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Euroland wird Schlaraffenland (noch schnell vor seinem Untergang) drucken

Lesezeit: 7:00

Die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, Staatsanleihen in der Höhe von mehr als einer Billion(!) Euro zu kaufen, ist schlicht eine Katastrophe. Damit ist nun endgültig das Stadium erreicht, in dem sich Notenbanken (=Staaten) selbst das benötigte Geld drucken. Die erhofften positiven Auswirkungen werden weitestgehend ausbleiben, zugleich wird jedoch eine Fülle negativer Folgen ausgelöst, beziehungsweise verstärkt. Die schlimmste Wirkung – welche die Zentralbanker in ihrer Zahlenfixierung gar nicht begreifen – liegt im Bereich der politischen Psychologie.

Die Auswirkungen im Einzelnen:

  1. Das Wachstum in den Euro-Staaten wird entgegen großmundiger Ankündigungen höchstens in einem sehr, sehr kleinen und sehr, sehr kurzlebigen Ausmaß angefacht werden. Denn die Wirtschaft in Euroland leidet nicht an einer Liquiditätskrise (also am Mangel von verfügbarem Geld), sondern am weitgehenden Verlust der Wettbewerbsfähigkeit. Dies aber ist keine Folge der Währungspolitik, sondern vieler anderer Faktoren:
    - der im internationalen Vergleich viel zu hohen Steuern und Abgaben,
    - von viel zu viel Gesetzen, Regulierungen und Vorschriften (egal ob sie nun sozialen oder ökologischen oder Sicherheits-Zwecken dienen sollten),
    - zu hohen Löhnen,
    - der Überalterung (was immer zu einem Rückgang des Wachstums führt),
    - der Fortschrittsfeindlichkeit (siehe etwa die kollektive Panik der Politik und Medien bei den Worten Gen, Hormon, Atom, Fracking),
    - des Vorzugsschülergehabes bei den Kyoto-Zielen,
    - der Wohlfahrtsstaats-Exzesse,
    - des Verlusts an Leistungsbereitschaft der Bürger
    - und der lähmenden Perspektiven angesichts riesiger Staatsschulden.
  2. Angesichts all dieser Faktoren investieren immer weniger Unternehmer im Euroland. Egal was die EZB tut. Die Unternehmer aber tätigten bisher weit mehr als 80 Prozent aller Investitionen – und fast 100 der für die Zukunft entscheidenden rentablen Investitionen. Angesichts der prohibitiv hohen Arbeitskosten in Europa ist es geradezu gemeingefährlich, wenn der (ganz zufällig von der Arbeiterkammer finanzierte!) Wifo-Chef in Wien jetzt fordert, dass Europa noch höhere Reallöhne zahlen muss. Das ist nur noch absurder Masochismus. Das ist vor allem genau das "Rezept" der kommunistisch-linkssozialistischen Syriza, die jetzt in Griechenland die Wahlen gewinnen und alle Reformbemühungen verhöhnen wird.
  3. Zweifelhaft ist auch die Hoffnung der EZB, dass jetzt alle Banken der EZB die von ihnen gehaltenen Staatsanleihen verkaufen werden. Warum sollten sie? Es gibt kaum irgendwo echte Nachfrage der Wirtschaft nach Krediten, welche die Banken statt dessen finanzieren könnten. Wenn Banken der Wirtschaft Kredite geben, dann müssten sie das zum Unterschied von Staatsanleihen auch noch hoch mit lähmenden Rückstellungen im Eigenkapital unterlegen (Basler Abkommen). Und wenn sie mehr Geld von der EZB bekommen, dann müssen sie bei der EZB für hinterlegtes Bargeld neuerdings sogar Strafzinsen zahlen. Da sind selbst 0,5 Prozent Anleihezinsen deutlich mehr, wie der RBI-Chefanalyst Peter Brezinschek jetzt hervorhob.
  4. Es tritt ein – weiterer – enormer Vertrauensverlust gegenüber der EZB und der EU-Politik ein. Denn die in den letzten Tagen propagandistisch als große Gefahr an die Wand gemalte Deflation ist ein artifizielles Gespenst. Dass die Ölpreise (und damit viele Preisindizes) sinken, ist in Wahrheit wirtschaftlich nur positiv. Und niemand hält wegen der Hoffnung, dass ein Produkt im kommenden Jahr billiger wird, eine Anschaffung zurück. Das hat man in den letzten 20 Jahren etwa ständig an den Preisen sowie Absatzzahlen von Handys und Computern sehen können, die dauernd billiger oder besser wurden.
  5. Jubeln dürfen nur alle Finanzminister in Euroland: Denn sie können sich jetzt sorglos fast zu Nullzinsen und fast grenzenlos weiter verschulden. Im Finanzminister-Schlaraffenland wächst das Geld nun an den Bäumen.
  6. Die allerschlimmste Wirkung ist eine politpsychologische: Je mehr sich Staaten durch die Notenpresse finanzieren können, umso weniger Reformen starten sie. Keine Regierung der Welt macht ja schmerzhafte Reformen, wenn sie nicht muss, wenn ihrem Land nicht das Wasser bis zu den Nasenlöchern steht. Deswegen ist man ja in Italien, Griechenland, Frankreich und Griechenland so froh über die EZB-Milliarden, die man sich jetzt durch die Ausgabe von Staatsanleihen holen kann. Regierungen glauben oft zu Recht: Mit Reformen verlieren sie die nächste Wahl; denn alle Reformen lösen zuerst Schmerz aus, während die heilsame Wirkung erst viel später eintritt. Das macht eine Sanierung immer so enorm schwierig, wenn eine Regierung einmal etliche Jahre die Dinge treiben hat lassen, wenn die Hängematte des Wohlfahrtsstaats für viele Menschen allzu vertraut geworden ist.
  7. Die Behauptung, dass weiter Reformdruck auf den Ländern lasten wird und dass halt die EU-Kommission für Reformen und Disziplin sorgen wird, ist eine fromme Lüge. Das hat man in den letzten Monaten etwa ganz deutlich am Verhalten der Kommission gegenüber Italien und Frankreich gesehen. Letztlich hat die Kommission trotz früherer Drohungen immer darauf verzichtet, Maßnahmen gegen diese beiden Länder zu setzen, obwohl diese glasklare Verpflichtungen zur Eindämmung ihrer Defizite eiskalt gebrochen haben und immer weiter brechen.
  8. Dasselbe wird Europa mit Sicherheit auch gegenüber Griechenland nach dem bevorstehenden Wahltag tun. Die EU wird am Ende der total reformunwilligen neuen griechischen Regierung trotz einiger drohender Worte wieder einmal nachgeben. Das zeigt sich auch schon daran, dass sich nun in Österreich Sozialdemokraten hinter die griechischen Linkssozialisten und ihre Reformverweigerung stellen.
  9. Profiteure sind auch die Banken der Krisenländer. Diese werden zum Unterschied von anderen Banken sehr wohl die Staatsanleihen aus ihren Depots verkaufen und so zu mehr Liquidität und Eigenkapital kommen. Das Geld wird aber schon mangels Nachfrage dennoch nicht in die Wirtschaft fließen.
  10. Dramatische Auswirkungen haben die EZB-Maßnahmen – so wie schon alle „Rettungs“-Maßnahmen seit dem Jahr 2010 – für alle Sparer. Diese bekommen keine Zinsen mehr und finanzieren so in hohem Ausmaß die staatlichen Schulden. Das ist eine ständige Enteignung der Sparer. Viele von ihnen versuchen daher mit den Erträgnissen ihres Arbeitslebens vor dem Zugriff der Staaten zu flüchten: in Gold, in Aktien (Blasen-Gefahr!), in Immobilien (Blasen-Gefahr!), in die Schweiz, in die USA und andere Länder mit besserer Wirtschaftspolitik (wo zwar auch meist keine Zinsen winken, aber dafür saftige Gewinne durch die sich laufend verschiebenden Währungsrelationen und durch das dortige Wirtschaftswachstum).
  11. Es findet eine weitere Umverteilung des Risikos von den Schuldnerländern weg hin zu den noch halbwegs gesunden Ländern statt. Selbst wenn „nur“ wie versprochen für 20 Prozent der von der EZB gekauften Anleihen eine gemeinsame Risikohaftung gilt, sind das ja auch weitere 200 Millionen, die nach den ESM, EFSF, Target- und bilateralen Milliarden jetzt zusätzlich auf Nimmerwiedersehen in die Mittelmeerländer fließen. Diese müssen weiterhin nicht die Rechnung für das fette Jahrzehnt zahlen, das sie sich nach Euro-Einführung gegönnt haben.
  12. Das Vertrauen in die Einhaltung europäischer Verträge ist weiter gesunken. Denn jetzt betreibt die EZB mit ihrer neuen Politik direkte Staatsfinanzierung, obwohl das rechtlich eigentlich ausdrücklich verboten ist. Gesetz und Recht gelten in Europa aber offensichtlich nur noch total selektiv, in der Regel nur noch für die Bürger. Die Politik (und die EZB ist reinste Politik!) setzt sich nach Belieben über alles hinweg. Ihr gegenüber sind plötzlich auch die sonst so regulierungswütigen Höchstgerichte total handzahm. Mittäterschaft nennt man das im Strafrecht.
  13. Letztlich sind alle Bürger von Euroland das Opfer, wenn sie auch nur einen Euro in der Geldbörse haben. Denn der ständige, von der EZB bewusst herbeigeführte Verfall des Wertes jedes einzelnen Euro macht alle Bürger ständig ärmer. Bis auf die Schuldner, die sich ins Fäustchen lachen können. Und von denen die Staaten die weitaus größten sind.
  14. Die Lage in einem Satz: In Europa findet, von enormen Risken begleitet, die historisch größte Umverteilung von den hilflosen und zur Verarmung gezwungenen – wenn auch empörten – Bürgern zum Staat und dessen Profiteuren statt.

Ich zweifle, dass das unsere demokratischen Systeme das alles noch lange überleben können. Diese sind ohnedies schon durch die von der Politik verschuldeten und völlig unbremsbar gewordenen Islamisierung total diskreditiert.

PS.: Erstaunlich und trotz all seiner Fehler in der Vergangenheit lobenswert ist, dass sich auch der österreichische Nationalbank-Chef Nowotny zu einer relativ deutlichen Verurteilung der Maßnahmen aufgerafft hat. Freilich: Ein echter Widerstand sieht anders aus.

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  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2015 09:12

    Der Kreislauf ist vor Jahren entstanden, irgend wann zu Ende der 80er (in den USA ein wenig früher) – also vor dem Euro.
    Die Notenbanken drucken Geld, das Geld wird in die Finanz'wirtschaft' verschoben, einige wenige Banker und Hedgefondmanager werden utopisch reich, Aktien- und Immobilienpreise steigen, die Versicherungen haben unendliche Vermögen zu verwalten. Eine gigantische 'Industrie' aus Finanzberatern, Prüfern, Analysten, Steuerfachleuten hat sich gebildet und die Massen an Wirtschaftsakademikern aufgesogen.

    Hört der Zufluss von frischen Geld auf, so werden schlagartig die Werte hinter den Anlageklassen wieder relevant. Also werden die aktuellen KGVs wohl bald Geschichte sein, auch die Immobilienpreise werden drastisch nachgeben. Nun trifft es aber den Bürger. Denn der hält viele Aktien (via Versicherungssparformen) und der hat eine belastete Eigenimmobilie. Während also das Ersparte sich in Luft auflöst, ruft auch noch die Bank an und hätte gerne mehr Sicherheiten.
    Geht die Bank streng nach Gesetz vor und stellt fällig, dann kommen noch mehr Immobilien auf den Markt, werden Versicherungen aufgelöst und noch mehr Aktien wollen einen Käufer finden.
    Viele Jobs sind nicht mehr notwendig, dies trifft genau die akademischen 'Eliten'.

    Wer heute jammert, der hat wohl die letzten dreißig(!!!) Jahre geschlafen! Die Party war schön, das Kopfweh am nächsten Morgen wird weniger schön sein – das Leben wird aber weitergehen!

  2. Ausgezeichneter KommentatorMajordomus
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2015 10:05

    Die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström plant, TTIP und CETA an den nationalen Parlamenten vorbei verpflichtend zu machen, obwohl die EU-Kommission bereits versichert hat, dass die umstrittenen Handelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) sowie Kanada (CETA) von allen nationalen Parlamenten ratifiziert werden
    müssen. Mit einer sogenannten "vorläufigen Anwendung" der Abkommen sollen
    völkerrechtliche Verpflichtungen eingegangen werden, bevor deren
    Ratifizierung abgeschlossen ist.

    Gefunden in einer OTS-Aussendung. Die Lügenpresse bringt natürlich nichts darüber.
    http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20150116_OTS0028/vorlaeufige-anwendung-von-ttip-soll-nationalrat-entmachten

  3. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2015 11:44

    Offenbar gibt es schon flächendeckend islamische Schulen in Wien. Wie da die Integration in unser Gemeinwesen erfolgen soll, sofern sie von den Muselmanen überhaupt angestrebt wird, ist mir schleierhaft: ;-)

    http://diepresse.com/home/bildung/schule/4645411/Gefahr-im-Verzug_Islamische-Schule-geschlossen-?from=gl.home_panorama

  4. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2015 15:39

    "Gold ist das Geld der Könige, Silber das Geld der Gentlemen, Tausch ist das Geld der Bauern, aber Schulden sind das Geld der Sklaven."

    Aktueller denn je....

  5. Ausgezeichneter KommentatorCamilla
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2015 11:29

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger!

    Sie haben ja - leider - so recht.

    In diesem Zusammenhang fällt mir ein Aphorismus ein, den ich hier
    nur ungefähr zitiere:
    Auch wenn es Gott nicht gibt, sollte man die Lösung unserer Probleme
    lieber ihm überlassen, als den Leuten. die sich dafür aufdrängen.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2015 08:00

    Für Othmar Karas läuft doch alles wie am Schnürchen, ein Büttel im Hintergrund. Die Vertiefung der EU geht gut voran, schön hinterm Rücken der Bürger, die lockere Geldpolitik hält alles zusammen und finanziert diese "Hinterm Rücken" Planerei. Planen wär ja wurscht, Faktenschaffen ist es nicht. Dafür haben die Österreich 1994 nicht abgestimmt. Den Lissabon-Vertrag hat in Österreich kein Mensch abgestimmt, die Auswirkungen ist den Österreichern nicht bewusst.

    Inzwischen freut sich der Othmar Karas in guter Gesellschaft:
    "Freue mich über Golden Arrow Award 2015! Gestern mit Federik Willem de Klerk und Hashim Taci. bit.ly/15tr29D pic.twitter.com/wufZUwFCuT"
    Com.Sult 2015 beschäftigte sich mit Power of Regions. Vor diesem Hintergrund will der Wiener Kongress com•sult 2015 Perspektiven eines transnationalen wie regionalen Europas aufzeigen.

    Dazu ein paar Hintergründe zum Preisträger Taci:
    "Taci war vom Europarat-Ermittler Dick Marty beschuldigt worden, Chef der Organhändler-Mafia zu sein.
    Gegenüber der Tageszeitung «Die Presse» sprach Thaci von einer «Erfindung»: «Dick Martys Bericht entbehrt jeder Grundlage und ist ein Anti-Kosovo-Bericht.» Weiter riet Thaci dem Schweizer Politiker, «ein Team guter Anwälte» zu finden.
    Der Europarat hat die Untersuchung 2011 angenommen. Die Parlamentarische Versammlung des Europarats nahm Martys Bericht am 25. Januar 2011 an. Die Abgeordneten verlangten in einer Resolution eine seriöse Untersuchung der Vorfälle."

    1. Was ist aus der Untersuchung 2011 geworden?
    2. Wen wundern die Vorgänge in der Hypo Alpe Adria, die sich wesentlich am Balkan abspielen, noch?
    3. Eine Vertiefung der EU ist für uns eine Katastrophe. Ohne "Zaun" mit "undurchsichtigen" Personen im selben Boot sitzen, ist verantwortungslos und grob fahrlässig.
    4. Eigenverantwortung und nicht Kollektivverantwortung sollten UNSER Ziel sein.

    P.S.: Der Lifetime Achievement Award „Golden Arrow“ wird jährlich an Menschen verliehen, die außergewöhnliche Ideen realisieren und Visionen umsetzten – kurz: die das Unmögliche möglich machen. com.sult

  7. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2015 22:44

    OT
    Die „Lügenpresse“ rund um PEGIDA überschlägt sich tausendfach mit der Meldung: „Der kleinkriminelle Pegida-Gründer Hofmann trat zurück.“ Nun, Hofmann ließ sich als Canabis-Konsument erwischen. Millionen andere nicht! Dumm gelaufen. Und was ist ein im Umkreis des Mordes an sechs Matrosen rechtskräftig verurteilter SP-Pensionistenhäuptling? Ein Mittelkrimineller? Ein Großkrimineller? Oder nur ein Parteigünstling?

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  1. Ausgezeichneter KommentatorKarl Martell
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Januar 2015 15:02

    Das politisch kontrollierte Bürokratiemonster Brüssel ist ein Experimentalfeld, von hier aus wird die totale Normierung der Europäer vorangetrieben, weshalb die internen EU-Aktivitäten für supranationale Staats- und Sicherheitsdienste, weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit, Angst machen können. Denn wer schon einer Banane vorschreiben will, wie sie zu wachsen hat, der möchte doch mindestens mal wieder einen neuen Menschen schaffen, der will das Volk erziehen, der will mit Geboten, Verboten und Regeln aus allem EINS machen.

    http://journalistenwatch.com/cms/2015/01/21/eu-wir-basteln-uns-ein-autoritaeres-regime/

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  1. Martin W. (kein Partner)
    25. Januar 2015 16:30

    Mit Gelddrucken löst man keine Schuldenprobleme. Liegt eigentlich auf der Hand. Tatsächlich ist das auch gar nicht die Absicht.
    Es handelt sich um eine Vermögensverschiebung zulasten der Menschen, die durch ehrliche, konkrete Arbeit ihr Geld verdienen und sich möglicherweise einen kleinen bescheidenen Wohlstand angespart haben.

    Der Wähler belohnt keine ehrliche Politik, sondern die Personen, die vorgaukeln, dass Leistung und Arbeit nicht notwendig sind, dass man seine Ansprüche auch viel einfacher und schneller erfüllen kann. So etwas nennt man Dekadenz.

  2. Dr. Knölge (kein Partner)
    25. Januar 2015 15:31

    Wer erinnert sich noch?
    Noch vor Einführung des Euro hat ein als "rechts" verschriener bayrischer Politiker namens Gauweiler ihn als Esperanto bezeichnet und vor der neuen Währung gewarnt.
    Doch wer hört schon auf die, die recht hatten? Man folgt lieber denen, die offenkundig schon immer ein bemerkenswertes Verhältnis zur Wahrheit hatten. Der Prophet gilt nichts, auch wenn er richtig lag.

  3. Karl Martell (kein Partner)
    25. Januar 2015 15:02

    Das politisch kontrollierte Bürokratiemonster Brüssel ist ein Experimentalfeld, von hier aus wird die totale Normierung der Europäer vorangetrieben, weshalb die internen EU-Aktivitäten für supranationale Staats- und Sicherheitsdienste, weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit, Angst machen können. Denn wer schon einer Banane vorschreiben will, wie sie zu wachsen hat, der möchte doch mindestens mal wieder einen neuen Menschen schaffen, der will das Volk erziehen, der will mit Geboten, Verboten und Regeln aus allem EINS machen.

    http://journalistenwatch.com/cms/2015/01/21/eu-wir-basteln-uns-ein-autoritaeres-regime/

  4. ORF-Watcher (kein Partner)
    25. Januar 2015 14:35

    Dass uns der ORF wieder mal den Migrationshintergrund verschweigt, wundert ja längst nicht mehr:

    http://www.pi-news.net/2015/01/berlin-hochschwangere-frau-von-tuerkischem-ex-freund-in-bauch-gestochen-und-verbrannt/

  5. Eso-Mystiker (kein Partner)
    25. Januar 2015 12:22

    Es muss endlich eine goldgedeckte Währung geben. Oder es müssen Schwundgelder (z. B. "Chiemgauer") gefördert werden. Zudem brauchen wir ein nachhaltiges Wirtschaften gemäß Schmidt-Bleek.
    Im Übrigen muss das Christentum reformiert werden. Der Mensch (und die Welt) wurde nicht "erschaffen", sondern existiert von Natur aus (und seit ewig). Das Beten ist sinnlos. Ein Mensch muss u. a. seine Willenskraft und Liebe vergrößern. Und sich dann mit mystischen Erfahrungen gemäß Meister Eckhart beschäftigen. Und mit Geistheilung (z. B. Traumdeutung) gemäß C. G. Jung.

    • Trollwatsch (kein Partner)
      25. Januar 2015 13:10

      Scheisse! Wieder nix gegen Krampfadern und nix gegen die Blogabszesse.

    • fewe (kein Partner)
      25. Januar 2015 19:34

      Schwundgeld gibt es sowieso schon durch permanente Inflation.

      Aber was mache ich wenn ich Krampfadern bekomme?

    • Tik Tak (kein Partner)
      26. Januar 2015 14:48

      fewe, dann legen Sie einfach ein paar hundert Tonnen von der Golddeckung drauf und schon sind die Krampfadern weg. :-)

  6. MM (kein Partner)
    25. Januar 2015 10:54

    Der Euro wird zum Liro und wir werden alle Griechen.

    Und endlich wird alles gut!

  7. Karl Martell (kein Partner)
    25. Januar 2015 10:53

    Alles, was sich jetzt und in Zukunft ereignet, war genau so von Anfang an geplant und in die Wege geleitet.

    Man lasse sich nie mehr erzählen, das hätte doch niemand ahnen und vorhersehen können, dass der Euroraum sich derart verheerend entwickeln wird. Das war Schritt für Schritt genau so und nicht anders geplant und wurde gegen alle Warnungen und guten Ratschläge durchgesetzt.

    http://www.wolfgang-waldner.com/finanz-und-eurokrise/

  8. Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
    25. Januar 2015 10:51

    Nur anscheinend völlig OT:

    Unser ÖVP-Herz-Jesu-bewegter Radetzky-Denkmal-Ablehner und Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter hat - endlich - genehmigt, dass in Schönbrunn, bergab der Gloriette, ein Schislalom stattfinden darf. Weil Fasching ist.

    Brot und Spiele für das tumbe Volk...

  9. fewe (kein Partner)
    25. Januar 2015 02:58

    So viel ist es in Wirklichkeit nicht. Davon wird der Euro nicht einbrechen. Das sind etwa 5000 EUR pro Bürger. Im Vergleich dazu kostet die ÖBB jeden Österreicher 1000 EUR pro Jahr.

    Ich habe kürzlich gelesen, dass es keine Auswirkungen auf die Realwirtschaft und Private geben wird, weil das Geld sowieso nicht in die Realwirtschaft und zu privaten Haushalten kommt. Daher kann es auch keine Inflation bewirken.

    Die Banken werden also auch nicht mehr Kredite vergeben, was eigentlich wichtig wäre. Kredite werden fast nur gegen mindestens doppelte Besicherung vergeben. Damit werden Neugründungen und Investitionen mutwillig behindert. Und das geht schon jahrelang so. Die Krise wird gefördert.

    • Karl Martell (kein Partner)
      25. Januar 2015 13:59

      @ fewe

      "Die Krise wird gefördert." Das hat schon System, gestern wie heute:

      Weltwirtschaftskrise 1929-33

      Historiker und Ökonomen bestreiten die absichtliche Verursachung der Weltwirtschaftskrise bis heute. Die Quellen und Beweise für die lange geplante Verursachung der Großen Depression 1929-33 finden Sie auf dieser Seite als PDF zum freien Download. Sie dürfen die PDF (Stand 23.11.2014) kopieren und an Freunde und interessierte Leute weiter geben oder auch auszugsweise zitieren und ganz nach Wunsch in eigene Texte einarbeiten.

      http://www.wolfgang-waldner.com/

  10. N.SA (kein Partner)
    25. Januar 2015 02:21

    Die EU ist der Staatsfeind Nr. 1.

  11. Sensenmann
    24. Januar 2015 12:19

    Hurra, wir wiederholen gerade die 20er Jahre. Die permanente Hausse, die nach Aussage der damaligen Bankster nei enden KÖNNE, weil das rein auf Papier geschöpfte Geld ja die Wirtschaft beleben würde, war damals in aller Munde.
    Bis die ersten erkannten: Der Kaiser ist nackt. Der Sturz war tief und das Ergebnis ist bekannt.

    Wenn Drucken von GELD in einer Wirtschaft irgendwas außer schrankenloser IUnflation bewirken könnte, wäre es doch schon stets das Rezept zu ewigem Wohlstand gewesen.

    Die EZB überschreitet dauernd ihr Mandat, sämtliche völkerrechtlich bindenen EU-Verträge werden in Permanenz gebrochen, das Ganze wird dann auch noch vom Generalanwalt des Obersten Gerichts der UdSSR EuGH abgenickt.

    Allerdings muss man - zumindest für Österreich - all diesem Beginnen zustimmen, denn es ist immerhin demokratisch legitimiert. Mit verfassunggebender Mehrheit hat das Volk seine Grundrechte an die EUdSSR abgetreten, mit eben dieser 2/3 Mehrheit hat das Volk für den ESM gestimmt (in Form seiner rotzgrünen und ÖVP-Abgeordneten) gestimmt.
    (Wenn man sich die Aussagen der - wie immer verlogenen ÖVPler anhört, wird einem im Angesicht der bisher aufgelaufenen Fakten schlecht! Dieser Windisch behauptete, es werde mit der Auszahlung Finanzdisziplin erzwungen, der Bartenstein und ein gewisser Singer verstiegen sich zur Lüge, der ESM sei im Interesse Österreichs und ein gewisser Donabauer hielt nichts davon, den ESM einer Volksabstimmung zu unterziehen - symptomatisch für eine Partei, die vorausgefüllte Stimmzettel verschicken lässt).

    Da auch knapp 96% gegen den Schilling gestimmt haben und bei den EU-Wahlen 2/3 der Österreicher die EUdSSR-Befürworter gewählt haben, steht wohl außer Frage, daß die Mehrheit es so wollte, wie es nun kommt.

    Leider wird nicht nur diese Mehrheit enteignet werden und die Früchte ihrer Wahlentscheidung zu kosten bekommen, sondern alle.

    Während ünbrigens die nationalen Parlamente wie die Karnickel vor der sprichwörtlichen Schlange sitzen, hat - oh Wunder! - ausgerechnet das niederländische Parlament überraschend die geplanten Staatsanleihenkäufe durch die EZB abgelehnt! Einem von der liberalen Regierungspartei von Mark Rutte einbrachten Antrag stimmten auch die Liberalen, die Christdemokraten (die scheinen im verlotterten und versifften Holland noch moralisch hochstehender zuu sein, als in unserer Bananenrepublik) und die niederländische Linkspartei (echte Bolschewiken übrigens!) zu. Die Sozialdemokraten, die mit den Liberalen in der Regierung sitzen, lehnten den Antrag ab. Der liberale Fraktionsvorsitzende sagte, die Niederlande dürfen nicht Risiken übernehmen, die sich aus den italienischen Staatsschulden ergeben.
    Prompt meldete sich der dortige Obersozi und Finanzminister - dieser Distelblum oder wie der heißt, der auch noch Chef der "Eurogruppe" ist - rotzfrech zu Wort: Es sei “äußerst unerwünscht, dass Politiker direkt oder indirekt Empfehlungen geben oder versuchen, Einfluss auf Entscheidungen einer unabhängigen Zentralbank zu nehmen”.
    (Übrigens typisch Sozis wieder einmal, stets in Allianz mit den Feinden der Völker Europas).

    Damit sagt er nur, was Sache ist: Die Hochfinanz hat längst die reale Macht übernommen. Den nationalen Parlamenten ist die Budgethoheit entzogen und die EU wird von Goldmann Sucks (die ja nach Worten ihres Chefs Blankfein das Werk Gottes tun) regiert, gegeängelt und ausgebeutet.

    Unser Musikantenstadl hat sich mit dem Thema gar nicht beschäftigt...

    • Undine
      24. Januar 2015 15:17

      @Sensenmann

      Leider, leider haben Sie mit jedem Wort recht!************!

    • fewe (kein Partner)
      25. Januar 2015 05:16

      Im Grunde müsste die Volksabstimmung zum EU-Beitritt ungültig sein, da die wesentlichen Zusagen dazu nicht eingehalten worden sind. Beispielsweise das Bleiben des Schilling wurde zugesichert. Ein Anschluss an Deutschland war eigentlich auch verboten nach Staatsvertrag.

      Die EU entwickelt sich zum Staat. Vielleicht ist es nicht nur mir aufgefallen, dass die Beschriftungen der Durchgänge bei der Passkontrolle auf Flughäfen schon vor einigen Jahren geändert worden sind von "Bürger von EU-Staaten" auf "EU-Bürger".

      Ich glaube das war hier eh schon verlinkt:

      http://eu-austritt.blogspot.co.at/2014/06/am-12-juni-2014-werden-es-20-jahre.html

  12. Haider
    23. Januar 2015 22:44

    OT
    Die „Lügenpresse“ rund um PEGIDA überschlägt sich tausendfach mit der Meldung: „Der kleinkriminelle Pegida-Gründer Hofmann trat zurück.“ Nun, Hofmann ließ sich als Canabis-Konsument erwischen. Millionen andere nicht! Dumm gelaufen. Und was ist ein im Umkreis des Mordes an sechs Matrosen rechtskräftig verurteilter SP-Pensionistenhäuptling? Ein Mittelkrimineller? Ein Großkrimineller? Oder nur ein Parteigünstling?

  13. Haider
    23. Januar 2015 22:26

    Stellen wir uns vor, das Schreckensszenario in Griechenland wird wahr. Die kommunistische Syritza wird mit 31 % stärkste Partei und erhält (laut gültiger Verfassung) einen Bonus von 50 Mandaten (von 300!). Von so einer Wahlmanipulation träumen Rot und Schwarz in Europa seit Jahrzehnten – sie nennen es mehrheitsfördernd und somit regierungsfreundlich. In Wahrheit ist es Betrug am Wähler und an der Demokratie. Aber welchen Machtpolitiker kümmert dies?
    Wiens Wahlgesetze sind schon Manipulation genug, aber Griechenland toppt diese noch um Häuser. Jetzt verstehe ich, warum sich Wiens Rote zieren (ihnen strebt das Akropolissystem vor) und bei der regierungsgeilen Vassila-kuh rechnen sie mit vollem Verständnis (Notariatsakt hin oder her). Nicht nur Statistiken werden nach Belieben gefälscht, auch Wahlergebnisse werden per Gesetz so uminterpretiert bis sie den Machthabern passen. Auch die EU läßt so lange wählen, bis das Ergebnis paßt. Und diese Falotten sprechen von Demokratie (= Volksherrschaft)!

  14. brechstange
    23. Januar 2015 18:51

    Der Euro auf dem Weg zur Binnenwährung.

  15. socrates
    23. Januar 2015 17:34

    Unbedingt ansehen! Die Bilder, eines von Charlie Hebdo, das andere von einem 16jährigen Schüler, beide fast identisch, zeigen die Unfreiheit der Meinung:
    Nach Charlie versteht Frankreich keinen Spaß mehr
    Fabian Köhler http://www.heise.de/tp/artikel/43/43943/1.html
    Frankreich geht gegen Terrorismus vor und trifft die Meinungsfreiheit
    Darf Satire alles? In Frankreich darf sie offenbar immer weniger. Nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo gehen Behörden hart gegen jene vor, die vermeintlich "Terrorismus verherrlichen". Im Zweifel reicht schon ein Facebook-Posting im Charlie-Stil.
    Nur auf den ersten Blick sieht das Bild aus wie ein Cover von "Charlie Hebdo": Ein emotionslos blickender Mann versucht sich mit einer Zeitschrift vor heranfliegenden Gewehrkugeln zu schützen. Vergeblich. Dazu der Kommentar: "Charlie Hebdo ist scheiße. Es hält die Kugeln nicht auf."

    Der Mann auf dem Bild ist Stéphane "Charb" Charbonnier. Er war der Chefredakteur des Satiremagazins Charlie Hebdo, bis zwei Attentäter ihm und elf weiteren Menschen am 7. Januar das Leben nahmen. Veröffentlicht hat die Karikatur ein 16-jähriger französische Schüler auf seiner Facebook-Seite. Kurz darauf wurde er von Polizisten verhaftet. Die Anklage: "Anstiftung zum Terrorismus".
    Der französische TV-Sender France 3 berichtete am Wochenende über den Fall. Dass nichts bei dem Jungen auf einen "dschihadistischen Hintergrund" hindeute, sagte sogar der zuständige Staatsanwalt. Der Junge habe das Bild stattdessen wohl einfach "lustig" gefunden.
    Nun mag man darüber streiten, welchen komödiantischen Wert Witze über ein gerade erst begangenes Massaker haben. Doch das gilt wohl ebenso für Charlie Hebdo selbst. Denn das Bild sieht dem Satiremagazin auch deshalb zum Verwechseln ähnlich, weil es auf einer Ausgabe von Charlie Hebdo beruht: Statt "Charb" hatte dieses im Juli 2013 einen bärtigen Mann auf dem Cover, der offenbar einen ägyptischen Muslimischer darstellen soll. Dieser versucht sich damals ebenfalls vergeblich mit einem Koran vor heranfliegenden Gewehrkugeln zu schützen. Der Kommentar auf dem Cover damals: "Der Koran ist scheiße. Er hält die Kugeln nicht auf." Juristische Konsequenzen hatte die Veröffentlichung damals freilich nicht.

  16. socrates
    23. Januar 2015 17:12

    So sieht eine Staatenrettung in der EU aus, wie sie auch Griechenland erfahren soll:

    Lettland: Verkauf der Citadele-Bank
    Udo Bongartz 23.01.2015 .http://www.heise.de/tp/artikel/43/43916/1.html
    Notizen aus der marktkonformen Demokratie
    In der Finanzkrise 2008/09 beschloss die lettische Regierung, die private Pleite-Bank Parex auf Kosten des Steuerzahlers zu retten. Die zweitgrößte Bank des Landes galt als "systemrelevant", kurz nach dem Lehman-Crash fürchteten die Finanzleute den Domino-Effekt. Die lettische Regierung geriet dabei selbst in Zahlungsschwierigkeiten, sie musste beim IWF, der EU, Schweden und Dänemark einen 7,5 Milliarden-Kredit aufnehmen. Die verordnete Austeritätspolitik verursachte in Lettland die EU-weit tiefste Rezession, die Regierung senkte die Gehälter drastisch, entließ Arbeitnehmer, die fortan noch häufiger abwanderten.

    Inzwischen hat sich das Land wieder etwas erholt, gehört aber nach wie vor zu den Armenhäusern der EU. Der "gute" Teil des verschuldeten Geldhauses hieß ab 2010 Citadele. Die neu eingesetzten Manager wirtschafteten erfolgreich. Die Geschäftsbank im staatlichen Besitz macht inzwischen wieder Gewinn. Doch die EU-Kommission schrieb vor, den staatlichen Anteil, der 75 Prozent der Citadele-Aktien umfasste, bis Ende 2014 an private Investoren zu verkaufen. Ein entsprechendes Angebot sollte die lettische Regierung bis Ende September in Brüssel vorlegen.
    Am 5.11.2014 unterzeichnete die lettische Privatisierungsagentur den umstrittenen Vertrag mit zwölf Käufern, unter ihnen Tim Collins, Chef der US-amerikanischen Ripplewood Holdings. Den Aktienerlös für den lettischen Staat bezifferte die Presse damals auf 74 Millionen Euro - weitaus weniger als die dreistellige Millionensumme, die die Regierung sich zuvor erhofft hatte.
    Bis heute rätseln Journalisten über den Verkaufspreis, der sich je nach Ertragslage der Citadele-Bank im letzten Quartal 2014 noch ändern kann. Ebenso rätselhaft sind die Vertragsbedingungen. Diese dürfen ohne Einverständnis der Investoren nicht veröffentlicht werden. Die Geheimniskrämerei nährt Korruptionsvorwürfe und Zweifel an der Seriosität der Käufergruppe.
    Eigentlich wollte Laimdota Straujumas alte Ministerriege den Citadele-Verkauf noch auf ihrer letzten Sitzung am 30.10.2014 unter Dach und Fach bringen. Doch der Vorstandsvorsitzende der lettischen Privatisierungsagentur (PA), die den staatlichen Citadele-Besitz verwaltet, stellte sich quer. Der damalige PA-Chef Ansis Spridz?ns und PA-Vorstandsmitglied Guntis Lausks weigerten sich, den Verkaufsvertrag zu unterschreiben. Spridz?ns kritisierte die Vertragsbedingungen. Die Citadele-Käufer könnten ihre Anteile bereits nach zwei Jahren weiterverkaufen. Das Veräußerungsverbot betreffe nur den Aktienbesitz und nicht die Aktiva, also Guthaben und Vermögen der Bank. Zudem wurde kein Mindestpreis für den Aktienverkauf festgelegt.
    Spridz?ns schlug vor, bis zum Jahresende weiter zu verhandeln. Doch Ministerpräsidentin Laimdota Straujuma lehnte ab und bezweifelte ihrerseits die Professionalität des PA-Chefs. Sie begründete ihre Eile mit der Befürchtung, dass die EU Lettland die Verkaufsvollmacht entziehen könne und danach ein noch schlechterer Preis erzielt werde. Die beiden PA-Manager traten zurück. Flugs wurden die vakanten Stühle wieder besetzt. Die wichtigste Qualifikation von Spridz?ns' und Lausks' Nachfolgern war offenbar ihre Bereitschaft, den Vertrag zu unterzeichnen. Dazu kam es dann am 5.11.2014.
    Erst zwei Tage danach erfuhren die lettischen Bürger, wer außer Ripplewood-Chef Collins sonst noch Dreiviertel der Citadele-Aktien übernommen hatte. Zehn der übrigen elf Investoren sind Nordamerikaner, beispielsweise Blackberry-Mitbegründer James Balsillie und andere Vermögende, die mit Hedgefonds und Private-Equity-Geschäften Geld machen. Zu den Käufern gehört auch ein Ägypter, Nassef Sawiris. Sein Vermögen wird auf 6,2 Milliarden Dollar geschätzt. Collins' "Ripplewood-Advisors LLC", die neueste Tochter seines Beteiligungsgeflechts, übernahm 22,4 Prozent der Citadele-Aktien, die übrigen elf insgesamt 52,6 Prozent. Ein Viertel bleibt im Besitz der öffentlichen Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung.
    Vor der Parlamentswahl vom 4.10.2014 zeigte sich Straujuma von den damals unbekannten Investoren überzeugt. Es seien Finanzleute von Weltniveau, alle aus Übersee. Bei der japanischen Shinsei-Bank habe sich Ripplewood erfolgreich engagiert. Tim Collins versicherte der Presse im September, sein Fonds habe "wohlhabende ehemalige Regierungsleute und erfolgreiche Unternehmer" als Partner ausgewählt. Diese investierten längerfristig.
    Doch das Interesse der Aktienkäufer an einer möglichst kurze Sperrfrist für einen möglichen Wiederverkauf lässt an Collins' hehren Worten zweifeln. Zudem ist sein eigenes Private-Equity-Unternehmen ins Gerede gekommen. Die investigative Webseite Pietiek.com nennt die Bedenken der Staatskanzlei, die die Geschäfte der Amerikaner weniger rosig sieht. Eine Ripplewood-Beteiligung bei Reader's Digest führte den Medienkonzern beinahe in die Pleite. Zudem missfällt der Kanzlei, dass Ripplewood in einer US-amerikanischen Steuersparenklave, in Delaware, registriert ist. Die Financial Times habe Ripplewood als "einer der geheimniskrämerischsten Fonds der Welt" eingestuft. Die Deutschen machten ihre speziellen Erfahrungen mit Collins' Ableger Ripplewood Holdings Japan International. Nachdem der Investor die Firma Honsel in Meschede gekauft hatte, bürdete sie dem Automobilzulieferer den Kaufpreis als Schulden auf. Die Westfalen gerieten ebenfalls in Zahlungsschwierigkeiten und wurden von einem kanadischen Konkurrenten übernommen.
    Ivars Zari?š, Abgeordneter der oppositionellen Partei Saska?a, veröffentlichte am 14.12.2014 sein Schreiben an die Ministerpräsidentin. Zuvor hatten seine Fraktionskollegen Straujuma gefragt, wie viele Aktien die einzelnen Investoren denn nun unter welchen Bedingungen erworben hätten. Der Vertrag werde vertraulich behandelt und eine Bekanntmachung erfordere die Zustimmung der Investoren, lautete die Antwort. Die Käufer verweigern die Erlaubnis, den Vertrag zu veröffentlichen. Zari?š legte nach, wollte von der Regierungschefin wissen, auf welche Punkte sich die Geheimhaltung beziehe und bezweifelte die demokratische Rechtmäßigkeit. Zudem hielt er ein solches Gebaren für unvereinbar mit der Reputation, die die Citadele-Käufer für sich beanspruchten.
    Doch es bleibt dabei, der lettische Bürger bleibt unaufgeklärt: Am 9.1.2014 sprach Evita Urpena, Pressesprecherin des Wirtschaftsministeriums mit der Nachrichtenagentur BNS. Sie bedauerte, dass die Investoren weiterhin auf der Geheimhaltung bestehen. Journalisten stellen sich die Frage, wieso ausgerechnet Tim Collins' Fondsgesellschaft den Zuschlag erhielt. Sie spekulieren über Korruption im Umfeld der Regierungspartei Vienot?ba, doch Beweise dafür fehlen bislang. Die lettische Öffentlichkeit bleibt außen vor. Für die "Bad Bank" Reverta muss der Steuerzahler noch Schulden von mehr als 700 Millionen Euro tragen tragen.
    Auch die "gute" Citadele bleibt für ihn nach dem frühzeitigen Verkauf ein Verlustgeschäft. Jetzt, wo das Geldhaus wieder Gewinne macht, sollen wieder Private daran verdienen, der Staat und die Steuerzahler bleiben auf den Schulden sitzen. Wenn es ans Eingemachte geht, wird dem Bürger vorenthalten, welcher Rechte er beraubt wird und für wen er zahlen soll. In der intransparenten und marktkonformen "Demokratie" darf er nicht erfahren, wie und von wem er über den Tisch gezogen wird.

  17. Undine
    23. Januar 2015 16:23

    OT---aber es ist mir gerade untergekommen und so erfreulich:

    Christine BUSTA:

    WAS DER LIEBE GOTT TUT

    An den Himmel steckt er Sterne,
    in die Sonnenblumen Kerne,
    Eier legt er in die Nester,
    in die Wiegen Bruder Schwester;
    gibt dem Vogel Flaum und Feder
    und den nackten Füßen Leder;
    malt den Faltern bunte Flügel
    und der Erde grüne Hügel,
    schickt das Wasser auf die Reise
    und die Kraft in Trank und Speise,
    macht den Lämmern krause Locken
    und dem Sonntag lauter Glocken.
    Weiße Milch aus schwarzen Rindern
    allen Kälbern, allen Kindern,
    macht die Neger und Chinesen,
    die Geschichten, die wir lesen,
    auch den Flachs für Hemd und Hosen
    und die Veilchen und die Rosen.

    • Wertkonservativer
      23. Januar 2015 16:39

      Sehr schön, liebe Frau Undine!

      Jedoch, mit Verlaub: Christine Busta ist hier im Blog irgendwie "meine Erfindung"!
      Aus diesem Grund auch von mir eines meiner Lieblingsgedichte dieser wunderbaren Lyrikerin:

      "Dem lieben Gott

      Gib mir auf Erden, Herr, nur soviel Raum,
      wie Liebende ihn brauchen, still zu ruhn,
      und zeige Blume mir und Tier und Baum,
      in lauter Demut Dein Gesetz zu tun.

      Du weißt, der große Sang ist nicht mein Teil,
      mein Lied steigt nicht auf rauschenden Gefieder,
      es fliegt nur wie ein leichter, goldner Pfeil
      nach Deinem Licht und sinkt im Grase nieder:

      Am Bach vielleicht, wo -- wenn der Abend blinkt --
      arglose Rehe ihn mit Staunen schaun,
      oder ein Vogel ihn zum Busche bringt
      wie einen Halm, damit sein Nest zu baun.
      "
      Lyrik: ein Trost in unserer wirren Welt !!!

      Liebe Grüße,

      Gerhard Michler

    • Wertkonservativer
      23. Januar 2015 16:40

      ...in lautrer Demut Dein Gesetz zu tun ..

    • Undine
      23. Januar 2015 16:53

      Lieber @Wertkonservativer, ich möchte auf keinen Fall auf Ihren Weiden grasen und Ihnen ins Gehege kommen!
      Aber ich hatte die zwei Zeilen plötzlich im Kopf: "...macht die Neger und Chinesen, die Geschichten, die wir lesen.....", sah dann in der "STERNENMÜHLE" nach, und weil das Gedicht gar so allerliebst ist, habe ich mir erlaubt, in Ihre Domäne einzufallen! :-)
      Ich hatte das Buch von einer meiner Lieblingsprofessorinnen zu unserem ersten Kind bekommen und dann den Kindern abends im KIZI wohl 1000x daraus vorgelesen.

    • Wertkonservativer
      23. Januar 2015 17:03

      Danke, liebe Frau Undine:

      keinesfalls beanspruche ich die Lyrik-Hoheit in diesem Blog für mich, und freue mich für alle, die ein Sensorium für diese wunderbare, unmittelbar zum Herzen findende Kunst entwickeln bzw. pflegen.
      Muss überdies einen weiteren Schreibfehler berichtigen:
      in der zweiten Strophe muss es heißen:
      "mein Lied steigt nicht auf rauschendeM Gefieder.."

      Nochmals herzlichen Dank und liebe Grüße,

      Gerhard Michler

    • Cotopaxi
      23. Januar 2015 17:22

      @ Undine

      Da vermutlich der Wertkonservative ein Gedicht Christine Bustas mit dem politisch unkorrekten Wort "Neger" hier nicht gepostet hätte (die Parteizentrale liest ja bekanntlich mit), danke ich Ihnen.

      PS.: Ich frage mich, wie lange man Chinesen noch als Chinesen bezeichnen darf? ;-)

    • Wertkonservativer
      23. Januar 2015 18:16

      @ Cotopaxi:

      Ihre oft echt ungustiösen, unqualifizierten und echt "billigen" Repliken mir gegenüber perlen inzwischen an mir ab wie warmer Frühlingsregen!
      So was Doofes, wie Sie es hier mit "unkorrektem Wort Neger" und "Parteizentrale" umschreiben, habe ich in letzter Zeit nicht einmal von echten Ungustln gelesen!
      Brrrrrr !!!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • machmuss verschiebnix
      23. Januar 2015 20:08

      @ Cotopaxi,

      solange der "doofe Ösi" zu seinem "Piefke" noch "Sau-Preiß" sagen darf, ist doch
      die Welt in Ordnung [ kicher ]

    • Cotopaxi
      23. Januar 2015 21:10

      @ machmuss verschiebnix

      Ja, so lange besteht noch Hoffnung. ;-)

    • hamburger zimmermann
      24. Januar 2015 18:33

      @ wertkonservativer und @ cotopaxi

      pardon, geehrte blog-gefährten, als einfacher mensch versteh ich ihr streitgespräch nicht.

      lyrik-begeisterung und geradheit des wertkonservativen herrn teile ich, nicht jedoch seine anpasslerbegeisterung für linken zeitgeist. das wird man doch noch sagen dürfen.

      und daß man „neger“ weder posten noch sonstwie verwenden darf, ist angesichts der lügenmedien eher unbestreitbar als unqualifiziert.
      .

  18. grubenhund
    23. Januar 2015 16:15

    Wenn ich sage wie Deutschland in so einer Situation in den 30er Jahren gerettet wurde, so werde ich eingesperrt.

    • FranzAnton
      23. Januar 2015 16:37

      Das war wohl eine äußerst unheilvolle "Rettung".

    • grubenhund
      23. Januar 2015 17:16

      Na ja die Schuldner haben die Politik mit anderen Mitteln fortgesetzt.

    • dssm
      23. Januar 2015 20:13

      @grubenhund
      Welche Notenbank hat in den 30er Jahren in Deutschland denn Geld gedruckt?
      So gesehen kam dann die Rettung '45. Erst dann wurden die Mefo-Wechsel aus dem Verkehr gezogen. Aber dies war wohl nach der Zeit die Sie meinen!
      Warum tut man den erfolgreichen vorhergehenden Regierung so viel Unrecht an? Die Austerität hat voll gewirkt, alle Wirtschaftindikatoren waren positiv als die Demokratie zur Höchstform auflief. Hitler musste nur ernten!

    • grubenhund
      23. Januar 2015 23:36

      Mefowechsel statt Gelddrucken!

    • grubenhund
      23. Januar 2015 23:45

      Was über die Nazis berichtet werden darf, entscheiden die Profiteure.
      Bundesregierung will nicht pauschal Gedenkfeiern für Nazi-Kollaborateure verurteilen
      Sevim Da?delen fragte noch einmal nach, warum die deutsche Regierung nicht die UN-Resolution zur Bekämpfung der Glorifizierung des Nazismus unterstützt hat, die Antwort fiel schmallippig aus
      Florian Rötzer heise.de/tp

    • fewe (kein Partner)
      25. Januar 2015 08:53

      @dssm: Hitler wurde eigentlich dadurch groß, dass er versprochen hatte, Deutschland von die gewaltigen Zahlungen aus dem Versailler Vertrag zu befreien und mehr Arbeit zu schaffen. Zu ernten gab es garnichts. Die Wirtschaftsindikatoren waren wohl positiv, aber davon blieb nichts in Deutschland. Das war doch der Knackpunkt.

      Wenn ein Land mit tüchtiger Bevölkerung nicht von außen ausgeraubt wird, wird es automatisch stark. Dazu braucht man außer in der Anlaufphase keine Tricks, das ist die unvermeidliche Folge. Deutschland hatte sich auch von der "Weltwirtschaft" abgekoppelt, da gab es - auch durch Verbot von AGs und Spekulation - nichts mehr zum Mitnaschen. Also ein Schurkenstaat.

  19. oberösi
    23. Januar 2015 15:39

    "Gold ist das Geld der Könige, Silber das Geld der Gentlemen, Tausch ist das Geld der Bauern, aber Schulden sind das Geld der Sklaven."

    Aktueller denn je....

  20. Dr. Otto Ludwig Ortner
    23. Januar 2015 12:27

    Zu "Euroland wird Schlaraffenland"
    Als Anwalt, der auch die verstaatlichten ö. Großbanken CA-BV, ÖLB, ÖCI, aber auch die "Bawag" beraten und vertreten durfte, hielt ich im Juni 1984 im"Octogon" der CA-BV den Vortrag: "Devisenrecht in Theorie und Praxis - oder wie man glücklich liebt und reich wird," veröffentlicht in "Sonnenaufgang über Österreich", Frankfurt a.M. 1989, S. 203ff.) Darin wies ich auf die religiösen und ethischen Grundlagen wirtschaftlicher Prosperität hin. In der Creditanstalt, die sich damals die "monetäre Visitenkarte Österreichs" dünkte und nannte, löste der Vortrag Befremden aus. Seine Veröffentlichung führte letztlich zu einer öffentlichen Beleidigung meiner Person vor der versammelten bankwissenschaftlichen Gesellschaft seitens des ÖVP- Syndikus des Bankwesens N.N. (März 1998) in Gegenwart meiner Tochter, die daraufhin emigrierte. Meine Botschaft war unerwünscht, denn die verstaatlichten Großbanken galten als ideale Versorgungsanstalten für Partei-Protegés, weil "leicht zu führen"und keine akademische - oder sonstige Bildung - voraussetzend. Das vorhersehbare Resultat war der Notverkauf "der monetären Visitenkarte Österreichs" am Umweg über die Bank Austria. Diese verlor die Hosen zuerst in Rußland und dann in den U.S.A. und ihr Generaldirektor rückte aus, um ganz öffentlichden Betrügereien seiner Direktoren auf die Schliche zu kommen.
    Daß einer Bank Ausleihungen verloren gehen, kann sie verkraften, öffentliche Zweifel an der Integrität ihrer Leitung natürlich nicht. Damit sind wir wieder bei der Ethik angelangt. Auch daß der Generaldirektor einer Großbank vor Schmähungen der Presse das Hasenpanier ergreift, ist schwer geschäftsschädigend - wesentlich schädigender als eine gerichtliche Verurteilung, denn "vor Gericht und auf hoher See sind wir in Gottes Hand" - nur die Feigheit ist schändlich. So sind meine vorgenannten - weiland - Klienten nun durchwegs in ausländischem Besitz und die Beziehungen meiner Landsleute zum Geld kann man an der täglichen aufwendigen Fernseh-Reklame - auf Kosten dieser Dummen - für das Glückspiel ersehen. So geht es nicht!
    Was die Auseinandersetzung mit dem Islamismus betrifft, ist diese nur religiös zu gewinnen, und zwar für das Christentum. Denn die Position, daß ein Staat auf einer bestimmten Konfession beruhen müsse, hat Kaiser Theodosius II. 380 A.D. für das "Imperium Romanum" - entgegen der pantheistichen römischen Tradition - grundgelegt, und damit die Ursache der blutigen konfessionellen Streitigkeiten. Die erlösende Idee kam dem im dreißigjährigen Krieg aus Böhmen vertriebenen tschechischen Humanisten Jan Komensky, die Konfessionen als gleichwertige "Istrumente des Orchesters des Gotteslobes" zu sehen, also "die Glaubens- und Gewissensfreiheit" zu fordern. Diese fand dann - erstmals in der christlichen Geschichte - 1786 Eingang in die Verfassung der U.S.A. - und nach der französischen Revolution -weltweit, im "II. Vatikanischen Konzil" auch in die katholische Theologie. Das "IS-Kalifat" mit einem Steinzeit-Radikal-Islamismus als Zwangs Konfession ist daher ein zivilisatorischer Rückschritt. Und wenn die österreichischen Medien die Katholische Kirche als zur Bedeutungslosigkeit heruntergekommen verspotten, werden sie ihre blauen Wunder erleben.
    Zuletzt zur Prognose des Untergangs: Dieser droht gewiß nicht von der Europäischen Zentralbank, sondern vom Dritten Weltkrieg zwischen der NATO und den USA, der in der Ukraine auf kleiner Flamme köchelt. Auch hier liegt ein religiöser Konflikt zwischen Rom und Byzanz zugrunde, der zum Großen Krieg werden muß, wenn die religiöse Versöhnung nicht gelingt, die mein vor Weihnachten erschienenes Buch "Die Einheit der Christenheit, zur höheren Ehre Gottes und für eine friedliche Welt" Frankfurt a.M., 2014, anstrebt.
    Und zum Thema des Untergangs durch die Finanzpolitik fällt mir das Zitat meines Professors Chandler an der Universität Princeton ein "In all out nuclear warfare monetary problems will be one of the minor worries.".
    So wünsche ich meinen Lesern ein friedliches Jahr 2015!

  21. HDW
    23. Januar 2015 12:14

    Italien in eine Reihe der Reformunwilligen zu stellen ist meiner Meinung nach falsch! Dort hat der sich an die Spitze der kommunistischen Nachfolgepartei PD gehievte Renzi den Reformprozess tatsächlich begonnen. Was allerdings nur zusammen mit Berlusconia FI und teilweise der rechten Lega Nord möglich ist. Berlusconi hat das zwanzig Jahre lang allein versucht und wurde von den Neomarxisten, Altleninisten in Italien und Europa, politisierten Staatsnwaltschaften sowie Finanzspekulanten und Italienhassern (auch A.U.) fertig gemacht aber nicht erledigt. Sein politisches Projekt der Reformen kann er mit Renzi zusammen hoffentlich verwirklichen. Die alte Gegnerschaft formiert sich natürlich wieder, muss sich aber jetzt mit Parteiaustritten und zu Hilfe rufen des griechischen Kommunisten Tsipras begnügen. Die doch nur halbherzige Aktion der EZB wird auch von der Symbolfigur Merkel als Unterstützung der Reformbewegung Renzis durch ihren Besuch in Florenz, aber natürlich auch als späte Bestätigung Berlusconis, gesehen. Diese Hoffnung sollte man den Apokalyptikern entgegenhalten. Das Beispiel des Wirtschaftsaufschwungs der US beflügelt ja auch einige Linke, die Obama Fans übersehen ja brav das etwas andere Arbeitsrecht der US nebst einigen anderen Unterschieden zur neomarxistisch fixierten EU!

  22. Cotopaxi
    23. Januar 2015 11:44

    Offenbar gibt es schon flächendeckend islamische Schulen in Wien. Wie da die Integration in unser Gemeinwesen erfolgen soll, sofern sie von den Muselmanen überhaupt angestrebt wird, ist mir schleierhaft: ;-)

    http://diepresse.com/home/bildung/schule/4645411/Gefahr-im-Verzug_Islamische-Schule-geschlossen-?from=gl.home_panorama

  23. A.K.
    23. Januar 2015 11:31

    Zwei Fragen an Rechts- und Bank- Fachleute unter den Kommentatoren:
    Auf den 10 und 20 Euroscheinen ist auf der Seite mit gotischem Portal bzw. Kirchenfenstern gut die Unterschrift von Mario Draghi -Präsident der Europäischen Zentralbank – zu erkennen.
    1. Frage:
    Gibt es rechtliche Bedenken gegen eine Protestdemonstration - in Form des Durchstreichens (z.B. mit Kugelschreiber) dieser Unterschrift – auf eigenen Scheinen, bevor man mit ihnen bezahlt?
    2. Könnte die Annahme solcher Banknoten zur Zahlung verweigert werden?

    • dssm
      23. Januar 2015 12:27

      Weder noch!
      Die Geldscheine gehören nicht Ihnen, sondern der EZB. Nur der aufgedruckte Wert ist Ihrer (haha, war ein guter Witz).
      Sie müssen den Euro in allen Erscheinungsformen als Zahlungsmittel akzeptieren. Steht so im Österreichischen Nationalbankgesetz drinnen. Dieses Gesetz harmoniert mit den entsprechenden europäischen Regeln.

    • fewe (kein Partner)
      25. Januar 2015 03:25

      Sonderbare Idee. Wogegen wollen Sie damit protestieren? Ich kenne niemanden, der sich Gelscheine durchliest und dem das auffallen würde.

      @dssm: Es kann aber jemand die Annahme einer Banknote ablehnen, weil er sie für gefälscht hält. Ablehnen der Annahme eines Geldscheins ist also prinzipiell immer möglich.

  24. Camilla
    23. Januar 2015 11:29

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger!

    Sie haben ja - leider - so recht.

    In diesem Zusammenhang fällt mir ein Aphorismus ein, den ich hier
    nur ungefähr zitiere:
    Auch wenn es Gott nicht gibt, sollte man die Lösung unserer Probleme
    lieber ihm überlassen, als den Leuten. die sich dafür aufdrängen.

  25. Majordomus
    23. Januar 2015 10:05

    Die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström plant, TTIP und CETA an den nationalen Parlamenten vorbei verpflichtend zu machen, obwohl die EU-Kommission bereits versichert hat, dass die umstrittenen Handelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) sowie Kanada (CETA) von allen nationalen Parlamenten ratifiziert werden
    müssen. Mit einer sogenannten "vorläufigen Anwendung" der Abkommen sollen
    völkerrechtliche Verpflichtungen eingegangen werden, bevor deren
    Ratifizierung abgeschlossen ist.

    Gefunden in einer OTS-Aussendung. Die Lügenpresse bringt natürlich nichts darüber.
    http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20150116_OTS0028/vorlaeufige-anwendung-von-ttip-soll-nationalrat-entmachten

    • FranzAnton
      23. Januar 2015 16:51

      Ganz offen gesprochen: Mir erschließt sich nicht eindeutig, von wem größere Gefahr droht, von TTIP, CETA, der EU, oder unsere Politkamarilla. Ob nicht letzere Beiden das größere Risiko darstellen?

  26. dssm
    23. Januar 2015 09:12

    Der Kreislauf ist vor Jahren entstanden, irgend wann zu Ende der 80er (in den USA ein wenig früher) – also vor dem Euro.
    Die Notenbanken drucken Geld, das Geld wird in die Finanz'wirtschaft' verschoben, einige wenige Banker und Hedgefondmanager werden utopisch reich, Aktien- und Immobilienpreise steigen, die Versicherungen haben unendliche Vermögen zu verwalten. Eine gigantische 'Industrie' aus Finanzberatern, Prüfern, Analysten, Steuerfachleuten hat sich gebildet und die Massen an Wirtschaftsakademikern aufgesogen.

    Hört der Zufluss von frischen Geld auf, so werden schlagartig die Werte hinter den Anlageklassen wieder relevant. Also werden die aktuellen KGVs wohl bald Geschichte sein, auch die Immobilienpreise werden drastisch nachgeben. Nun trifft es aber den Bürger. Denn der hält viele Aktien (via Versicherungssparformen) und der hat eine belastete Eigenimmobilie. Während also das Ersparte sich in Luft auflöst, ruft auch noch die Bank an und hätte gerne mehr Sicherheiten.
    Geht die Bank streng nach Gesetz vor und stellt fällig, dann kommen noch mehr Immobilien auf den Markt, werden Versicherungen aufgelöst und noch mehr Aktien wollen einen Käufer finden.
    Viele Jobs sind nicht mehr notwendig, dies trifft genau die akademischen 'Eliten'.

    Wer heute jammert, der hat wohl die letzten dreißig(!!!) Jahre geschlafen! Die Party war schön, das Kopfweh am nächsten Morgen wird weniger schön sein – das Leben wird aber weitergehen!

    • Igo
      23. Januar 2015 23:10

      Möglich, aber auch nicht möglich..jeder schreibt halt seinen Senf..alles was wir wissen ist, das wir nichts wissen..????? ???, oder besser Platon: ????? ????? ??? ????? ?????..so wie alles weiterfliesst und nichts gleich bleibt, so ist es auch gewagt zu sagen wohin es fliessen wird. Nehme Wetten entgegen, dass in x Monaten, x Jahren, Immobilien steigen..soviel zu meinem Senf. (oh..übrigens, da gibt es ein hot dog/sandwich Geschäft in der Gegend von little big horn, "Mustard's last stand"..aber echt!!)

    • Igo
      23. Januar 2015 23:12

      Ok..anstatt griechisch seh ich Fragezeichen..na dann..erstes Set: panta rhei
      Zweites Set von Fragezeichen: Pánta chorei kaì oudèn ménei

  27. Wertkonservativer
    23. Januar 2015 09:04

    Na, da kann ich nur mit einem typisch österreichischen Kalauer aufwarten:

    "Verkauft's mei' G'wand, ich fahr' in' Himmel"!

    Dort gibt's keine Währungen, keine Politiker (die sind in der Regel Stockwerke tiefer gebunkert), keinen Herrn Draghi (der kommt sicher auch nicht in die obersten Gefilde!).
    Da oben ist einfach "alles Wonne und Waschtrog".
    Und die lieben Engerln fliegen herum und schauen auf unser himmlisches Wohlergehen!

    Das wäre doch eine echte Alternative zu den vielen, allzuvielen Problemen in und auf unserer Erdenwelt!

    Da ist doch was dran, oder????

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • dssm
      23. Januar 2015 09:17

      ***** für Stockwerke tiefer.
      Wenn ich auch 'allzuviele' Probleme nicht sehen kann. Denn dies wären Seuchen, Hunger und Krieg, ein lächerlicher menschengemachter Währungscrash fällt doch eher unter Luxusprobleme.

    • brechstange
      23. Januar 2015 09:41

      dssm

      Ich denke, dass sehe Sie zu locker. Dass was man sieht ist ein Luxusproblem, dass was man nicht sieht, kann echte Probleme hervorrufen. Ein menschengemachter Währungscrash hat mE schwerwiegende Folgen, daher müsste die Nomenklatura handeln und weil sie dabei nur verlieren kann, handelt sie nicht. Das ist unser Dilemma.

    • kakadu
      23. Januar 2015 12:00

      Krieg und Hunger könnte dieser "menschengemachte Währungscrash" schon noch nach sich ziehen, dann hätten wir ALLES, was wir NICHT brauchen.

    • dssm
      23. Januar 2015 20:03

      @brechstange,
      ganz im Gegenteil, ich sehe es positiv. Die lokale Menschheit hat Wieder einmal Sozialismus versucht und ist dabei Wieder einmal kläglich gescheitert. Zum Ende hin geht es traditionell dann sehr schnell. Radikale Ideen kommen auf. Insbesondere der gute Paulus wird Wieder aktuell werden: Die nichts arbeiten, die sollen auch nichts essen!
      Wen wird dies in einer modernen, technisierten Welt wohl treffen?
      Womit unser Migrantenproblem dann wohl gelöst wäre - zugegeben die Regierung die das durchzieht wird Wieder einmal nicht besonders nett sein, womit wir beim nächsten Kirchenmann wären: Augustinus mit seinem Staat/Räuberbande Vergleich.

      Sie sehen also, nichts Neues unter der Sonne (Wieder einmal).

      Oder man könnte auch sagen: Die Mehrheit will Wieder einmal diese Zukunft, ohne wissen zu wollen was dies bedeutet, ich weiß was das bedeutet, will es aber nicht; bin aber leider in der Minderheit - hoch lebe die Demokratie?

  28. Josef Maierhofer
    23. Januar 2015 08:45

    Auch dort kann man bei der nächsten EU Wahl, wenn wir von dieser Meute hoffentlich genug Schaden erlitten haben, diese abwählen und jene, die vernünftige Ansprüche an Europa haben, die Eigenverantwortlichkeit stärken wollen und Vernunft walten lassen.

    Ich hoffe die Ideologie (= ...) bröckelt bald ab und die Menschen steigen aus diesem Desaster aus. In Österreich hätten wir die Chance auf einen Warnschuss mit dem EU-Austrittsvolksbegehren im Juni 2015, getragen von einer parteilosen unabhängigen Plattform.

    In Österreich haben wir die Chance, diese politischen Versager alle abzuwählen im Superwahljahr 2015. Das sollte als Warnschuss gelten.

    Weder Demonstrationen, noch Petitionen bringen uns weiter, nein, bei der Wahl müssen wir die Vernünftigen wählen.

    • dssm
      23. Januar 2015 12:19

      Eine kleine Frage:
      Was unterscheidet Herrn Faymann heute von Herrn Faymann vor der letzten Wahl?
      Oder was unterscheidet die SPÖVP von vor der Wahl, mit der heutigen SPÖVP?
      Oder ist die grüne Inkompetenz (einfach weil noch nie einer von denen real gearbeitet hat) vor der Wahl ein anderer gewesen als heute?

      Sollten Sie zum Schluß kommen, daß sich nicht viel bezüglich der handelnden Personen geändert hat, so bleibt die Frage: Und warum soll es das nächste Mal anders ausgehen?

    • otti
      23. Januar 2015 12:25

      und wenn sie die "vernünftigen" einmal finden sollten - können die dann auch ?

    • Josef Maierhofer
      23. Januar 2015 14:06

      @ dssm

      .... weil die Vernunft eben mit Füßen getreten wird, die Wahrheit ebenso und echtes von unechtem nicht mehr unterschieden werden kann, zumindest nicht rechtzeitig.

      Aber vielleicht ändert sich doch was, wir können nicht eine Minute in die Zukunft schauen.

    • Josef Maierhofer
      23. Januar 2015 14:13

      @ Otti

      Ob Vernünftige dann können ? Sie können sehr wenig tun, außer Weichen stellen, ein Umdenken einzuleiten und die harte Arbeit, die uns bevorsteht, zusammen mit dem Volk hier zumindest beginnen.

      Ob das wenig ist, ich meine, das kann schon alles sein für eine mögliche Rettung der Zukunft.

      Glauben Sie mir, was da alles an Unwichtigem zur Augenauswischerei beschlossen wird und alles an Wichtigem ausgeschlossen wird, das geht auf keine Kuhhaut mehr, das hat wirklich mit Vernunft nichts mehr zu tun.

    • Wertkonservativer
      23. Januar 2015 16:51

      Mit Verlaub, Herr Maierhofer:

      Sie sprechen fast täglich "von der Selbstbediener-Partie, die unser Land betrügt und belügt"!
      Wen meinen Sie eigentlich damit? 98% unserer Politiker und sonstigen Staatsdiener arbeiten seriös und aktiv und mit Verve zum Wohle unseres Landes, und verdienen ihre Gehälter durchaus zurecht!
      Wer bereichert sich da also wirklich an unserem Volksvermögen?
      Einzelfälle werden jeweils "aufgeblattelt", wobei in der Vergangenheit gerade die blaue Buberlpartie Spitzenwerte erreichte!
      Also warum täglich und laufend unsere politische Schicht laufend anpatzen?
      Das haben die meisten sich aber auch schon wirklich nicht verdient!

      (mail to: Gghard@michler.at)

    • Josef Maierhofer
      23. Januar 2015 17:35

      @ Wertkonservativer

      Da sehen Sie offenbar die Dinge anders als ich.

      Aber wer sich seine Lohntabellen selbst beschließt und seine Privilegien, der läuft Gefahr diese Situation der Macht auszunützen. Wer die Privilegien der Klientel beschließt der ist Ihrer Ansicht nach daran unschuldig und integer und kann ja nichts dafür, er ist Ihrer Meinung nach dafür nicht zur Verantwortung zu ziehen, wie es die Bürger, die Gleiches tun, sehr wohl werden, sofern sie derzeit keine Linken sind. Es wird weidlich und exzessiv ausgenützt. - Das ist die eine Seite der Selbstbedienung.

      Wer sich Berichte über seine Schandtaten medial unterdrücken lassen kann, der ist für mich nicht integer. Wer die Wahrheit verschweigt und zurückhält, wer die Presse manipuliert, der ist für mich nicht integer. - Das ist die zweite Seite der Selbstbedienung.

      Nun kommt die schwerste Seite der Selbstbedienung: Wer die Bevölkerung von verfassungsgemäß zwingenden Volksentscheidungen ausschließt mit 100 000 Ausreden die Gesetze umgeht, damit dem Volk enormen Schaden zufügt, wer das ganze Volk an ESM und sonstige Siestastaaten verpfändet, ohne es vorher zu fragen, der ist ein Volksschädling, wer da mitmacht ein Mittäter. Wer die Haftungshöhen verschweigt ist auch eine Art von Lügner. Wer Entscheidungen trifft, die das Volk nicht will, wer Entscheidungen durch Manipulation beeinflusst, der soll von mir als korrekt angesehen werden ? Es ist menschenverachtend, was diese 'Privilegienbande' da aufführt mit den Menschen in Österreich. Ich halte es für verwerflich, wenn man sich Klientel anfüttert mit sündteuren Versprechungen, die alle nur zu dem führen http://www.staatschulden.at . Wer die Arbeit verteuert, der schafft damit nicht Wohlstand, sondern vertreibt die Arbeit und in weiterer Folge die Investition und schafft Armut. Wer Wohlstand auf Kredit verspricht, richtet Schaden an, usw. usf. Wer das alles getan hat, der ist für mich ein Volksschädling und wer da mitmacht ein Mittäter, wie sehen Sie das ?

      Sagen Sie einmal, kennen Sie noch die Zeit wo Tugenden noch Geltung hatten ? Ich durfte sie in meiner Jugend noch genießen. Kennen Sie noch die Zeiten, wo es noch Politiker gab, die was konnten, die sich für Österreich engagiert haben ?

      Würden wir das Volk befragen, das Binnen I würde die große Mehrheit ablehnen, genauso, wie die ganze Genderei und Homeverherrlichung, etc. SIND DAS UNSERE SORGEN Ihrer Meinung nach ? Ist das die 'moderne' Zeit, in die uns diese Herrschaften (und Binnen I) bringen ? Was wäre dazu die Linie der ÖVP ? Wir sehen ja die Beschlüsse, eine Sauerei nach der anderen wird beschlossen, aber kein Finger in Richtung sparen gerührt. Für Hochglanzprospekte, die im Papierkorb landen, ist immer Geld da (unseres), für Medienbestechung geht immer was, für Parteienförderung geht immer was, für Verschwendung und Bankette, ob sinnvoll oder notwendig ist dabei oft die Frage, da ist immer Geld da, für die Unterbringung der Parteigenossen von SPÖVP ist immer jemand zu verpflichten auf Kosten der Bürger, ..... .... und trotz dieser 'Verpflegung' (SELBSTBEDIENUNG) bekommen wir nur Schuldenentscheidungen, neue Steuern, etc

      Wer ist da nun der Betrogene ? Das Volk oder die 'arme' Politik, die für nichts, was sie tut, haftet, ja sogar bei Kriminaltaten immun ist, also rechtlich nicht angreifbar. Es geht noch viel weiter, sie wird vom Recht gar nicht mehr angegriffen, siehe Faymann, Ostermayer, siehe die Täter um Kampusch, siehe die Täter von Lainz, siehe die Täter von Steinhof, siehe die Täter vom Wilhelminenberg, es waren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit alles mächtige Politiker die Täter und es wird nicht aufgeklärt, etc. WER HAT ALLE DIESE GESETZE BESCHLOSSEN ?

      Verantwortungslos nenne ich das.

      Also ich wähle die derzeitige (SP)ÖVP nicht mehr, mir reicht es.

    • Cotopaxi
      23. Januar 2015 17:37

      Mir ist kein einziger Fall in Erinnerung, bei dem sich einer aus der sogenannten Blauen Buberlpartie persönlich am Volksvermögen bereichert hätte.

      Jedoch haben die Schwarzen Josef Pröll und Fekter unser Volksvermögen durch Kauf der HAA und die folgende jahrelange Untätigkeit um Milliarden geschädigt.
      Und von den Milliarden für Griechenland möchte ich gar nicht er sprechen (Fekter:"ein Geschäft für Österreich")

      Es gilt die Unschuldsvermutung.

    • Wertkonservativer
      23. Januar 2015 18:29

      @ Josef Maierhofer:
      Nun, jetzt haben Sie mir ja alles wirklich lang und breit erklärt:
      ich kenne nun Ihre Beweggründe, sehe die Dinge aber halt doch in einem etwas anderem Licht!
      An die Zeiten, wo Tugenden noch Geltung hatten, erinnere mich n och recht gut: ich bin doch um Einiges älter als Sie. Und auch damals gab es zumindest genau soviele bzw. größere Politiker- und Wirtschaftsprobleme als jetzt (Haselgruber & Co.).

      @ Cotopaxi:

      no, da sind viele Leute ganz anderer Meinung: die blaue Buberlpartie hatte schon was!
      Dass Sie die Hautschuldigen an der Hypo-Trauergeschichte bei den schwarzen Finanzministern suchen bzw. finden, ist cotopaxi-typisch:
      die Kärntner Freiheitlichen + Nachfolge waren samt ihrem Guro Haider dagegen ja reine Lamperln! Da liegt der Hase begraben, sonst nirgendwo!!

      Hahaha!

    • Josef Maierhofer
      24. Januar 2015 11:26

      nochmals @ Wertkonservativer

      Die blaue Buberlpartie von damals ist nicht die heutige, sondern die, die sich davon distanziert hat in Knittelfeld, oder ist das nicht so ?

      Traurig sind halt auch die Fakten, die Frau Dr. Griss aufgedeckt hat, nämlich die Beteiligung der ÖVP und der SPÖ bei all diesen Taten, sie haben mitgestimmt und dann als Draufgabe noch die Rückholung des Schadens nach Österreich, einen Schaden, der, wie ich fürchte, auch die 20 Milliarden Grenze für die Österreicher überschreiten wird, nimmt man all die Selbstbedienungskosten hinzu, wie Bestechung, Beauftragung von Gutachtern, Unterlagenvernichtung, etc. etc.

  29. FranzAnton
    23. Januar 2015 08:12

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger!
    Wie so oft haben Sie die aktuellen Problemfelder präzise, und, vor allem richtig, aufgelistet.
    Dass Direktdemokratie (vielleicht erst auf längere Sicht, weil der menschliche Realitätssinn durch jahrzehntelange, marxismuslastige Propaganda schwerstens beschädigt wurde) die einzig denkbare Lösung sämtlicher politisch - witschaftlicher - moralischer Probleme wäre, ist offensichtlich, und denken Sie, verfolgt man Ihre Kommentare, wahrscheinlich ebenso.
    Aktuell ginge es also darum, die hier Postenden davon zu überzeugen, daß ihre Energie nicht nur für berechtigte Kritik aufgewendet werden, sondern zunehmend in Aktivitäten zum Promoten von Direktgemokratie fließen sollte.

    Die meisten hier Aktiven sind wohl nicht mehr ganz jung, und haben, vernünftiger Weise, mit Aufmärschen wenig am Hut, nicht zuletzt, weil diese von gewaltbereiten Linksextremisten (siehe WKR - Ball) bedroht und gefährdet würden.
    Das macht aber heutzutage nichts, das Internet bietet risikoärmere Methoden.

    Gerne wollte ich also mit jenen kooperieren, die für eine Verbesserung unserer Verfassung hinsichtlich Freiheit des Einzelnen, Unabhängigkeit der Gerichtsbarkeit, Rechtssicherheit vor Gerichten und Behörden, ohne Ansehen der Person, und, vor allem, niederschwellig zugängliche direktdemokratische Rechte in jeglicher öffentlichen Angelegenheit, eintreten möchten.

    Im übrigen gibt es, sogar auch in Österreich, folgendes direkdemokratisches "Pflänzchen", welche es zu promoten gälte, es heisst:

    "mehr demokratie!"

    und bezeichnet sich als parteiunabhängige Initiative.

    Vorrangiges Ziel sei eine Stärkung Direkter Demokratie "von der Bevölkerung für die Bevölkerung".

    http://www.volxabstimmung.at/

  30. brechstange
    23. Januar 2015 08:00

    Für Othmar Karas läuft doch alles wie am Schnürchen, ein Büttel im Hintergrund. Die Vertiefung der EU geht gut voran, schön hinterm Rücken der Bürger, die lockere Geldpolitik hält alles zusammen und finanziert diese "Hinterm Rücken" Planerei. Planen wär ja wurscht, Faktenschaffen ist es nicht. Dafür haben die Österreich 1994 nicht abgestimmt. Den Lissabon-Vertrag hat in Österreich kein Mensch abgestimmt, die Auswirkungen ist den Österreichern nicht bewusst.

    Inzwischen freut sich der Othmar Karas in guter Gesellschaft:
    "Freue mich über Golden Arrow Award 2015! Gestern mit Federik Willem de Klerk und Hashim Taci. bit.ly/15tr29D pic.twitter.com/wufZUwFCuT"
    Com.Sult 2015 beschäftigte sich mit Power of Regions. Vor diesem Hintergrund will der Wiener Kongress com•sult 2015 Perspektiven eines transnationalen wie regionalen Europas aufzeigen.

    Dazu ein paar Hintergründe zum Preisträger Taci:
    "Taci war vom Europarat-Ermittler Dick Marty beschuldigt worden, Chef der Organhändler-Mafia zu sein.
    Gegenüber der Tageszeitung «Die Presse» sprach Thaci von einer «Erfindung»: «Dick Martys Bericht entbehrt jeder Grundlage und ist ein Anti-Kosovo-Bericht.» Weiter riet Thaci dem Schweizer Politiker, «ein Team guter Anwälte» zu finden.
    Der Europarat hat die Untersuchung 2011 angenommen. Die Parlamentarische Versammlung des Europarats nahm Martys Bericht am 25. Januar 2011 an. Die Abgeordneten verlangten in einer Resolution eine seriöse Untersuchung der Vorfälle."

    1. Was ist aus der Untersuchung 2011 geworden?
    2. Wen wundern die Vorgänge in der Hypo Alpe Adria, die sich wesentlich am Balkan abspielen, noch?
    3. Eine Vertiefung der EU ist für uns eine Katastrophe. Ohne "Zaun" mit "undurchsichtigen" Personen im selben Boot sitzen, ist verantwortungslos und grob fahrlässig.
    4. Eigenverantwortung und nicht Kollektivverantwortung sollten UNSER Ziel sein.

    P.S.: Der Lifetime Achievement Award „Golden Arrow“ wird jährlich an Menschen verliehen, die außergewöhnliche Ideen realisieren und Visionen umsetzten – kurz: die das Unmögliche möglich machen. com.sult

  31. patriot01
    23. Januar 2015 06:43

    Die Eintragungsfrist für das "EU-AUSTRITTS-VOLKSBEGEHREN" ist von 24. Juni 2015 bis 1. Juli 2015.
    Das Volksbegehren hat folgenden Wortlaut:

    "Der Nationalrat möge den Austritt der Republik Österreich aus der Europäischen
    Union mit Bundesverfassungsgesetz, welches einer Volksabstimmung zu unterziehen
    ist, beschließen."

    • Wertkonservativer
      23. Januar 2015 09:13

      Vorsicht, Vorsicht, werter @ patriot01:

      bevor Sie die EU-Leine reißen, bedenken Sie bitte die vielen zu erwartenden Probleme der dann wieder "selbständigen" Nationalstaaten in der Abwehr geldgieriger Spekulantenheere!
      Sogar die superreiche Schweiz spürt derzeit den Höllenatem der Spekulantenhydra, und kann sich derer nur mühselig auf Grund ihres guten Standings knapp erwehren.

      Was die Spekulanten-Böslinge mit unserem dann wieder eingeführten Schilling aufführen würden, möchte ich mir nicht unbedingt ausmalen!

      Aber bitte nur zu: viel Erfolg werden Sie mit Ihrer Initiative sowieso wohl kaum einfahren!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • dssm
      23. Januar 2015 12:12

      @Werkonservativer
      Welche Spekulanten?!?!
      Es geht um das Gelddrucken, Gelddrucken und nochmals Gelddrucken. Die ersten die das Geld bekommen, können damit manipulieren und abzocken - dies ist aber staatlich gewollt. Da wir in einer Demokratie leben, ist dies wohl Wählerwille.
      Zur sprachlichen Erklärung:
      Ein Spekulant ist jemand der eine Wette auf ein unsicheres Ergebnis plaziert. Dabei glaubt(!) er einen Informationsvorsprung vor der Konkurrenz zu haben. Daher sind seine Chancen zum gewinnen besser. Er haftet für seine Investments selber.
      Ganz anders die staatlich gemachten Heuschrecken. Die wissen was kommt, entweder weil die Notenbank es ihnen sagt oder weil sie selber die Preise manipulieren (mit dem Geld der Notenbank). Sollte etwas schief gehen, haften andere (Steuerzahler, Anleger).

  32. kritikos
    23. Januar 2015 02:28

    Ich glaube zutiefst, dass wir alle, Arbeitnehmer, Pensionisten, Unternehmer, einfach gesprochen, zu gut leben im Verhältnis zu diesesen Gruppen in der Übersee. Das kann bei der zunehmenden Globalisierung auf Dauer nicht ohne Folgen bleiben. Und da können Einrichtungen, wie z.B. die EZB, nicht wirklich substanziell Positives ausrichten. In dem Konnex verstehe ich allerdings nicht den wirtschaftlichen Aufschwung der USA. Liegt es an der europäischen, überbordenden Gesetzesregulierung?
    Ich hoffe, meine Enkel und der (demnächst) Urenkel derpacken's!

    • Wertkonservativer
      23. Januar 2015 09:19

      @ kritikos:

      als Urgroßvater seit bereits etlichen Jahren, stimme ich sowohl Ihrem Befund, als auch Ihrer Hoffnung auf die Tüchtigkeit unserer Nachfahren voll zu!

      "Positive thinking", das ist die Devise !

      Grüße,

      Gerhard Michler

      (mail to: gerhard@michler.at)





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