Von Wölfen, Bären und Muslimen: Wie linker Realitätsverlust Europa zerstört

Autor: Werner Reichel

Freund und Helfer – oder Staatsbüttel?

Autor: Silvio Pötschner

Die Angst vor der Genschere – oder: Der Mensch fürchtet, was er längst tut

Autor: Silvio Pötschner

Vorsicht! Thukydides-Falle

Autor: Leo Dorner

Die Verteidiger unserer Demokratie werden zu ihrer größten Bedrohung

Autor: Christian Klepej

„Die ich rief, die Geister, werd` ich nun nicht los!“

Autor: Franz Luger

Wirtschafskompetenz und Nullsummendenken

Autor: Andreas Tögel

Die beliebige Geschichte

Autor: Johannes Schönner

Die stille Jihad der Muslimbruderschaft

Autor: Heiko Heinisch, Nina H. Scholz und Gustav Gustenau

Warum wir den ORF völlig neu überdenken müssen

Autor: Daniel Witzeling

Alle Gastkommentare

Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (13 Euro pro Monat/130 pro Jahr) ist jederzeit beendbar und endet einfach durch Nichtzahlung. 

weiterlesen

Der Denkfehler

Wie von einer Pandemie befallen schienen zuletzt Österreichs Medien und Parteien. So rapid hat sich ein grundsätzlicher Denkfehler verbreitet. Sie haben in einem Schwachsinnswettbewerb den Eindruck erweckt, man könne die Bürger schadlos halten, wenn für ein hier nicht vorhandenes (oder aus Populismus nicht abgebautes) Produkt an ausländische Verkäufer deutlich mehr gezahlt werden muss.

Das gilt für Kaffee genauso wie für Bananen oder Kakao (die alle vom globalen Erntewetter abhängig sind) wie für seltene Erdmetalle (deren Abbau und Raffinierung China preistreibend monopolisiert hat) wie für Öl und Gas (die durch die Kriege knapp geworden sind).

Wenn globale Preise steigen, gibt es bei jedem Produkt nur vier Möglichkeiten:

  1. Man verzichtet weitgehend darauf – was bei Kaffee, Bananen oder Kakao schmerzlich, aber wenigstens gesundheitsförderlich wäre.
  2. Man findet einen Ersatz für die teurer gewordenen Dinge – was bei seltenen Erden durch Forschung zum Teil gelingen könnte.
  3. Man lässt eine Steigerung der Preise zu, wodurch die ausländischen Verkäufer mehr verdienen – was vermutlich zu einem Steigen der Produktion und sicher zu einem Rückgang des Verbrauchs im Inland führt.
  4. Oder man nimmt den einen Österreichern durch Steuern oder Schuldenvermehrung Geld ab, um für die anderen die Dinge billiger zu machen.

Ein Fünftes gibt es nicht.

Bei Benzin und Diesel hat die Regierung – im Kampf gegen das von ihr neuerdings zum Staatsfeind erhobenen "Durchrauschenlassen" der Preise – im Gegensatz zu sonstigen Verteuerungen den vierten Weg gewählt.

  • Dieser ist der dümmste.
  • Er widerspricht den sonst so laut verkündeten ökologischen Zielen.
  • Er führt zu einer weiteren Staatsverschuldung.
  • Er bedeutet einen wohl verfassungswidrigen Eingriff in die Marktwirtschaft, weil erstmals "Margen" bestraft werden.
  • Er subventioniert vor allem ausländische Frächter, die auf der Reise von Italien nach Deutschland und von Ost- nach Westeuropa in Österreich subventionierten Diesel tanken.
  • Und die Wähler werden dennoch wenig jubeln, weil sie ja noch immer den Rest der Erhöhung zahlen müssen.

Ja, die Regierung bremst auch ein wenig das Entstehen einer Inflationsspirale, weil im Preis jedes Produkts ja auch der für Diesel steckt. Zu diesem Zweck wäre aber das viel schlauer und billiger gewesen, was einige kluge Köpfe geraten haben: Dass man statt des Diesels die heimischen Frächter subventioniert, welche die Produkte in die Supermärkte bringen. Wenn man schon so viel Angst vor dem "Durchrauschenlassen" hat.

Ich schreibe in jeder Nummer von Österreichs einziger Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung "Börsen-Kurier" die Kolumne "Unterbergers Wochenschau".

Kommentieren (leider nur für Abonnenten)
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print




© 2026 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung