Im Gesundheitsmuseum

Autor: Silvio Pötschner

Eigentum, Notwehrrecht und Täterschutz

Autor: Andreas Tögel

Wöginger-Urteil: Geschenk an faule Politiker

Autor: Willi Sauberer

Elektrostahlerzeugung in Österreich

Autor: Gerhard Kirchner

Benebelte Erben

Autor: Silvio Pötschner

Freiheitsbeschränkung: Ein Anlass findet sich immer

Autor: Andreas Tögel

Kapitalismus: Leistungen, Herausforderungen, Perspektiven

Autor: Martin Rhonheimer

Im Labyrinth der Genderwissenschaften

Autor: Silvio Pötschner

Den ORF kann nur noch eine Neugründung retten

Autor: Christian Klepej

Bürokratie und schlechte Ökonomie

Autor: Andreas Tögel

Alle Gastkommentare

Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (13 Euro pro Monat/130 pro Jahr) ist jederzeit beendbar und endet einfach durch Nichtzahlung. 

weiterlesen

Diese Frau ist der einzige Mann in der Regierung

Claudia Bauer – besser unter Ihrem Mädchennamen Plakolm bekannt – hat sich nun endgültig zum Superstar im bürgerlichen Lager katapultiert. Durch eine einfache, aber konsequente Tat: Sie hat der linken Denunziationsagentur ZARA die Subvention komplett gestrichen. Bauer hat damit gleich dreifach das gemacht, was man von einem Minister der ÖVP eigentlich immer erwartet, was in den vergangenen Jahren jedoch viele, nicht nur weibliche Minister vermissen haben lassen (mit nachträglicher Ergänzung).

In Kurzform:

  • Sie hat wirtschaftspolitische Verantwortung nicht nur gepredigt, sondern auch durch Realisierung der Sparnotwendigkeiten mutig umgesetzt.
  • Sie hat klar bewiesen, dass sie auch in Sachen Wertorientierung im Lager der Österreicher steht.
  • Bauer hat Rückgrat und Handlungsfähigkeit gezeigt.

Nein, bei der nun um die Subvention aus dem Familienministerium (das Teil des Bundeskanzleramtes ist) umgefallenen ZARA handelt es sich nicht um eine spanische Billigmodenmarke, sondern um eine typische linke NGO.

Die 330.000 Euro jährlich, die ZARA nun nicht mehr aus dem Familienministerium bekommt, sind nur ein Teil dessen, was dieser Verein aus dem Steuertopf erhält. Dazu kommen noch Gelder aus anderen Ressorts in ähnlicher Größenordnung und (bisher relativ wenig) von der Gemeinde Wien.

Logischerweise haben sich die Grünen als Erste über die Streichung dieser Subvention empört. Aber unmittelbar dahinter waren es auch die roten Regierungsmitglieder Babler und Holzleitner. Der Vizekanzler und die Wissenschaftsministerin – die bezeichnenderweise gleichzeitig für die problematische Geldversorgung der Universitäten verantwortlich ist – haben beide umgehend versprochen, in ihren Ressorts Geldmittel für ZARA loseisen zu wollen. Ungewöhnlich still ist bisher nur das Wiener Rathaus, das aber normalerweise immer eingesprungen ist, wenn linke NGOs unter Geldmangel leiden.

Die Ankündigungen Bablers und Holzleitners machen die Dinge nun doppelt spannend. Denn es wäre der Gipfelpunkt der Chuzpe, wenn auf der einen Seite der Regierung die Ministerin Bauer unter dem (legitimen) Druck des Finanzministers steht, kräftig sparen zu müssen, und wenn auf der anderen Seite zwei SPÖ-Regierungsmitglieder mit einem Griff in die Kassa Hunderttausende Euro locker machen könnten.

Das zeigt, dass offensichtlich die Sparzwänge nur von den ÖVP-Ministern ernst genommen werden, während die SPÖ-Minister das überhaupt nicht tun. Oder noch schlimmer: dass der SPÖ-Finanzminister Marterbauer den Spardruck regierungsintern völlig unregelmäßig zum Vorteil seiner Partei verteilt hat.

In jedem Fall hat die Affäre alles Zeug zu einer großen Regierungskrise. Denn nichts davon dürfte sich die ÖVP eigentlich gefallen lassen. Freilich: Beim derzeitigen Zustand ihrer Parteizentrale scheint wohl alles möglich ...

