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Die Christen als Hauptverlierer drucken

Es herrscht ein merkwürdiges Schweigen der Medien über Missstände in den Immigrantenlagern. Offenbar darf nicht zugegeben werden, was sich jeder vernünftige Mensch ohnedies denken kann.

Die Logik, dass Menschen, die großräumig nicht friedlich zusammenleben konnten, engräumig zusammengepfercht plötzlich friedlich miteinander umgehen könnten, ist nicht nachvollziehbar. Und hier sind die Christen die Hauptverlierer.

80 Prozent aller aus religiösen Gründen Verfolgten sind zwar Christen, aber unter den Immigranten sind sie eine Minderheit. Und zwar eine Minderheit, die sich schlecht verteidigen kann. Erstens aus religiösen Gründen, denn Christen sind weniger gewaltbereit. Zweitens weil unter den Christen mehr Familien sind, die also auf Frauen und Kinder Rücksicht nehmen müssen, während die islamischen Immigranten zu mehr als zwei Drittel junge Männer sind.

Es sind auch nicht die Medien, sondern Ärzte, die fallweise mit Verletzungen zu tun haben und die Ansprechpartner von misshandelten Immigranten werden. Zur Bestätigung greife ich zwei Beispiele von vielen heraus:

Die Zeitschrift von CSI (Christian Solidarity International, https://csi.or.at/) bringt in ihrer Juni-Ausgabe Berichte von vier syrischen Flüchtlingen. Diese sind zwar anonymisiert, aber die Namen der Flüchtlinge und des Übersetzers aus dem Arabischen sind der Redaktion bekannt. Diese Ausgabe kann jederzeit angefordert und überprüft werden.

Jedoch: Die ORF-Radiojournalistin, die offiziell das Interview mit diesen Menschen führte, hat es bis heute nicht veröffentlicht! Sie hat auch keine diesbezüglichen Fragen beantwortet. Die Informationen wurden dankenswerter Weise von Frau Mag. Pia de Simony, der Pressesprecherin von CSI, in der genannten Nummer der Zeitschrift zusammengefasst.

Der zweite Fall wurde mir von einer befreundeten Ärztin, Univ.Prof. Dr Daniela Zaknun, weitergeleitet: ein christliches iranisches Ehepaar mit einer einjährigen Tochter wurde in einem Lager in Niederösterreich schwer bedroht, das Kind auch körperlich misshandelt (Name des Lagers und der Familie sind mir bekannt). Mithilfe des Flüchtlingskoordinators der Erzdiözese Wien, Dr. Rainald Tippow, und anderer Helfer aus dem kirchlichen Bereich konnte die Familie aus dem Lager befreit und besser untergebracht werden.

Weitere Fälle wurden bereits an mich herangetragen.

Nun ist es sicher wichtig, ad hoc zu helfen, wo man kann – aber es ist auch kritisch zu hinterfragen, wieso es zu solchen Fehlentwicklungen gekommen ist und wie man sie auf Dauer verhindern könnte.

Die Koexistenz verschiedenster Weltanschauungen in Europa ist zugleich eine Bereicherung und eine Herausforderung. Die Novellierung des Islamgesetzes wollte die Voraussetzungen für eine solche friedliche Koexistenz schaffen:

  • Alle Glaubensverkündiger müssen den österreichischen Gesetzen  und der Verfassung entsprechen;
  • Alle Glaubensgrundlagen und Unterrichtsbehelfe müssen in unserer Landessprache vorgelegt werden;
  • Es soll keine Finanzierung aus dem Ausland geben; das ist für andere Religionsgemeinschaften schon seit 1874 (!) der Ausnahmefall, für den Islam aber der Regelfall – und damit die ausländische Einflussnahme.

Was wurde tatsächlich erreicht?

Das Gesetz scheitert am Zweisektorenmodell:

  • einerseits die IGGiÖ als offizielle Vertretung des Islam (wer hat sie gewählt und eingesetzt?) hat keinen realen Religionsbetrieb, nimmt aber alle Privilegien einer anerkannten Religionsgesellschaft in Anspruch;
  • andererseits ein unüberblickbarer Sektor von Moschee-Vereinen (über 450), die dem Islamgesetz nicht unterstehen – was der frühere Chef der IGGiÖ Fuat Sanac in Vorträgen auch locker zugegeben hat.

Der erste und wichtigste Schritt wäre also, das Islamgesetz sanktionsfähig zu machen; dazu gehört wohl, dass eine wirklich repräsentative Vertretung der Moslems in Österreich gewählt wird. Die IGGiÖ vertritt quantitativ maximal vier Prozent. Sie hat überdies einen radikal-islamischen Background (Moslembrüder), sie wird aber von Regierung und Bischofskonferenz als „der“ Verhandlungspartner angesehen.

Der Großteil der nicht-radikalen Moslems ist eine schweigende Mehrheit und ist kaum organisiert. Auch hier ist Schweigen nicht Gold.

Der bekannte Islamwissenschaftler Ednan Aslan sprach in einem Vortrag  am 17.9.16 einige beherzigenswerte Sätze: „Gegenüber den Migranten keine Schwäche zeigen – sonst verlieren sie die Achtung - , Orientierung bieten – nur klare Grenzen verschaffen Respekt… Radikaler Islam ist selbstzerstörerisch. Er braucht daher eine ethische Revolution, um überlebensfähig und europakompatibel zu werden.“

Ein „Islam europäischer Prägung“ setzt ein neues Islamverständnis voraus, an dem auch wir mitarbeiten müssten.

Mag. theol und Dr. phil Elisabeth Deifel ist als Schwester Katharina bei den Dominikanerinnen eingetreten. Sie ist verwitwete Ehefrau und Mutter und hat das Lehramt für Latein und Griechisch. Sie war Professorin an der Pädagogischen Hochschule und ist heute in der Erwachsenenbildung tätig.

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Ungarn errichtet neues Staatssekretariat für verfolgte Christen drucken

Das vielgescholtene Ungarn setzt einen konsequenten Schritt, um die vielen verfolgten Christen im Nahen Osten zu unterstützen. Unter anderem werden verfolgten Christen und Angehörigen anderer Minderheiten in Gefahr schon bisher öfters Visa ausgestellt. Außerdem will man Hilfe vor Ort schaffen.

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Spanien: Die manipulierte Geschichtsschreibung drucken

Am Karmelitermarkt in 2. Wiener Gemeindebezirk gibt es ein Gedenkrelief für einen gewissen Alfred Ochshorn und einige kleinere Tafeln (im Format der sogenannten „Stolpersteine“) für andere Leute, die in Spanien „gegen den Faschismus kämpften“. Da sich der Beginn des Spanischen Bürgerkriegs, der 17. Juli 1936, bald zum achtzigsten Mal jährt, sei hier auf dessen heute im Bewußtsein der Öffentlichkeit so gut wie nicht präsenten Hauptaspekt verwiesen: die Aggression von Kommunisten und Anarchisten gegen Kirche und Katholiken und die Ermordung von etwa 7.000 katholischen Priester und Ordensleuten, darunter dreizehn Bischöfe. Diese Aggression begann lange vor 1936 und war der Anlaß zur Erhebung der Generäle.

Am 17. Juli 1936 erhoben sich nach längerem Zögern Generäle der spanischen Armee gegen die „Volksfront“-Regierung. Dieser war die Kontrolle über das Land längst entglitten. Spanien war nach der erzwungenen Abdankung von König Alfons XIII. im April 1931 und der Ausrufung der Republik instabil geworden. In wenigen Jahren gab es mehrere Regierungswechsel, zuletzt im Februar 1936 mit dem Wahlsieg der von linken und liberalen Kräften dominierten „Volksfront“. Der Vorwurf von Wahlmanipulationen stand dabei im Raum.

Straßenschlachten und politische Morde waren an der Tagesordnung. Die Sowjetunion, die das Zarenreich in präzedenzlosen Terror gestürzt hatte, nahm Spanien als Revolutionsgebiet ins Visier. Man konnte sich ohne bewußte Überanstrengung der Phantasie vorstellen, wohin die Unterstützung Stalins für die spanischen Kommunisten führen mußte.

Die Feindseligkeiten hatten, wie gesagt, einen kulturkämpferischen, ja ausgesprochen religiösen Hintergrund. Sie waren gegen die Katholische Kirche gerichtet. Revolutionäre Kreise bezeichneten die Kirche als „rückständig“ und bezichtigten sie der „Unterdrückung“ der Menschen.

Mit welchem Recht? Und was heißt genau „Unterdrückung“, wenn Volk und Hierarchie denselben Glauben haben? Dieser Glaube machte Spanien zu dem, was es war.

Terror gegen die Katholiken und die Katholische Kirche – in Spanien nichts Neues

Es war erst die Zeit von etwa zwei Menschenleben vergangen, seit Spanien sich erfolgreich gegen den Terror Napoleons gewehrt hatte. Auch dieser hatte eine ausdrücklich antichristliche Stoßrichtung.

Er richtete sich in jakobinischer Tradition gegen das Heilige und versuchte es aus den Herzen und Köpfen der Spanier zu reißen. Die Spanier wehrten sich in Kleinkriegstaktik („Guerilla“) und rächten die Morde an den Priestern und die Schändung ihrer Kirchen, Klöster und Friedhöfe auf fürchterliche Weise an napoleonischen Revolutionssoldaten.

Was also am Anfang des 19. Jahrhunderts geschehen war, wiederholte sich etwa hundertdreißig Jahre später. Den Älteren mussten die Erzählungen ihrer Großeltern noch in den Ohren hallen, als sie in der neuen Republik, der zweiten in Spanien, die Klöster und Kirchen brennen sahen.

Immerhin waren damals schon katholische Priester und Nonnen ermordet und Dutzende Kirchen abgebrannt worden. Dieser Terror breitete sich nach dem 17. Juli explosionsartig aus.

Was veranlasst Menschen dazu, Priester und Ordensleute zu ermorden, lebendig zu begraben, zu verbrennen oder zu kreuzigen? Was ist das Motiv, Ordensfrauen zu vergewaltigen, sie öffentlich zu demütigen und dann umzubringen? Ganz offensichtlich nicht das Bestreben, legitime soziale Anliegen zu verwirklichen. Im Gegenteil ist es ein ideologisch verbrämter satanischer Hass, wie er knappe zwei Jahrzehnte zuvor in Rußland ausgebrochen war. Auch dort ging es nicht um berechtigte soziale Forderungen.

Beim Kommunismus handelt sich um eine irrationale und lügenhafte Ideologie, deren Hauptfeind nach einem Ausspruch Lenins Gott selbst ist. Und genau diese Sowjetunion unterstützte die spanische „Volksfront“-Regierung, unter ihnen die Sozialisten, deren Führer Francisco Largo Caballero als „spanischer Lenin“ bekannt wurde.

Terror in der Republik und die Drohung des Sowjetterrors

Es ist bekannt, daß der spätere Held der Gegenrevolution und Sieger des Bürgerkriegs, General Francisco Franco, mit der Erhebung lange zögerte. Die misstrauische Regierung hatte ihn, den siegreichen Offizier und jüngsten General Spaniens, zur Sicherheit in der Peripherie stationiert, nämlich auf den Kanarischen Inseln. Auch andere Generäle waren von der Volksfrontregierung nicht wohlgelitten und wurden weit weg von Madrid eingesetzt.

Chaos und Aufruhr, Revolution und Gegenrevolution lagen in der Luft. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, waren zwei Morde. Diese waren für die Situation der Zeit sinnbildlich:

Die Ermordung des Leutnants José Castillo, Polizeileutnant der linksgerichteten republikanischen Guardia de Asalto (Bereitschaftspolizei), am 12. Juli 1936 durch Angehörige der Falange, veranlasste eine Razzia gegen rechtsgerichtete Aktivisten. In der Nacht des 13. Juli wurde der ehemalige Minister und rechte Oppositionsführer José Calvo Sotelo von der Bereitschaftspolizei verhaftet. Er wurde in deren Gewahrsam erschossen und vor einen Friedhof geworfen. Ob das ein Rachakt für den Mord an Castillo war oder eine schon länger geplante Aktion, ist ungeklärt und in diesem Zusammenhang unerheblich. Die Stimmung in der Bevölkerung war jedenfalls für den Militärputsch günstig geworden. Das Ziel war, die unfähige Republik mit ihrem Chaos abzulösen – die weiteren Fragen nach der zu etablierenden Staatsform würden dann später geklärt werden.

Die Erhebung der Armee stieß im Volk sowohl auf Unterstützung als auch auf Widerstand. In Barcelona ereignete sich die paradoxe Zusammenarbeit der dort maßgeblichen katalanischen Anarchisten mit der offiziellen Regierung, die „law and order“ wiederherzustellen bemüht war.

Wir wissen, wie der Bürgerkrieg weiterging und wie er – nach einigem Hin und Her – von Franco 1939 siegreich beendet wurde. Wir wissen auch, dass General Franco heute generell eine schlechte Presse hat. Er wird von einer historiographischen Einheitsmeinung ohne weitere Qualifikation papageienhaft als „Faschist“ bezeichnet.

 „Faschismus“?

Ist es nicht bemerkenswert, dass der sogenannte „Faschismus“ erst Jahre nach dem sogenannten „Antifaschismus“ auftaucht – wenn wir die heute gängige Terminologie verwenden? Denn 1917 hat der „antifaschistische“ Kommunismus das Zarenreich im Blut versinken lassen – und nicht etwa ein „faschistisches“ Regime. Die Revolution wurde auch sofort exportiert und zeigte in der Bayrischen und in der Ungarischen Räterepublik ihre Fratze. Dort gab es 1918 und 1919 aber keine „Faschisten“.  

Das ist zwar alles nichts Neues, aber erstens ist es so gut wie nicht im kollektiven Bewusstsein, schon gar nicht der Schüler und Jugendlichen, die bekanntlich mit Ideologien aller Art traktiert werden, und zweitens ist die Absurdität der heute gängigen Nomenklatur offenbar noch niemandem aufgefallen. Erst kommt die Revolution, nämlich der „Antifaschismus“, dann kommt der „Faschismus“ als Gegenreaktion. Sehr merkwürdig. Offensichtlich ist die Erkenntnis, dass die Verbrechen, die im Namen dieser der kommunistischen, „antifaschistischen“ Ideologie verübt worden sind, schon ab den 10er Jahren des 20. Jahrhunderts so monströs waren, dass eine Gegenbewegung förmlich erzwungen wurde, heutzutage völlig verschüttet.

Was aber ist dann der „Faschismus“? Das nur eine Anregung für weiteres Nachdenken. Für unseren Zusammenhang ist Folgendes maßgeblich:

In Spanien war es eine traditionelle, katholische Ordnung, die von der Revolution bekämpft wurde. Von einem totalitären System, das Volksfront, Republik und Anarchisten bekämpft hätten, kann nicht die Rede sein. Heute wird aber nicht gerne differenziert. In der „offiziellen“ Geschichtsschreibung waren alle „Faschisten“, die nicht liberal, anarchistisch oder marxistisch waren: von Adolf Hitler über Benito Mussolini zu Engelbert Dollfuß und Antonio de Oliveira Salazar und eben Franco. Durch die Überdehnung des Ausdrucks „Faschist“ verliert dieser aber jede Bedeutung. Er ist ein reines Schlagwort geworden – genauso wie sein (wirkliches oder angebliches) Gegenteil, der berühmte „Antifaschismus“.

Eine äußere Zuschreibung von „Faschismus“ an die Falange wird zwar ebenfalls oft vorgenommen und zweifellos bestehen Ähnlichkeiten mit dem italienischen System jener Zeit. Andererseits ist auch das falangistische System mit seinem starken gewerkschaftlichen Element nicht so einfach festzumachen, zumal dessen spanische Vertreter auf dessen Unabhängigkeit und Unvergleichlichkeit mit ähnlichen Systemen bestanden.

Verstrickung in komplizierte, aber nicht zu ändernden Umstände

General Franco handelte richtig und ehrenhaft, als er mit seinen Kameraden das Chaos und den Terror beenden wollte. Er wusste genau, dass die Republik dem Kommunismus nicht widerstehen würde. Man gab sich keiner Illusion hin, was das bedeuten würde. Der Völkermord an den Ukrainern durch die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft mit seinen Millionen Todesopfern („Holodomor“) lag damals nur gut drei Jahre zurück.

Dass Franco sich von Adolf Hitler und Benito Mussolini unterstützen ließ, weil ihm (zunächst) sonst niemand half, zeigt nur, dass die Westmächte mit der Restauration eines katholischen Spanien nicht sympathisierten. (Wie vor kurzem berichtet wurde, ließ sich Großbritannien die Neutralität Francos im Krieg auch einiges kosten.)

Man muß sich vor Augen führen: Der Westen pilgerte noch nach Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs nach Berlin, um Hitler aus Anlass der Olympischen Spiele seine Reverenz zu erweisen. Das war übrigens zwei Jahre nach dem Mord an Bundeskanzler Engelbert Dollfuß durch aus Deutschland gesteuerte Nationalsozialisten! Alle waren dort, auch die französischen Athleten, die mit erhobenem Arm grüßten. Freilich waren auch die Österreicher dort – Bundeskanzler Schuschnigg konnte sich in völliger internationaler Isolation keine weitere Provokation Hitlers leisten. Dem Westen lag also offenbar nichts an einem konservativen Spanien und einem konservativen Österreich.

Ganz abgesehen davon, dass der wackere Westen im Münchner Abkommen Hitler die Abtrennung der deutschsprachigen Grenzgebiete der Tschechoslowakei zugestand.

Der Westen hat also auch 1938 noch mit Hitler verhandelt, Spanien hin, Spanien her.

Franco brauchte Hilfe gegen die kommunistischen Mordbrenner. Er hatte keine Wahl. Franco wusste auch, dass Hitler nicht uneigennützig handelte, sondern selbst aus Spanien Profit ziehen wollte. Allerdings gelang es Hitler nicht, Franco in den Krieg hineinzuziehen.

General Franco war am Beginn der Erhebung ein militärischer Pragmatiker. Über seine weltanschaulichen Präferenzen zu jener Zeit ist so gut wie nichts bekannt, außer dass er zunächst zwar loyal zur Republik war, aber im Herzen Monarchist blieb. Er wusste, dass er so unterschiedliche Gruppen wie die CEDA von José Mará Gil-Robles, die traditionalistischen Katholiken der Karlisten, die Alfonsisten und die Falangisten mit ihren sehr verschiedenen Vorstellungen unter ein einziges Kommando bringen musste. Das ist ihm auch gelungen.

… mit tragischen Implikationen

Es erscheint tragisch, dass Franco die islamischen Marokkaner einsetzen musste. Deren Greueltaten sind bekannt. Es wurde auch gespottet, dass Francos „Kreuzzug“ mit maurischer Unterstützung geführt wurde.

Es ist tragisch, dass das baskische Volk mit seiner starken Anhänglichkeit an die Katholische Kirche und der baskische Klerus mit der Republik gemeinsame Sache machten, um Autonomie oder Eigenstaatlichkeit zu erlangen. Damit geriet das Baskenland ins Visier der Militärs.

Das Muster der Bruchlinien war sehr kompliziert und kann hier nicht adäquat dargestellt werden.

Francos Verdienste – und die problematischen Seiten

Franco rettete Spanien vor Stalin. Er stellte die Ordnung wieder her und schützte die Katholiken vor dem Terror von Kommunisten und Anarchisten. Er hielt Spanien aus dem Weltkrieg und rettete es vor Hitler. Er rettete geschätzte 60.000 sephardische Juden aus Griechenland durch die Ausstellung von Pässen. Er stabilisierte Spanien nach dem Krieg bis zu seinem Tod im Jahr 1975.

Der Preis war allerdings hoch und klarerweise müssen auch die unerfreulichen Entscheidungen benannt werden: Franco unterzeichnete Todesurteile und konnte (oder wollte oder beides) Racheakte seiner Verbündeten an den Besiegten nicht verhindern. Wie weit er hätte anders handeln können, ist hier schwer zu beurteilen. Angesichts der Brutalität und Grausamkeit, die die späteren Verlierer zuvor gegenüber Gefangenen, Zivilisten und Priestern und Ordensleuten gezeigt hatten, sind die Reaktionen der Sieger nachvollziehbar, aber im Fall von Racheaktionen nicht gutzuheißen.

Leider gelang ihm als postumes Vermächtnis nicht, wofür die Erhebung der Militärs ursprünglich gedacht war: Die Verteidigung von Glauben und Kirche und ein Spanien unter Gott. Denn im Taumel einer „neuen Zeit“ hat die kirchliche Hierarchie in den 1960ern selbst einen Irrweg eingeschlagen. Papst Pius XI. hatte das Unternehmen Francos gesegnet. Sein Nachfolger Pius XII. gratulierte Franco zum Sieg seines „Kreuzzuges“. Natürlich, denn es ging um Glauben, Kirche, Freiheit der Religionsausübung, Schutz der Gläubigen vor dem Terror der Linken!

Aber mit dem Pontifikat von Johannes XXIII. und vor allem von Paul VI. war die kirchliche Hierarchie mehr auf den irrealen weltlichen Optimismus einer „Neuen Zeit“ und auf die Verständigung mit der Sowjetunion bedacht („Ostpolitik“) als auf den Schutz der katholischen Zivilisation.

Alte Gespenster wieder aktiv

Die Folgen zeigten sich bald:

Einundvierzig Jahre nach dem Tod Francos wird man auch die Einsetzung der Bourbonen als unglückliche Eingebung betrachten müssen. Der große spanische Staatsmann Juan Donoso Cortés (1809 – 1853) hatte es schon Mitte des 19. Jahrhunderts vorhergesehen, dass eine liberale Regierung zwangsläufig dem Totalitarismus den Boden bereitet. Auch Papst Leo XIII. hat das gesehen (Enzyklika Libertas praestantissimum von 1888).

Leider hat die spanische Operettenmonarchie das Land nach 1975 doch noch in marxistische und kulturkämpferische Umstände geführt, wie besonders am Beispiel von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero (2004 – 2011) sichtbar wurde.

Wie Medienberichten zu entnehmen ist, ist der antichristliche Terror in Spanien derzeit wieder im Kommen. So wurde vor kurzem die Kapelle an der Autonomen Universität Madrid verwüstet und mit linken Parolen pro Abtreibung beschmiert. Die linke Politikerin Rita Maestre, Sprecherin der Madrider Stadtregierung, stürmte 2011 im Femen-Stil einen Gottesdienst an der Madrider Complutense-Universität. Bekannt sind auch die Beschimpfungen und Anklagen gegen glaubenstreue Bischöfe (wobei die jüngste Attacke gegen Kardinal Antonio Cañizares Llovera von Valencia vom Gericht abgewiesen wurde – immerhin). Trotz des überraschenden Wahlsieges von Mariano Rajoy bei den vorzeitigen Neuwahlen im Juni und des unter den Erwartungen zurückgebliebenen Ergebnisses der extremen Linken ist die Stimmung aggressiv.

Die Dämonen der 30er Jahre sind wieder aktiv.

Resümee

Von daher wird man resümieren können, dass diejenigen, die die Tafeln am Karmelitermarkt anbringen ließen, einen kritischen Blick auf die Geschichte der betreffenden Personen werfen sollten. Was haben diese Leute in Spanien genau gemacht? Haben sie Gefangene, Zivilisten und Ordensleute ermordet?

Wir wissen es nicht. Aber ausschließen kann man es erst recht nicht. Daher wären erklärende Zusatztafeln durchaus angebracht. Oder die Entfernung der bestehenden. 

Angesichts des (nach den Worten des israelischen Staatspräsidenten Chaim Herzog im Jahr 1986) überproportional starken jüdischen Elements in den Internationalen Brigaden sollten deren Nachfahren die Ehrenhaftigkeit haben, Schuld und Mitschuld an Greueltaten einzubekennen. „Schalom Libertad!“ ist, um auf ein einschlägiges Werk anzuspielen, ein irreführender Slogan: Welche „Freiheit“ ist hier gemeint?

Es ist auch lächerlich und heuchlerisch, wenn die „offizielle“ Geschichtspolitik Österreich zum Mittäter des NS-Regimes erklärt – ein Österreich, das damals bekanntlich nicht existierte und von der „internationalen Gemeinschaft“ auch nicht unterstützt worden war – und gleichzeitig dem roten Terror in Spanien Denkmäler setzt.

Und überdies: Was hat Österreichs Schutzbundführer Julius Deutsch in Spanien gemacht? Und Ungarns Béla Kun? Gäbe es nicht auch hier Aufarbeitungsbedarf?

Achtzig Jahre nach Beginn des Spanischen Bürgerkriegs wäre ein guter Zeitpunkt für eine wahrheitsgemäße Darstellung der Geschichte – und für eine Abkehr von kommunistischen Wahnideen aller Art.

MMag. Wolfram Schrems, katholischer Theologe, Philosoph, Katechist

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Kapitalismus und katholisch Soziallehre: eine Hassliebe drucken

Der Philosoph, Hochschullehrer und Priester Martin Rhonheimer verfügt innerhalb der katholischen Kirche, wie sie sich heute präsentiert, über ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal: Es ist weder ein Feind der Marktwirtschaft noch ein Kapitalismuskritiker. Er steht fest auf dem Boden der „Österreichischen Schule der Nationalökonomie“ und weiß, im Gegensatz zu den meisten Amtsträgern seiner Kirche, dass Armutsbekämpfung nicht durch „gerechte“ Verteilung, sondern durch effiziente Produktion gelingt.

Der Kirchenmann machte bei einer Diskussion im „Club Unabhängiger Liberaler“ klar: Er misst dem Begriff Kapitalismus höhere Aussagekraft bei als dem Begriff Marktwirtschaft. Begründung: Im Wort Kapitalismus kommt die Transformation von Reichtum in (produktives) Kapital zum Ausdruck. Die rhetorische Frage, ob der Kapitalismus „sozial“ sei, beantwortet er mit einem klaren „Ja!“ Der Kapitalist nutzt seinen Reichtum ja nicht zur Befriedigung seiner Konsumwünsche, sondern investiert sein Vermögen dergestalt, dass (auch) andere daraus Nutzen ziehen. Zuallererst diejenigen, denen der Kapitalist eine Anstellung und ein fixes Einkommen bietet – lange bevor er selbst Profit aus seiner Investition zu ziehen vermag (falls überhaupt).

Der von Papst Franziskus in seinem apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ (2013) erhobenen Behauptung „Diese Wirtschaft tötet“ (gemeint ist die Marktwirtschaft) tritt Rhonheimer vehement entgegen. Er merkt – auch und besonders im Zusammenhang mit Franziskus Schrift „Laudato si´“ (in dem es um Fragen des Klima- und Umweltschutzes geht) – an, dass der Papst möglicherweise besser daran täte, sich in Fragen, in denen er über keine profunden Sachkenntnisse verfügt, nicht allzu weit zu exponieren.

Rhonheimer sieht den Kapitalismus als ein „System des Gebens“ (nämlich Arbeit und Wohlstand für die Unselbständigen) im schroffen Gegensatz zum Sozialismus als „System des Nehmens“. Als entscheidender Akteur des Kapitalismus fungiert der Unternehmer, der als „schöpferischer Zerstörer“ (Joseph Schumpeter) sowie Entdecker (F. A. Hayek) fungiert und durch seinen auf eigenes Risiko erfolgenden Kapitaleinsatz Innovation, Skaleneffekte und damit kostengünstige Massenproduktion (Ludwig Mises) ermöglicht.

Die moralische Bewertung der Intention des Unternehmers ist letztlich irrelevant. Sie tritt jedenfalls gegenüber der Bedeutung der Ergebnisse seiner Aktivitäten klar in den Hintergrund. Was zählt, ist allemal das Erreichte.

Die katholische Soziallehre weist im Hinblick auf die Bewertung der Unternehmerfunktion einen blinden Fleck auf – übrigens ebenso wie die neoklassische Wirtschaftstheorie.

Was nicht oft genug wiederholt werden kann: „Kapitalistisch“ eingesetztes Vermögen schafft breiten Wohlstand – im Gegensatz zu hohen Steuern und „sozialer“ Umverteilung. Es ist ein Missverständnis, dem Unternehmer seine Daseinsberechtigung nur als Schaffer von Arbeitsplätzen zuzugestehen. Primäre Funktion des Unternehmers ist es nämlich, die Produktion voranzutreiben und Konsumentenwünsche bestmöglich zu befriedigen. Mittel dazu bilden sein Kapital und die Beschäftigung von Arbeitskräften. Das unternehmerische Streben nach Gewinn bildet folglich die Grundlage für den Nutzen der Allgemeinheit. Wer den Unternehmer daran hindert, Gewinne zu erzielen, schadet damit zuallererst den Arbeitnehmern.

Es ist wichtig, das von Karl Marx in die Welt gesetzte Missverständnis zu entlarven, dass der Kapitalismus zur Verelendung eines großen Teils der Menschen führt. Bittere Armut ist vielmehr der Urzustand, in dem sich die Menschheit von jeher befand. Der konnte erst durch die mit dem Kapitalismus möglich gewordene industrielle Revolution überwunden werden.

Seit dem Triumph des Kapitalismus gehören Hungersnöte der Vergangenheit an. Nur dort, wo er seine Wirkung nie entfalten konnte – etwa wegen fehlender Rechtssicherheit und mangelndem Schutz privaten Eigentums – verhungern noch heute die Menschen.

Das Erfolgsrezept des Kapitalismus erblickt Rhonheimer in der Transformation von unproduktivem Reichtum in Kapital und in den dadurch möglich werdenden Innovationsleistungen und Produktivitätssteigerungen.

Er zitiert aus den drei Sozialenzykliken Rerum Novarum (Leo XIII., 1891), Quadragesimo anno (Pius XI., 1931) und Centesimus Annus (Johannes Paul II., 1991), um die (einst) selbstverständliche Ablehnung des Sozialismus durch die römische Kirche und deren Verteidigung von Markt und Privateigentum zu unterstreichen.

Es ist entscheidend, die Bedeutung der Produktion zur Armutsbekämpfung zu verstehen. Armut kann durch Almosen zwar kurzfristig gelindert, nicht aber nachhaltig aus der Welt geschafft werden.

Den auch in Kirchenkreisen gerne erhobenen Einwand, dass ererbter Reichtum ein anstrengungsfreies Leben als Rentier ermögliche, lässt Rhonheimer nicht gelten. Reichtum fällt ja nicht vom Himmel, sondern muss zuerst einmal aufgebaut werden. Die Bewahrung oder Mehrung ererbten Reichtums ist aber nur durch dessen produktiven Einsatz möglich. Der reiche Erbe, der sein Vermögen ausschließlich zum Zweck des persönlichen Konsums einsetzt, wird es über kurz oder lang aufbrauchen und verlieren. Wer es indessen in seinem Unternehmen belässt, stiftet damit auch dann Gemeinnutzen, wenn er sich selbst nicht an der Unternehmensführung beteiligt, sondern auf fremde Verwalter vertraut.

Viele rezente Wirtschaftswissenschaftler, Philosophen und Kirchenfunktionäre sind besessen vom Wunsch nach der Herstellung materieller Gleichheit. Großer Reichtum stellt aber ebenso wenig ein Problem dar, wie große Ungleichheit. Im Kapitalismus basiert der Reichtum des einen ja eben nicht auf der Armut des anderen. Die relevanten Unterschiede zwischen Armen und Reichen sind heute aber wesentlich geringer als zur Zeit des Feudalismus. Der Reiche unserer Tage mag zwar über Yachten, Luxusautos und mehrere Häuser verfügen, die sich Arme niemals leisten könnten. Doch die entscheidenden, das Leben angenehm gestaltenden Errungenschaften, wie mit fließendem Wasser und WC ausgestattete Wohnungen, Waschmaschinen, Geschirrspüler, gute Ernährung und medizinische Versorgung genießen heute auch die unbedeutendsten Mitglieder der Gesellschaft.

Das einzige verbleibende Problem, sind daher weder großer Reichtum noch große Ungleichheit, sondern lediglich die Armut – und der ist nur durch produktiven Kapitaleinsatz der Garaus zu machen.

Somit besteht der von Karl Marx behauptete, strukturelle Gegensatz zwischen Arbeit und Kapital in Wahrheit gar nicht. Im Gegenteil! Wie der französische Ökonom Frédéric Bastiat bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bemerkte, profitieren einfache Arbeiter am allermeisten vom Kapital. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts steigen – erstmals seit Menschengedenken – die Reallöhne der einfachen Arbeiter. Die Kapitalakkumulation macht´s möglich!

Die „nichtantagonistische Natur des Kapitalismus“ gründet auf der organisatorischen und intellektuellen Leistung des Unternehmers, der die Schaffung eines „Mehrwerts“ ermöglicht. Mit seinen bloßen Händen allein könnte ein Arbeiter nämlich niemals zu Wohlstand gelangen.

Der Kapitalismus und die katholische Soziallehre bilden daher – nach Rhonheimers fester Überzeugung – keinen Gegensatz.

Zur Person des Vortragenden: Der gebürtige Schweizer Martin Rhonheimer hat an der Universität Zürich Geschichte, Philosophie und politische Wissenschaften studiert. Er ist Professor an der Pontificia Università della Santa Croce in Rom und Gründer der in Wien von ihm gegründeten Denkfabrik „Austrian Institute of Economics and Social Philosophy“ (https://www.facebook.com/austrian.institute).

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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Politjustiz in Österreich drucken

Durch ein von mir autorisiertes Flugblatt wurde im Jahr 2012 ein Beitrag dazu geleistet, dass bei einer Volksabstimmung in Gföhl, Niederösterreich, die Errichtung eines buddhistischen Missionszentrums (samt Stupa) abgelehnt worden ist.

Am 4. April 2013 hat die Staatsanwaltschaft gegen mich beim Landesgericht Krems einen Strafantrag wegen Verhetzung eingebracht (Strafdrohung bis zwei Jahre Gefängnis) und mir Folgendes zum Vorwurf gemacht: Im besagten Flugblatt werde der Buddhismus als menschenverachtende Ideologie bezeichnet, es gäbe sexualmagische Praktiken zur Erleuchtung, der Buddhismus sei kriegerisch und die Weltherrschaft anstrebend und werde in die Nähe von Pädophilie und Nationalsozialismus gerückt. Bereits im ersten Beweisantrag habe ich dazu inhaltlich Stellung genommen und Belegstellen zitiert, mit anderen Worten den Wahrheitsbeweis geführt.

Es lässt sich unzweifelhaft nachweisen, dass es sexualmagische Praktiken als „Weg der Erleuchtung“ gibt, die unseren Vorstellungen von einem menschenwürdigen Umgang mit dem weiblichen Geschlecht krass widersprechen. Frauen werden (als Weisheitsgefährtinnen oder Mudras) zur Auslösung und Aneignung sexueller Energien benötigt. Die Mudra muss jung und schön sein. Ein Weisheitslehrer des 8. Jahrhunderts unterscheidet fünf verschiedene Mudras je nach Alter: 8-, 12-, 16-, 20- und 25jährige. Die jüngsten Mädchen, die im Kalachakra-Tantra gebraucht werden, sind 11 Jahre alt. Nach dem Sexualakt verfällt die Mudra der Geringschätzung.

Das „Gesetz der Umkehr“ besagt, dass das Böse nur durch das Böse überwunden werden kann, weshalb offen zu allen möglichen Verbrechen aufgefordert wird. Das vom Dalai Lama zelebrierte „Kalachakra- Tantra für den Weltfrieden“ (Graz 2002) prophezeit einen blutigen Religionskrieg zwischen Buddhisten und Nicht-Buddhisten um die Weltherrschaft und strebt das mythische „Reich Shambala“ an, für das sich auch die Nazis interessiert haben beziehungsweise deren heutige Epigonen noch immer interessieren. Hier gibt es einen Bezug zu Helena Blavatsky, der Begründerin der „Wurzelrassenlehre“, die mit gutem Grund als ideologische Grundlage der Judenvernichtung im Dritten Reich gesehen werden kann.

Für die Neuauflage des Blavatsky-Buches „Die Stimme der Stille“ hat der Dalai Lama ein Vorwort geschrieben. Als der Dalai Lama einmal gefragt wurde, ob das Reich Shambala zu symbolisch zu verstehen sei, hat er das ausdrücklich verneint. Diese kurze Zusammenfassung soll verdeutlichen, dass ohne inhaltliche Überprüfung des inkriminierten Flugblattes ein ordnungsgemäßes Verfahren gar nicht möglich war.

Peter Scholl-Latour schreibt in seinem Buch „Kampf dem Terror – Kampf dem Islam?“ über Tibet in der Zeit vor der chinesischen Besetzung (S. 475f): „Eine ´Insel der Seligen´ ist diese isolierte Hochgebirgslandschaft nie gewesen. Der Lamaismus war dort in tantristischer Magie, in einer Horrorwelt von Teufeln und Dämonen erstarrt. Die Masse der Bevölkerung lebte als Untertanen der Feudalherren, wenn nicht als Sklaven. Im Potala-Palast spielten sich mörderische Intrigen ab. […] Die lamaistische Theokratie war ein Hort des Obskurantismus und einer religiös verbrämten Tyrannei.“

Dazu einige Rechtshinweise, die keinen Zweifel daran lassen, dass das gegen mich geführte Strafverfahren mit Rechtsstaatlichkeit und Objektivität nicht zu tun hat:

  1. Das Grundrecht der freien Meinungsäußerung ist zwar nur innerhalb der gesetzlichen Schranken gewährleistet, doch darf ein solches gesetzliche Schranken verkörperndes Gesetz keinen Inhalt haben, der den Wesensinhalt des Grundrechtes unzulässig einschränkt. (Ständige Judikatur des Verfassungsgerichtshofes, vgl etwa VfSlg 6166/1970, VfSlg 13122/1992.) Zufolge der Judikatur des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte gilt das in Artikel 10 Absatz 1 MRK statuierte Grundrecht auf freie Meinungsäußerung auch für Aussagen, die als verletzend, schockierend oder irritierend empfunden werden, weil dies der Pluralismus und die Toleranz verlangen, ohne die keine demokratische Gesellschaft existieren kann (Vgl MR 1986, H 4, 11; MR 1991, 171, mit weiteren Nachweisen). Diesem Grundrecht wird daher ein sehr hoher Stellenwert zuerkannt.
  2. Zur Ausübung der christlichen Religion gehört eindeutig der Auftrag zur Mission, also die eigenen Glaubensinhalte darzustellen und andere Menschen dafür zu gewinnen. (Demselben Zweck sollte ja übrigens auch das buddhistische Missionszentrum in Gföhl dienen). Weil es eine Tatsache ist, dass Glaubensrichtungen zueinander in Konkurrenz stehen (zur Zeit wird keine andere Glaubensgemeinschaft so angefeindet wie die katholische Kirche) und weil es eine Tatsache ist, dass fast alle Glaubensgemeinschaften missionieren, muss es auch rechtmäßig sein, über die Glaubensinhalte einer konkurrierenden Glaubensgemeinschaft zu informieren. Und deshalb wurde ich auch in meinem Grundrecht auf Religionsfreiheit verletzt.
  3. Das Grundrecht der Informationsfreiheit (Artikel 11 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union) wird dort definiert als die Freiheit, Informationen und Ideen ohne behördliche Eingriffe zu empfangen und weiterzugeben. Dieses Grundrecht verliert jede Sinnhaftigkeit, wenn wahrheitsgemäße Informationen und wortgetreue Zitate aus Publikationen und anderen Medien unter Strafsanktion gestellt werden.
  4. Was die Freiheit der Wissenschaft betrifft, ist davon auszugehen, dass dieses Grundrecht nicht nur „Wissenschaftlern“ zukommt, sondern ein Individualrecht jedes interessierten Staatsbürgers ist. Konkret geht es um zeitgeschichtliche Forschung und die Veröffentlichung von deren Ergebnissen. Wenn letzteres unter Strafsanktion gestellt wird, dann wird auch das Grundrecht auf Freiheit der Wissenschaft seines Sinnes entleert.

Wer sich umfassend über die Sache informieren will, den verweise ich auf www.provita.at („Ohne Meinungsfreiheit kein Rechtsstaat“). Dort wird das gesamte Strafverfahren dokumentiert und die Glaubenslehre des tibetischen Buddhismus ausführlich dargestellt.

Mit Urteil des Landesgerichtes Krems vom 13. November 2013 wurde ich wegen Verhetzung schuldig gesprochen. Am 28. Mai 2015 hat das Oberlandesgericht Wien daraus einen Schuldspruch wegen Herabwürdigung religiöser Lehren gemacht. Im Zuge meines Antrages an den Obersten Gerichtshof auf Erneuerung des Strafverfahrens gemäß § 363a StPO hat die Generalprokuratur eine Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes eingebracht, der der Oberste Gerichtshof Folge gegeben und das Urteil des Oberlandesgerichtes vom 28. Mai 2015 aufgehoben hat. Grund für die Aufhebung war kurz gesagt die Verletzung des Parteiengehörs.

Nun hat am 15. Juni 2016 vor dem Oberlandesgericht Wien unter dem Vorsitz des Richters Dr. Werner Röggla neuerlich eine Berufungsverhandlung stattgefunden, und wie am 28. Mai 2015 wurde ich wegen Herabwürdigung religiöser Lehren schuldig gesprochen und zu einer teilbedingten Geldstrafe von 2.700 Euro verurteilt. Der vom Anfang an bestehende Verdacht, dass an mir aus rein politischen Gründen ein Exempel statuiert werden sollte, bestätigte sich auch an diesem Tag. An sich wäre das Gericht von sich aus verpflichtet gewesen, den Inhalt der inkriminierten Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, tatsächlich wurde aber der auf Bestellung eines Sachverständigen gerichtete Beweisantrag mit einer mehr als fadenscheinigen Begründung abgelehnt.

Im Urteil vom 13. November 2013 hat es noch ausdrücklich geheißen, der Wahrheitsbeweis sei nicht zulässig, wie selbstverständlich wurde aber davon ausgegangen, dass der Inhalt des Flugblattes sachlich unrichtig ist. Im Urteil vom 28. Mai 2015 wird ausgeführt, das Flugblatt enthalte „Wertungsexzesse ohne hinreichendes Tatsachensubstrat“. Es wurde aber geflissentlich unterlassen, dieses Tatsachensubstrat zu überprüfen. Die skurrile Begründung des Urteiles vom 15. Juni 2016, die wohl in der schriftlichen Ausfertigung so ähnlich ausfallen wird, lautet nun folgendermaßen:

Der Buddhismus sei in Österreich eine anerkannte Religion und der Dalai Lama als Person Gegenstand religiöser Verehrung. Deshalb sei jede Art von Kritik unzulässig. Das widerspricht nicht nur diametral der bisher herrschenden Rechtsprechung zur Religionsfreiheit, es ist auch ein Schlag gegen das Recht der freien Meinungsäußerung. Bei der staatlichen Anerkennung – so Richter Röggla weiter – sei doch der Inhalt der Glaubenslehre geprüft worden und deshalb müsse alles in Ordnung sein. (Wer denkt hier nicht an das Gedicht von Christian Morgenstern betreffend den Verkehrsunfall Palmströms, der nach Prüfung der Gesetzeslage zum Ergebnis kommt, es könne gar keinen Unfall gegeben haben, „weil nicht sein kann, was nicht sein darf“.) Folgt man dem Richter Röggla, dann ist es auch nicht erlaubt, das Anerkennungsverfahren zu kritisieren und das Staatsbürgerrecht in Anspruch zu nehmen, die Änderung eines Gesetzes zu verlangen.

Röggla meinte weiter, die Herabwürdigung ergäbe sich aus der „Gesamtbetrachtung“ des Flugblattes, die „Dichte der Vorwürfe“ sei als herabwürdigend und „kränkend“ zu qualifizieren. Wäre der Richter der Angeklagte, dann würde man derartiges als „Schutzbehauptung“ abqualifizieren. Denn auch die „Gesamtbetrachtung“ und die „Dichte der Vorwürfe“ lässt nur dann das Adjektiv „herabwürdigend“ zu, wenn man sich zuerst damit beschäftigt, ob die erhobenen Vorwürfe richtig sind oder nicht.

Ich will dem Richter Röggla nicht unterstellen, dass er mich auch noch verhöhnen wollte. Aber seine Aussage, es möge sein, dass auch Christen manchmal herabgewürdigt würden, doch deren ungerechte Behandlung in der Vergangenheit rechtfertige nicht die Herabsetzung einer religiösen Lehre, kann bei der notorischen Missachtung der Hetze und jeder Art von Verhöhnung der christlichen und insbesondere der katholischen Religion durch Staatsanwaltschaften und Gerichte durchaus als Hohn verstanden werden.

Liegt hier eine Einzelfallentscheidung vor?

Am 18. Juni 2016 hat in Wien der „Marsch für die Familie“ stattgefunden. Es gibt Beweise dafür, dass von Gegendemonstranten die folgenden Aussagen getätigt worden sind:

  • „Gay-Sex prevents abortion – suck cocks for Jesus“
  • „Masturbation statt Kommunion“
  • „… und erlöse uns von den Fundis“ (Verhöhnung des Vater-Unser-Gebetes).

Im Gegensatz zur Urteilsbegründung von Richter Röggla, wonach nicht einmal eine sachliche Auseinandersetzung mit dem tibetischen Buddhismus zulässig ist, dienen diese Aussagen zweifellos und ausschließlich nur der Herabwürdigung des christlichen Glaubens und sollen insbesondere Katholiken bewusst kränken. Ich werde diesen Vorfall der Staatsanwaltschaft Wien anzeigen, die mit Sicherheit die Einleitung eines Strafverfahrens ablehnen wird.

Justizminister Wolfgang Brandstetter hat in diesen Tagen über Hasstiraden in Internetforen geklagt und will diesen mit einer Verschärfung des Verhetzungsparagraphen begegnen. Das erinnert an die Taktik des Diebes, der schreit: „Haltet den Dieb!“, um die Aufmerksamkeit von sich abzulenken. Es sollen hier nicht die Aufrufe zu Hass und Gewalt verteidigt werden, doch sollten sich die Verantwortlichen zuerst einmal die Frage stellen, warum es immer mehr „Wutbürger“ gibt bzw. was denn immer mehr Mitbürger zur Weißglut bringt, sodass sie sich nicht mehr anders zu helfen wissen.

Mein oben geschilderter Fall ist ein Paradebeispiel, dass alle rechtlichen und sachlichen Argumente einfach ignoriert werden. Und das trifft nicht nur mich. Von Kollegen erfahre ich, dass gerichtliche Entscheidungen zunehmend sachlich und rechtlich nicht mehr nachvollziehbar sind und daher bei den Betroffenen Frustration und Hassgefühle auslösen. Richter, die ihr Amt unabhängig von politischen Interessen und nur dem Recht verpflichtet ausüben, werden zur Ausnahme.

Immer mehr Mitbürger durchschauen das üble Spiel, welches Machthaber und Medien mit ihnen treiben. Da wird die Steuerschraube immer weiter gedreht und – als ein Beispiel unter vielen – dem Ärger mit der Registrierkassenpflicht damit begegnet, dass man sie „entschärft“. Da werden Maßnahmen der und Diskussionsbeiträge zur Migrationspolitik hochgejubelt, die in Wahrheit Augenauswischerei sind.

Die australische Vorgehensweise wäre gewiss zur Nachahmung zu empfehlen, was die EU-Granden aber mit Sicherheit nicht tun werden. Also blieben nur Maßnahmen wie eine rigide Grenzsicherung oder die Einstellung jeder Barzahlung an „Flüchtlinge“ als wirksame Möglichkeiten. Die bloße Kürzung der Mindestsicherung wird die illegale Einwanderung nicht stoppen. Dazu kommen die unglaublichen Summen, die für die zum Scheitern verurteilte Integration ausgegeben werden. Und es wird so getan, als ob die Lösung des Problems darin liege, die Einwanderer nun nicht mehr unregistriert, sondern registriert ins Land zu lassen.

Die Menschen haben den wohlbegründeten Eindruck, dass die Gesetze nur mehr für die einheimische Bevölkerung gelten. Was ich nur andeutungsweise aufzähle, bewegt unsere Mitbürger zutiefst, und sie fühlen sich mit Recht von Politik, Medien und den meisten Kirchenvertretern missverstanden und geradezu verhöhnt. Unsere verblendeten „Eliten“ aber suchen das Heil darin, die Meinungsfreiheit noch mehr zu unterdrücken.

Mein Fall ist beispielhaft dafür, dass die Justiz ihre Aufgabe darin sieht, die Politik der „Political correctness“ zu stützen. Und wie wir aus einer Äußerung des Vizepräsidenten der EU-Kommission Frans Timmermans wissen, sollen die „monokulturellen“ Völker Europas durch junge muslimische Männer angereichert werden, damit sie letztlich verschwinden. Eine Maßnahme dieser europafeindlichen Politik ist mit Sicherheit, jede Kritik am Islam und die wahrheitsgemäße Darstellung dieser anerkannten Glaubenslehre zu verhindern.

Deshalb halte ich die Idee einer Zuhörerin bei der Verhandlung am 15. Juni 2016 für interessant, die meinte, hätte man mich freigesprochen, dann wäre dies ein Grundsatzurteil gewesen, welches die bisher verbotene Kritik am Islam möglich gemacht hätte. So etwas dürfen die inneren Feinde Europas nicht zulassen. Ein Richter, der seine Unabhängigkeit nützen und sich nur an Verfassung und Gesetz orientieren wollte, hätte bei den gegebenen Machtverhältnissen wohl keine Chance auf eine weitere Karriere.

Nichtsdestotrotz werde ich weiterhin für die Meinungsfreiheit und die anderen hier betroffenen Grundrechte kämpfen und die gegebenen rechtlichen Möglichkeiten voll ausschöpfen. 

Dr. Alfons Adam war Rechtsanwalt und widmet sich derzeit der Arbeit im Verein „PRO VITA – Bewegung für Menschenrecht auf Leben“.

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Marsch für die Familie 2016 - Bericht eines Mitveranstalters drucken

Im Vorfeld des heurigen Marsches für die Familie wurde ich gefragt, ob dieser tatsächlich zur selben Zeit wie die „Regenbogenparade“ und in unmittelbarer Nähe zu ihr stattfinden müsse und ob man das nicht woanders machen könne. Die Antwort ist Nein. Man muss (wenn irgendwie möglich) die Wahrheit dort bezeugen, wo die Lüge zelebriert wird. – Und das wurde gemacht.

Der von Rechtsanwalt Dr. Alfons Adam (Pro Vita – Verein für Menschenrecht auf Leben) ins Leben gerufene und heuer bereits zum fünften Mal durchgeführte Marsch für die Familie, ein Widerspruch gegen die „Regenbogenparade“, war mit etwa 200 Teilnehmern nur halb so gut besucht wie der Marsch im Vorjahr.

Ein Grund für die Halbierung war wohl der Marsch für Jesus beziehungsweise dessen Abschlußfest am Heldenplatz, das ungefähr um dieselbe Zeit wie der Marsch für die Familie begann. Einige Teilnehmer des Marsches für Jesus stießen zwar aufgrund der gemeinsamen Anliegen zu unserer Veranstaltung. Aber natürlich hatte die viel größere Veranstaltung mit 15.000 bis 18.000 Teilnehmern potentielle Mitstreiter abgezogen.

Ein anderer Grund für die verringerte Teilnehmerzahl ist sicher das verschärfte Klima der Einschüchterung gegen nicht-linke Manifestationen: Immerhin wird der Steinwurf auf die Teilnehmer der Demonstration der „Identitären“ eine Woche zuvor von der Polizei als Mordversuch gewertet. Lügenhafte Medienprodukte hatten den Marsch in Zusammenhang mit Faschismus und Antisemitismus gebracht – warum auch immer.

Wie aus Gesprächen hervorging, hatten potentielle Teilnehmer daher vor allem um ihre Kinder Angst. Daher waren ausgerechnet bei einem „Marsch für die Familie“ leider auch wenige Familien und wenige Kinder zu sehen.

Schließlich ist es ein Erfahrungswert, dass sich bedauerlich viele Zeitgenossen der aktuellen Problematiken nicht bewusst sind. Es ist tragisch, dass so viele Eltern keine adäquaten Vorstellungen vom laufenden Kampf um ihre Kinder haben. Von den kirchlichen Amtsträgern hört man auch kein Wort.

Allerdings wurde dieses Jahr mit der professionellen Bühne ein höherer Grad an Wirksamkeit erreicht. Die Tontechnik trug die Botschaft weit über den Albertinaplatz. Wie man Medienberichten entnehmen kann, wurde der Marsch durchaus registriert und dessen Anliegen im großen und ganzen richtig wiedergegeben.

In Anbetracht der Umstände muß man die Veranstaltung daher als Erfolg bezeichnen. Es handelte sich zwar um keinen gesellschaftspolitischen Durchbruch und keine Massenmobilisation, aber wiederum wurde hörbar gegen Zwangssexualisierung an den Schulen, staatlich verordnete Genderideologie, Familienzerstörung und den Mord an ungeborenen Kindern aufgetreten. Wiederum hatte eine kleine Gruppe den Mut, öffentlich einer politisch oktroyierten „Regenbogenparade“ mit ihren vielen Teilnehmern und ihrer suggestiven Propaganda zu widersprechen.

Flexibilität im Organisatorischen – Klarheit in der Botschaft

Aufgrund administrativer, polizeilicher und vermutlich politischer, aber hier nicht näher zu analysierender Umstände konnte der ursprüngliche Plan, vom Stephansplatz zur Albertina zu marschieren, nicht umgesetzt werden. Daher entschied man sich für eine Standkundgebung vor dem Brunnen bei der Albertina, der ein kurzer Umzug zum Palais Lobkowicz und über Führichgasse und Tegetthoffstraße zurück zur Bühne mit den Abschlussstatements folgte.

Aus Platzgründen nur summarisch:

Die Hauptredner waren wie im Vorjahr Dr. Ján ?arnogurský, Ministerpräsident der Slowakischen Republik a. D., Chorepiskopos Dr. Emanuel Aydin von der Syrisch-orthodoxen Kirche in Österreich und Dr. Marcus Franz, Facharzt für Innere Medizin und Abgeordneter zum Nationalrat. Neu dazugekommen war der ehemalige Sprecher von PEGIDA Österreich, Georg Immanuel Nagel. Mag. Christian Zeitz vom Wiener Akademikerbund gab als Mitveranstalter ebenfalls eine Stellungnahme und leitete durch das Programm. Graf Peter zu Stolberg-Stolberg verlas die Grußworte von Stadträtin Ursula Stenzel, die sich angesagt hatte, aber aus privaten Gründen doch nicht kommen konnte.

Danach sprach der emeritierte Universitätsdozent für Anatomie Dr. Johann Wilde von der Plattform Ärzte für das Leben. Er erzählte, dass er als Student Augenzeuge der grauenhaften Abtreibung eines ungeborenen Kindes im fünften Monat werden musste. Das Kind wurde per Kaiserschnitt geholt und in einer Nierenschale sterben gelassen. Da in diesem Alter der Stimmapparat ausgebildet ist, wimmerte das Kind, bis es starb. Das motivierte ihn, sich gegen die Abtreibung einzusetzen.

Das ist die Realität der Abtreibung, nicht die abstrakten Phrasen irregeleiteter Ideologen!

Die Veranstaltung schloss mit dem Segen des aus dem Kärntnerischen Moosburg mit einer Gruppe angereisten Pfarrers und Dechanten GR Mag. Josef Scharf.

Widerspruch aus dem Schlund der Hölle: Lügen, Beschimpfungen, Blasphemien

Charakteristisch für unsere Zeit ist die Tatsache, daSs man eine Kundgebung für das Normale, Schöpfungsgemäße und Selbstverständliche nur unter massivem Polizeischutz durchführen kann. Diejenigen, die seit Jahrzehnten die Gesellschaft revolutionieren, haben erreicht, dass sich junge (und nicht mehr so junge) Leute als Gegendemonstranten missbrauchen lassen – und sich dabei zum Narren machen. Das Verhalten dieser Leute wirkt ferngesteuert, programmiert und indoktriniert, manchmal zombiehaft.

Die Menschenwürde wird bekanntlich durch würdeloses Verhalten beschädigt, damit auch die Selbstachtung. Daher sind solcherart beeinflußte Menschen leicht zu steuern.

Andererseits hat man den Eindruck, dass unsere Gegendemonstranten und Störer auch nach etwas suchen. Vielleicht spüren sie – oder doch zumindest einige von ihnen –, dass sie in einer Lüge leben. Der Ausweg aus diesem beklemmenden und deprimierenden Lebensstil wäre die Wahrheit, die sie vielleicht unbewusst wiederum bei unserer Kundgebung zu finden erhofften.

Bizarr ist auch das lügenhafte Schwingen der Nazi-Keule. Auf der Netzseite der „Sozialistischen Linkspartei“, einer fanatischen trotzkistischen Gruppe, äußerte man im Vorfeld die Vermutung, dass wir sicher auch das Denkmal des straßenwaschenden Juden am Albertina-Platz schänden würden:

„Das sind keine harmlosen Spinner, sondern da nehmen auch gewaltbereite Rechtsextreme und Neonazis, Holocaustleugner und Antisemiten teil. Es droht nicht nur eine Schändung des Denkmals, sondern auch Übergriffe auf all jene, die die Rechte von Frauen, LGBTQ-Personen und Nicht-ChristInnen verteidigen.“

Vielleicht liegt hier ein psychiatrisches Problem vor.

Wie auch immer es sich damit verhält – klar ist, woher letztlich der Widerspruch gegen die Schöpfungsordnung und gegen die, die sie verteidigen, kommt, nämlich „aus dem Schlund der Hölle“, wie Christian Zeitz bei seiner Ansprache zutreffend formulierte.

Die ausgespieenen Blasphemien und Verhöhnungen des Heiligen lassen ihren Ursprung ohne weiteres erkennen.

Widerstand leisten, wo es nötig ist

Es war richtig und wichtig, den Widerspruch in der Nähe der Lüge zu artikulieren: Der Feminismus ist eine Lüge. Die Homosexualität ist eine Lüge. Die Genderideologie ist eine Lüge. Nur die Wahrheit macht frei.

Nur die Wahrheit kann auch politische Freiheit garantieren.

Diese zu verteidigen, ist jedes Opfer wert. Am besten wäre es, wenn der Marsch für die Familie nicht mehr nötig wäre.

Die Reden und weitere Filmberichte finden sich auf: https://gloria.tv/Marsch%20f%c3%bcr%20die%20Familie%2c%20Wien

MMag. Wolfram Schrems, katholischer Theologe, Philosoph, Katechist, Mitveranstalter des Marsches für die Familie 2016 www.marschfuerdiefamilie.at

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Terror - im Namen welches Islams? drucken

Unfassbarer Weise war es nun wieder einmal so weit, doch ehrlich betrachtet ist es nur eine Frage der Zeit gewesen. Ein fanatischer Moslem hat sich in Orlando offenbar die Aufforderung der Koransure 9,5 zum konkreten Handlungsleitmotiv gemacht, in der zu lesen ist: „Tötet die Ungläubigen, wo ihr sie findet, fangt sie ein, belagert sie und stellt ihnen aus jedem Hinterhalt nach.“

Nimmt man sich den Propheten Muhamad und das, was er sagte und lebte, ganz strikt zum Vorbild, lässt sich damit auch ein aus humanistischer Sicht absolut inakzeptables Verhalten rechtfertigen – wie man sieht. An den entsprechenden Versen dafür mangelt es nicht und gerade die Auslegungsregel, die bestimmt, späteren Verse den Vorrang vor früheren zu geben, führt dazu, dass erheblich problematische Aussagen als jedenfalls gültig gesehen werden. Doch es stellt sich die Frage, ob und inwieweit die Sprüche Muhamads und seine Taten so überhaupt stattgefunden haben.

Erstaunlich wenig bekannt ist, dass eine Reihe hochrangiger westlicher, insbesondere deutscher und meist jüdischer Forscher (beginnend bereits mit dem 19. Jhdt), allen voran Ignaz Goldziher (1850-1921), größte Bedenken gegen die Übernahme vieler innerislamischer Positionen als wissenschaftlich verbürgt entwickelten. Gerade die Judenverfolgung des Nationalsozialismus führte schließlich zu einer abrupten Zäsur dieser Forschungen, deren Ergebnisse über lange Zeit in der Versenkung verschwanden und erst in den letzten Jahrzehnten von einigen Forschern vermehrt aufgegriffen und vertieft wurden.

Man kann wesentliche Erkenntnisse dieser Forscher kurz so skizzieren:

  1. Wer davon ausgeht, der Koran sei eine völlig neue Offenbarung, die keinerlei Wurzeln in davor bestehenden Überlieferungen habe, übersieht Entscheidendes.
  2. Wer davon ausgeht, die Sira (Lebensgeschichte des Propheten) würde eine historisch auch nur einigermaßen haltbare Vita Muhamads bieten, ist gefordert, sich mit den Quellen neu zu befassen.
  3. Wer davon ausgeht, der Prophet Muhamad habe den Islam gegründet und diesen, so wie er sich heute darstellt, als sein unverfälschtes Erbe hinterlassen, sollte einen neuen Blick in die vorliegenden Forschungsergebnisse tun.

Damit stellt sich die Grundsatzfrage: Wie belegt ist denn all das, was man heute über die Gründung und die Geschichte des Islam zu wissen meint? Wie gesichert ist das, was in den Moscheen oder Schulen darüber gelehrt wird? Wie verbindlich ist der Teil der Lehre, worin Attentäter ihren Auftrag wahrnehmen?

Hier nun einige der (naturgemäß sehr heiß diskutierten, wild umstrittenen, aber dennoch sehr plausiblen) Fragestellungen und Erkenntnisse aus Kreisen historisch-kritischer Islamgelehrter zu drei ganz zentralen Themen, nämlich zum Koran, zum Propheten Muhamad und zur Entstehungsgeschichte des Islam, die geeignet sein könnten, unser Denken über den Islam gründlich infrage zu stellen.

A.   Der Koran

a)    Das Dogma

Ein zentrales islamisches Dogma postuliert, dass der Koran unerschaffen sei, sowie dass der Prophet Muhamad diesen Text direkt von Gott durch den Erzengel Gabriel empfangen und völlig unverändert überliefert habe. Darum sei jedes einzelne Wort unverrückbar, heilig und ewig gültig.

b)   Welcher Koran?

Doch welche der vorliegenden Versionen des Koran ist nun dermaßen heilig und einzigartig? Auch darauf gibt es eine klare Antwort. Der einzig authentische Koran, der jedoch z.B. von den Schiiten nicht anerkannt wird, ist jener in der Fassung des dritten Kalifen Othman, von dem die islamische Tradition annimmt, dass diese schon Mitte des 7. Jahrhunderts entstanden ist. Handschriftenfunde aus ?an?â’ im Jemen zeigen aber, dass der Koran jedenfalls bis mindestens Mitte des 8. Jahrhunderts „im Fluss war“ und es verschiedene Textvarianten gegeben hat, die bis heute trotz aller Vereinheitlichungsversuche überliefert sind. 

Nach islamischer Ansicht ist der Koran in reinstem Arabisch verfasst. Dazu ist zu sagen, dass das Schriftarabische als semitische Sprache eine reine Konsonantenschrift ist, deren Bedeutung sich je nach Vokalisation erheblich ändern konnte, was zwangsläufig zu unterschiedlichen Textvarianten führte. Dennoch, so die islamische Position, sei die Kairoer Fassung von 1924 eine identische Kopie des im Paradies aufbewahrten Originals. Allerdings ist weder der Ur-Koran des Kalifen Othman überliefert, noch liegen irgendwelche außerislamische Hinweise auf die Existenz eines Kalifen Othman überhaupt vor.

Der Koran wollte „die Schriften“, also Thora und Evangelium, erklären (Sure 75:17) und nahm demzufolge auf diese Bezug. Dafür spricht auch, dass das Wort Quran vom aramäischen Qeryan kommt, was so viel wie „Lektionar“, bedeutet. Ausgangsmaterial für weite Teile des frühen Korans wird wohl ein sogenanntes als „Diatessaron“ bezeichnetes Lektionar, also eine damals sehr gebräuchliche Zusammenfassung der vier Evangelien in Kurzform, gewesen sein. 

Vieles deutet darauf hin, dass die frühen Verse des Korans gar nicht in Arabisch, sondern in einem Syro-Aramäisch, also der damals in diesem Raum vorherrschenden Sprache, verfasst wurden. Und dass die sogenannten dunklen Verse des Korans nur deshalb so unverständlich erscheinen, weil man diese Tatsache im Laufe der Geschichte schließlich nicht mehr beachtet hatte. Natürlich ist es höchst brisant, wenn Chr. Luxenberg klarstellt, dass sich solche Übersetzungsfehler auch auf als sehr bedeutsam wahrgenommene Verse, wie z.B. auf die bekannten Paradiesjungfrauen beziehen. Nach Luxenbergs Erkenntnissen spricht der Korantext jedoch gar nicht von Jungfrauen, sondern eindeutig von "weißen, kristallklaren Trauben", von Früchten also, die in den Paradiesvorstellungen des Orients von alters her verankert sind und die im Koran – im Unterschied zu den Jungfrauen – auch an anderen Stellen vorkommen.

B.   Muhamad

Wenn nun die dogmatische Einordnung des Koran bei näherem Hinsehen viele Fragen aufwirft, wie steht es denn um den Propheten selbst?

a)    Das Muhamad-Motiv auf Münzen

Eine außerislamische Quelle für den Hinweis auf den Propheten Muhamad scheinen frühe Münzen aus dem 7. Jahrhundert zu sein. Der Numismatiker Volker Popp hat Münzen aus der Zeit des Omayyadenherrschers ?Abd al-Malik untersucht und festgestellt, dass sich darauf ein christliches Herrscherbildnis befindet. Darunter aber steht erstaunlicher Weise: „m?md“, also: „mu?ammad“. Solche Münzfunde belegen, dass die Mu?amad-Idee deutlich vor der Zeit aufgetaucht ist, die als Lebenszeit des islamischen Propheten angenommen wird und noch dazu fern der arabischen Halbinsel lokalisiert ist. Die christlichen Symbole auf diesen Münzen werden landläufig als besonderer Hinweis auf eine tolerante Haltung der neuen islamischen Herrscher gegenüber den Christen gewertet. Für Popp ergibt sich daraus jedoch etwas anderes, nämlich: Die arabischen Herrscher im 7. Jahrhundert waren noch Christen, denn zu der damaligen Zeit war völlig klar, dass der jeweilige Herrscher seinen Anspruch und seine Positionierung auf seinen Münzen außer Zweifel stellte.

b)   Muhamad: Ein Name oder vielleicht doch ein Partizip?

