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Beten wir wirklich alle zum gleichen Gott?

Lesezeit: 6:00

„Eine Religion, die zu Mord und Gewalt führt, kann ich nicht akzeptieren.“ So predigte in den Ostertagen mein Wiener Pfarrer. Und wohl alle zuhörenden Gläubigen stimmten ihm zu. Was hingegen predigt der Papst zu Rom? „Christen, Juden, Moslems, alle beten zum gleichen Gott.“

Das sind Worte, die einem die Kehle zuschnüren. Wenn der Papst Recht hätte, dann wäre etwa jener syrische Priester ein Dummkopf, der sich drei Monate unter den schlimmsten Foltern des „Islamischen Staates“ geweigert hat, zum Islam überzutreten. Er hätte das ja locker tun können, ist doch eh der gleiche Gott. Warum sich da lange misshandeln lassen? Dasselbe gilt für die vielen Tausenden Christen, die in der gegenwärtigen, der größten Christenverfolgung der Geschichte getötet werden. Sie hätten doch nur sagen müssen: Wir glauben ab jetzt eh an Allah. Und schon wären sie davongekommen.

In der Papstes Warte waren wohl auch die Urchristen dumm. Hätten sie doch einfach auch Jupiter&Co ein Opfer gebracht, und schon hätten sie sich das Martyrium erspart. Jupiter, Allah – alles eins.

Natürlich kann es nur einen Gott geben. Das ist ja nicht die Frage. Die Frage kann doch nur sein, ob es auch nur die geringste Wahrscheinlichkeit gibt, dass er sich über einen Kriegsherrn mit Kindern als Sexualpartnern und ein Buch voller Mordaufrufe geoffenbart haben kann. Das muss doch auch Papst Franziskus begreifen.

Nein, ich fange mit diesem Papst nichts an. Ich fange mit meinem einfachen Pfarrer tausend Mal mehr an. Nur Leute wie er halten mich im Christentum und nicht dieses Allerweltsgerede aus Rom, das in ökonomischen Fragen überdies die Wiederauferstehung des längst toten Marxismus bedeutet, wenn seine Phrasen überhaupt etwas bedeuten.

Gewiss, Papst Franziskus ist viel medienattraktiver und mengenwirksamer, als es seine kranken Vorgänger in den letzten 20 Jahren waren. Aber kann das entscheidend sein? Die Franziskus-Vorgänger haben zweifellos den Gläubigen geistig viel mehr mitgegeben als er. An ihnen hat man sich relativ oft relativ gut orientieren können, ohne auch da allem sklavisch recht zu geben.

Auch wenn viele Bischöfe so tun, als ob der Papst – und zwar zufällig immer gerade der jeweils amtierende – in allem und jedem absolut Recht hätte, so zwingt die normalen Christen nichts, das auch so zu sehen. Sie werden das vor allem dann nicht tun, wenn sie schon ein paar Jahre gelebt und erlebt haben, dass sich die Aussagen einzelner Päpste oft ganz fundamental voneinander unterscheiden. Dass also schon rein logisch nicht alles gleich wahr und gleich gültig sein kann, was da jeder einzelne gesagt hat.

Es ist oft nur noch peinlich, wie sehr der Katholizismus heute in verschiedene Glaubensrichtungen zerfällt. Wo die einen an Papst Franzsiskus, die anderen an Papst Benedikt glauben. Wo für die einen Pius XII. das größte Kirchenereignis im 20. Jahrhundert gewesen ist, für die anderen das Vatikanische Konzil.

Viel wichtiger wäre es, dass die Christen endlich zu einem neuen, zentral auf der Basis der Osterbotschaft (nicht irgendeinem Zeitgeist) stehenden Selbstbewusstsein kommen. Und dass sie zumindest hie und da ohne ständige rituelle Selbstbezichtigungen auskommen. So richtig es ist, dass in 2000 Jahren Kirchengeschichte viele Verbrechen im vermeintlichen Namen der Kirche(n) begangen worden sind, so ist es ebenso richtig, dass im Namen der Kirche(n) unglaublich viel Gutes getan worden ist und wird.

Vor allem sollten sich die Christen gerade in Zeiten der Bedrohung und einer von manchen Bischöfen ignorierten Völkerwanderung wieder viel stärker bewusst werden, dass die Botschaft des Neuen Testaments an ethischer Qualität sämtliche anderen religiösen und philosophischen Texte der Menschheitsgeschichte weit übertrifft.

Überdies sollten sie sich wieder mehr bewusst werden, dass im größten Teil der Geschichte Bischöfe auch einen Schutzauftrag gegenüber ihren Gläubigen gehabt haben. Es dürfte aber auch ein paar Mal öfter als derzeit üblich gesagt werden, dass der Kirche viel in die Schuhe geschoben wird, was ganz andere Ursachen und Zusammenhänge hat.

So ist es beispielsweise historisch eindeutig, dass etwa die allermeisten Ketzer- und Hexenverbrennungen nichts mit der Kirche zu tun gehabt haben (auch wenn der ORF geschmackvollerweise gerade am Karfreitag einen Film darüber gezeigt hat). Diese sind vielmehr vor allem Elemente brutaler Machtpolitik oder kollektiver Massenhysterie gewesen. Rom hat nachweislich sogar etliche Male versucht, diesem religiös getarnten Treiben ein Ende zu bereiten. Das soll freilich keineswegs darüber hinwegtäuschen, dass eine Reihe solcher grässlicher Menschenverbrennungen sehr wohl im vermeintlichen Namen des Glaubens geschehen sind.

Ebenso ist etwa der 30-jährige Krieg, eines der schlimmsten Blutbäder in unserem Kontinent, ganz überwiegend von Machtkämpfen der Fürsten und Stände geprägt gewesen. In jenem Krieg haben nicht nur katholische gegen protestantische Fürsten gekämpft. In jenem Krieg haben vielmehr auch katholische gegen katholische Monarchen gekämpft (siehe Frankreich gegen Habsburg) und sind die meines Wissens ganz wo anders beheimateten Schweden bis an die Donau vorgedrungen. Aber gewiss: Es war auch ein Religionskrieg.

Es zeigt von historischer Ahnungslosigkeit, wenn der Theologe Zulehner diesen Krieg jetzt nur noch als christlichen Religionskrieg darstellt. Und es ist infam, wenn er diesen 30-jährigen Krieg mit den heutigen Vorgängen in der islamischen Welt gleichsetzt und diese damit gleichsam zu verteidigen und zu rechtfertigen sucht. Auch Linkstheologen sollten wissen und zugeben, dass die Christen in diesen fast 400 Jahren viel gelernt haben, dass es seit langem keinen Krieg mehr gegeben hat, den man auch nur indirekt als christlich inspirierten Religionskrieg bezeichnen kann.

In den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts war keine andere Kraft so sehr wie die jeweiligen Päpste immer wieder bemüht, einen Frieden zu vermitteln. Aber vielleicht machen ihnen die Linkstheologen ja auch zum Vorwurf, dass das nicht geglückt ist…

Gerade in Wien sollte man den Päpsten auch bis heute dankbar sein, dass sie bei der letzten Türkenbelagerung ein europäisches Bündnis zur Befreiung Wiens zustande gebracht haben. Und dass sie nicht gesagt haben: Na ja, die Türken beten eh zum gleichen Gott, ist daher nicht so schlimm, wenn sie Wien erobern. Oder: Na ja, wir Christen des 17. Jahrhunderts haben ja erst vor wenigen Jahren blutig miteinander Krieg geführt, da werden die Osmanen doch auch ein bisschen brandschatzen und christliche Dörfer ausrotten dürfen.

Gewiss, ein argentinischer Papst muss nicht viel Ahnung von der europäischen Geschichte und vom Islam haben. Es ist aber ein bisschen traurig, wenn man diese Ahnung primär bei tschechischen, ungarischen und polnischen Bischöfen verspürt.

Und bei ganz normalen Pfarrern. Die es zum Glück gar nicht so selten gibt. Und die nicht, wie ein paar seltsame Priester in Salzburg am Karfreitag die Glocken läuten lassen wollten, um die Völkerwanderung wieder anzuheizen. Das hat ihnen – Ehre, wem Ehre gebührt – aber letztlich der neue Salzburger Erzbischof mit einer klugen Stellungnahme doch noch ausgetrieben.

Also wollen wir auch hierzulande wieder zu hoffen beginnen.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    27. März 2016 03:16

    Selten hat Dr. Unterberger meine eigene Sichtweise so präzise und uneingeschränkt übereinstimmend dargestellt.

    DANKE !

    Aber was sollte ich da noch kommentieren?

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    27. März 2016 11:14

    Alle, so sagt man, beten zum gleichen, eigentlich zum selben Gott, aber das Bild, das Christen, Juden und Moslems von diesem einen Gott haben, könnte unterschiedlicher nicht sein. Bei einem Vergleich schneidet der Gott der Christen, etwas salopp gesagt, bei weiten am besten ab.

    Ganz kurz und sehr vereinfacht gesagt:
    Allah, der Gott der Mohamedaner, ruft zu Gewalt, Mord und Totschlag auf und verlangt von seinen Gläubigen, alle zu vernichten, die nicht seine Anhänger sind.
    Jahwe, der Gott der Juden, ist rachsüchtig, zornig, kann nicht verzeihen und ist extrem ungerecht, da er nur seine auserwählten Anhänger bevorzugt, seine anderen menschlichen Geschöpfe hingegen schwer benachteiligt, als Menschen zweiter Klasse also.
    Der Gott der Christen aber, so sagt man, "IST die LIEBE"; für ihn sind alle seine Kinder gleichwertig. Und ---der Gott der Christen kann verzeihen.

    Jedem bleibt es unbenommen, an einen Gott zu glauben oder nicht, aber müßte ich mich entscheiden, würde ich den Gott der Christen wählen, denn von ihm heißt es, "Gott ist die Liebe"---weder Allah noch Jahwe haben die Liebe in ihrem "Programm"!.

  3. Ausgezeichneter KommentatorTegernseer
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    27. März 2016 12:27

    Das muss man sich einmal bewusst machen: das Oberhaupt der katholischen Kirche kniet nieder und wäscht und küsst die Füße von Moslems. Was für ein Bild in der islamischen Welt! Das ist Unterwerfung.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorikra
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    27. März 2016 04:34

    Ja danke für diesen Artikel - der Zustand der katholischen Kirche ist furchtbar
    in Österreich!

  5. Ausgezeichneter KommentatorMariahilferin
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    27. März 2016 04:40

    Die Kirchenführer haben sich einen neuen Gott gebastelt: Dass er die Züge von Marx trägt, war schon lange klar, nun soll er auch mit Allah wesensgleich sein. Da diese Personalunion nur für Marxisten, aber sicher nicht für Moslems imaginierbar ist, kann man Gerüchte, einige der Kirchenführer wären vielleicht längst heimlich zum Islam übergetreten, ausschließen.
    Die absurde Behauptung, Gott und Allah wären ein und derselbe, müsste für Moslems eigentlich der reine Affront sein. Wenn der ehemals christliche Westen sie allerdings dazu allesamt einlädt, sich hier auf Staatskosten einzurichten und auszubreiten, die katholische Kirche ihnen in den xxx kriecht und der Papst ihnen persönlich die Füße wäscht ... dann denken die zurecht, wir können es einfach nicht erwarten, uns zu unterwerfen.

    Jedenfalls ist für mich das, was gerade in Europa geschieht, ein Gottesbeweis. Ex negativo.

    PS: Auch ich schätze meinen Pfarrer sehr. Aber den hab ich erst suchen müssen.

    http://www.citizengo.org/de/signit/33711/view

  6. Ausgezeichneter KommentatorSandwalk
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    27. März 2016 09:25

    Jesus hat Wunder gewirkt, hat gepredigt, hat Frauen respektiert, hat seine Nachfolge geregelt und starb als Märtyrer.

    Mohammed hat keine Wunder gewirkt, hat ein Leben lang das Schwert geschwungen har Kinder zur Frau genommen, hat seine Nachfolge nicht geregelt und ist im Fieber gestorben.

    Ich habe keine Lust einen Gewalttäter und loser zum Vorbild zu nehmen.

    Wenn da einige glauben, dass wir da alle zum gleichen Gott beten, ist das schon sehr abseits. Sogar Goethe war klüger, der meinte, dass der Koran nur Versatzstücke verschiedener Religionen und Philosophien enthalte, aber nichts Neues.

  7. Ausgezeichneter KommentatorRomanum
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    27. März 2016 08:26

    Ein ganz großes DANKE an Andreas Unterberger für diesen Osterbericht!!!!
    Es ist dies eine grosse Hoffnung und gibt Zuversicht, das es trotz der scheinbaren
    "Allmacht"des linksliberalen Zeitgeistes es Menschen gibt, die klaren Verstand, Ehrlichkeit und die Wahrheit verteidigen.
    Von Unterberger bis Sabatina James............
    Gesegnetes Osterfest A.U. und allen Lesern

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorISISierung
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    29. März 2016 20:29

    Am Ende des arabischen Frühlings steht der Islamische Staat (IS).
    Am Ende des katholischen Frühlings steht ebenso der Islamische Staat (IS).


alle Kommentare

  1. DeiVodah (kein Partner)
    27. Februar 2017 16:01

    Wie klein ist dein Verstand eigentlich und wie subjektiv ist diese Ansicht?
    Wenn jemand die schlimmsten Gräueltaten begeht dann sind es die Jesuiten und der Papst ist deren Krypto_Oberhaupt. Das sind genauso Extremisten wie die IS Gruppe.

    Vielleicht meint es ja gut unser lieber Papst, aber ganz trauen muss man Ihn trotzdem nicht.

    Hier ein paar Auflistungen der Jesuiten "gut taten":

    - Pizza Gate: Kinder sex ring und deren Anführer John Podesta- Jesuit.
    - Ganze Brüsseler Diktatoren - Jesuiten ( aus Österreich - Othmar Karas )
    - die unsichtbare Hand die all unsere Politiker den Wirtschaftston angeben: Peter König ( AlukönigStahl ) Jesuit. Martin Schlaff Krypto-Jesuit

  2. Martha Apostatrix (kein Partner)
    03. April 2016 23:28

    Warum beten die Menschen in einem Land zum Christengott, anderswo zu Allah und wieder ganz wo anders zu Vishnu und Ganesha? Mit einer "absoluten und einzigen Wahrheit", die in der jeweilgen (eigenen) Lehre angeblich stecken soll kann das nichts zu tun haben... wenn eine Religion wirklich über eine göttliche Wahrheit verfügt, warum hat sich diese nicht längst auf der ganzen Welt durchgesetzt?
    Der einzige Faktor, der in >95% der Fälle die Religionszugehörigkeit eines Menschen bestimmt ist die der Eltern. Christliche Eltern lassen ihre Kinder taufen; aus den meisten davon werden später selbst Christen, entweder wirklich gläubig oder nur auf dem Papier. Selbiges gilt für Muslime, für Hindus etc

    • Martha Apostatrix (kein Partner)
      04. April 2016 00:08

      Ich habe die Bibel gelesen, und viel von dieser absoluten Wahrheit habe ich darin nicht gefunden - stattdessen jede Menge Gemetzel im Namen Jahwehs, Misogynie und natürlich massenhaft hanebüchenen Blödsinn (siehe z.B.: die Abhandlung über Genetik in Gen. 30:37; für mich als Molekularbiologin fast zum Totlachen)... natürlich gibt es dazwischen eingestreut auch noch die guten Sätze in der Bibel; etwa die Betonung der Nächstenliebe.

    • Martha Apostatrix (kein Partner)
      04. April 2016 00:09

      Mit dem Koran verhält es sich ähnlich - exemplarisch Sure 18:86, wo die Sonne in einem schlammigen Tümpel versinkt. Mag zwar sein, dass sich das heilige Buch der Muslime angeblich nirgends selbst widerspricht (könnte daran liegen, dass fast alle ursprünglichen Widersprüche vom Kalifen Usman bei der Kanonisierung des Korans fleißig hinauseditiert wurden) - dafür widerspricht der Text auch hier jeglicher Logik und allen Naturgesetzen.
      Mit diesen beiden Schriften habe ich mich bislang etwas näher beschäftigt, mit dem gleichen Fazit, das Kaiser Julian einst über das Christentum zog: Anegnon, Egnon, Kategnon; ich habe gelesen, ich habe verstanden, ich habe verworfen.

  3. Specht (kein Partner)
    31. März 2016 19:18

    Nachtrag @Mariahilferin

  4. Druide343 (kein Partner)
    30. März 2016 16:58

    Es gibt keinen jenseitigen Schöpfer-Gott, sondern göttliche Dinge in der Natur, die dem Menschen ewig verborgen sind. Es ist unsinnig, zu beten. Und es ist unsinnig, Messen durchzuführen. Ein Mensch sollte u. a. seine Willenskraft und Liebe vergrößern. Und dann Autosuggestion (gemäß Emil Coue) anwenden sowie Ereignisdeutung. Auf der zweiten Stufe Traumsteuerung und Traumdeutung.
    Es ist gut, dass die AfD bei 13 % liegt. Hingegen liegt die Linke nur bei 11 %.

  5. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      30. März 2016 14:44

      Die Behauptung wir beteten alle zum gleichen Gott ist ja schon von den jeweiligen heiligen Büchern her als Falschaussage zu beweisen.

      Für die Christen ist es der dreifaltige Gott mit den drei Wesenheiten Vater, Sohn und heiliger Geist.

      Die Juden verlangten von Pontius Pilatus, daß Jesus gekreuzigt werde. Nach deren Religion wegen Gotteslästerung zurecht. Sie glaubten nämlich nicht daran (und bis heute nicht), daß Jesus der menschgewordene Gottessohn sei. In ihren religiösen Schriften schmähen sie ihn sogar, daß Jesus in der Hölle in Exkrementen gekocht würde, ...

      Und in einer Besprechung Lorenz JÄGERS von Christoph NÖTHLINGS Buch über ROSENZWEIGS „Stern der Erlösung“, lesen wir: „ … Im Herbst 1916 schrieb er - ROSENZWEIG - an Eugen ROSENSTOCK, der als Achtzehnjähriger zum Protestantismus übergetreten war: "Sie wissen so gut wie ich, daß wir" - die Juden - "die weltüberwindende Fiktion des christlichen Dogmas nicht mitmachen, gebildet formuliert: daß wir die Grundlage der gegenwärtigen Kultur verleugnen und ungebildet formuliert: daß wir CHRISTUS gekreuzigt haben und es, glauben Sie mir, jederzeit wieder tun würden, wir allein auf der weiten Welt."

      Offensichtlich haben sie – sofern überhaupt – einen anderen Gott als Christen.

      Der Islam verflucht und verfolgt die Christen wegen der diesen vorgeworfenen Vielgötterei. Der Islam – eine Afterreligion – ist nämlich der Unterschied zwischen numerisch „DREI“ und der Dreifaltigkeit nicht aufgegangen.

      Mit den Erkenntnissen des schon verstorbenen Freundes Univ. Prof. A. LOCKER soll die Absurdität bzw. Widersprüchlichkeit im Islam deutlich gemacht werden.

      Ganz unabhängig von der absoluten Feindschaft des Islam gegen das Christentum, welche durch keinerlei Dialog entschärft werden könnte, ist es von essentieller Bedeutung für Christen dieser aggressiven Religion von einer Ebene aktive entgegenzutreten, von der aus der Islam wegen seiner Unfähigkeit zur argumentativen Beweisführung unterlegen ist. Um von daher den – falschen - Anspruch des Islam ihn zu den Hochreligionen zu zählen zurückzuweisen (und damit auch die letzte und definitive „Offenbarung“ Gottes zu sein), ist es nötig die obersten Doktrinen– die in der Sure 112 gipfeln – mit der Philosophie „des Einen und dem Vielen“ zu vergleichen, womit wir in einen Disput eintreten, der zeigt, daß diese fremde Religion unfähig ist begrifflich zwischen numerisch Eins und dem Einen als fundamentalem Prinzip zu unterscheiden.

      Diese Errungenschaft der abendländischen Philosophie – gemeinsam mit den Einsichten, die auch chinesisches und indisches Denken erzielte – zeigt klar, daß eine solche Behauptung das/den Eine(n) (die die Grundlage des Islam und seine höchste Einsicht („Offenbarung“) darstellt) auch von dem der „feststellt“ Kenntnis nehmen muß, d.h. der Person die sich äußert. Indem man das tut, wird die dogmatische Einseitigkeit und Un-Logik offensichtlich, weil erkannt werden muß, daß „zwei“ Subjekte nötig sind, um die „Eins-heit“ festzustellen, weil der Charakters des (angeblichen) Ersten und Letzten (d.h. Gottes), somit aus ihm selbst und dem anderen besteht. Da nun aus diesem Grund beide miteinander verbunden sind – indem sie wechselseitig aufeinander Bezug nehmen – ist eine dritte Instanz, nämlich jene die die Union der beiden bildet, ebenso erforderlich, eine Tatsache, die zum Ergebnis führt, daß die Sure 112 sich widerspricht – und daher absurd ist.

      Andrerseits zeigt diese Reflexion, daß die Grund-Figur unserer Realität die Einheit von drei (Einzelheiten) ist, was konzeptionell die fundamentale These des Christentums ableitet, daß Gott der Drei-Eine Gott ist.

      Zusätzlich kann die Sure 112 nur aufrechterhalten werden, wenn eine absolute Grenze zwischen Gott und dem Menschen gezogen wird und eine „analogia entis“ – also eine Wesensähnlichkeit des Menschen mit Gott – geleugnet wird.

      Natürlich ist es auch für den gebildeten Muslim, der lebenslang in einer Welt verharrt, in der kritisches Denken keine Chance hatte, ziemlich unmöglich solche einem Argument zu folgen. So Zielt die Hoffnung auf die jungen Muslime, die in Europa zur Schule gehen und ein wenig im formalen, logischen und philosophischen Denken ausgebildet wurden, daß sie soweit kommen, dieses Argument zu verstehen und anzunehmen, und von Naivität ihrer Eltern abkommen (die immer noch unkritisch diese erwähnte Sure zitieren), und die sich schließlich vom Islam abwenden (weil sie seine Unangemessenheit gegenüber dem kritischem Denken erkannt haben).

      Islamische Gelehrte könnten sich darauf zurückziehen, daß es keine Brücke zwischen Gott (d.i. der „Eine“) und dem Menschen („dem Anderen“) gibt. „Allah“ wird darum auch nicht Vater genannt, er ist der absolute Herrscher, mit dem keine Verbindung möglich ist, und der nur strikt verlangt gehört zu werden (Gehorsam), was er durch den Mund des „Propheten“ sagt.

      Ganz abgesehen von der Frage, wie die Muslime dies wissen wollen, würde der Widerspruch das große Problem nur verschärfen, ob der Mensch (a) nun „innerhalb“ oder (b) „außerhalb“ Gottes ist.

      Indem man auf (a) Bezug nimmt, würde die völlige Getrenntheit geleugnet werden; im anderen Falle (b) müßte Gottes „Allheit“ bezweifelt werden. Wie immer man die Frage herumdreht, die Behauptung der Sure 112 - auf der der moslemischer Glaube beruht – ist schrecklich falsch.

      Bezüglich der Doktrin von der Heiligen Dreifaltigkeit, kann ein zweites Argument vorgebracht werden, wenn man das innigste „Sein-in-Gott“ (lat. „inesse“) jeder gottgeschaffenen Person anerkennt, ein drittes daß nur in einem endlichen Bereich drei einzelne Einzelheiten (Ziffern) sich zur Ziffer/Zahl Drei summieren lassen, aber dies nicht in einem unendlichen Reich möglich ist, in dem drei unbegrenzte Entitäten unbegrenzt sind und bleiben, eine mathematische Widerlegung des Vorwurfes des „Dreigottglaubens“ (Vielgötterei) ist natürlich damit unsinnig.

      Sofern der islamische Götze als Gott vorgegeben wird, so ist doch klar ersichtlich, daß dieser mit dem Dreieinigen Gott nichts gemein hat.

      Das wußte die katholische Kirche aber 2000 Jahre lang. Wer heute anderes verzapft ist dem Anathema verfallen.

    • astuga (kein Partner)
      30. März 2016 20:05

      Wobei es DIE Juden hierbei nicht gibt.
      Sowohl die Denunzierung von Jesus bei den Römern wie etwa auch jene von Maimonides (Moses ben Maimon) bei den Muslimen war letztlich jeweils ein innerjüdischer Disput.

      Zur nichtjüdischen Religion des Christentums wurde die jüdische, messianische Sekte ja erst mit Paulus.

  6. astuga (kein Partner)
    30. März 2016 01:57

    Natürlich beten nicht alle zum gleichen Gott, und es gibt naturgemäß auch kein gemeinsames Gotteskonzept.
    Darum kommen Juden und Christen auch in die islamische Hölle.

    Der Islam gründet im wesentlichen auf einem einzigen Dogma.
    Juden und Christen haben ihre Religion bzw ihre göttlichen Offenbarungen verfälscht und sind religiöse Irrläufer.
    Alleine das begründet die Legitimation von Muhammeds Prophetentum, der als einziger eine gültige Offenbarung vorweisen kann (dem Quran).
    Bloß der Umstand den selben Ursprung zu besitzen unterscheidet Juden und Christen von Götzendienern. Diesen kleinen Unterschied musste man im Islam machen, da er selbst an die judäochristliche Tradition anknüpft.

    • F.V. (kein Partner)
      31. März 2016 19:35

      Einer der frühen christlichen Schriftsteller, Tertullian, legt nachvollziehbar in seinem „Adversus Judaeos“ dar, daß die Feindschaft gegenüber den Juden religiös begründet war und nichts mit dem zu tun hatte, was heute unter Antisemitismus firmiert. Im Übrigen beruhte sie auf Gegenseitigkeit, wobei das frühe Christentum im Vergleich zum Judentum eher machtlos war und blutig verfolgt wurde.

      In der Antike war es für die Glaubwürdigkeit und Wahrheit einer Religion – und damit ihre Attraktivität für zu gewinnende Anhänger - bedeutsam, daß sie „von alters her“ schon existierte. Das konnte das Christentum als neue Religion nicht vorweisen und hat sich aus diesem Grund des Alten Testaments – also der altehrwürdigen Religion der Juden – bemächtigt und gesagt, daß die Juden wegen ihres Abfalls von Gott und einer falschen Auslegung der Schrift zu Verworfenen geworden sind, und sie, die Christen, die wahren Erben des AT und die Rechtgläubigen sind, mit denen Gott auch den Neuen Bund geschlossen habe.

      Daß darüber gegenseitige Feindschaft entbrannte kann man nachvollziehen. Wenn nun die katholische Kirche die obige Feststellung während 2000 Jahren dogmatisch vertritt – d.h. als zu glaubende Wahrheit predigt, was aber vice versa auch die orthodoxen Juden tun, obendrein mit dem für alle anderen Völker ziemlich penetranten Anspruch das allein „Auserwählte Volk“ zu sein, dann finde ich keinen Anlaß mich für das, was ich für wahr halte, entschuldigen zu müssen. – Die religiös begründete Feindschaft fällt daher als Entschuldigungsgrund gegenüber den Juden aus deshalb vom „gemeinsamen Gott“ zu sprechen.

      Was hier vorgeht hat m.A. mit dem Auf-kläricht zu tun, dem modernen, „liberalen“ Zeitgeist, der Teile der Kirche erfaßt hat und zu deren Abfall vom eigenen Dogma führte.

      Wenn man die vergangenen Jahrzehnte beobachtete, so konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß ganz andere Motive für die moderne Exegese vom „gemeinsamen Gott“ maßgeblich sind. Sie haben offenbar mit den Bestrebungen zu tun, die mit Küngs „Weltethos“ zusammenhängen, dem – häretischen – Bemühen die in Wahrheit nicht überbrückbaren Unterschiede der Religionen wegzudiskutieren und aus den Ingredienzien aller Religionen einen Einheitsbrei zu verrühren. Auf der politischen Ebene laufen die Bemühungen eine „Neue Weltordnung“ zu schaffen parallel dazu.

      Mit diesen weltlichen Bestrebungen haben sich anscheinend die Päpste der jüngeren Vergangenheit arrangiert, jedenfalls gibt es etliche positive Stellungnahmen dazu, wie auch die diversen Auftritte vor der UNO oder dem US-Kongreß unterstreichen. Den Globalisten ist es gewiß willkommen ihr diabolisches Streben mit etwas Transzendenz zu verzieren, was aber nur dann geht, wenn die dafür die geeigneten Strukturen besitzende Kirche den Alleinvertretungsanspruch auf Erlösung aufgibt und die Verehrung der anderen „Götter“ auch als einen Erlösungsweg anerkennt. Und das findet seit einigen Jahren statt, wobei der jetzige Papst für viele erkennbar mit der Tradition gebrochen hat – also nicht mehr die 2000 Jahre gültige Wahrheit des katholischen Glaubens verkündet. – Das ist das Problem.

      Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.

  7. heartofstone (kein Partner)
    30. März 2016 00:57

    Nein, Christen und Mohammedaner beten nicht zu dem selben Gott! Der christliche ist ein verzeihender und der mohammedanische ist ein blutsaufender! Allein wenn ich die Verkünder gegenüber stelle ... Christus am Kreuz gestorben ... Mohammed mit dem Schwert auf Eroberungsfeldzügen ...

    IMHO ist der Islam eine religiös verprämte Ideologie der jegliches Merkmal einer Religion abgeht. Sie gehört geächtet wie der Nationalsozialismus und seine Anhänger wie Nazis behandelt. Die "Gläubigen" dieser Drecksideologie gehören abgeschoben, ihre "Gebetsstätten" eingeebnet und das Vermögen dieser "Glaubensgemeinschaft" zugunsten der Opfer dieser eingezogen ... obs krepieren die Bückbeter ...

    • heartofstone (kein Partner)
      30. März 2016 01:05

      ... kümmert mich nicht ... Österreich wird auch ohne 600.000 Mohammedaner über die Runden kommen ... wir brauchen diese an den blutsaufenden "Gott" namens Allah und seinen "Proleten" der Kriegstreiber, Mörder, Dieb, Räuber und Vergewaltiger names Mohammed glaubenden Abschaum nicht im Land ... Saudi Arabien ist groß und reich ... geht solange ihr es noch auf euren eigenen gesunden Beinen könnt, "liebe Mohammedaner", wir schieben euch aber auch gerne in Leichensäcken ab ...

      /zyn

    • Charlesmagne
      30. März 2016 10:05

      Ohne die von Ihnen artikulierten Maßnahmen wird Europa in spätestens zwei Jahrzehnten islamisch kontrolliert dem Untergang anheim fallen. Sehr zur Freude unserer "Freunde" jenseits des Atlantik.

  8. Don Quijote (kein Partner)
    29. März 2016 23:04

    @machmuss verschiebnix

    Das Unfehlbarkeitsdogma tritt nur dann in Kraft, wenn der Papst ex cathedra spricht, was in dieser Sache Gott sei Dank nicht der Fall war. Ihre Begeisterung für das so effiziente "Aufräumen" des Papstes teile ich überhaupt nicht, denn das wird für die Kirche sehr gefährlich. Immerhin sind den Bergoglioschen Säuberungen exzellente Theologen (Burke, Canizares Llovera) zum Opfer gefallen, während sich theologisch fragwürdige Figuren wie Kardinal Kasper, Bischof Kräutler, sowie Freimaurer und Atheisten einer großen Wertschätzung des Bischofs von Rom erfreuen. Der einzige Lichtblick in der Düsternis des katastrophalen Pontifikates Bergoglio ist Kardinal Sarah.

    • fewe (kein Partner)
      30. März 2016 17:09

      Ich bin mir nicht so sicher, ob dieser Papst überhaupt katholisch ist. So wie auch bei Schönborn.

      Für mich als Katholik ist es völlig irrelvant, was diese Islamversteher tun oder sagen.

      Andere Religionen sind zu tolerieren, selbstverständlich. Aber deren Interesse gilt mehr den Islamisten als den mehr als 100 Millionen verfolgten Christen.

      Man kann nur hoffen, dass sie der Teufel bald holt.

  9. Gasthörer (kein Partner)
    29. März 2016 22:10

    Das wird schwierig, das Fußballspiel gegen die Türken, 10 von uns gegen 12 von denen - und dann noch ein Auswärtspiel...

    • riri
      29. März 2016 22:26

      Der Türke in unserer Mannschaft hat zwei Tore verursacht. Vorauseilendes Vertrauen ist bei diesen Leuten nicht angebracht.

    • Gasthörer (kein Partner)
      29. März 2016 22:50

      Viele der ca. 350.000 Türken in Österreich sind angenehme Zeitgenossen, trotzdem sind sie extrem ethnozentrisch. Im Neusprech heißt das rassistisch. Daher sollte man sich nicht der Ilusion hingeben, dass man dort nur einen Hauch von Loyalität gegenüber der lebendigen Leiche Österreich empfindet. Wir dienen ausschließlich als Bankomat und Siedlungsraum. Egal welchen Pass sie nun haben. Und man kann es ihnen nicht einmal verübeln.

    • riri
      29. März 2016 23:41

      Und das trifft für alle Lebensbereiche zu.

  10. monofavoriten (kein Partner)
    29. März 2016 20:31

    dieser jesuiten-papst soll sich zum teufel scheren. an den glaubt er ohnehin, den vergöttert er. das sieht man seiner pädophilen fresse an.

    • JT-1 (kein Partner)
      30. März 2016 10:58

      An Ihnen erkenne ich den großen Unterschied! Sie sind ein leuchtendes Beispiel - aber dafür, dass Christen vielfach scheel angeschaut werden. Aus Ihnen spricht - ja, wie schaut Ihr Christentum aus? Welche "fresse" haben Sie? Sind SIE vielleicht pädophil, weil sie es an der "fresse" eines anderen erkennen? "Zum Teufel scheren" zu wünschen spricht von wahrer - ja was?
      SIE TUN MIR AUFRICHTIG LEID IN IHREM PRÄPOTENTEN HASS!

  11. ISISierung (kein Partner)
    29. März 2016 20:29

    Am Ende des arabischen Frühlings steht der Islamische Staat (IS).
    Am Ende des katholischen Frühlings steht ebenso der Islamische Staat (IS).

  12. Kurios Doulos (kein Partner)
    29. März 2016 20:19

    Herr Unterberber,

    vielen Dank für die klaren Worte hier und in den andern den ISlam betreffenden Artikeln hier.

    Wenn ich höre, die Mohammedaner, Juden und Christen glaubten eh alle an einen Gott, dann bestätige ich die Aussage, füge nur ergänzend hinzu:

    Das ist nur eine statistische oder eine mathematische Aussage: ... an einen Gott = an 1 Gott, das ist nicht gleich an denselben Gott.

    Der ISlam ist eine antichristliche Religion. Da kann nicht Jesus Christus, Gottes Sohn, dahinter stehen, weder direkt noch indirekt.

    Bei Juden und Christen ist es anders. Uns unterscheidet die heilsgeschichtiche Interpretation des Messias.

    Es bleibt: ISlam ist antichristlich. Allah ist ein anderer Gott.

    • Zuerst Antifa dann ISIS (kein Partner)
      29. März 2016 20:33

      @ Kurios Doulos: "Allah ist ein anderer Gott."

      Darf ich richtig stellen?
      "Allah ist gar kein Gott."

    • Kyrios Doulos (kein Partner)
      29. März 2016 20:48

      @ zuerst antifa dann ISIS

      Sehr gerne doch! Allah ist gar kein Gott.

    • Charlesmagne
      30. März 2016 10:09

      So ist es! Allah ist kein Gott, und schon gar nicht größer. Wenn schon ein Supelativ, dann die "teuflischte Erfindung" eines irren Wüstenräubers.

  13. Wohlmeyer Heinrich (kein Partner)
    29. März 2016 18:44

    Lieber Kollege Unterberger!
    Ich kann nur sagen: Danke für den profunden Artikel und die öffentliche Ermahnung!
    Ich habe einem jungen Salzburger versprochen eine Zusammenstellung zu verfassen, warum ich nach reiflicher den Islam für ein 'direkt-satanisches Schisma' halten muss.
    Wenn sie fertig ist, werde ich sie zusenden.
    Ich habe eine einzige Anmerkung zur ökonomischen Bemerkung 'marxistisch': Schon John Suart Mill hat die kluge Aussage getroffen, dass die Markt (wenn die Rahmenbedingungen stimmen) die optimale Allokation der Produktionsfaktoren bewirkt, dass aber die Verteilung des Wohlstandes der Intervention der Gemeinwesen (Politik) bedarf.
    Gesegente Ostern Ihr Heinrich Wohlmeyer

  14. McErdal (kein Partner)
    29. März 2016 17:36

    Undine
    27. März 2016 20:30

    Ich habe mich damals von Herzen gefreut, als Joseph Ratzinger Papst wurde: ein feiner, bescheidener, gebildeter, höchst intelligenter, integrer Mann---und ich habe ihn immer sehr geschätzt und heute noch ein bißchen mehr!

    Meine Begeisterung für Herrn Ratzinger und für Herrn Jorge Bergoglio hält sich in Grenzen seit ich Kenntnis von ITCCS und Kevin Annett habe.

  15. Dr. Knölge (kein Partner)
    29. März 2016 15:37

    Ich will es sehr deutlich ausdrücken:
    Wenn der Hirte nicht mehr seine Schäfchen vor den Wölfen schützen kann oder will, soll er gehen. Von mir aus zum Teufel.

  16. Gennadi (kein Partner)
    29. März 2016 15:25

    Zitat: Natürlich kann es nur einen Gott geben. Das ist ja nicht die Frage.

    Genau das ist aber die Frage. Denn der zu Gott hochstilisierte Allah ist eben nicht der jüdisch-christliche Gott ("adonai ehod").
    Solange man keine klare Unterscheidung trifft zwischen Gott und anderen, sagen wir Gottheiten, kommen wir nie aus den Schienen heraus. Die direkt zum Jihad gegen alle Anders-/Ungläubigen führen.

  17. Wolfram Schrems (kein Partner)
    29. März 2016 14:08

    Danke an Dr. Unterberger für diesen Kommentar!

    Lediglich den Passus, daß Papst Franziskus "medienattraktiver und mengenwirksamer" als seine "kranken" Vorgänger seien, kann ich angesichts stark sinkender Besucherzahlen am Petersplatz (nach Berichten von katholisches.info) nicht nachvollziehen.

    Daß Johannes Paul II. trotz Krankheit nicht aufgegeben hat, warzudem sicher ein starkes Zeugnis für das Papsttum UND für die Würde des kranken und alten Menschen.
    Und Benedikt XVI. war offensichtlich nicht krank. Der Rücktritt erfolgte sichtlich wegen der Dauerobstruktion bestimmter Kreise. Wie man hört, erfreut er sich durchaus guter, altersgemäßer Gesundheit.

    • Gennadi (kein Partner)
      29. März 2016 15:34

      Die katholische Kirche glaubt an den gleichen Gott wie die Moslems.
      Folglich glaubt sie nicht an den christlichen Gott.
      Ein klares Bekenntnis also: Katholiken sind keine Christen.

  18. Der Realist (kein Partner)
    29. März 2016 13:30

    laut "Genesis" erschuf Gott die Erde und den Menschen, und er sah, dass es gut war. Angesichts der Tragödien, Naturkatastrophen, Seuchen, Hungersnöte, Kriege, und vieles mehr an Ungemach seit Bestehen dieser Welt und der Menschheit, ist die Frage wohl erlaubt, ob dieser Gott nicht blind ist. Auch wenn viel Schlechtes der Kirche in die Schuhe geschoben wird, viele Päpste, Bischöfe und Priester waren alles andere als Heilige, und die kirchlichen Strukturen und Hierarchien sind noch immer äußerst stramm, wenn nicht sogar diktatorisch. Die christliche Lehre stellt auch zunehmend einen Widerspruch zur wissenschaftlichen Erkenntnissen dar. Es liegt wohl in der Natur des Menschen an einen Gott zu

    • Der Realist (kein Partner)
      29. März 2016 13:47

      Fortsetzung:

      glauben, auch die Urvölker glaubten an irgendeinen Gott. Warum hat Gott eigentlich seinen Sohn vor rund 2000 Jahren auf die Erde geschickt um uns zu erlösen, heute hätte er eine weltweite Medienpräsenz, nur seine bewirkten Wunder würden natürlich einer viel strengeren Prüfung unterliegen, und die Todesstrafe ist auch in den meisten Ländern schon abgeschafft. Ob es im Sinne Gottes ist, dass auch heute noch unzählige Menschen für ihren Glauben ihr Leben lassen, und hat es der allmächtige Gott nötig, dass die Gläubigen vor ihm knien und zu ihm beten?
      Mit dem freien Willen schiebt die Kirche auch jegliche Verantwortung auf den Menschen ab, aber was wäre gewesen, hätte Judas Jesus nicht verraten, dem blieb ja gar nichts anderes übrig, das war in der Story so vorgesehen, das hat ja Gott schon so festgelegt.

    • Erich Bauer
      29. März 2016 16:55

      Nun, da wir uns ohnehin wieder zu "Urvölker" degradieren, kommt endlich wieder alles in den "grünen Bereich"... Baumgötter, Hündchengötter, Kätzchengötter. Warum nicht? (LOL)

    • Undine
      29. März 2016 18:39

      Die tragischeste Gestalt überhaupt war eigentlich JUDAS, denn dieser konnte der "Vorsehung" nicht entrinnen---einfach fürchterlich, diese Rolle, die ihm zugedacht war, eigentlich eine Zumutung!

    • Erich Bauer
      29. März 2016 18:42

      "karmisch" bedingt halt. (Zynismus off)

  19. daLUPO (kein Partner)
    29. März 2016 13:25

    Die Kirchen glauben immer sie haben eine Lizenz auf Gott.

    Um zu Beten brauche ich keine Kirche.

  20. ben25 (kein Partner)
    29. März 2016 11:39

    Christ ist man, wenn man Buße getan hat und Jesus Christus als seinen Herrn und Erlöser angenommen hat. Wird das noch in den beiden großen Volkskirchen gelehrt? Insofern ist es völlig wurscht, was irgendein Papst oder andere Kirchenfürsten sagen, sofern sie nicht am biblischen Evangelium festhalten. Sämtliche Missetaten der Kirche waren und sind eben nicht biblisch legitimiert und insofern eigentlich gar nicht dem Christentum zuzurechnen.

  21. Torres (kein Partner)
    29. März 2016 11:34

    Jetzt hat Unterberger sein mangelndes Sprachgefühl einen besonders üblen Streich gespielt. Wir beten alle zum "gleichen" Gott? Das hieße ja, dass es mehrere "gleiche" Götter gibt. Genau das wollte ja Unterberger - zu recht - in Abrede stellen. Tatsächlich beten wir alle zum "selben" Gott. Das schöne deutsche Wort (der/die/das)selbe scheint Unterberger ja überhaupt nicht zu kennen, und schon gar nicht den Unterschied zwischen "dem gleichen" und "demselben" (den es in anderen Sprachen - Englisch, Französisch - nicht gibt, daher ist die deutsche Sprache hier präziser und eindeutiger). Und weil wir schon dabei sind: es heißt richtig: "es zeugt von Ahnungslosigkeit..." und nicht "es zeigt...".

  22. Dr Waltraud Astl (kein Partner)
    29. März 2016 10:45

    Der beste, fundierteste und ehrlichste Kommentar, den ich bisher zu diesem fundamental wichtigen Thema gelesen habe.
    In Wahrheit eine echte Osterpredigt. Ich wünsche ihr eine möglichst weite Verbreitung und werde das Meine dazu beitragen.
    Vielen Dank

  23. F.V. (kein Partner)
    29. März 2016 10:34

    Von den ca. 50 Seiten der lesenswerten Abhandlung Herrn Schrems´ stelle ich nur den ersten Teil hier ein.

    Man ist an den Buchtitel auch von Malachi Martin erinnert: "Der letzte Papst" und kommt zur Überzeugung, daß dies wohl Benedikt XVI. war.

    Übrigens hat Jesus den Jüngern (Aposteln) die Füße gewaschen und nicht jedem Dahergelaufenen.

    • F.V. (kein Partner)
      29. März 2016 10:37

      Der Jesuit auf dem Papstthron –

      Von zwei Katastrophen in einer Person (1. Teil)

      von Wolfram Schrems*

      Katholisches.Info, 21.03.2015 – Es kann für einen Katholiken die dringende Pflicht zu einem freimütigen Wort geben. Dieses Wort muss gegebenenfalls auch im Widerspruch gegen die kirchliche Autorität geäußert werden. Es geht um die Wahrheit einerseits, um das Wohl und Heil aller Zuhörer und Beteiligten andererseits.

      Die damit verbundene Kritik an Repräsentanten der Kirche, gegebenenfalls auch am Inhaber des Petrusamtes, ist weder Selbstzweck noch Grund zur Freude. Im Gegenteil.

      Aufgrund biographischer Umstände, die mich über einige Jahre in unterschiedlicher Weise mit der Gesellschaft Jesu verbunden haben, weiß ich mich verpflichtet, dieses offene Wort zum Thema Papst Franziskus und Jesuitenorden zu sagen – nicht als „Experte“ im technischen Sinn, aber doch als jemand mit einschlägigen Erfahrungen und Kenntnissen.

      Es hat in einer Zeit der „diabolischen Desorientierung“, wie sich Sr. Lucia von Fatima ausdrückte, die doppelte Absicht, der Wahrheit die Ehre zu geben und Menschen guten und schlechten Willens vor Irrwegen zu warnen.
      Aufgrund der jüngsten skandalösen Äußerungen von Papst Franziskus, mit denen er das Papsttum an den Rand der offenen Apostasie gebracht hat, müssen die Laien das Wort ergreifen. Was der Papst dieser Tage in der römischen Pfarrei Ognisanti, zu allem Überfluss die Titelpfarre des offen häretischen Kardinals Walter Kaspar, zum Thema Liturgie gesagt hat, widerspricht dem überlieferten Glauben und den Erfahrungswerten – und ausdrücklich dem Motuproprio Summorum Pontificum von Benedikt XVI.

      Einspruch ist dringend angezeigt.

      Zu diesem Zweck ist eine Artikelserie in Arbeit, in der der Niedergang von Papsttum und Jesuitenorden, derzeit in einer einzigen Person verwirklicht, näher analysiert und theologisch ausgewertet werden soll.

      Nein, Katholiken sind keine Papalisten. (Diesen – nicht ganz unpolemischen – Ausdruck habe ich von einem Jesuiten gelernt. Dieser erklärte mir zu Zeiten von Papst Johannes Paul II., dass Jesuiten „keine Papalisten“ seien.)
      Auch und besonders der Papst muss sich in Fragen der Doktrin durch Klarheit auszeichnen, sonst wird er nur schwer Gehorsam verlangen können.

      Der Plan der folgenden Ausführungen ist:

      Der erste Teil widmet sich den Vorgaben ignatianischer Spiritualität und dem damit kontrastierenden Verhalten von Papst Franziskus. Dabei stellt sich im Anschluss an eine von mir verfasste Buchrezension auf dieser Seite in weiterer Folge die Frage, ob der heutige Jesuitenorden, über eine rein formelle Kontinuität hinaus, überhaupt noch in irgendeiner relevanten Weise „ignatianisch“ ist. Beziehungsweise katholisch.
      Der zweite Teil ist eine kurze Zustandsbeschreibung des Jesuitenordens, wobei als eigener Exkurs die Rolle von im Negativen einflussreichen Jesuitenautoren (Teilhard de Chardin, Karl Rahner) besonders beleuchtet werden soll. Ein anderer Exkurs widmet sich der Frage, ob oder inwiefern problematische Tendenzen in der ignatianischen Spiritualität selbst angelegt sind.

      Der dritte Teil ist ein Gesamtblick auf den Niedergang in der Kirche und eine Deutung im Licht von Modernismuskrise, Fatima und II. Vaticanum.
      Somit hier gleich zum ersten Teil:
      .
      Die ignatianische Spiritualität und Papst Franziskus

      Eine Rückführung der inakzeptablen Aussagen und Handlungen von Papst Franziskus auf die Lehre des hl. Ignatius wäre eine krasse Missinterpretation. Jorge Mario Bergoglio ist abseits seiner Zugehörigkeit zum Jesuitenorden nicht schlechthin „el Jesuita“, wie man in einer bestimmten Hofschranzenberichterstattung lesen kann, die damit offenbar eine vorbildliche Verwirklichung des jesuitischen Ideals meint.

      Dazu vier Anmerkungen zur Begründung, drei formale und eine inhaltliche:

      Demut und Gehorsam

      Die Jesuiten lehren, dass ein Jesuit eine Aufgabe in der ihr eigenen Logik durchzuführen hat, d. h., er tut das, was die Aufgabe erfordert. Dabei geht es um die Demut, sich in ein größeres Ganzes einzufügen. Es geht auch darum, sich keine Extrawürste braten zu lassen. Schließlich geht es um die Effizienz der Aufgabe. Wenn also ein Jesuit eine bestimmte Mission übertragen bekommt, handelt er in aller Nüchternheit gemäß den Erfordernissen dieser Mission. Das sieht bei einem Seelsorger in einem Slum eben anders aus als bei einem Universitätsprofessor oder Diplomaten.

      Wenn ein Jesuit Papst wird, übernimmt er die diesem Amt eigene Formensprache, einschließlich der roten Schuhe (immerhin Symbol der Martyriumsbereitschaft) und einer würdigen liturgischen Kleidung. Er wohnt dort, wo ein Papst wohnt. Er hat das Wohl der ihm anvertrauten Herde im Auge und führt sie auf die spirituellen Weiden der Lehre und der Sakramente. Persönliche Vorlieben an Zeitgestaltung, Tageseinteilung und gesellschaftlichen Kontakten muss er daher hintanstellen, wenn sie die eigentliche Aufgabe behindern. Wenn die Aufgabe erfordert, sich etwas schenken zu lassen, wie zum Beispiel ein Konzert, dann brüskiert man nicht den Schenkenden, indem man kurzfristig absagt.

      Diese Maxime hängt eng mit der folgenden zusammen.