Was tut der Verein? In Kurzform: maximal linke Agitation; in Langform Folgendes:

  • Zara fällt regelmäßig nur durch eines wirklich auf: Er veröffentlicht selbstgestrickte obskure Denunziations-Statistiken, die beweisen sollen, dass die Österreicher furchtbare Rassisten und Ausländerfeinde sind. Hingegen wird nie thematisiert, dass umgekehrt bestimmte Ausländergruppen noch viel eindeutiger Österreicher-Feinde sind. Was sich etwa am zunehmenden Terror islamischer Schüler in Schulklassen gegen ihre österreichischen Mitschüler zeigt. Was sich an Hand der Statistiken der Gewaltverbrechen in Österreich besonders klar beweisen lässt, bei der bestimmte Nationen vor allem aus Nordafrika und dem islamischen Raum massiv überrepräsentiert sind.
  • Der Verein hat sich daneben unter dem Titel "gegen Hass im Netz" in Sachen Zensur stark gemacht. Er reitet damit auf der Political-Correctness-Welle der Linken, welche etwa die Verwendung der Worte "Zigeuner" oder "Neger" zum obersten Kapitalverbrechen gemacht hat (weshalb immer mehr feige Autoren diese Worte durch skurrile Formulierungen wie "N-Wort" zu umschreiben begonnen haben …).
  • Er verwendet das Geld nach seinen Angaben etwa für eine "Beratungsstelle" bei rassistischen Übergriffen (viel deutet da darauf hin, dass dabei nur an Übergriffe von Österreichern gegen Ausländer gedacht wird, nicht aber an Übergriffe in umgekehrter Richtung, die sich als erschreckende Häufung von Gewaltdelikten durch Migranten zeigen).
  • Ein weiterer Teil des Steuergeldes wird für "psychosoziale Prozessbegleitung" ausgegeben – was mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr oft schlicht dazu dient, illegale Migranten bei Verfahren zu unterstüzen, damit sie zu Asyl oder Bleiberecht kommen.
  • Überdies und noch schlimmer: ZARA ist EU-rechtlich auch als "Trusted Flagger" zertifiziert. Sie ist damit offiziell zur Denunziation von Internet-Beiträgen legitimiert. Ihre Anzeigen an die linken Staatsagenturen RTR beziehungsweise KommAustria führen zur schnellen Entfernung von Internet-Eintragungen aus dem Internet.
  • Schließlich betreibt ZARA auch noch "Sensibilisierungsarbeit". Darunter darf man sich wohl schlicht woke und "postkoloniale" Propaganda in sozialistischen Schulen vorstellen (das sind jene mit der Schwulen-Fahne …).

 Bauer/Plakolm hat sich jedenfalls als tolles Mitglied der Regierungsmannschaft entpuppt. Die Oberösterreicherin, die von linken Medien gerne als liebes Jungmädel im Dirndl verspottet worden ist, hat sich am Wiener Parkett mutig durchgesetzt und kann sich auch politisch gut präsentieren. Sie zeigt dabei mehr Profil als viele andere. Sie hat bei ihrer Hochzeit in guter österreichischer Tradition den Familiennamen ihres Mannes angenommen (obwohl dieser Name mnemotechnisch nicht so praktisch wie "Plakolm" ist). Sie ist ein sympathisches wie tüchtiges Gegenmodell zu den linken Bindestrich-Frauen geworden, die nicht zu wissen scheinen, ob sie Fisch oder Fleisch sind.

Die offenen Fragen

Viele andere müssen sich hingegen nach einem Jahr Regierung Stocker peinlichen Fragen stellen:

  • Wo sind bei den übrigen ÖVP-Ministern ihre liberalkonservative Identität, ihr Mut und ihre  Entscheidungsfreude geblieben?
  • Ist den früheren Familienministerinnen (Raab, Aschbacher, Bogner-Strauß) nie aufgefallen, was für einen Verein sie da subventionieren?
  • Sollte die junge Frau aus dem Mühlviertel wirklich der einzige Mann in der ganzen Mannschaft sein?
  • Und die SPÖ muss sich fragen lassen: Wann fängt endlich auch sie mit dem viel beschworenen Sparen an?

Ständig noch mehr Steuern oder Schulden zu verlangen, kann es doch nicht gewesen sein …

Nachträgliche Ergänzung: Die Neos-Chefin Meinl-Reisinger bedauert die Subventionsstreichung, behauptet allen Ernstes, ZARA leiste "wertvolle Arbeit" und rückt damit ihre Partei eindeutig einen großen Schritt nach links (was besonders auffällt, da gerade die deutsche Schwesterpartei FDP einen Schritt nach rechts macht).

Kommentieren (leider nur für Abonnenten)
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print




© 2026 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung