Österreich leistet sich ein Gesundheitssystem wie ein Barockschloss: reich verziert, teuer im Unterhalt – und dahinter erstaunlich viel Leerlauf. Man zählt die Betten wie früher Adelstitel, hält sich Spitäler wie Devotionalien und verwechselt Dichte mit Qualität. Das Resultat ist eine kuriose Gleichzeitigkeit: viele Häuser, viele Ärzte – und dennoch viele Dauerkranke, endlose Wartezeiten und jede Menge Ratlosigkeit.








