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Die chinesische Krise und wir

Wenn China hustet, bekommt Europa Fieber. Viele Europäer blicken panikerfüllt auf den gelben Riesen, dessen Wirtschaftswachstum mit weniger als sieben Prozent niedriger denn je seit Beginn des Kapitalismus ist. In Wahrheit aber zeigen sich im einwohnerstärksten Land der Welt nur Vorboten von Trends, die eigentlich längst Fixelement aller wirtschaftshistorischen Erfahrung sind.

Daher sollte man nicht allzu überrascht sein. Die vier wichtigsten dieser Trends:

  1. Der erste ist eindeutig positiv: Chinas Wirtschaft wechselt derzeit von der Imitations-Phase, in der legal wie illegal alles Europäische und Amerikanische nachgemacht wird, in ein entwickeltes Stadium, in dem immer mehr eigene Forschung und Entwicklung stattfindet. So gibt es mittlerweile aus China schon fast doppelt so viele Patentanträge wie aus den USA. Auch steigt der Anteil chinesischer Autoren in wissenschaftlichen Publikationen rasch an.
  2. Zum zweiten: Ein Rückgang des Wachstums nach mehreren Jahrzehnten heftigen Wachsens ist ganz normal. Auch Europa, Japan oder Südkorea können niemals wieder die hohen BIP-Wachstumsraten der 50er, 60er und 70er Jahre erreichen. In einer entwickelten Wirtschaft, in der die meisten Grundbedürfnisse gedeckt sind, findet nicht mehr wie bei krasser Unterentwicklung jedes zusätzliche Produkt auch Abnehmer. Nun eben auch in China.
  3. Zum dritten aber hängen den Chinesen noch viele Bleigewichte ihrer kommunistischen Prägung nach. Das ist insbesondere die gewaltige Überdimensionierung der defizitären Schwerindustrie. Diese ist ja immer Liebkind aller kommunistischen Staatsplaner. Auch in Osteuropa konnte die Reform erst funktionieren, als der Großteil der Schwerindustrie geschlossen worden ist. In China steht das noch bevor. Aber die Staatsführung zögert: Hängen daran doch Millionen Jobs. Deren Verlust wird extrem explosiv, wenn gleichzeitig das Wachstum zurückgeht.
  4. Noch gravierender aber ist das vierte Bleigewicht: Das ist die noch immer bestehende Allmacht einer einzigen Partei (woran die Tatsache nichts ändert, dass deren Ideologie nur noch hohle Rhetorik ist); das ist die dadurch gewaltige Korruption vieler mächtiger Parteikader; und das ist das ebenfalls durch die Einparteienherrschaft bedingte völlige Fehlen eines Rechtsstaats. Wenn Unternehmen auch legitime Ansprüche nur durch Bestechung von Richtern und Behörden durchsetzen können, dann ist das ein großes Wachstumshindernis, sobald die Wirtschaft differenzierter und entwickelter wird.

All diese vier Faktoren sind längst bekannte weltweite Gesetzmäßigkeiten. Daher darf man nicht allzu überrascht sein, wenn sie jetzt auch in China eintreten. Und man sollte ebensowenig überrascht sein, dass die zwei letztgenannten Faktoren noch für heftige Rumpelstrecken sorgen werden. Jedoch: Die anderen Staaten Ostasiens haben eine Generation davor gezeigt, dass man solche Rumpelstrecken ohne Katastrophe überwinden und dann auf ruhigere Straßen gelangen kann.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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alle Kommentare

  1. Kriegsprojekt EU (kein Partner)

    Die Ungarn feierten heute Nationalfeiertag.

    Was berichtet die CIA-Postille "Die Presse" über Ungarn:
    "Ungarn: Tausende bei Demo gegen Orbans Bildungspolitik"

    Die Niedertracht der verfluchten Medienwi.... kann niemals überschätzt werden.



  2. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)

      Eine wahrscheinlich mythologische Erzählung über die chinesische Geschichte berichtet, daß die Ratgeber ihrem Kaiser eines der zahlreichen Reiche rieten, jetzt angesichts der wirtschaftlichen und militärischen Stärke des Landes, die anderen Reiche zu unterwerfen, um auf diese Weise für lange Zeit den Frieden zu sichern und die Länder zu einem Reich zusammenzufassen.

      Es ist wohl in der langen Zeit der chinesischen Geschichte immer die oberste Priorität der Herrscher gewesen, die Einheit des Reiches zu wahren. Und es hat sich - m. M. - diese Maxime offenbar auch nie unter der Herrschaft der kommunistischen Parteiführer geändert.

      Insofern kommen mir die vier Punkte Unterbergers etwas dünn vor Ziel und Schicksal Chinas damit zu prognostizieren. Ob nun die eine oder andere Statistik stimmt oder nicht, ist gewiß sekundär; sie stimmen ja auch um Lichtjahre nicht im Westen.

      Es wäre sicher wichtiger eine – richtige – Beurteilung der geistige Grundlagen Chinas zu kennen, ob und inwieweit der Konfuzianismus nach wie vor prägend ist. Die Psycho-Propaganda über all die angeblichen und tatsächlichen Negative kommunistischer Parteien sind doch vor allem das Rühren der Kriegstrommeln, und aus langjähriger Beobachtung derselben Verhaltensweisen in westlichen Dämokraturen ahne ich, daß all das, was man hier über China sagt in identer Weise auch für die westlichen Gralshüter der „westlichen Werte“ gilt.

      So wie bei uns die angebliche Demokratie eine erbärmliche Lüge ist und es sie in Wahrheit gar nicht gibt oder je gab, dürfte das auch für chinesische Ideologie gelten: eine Facade, hinter der man das tut, was zu tun ist. Sonst gäbe es ja schon gar nicht die kapitalistischen Industrie- und Handelszentren an den Küsten, die der komm. Ideologie doch entgegengesetzt sind. – Oder?

      Interessant zu wissen wäre auch noch, inwieweit die ökonomischen „Schwierigkeiten“ Chinas nicht vom Westen (den USA und Wall Street) induzierte sind. Bekanntlich reagiert Big Money immer äußerst sensibel, wenn anderswo echte Herausforderer auftreten: mit einer eigenen Währung anstelle des Dollars für internationale Geschäfte der BRISC-Staaten, mit einer eigenen „Weltbank“ als Gegenstück zu IWF und WB unter US-Kuratel, mit dem Bau einer kontinentalen Landverbindung – der Neuen Seeidenstraße – mit der die Herrschaft der US-Navy über die Meeres-Routen unterlaufen wird, usw.

      In diesem Zusammenhang wären auch die tatsächlichen Hintergründe der gigantischen Explosionen im neuen Hafen von Tianjin zu wissen wünschenswert, denn mit diesem Großschaden ist das neue internationale Handelszentrum Chinas direkt „angegriffen“ worden.

      Wie man Börsenkurse und Ratings manipuliert, das wissen aus langjähriger Übung die N.Y. Bankster aus dem FF. Und wenn eine Volkswirtschaft, wie die chinesische, mit dem Westen in innigsten Kontakt kommt, dann passiert u. U. das, was Leuten passiert, wenn sie in Malaria- oder Pest-verseuchte Gebiete kommen: sie stecken sich an – und krepieren daran.

      All diese Fragen interessierten mich viel mehr, als der Blick Unterbergers in die Glaskugel.

  3. Knut (kein Partner)

    Wer bei uns fleißig ist, wird vom Staat bestraft. So schaut`s aus. Es ist nach wie vor so, dass das Geld von fleißig nach reich fließt. Es wird also mit Geld das große Geld gemacht. Solange das nicht abgestellt wird (mit satten Spekulationssteuern etc.) und im Weltspielcasino fröhlich weiter gezockt wird, wird sich bei uns nicht viel ändern.

    Zudem ist gesundschrumpfen ein Fremdwort in unserem System, das nur mit ständigem Wachstum halbwegs am Laufen gehalten werden kann.

    Aber im Gegensatz zu den immer dekadenter werdenden Europäern werden die Chinesen das Problem lösen (die schaffen das), da sie äußerst fleißig sind und sich auch mit "geblaten Leis" zufrieden geben.



  4. Undine

    OT---aber diesen unangenehmen Ausflug in das wunderschöne Städtchen BAUTZEN, das leider nur durch sein ehemals furchterregendes DDR-Gefängnis bekannt geworden ist, gönne ich dem salbungsvollen deutschen Ober-GAUCKLER von Herzen! Den "Empfang" dort hat er sich redlich verdient; am Volk vorbeiregieren rächt sich auch für diesen eitlen Wendehals:

    "Deutschlands Präsident Gauck sieht in Protest gegen Asylantenflut „Kommunikationsstörung“"

    https://www.unzensuriert.at/content/0020254-Deutschlands-Praesident-Gauck-sieht-Protest-gegen-Asylantenflut?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail beide haben nicht nur nicht gehalten, was sie versprochen haben, sondern sich sogar schwer am deutschen Volk vergangen.



  5. Undine

    Hut ab vor China! Dort herrscht---im Gegensatz zu uns müden Europäern--- AUFBRUCH-STIMMUNG. Dem chinesischen Volk wurde nie etwas geschenkt. Die Menschen dort sind hart zu sich selbst, was die Leistung, die man in China zu schätzen weiß, gewaltig fördert. Die Schulbildung steht sehr hoch im Kurs. Das ist die beste Voraussetzung für den Erfolg dieses Riesenreiches.

    Die kommunistische Politik ist gezwungen umzudenken. Bald werden aber auch dort die letzten Kommunisten auf der Müllhalde der Geschichte entsorgt werden; sie haben längst keine Daseinsberechtigung mehr.

    Die etwa 5000 Triaden werden dem Land nach wie vor zu schaffen machen, aber vielleicht wird man auch dieser Mafia einmal Herr.

    Den TÜCHTIGEN GEHÖRT die WELT!



  6. socrates

    China hat es besser als unter den Westmächten und Tschank Kai tschek, als Somalia, das seit 15 Jahren bombardiert wird und sich nicht wehren kann, als Lybien, als dem Irak, als Afghanistan, Afrika, Ukraine, usw. China kann sich wehren gegen die US Kriegsindustrie, welche die Schwerindustrie abgelöst hat. Die Länder bombardieren, gegen jede Menschenrechte und die Flüchtlinge den anderen Ländern zuschauen, das kann USA, GB, F, AUST, CAN. China und RU haben es geschafft stark genug zu sein und das danken sie nicht den Liberalen Freimaurern. Zur Zeit geht es zu wie bei der französischen Revolution. Religion als Waffe und der Mob mordet. China ist ein Fels in der Brandung gegen den US Imperialismus!



  7. Brigitte Imb

    Einfach SCHÖN!

    Die AfD ist in allen 3 Bundesländern zweistellig.

    http://www.welt.de



  8. Josef Maierhofer

    7% Wirtschaftswachstum hätten wir auch gerne.

    Den chinesischen Fleiß und Einsatz bei der Arbeit hätten wir auch gerne.

    Den chinesischen Markt hätten wir auch gerne.

    Die chinesische Disziplin hätten wir auch gerne.

    Einparteienherrschaft haben wir auch.

    Parteidiktatur haben wir auch, noch viel schlimmer als in China.

    Politgötzenverehrung gibt es auch bei uns Kim Yong Un heißt halt bei uns Werner , der erste.

    Bei der Korruption da können wir ganz sicher mit China mithalten,

    Bloß unsere Gewerkschaften sind noch wesentlich 'besser' als dort, die sind bei der Zerstörung der Wirtschaft schon weiter gekommen,

    Auch unsere Gutmenschen können mit den chinesischen nicht verglichen werden, die sind bei der Abschaffung der eigenen Nation und Wirtschaft und Gesellschaft schon wesentlich weiter als in China, wo solche als Volksverräter auf der nächsten Laterne hängen.

    Auch unsere Parteijustiz kann sich mit der Chinas voll messen.

    Also für mich ist China ganz nahe, und wir sind ganz sicher die Guten ...



  9. Susanne

    Die chinesissche Wirtschaft hat in den vergangenen 40 Jahren - vorwiegend mit indirekter Unterstützung der westlichen Staaten - gewaltig aufgeholt. Westliche Technologien wurden bereitwilligst übergeben, um die "verlängerte (billige) Werkbank" Chinas auszunützen und preislich günstige Auftragsarbeiten für den Markt im Westen herzustellen. Die Chinesen haben vielfach die dabei getroffenen Vereinbarungen durchbrochen, den Patentschutz missachtet und sogar auf westlichen Ideen aufbauend, neue und bessere Produkte unter eigenem Namen erzeugt. Lediglich mit der Vermarktung im Westen fehlen ihnen vielfach die notwendigen Infrastrukturen. Oft gehen die lokalen Erzeuger sogar so weit, dass sie die westlichen Markenlogos für Plagiate verwenden.

    Ein typisches Beispiel gab es schon vor vielen Jahren, wo der chinesische Vertreter des Vorarlberger Seilbahn-/Lifterzeugers Doppelmayr in einem chinesischen Touristikgebiet plötzlich eine Seilbahn vorfand, welche den Namen Doppelmayr trug, aber nicht in Österreich hergestellt wurde. Recherchen ergaben, dass eine chinesische Firma das Produkt 1 zu 1 kopierte. Da die österreichische Firma feststellen musste, dass dazu ein Rechtsstreit völlig aussichtlos sei, hat sich daher entschieden, diesen chinesischen Erzeuger künftig als Partner und Generalvertreter zu engagieren.

    Die politische Führung Chinas versucht, (westliche) Marktwirtschaft mit marxistisch-kommunistischen Idealen zu verknüpfen, dies kann langfristig nicht funktionieren. Nun ist China durch den ständigen Exportüberschuss, die damit verbundenen Devisenreserven, Übernahme von westlichen Staatsanleihen und starkem Engagement in Afrika sowie Südamerika schon so stark im globalen Geschäft verankert, dass bereits eine dortige geringe Konjukturabschwächung das weltweite Gefüge in Unordnung bringt. Auch da gilt:
    Wer sich mit Hunden ins Bett legt, steht mit Flöhen auf.



  10. Leopold Trzil

    Die Einparteienherrschaft sehe ich als kein sonderliches Problem. Die Chinesen haben eine lange Tradition darin, sich parallel zu offiziell proklamierzen Prinzipien zu organisieren. Dies kann man daran sehr gut ablesen, daß beispielsweise alle chineischen Kommunitäten in Westeuropa ihre Angelegenheiten intern diskret ordnen und regeln, ohne damit nach außen hin aufzufallen wie Gruppen anderer Provenienz.
    Übrigens haben wir heuer 60 Jahre Kulturrevolution (an die in China niemand mehr glaubt, in Europa hingegen maßgebliche Kreise) und 50 Jahre Sturz der Viererbande (deren Äquivalente in China nichts mehr zu reden haben - hier findet man sie in zahlreichen Paralmenten, auch in Brüssel).



  11. machmuss verschiebnix

    OT:

    Ulrike Weiser - von der ich einen sehr positiven Gesamteindruck habe - schreibt:
    » Ein „Wir, die Bundesregierung“ gibt es schon lang nicht mehr. Es fällt uns bloß nicht mehr auf.«

    http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/4944988/Der-Abschied-vom-Wir?_vl_backlink=/home/index.do

    Und dieses
    » Für Druck von außen sorgt derweilen die ÖVP, im Doppelpass-Spiel von Bund und Land «
    hat sich die SPÖ mehr als "unredlich" verdient !



  12. Undine

    OT---aber heute ist für D ein spannender, vielleicht sogar verheißungsvoller Tag, der auch an Ö nicht spurlos vorübergehen könnte. Erstaunlich ist nur, daß man es in den Medien so macht, wie einst bei der Haider-FPÖ, als man gemerkt hatte, daß mit der Warnung, jede Stimme für die FPÖ sei ohnedies eine verlorene Stimme, weil diese nie stärker werden könne, nichts ausrichtete.

    Als die Erfolge der FPÖ trotz der Bemühungen der Medien--- allen voran des ORF!---für die Alt-Parteien immer "gefährlicher" zu werden drohten, drehte man plötzlich den Spieß um und sagte der FPÖ riesige Gewinne voraus---wohlwissend, daß diese Zahlen nie erreicht werden können. Hinterher konnte man dann die ordentlichen Zugewinne eigentlich als "Verluste" hinstellen, da die FPÖ ja die prophezeiten Umfragewerte nicht erreicht habe! Eine ganz FIESE LINKE TOUR!

    Genauso macht man es heute bei der AfD! Aus lauter Angst, die AfD könnte MITREGIEREN und die "Willkommens-Kultur" jäh beenden, sagt man dieser Partei RIESENGEWINNE voraus, um hinterher behaupten zu können, die AfD habe, trotz ordentlicher Gewinne, eigentlich verloren. Wieder diese fiese linke Tour!

    Spannend wird es heute allemal werden, und ich wünsche der AfD und Fr. Dr. PETRY einen erfreulichen Wahlausgang!



    • Undine

      Wie riesengroß die Angst vor einem Erstarken der AfD ist---Bürger, die selber denken, sind nicht erwünscht!---zeigt folgende ZENSUR:

      "Facebook-Zensur für Pegida vor Landtagswahlen in Deutschland"

      https://www.unzensuriert.at/content/0020253-Facebook-Zensur-fuer-Pegida-vor-Landtagswahlen-Deutschland?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

      Und da regt man sich bei uns, aber auch in D über CHINA, Rußland oder Nord-Korea auf!

    • machmuss verschiebnix

      Machthaber tapsen offenbar immer wieder in dieselbe Falle rein, erst alles
      vermurksen, weil die Entscheidung dafür populärer ist, und wenn's mal nicht
      mehr anders geht, dann wird die Mühle der Repression angeworfen.

      Die 30er Jahre lassen grüßen . . .

    • franz-josef

      18 Uhr Erste Prognose (ARD):

      Baden-Württemberg: CDU: 27,5 % – Grüne: 32,0 % – SPD 13 % – AfD: 12 % – FDP: 8 %Linke: 3

      Rheinland-Pfalz: SPD 37,5 & CDU 32,5 % Grüne: 5,5 % AfD: 11 % % FDP: 6 % Linke: 3 %

      Sachsen-Anhalt: CDU: 29,0 % – Grüne: 5,5 % – SPD 11,5 % – AfD: 23 % – FDP: 5,0 % Linke: 17

    • Undine

      @franz-josef

      In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hätte ich der AfD noch saftigere Gewinne und Angela Merkel einen totalen Absturz gewünscht, aber umso erfreulicher sind die Ergebnisse für Sachsen-Anhalt! Im Osten läßt man sich offenbar von der HETZ- und SCHMUTZKÜBEL-KAMPAGNE gegen die AfD nicht beeindrucken! Bravo! Das läßt hoffen!

    • glockenblumen

      @ franz-josef

      im Osten erinnert man sich offenbar noch deutlich an vergangene DDR-Zeiten, die wiederzukehren drohen.

    • Undine

      @glockenblumen

      Das dürfte auch der springende Punkt sein! In den östlichen deutschen Bundesländern erinnert man sich doch noch sehr gut an die UdSSR-DIKTATUR---das gleiche Verhalten zeigen auch die Staaten Ungarn, Polen, Tschechei und Slowakei bei der gegenwärtig katastrophalen EU-Ausländerpolitik! Die wollen sich nicht von der EU und der Frau MERKEL zu etwas zwingen lassen, was stark diktatorische Züge hat; die lange Zeit der Unterdrückung hatten sie glücklich hinter sich gebracht und wollen nicht wieder in einer Diktatur untergehen!

    • Riese35

      Ich freue mich über die guten Ergebnisse der AfD. Schön wäre es gewesen, wenn sie noch besser abgeschnitten hätte.

      Wie mit der AfD umgegangen wird, ist ein Skandal. In den Medien kommt die AfD gar nicht vor, statt dessen nur die "rechtspopulistische AfD". Und das sind öffentlich-rechtliche Medien, die einen neutralen Standpunkt einnehmen müßten. Aber auch von der politischen Konkurrenz hört man keine sachliche Auseinandersetzung, sondern nur untergriffiges Verhalten, Drohgebärden, Ausgrenzung. Offenbar ist die AfD die einzige Partei, die sich der sachlichen Debatte stellt. Wirft ein sehr schiefes Licht auf den Zustand der Demokratie, daß gerade die, die ständig nach Demokratie rufen, diese am meisten mit den Füßen treten. Da fällt mir nur ein Begriff ein, der diesen Zustand treffend beschreibt: Volksdemokratie!

      Und noch einiges gefällt mir an der AfD:

      a) Überschneidungen mit der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft

      b) Beatrix von Storch, eine Europaabgeordnete der AfD, und ihre politischen Einstellungen

      c) gerade auch für Österreich interessant: Beatrix von Storch kommt aus einem respaktablen, hochadeligen Hause, dem Hause Oldenburg, und ihre Cousine Eilika Herzogin von Oldenburg tritt in würdige Fußstapfen ihrer Schwiegergroßmutter, der Kaiserin Zita; Erzherzogin Eilika ist die Ehefrau von Erzherzog Paul Georg von Österreich, der Secundogenitur Erzherzog Ottos, und damit ganz weit vorne in der Thronfolge; nach den alten Hausgesetzen wäre Paul Georg wegen der morganatischen Ehe seines älteren Bruders sogar an erster Stelle in der Thronfolge; beide, sowohl Beatrix von Storch, Herzogin von Oldenburg, als auch ihre Cousine Erzherzogin Eilika von Österreich sind vorbildliche Frauen mit festem Charakter und Durchsetzungsvermögen, auf die wir heute stolz sein können, die ihrem Hause zu Ehre gereichen und die viel mehr Anerkennung verdient hätten, als ihnen heute zuteil wird.

    • Torres (kein Partner)

      @Riese35
      Ich habe es bereits gestern gepostet: Das "neutrale" öffentich-rechtliche Medium ARD hat das Wahlergebnis folgendermaßen kommentiert: "Es hat nun der völkisch-rassistische Populismus die Bühne betreten. Wenn aber die demoratischen Parteien zusammenstehen, wird Deutschland die AfD auch noch aushalten".

  13. Bob

    China und andere asiatischen Länder sind mit der Produktion von Waren beschäftigt. In Europa sind wir mit der Produktion von Verwaltung beschäftigt.
    Die Chinesen können ihre Produkte verkaufen, und bekommen dafür Geld.
    Die Europäer müssen für ihre eigene Kontrolle und Verwaltung viel zahlen, und das kostet Geld. In China muß man arbeiten um Geld zu verdienen. In Österreich arbeiten nur die Blöden und erhalten damit die Menschen die lieber in der sozialen Hängematte liegen.



  14. machmuss verschiebnix

    Nicht erst in 50 Jahren, Señor El Capitan - China baut immer noch auf, wird
    immer noch kräftiger, während die USA - überspitzt gesagt - nichtmal mehr
    einen vernünftigen Präsidenten zuwege bringen.

    China hat zuletzt runde 100 Mrd. US$ an Devisen-Reserven ABgebaut - rausgeblasen
    auf den Markt - und sitzt trotzdem immer noch auf einem Berg von 3231 US$ (!)
    Was allein das für die USA bedeutet, ist mehr als nur ein Damokles-Schwert für
    den kränkelnden Uncle-Sam !

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/devisen-rohstoffe/waehrungsreserven-china-verpulvert-fast-100-milliarden-dollar-14057483.html


    China hat zuletzt auch Goldreserven aufgestockt (und sitzt auf Bodenschätzen ohne Ende):

    http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/massive-zukaeufe-warum-china-gold-wie-eine-elster-hortet-und-es-auch-noch-zugibt_H474574250_199191/


    Aber der gravierendste Unterschied zwischen den beiden Riesen USA u. China , liegt
    in der Sichtweise der Aussenstehenden (Westler):

    China hat kein Problem mit der Diktatur, weil die Chinesen NIE was anderes kannten.
    Im Gegenteil, würde das ZK jetzt auf "Demokratie" westlichen Zuschnittes umschalten,
    dann wäre das Ergebnis ein unfaßbares Chaos, regionale Zwistikeiten , ethnische
    Konflikte , und totale Orientierungslosigkeit aufgrund fehlender Direktiven (bzw. des
    nachdrücklichen Durchsetzens derselben ).

    China wäre besser beraten, sein ZK zu stärken,
    indem das ZK sich selber
    innerlich erneuert, säubert und zu einer "guten Diktatur" (© G.Putin)
    entwickelt, welche dem chinesischen Volk rechtliche (chinesische) Standards
    garantieren kann und für deren Einhaltung sorgt (auch unter ZK-Mitgliedern)

    Ein Volk, das sich sicher fühlt, gewinnt zuversicht, und ein zuversichtliches
    Volk fängt alsbald zu blühen an ! ! !