Wie aber kann man erklären, dass ein christlicher Herrscher seine Münzen mit dem Begriff „mu?ammad“ zieren lässt? Auch darauf findet sich eine erstaunlich plausible Antwort, die naturgemäß zu heftigen und sehr emotionalen Diskussionen Anlass gibt:

Grammatikalisch kann „mu?ammad“ sowohl ein Name sein, oder wie die ältesten Münzfunde dies deutlich machen, ein Partizip, also in der Bedeutung von „gelobt sei“. So könnte und müsste wohl das Inschriftenband im Felsendom von Jerusalem ganz neu gelesen werden. Im Islam wird der Beginn dieses Spruches gelesen als: „Muhammed ist der Knecht Gottes ….“ Nach Luxenberg ist jedoch eine andere Leseart viel wahrscheinlicher, wenn man davon ausgeht, dass „mu?ammad“ zu dieser Zeit als Name gänzlich unbekannt und dass der Erbauer des Felsendoms ?Abd al-Malik kein Muslim, sondern Christ war. Nach Luxenbergs Leseart ergibt sich folgende Übersetzung des Eingangsverses im Felsendom: „mu?ammadun ?abdu ’llâhi wa-rasûluhu“: „Gelobt sei der Knecht Gottes und sein Gesandter“. Wer dieser Knecht Gottes aber sei, war für die Christen der damaligen Zeit völlig klar: Jesus von Nazareth. Er war dieser zu Preisende, der zu Lobende, selbst dann wenn sein Name gar nicht direkt erwähnt wurde. 

Der Begriff „abd Allah“ wiederum bedeutet nichts anderes als „Gottesknecht“, und bezieht sich im Ausdruck ,ebenfalls auf Jesus als den „gepriesenen Gottesknecht“. In der islamischen Lesart bedeutet „muhamad abd Allah“ nichts anderes als „Mohammed ist der Knecht Gottes“. Doch dies wäre genauso fraglich wie den Vers „benedictus qui venit in nomine domini“ („Gepriesen der da kam im Namen des Herren“) zu übersetzen mit „Benedikt, der kam im Namen des Herren.“ 

c)    Die Großtaten Mohammeds im Lichte der außerislamischen Rezeption

Mohamad selbst ist historisch nicht fassbar. Demgegenüber stehen ganze Bibliotheken von religiösen Schriften, die den Propheten und sein Leben ausführlichst darstellen. Die frühesten Erwähnungen eines Muhamad tauchen 150 Jahre nach seinem vermuteten Tod, nach mündlichen Überlieferungen auf, das Gros sogar erst 200 – 300 Jahre danach. Doch mündliche Überlieferungen, ausschließlich aus islamischen Quellen, die erst nach so langer Zeit festgehalten wurden, sind für eine Evidenz zu wenig. Die unüberschaubare Zahl von faktisch nicht zu verifizierenden Hadithen (Sprüchen des Propheten), sowie die darauf fußende Sira (Lebensgeschichte des Propheten), scheiden nach fast einhelliger wissenschaftlicher Meinung als authentische Quellen gänzlich aus.

Aus der in Frage stehenden Zeit sind allerdings zahlreiche archäologische Hinterlassenschaften, wie z.B. Münzen, Inschriften, Bauwerke, Literatur, verbürgt. Doch nirgendwo findet sich auch nur eine Spur der Erwähnung des Propheten Muhamad aus Mekka. Selbst in der gut erhaltenen und ausführlichen Korrespondenz der Klöster und Bistümer dieser Zeit, finden sich keine Hinweise auf eine neue Religion der regierenden Araber, sehr wohl aber werden unterschiedliche, als häretisch beurteilte christliche Strömungen thematisiert. Das umfassende Schweigen sämtlicher außerislamischer Quellen über eine Persönlichkeit und eine Religion, die in wenigen Jahren die gesamte existierende Ordnung des Orients politisch wie religiös über den Haufen geworfen haben soll, ist nicht nachvollziehbar.

C.    Wie und wann entstand der Islam?

Der Islam als Religion entstand nach Meinung wesentlicher Forscher erst mit der Herrschaft der Abbâsiden, also Mitte des 9. Jahrhunderts und damit mehr als 2 Jahrhunderte nach der vermuteten Lebenszeit des Propheten. Der Abbâsidenkalif al-Ma’mûn (813–833) wollte zur Festigung seines arabischen Reiches den „wahren Glauben“ durchsetzen, und griff dabei zu massiven Maßnahmen der Unterdrückung. Was nicht ohne Folgen für die Christen und Juden blieb, die immer stärker verfolgt wurden. Ein treuer Untertan war nur mehr ein Gläubiger, der den Islam als seine Religion bekannte und lebte. Erst damit wurde der Islam zu einer eigenständigen Religion, und nicht mehr lediglich als eine christliche Häresie wahrgenommen.

Mit der Machtübernahme der Abbâsiden kam es zu einer immer schärferen Trennung zwischen Gläubigen und Ungläubigen, die ihren Ausfluss darin findet, dass der Koran den Begriff von „Andersgläubigen“, gegenüber denen es Toleranz geben könnte, gar nicht kennt. Die Ungläubigen wurden als Menschen gesehen, die sich dem umfassenden Machtanspruch der Herrschenden nicht gänzlich unterwerfen wollten, die nicht gewillt waren, die Staatsreligion anzunehmen und die demzufolge bekämpft wurden.

D.   Ergebnis

Man mag Muhamad als eine religiöse Persönlichkeit, etwa einen Prediger in der arabischen Wüste sehen. Nur dürfte dieser wenig mit der derzeit bekannten Vita des Propheten zu tun gehabt haben. Darüber hinaus ist eine einzige Person als exklusiver Verkünder des Korans aufgrund der Faktenlage nicht denkmöglich. Denn zweifellos hatte der Koran eine vielfältige Entwicklungsgeschichte über einen langen Zeitraum hinweg und damit „viele Väter“. Und es darf nicht vergessen werden, dass der Islam, wie wir ihn zu kennen glauben, erst von den Abbâsiden ab der Mitte des 9. Jahrhunderts vorwiegend aus politischen Motiven modelliert und genutzt wurde, um ihre Herrschaft zu festigen. Das legt nahe, den Abbâsiden-Islam als eine stark politische Religion wahrzunehmen. Nur wenn man sich davon bewusst trennt, kann man einen Islam andenken, der seine Rolle in und neben einem säkularen Staat findet.

Die vorliegenden Forschungsergebnisse lassen den Schluss zu, dass der Ursprung des Koran in christlichen liturgischen Texten zu finden ist und damit Quelle von Gemeinsamkeiten zwischen Juden, Christen und Moslems sein könnte. Damit wird aber auch deutlich, dass viele der aus westlicher Sicht sehr problematischen Ansatzpunkte des Islam, deutlich spätere Hinzufügungen sind, mit dem Ziel, damalige Herrschaftsverhältnisse zu untermauern. Und dass sie gerade aus diesem Gesichtspunkt heraus auch relativiert werden müssten. Was im Kern übrig bleibt, hat jedenfalls seine Wurzeln im frühen syrischen Christentum. Diese Erkenntnis könnte eine ganz neue Dimension von Nähe schaffen, durch all die vielen verbleibenden unterschiedlichen Auffassungen hindurch.

Der Weg, hin zu einem gedeihlichen Miteinander der monotheistischen Religionen, könnte also darin bestehen, sich der gemeinsamen Wurzeln zu besinnen und diesen Kern zu betonen – insbesondere auch als einen generellen Interpretationsschlüssel. Ein sich in diese Richtung entwickelnder Euro-Islam als Vorreiter, der dieser Religion die Türe der Aufklärung zumindest ein stückweit eröffnet und vielleicht sogar als Vorbild für andere Regionen der Welt dienen könnte, wäre da mittelfristig vielleicht eine gewisse Hoffnung.

Naturgemäß muss ein solcher Beitrag vieles offen lassen und gibt anderes lediglich sehr verkürzt wieder. Dem interessierten Leser seien deshalb die Materialien ans Herz gelegt, die diesem Artikel wesentlich zugrunde liegen:

Mag. Johannes Leitner ist verheiratet und Vater von sechs Kindern. Er ist Leiter eines genossenschaftlichen Revisionsverbandes, Steuerberater und war langjähriger Leiter einer christlichen Laiengemeinschaft im Raum Wien.

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Kurz, Franziskus und die Bibel drucken

Wenn die Empörung groß ist, fehlen oft die Sachargumente. Wenn dem Außenminister „Zynismus“ und „Menschenverachtung“ vorgeworfen werden, kann man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass er ins Schwarze getroffen hat. So verhielt es sich auch jüngst mit seinem Vorschlag, Zuwanderer auf Inseln zu sammeln und nach Nordafrika zurückzuschicken.

Die Idee ist ja nicht wirklich neu und wird im Südosten Europas bereits praktiziert. Zuwanderer werden auf griechischen Inseln gesammelt und in die Türkei zurückgebracht. Dafür gewinnt man zwar keinen Schönheitspreis – wenn es sich aber um eine Idee von Angela Merkel handelt und Sicherheitspolitik kurzfristig durch ein paar Milliarden Euro substituiert werden kann, treten die Bedenken in den Hintergrund.

Die Kritik, die Brüssel diesbezüglich an Außenminister Kurz geäußert hat, erscheint daher inkonsistent.

Die Kritik, die Flüchtlingshelfende äußern, ist meist einseitig. Sie übersehen die Kapazitätsbeschränkung und reden trotz der Erfahrungen der letzten Monate einer Migration mit überhöhter Geschwindigkeit das Wort. Statt eine faktische Parallelität mit dem Tun der Schlepperbanden herzustellen, sollten sie den Weg der Legalität mitgehen und unterstützen („legale Fluchtwege“).

Die Kritik des Papstes, der Kurz Menschenverachtung vorgeworfen haben soll, spricht weniger gegen den Außenminister als gegen den Vatikan, von dem sich viele einen verstärkten Einsatz für verfolgte Christen erwarten würden. Entsprechende medienwirksame Heimholflüge sind bisher nicht wirklich aufgefallen.

Bei aller nach außen getragenen Barmherzigkeit würde auch in der ewigen Stadt ein gelegentlicher Blick in die Bibel und die Versuchungsgeschichte nicht schaden. Die erste Versuchung lautet: „Wenn Du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird“ (Mt 4,3). Jesus Antwort ist bekannt: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Munde kommt“ (Mt 4,4).

Brot ist wichtig, Freiheit ist wichtiger und am wichtigsten ist der Glaube. Wo diese Ordnung auf den Kopf gestellt wird, „entsteht nicht mehr Gerechtigkeit, da wird nicht mehr für den leidenden Menschen gesorgt, sondern da wird gerade auch der Bereich der materiellen Güter zerrüttet und zerstört“ (Josef Ratzinger). Auch mahnt der frühere Papst eindringlich: „Zum Wesen der Versuchung gehört ihre moralische Gebärde: Sie lädt uns gar nicht direkt zum Bösen ein, das wäre zu plump - sie gibt vor, das Bessere zu zeigen: die Illusionen endlich beiseitezulassen und uns tatkräftig der Verbesserung der Welt zuzuwenden.“

Besonders pikant erscheint es, wenn dem Außenminister die Kritik des Papstes Franziskus von sozialromantischer Seite vorgehalten wird – insbesondere von Menschen, die mit der (katholischen) Kirche am liebsten nichts zu tun haben. Das erinnert an die zweite Versuchung, wenn der Teufel die Heilige Schrift zitiert, um Jesus in eine Falle zu locken. Die Berufung auf eine Papstkritik hätte nicht einmal ich in Zeiten gewagt, in denen es um meine Romtreue noch rosiger gestanden ist.

Gerne wird von der versuchenden Seite die Kritik geäußert, dass Außenminister Kurz mit „solchen“ Aussagen die FPÖ legitimiere. Das ist unsinnige Ablenkung durch jene, die dem Chaos rhetorisch den Weg bereiten. Die Legitimation des Rechtspopulismus erfolgt durch den Linkspopulismus mit seiner ungeordneten No-border-Politik – und nicht durch jene, die den Weg der vernünftigen Mitte gehen.

Wie können wir dem Schlamassel entkommen? Zunächst muss die Politik der Versuchung widerstehen, so zu tun, als könnte sie Steine in Brot verwandeln (Stichwort Mindestsicherung). Viel wichtiger wäre die ebenfalls in der Bibel zu findende Maxime, dass man im Schweiße seines Angesichts sein Brot verdienen möge, als Signal in die Welt zu senden. Schließlich darf sich die Politik nicht vom Gedanken der notwendigen Allmacht faszinieren lassen. Womit wir bei der dritten Versuchung wären: Dem Weltkönigtum.

Dr. Georg Vetter ist selbständiger Rechtsanwalt in Wien. Er ist Nationalratsabgeordneter der ÖVP.

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Mit dem Islam ist kein Kompromiss zu schließen drucken

Als katholischer Pfarrer unterstütze ich nicht nur Flüchtlinge, sondern ich nehme persönlich auch die vielen Ängste der Menschen in meiner Pfarre beziehungsweise in unserem Land ernst.

In den vergangenen 20 Jahren war ich mit einem christlichen Hilfsverein öfter im Nahen Osten, wo wir Christen aller Konfessionen in ihrem praktischen Nöten unterstützten. So lernte ich viel von den dortigen Bischöfen, Priestern und christlichen Laien. Dadurch lernte ich auch den real existierenden Islam kennen.

Christen sind in islamischen Ländern grundsätzlich Bürger zweiter Klasse. Sie leiden eigentlich immer schon unter Repressionen, Unterdrückung bis hin zur Rechtlosigkeit. In den letzten Jahren aber werden hunderttausende Christen diskriminiert, verfolgt und sogar massenweise ermordet.

Und das ist leider kein Zufall. Wir müssen immer zwischen den Menschen des Islam unterscheiden, von denen dankenswerterweise auch bei uns eine große Mehrheit freundlich und vernünftig ist, und dem System des Islam (Koran, Hadithen, Scharia…). 

Der dort gelehrte Islam ist niemals demokratisch, die Religionsfreiheit bejahend, sondern prinzipiell ein politisch-religiöses Gebilde. Politik lässt sich im Islam niemals von der Religion trennen. Die Aufrufe zur Gewalt sind häufig anzutreffen. Insofern sind die sogenannten „Islamisten“ nicht schlechte Muslime, sondern sie können sich zu Recht auf den Koran, das konkrete Leben von Mohammed und die Scharia berufen.

Die künstliche Trennung zwischen dem „guten“ Islam und den bösen „Islamisten“ ist ein äußerst neues europäisches Phänomen, das nur ein Spagat zwischen der Willkommenskultur und den Gefahren sein soll, die von Muslimen ausgehen. Weil Mohammed selber unnötige Gewalt angewendet hat, so tun dies natürlich auch seine treuen Anhänger, die eben den Koran sehr gut kennen. Unsere lieben europäisch eingestellten muslimischen Freunde kennen den Koran kaum oder sie leben ihn einfach nicht.

Mit tut es leid, dass auch kirchliche Vereine (Caritas) den Islam nur sehr einseitig sehen, ebenso wie manche kirchliche Würdenträger. Natürlich ist das christliche Gebot im Umgang mit dem Islam der Dialog. Aber das kann niemals heißen, dass wir die Gefahren für Europa nicht sehen sollen. Vom Islam grundsätzlich Demokratie, Religionsfreiheit, Gewaltlosigkeit zu erwarten, ist ein schwerer historischer Fehler. Denn in der Geschichte des Islam waren solche europäischen Werte niemals vorhanden.

Ich persönlich rechne damit, dass es nicht sehr lange dauern wird, bis Europa erkennen wird müssen, dass mit dem Islam kein Kompromiss zu schließen ist.

Mag. Franz Spaller,  Pfarrer CRL (Augustiner Chorherr von St. Florian)

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Bilanz des Papstbesuches auf Lesbos drucken

Drei Familien hat der Papst aus Lesbos nach Rom mitgenommen. Mindestens drei Millionen haben das klare Signal erhalten: Kommt nur auch nach Europa, es gibt da immer irgendwelche Menschen, die euch weiterhelfen.

Die Lesbos-Visite wirft einige unangenehme Fragen auf:

  • Ob das die Signale sind, die sich die europäischen Katholiken vom Papst erwartet haben?
  • Ob das die Signale sind, welche die Vorgänger des argentinischen Papstes in der gleichen Situation abgegeben hätten?
  • Ob sich Papst Franziskus im Klaren ist, dass die Kirche erst ein einziges Mal, nämlich im vierten Jahrhundert, ähnliche Signale abgesandt hat, deren Erfüllung durch die weltlichen Herrscher in Rom dann dazu beigetragen hat, dass in weiten Teilen Europas jahrhundertelang in unberechenbarem Wechsel an Stelle geordneter staatlicher Strukturen meist Chaos, Anomie, Faustrecht und wilde Völkerverschiebungen geherrscht haben?
  • Hat dem jetzigen Papst irgendjemand berichtet, dass noch 1983 der damalige Papst nach Wien gekommen ist, um gemeinsam mit den Österreichern die 300 Jahre zurückliegende und nicht zuletzt vom damaligen Papst organisierte Befreiung Wiens zu feiern? Oder gilt diese Feier und die Befreiung Wiens heute schon als große Sünde?
  • Ob der Papst meint, dass ein so lautes Zeichen der von ihm als Grund der Lesbos-Reise genannten Barmherzigkeit nicht eher den vielen aktuellen Opfern der größten Christenverfolgung der Geschichte gebühren würde, die derzeit besonders in der islamischen Welt umgebracht, gefoltert und entrechtet werden, als den moslemischen Massen, deren Leben in der Türkei, im Libanon, in Jordanien (wie auf Lesbos) völlig sicher ist?
  • Ob der Papst nicht die Stimmen der vielen christlichen Bischöfe aus dem Nahen Osten – orthodoxe wie katholische – kennt, welche die europäische (und nun auch eindeutig päpstliche) Willkommenskultur ganz scharf kritisieren?

 

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Verdummung, Einfältigkeit, Naivität - Bischöfe sorgen für Gegenwind gegen den Gender-Schwachsinn drucken

Das ich das nochmal erleben darf… In der Deutschen Bischofskonferenz regt sich Unmut, und zwar massiv. Grund ist ein Flyer mit dem Titel „Geschlechtersensibel: Gender katholisch gelesen“, mit dem der dümmlichen Ideologie von den Hunderten Geschlechtern, die es angeblich geben soll, auch in katholischen Kreisen zum Durchbruch verholfen werden soll. Dass ein solches Heftchen überhaupt unter dem Logo der Bischofskonferenz erscheinen konnte, ist schon skandalös, denn bekanntermaßen heißt es in der Bibel, dass Gott den Menschen als Mann und Frau schuf. Sexuelle Orientierungen anderer Art, die zu Geschlechtern werden könnten, wurden da nicht erwähnt.

Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen erklärte sich zu dem DBK-Flyer nun in deutlichen Worten. Er sei „verärgert“, berichtete das katholische Nachrichtenportal kath.net jetzt und in der katholischen Zeitung „Die Tagespost“ wurde er zitiert: „Ich bin in keinem Fall nach meinem placet gefragt worden. Und das gilt für die Bischöfe ebenso, mit denen ich in den vergangenen Tagen Kontakt aufgenommen habe. Wer also spricht da für die Bischofskonferenz?“ Dass der Flyer das DBK-Logo zeige sei ein „Akt der Anmaßung“. „Was ist von katholischen Verbänden und Einrichtungen zu halten, die nicht mehr fähig sind, die Differenz zwischen der grundsätzlich geschenkten gleichen Würde von Mann und Frau einerseits und der geplanten Gesellschaft ohne Geschlechterunterschiede andererseits zu akzeptieren?“, fragte Algermissen.

Der Fuldaer Bischof ist mit seiner Kritik nicht allein. Auch der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer meldete sich zu Wort. Er empahl als Alternative zu dem Flyer den Glaubens-Kompass der Organisation „kirche in Not“: „Gender-Ideologie. Ein Leitfaden.“

Nicht minder eindeutig erklärte sich Kardinal Paul Josef Cordes gegenüber kath.net: „Was treibt Redakteure und Verbreiter dieses oberflächlichen Flugblatts? Einfältige Naivität – politischer Opportunismus – unverantwortliche Verdummung oder einfach antirömische Überheblichkeit?“.

Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.

 

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Der Papst gibt sich selbst ein gutes Beispiel drucken

Das ist wirklich ein erfreuliches Zeichen der katholischen Kirche. Das sollte auch in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens Schule machen, wo die Kirche aktiv geworden ist.

Ohne dass hier der Ort für diffizile theologische Anmerkungen wäre, so scheint eindeutig: Das neue kirchliche Schreiben zum Themenbereich Familie, Sexualität und Ehe ist hervorragend gelungen.

  1. Es gelang, den hohen Stellenwert der Ehe aufrechtzuerhalten;
  2. für den Umgang mit homoesexuellen Menschen wird Respekt verlangt, aber jede Gleichstellung mit der Ehe abgelehnt;
  3. in allen Fällen, wie insbesondere denen der vielen wiederverheirateten Geschiedenen, wird die Notwendigkeit einer individuellen Bewertung betont, die nicht durch ein allgemeines Gesetz unmöglich gemacht werden soll;
  4. deren Exkommunikation wird zurückgenommen;
  5. es gibt erstmals positive Worte der Kirche für Leidenschaft und Erotik;
  6. noch überraschender sind massiv kritische Worte zum Zölibat (ohne aber, dass dieser abgebaut wird);
  7. und es kann, so eine zentrale Botschaft, keine ewige Verurteilung einzelner Menschen geben.

Die Kirche hat damit die unendliche Vielfalt individueller Situationen anerkannt. Und sie hat sich damit auf ihren Gründer zurückbesonnen: Wer ohne Fehler, der werfe den ersten Stein. Das ist gerade auch deshalb als öffentliche Botschaft angebracht, weil die letzten Jahre auch viele Verfehlungen von Priestern offenkundig gemacht haben.

Die katholische Kirche hat mit diesem Rundschreiben einen Riesenschritt weg vom Dogmatismus gemacht, in dem ein Kirchengesetzgeber kleinlich, beckmesserisch und kasuistisch alle möglichen menschlichen Verhaltensformen über einen Leisten zu schlagen versucht hat. Diese Botschaft wird bei den Menschen gut ankommen und könnte die Kirche aus ihrer jahrelangen Rückzugsposition herausbringen.

Um das wirklich zu erreichen, sollte die Kirche freilich ebenso auf anderen Gebieten das gleiche Prinzip anwenden. Vor allem auf solchen, wo sie keinerlei Kompetenz und Auftrag ihres Gründers vorweisen kann. Das sollte sie schon aus wohlverstandenem Pastoralinteresse tun. Sie sollte sich mit generellen Aussagen zurückzunehmen, sei es zu Wirtschaft (Marktwirtschaft sei „Mord“), sei es zur Völkerwanderung.

Gerade zu letztgenanntem Punkt wird es daher immer fragwürdiger und widersprüchlicher, was der offenbar bevorstehende Besuch des Papstes auf Lesbos soll:

  • Warum lässt er sich da blindlings vor den Karren der oft auch moralisch extrem bedenklich agierenden und anarchistischen Migrationsindustrie spannen?
  • Begreift er denn nicht, dass er mit diesem Besuch (ganz im Gegensatz zum Großteil der Gläubigen) die Position unterstützt, dass jeder, der will, nach Europa einwandern soll?
  • Begreift er denn nicht, wie sehr eine rapide Islamisierung Europas gerade den Christen schadet und sie bedroht?
  • Oder will er nur ein Zeichen setzen, dass man mit Kriegsopfern gut umgehen soll?

Letzteres wäre legitim. Aber dann wäre ein „Barmherzigkeits“-Besuch in den Flüchtlingslagern rund um Syrien – und IN Syrien – viel eher angebracht. Und eine weltweite Spendensammlung für diese Lager. Denn dort kann neunzehn Mal effizienter geholfen werden als in Europa. Außerdem: Nur dort leben die vielen wirklich armen Menschen, die sich die Dienste eines Schleppers nach Europa nicht leisten können.

 

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Die "Flüchtlinge" und die Verwirrungen der Kirchenhierarchie drucken

Was sich in der derzeitigen „Flüchtlings“-Krise besonders schlimm auf Moral und Menschenverstand und damit auch auf die konkrete Politik auswirkt, ist, dass sich die Hirten der Kirche durch nichts von ihrem „Flüchtlings“-Wahn abbringen lassen. Sogar die Bundesregierung scheint mittlerweile erkannt zu haben, dass die Immigration von islamischen Menschenmassen nicht so weitergehen kann.

Aber da gibt es immer noch die „Europäische Union“ und andere internationale Organisationen, die die Immigration forcieren. Angesichts etlicher abstruser Aussagen aus kirchlichen Kreisen muss der Schluss gezogen werden: Die Kirchenhierarchie hat entweder tatsächlich jeden Realitätskontakt verloren oder sie hat sich der politischen Macht unterworfen.

In der ORF-Pressestunde bezeichnete Kardinal Schönborn Bundeskanzlerin Merkel allen Ernstes als „sehr mutige“ und „sehr kluge Frau“ und freute sich, dass die deutschen Bischöfe ihr „die Stange halten“. Sie hätte „aus einem tiefen Gespür für Menschlichkeit gehandelt“.

Das ist so schreiend absurd, dass man sich fragt, wie der Kardinal das von sich geben konnte. Daß er es selber glaubt, wird man bei einem intelligenten Menschen kaum annehmen können. Wer seine sieben Zwetschken beisammen hat, sieht, dass Angela Merkel ein Desaster für Deutschland und Europa verursacht hat – und für unzählige Menschen, die unter völlig falschen Vorstellungen eine teure (und in einzelnen Fällen gefährliche) Reise angetreten haben.

Man fragt sich daher, ob hier Absprachen im Hintergrund stehen („Verschwörungstheorie“). Das wäre nicht das erste Mal. Genau diese Strategie von Absprachen und Stillhalteabkommen wurde bekanntlich im Österreich der 1970er Jahre betrieben: Der Kirche werden die Religionslehrer bezahlt und sie genießt auch sonstige finanzielle und steuerliche Vergünstigungen, die Bischöfe schweigen dafür zur Fristenlösung.

Diese Verfilzung von Staat und Kirche in der unseligen Kreisky-König-Ära benannte der damalige lutherische Landesbischof Oskar Sakrausky. Er hatte auf dem Höhepunkt der Fristenlösungsdebatte in einem Brief an Kreisky am 25. Jänner 1974 festgestellt: „dass die österreichische Regierung nicht einerseits die Kirchen und ihre religiösen Grundlagen anerkennen und privilegieren, andererseits aber Gesetze beschließen könne, welche die religiösen und sittlichen Grundlagen der christlichen Kirchen missachten und übergehen“ (zit. nach Raimund Sagmeister, Fristenlösung – Wie kam es dazu?, Salzburg, 1981).

Der Vertreter eines Minderheitenbekenntnisses hat es richtig gesagt. Aber weder haben die katholischen Bischöfe die richtigen Schlüsse daraus gezogen, noch die Vertreter der anderen kirchlichen Gemeinschaften. Daher existiert die kompromittierende Lage weiter – aufgrund der Gleichschaltung aus der EU sogar mehr als je zuvor.

Die Frage lautet also: Haben die Episkopate der EU-Staaten, oder zumindest einige mit der Eurobürokratie geheime Abkommen geschlossen oder haben sie ihr bedingungslosen Gehorsam versprochen?

Dramatischer Wirklichkeitsverlust

Warum sagte der Kardinal in der Pressestunde nicht, was offenkundig ist: Frau Merkel handelt verantwortungslos. Sie hat ihren Amtseid gebrochen, ihr Volk vor Schaden zu schützen. Sie hat durch ihre aberwitzigen Entscheidungen mindestens sieben Länder – Griechenland, Mazedonien, Serbien, Kroatien, Ungarn, Slowenien, Italien und Österreich – in das Chaos mithineingezogen und dadurch enorme Kosten verursacht und die innere Sicherheit dieser Länder gefährdet.

Weil der Kardinal das „tiefe Gespür für Menschlichkeit“ bei der Kanzlerin konstatierte, muss man ihn fragen: Verdienen die österreichischen und deutschen Kinder und Jugendlichen, Frauen und Männer, Jungen und Alten, Eingesessene und Zuzügler, die von Migrantenbanden drangsaliert, „abgezogen“, verprügelt, vergewaltigt oder ermordet werden, kein „tiefes Gespür für Menschlichkeit“?

Ist es ein „tiefes Gespür für Menschlichkeit“, wenn Deutsche, Österreicher, Schweden und die Länder entlang der Einwanderungsroute ungefragt verpflichtet werden, sich riesige volkswirtschaftliche Kosten aufbürden zu lassen – für Einwanderer, die unkritisch und ungeprüft, wie unter Hypnose, immer nur pauschal als „Flüchtlinge“ deklariert werden? Wer bezahlt die Versorgung und die Rettungs-, Polizei- und Militäreinsätze? Wer bezahlt die fahrlässig und mutwillig angerichteten Schäden?

Weiß der Kardinal nicht, dass die islamischen Massen islamischen Konformitätsdruck aufbauen werden? Auch wenn man annehmen wollte, dass alle diese Leute tatsächlich alle vor dem IS-Terror davonlaufen würden, heißt das ja nicht, dass sie ihre eigenen islamischen Prägungen hinter sich lassen würden.

Der Kardinal müsste sagen, dass die deutsche Bundeskanzlerin den Immigranten falsche Hoffnungen gemacht hat und ihnen keine Zukunft bieten kann. Er müsste sagen, dass Angela Merkel eine Rolle spielt, von der man annehmen muss, dass sie Teil eines Plans zur irreversiblen Umgestaltung und ethnischen Homogenisierung Europas ist. Dabei werden die autochthonen Völker nicht gefragt und die Immigranten quasi als Bauern in einem größeren Schachspiel mißbraucht.

Und das alles soll ein „tiefes Gespür für Menschlichkeit“ sein?

Absurd!

Politische Abstinenz des Klerus oder doch Parteinahme für die Mächtigen?

Was daher besonders sauer aufstößt, ist die bedingungslose Unterwerfung unter die herrschende Politik internationaler Eliten, mag sie auch noch so katastrophal sein. Und das, obwohl die Kirche mit dem Mariazeller Manifest (1952) bzw. dem II. Vaticanum sich angeblich aus der Politik zurückgezogen hat!

Wir hören ja seit Jahrzehnten, dass die Kirche keine „Einmischung“ in die Politik mehr betreibt und daß die Laien „sachgemäß“ in den irdischen Bereichen, die ja eine „relative Autonomie“ gegenüber der kirchlichen Autorität genießen würden und deren Probleme auf verschiedene Weise gelöst werden könnten, agieren sollen (oder so ähnlich).

Genau das geschieht aber nicht. Im deutschen Sprachraum äußern sich die Bischöfe zwar tatsächlich nicht gegen Abtreibung und die planvolle Zerstörung der Familien durch Schulsexualunterricht und Genderwahn, sind also politisch abstinent. Sie reißen sich aber förmlich die Beine aus, um nur ja möglichst gehorsam der EU-Politik zu willfahren. Wer als Laie oder Priester oder Bischof Widerspruch anmeldet, bekommt Schwierigkeiten.

Mit der Anbiederung an Bundeskanzlerin Merkel fällt Schönborn auch allen Aktivisten und Wählern beispielsweise der Alternative für Deutschland (AfD) in den Rücken, die – bei allem noch Unausgegorenen in ihrer Programmatik – in legitimer Weise, aus patriotischer Gesinnung und mit einem tiefen Gefühl für das Gemeinwohl die Lage Deutschlands und der Deutschen verbessern wollen, und setzt sie einem verstärkten staatlich subventionierten Straßenterror („Antifa“) aus!

Damit fällt er ebenfalls österreichischen Patrioten in den Rücken und verstärkt auch den hierzulande ausgeübten linken Straßenterror.

Die politische Neutralität („Freie Kirche im freien Staat“ gemäß dem Mariazeller Manifest) hat sich also als Illusion erwiesen. Sie ist unmöglich. Die Hierarchie hält sich selbst nicht daran.

 „Alternativlosigkeit“ als hübsch bemäntelte Diktatur

Schönborn kritisierte auch die Initiative zur Schließung der Balkanroute als einen „Akt mangelnder europäischer Solidarität“. Er kritisierte unsere Nachbarländer, „die auch nicht eine gemeinsame europäische Lösung gesucht haben“. Er erwartet offenbar, dass ausgerechnet die Leute, die die Probleme planvoll verursacht haben, auch die Lösung bringen werden. Seine Einschätzung zur Schließung der Westbalkanroute („Es hat die Geduld gefehlt, die europäische Gemeinsamkeit zustandezubringen.“) ist daher abstrus. Angela Merkel hat mit ihrem Alleingang von Anfang an auf die „europäische Gemeinsamkeit“ gepfiffen. Womit diese auch obsolet ist. Die „Geduld“ zu invozieren, ist angesichts der Dramatik der Lage grober Unfug. Worauf sollen wir noch warten?

„Europa“ ist ein Popanz, eine Illusion, ein Geßlerhut, ein Deus ex machina. Es ist sinnlos, auf „europäische Lösungen“ zu warten, wenn es gerade die Eurokraten sind, die die eigenen Vereinbarungen, besonders prominent die Dublin-Abkommen, gebrochen und den europäischen Völkern das Unglück eingebrockt haben.

Im Gegenteil sind es besonders die ungarische, die slowakische, die tschechische und die polnische Regierung, die Gemeinwohlorientierung und Verantwortung gezeigt haben. (Ob es der österreichischen Bundesregierung wirklich ernst ist, weiß man noch nicht.)

Kardinal Schönborn lobt aber den ungarischen Ministerpräsidenten nicht nur nicht für dessen verantwortungsvolles Handeln, er kritisiert ihn noch dazu! Mit welchem Recht und in wessen Autorität?

Der Kardinal verwendete zwar nicht das fatale Merkelsche Zauberwort von der „Alternativlosigkeit“, seine Einstellung ist aber im Grunde dieselbe.

Es läuft einem kalt den Rücken hinunter, wenn ein Kardinal, der ein Mann Gottes sein soll, von „europäischen Lösungen“ fabuliert. Das ist Zeichen eines massiven Glaubensschwundes. Die Lösungen können nur von Gott kommen, nicht von einer abgehobenen politischen Bürokratie. „Alternativlos“ sind vor allem die Zehn Gebote. Ohne deren Einhaltung gibt es überhaupt nie eine Lösung, sondern nur die Katastrophe.

„Europäische Lösung“ klingt in der salbungsvollen, aber unduldsamen Intonierung vieler Zeitgenossen so ähnlich wie „europäische Erlösung“.

Nein, „Europa“ wird ganz bestimmt keine Erlösung bringen – und auch keine irdische Lösung. Dafür hätten sie in Brüssel jetzt genug Zeit gehabt. Sie hatten aber eine ganz andere Agenda.

Dass der islamische Terror jetzt Brüssel selber trifft, entspricht durchaus einer inneren Logik. Zu bedauern sind hier die unschuldigen Opfer.

Kirche und Politik – es besteht dringender Klärungsbedarf

Die Bischöfe müssten sich jetzt endlich zu einer Klärung der Frage durchringen, ob das nun gilt, was im Mariazeller Manifest und in den Konzilstexten steht oder nicht. Wenn es wahr ist, dass die irdischen Bereiche wie Politik und Wirtschaft eine „relative Autonomie“ genießen und daher nicht direkt bischöflichen Direktiven unterstehen, dann mögen die Bischöfe auch endlich ihre Kritik an den Regierungen Ostmitteleuropas, an FPÖ und AfD beenden! Sie mögen auch ihre unkritische Glorifizierung der EU beenden!

Freiheit gibt es nur in der Wahrheit – Weg mit den Phrasen!

Auf der Netzseite der Erzdiözese Wien war die Reaktion von Kardinal Schönborn auf die Terroranschläge von Brüssel wiederum in irrealen Formulierungen gehalten:

Es brauche daher "Besonnenheit und Entschlossenheit", um in dieser Bewährungsprobe der europäischen Wertegemeinschaft die richtigen Antworten auf das "abgrundtief Böse" zu finden, das sich in den Anschlägen manifestiere. 

Die „europäische Wertegemeinschaft“ also wieder einmal! Eine „Wertegemeinschaft“, die den wahren Glauben, auf dem die europäische Zivilisation beruht, aus der Öffentlichkeit verdrängt hat, Gesinnungsterror und Gesinnungsschnüffelei betreibt und ihre eigenen Völker einer desaströsen Massenimmigration aussetzt, erinnert eher an eine kriminelle Vereinigung als an eine „Wertegemeinschaft“. Und das „abgrundtief Böse“, das der Kardinal hier interessanterweise erwähnt, hat man im Rahmen der kirchlichen Praxis im Exorzismus benannt und gebannt. Heute ist das in Vergessenheit geraten. Man glaubt auch in der Hierarchie nicht mehr daran.

Bizarr sind auch die jüngsten Zick-Zack-Aussagen zum Thema Islam:

Schließlich warnte Kardinal Schönborn vor einem undifferenzierten Blick auf den Islam: Zwar seien die Erfahrungen der Christen vor Ort ernst zu nehmen, die auf eine zum Teil jahrhundertealte Konflikt- und Unterdrückungsgeschichte zurückblicken können; zugleich jedoch gebe es „auch Stimmen, die durchaus Chancen für ein tolerantes künftiges Zusammenleben sehen“, sagte der Kardinal. Es gelte, auf der einen Seite nicht „blauäugig“ zu sein im Blick auf radikalen Islamismus, auf der anderen Seite jedoch müsse mit dem Islam ein direkter, offener Dialog gepflegt werden – dies sei „alle mal besser, als um den heißen Brei herumzureden“.

Also, Eminenz, WAS genau sollen wir jetzt tun?

Leider werden von den Bischöfen sinnfreie Worthülsen in großer Zahl in das mediale System eingespeist. Das wird immer schlimmer und trägt zur weiteren Konfusion und Desorientierung der Öffentlichkeit bei. Damit wird wiederum die politische Unfreiheit gefördert, weil bekanntlich nur die Wahrheit Freiheit garantieren kann.

Daher die dringenden Bitten an die Bischöfe:

Hören Sie endlich mit dieser Verwirrung auf!

Besinnen Sie sich Ihrer Aufgabe als Zeugen der Wahrheit!

Eine radikale Abkehr von dieser desaströsen Politik würde bestimmt eine große Gewissenszustimmung bringen.

MMag. Wolfram Schrems, katholischer Theologe, Philosoph, Katechist

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Die Irrtümer der katholischen Soziallehre drucken

Nur die Tätigkeit von Unternehmern schafft Arbeit und kann die Armut bekämpfen. Dieses Faktum zu übersehen ist genau der zentrale Schwachpunkt der Katholischen Soziallehre. Sie glaubt vielmehr an Umverteilung – also die Entstehung von Gütern gleichsam aus dem Nichts. Sie stellt die Frage ins Zentrum: "Wie entsteht Armut?". Dabei ist die einzige relevante Frage: "Wie entsteht Reichtum?" Denn Armut war der Urzustand der Menschen. "Business ist die Lösung", schreibt der in Wien lebende Theologe und Priester Martin Rhonheimer, ein mutiger Kämpfer für die Vernunft in der Kirche.

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Die Fußball-Provokation und die Kirche schweigt wieder einmal drucken

Zur gleichen Stunde, da die Christen ihr höchstes Fest im Jahreskreis gefeiert haben, hat Deutschland ein Fußballländerspiel angesetzt. Kein einziger deutscher Bischof, der auch nur zu protestieren gewagt hätte. Sie protestieren offenbar nur noch, wenn nicht genügend Moslems ins Land kommen können (Deutschland hat übrigens das Spiel verloren...).

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Beten wir wirklich alle zum gleichen Gott? drucken

„Eine Religion, die zu Mord und Gewalt führt, kann ich nicht akzeptieren.“ So predigte in den Ostertagen mein Wiener Pfarrer. Und wohl alle zuhörenden Gläubigen stimmten ihm zu. Was hingegen predigt der Papst zu Rom? „Christen, Juden, Moslems, alle beten zum gleichen Gott.“

Das sind Worte, die einem die Kehle zuschnüren. Wenn der Papst Recht hätte, dann wäre etwa jener syrische Priester ein Dummkopf, der sich drei Monate unter den schlimmsten Foltern des „Islamischen Staates“ geweigert hat, zum Islam überzutreten. Er hätte das ja locker tun können, ist doch eh der gleiche Gott. Warum sich da lange misshandeln lassen? Dasselbe gilt für die vielen Tausenden Christen, die in der gegenwärtigen, der größten Christenverfolgung der Geschichte getötet werden. Sie hätten doch nur sagen müssen: Wir glauben ab jetzt eh an Allah. Und schon wären sie davongekommen.

In der Papstes Warte waren wohl auch die Urchristen dumm. Hätten sie doch einfach auch Jupiter&Co ein Opfer gebracht, und schon hätten sie sich das Martyrium erspart. Jupiter, Allah – alles eins.

Natürlich kann es nur einen Gott geben. Das ist ja nicht die Frage. Die Frage kann doch nur sein, ob es auch nur die geringste Wahrscheinlichkeit gibt, dass er sich über einen Kriegsherrn mit Kindern als Sexualpartnern und ein Buch voller Mordaufrufe geoffenbart haben kann. Das muss doch auch Papst Franziskus begreifen.

Nein, ich fange mit diesem Papst nichts an. Ich fange mit meinem einfachen Pfarrer tausend Mal mehr an. Nur Leute wie er halten mich im Christentum und nicht dieses Allerweltsgerede aus Rom, das in ökonomischen Fragen überdies die Wiederauferstehung des längst toten Marxismus bedeutet, wenn seine Phrasen überhaupt etwas bedeuten.

Gewiss, Papst Franziskus ist viel medienattraktiver und mengenwirksamer, als es seine kranken Vorgänger in den letzten 20 Jahren waren. Aber kann das entscheidend sein? Die Franziskus-Vorgänger haben zweifellos den Gläubigen geistig viel mehr mitgegeben als er. An ihnen hat man sich relativ oft relativ gut orientieren können, ohne auch da allem sklavisch recht zu geben.

Auch wenn viele Bischöfe so tun, als ob der Papst – und zwar zufällig immer gerade der jeweils amtierende – in allem und jedem absolut Recht hätte, so zwingt die normalen Christen nichts, das auch so zu sehen. Sie werden das vor allem dann nicht tun, wenn sie schon ein paar Jahre gelebt und erlebt haben, dass sich die Aussagen einzelner Päpste oft ganz fundamental voneinander unterscheiden. Dass also schon rein logisch nicht alles gleich wahr und gleich gültig sein kann, was da jeder einzelne gesagt hat.

Es ist oft nur noch peinlich, wie sehr der Katholizismus heute in verschiedene Glaubensrichtungen zerfällt. Wo die einen an Papst Franzsiskus, die anderen an Papst Benedikt glauben. Wo für die einen Pius XII. das größte Kirchenereignis im 20. Jahrhundert gewesen ist, für die anderen das Vatikanische Konzil.

Viel wichtiger wäre es, dass die Christen endlich zu einem neuen, zentral auf der Basis der Osterbotschaft (nicht irgendeinem Zeitgeist) stehenden Selbstbewusstsein kommen. Und dass sie zumindest hie und da ohne ständige rituelle Selbstbezichtigungen auskommen. So richtig es ist, dass in 2000 Jahren Kirchengeschichte viele Verbrechen im vermeintlichen Namen der Kirche(n) begangen worden sind, so ist es ebenso richtig, dass im Namen der Kirche(n) unglaublich viel Gutes getan worden ist und wird.

Vor allem sollten sich die Christen gerade in Zeiten der Bedrohung und einer von manchen Bischöfen ignorierten Völkerwanderung wieder viel stärker bewusst werden, dass die Botschaft des Neuen Testaments an ethischer Qualität sämtliche anderen religiösen und philosophischen Texte der Menschheitsgeschichte weit übertrifft.

Überdies sollten sie sich wieder mehr bewusst werden, dass im größten Teil der Geschichte Bischöfe auch einen Schutzauftrag gegenüber ihren Gläubigen gehabt haben. Es dürfte aber auch ein paar Mal öfter als derzeit üblich gesagt werden, dass der Kirche viel in die Schuhe geschoben wird, was ganz andere Ursachen und Zusammenhänge hat.

So ist es beispielsweise historisch eindeutig, dass etwa die allermeisten Ketzer- und Hexenverbrennungen nichts mit der Kirche zu tun gehabt haben (auch wenn der ORF geschmackvollerweise gerade am Karfreitag einen Film darüber gezeigt hat). Diese sind vielmehr vor allem Elemente brutaler Machtpolitik oder kollektiver Massenhysterie gewesen. Rom hat nachweislich sogar etliche Male versucht, diesem religiös getarnten Treiben ein Ende zu bereiten. Das soll freilich keineswegs darüber hinwegtäuschen, dass eine Reihe solcher grässlicher Menschenverbrennungen sehr wohl im vermeintlichen Namen des Glaubens geschehen sind.

Ebenso ist etwa der 30-jährige Krieg, eines der schlimmsten Blutbäder in unserem Kontinent, ganz überwiegend von Machtkämpfen der Fürsten und Stände geprägt gewesen. In jenem Krieg haben nicht nur katholische gegen protestantische Fürsten gekämpft. In jenem Krieg haben vielmehr auch katholische gegen katholische Monarchen gekämpft (siehe Frankreich gegen Habsburg) und sind die meines Wissens ganz wo anders beheimateten Schweden bis an die Donau vorgedrungen. Aber gewiss: Es war auch ein Religionskrieg.

Es zeigt von historischer Ahnungslosigkeit, wenn der Theologe Zulehner diesen Krieg jetzt nur noch als christlichen Religionskrieg darstellt. Und es ist infam, wenn er diesen 30-jährigen Krieg mit den heutigen Vorgängen in der islamischen Welt gleichsetzt und diese damit gleichsam zu verteidigen und zu rechtfertigen sucht. Auch Linkstheologen sollten wissen und zugeben, dass die Christen in diesen fast 400 Jahren viel gelernt haben, dass es seit langem keinen Krieg mehr gegeben hat, den man auch nur indirekt als christlich inspirierten Religionskrieg bezeichnen kann.

In den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts war keine andere Kraft so sehr wie die jeweiligen Päpste immer wieder bemüht, einen Frieden zu vermitteln. Aber vielleicht machen ihnen die Linkstheologen ja auch zum Vorwurf, dass das nicht geglückt ist…

Gerade in Wien sollte man den Päpsten auch bis heute dankbar sein, dass sie bei der letzten Türkenbelagerung ein europäisches Bündnis zur Befreiung Wiens zustande gebracht haben. Und dass sie nicht gesagt haben: Na ja, die Türken beten eh zum gleichen Gott, ist daher nicht so schlimm, wenn sie Wien erobern. Oder: Na ja, wir Christen des 17. Jahrhunderts haben ja erst vor wenigen Jahren blutig miteinander Krieg geführt, da werden die Osmanen doch auch ein bisschen brandschatzen und christliche Dörfer ausrotten dürfen.

Gewiss, ein argentinischer Papst muss nicht viel Ahnung von der europäischen Geschichte und vom Islam haben. Es ist aber ein bisschen traurig, wenn man diese Ahnung primär bei tschechischen, ungarischen und polnischen Bischöfen verspürt.

Und bei ganz normalen Pfarrern. Die es zum Glück gar nicht so selten gibt. Und die nicht, wie ein paar seltsame Priester in Salzburg am Karfreitag die Glocken läuten lassen wollten, um die Völkerwanderung wieder anzuheizen. Das hat ihnen – Ehre, wem Ehre gebührt – aber letztlich der neue Salzburger Erzbischof mit einer klugen Stellungnahme doch noch ausgetrieben.

Also wollen wir auch hierzulande wieder zu hoffen beginnen.

 

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Karfreitag: Glockengeläute und Kerzen mit Stacheldraht drucken

Die heute von einigen Pfarren im Bundesland Salzburg geplanten Aktionen, wie Glockengeläute und Kerzen mit Stacheldraht widersprechen dem Wesen des Karfreitags. Anstatt diesen Tag in Stille und Einkehr zu leben, geriert sich ein Teil der katholischen Kirche damit als Wegbereiter für die weitere Ausbreitung des Islams in Österreich. (Mit nachträglicher Ergänzung)

Ich finde, dass wir uns das nicht bieten lassen sollten. Darüber seinen Unmut schriftlich darzulegen, reicht nicht mehr. Vielmehr sollten wir bei den involvierten Pfarren und bei der Erzdiözese Salzburg anrufen und unseren Ärger zum Ausdruck bringen.

Ich habe dies schon getan. Es sind dies die Pfarren Oberalm und St. Veit. Das Erzbischöfliche Ordinariat in Salzburg ist jedoch seit gestern auf Tauchstation.

Lassen wir uns den Karfreitag nicht mit Füßen treten. Handeln wir.

Nachträgliche Ergänzung. Die Aktionen wurden nun abgesagt. Der Heilige Geist hat nun Einzug gehalten und Vernunft walten lassen. Eines noch: Seine Meinung  einzubringen - auch per Telefon - ist in Ordnung. Drohanrufe und Beschimpfungen sind hingegen ein Armutszeugnis.


(Günter Binder war bis vor kurzem auf dem Gebiet der Unternehmenskommunikation
tätig.)

 

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Spendengeld, Steuergeld und die „Flüchtlinge“ drucken

Großer Wirbel im ganzen linken Lager und damit auch in den meisten Medien: Das Innenministerium will nur noch die Differenz zwischen den bei diversen NGOs für diesen Zweck eingegangenen  Spenden und den Kosten der Asylantenbetreuung zahlen. Es fordert daher den durch Spenden gedeckten und dennoch auch aus Steuergeldern an die Caritas, Rotkreuz oder Volkshilfe bezahlten Betrag zurück. Richtig oder falsch? Rational und ethisch analysiert haben wohl weder Innenministerium noch die NGOs recht.

Die richtige Antwort lautet wohl ganz anders. Aber zuvor einige andere wichtige Aspekte des Problems:

  • Zum ersten wird um den Umfang der bei SPÖ-Volkshilfe, Rotem Kreuz & Co eingegangenen Spendenbeträge ein großes, aber eigentlich untragbares Geheimnis gemacht. Es wäre demokratiepolitisch und gegenüber den Spendern nämlich total legitim zu erfahren, wieviel Geld denn den Österreichern die Bereicherung durch die Völkerwanderung eigentlich wert gewesen ist. In der Selbstdarstellung der Flüchtlingsorganisationen wird zwar immer so getan, als ob gigantisch viele Landsleute die Zuwanderung aktiv unterstützt hätten. Aber nur eine Veröffentlichung aller Zahlen würde dies durch harte Fakten beweisen. Und nur dadurch würde die ständig wiederholte Behauptung glaubwürdig, dass Zehntausende so wie Heinz Fischer begeistert auf Bahnhöfen oder sonstwo „Willkommen“ gerufen hätten.
  • Zum zweiten ist auffällig, dass seit mehr als drei Monaten nirgendwo mehr ein Spendenaufruf für die „Flüchtlinge“ zu hören oder lesen ist. Die Caritas zum Beispiel sammelt für Flüchtlingslager im Libanon, aber nicht für solche in Österreich. Ein Grund für dieses auffällige Verhalten ist nie genannt worden – auch wenn ihn alle ahnen.
  • Zum dritten ist es ein Skandal, dass die Verträge zwischen Ministerium und den NGOs nicht komplett offengelegt worden sind. Eine solche Offenlegung sollte immer unverzichtbarer Bestandteil der von der Politik ständig behaupteten „Transparenz“ sein, wenn es um Steuergelder geht. Und für die Spenden-NGOs, wenn es um Spendengelder geht.
  • Zum vierten kann nur an Hand dieser Verträge die Rechtslage geklärt werden. Sollte da drinnenstehen, dass die Republik die Differenz zwischen dem Spendeneingang und den Kosten zu decken hat (aber sonst nichts), dann hat das Ministerium nicht nur das Recht, sondern auch die rechtliche Pflicht, den zuviel gezahlten Betrag zurückzufordern. Da mögen die „Willkommen“-Medien noch so aufjaulen. Aber es ist wohl kein Zufall, dass die NGOs den Weg über die Medien statt über die rechtliche Klärung gehen. Oder gar über ein "Gutachten" des im Dienste des ominösen Anwalts Lansky stehenden Juristen Heinz Mayer in Auftrag zu geben.
  • Zum fünften hätten die Spendenkassierer von Anfang an den Zahlenden klarmachen müssen, dass diese nicht für die Asylantenquartiere zahlen, die nach NGO-Willen ganz der Bund zahlen soll, sondern dass sie im Grund nur den bedachten Organisationen ein Körberlgeld zukommen lassen. Wenn sie das aber bewusst verschleiert haben, dann wäre das ein ziemlich mieser Trick.

Wie viel Steuergeld ist legitim?

Aber was wäre eigentlich jenseits der rechtlichen Klärung und der Forderung nach Transparenz richtig? Wie viel der Flüchtlingskosten soll aus Steuergeldern und wie viel aus Spendengeldern gedeckt werden?

Unbestreitbar ist: Je aufwendiger und großzügiger die Betreuung und Versorgung der „Flüchtlinge“ ist, umso mehr Migranten kommen. Das entspricht aber nicht der seit einigen Wochen geltenden neuen Regierungslinie und dem seit Monaten klaren Willen einer Mehrheit der Österreicher. Daher ist überhaupt die Verwendung von Steuergeldern für diesen Zweck extrem problematisch, egal ob es um die direkten oder indirekten Kosten geht.

Viele Linke treten aber massiv für eine möglichst große Immigration und deren Finanzierung aus Steuergeldern ein. Dürfen sie ignoriert werden, gleichgültig ob sie aus Antifa-Hass auf jede Österreich-Identität oder auch nur deshalb dieser Meinung sind, weil FPÖ und große Teile der ÖVP anderer Meinung sind? Das dürfte in einer Demokratie erst dann Relevanz haben, wenn auch die Mehrheit der Wähler diese Haltung teilt.

Nächstenliebe ist ein rein persönliches Gebot

Was ist jedoch mit jenen, die sich als Christen auf Grund des Nächstenliebe-Gebots der Bibel zur unbegrenzten Aufnahme von Flüchtlingen verpflichtet fühlen? Das ist zwar eine prinzipiell edle Einstellung. Sie wird aber nur von einer kleinen Minderheit der österreichischen Christen vertreten. Sie bedeutet nämlich de facto 100 Prozent Emotion und null Prozent Rationalität. Denn Rationalität würde zwar für großzügige Hilfe vor Ort, aber gegen die Völkerwanderung mit all ihren auch für das europäische Christentum fatalen Folgen eintreten.

Vor allem sollten diese Christen so ehrlich sein zuzugeben, dass das Nächstenliebe-Gebot der Bibel ein rein individuelles, ein persönliches ist. Dass hingegen an keiner einzigen Stelle vom Staat etwas Derartiges oder Ähnliches verlangt wird.

Daher kann auch kein Christ mit gutem Gewissen verlangen, dass der Staat – damit also die große Mehrheit jener Österreicher, die keine Massenzuwanderung wollen, – die Erfüllung des persönlichen Nächstenliebe-Verständnisses eines Teils der Christen zahlen müsse. Wenn Christen wirklich wider alle Vernunft ein solches Verständnis haben, dann haben sie vielmehr auch die Pflicht, dieses auch persönlich zu realisieren.

Das können sie entweder selbst tun, durch Aufnahme und komplette dauerhafte Betreuung von „Flüchtlingen“. Oder sie organisieren das kollektiv über Caritas oder Diakonie. Dann aber dürften diese Organisationen logischerweise überhaupt keine staatlichen Gelder annehmen (und schon gar keine, die nur durch Schulden finanziert sind). Diese Organisationen leben aber in Wahrheit zu über 90 Prozent vom Staat.

Neutral angesichts eines neuen Völkermordes

Und wenn wir von christlicher Hilfsmotivation reden, dann sollten wir auch über die immer intensiver werdende Debatte reden, ob nicht die „Nächsten“ des Nächstenliebe-Gebots für Europas Christen vor allen anderen die arabischen Christen zu sein haben. Noch dazu, da nur gegen diese derzeit ein Völkermord in Gang ist. Wie nun auch die amerikanische Regierung rechtlich ausdrücklich festgehalten hat.

Das ist eine gewaltige Erkenntnis: Wir haben in den Taten des „Islamischen Staats“ den einzigen Völkermord der Gegenwart und jüngeren Geschichte! Dazu kommt, dass der österreichische Gesetzgeber erst vor ein paar Monaten – übrigens wider alle liberale Meinungsfreiheit, aber das ändert nichts am Faktum – gesetzlich ausdrücklich dekretiert, dass das Leugnen eines Völkermords strafrechtlich zu verfolgen ist. Beide Fakten sind gravierend, auch wenn die Gesetzgeber dabei wohl nur an weit zurückliegende Völkermorde gedacht haben mögen.

Jene Menschen aber, die von Republik, Caritas, Diakonie als „Flüchtlinge“ betreut und aufgenommen werden, sind in ihrer ganz überwiegenden Mehrheit sunnitische Moslems. Diese leiden zwar – auch – unter den diversen Kämpfen und der in vielen islamischen Ländern existierenden wirtschaftlichen Not. Sie sind aber eindeutig nicht Objekt eines Völkermordes.

PS: Bei einem neuen Völkermord, so waren sich in den letzten Jahrzehnten übrigens Tausende akademische Gutmenschdiskussionen einig, muss man energischer und früher militärisch eingreifen, als man das bei historischen Völkermorden getan hat. Jetzt haben wir einen neuen Völkermord, der täglich weitergeht. Und was hört man in den akademischen und medialen Vergangenheitsbewältigungs-Diskussionen? Absolut nichts. Dort wird man wohl wieder erst in 30 Jahren darüber debattieren. Dafür scharfsinnig und auf ethisch hohem Ross.

PPS: Hut ab vor Israel: Dieses Land holt mit großer Effizienz in professionellen Geheimaktionen Juden aus bedrohten Gebieten heraus. Wie etwa erst in den letzten Tagen aus dem Jemen.

 

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Der Völkermord der Gegenwart drucken

Während sich Europa lieber mit Völkermorden in der Vergangenheit befasst, hat der amerikanische Kongress die US-Regierung nun dazu gebracht, klar zu sagen: Das, was der IS an den arabischen Christen begeht, ist ein Völkermord. Was ist nun mit den Konsequenzen aus diesem Faktum, die ja - im Nachhinein - bei den Völkermorden der Geschichte so klar gewesen sind?

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Über achtzig Prozent der katholischen Geistlichen sind geblieben drucken

Ein sehr bewegendes Interview mit dem Bischof von Aleppo.

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In Brüssel liegen die Nerven blank drucken

Der Hass europäischer Linksliberaler, aber auch einiger europäischer Bischöfe auf Länder wie Dänemark, Polen und Ungarn sprengt zunehmend alle Grenzen. Erstaunliche Schlaglichter aus dem EU-Parlament und der europäischen Bischofskonferenz.

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Österreich wendet Gewalt an drucken

Endlich. Mit einem halben Jahr Verspätung und nach Hereinnahme von zu vielen Menschen - 90.000 - , die auch nach Schätzung des Finanzministers zu 90 Prozent in der arbeitslosen Mindestsicherung landen werden, beginnt Österreich nun entlang seiner ganzen Südgrenze ein „Grenzmanagement“. Voller Panik angesichts der bei der bevorstehenden Präsidentenwahl drohenden Doppelniederlage beginnt die Koalition anstelle von „Haltung“ zumindest den Versuch, zu zeigen, dass sie wieder regiert. Man ist bescheiden geworden und freut sich auch über einen wahrscheinlich noch immer völlig untauglichen, aber immerhin erstmals schon bemerkbaren Ansatz, die Völkerwanderung abzubremsen (Mit nachträglicher Ergänzung).

Man staunt, wie sehr in den letzten Wochen auch Werner Faymann plötzlich auf Distanz zu Angela Merkel gegangen ist, der er ja noch im ganzen Vorjahr mit der Anhänglichkeit eines Schoßhundes bei absolut jedem Schwachsinn nachgetrottet ist. Zwar ist der Ausdruck „Grenzmanagement“ noch immer ein peinlicher Spracheuphemismus, aber immerhin: Es wird künftig an der ganzen Südgrenze kontrolliert, also auch am Brenner (erstaunlicherweise haben das auch die Tiroler jetzt akzeptiert). Und immerhin: Es wird plötzlich ohne Streit angekündigt, dass es weit mehr „Zäune“ geben könnte als die lächerlichen 3,7 Kilometer eines „Türls mit Seitenteilen“ (Copyright Faymann), über die die Regierung noch vor Weihnachten so heftig gestritten hat.

Am meisten bleibt einem der Mund über eine weitere Ankündigung offen: Neben der klassischen Grenzsicherung und Personenkontrollen sollen die an der Südgrenze stehenden österreichischen Einsatzkräfte „gewaltsam vorgehende Personen oder Personengruppen“ an der Einreise hindern. So hieß es nun unwidersprochen nach der Regierungssitzung.

Das heißt aber nichts anderes, als dass die Regierung endlich bereit ist, Österreich auch unter Einsatz von Gewaltmitteln zu schützen! Chapeau! Hat den Ministern am Ende jemand gesagt, wozu sie eigentlich primär da sind? Oder macht da nur der neue burgenländische Verteidigungsminister den Unterschied vor allem in dessen bisher ganz dem Tugendterror verfallenen Partei?

Oder glauben am Ende ein paar Minister gar, dass man gewaltfrei gegen entschlossene junge Männer im besten Soldatenalter erfolgreich vorgehen kann, die selber "gewaltsam vorgehen"? Nein. So blöd kann auch in der (mit zweieinhalb Ausnahmen) intellektuell schwächsten Regierung der Nachkriegszeit niemand sein, dass er das glauben würde. Einsatzkräfte können „gewaltsam vorgehende“ Immigranten nicht an der Einreise hindern, ohne selbst Gewalt einzusetzen. Und die mildeste Form der polizeilichen Gewalt, die ich kenne, sind Wasserwerfer, Pfeffersprays und Tränengas. Erst, wenn diese Mittel nicht helfen, sollte an andere – gefährlichere – Mittel gedacht werden. An Gummiknüppel, Handgreiflichkeiten oder Gummigeschoße aus Schusswaffen.

Eine Entschuldigung bei Orban ist fällig

Wasserwerfer, Tränengas, Pfeffersprays? Das erinnert doch an etwas? Haben nicht noch vor wenigen Wochen Regierung und sämtliche Gutmenschmedien – also de facto alle Zeitungen und der ORF als Dummmenschen-Leitmedium sowieso – Entsetzensschreie und Hasskommentare en gros abgesondert, als Ungarn genau das getan hat? Als das Nachbarland mit diesen Mitteln gewaltsam über die Grenze drängende Immigranten an der Einreise gehindert hat, was aber kein einziges Opfer gefordert und nach dem ersten Einsatz durchaus abschreckend auf alle weiteren Migranten gewirkt hat?

Wäre es nicht dringend an der Zeit, sich öffentlich, laut und kollektiv bei Ungarns Viktor Orban zu entschuldigen? Ja, kollektiv. Denn auch Frau Mikl-Leitner und Herr Mitterlehner haben sich nicht entblödet, Ungarn öffentlich zu kritisieren, von Faymanns unsäglichen Holocaust-Vergleichen ganz zu schweigen.

Jetzt auf einmal darf es sogar in einigen Wiener Schulen die von Rotgrün lange als der Vorhof der Hölle apostrophierten Sonderklassen für „Flüchtlingskinder“ geben, nachdem zweifellos auch bei der SPÖ so wie bei mir immer zornigere Post von verzweifelten Eltern eingetroffen ist, die in den Klassen ihrer Kinder immer mehr "Flüchtlinge" vorgefunden haben. Eine mir zugegangene Klage eines Vaters sei im O-Ton zitiert, um die Auswüchse der leider auch von der ÖVP – mit der Ausnahme des Sebastian Kurz – lange mitgetragenen Willkommenskultur zu zeigen:

„In einer Oberstufen-Gymnasialklasse sitzt ein ,minderjähriger unbegleiteter Asylant‘, dem ohne weiteres anzusehen ist, dass er einiges über 20 Jahre alt ist. Der Bursche, der nun mit wesentlich jüngeren Schülern gemeinsam in einer Klasse sitzt, kann nicht deutsch und glotzt im Unterricht mit Stielaugen die Mädchen an. Was hat das für einen Sinn, ihn in ein Gymnasium hineinzusetzen? Zumindest war er so gescheit, seinen Pass wegzuwerfen, sein Alter falsch anzugeben und daraus Vorteile zu ziehen.“

Oder vielleicht hat einer aus dieser famosen Regierung endlich sogar begriffen, was der US-Geheimdienstkoordinator Clapper nun ganz öffentlich im US-Senat gesagt hat: Der „Islamische Staat“ schleust als Flüchtlinge getarnte Kämpfer nach Europa ein; und die Dschihadisten sind „ziemlich geschickt“ bei der Herstellung falscher Pässe.

Jetzt sind es wirklich nur noch die Herren Heinz Fischer, Christoph Schönborn und Michael Landau, welche die wahnsinnige Willkommenskultur verteidigen. Das sind ganz zufällig lauter Menschen, die leicht auf Kosten der gewöhnlichen Menschen gut sein können, die keine Kinder in einer solchen Schule haben, die nicht in unmittelbarer Nachbarschaft von „Flüchtlings“-Lagern mit hunderten Testosteron-vollen jungen Burschen aus einer verklemmten Steinzeitkultur wohnen müssen, die weder U-Bahn fahren, noch öffentliche Schwimmbäder benutzen, noch an einst harmlosen Silvester-Lustbarkeiten teilnehmen.

Bleibt es nur bei Als-ob-Aktionen?

Freuen wir uns, dass zumindest die Absichten der Regierung endlich vernünftiger geworden sind, als es die Illusionsrhetorik dieser Drei ist. Dennoch sei nüchtern festgehalten, dass es noch immer relativ wahrscheinlich ist, dass Österreich bloße Scheinaktionen zur Beruhigung der kochenden Volksseele setzt, während die Völkerwanderung munter weitergeht – oder nur durch die sich möglichweise anbahnende mutige Grenzschließung in Mazedonien gestoppt wird (für die  Ungarn - dankenswerterweise - mehr tut als die ganze EU).

Aus vielen Gründen ist noch immer alle Skepsis angebracht, dass hier nur Als-ob-Aktionen stattfinden:

  1. Bisher ist noch kein einziger „Flüchtling“ auf Dauer am Betreten österreichischen Bodens abgehalten worden, der hineinwollte.
  2. Seit Wochen terrorisieren Marokkaner-Banden  mehrere Orte – etwa den Linzer Hauptbahnhof. Aber keine Polizei verhaftet sie, keine Politik bringt sie in Lager, bis sie sich zur Heimreise entschließen.
  3. Was soll das groß bejubelte „Asyl auf Zeit“ bringen, außer die Vergrößerung der Chance für Zehntausende, jetzt einmal drei Jahre in Österreich bleiben zu können und möglichweise in dieser Zeit durch Zeugung eines Kindes oder Verurteilung wegen Drogenhandels auf Dauer einer Abschiebung entgehen zu können?
  4. Warum sitzen „Flüchtlinge“ auch weit über das Pflichtschulalter hinaus in Gymnasien-Oberstufen, obwohl sie weder Deutsch noch Englisch verstehen?
  5. Warum werden nicht einmal die von Deutschland nach Österreich zurückgeschobenen - also extrem dubiosen - Migranten festgenommen und gleich weiter über Österreichs eigene Südgrenze gebracht?
  6. Was sollen Pseudo-Aktionen bringen, dass es nun in einigen Bundesländern das volle Mindestsicherungs-Geld nur noch dann gibt, wenn ein „Flüchtling“ eine Integrationsvereinbarung unterschreibt und sich in irgendwelche für die Steuerzahler teuren Kurse setzt (in Wien muss er nicht einmal das), er aber keine einzige Prüfung oder Ähnliches absolvieren muss? Na, da unterschreibt man es halt…
  7. Was soll eine solche Unterschrift wert sein, wenn dahinter nicht die Pflicht steht, in den nächsten zwölf Monaten Tag und Nacht Deutsch und alle wichtigen Verhaltensregeln auch wirklich zu lernen, widrigenfalls man sofort abgeschoben wird?
  8. Warum werden „Flüchtlinge“ nicht bei absolut jeder strafgerichtlichen Verurteilung automatisch abgeschoben (und wenn man fragt „Wie?“, dann eben genauso, wie Deutschland jetzt ständig Menschen nach Österreich zurückschiebt)?
  9. Warum wird nicht sofort jeder Imam seines Amtes enthoben und abgeschoben, der Verfassungswidriges (etwa über eine Minderwertigkeit der Frau oder über einen Vorrang der Scharia) predigt, oder in dessen Moschee sich gar Menschen zum Dschihad verabredet haben?
  10. Warum ist der Wiener Polizeidirektor noch immer nicht suspendiert, der verantwortlich dafür ist, dass eine schwere Vergewaltigung eines Kindes in einem Schwimmbad durch einen sexhungrigen „Flüchtling“ zwei Monate lang vertuscht worden ist, obwohl eine laute öffentliche Warnung für viele Eltern und Kinder essenziell zur Verhinderung weiterer Opfer gewesen wäre?
  11. Warum ist noch immer kein Gemeindebeamter angeklagt, der es spätestens nach diesem Vorfall unterlassen hat, alle Badaufseher eindringlich auf die neuen Gefahren und die notwendigen Schutzmaßnahmen aufmerksam zu machen?
  12. Warum wird von der Polizei (insbesondere in Wien) noch immer nicht bei jedem Delikt die Nationalität beziehungsweise mutmaßliche Herkunft der Tatverdächtigen genannt?

Solange das alles nicht geschieht, ist Österreich weiterhin gegen Völkerwanderung und Islamisierung wehrlos. Solange das nicht geschieht, besteht auch in Österreich weiterhin eine „Herrschaft des Unrechts“. Also genau das, was CSU-Chef Seehofer öffentlich – und völlig zu Recht – über den derzeitigen Zustand Deutschlands sagt.

Was vor kurzem sogar ein Sprecher des Berliner Innenministeriums, wenn auch eher unfreiwillig zugegeben hat, als er sich berühmte, dass jetzt eine "nahezu vollständige" Erfassung der "Flüchtlinge" möglich sei. Womit er zugleich zugab, dass sie noch immer nicht vollständig ist; und dass es in den Wochen und Monaten davor noch viel schlimmer gewesen ist. Wo ja auch in Deutschland Hunderttausende illegale Immigranten lebten, die keiner Behörde bekannt gewesen sind.

Nachträgliche Ergänzung: Dass Österreich nun auch eine tägliche Begrenzung der Aufnahme von "Flüchtlingen" auf 80 (freilich plus einer großen Zahl solcher, die direkt nach Deutschland weiterreisen wollen) verkündet hat, ist sicher ein weiteres Indiz, dass die Regierung es diesmal ernst meinen könnte. Aber dennoch liegt die Stunde der Wahrheit und die Antwort auf die genannten zwölf Punkte noch vor uns - vor allem dann, wenn die vor Österreich auf der Balkanroute liegenden Länder doch nicht bereit sein sollten, die Migration auf die jetzt von Österreich vorgegebenen Zahlen zu reduzieren. Also wenn sie nicht Österreich die wirkliche Arbeit abnehmen sollten.

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Der ORF und die "Schönheit" des Islam drucken

Manche Menschen setzen sich der Gehirnwäsche des ORF in der Sendung: „Erfüllte Zeit“ am Morgen von Sonn- und Feiertagen aus. Sei es, weil ihnen hier eine Art von breitgewalztem „Ethik-Unterricht“ einer Eintopf-Religion vorgesetzt wird, in der sich Zutaten aller Religionen finden, oder weil er gebannt verfolgt, so wie ich, wie die eigene christkatholische Religion wie ein morscher Turm in Etappen gesprengt wird. Ähnlich wie es jüngst dem Kraftwerksturm in Voitsberg ergangen ist. Der Zuhörer staunt entsetzt, wie perfide der ORF die früher in Österreich tatsächlich katholische, allumfassende Religion zerstört, der 95 Prozent der Bevölkerung angehörten.

Strategisch geht der ORF so vor, dass er ausschließlich radikal progressive Protagonisten einer entseelten pseudo-katholischen Ideologie der linksorientierten, von „Gutmenschen“ dominierten „Caritas-Kirche“, zu Wort kommen lässt.

Diese Verfechter einer ultraliberalen Glaubensauffassung wollen sich von der Bindung an einen liebenden, aber auch strafenden, gerechten Gott lösen, dessen Gebote sie missachten und zeigen so Elemente des Freud'schen „Todestriebes“, der „nach Auflösung dieser Einheit, nach Verstreuung und Auflösung von Bindung“ strebt.

Eine weitere Strategie des ORF zur Auflösung des katholischen Glaubens ist es auch, diesen nur als eine, nicht besonders gelungene Variante im Reigen verschiedenster Religionen darzustellen.

Warum Menschen ihre eigene Religion zerstören wollen, bis von ihr nur noch homöopathische Reste übrig bleiben, könnte tiefenpsychologisch so erklärt werden, dass ihnen die auferlegten Gebote wie z.B. das Gebot „Du sollst nicht töten“ nicht tragbar erscheinen, sie daher dagegen verstoßen und die Folgen dieser Übertretungen, Gericht und Verdammung im Jenseits, welche elementare Glaubensinhalte sind, nicht wahrhaben wollen.

In der Tiefe ihrer Persönlichkeit schlummert jedoch das Wissen um ihre Schuld. Da sie diese Schuld aber nicht zugeben und anerkennen wollen und auch an die Erlösung von dieser Schuld durch den Sohn Gottes, Jesus Christus, nicht glauben, der nur als Sohn Gottes Sünden vergeben kann und eine innere Haltung des Sündenbewusstseins und der Vergebungsbitte verwerfen, tragen sie diese Schuld unbewusst oder unterbewusst mit sich. Diese seelische Belastung versperrt ihnen die Freude am Leben und so suchen sie unbewusst eine andere wirksame Erlösung, die durch ihren Tod.

Dieser fatale, autoaggressive Bewältigungs-Mechanismus einer tief in der Seele wurzelnden Selbstverachtung, der im Tod die Befreiung von Schuld sieht, weil diese Menschen das Angebot einer Befreiung von dieser unterschwellig bewussten Schuld durch Buße und Sühne in ihrem aktuellen Leben nicht annehmen und sich diese Schuld auch nicht eingestehen wollen, kann sich auch auf eine ganze, schuldig gewordene oder sich schuldig fühlende Ethnie übertragen und dazu führen, dass sich diese Ethnie tief in ihrem Inneren angesichts ihrer schuldhaften Vergangenheit nicht wert fühlt, zu leben, so dass sie sich durch Tötung ihrer Nachkommen selbst auslöscht.

Dieses tiefenseelische Schuldbewusstsein, das die Lebenskraft raubt und sich in oberflächliche Betäubung durch materielle und sexuelle Befriedigung flüchtet, kann insbesondere bei Deutschen und Österreichern angenommen werden, welche die massenhafte, millionenfache Tötung ihrer Nachkommenschaft massiv verdrängen, ja sogar diese Schuld an der Massenvernichtung ihrer Kinder im Mutterleib dadurch aufzuheben versuchen, indem sie diese Tötungen zu einem „Menschenrecht auf Abtreibung“, also zu einem „Menschenrecht auf Menschentötung“ erklären, eine absurde Forderung, denn die Tötung eines Menschen, der wehrlos ist und von dem man nicht bedroht wird, kann niemals ein Menschenrecht sein.

In ähnlicher Weise hat auch die NS-Diktatur die Judenvernichtung als ein Recht auf „Notwehr“ gegen den, auf alle Juden generalisierten Plan des amerikanischen Juden Theodore N. Kaufman in seiner Schrift Germany must perish!“ - Deutschland muss sterben - gerechtfertigt.

Betrachtet man Beispiele des ORF aus der jüngsten Vergangenheit, so kommen Zweifel auf, ob man sich in einem katholischen oder islamischen Land befindet.

Am Christtag, dem nach Ostern höchsten Feiertag der Kirche, war in der Sendung „Erfüllte Zeit“ ein Beitrag mit dem Titel: „Isa Ibn Maryam - Die Geburt Jesu im Koran“ zu hören. Danach beschreibt der Koran die Geburt Jesu und den Werdegang seiner Mutter Maria „eigentlich ausführlicher“ als die Bibel. Bemerkenswert sei, „dass in der islamischen Tradition das Weihnachtsgeschehen eingehender beschrieben wird als in der christlichen“.

Der ORF legt dadurch den Schluss nahe, dass der Koran die Geburt Jesu „eigentlich ausführlicher“ und „eingehender“ beschreibt als die Bibel, also dass man, wenn man den Koran liest, besser über Jesu Geburt informiert wird, als nach dem Bericht der Bibel. Dieser Beitrag, in welchem die „gläubige Muslimin“ Dudu Sücigöl – der Name wird nur akustisch mitgeteilt und findet sich nicht schriftlich im Programm – berichtet, wie sie mit Kekse backen und dem Besuch von Weihnachtsmärkten ihre Variante des Weihnachtsfestes feiert, dauert etwa zehn Minuten, somit rund 20 Prozent der ganzen Sendung, was in Anbetracht des muslimischen Anteils der Bevölkerung von etwa 6 Prozent eine überproportionale Islam-Berichterstattung um etwa das Dreifache bedeutet. So gesehen könnte diese ORF-Sendung am Christtag auch als Beitrag eines mehrheitlich moslemischen Landes unter Berücksichtigung einer christlichen Minderheit betrachtet werden.

Das katholische Gegenstück zu diesem Weihnachtsbeitrag nach islamischem Verständnis ist der „Kurzessay“ eines Lieblings des ORF, des ultraliberalen und radikal „progressiven“ Theologen Paul Zulehner, bei dem der ORF sicher sein kann, dass dieser keine Glaubenswahrheiten verkündet, sondern sich in seichtem, kirchenfeindlichen Geschwätz verbreitet. Er ist ein Beispiel für die, vom ORF hochgeschätzten radikal progressiven Protagonisten einer entseelten „Caritas-Kirche“, die von einer Elite von „Gutmenschen“ dominiert wird.

Der Essay Zulehners beginnt mit einem zynischen Seitenhieb auf den Glauben an Gott: Als die Frau eines schottischen anglikanischen Bischofs von Darwins „Entstehung der Arten“ erfuhr, soll sie gesagt haben: „Lieber Gott, lass es nicht wahr sein. Aber wenn es wahr ist, dann mach, dass es sich nicht herumspricht.“ Indem Zulehner diese Legende zitiert, wird seine Absicht deutlich, diese Frau, stellvertretend für einen Großteil der Gesellschaft, die in ihrer religiösen Weltanschauung ebenfalls als rückständig und einfältig dargestellt wird, zu verspotten und herabzusetzen.

Die zentrale These Darwins, dass die Höherentwicklung auf zufälligen Mutationen des Erbmaterials beruht, ist jedoch inzwischen widerlegt, da ein solcher Zufalls-Prozess der Naturgesetzlichkeit der biologischen Ökonomie nicht gerecht wird, eine Gesetzmäßigkeit, die dafür sorgt, dass keine Energie für solche völlig ungerichtete, planlose, nach reinem Zufall stattfindenden Mutationen vergeudet wird. Die Erkenntnisse der Epigenetik zeigen vielmehr, das sich der Organismus individuell an veränderte Umweltbedingungen anpasst und diese Veränderungen auch weitervererbt werden, so dass die Lehre von Darwin revidiert werden musste und die Evolutions-Theorie von Lamarck, dass sich individuell erworbene Anpassungen weitervererben und in den Gen-Pool des humanen Genoms einfließen, an Bedeutung gewinnt.

Ob nun die Evolutions-Theorie von Darwin oder die von Lamarck oder eine Kombination beider Theorien der Wirklichkeit entspricht, ist in der Gesamtheit der Entwicklung der Materie zum menschlichen Leben vernachlässigbar. Die Differenzierung der Elemente aus den Ur-Elementen Wasserstoff und Helium zu allen bekannten Elementen des Periodensystems oder noch weiter zurückliegend, die Entstehung, oder zweckgerichtet ausgedrückt, die Schaffung der Materie aus dem Nichts sowie die Höher-Entwicklung dieser Materie bis zum menschlichen Intellekt, der nach heutiger Erkenntnis als einziges Lebewesen das Universum und seine eigene Existenz bewusst erfassen kann, ist nach menschlichem Ermessen nur auf einen unfassbar intelligent programmierten Entwicklungsplan zurückzuführen, den in seiner Gesamtheit zu erfassen der menschliche Intellekt nicht ausreicht.

Die Einleitung von Zulehner, welche den Glauben an Gott nach dem damaligen Gottesbild verspottet und dessen Existenz scheinbar durch die Theorie Darwins über die Entwicklung der Arten als widerlegt und überflüssig zu betrachten ist, wobei der Eindruck einer überheblichen Präsentation durch einen „Wissenden“ entsteht, ist angesichts des unfassbaren Entwicklungsprogrammes der Entfaltung und Fortentwicklung aus Urmaterie oder dem Nichts zu der für uns erkennbaren kosmischen Wirklichkeit und der biologischen Entwicklung zu diesem Erkenntnisprozess keine Frage, an der sich die Existenz Gottes entscheidet.

Der überhebliche Glaube daran, dass die Darwin’sche Theorie der Entwicklung der Arten, die in wesentlichen Elementen bereits widerlegt ist, die Höherentwicklung der Materie zum menschlichen Intellekt erklärt, kann keineswegs die unfassbare Intelligenz der Gesamtheit der Programmierung von Ur-Materie zum menschlichen Geist erklären, sondern interpretiert nur einen winzigen Teil einer unendlich scheinenden und einander bedingenden Fülle von Naturgesetzen, für die „Gott“ der menschliche Begriff ist, in dessen Begriffsfeld auch der Ursprung und der Zweck allen materiellen und geistigen Seins einfließt. Diese Erkenntnis, dass alle Materie und alles Lebens eine Ursache, eine Herkunft, einen Sinn und Zweck haben muss, den wir „Gott“ nennen, ist jedem vernunftbegabten Menschen zugänglich.

Wie diese Kausalkette im Detail funktioniert, ist interessant und erforschungswert, aber kein Grund die Kausalität aller materiellen und geistigen Vorgänge, die ein Aspekt Gottes ist, zu bestreiten und die Existenz Gottes, der ja infolge unseres begrenzten Intellektes „unerforschlich“ ist, zu leugnen.

Dieser „Urgrund alles Seins“ ist „Gott“ und dass wir nach diesem Urgrund fragen dürfen, ist ein beglückendes Geschenk dieses Urhebers alles Seins, das sich schon in der aufblühenden geistigen Entwicklung des Kindes zeigt, das unaufhörlich „warum“, „warum“, „warum“ fragt, bis der antwortende Erwachsene am Ende seines Lateins ist.

„Der Endzweck des Universums ist die Liebe!“ lautet eine der letzten Botschaften von Marpingen, die ich dort selbst gehört habe und die mich in der Erkenntnis dieser tiefen Wahrheit wie ein Blitz getroffen hat.

Zulehner gleicht in seinem Glaubensverständnis der Weltethoslehre von Hans Küng. Was das Wesen des katholischen Glaubens ausmacht, das Kreuzesopfer Christi zu unserer Erlösung und die letzten Dinge: Gericht, Himmel und Hölle mit dem Endzweck des Universums, uns zur Liebe, dem größten Geschenk Gottes zu führen, darüber schweigt er.

Was Zulehner und Hans Küng jedoch verbindet und beide vor dem Thron Gottes zu verantworten haben werden, ist ihre liberale Beurteilung der Abtreibung, welche nach der Lehre der Kirche ein „verabscheuungswürdiges Verbrechen“ darstellt, diese als grundsätzliche Befürworter der Abtreibung ausweist und ihre gerechte Strafe beim jüngsten Gericht herausfordert.

Während Hans Küng in seinem Artikel: „Ein Pontifikat voller Widersprüche“ eine Aufweichung des Gebotes „Du sollst nicht töten“ und folglich die Lockerung des Verbotes der Abtreibung fordert:

„Selbst in traditionell katholischen Ländern wie Irland, Spanien und Polen lehnt man zunehmend die päpstliche Sexualmoral ab und wehrt sich gegen römisch-katholischen Rigorismus in Sachen Abtreibung.“

zeigt Zulehner Mitleid für das Abtreibungspersonal der Wiener Fleischmarkt-Klinik, die aus Gründen der Rentabilität dieser Hinrichtungsstätte eine bestimmte Anzahl vorgeburtlicher Kindstötungen vornehmen muss, um nicht zugrunde zu gehen:

„Also da wünsche ich mir die Kirche und die Pfarrgemeinden hin, dass wir für das Leben stehen, im besten Sinne des Wortes, nicht in einer ganz billigen Abtreibungs-Protest-Haltung und -Aktion vor der Fleischmarkt-Klinik, die ich im Übrigen für unerträglich finde, weil mir diese Leute in der Klinik schon deswegen Leid tun, weil die müssen, um wirtschaftlich bestehen zu können, eine gewisse Zahl von Abtreibungen durchführen pro Jahr, sonst gehen die wirtschaftlich kaputt.“

Zulehner sorgt sich also um das wirtschaftliche Wohlergehen der Massen-Babyschlächter. Sein Mitleid gehört denen, die Einbußen in ihren Tötungs-Honoraren erleiden könnten, wenn ungeborene Kinder gerettet werden und dadurch der kommerzielle Gewinn nicht mehr zum Betrieb des Kinder-Schlachthofes ausreicht. Die millionenfache vorgeburtliche Kindstötung durch die Abtreibungs-Marter und die Selbst-Ausrottung des christlichen Abendlandes rührt ihn jedoch nicht!

Der Vortrag war auf einer Kassette erhältlich und ist auszugsweise unter http://gloria.tv/media/Z9JpyFFmKUA mit einer Transkription des Redeausschnitts abrufbar.

Solche Gegner der Lebensschützer von „Human-Life-International“ (HLI), die vor den Abtreibungskliniken tausende ungeborene Kinder gerettet und damit die Behauptung der wohlüberlegten Entscheidung der Frau vor der Abtreibung widerlegt haben, sind dem ORF natürlich sehr willkommen bei der Durchsetzung ihrer Bemühungen zur Zerstörung der Kirche. 

An einem weiteren hohen Weihnachtsfeiertag, dem Fest der „Heiligen Drei Könige“, war der Islam-Theologe Milad Karimi ebenfalls in der ORF- Sendung „Erfüllte Zeit“ zu Gast, der den Koran gemeinsam mit dem ORF-Moderator himmlisch besang: „Der Islam ist eine Religion des Friedens und der Menschenliebe“ flötete der Moderator islamergeben, wie es sich der Islam, was „Unterwerfung“ bedeutet, wünscht und zitierte Karimi:

„Demut ist das, was die Muslime … prägt“

um dann als Höhepunkt der ORF- Islamverehrung Karimi mit dessen Zitat:

„Der Islam sei mehr als andere monotheistische Glaubenslehren eine Religion der Schönheit“

zu würdigen:

Somit verbreitet der ORF die maßlos übersteigerte Verherrlichung des Islam als „Religion der Schönheit“ und missioniert dadurch für den Islam in einer ebenso massiven Weise, wie er den katholischen Glauben abwertet.Wie kann der Islam eine „Religion der Schönheit“ und der „Demut“ sein, die den Moslem prägt und auch des „Friedens und der Menschenliebe“ wenn der Koran fordert:

Sure 8, Vers 12: „Wahrlich in die Herzen der Ungläubigen werfe ich Schrecken. So haut ein auf ihre Hälse und haut ihnen jeden Finger ab".

Sure 4, Vers 89: „Und wenn sie sich abwenden, dann greift sie und tötet sie, wo ihr sie findet,“

Sure 8, Vers 39: „Und kämpfet wider sie, bis kein Bürgerkrieg mehr ist und bis alles an Allah glaubt…”

Wie kann der Islam eine „Religion der Schönheit“, der „Demut“, des „Friedens und der Nächstenliebe“ sein, dessen Gründer, Mohammed, seine Laufbahn als Karawanenräuber begann und als Feldherr Gebiete, die zuvor christlich waren, mit Feuer und Schwert für den Islam eroberte.

Es gibt nichts Gegensätzlicheres als Töten und Nächstenliebe, das eine schließt das andere aus. Nachdem die kriegerische Eroberung vormals christlicher Gebiete nach dem Vorbild der Eroberungszüge von Mohammed eine Tatsache ist, kann diese Religion in dessen Namen diese Eroberungskriege geführt wurden, nicht zugleich eine Religion des Friedens, der Demut und der Nächstenliebe sein!

Es ist aus unserer nächsten Umgebung bekannt, dass weite Gebiete in den Türkenkriegen verwüstet, der Großteil der Bevölkerung ermordet und den unterjochten christlichen Familien der „Knabenzins“ abgepresst wurde, Kinder, die umerzogen wurden und dann als Janitscharen ihre früheren Heimatländer bekriegten. Dies ist eine Perfidität, die ihresgleichen sucht. Wer diese Religion, in deren Namen die Menschen ganzer Landstriche in Österreich ausgerottet wurden, als Religion des Friedens, der Demut und der Nächstenliebe darstellt und in ihr Schönheit findet, wie dies auch durch den ORF geschieht, verleugnet die historische Wahrheit. Der verwendet den Begriff „Schönheit“ für etwas, das nicht schön ist, nicht gefällt, im Gegenteil Schrecken verbreitet, wenn man die historische Konnotation und das gegenwärtige Assoziationsfeld des Islam heranzieht.

Abgesehen von der geschönten Darstellung historischer Tatsachen, die sich ja nicht für alle Moslems, wohl aber für einen Teil der moslemischen Zivilisation in unaussprechlicher Grausamkeit bis in die Gegenwart fortsetzen, birgt die moslemische Masseneinwanderung ein enormes Potenzial an Bedrohung für die betroffene Zivilisation.

Die Tatsache, dass das ungleiche Geschlechter-Verhältnis zu Frustration und Aggression bei den meist jungen moslemischen Einwanderern führt, bei deren großer Masse keine Aussicht auf Befriedigung ihrer auf Frauen gerichteten Triebe besteht, führen infolge der untergeordneten Stellung der Frauen in den Herkunftsländern – eine Erfahrung, mit der die meisten dieser Männer sozialisiert wurden und deren Verhalten geprägt hat –  fast zwangsweise zu Übergriffen, wie sie als Massenphänomen während der Silvesternacht auf dem Bahnhofsplatz in Köln geschehen sind.

Dieses Ungleichgewicht im Geschlechterverhältnis in der Altersgruppe von 18 bis 25 Jahren ist ein wesentlicher Faktor, der zur Entstehung derartiger sexuellen Übergriffe führt, wie die Nahost-Expertin Karin Kneissl und Autorin des Buches „Mein naher Osten“ kürzlich in der ORF-Sendung „Im Zentrum“ darlegte. 

Als Beispiel führt sie Schweden an, wo das Geschlechterverhältnis in dieser Altersgruppe 125 Männer zu 100 Frauen beträgt. Dieses Missverhältnis übertrifft jenes von Indien und China deutlich, wo es infolge der vorgeburtlichen Mädchen-Tötung etwa 115 zu 100 beträgt. Es ist zu erwarten, dass auf Grund dieses Frustrations-Potenzials solche Übergriffe weiter erfolgen werden, was wieder die Frustration insbesondere der jungen einheimischen Männer hervorruft, die sich ihrerseits in der Möglichkeit, eine Partnerin zu finden, eingeschränkt sehen. 

Es ist zu befürchten, dass der zunehmende Anteil der Migranten an der Gesamt-Bevölkerung, der in Wien bereits 50 Prozent beträgt und nun noch durch die Massen meist männlicher Zuwanderer – Flüchtlinge sind sie seit Erreichen der Türkei oder anderer nicht kriegführender Staaten nicht mehr – noch weiter durch das Ungleichgewicht von Männern und Frauen in der Altersgruppe von 18 bis 25 Jahren problematisch wird.

Durch die enttäuschten Zukunftshoffnungen von rund 100.000 meist männlichen Zuwanderern allein im letzten Jahr, die über wenig Geld verfügen, keine Arbeit, eigene Wohnung und geringe Aussicht auf Partnerschaften haben, ist angesichts des verhältnismäßigen Wohlstandes der umgebenden Mehrheitsgesellschaft mit Aggressions-Handlungen und Radikalisierung in dieser Masse an jungen Zuwanderern zu rechnen.

Bundespräsident Heinz Fischer, der sich kürzlich im ORF wegen seiner Rolle in der Auseinandersetzung um den Antisemiten Taras Borodajkewycz und der Wiederauflage seines Buches zu diesem Fall höchster Anerkennung erfreuen durfte und dabei zur Zivilcourage aufrief, fordert die Fortführung der Willkommenskultur gegenüber den Flüchtlingen, die in Wahrheit Zuwanderer sind, denn sie durchziehen „sichere Drittstaaten“, um in die, für sie ökonomisch attraktivsten Länder zu gelangen.

Fischer, der als führender SPÖ-Funktionär einer der Hauptverantwortlichen für die Durchsetzung der „Fristenlösung“ war, der in den letzten vierzig Jahren rund drei Millionen ungeborene Menschen zum Opfer gefallen sind, fordert wohl deshalb das Festhalten an der „Willkommenskultur“ und den weiteren Zuzug von Flüchtlingen, bis das Land von ihnen bis zum Bersten gefüllt ist. So kann er sich der Verantwortung für diese millionenfachen Ausrottungsmaßnahmen gegen die ungeborenen Kinder entziehen. 

Dass durch Massenquartiere für hunderte, meist männliche Flüchtlinge, die Anrainer wegen dem erwiesenen Aggressionspotenzial der jungen Männer Angst vor dieser Zusammenballung von Menschen haben, kümmert Fischer nicht, Hauptsache es ist alles vollgestopft mit meist jungen Männern, so fällt das Fehlen von Millionen Menschen, die in den Abtreibungskliniken den Martertod starben, nicht auf. Sein Aufruf zur Zivilcourage ist rein rhetorisch, denn meine Artikel über seine Mitwirkung am Zustandekommen der „Fristenlösung“, die ich ihm zugesandt habe, beantwortete er nicht, obwohl er ja das Staatsoberhaupt aller Österreicher sein möchte.

Selbst der liberale Papst Franziskus sieht das Kernproblem unserer Gesellschaft, wenn er sagt: Wenn ein Land keine Kinder hat, kommen Einwanderer und übernehmen ihren Platz. Dem „großen Humanisten“ Fischer sind solche Erkenntnisse verschlossen. Sein Mitleid ist infolge selektiver Wahrnehmung und Betroffenheit auf die Flüchtlinge fokussiert, das Schicksal der ungeborenen Menschen ist für ihn gegenstandslos. So kann der Tötungsstaat Österreich mit seiner Vernichtungsideologie und seiner finanziellen Unterstützung der Familienberatung seine „Fristenlösungs“-Metastasen bis in die kirchlichen Pastoralämter ausdehnen und dadurch auch die Kirche zur Mittäterin machen, welche selbst Abtreibungen bezahlt und so zu einer Abtreibungs-Filiale des Tötungsstaates Österreich geworden ist. 

Die Familienberaterinnen in den kirchlichen Pastoralämtern werden, wie auch die nichtkirchlichen Beraterinnen von der „Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung“ (ÖGF), dem österreichischen Ableger der berüchtigten „International Planned Parenthood Federation“ (IPPF) ausgebildet, deren Handel in den USA mit Organen ungeborener Kinder erst kürzlich wieder durch Undercover-Ermittler dokumentiert wurde. Diese IPPF-„Familienplaner“ sind Spezialisten in der Gewinnung gewünschter Organe: „Wir sind sehr gut darin geworden, Herz, Lunge und Leber zu bekommen, weil wir das wissen, und dann zerquetsche ich diesen Teil nicht, ich zerquetsche dann im Grunde eher unten, und ich zerquetsche oben, und ich schaue, ob ich das intakt rausbekomme.“

http://www.welt.de/politik/ausland/article144822825/Abtreibungsfirma-bietet-Embryogewebe-zum-Kauf-an.html

Die kirchlichen Familienberaterinnen werden im ÖGF-Ausbildungskurs auch in der Abtreibungsklinik des zig-tausendfachen Menschenvernichters Dr. Christian Fiala ausgebildet. Es wundert daher nicht, wenn die Kirche Abtreibungen bezahlt und in ihren, vom Tötungsstaat finanzierten Familienberatungsstellen die Tötungspille RU 486/Mifegyne, die Fiala-Klink in Salzburg und die Wiener Fleischmarkt-Klinik mit den Worten In Wien, wissens‘ eh, da ist ein Fleischmarkt, da kann man das machen“, empfiehlt.“

Der Aufruf zur Zivilcourage von Fischer, der mehrere meiner Briefe, in denen ich ein Beratungsverbot für Abtreibungsärzte und die Einführung von Beratungskriterien nach dem Stand der Wissenschaft gefordert habe, unbeantwortet ließ, gilt somit nur für linke Anliegen. Die Massenvernichtung der ungeborenen Kinder, die dazu führt, dass sich jede Generation der einheimischen Bevölkerung halbiert und bald nur mehr in wirtschaftlich benachteiligten Rückzugsgebieten die Mehrheit stellen wird, ist für Fischer und den ORF, der massiv für den Islam missioniert, kein Problem, das der Erwähnung wert wäre.

Dr. Josef Preßlmayer, 73, ist Begründer und Kurator des „1. Europäischen Lebensschutz-Museums" und Autor einer Reihe von Büchern zum Lebensschutz. Er war langjährig Schul-Psychologe sowie auch mehrere Jahre Mitarbeiter von „Aktion Leben", wo er nach deren „Outing" als Befürworterin der „Fristenlösung" austrat.

 

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Warum der Islam (so) nicht zu Europa gehören kann drucken

Kardinal Schönborn und die Amtskirche haben abgedankt. Engagierte Christen führen die Auseinandersetzung um den Erhalt der europäischen Kulturordnung ab sofort ohne den Klerus.

Der über Europa hereinbrechende Strom von Fremden, welche die Aufnahme in die etablierte Wirtschafts- und Zivilisationsgemeinschaft fordern, und die Etablierung einer undifferenzierten „Willkommenskultur“ gegenüber einer siebenstelligen Zahl von Wanderern, die sich aus verschiedensten Ländern mit unterschiedlichsten Ausgangslagen auf den Weg in die Länder des alten Kontinents gemacht hatten, war die Kulturkatastrophe des Jahres 2015. Während Realisten aller politischen Lager auf die unterschiedliche Behandlung von tatsächlichen Flüchtlingen auf der einen und Wirtschaftsmigranten, Sozialtouristen, Deserteuren, Islamisierungs-Auswanderern und sonstigen Okkupanten auf der anderen Seite drängten, bildete sich in Windeseile ein scheinbar zielstrebig agierender politischer Block, der die offensive Einbegleitung und Aufnahme der als „Schutzbedürftige“ bezeichneten Fremden zu seiner Agenda machte.

So zielstrebig und vermeintlich akkordiert dieser Block das Gesicht der Länder Europas zu verändern begonnen hat, so inhomogen ist das Gemenge der politischen und gesellschaftlichen Gruppen, Einrichtungen und Akteure, die – wie von Zauberhand arrangiert – arbeitsteilig den massenhaften Import kulturell andersartiger Neuankömmlinge zu betreiben begannen. Um den harten Kern der grün-anarchistischen „No Border“-Fraktion clusterten sich die Formal-Elite aus nationalen Regierungskreisen und europäischen Funktionären, die Mainstream-Medien und die multikulturell bewegte Kultur-Schickeria, die verzweifelten Mitläufer aus dem Fundus fachlich und logistisch überforderter Fachminister, Apparatschiks und weisungsgebundener Beamter, die Angehörigen der Asylindustrie und humanitärer NGOs, Teile der profitwitternden (organisierten) Wirtschaft sowie eine Zahl von Freiwilligen und deren Sympathisantenschaft. Viele von ihnen tatsächlich humanitär und philanthropisch beseelt und von der Notwendigkeit überzeugt, andere jedoch auch von zweifelhaften Motiven, Helfersyndromen und ersatzreligiösen Impulsen angetrieben. 

Begründet und motiviert wird dieses Großprojekt, für das eine unbegrenzte kollektive Kraftanstrengung und Ressourcenbereitstellung eingefordert wird, gleichermaßen ideell wie materiell. Einmal wird mit humanitärem Engagement, Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft gegenüber Bedürftigen argumentiert, das andere Mal mit der Notwendigkeit, die alternde Gesellschaft mit unbedingt erforderlichen frischen (bestens ausgebildeten) Arbeitskräften und  motivierten Kulturträgern zu bereichern und so für die unbedingt erforderlichen wirtschaftlichen Wachstumsimpulse zu sorgen. Helfen und dabei reich werden – „wir schaffen das!“ Gibt es ein besseres Motivationskonzept? Auf diese Weise konnte auch die krasse sachliche Divergenz zwischen dem Konzept des Asyls und demjenigen der Integration optisch und rhetorisch mühelos zugedeckt werden. Jeder, der herkommt – ganz gleich aus welchen Motiven – darf, kann, soll und muss ein gleichberechtigtes Glied der Zukunftsgesellschaft werden.

Die Koalition der Kräfte, die dieses neue europäische Leitprojekt ohne Wenn und Aber durchsetzt, besitzt die formale politische Macht und verfügt über große Teile der gebündelten materiellen Ressourcen der Gesellschaft. Sie ist insofern außerordentlich stark. Aber sie krankt an einer nicht ganz bedeutungslosen Schwäche: Sie repräsentiert nur eine kleine Minderheit der Staatsbürger und ist für den de facto stattfindenden Totalumbau der Gesellschaften Europas durch nichts legitimiert.

Wie jedes Avantgarde-Projekt, mit dem sich eine herrschende Elite gegen das eigene Volk wendet, benötigt auch die Flutung mit „Gästen“, die übergangslos zu Mitbesitzern des Wirtschafts- und Kulturerbes gemacht werden, einen „ideologischen Überbau“. Nur durch eine Herrschaftsideologie kann sichergestellt werden, dass auf relevanter Ebene keine dummen Fragen gestellt und Kritiker mundtot gemacht werden.

Die beispiellos destruktive Politik Schönborns

Niemand hat in den letzten Monaten mehr zur Bereitstellung, zur Pflege und zum propagandistischen Einsatz einer solchen Herrschaftsideologie beigetragen als die Amtskirchen Deutschlands und Österreichs. In einem besonderen Ausmaß hat sich dabei das Episkopat Österreichs, und hier in herausragender Weise dessen Vorsitzender, der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn hervorgetan. Dies ist auf diesem Blog bereits mehrfach in umfassender Weise dargestellt worden.

Schönborn hat die Aufnahme von Fremden zum nicht hinterfragbaren Akt der Nächstenliebe stilisiert. Er hat alle Warner als hartherzig und unmenschlich stigmatisiert und ihnen eigensüchtige Motive unterstellt. Er hat jenen, die eine Beseitigung der christlichen Fundamente Europas durch den wachsenden Einfluss islamischer Einwanderer befürchten, Missbrauch des Christentums vorgeworfen. Er hat sich in beispielloser Form in die Realpolitik eingemengt und sich zum Vorreiter von EU-Sanktionen gegen die in der Frage der Massenmigration „unbotmäßigen“ Staaten der Polen, Ungarn, Tschechen und Slowaken gemacht. Und er hat – einzigartig in der europäischen Nachkriegsgeschichte – Oberhirten von Diözesen dieser Länder wegen ihrer migrationskritischen Haltung scharf gemaßregelt.

Besonders destruktiv haben sich Schönborns Äußerungen und Verhaltensweisen gegenüber dem Islam ausgewirkt. Er hat mehrfach bekundet, dass „der Islam zu Österreich gehört wie jede andere Religion auch“, wobei er es unterlassen hat zu verraten, was am Islam so geartet ist, dass es Teil Österreichs sein könnte. Er hat nicht einmal angedeutet, dass es aus christlicher Sicht wünschenswert und anzustreben wäre, muslimische Immigranten zum Christentum zu bekehren und stattdessen dafür gesorgt, dass die in Pfarren untergebrachten Fremden islamischen Religionsunterricht erhalten. Und er hat es hartnäckig unterlassen, den Wahrheitsanspruch gegenüber dem Islam zu untermauern bzw. die im Islam enthaltene Handlungsethik in wesentlichen ihrer Teile als inkompatibel mit den zivilisatorischen Grundlagen Europas auszuweisen.

Die Kirche unter Schönborn hat die Verkündigung aufgegeben und den Missionsauftrag abgelegt, indem sie sich zur PR-Agentur der multikulturell inspirierten Agenda der Massenmigration gemacht hat. Schönborn und die Kirche haben damit jede Legitimation verwirkt, den stets beschworenen „interreligiösen Dialog“ seitens des Christentums zu führen. Es ist höchst an der Zeit, dass ernsthaft agierende Laien diese Aufgabe übernehmen. Dafür müssen zunächst neue Standards erarbeitet werden, welche die Voraussetzungen einer seriösen Auseinandersetzung des Christentums mit dem Islam definieren. Im Folgenden wird ein erster Versuch gemacht, die Grundlinien einer möglichen Neuausrichtung des christlich-islamischen Dialoges zu skizzieren.

Bestandsaufnahme

Das ständige Anwachsen des Anteils der islamischen Bevölkerung in Europa macht die Gefahr der Islamisierung, das Entstehen von Parallelgesellschaften, die Angst vor Gewaltakten extremistischer Muslime und den Prozeß der Aufzehrung der auf der Ethik des Christentum ruhenden spezifisch europäischen Kultur zum Dauerthema in Medien und Politik. Das Repertoire der Reaktionen in der Öffentlichkeit ist sattsam bekannt. Es reicht von Beschwichtigung der Bevölkerung und Kleinreden bzw. Totschweigen der Probleme bis zur Strategie mancher Linken und Grünen, den Islamisierungsdruck gezielt für eine Überwindung des moralischen Gefüges der christlichen Tradition und der auf ihr abgestützten bürgerlichen Ordnung einzusetzen und deshalb zu fördern.

Die Reaktionen der christlichen Kirchen auf den Islam ist naturgemäß etwas strukturierter und substantieller als die der „veröffentlichten Meinung“. Die Beziehung zwischen Islam und Christentum ist auf zweierlei Ebenen von Bedeutung: einerseits in theologischer, andererseits in politischer Hinsicht. Theologisch begreift sich der Islam als Ausdruck der letztgültigen göttlichen Offenbarung, mit der die vorangehenden monotheistischen Religionen, Judentum und Christentum, ihrer vom Koran behaupteten Irrtümer und Abweichungen wegen, korrigiert und überwunden werden sollen.

Politisch stellt der Islam den Anspruch, eine alle Lebensbereiche umfassende rituelle, ethische, rechtliche und herrschaftliche Ordnung errichten zu wollen und stellt sich damit gegen das kollektiv-ethische Prinzip des Christentum, wonach „dem Kaiser zu geben sei, was des Kaisers ist“, was eine Herausnahme vieler Lebensbereiche aus dem Wahrheits- und Zugriffsanspruch der Religion bedeutet. Sowohl in theologischer als auch in politisch-gesellschaftlicher Hinsicht ist der Islam also bereits in seinem Ursprung als Gegenkonzept zum Christentum angetreten.

In einer Welt, die zunehmend von multireligiöser Wirklichkeit, also vom faktischen Zusammenleben der Angehörigen mehrerer Religionen innerhalb derselben Gesellschaft, geprägt ist, müssen die Religionsvertreter dennoch danach trachten, Wege der friedlichen Kohabitation zu finden und dementsprechende Regulative für das Verhalten der Gläubigen vorzugeben.

Die Notwendigkeit des strukturierten Umganges einer Religionsgemeinschaft mit einer anderen ist nichts Neues. Historisch gesehen ist dies sowohl in der islamischen wie auch in der christlichen Welt durch den Anspruch auf einen politischen Primat der eigenen Religion bei gleichzeitig eingeschränkter Toleranz gegenüber der anderen Religion geschehen. Der Islam kennt bis heute das Konzept des Dhimmi-Status, also das des „schutzbefohlenen Unterworfenen“ einer „Buchreligion“, dessen Religionsausübung im privaten Bereich bedingt und unter Einschränkungen geduldet wird, wenn er sich im öffentlichen Bereich an die Vorgabe strikter Restriktionen hält. Auch in christlich konstituierten Ordnungen gab es Regulative, mit denen – wie dies beispielsweise das „Toleranzpatent“ Kaiser Josef II. ausführt – der private Vollzug des Ritus für Minderheitsreligionen akzeptiert wird, wenn diese den kulturprägenden Anspruch der dominanten Religion nicht in Frage stellen.

Bisherige Ansätze zur Minimierung bzw. Bewältigung von Konfliktpotentialen

In einer Gesellschaft, in der die „Gleichberechtigung“ und „Nicht-Diskriminierung“ gerade und ganz besonders von Minderheitenreligionen zum zentralen Dogma erhoben wurde, suchen die Religionsvertreter nach anderen als den historischen Modalitäten der Koexistenz. Für das christlich-islamische Verhältnis wurden in den letzten Jahren mehrere Ansätze kultiviert, mit denen die Reibeflächen zwischen den beiden Religionen entschärft werden sollen. Vier davon sind zu „Dauerbrennern“ der öffentlichen Diskussion geworden.

Tatsächlich – und entgegen der behaupteten Intention – haben sie aber nichts zur Qualitätssteigerung des christlich-islamischen Zusammenlebens beigetragen, sondern statt dessen geholfen, die politische Akzeptanz des Islam als unabänderlichen Faktor der europäischen Zivilgesellschaften nicht unwesentlich zu vergrößern. Es handelt sich bei diesen vier Ansätzen um Konzepte, die jeweils der theologischen, der gesellschaftspolitischen, der staatspolitischen und kommunikationstechnischen Ebene der Auseinandersetzung korrespondieren:

1. Auf der theologischen Ebene werden die angeblichen Gemeinsamkeiten zwischen den Religionen betont, die Unterschiede marginalisiert. Der Islam sei, wie Judentum und Christentum auch, eine sogenannte „Abrahamitische Religion“. Abraham wäre der gemeinsame Gründervater und würde damit ein gemeinsames Gottesverständnis und eine gemeinsame ethische Basis grundgelegt haben.

2. Auf gesellschaftspolitischer Ebene wäre eine Kooperation zwischen christlichen und islamischen Gruppen bzw. Verbänden nicht nur möglich, sondern auch wünschenswert und durchführbar. Dies würde insbesondere den Bereich der Familie sowie den Einsatz gegen Abtreibung und die aggressive Homosexuellenbewegung betreffen. Christen könnten sich in diesen Bereichen einen Schulterschluß mit Muslimen und eine agitatorische Unterstützung erwarten, wodurch sich eine Entschärfung der Konfliktpotentiale quasi automatisch einstellen würde.

3. Auf staatspolitischer Ebene sei der sogenannte Euro-Islam eine Vision, mit der das Christentum am alten Kontinent leben könne. Der Islam solle demnach die Mindeststandards der europäischen Gesellschaften, wie die säkulare Qualität des staatlichen Rechts, die Gleichberechtigung der Frau und das Konzept des Gewaltmonopol des Staates bejahen und damit ein Stück „in die Mitte der Gesellschaft“ rücken.

4.Auf der Kommunikationsebene wird der „Dialog der Religionen“, besonders der zwischen Christentum und Islam als Allheilmittel für tatsächliche, schwelende und aktuelle, Konflikte betrachtet und forciert. Der Dialog sei die Antithese zur gewaltsamen Auseinandersetzung und deshalb eine nicht zurückweisbare Pflicht. Ihn zu verweigern sei Ausdruck von Intoleranz und Unversöhnlichkeit.

Diese vier Konzepte werden bei definitiv jeder sich bietenden Gelegenheit kolportiert und propagandistisch zum Einsatz gebracht. Umso schlimmer ist die Einsicht, dass sie bis jetzt keine positive Wirkung auf das wechselseitige Verständnis oder gar auf die Verwirklichung des behaupteten Zieles einer konstruktiven Koexistenz von Christentum und Islam aufweisen. Tatsächlich sind diese Konzepte bloße Schlagworte, denen jeder sinnvolle Inhalt fehlt.

Die Bilanz

Ad 1. „Abrahamitische Religionen“. Die Figur eines „Ibrahim“ kommt im Koran zwar zahlreiche Male vor, doch stimmen weder die Biographie noch die Erzählungen, die um Ibrahim zentriert sind, mit den alttestamentarischen Angaben über Abraham überein. Die seltsame Rolle, die Abrahams zweitem (ersten?) Sohn, Ismail, als Erbauer der Kaába in Mekka zugeordnet wird, ist nur ein Beispiel für die umfassende Konfusion. Auch wenn der Koran offenbar bemüht ist, mit oberflächlichen Gemeinsamkeiten einschlägige Assoziationen entstehen zu lassen, sind der biblische und der koranische Abraham doch zwei vollständig verschiedene Personen. Es lassen sich unter Bezug auf „Abraham“ keine wie immer gearteten Gemeinsamkeiten zwischen Christentum und Islam ausfindig machen.

Ad 2. Gemeinsame gesellschaftspolitische Agitation.  Auch die Hoffnungen christlicher Lebensschützer, Familienpolitiker und -aktivisten sowie Kritiker des homosexuellen Lebensstils, für ihre Anliegen und Ziele muslimische Verbündete in der gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzung zu finden, haben sich in keinem einzigen westlichen Land erfüllt. Sowieso ist im Islam nur die Abtreibung muslimischer Kinder, und das nur ab dem 4. Schwangerschaftsmonat verboten, wobei ein Verstoß gegen dieses Verbot mit relativ wohlfeilen Pönalezahlungen gesühnt werden kann. Darüber hinaus haben weder familienpolitische Ziele noch die überbordende Aggression kultureller Homosexualität nirgendwo je zur Teilnahme von Muslimen an von Christen organisierten Demonstrationen, Petitionen oder Kampagnen geführt. In den westlichen Gesellschaften hat man regelmäßig den Eindruck, dass Muslimen christliche Wertvorstellungen vollständig gleichgültig sind.

Ad 3. Der „Euro-Islam“. Obwohl der Euro-Islam seit den frühen 90er-Jahren als Heilmittel zur Beseitigung von Kulturkonflikten gepriesen wird, ist die Debatte bislang nicht einmal im Stadium einer oberflächlichen terminologischen Klärung angekommen. Welche Bestandteile der islamischen Glaubensvorstellungen, der islamischen Gesellschaftslehre oder der Scharia stehen überhaupt zur Disposition? Wer macht die Agenda politischer Wunschvorstellungen zur Adaption einer Religion für säkulare Bedürfnisse verbindlich? Wer hat überhaupt den Spielraum einer Religion für planhafte Veränderungen ermittelt und dokumentiert? Usw. Eine Beantwortung dieser alles entscheidenden Fragen ist bisher nicht in Sicht und das Konzept daher zum heutigen Zeitpunkt de facto wertlos. 

Ad 4. Christlich-Islamischer Dialog. Der christlich-islamische Dialog ist bis jetzt nichts mehr als eine ritualisierte Pflichtübung. Bis jetzt wurden weder das Ziel noch die Akteure und deren Autorität noch die Frage der Transmission zwischen einem allenfalls erzielten Dialogergebnis und dessen Akzeptanz durch die Masse der Gläubigen definiert. Dementsprechend ist der Dialog stets inhaltlich völlig beliebig und belanglos. Selbst wenn zwischenzeitlich Übereinstimmungen zwischen irgendwelchen Exponenten erzielt werden, bleiben diese völlig unverbindlich und werden von ihren Nachfolgern wieder ohne jedes Bedenken und Schamgefühl für nichtig erklärt. Effektiv ist ausschließlich die imperativische Verpflichtung, den Dialog zu führen oder sich der Intoleranz, Ausgrenzung, kulturellen Überheblichkeit oder gar des Hasses schuldig zu machen.

Notwendigkeit einer Neuordnung des christlich-islamischen Verhältnisses

Angesichts des Scheiterns aller bisherigen Versuche der Annäherung ist eine Neustrukturierung der christlich-islamischen Beziehung dringend erforderlich. Diese muß von Realismus und Ehrlichkeit geprägt sein. Die Instrumentalisierung vorgetäuschter Harmonie zum Zweck der Paralysierung jeder Kritik und zur Verhinderung einer Unterscheidung der Geister ist zurückzuweisen. „Nur die Wahrheit wird euch frei machen.“

In diesem Sinn sind drei große Bereiche der erforderlichen Neu-Ausrichtung der christlich-islamischen Gesprächsbasis unterscheidbar. Sie beinhalten die bisher unüberwindlichen Hindernisse im Vorankommen in der Suche nach einem tragfähigen Fundament der Koexistenz. Sie müssen benannt und identifiziert und danach Punkt für Punkt von repräsentativen Vertretern aus Christentum und Islam abgearbeitet werden, wenn der „Dialog“ mit Leben erfüllt werden und reale Bedeutung bekommen soll. Es sind die folgenden drei Bereiche, in denen die bis dato vorliegende Konzeption des Islam den Dialog mit dem Christentum sinnlos und eine ersprießliche Kohabitation von Christen und Muslimen auf Dauer unmöglich macht:

1. Untergrabung der christlichen Lehre durch den Koran.

Ab dem Anbeginn seiner Entstehung betreibt der Islam eine ständige, besserwisserische Re-Interpretation der christlichen Dogmen, zentralen Aussagen und Botschaften, die jedes Gesprächsverhältnis auf destruktive Weise untergraben muß. Die koranische Lehre maßt es sich an, die Glaubensgrundlagen des christlichen Neuen Testaments als Ansammlung von Unwahrheiten und Täuschungsmanövern zu denunzieren. Man müßte meinen, dass es nicht sein kann, dass eine Religion einer anderen unterstellt, diese würde ihre eigenen Glaubensgrundlagen nicht kennen bzw. bewußt falsch tradieren. Der Koran jedoch tut genau das. Indem er seinerseits christliche Glaubensinhalte gründlich mißversteht bzw. mit diesen nicht vertraut ist, beschuldigt er die Christen der Fälschung ihrer eigenen Quellen. Dies ist insbesondere hinsichtlich der folgenden wichtigen Themen von großer Tragweite:

a. Trinität/Dreifaltigkeit

Darunter versteht das Christentum die Wesenheiten des dreieinigen Gottes: Gott Vater, Gott Sohn und Heiliger Geist. Diese Klarlegung ist lange vor dem Auftreten des Islam dogmatisiert worden (ab dem ersten Konzil von Nicäa, 325 n. Chr.). Der Koran aber mißversteht die Dreifaltigkeit beharrlich. Es würde damit Gott, Maria und Jesus gemeint sein. Gott hätte mit Maria ein Kind gezeugt, würden die Christen meinen. „Und sie sprechen: Gezeugt hat der Erbarmer einen Sohn. Wahrlich, ihr behauptet ein ungeheuerlich Ding. Fast möchten die Himmel darob zerreißen, und die Erde möchte sich spalten ...“ (Sure 19/88 – 90).

Dieses Kind, Jesus, steht im Verdacht, sich selbst zu vergotten und wird daher einem peinlichen Verhör unterzogen: „Und wenn Allah sprechen wird: O Jesus, Sohn der Maria, hast Du zu den Menschen gesprochen: Nehmt mich und meine Mutter als zwei Götter neben Allah an?“ (5/116) Die Christen, die das bejahen würden, machten sich daher der schlimmsten aller Sünden schuldig. Sie würden „schirk“ („Beigesellung“) betreiben und damit im Grunde Polytheisten sein. Dies ist aber gleichzeitig ein todeswürdiges Verbrechen.

Denn der Koran erklärt Gläubige, die den trinitarischen Gottesbegriff vertreten, also Christen, zu „Ungläubigen“: „Ungläubig sind die, die da sagen, dass Gott der Messias, der Sohn Marias ist. Ungläubig sind diejenigen, die da sagen, dass Gott der Dritte von Dreien ist.“ (5/72 – 73) (Vgl. auch 9/30). Dies hat für Christen weitreichende Folgen: „Wenn ihr denjenigen begegnet, die ungläubig sind, dann schlagt ihnen den Nacken ab.“ (d.h. köpft sie) (47/4) „... tötet die Ungläubigen, wo immer ihr sie findet, ergreift sie, belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf.“ (9/5)

b. Kreuzestod und Erlösungswerk Jesu 

Der Islam leugnet den Kreuzestod und die Auferstehung Jesu und unterstellt den Christen einen betrügerischen Mummenschanz. Jesus sei ein islamischer Prophet gewesen, der von den Christen vereinnahmt worden wäre. „Verflucht sind sie (die Juden, Anm.) dafür, … dass sie sagten: Gewiß, wir haben al-Masih 'Isa (Jesus), den Sohn Myriams (Marias) getötet. – Aber sie haben ihn weder getötet noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen so. … Sie haben kein Wissen darüber, außer dass sie Mutmaßungen folgen. Und sie haben ihn mit Gewißheit nicht getötet.“ (4/155 – 157)

Die Wendung „es erschien nur so“ in Vers 157 ist eine schwache Übersetzung des dort verwendeten Wortes „subbiha lahum“, das auf einen durch Täuschung erzeugten Schein hinweist. Die Mehrzahl der islamischen Koranexegeten deuten dies so, dass ein Doppelgänger Jesu getötet wurde. Nachdem Jesus als Prophet Allahs betrachtet wird, dem im Koran immerhin neunzig Verse gewidmet werden, könne Allah die Kreuzigung nicht zugelassen haben, da die Schmach dieser erniedrigendsten aller Tötungsarten sonst auf Allah selbst zurückfallen würde. Jedenfalls sei Jesus eines natürlichen und friedlichen Todes gestorben (vgl. 19/33) und von Allah zu sich erhoben worden (vgl. 3, 55).

Damit beseitigt der Islam die zentrale christliche Kategorie des Sühneopfers und Erlösungswerkes Jesu. Er verkennt damit nicht einfach nur den Wesenskern des Christentums, sondern unterstellt den Christen damit auch ein mit dem Allmachtsanspruch Allahs unvereinbares Gottesbild. Wer Allah unterstellt, er könne zulassen, dass sein Prophet schmachvoll getötet wird, beleidigt Allah damit unmittelbar und ist auch aus diesem Grund todeswürdig.  

2. Gezielt falsche Angaben über zentrale Glaubensinhalte.

Der Islam und seine Vertreter mögen die regelmäßige Übung aufgeben, gegenüber Außenstehenden betreffend der eigenen Lehre, Handlungsethik und des Ritus falsche Aussagen zu treffen bzw. eine Offenlegung der Glaubensgrundlagen überhaupt zu verweigern. Es ist gängige Praxis, dass Repräsentanten islamischer Glaubensgesellschaften ebenso wie Imame und Großscheichs islamischer Bildungseinrichtungen außerordentlich aggressiv reagieren, wenn Christen oder andere Antipoden des Islam Quellentexte zitieren und ihrem Gegenüber nachweisen, dass sich Imperative aus Koran und den Ahadith zitieren lassen, die mit den Grundsätzen eines rechtsstaatlichen und auf den Grundsätzen der allgemeinen Menschenrechte aufgebauten Gesellschaftsordnung nicht vereinbar sind.

Geradezu mantrahaft wird dann behauptet, Zitate seien aus dem Zusammenhang gerissen, falsch aus dem Arabischen übersetzt oder überhaupt anders zu lesen, als es auf den ersten Blick den Anschein macht. Damit wird regelmäßig die Deutungshoheit betreffend islamische Texte als innerislamisches Monopol definiert und als exklusives Recht für islamische Religionsvirtuosen reklamiert. Jeder Versuch der Wahrheitsfindung, aber im Grunde jede Form des diskursiven Gesprächs und damit auch des Dialogs, ist damit im Grunde unmittelbar beendet. Aber die allseits anerkannten impliziten Spielregeln des „Dialogs“ besagen, dass denjenigen die Schuld des Scheiterns trifft, der das Dialogforum als Erster verläßt.

So bleiben Aussagen Jahre und Jahrzehnte unwidersprochen und werden Bestandteil der öffentlichen Meinung, die einer kritischen Überprüfung und Reflexion niemals standhalten würden. Gelegentlich werden jene, die sich an das unausgesprochene Diktat des verordneten „Dialogs“ nicht halten und um eine Objektivierung der islamischen Glaubensgrundlagen ringen, sogar mit den Mitteln des Religionsstrafrechts („Herabwürdigung religiöser Lehren“, „Verhetzung“) verfolgt oder zumindest gesellschaftlich geächtet. „Klassiker“ der geschönten Wahrheit sind u.a.: 

a. „Islam heißt Friede.“

Das Wort „Islam“ würde „Friede“ oder „Friedensordnung“ heißen bzw. bedeuten, denn das Wort „salam“/Friede sei in ihm ethymologisch enthalten. Das allein würde ausschließen, dass unter der Fahne des Islam eine kriegerische bzw. gewaltaffine Herrschaft etabliert werden könnte. Tatsächlich heißt „Islam“ jedoch „Unterwerfung unter das Unvermeidliche“, und das ist auch die programmatische Formel, der die Grundlinien der koranischen Konzeption folgen.

b. „Dschihad ist friedlich und konstruktiv.“

„Dschihad“ sei nicht mit „Heiliger Krieg“ zu übersetzen und würde keineswegs auf eine militärische oder sonstwie gewaltsame Ausbreitung der „Religion Allahs“ abzielen. Vielmehr würde es im Arabischen wörtlich „Anstrengung“ bedeuten (was tatsächlich richtig ist) und nichts anderes als den Kampf gegen die eigenen inneren Unzulänglichkeiten und Fehler meinen (was tatsächlich falsch ist). Der mittelalterliche islamische Religionsphilosoph Al Ghazali hatte diese Denkfigur in die Diskussion eingebracht. Doch der Koran sagt etwas anderes: „Siehe, Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft. Sie sollen kämpfen auf Allahs Weg und töten und getötet werden. ... Freut euch daher des Geschäfts, das ihr abgeschlossen habt; und das ist eine große Glückseligkeit.“ (9/111; vgl. 47/38). „Töten auf dem Weg Allahs“ ist der Inbegriff des Dschihad. Der Rest ist Propaganda.

c. Mohammeds Lieblingsfrau Aischa.

Eine besonders pikante Sequenz aus dem Leben des islamische Propheten Mohammed stellt dessen Ehe mit der Kindfrau Aischa dar. Nach vielfach dokumentierter islamischer Überlieferung war Aischa (nach ihrer eigenen Angabe) sechs Jahre alt, als Mohammed sie heiratete, und neun Jahre alt, als Mohammed begann, mit ihr sexuell zu verkehren. Islam-Vertreter in der westlichen Welt stellen dies regelmäßig beharrlich in Abrede und bezichtigen Islamkritiker, die darauf verweisen der „Islam-Hetze“. Aber die Hadith-Literatur, die die Altersangaben belegt, und die überdies auch bestätigt, dass Mohammed Aischa geschlagen hat, ist aus islamischer Sicht über jeden Zweifel erhaben. Und sie ist deswegen so relevant, weil sie nicht einfach einen historischen Vorgang berichtet, sondern das islamische Rechtsverständnis betreffend das Ehefähigkeitsalter von Frauen bzw. Mädchen definiert.

d. Kopftuch und Verschleierung.

Der „Streit um das Kopftuch“ prägt die Auseinandersetzung um den Islam in westlichen Ländern wie kein anderes Thema. Muß, soll, kann oder darf es im öffentlichen Raum getragen werden oder hat die säkulare Gesellschaft (Schule, Arbeitgeber, Behörden) das Recht, die weibliche Verhüllung, gleich welcher Art, zu verbieten? Die Frage ist mehr als berechtigt, denn das Kopftuch stellt stets das zentrale Leitsymbol bei der Ausbildung von islamischen Parallelgesellschaften dar.

Vertreter des Islam agieren in dieser Frage fast immer schillernd und undurchsichtig. Je nach aktuellem Anlaß stellen sie das Kopftuch entweder als religiöse Pflicht dar, wenn es darum geht, den islamischen Ritualvollzug unter der Punze der „Religionsfreiheit“ durchzusetzen, oder bagatellisieren das Kopftuch als völlig freiwillig gewähltes Accessoire traditioneller Kleidung, wenn der Eindruck des Zwangscharakters islamischer Vorschriften vermieden werden soll. Die Kopftuchdebatte ist das klassische Beispiel für das „Hase-und-Igel-Spiel“, das Islam-Exponenten mit ihren westlichen Diskurspartnern treiben.

e. Das Paradigma des islamischen Terror.

Der ultimative Limes der Belastung des christlich-muslimischen Verhältnisses wird regelmäßig dann erreicht, wenn die Öffentlichkeit durch terroristische Akte erschüttert wird, deren Vollstrecker sich auf den Islam berufen. Stets sind in Windeseile muslimische Wortführer zur Stelle, die – je nach Gemütslage – weinerlich oder aggressiv betonen, dass dies alles „nichts mit dem Islam“ zu tun habe, denn dieser würde Gewaltakte gegen Unschuldige kategorisch ablehnen. Mindestens ebenso schnell bemühen sich Exponenten der „politisch korrekten“ Säkulargesellschaft, diesen zur Hilfe zu eilen, indem sie penetrant feststellen, die „Religion des Friedens“ würde durch „terroristische Verbrecher“ für politische Zwecke „mißbraucht“ werden.

Die Lektüre einschlägiger Bekennerschreiben belehrt allerdings dahingehend, dass „islamistische Extremisten“ seit je her auf das koranisch grundgelegte Paradigma des islamischen Terrors verweisen und sich dabei zu Recht auf zwei unmissverständlich formulierte Verse berufen: „Und als dein Herr den Engeln offenbarte: Ich bin mit euch, stärke daher die Gläubigen. Wahrlich in die Herzen der Ungläubigen werfe ich Schrecken. So haut ein auf ihre Hälse und haut ihnen jeden Finger ab.“ (8/ 12) „Da kam Allah über sie, von wo sie nicht damit gerechnet hatten, und jagte in ihre Herzen Schrecken, sodass sie ihre Häuser mit ihren eigenen Händen und den Händen der Gläubigen zerstörten.“ (59/2) „Und nicht ihr habt sie getötet, sondern Allah. Und nicht du hast jenen Wurf ausgeführt, sondern Allah.“ (8/17)

Die Zielvorstellung, Schrecken in die Herzen der Gegner zu jagen, ist im Koran allgegenwärtig. (Vgl. z.B. 3/151; 8/60; 33/26) Sie begründet die Methode, Panik zu verbreiten, um den Feind handlungsunfähig zu machen bzw. ihn dazu zu veranlassen, sich selbst zu schaden. Doch islamische Öffentlichkeitsarbeiter stellen all dies in Abrede. Nicht selten rücken sie gar noch die Muslime in die Opferrolle, denn diese würden einem unangemessenen Rechtfertigungsdruck ausgesetzt werden. Auf diese Weise wird ein „Dialog“, der diesen Namen verdient, unmöglich gemacht.

3. Inakzeptable islamische Gebote und Gebräuche.

Die islamische Handlungsethik enthält Imperative und Gebräuche, die mit dem christlichen Menschenbild und dem christlichen Verständnis von Nächstenliebe und Gerechtigkeit unvereinbar sind. Einige dieser Normen sind aus christlicher Sicht sogar definitiv als schwere Sünden zu bewerten. Christen können den Vollzug des Islam daher niemals hinnehmen, insofern er auf die Veränderung der Gesellschaft hinwirkt, um derartige Normen und das von ihnen erzeugte Handeln als normal und sittlich gut durchzusetzen. Zu den islamischen Handlungsnormen, die mit dem christlichen Menschenbild und Sittengesetz absolut inkompatibel sind, gehören insbesondere:

a. die Polygamie.

Als Basis des polygamen Lebensstils im Islam figuriert zunächst die Begrenzung gleichzeitiger regulärer Ehen auf vier Frauen: „... heiratet, was euch an Frauen gut scheint, zwei, drei oder vier. Wenn ihr aber befürchtet, nicht gerecht zu handeln, dann nur eine oder was eure rechte Hand besitzt.“ (4/3) Letzteres bedeutet: was ihr an Sklavinnen besitzt.

Diese Wendung findet sich auch bei der Normierung des Ehelebens des Propheten, dem Allah im Prinzip eine unbegrenzte Zahl von Frauen zugesteht. „O Prophet, Wir erlaubten dir deine Gattinnen, denen du ihre Brautgabe gegeben hast, und jene, die du von Rechts wegen aus (der Zahl) derer besitzt, die Allah dir als Kriegsbeute gegeben hat, und die Töchter deines Vaterbruders und die Töchter deiner Vaterschwestern und die Töchter deines Mutterbruders und die Töchter deiner Mutterschwestern, die mit dir ausgewandert sind, und jedwede gläubige Frau, die sich dem Propheten schenkt, vorausgesetzt, daß der Prophet sie zu heiraten wünscht; (dies gilt) nur für dich und nicht für die Gläubigen“ (31/50).

Dennoch sieht der Koran auch für den „normalen Gläubigen“ eine Erweiterung seiner sexuellen Möglichkeiten vor, denn das Verhalten des Propheten gilt immer und überall als paradigmatisch: „... und was ihr genossen habt gemäß Vereinbarung, gebt ihnen ihre Brautgabe als Verpflichtung. Und es ist keine Sünde, wenn ihr über die Vereinbarung hinaus miteinander eine Übereinkunft trefft, nach Erfüllung der Vorschrift.“ (4/24) Damit ist die sogenannte Zeit- oder Genußehe gemeint, die der Mann mit einer unbegrenzten Zahl von Frauen konsumieren kann. Sie ist allerdings nur im schiitischen Islam als Institut offiziell anerkannt, wird aber auch in sunnitischen Kreisen praktiziert.

b. die Geringschätzung der Frau und das Recht, sie zu schlagen.

„Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und diejenigen, die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren. Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!“(4,34).

Frauen werden als bloßes Sexualobjekt betrachtet und als rituell unrein dargestellt, was besonders in der Menstruation gilt. „Eure Frauen sind euer Acker; so kommt in euren Acker, wann und wie ihr wollt.“ (2/113) " Und sie fragen dich nach der Menstruation. Sprich: Sie ist ein Leiden. So haltet euch von den Frauen während der Menstruation fern und nähert euch ihnen nicht, bis sie wieder rein sind. Wenn sie sich nun gereinigt haben, dann geht zu ihnen, wie Gott es euch befohlen hat. Gott liebt die Bußfertigen, und Er liebt die, die sich reinigen." (2/222)

c. die Blutrache bzw. das Vergeltungsrecht.

In der spezifisch islamischen Ausprägung des Vergeltungsrechts, die sich vom Talionsgebot des Alten Testaments trotz anderslautender koranischer Beteuerungen substantiell unterscheidet, wird das Strafrecht für Kapitalverbrechen quasi „privatisiert“. Der Geschädigte bzw. die Nachfahren eines Getöteten haben den Auftrag, die Rache zu vollstrecken. Der Koran normiert dies im Rahmen dreier Suren.

„Und tötet nicht das Leben, das Allah unverletzlich gemacht hat, es sei denn zu Recht. Ist aber jemand ungerechterweise getötet worden, so geben wir seinen nächsten Verwandten die Ermächtigung, ihn zu rächen.“ (17/33)

„Deshalb haben wir den Kindern Israels vorgeschrieben: Wenn jemand einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen oder ein Unglück auf Erden gestiftet hat, so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte.“ (5/32)

„Wir hatten ihnen darin (in der Tora, Anm.) vorgeschrieben: Leben um Leben, Auge um Auge, Nase um Nase, Ohr um Ohr, Zahn um Zahn, und für Verwundungen Wiedervergeltung.“ (5/45) „O ihr Gläubigen, euch ist Vergeltung vorgeschrieben für die Getöteten: für einen Freien einen Freien, für einen Sklaven einen Sklaven, für eine Frau eine Frau … .“ (2/178) Die Konzeption des Vergeltungsrechtes steht aus mehrfachen Gründen dem christlichen Konzept des natürlichen Sittengesetzes entgegen. Sie stellt mit Sicherheit den Kulminationspunkt der Inkompatibilität zwischen zahlreichen islamischer Normen und dem Wesen einer auf dem christlichen Menschenbild errichteten Gesellschaftsordnung dar.

Zusammenfassung und Ausblick

Die bisherige Unterlassung einer Aufarbeitung und Entschärfung der drei genannten Bereichen großer Konflikpotentiale zwischen Christentum und Islam stellt das Haupthindernis für die Pflege eines konstruktiven Dialoges mit dem Ziel einer friedlichen Koexistenz in Europa dar.

Untergrabung der christlichen Lehre durch den Koran.

Es wird gerade „in Zeiten wie diesen“ ängstlich gerätselt, warum gerade Christen in gewaltigem Ausmaß Opfer gewalttätiger Verfolgung durch islamische Einrichtungen und Aktivisten sind. Doch eine gewissenhafte Analyse der Christenverfolgung unserer Tage zeigt, dass daran nichts erstaunlich ist. Der Islamische Staat (IS), der sich in all seinen Verhaltensweisen penibel an koranische Vorgaben hält, muß die vermeintlich radikalsten Angriffe auf Allah mit den radikalsten der im Koran vorgesehenen Maßnahmen bekämpfen. Christen sind aus der Sicht des Islam de facto-Polytheisten, die Allah weitere Gottheiten beigesellen („Dreieinigkeit“), und sie beleidigen ihn durch Aberkennung seiner Allmacht (Jesu Kreuzestod).

Sie sind damit definitionsgemäß „Ungläubige“, für die das Abschlagen der Köpfe vorgesehen ist. Der Todeskeim des Islam kann in diesem Bereich nur beseitigt werden, wenn die islamische Welt einen aktiven Verzicht auf jedwede Aussagen über die Offenbarungsinhalte des Christentums proklamiert und die entsprechenden Koranstellen entfernt bzw. mindestens egalisiert.

Gezielt falsche Angaben über eigene Glaubensinhalte.

Dieser Konfliktbereich ist Ausfluß der irrigen Vorstellung, dass die Angehörigen westlicher Wirtsgesellschaften durch eine abgemilderte oder geschönte Wiedergabe kriterieller islamischer Begriffs- und Glaubensinhalte irgendwie beruhigt und gewogen gemacht werden können. Tatsächlich entstehen – ganz zu Recht – Mißtrauen, Angst und Aversion in dem Ausmaß, in dem unangenehme Wahrheiten immer und immer wieder unterschlagen werden.

Islam-Vertreter müssen bereits zu Anfang eines gewünschten Dialoges mit ungeschminkten Wahrheiten über die Begriffe „Islam“ und „Dschihad“, über die Aischa-Geschichte, über das Kopftuch, über die Grundlagen des islamischen Terrors u.a. herausrücken. Die Behauptung, das hätte „alles nichts mit dem Islam zu tun“, ist eine todsichere Beseitigung jeder Gesprächsgrundlage. Und betreffend des Kapitels „Terror“ müssen Muslime sich nicht bei jedem traurigen Anlaß von den realen Vorgängen distanzieren, sondern von jenen Quellentexten der Glaubensgrundlagen, die diese Vorgänge induzieren.

Inakzeptable islamische Gebote und Gebräuche.

Polygamie, die Geringschätzung der Frau und das Recht, sie schlagen zu dürfen, sowie das Vergeltungsrecht/die Blutrache sind dauerhaft unvereinbar mit dem christlichen Sittengesetz und mit dem auf dieser errichteten Ordnung des demokratischen Rechtsstaates. Muslime müssen begreifen lernen, dass ihnen eine Implementierung dieser ihrer Grundsätze nicht nur jetzt, da sie eine Minderheit darstellen, sondern auch in aller Zukunft von den westlichen Gemeinwesen verwehrt werden wird, und dass sie sich daher auch grundsätzlich von den entsprechenden Glaubensgrundlagen befreien müssen.

Es ist richtig, dass es den Muslimen, mehr jedoch noch ihren religiösen Vertretern, schwer fallen wird, die hier angesprochenen Erwartungen dauerhaft zu erfüllen. Und es muß an dieser Stelle unterbleiben, Vorschläge zu den möglichen Schritten einer operativen Umsetzungsagenda dieses Vorganges zu unterbreiten. Aber es führt kein Weg daran vorbei, die Bereinigung der angesprochenen Konfliktpotentiale wenigstens in unzulänglicher Weise in Angriff zu nehmen.

Dabei wird die asymmetrische Verteilung der Positionen von Christentum und Islam zu berücksichtigen sein. Christen vertreten die autochthone Religion Europas. Sie haben daher keinen Grund, den Muslimen in dieser Frage „auf halbem Weg entgegen zu gehen“. Die ersten Schritte einer aktiven, dauerhaften und substantiellen Bereinigung der in diesem Artikel angesprochenen Konfliktbereiche sind daher eine Bringschuld der Muslime, die abgearbeitet werden muß, um den Dialog selbsttragend und nachhaltig zu machen. Christen können ihnen dabei helfen, ihnen die relevanten Entscheidungen an der einen oder andren Weggabelung jedoch nicht abnehmen.

Dieser Prozeß ist auf alle Fälle notwendig, wenn Muslime sich in die Gesellschaften der Europäischen Staaten integrieren wollen. Der Islam gehört nicht zu Europa, das sollte angesichts der Vergegenwärtigung der hier angeführten Konfliktpotentiale klar sein. Wohl aber können Muslime zu akzeptierten Gliedern der Staaten Europas werden, wenn sie auf jene Teile ihrer Lehre verzichten, die mit den Prinzipien einer Gesellschaft freier Menschen, die in die Tradition einer christlich geprägten Alltagskultur eingebettet ist, nicht vereinbar sind. Denn ein „multikulturelles Europa“ ist nicht „alternativenlos“ und die reale Koexistenz beginnt dann zur gesellschaftlichen Kooperation zu werden, wenn die Leitkultur einer gewachsenen Ordnung von allen Bürgern anerkannt wird.

Mag. Christian Zeitz ist wissenschaftlicher Diorektor des Instituts für Angewandte Politische Ökonomie und Islambeauftragter des Wiener Akademikerbundes. Er ist Gründungsmitglied der „Plattform Solidarität mit verfolgten Christen“, der auch die Erzdiözese Wien angehört.

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Um Gottes Willen, keine Christen! drucken

Schweigemärsche zum Gedenken an die vielen Millionen verfolgter Christen in der Welt gehören zum festen Programm der Kirchen in Österreich. Der Erzbischof von Wien und die Oberen anderer christlicher Kirchen gehen mit Kerzen in den Händen durch die Kärntnerstraße. Das ist gut so, auch wenn die Zahl der Teilnehmer an diesen Kundgebungen beschämend klein ist.

Wenn´s aber ernst wird und es darum geht, verfolgte Christen aus Syrien oder dem Irak zu retten oder zu schützen, verschanzt sich der Kardinal der römisch-katholischen Kirche hinter der üblichen politischen Korrektheit, nach der man angeblich nicht zwischen den Opfern unterscheiden dürfe. Er schäme sich für die Regierung der tschechoslowakischen Republik, sagte Christoph Schönborn, weil sie nur wenige Flüchtlinge aufnehme und ausschließlich Christen aus Syrien. Man fragt sich: Sonnt er sich in seiner besonders hohen Moral oder fürchtet er sich vor der öffentlichen Meinung, die natürlich verlangt, dass niemand „bevorzugt“ wird. Wahrscheinlich beides. Die Regierung in Prag zeigte sich jedenfalls nicht beeindruckt vom Fremdschämen aus Wien.

Der Bischof von Graz-Seckau hat in seinem Palais eine Flüchtlingsfamilie aus Syrien untergebracht. Muslime selbstverständlich. Er schmeichelt sich, dass sie ihn „Vater“ nennen und lässt ihnen dafür beibringen, dass man bei uns den Müll trennt, denn das ist ja bekanntlich der wichtigste unter den „europäischen Werten“, die die Immigranten annehmen sollen. Nicht zu vergessen auch das Rechtsstehen auf der Rolltreppe beim Kastner und Öhler! Warum soll man sie denn mit so komplizierten  und unangenehmen Sachen wie der Religionsfreiheit (das ist immer die der anderen) traktieren? Auf die Idee, Christen in sein Haus zu nehmen, ist er nicht gekommen.  

So gut wie jeden Tag kann man in der Katholischen Nachrichtenagentur lesen, dass die Christen im Nahen Osten nicht nur Kriegsopfer wie auch die Muslime sind, sondern zugleich einer spezifischen Verfolgung wegen ihres Glaubens ausgesetzt sind, die unterdessen die Ausmaße eines Völkermords angenommen hat. Der Papst redet neuerdings auch jeden Tag davon. Die Verfolger sind nicht nur die Mörderbanden des IS, sondern ganz normale Muslime jeder Denomination, ob Schiiten im Irak oder Sunniten in Syrien.

Nur im Herrschaftsgebiet der syrischen Regierung des Präsidenten Assad waren die Christen früher und sind sie jetzt einigermaßen sicher. „Wir Christen im Nahen Osten sind verletzlich, weil wir wenige sind“, klagt der Patriarch der syrisch-katholischen Kirche. „Wir bilden keine Umma, wir haben kein Öl, und der Westen will seine Geschäfte mit den muslimischen Ländern nicht gefährden, indem er uns verteidigt.“

Die Verfolgung geht noch weiter, wenn die Christen auf der Flucht sind: In Flüchtlingslager in der Türkei werden sie oft nicht hineingelassen und auch in Europa hat die Drangsalierung kein Ende. Wenn Christen die Opfer von Schlägereien in Flüchtlingsquartieren werden, beschönigt die Polizei das damit, dass es dort eben so eng sei. Aus Traiskirchen wird berichtet, dass sich Musliminen weigern, in der gemeinsamen Küche zu kochen, wenn auch Christinnen sie benützen wollen. Beinahe schon selbstverständlich ist, dass daraufhin die Christinnen die Küche zu verlassen haben, denn die Lagerleitung will sich Scherereien ersparen. Das alles ist kein Grund für die katholischen Würdenträger, ihren Glaubensgenossen zu Hilfe zu eilen oder sie bevorzugt aufzunehmen.    

Gottseidank gibt es aber Juden, die sich um das Schicksal der verfolgten Christen im Nahen Osten kümmern. Lord George Weidenfeld hat in London eine Organisation „Safe havens“ gegründet, die zweitausend Familien einen Start im Westen ermöglichen soll: „Wir konzentrieren uns dabei auf christliche Flüchtlinge aus Syrien, weil sie die Hilfe am dringendsten benötigen. Wir brauchen Quoten für Christen aus dem Orient“. Aus kirchlichen Kreisen hat man solche Sätze nicht gehört.

Dr. Hans Winkler ist Kolumnist. Er war früher Leiter des Wiener Büros der „Kleinen Zeitung" und deren stellvertretender Chefredakteur.

 

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Islam: Nur 19 Prozent sehen keine Bedrohung drucken

Eine bisher noch nirgends veröffentlichte Meinungsumfrage bringt gleich mehrere dramatische und signifikante Ergebnisse. So glauben nur 11 Prozent der Österreicher, dass der Islam mit den westlichen Vorstellungen von Demokratie, Freiheit und Toleranz vereinbar ist. 71 Prozent halten das hingegen für unvereinbar.

Die Umfrage wurde von dem Sozialforscher (und früheren ÖVP-Abgeordneten) Josef Höchtl in Auftrag gegeben. Sie zeigt, dass all die Propaganda-Sendungen des ORF, die einseitigen Artikel in vielen Zeitungen, die Kampagnen der subventionierten Kulturblase, die ständigen gutmenschlichen Aussagen von roten, grünen und pinken Politikern an der Sicht der Österreicher überhaupt nichts ändern konnten. Im Gegenteil. Die offizielle Stimmungsmache geht total am Denken und Fühlen der Menschen vorbei, das sich ganz offensichtlich auf Grund vieler Vorkommnisse und Beobachtungen in eine ganz andere als die offiziell erwünschte Richtung entwickelt hat.

Höchtl hat auch eine zweite Frage stellen lassen, deren Beantwortung ganz klar macht, dass die gesamte Entwicklung des Islams für die Mehrheit der Österreicher als gefährlich gilt. Die Frage lautete: „Halten Sie die Behauptung, dass der Islam eine Bedrohung für den Westen und unsere gewohnte Lebensweise darstellt, für richtig, falsch oder kein Urteil?“ 54 Prozent bejahen diese Frage und nur 19 Prozent bezeichnen sie als falsch (obwohl das Wort „Behauptung“ in der Fragestellung keineswegs eine neutrale Formulierung ist, sondern einen abwertenden Beiklang hat).

Dabei kann man ziemlich sicher sein, dass auch das nicht antwortende Viertel den Islam eher kritisch sieht, aber lieber den Mund hält. Rot und Schwarz lassen ja neuerdings unerwünschte, möglicherweise Hass auslösende Meinungsäußerungen mit bis zu drei Jahren Haft bestrafen. Dabei ist allerdings noch fraglich, ob diese Strafandrohung auch vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte halten wird, der ja schon längere Zeit der einzig verbliebene Hort der Meinungsfreiheit ist, während sich die hiesige Justiz in den repressiven Vormärz zurückbewegt. Aber nach dem neuen Strafgesetz wären wahrscheinlich 54 Prozent der Österreicher strafbar.

Tatsache ist, dass unter den Befragten auch viele Muslime gewesen sein müssen. Denn deren Anteil an der Bevölkerung betrug schon vor Einsetzen der Völkerwanderung sieben Prozent. Und sie werden vermutlich alle in der eigenen Religion nicht wie die große Mehrheit der Österreicher eine Bedrohung sehen (Manche werden freilich meinen, dass sich etliche Muslime durchaus zu der Kampfansage an die westliche Lebensweise bekennen).

Tatsache ist ebenso, dass die Zustimmung zu der von Politik und Medien dekretierten Willkommen-Kultur in den letzten Monaten deutlich gefallen ist. Denn am Ende des Sommers betrug sie bei allen mir bekannten Umfragen (mit jeweils unterschiedlichen Fragestellungen) noch zwischen 20 und 30 Prozent. In der deutlichen Minderheit sind die zustimmenden Meinungen freilich immer gewesen. Lediglich in Deutschland und Schweden als einzigen Ländern Europas haben sie anfangs noch eine Mehrheit gebildet. Was heute aber auch dort längst vorbei ist.

Lediglich in einem Punkt, den eine weitere Höchtl-Frage anspricht, steht die Politik (noch?) auf der Seite der Menschen: 70 Prozent sind dafür, dass Kreuze und andere christliche Symbole in den Schulen angebracht sein sollen. Wo sie ja vorerst auch noch sind.

Die Österreicher wollen also die christlichen Traditionen des Landes bewahrt sehen, unabhängig davon, dass der Anteil der Kirchgänger viel geringer ist. Aber genauso wollen sie ganz jenseits aller religiösen Dimensionen den aus der Aufklärung stammenden zweiten Kern unserer Gesellschaft verteidigen. Das zeigen eben die eingangs zitierten Antworten auf die Frage nach den Vorstellungen zu Demokratie, Freiheit und Toleranz ebenso wie die eher eine konservative Dimension ansprechende Frage nach der Bedrohung für unsere Lebensweise.

Aber noch immer reagieren die Regierungen zumindest in Deutschland und Österreich nicht auf diese dramatisch klare Meinung der Bürger.

PS: Man muss Höchtl danken, dass er sich noch traut, solche Umfragen in Auftrag zu geben. Und man muss sich wundern, warum all die Medien und Meinungsforscher, die sonst nach jeder Kleinigkeit fragen lassen, da so wenig neugierig sind. Oder sein wollen.

 

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Weihnachten oder: Schönborn in der Gutmenschfalle drucken

Viele österreichische und deutsche Christen werden speziell zu Weihnachten traurig über ihre Bischöfe. Diese haben sich unter der Führung von Reinhard Marx und Christoph Schönborn in Positionen einzementiert, die weitab vom Denken und Fühlen der meisten Christen sind. Sie sind auch in keiner Weise durch Bibel oder 2000 Jahre Christentum gedeckt.

Die für so viele Menschen unverständlichen, falschen oder auch schmerzhaften Aussagen stammen fast nur von deutschen und österreichischen Bischöfen. Im Rest der Welt klingen kirchliche Stellungnahmen zur 2015 begonnenen neuen Völkerwanderung meist ganz anders und viel realistischer. Aber das tröstet die Gläubigen in den deutschsprachigen Ländern nur wenig.

Vorerst einige bischöfliche Zitate:

  • „Österreich hat aus der Geschichte heraus die Chance, ein Modell-Land für eine funktionierende Integration zu sein.“ (Schönborn)
  • „In der Habsburger-Monarchie hat das Miteinander verschiedener Kulturen und Glaubensgemeinschaften hervorragend funktioniert.“ (Schönborn, er meinte dabei das 18. und 19. Jahrhundert)
  • „Der christliche Glaube besitzt eine starke integrative Kraft.“ (Schönborn)
  • In Hinblick auf die Herbergssuche in Bethlehem und die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten sei die „Flüchtlingsfürsorge etwas Elementares“. (Schönborn)
  • In Tschechien, Ungarn und der Slowakei sei es „schrecklich, dass sie sich auf so genannte christliche Argumente“ wie die Furcht vor Islamisierung stütze. (Schönborn)
  • Europa brauche „Millionen von Zuwanderern, um unseren Lebensstil aufrechtzuerhalten.“ (Schönborn)
  • „In 2000 Jahren hat es noch keine Zeit gegeben, in der so viele Christen – und so brutal – verfolgt wurden.“ (Schönborn)
  • In Hinblick auf den nach Ansicht der meisten Österreicher massiv einseitig berichtenden ORF: „Es fällt mir diesmal nicht irgendetwas ein, was ich wirklich kritisieren müsste.“ (Schönborn)
  • „Christlich ist es, Menschen in Not und auf der Flucht zu helfen.“ (Schönborn)
  • „Wir müssen die Behörden, die Zivilgesellschaft und die Gläubigen in unseren Ländern zu mehr Solidarität gegenüber den Bedürftigen ermutigen, darunter Migranten und Flüchtlinge, die auf ihrem Weg durch oder zu unseren Ländern sind.“ (der deutsche Kardinal Reinhard Marx)

Fast die gesamte Kommunikationskraft der katholischen und evangelischen Kirchen in Deutschland und Österreich hat derzeit einen ähnlichen Tenor. Alle anderen Themen von der Abtreibung bis zur Schwulenehe werden völlig ignoriert.

Als mündiger Christ kann man aber – als aufgeklärter Christ muss man eine ganz andere Meinung haben. Dabei ist freilich immer klar: Konkrete zwischenmenschliche Humanität ist immer gut, immer zu befürworten, sie zählt in ganz klassischem Sinn zu den guten Werken. Ganz ausdrücklich ist jeder persönliche Einsatz – auch – für die Flüchtlinge zu loben, wenn sie hier sind. Selbst wenn viele von Ihnen in rechtlicher Hinsicht nur Flüchtlinge mit Anführungszeichen sind.

33 Einwände

Jedoch: Schönborn, Marx&Co äußern sich in hohem Ausmaß politisch. Und da ist nun eine ganze Reihe von gravierenden Einwänden und Widersprüchen zu äußern.

  1. Der erste gilt schon der Tatsache, dass sie mit dieser Einmischung der Religion in die Politik, mit der Vermengung von Kirche und Staat einen alten Fehler wiederholen. Sie verstoßen damit gegen den Auftrag von Christus, diese beiden Sphären streng zu trennen (Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist). Gerade die österreichische Kirche hat sich hingegen bis zum Ende der Monarchie – zumindest auf bischöflicher Ebene, die jungen Kapläne dachten da vielfach ganz anders – als kritiklos ausführendes Organ des Kaiserhauses verstanden. Was gerade Christoph Schönborn zumindest im Rückblick auf seine Familiengeschichte durchaus als problematisch erkennen sollte. Dass heute statt einem Franz Joseph ein Werner Faymann und ein Alexander Wrabetz die von Schönborn treu unterstützte Macht verkörpern, ist einer der vielen Treppenwitze der Kirchengeschichte.
  2. Wahrscheinlich ist das Verhalten der deutschen und österreichischen Bischöfe auch Ausfluss dessen, was ein britischer Armeeleitfaden 1944 über die Deutschen geschrieben hat. Denn auch wenn das mitten im Krieg war, steckt ein wahrer Kern drinnen. „Seit Jahrhunderten sind sie (=die Deutschen, aber wohl auch die Österreicher) daran gewöhnt, sich Autoritäten zu fügen.“
  3. Es ist ziemlich absurd, wenn Schönborn über die k. und k. Monarchie behauptet, dass das „Miteinander verschiedener Kulturen und Glaubensgemeinschaften hervorragend funktioniert“ hätte. Siehe den gerade in Wien damals bei fast allen Parteien bis auf die Liberalen (aber die wiederum sind damals für Kirche und Kaiserhaus sehr suspekt gewesen) aufblühenden rassischen Antisemitismus, der dem religiösen nahtlos gefolgt ist. Siehe die wilden Nationalitätenkämpfe insbesondere zwischen Tschechen und Deutschen. Auch die müsste Schönborn übrigens aus seiner böhmischen Familiengeschichte besser kennen, als er offenbar tut.
  4. Auch sein Vergleich mit der weihnachtlichen Herbergssuche von Maria und Josef hinkt. Dabei geht es um verweigerte Gastfreundschaft, um einen kurzen Besuch in einer anderen Stadt einer Volkszählung wegen. Und es geht eben nicht darum, dass Menschen – noch dazu in Millionendimension – einfach in einen anderen Kontinent einwandern. Alleine 2015 sind ja eineinhalb Millionen gekommen, um hier zu bleiben (und noch viele Landsleute nachzuholen)! Es darf doch nicht wahr sein, dass Schönborn diesen dramatischen qualitativen und quantitativen Unterschied einfach nicht begreift.
  5. Wer Einwanderung nicht von Gastfreundschaft und unmittelbarem, also a priori kurzfristigem Schutz unterscheidet, macht die Bereitschaft zu Gastfreundschaft und Schutz kaputt. Wer die Menschen durch einen moralistischen Totalitarismus überfordert, erreicht viel weniger, als wenn er realistische und vernünftige Anforderungen an sie gestellt hätte.
  6. Auch der (ebenfalls von Schönborn angesprochene) Vergleich mit der babylonischen und der ägyptischen Gefangenschaft der Juden rechtfertigt in keiner Weise die Unterstützung für die heutige Völkerwanderung. Ganz abgesehen davon, dass man im Alten Testament insgesamt viele sehr problematische Ereignisse findet: In diesen beiden Fällen sind die Juden ja nicht einfach in ein anderes Land gezogen, um dort zu bleiben. Sondern sie wurden dazu gezwungen. Und sie wollten nichts wie zurück in die Heimat. Also wenn man schon das Alte Testament bemüht, dann ist daraus ein flammendes Bekenntnis zum Recht auf die eigene Heimat herauszulesen.Und nicht zur Förderung der Massenmigration.
  7. Der Stadt Wien und im Zeitablauf viel nähere Ereignisse werden interessanterweise überhaupt nicht mehr erwähnt, obwohl sie den größten Teil der österreichischen Geschichte dominiert haben: Das waren die zwei Belagerungen Wiens durch eine islamische Armee, die Jahrhunderte des Zurückweichens Österreichs vor diesen Osmanen und dann umgekehrt deren Vertreibung aus dem größten Teil Europas. Dieser Kampf ist auf österreichischer Seite damals ganz im Zeichen des Kreuzes gestanden. Er wurde auch von allen Päpsten immer voll unterstützt. War für Schönborn, Marx und Landau das alles falsch, unchristlich, ein Verbrechen? Hätten die Wiener sich also ruhig den Osmanen beugen sollen und wären dann halt heute ebenso islamisch wie das einst christliche Konstantinopel/Byzanz zum praktisch rein islamischen Istanbul geworden ist? War also die berühmte Messe auf dem Kahlenberg vor dem Entsatz Wiens ein arger Frevel?
  8. Um in die Gegenwart zu wechseln: Es ist mit Händen zu greifen, wie neuerdings die Kirche vom früher militant antichristlichen ORF gestreichelt wird, weil dieser an Hand des Migrationsthemas glaubt, die Katholiken jetzt von der ÖVP zu Rotgrün umlenken zu können. Und es ist absolut peinlich, mit welcher Eitelkeit führende Kirchenmänner auf diese durchschaubare Strategie hineinfallen.
  9. Schönborn, Marx & Co sind in die typische Gutmenschenfalle gegangen. Der Unterschied zwischen guten Menschen und Gutmenschen liegt ja darin: Gute Menschen bemühen sich darum, selbst halbwegs gut zu handeln. Gutmenschen hingegen verlangen das dauernd nur von anderen. Meist vom Staat, auf den sie alle Verantwortung abladen. Für diese Haltung aber findet sich im ganzen Neuen Testament kein einziges Beispiel, geschweige denn ein Gebot.
  10. Jeder einzelne kann durchaus einen oder mehrere syrische, afghanische, irakische, marokkanische, nigerianische, eritreische Flüchtlinge aufnehmen, wenn er bereit dazu ist. Das gilt auch für konkrete Gruppen, wie etwa eine Pfarre. Aber diese Aufnahme muss dann eben dauerhaft die volle Verantwortung bedeuten – vom Quartier, der Ernährung, Kleidung bis zur Ausbildung und finanziellen Unterstützung. Das heißt Verantwortung bis zur vollen Selbstversorgungsfähigkeit dieser Betreuten. Das wäre christliche Nächstenliebe. Oder auch aus anderen Motiven kommendes humanitäres Verhalten. Aber das nur immer vom Staat, also von anderen zu verlangen, ist nicht christlich, sondern nur heuchlerisch.
  11. Vielfach beruft sich der moralistische Totalitarismus auf das Gebot der Nächstenliebe. Dieses Gebot ist aber eines für Menschen, und keines für die staatliche Politik.
  12. Vor allem ist es ein Gebot der „Nächsten“-Liebe. Und das ist keine Übersetzungsungenauigkeit, sondern in allen Sprachen deckungsgleich: proximus, prochain, prossimo, your neighbour. Damit bezieht sich das Gebot niemals auf sechs oder sieben Milliarden Erdenbürger. Wäre das so, würde es in einem totalen Relativismus diffundieren und damit völlig inhaltslos. Man kann nicht die ganze Menschheit so lieben wie „sich selbst“. Außer man liebt sich auch nicht selbst.
  13. Dieses Gebot bedeutet ganz etwas anderes als die gegenwärtige Politik eines Willkommens an alle Welt. Diese lenkt sogar ganz von den eigentlichen Herausforderungen einer echten Nächstenliebe ab. Es wäre viel richtiger und mutiger, wenn die Christen sich wirklich den Nächsten zuwenden würden. Etwa der Lage der vom Staat immer schlechter behandelten Familien. Oder den 300.000 Menschen, die Weihnachten allein verbringen müssen. Vielleicht schon in der Wohnung nebenan.
  14. Die Kirche hat bisher in ihrer 2000-jährigen Geschichte mit einer einzigen Ausnahme noch nie die Masseneinwanderung anderer Völker bejaht und unterstützt. Und diese einzige Ausnahme hat dann ein halbes Jahrtausend Chaos und Not, Anarchie und Elend für den größten Teil Europas bedeutet. Das war die erste Völkerwanderung, als das gerade christlich gewordene römische Reich nicht zuletzt auf Wunsch des Papstes Germanenvölker auf der Flucht vor den Hunnen hereingelassen hat – manche Historiker sagen auch: hereingeholt.
  15. So sehr die konkrete persönliche Hilfe für den Nächsten – etwa auch einen Flüchtling – moralisch gut ist, so sehr ist sie in einer dialektischen Wende unmoralisch geworden, seit daraus die medial und politisch transportierte Botschaft an Asien und Afrika geworden ist: Kommt nur alle, hier wird allen geholfen.
  16. Wenn sich Bischöfe in einer Uminterpretation des Nächstenliebe-Gebots politisch äußern und in allen Afghanen & Co unsere „Nächsten“ erblicken wollen, dann dürften sie trotzdem nicht die Vernunft ausschalten. Ein echtes Durchdenken der Lage aber müsste sie für einen absoluten Migrationsstopp eintreten lassen. Denn um das Geld für die Betreuung eines einzigen Asylwerbers in Österreich oder Deutschland könnte man in den Flüchtlingslagern etwa in der Türkei, im Libanon oder in Jordanien 19 mal so viele Menschen betreuen. Dort aber reicht das Geld hinten und vorne nicht.
  17. Wenn sich Bischöfe schon politisch äußern und in allen Afghanen usw. unsere „Nächsten“ erblicken wollen, dann müssten sie dabei aber auch volle Ehrlichkeit praktizieren. Dann müssten sie deutlich dazu sagen, dass als Folge der Massenmigration von bildungsfernen Menschen aus der Dritten Welt der in Mitteleuropa aufgebaute Wohlfahrtsstaat zwangsläufig dramatisch schrumpfen wird (noch viel rascher, als das ohnedies auf Grund der rapide wachsenden Verschuldung der Fall sein wird).
  18. Die in amtskirchlichen und grünen Kreisen so forcierte Willkommenspolitik ist Produkt eines heuchlerischen Hochmuts der Oberschichten. Denn die Folgen und Kosten der Asylpolitik gehen primär, ja fast einzig zu Lasten der untersten sozialen Schichten. Diese sind im Wettbewerb um Substandard-Wohnraum und Niedriglohn-Arbeitsplätze unmittelbar durch die Zuwanderer bedroht. Sie sind es, die als erste spüren, dass die Leistungen des Sozialstaates für sie dünner werden, weil mit immer mehr Menschen geteilt werden muss. Ob es nun um Pension, Familienbeihilfe, Arbeitslosenunterstützung oder Wohnbau geht. Dort oben in den Schlössern, Bischofspalais, Subventionstheatern, Villenvororten, in den Gerichtshöfen, in Zeitungs- und Fernsehredaktionen, dort spürt man nichts von alldem. Dort fühlt man sich moralisch den wahren Opfern der Migration sogar meilenweit überlegen, nur weil man den eigenen überquellenden Kleiderfundus zugunsten irgendeiner Flüchtlings-Hilfsstelle entleert hat. Dort merkt man gar nicht, dass man die „Flüchtlinge“ selbst nie zu Gesicht bekommt. Es ist daher auch kein Zufall, dass die FPÖ – die ja zweifellos die stärkste Negation zur Willkommen-Kultur darstellt – ihre größten Triumphe in sozial armen Gegenden wie Wels oder Simmering feiert. Aber ist es Aufgabe der Kirche, schon wieder an der Seite der Oberschicht zu stehen?
  19. In Europa ist die Kirche hingegen heute dort am stärksten, wo sie fest an der Seite des Volkes gegen eine als fremd empfundene Herrschaft gestanden ist. Siehe Polen, siehe die Slowakei, siehe Kroatien, siehe Irland. Begreifen das sie Bischöfe nicht, wenn sie offenbar das eigene Volk so geringschätzen?
  20. Es ist, mit Verlaub, auch verlogen, wenn man immer nur von den Familien und Kindern unter den Asylwerbern spricht (wie etwa gerade der Wiener Caritas-Chef Landau im ORF!), aber verschweigt, dass die große Mehrzahl der Kommenden alleinstehende Männer im wehrdienstfähigen Alter sind. Gewiss, auch die Fernsehanstalten bemühen sich mit Kräften, primär Kinder-Bilder zu zeigen. Aber wer sich zu dem Thema äußert, sollte schon selbst die wahren Fakten wissen, trotz aller medialen Manipulation. Und zu diesem Aspekt bewusst zu lügen – auch gezieltes Verschweigen oder Herunterspielen von Fakten ist Lügen –, kann wohl nicht sehr christlich sein.
  21. Es ist mehr als naiv – und sollte daher auch für Bischöfe nicht zulässig sein –, wenn man so tut, als ob nur der Syrien-Krieg endlich beendet werden müsse, dann wäre das Völkerwanderungsproblem vorbei. Damit wäre gar nichts vorbei: Denn Bürgerkriege, Terrorismus und Not herrschen ständig in vielen Ländern der Welt (wenn auch weniger als in früheren Epochen). Daher wird immer diese Argumentation und der Verweis auf den Präjudizfall möglich sein, mit dem weitere Millionen Asiaten und Afrikaner Asyl in Mitteleuropa verlangen können, samt allen damit verbundenen Benefizien. Wenn man – im Gegensatz zu sämtlichen viel zahlreicheren Kriegen der Geschichte! – jetzt den Syrien-, Afghanistan- und Südsudan-Krieg als moralisch angeblich zwingenden Grund ansieht, dass die gesamte dortige Bevölkerung nach Europa einwandern darf, dann wird man es auch bei keinem der künftigen Konflikte anders handhaben können.
  22. Besonders dümmlich ist der auch in Kirchenkreisen gerne gebrauchte Vergleich mit der Ungarn-Flucht 1956. Denn erstens war damals Österreich das erste sichere Land für Ungarn. Und es war nicht wie etwa für die momentan die Asylanträge in Österreich dominierenden Afghanen das zehnte sichere Land, das diese durchquert haben. Zweitens zählen die Ungarn kulturell, historisch, emotional, religiös, bildungsmäßig zweifellos zu den Nächsten der Österreicher. Sie sind ihnen um Lichtjahre ähnlicher als sämtliche Völker der heutigen Völkerwanderung. Und drittens ist von den damaligen Ungarn-Flüchtlingen nur ein Bruchteil jener Zahl dauerhaft in Österreich geblieben, die allein heuer allein in Österreich um Asyl angesucht haben.
  23. Ebenso dumm ist der von Kirchenführern gerne gemacht Hinweis, wir müssen Afghanen, Syrer & Co ja im Eigeninteresse aufnehmen, weil wir sonst aussterben. Ganz abgesehen davon, dass ein plötzlicher bischöflicher Hinweis auf ein angebliches Eigeninteresse ziemlich verblüffend klingt, übersieht dieses Argument wieder einmal die Fakten: Österreich wird laut Statistik Austria statt der einstigen sieben Millionen in wenigen Jahren fast zehn Millionen Einwohner haben. Das ist vor allem Folge des Zuzugs aus Ost- und Südosteuropa (also können höchstens die osteuropäischen Nationen ein solches Eigeninteresse am Zuzug aus anderen Weltgegenden haben – aber sie haben keines, weil sie um die mit Massenimmigration verbundenen Probleme besser Bescheid wissen als die hiesigen Bischöfe).
  24. Selbst wenn Österreich keine rapid explodierende Arbeitslosigkeit – gerade bei ungelernten Berufen – hätte, und selbst wenn es keine stark steigende Bevölkerung hätte, würde die gegenwärtige Zuwanderung nichts dazu beitragen, den (von der Kirche übrigens sonst immer kritisierten) „Lebensstil aufrechtzuerhalten“. Denn mittlerweile sagen alle Arbeitsmarktexperten, dass auf Grund des ganz niedrigen Bildungsniveaus der Asylwerber auch mittelfristig 90 Prozent davon arbeitslos bleiben werden. Nur eine Zahl über die angebliche Bereicherung: Beim letzten Pisa-Test aus Friedenszeiten lagen die 14-Jährigen Syrer, die acht Jahre Schule absolviert haben, um fünf Schuljahre unter dem Niveau der gleichaltrigen Österreicher. Dabei haben überhaupt nur zwei Drittel der Syrer acht Jahre die Schule besucht; die anderen wurden vom Pisa-Test gar nicht erfasst. Gewiss, das ist ein Thema, das die Bischöfe nicht unbedingt etwas angehen muss. Aber dann sollten sie auch dazu schweigen – oder die Wahrheit kennen und sagen.
  25. Wenn sich Bischöfe schon politisch äußern, dann sollten sie nicht nur die Schuldenkatastrophe viel intensiver kritisieren, also das sündhafte Abschieben der Kosten einer Wohlstandsgesellschaft auf die nächste Generation. Dann sollten sie auch ob des Zusammenbruchs des Rechtsstaats Alarm schlagen. Es sollte Bischöfen nicht gleichgültig sein, wenn Hunderttausende ohne jede Kontrolle ins Land kommen, weil die Staatsmacht kollabiert ist. Wenn sich darunter, wie man heute eindeutig weiß, auch eine Reihe Terroristen verborgen hat. Und eine unbekannte Anzahl potenzieller Terroristen von morgen.
  26. Solange die Kirche (richtigerweise) das Bundesheer bejaht, und damit den Dienst mit der Waffe sowie die Pflicht, Österreich auch militärisch zu verteidigen, solange ist es moralisch nicht nur legitim, sondern auch geradezu geboten, von den jungen Syrern dasselbe zu verlangen. Sie sind es, die ihr eigenes Land verteidigen müssten. Und es ist geradezu unmoralisch, sie statt dessen durch eine Vielzahl von Aktionen nach Österreich zu locken. Zu diesen Lockaktionen zählen ebenso die in viele Länder Asiens berichteten Willkommen-Transparente junger Frauen auf Bahnhöfen und Grenzstationen, wie auch die vielen Gratisleistungen des Wohlfahrtsstaats. Auch die sind mittlerweile in halb Asien und Afrika bekannt. Viele Millionen wissen inzwischen, dass man durch diese Programme ohne Arbeit mehr Geld bekommt, als man daheim je durch Arbeit verdienen könnte.
  27. Es muss doch auch für einen Bischof absurd sein, dass jetzt deutsche, französische, russische, amerikanische, ägyptische Soldaten in Syrien und im Irak sterben und noch in viel größerer Zahl sterben werden, um die totalitäre Bedrohung durch den „Islamischen Staat“ zurückzudrängen, aber niemandem zu sagen wagt, hier in Mitteleuropa sind ein paar hunderttausend Syrer, die das eigentlich tun sollten.
  28. Die große Mehrheit der Österreicher sieht durch die Völkerwanderung ihre Heimat, ihre Identität, ihre Tradition bedroht, zu der auch eine lange christliche Geschichte gehört. Das ist nicht „schrecklich“, wie Schönborn meint, sondern vernünftig und richtig. Denn dieses Recht auf Heimat und Identität hat jedes Volk der Erde. Also auch die Österreicher. Und sie haben jeden naturrechtlichen Anspruch, dass sie selber darüber bestimmen wollen, wen sie dauerhaft ins Land hereinlassen und wen nicht. Eigentlich sollte eine Kirche massiv auf der Seite des Volkes stehen, wenn sich dieses von einer verantwortungslosen Regierung oder der EU diesbezüglich vergewaltigt spürt.
  29. Die Österreicher wissen auch, dass in fast allen mehrheitlich islamischen Ländern Menschen anderen Glaubens (oder ohne Glauben) zumindest diskriminiert, vielfach auch verfolgt werden. Schönborn selbst sagt zu Recht, dass wir in der größten Christenverfolgung der Menschheitsgeschichte leben – aber ungeheuerlicherweise verschweigt er, dass 90 Prozent der Christenverfolgungen durch Moslems passieren.
  30. Vom Libanon bis zum Kosovo gibt es genug Beispiele, wie eine einst mehrheitlich christliche Bevölkerung heute in Furcht vor der islamischen Mehrheit leben muss. Dauerhaft gibt es kein einziges Beispiel für ein Funktionieren der naiv-romantischen Vorstellung, dass ausgerechnet Österreich das erste Beispiel einer „funktionierenden Integration“ sein werde. Schönborn möge sich doch nur anschauen, wie etwa der Islam-Professor Aslan, der einen im Grund vorbildlichen europäischen und alle Verfassungsprinzipien voll bejahenden Islam will – also einen integrationsfähigen Islam –, von der islamistischen und den Moslembrüdern nahen Mehrheit in der islamischen Community in Österreich bedroht wird. Schönborn sollte nur einmal mit Aslan statt mit dem radikalen Caritas-Chef Landau reden, um endlich besser begreifen zu können, was da vor sich geht, statt Luftschlösser zu bauen.
  31. In der Stadt Wien wird schon in wenigen Jahren der Islam die größte Religion sein, wenn keine Gegenaktionen gesetzt werden. Spricht aus dem Wiener Erzbischof gar schon dieses Wissen? Zeigt er die servile Untertänigkeit des Besiegten, der sich nicht mehr aufzumucken wagt, der dadurch die Unterdrückung noch mehr beschleunigt? Oder tut er das nur, weil es die gegenwärtigen Machthaber so wollen, und weil er damit gut in den ja massiv linken Medien ankommt?
  32. Was die Mehrheit der Katholiken denkt, ist den Bischöfen hingegen völlig wurscht. Gerade den linkskatholischen, obwohl die sonst so laut von der Mündigkeit der Laien reden. Wenn hingegen beispielsweise die „Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände“ (AKV) – die größte katholische Laienstruktur – öffentlich erklärt, dass Österreich an seine Belastungsgrenze gekommen sei, dann wird das einfach ignoriert und totgeschwiegen.
  33. Ein besonders spannendes Argument hält der wohl berühmteste katholische Philosoph der Gegenwart, Robert Spaemann, der von den Bischöfen forcierten Immigration großer islamischer Massen entgegen. Er verweist auf Augustinus und dessen Anmerkungen zum Gebot der Nächstenliebe. Augustinus sieht die Pflicht zu einer „Rangordnung der Liebe“. Daraus folgert Spaemann: Da man etwa im Fall Syriens nicht Christen und Moslems gleichermaßen helfen könne, sei es „nicht falsch, sondern vernünftig, Glaubensgenossen zu bevorzugen“. Das ist ja auch von der Slowakei bis Polen heute offizielle Praxis. Insofern verhalten sich diese Länder christlicher als die Österreicher und Deutschen. Freilich gibt es ein starkes Gegenargument – auch – gegen eine Migrations-Einladung an arabische Christen: Dann werden die letzten Reste des Christentums im Nahen Osten ausgerottet. Der war immerhin einst die Heimat von Jesus Christus. Das wäre eine zusätzliche historische Katastrophe, nachdem die dortigen Christen fast eineinhalb Jahrtausende Drangsalierung durch die zeitweise sehr aggressive muslimische Mehrheit erduldet und irgendwie überlebt haben. Auch wenn Spaemanns Augustinus-Argument zwingend klingt, so scheint es doch richtiger, die Christen IM Nahen Osten zu unterstützen und nicht, sie hierherzuholen. Dort gibt es ja durchaus unterschiedliche Situationen für die Christen: In den Kurden-Gebieten, aber auch bei Assad und anderen Militärdiktatoren geht es ihnen recht gut, beim „Islamischen Staat“, aber auch bei Moslembrüdern oder Wahhabiten katastrophal.

Diese vielfältige Kritik an der Haltung der österreichischen und deutschen Bischöfe heißt nun nicht, dass uns das Geschehen in anderen Ländern, etwa den islamischen nichts angehen solle. Im Gegenteil. Die Christen und die liberalen, von Überlegenheitsdünkeln freien Moslems brauchen Hilfe, ob das nun Geld zum Überleben ist, eine viel besser Ausstattung der Flüchtlingslager, freien Zugang für ihre Exporte zu unseren Märkten (ja, insbesondere auch zu den Agrarmärkten, selbst wenn es die Bauernlobby nicht will!), moralische Isolierung jedes fundamentalistischen Regimes (zu dem leider auch die Türkei gerade wird). Und sie brauchen bisweilen auch militärische Hilfe.

Ausnahmsweise darf ich mit einem Zitat eines Lesers schließen. Sein Brief hat mich emotional tief bewegt: "Wir wir sehen, scheint es ja noch schlimmer zu kommen mit der Völkerwanderung, als alle (verantwortlichen?) Politiker glauben. Danke für Ihr großes Engagement für die Wahrheit und für unser Land!!! Und jetzt freuen wir uns auf das Kommen des Heilands und vertrauen IHM und seiner Hl. Mutter Maria unser Land und unsere Familien an."

In diesem Sinne allen Lesern: Gesegnete Weihnachten! Wir brauchen's.

PS: Aber können sich nicht diese Bischöfe auf den Papst und sein ständig wiederholtes Wort von der "Barmherzigkeit" stützen? Nun: Das ist für mich ein reines Wort, seit der Papst Priestern und Journalisten einen langmächtigen Strafprozess macht (machen lässt), weil sie geheime Unterlagen veröffentlicht haben. Das hat in Österreich fast schon jeder zweite Journalist getan. Das kann doch nicht echte "Barmherzigkeit" sein...

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Die Schwulenehe auf slowenisch und irisch drucken

Die Slowenen haben mit großer Mehrheit die von der Politik geplante Schwulenehe abgelehnt. Mit ebenfalls großer Mehrheit, wenn auch nicht ganz so eindeutig, hat sich Irland hingegen im Mai für die Schwulenehe entschieden.

Man mag nun rätseln, warum sich die Menschen in zwei sehr katholischen Ländern so divergierend verhalten. Eine starke Vermutung ist, dass in Irland viele Bürger der katholischen Kirche, die sich gegen die Schwulenehe stark gemacht hat, eine Abreibung versetzen wollten. Sind doch gerade in jenem Land allzu viele Missbrauchsfälle aufgeflogen. In Slowenien hat die Kirche hingegen Pluspunkte gesammelt, weil sie ein starker Hort der nationalen Identität in den kommunistischen Jahren gewesen ist. In Irland ist hingegen die nationale Rolle der Kirche im Kampf gegen die Briten schon historisch verblasst.

Als Österreicher kann man freilich nur neidvoll staunen: In beiden Ländern dürfen die Bürger über eine solche gesellschaftspolitisch spannende Frage entscheiden. In Österreich hat die Politik die Menschen hingegen für zu blöd erklärt, um irgendwo mitstimmen zu können. Da entscheiden lediglich die von den Parteien nominierten Abgeordneten. Die Bürger könnten ja falsch entscheiden (was auch immer falsch sein mag). Und in der ÖVP entscheiden ein paar orientierungslose Angsthasen, die glauben, durch ein Siebenachtel-Ja zur Homo-Ehe als „modern“ zu gelten und dann endlich Streicheleinheiten von den linken Medien zu erhalten (als ob diese die ÖVP nicht auch dann noch als unmodern verachten würden, selbst wenn die Partei für ein Gesetz eintreten würde, dass nur noch Schwule heiraten dürfen…).

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Beim Barte des Nikolos drucken

Es ist in Zeiten wie diesen ja wirklich nicht das wichtigste Problem, wenn einige katholische Aktivisten dem Nikolo nach dem Krampus nun auch den Bart wegnehmen. Die kirchlichen Kindergärten machen dabei den Vorreiter. Aber der Vorgang ist signifikanter, als man auf den ersten Blick denkt.

Für viele Österreicher liegt das nämlich ganz auf der Linie vieler anderer Entwicklungen. Da wird alles, was irgendwie an christliche und alpenländische Traditionen erinnert, Schritt für Schritt eliminiert – durchaus auch von anpasslerischen Christen selbst.

  • Da werden Weihnachtsfeiern durch „Winterfeiern“ ersetzt.
  • Da steht auf Glückwunschkarten „Seasons greetings“ statt „Merry Christmas“.
  • Da trauen sich etliche europäische Gemeinden nicht mehr, Weihnachtskrippen aufzustellen.
  • Da werden Vater- und Muttertag abgeschafft oder krampfhaft zu „Familientagen“ umfunktioniert, weil es halt Kinder gibt, die keinen leiblichen Vater oder keine Mutter um sich haben (freilich in fast allen Fällen einen Ersatzvater…).

Manche durchaus christlich gesinnte Menschen werden nun einwenden, dass sich manche kleine Kinder vor einem Mann mit Vollbart fürchten. Das wird bisweilen schon stimmen. Dennoch sei dieser Sorge mit Verlaub eine Reihe von Einwänden gegenübergestellt:

  1. Wenn man von Kindern alles fernhalten will, wovor sie sich fürchten könnten, warum dann überhaupt eine Nikolo-Feier? Etliche Kinder werden ja auch noch nie einen Mann mit Bischofsmütze und priesterlichen Gewändern gesehen haben und daher erschrecken, selbst wenn der Mann bartlos ist. Geschweige denn einen, der plötzlich im Wohnzimmer oder Kindergarten steht.
  2. Wenn man schon solche Panik vor Nikolos mit Vollbart hat, warum sagt niemand etwas gegen die Weihnachtsmänner in Einkaufszentren, die alle Vollbart haben (und halt eine rote Mütze statt einer Mitra)? Ist etwa diese reine Kommerzfigur aus dem amerikanischen Kulturkreis weniger anstößig als eine christlich geprägte Figur aus der alpenländischen Tradition?
  3. Warum habe ich in Einkaufszentren noch nie Kinder vor einem solchen Weihnachtsmann schreiend weglaufen gesehen? Warum strömen sie ganz im Gegenteil zu diesem und den von ihm verteilten Zuckerln hin?
  4. Wenn Vollbärte als möglicherweise manche Kinder erschreckende Erscheinungen zu verbannen sind, warum bitte dann nicht auch bei den in Europas Straßen immer zahlreicher zu sehenden Salafisten-Agitatoren? Übrigens: Auch der Massenmörder aus San Bernardino, der mit seiner Frau 14 Menschen getötet hat, hat einen Vollbart getragen...
  5. Warum sind dann nicht auch ganzkörperverschleierte Wesen verboten, die nicht nur für Kinder, sondern auch für viele Erwachsene unheimlich sind?
  6. Warum dürfen Vollbartträger überhaupt noch im Fernsehen auftreten (wie etwa Österreichs bekanntester Meinungsforscher) und werden nicht wie Zigaretten rauchende Menschen total verbannt? Diese bekommt man ja nur noch in den Menschentrauben vor Restaurant-Eingängen zu sehen.
  7. Wenn aus der Welt der Kinder alles verbannt werden muss, was vielleicht dem einen oder anderen Kind Angst einflößen könnte, warum werden dann nicht alle Märchen verboten (in ihnen passieren fast immer schlimme Dinge!)? Warum wird dann nicht das Kasperltheater verboten, in dem Hexe und Krokodil zu den wichtigsten Attraktionen gehören?
  8. Warum lieben Kinder gerade solche Dinge so fasziniert? Und warum wendet sich jede Generation gelangweilt von den sogenannten „Jungscharspielen“ ab, in denen niemand verlieren darf, in denen alles Unangenehme und Böse ferngehalten wird?
  9. Und zu guter Letzt eine entwicklungspsychologische Beobachtung: Wenn von Kindern alles eventuell Furchterregende ferngehalten wird, dann werden sie später im Leben schwerer mit jenen – unvermeidlichen – Dingen fertig werden, die unangenehm sind, die Angst machen. Dann werden sie viel eher zu jenen total verkrampften Political-Correctness-Wesen, wie sie an amerikanischen Universitäten immer häufiger werden (Dort hat eine - katholische! - Privatuniversität einem Professor den Hinauswurf angekündigt, nur weil er  das Recht eines konservativen Studenten verteidigt hat, sich gegen die Schwulenehe auszusprechen. Aber das könnte Schwule kränken!).
  10. Dazu auch eine eigene Lebenserinnerung: Wie stolz war ich, als ich mich nicht mehr vor dem Krampus gefürchtet habe – dessentwegen ich noch im Jahr davor unters Bett gekrochen bin. Da hab ich mich dann richtig erwachsen gefühlt (auch wenn das etwas verfrüht war).

Katholische Funktionäre – ob in der KJ oder in einer kirchlichen Kindergartenstiftung – wetteifern offenbar neuerdings mit den Grünen darin, wer die Verbotskultur schneller ausbreitet. Oder ist die Lust am Verbot gar etwas genuin Katholisches? Was einst das Fleisch am Freitag oder der Schluck Wasser vor der Kommunion oder das Verbot, Evangelisch zu heiraten, gewesen ist, scheint halt jetzt der Bart des Nikolos zu sein.

 

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Der Kontrast zu Österreich: Was alle anderen tun drucken

Fragt man, was Österreichs Politik bisher Konkretes zum Schutz des Landes gegen Terror und „Flüchtlings“-Invasion getan hat, dann können die Koalitionsparteien lediglich ein mickriges „Sicherheitspaket“ aus dem Frühjahr nennen, das bis 2018(!) den Kauf von ein paar Schutzausrüstungen und Videoauswertungssystemen vorsieht. Und einen 3,7 Kilometer(!) langen Zaun, der – vielleicht – bis Jahresende in Spielfeld stehen wird. Das ist eine Bankrotterklärung einer Regierung sondergleichen. Die Untätigkeit der Regierung wirkt noch viel dramatischer, wenn man einige jener Maßnahmen auflistet, die praktisch alle anderen EU-Länder in den letzten Tagen und Wochen zur Eindämmung der Völkerwanderung und zur Abwehr des Terrorismus unternommen haben. Nur Griechenland und Österreich sind völlig untätig.

Die wichtigsten Aktionen anderer Länder, von denen kein einziges mehr glaubt und wartet, ob und bis die EU irgendetwas Zweckdienliches unternimmt:

Norwegen (Nicht EU-Land, aber Teil der Schengen-Zone, bürgerliche Regierung, heuer 20.000 „Flüchtlinge“):

Wer kein eigenes Personaldokument besitzt, muss das Land binnen 48 Stunden verlassen. Wer über Russland kommt, kann gleich an der Grenze abgewiesen werden, weil Russland von Norwegen neuerdings als sicheres Land eingestuft wird (beides tut Österreich nicht).

Dänemark (EU und Schengen, rechtsliberale Regierung):

Festgenommene Ausländer können über einen undefinierten Zeitraum ohne Richter festgehalten werden. Wird ein Asylantrag abgelehnt, können die Betroffenen vor der Abschiebung festgehalten werden. Die Familienzusammenführung wurde eingeschränkt (tut Österreich nicht).

Schweden (EU und Schengen, sozialistische Regierung, mit dem im Verhältnis zur Größe größten Zustrom von „Flüchtlingen“, die bis vor kurzem dort extrem großzügig aufgenommen worden sind):

Das Land hat seit ein paar Tagen Grenzkontrollen eingeführt, erschwert den Familiennachzug und befristet Aufenthaltsgenehmigungen (tut Österreich nicht). „Flüchtlinge“ müssen dennoch neuerdings unter freiem Himmel schlafen. Seit einigen Wochen ist eine Mehrheit der Bevölkerung im Gegensatz zur Vergangenheit für die Reduktion der Flüchtlingsaufnahmen. Premier Löfven: „Wir waren wahrscheinlich naiv“.

Mazedonien (Weder EU noch Schengen, bürgerliche Regierung, aber Hauptdurchzugsland auf der Balkanroute, durch das heuer schon viele Hunderttausende Migranten gezogen sind):

Nur noch Bürger Syriens, des Iraks und Afghanistan dürfen einreisen. Wer illegal die Grenze überschreitet, wird auch mit Gewalt wieder abgeschoben. Wer keinen Pass oder gefälschte Ausweise hat, wird sofort wieder nach Griechenland abgeschoben; zuletzt sind an einem einzigen Tag 100 gefälschte Pässe aufgedeckt worden (tut Österreich nicht).

Serbien (weder EU noch Schengen, breite nationalistisch-sozialistische Koalition):

Das Land lässt seit einer Woche ebenfalls nur noch Iraker, Syrer und Afghanen herein, womit der Zustrom sofort um 30 Prozent reduziert worden ist. Das kalte Wetter tut ein Weiteres.

Kroatien (EU, nicht Schengen, sozialistische Regierung):

Praktiziert die gleichen Restriktionen wie Serbien und Mazedonien. Es profitiert aber davon, dass die beiden vorgelagerten Länder schon weitgehend die Auslese nach den gleichen Regeln vornehmen.

Slowenien (Schengen und EU, populistische Regierung):
Betreibt seit ein paar Tagen ebenfalls die gleiche Politik; hat auch schon einige Afrikaner abgeschoben.

Luxemburg (Schengen und EU, sozialistisch geführte Koalitionsregierung):

Verbot Prepaid-Karten, damit diese nicht von Terroristen erworben werden können (tut Österreich nicht).

Türkei (weder EU noch Schengen, islamistisch-autoritär regiert, Hauptdurchzugsland der Migrantenströme):

Seit ein paar Tagen weist das Land Syrer an der syrisch-türkischen Grenze zurück (Österreich tut nichts Gleichartiges). Es scheint auch ein wenig die Schleppertätigkeit zu reduzieren.

Niederlande (EU und Schengen, große Koalition unter rechtsliberaler Regierung, starke islamkritische Opposition):

Abgewiesene Asylwerber verlieren neuerdings den Anspruch auf Grundversorgung (ungeachtet der üblichen Proteste von NGOs und Kirchen). Das hat jetzt dort auch ein Höchstgericht bestätigt. Ebenso hat das Gericht gesagt, dass auch Abschiebungen erlaubt sind (tut Österreich nicht. In Österreich tragen vielmehr die Höchstgerichte neben der Regierung die Hauptschuld an der „Flüchtlings“-Invasion, weil sie in den letzten Jahren ständig Abschiebungen verhindert haben).

Frankreich (EU und Schengen, zuletzt Hauptzielland des Terrors, trotz seiner Größe auch heuer mit 65.000 weniger „Flüchtlingen“ als Österreich, sozialistische Regierung):

Das Land hat die Menschenrechtskonvention – die in der Praxis der letzten Jahre den Islamisten mehr Rechte gegeben hat als den Europäern – teilweise ausgesetzt. Premier Valls verlangt einen totalen Stopp des Hereinlassens von „Flüchtlingen“: „Wir können nicht noch mehr Flüchtlinge in Europa aufnehmen.“ Und mit scharfer Attacke auf Deutschland ­ und vielleicht auch Österreich: „Es war nicht Frankreich, das gesagt hat: Kommt!“ (tut Österreich nicht).

Italien (EU und Schengen, sozialistisch geführte Regierung, erstes Land, das die Pflicht zum Schutz der Außengrenze ignoriert hat):

Innenminister Alfano kündigt nun an: Imame, die fundamentalistische Propaganda betreiben, werden sofort ausgewiesen (tut Österreich nicht). Premier Renzi: „Weniger Beamte in den Büros und mehr Sicherheitskräfte in den Straßen.“ (tut Österreich nicht). Eher erstaunlich klingt hingegen eine weitere Ankündigung Roms: Auf den Terrorismus werde „mit Kultur“ reagiert (so eine skurrile Reaktion wäre Österreich hingegen zuzutrauen).

Kanada (weder EU noch Schengen, linksliberale Regierung):

Die Pläne der Regierung zur Aufnahme von 25.000 Syrern werden von den Provinzen strikt abgelehnt. Dasselbe ist in den meisten Bundesstaaten der USA der Fall (tut Österreich nicht)..

Slowakei (EU und Schengen, sozialistische Regierung):

Premier Fico kündigt an, alle Muslime (2000 bis 3000) zu überwachen (tut Österreich nicht).

Ungarn (EU und Schengen, bürgerliche Regierung):

Hat als erstes Land mit komplettem Erfolg – und viel Kritik der Linken – die Grenzen geschlossen (tut Österreich nicht). Premier Viktor Orban: „Dort, wo es viele Einwanderer gibt, steigt die Zahl der Straftaten, dort lässt die öffentliche Sicherheit nach, dort wird das Leben immer schwieriger, es kommen mehr gewalttätige Verbrechen vor, es gibt mehr Diebstähle, mehr Raubüberfälle, mehr Tötungen, die Zahl der Vergewaltigungen nimmt rapid zu.“ Und: „Wir haben immer gesagt, wenn die Griechen ihre Landesgrenzen nicht verteidigen können, dann sollten wir gemeinsam dort hinuntergehen und sie verteidigen.“ Und: „Ich bin davon überzeugt, dass es die Deutschen nur einen einzigen Satz kosten würde, und dieser Flüchtlingsstrom würde zu Ende gehen.“

Deutschland (EU und Schengen, CDU-geführte große Koalition, das Land hat im Sommer durch leichtfertige Äußerungen Angela Merkels den Hauptanstoß zur Völkerwanderung gegeben, die heuer eine Million „Flüchtlinge“ nach Deutschland gebracht hat):

Das deutsche Innenministerium hat nach intensivem Ringen in der Koalition einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der dem entsprechen dürfte, worauf sich die Koalition geeinigt hat. Jedenfalls kam nach Vorlage des Entwurfs keine öffentliche Kritik von der SPD. Er wird eine deutliche Minderung des Ansturms bringen. Menschen aus "sicheren Herkunftsstaaten" bekommen generell kein Asyl mehr. Es soll Schnellverfahren auch für jene geben, die falsche, widersprüchliche oder "offensichtlich unwahrscheinliche" Angaben gemacht, Dokumente zurückgehalten, ihre Papiere „mutwillig vernichtet oder beseitigt“ haben oder „unrechtmäßig in das Bundesgebiet eingereist“ sind. Auch wer sich weigert, „erkennungsdienstliche Maßnahmen“ mitzumachen, kann im Sonderverfahren landen. Betroffene sollen in „besonderen Aufnahmeeinrichtungen“ untergebracht und verpflichtet werden, dort bis Abschluss ihres Verfahrens zu wohnen. Wer dagegen verstößt, dessen Verfahren wird eingestellt, und es kann „nur einmal innerhalb von neun Monaten ohne Verfahrensnachteile wieder aufgenommen werden“. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge soll Asylanträge innerhalb einer Woche abarbeiten. Bei Ablehnung des Antrags gibt es nur eine Woche lang Zeit, um Einspruch einzulegen. Insgesamt sollen Verfahren künftig nicht länger als drei Wochen dauern. Abgelehnte Asylbewerber sollen direkt aus Aufnahmeeinrichtungen in die Heimat zurückgeschickt werden. Sie sollen nur noch in besonders schwerwiegenden Fällen aus gesundheitlichen Gründen von einer Abschiebung verschont werden. Psychische Erkrankungen zum Beispiel sollen demnach kein Hinderungsgrund mehr sein. Deutschland wird auch den Familiennachzug für jene beschränken, die nur "subsidiären Schutz" in Deutschland gewährt bekommen. Hier handelt es sich um Menschen, die nicht als Flüchtling anerkannt sind, aber dennoch nicht heimgeschickt werden, weil ihnen dort ernsthafter Schaden droht (tut Österreich nicht).

Diese Aufzählung umfasst nur einige Länder, die aktuell etwas Signifikantes unternommen haben. Andere Länder wie Spanien, Tschechien, Großbritannien haben schon vor längerem sehr effiziente Maßnahmen gesetzt.

Und noch ein paar Zitate

Der irakische Dominikanerpater Nagib Michael, der zweifellos die „Flüchtlinge“ weit besser kennt als all die hiesigen „Experten“ (laut kathpress, die ihn aber leider nur in indirekter Rede zitiert):
Europa drohe eine Destabilisierung. Er habe große Zweifel, dass die Muslime ihre Mentalität aufgeben würden, wonach sie sich als etwas Besseres als nicht-Muslime betrachten. Christliche Flüchtlinge würden aus Angst so gut wie nie zusammen mit muslimischen Flüchtlingen leben oder auf den Fluchtrouten unterwegs sein.

Der deutsche EU-Kommissar Oettinger (CDU):
„Das deutsche Asylrecht wirkt wie ein Magnet auf die Flüchtlinge.“ Das deutsche Grundgesetz müsse geändert werden, „um das Asylrecht neu zu ordnen“.

Die traurige österreichische Realität

In Österreich stößt der Bundeskanzler seit Monaten lediglich immer wieder die in der großen Mehrzahl der Fälle unwahre Behauptung aus: „Die Flüchtlinge flüchten vor Mördern.“ Mit dieser Behauptung (an die sie möglicherweise noch immer selber glaubt) verhindert die SPÖ absolut jede zielführende Maßnahmen zur Eindämmung oder zu einem Stopp des Asylantenstroms; oder zur effektiveren Terrorbekämpfung. Und ÖVP-Obmann Mitterlehner steht zur Verzweiflung von Innenministerin und Außenminister hilflos, überfordert und meinungslos daneben.

Die Behauptung, dass die „Flüchtlinge“ vor dem „Islamischen Staat“ fliehen, ist schon deshalb eine große Lüge, weil der Großteil der jetzt in Österreich um Asyl ansuchenden Menschen Afghanen sind. Aber auch unter den ins Land kommenden Syrern sind praktisch nur Sunniten – also jene Gruppe, die vom „Islamischen Staat“ am wenigsten zu befürchten hat. Fast keine Kurden, fast keine Christen.

Besonders demaskierend: Jetzt ist die Nationalität der 71 in einem Schlepperfahrzeug auf der Ostautobahn erstickten Menschen bekanntgegeben worden, deren Tod damals zur endgültigen Öffnung aller Grenzen und zur Ersetzung der Schlepper durch die Republik Österreich, das Bundesheer, die Polizei und die ÖBB geführt hat. Jedoch selbst vor drei Monaten waren nur noch 15 von den 71 Menschen entgegen der regierungsoffiziellen Fiktion Syrer. Dennoch tun SPÖ, Grüne und die vielen ihnen nahestehenden oder bestochenen Medien bis heute so, also ob alle vor dem „Islamischen Staat“ geflüchtet wären.

 

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