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Die Radfahrer, die Fußgänger und das Recht drucken

Lesezeit: 4:00

Wien startet eine Kampagne, um die Fußgänger besser zu schützen. Vor den Autofahrern. Da dahinter die grüne Stadträtin Vassilakou steht, wird jedoch kein Wort gegen die Radfahrer gesagt. In Wahrheit jedoch werden Fußgänger in dieser Stadt immer mehr von Radfahrern gefährdet, von Autos hingegen immer seltener.

Längst hätte Wien alle Hebel ansetzen müssen, um vor allem die Radfahrer zu viel mehr Disziplin und Vorsicht anhalten. Aber seit die Grünen mit an der Regierung sind und seit die Radfahrer die mehr als dubiose Mariahilferstraßen-Abstimmung gewonnen haben, fühlen sich Radfahrer als Sieger über die Fußgänger.

Wer etwa auch nur eine Viertelstunde den Verkehr auf dem Ring beobachtet, macht zahlreiche Male die gleiche Beobachtung: Nur durch einen Sprung können sich dort Fußgänger vor Radfahrern retten. Gerade jetzt und gerade dort sind das meist Touristen, die völlig überrascht sind von den Wiener Rad-Gewohnheiten.

In Wien wird das Rad von einem Teil der Benutzer nämlich nicht primär als Fortbewegungsmittel benutzt, sondern als ideologisches Kampfinstrument. Ich bin Radfahrer, daher der bessere Mensch, daher nutze ich meinen Vorteil gegenüber dem unbewaffneten Fußgänger bis zum Exzess. So wie einst in der Anfangsphase des Automobils, als dieses noch ein Statussymbol war. So wie einst im Ostblock, als (die wenigen und meist der Nomenklatura angehörenden) Autofahrer prinzipiell nicht bremsten, wenn ein Fußgänger ihren Weg kreuzte.

Dasselbe passiert in Wien heute überall dort, wo Radfahrer die gleiche Verkehrsfläche benutzen wie Fußgänger. Besonders schlimm verhalten sie sich, wo Radfahrer das legal tun. Dann bremsen sie prinzipiell nicht. Man beobachte etwa den Fußgängersteg von der Station Spittelau Richtung Westen: Wer sich zwischen singenden (oder um den Platz streitenden) Roma-Sängerinnen als Fußgänger den Weg bahnt, wird mit Sicherheit von rasenden Radfahrern bedroht. Aber noch nie wurde dort ein Polizist gesichtet.

Radfahrer benutzen Gehsteige aber auch gerne illegal. Einziger Unterschied: Sehen sie einen Fußgänger, bremsen sie wenigstens. Meist. Sehen sie ihn jedoch nicht – etwa wenn der Fußgänger gerade aus einem Haustor kommt – dann können sie logischerweise nicht mehr bremsen. Und der Fußgänger hat halt Pech gehabt. Wie kann er auch nur aus einem Haus kommen!

Während Autofahren selbst dann immer mehr geregelt wird, wenn Fahrer nur sich selbst gefährden, unternimmt in dieser Stadt niemand etwas gegen Radfahrer, die beide Ohren mit Hörern verstopfen, die daher jeden akustischen Hilferuf von Fußgängern überhören. Autofahrer sind zwar besser geschützt, aber auch sie erleben täglich die Disziplinlosigkeit der Radfahrer. Durch Radfahrer, die gegen den Verkehr fahren. Durch Radfahrer, die Rotlichter ignorieren. Durch Radfahrer, die sich auch in engsten Gassen links und rechts nach vorne schwindeln und dann das Fahren fast unmöglich machen. Durch Radfahrer, die nachts kein Licht verwenden (nach meinen Beobachtungen tut das rund die Hälfte) – meist weil sie gar keines haben.

