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Fußnote 464: Güssing oder die Blamage der sogenannten Umweltpolitik drucken

Lesezeit: 1:00

In den letzten Jahren konnten sich rote, schwarze und erst recht grüne Politiker gar nicht genug rühmen, den Ort Güssing und dessen angebliche Energieautarkie vor den Vorhang zu holen und bejubeln. Ein Burgenländerwitz.

Denn jetzt ist Güssings so intensiv bejubelte „Energieautarkie“ wie ein Kartenhaus zusammengebrochen. Konkurs und Aus. Wo bleibt da jetzt eigentlich der burgenländische Intelligenzminister Berlakovich, der sich ja vor relativer kurzer Zeit nicht entblödet hatte, von einer Energieautarkie Österreichs nach Güssinger Vorbild zu schwadronieren (aber ohne dass das Schiefergas angetastet würde!)? Wo bleiben da jetzt eigentlich all die Umwelt- und Alternativpäpste? Keine Sorge: Ihnen wird schon bald etwas einfallen. Der ORF etwa wird die alljährliche sommerliche Hitze zu einer Klimakatastrophe hochjubeln. Und die Politik wird beschließen, dass wir alle noch viel mehr für die Güssinger Schnapsideen zahlen müssen. „Geht es doch um Güssing! Güssing! Da kann man doch nicht tatenlos zuschauen, Schuldenexplosion hin oder her!“ Zusätzlich könnten sie auch beschließen, dass in jedem Hinterhof und Blumengarten künftig eines der ihnen und uns so teuren Windräder aufgestellt werden muss.

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  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juli 2013 08:43

    Jede staatliche Intervention scheitert. Egal ob nun alles per Mord und Totschlag verstaatlicht wird, der fulminante Untergang des real existierenden Sozialismus hat dies ja anschaulich bewiesen. Oder mittels Gelddrucken, wie aktuell, eine schleichende Enteignung stattfindet oder mit staatlichem Drangsal, auch diese bürokratische Variante haben wir momentan oder schlussendlich über Förderungen für Dinge welche der freie Markt niemals hervorbringen würde, um den glückbringenden Sozialismus herbeizuführen wird dies auch noch massiv getan.

    Den grünen Jüngern sei eine einfache, zielführende und den Steuerzahler schonende Methode empfohlen! Erlaubt man Reichtum, so wird es gut verdienende Herrschaften geben, welche aus Altruismus, persönlichem Interesse oder Eigenwerbung solche Projekte, a la Güssing, umsetzen. Dies war zu allen Zeiten so!

    Also liebe Grüne, wollt ihr nun Sozialismus oder grüne Ideen umgesetzt sehen? Beides geht nicht, wie die Umweltzerstörung des real existierenden Sozialismus anschaulich bewiesen hat.

  2. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juli 2013 05:56

    Henry Ford ist wirtschaftlich mehrmals gescheitert, bevor er mit seinem T Modell "Lizzie" auf den Markt kam, und damit mehrfach Wirtschaftsgeschichte geschrieben hat.
    Er hat damit nicht nur den Amerikanern ein günstiges Auto verschafft, das vor dem VW Käfer das meistverkaufte Auto der Welt war, sondern hat auch für die Fertigung dieses Autos das Fließband erfunden.

    Güssing hat zwar nicht die billigste Energie erfunden, aber hat Alternativen aufgezeigt in einer Zeit, in der abschätzbar geworden ist, daß es mit der fossilen Energie zu Ende gehen wird.
    In Amerika steht man wieder auf, wenn man gescheitert ist, in Europa aber kann man das nicht.
    Denn man wird am Boden liegend, von den Mitmenschen mit Füßen getreten.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juli 2013 07:45

    Wenn man ein mehr oder weniger ausgereiftes Kraftwerk betreibt und das Geschäftsmodell zum Ziel hat, immer weiter fließenden Subventionen (Forschungsprämien) als fixe Einnahmen zu kalkulieren, dann ist das zwar typisch österreichisch, aber auf Sand gebaut.
    Es sei denn, man hat in Brüssel den richtigen Lobbyisten an der Hand! ;-)

  4. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juli 2013 22:56

    Z.B. das Eisenbahnnetz der k.u.k. Monarchie wurde privat finanziert aufgebaut, sobald die Zeit dafür reif war. Noch heute zehren wir weit zum Großteil davon. Österreichs ehemals verstaatlichte Industrie hatte erst eine Überlebenschance, als es aus den Klauen der Staatskamarilla befreit war. Ebenso florieren Schloß Schönbrunn, Tiergarten Schönbrunn, Albertina ... seit dort privatwirtschaftlich agiert wird. Rapid unter dem sozialistischen Ex-Finanzminister (das ist der mit der Schweinchen-Krawatte) floppt! Das ist eben das Schicksal marxistischer Wirtschaftskompetenz.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juli 2013 12:47

    Güssing = ein weiterer Flop rot-grüner Vorzeigepolitik mit vielen in den Sand gesetzten Steuergeldmillionen.

    Sogar Arnold Schwarzenegger, den die Linken noch vor nicht allzu langer Zeit zur "persona non grata" erklärten, so daß ein nach ihm benanntes Stadion in der Steiermark umbenannt werden mußte, wurde von diesen Heuchlern herbeigetrommelt, um die sozialistische Propaganda von Güssing als Umweltvorbild zu verbreiten. Einmal am Futtertrog scheint ihnen mit öffentlichen Geldern nichts zu teuer. Das erklärt die Forderungen nach immer mehr und höheren Einnahmen.

    Wie zu vernehmen ist, steht der nächste (parteinahe?) Interessent für die großzügige Subventionspolitik der Genossen bereit, um wieder kräftig abzukassieren und danach das ganze Projekt in die Insolvenz zu schicken. Überall, wo die Politik die Finger im Spiel hat, endet es auf dieselbe Art und Weise.

    So stelle ich mir dringend notwendige, seriöse Forschung zur Verbesserung der Energie- und Umweltsituation wahrlich nicht vor!

  6. Ausgezeichneter KommentatorErzliberaler
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2013 12:32

    Hier kann von "energieautark" keine Rede sein. Wenn eine Stadt dies sein will, muss sie nicht nur im Jahresmittel, sondern zu jedem beliebigen Zeitpunkt exakt soviel Strom erzeugen, wie gerade gebraucht wird - nicht weniger und auch nicht mehr. Güssing ist aber immer noch ans landesweiten Stromnetz angeschlossen. Ausschließlich ein Ort, der sich vollständig vom landesweiten Stromnetz abkoppelt, verdient die Bezeichnung autark. Wenn Biomasse von weit her - selbst verständlich ganz "klimaneutral" und vor allem ohne Verbrauch böser, böser fossiler Energieträger - rangekarrt werden muss, dann ist man noch weiter von der behaupteten Autarkie entfernt.

    Ein Modell, dass nur mit Subventionen funktioniert, ist kein Modell. Das tolle Argument mit der Forschung ist auch Unsinn. Etwas zu verbrennen zum Antrieb eines Dynamos ist Uralttechnik. Das gab es schon zu k.u.k-Zeiten und damit hat man eine Menge Erfahrung. Ein großes Dorf im südlichen Burgenland wird die nicht wesentlich bereichern können.

  7. Ausgezeichneter KommentatorPeter R Dietl
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juli 2013 16:16

    Von Güssing ist eh am besten das Mineralwasser, allenfalls mit einem Schluck Wein zum Spritzer aufgenordet. Heutzutage bin ich mir aber nícht sicher, ob nicht auch dieses Naturgeschenk an einen Multikonzern verscherbelt ist, der über x Zwischenbanken von der US-Ostküste (eine treffendere Formulierung erlaube ich mich wegen NSA nicht anzuwenden) ausgebeutet wird.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorErzliberaler
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2013 12:32

    Hier kann von "energieautark" keine Rede sein. Wenn eine Stadt dies sein will, muss sie nicht nur im Jahresmittel, sondern zu jedem beliebigen Zeitpunkt exakt soviel Strom erzeugen, wie gerade gebraucht wird - nicht weniger und auch nicht mehr. Güssing ist aber immer noch ans landesweiten Stromnetz angeschlossen. Ausschließlich ein Ort, der sich vollständig vom landesweiten Stromnetz abkoppelt, verdient die Bezeichnung autark. Wenn Biomasse von weit her - selbst verständlich ganz "klimaneutral" und vor allem ohne Verbrauch böser, böser fossiler Energieträger - rangekarrt werden muss, dann ist man noch weiter von der behaupteten Autarkie entfernt.

    Ein Modell, dass nur mit Subventionen funktioniert, ist kein Modell. Das tolle Argument mit der Forschung ist auch Unsinn. Etwas zu verbrennen zum Antrieb eines Dynamos ist Uralttechnik. Das gab es schon zu k.u.k-Zeiten und damit hat man eine Menge Erfahrung. Ein großes Dorf im südlichen Burgenland wird die nicht wesentlich bereichern können.

  2. Ausgezeichneter KommentatorAron Sperber Partner Homepage
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2013 23:46

    statt Schiefergas zu fördern, das vielleicht tatsächlich ein wenig zur Autarkie beitragen könnte, wird man wohl einfach mehr Förderungen zur Verfügung stellen, damit die Güssing-Luftschlösser beim nächsten Mal nicht so offensichtlich verpuffen und die Politiker weiterhin damit weiterhin hausieren gehen können.

    wenn es um grüne Illusionen geht, gibt es in Österreich keine Partei, die sich ein Ausscheren leisten kann - hier hat Dichand ganze Arbeit geleistet

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  1. Melissa (kein Partner)
    21. Januar 2015 14:25

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  6. Aron Sperber (kein Partner)
    25. Juli 2013 23:46

    statt Schiefergas zu fördern, das vielleicht tatsächlich ein wenig zur Autarkie beitragen könnte, wird man wohl einfach mehr Förderungen zur Verfügung stellen, damit die Güssing-Luftschlösser beim nächsten Mal nicht so offensichtlich verpuffen und die Politiker weiterhin damit weiterhin hausieren gehen können.

    wenn es um grüne Illusionen geht, gibt es in Österreich keine Partei, die sich ein Ausscheren leisten kann - hier hat Dichand ganze Arbeit geleistet

  7. heartofstone (kein Partner)
    25. Juli 2013 20:53

    So gern ich es sehen würde, dass Österreich wirklich autark wäre, an durch Steuergelder und Förderungen aufrecht erhaltenen "Betrieben" können rational denkende Menschen nicht interessiert sein. Ich möchte nicht mit meinen Steuergeldern Ökofaschisten auf Dauer ein bequemes Leben finanzieren. Solange nicht jede Region, jeder Bezirk, zuerst darauf schaut, dass Illegale samt Anhang ausgeschafft, kriminelle Ausländer in ihre Heimatländer verfrachtet und sogenannte "Flüchtlinge" sofort und ohne großen behördlichen Aufwand an unsere Nachbarn überstellt werden, brauchen wir uns über "Energieeffizienz" nicht zu unterhalten. Wir müssten weniger Steuern zahlen, die Mieten würden billiger, der eine oder andere Arbeitsplatz für minder qualifizierte Österreicher würde frei werden. Weniger Kriminalität (nicht keine, denn einheimische Verbrecher haben wir leider genug im Land) würde geringere Versicherungsprämien, weniger Kosten für Krankenhäuser und Ärzte bedeuten. Unsere Kinder könnten wieder nur von einer Lehrkraft unterrichtet werden ohne ein oder mehrere sog. Beiwagerl zu benötigen. Es würde zwar der eine oder andere "Sozialarbeiter" plötzlich ohne Klienten, Job und Einkommen dastehen, aber das würde mich wirklich nicht stören.

  8. ohne Worte (kein Partner)
    25. Juli 2013 17:34

    Bald kein Hindernis mehr für ein neues Sykes-Picot
    von Thierry Meyssan

    Sie haben sicherlich die Änderung des Tons der atlantischen Presse über das syrische Problem bemerkt. Die "Rebellen", diese "Helden der Freiheit", haben sich plötzlich in fanatische Terroristen verwandelt, die sich zerfleischen. Für Thierry Meyssan gibt es nichts Neues unter der Sonne: Washington hat einfach die Idee, Baschar Al-Assad zu stürzen, fallen gelassen und nimmt Kurs auf die Abhaltung der Konferenz Genf II. Nächster Schritt: der Verlust des französischen Einflusses in der Region.
    Außenminister John Kerry verlässt seine Verbündeten. Es wird keine Lieferung von entscheidungsschweren Waffen an die "Rebellen" in Syrien geben. Baschar Al-Assad wird nicht gestürzt werden. Die Versprechen der Vereinigten Staaten betrafen nur jene, die sie für wahr hielten.
    @ Department of State

    Am 13 Juni hatte der Sprecher des Rates der nationalen Sicherheit [NSC] der Vereinigten Staaten angekündigt, dass die rote Linie überschritten worden sei: wie die durch die Franzosen und Briten gesammelten Beweise zeigten, hätte das Syrien von Baschar Al-Assad chemische Waffen gegen sein eigenes Volk benutzt. Man wird jetzt also sehen, was da kommen wird! Sofort wurde das neue gemeinsame Oberkommando der NATO-Landstreitkräfte in Izmir (Türkei) aktiviert. Der Krieg stand unmittelbar bevor.

    Ein Monat später war die westliche Überzeugung verschwunden. Die atlantische Presse entdeckt mit Schrecken, dass der bewaffnete Widerstand in Syrien aus Fanatikern besteht, die von den meisten Syrern gehasst werden, was wir seit zwei Jahren unaufhörlich erklären. Währenddessen liefern die Freie Syrische Armee [FSA] und die Al-Nusra Front einander vor Ort einen unbarmherzigen Krieg, statt gegen die Truppen von Damaskus zu kämpfen.

    Was war also geschehen, das den ’Befreiungskrieg’ von Syrien in so ein riesiges Schlamassel verändert hat? In Wirklichkeit hat sich nichts in einem Monat geändert: Die Syrische Arabische Armee hatte nie chemische Waffen gegen die "Rebellen" eingesetzt. Und sie haben sich auch nicht "radikalisiert." Im Gegenteil, der US-Plan, den ich als Erster im November letzten Jahres präsentiert habe, wird langsam installiert. Das Programm des Tages ist das Fallenlassen der bewaffneten Opposition.

    All dies bestätigt uns das Erlahmen des angelsächsischen Imperialismus. Das Inkrafttreten an Ort und Stelle der in Washington getroffenen Beschlüsse erfolgt mit extremer Langsamkeit. Dieser Vorgang unterstreicht die Blindheit der westlichen Medien, die diese Beschlüsse ignorieren, bis sie sich dann in konkretes Handeln umsetzen. Unfähig die Welt zu analysieren wie sie ist, beharren sie darauf, die „politische Kommunikation“ nachzuplappern und als glaubwürdig darzustellen.

    Also, was ich schrieb [1], und was von den dominierenden Medien als "Verschwörungstheorie" beschrieben wurde, wird ihnen nun auch offensichtlich, zehn Monate später. Eric Schmitt schrieb in der New York Times mit zarter Anspielung, dass "die Pläne der US-Regierung wirklich bescheidener sind, als sie sie in der Öffentlichkeit und privat erklärte" [2]. Stattdessen posaunt David Ignatius Titel grob in der Washington Post: „die syrischen Rebellen wurden von Washington im Stich gelassen“. [3]. Sie erwarteten Panzerabwehrwaffen und empfingen 120 mm Mörser. Flugzeuge wurden ihnen versprochen, aber sie erhielten Kalaschnikows. Waffen kommen in jeder Menge an, aber nicht um Baschar Al-Assad zu stürzen, sondern damit sie sich untereinander töten, bis keiner mehr übrigbleibt.

    Und damit kein Zweifel aufkommt: John Brennan, Direktor der CIA und Vizepräsident Joe Biden haben unter Ausschluss der Öffentlichkeit den Kongress überzeugt, man sollte keine entscheidungsschwere Waffen nach Syrien schicken. Unterdessen stürzte sich in London das House-of-Commons in dieselbe Frontlücke. Und in Paris versuchen Alain Marsaud und Jacques Myard - aus anderen Gründen – die Nationalversammlung zur gleichen westlichen Verweigerung zu bewegen, die "Rebellen" nicht weiter zu unterstützen.

    Ohne jegliches Bedenken hat Laurent Fabius, der französische Minister für Auswärtige Angelegenheiten, der im Dezember die Registrierung durch die USA der Al-Nusra Front auf ihrer Liste der Terrororganisationen noch bedauerte, "weil sie gute Arbeit an Ort und Stelle leisten" (sic!), die Vereinten Nationen gebeten, sie auf die internationale Liste der terroristischen Organisationen aufzunehmen. Und Manuel Valls, der französische Innenminister, sagte gestern (19. Juli) auf France 2, dass die auf Seiten seiner früheren islamistischen Verbündeten kämpfenden Franzosen verhaftet und nach ihrer Rückkehr nach Frankreich angeklagt würden.
    gesamter Artikel:
    http://www.voltairenet.org/article179517.html

  9. Wunschträumer (kein Partner)
    25. Juli 2013 15:07

    @volpini

    Da dieses Thema alles andere als dazu geeignet ist als politisches Hick-Hack verwendet zu werden, empfinde ich Ihren Kommentar als wohltuend sachlich - was ich von Unterbergers Elaborat - es tut mir leid, ich kann es nicht anders bezeichnen - nicht behaupten kann. So besehen, könnte sein Aufsatz - glaubwürdig - aus linksrabbiater Feder (besser C-Taste) stammen.
    Es ist manchmal erschütternd, auf welches "Argumentations-Niveau" er sich begibt....

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      30. Juli 2013 22:34

      Dem darf ich mich anschließen.

      BG phaidros.vie@gmail.com

  10. rueckkehrer (kein Partner)
    25. Juli 2013 12:43

    Mit vollem Respekt fuer all die Forschungs Anstrengungen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energie! Bevor man sich jedoch derartig profiliert, grosse Mengen von Foerder Geldern konsumiert, und Dinge in die Welt hinaus posaunt, haette man doch ein paar einfache Hausaufgaben machen koennen. Ich weiss ja nicht ob die gemacht wurden. Wie waere es mit einer gruendlichen betriebs/volkswirtschaftlichen Durchrechnung fuer das Projekt gewesen? Die Kosten muessten ja bekannt sein. Die Daten des wirtschaftlichen Umfeldes sind in der Zukunft natuerlich nicht bekannt, man koennte aber mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten.

  11. Erzliberaler (kein Partner)
    25. Juli 2013 12:32

    Hier kann von "energieautark" keine Rede sein. Wenn eine Stadt dies sein will, muss sie nicht nur im Jahresmittel, sondern zu jedem beliebigen Zeitpunkt exakt soviel Strom erzeugen, wie gerade gebraucht wird - nicht weniger und auch nicht mehr. Güssing ist aber immer noch ans landesweiten Stromnetz angeschlossen. Ausschließlich ein Ort, der sich vollständig vom landesweiten Stromnetz abkoppelt, verdient die Bezeichnung autark. Wenn Biomasse von weit her - selbst verständlich ganz "klimaneutral" und vor allem ohne Verbrauch böser, böser fossiler Energieträger - rangekarrt werden muss, dann ist man noch weiter von der behaupteten Autarkie entfernt.

    Ein Modell, dass nur mit Subventionen funktioniert, ist kein Modell. Das tolle Argument mit der Forschung ist auch Unsinn. Etwas zu verbrennen zum Antrieb eines Dynamos ist Uralttechnik. Das gab es schon zu k.u.k-Zeiten und damit hat man eine Menge Erfahrung. Ein großes Dorf im südlichen Burgenland wird die nicht wesentlich bereichern können.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2013 15:38

      Das Stromnetz erfüllt aber nicht nur die Rolle der Versorgung, sondern auch des Ausgleichs. Natürlich kann man autark produzieren, aber trotzdem das Stromnetz nutzen.

    • Erzliberaler (kein Partner)
      25. Juli 2013 16:46

      @Schnabeltierfresser
      Nein, das geht nicht. "Ausgleich" heißt nichts anderes, als eben doch auf anderswo produzierten Strom zurückzugreifen und umgehrt zeitweilige Überschüsse loszuwerden, um einen Zusammenbruch des Stromnetzes zu verhindern. Alles außer einer vollständigen Trennung ist keine Autarkie.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      26. Juli 2013 07:35

      In Vorarlberg würde man Sie "Pünktleschiesser" nennen. ;)

  12. Rudolf Wirthig (kein Partner)
    25. Juli 2013 11:42

    Die ursprüngliche Idee für Biomassekraftwerke(Holz) war die Verwertung von Holzabfällen von holzverarbeitenden Betrieben. Beim Kraftwerk Güssing wurde bis datto verschwiegen dass hier nicht Holzabfälle verheizt werden sondern die Holzschnitzel industriell aus gefällten Bäumen erzeugt werden. Das ist erstens eine Perversion der ursprünglichen Abfallverwertung, zweitens wie sich nun herausstellt ein wirtschaftliches Debakel und drittens ein Raubbau an den natürlichen Ressourcen. Der Holzkohlenbedarf zur Eisengewinnung hat schon einmal zur Vernichtung ganzer Wälder geführt. Unbelehrbar sind die Kärtner die ein Biomasse(Holz)kraftwerk bauen wollen das die Güssinger Kapazität bei weitem übersteigt.

  13. Torres (kein Partner)
    25. Juli 2013 11:21

    Unterberger sagt hier wieder einmal nur die halbe Wahrheit bzw. nur das, was ihm ins Konzept passt. E-Control-Chef Boltz sagte wörtlich, dass "Biomasse- und Biogasanlagen nicht wirtschaftlich betreibbar" seien - und nur darum ging es in Güssing. Er empfahl immerhin, sich auf "Windenergie und Photovoltaik" zu konzentrieren. Unterberger dagegen differenziert hier überhaupt nicht, wirft also alles in einen Topf und erwähnt nur das Schiefergas. Gegen letzeres ist (bzw. habe ich persönlich) nichts einzuwenden, auch gegen Windenergie kann einiges sagen, doch sollte Unterberger sich doch an die Aussagen von Boltz halten - der ist nämlich - im Unterschied zu Unterberger - ein Fachmann auf dem Gebiet.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2013 11:33

      Auch das stimmt so nicht. Wo ein Überangebot an Biomasse zur Verfügung steht, lassen sich Biomasse- und Biogasanlagen (zumindest KWK) locker wirtschaftliche betreiben. Die Technologie ist durchaus ausgereift. Aber eben nicht, wenn man Holz aus Kroatien importieren muss.

    • Matthias Astl (kein Partner)
      25. Juli 2013 12:38

      Das ist der Grund, warum ich kein zahlendes Mitglied bin. Neben sehr informativen Beiträgen postet Unterberger immer wieder populistischen Schwachsinn wie diese Fußnote.

      Ein gutes Thema für einen Artikel wäre der Bau des Semmering Basistunnels. Dieser ist ja nicht nur eine horrende Geldverschwendung sondern wirkt sich auch negativ auf den Wasserhaushalt im Semmering Gebiet aus.

  14. PeterT (kein Partner)
    25. Juli 2013 10:30

    Mir scheint der Hintergrund dieser Pleite ist viel simpler als manche glauben, und das sollte man auch bei den Schlüssen die man zieht bedenken.
    Das Kraftwerk hat offensichtlich erhebliche Investitionen erfordert, und zur Rückzahlung dieser Investitionen wurden bestimmte Fördermittel mit einkalkuliert.
    Natürlich bis zu einem gewissen Grad fahrlässig, weil es keine langfristigen Förderzusagen gegeben hat.
    Nun hätte man entweder weiter auf Steuerzahlerkosten fördern können, damit die Investitionen zurückgezahlt werden, oder eben auf Kosten der Gläubiger via Konkurs sanieren.
    Nachdem man sich für zweite Variante entschieden hat, kann es durchaus sein, daß das entschuldete Kraftwerk einigermaßen profitabel betrieben werden kann.
    Würde mich interesssieren welche Banken in der Finanzierung drinhängen und demnach zum Handkuss kommen.
    Nachdem Güssing besonders von der schwarzen Reichshälfte gelobt und gefördert wurde, würde es mich nicht überraschen wenn
    a) das Abdrehen der Fördermittel von Rot betrieben wurde
    b) Raiffeisen in der Finanzierung drinhängt

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2013 10:52

      Ergänzung: und die Forschungsförderung liegt hauptsächlich (nicht nur) bei Frau Bures.

    • PeterT (kein Partner)
      25. Juli 2013 11:59

      @STF
      Das war meine Vermutung, war mir nur nicht sicher wo Forschungsförderung resortiert.
      Ein Schelm wer dabei Böses denkt

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2013 12:15

      Aber soweit ich es mitterweile verstanden habe, geht es hierbei um die steuerliche Forschungsförderung (nach dem Einkommensteuergesetz und dem Körperschaftsteuergesetz, also Fekter). Dadurch, dass das KW den steuerlichen Status als Forschungsanlage verloren hat, kann man weniger von der Steuer absetzen.

      Das wären also gar keine klassischen Transfer-Subventionen. Aber so genau habe ich mich nicht informiert, kenne auch nur die Pressemeldungen.

  15. Clemens Taferner (kein Partner)
    25. Juli 2013 09:59

    Also dass dieses Güssinger Modell nun konkursreif ist, scheint einer näheren Untersuchung wert. Ich glaube nämlich nicht, dass die Güssinger Idee an sich schlecht gewesen ist.

  16. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    25. Juli 2013 09:38

    Güssing ist für derartigen Hohn wirklich das blödeste Opfer. Wer ein bisschen Einblick hat, was dort geschieht, weiß, dass die Marktreife der dortigen Technologien immer im Zentrum der Ambitionen von Koch und seinen Leuten steht und stehen wird. Und die immer einen Schritt voraus denken.

    Der weiß auch, dass Koch ein absoluter Vorreiter auf dem Gebiet war, als von (Bundes-)Politikern (der schwarze Bürgermeister war mit im Boot) und Ökostromgesetz weit und breit keine Spur war.

    Der weiß auch, dass der eigene Erfolg Güssing gefressen hat: der Konkurs kommt ja wegen der irrsinnig gestiegenen Rohstoffpreise, die nur deshalb so stark gestiegen sind, weil die Nachfrage nach Biomasse so groß ist. Eben durch das Ökostromgesetz. Vor 10, 15 Jahren waren die Holzabfälle noch spottbillig im Überfluss vorhanden.

    Welche große Bedeutung die Holzvergasung einmal haben wird, lässt sich noch gar nicht einschätzen. Wird aber schon noch etwas dauern, aber Konservative leben eben per Definitionem nicht in der Zukunft.

    • Markus Theiner
      25. Juli 2013 10:18

      Konservative leben eben per Definitionem nicht in der Zukunft.

      Abgesehen von Quantenphysikern leben alle Menschen in der Gegenwart. Dass man nicht (genau) abschätzen kann welche Bedeutung irgendwas in der Zukunft haben wird ist richtig, aber als Entscheidungsgrundlage hier und heute etwas gar dürftig.
      So weit man es abschätzen kann war aber eben immer schon klar, dass das Modell Güssing nicht im großen Stil nachgemacht werden kann.
      Die Rohstoffpreise steigen, wenn neben einem kleinen Bezirk plötzlich auch viele Andere nach Biomasse verlangen? Na wer hätte das jemals erraten können?
      Der Erfolg von Güssing beruhte gerade darauf, dass sie die Einzigen waren, die das Modell Güssing angewandt haben. Die Rohstoffpreise, die Einnahmen durch Ökotourismus (besucht den Vorreiterbezirk), die Synergien mit der Holzwirtschaft... - alles perdü, wenn man den Maßstab verändert.
      Das war auch jedem klar, der halbwegs vorausgedacht hat. Haben aber die euphorischen Verfechter des Modells Güssing nie gemacht, die blind "Österreich muss Güssing werden" geschrien haben. Und damit ist der Hohn schon redlich verdient.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2013 10:57

      Nein, da täuschen Sie Sich. Mit dem Ökostromgesetz in der Form konnte man in Güssing damals nicht kalkulieren. Das war eine politische Entscheidung, die sich nur äußerst begrenzt in einen Businessplan einbeziehen lässt. Kein Mensch hätte ihnen 2000 geglaubt, dass Holz einmal so viel kosten wird.

      Und wie gesagt: die Projekte in Güssing sind alle mittelfristig auf Marktreife ausgelegt, teilweise sind sie es auch schon marktreif (insbesondere die im Effizienzbereich). Fischer-Tropsch-Synthese, Solarkühlen, Methan aus Holz, das sind und bleiben alles sehr spannende Felder.

    • Markus Theiner
      25. Juli 2013 16:54

      @ Schnabeltierfresser:

      Nochmal: Die Kritik richtet sich im Wesentlichen nicht gegen das Modell Güssing an sich, sondern gegen die Schlaumeier, die gemeint haben das Modell Güssing könnte man auf ganz Österreich ausdehnen.
      Dass der Holzpreis in so einem Fall kräftig nach oben geht war und ist durchaus vorhersehbar.

      Güssing wurde nicht als spannendes Forschungsprojekt (was es ist) verkauft, sondern als ausgereifte Lösung (was es eben nicht ist).

    • Anton Volpini
      25. Juli 2013 19:36

      So ist es, Schabeltierfresser, die Umstände haben sich verändert.
      Aus einem ursprünglich vertretbaren Alternativenergieprojekt wurde ein unwirtschaftliches Geschäftsmodel, weil die Preise für Faserholz und Brennholz durch vermehrte Nachfrage, auch sehr befördert durch das Eingreifen des Staates mit dem Ökostromgesetz, so massiv gestiegen sind, daß viele solche Anlagen in Bedrängnis geraten sind. Güssing war in seiner umfassenden Nutzung der Biomasse sicher ein Vorzeigeprojekt. (wer diesen Begriff Biomasse mit Feuchtholz Verbrennungsanlagen verballhornt, der outet sich als Lobbyist der Papierindustrie)

      Güssing war aber nach der Pleite der Kelag-Bundesforste Fernheizwerke sicher erst der Anfang für staatliche Fehlsteuerung und damit falscher unternehmerischer Einschätzung.

      Daher teile ich Ihre Meinung sehr, daß Güssing sich nicht für politisches Kleingeldwechseln eignet.

      Und wenn dem entgegengehalten wird, daß bei Güssing Steuergeld verbrannt wurde, und daher die allgemeine Empörung besonders angebracht sei, so will ich festhalten, daß bei jedem wirtschaftlichem Scheitern fremdes Geld verbrannt wird. (und auch Henry Ford seine Gläubiger reingerissen hatte, und nicht nur auf eigenes Risiko gehandelt hat)
      Man möge sich daher Gedanken machen, ob man sich über das anonym verbrannte steuerliche Zwangsgeld mehr aufregen sollte, als über die vermiedene Selbstverantwortung des bewußt eingesetzten, eigenen Risikokapitals.

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      30. Juli 2013 22:44

      Danke, Gentlemen, dieser kleine Diskurs scheint bedeutend ausgewogener und informativer als die Fußnote.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Anton Volpini
      01. August 2013 20:42

      Auch wenns schon drei Tage her ist, seit Sie Ihre Zeilen geschrieben haben, phaidros, so will ich es dennoch versuchen.
      Sie gehen hier ab!
      Sie waren bei vielen Themen der Kontrapunkt, nicht immer leicht zu händeln, aber ein ernst zu nehmender Diskutant. Eine Würze des Blogs.
      Bringen Sie sich doch auch als Nichtpartner öfters ein, wie es andere auch tun.
      Mit Respekt A.V.

  17. DailyMirror (kein Partner)
    25. Juli 2013 08:41

    Und was will uns Herr Unterberger damit sagen? Dass Güssing in Zukunft gefälligst wieder auf richtig innovative Technologien (zum Beispiel die höchst umweltfreundlichen Braunkohlekraftwerke) setzen soll? Oder dass es Zeit wird, endlich Zwentendorf einzuschalten?

  18. Peter Brauneis
    25. Juli 2013 05:28

    Herr Ford ist mit seinem Geld gescheitert oder nicht gescheitert, in Güssing hingegen liegt das Geld des Steuerzahlers am Boden (oder allenfalls in Politiker-Taschen). Dieser Gegensatz ist doch wirklich nicht so schwer zu erfassen.

  19. Haider
    24. Juli 2013 22:56

    Z.B. das Eisenbahnnetz der k.u.k. Monarchie wurde privat finanziert aufgebaut, sobald die Zeit dafür reif war. Noch heute zehren wir weit zum Großteil davon. Österreichs ehemals verstaatlichte Industrie hatte erst eine Überlebenschance, als es aus den Klauen der Staatskamarilla befreit war. Ebenso florieren Schloß Schönbrunn, Tiergarten Schönbrunn, Albertina ... seit dort privatwirtschaftlich agiert wird. Rapid unter dem sozialistischen Ex-Finanzminister (das ist der mit der Schweinchen-Krawatte) floppt! Das ist eben das Schicksal marxistischer Wirtschaftskompetenz.

    • Neppomuck (kein Partner)
      25. Juli 2013 09:56

      Warum fällt mir dazu Adenauer ein?
      "Das einzige, das die Roten vom Geld verstehen ... usw."

    • HDW
      25. Juli 2013 10:51

      Alles richtig, mindestens seit dem Anstieg des BIP mit der Gründung der Privatisierungsbehörde ÖIAG unter der Regierung Klaus, könnte das jeder wissen. bedenkenswert ist aber dann, dass mindestens 51% der Wähler zu blöde sind dieses Wissen politisch umzusetzen ... z.B. "nach dem Schweizer Modell" Kreißky(?!) Und das in ganz West - Europa, abgesehen vom Wissen über die historischen Katastrophen des angewandten Marxismus im real existierenden Sozialismus. Eine der Erklärungen scheint mir dies: je kürzer die Sätze werden,die dem Leseverstehen der Facebook IT-Generation nach ihren Disco-Besuchen noch zugänglich sind, umso mehr schwindet die Hoffnung dem Klientelismus des Stimmenkaufs zu entgehen, denn das lockt die Demagogen jeder Ideologie wie Honig die Bären aus ihren Höhlen!

  20. lurkerabove
    24. Juli 2013 19:21

    Wie immer bei Themen der Energiezukunft schlägt bei AU der Reflex auf die üblichen Verdächtigen zu (ORF schon wieder als Sprachrohr für die Grünen ... Öko-Projekte sind nur wegen Subventionen überlebensfähig, ... warum muss ich so viele Windräder sehen, wenn ich am Land spazieren gehe ...) und der Blick aufs Wesentliche geht verloren:

    Die Erzeugung von Kohlenwasserstoffen aus Biomasse ist der eigentliche Grund warum man Güssing braucht. Nicht wegen "Energie aus Biomasse" sondern wegen "rasch verfügbarer Energie, um die LKWs für die Versorgung unserer Städte auch bei einem Ölpreis von $200 oder $300 pro Barrel noch betreiben zu können".

    Eine Alternative, die schon genauso erprobt ist, wie Treibstoff aus Biomasse (Kriegszeiten in Europa, Embargo-Zeiten in Südafrika) ist übrigens die Speicherung von Wasserstoff in Metallhydriden. BMW und Daimler haben schon vor 20 Jahren Feldversuche mit TÜV und allem gemacht, aber die flächendeckende Einführung ginge nur mit dezentralen Elektrolyseuren und Verwendung der Prozesswärme für Heizung und Warmwasser. Das würde so große Infrastruktur-Investitionen erfordern, dass sich derzeit kein Politiker und kein Investor drüber traut, und so verstaubt das Konzept halt weiter in Schubladern der deutschen Automobilkonzerne, die derzeit auch auf Elektromobilität setzen.

    Aber wenn die Schiefergas-Euphorie abgeklungen ist (die USA merken gerade, dass da kein großer Zeithorizont zu erwarten ist), und auch der Wunder-Akku nicht kommt (in einer praxistauglichen Form) dann kommt manches hoffentlich wieder aus den Schubladen hervor.

    Forschung in Güssing ist wichtig, denn es muss mehrere Schubladen geben! (

    P.S.:
    Synthetisches Erdgas, aus überschüssigem Strom (Wasserstoff + CO2) ist übrigens eine dritte Alternative, die erst dann interessant wird, wenn die Russen nicht mehr zu den derzeitigen Preisen liefern wollen. Und der Zeitpunkt kommt ganz bestimmt!
    Gut, wenn man dann etwas in der Schublade hat ...

    • terbuan
      24. Juli 2013 19:46

      @lukerabove
      Ich gebe Ihnen großteils recht, aber an diesem Beispiel "Energieautarker Bezirk Güssing" sieht man was dabei herauskommt, wenn hier stümperhaft und unkoordiniert vorgegangen wird bei der Suche nach Entwicklung von alternativen Energiequellen.
      Wenn da nicht alle einem Strang ziehen, von der Regierung, über das Land bis zur EU, dann wird nichts daraus. Ich möchte ja gar nicht wissen, welche Intrigen da im Hintergrund abgelaufen sind, ich kann es nur erahnen!

    • Peter Brauneis
      25. Juli 2013 00:22

      Man kann über verschiedenste Dinge verschiedenster Meinung sein. Die Erkenntnis, daß der ORF durch "Grüne" und sonstige Linksextremisten beherrscht wird, vermögen jedoch nur gefestigte Ideologen als üblichen Reflex abtun.

    • Patriot
      25. Juli 2013 04:17

      Das ist alles Hättiwari-Technik gefördert von Hättiwari-Politikern.

      Wenn das Zeug wirklich wirtschaftlich funktionieren würde, hätte es die Industrie schon lange übernommen! Und Anlaufförderungen braucht's dafür natürlich auch nicht. Das kann die Industrie sehr gut alleine vorfinanzieren, auch über mehrere Jahre. Es hat auch niemand Internetsuchmaschinen, Potenzpillen oder Hollywoodfilme staatlich fördern und vorfinanzieren müssen.

