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Toni Faber, Josef Grünwidl und der Vatikan

Keine kirchliche Personalentscheidung erregt auch in völlig kirchenfernen Kreisen so viel Aufregung wie die fürs kommende Jahr beschlossene Pensionierung des Wiener Dompfarrers Toni Faber mit 65 Jahren. Ist das doch ein Pensionsantrittsalter, das zwar für Normalsterbliche im real existierenden Schuldensozialismus geradezu spät ist, das in kirchlichen Ämtern aber total früh ist. Man denke etwa an Hartmann Thaler, der bis zu seinem Tod im 93. Lebensjahr als Pfarrer der Piaristenkirche Maria Treu fungiert hat, wo er schon in den Jahrzehnten vorher gerade durch seine Bescheidenheit zur weitaus wichtigsten Persönlichkeit für die Wiener Josefstadt geworden war. Das ist auch Faber in vielerlei Hinsicht für den 1. Bezirk geworden – auch wenn es dort noch viele andere Kirchen gibt, die Sonntag für Sonntag sehr voll sind, teils der Kirchenmusik, teils der klugen Predigten wegen. Wer die Causa Faber objektiv und seriös bewerten will, der sollte das jedenfalls auf zumindest vier Ebenen tun.







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