargeldhaltung eine den Inflationseffekt weiter verstärkende Einführung von Negativzinsen. Ist aber erst der letzte Cent baren Geldes eingezogen, an seine Stelle ausschließlich virtuelles Giralgeld getreten und damit ein (starker) sachenrechtlicher Eigentumstitel durch einen (schwachen) schuldrechtlichen Anspruch gegen die Bank ersetzt, fallen die letzten Barrieren, die der fiskalischen Enteignung der Geldhalter derzeit noch Grenzen setzen. Der Staat kann sich dann am ihm schutzlos ausgelieferten Geldvermögen der Tributpflichtigen ganz nach seinem Belieben gütlich tun, indem er einfach per Mausklick zugreift.

Das bereits weiter oben angemerkte, völlig unterentwickelte Verständnis des breiten Publikums für wirtschaftliche und geldpolitische Zusammenhänge, verschafft dem Leviathan jede Menge Spielraum, zumal die Medienindustrie, die „Vierte Macht“ im Staate, derart korrupt ist, dass von dieser Seite keinerlei seriöse Aufklärungsarbeit zu erwarten ist.

Für eine Wehret-den-Anfängen-Strategie ist es jedenfalls längst zu spät. Der direkte Kurs geht Richtung Eisberg. Jetzt heißt es: Volle Kraft voraus!

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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Rezension III zum neuen Unterberger-Buch drucken

Diese Rezension zum neuen Buch „Andreas Unterberger: „Zwischen Lügenpresse und Fake News“ (Frank&Frei) ist unter dem Titel: „Unterberger, ein liberaler Geist aus dem ,alten Österreich‘“ auch auf www.staatsstreich.at erschienen.

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