Gewiss: Wenn es dann zu Unfällen kommt und man konkrete Vergehen nachweisen kann, sind die Radfahrer selber schuld an ihrem Unheil. Nur will eigentlich kein Autolenker einen Radfahrer auf seiner Windschutzscheibe haben und sich den Ungewissheiten eines Prozesses aussetzen. Ein Autolenker ist bei den meisten Gerichten sogar fast automatisch mitschuld, wenn er auch nur ein Seidel Bier getrunken hat. Dabei hilft es ihm oft nicht einmal, wenn eindeutig klar ist, dass sich nur der Radfahrer, nicht der Autolenker gefährlich verhalten hat.

Für Autofahrer, für Fußgänger, für Polizisten noch viel häufiger ist der Fall von Radfahrerflucht. Mangels Kennzeichen können ja Radfahrer fast immer unentdeckt entkommen.

Hilft außer der Einführung einer Kennzeichenpflicht gar nichts gegen den undisziplinierten Teil der Radfahrer? Nun, es würde ganz sicher Etliches bessern, wenn Radfahrer von der Stadtverwaltung endlich klar signalisiert bekämen, dass auch sie nur Verkehrsteilnehmer wie alle anderen sind. Wenn es keinerlei Erlaubnis gäbe, Fußgängerflächen auch für Radfahrer zu nutzen. Wenn Radfahrer streng bestraft würden, die unbeleuchtet fahren.

Aber nichts davon wird passieren, solange ihre Schutzpartei in Wien an der Macht beteiligt ist.

PS: Der Autor hat viele Tausend Kilometer auf dem Rad zurückgelegt. Weshalb er nur schwer unter die Radgegner einzuordnen ist (auch wenn er dem Rad bei Regen nichts abgewinnen kann).

Ich schreibe regelmäßig Kommentare für die unabhängige und rund um die Uhr aktuelle Informationsseite „Vienna.at“.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorHDW
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juni 2014 08:31

    Alle gutgemeinten Vorschläge bringen nichts solange das Bobo-Bürgertum der Väter zu dumm ist nach 200 Jahren zu begreifen, dass die real existierende Linke keine ethisch motivierte Macht ist sondern ideologisch einzig und allein auf der Ideologie des Klassenkampfes basiert und daher immer und überall zum Bürgerkrieg hetzt! In Ermangelung des Proletariats eben eiskalt mit Migranten, Schwulen, IslamistenRadfahrern und immer noch Genderismus, also eigentlich mit rassistischen Kategorien!

  2. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juni 2014 02:40

    "In Wien wird das Rad von einem Teil der Benutzer nämlich nicht primär als Fortbewegungsmittel benutzt, sondern als ideologisches Kampfinstrument."

    Genau hier liegt die Erklärung für die unhaltbaren Mißstände rund um diese Radrabauken und dazu noch die politische Weisung, daß die Polizei bei Verkehrsvergehen möglichst wegschauen soll.
    Darunter leiden nicht nur Autofahrer und Fußgänger, sondern auch disziplinierte Radfahrer, die sich an Verkehrsregeln halten und ebenfalls bei jeder Ausfahrt von rücksichtslosen Teilnehmern gefährdet werden.

    Das einzig wirksame Mittel gegen die wachsende Anzahl von Radradikalinskis wäre eine NUMMERNTAFELPFLICHT, aber dann kämen den Grünkommunisten Kampfmittel und Wählerstimmen abhanden - ergo, keine Abhilfe in Sicht!

  3. Ausgezeichneter KommentatorBeckmesser
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juni 2014 06:56

    Stimmt 100%. Viele Radfahrer nehmen einfach die StVO nicht zur Kenntnis. Darüber hinaus schüren die Grünen den Hass auf die Autofahrer. Man erlebt als Autofahrer immer wieder böse Blicke und provokantes Verhalten von Radfahrern. Sind die Grünen so grenzenlos dumm um nicht zu begreifen, dass viele Erledigungen mit dem Rad nicht möglich sind?

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juni 2014 11:28

    Für mich ist das eine der Wiener Grünplagen, die die Stadt befallen haben.

    Wohl wissend, dass Rücksicht zu nehmen wäre, tun Radfahrer das weder in der Stadt noch in den Bergen um Wien.