    PS: ...und warum welken die Völker Europas ?@!



  15. Rainer (kein Partner)

    Die Wirtschaftszahlen die China liefert sind höchst suspekt und natürlich entsprechend manipuliert.

    H.-W. Sinn der scheidende ifo Chef sagte, die Zahlen widersprechen sich teilweise gegenseitig. Je nach Gewichtung könnte die chinesische Wirtschaft aktuell auch schrumpfen ( Rezession!).

    Grüße
    Rainer



  16. El Capitan

    Der Kommunismus ist tatsächlich ein Klotz am Bein, den sie kurzfristig nicht so schnell los werden. Am Tiananmenplatz prangt noch immer ein Riesenbild von Mao. Als ein Bürger vor Jahren einen Gegenstand auf das Bild geworfen hat, wurde er verhaftet und 15 Jahre ins Gefängnis gesteckt.

    Die wirtschaftliche Aufholjagd in China hat auch ihre Schattenseiten. Der Smog im Winter ist so schlimm wie der in den österreichischen Industriezentren in den 50ern. Es riecht auch äußerst ungesund.

    Wenn China den Kommunismus eines Tages abstreifen sollte, wird es für uns erst so richtig gefährlich, denn Forschung und Entwicklung sind in China eine beinharte Sache. Da können zurzeit nur die Südkorea, Japan, USA, Israel, Großbritannien und Deutschland mithalten. Sonst niemand. In China werden Schüler und Studenten noch richtig gefordert. Schüler wie bei uns durch Niveausenkung sanft durch höhere Schulen zu geleiten und Behinderte zu "inkludieren", ist in China undenkbar. Sollte China eines Tages an Freiheit gewinnen, dann müssen wir uns warm anziehen müssen, denn die USA haben eine unglaublich robuste Wirtschaft, auch dann, wenn der Untergang der Amis immer wieder vorausgesagt wird.

    Ich fürchte, dass die Welt in neue Blöcke zerfallen wird. USA und China könnten in 50 Jahren die beiden rivalisierenden Supermächte sein. Die islamische Welt wird durch seine inneren Konflikte und seine notorische Rückständigkeit weiter zerfallen, und Europa wird durch seine Übersozialisierung, Verschwulung, Vergenderung und seine debile Willkommenskultur zu einer verlängerten Werkbank der Großen werden.

    Man sehe doch nur unsere Jugend an. Die Gasgeber unter den jungen gehen irgendwann nach England, USA oder Fernost, die Braven und Tüchtigen bleiben hier, arbeiten und lassen sich von einem immer dreister und diebischer werdenden Staat ausnehmen bis aufs Hemd, und der Rest dämmert im Hotel Mama der Frühpension entgegen.



    • Riese35

      >> "Die Gasgeber unter den jungen gehen irgendwann nach England, USA oder Fernost, ..."

      Dafür werden ja gezielt bei uns die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen. Von außen (Völkerwanderung) wie von innen (Sozialismus). Wir brauchen eine Entsozifizierung.

      >> "... der Rest dämmert im Hotel Mama der Frühpension entgegen."

      Berufliche "Sublimation". ;-)

  17. machmuss verschiebnix

    Apropos Rumpelstrecke, da gibt's einen kleinen Staat in Europa - "liegst dem Erdteil
    du inmitten" - der scheint sich einen "Rumpelstrecken-Rundkurs" ausgesucht zu
    haben, naja - zuminstest macht's den Eindruck, daß wir immer wieder über das
    selbe drüber rumpeln.

    No mecht'ma ned a bissal obiag'n ? Es wara't weg'n de Stossdäpmfa



  18. dssm

    Nummer 1,2,3 = Ja.
    Nummer 4 wohl eher nicht, denn wer unsere 5 sozialistischen Parteien sieht, der hat ja auch nicht viel Auswahl und der fehlende Faymannprozess spricht Bände.

