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Die "Flüchtlinge" und die Verwirrungen der Kirchenhierarchie

Was sich in der derzeitigen „Flüchtlings“-Krise besonders schlimm auf Moral und Menschenverstand und damit auch auf die konkrete Politik auswirkt, ist, dass sich die Hirten der Kirche durch nichts von ihrem „Flüchtlings“-Wahn abbringen lassen. Sogar die Bundesregierung scheint mittlerweile erkannt zu haben, dass die Immigration von islamischen Menschenmassen nicht so weitergehen kann.

Aber da gibt es immer noch die „Europäische Union“ und andere internationale Organisationen, die die Immigration forcieren. Angesichts etlicher abstruser Aussagen aus kirchlichen Kreisen muss der Schluss gezogen werden: Die Kirchenhierarchie hat entweder tatsächlich jeden Realitätskontakt verloren oder sie hat sich der politischen Macht unterworfen.

In der ORF-Pressestunde bezeichnete Kardinal Schönborn Bundeskanzlerin Merkel allen Ernstes als „sehr mutige“ und „sehr kluge Frau“ und freute sich, dass die deutschen Bischöfe ihr „die Stange halten“. Sie hätte „aus einem tiefen Gespür für Menschlichkeit gehandelt“.

Das ist so schreiend absurd, dass man sich fragt, wie der Kardinal das von sich geben konnte. Daß er es selber glaubt, wird man bei einem intelligenten Menschen kaum annehmen können. Wer seine sieben Zwetschken beisammen hat, sieht, dass Angela Merkel ein Desaster für Deutschland und Europa verursacht hat – und für unzählige Menschen, die unter völlig falschen Vorstellungen eine teure (und in einzelnen Fällen gefährliche) Reise angetreten haben.

Man fragt sich daher, ob hier Absprachen im Hintergrund stehen („Verschwörungstheorie“). Das wäre nicht das erste Mal. Genau diese Strategie von Absprachen und Stillhalteabkommen wurde bekanntlich im Österreich der 1970er Jahre betrieben: Der Kirche werden die Religionslehrer bezahlt und sie genießt auch sonstige finanzielle und steuerliche Vergünstigungen, die Bischöfe schweigen dafür zur Fristenlösung.

Diese Verfilzung von Staat und Kirche in der unseligen Kreisky-König-Ära benannte der damalige lutherische Landesbischof Oskar Sakrausky. Er hatte auf dem Höhepunkt der Fristenlösungsdebatte in einem Brief an Kreisky am 25. Jänner 1974 festgestellt: „dass die österreichische Regierung nicht einerseits die Kirchen und ihre religiösen Grundlagen anerkennen und privilegieren, andererseits aber Gesetze beschließen könne, welche die religiösen und sittlichen Grundlagen der christlichen Kirchen missachten und übergehen“ (zit. nach Raimund Sagmeister, Fristenlösung – Wie kam es dazu?, Salzburg, 1981).

Der Vertreter eines Minderheitenbekenntnisses hat es richtig gesagt. Aber weder haben die katholischen Bischöfe die richtigen Schlüsse daraus gezogen, noch die Vertreter der anderen kirchlichen Gemeinschaften. Daher existiert die kompromittierende Lage weiter – aufgrund der Gleichschaltung aus der EU sogar mehr als je zuvor.

Die Frage lautet also: Haben die Episkopate der EU-Staaten, oder zumindest einige mit der Eurobürokratie geheime Abkommen geschlossen oder haben sie ihr bedingungslosen Gehorsam versprochen?

Dramatischer Wirklichkeitsverlust

Warum sagte der Kardinal in der Pressestunde nicht, was offenkundig ist: Frau Merkel handelt verantwortungslos. Sie hat ihren Amtseid gebrochen, ihr Volk vor Schaden zu schützen. Sie hat durch ihre aberwitzigen Entscheidungen mindestens sieben Länder – Griechenland, Mazedonien, Serbien, Kroatien, Ungarn, Slowenien, Italien und Österreich – in das Chaos mithineingezogen und dadurch enorme Kosten verursacht und die innere Sicherheit dieser Länder gefährdet.

Weil der Kardinal das „tiefe Gespür für Menschlichkeit“ bei der Kanzlerin konstatierte, muss man ihn fragen: Verdienen die österreichischen und deutschen Kinder und Jugendlichen, Frauen und Männer, Jungen und Alten, Eingesessene und Zuzügler, die von Migrantenbanden drangsaliert, „abgezogen“, verprügelt, vergewaltigt oder ermordet werden, kein „tiefes Gespür für Menschlichkeit“?

Ist es ein „tiefes Gespür für Menschlichkeit“, wenn Deutsche, Österreicher, Schweden und die Länder entlang der Einwanderungsroute ungefragt verpflichtet werden, sich riesige volkswirtschaftliche Kosten aufbürden zu lassen – für Einwanderer, die unkritisch und ungeprüft, wie unter Hypnose, immer nur pauschal als „Flüchtlinge“ deklariert werden? Wer bezahlt die Versorgung und die Rettungs-, Polizei- und Militäreinsätze? Wer bezahlt die fahrlässig und mutwillig angerichteten Schäden?

Weiß der Kardinal nicht, dass die islamischen Massen islamischen Konformitätsdruck aufbauen werden? Auch wenn man annehmen wollte, dass alle diese Leute tatsächlich alle vor dem IS-Terror davonlaufen würden, heißt das ja nicht, dass sie ihre eigenen islamischen Prägungen hinter sich lassen würden.

Der Kardinal müsste sagen, dass die deutsche Bundeskanzlerin den Immigranten falsche Hoffnungen gemacht hat und ihnen keine Zukunft bieten kann. Er müsste sagen, dass Angela Merkel eine Rolle spielt, von der man annehmen muss, dass sie Teil eines Plans zur irreversiblen Umgestaltung und ethnischen Homogenisierung Europas ist. Dabei werden die autochthonen Völker nicht gefragt und die Immigranten quasi als Bauern in einem größeren Schachspiel mißbraucht.

Und das alles soll ein „tiefes Gespür für Menschlichkeit“ sein?

Absurd!

Politische Abstinenz des Klerus oder doch Parteinahme für die Mächtigen?

Was daher besonders sauer aufstößt, ist die bedingungslose Unterwerfung unter die herrschende Politik internationaler Eliten, mag sie auch noch so katastrophal sein. Und das, obwohl die Kirche mit dem Mariazeller Manifest (1952) bzw. dem II. Vaticanum sich angeblich aus der Politik zurückgezogen hat!

Wir hören ja seit Jahrzehnten, dass die Kirche keine „Einmischung“ in die Politik mehr betreibt und daß die Laien „sachgemäß“ in den irdischen Bereichen, die ja eine „relative Autonomie“ gegenüber der kirchlichen Autorität genießen würden und deren Probleme auf verschiedene Weise gelöst werden könnten, agieren sollen (oder so ähnlich).

Genau das geschieht aber nicht. Im deutschen Sprachraum äußern sich die Bischöfe zwar tatsächlich nicht gegen Abtreibung und die planvolle Zerstörung der Familien durch Schulsexualunterricht und Genderwahn, sind also politisch abstinent. Sie reißen sich aber förmlich die Beine aus, um nur ja möglichst gehorsam der EU-Politik zu willfahren. Wer als Laie oder Priester oder Bischof Widerspruch anmeldet, bekommt Schwierigkeiten.

Mit der Anbiederung an Bundeskanzlerin Merkel fällt Schönborn auch allen Aktivisten und Wählern beispielsweise der Alternative für Deutschland (AfD) in den Rücken, die – bei allem noch Unausgegorenen in ihrer Programmatik – in legitimer Weise, aus patriotischer Gesinnung und mit einem tiefen Gefühl für das Gemeinwohl die Lage Deutschlands und der Deutschen verbessern wollen, und setzt sie einem verstärkten staatlich subventionierten Straßenterror („Antifa“) aus!

Damit fällt er ebenfalls österreichischen Patrioten in den Rücken und verstärkt auch den hierzulande ausgeübten linken Straßenterror.

Die politische Neutralität („Freie Kirche im freien Staat“ gemäß dem Mariazeller Manifest) hat sich also als Illusion erwiesen. Sie ist unmöglich. Die Hierarchie hält sich selbst nicht daran.

 „Alternativlosigkeit“ als hübsch bemäntelte Diktatur

Schönborn kritisierte auch die Initiative zur Schließung der Balkanroute als einen „Akt mangelnder europäischer Solidarität“. Er kritisierte unsere Nachbarländer, „die auch nicht eine gemeinsame europäische Lösung gesucht haben“. Er erwartet offenbar, dass ausgerechnet die Leute, die die Probleme planvoll verursacht haben, auch die Lösung bringen werden. Seine Einschätzung zur Schließung der Westbalkanroute („Es hat die Geduld gefehlt, die europäische Gemeinsamkeit zustandezubringen.“) ist daher abstrus. Angela Merkel hat mit ihrem Alleingang von Anfang an auf die „europäische Gemeinsamkeit“ gepfiffen. Womit diese auch obsolet ist. Die „Geduld“ zu invozieren, ist angesichts der Dramatik der Lage grober Unfug. Worauf sollen wir noch warten?

„Europa“ ist ein Popanz, eine Illusion, ein Geßlerhut, ein Deus ex machina. Es ist sinnlos, auf „europäische Lösungen“ zu warten, wenn es gerade die Eurokraten sind, die die eigenen Vereinbarungen, besonders prominent die Dublin-Abkommen, gebrochen und den europäischen Völkern das Unglück eingebrockt haben.

Im Gegenteil sind es besonders die ungarische, die slowakische, die tschechische und die polnische Regierung, die Gemeinwohlorientierung und Verantwortung gezeigt haben. (Ob es der österreichischen Bundesregierung wirklich ernst ist, weiß man noch nicht.)