    Eine Partei, die solche Rücksichtslosigkeit systematisch durchboxt ('unterstützt') sollte man prinzipiell nicht wählen.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juni 2014 09:39

    Das ist alles völlig richtig und ein Skandal was sich hier in Wien abspielt. Radfahren ist zu einem gesetzlosen Raum geworden und das liegt ja ganz im Interesse vieler dieser Rad-Rowdys!
    Nur das mit der Kennzeichenpflicht, das kann nicht funktionieren.
    Abgesehen vom administrativen Aufwand, (wie viele Räder gibt es in Wien, 1 Million, 2 Millionen, ich selbst besitze zwei), werden dann nicht nur - wie schon jetzt - unzählige Räder gestohlen sondern auch jede Menge Kennzeichen!
    Die Polizei müsste nur härter durchgreifen und Exempel statuieren und nicht wegsehen, wie es heute üblich ist!

  6. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juni 2014 15:31

    OT---aber ist da nicht endlich eine wesentlich härtere Gangart nötig, um diesen randalierenden LINKSEXTREMEN Abschaum, die Liebkinder der roten und grünen ANTIFASCHISTEN und des ORF in den Griff zu kriegen:

    "Sympathisanten für Anti-Akademikerball-Gewalttäter randalierten"

    "Ganze Arbeit hat wieder einmal der Schwarze Block in Leipzig geleistet: Rund 20 Linksextremisten verwüsteten am vergangenen Donnerstag die Leipziger Innenstadt."

    http://www.unzensuriert.at/content/0015636-Sympathisanten-f-r-Anti-Akademikerball-Gewaltt-ter-randalierten

  7. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juni 2014 08:47

    Hoffentlich gibt es in Wien nicht bald solche Zustände wie in NYC, wo die Botendienste besonders brutal radfahren:
    http://www.snotr.com/video/13602 (10:06 Minuten)

    P.S.: Häupl strebt zwar nach außen 2015 wieder die Absolute an, weiss aber genau, dass dies aussichtslos ist. Ob sich die SP aber wieder die Grünen als Steigbügelhalten benützt, ist stark anzuzweifeln.

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  1. Brandi (kein Partner)
    04. März 2015 21:02

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  4. Mang (kein Partner)
    19. Januar 2015 21:36

    Von 6% auf 12% (2009) in 9 Jahren ist ziemlich gut. Und der Trend ist weteir positiv.Ganz subjektiv gesehen meine ich Jahr ffcr Jahr morgens mehr und mehr Radfahrer auf dem Weg zur Arbeit zu sehen Gestern frfch z.B. auf der Busspur Richtung Nollendorfplatz in Richtung West war ein Pulk von ca. 7 oder 8 Radlern, die an der Ampel standen. Das hab ich da noch nie so gesehen um die Uhrzeit.

  5. Margarita Teresa (kein Partner)
    28. Juni 2014 13:55

    Neulich im Alsergrund:

    Ich will eine kleine Kreuzung zu überqueren, nehme also Blickkontakt mit einer von seitlich kommenden Radfahrerin auf und betrete die Fahrbahn. Sie fährt ungerührt weiter, haarscharf an mir vorbei, bleibt dabei aber in der Kurve stecken und schaut mich böse an (wie kann man nur einen Radfahrer zum Anhalten zwingen??).
    Ich darauf: "Fußgänger haben auch vor Radfahrern Vorrang."
    Sie, empört: "Ja, aber ich bin ja von rechts gekommen!"

  6. Tik Tak (kein Partner)
  7. Haider
    26. Juni 2014 23:15

    Sg Herr Dr. Unterberger!
    Wie soll ein Radfahrer, der nachts mit einem unbeleuchteten Fahrrad am Gehsteig harmlose Fußgänger jagt, bestraft werden? Da er weiß, daß er kein Kennzeichen hat, lacht er jeden Ordnungshüter schallend aus. Und die Vasilakuh mit ihren grünen Frauchen lachen im Chor mit. Wieder hat man dem Staat seine Ohnmacht gezeigt!