      Armut

      Ein Jesuit versucht, den materiellen Aufwand niedrig zu halten. Was man braucht, braucht man, aber unnötiger Aufwand soll nicht getrieben werden.
      Die Belegung und teilweise Blockierung des vatikanischen Hotels bei gleichzeitigem Brachliegen der päpstlichen Wohnung widerspricht dieser Maxime in krasser Weise. Die Anschaffung eines Gebrauchtwagens aus Gründen theatralisch inszenierter „Einfachheit“ bei gleichzeitiger Nicht-Nutzung des regulären Dienstwagens widerspricht dem ebenfalls. Man hat das zu verwenden, was vorhanden ist. Ein neuer, „einfacherer“ Papstthron, neue, „einfache“ liturgische Gewänder – dieser ganze Schabernack kostet Arbeitszeit und Geld.

      Nun ist es sicher so, dass ein Papst einen gewissen Gestaltungsspielraum besitzt. Wenn ein Ordensmann Bischof wird, ist er nicht mehr an das Armutsgelübde gebunden. Er muss oft große Vermögen verwalten. Er muss auch zur Erhaltung der Gesundheit und Einsatzfähigkeit ein gewisses Ausmaß an zuträglichen Lebensumständen finanzieren. All das ist unbestritten.

      Aber darum geht es gar nicht.

      Es geht darum, dass Papst Franziskus einen disproportionalen finanziellen Aufwand treibt und dennoch gleichzeitig als so unglaublich „bescheiden“, als Protagonist einer „armen Kirche für die Armen“ und eben als „el Jesuita“ gefeiert wird. Oder sich feiern lässt.

      Das passt nicht zusammen.

      Ignatianische Klarheit

      Wer das Exerzitienbuch und die Briefe des Ordensgründers wenigstens teilweise kennt, weiß um dessen prägnanten, lapidaren und präzisen Ausdruck. Es ist immer klar, worum es geht.

      In schreiendem Kontrast dazu stehen die merkwürdig verdrallten Predigten in Santa Marta (bis vor einigen Monaten noch „Perlen“ – anfänglich übrigens „Pillen“), die Apostolische Exhortation Evangelii gaudium, die uferlosen Interviews und vor allem die Schlussansprache auf der außerordentlichen Synode.

      Wer soll diese Texte verstehen ?

      Jeder Vergleich der Diktion des hl. Ignatius mit der des gegenwärtigen Papstes offenbart einen Abgrund. Der Nachlass des Heiligen enthält unzählige zitierfähige Stellen. Demgegenüber stellt sich die Frage, was bei Papst Franziskus zitierfähig ist – außer im Negativen. Dort stand „Wer bin ich, um zu urteilen ?“ sicher an der Spitze aller zitierbaren Katastrophen, bis es durch „Vorwärts, immer vorwärts !“ bei dem Liturgiespektakel in Ognisanti abgelöst wurde.

      Diese verwirrende Weitschweifigkeit passt nicht zu „el Jesuita“.

      Ganz abgesehen davon, dass die Rede des Christen sowieso „Ja, ja, nein, nein“ sein muss.

      Man beachte wohl: Wäre Pater Bergoglio zum Beispiel Nuntius geworden, würde er aus Gründen der Sachgerechtigkeit „diplomatisch“ formulieren müssen. Jetzt ist er aber oberster Hirt der Christenheit. Er muss also von allen, bis hin zu den einfachen Gläubigen, verstanden werden.

      Inhaltliche Ausrichtung

      Ignatius von Loyola war katholisch. Seine Gesinnung war kirchlich, päpstlich und marianisch. Die „Regeln zum Fühlen mit der Kirche“ im Exerzitienbuch legen dafür beredt Zeugnis ab. Er empfahl die Lehre des hl. Thomas von Aquin für seine Kollegien und schätzte die Nachfolge Christi des Thomas von Kempen.

      Das Exerzitienbuch thematisiert die Aufgabe des Jesuiten, andere Menschen für Christus zu gewinnen und auch den öffentlichen, politischen und kulturellen Bereich dem Christkönig zu unterwerfen (z. B. EB 93: „Sehen, wie dieser König alle die Seinen anredet und spricht: Mein Wille ist es, das ganze Land der Ungläubigen mir zu unterwerfen [conquistar].“).

      Die Ikonographie stellt Ignatius meist mit Messgewand dar, da er, obwohl spät im Leben zum Priester geweiht, zutiefst von der Messe geprägt war. In seinem Geistlichen Tagebuch notiert er tiefe innere Bewegung bei der Zelebration („Tränen“). Nun ist es so, dass der Jesuitenorden aufgrund seiner missionarischen und „aktiven“ Ausrichtung weniger Zeit für die Liturgie aufwenden kann als ein kontemplativer Mönchsorden. Das heißt aber selbstverständlich nicht, dass die Jesuiten sich über die Rubriken hinwegsetzen oder lässig zelebrieren sollen.

      In Zeiten einer völlig verfehlten „Liturgiereform“ ist allerdings nicht nur den Jesuiten eine wichtige Glaubensgrundlage entzogen.

      So oder anders ist die derzeitige päpstliche Liturgie ein Ärgernis. Wie auch dessen Verkündigung.

      In den folgenden Ausführungen soll auf die theologischen Weichenstellungen der Jesuiten seit dem Konzil und auf den gegenwärtigen Zustand des Ordens näher eingegangen werden.

      * MMag. Wolfram Schrems, Linz und Wien, katholischer Theologe, Philosoph, Katechist

    • Erich Bauer
      29. März 2016 11:41

      Dazu Malachi Martin (aus seinem letzten Interview 1998):

      Die Geschichte von „Windswept House“ spielt im heutigen Europa, wo eine internationale Gruppe von Verschwörern, Kirche und Staat umspannend, eine Weltregierung im Namen Luzifers plant. So werden also die Leser folgern, dass, egal was passiert, der Papst und die kirchlichen Hierarchie gezwungen sind, dem gefallenen Engel zu dienen?

      "Nein", erklärt Dr. Martin. "Es bedeutet zunächst, dass Luzifer, der größte Erzengel, der Anführer der Revolte gegen Gott, ein gutes Verhältnis hat mit bestimmten Würdenträgern (Offiziellen) im Vatikan. Inthronisation bedeutet nicht, dass er HERRSCHT. Es bedeutet, dass sie ihr Bestes taten, ihn dort einzuführen. Das Ideal wäre, IHREN Mann zum Papst zu machen. IN DIESEM FALL WÜRDE MAN DANN SATAN INTHRONISIEREN. "

      Anmerkungen: Malachi Martin verstarb am 27.7.1999 unter mysteriösen Umständen.

    • Erich Bauer
      29. März 2016 12:48

      Seit wann läuft das aller schon?

      https://www.youtube.com/watch?v=zYt7_Br4EWQ
      Maleachi Martin und Johannes Paul II. (5 min. 30 sek.)

  24. Gnostica (kein Partner)
    29. März 2016 09:45

    Ein argentinischer Papst sollte auf alle Fälle Kenntnis haben von der Vorbildwirkung der religiös inspirierten Giganten, in deren Nachfolge Religionen begründet wurden. Der Prophet hat gleich zu Beginn seiner Karriere zwei jüdische Stämme vertrieben und einen ausgerottet (Frauen versklavt, Männer getötet). Mir jedenfalls ist nicht bekannt, dass Christus oder Buddha zu ihren Lebzeiten Morde begangen haben.
    Miserabel ist und bleibt die Selektion der Medien, die uns mit dem Ostergeschehen und der Demutsgeste des Papstes eine Unterwerfung suggerieren. Der Kurs jener im Artikel genannten Jesuiten (Papst und Zulehner) ist ein Wegweiser in die Nacht, in der ich kein Licht sehe.

    • JT-1 (kein Partner)
      30. März 2016 15:37

      Sie sind wissend! Sie wissen als Einziger, dass Paul ZUlehner Jesuit ist. Er weiss es nicht, die Jesuiten wissen es nicht, sonst weiss es niemand, nur Sie!

      Genauso fundiert ist Ihre Weltanschauung

  25. Lawrence (kein Partner)
    29. März 2016 09:40

    Ein aegyptisches Flugzeug wurde heute entfuehrt. Laut dem Wiener Polizeipraesidenten kann ein terroristischer Hintergrund mit Sicherheit ausgeschlossen werden.

  26. Erich Bauer
    29. März 2016 09:38

    Konnte spätabends, im "BR", Teile der Karfreitagsliturgie in Rom verfolgen. Beeindruckend dieses "Feuerkreuz". Mir kam dabei unwillkürlich der "Ku Klux Klan" in den Sinn. Ich hatte den Eindruck, dass die TV-Regie denselben Gedanken hatte. Denn man versuchte, das "Feuerkreuz" so wenig, wie nur irgend möglich, ins Bild zu bringen...

    Als dann noch Papst Franziskus die Missbrauchsfälle in der Kirche liturgisch verwertete (um zum fröhlichen Flagellanten-Ritual aufzurufen?), dachte ich an die unglaublichen Abenteuer des hochwohllöblichen Ritters "Branca Leone", eine italienische Filmkomödie, genauer eine Commedia all’italiana, von 1966.

    Ich war dann froh, vorher in der Schubertkirche J. S. Bach, Johannespassion (im Rahmen der Liturgie) erlebt zu haben...

    • Erich Bauer
      29. März 2016 18:28

      Ich schickte meine @"panzerechse" mit diesem Beitrag zu "ORF On". Nach ganz wenigen Sekunden wurde das dort gelöscht... Sehr interessant. Ich dachte, ich könnte damit diesen dortigen Pfaffenfressern eine Freude machen.

    • Undine
      29. März 2016 18:45

      @Erich Bauer

      Vielleicht könnten Sie hier deponieren, wie sich die @Panzerechse geäußert hat? ;-)

    • panzerechse (kein Partner)
      29. März 2016 21:47

      Wortgleich dem obigen Beitrag.

    • Undine
  27. fewe (kein Partner)
    29. März 2016 08:52

    Danke für diesen Artikel. Die Regierung bekämpft die Bevölkerung und die Kirche arbeitet für die Moslems. Die Regierung räumt Ausländern und Migranten Privilegien gegenüber der angestammten Bevölkerung ein und die katholische Kirche kümmert sich primär um das Wohl der Moslems. In Österreich mit Schönborn an der Spitze.

    Einzelne vernünftige Pfarrer sind leider kein Trost, wenn von den Spitzenfunktionen der Kirche gegen die eigenen Gläubigen gearbeitet wird.

    Wir werden von beiden Seiten verraten und sind gezwungen, auch das Geld dafür zu erarbeiten. Wir arbeiten sozusagen für unsere eigene Unterdrückung und Verdrängung.

  28. Freidenker (kein Partner)
    29. März 2016 08:49

    Danke Herr Dr. Unterberger für diese in jeder Hinsicht absolut richtige Darstellung dieses Themas. Ich würde Jedes Wort unterschreiben!

  29. Tik Tak (kein Partner)
    29. März 2016 08:39

    Was übrigens viel interessanter ist, ist, daß sowohl der Papst als auch sein schwuler Bruder im Geiste, Schönborn, mit ihren Bildern der vergangenen Tage, die bei denen sie diese Unterwerfungsgeste des Fußwaschens und -küssens betreiben, gut in der islamischen Welt angekommen sind.
    Die haben dort jetzt eine richtige Fangemeinde.
    Im Oman ist die Rede davon, daß die beiden sich damit dem Islam unterworfen und seine Überlegenheit als wahrer Glaube anerkannt haben.
    Es ist auch die Rede davon, daß damit nun der erste Schritt in Richtung Annahme des Islam durch diese Priester des Shaitan getan sein und sie ihre Anhänger bald zu echten Muslimen machen werden.
    Schon nett, die Macht der Bilder.

  30. Tik Tak (kein Partner)
    29. März 2016 08:25

    Derselbe Gott?
    Unmengen davon und jeder anders.

    Wer an (s)einen Gott glauben will kann das gerne tun, sollte es aber in seinem privaten Umfeld tun.
    Wer den Glauben und daraus abgeleitete Regeln als Richtschnur für sein Leben wählt, muß dies aber in seinem privaten Umfeld tun oder in einen religiösen Staat auswandern, das 21. Jahrhundert ist ein aufgeklärtes.
    Sonst passieren Glaubenskriege, der letzte "christliche" solche war der Angriffskrieg der USA auf den Irak den Gott seinem Krieger Bush dem Dümmeren befohlen hat.
    Das Problem sind, wie in fast allen diesen Fällen, das Bodenpersonal.
    Da ist der Islam die Ausnahme weil er keine Trennung zwischen Staat und Kirche zuläßt.

    • Tik Tak (kein Partner)
      29. März 2016 08:33

      Es ist Zeit jede Religion ins Privatleben zurückzudrängen.
      niemand hat etwas gegen die Regeln der Christen, vulgo die 10 Gebote.
      Aber es darf nicht sein, daß die Ideen eines imaginären Freundes andere das Leben kosten oder sein Leben einschränken.
      Dann ist der Punkt erreicht an dem der Gläubige vom aufgeklärten Rest der Gesellschaft zu isolieren ist.
      Egal welcher Religion er/sie sich bedient.
      Es gibt, so als Hinweis für den Unterberger, übrigens noch andere Religionen als die christliche, das Judentum und den Islam.
      Die kommen aber im Regelfall ganz gut mit anderen aus.
      Also wäre es zeit sich zu überlegen, weshalb gerade der Islam hier eine Ausnahme macht.
      Vermutlich deshalb weil er nicht nur ein umfassendes Lebensmodell ist, wie übrigens das ursprüngliche Christentum auch, sondern auch noch einen sehr aktiven Anspruch auf Beherrschung der Welt stellt, wie übrigens das ursprüngliche Christentum auch.
      Wenn man im Islam, unerlaubterweise, den politischen Teil vom Gaubensteil trennt erhält man übrigens so etwas wie das Äquivalent zum Programm der Nazis.
      Das sollte ausreichen um den Islam zu verbieten.
      Und nein, es sind nicht die dummen, ungebildeten und ausgegrenzten Muslime, die den Terror betreiben, es sind Leute wie jeder andere auch.
      Die wissen schon was sie tun.
      Als kleinen Lesehinweis:
      welt de/debatte/kommentare/article153718875/Salafismus-ist-die-schlimmste-Bedrohung-unserer-Zeit.html

  31. AUSTRETEN! SUBITO! (kein Partner)
    29. März 2016 07:35

    Seit dem II. Vatikanischen Konzil spaltet die römische Kirche die Gesellschaft und sich selbst.

    Es gibt nur eine Möglichkeit, gegen die vor allem für den sexuellen Kindesmissbrauch bekannten Konzils-Sekte aufzutreten: AUSTRETEN! SUBITO!!

    Mit den von Schönborn einkassierten Hitler-Kirchenbeiträgen wird die Kirche in Österreich von innen her ausgehöhlt und mit dem Kommunismus gleichgeschaltet (siehe Caritas). Wer aus diesem linken Verein nicht austritt, macht sich der Zerstörung der katholischen Kirche und der Gesellschaft in Österreich mit schuldig.

    Katholiken sind nicht auf das "Seyß-Inquart-Kirchenbeitragsgesetz" aus 1939 getauft!

    AUSTRETEN! SUBITO!!

  32. Zraxl (kein Partner)
    29. März 2016 07:29

    "...ist doch eh der gleiche Gott" ... Sehr gut argumentiert, Herr Dr. Unterberger.

    Der Papst bricht, ohne mit der Wimper zu zucken, das 1.Gebot.

    • kirchliche Teufelsanbetung (kein Partner)
      29. März 2016 07:47

      „Christen, Juden, Moslems, alle beten zum gleichen Gott.“

      Eine gelungene Definition von Teufelsanbetung

  33. Knut (kein Partner)
    29. März 2016 07:09

    Der Papst stirbt und kommt an die Himmelstür. Petrus begrüßt ihn und fragt ihn nach seinem Namen.

    „Ich bin der Papst!“ „Papst, Papst“, murmelt Petrus: „Tut mir leid, ich habe niemanden mit diesem Namen in meinem Buch.“ „Aber …. Ich bin der Stellvertreter Gottes auf Erden!“ „Gott hat einen Stellvertreter auf Erden?“ fragt Petrus verblüfft. „Komisch, davon hat er mir nichts gesagt …“.

    Der Papst läuft krebsrot an: „Jetzt hören sie mal! Ich bin das Oberhaupt der katholischen Kirche!“ „Katholische Kirche, nie gehört“, sagt Petrus. „Aber warte mal einen Moment. Ich frage den Chef.“ „Nee“, sagt Gott. „Kenn ich nicht. Weiß ich nichts davon. Aber warte mal, ich frage Jesus.

    .......

    • Knut (kein Partner)
      29. März 2016 07:12

      .... ich frage Jesus.

      „Jeeesus!“.

      Jesus kommt angerannt. „Ja Vater, was gibt´s?“ Gott und Petrus erklären ihm die Situation. „Moment“, sagt Jesus, „Ich guck mir den mal an. Bin gleich zurück.“

      Zehn Minuten später ist er wieder da, Tränen lachend. „Ich fass es nicht“, japst er: „Erinnert ihr euch an den kleinen Fischerverein, den ich vor 2000 Jahren gegründet habe?

      Den gibt’s immer noch !!! “

      Meine Ansicht zu Religionen: Sie dienen der Kontrolle von Geist und Seele. Da lass ich aber niemand außer mir selber ran.

  34. Anmerkung (kein Partner)
    29. März 2016 06:22

    Ach, was hört man für Geschichten
    über Pfarrerlein berichten,
    welche liebe Christen seien.
    Solche hehren Lobschalmeien
    prallen an der schnöden Wahrheit
    ab. Denn längst schon steht voll Klarheit
    jedermann der Schreck vor Augen,
    dass das große Wirtsaussaugen
    unabwendbar seinen Lauf nimmt.
    Das Schmarotzen voller Lust stimmt
    all die Arbeitsamen traurig,
    wenn sie sehen, ach, wie schaurig
    Oberhirten Lobpreis singen
    und versuchen, den zu zwingen,
    der noch nicht die Asylanten
    liebt wie Onkel und auch Tanten.

    • Anmerkung (kein Partner)
      29. März 2016 06:25

      Um den Zwang auch durchzusetzen,
      hört man viel von Pflichten schwätzen,
      gar von heiligen und hohen.
      Wieder sind sie stark im Drohen
      mit der Botschaft, diese Hirten,
      deren Fluch schon viele spürten,
      die sich dem nicht beugen wollten.
      Nun ist es Gebot: Es sollten
      alle Christen mit der Bienen
      Fleiß den Immigranten dienen,
      Fremden lieber Füße küssen,
      als dass sie Willkommen missen
      ließen. So steht jetzt der Christen
      Pflicht, Migranten auszurüsten
      stets mit dem, was sie begehren,
      obenauf. Mit Engelschören
      wird die Menschlichkeit beschworen,
      wer nicht mitmacht, ist verloren,
      gar als Pfarrerlein, das eigen
      sich verweigert diesem Reigen.
      Widerstand wird nicht geduldet,
      jeder Christenpriester schuldet
      seinem Chef Gehorsam, keiner
      darf sich absentieren. Einer,
      der den schönen Borntrank ausschlägt,
      gilt als Narr, der an dem Ast sägt,
      der ihn trägt. So müssen alle
      mit hinein in eine Falle,
      die den Lemmingszug begründet,
      der bis zum Gericht sich windet,
      bis zu dem Gericht, dem Jüngsten,
      wo vom Papst bis zum geringsten
      Christen jeder auf die Frage
      dort am Ende aller Tage
      ehrlich eine Antwort schuldet:

      Hast, o Christ, du es geduldet,
      dass die Frucht der Arbeit Rudolfs,
      Johanns, Martins, Karls und Ludolfs
      auch Mohammeds Hunger sättigt,
      ohne dass der sich betätigt,
      auch kein Werkstück selber drechselt,
      sondern nur den Wohnort wechselt,
      ohne vorher je zu fragen,
      was dazu die Menschen sagen,
      die mit Fleiß all den Migranten
      mit den Massen an Verwandten
      gratis Wohltaten bescheren,
      weil das Menschenrechte lehren?

      Wer all das hat dulden wollen,
      darf zur Höllenfahrt sich trollen.

  35. Dennis
    28. März 2016 19:52

    Dass auch die Muslime zum selben Gott beten, steht im Zweiten Vatikanischen Konzil. Die Vorgänger von Franziskus haben sich ähnlich geäußert. Papst Johannes Paul II. hat einmal den Koran geküsst.

    "Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde (5), der zu den Menschen gesprochen hat."
    http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_decl_19651028_nostra-aetate_ge.html

    Zur Hexenverbrennung: Die geschah im Barockzeitalter. Absurderweise wird sie bis heute mit dem Mittelalter in Verbindung gebracht.

  36. M.S.
    28. März 2016 14:46

    Was mich vor allem an diesen Ostertagen empört, sind diese scheinbar völlige Gleichgültigkeit und Tatenlosigkeit von kirchlichen und staatlichen Verantwortungsträgern, den Ärmsten der Armen, nämlich den in praktisch allen sogenannten "Islamischen Gottesstaaten" grausam verfolgten Christen in ihrer Not entschlossen beizustehen.
    Wer kann das verstehen, dass in einer angeblich christlichen Staatengemeinschaft wie der Europäische Union, mit einer wahren Begeisterung vor allem Menschen aus einem Kulturraum, in dem Christen bekämpft und mit dem Tod bedroht werden, als Flüchtlinge eingeladen und aufgenommen werden, während eben gleichzeitig an den dort lebenden Christen Völkermord verübt wird.
    Gewiss wurden da und dort in Österreich, vielleicht auch in anderen europäischen Ländern, Schweigemärsche gegen die Christenverfolgungen, abgehalten, die jedoch in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurden. Es wurde eben geschwiegen.
    Warum sorgen sich nicht NGO und sogar kirchliche Institutionen wie die Caritas, vorwiegend christliche Verfolgte aufzunehmen?
    Wie können da Kirchenführung und christliche Politiker (gibt es die überhaupt noch?) guten Gewissens wegschauen?

    • Undine
      28. März 2016 16:13

      @M.S.

      ****************************************!
      Vom Kardinal Schönborn abwärts über Landau, Chalupka bis zum letzten Gutmenschen sorgt sich KEIN EINZIGER um das grausame Schicksal der VERFOLGTEN CHRISTEN in den islamischen Ländern, die kriechen alle lieber den "schutzsucheenden" Moslems hinten hinein. Die Christen sind ihnen unverständlicherweise völlig gleichgültig. Die brauchen offenbar in den Augen der Gutmenschen keinen Schutz. Verstehe das, wer kann. Es ist ein Armutszeugnis für diese Heuchler!

    • Ambra
      28. März 2016 18:21

      Als die Pfarre Dornbach eine syrische Großfamilie aufnehmen wollte, der Pfarrer aber sagte, daß es eine CHRISTLICHE Familie sein soll, gab es empörte Proteste der Caritas !!!!!! Das darf er nicht wünschen, er muß alle nehmen , egal welcher Religion .....Kommentar überflüssig - ich weiß, warum ich der Caritas seit Jahren nichts spende. Der Pfarrer setzte sich durch und es lebt nun eine syrische christliche Großfamilie im Pfarrhaus, die dann darum bat, an den katholischen Gottesdiensten teilnehmen zu dürfen. Die Caritas ist immer mehr ein großes Übel.

    • Romanum
      28. März 2016 22:21

      Danke,Danke,Danke......

  37. kritikos
    27. März 2016 23:33

    Der Spruch, all haben einen Gott und der ist gleich, vor allem in den "Buchreligionen", ist so alt wie dumm. Ich fürchte, er ist entstanden aus der Annäherung des Christentums an die mosaische Religion, wohl zum Teil aus mehrfach schlechtem Gewissen. Gott im alten Testament, s. Psalmen, ist ja auch nicht gerade ein gewaltloser, verzeihender, Völker umfassender Gott. Daher ist der Ein-Gott-Glaube wohl nur im Christentum, na ja sagen wir: fast perfekt. Völlig pervers ist der Islam, den gleichsam einzubeziehen der größte Fehler, d.h. Fehlkalkulation des Christentums, vor allem der katholischen Kirche und des Luthertums.
    Ich bin Dr. Unterberger für diese Osterbotschaft sehr dankbar. Und beneide ihn um seinen Pfarrer!

    • Specht (kein Partner)
      31. März 2016 20:21

      Nicht Gott hat im alten Testament Fehlleistungen geliefert, sondern die Menschen, die in keiner Weise anders zu führen waren. Auch heute kann man beobachten wie Kriege immer wieder dem Christentum zum Überleben verhalfen, wie im alten Testament grausame Ereignisse dem Überleben der Juden dienten, die als Aufgabe die Anbetung des einen Gottes hatten. Wie sich die Dinge im nahen Osten und Europa entwickeln werden weiß ich nicht, aber mit Sicherheit wird das Christentum nicht untergehen, im Gegenteil.

  38. Susanne
    27. März 2016 20:53

    Über die "Religion des Friedens" (= Bezeichnung des Islam durch Islamgelehrte) wurde schon viel zu viel geschrieben. In den vergangenen 1.600 Jahren gab schon oft Versuche, eine Art Reformation (zuletzt als "Euroislam") dieser Weltanschauung durchzuführen. Alle diesbezüglichen Versuche sind daran gescheitert, dass es zu den Grundprinzipien gehört, den Koran und die wichtigsten Hadithen für alle Zeiten nicht zu verändern. Denn die geistlichen Führer erkannten schnell, dass dies der Anfang vom Ende dieser Glaubensrichtung darstellt. Daher auch die Fatwa-Todesurteile gegen alle abgefallenen Gläubigen. Ein Vergleich dazu (wurde einmal von Ch. Ortner gestellt) ist der von Gorbatschow und anderen in den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts propagierte "Kommunismus mit menschlichem Antlitz", welcher ebenfalls das schnelle Ende des "real existierenden Sozialismus" bedeutete.

    Trotz dieser "Religionsdiktatur" gibt es Hoffnung, dass die jüngeren Generationen unter Hilfe der modernen sozialen Medien erkennen, dass dieses Jahrhunderte alte Joch abgeschüttelt werden kann und die säkularen Staatsformen doch die bessere Alternative sind. Dies ist auch die Meinung vieler ehemaliger aktiver, z.T. in hohen Positionen befindlicher Mohammedaner, welche zum Christentum konvertiert sind. Diese Leute haben schon eine Vielzahl an Büchern und Publikationen geschrieben und reisen auch zu entsprechenden Vorträgen in der westlichen Welt herum. Wie zuerst erwähnt, wurde natürlich über sie auch ein Toddesurteil verhängt und daher müssen sie ständigen Polizeischutz beantragen und auch öfters deren Wohnsitze wechseln.

  39. Cotopaxi
    27. März 2016 19:22

    o.T.

    Islamkonforme Plumpsklos in Deutschland

    Kommt bald eine diesbezügliche EU-Verordnung? ;-)

    http://www.pi-news.net/2016/03/hamburg-franzoesische-luxus-hock-plumpsklos-im-fluechtlingsheim-um-100-000-euro/

  40. Peregrinus
    27. März 2016 17:20

    Frage: Wie stünde die Welt heute da, wenn sich Benedikt XVI. zur Aussage des von ihm - in seiner am 12. September 2006 an der Universität Regensburg gehaltenen Vorlesung - zitierten byzantinischen Kaisers Manuel II. Palaiologos (1350–1425) bekannt hätte und nicht zurückgetreten wäre?

    Der Papst zitierte laut Wikipedia eine Aussage zur Rolle der Gewalt im Islam, die der byzantinische Kaiser während der Unterhaltung mit einem persischen Gelehrten machte: „Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von ‚Schriftbesitzern‘ und ‚Ungläubigen‘ einzulassen, wendet er (der Kaiser) sich in erstaunlich schroffer, uns überraschend schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner. Er sagt: ‚Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten‘. Der Kaiser begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. ‚Gott hat kein Gefallen am Blut‘, sagt er, ‚und nicht vernunftgemäß, nicht ??? ???? zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider‘. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung… Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann.“

  41. Le Monde
    27. März 2016 14:24

    Mir haben bereits Tiroler Pfarrer im persönlichen Gespräch erklärt, dass sie nach der Hilfe an den einmarschierenden "Flüchtlingen" die Nase voll haben. Selten haben sie eine derart unverschämte Forderungsmentalität erlebt, meinten sie. Aber Lackner zu loben, finde ich übertrieben. Die Staatsbischöfe (wie zu Weihnachten) überbieten sich wieder mit dem Minutenthema "Flüchtlinge". Ein Thema, welches die meisten Österreicher vom ORF abwärts nicht mehr hören können. Da ist mir der heutige Kommentar in der "Kronenzeitung" näher als das Geschwafel der opportunistischen Mitraträger!

    http://www.kathpress.at/goto/meldung/1360978/lackner-osterkerze-brennt-fuer-gewaltopfer-glocken-schweigen

    http://www.kathpress.at/goto/meldung/1361305/schoenborn-gegen-vorurteile-in-koepfen-herzen-und-sprache

  42. Diophantes
    27. März 2016 14:22

    Es tut einem wohl, wenn einmal wieder so Klartext geprochen wird wie hier von Dr. Unterberger - zu diesem Thema und zu Ostern. Wann denn sonst?
    Der eingangs erwähnte Pfarrer spricht mir voll aus dem Herzen! Er wäre ein Vorbild für viele Christen mit seinem Selbstbewusstsein. Manche kirchliche Kreise erscheinen mir heute als Verräter am Abendland.

  43. Undine
    27. März 2016 14:21

    A.U. schreibt:

    "So ist es beispielsweise historisch eindeutig, dass etwa die allermeisten Ketzer- und Hexenverbrennungen nichts mit der Kirche zu tun gehabt haben......"

    Man kann alles mißbrauchen, so man bösen Willens ist---das galt vor Jahrtausenden genauso, wie heute. Es gibt und gab offensichtlich immer schon SADISTEN unter den jeweiligen Zeitgenossen, die, wenn sie an die Macht kommen, diesen Trieb voll und ganz ausleben. Es ist furchtbar, aber es ist leider so, daß einzelne Menschen Freude daran finden, einen Menschen zu quälen, der ihnen persönlich nicht einmal etwas Böses getan hat. Auch DAMIT unterscheidet sich der Mensch vom Tier---im negativen Sinn.

    Diese SADISTEN, diese menschlichen Bestien, können in Wirklichkeit gar nicht "im Namen Gottes" ihre Grausamkeit an fast ausschließlich unschuldigen Menschen ausgetobt haben, denn SO FALSCH auslegen konnte man die Lehre Christi nie.

    Das Unfaßliche ist, daß noch in der heutigen Zeit---und jetzt sogar besonders verstärkt!--- MOSLEMS im NAMEN IHRES GOTTES GRAUSAM zur höchsten Potenz sein und dafür noch den Dank ihres Gottes Allah erwarten dürfen. Und wenn die Moslems unter ALLAHU AKBAR-Rufen einen "Ungläubigen" KÖPFEN, brauchen sie auch in Europa nicht viel zu befürchten.

    Wenn der Papst einigen Moslems symbolisch die Füße wäscht und auch noch küßt, UNTERWIRFT, er sich klar und deutlich dem ISLAM und ERNIEDRIGT sich. DAS aber ist garantiert NICHT die AUFGABE eines PAPSTES!

    PS. In der Zeit der Ketzer- und Hexenverbrennungen kam übrigens das DENUNZIANTENTUM zur Höchstform---heute sind es die LINKEN/Grünen, die darin ihre Befriedigung finden.

    • differenzierte Sicht
      27. März 2016 16:32

      Ich denke nicht, dass die Fußwaschung von Jesus bis heute als "Unterwerfung" verstanden werden kann. War Jesus jemals unterwürfig? Wenn, hat es mit Demut zu tun, die er auch seinen Jüngern beim letzten Abendmahl "verordnet" hat. "Demut", das Wort ist aus unserem Sprachgebrauch leider verschwunden.
      Zudem:
      Die Fußwaschung existierte u.a. als eigenes Sakrament neben Abendmahl und Taufe und als Instrument, Sünden zu tilgen, die nach der Taufe begangen werden.

    • FranzAnton
      27. März 2016 18:15

      Wenn Sie bei Ingrid Bittner, gleich unterhalb, nachlesen, geschätzte Frau Undine, werden Sie erkennen, daß die christliche Lehre jene Menschen, die sie gekannt hatten, und vor allem deren Anführer, die sie gekannthaben mußten, niemals davon abgehalten hat, diametral dieser Lehre entgegen zu agieren.

    • Charlesmagne
      28. März 2016 10:28

      @ differenzierte Sicht
      Sie haben recht, dass die Fußwaschung aus unserer, judäo-christlichen Sicht selbstverständlich nicht als Unterwerfungsgeste gesehen werden kann, sondern als Zeichen der Demut.
      Sie müssen sich aber in die Denkwelt eines von Kindheit auf indoktrinierten Anhänger der faschistischen Ideologie Islam versetzen und dann werden Sie erkennen, dass dieser die Fußwaschung sehr wohl als Geste der Unterwerfung versteht.

    • differenzierte Sicht
      28. März 2016 11:06

      @Charlesmagne, ich zitiere über (Fuß)waschung im Islam:
      "Diese Reinigungsriten haben neben dem Akt der kultischen Reinheit auch eine übergeordnete Bedeutung. Sie soll die Aggressivität des Gläubigen dämpfen, ihm innere Ruhe verleihen und den Zorn des Satans, der aus Feuer geschaffen wurde, durch das Wasser löschen. So ist die Waschung ein Symbol der inneren Reinheit, der Reue und der Abkehr von Sünde."
      Ich denke (hoffe) daher, diese Leute haben den Papst richtig verstanden.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      29. März 2016 07:34

      Gut! Der Papst wäscht u.a. auch die Füße von Moslems. Soll so sein! Aber: Gibt es etwas ähnliches auch im Islam? Abgesehen davon, dass der zersplitterte Islam keine Autorität wie den Papst hat, wo tut etwa ein hochrangiger Imam einem Christen vergleichbares? Und: Wie würde das von seinen Glaubensbrüdern aufgefaßt?

    • riri
      29. März 2016 17:03

      Die Fußwaschung als Zeichen der Achtung für den Geringsten unter uns. Welch eine moralische und unvergleichliche Kraft kommt aus dem Christentum.
      Wenn Moslems das als Unterwerfung ansehen, dann sind sie blind gegenüber der Würde des Menschen, und geben ein Eingeständnis der Bedeutungslosigkeit ihrer eigenen Religion.
      Wie Prof. Schwarz schreibt, hat ein Imam etwas gleichwertiges einem Christen getan? Oder ein Rabbi einem Christen? Oder ein Imam einem Juden oder umgekehrt?

  44. Ingrid Bittner
    27. März 2016 13:39

    Ich habe jüngst gelesen:
    Jürgen Todenhöfer Inside IS – 10 Tage im „Islamischen Staat“

    Eigentlich hätte ich dieses Buch als lesenswert mit den wenigen zur Verfügung stehenden Zeichen posten können. Das war mir aber einfach nicht möglich, weil das so kurz zusammenzufassen, was in dem Buch zu lesen ist, ist mir zu schwierig.
    Ich habe daher ein paar Seiten herausgeschrieben, die mir besonders erschienen.

    Der Algerienkrieg ist eigentlich, wenn man es genau betrachtet, für uns Ältere noch in persönlicher Erinnerung, aber trotzdem irgendwie weit weg. Ich war in Algier und habe dort von der Gräueltaten der Franzosen an Ort und Stelle gehört, aber irgendwie schafft man es, dass man solche Dinge einfach schnell vergisst, oder zumindest nicht ständig präsent hat. In dem Buch von Todenhöfer wieder davon zu lesen, beschäftigt mich doch.

    Und warum ich das hier poste?? Die Franzosen sind und waren doch Christen!

    Jetzt zwei Textstellen aus dem Buch
    Als parallel in Syrien der bewaffnete Widerstand gegen Assad an Fahrt gewann, gründete Al Baghdadi dort Ende 2011 unter der Führung des Syrers Abu Mohammad Al Julani die Terrororganisation Jabhat Al Nusra. Sie kämpfte in den folgenden Monaten mit zunehmendem Erfolg gegen das syrische Regime. Die Nähe zum ISI und zu Al Quaida wurde anfangs verschwiegen. Aus gutem Grund: Al Qaida und der irakische ISI waren unter den Syrern nicht beliebt.
    Der „alawitische Ketzer“ Assad entsprach perfekt dem Feindbild der Rebellen. Säkular, alawitisch, einer der engsten Verbündeten des schiitischen Iran und angeblich insgeheim prowestlich, ja sogar proisraelisch. Die meisten Rebellen, die ich in Syrien traf, hielten Assad für einen Freund Israels, obwohl Israel mehrfach seine Stellungen bombardieren ließ. Gegen Feindbilder ist auch in Syrien kein Kraut gewachsen.
    In die Aufstände in Syrien waren mehrere Regierungen des Nahen Ostens und des Westens verwickelt, die großes Interesse an einem Umsturz in dem Land hatten. Saudi-Arabien, Katar, die USA, Frankreich, England und andere versuchten den Widerstand gegen Assad zu stärken. Durch Geld und Waffenlieferungen und durch eine Öffentlichkeitsarbeit, die in manchem an die Desinformationskampagnen vor dem Irakkrieg 2003 erinnerte. Wenn ich bei meinen Syrienbesuchen abends die westliche Internetberichterstattung las, dachte ich oft, die westlichen Medien schrieben über ein ganz anderes Land als das, das ich gerade intensiv erlebte.
    Die Waffen, die dazu beitrugen, aus den friedlichen Demonstrationen einen gnadenlosen Bürgerkrieg zu machen, wurden mit freundlicher Zustimmung der USA in riesigen Cargo-Containern per Schiff oder per Flugzeug in die Türkei gebracht.
    Von dort wurden sie nah Syrien transportiert und an die Rebellen weitergegeben . Kleinere Schmuggelrouten führten durch den Libanon und später durch den Irak.
    Abgesegnet wurden die Lieferungen von CIA-Offizieren, die an geheimen Orten festlegten, an wen welche Waffen gehen sollten. So konnten die Amerikaner angeblich sicherstellen, dass Waffen nicht direkt an Jabhat Al Nusra oder andere extremistische Gruppen geliefert wurden. Obwohl sie dies auf syrischem Territorium nicht mehr unter Kontrolle hatten. Dass die Waffen später auch bei terroristischen Gruppen landen würden, wussten sie. Wie jeder, der die militärische Lage in Syrien nur einigermaßen kannte.
    --------------
    Der vor 500 Jahren beginnende Aufstieg des Westens beruhte nie auf Altruismus. Nie auf zivilisatorischen Ideen für den Rest der Welt, sondern auf der konsequenten Verfolgung seiner eigenen wirtschaftlichen Interessen. Und auf der Gnadenlosigkeit seiner Armeen. Meist schoben die westlichen Staatsoberhäupter allerdings edle Motive vor, um sich die Unterstützung ihrer Untertanen oder Wähler zu sichern. Erst erschlugen sie die Menschen anderer Kulturen im Namen des Christentums, dann im Namen der Menschenrechte und der Demokratie. Doch in Wirklichkeit ging es immer nur um Geld, Macht und Ruhm. Bis heute. Der Amerikaner Samuel Huntington ist sich mit vielen Historikern einig, wenn er feststellt: „Der Westen hat die Welt nicht durch Überlegenheit seiner Werte erobert, sondern durch seine Überlegenheit beim Anwenden von Gewalt. Westler vergessen diese Tatsache oft, Nichtwestler nie.“ Die westliche Gewalttätigkeit sprengte alle Grenzen. Sie ging sogar über das hinaus, was uns der bestialische IS-Terrorismus heute vorführt.
    Lous de Baudicour, französischer Schriftsteller und Kolonist, schildert eine der ungezählten Barbareien Frankreichs in Algerien: „Hier schnitt ein Soldat aus Spaß einer Frau die Brust ab, dort nahm ein anderer ein kind an den Beinen und zerschmetterte seinen Schädel an einer Mauer.“ Victor Hugo, ein anderer Franzose, berichtete von Soldaten, die sich gegenseitig Kinder zuwarfen, um sie mit der Spitze ihrer Bajonette aufzufangen. Für in Salz eingelegt Ohren gab es 100 Sous.
    Abgeschnittene Köpfe brachten deutlich mehr ein. Bis zum Ende des Algerienkriegs 1962 waren Enthauptungen algerischer Freiheitskämpfer an der Tagesordnung. Die abgeschnittenen Köpfe wurden anschließend öffentlich zur Schau gestellt. Wie heute im „islamischen Staat“.

    • socrates
    • FranzAnton
      27. März 2016 18:10

      Danke, Ingrid Bittner, für diese Info. Im Geschichtsunterricht hörten wir nichts davon, der endete mit dem ersten Weltkrieg - auch verständlich, unsere Professoren wollten wohl vom zweiten nichts erzählen, weil sie selber dabei waren.

    • Ingrid Bittner
      27. März 2016 19:37

      @Franz Anton: ja das ist richtig, ich bedaure auch immer, dass ich kein geschichtliches Schulwissen zum zweiten Weltkrieg habe, andererseits ist es vielleicht besser so, denn wer von den Lehrer hätte neutral berichten können?
      Meine Erinnerung zum Geschichtsunterricht Thema 2. Weltkrieg - ich bin in Steyr zur Schule gegangen - : hätte der Prof. XYZ den AH nicht durchfallen lassen, dann hätte er Kunst studieren können und uns wäre wahrscheinlich der 2. Weltkrieg erspart geblieben, das war's.

    • riri
      29. März 2016 23:29

      Ingrid Bittner,

      im Algerienkrieg waren ausschließlich französische Fremdenlegionäre im Einsatz. Die Fremdenlegion bestand aus Soldaten aus 130 Ländern mit unterschiedlichen Rassen und Religionen. Aber alle hatten eine Aufgabe, die Interessen Frankreichs zu verteidigen.
      Zur Legion kamen auch Menschen mit zweifelhafter Vergangenheit, viele aus Afrika und aus asiatischen Kleinstaaten.
      Ob diese Schlächter und Sadisten, wie Sie beschreiben, Christen waren, habe ich große Zweifel.

  45. Ambra
    27. März 2016 13:10

    Lieber AU: dieser Artikel kommt für mich im richtigen Moment: unmittelbar nach der Oster-Ansprache von Papst Franciscus hatte ich mit meinem Bruder eine kleine Kontroverse - er findet diesen Papst "beeindruckend" und ich sehne mich von Herzen nach Papst Benedikt zurück ! Welch ein Unterschied zwischen diesen beiden Päpsten ! Aber Sie haben völlig recht, es scheiden sich die Geister zwischen dem intellektuellen, spirituellen und sensiblen Anspruch Benedikts und dem allgemeinen Zugang zum sogenannten "Volk" von Franciscus. Und man darf nie vergessen, daß er in den Slums von Buenos Aires gewirkt hat, das prägt . Ich kenne aber in Südamerika hoch gebildete Geistliche mit europäischer Spitzen-Ausbildung, die natürlich selbst wie Benedikt denken - sind aber Südamerikaner.
    Danke jedenfalls für den Artikel, der mir aus der Seele spricht.

    • Leopold Franz
      27. März 2016 20:08

      Diese Osteransprache hat mich verstört zurückgelassen. Es war eine ausweglose Aufzählung der gegenwärtigen Katastrophen. Kein Vergleich mit dem intellektuellen Solitär Benedikt, der die Wiederbelebung der katholischen Kirche auch in Europa wenigstens versucht hat.

    • Undine
      27. März 2016 20:30

      @Leopold Franz

      Ich habe mich damals von Herzen gefreut, als Joseph Ratzinger Papst wurde: ein feiner, bescheidener, gebildeter, höchst intelligenter, integrer Mann---und ich habe ihn immer sehr geschätzt und heute noch ein bißchen mehr!

    • Politicus1
      27. März 2016 21:03

      Ich habe eine Generalaudienz bei Papst Benedikt miterlebt.
      Schade drum!
      Da waren 100.000 am Petersplatz und was sprach der Hl. Vater?
      Er lieferte eine Vorlesung eines Theologieprofessors ...
      an 90% der Anwesenden ging das völlig vorbei. Kein Wort für eine Aufbruckstimmung, kein Appell an Katholiken, ihren Glauben in aller Welt zu leben ...
      Schade drum!

      Es tut mir leid, das so trocken zu sagen, aber in der heutigen Welt ist eine Generalaufdienz AUCH eine p.r. opportunity, die der Vatikan nicht so ungenützt versteichen lassen darf. Wie gesagt, das war bei Papst Benedikt.
      Papst Franciscus ist da - ott sei Dank - völlig anders.

    • Gandalf
      27. März 2016 22:50

      @ Undine:
      Auch für mich war Benedikt der beste Papst seit langem - auch wenn seine Äusserungen über die protestantische(n) Kirche(n) für mich als Lutheraner entbehrlich waren.
      @ Politicus1:
      Ja, auch ich habe eine Audienz (keine General-, sondern eine im kleineren Rahmen) bei Papst Benedikt erlebt. Mit grosser Befriedigung und Begeisterung. Aber vielleicht schätze ich als "böser Ketzer" der lutherischen Abteilung eben theologische und intellektuelle Qualitäten höher als viele rechtgläubige Katholiken. Der Bischof von Rom - und das und nicht mehr ist der Papst für uns Protestanten - soll ja kein P.R. - Star sein, sondern ein hervorragender Bischof und Theologe. Wie es eben Benedikt / Ratzinger ist. Die Hype um den Herrn Franz kann ich nicht verstehen. Der tut was er kann - aber Benedikt konnte, was er tat.

    • Ambra
      27. März 2016 23:19

      Leopold Franz: ich empfinde genau wie Sie ! Ich stelle aber leider fest, daß es Menschen gibt, die die intellektuelle Seite von Benedikt XVI nicht verstehen und gar nicht versuchen, zu begreifen, wie warmherzig und humorvoll dieser Mann ist ! Seine Schriften sind auch deshalb so eindrucksvoll, weil sie neben aller Klugheit und Intellektualität auch für den Nicht-Theologen verständlich sind. Franciscus ist offensichtlich der Mann für die Massen, aber ich bezweifle, daß dies der Kirche wirklich helfen wird - siehe das riesige Problem mit dem Islam, das wohl nicht mit Fußwaschungen von Moslems behoben werden kann, sondern nur mit einer Stärkung des Glaubens, aber auch des Selbstbewußtseins der Christen in einer immer mehr antiklerikalen Welt - besonders in Europa.

    • Ambra
      27. März 2016 23:32

      Undine: auch für mich war Benedikt der Papst, der mich solange ich lebe am meisten beeindruckt hat und den ich wirklich liebe und zwar wegen all der Eigenschaften,die Sie aufzählen. Und es gibt noch eine: er liebt Musik und spielt sehr gut Klavier wie ich von einem Menschen weiß, der selbst in der Musik tätig ist und das Privileg hatte, daß Benedikt in seinen eigenen Wänden für ihn musizierte. Das hätte ich auch gerne einmal erlebt ....

  46. Tegernseer
    27. März 2016 12:27

    Das muss man sich einmal bewusst machen: das Oberhaupt der katholischen Kirche kniet nieder und wäscht und küsst die Füße von Moslems. Was für ein Bild in der islamischen Welt! Das ist Unterwerfung.

    • Sandwalk
      27. März 2016 12:59

      Islam heißt Unterwerfung.

    • Undine
      27. März 2016 20:35

      Die Demutsgeste ---Fußwaschung---werden die Moslems leider ganz, ganz anders interpretieren. Sie werden sagen: Seht her, der Papst, das christliche Oberhaupt, unterwirft sich dem Islam und Allah! Sie werden diese rituelle Demutsgeste nicht zu schätzen wissen, sondern dadurch erst recht TRIUMPHIEREN!

    • Politicus1
      27. März 2016 21:06

      ich fürchte, diese Fusswaschung kann für die drei Muslims eine Fatwa auslösen ...

    • franz-josef
      27. März 2016 22:57

      Wie der österreichische Kardinal Christoph Schönborn in seiner Osteransprache im Wiener Stephansdom berichtete, wurde Pater Thomas am Karfreitag von den islamischen Barbaren gekreuzigt. Islam ist Frieden – und wenn nicht, hat das bestimmt nichts mit dem Islam zu tun.

  47. Leopold Franz
    27. März 2016 11:55

    In der gestrigen abendlichen Osterpredigt hörte ich kein Wort über den Islam, über Islamisten, sondern nur über unsere Pflicht zur Nächstenliebe gegenüber den Flüchtlingen. Kein Wort über den wehrhaften Gott des alten Testamentes, der in der Lesung die ägyptische Armee bei ihrer Verfolgung der Israeliten ganz einfach wegflutete.
    Unsere katholische Kirche, und wahrscheinlich noch mehr die evangelische Kirche AB, ist uns in unserer (End)Zeit eine so große Hilfe wie es die christliche Kirche den römischen Kaisern bei ihrer fatalen Entscheidung war, aus Nächstenliebe ganze auf der Flucht befindliche Germanenstämme über die Donau zu holen und damit das Reich endgültig zu destabilisieren.

  48. socrates
    27. März 2016 11:55

    Karfreitag höre ich via Youtube oder Sonos die Matthäuspassion oder die Johannespassion.
    Das sind meine Ostern und die lasse ich mir von niemanden verderben.

  49. Josef Maierhofer
    27. März 2016 11:33

    Also ich habe einen anderen Pfarrer erlebt, einen, der sich an die Botschaft des Papstes gehalten hat, einer, der mit einem Diaprojektor alle Weltreligionen gleich gesetzt hat, auch den Islam.

    Für mich ist es natürlich schon klar, dass Christentum und Islam aus der gleichen Gegend stammen, bloß mit 600 Jahren Unterschied.

    Es ist mir schon klar, dass der Islam von Anfang an Juden und Christen bekämpft hat, aber Jesus als Propheten nie in Zweifel gestellt hat und auch nie angegriffen hat, das haben die ursprünglichen Mohammedaner bloß auf jüdische und christliche Karawanen verübt, nämlich Angriffe.

    Genozide haben vor allem die Osmanen viele verübt, auch das Umland von Wien hat diese Fakten in den Geschichtsbüchern, es gab seitens der Muslime immer Gewalt gegen Frauen (steht auch im Koran) und Gewalt gegen Kinder (steht auch im Koran) und Gewalt gegen Andersgläubige (steht auch im Koran).

    Die Kreuzritter haben 'das heilige Land befreit' und auch Gewalt ausgeübt und Verbrechen begangen. So hat sich eben letztendlich, ohne auf Details einzugehen, die Dimension der heutigen Nahostprobleme ergeben.

    Kirchenpolitisch scheint der Papst Franziskus am falschen Dampfer zu sitzen, denn während er den Muslimen die Füße wäscht, beschließen die maßgebenden mohammedanischen Religionsführer eine Radikalisierung nach der anderen und ermöglichen daher solche Auswüchse wie IS und Al Nusra in der Zielsetzung alle anderen Religionen auszulöschen.

    Ja, die Frage, beten wir alle zum gleichen Gott, kann man offenbar gar nicht so einfach allgemein beantworten, es muss ohnehin jeder für sich tun, denn es war auch früher immer schon so, dass Kirchenpolitik, Kirchenverwaltung und der Glaube, die Bibel, eben oft divergiert haben und divergieren und divergieren werden.

    Wenn ein einfacher, publikumswirksam gutherziger Papst wird, so steht ganz sicher auch die Schattenseite dieser Ideologie ganz in der Nähe. Während die Schattenseite des Aufrufs zur Einheit der katholischen Kirche (so steht es im Glaubensbekenntnis) der Kampf ist, so ist die Schattenseite dieses kirchenpolitischen Treibens der Gegenwart die Selbstaufgabe und in letzter Konsequenz der Selbstmord dieser Religion, die unsere Kultur geprägt hat.

    Komisch, diese Selbstaufgabe ist offenbar auch die Maxime der heutigen Elitenpolitik, wo auch das Volk damit nicht einverstanden ist und nicht gefragt wird, sondern missbraucht wird.

    Dass Franziskus sich dessen bewusst ist, wage ich zu bezweifeln, offenbar ist er einer 'Gutmenschenideologie der Selbstverleugnung' verfallen.

  50. Wertkonservativer
    27. März 2016 11:15

    Nun, als Christ bete ich natürlich ausschließlich zu unserem Christengott, dessen Auferstehung wir heute feiern!
    Menschen anderer friedlicher Religionen mögen das ihre tun und im Rahmen ihbres Glaubens für eine gute Zukunft unserer Welt beten!
    Fanatiker, die Religion als Deckmantel ihrer kriegerischen Welteroberungspläne ,nützen, haben mit Religion herzlich wenig zu tun

    • Wertkonservativer
      27. März 2016 14:34

      Ist mir "vor der Zeit" unter den Fingern verschwunden: es ist jedoch meinerseits kaum mehr was zusätzlich zu sagen, außer:
      "Frieden den Menschen auf Erden!"

      Noch einen schönen Ostersonntag wünsche ich Ihnen allen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  51. Undine
    27. März 2016 11:14

    Alle, so sagt man, beten zum gleichen, eigentlich zum selben Gott, aber das Bild, das Christen, Juden und Moslems von diesem einen Gott haben, könnte unterschiedlicher nicht sein. Bei einem Vergleich schneidet der Gott der Christen, etwas salopp gesagt, bei weiten am besten ab.

    Ganz kurz und sehr vereinfacht gesagt:
    Allah, der Gott der Mohamedaner, ruft zu Gewalt, Mord und Totschlag auf und verlangt von seinen Gläubigen, alle zu vernichten, die nicht seine Anhänger sind.
    Jahwe, der Gott der Juden, ist rachsüchtig, zornig, kann nicht verzeihen und ist extrem ungerecht, da er nur seine auserwählten Anhänger bevorzugt, seine anderen menschlichen Geschöpfe hingegen schwer benachteiligt, als Menschen zweiter Klasse also.
    Der Gott der Christen aber, so sagt man, "IST die LIEBE"; für ihn sind alle seine Kinder gleichwertig. Und ---der Gott der Christen kann verzeihen.

    Jedem bleibt es unbenommen, an einen Gott zu glauben oder nicht, aber müßte ich mich entscheiden, würde ich den Gott der Christen wählen, denn von ihm heißt es, "Gott ist die Liebe"---weder Allah noch Jahwe haben die Liebe in ihrem "Programm"!.

    • glockenblumen
      27. März 2016 11:35

      @ Undine
      *************************************************

    • riri
      27. März 2016 19:42

      @Undine

      und weder Allah noch Jahwe kennen das Wort Barmherzigkeit, Vergebung, ......

    • Eva
      28. März 2016 10:39

      @riri

      Sie sagen es! Die Barmherzigkeit und Vergebung bleibt dem Christentum vorbehalten.

      Die anderen beiden Religionen kennen nur "Aug' um Auge, Zahn um Zahn", bzw "Rübe ab!"

    • keinVPsuderant
      28. März 2016 10:44

      "Sagt man das" @Undine oder ist das auch Ihre Meinung? Bisher habe ich von Ihnen manch Beiträge gelesen, die nicht gerade von dieser christlichen Liebe/Vergebung getragen waren. Jedenfalls für diesen Beitrag erstmalig viele ******, ob nur zitiert oder von Herzen.

    • Undine
      28. März 2016 22:13

      @keinVPsuderant

      In der Klosterschule, die ich bis zur Matura besuchte, hatten wir einen wunderbaren Religionsprofessor; seine kurzen Predigten waren kleine Meisterwerke, und er versäumte nie, darüber zu sprechen, daß Gott die Liebe sei. Das vergißt man nicht so leicht. ;-)

    • pro veritate (kein Partner)
      29. März 2016 07:39

      Wenn jemand sagt, Christen und Moslems beten zum gleichen Gott, dann verbreitet er objektiv gesehen einen Irrtum. Denn im Christentum ist es ausdrücklich der dreifaltige Gott, der angebetet wird, den der Islam aber nicht kennt. Die Geister scheiden sich sozusagen an der Person Jesu Christi, der als Gottmensch von den Christen, nicht aber vom Islam anerkannt wird. Einem Papst müsste bewusst sein, was er mit solchen Äußerungen bewirkt. Aber wir wissen, dass seine "Fehlbarkeit" sehr weit reicht, und die "Unfehlbarkeit" nur in sehr strengem Rahmen zu sehen ist. Naiven Gläubige, die meinen, jedes Wort aus seinem Mund sei zugleich das Wort Gottes, möge ein Mindeststudium der Theologie bzw. der Versuch, selbst zu denken, ans Herz gelegt werden. In der heutigen verworrenen Situation innerhalb der Kirche kann nur helfen, sich strikt am Glauben aller Zeiten bzw. an den Regeln der Logik bzw. des gesunden Hausverstandes zu orientieren. Denn auch ein "Ausschütten des Kindes mit dem Bade", indem man alles in atheistischer oder völlig agnostischer Weise über Bord wirft, führt in die Irre. Es bleibt - menschlich gesprochen - stets eine "Gratwanderung", bei der man darauf bedacht sein soll, auf keiner der beiden Seiten "abzustürzen."

  52. HDW
    27. März 2016 11:08

    Dieser Papst ist aber Jesuit! Denkt und handelt also dialektisch. Ganz konsequent Befreiungstheologe (Er müsste ja sonst sich selbst Gehorsam schwören).
    Laut Drewermann war Dostojewskij der wichtigste Denker aller Zeiten. Bei diesem steht der "Großinquisitor" aus "Die Brüder Karamasow", für solche Haltung, der aber Benedikt nach Veröffentlichung seines "Jesus" Buchs, sinnigerweise ausgewichen ist!
    Aber was solls, leid tun mir nur die Menschen, die sich für solche "Unfehlbarkeiten" heute wieder einmal abschlachten lassen müssen!

  53. Wafthrudnir
    27. März 2016 10:45

    Die zentralen Eigenschaften unseres christlichen Gottes scheint mir seine Dreieinigkeit zu sein, verbunden mit der Bereitschaft, dem Menschen seine Sünden nicht nur "einfach so" zu vergeben, wenn dieser bestimmte Sühnerituale ausführt, sondern aus Liebe zum Menschen zu seiner Rettung auch persönliches Ungemach in Kauf zu nehmen, was wiederum eine gewisse menschliche Natur und damit die Dreieinigkeit voraussetzt, denn ein transzendenter Gott kann schlecht leiden.
    Alle anderen Merkmale (Allmacht, Allwissenheit etc.) sind den Göttern monotheistischer Religionen wesensimmanent und taugen daher nicht als Unterscheidungsmerkmal. Da aber weder Juden noch Mohammedaner an die Dreieinigkeit glauben, kann es sich eindeutig nicht um denselben Gott handeln.
    In diesem Sinne AU und allen Postern ein gesegnetes Osterfest!

  54. Frühwirth
    27. März 2016 10:12

    Papst Franciscus hat aber auch anders gesprochen, als er beim Kreuzweg am Karfreitag betete:
    “O Kreuz Christi, auch heute noch sehen wir dich aufgerichtet in unseren Schwestern und Brüdern, die getötet werden, lebendig verbrannt werden, denen die Kehlen durchgeschnitten werden und die geköpft werden mit barbarischen Schwertern und mit dem feigen Stillschweigen.”

    O Kreuz Christi, wir sehen dich auch heute noch in den Fundamentalismen und im Terrorismus von Anhängern mancher Religionen, die den Namen Gottes schänden und ihn dazu benutzen, ihre unerhörte Gewalt zu rechtfertigen.

    O Kreuz Christi, wir sehen dich auch heute noch in denen, die dich aus den öffentlichen Räumen entfernen und aus dem öffentlichen Leben ausschließen wollen im Namen eines gewissen laizistischen heidnischen Denkens oder sogar im Namen der Gleichheit, die du selbst uns gelehrt hast.

    Der Hl. Vater hat nicht - um den christlich-islamischen Dialog ja nicht zu gefährden - lange herum geschwurbelt, sondern die Dinge deutlichst beim Namen genannt:
    'lebendig verbrannt werden, denen die Kehlen durchgeschnitten werden und die geköpft werden..'

    • keinVPsuderant
      27. März 2016 10:59

      In diesem Geist habe ich auch die von A.U. kritisierte Aussage des Papstes verstanden. Der eine Gott wird und wurde auf das Schlimmste missbraucht!

    • otti
      27. März 2016 21:37

      danke für ihren beitrag !

  55. Bob
    27. März 2016 10:00

    Danke für diese Wort AU.
    Die Hauptaufgabe der Kirche, oder jeder Religion, Wäre die Seelsorge. Die Menschen dürsten nach Antworten auf die Frage woher, wie und wohin. Worin besteht der Sinn des Lebens, wie könnte die Botschaft Christi so gedeutet werden das es als Lebenshilfe dient.
    Was die meisten Religionsführer interessiert, ist die Politik in der Kirche und des Staates, und somit möglichst viel Macht auszuüben. Demut ist ein Fremdwort geworden.
    Trotz allem wünsche ich allen Blogteilnehmern ein frohes Osterfest.

  56. Wolfgang Bauer
    27. März 2016 09:38

    A.U.: "Viel wichtiger wäre es, dass die Christen endlich zu einem neuen, zentral auf der Basis der Osterbotschaft (nicht irgendeinem Zeitgeist) stehenden Selbstbewusstsein kommen."

    Im Gegenteil ist es heute Usus, das Opfer Jesu und die Auferstehung - früher die zentrale Botschaft - zu relativieren. Heute wird Jesus hauptsächlich mit "Er war Jude" apostrophiert (was niemand bezweifelt hat). Und wenn man auf den großen Unterschied hinweist, den das Neue Testament ausmacht, wird das von Zeitgeisttheologen nicht mehr akzeptiert. Für die Christen gälten viele Teile des Alten T. ebenso. So wird leider auch das Zitieren auch unerträglicher Teile des Alten Testaments in der Osterliturgie (u.a. des Gemetzels des Gottes Israel an den Ägyptern im Roten Meer) unnötigerweise weiter geschehen. Und das wird einem vorgehalten, wenn man sagt: "Das Christentum lehrt keine Gewalt".

  57. Anonymer Feigling
    27. März 2016 09:30

    Ich kenne mich nicht so genau mit den Gepflogenheit aus (ich bin Deist genauso wie I. Kant), aber gestern (Sa) spät abends hörte ich Kirchenglocken im 13. Bezirk läuten.

    Sind die nicht nach Rom geflogen und kommen erst heute wieder zurück?
    Hat da gestern ein gutmenschlicher Pfarrer ein gutmenschliches Zeichen setzen wollen?

    • Cotopaxi
      27. März 2016 09:55

      Ich hörte in einem anderen Teil Wiens auch Glocken läuten und war verwundert. Vielleicht ist das eine konzertierte Aktion in der Diözese Schönborns?

    • glockenblumen
      27. März 2016 11:06

      In der Osternacht "fliegen" die Glocken wieder aus Rom zurück.
      Sie werden deswegen bei der Auferstehungsfeier am Karsamstagabend geläutet.

    • GJansen
      27. März 2016 13:02

      Selbstverständlich läuten in der Osternacht zum Gloria wieder alle Glocken. Ist seit Jahrhunderten so. Bildung hilft.

  58. Frusti
    27. März 2016 09:27

    Wenn sich die Kirche in der Vergangenheit so "tolerant" wie heute verhalten hätte, wäre bei uns das Christentum schon längst marginalisiert worden. Der Aufklärung und dem damit einher gehenden Fortschritt hätte wahrscheinlich der Nährboden gefehlt.

    Ich halte es für sehr gefährlich, dass "der Mut, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen", abhanden gekommen ist. An seine Stelle ist die angstvolle Anbiederung an den Islam getreten, die sich in schleimiger Weise bis zur Selbstaufgabe das Mäntelchen der Toleranz umhängt.

    Vielleicht ist der Papst zu wenig mit der Denkungsweise der Muslime vertraut -mit der Fußwaschung haben die Moslems, die solch eine Handlung als Schwäche auslegen, jedenfalls einen Etappensieg über Europa erreicht.

    • Bob
      27. März 2016 10:02

      Mich wundert das Moslems sich die Füße von einem ungläubigen waschen lassen.

    • glockenblumen
      27. März 2016 11:01

      ..weil sie es als klare Unterwerfung sehen und nicht als das, was Jesus damit gemeint hat!

  59. Sandwalk
    27. März 2016 09:25

    Jesus hat Wunder gewirkt, hat gepredigt, hat Frauen respektiert, hat seine Nachfolge geregelt und starb als Märtyrer.

    Mohammed hat keine Wunder gewirkt, hat ein Leben lang das Schwert geschwungen har Kinder zur Frau genommen, hat seine Nachfolge nicht geregelt und ist im Fieber gestorben.

    Ich habe keine Lust einen Gewalttäter und loser zum Vorbild zu nehmen.

    Wenn da einige glauben, dass wir da alle zum gleichen Gott beten, ist das schon sehr abseits. Sogar Goethe war klüger, der meinte, dass der Koran nur Versatzstücke verschiedener Religionen und Philosophien enthalte, aber nichts Neues.

    • Anonymer Feigling
      27. März 2016 10:11

      Herr M. hat nicht nur Kinder gefickt, sondern auch tote Frauen und Tiere (weibliche Tiere und Jungtiere beiderlei Geschlechts).

      So ein Mensch soll als Vorbild dienen?

      Ja! Als abschreckendes Beispiel!

    • glockenblumen
      27. März 2016 10:58

      @ Sandwalk

      ********
      Sie haben wesentliche Unterschiede in den ersten beiden Sätzen klar dargestellt.

    • Cotopaxi
      27. März 2016 12:13

      Steckte er angeblich nicht auch hinter einem Mord an einer Dichterin, die ihn geschmäht hatte?

    • Martha Apostatrix (kein Partner)
      06. April 2016 00:16

      Und wieder einmal steckt jemand in der Blase der christlichen Erziehung fest. Fragt man Muslime, hat Mohammed natürlich auch Wunder gewirkt; er soll u.a. Speisen vermehrt und den Mond geteilt haben. Während ich letzteres durchaus glauben kann (basiert auf einem optischen Effekt in der Atmosphäre, siehe "Nebenmond"), gehört der Rest wohl zur Gänze ins Reich der Fabeln und Legenden verwiesen.

      Dass der Koran Versatzstücke aus Judentum, Christentum und arabischer Volksreligion enthält, ist in der Tat nichts Neues - die Bibel ist aber auch nicht wirklich besser, wenn es um Wahrheitsgehalt geht.

  60. El Capitan
    27. März 2016 09:16

    Der Buddhismus und andere asiatischen Religionen hatten nie eine Glaubenspolizei. Denken war nie verboten.

    Die Kirche hat ihre Glaubenspolizei, die Inquisition, klammheimlich entsorgt. Wer heute in die Kirche geht, kann denken was er will, wählen was er will, leben wie er will.

    Nicht so im Islam. Der Moslem ist unfrei. Er kann nicht denken, was er will, er kann nicht leben wie er will und er ist zum Hass verpflichtet.

    Das ist nicht meine Religion. Wer zum Hass aufstachelt und den Krieg gegen die "Kufar" auffordert, ist krank.

    Nein, wir beten nicht zum gleichen Gott. Der christliche Gott fordert die Friedfertigkeit, auch wenn das nicht immer funktioniert, aber der moslemische Gott ist ein Gott des Gemetzels. Er will unseren Untergang.

    Krank!

    • El Capitan
      27. März 2016 23:29

      Sie wurde unter Papst Paul VI aufgelöst. Die Nachfolgeorganisation ist die "Glaubenskongregation", die mit der einstigen Inquisition kaum noch etwas zu tun hat.

      Seit den vielen Missbrauchsfällen ist die Kirche sehr vorsichtig geworden und konzentriert sich eher auf diese Themen als auf die Verteidigung von Dogmen.

  61. differenzierte Sicht
    27. März 2016 08:59

    "Natürlich kann es nur einen Gott geben!"
    Sie sagen es richtig Herr Unterberger. Aber ebenso richtig ist auch die Aussage des Papstes, "alle beten zum gleichen Gott.“ Die Vorstellung von Gott, das Bild, das sich die Religionen/Menschen von Gott machen und was sie aus diesem einen Gott machen unterscheidet sich gewaltig. Und unter den Auswirkung der verschiedenen Interpretationen haben Christen gelitten und leiden heute durch die IS Interpretation des Islam viele Menschen aller Glaubensrichtungen heute. Das Übel ist nicht der eine Gott, sondern das, was Menschen aus diesem einen Gott machen und gemacht haben.
    Trotzdem halte ich Franziskus nicht für "das Gelbe vom Ei"! Kritik ist erlaubt und oft angebracht, war es jedoch auch bei vielen seiner Vorgänger.

    • AC58
      27. März 2016 23:18

      Vorsicht, "differenzierte Sicht" kann zu Erkenntnis führen ????
      Selbstverständlich haben sie richtig erkannt, dass der Papst damit anspricht, dass sich alle 3 Glaubensrichtungen auf den Einen alttestamentarischen Gott beziehen.
      Und selbstverständlich weiß auch der Papst, dass die Unterschiede im Gottesbild dieser Religionen größer nicht sein könnten, besonders zum Islam hin.
      Auch hat selbst Jesus keine Rücksicht auf Seine Außenwahrnehmung genommen (Pharisäer haben Ihn ja oft genug falsch interpretiert) sondern hat das getan was Er vom Vater als Seinen Auftrag erkannte. Das möchte ich auch dem derzeitigen Papst zugestehen. Trotzdem scheint mir Franziskus oft als geistiger "Elefant im Porzellanladen" aufzutreten. Und Jesus hat zumindest Seine Jünger eingeweiht und geschult, was dieser Papst ja so ganz und gar nicht tut oder wenn, dann schon sehr im Geheimen.
      Die Geschichte wird zeigen, was Franziskus damit erreichen wird - ich halte mich derweilen an die Worte Jesu und und nicht immer sklavisch an die Interpretationen Seines Bodenpersonals ;)

    • AC58
      27. März 2016 23:20

      Sorry, die Software hat einen smiley in 4 Fragezeichen verwandelt - sollte also positive Zustimmung sein ;)

  62. Abaelaard
    27. März 2016 08:52

    Dem Artikel von AU ist fast nichts hinzuzufügen, einen kleinen Rest mag es wo geben weil nie etwas vollständig sein wird. An der intellektuellen Potenz seines Vorgängers Benedikt ist der aktuelle Papst schon in den ersten Stunden seines Pontifikates zerschellt, man wusste das wird nichts mehr ein nach medialer Aufmerksamkeit und Zustimmung des Zeitgeistes gierender Mensch kann kein guter Papst sein. Die Kirche befindet sich momentan im freien Fall und meine Hoffnung ist das Christuswort: " Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen ".

    • otti
      27. März 2016 21:46

      ?????????????????????????????

      ich fürchte ( also eigentlich fürchte i c h mich nicht ) s ie irren gewaltig !

      aber es würde die möglichkeiten einer seriösen antwort h i e r sprengen, daher resignier ich lieber !

    • AC58
      27. März 2016 23:23

      @otti
      Na dann beantworten sies doch versuchsweise "unseriös" ;)

  63. Romanum
    27. März 2016 08:26

    Ein ganz großes DANKE an Andreas Unterberger für diesen Osterbericht!!!!
    Es ist dies eine grosse Hoffnung und gibt Zuversicht, das es trotz der scheinbaren
    "Allmacht"des linksliberalen Zeitgeistes es Menschen gibt, die klaren Verstand, Ehrlichkeit und die Wahrheit verteidigen.
    Von Unterberger bis Sabatina James............
    Gesegnetes Osterfest A.U. und allen Lesern

    • otti
      27. März 2016 21:52

      mein gott: bin ich in meinem alter und nach vielen arbeits-und lernoffenen jahren doch glücklich jemanden endlich zu finden, der die "wahrheit" innehat und verteidigt.
      zur klarstellung: der linksliberale zeitgeist ist mir z u t i e f s t zuwider.

  64. Susanne
    27. März 2016 08:01

    Der von allen Moslems verehrte Mohammed (voller Name: Ab? l-Q?sim Muhammad ibn ?Abd All?h ibn ?Abd al-Muttalib ibn H?schim ibn ?Abd Man?f al-Qurasch?), welcher ca. 570 bis 632 n. Chr. lebte, war einer der in der christlichen Bibel angekündigten "falschen Propheten" (Matthäus 24/11), welche uns irreführen werden. Während Jesus Christus alle Menschen während deren Lebzeiten zur freiwilligen Nachfolge ermuntert, geschieht im Islam alles unter Zwang.
    Es stimmt wohl, dass Juden, Christen und Moslems den selben Gott anbeten, aber eben unter unterschiedlichen Voraussetzungen.

    Es ist eines der größten Tragödien der Menschheit, dass ca. 1,5 Milliarden in dieser Zwangsreligion leben müssen. Leider gibt es unter den Christen (besonders unter deren Führern) einige, welche in falsch verstandener Toleranz die Moslems unterstützen, obwohl die islamischen geistlichen Führer langfristig die Andersgläubigen zur Konvertierung zwingen - bzw. bei Ablehnung deren Vernichtung verordnen.

    Ganz wenige katholische und evangelische Pfarren, welche aktuell islamischen Flüchtlingen Unterkunft gewährt haben, erzählen diesen Leuten auch die Frohe Botschaft von Jesus Christus und somit sind auch schon einige - obwohl sie sich damit innerhalb der Großfamilie in Lebensgefahr begeben - zum christlichen Glauben übergetreten.

    Besonders heute gilt der alte Ostergruß:
    Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.

    • Riese35
      27. März 2016 08:16

      **************!

    • Susanne
      27. März 2016 08:27

      Die beim Namen von Mohammed angezeigten Fragezeichen sollten jeweils ein Apostroph darstellen, welches vom hiesigen Programm nicht richtig wiedergegeben wurde.

    • Riese35
      27. März 2016 08:30

      Ich wäre jedoch bei der Aussage, daß Juden, Christen und Muslime den selben Gott anbeten, sehr vorsichtig. Maximal in dem Sinne, daß sie "den Einen" anbeten. Der christliche Gott ist aber ein dreifaltiger Gott. "Der Eine" ist also jedes Mal ein anderer. Der einzige christliche ist wahrhaft auferstanden, und zwar in der Person des Sohnes. Woistinu woskrese!

    • Riese35
      27. März 2016 08:35

      Zu "Mohammed" wäre noch zu sagen, daß diese Bezeichnung wahrscheinlich für Jesus Christus in Gebrauch war, denn in Hamat Gader, einem römischen Thermalbad am Ausgang des Jarmuk-Tales, bevor der Jarmuk knapp südlich des Sees Genesareth in den Jordan mündet, wurden Münzen mit der Aufschrift "Mohammed" in arabischen Schriftzeichen gefunden, die älter sind als der damit meistens bezeichnete "Prophet" und Eroberer.

    • Susanne
      27. März 2016 09:17

      @Riese35:
      Stimmt, nur die Christen kennen die Tinität, die Wesenseinheit Gottes in drei Personen.
      Stimmt, den Namen Mohammed - wie auch Jesus - gab es schon viel früher.

    • Riese35
      27. März 2016 13:03

      Leider kann man den Begriff "Mohammed" mit dem beschränkten Zeichensatz in diesem Blog nicht exakt wiedergeben, weder mit arabischen Schriftzeichen noch mit transliterierten lateinischen, da diese auch diakritische Zeichen erforderten, die dieses Blog nicht wiedergeben kann. Im Arabischen gibt es nämlich zwei unserem "h" ähnliche Laute und Schriftzeichen, die einen Wesens- und Bedeutungsunterschied ausmachen, den man hier leider nicht wiedergeben kann. Also mit dieser Einschränkung:

      Die Wurzel h-m-d hat die Bedeutung von "loben, preisen". Je nachdem, welche Vokale man dazwischensetzt oder Vorsilben oder Endungen man anhängt, ändert sich die grammatikalische Funktion vom Verbum zum Substantiv, grammatikalischer Aspekt, Person, Zahl, Fall etc.

      Z.B.:
      - hamida = loben, preisen (eigentlich "er hat gelobt" im vollendeten Aspekt)
      - hamd = das Lob, der Preis
      - muhammad = der Gelobte, der Gepriesene
      - al hamdu li lla:h = Gott sei gelobt! Gott sei Dank! (wird wie bei uns gebraucht), eigentlich wörtlich "Das Lob für Gott!"

      Unsere Vokale "e" und "o" gibt es im Arabischen nicht. Wenn sie vorkommen, dann sind das Aussprachevarianten, die aber - im Gegensatz zu indogermansichen Sprachen oder zu den vokalreichen Ural- und Altaisprachen - keinen Bedeutungsunterschied ausmachen.

      Vieles, was für unsere Ohren oft "islamisch" klingt, ist einfach nur das arabische Wort für einen Begriff unserer europäischen Kultur und hat oft auch christlichen Ursprung. "al hamdu li lla:h" ist genau so wenig spezifisch islamisch wie das Wort "Allah" für "Gott". In den offiziellen vatikanischen Dokumenten wird überall dort, wo im Deutschen "Gott" und im Lateinischen "Deus" steht, im Arabischen das Wort "Allah" verwendet. Siehe z.B. die Enzyklika "Lumen fidei" vom 29. Juni 2013:

      http://w2.vatican.va/content/francesco/de/encyclicals/documents/papa-francesco_20130629_enciclica-lumen-fidei.html

      http://w2.vatican.va/content/francesco/la/encyclicals/documents/papa-francesco_20130629_enciclica-lumen-fidei.html

      w2.vatican.va/content/dam/francesco/encyclicals/documents/papa-francesco_20130629_enciclica-lumen-fidei_ar.pdf

      "Allah" steht also für "Gott" allgemein und ohne nähere Spezifikation, um welchen Gott es sich handelt.

      Die Sache mit "m-h-m-d" (Muhammad oder Mohammed) legt den Schluß nahe, daß in vorislamischer Zeit dieser Begriff "Der Gepriesene" (ähnlich "Christus" = der Gesalbte) auch im arabischsprachigen Raum für Jesus Christus geläufig und der arabische Raum damals christlich war, was erst durch die islamischen Eroberungen zerstört wurde.

    • franz-josef
      27. März 2016 15:17

      Riese35
      Susanne

      Vielen Dank für die hochinteressanten Erörterungen, die mich weiterhin beschäftigen werden.

    • Susanne
      27. März 2016 20:51

      @Riese35:
      Danke für die detailierten Informationen betreffend der arabischen Sprache u.a.

    • machmuss verschiebnix
      27. März 2016 21:46

      y

      Die drei monotheistischen Religionen mögen dasselbe Wort für den einen Gott verwenden,
      daß sie aber nicht zum gleichen Gott beten, erkennt man alleine schon daran, daß z.B die
      Juden immer noch auf die Ankunft des Gesalbten warten´, Da sie Christus nicht als
      solchen anerkennen, weil er an Jerusalem (am IRDISCHEN Jerusalem [ Strin-tip-tip ] )
      die Heils-Zusagen nicht erfüllt hat.

      Pecht gehabt, denn diese "Dampfer" wird schon bald in die falsche Richtung abfahren,
      weil die Heils-Zusagen an das himmlischen Jerusalem (an die Kinder des Ewigen)
      gerichtet sind.
      Zu spät der Ausruf : » hoch gelobt sei er, der kommt im Namen des Herrn «
      Den Gelobten, den Mohammad haben beide Juden wie Moslems nicht als solchen
      (an)erkannt .

      . . . und weil der Spruch "irren ist menschlich" stimmt, drum irrt hier der Papst, auch
      wenn ihm lt. Dogma Unfehlbarkeit zuteil wurde


      Was allerdings diesem Papst hoch anzurechnenist, er räumt in der Kirche auf und
      zwar so effizient, daß es für ihn gefährlich werden wird - sehr gefährlich sogar ! ! !

  65. Mariahilferin
    27. März 2016 04:40

    Die Kirchenführer haben sich einen neuen Gott gebastelt: Dass er die Züge von Marx trägt, war schon lange klar, nun soll er auch mit Allah wesensgleich sein. Da diese Personalunion nur für Marxisten, aber sicher nicht für Moslems imaginierbar ist, kann man Gerüchte, einige der Kirchenführer wären vielleicht längst heimlich zum Islam übergetreten, ausschließen.
    Die absurde Behauptung, Gott und Allah wären ein und derselbe, müsste für Moslems eigentlich der reine Affront sein. Wenn der ehemals christliche Westen sie allerdings dazu allesamt einlädt, sich hier auf Staatskosten einzurichten und auszubreiten, die katholische Kirche ihnen in den xxx kriecht und der Papst ihnen persönlich die Füße wäscht ... dann denken die zurecht, wir können es einfach nicht erwarten, uns zu unterwerfen.

    Jedenfalls ist für mich das, was gerade in Europa geschieht, ein Gottesbeweis. Ex negativo.

    PS: Auch ich schätze meinen Pfarrer sehr. Aber den hab ich erst suchen müssen.

    http://www.citizengo.org/de/signit/33711/view

    • FranzAnton
      27. März 2016 05:52

      Von den um Zustsimmung möglichst vieler Menschen werbenden NGOs sticht "CitizenGo" mit seiner grundvernünftigen geistigen Ausrichtung, welche wohl bei den meisten hier im Forum Aktiven Zustimmung hervorrufen wird, hervor. Bitte daher möglichst zahlreich den von @Mariahilferin promoteten Link zu folgen, um den weltweit verfolgten Christen beizustehen.

    • glockenblumen
      27. März 2016 09:05

      @ Mariahilferin

      *****************!

    • Pumuckl
      27. März 2016 10:26

      @ Mariahilferin

      Diese, " philosophisch " aus der FRANKFURTER SCHULE gespeisten, 68er sind eben bei ihrem Marsch durch die Institutionen längst in den christlichen Kirchen angekommen.

      Ein starker Einfluß der Freimaurerbrüder seines verstorbenen Vaters, des Freimaurers Graf Hugo Damian Schönborn, kann sowohl hinsichtlich der spirituellen, als auch der politischen Ausrichtung unseres Kardinal Schönborn, kaum ausgeschlossen werden.

    • Riese35
      27. März 2016 13:09

      >> "Die absurde Behauptung, Gott und Allah wären ein und derselbe, müsste für Moslems eigentlich der reine Affront sein."

      Siehe meine Anmerkung oben. Gott und Allah bezeichnet tatsächlich dasselbe: das eine ist der deutsche Begriff, dem identisch der zweite arabische entspricht.

    • pro veritate (kein Partner)
      29. März 2016 12:08

      @Mariahilferin

      Eine glasklare Analyse , meine Hochachtung! - Ihr ist im Prinzip nichts hinzuzufügen.

    • Specht (kein Partner)
      31. März 2016 19:16

      Der Brief den ich schrieb ist mit dem Vermerk "nicht angenommen" zurück geschickt worden.

  66. ikra
    27. März 2016 04:34

    Ja danke für diesen Artikel - der Zustand der katholischen Kirche ist furchtbar
    in Österreich!

  67. Pumuckl
    27. März 2016 03:16

    Selten hat Dr. Unterberger meine eigene Sichtweise so präzise und uneingeschränkt übereinstimmend dargestellt.

    DANKE !

    Aber was sollte ich da noch kommentieren?

    • otti
      27. März 2016 21:56

      "also was sollte ich dan noch kommentieren ?"

      sich das kommentar schenken !

    • Vojtech Zeman (kein Partner)
      29. März 2016 09:24

      Ich bin einverstanden mit alles was Sie schreiben. Wann ich sage:wir haben den gleichen Gott, dann ich wegräume den Gottes Sohn a den Heiligen Geist und das ist nich eine Kleinichkeit!!! Vojtech Zeman sdb aus der Slowakei

    • riri
      29. März 2016 23:05

      @Vojtech Zeman

      Danke für Ihren Kommentar. Grüsse in die Slowakei.





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