      Und immer diese Verschwörungstheorien, wo die Industrie angeblich geniale Erfindungen aus reiner Profitgier abwürgt.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2013 07:58

      @ terbuan: Das ist genau der Irrtum. Die Energiezukunft wird auf der lokal/regionalen Ebene liegen. Jede Region hat ihre Spezifika, Ressourcen, Vorlieben, Mittelspannungsnetze. Der Zentralismus hat schon genug kaputt gemacht, technisch wie politisch.

    • terbuan
      25. Juli 2013 10:42

      STF
      Ich bin sehr für die Stärkung der Regionen, aber derartige Investitionen kann eine Region alleine nicht schultern!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2013 11:16

      Das ist eine einfache Opportunitätskostenrechnung. Wenn der Preis für fossile Energie nur hoch genug ist, wird man das schultern. Wann das ist, steht auf einem anderen Blatt, aber irgendwann sicher.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2013 11:20

      Kann schon sein, dass das noch sehr lange dauert, und wenn man "wertkonservativ" ist wie Unterberger denkt man offenbar so, dass die künftigen Generation sich schon was überlegen werden, wenn das Zeug mal unbezahlbar ist, wieso sollen wir das machen? Von mir aus, ist ein gangbarer Weg. Man kann aber auch heute schon etwas vorausdenken zu versuchen.

    • lurkerabove
      27. Juli 2013 10:30

      @Patriot
      stellvertretend für alle hier die
      "Und immer diese Verschwörungstheorien, wo die Industrie angeblich geniale Erfindungen aus reiner Profitgier abwürgt"
      für ein nicht mehr zu hinterfragendes Naturgesetz halten:

      Stand der Dinge anno 2000:
      pluslucis.univie.ac.at/PlusLucis/002/H2.pdf

      Das Buch aus dem Springer Verlag aus dem Jahre 1982:
      http://link.springer.com/content/pdf/bfm%3A978-3-7091-8671-8%2F1.pdf

      In den Schubladen liegen Dinge, die sich derzeit nicht rechnen, weil die Rahmenbedingungen Alternativen (derzeit Elektromobilität) als investitionswürdiger erscheinen lassen.
      - Wozu das Schlagwort "Profitgier? Welchen Kampf kämpfen Sie da?
      - Wesentlich ist hingegen, dass sich Rahmenbedingungen ziemlich sicher ändern werden, und nicht zum Besseren. daher sind diese Schubladen Goldes Wert, um unseren Level an Zivilisation einigermaßen aufrechtzuerhalten

  21. RR Prof. Reinhard Horner
    24. Juli 2013 17:44

    reinhard.horner@chello.at

    Dass nachhaltige Anstrengungen für die gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen einer Menschheit der 7 Milliarden plus unabdingbar sind, steht außer Zweifel. Mit den obsoleten Kämpfereien um mehr oder weniger privat oder Staat ist da wenig Zukunftstaugliches zu holen.

    Selbstverständlich (natürlich) muss man aufpassen, bei der unumgänglichen Umweltpolitik möglichst wenig Unsinn zu machen. Holz zu verbrennen ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss.

    • RR Prof. Reinhard Horner
      25. Juli 2013 01:16

      reinhard.horner@chello.at

      Die zur Schau getragene Freude über einen Fall des Scheiterns von "Umweltpolitik" mit der pauschalen Verwendung, um diese madig zu machen, gehört gründlich entsorgt.

  22. Peter R Dietl
    24. Juli 2013 16:16

    Von Güssing ist eh am besten das Mineralwasser, allenfalls mit einem Schluck Wein zum Spritzer aufgenordet. Heutzutage bin ich mir aber nícht sicher, ob nicht auch dieses Naturgeschenk an einen Multikonzern verscherbelt ist, der über x Zwischenbanken von der US-Ostküste (eine treffendere Formulierung erlaube ich mich wegen NSA nicht anzuwenden) ausgebeutet wird.

  23. fokus
    24. Juli 2013 12:47

    Güssing = ein weiterer Flop rot-grüner Vorzeigepolitik mit vielen in den Sand gesetzten Steuergeldmillionen.

    Sogar Arnold Schwarzenegger, den die Linken noch vor nicht allzu langer Zeit zur "persona non grata" erklärten, so daß ein nach ihm benanntes Stadion in der Steiermark umbenannt werden mußte, wurde von diesen Heuchlern herbeigetrommelt, um die sozialistische Propaganda von Güssing als Umweltvorbild zu verbreiten. Einmal am Futtertrog scheint ihnen mit öffentlichen Geldern nichts zu teuer. Das erklärt die Forderungen nach immer mehr und höheren Einnahmen.

    Wie zu vernehmen ist, steht der nächste (parteinahe?) Interessent für die großzügige Subventionspolitik der Genossen bereit, um wieder kräftig abzukassieren und danach das ganze Projekt in die Insolvenz zu schicken. Überall, wo die Politik die Finger im Spiel hat, endet es auf dieselbe Art und Weise.

    So stelle ich mir dringend notwendige, seriöse Forschung zur Verbesserung der Energie- und Umweltsituation wahrlich nicht vor!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2013 08:00

      Möchte ja nichts sagen, aber Güssing ist tief-schwarz.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2013 08:08

      Muss mich korrigieren, Güssing ist seit 2012 rot. Vorher aber tiefschwarz.

  24. dssm
    24. Juli 2013 08:43

    Jede staatliche Intervention scheitert. Egal ob nun alles per Mord und Totschlag verstaatlicht wird, der fulminante Untergang des real existierenden Sozialismus hat dies ja anschaulich bewiesen. Oder mittels Gelddrucken, wie aktuell, eine schleichende Enteignung stattfindet oder mit staatlichem Drangsal, auch diese bürokratische Variante haben wir momentan oder schlussendlich über Förderungen für Dinge welche der freie Markt niemals hervorbringen würde, um den glückbringenden Sozialismus herbeizuführen wird dies auch noch massiv getan.

    Den grünen Jüngern sei eine einfache, zielführende und den Steuerzahler schonende Methode empfohlen! Erlaubt man Reichtum, so wird es gut verdienende Herrschaften geben, welche aus Altruismus, persönlichem Interesse oder Eigenwerbung solche Projekte, a la Güssing, umsetzen. Dies war zu allen Zeiten so!

    Also liebe Grüne, wollt ihr nun Sozialismus oder grüne Ideen umgesetzt sehen? Beides geht nicht, wie die Umweltzerstörung des real existierenden Sozialismus anschaulich bewiesen hat.

  25. Observer
    24. Juli 2013 07:46

    Irrtum Herr Dr. Unterberger. In Güssing handelt es sich vorwiegend um eine Forschungseinrichtung (unter Praxisbedingungen), welche - wie alle Forschungen - nicht nur auf Gewinn ausgerichtet sind. Das Projekt wird sicher - nach einigem Stillstand - weiterbetrieben werden.
    Hier handelt es sich - aus Unterbergers Sicht - um einen willkommenen Anlass, wieder einmal alle alternativen Energiequellen zu polemisieren.

    • Markus Theiner
      24. Juli 2013 09:05

      Nicht einmal ein Andreas Unterberger hat (meines Wissens) jemals behauptet, dass Forschungen an alternativen Energien unsinnig wären, oder Forschungen nicht auch fürs erste unwirtschaftlich sein dürfen.
      Wogegen er polemisiert ist die Politik, die Güssing gerade nicht als Forschungsprojekt, sondern als Musterlösung verkauft hat. "Österreich muss Güssing werden" und so. Da gelten dann eben andere Maßstäbe als für Forschungsprojekte.

    • dssm
      24. Juli 2013 09:35

      @Observer
      Nur um Förderungen zu lukrieren wurde dieses Werk als ‚Forschungsprojekt’ dargestellt.
      Es handelt sich ganz klar um einen Wirtschaftsbetrieb!
      Gäbe es keine Förderungen, gäbe es dieses Projekt nicht.
      Wobei mir unklar ist, was dort überhaupt erforscht werden muss? Aber ich habe genug persönliche Erfahrung mit den Forschungsförderungsstellen um zu wissen wie der Hase läuft …

    • Undine
      24. Juli 2013 09:39

      @Markus Theiner

      "Wogegen er polemisiert ist die Politik, die Güssing gerade nicht als Forschungsprojekt, sondern als Musterlösung verkauft hat"

      Danke für das Zurechtrücken der Tatsachen, in diesem Fall das Aufmerksammachen auf die "Teil-Lügen", die Halbwahrheiten und das "Teil- Verschweigen", wie sie die Medien, allen voran der ORF, mit Verve ständig betreibt.
      Wen wundert es, wenn man letzten Endes gar nichts mehr glaubt, was uns von unseren Medien vorgegaukelt wird.

    • Observer
      24. Juli 2013 11:09

      S.g. Damen und Herren,
      vielleicht war ich bei meinem Beitrag von heute 07:46 h etwas zu emotional, aber es hat sich durch viele Beiträge von AU bestätigt, dass er grundsätzlich immer gegen Solarenergie, Fotovoltaik, Windkraft, Fahrradfahren usw. ist. Natürlich verlangen solche Sachen anfangs kräftige Investitionen, welche z.T. subventioniert werden (müssen).
      In Güssing wurde erstmals ein neuer Typ eines Stromkraftwerkes aufgestellt (Dampfvergasung) und die dabei gewonnenen Ergebnisse sollten für weitere Vorhaben genützt werden. Siehe:
      http://www.eee-info.net/cms/netautor/napro4/appl/na_professional/parse.php?mlay_id=2500&mdoc_id=1000043
      Ich sympathisiere weder mit Rot noch mir Grün, bin aber froh, dass es genug Kräfte gibt, welche übertriebene Wünsche der sog. Liberalen bremsen.

      Mich ärgert viel mehr, dass die weltgrößten Finanzinstitute Goldman Sachs, JPMorgan u.a. nun die Rohstoffmärkte beherrschen und durch fragwürdige Operationen (künstliche Lieferengpässe usw.) Milliarden verdienen. Das Ganze ist aber "legal", dass sogar der CocaCola-Konzern kapituliert und das Rohmateerial für seine Aludosenproduktion überteuert einkaufen muss. Demnächst wird auch Kupfer für diese Finanzhaie interessant. Siehe: http://orf.at/stories/2191972/2191994/

      P.S.: mindestens bis zur NR-Wahl in 10 Wochen müssen Sie mit meinen manchmal kritischen Beiträgen noch rechnen.

    • Undine
      24. Juli 2013 11:46

      @Observer

      "Mich ärgert viel mehr, dass die weltgrößten Finanzinstitute Goldman Sachs, JPMorgan u.a. nun die Rohstoffmärkte beherrschen und durch fragwürdige Operationen (künstliche Lieferengpässe usw.) Milliarden verdienen."

      Vor allem, was in der Klammer steht, nämlich die KÜNSTLICHEN LIEFERENGPÄSSE, sind es, "erzeugt" von den von Ihnen genannten, also von den weltgrößten Finanzinstituten beherrschten Rohstoffmärkten, denen die ganze Welt schutzlos ausgeliefert ist und die so sehr beunruhigen.
      Diese Finanzinstitute sind derart mächtig geworden, daß es nichts mehr gibt, was deren Manipulationen auch nur eindämmen könnte. Die Menschen, die dahinter stehen, sind in höchstem Maße machtgierig und skrupellos und agieren in dem sicheren, verbrieften Bewußtsein, daß sie unantastbar sind.
      Was soll man dazu sagen, wenn der oberste Bankchef, Mr. Blankfein, von sich (einschließlich seiner Kollegenschaft) behauptet "Ich bin bloß ein Banker, der Gottes Arbeit verrichtet." Ist solcher Zynismus noch zu übertreffen?

    • dssm
      24. Juli 2013 14:25

      @Observer
      Ich bin Ihnen nicht böse! Ganz im Gegenteil, man sollte zeigen wo der Schuh zwickt.

      Ich kann Herrn AU aber gut verstehen, all diese Projekte, zumindest diejenigen welche in den Medien auftauchen, sind mit massiven staatlichen Förderungen. Dort wo in der Forschung wirklich etwas passiert, z.B. momentan bei den Kondensatoren, da hört und sieht man nichts, da gibt es auch keine Förderung (wie ich aus eigener Erfahrung weiß).

      Im gegenständlichen „Bio“kraftwerk kann ich keine neuartige Technologie erkennen. Hier wird viel Wind gemacht, ein paar Experten von der Uni dazu und schon fließen die Fördermillionen für eine gar nicht so aufregende Technologie. So kann man sich wunderbar ein Kraft-/Fernheizwerk finanzieren lassen, noch dazu in einem Segment mit extremer Rohstoffverknappung; es wird heute aus der fernen Taiga zugeliefert – sehr ökologisch!

    • Observer
      24. Juli 2013 14:32

      Undine:
      Lloyd Blankfein ist ein sehr unangenehmer Zeitgenosse. Er ist ein Banker der "des Teufels Arbeit" verrichtet. Wer erinnert sich noch, als die AIG-Versicherung auf Betreiben von ihm vom Staat gerettet wurde? Später erfuhr man, dass AIG Milliarden an Schulden bei Goldman Sachs hatte und so das Steuergeld indirekt gleich bei GS gelandet ist. Oder die Immopapiere trotz Uberbewertung weiterhin von GS empfohlen und so den europäischen Banken "angedreht" wurden. Auch bei der langjährigen Verschleierung der griechischen Schulden hatte GS die Hände im Spiel.
      Man sagt den sog. Ostküstenjuden einen großen Einfluß auf die US-Administration nach, tatsächlich sind aber auch die großen Finanzinstitute durch Lobbyisten und eingeschleisste Leute sehr aktiv, wenn es um finanzpolitische Entscheidungen geht. Vor über einem Jahr hatte Greg Smith, ein ehemaliger GS-Mitarbeiter die Aktivitäten des Schurken Blankfein in einem Brief schssrf kritisiert und dabei sogar die Wall Street in einige Aufregung versetzt.

    • Undine
      24. Juli 2013 15:13

      @Observer

      Lieber Observer, die sehr unterschiedlichen Auffassungen bei diesem oder jenem Thema zeigen ja nur auf, daß nahezu nichts "ganz richtig" bzw. "ganz falsch" ist.
      Was uns alle hier so auf die Palme bringt, ist ja nur der Umstand, daß der ORF als Sprachrohr von ROT und GRÜN uns immer weismachen will---notfalls mit dem Holzhammer!--- er alleine sei im Besitz der reinen Wahrheit---und damit so gut fährt.
      Der ORF ist die perfekte Anstalt für Gehirnwäsche; unsere Gehirne werden dank ORF "nicht nur sauber sondern auch rein", wie die Werbung für ein Waschmittel sagt! Was der Unterschied zw. sauber und rein sein soll, weiß ich nicht, aber das eine freut die Roten, das andere die Grünen! ;-)

    • plusminus
      24. Juli 2013 15:50

      @Undine 15:13 Uhr

      ********************!

    • lurkerabove
      24. Juli 2013 19:08

      Nur weil der ORF etwas sagt, muss es noch nicht falsch sein :-)

      Dass ganz Österreich wie Güssing werden soll, ist natürlich Quatsch, aber in ziemlich naher Zukunft werden die Öl- und Gaspreise ein Niveau erreicht haben, das die Wirtschaft abwürgt, und dann werden alle einigermaßen gangbaren Alternativen plötzlich sehr gefragt sein.

      Wenn ich mir ansehe, wofür sonst Forschung betrieben wird (bei den in der Politik so beliebten Sozial- und Geisteswissenschaften) dann ist mir Förderung für Güssing noch allemal lieber.

      Daher alle meine Sterne für Observer, Volpini und die anderen, die fähig sind, über den ideologischen Tellerrand zu schauen.

      ad Alternativen:
      Obwohl derzeit alle auf das Elektroauto mit der Wunder-Batterie hoffen, ist die Energiedichte von Kohlenwasserstoffen damit kaum erreichbar. Die Erzeugung von Kohlenwasserstoffen aus Biomasse ist der eigentliche Grund warum man Güssing braucht. Nicht wegen "Energie aus Biomasse" sondern wegen "rasch verfügbarer Energie, um die LKWs für die Versorgung unserer Städte auch bei einem Ölpreis von $200 oder $300 pro Barrel noch betreiben zu können.

      Eine Alternative, die schon genauso erprobt ist, wie Treibstoff aus Biomasse (Kriegszeiten in Europa, Embargo-Zeiten in Südafrika) ist übrigens die Speicherung von Wasserstoff in Metallhydriden. BMW und Daimler haben schon vor 20 Jahren Feldversuche mit TÜV und allem gemacht, aber die flächendeckende Einführung ginge nur mit dezentralen Elektrolyseuren und Verwendung der Prozesswärme für Heizung und Warmwasser. Das würde so große Infrastruktur-Investitionen erfordern, dass sich derzeit kein Politiker und kein Investor drüber traut, und so verstaubt das Konzept halt weiter in Schubladern der deutschen Automobilkonzerne, die derzeit auch auf Elektromobilität setzen.

      Aber wenn die Schiefergas-Euphorie abgeklungen ist, und auch der Wunder-Akku nicht kommt (in einer praxistauglichen Form) dann kommt manches hoffentlich wieder aus den Schubladen hervor.

      Forschung Güssing ist wichtig, denn es muss mehrere Schubladen geben

    • terbuan
      24. Juli 2013 19:30

      @lukerabove
      Wenn die Forschung in Güssing so wichtig gewesen war und ist, dann hätte man sich auch entsprechende Ausfallshaftungen sichern müssen, anstatt sich großsprecherisch als "Energieautarker Bezirk" hinzustellen und Subventionen auf ewig zu erwarten.
      Schließlich ist man mit dem Bio-Diesel Projekt bereits 2006 auf die Nase gefallen und die völlige Unabhängkeit vom öffentlichen Stromnetz war auch ein Märchen.

    • dssm
      24. Juli 2013 19:42

      @terbuan
      Es freut mich, daß ich nicht als Einziger an die frei Wirtschaft glaube – Danke!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2013 11:18

      Eigentlich gibt es in der Form gar kein öffentliches Stromnetz mehr...

  26. terbuan
    24. Juli 2013 07:45

    Wenn man ein mehr oder weniger ausgereiftes Kraftwerk betreibt und das Geschäftsmodell zum Ziel hat, immer weiter fließenden Subventionen (Forschungsprämien) als fixe Einnahmen zu kalkulieren, dann ist das zwar typisch österreichisch, aber auf Sand gebaut.
    Es sei denn, man hat in Brüssel den richtigen Lobbyisten an der Hand! ;-)

    • GOP
      24. Juli 2013 15:54

      terbuan:
      Und mit wieviel Milliarden werden EU-weit die Atomkraftwerke subventioniert? Laut orf-Online (http://orf.at/stories/2192085/2192084/ ) im Jahre 2011: 35 Milliarden Euros. In andere erneuerbare Energien in gleichen Jahr "nur" 30 Milliarden, weitere 26 Milliarden für Kohle/Gas/Öl und 15 Mrd. in sog. Effizienzmaßnahmen (Gebäudeisolierungen etc.).

  27. Anton Volpini
    24. Juli 2013 05:56

    Henry Ford ist wirtschaftlich mehrmals gescheitert, bevor er mit seinem T Modell "Lizzie" auf den Markt kam, und damit mehrfach Wirtschaftsgeschichte geschrieben hat.
    Er hat damit nicht nur den Amerikanern ein günstiges Auto verschafft, das vor dem VW Käfer das meistverkaufte Auto der Welt war, sondern hat auch für die Fertigung dieses Autos das Fließband erfunden.

    Güssing hat zwar nicht die billigste Energie erfunden, aber hat Alternativen aufgezeigt in einer Zeit, in der abschätzbar geworden ist, daß es mit der fossilen Energie zu Ende gehen wird.
    In Amerika steht man wieder auf, wenn man gescheitert ist, in Europa aber kann man das nicht.
    Denn man wird am Boden liegend, von den Mitmenschen mit Füßen getreten.

    • Markus Theiner
      24. Juli 2013 07:04

      Welche Alternativen denn? Dass man mit Biomasse Energie erzeugen kann wussten wir schon vor Güssing und das wird auch - deutlich erfolgreicher - an mehreren Stellen eingesetzt.
      Das Spezielle am Modell Güssing war die Autarkie. Es war aber seit Jahren jedem denkenden Menschen klar, dass das Modell Güssing für den Rest Österreichs eben keine Alternative ist.
      Erstens weil es nicht annähernd wirtschaftlich war - Güssing hat vom Ökotourismus und Förderungen gelebt und teilweise auch von Synergien mit der Holzwirtschaft, die man aber im großen Rahmen so nicht nutzen kann (weil es dafür zu wenig Holzwirtschaft gibt). Deswegen ist das Kraftwerk ja jetzt auch am Wegfall von Forschungs(!)förderungen gescheitert.
      Zweitens weil Österreich im Durchschnitt eine viel höhere Bevölkerungsdichte und weniger landwirtschaftlich nutzbare Fläche hat (Alpen und so), und man daher die Masse an Biomasse garnicht zusammen bekommt.

      Klar gibt es geniale Ideen die erst beim zweiten oder dritten Anlauf funktioniert haben, aber daraus umgekehrt den Schluss zu ziehen, dass jede Idee drei Chancen verdient - und zwar auf Kosten des Steuerzahlers - ist halt nicht wirklich ein taugliches Argument. Aufstehen kann man trotzdem wieder. Kein Mitmensch in Europa wird sie ja daran hindern eigenes Geld in so ein Projekt zu investieren.

    • Wyatt
      24. Juli 2013 07:33

      @ Markus Theiner
      ***************!
      "Biomasse" - welch putziges Wort für Feuchtholz Verbrennungsanlagen.

    • Das kleine Mäxchen
      24. Juli 2013 08:21

      Henry Ford tat das auf eigenes Risiko!

    • brechstange
      24. Juli 2013 08:48

      das kleine Mäxchen

      Die staatliche Umverteilungspolitik führte dazu, dass nicht mehr genug privates Kapital vorhanden ist, um entsprechend ins Risiko zu gehen, daher lässt man es oder Vater Staat springt ein. Auf diesen anonymen Heini, wo Verantwortung und Haftung weit auseinanderliegt, kann niemand eintreten, wie Herr Volpini dies treffend bezeichnete.

    • Patriot
      25. Juli 2013 04:25

      @Theiner
      ***************

      Und das alles trotz Mineralölsteuer! Die sogenannten "grünen Energien" treten ja gegen einen Gegner mit Eisenkugel am Fuß an. Der Benzinpreis besteht beispielsweise zu 60% aus Steuern! Und trotzdem haben sie keine Chance.

      Was nicht heißen soll, dass die ein oder andere Technik nicht sinnvoll wäre. Aber wenn sie sinnvoll ist, setzt sie sich von alleine durch, ohne linkslinke Politik, die natürlich bei den ganzen Förderungen per verbündeten "Ökounternehmen" gewaltig mitschneidet. Die Firma der grünen Monika Langthaler ist so ein Beispiel.





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