  8. Normalsterblicher
    26. Juni 2014 12:48

    Nachdem hier schon wieder ellenlang über den Islam in unzusammenhängenden Sätzen gequargelt wird, muss ich mich leider wiederholen:

    Tja - was die Ziehväter des völlig unnötigen Fahrradfimmels in Großstädten den Autofahrern angedeihen lassen wollen, nämliche belehrendes Entschleunigen durch kunstvoll erzwungenen Schwungverlust alle hundert Meter, das haben deren Schützlinge bei sich selbst eben gar nicht gerne: da muss der mühsam erstrampelte Schwung erhalten bleiben, selbst wenn Passanten sich dabei in die Rolle aufgescheuchten Federviehs gedrängt fühlen.

    Ich sagte unnötig, weil bei der kostspielig hochgezüchteten Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs das Rad nur als Sportbehelf in Erholungsgebieten eine Berechtigung hat (außer vielleicht bei Botenfahrern, die durch ständiges Umsteigen mit Öffis ziemlich viel Zeit verlieren würden).

    Die subjektive Angst ist freilich ein völlig unzulängliches Kriterium, um der Fahrradplage Herr zu werden: sie kann berechtigt sein oder auch nicht, was nicht von Verkehrsregeln, sondern vorrangig von der Achtsamkeit des Radfahrers abhängt (sofern er nicht gerade die erste Stunde seines Lebens im Sattel ist). Fehleinschätzungen sind eine weitere Gefahrenquelle, rangieren aber weit dahinter und können ganz besonders bei Radfahrern auch nicht gesetzlich unterbunden werden.

    Der subjektiven Verunsicherung von Fußgängern kann man also gerade bei Radfahrern nicht durch Regelungen etwa hinsichtlich Tempolimits Herr werden, soweit es nicht entflechtete Zonen anbelangt. Das Radlicht wird untertags auch keine Abhilfe schaffen,ist also nur eine Teillösung.

    Wichtig ist daher vielmehr, dass für das Tragen der Eigenverantwortung Vorsorge getroffen wird. Das ist bei Autofahrern durch Verkehrskennzeichen schon längst geschehen, und sollte auch bei Radfahrern so gehandhabt werden. Anders als Mitposter hier sehe ich den Nummernklau nicht als Problem. Die Kennzeichentafeln sollten fluoreszierend sein. Außerdem sollten an neuralgischen Punkten Verkehrsüberwachungskameras montiert werden.

    Schließlich sollte dem Fahrradverkehr in Großstädten nicht noch mehr Raum abgetreten werden, wie bereits oben begründet.

  9. B.v.C. (kein Partner)
    26. Juni 2014 10:59

    Mein letzter Taxler hat es kurz und bündig auf den Punkt gebracht:

    "In Wien haben die Radlfahrer Narrenfreiheit."

    • Brigitte Ernst (kein Partner)
      12. Juli 2014 13:10

      Nicht nur in Wien, sondern in fast allen deutschen Großstädten haben die Radfahrer Narrenfreiheit. Auf den Bürgersteigen, durch die Fußgängerzonen, in den Parkanlagen rasen viele mit mehr als 30 Stundenkilometern scharf an den Fußgängern vorbei und verbreiten Angst und Schrecken, einige ältere Menschen wagen sich nicht mehr auf die Uferwege der Flüsse,die mittlerweile, obwohl gemeinsam mit den Radfahreren zu nutzen, zu regelrechten Radrennstrecken geworden sind. Kleine Kinder dort frei herumlaufen zu lassen bedeutet ständige Gefahr. Rote Ampeln werden höchstens von 20% der Radfahrer beachtet, und Zebrastreifen werden grundsätzlich ignoriert, dafür erwarten sie aber, dass die Autofahrer für sie anhalten, wenn sie den Fußgängerüberweg ohne abzusteigen überqueren. Es ist schon eine Plage!

      B.E.

  10. cmh (kein Partner)
    26. Juni 2014 09:53

    Der Vorrang ist kein Recht, sondern dient nur zur Erleichterung des Verkehrs. (StVO)

    einerseits und andererseits gilt in der StVO der "Misstrauensgrundsatz".

  11. Torres (kein Partner)
    26. Juni 2014 09:31

    Gibt es da nicht einen (natürlich hochbezahlten grünen) "Fußgängerbeauftragten"? (Wahrscheinlich heißt er/sie wohl "FußgängerInnenbeauftragte/r" - ich nehme aber an, dass mir in in diesem Forum die politisch inkorrekte Verkürzung verziehen wird). Kann er/sie sich im Kampf gegen den/die "RadfahrerInnenbauftragte/n" nicht durchsetzen?

  12. Normalsterblicher
    26. Juni 2014 06:32

    Tja - was die Ziehväter des völlig unnötigen Fahrradfimmels in Großstädten den Autofahrern angedeihen lassen wollen, nämliche belehrendes Entschleunigen durch kunstvoll erzwungenen Schwungverlust alle hundert Meter, das haben deren Schützlinge bei sich selbst eben gar nicht gerne: da muss der mühsam erstrampelte Schwung erhalten bleiben, selbst wenn Passanten sich dabei in die Rolle aufgescheuchten Federviehs gedrängt fühlen.

    Ich sagte unnötig, weil bei der kostspielig hochgezüchteten Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs das Rad nur als Sportbehelf in Erholungsgebieten eine Berechtigung hat (außer vielleicht bei Botenfahrern, die durch ständiges Umsteigen mit Öffis ziemlich viel Zeit verlieren würden).

    Die subjektive Angst ist freilich ein völlig unzulängliches Kriterium, um der Fahrradplage Herr zu werden: sie kann berechtigt sein oder auch nicht, was nicht von Verkehrsregeln, sondern vorrangig von der Achtsamkeit des Radfahrers abhängt (sofern er nicht gerade die erste Stunde seines Lebens im Sattel ist). Fehleinschätzungen sind eine weitere Gefahrenquelle, rangieren aber weit dahinter und können ganz besonders bei Radfahrern auch nicht gesetzlich unterbunden werden.

    Der subjektiven Verunsicherung von Fußgängern kann man also gerade bei Radfahrern nicht durch Regelungen etwa hinsichtlich Tempolimits Herr werden, soweit es nicht entflechtete Zonen anbelangt. Das Radlicht wird untertags auch keine Abhilfe schaffen,ist also nur eine Teillösung.

    Wichtig ist daher vielmehr, dass für das Tragen der Eigenverantwortung Vorsorge getroffen wird. Das ist bei Autofahrern durch Verkehrskennzeichen schon längst geschehen, und sollte auch bei Radfahrern so gehandhabt werden. Anders als Mitposter hier sehe ich den Nummernklau nicht als Problem. Die Kennzeichentafeln sollten fluoreszierend sein. Außerdem sollten an neuralgischen Punkten Verkehrsüberwachungskameras montiert werden.

    Schließlich sollte dem Fahrradverkehr in Großstädten nicht noch mehr Raum abgetreten werden, wie bereits oben begründet.

  13. Kampfradterrorist (kein Partner)
    26. Juni 2014 06:08

    Die Geschichte wieder...
    Rücksichtslose Radler sind ein Ärgernis, mehr aber nur extrem selten. Warum? Weil sie immer selbst in Gefahr schweben.

    Nehmen wir den Worst Case - ich bin ein böser Linksgrüner Gutmenschenkampfradler und gehe auf meine tägliche Fußgängerjagd, bevorzugt auf tattrige bürgerliche Damen - selbst wenn ich die sauber frontal anfahre komme ich kaum ohne Blessuren davon, von den rechtlichen Folgen abgesehen.

    Die Unfallstatistik dürfte auch ganz klar zeigen was hier Sache ist. Wieviele Menschen wurden durch Radler getötet/schwer verletzt/leicht verletzt?

  14. Karl Knaller
    25. Juni 2014 21:30

    Ja, ja, aus dem Reich des Bösen: die Russen und die Radfahrer! Ob er da die jeweiligen -innen auch mitverdammt, unser aller A.U.? (o.k., mit Ausnahme der Pussy Riots).

  15. Rosi
    25. Juni 2014 21:09

    Dankeschön - dankeschön - dankeschön für diesen Tagebucheintrag - man kommt sich in Wien als steuerzahlender Bürger, der Autofahrer und Fußgänger ist (und auch Radfahrer im Prater) ja wirklich schon wie der 'letzte Depp' vor.

    Wenn man die Radwege um den Ring betrachtet, hat man den Eindruck, die muß wohl ein 'Besoffener' konstruiert haben, denn teilweise kreuzen Rad- und Fußweg einander pausenlos, und außerdem muß man laut der Markierung als Fußgänger vielfach über die Radwege 'drüberfliegen' - anders sind die Markierungen nicht zu interpretieren.

    Das Größte ist aber die werte Vizebürgermeisterin, die selbst nie (?) das Rad benützt, weil um die Ecke jeder Veranstaltung ihr Dienstauto ihrer wartet.

    Das heißt es sind folgende Maßnahmen nötig:

    1) Kennzeichenpflicht: Jedes Rad, das in Wien im Verkehr unterwegs ist, benötigt ein Kennzeichen. Überdies muß der Fahrer eine Warnweste tragen, wo auch dieses Kennzeichen deutlich lesbar 'drauf ist.
    Denn abgesehen von der Sicherheit müssen auch die Radfahrer für die Kosten aufkommen - die Erstellung der Radwege etc. - die für sie entstehen - über eine entsprechend hohe Steuer, die alles abdeckt, inklusive der Schäden, die durch das Raudytum der Radfahrer für Fußgänger und Autofahrer entstehen. 1.500.- Euro pro Jahr und Rad sind wahrscheinlich die Untergrenze.

    2) Streichen des Dienstautos von der Vizebürgermeisterin, sie muß ab sofort alle offiziellen - die privaten sowieso - Wege in Wien mit ihrem Rad zurücklegen. Vielleicht kommt sie dann doch langsam 'drauf, welch ein 'Kampf ums Überleben' zwischen manchen besonders 'intelligenten' Radfahrern besteht.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

    • Rosi
      25. Juni 2014 21:45

      Nachsatz:

      Zu 1) Räder ohne Kennzeichen werden gesammelt, und in Länder geschafft, wo sich die Bevölkerung keine Räder leisten kann.

      Zu 2) Die Vizebürgermeisterin kann kann zu ihren Terminen selbstredend auch zu Fuß gehen, anstatt mit ihrem Rad zu fahren. In diesem Fall wäre der Lerneffekt, was die Radfahrer für die anderen Verkehrsteilnehmer heutzutage in Wien bedeuten, noch größer.

  16. Doppeladler
    25. Juni 2014 16:34

    Der Ringradweg ist eine einzige verkehrstechnische Mißgeburt. Es mag sein, daß es auf Grund der Beengheit nicht einfach ist, alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen, doch wie hier an vielen Stellen Fehlplanungen zu finden sind, ist erschreckend.

    Besonders pikant ist, daß man bei der Errichtung des äußeren Ringradwegs nicht aus den Fehlern gelernt hat. So sollte der Zusammenlegung von Auto und Fahrrad der Vorzug gegenüber der Zusammenlegung von Fahrrad und Fußgänger gegeben werden - allein wegen der Eigenschaften der Bewegungsmuster.

    Beispielhaft sein hier der Abschnitt bei den großen Museen genannt, wo die Radfahrer ohne Probleme auf der Nebenfahrbahn fahren könnten, doch was haben sich Hr. Chorherr und Co einfallen lassen: Wieder einen kombinierten Fuß-Radweg, der Keim für Konflikte ist.

    Weiters gibt es eine Überregulierung an vielen Stellen, wo man sich als Verkehrsteilnehmer komplett entmündigt vorkommt bzw. sein Hauptaufgabe in der Huldigung roter Lichter sieht. Der Gesslerhut (Schiller Willhelm Tell) läßt grüßen.

    • kakadu
      25. Juni 2014 19:22

      @Doppeladler

      Genauso ist es, denn obwohl am Ring an den meisten Stellen eine 3-gliedrige Promenade vorhanden ist (insbesondere bei den Museen), wurden Fußgänger und Radfahrer auf eine Spur zusammengedrängt. Dümmer geht's nimmer, aber um teures Geld wurde mit einer grünen Markierung herumexperimentiert.

  17. Undine
    25. Juni 2014 15:31

    OT---aber ist da nicht endlich eine wesentlich härtere Gangart nötig, um diesen randalierenden LINKSEXTREMEN Abschaum, die Liebkinder der roten und grünen ANTIFASCHISTEN und des ORF in den Griff zu kriegen:

    "Sympathisanten für Anti-Akademikerball-Gewalttäter randalierten"

    "Ganze Arbeit hat wieder einmal der Schwarze Block in Leipzig geleistet: Rund 20 Linksextremisten verwüsteten am vergangenen Donnerstag die Leipziger Innenstadt."

    http://www.unzensuriert.at/content/0015636-Sympathisanten-f-r-Anti-Akademikerball-Gewaltt-ter-randalierten

  18. Ritter vom Kapall
    25. Juni 2014 15:17

    Als Radfahrer bin ich Rebell: Ich bleibe bei Rot stehen, fahre nicht auf dem Gehsteig, gebe Handzeichen vor dem Abbiegen oder vor Spurwechseln ...

    • Gerhard Pascher
      25. Juni 2014 18:08

      Hier entsteht der Eindruck, dass "alle" Radfahrer rücksichtslos fahren und die Verkehrsregeln missachten. Tatsache ist aber, dass es auch viele Radfahrer gibt, welche sich im Straßenverkehr ordentlich verhalten.

    • kakadu
      25. Juni 2014 19:25

      @Gerhard Pascher

      Sehe ich genauso und es gibt genug rücksichtslose Autofahrer, die während der Fahrt telefonieren und eine Gefahr für sich und andere Verkehrsteilnehmer sind und ebenso Fußgänger, die wie Traummännlein durch die Gegend wanken.
      Jeder sollte bei sich selbst anfangen, die Verkehrsregeln strikte zu beachten.

  19. Josef Maierhofer
    25. Juni 2014 11:28

    Für mich ist das eine der Wiener Grünplagen, die die Stadt befallen haben.

    Wohl wissend, dass Rücksicht zu nehmen wäre, tun Radfahrer das weder in der Stadt noch in den Bergen um Wien.

    Eine Partei, die solche Rücksichtslosigkeit systematisch durchboxt ('unterstützt') sollte man prinzipiell nicht wählen.

  20. terbuan
    25. Juni 2014 09:39

    Das ist alles völlig richtig und ein Skandal was sich hier in Wien abspielt. Radfahren ist zu einem gesetzlosen Raum geworden und das liegt ja ganz im Interesse vieler dieser Rad-Rowdys!
    Nur das mit der Kennzeichenpflicht, das kann nicht funktionieren.
    Abgesehen vom administrativen Aufwand, (wie viele Räder gibt es in Wien, 1 Million, 2 Millionen, ich selbst besitze zwei), werden dann nicht nur - wie schon jetzt - unzählige Räder gestohlen sondern auch jede Menge Kennzeichen!
    Die Polizei müsste nur härter durchgreifen und Exempel statuieren und nicht wegsehen, wie es heute üblich ist!

  21. Gerhard Pascher
    25. Juni 2014 08:47

    Hoffentlich gibt es in Wien nicht bald solche Zustände wie in NYC, wo die Botendienste besonders brutal radfahren:
    http://www.snotr.com/video/13602 (10:06 Minuten)

    P.S.: Häupl strebt zwar nach außen 2015 wieder die Absolute an, weiss aber genau, dass dies aussichtslos ist. Ob sich die SP aber wieder die Grünen als Steigbügelhalten benützt, ist stark anzuzweifeln.

    • Gerhard Pascher
      25. Juni 2014 09:34

      "sich" ist zu viel, war ursprünglich mit "ins Bett legen" gedacht. :-)

    • kakadu
      25. Juni 2014 19:38

      Ich zweifle keine Minute daran, daß die SPÖ in Wien wieder auf ROT-GRÜN zusteuert. Hoffentlich ist der Wähler so vernünftig und verhindert das in Zukunft.

    • M.N. (kein Partner)
      26. Juni 2014 07:28

      Da rot/grün Wähler in erster Linie türkische Migranten und Linke sind, wird die Verlängerung von rot/grün kaum zu verhindern sein. Die wissen schon, wo das Stimmvieh abzuholen ist.

      Die Stadt gehört ja längst nicht mehr den Wienern.

  22. Politicus1
    25. Juni 2014 08:43

    Ein Musterbeispiel gefährlicher Radwegplanung ist der Radweg vor dem Künslerhaus.
    Beim Verlassen der U-Bahnstation Karlsplatz durch den Ausgang beim Künstlerhaus landen Fussgänger dabei geradewegs auf den am Künstlerhaus vorbei führenden Radweg.
    Besonders ärgerlich und geradezu gefährlich ist dies vor und nach einem Konzert im Musikverein, wenn hier hunderte Fussgänger gleichzeitig unterwegs sind.

  23. HDW
    25. Juni 2014 08:31

    Alle gutgemeinten Vorschläge bringen nichts solange das Bobo-Bürgertum der Väter zu dumm ist nach 200 Jahren zu begreifen, dass die real existierende Linke keine ethisch motivierte Macht ist sondern ideologisch einzig und allein auf der Ideologie des Klassenkampfes basiert und daher immer und überall zum Bürgerkrieg hetzt! In Ermangelung des Proletariats eben eiskalt mit Migranten, Schwulen, IslamistenRadfahrern und immer noch Genderismus, also eigentlich mit rassistischen Kategorien!

  24. Beckmesser
    25. Juni 2014 06:56

    Stimmt 100%. Viele Radfahrer nehmen einfach die StVO nicht zur Kenntnis. Darüber hinaus schüren die Grünen den Hass auf die Autofahrer. Man erlebt als Autofahrer immer wieder böse Blicke und provokantes Verhalten von Radfahrern. Sind die Grünen so grenzenlos dumm um nicht zu begreifen, dass viele Erledigungen mit dem Rad nicht möglich sind?

  25. mischu
    25. Juni 2014 02:40

    "In Wien wird das Rad von einem Teil der Benutzer nämlich nicht primär als Fortbewegungsmittel benutzt, sondern als ideologisches Kampfinstrument."

    Genau hier liegt die Erklärung für die unhaltbaren Mißstände rund um diese Radrabauken und dazu noch die politische Weisung, daß die Polizei bei Verkehrsvergehen möglichst wegschauen soll.
    Darunter leiden nicht nur Autofahrer und Fußgänger, sondern auch disziplinierte Radfahrer, die sich an Verkehrsregeln halten und ebenfalls bei jeder Ausfahrt von rücksichtslosen Teilnehmern gefährdet werden.

    Das einzig wirksame Mittel gegen die wachsende Anzahl von Radradikalinskis wäre eine NUMMERNTAFELPFLICHT, aber dann kämen den Grünkommunisten Kampfmittel und Wählerstimmen abhanden - ergo, keine Abhilfe in Sicht!

    • hamburger zimmermann
      25. Juni 2014 03:26

      @ mischu

      "...politische Weisung, daß die Polizei bei Verkehrsvergehen möglichst wegschauen soll".

      => hoch die VP, wir grüßen das Spalier!
      .

    • mischu
      25. Juni 2014 13:05

      @hamburger zimmermann

      ;-)***





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