    Aber früher oder später sind die Chinesen auch reich, dann studieren mehr und mehr Soziologie, Psychologie und Kommunikationswissenschaften, womit das Gutmenschentum losgeht. Wenn es erst genügend Leute gibt, die noch noch nie produktive, eigenverantwortliche Arbeit geleistet haben, dann fängt auch bei denen das Gendern, das Absenken des Bildungsniveaus, das 'Ach sind die Neger lieb' und der sonstige Schwachsinn an, einfach weil die ganzen Pseudoakademiker ja sonst nichts zu tun hätten – dann wird sich dort aber sicher auch die Demokratie breit machen.



  19. Brigitte Imb

    China versucht seine Rumpelstrecken loszuwerden, der Westen -speziell die EU - beginnt sie vehement wieder aufzubauen.

    Die Intersozis sind dafür verantwortlich, TTIP - das z. Z. den Franzosen gar nicht so gefällt -, besorgt den Rest, falls es kommt.

    Auch Österreichs Einheitspartei verstaatlicht wieder, um Posten u. Macht zu lukrieren.



  20. Pumuckl

    O T
    Nach m.E. sehr wichtige Ergänzung mit Zahlen, zu meinem gestrigen Hauptkommentar 12.03. um 08:44 .

    SULTAN ERDOGAN FORDERT VON DER EU VISAFREIE EINREISE FÜR ALLE STAATSBÜRGER DER TÜRKEI.

    ° Die Türkei selbst hat schon jetzt 75 Millionen Staatsbürger.

    ° Am 28. 11. 2015 erklärte Sultan Erdogan die TÜRKEI ZUR SCHUTZMACHT FÜR ALLE
    ANGEHÖRIGEN DER ÜBER ASIEN VERSRTEUTEN TURKVÖLKER.

    Laut türkischen Schulbüchern umfassen diese Turkvölkern außerhalb der Türkei
    125 Millionen Menschen.

    Hinter Erdogan steht also eine Volksmasse von ca. 200 Millionen Menschen.

    ° Alle Angehörigen der Turkvölker erhalten auf Wunsch problemlos die türkische Staatsbürgerschaft.

    ° Nach meiner Kenntnis haben Türken das Privileg, ihre türkische Staatsbürgerschaft zu behalten, wenn ihnen eine deutsche oder österreichische Staatsbürgerschaft erteilt wird.

    Gelingt es Sultan Erdogan, der EU Visafreiheit für alle türkischen Staatsbürger abzupressen, KANN DIESER DESPOT NON SELBST ERLEBEN, WIE IN DEUTSCHLAND
    UND ÖSTERREICH, ALLEINE DURCH ZUWNDERUNG EINE TÜRKISCHE BEVÖLKERUNGSMEHRHEIT BEWIRKT WIRD ! ! !


    Politiker von Österreich und Deutschland haben also die Chance, durch politische Duldung der Visafreien Einreise für Türken, als Verantwortliche für den Untergang der eigenen Ethnie in die Geschichte einzugehen.



    • Pumuckl

      SULTAN ERDOGAN HÄTTE SOLCHERART DIE CHANCE, NOCH SLBST ZU ERLEBEN, WIE DEUTSCHLAND, ALLENFALLS MIT ÖSTERREICH VEREINT, GANZ OHNE KRIEG ZUR WESTTÜRKEI WIRD.

      Dabei soll ja Erdogan hinsichtlich seiner ethnischen Herkunft gar kein Türke sein.
      Nun ja, Diktator Hitler war ja auch nicht als deutscher Staatsbürger geboren.

    • Frusti

      Erdogan ist nach seiner Abstammung Georgier, sollte eigentlich Erdaschwili heissen.
      Ganz allgemein: die Minderheiten in der TR, angefangen von den Kurden, sind dort wesentlich besser integriert als die Moslems in Österreich. Es bleibt ihnen nämlich gar nichts anderes über.

    • machmuss verschiebnix

      Das werden sich unsere Politiker nicht entgehen lassen, denn anders kommen
      die NIEMALS in die Geschichtsbücher - bestenfalls ins Guiness Buch der Rekorde,
      mit dem "selbstschädigendsten Politsystem der Welt" .

    • astuga (kein Partner)

      Gut erfasst, mehr Hintergrundinfos.

      Google: union der turkstaaten 6 staaten 1 nation




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