Kardinal Schönborn lobt aber den ungarischen Ministerpräsidenten nicht nur nicht für dessen verantwortungsvolles Handeln, er kritisiert ihn noch dazu! Mit welchem Recht und in wessen Autorität?

Der Kardinal verwendete zwar nicht das fatale Merkelsche Zauberwort von der „Alternativlosigkeit“, seine Einstellung ist aber im Grunde dieselbe.

Es läuft einem kalt den Rücken hinunter, wenn ein Kardinal, der ein Mann Gottes sein soll, von „europäischen Lösungen“ fabuliert. Das ist Zeichen eines massiven Glaubensschwundes. Die Lösungen können nur von Gott kommen, nicht von einer abgehobenen politischen Bürokratie. „Alternativlos“ sind vor allem die Zehn Gebote. Ohne deren Einhaltung gibt es überhaupt nie eine Lösung, sondern nur die Katastrophe.

„Europäische Lösung“ klingt in der salbungsvollen, aber unduldsamen Intonierung vieler Zeitgenossen so ähnlich wie „europäische Erlösung“.

Nein, „Europa“ wird ganz bestimmt keine Erlösung bringen – und auch keine irdische Lösung. Dafür hätten sie in Brüssel jetzt genug Zeit gehabt. Sie hatten aber eine ganz andere Agenda.

Dass der islamische Terror jetzt Brüssel selber trifft, entspricht durchaus einer inneren Logik. Zu bedauern sind hier die unschuldigen Opfer.

Kirche und Politik – es besteht dringender Klärungsbedarf

Die Bischöfe müssten sich jetzt endlich zu einer Klärung der Frage durchringen, ob das nun gilt, was im Mariazeller Manifest und in den Konzilstexten steht oder nicht. Wenn es wahr ist, dass die irdischen Bereiche wie Politik und Wirtschaft eine „relative Autonomie“ genießen und daher nicht direkt bischöflichen Direktiven unterstehen, dann mögen die Bischöfe auch endlich ihre Kritik an den Regierungen Ostmitteleuropas, an FPÖ und AfD beenden! Sie mögen auch ihre unkritische Glorifizierung der EU beenden!

Freiheit gibt es nur in der Wahrheit – Weg mit den Phrasen!

Auf der Netzseite der Erzdiözese Wien war die Reaktion von Kardinal Schönborn auf die Terroranschläge von Brüssel wiederum in irrealen Formulierungen gehalten:

Es brauche daher "Besonnenheit und Entschlossenheit", um in dieser Bewährungsprobe der europäischen Wertegemeinschaft die richtigen Antworten auf das "abgrundtief Böse" zu finden, das sich in den Anschlägen manifestiere. 

Die „europäische Wertegemeinschaft“ also wieder einmal! Eine „Wertegemeinschaft“, die den wahren Glauben, auf dem die europäische Zivilisation beruht, aus der Öffentlichkeit verdrängt hat, Gesinnungsterror und Gesinnungsschnüffelei betreibt und ihre eigenen Völker einer desaströsen Massenimmigration aussetzt, erinnert eher an eine kriminelle Vereinigung als an eine „Wertegemeinschaft“. Und das „abgrundtief Böse“, das der Kardinal hier interessanterweise erwähnt, hat man im Rahmen der kirchlichen Praxis im Exorzismus benannt und gebannt. Heute ist das in Vergessenheit geraten. Man glaubt auch in der Hierarchie nicht mehr daran.

Bizarr sind auch die jüngsten Zick-Zack-Aussagen zum Thema Islam:

Schließlich warnte Kardinal Schönborn vor einem undifferenzierten Blick auf den Islam: Zwar seien die Erfahrungen der Christen vor Ort ernst zu nehmen, die auf eine zum Teil jahrhundertealte Konflikt- und Unterdrückungsgeschichte zurückblicken können; zugleich jedoch gebe es „auch Stimmen, die durchaus Chancen für ein tolerantes künftiges Zusammenleben sehen“, sagte der Kardinal. Es gelte, auf der einen Seite nicht „blauäugig“ zu sein im Blick auf radikalen Islamismus, auf der anderen Seite jedoch müsse mit dem Islam ein direkter, offener Dialog gepflegt werden – dies sei „alle mal besser, als um den heißen Brei herumzureden“.

Also, Eminenz, WAS genau sollen wir jetzt tun?

Leider werden von den Bischöfen sinnfreie Worthülsen in großer Zahl in das mediale System eingespeist. Das wird immer schlimmer und trägt zur weiteren Konfusion und Desorientierung der Öffentlichkeit bei. Damit wird wiederum die politische Unfreiheit gefördert, weil bekanntlich nur die Wahrheit Freiheit garantieren kann.

Daher die dringenden Bitten an die Bischöfe:

Hören Sie endlich mit dieser Verwirrung auf!

Besinnen Sie sich Ihrer Aufgabe als Zeugen der Wahrheit!

Eine radikale Abkehr von dieser desaströsen Politik würde bestimmt eine große Gewissenszustimmung bringen.

MMag. Wolfram Schrems, katholischer Theologe, Philosoph, Katechist

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