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Was war denn das für ein Gipfel?

Lesezeit: 2:00

Alter Wein in neue Schläuche. Oder: Schon wieder ist Angela Merkel eingeknickt. Beide Reaktionen waren in den ersten Stunden nach dem Gipfel zu hören.

Und seltsamerweise sind beide Sichtweisen zum Teil richtig. Rechtskräftig ist vorerst noch gar nichts. Die wirklichen Folgen werden noch von der detaillierten Ausarbeitung der Gipfelbeschlüsse abhängen. Aber dennoch ist jetzt schon klar: Die deutsche Bundeskanzlerin ist in einigen Punkten eingeknickt. So soll es künftig entgegen dem vor dem Gipfel beschworenen deutschen Standpunkt auch direkte Stützungskredite an Banken geben, womit insbesondere die spanische Regierung etliches an Verantwortung Richtung Europa los wäre. So ist offenbar die Kontrolle für Schuldenregierungen gemildert, nicht verschärft worden.

Damit hat sich erneut gezeigt: Die deutsche Regierungschefin hält Druck nicht gut aus, wenn sie von fast allen anderen Kollegen eine Nacht lang belagert wird. Das ist deprimierend. Denn schließlich ist sie der einzige europäische Außenposten der Vernunft. Die Front der südeuropäischen Schuldenländer und der erstarkenden Linksregierungen hat daher einen Punktesieg verzeichnen können. Besonders ärgerlich ist dabei, dass auch Österreich in diese Front eingetreten ist – obwohl Bundeskanzler Faymann ohne Sanktus der ÖVP dort eigentlich keine Position beziehen dürfte.

Auf der anderen Seite hat Merkel in der wichtigsten Frage gehalten: Es gibt keine Eurobonds (auch wenn der schon bei früheren Gipfeln beschlossene und in den nächsten Tagen durch das Berliner und Wiener Parlament gehende Stabilitätsmechanismus ESM diesen Eurobonds verdammt ähnlich schaut).Damit fließt nur alter Wein, also schon früher zugunsten von Staats-Hilfen beschlossenes Geld an die Banken.

Bezeichnend ist die Reaktion der Märkte (die ja alle heftig auf das deutsche Geld gieren): Zuerst stiegen sie steil, aber schon Stunden später fielen sie wieder, als sie das Ergebnis genauer analysiert hatten. Womit die Halbwertszeit des Gipfels ein absolutes Rekordniveau erreicht hat. Hatten doch die „Durchbrüche“ auf den 18 bisherigen Krisengipfeln in der Regel wenigstens ein paar Tage lang die Märkte beruhigen können.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2012 22:21

    Verraten und verkuft, die Volksverräter des Bundestags haben abgestimmt:
    493 Abgeordnete für den ESM
    106 dagegen, 5 Enthaltungen.

    ES wird am 4. Juli in Wien nicht anders sein, ab heute ist Deutschland und demnächst auch Österreich in keiner Weise mehr souverän, wir haben zu bezahlen, bis wir alle pleite sind! Die Zeitrechnung wird wie 1945 bei Null beginnen!

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2012 14:30

    Bald wird nichts mehr gehen.

    Weiter so ! Bald ist der Schuldenplafond erreicht.

    Gier ist ein linkes Wort, es wird linke Regierungen geben, solange es Kahlfrass, wenn auch auf Kredit, geben kann. Der Plafond, der jetzt erreicht wird, hat den Beigeschmack, dass es danach enorme Schulden geben wird und nichts mehr zum Kahlfressen. Dann wird es mit den sozialistischen Regierungen auch zu Ende gehen und die Menschen werden wieder gezwungen sein ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen, denn der Staat versagt natürlich ohne Geld, haben wir ja in der Sowjeunion und der DDR gesehen.

    Relevant für mich sind nicht mehr die kleinen Details, etwa wie weit Frau Merkel einknickt, etc. klar ist jedenfalls, dass sich ein Herr Faymann aus Österreich um seine Bürger einen Dreck schert, ja dazu gar nicht mehr imstande ist, er verscherbelt als 'JA-Sager-Musterknabe' das österreichische Volks solidarisch an die EU-PIIGS.

    Mögen ihm die Wähler das vergelten und allen, die da mitmachen.

    Die österreichische pro Kopf Verschuldung nähert sich der 40 000,- Euro Marke (also eine Familie mit 2 Kindern hat danach 160 000,- Euro Staatsschulden) und die Haftungen der Republik, im Namen des Volkes durch die Politapparatschik abgegeben, nähern sich ebenfalls der 25 000,- Euro Marke pro Kopf (also für die besagte Familie mit 2 Kindern danach an die 100 000,- Euro zusätzliche Staatshaftungen). Dieser Wahnsinn ist der österreichischen EU-Figur Werner Faymann offenbar gar nicht bewusst geworden, bis heute nicht.

    Na, was sagen uns da unsere Politiker wohl ? Alles ein 'Reiesengeschäft', fragt sich bloß für wen und für wen diese Politiker eigentlich da sind und wer sie trotz/für Volksverrat bezahlt.

  3. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2012 17:53

    Im Mai 2010 wurden die ersten Bretter hergerichtet, als man in einer völlig überforderten Situation wegen Griechenland gegen die no bail out Klausel verstoßen hat. Seit dem wurde in immer kürzer werdenden Rythmen am Sarg unseres gemeinsamen Europas gezimmert. Gestern Nacht wurde der Deckel aufgesetzt!
    Wieviele Nägel wird es noch brauchen, bis die sozialistischen Kräfte ihr Werk vollbracht haben? Und wieviel Särge werden wir dann begraben müssen?

  4. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2012 14:25

    Wie gehabt - damit geht der Schrecken ohne Ende in die Verlängerung und das auf Kosten der vernünftiger wirtschaftenden EU-Mitgliedsländer.

    Vermutlich hat man Angela Merkel das wahre Ausmaß der Krise im "Club Méditerranée" präsentiert, welches der Bevölkerung nur in kleinen Bissen verabreicht wird, und schon ist die Kanzlerin vor Schreck eingeknickt.

    Jedenfalls hat man dem massiven Druck der Linken nachgegeben, damit die dann wieder landauf, landab den Dummen erklären können, daß die Krise ausschließlich durch Banken und Finanzspekulanten verursacht wird.

    Sehr durchsichtig, jedoch offensichtlich weiterhin wirksam!

  5. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2012 14:53

    "... Besonders ärgerlich ist dabei, dass auch Österreich in diese Front eingetreten ist..."

    Gestern sahen meine Frau und ich gemeinsam ÜRF III (Europa inside) - nicht die ganze Sendung... Jedenfalls kam irgendwann Spindelegger zum Reden. Meine Frau sagte, daß seine Körpersprache und Mimik irgendwie - ist die Wahrheit - "widerlich ist". Ich fragte sie, wie es ihr denn bei Faymann geht... sie sagte: "Ganz genauso." Ich antworte: "Mir zeigt die Körpersprache, daß diese Herrschaften bei bei diesem Thema nicht genau wissen worum's geht - das wissen viele nicht, wenn überhaupt irgendwer... ABER... was wirklich ausgeprägt rüberkommt ist... sie LÜGEN!"

  6. Ausgezeichneter KommentatorHerby
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2012 15:42

    Im ORF-Mittagsjournal, ca. bei der 13. Minute ist zu hören, dass dieser nächtliche EURO-Gipfel - so ganz nebenbei - auch ein anderes Ergebnis gebracht hatte:

    Wolfgang Schäuble wird NICHT wie eigentlich vorgesehen Euro-Gruppen-Chef. Der frühere frz. Präsident Sarkozy hatte das eigentlich schon den Deutschn zugesichert. Und so bleibt Juncker weiterhin in diesem Amt.

    Verhindert hat Schäuble der frz. Präsident Hollande (=der große neue Strippenzieher im Hintergrund) weil er Befürchtungen vor "zuviel Deutschland" hat.

    Siehe auch:
    http://www.ftd.de/politik/europa/:gipfeltreffen-schaeuble-scheitert-mit-griff-nach-euro-gruppenvorsitz/70056625.html

  7. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2012 16:39

    Schön langsam wird es Zeit, wieder auf einen anderen den Franzosen geschuldeten Wahnsinn hinzuweisen:

    Straßburg als weiterer EU-Sitz neben Brüssel

    Dieser Luxus kostet den europäischen Steuerzahlern hunderte Millionen Euro jährlich. Wie viel soll im Vergleich das neue Wundermittel Finanztransaktionssteuer einbringen?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGasthörer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juni 2012 22:34

    Was schreibt der Pandi in der Krone: Man glaubt es nicht...(ach seine Frau ist Faymanns Pressesprecherin):

    http://www.krone.at/Oesterreich/Kanzler_Faymann_nabelt_sich_von_Angela_Merkel_ab-Polit-Kurswechsel-Story-326229

    """Faymann hatte nicht nur beim Halb- Finale heimlich den Italienern die Daumen gedrückt. Auch in seiner Europa- Strategie ist er zu Deutschlands knallhartem Sparkurs auf Distanz gegangen.

    Alles Gerede über Wachstum ist sinnlos, wenn wir uns nicht finanzieren können, lautete der Gipfel- Schlachtruf des spanischen und italienischen Ministerpräsidenten. Frankreichs Präsident Francois Hollande machte beim Überraschungscoup gegen die Berliner Front mit. Und auch Kanzler Faymann ließ Merkel beim Thema der europäischen Schuldenbewältigung kühl auflaufen.

    "Unser neuer deutschsprachiger Freund"
    Diese österreichische Achse der Solidarität mit Südeuropa hat Faymann bei den mediterranen Ländern den Ehrentitel "unser neuer deutschsprachiger Freund" eingetragen. Bei Angela Merkel hat Faymanns überraschender Schachzug allerdings mehr als bloße Verblüffung ausgelöst.

    Politisch ist dem Kanzler die Berliner Dominanz zuletzt offenbar unheimlich geworden. "Persönlich ist alles bestens zwischen uns", sagt Faymann über seine Abnabelung von Merkel. Doch nach Jahrzehnten des Gleichschritts markiert der Kurswechsel die überfällige Wende im Verhältnis zu unseren Nachbarn."""

    Ist die Achse Faymann-Pandi (m&f) denn so unsagbar blöd oder doch verbrecherisch, dass sie nicht merkt, dass das Geld, das die italienischen, spanischen, etc. Banken nun ohne Auflagen bekommen ,nicht nur aus Deutschland kommt sondern verhältnismäßig zur gleichen Teilen aus Österreich.

    Also macht Faymann den Südländern die Räuberleiter, damit diese die österreichischen Steuerzahler auszusackeln. Gibt's denn das? Und warum schreit sich die ÖVP ob dieses Wahnsinns nicht die Seele aus dem Leib?


alle Kommentare

  1. Magdelina (kein Partner)
    05. Februar 2015 04:38

    ginkgo http://viagraonline.me very dark wo declare http://autoinsurance4.me provide protection since both http://cialiswx.net enhancement car http://carinsurance5quotes.com great risk remains http://viagraqw.com band wagon denied http://buyviagra.click much check whether http://cheapcarinsuranceon.click grand total

  2. Gabby (kein Partner)
    23. Januar 2015 10:53

    This inortmaoifn is off the hizool!

  3. Dan (kein Partner)
    21. Januar 2015 17:48

    It always ameazs me how ANY right-wing party is automatically fascists and neo-Nazis regardless of what their platform is. And even if the time is taken to read their platform they will be accused of lying or having the potential to easily become Nazis.Yet any socialist party is never accused of being Communists or having the potential to become hardcore Marxists or Stalinists. The blindness or downright denial of the left is astounding. Try and find a liberal in the US who will admit the New York Times is a leftist rag. Never gonna happen.

  4. Rita (kein Partner)
    21. Januar 2015 14:15

    about his fellow Austrain cziitens not geting a referendum on the liberty-destroying Lisbon Treaty. I would say it's a matter of ethics! The Austrain people have put their trust in him, & pay him as their Chancellor. Yet he deceives them thus! What deceitful people are trusted with rule will be better, & that some national leaders of genuine integrity will emerge, rather than Europe's current slime! http://ofxfbzauivz.com [url=http://zgymvow.com]zgymvow[/url ] [link=http://anqvev.com]anqvev[/link ]

  5. Gusti (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:40

    The original coenpct of the EU was for six adjoining mainland European states to join together ; all of whom has been overun , occupied or defeated in WWII .Then the British government wanted to join and so it has snowballed into a huge land mass of 27 states .Trying to create level standards of living , infrastructure , education , economises etc.etc. is trying to stretch resources too far . more than half the member states are recipients rather an contributors and net contributors are too few to finance the socialist soviet aims of the commission , which in reality has no altruistic sentiments toward member states , beyond achieving the original plan overstretched on a vast scale .Every country can look after their own environment , educational exchanges may be nice for the students , but are not necessary .Every country is better living within its own means , having its own currency , valued in line with its economy . All men may be equal in the sight of God , but that should not be translated into actual reality .I do not see that leveling education standard in Europe is necessary ; I believe that most countries were near enough level .Education standards have levelled down in Britain , the young lack grammar and spelling , to even express their own language .People argue that Britain is inconsistent in its relationship with the EU . On the one had you have government that thought it good for the economy to join the EEC . On the other hand you have the people who were lied to and never wanted to be members of the EU ; which put the government in a difficult position .The primary good should be taken care of by individual countries .At present the European economy has dried up , thanks to the uncompetitiveness of poorer states ; as a result of the single currency , which may be hugely beneficial to Germany , but not the southern states .The EU is simply not operating in the interests of the common good .

  6. Amiya (kein Partner)
    20. Januar 2015 14:56

    Pasta, I fight back. Czechoslovakia was a transit route for the Jews from Austria and Germany. Some of them came wuthoit papers. There was zero agitation in Czechoslovakia against the Jews. My piano teacher married a Jewish doctor and saved his life. Nothing unusual at that time.

  7. Firos (kein Partner)
    19. Januar 2015 10:00

    Speaking of Haider, it seems that like former Roman ditcator G. J. Caesar, old Jf6rg was "omnium mulierum virum et omnium virorum mulierem" (to quote Suetonius).Read the juicy details here:www.independent.co.uk/news/world/europe/haiders-deputy-reveals-gay-affair-969492.html

  8. Dr. Dieter Zakel MA
    02. Juli 2012 09:31

    Die Lösung ist einfach: Das Vermögen in private Hände transferieren und den Staat bankrottgehen lassen und dann zum ESM gehen :-)
    So wie die Griechen und Italiener das machen :-)

    • brechstange
      02. Juli 2012 10:35

      Da solltens keine lachenden Smileys dazumachen, das ist die bittere Realität.

  9. machmuss verschiebnix
    01. Juli 2012 22:24


    Wir leben in einer Welt, wo nichts so ist, wie es aussieht (!)


    Merkel hat verloren, die Südländer haben gewonnen ?

    Was für ein zweifelhafter Gewinn, der jenen im Grunde die Freiheit läßt,
    so weiterzumachen, wie gehabt, ohne Reformen, mit noch mehr Schulden ...

    Es ist bekannt, daß sich ein französischer Staatspräsident von niemandem
    Vorschriften darüber machen läßt, wie er seinen Haushalt zu führen hat.
    Aber soll er doch seinen Haushalt so weiterführen, wie bisher. Dann wird
    Frankreich in spätestens 15 Jahren an inneren sozialen Zerwürfnissen,
    Aufständen und Bürgerkrieg vor die Hunde gehen.

    Was aber ganz und gar nicht einzusehen ist: warum stürzen sich jetzt
    alle in konzertierter Hinterhältigkeit auf Deutschland - was soll es
    bringen, wenn man Deutschland auch in den Sumpf hinein treibt ?

    Wäre es denkbar, daß die Südländer vorm eigenen Schuldenberg weniger
    Respekt haben, als vor einem "Vorschlag" der anglo-amerikanischen Achse:
    "wir helfen Euch, wenn ihr uns dabei helft, Deutschland klein zu kriegen".

    Man braucht sich nur vor Augen halten, was mit allen anderen Staaten
    passiert war, deren Herrscher sich entschlossen hatten, dem Dollar als
    Leitwährung ade zu sagen. Der Euro IST (oder war ?) so ein Abschiedsgruß.

    Leute - wir gehen sehr, sehr harten Zeiten entgegen (!)

    Deutschland hat jetzt nur mehr die Möglichkeit, die Flucht nach vorne
    anzutreten, nach Kerneuropa mit neuer Währung und in Begleitung der
    Wenigen, die mitgehen wollen und können. Nur - das zu beschließen hat
    wahrscheinlich niemand den Mumm - nichtmal Schäuble und Merkel.

  10. Haider
    01. Juli 2012 00:52

    Die vereinigte Linke mit ihrem neuen Star Hollande an der Spitze treibt die EU in den Schuldturm. Dann sind endlich alle gleich!

  11. Gasthörer (kein Partner)
    30. Juni 2012 22:34

    Was schreibt der Pandi in der Krone: Man glaubt es nicht...(ach seine Frau ist Faymanns Pressesprecherin):

    http://www.krone.at/Oesterreich/Kanzler_Faymann_nabelt_sich_von_Angela_Merkel_ab-Polit-Kurswechsel-Story-326229

    """Faymann hatte nicht nur beim Halb- Finale heimlich den Italienern die Daumen gedrückt. Auch in seiner Europa- Strategie ist er zu Deutschlands knallhartem Sparkurs auf Distanz gegangen.

    Alles Gerede über Wachstum ist sinnlos, wenn wir uns nicht finanzieren können, lautete der Gipfel- Schlachtruf des spanischen und italienischen Ministerpräsidenten. Frankreichs Präsident Francois Hollande machte beim Überraschungscoup gegen die Berliner Front mit. Und auch Kanzler Faymann ließ Merkel beim Thema der europäischen Schuldenbewältigung kühl auflaufen.

    "Unser neuer deutschsprachiger Freund"
    Diese österreichische Achse der Solidarität mit Südeuropa hat Faymann bei den mediterranen Ländern den Ehrentitel "unser neuer deutschsprachiger Freund" eingetragen. Bei Angela Merkel hat Faymanns überraschender Schachzug allerdings mehr als bloße Verblüffung ausgelöst.

    Politisch ist dem Kanzler die Berliner Dominanz zuletzt offenbar unheimlich geworden. "Persönlich ist alles bestens zwischen uns", sagt Faymann über seine Abnabelung von Merkel. Doch nach Jahrzehnten des Gleichschritts markiert der Kurswechsel die überfällige Wende im Verhältnis zu unseren Nachbarn."""

    Ist die Achse Faymann-Pandi (m&f) denn so unsagbar blöd oder doch verbrecherisch, dass sie nicht merkt, dass das Geld, das die italienischen, spanischen, etc. Banken nun ohne Auflagen bekommen ,nicht nur aus Deutschland kommt sondern verhältnismäßig zur gleichen Teilen aus Österreich.

    Also macht Faymann den Südländern die Räuberleiter, damit diese die österreichischen Steuerzahler auszusackeln. Gibt's denn das? Und warum schreit sich die ÖVP ob dieses Wahnsinns nicht die Seele aus dem Leib?

    • Freak77
      01. Juli 2012 00:31

      Der Faymann ist Österreichs Unglück!!

      Alle diese Schiebereien, Postenschiebereien, Inseratenkorruption, Gusenbauer abgeschossen, Molterer abgeschossen, undsoweiter undsofort.

      Dann verrät Faymann hinterrücks beim EU-Gipfel die Frau Bundeskanzler Merkel und haut ihr das Hackl ins Kreuz. Und macht mit den Schuldenkaisern: Hollande, Frankreich, Italien, Spanien die Räuberleiter um Deutschland u. damit auch Ö. auszusackeln.

      Und der Faymann kämpft natürlich auch dafür den unseligen ESM mit einer Banklizenz auszustatten!

      Ist denn der Faymann am Ende auch bei den Freimaurern dabei, wenn er schon so befreundet mit den Bilderbergern ist und immer dort hinfährt?

      Stoppt bitte den Faymann. Frau Fekter und die ganze ÖVP, bitte tut endlich etwas! Stoppt bitte diesen unglückseligen Menschen.

      Lässt sich jetzt bei den Detailverhandlungen zum ESM nachträglich zum Gipfel noch irgendetwas retten? Kippt das deutsche Verfassungsgericht die ESM-Abstimmmung? Geschieht in Österreich am 4. Juli ein Wunder? - Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    • Gerald M. (kein Partner)
      01. Juli 2012 00:34

      Bei Faymann bin ich mir beim Punkt "unsagbar blöd" 100% sicher, Pandi gestehe ich noch zu, dass er "im Interesse" seiner Zeitung zum Verräter wurde.

      Persönlich finde ich es ja schade, dass wir für offensichtliche Verräter nicht mehr die einfache Lösung des "an die Wand stellen" praktizieren. Aber als Behübschung von irgendeiner Laterne im Land könnte die Regierung und all ihre Abhängigen bzw. Anfütterer ja noch dienen ...

    • M.S.
      01. Juli 2012 13:05

      Das kommt davon, wenn man einen Parteiapparatschik der Gemeinde Wien von einem Tag auf den anderen zum Bundeskanzler der Republik Österreich macht. Der "regiert" dann eben in dem Stil, den er von diesen niedrigen Ebenen her gewohnt ist. Klar, dass der Mann auf diesem Posten total überfordert ist. Klar auch, dass er durch sein unkoordiniertes, peinliches "Fuhrwerken" auf dem brüsseler Parkett, nicht nur der deutschen Kanzlerin sondern auch der österreichischen Bevölkerung in den Rücken gefallen ist. Danke Herr Bundeskanzler für diese Meisterleistung österreichischer Dilomatie und Gratulation zu ihren neuen Freunden aus den PIGS-Staaten, zu denen das Land, das sie zu vertreten haben, auch bald gehören wird.

  12. cybercon
    • Gasthörer (kein Partner)
      30. Juni 2012 22:44

      Ja, der Dirk Müller gebraucht klare Worte. Mutiger Mann! Respekt!
      AU ist ungewöhnlich zahm ob der Tragweite des Megaskandals. Seltsam Seltsam....

    • Freak77
      01. Juli 2012 00:10

      Man muss Dirk Müller wirlich dankbar sein für seine geradlinige Worte.

      Das ist halt ein unabhängiger Mann, der keine Angst vor Erpressung zu haben braucht. Und solche Unabhängige gibt es nur ganz wenige.


      Ich denke dass in Ö. Christian Ortner und Andreas Unterberger und eine Handvoll anderer Wirtschaftsfachleute die Einzigen sind die die Dinge so nennen wie sie wirlich sind. Die nicht um den Brei herumreden. Die nicht diese skandalöse Geschichte mit dem ESM schönreden.

      Wird die Demokratiegeschichte in Europa, die die letzten ca. 200 Jahre geprägt hat in ein paar Wochen und Monaten zunichte gemacht? Werden die Völker Europas verkauft und versklavt an anonyme Finanzoligarchen?

      Wird Deutschland und Österreich erpresst und kaputt gemacht von Monti, Italien, Spanien, Griechenland?

  13. kakadu
    30. Juni 2012 21:15

    Die Ratten verlassen bereits das sinkende Schiff:

    http://orf.at/#/stories/2128540/

    • Gerald M. (kein Partner)
      30. Juni 2012 22:04

      Wo waren sie als Frankreich seine Positionen in griechischen Staatspapieren VOR dem Haircut und auf Kosten der deutschen Steuerzahler reduziert bzw. glatt gestellt hat?

      Da mit der Ergebnis des Gipfels die Bonität von Deutschland empfindlich geschwächt wird, ist es geradezu Pflicht jedes verantwortungsbewussten Investors das Risiko zu minimieren.

    • brechstange
      01. Juli 2012 07:50

      Sie haben es verbockt auf unsere Kosten, die Politiker und Interessensträger.

  14. ulrike (kein Partner)
    30. Juni 2012 17:22

    Ich empfinde die Politiker zusehends als meinen Todfeind!

  15. brechstange
    30. Juni 2012 16:17

    Zur Information, mein Brief an Spindelegger, Fekter und Kopf

    Sehr geehrter Herr Vizekanler!
    Sehr geehrte Frau Finanzminister!
    Sehr geehrter Herr Klubobmann!

    Eine Volksabstimmung für danach anzukünden, zeugt schon von einiger Chuzpe. Ein Teil der Eurozone hat wohl Lust bekommen, ihre Schulden abzuladen und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als würden Sie sich freuen, die Haftungen dafür zu übernehmen. Wer ein klitzekleines Bisschen versteht von Volkswirtschaft weiß, dass der Euro einen Schlendrian befördert hat, der nun zutage tritt, weil die Märkte mit diesem Lügenkonstrukt nicht mehr mitspielen.. Italienische Euros überschwemmen Österreichs Bankomaten. Die Gefahr, dass der Euro zu einer Binnenwährung mutiert, ist groß.

    Ihr Aktionismus bezüglich MehrEuropa in Ehren, Herr Vizekanzler, doch sollte dieses Mehr vernünftig wachsen und nicht aus Chaos und Korruption geboren werden. Sind Sie noch nie auf die Idee gekommen, dass möglicherweise starke Interessen da sind, Chaos zu erzeugen und die noch handlungsfähigen Nationen mitzureißen? Ich denke, hier zieht der österreichische Steuerzahler den Kürzeren oder soll es Österreich bald nicht mehr geben, nur mehr einen Einheitsbrei, der Schuldner begünstigt und Sparer enteignet? Sparen ist künftige Investition, das alles soll in einem Staatsstreich weggefegt werden zugunsten Steuerhinterzieher, CDS-Schwindler und Zentralstaat.

    Ich dachte immer, dass gerade die ÖVP für Freie Marktwirtschaft, Werte, Subsidiarität und Föderalismus steht, doch ich denke, Sie werfen alles über Bord in einer stillen Hoffnung, dass zusätzliche Verträge, Gesetze eingehalten werden würden, dass neue Institutionen Schutz bieten würden. Das beste Beispiel dafür ist wohl die EZB, die alle deutschen Räte hinausgemobbt hat. Nur am Reißbrett ist es möglich eine Utopie zu bauen, nicht in der Realität.

    Sie haben es als einzige Partei nicht für notwendig gehalten, auf unseren Offenen Brief (siehe Link) zu antworten. Sie verspielen die Zukunft Österreichs, wir sind der Meinung, dass Österreich überhaupt keine Veranlassung hat, dem ESM beizutreten, den Verteilerkreis Luxemburg zu bedienen. Wir müssen in der Lage sein unsere Verschuldung aus eigener Kraft zu meistern, dazu brauchen wir keine Fremdschulden.

    http://www.conwutatio.at/index.php?option=com_content&view=article&id=71:esm-offener-brief&catid=11:oesterreich

    Außerdem übermittle ich Ihnen einen Link zu einem interessanten Kommentar in der Züricher Zeitung, ich rate Ihnen, nehmen Sie sich diesen zu Herzen.

    http://www.nzz.ch/meinung/debatte/politischer-verrat-an-europa-1.17281801

    Zusätzlich übermittle ich Ihnen, meinen Beitrag zur Geldschwemme der EZB und Rettung griechischer Reedermilliardäre per Link.

    http://www.conwutatio.at/index.php?option=com_content&view=article&id=63%3Ageldschwemme-ezb&catid=5%3Aeuropaeische-politik&Itemid=1

    http://www.conwutatio.at/index.php?option=com_content&view=article&id=65%3Agriechische-reedereien&catid=5%3Aeuropaeische-politik&Itemid=1

    Ich bitte Sie, überdenken Sie Ihre Haltung zu diesem nicht funktionierenden System, ungute Elemente haben sich breitgemacht, denken Sie nur an Ihren Herrn Strasser, der nur das Spitzchen des Eisbergs zeigt. Das bekommt man eben nur in den Griff mit kleinen Einheiten wie sehr anschaulich im Kommentar der NZZ beschrieben ist. Es bedarf Sollbruchstellen, die gerade von "The Gang of Four" (Draghi, Barroso, VanRompuj, Juncker) abgestellt werden sollen.

    Stimmen Sie dem ESM nicht zu, dieser bedarf einer Volksabstimmung.

    Mit freundlichen Grüßen

  16. Holmes (kein Partner)
    30. Juni 2012 15:54

    Der, den österreichischen Bundeskanzler mimende Politiker hat sich bei EU-Meetings bisher an Frau Merkel angehängt (sprachlich bedingt?). Jetzt hat er aber einen neuen, sozialistischen Freund, Moniseur Hollande. Das ändert natürlich Einiges in der österreichischen Politik und kommt ihm natürlich gerade recht für die Nationalratswahl 2013: klingt doch gut "Investieren statt Sparen / Kampf den Spekulanten / Gerechtigkeit / Kampf gegen Arbeitslosigkeit / Frühpension etc." Hohle, bei einfachen Geistern ankommende Phrasen, die in der Praxis viel Steuergeld kosten. Hauptsache ist, man bleibt am Futtertrog. Zitat Hollande: "Lasst uns erst einmal mit unseren Slogans die Wahl gewinnen - über Details sprechen wir später".

    • Neppomuck (kein Partner)
      30. Juni 2012 16:43

      Das Demokratie-Spiel, mit dem wir seit Jahrzehnten gefoppt werden, verkommt neuerdings zu einer Schmiere, der gegenüber sich das dümmlichste Pradler-Ritterspiel wie ein Klassiker von Format ausnimmt.

      A pro pos "ausnehmen":
      Das Einzige, was unsere Obertanen perfekt beherrschen.
      Die derzeitige "politische Elite" ist somit reif für die Anstalt.
      Was zwar auch zusätzliche Kosten verursacht, aber hier besteht immerhin noch eine gewisse Chance auf Amortisation.
      Was man von dem Geldsegen, der da locker ausgestreut wird, nicht sagen kann.

      Wie meinte einst ein gewisser Bankhäuptling?
      "Feig und blöd ..."

  17. Harry Hilflos (kein Partner)
    30. Juni 2012 15:38

    Leute, bitte hier nicht lange rumzusudern. Geht lieber wieder arbeiten, denn ihr solltet doch fleißig das Geld erarbeiten, das wir nun den armen griechischen, italienischen, spanischen und französischen Banken schicken wollen.

    Ich kann mich leider nicht mehr beteiligen. Denn ich stehe doch selbst unter dem Rettungschirm.

  18. Gasthörer (kein Partner)
    30. Juni 2012 15:17

    Vor meinem geistigen Auge, sehe ich sie vor mir, die Weltenlenker Kissinger, Rockefeller, Soros et al.

    Wie sie auf einem Blatt mit der Überschrift: "Agenda - NWO" einen weiteren Punkt mit ihren greisen zittrigen Händen abhaken - und darauf mit einem Glas Château Lafite Rothschild anstoßen.

  19. excalibur (kein Partner)
    30. Juni 2012 15:00

    Wenn der geneigte und interessierte Leser verstehen will, warum Politiker aus hier und nah so entscheiden, wie sie entscheiden:

    BILDERBERGER

    googeln und verstehen.......

    • Gasthörer (kein Partner)
      30. Juni 2012 15:24

      Die meisten Kommentatoren sind sich darüber im Klaren. Nur AU tut diese offensichtliche Verschwörung als eine Theorie ab, deren Hypothesen nicht zu überprüfen Wert sind. Und ihm gehört halt der Blog. Fair enough, wie die Enländer sagen.

  20. Norbert Mühlhauser
    30. Juni 2012 13:07

    Mit dem ESM spekuliert die Nomenklatura der Union darauf, dass sich aus südeuropäischen Ländern hochperformante Volkswirtschaften schmieden lassen, die sich im EURO-Währungspferch gegen den traditionell wirtschaftsorientierten Norden behaupten werden können.

    Abgesehen davon, dass man Nationalkulturen keinen Mentalitätswandel vorschreiben soll, wird sich erweisen, dass der Süden dank ESM zwar billiger Kredite bekommt, der ESM aber zu guter Letzt dümmer dastehen wird als die sogenannten "Spekulanten", die bei Wahrscheinlichkeit eines Schuldenausfalls wenigstens hohe Zinsen lukrieren. Aber die EU-Bonzen triffts ja nicht, denn den Kopf für das Riskio, dessen Prämie die EU in Form eines Machtzuwachses einstreift, müssen wir EU-Unterworfene hinhalten.

    Das muss bedacht werden, auch wenn der ESM-Vertrag nach genauerer Analyse als so konzipiert erscheint, dass nicht 51 % der schwächeren 49 % der stärkeren Volkswirtschaften unbegrenzt ausplündern können (das ergibt sich aus Einstimmigkeitserfordernissen bzw solchen einer qualifizierten Mehrheit iHv 85 oder 80 %, bzw aus den Stimmgewichtungen).

  21. Claudius
    30. Juni 2012 12:45

    Ausgezeichnete & empfehlenswerte Darstellung in der F.A.Z.:

    Eine Schritt-für-Schritt Grafik (zum Weiterklicken), gut verständlich und farbig wo die beiden unterschiedlichen Wirtschaftsideologien von Angela Merkel (Deutschland) und François Hollande (Frankreich) erklärt werden:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/eu-gipfel-zur-schuldenkrise-merkels-welt-hollandes-welt-11760892.html

  22. HJR
    30. Juni 2012 12:38

    Der gutgemeinte Satz, der so oder ähnlich in vielen Verfassungen, jedenfalls in jenen der EU-Mitgliedsstaaten, steht, nämlich "... ist eine demokratische Republik. Alles Recht geht vom Volke aus" ist gestern Abend endgültig zur Makulatur geworden. Die Europäer müssen sich ab heute vorhalten lassen, dass sie aus Bequemlichkeit (und vielleicht aus Angst selbst etwas zu verlieren) ihre Freiheit aufgegeben haben.

    Der Weg war ja schon lange - in Deutschland weniger stark, bei uns in Bagdad schon ausgeprägter - beschritten. Gestern sind wir an der entscheidenden Weggabelung, vertreten durch famose Parlamentarier und vorbereitet von einer grundsatzlosen europäischen Exekutive und Diplomatie endgültig falsch abgebogen. (Der kleine Hoffnungsschimmer des noch anstehenden deutschen VfGH-Entscheides wird wohl auch keine Totalumkehr bewirken - zu viele Fakten sind schon geschaffen.)

    Wir sollten nun wenigstens so konsequent sein, und die EU in "EuSSU" (Europäische Sozialistische Schulden-Union) umzubenennen. Und weil es "eh schon wurscht" ist, sollten wir gleich das dümmste Mitglied des Europäischen Rates, nämlich UHBK W.F. zum Kommissionspräsidenten auf Lebenszeit ernennen. So hätten wir wenigstens ein Garantie erworben, dass die ganze Chose nicht mehr lange gut geht.
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    horst.rathbauer@gmx.at

  23. Claudius
    30. Juni 2012 10:52

    Hoch interessanter Kommentar in der FAZ:

    Währungsunion In der Euro-Haftung

    29.06.2012 Die Staats- und Regierungschefs der EU haben aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus ein Instrument zur Gemeinschaftshaftung für Banken in der Euro-Zone gemacht. Das ist unglaublich. Wenn Italien und Spanien zu Reformen nicht bereit sind, warum soll der Norden Transfers zahlen?

    (F.A.Z. von Holger Steltzner)

    Der Bundestag hat sich auf die Zustimmung zu einem dauerhaften Krisenfonds zum Herauspauken von Schuldensündern in der Währungsunion vorbereitet, den es in der beschlossenen Form jedoch nicht geben wird. Denn in der Nacht zuvor haben die Staats- und Regierungschefs der EU auf einem denkwürdigen Euro-Krisengipfel aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) ein Instrument zur Gemeinschaftshaftung für Banken in der Euro-Zone gemacht.

    Das ist unglaublich. Vielleicht denken die Regierungschefs, wenn sie die nach EU-Vertrag verbotene Haftung für die Schulden anderer durch den Bailout-Fonds ESM auf den Kopf stellen können, dann dürfen sie auch die Regeln eines Vertrags in Frage stellen, bevor dieser Vertrag überhaupt in Kraft ist.

    In einem frechen politischen Erpressungsmanöver haben Italiens Ministerpräsident Monti und Spaniens Ministerpräsident Rajoy ihre Zustimmung zu dem vom französischen Präsidenten Hollande geforderten Wachstumspakt davon abhängig gemacht, dass der ESM künftig direkt Banken finanziert.

    Italien und Spanien drohten damit, die Annahme des auch für sie geschnürten Wachstumspakets zu verweigern, wenn ihnen nicht ohne lästige Auflagen und vor allem ohne Beteiligung des Internationalen Währungsfonds geholfen wird.

    Hollande in die Falle gegangen

    Warum bloß hat Bundeskanzlerin Merkel das mit sich machen lassen? Erst ist ihr (mit kräftiger Hilfe der Opposition in Deutschland) die Zustimmung abgerungen worden für etwas, was sie ursprünglich gar nicht wollte (Wachstumspakt). Frau Merkel ging dem französischen Präsidenten Hollande in die Falle: Sie machte das Wachstumspaket zu ihrer Sache und wurde dadurch auch auf europäischer Ebene erpressbar. Monti und Rajoy nutzten das aus und zwangen Frau Merkel zum Gegenteil dessen, was sie in ihrer Regierungserklärung vor dem EU-Gipfel noch beteuerte: Dass es eine Vergemeinschaftung von Schulden in der Euro-Zone mit Deutschland nicht geben werde, aus verfassungsrechtlichen Gründen, aber auch, weil sie das ökonomisch für falsch und kontraproduktiv halte...

    Vollständiger Artikel zu lesen bei: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/waehrungsunion-in-der-euro-haftung-11804435.html

  24. schreyvogel
    30. Juni 2012 10:08

    Nachtsitzungen sind sehr gefährlich. Politiker unter Dauerbeschuss neigen sehr stark dazu, bei starker Ermüdung nachzugeben und Konzessionen zu machen, die sie ausgeruht bei Tag nie gemacht hätten. Leider werden Nachtsitzungen gerne eingesetzt, um Widerstände zu brechen.

    Ich bin dafür, Nachtsitzungen überhaupt zu verbieten. Sie schaffen irreguläre Bedingungen. Um 22 Uhr sollte Schluß sein, bis mindestens 6 Uhr am folgenden Tag. Das hätte den Euro-Staaten wahrscheinlich viele Milliarden Schaden erspart.

  25. RR Prof. Reinhard Horner
    30. Juni 2012 02:05

    reinhard.horner@chello.at

    Zweierlei ist u. a. interessant:

    a) wie "österreichische Interessen" apodiktisch gegen die EU-Vorgänge festgestellt werden und

    b) wie in der Marktanbetung die unmittelbare Reaktion der Finanzmärkte eingeschätzt oder übergangen wird.

  26. byrig
    29. Juni 2012 23:29

    faymanns verhalten ist unglaublich,da diametral gegen die interessen österreichs gerichtet.
    anstatt merkel zu unterstützen,will faymann die baldige einführung der eurobonds,die einen wichtigen effekt für uns hben:wir zahlen mit für die schulden der griechen,spanier,portugiesen,iren und italiener.
    wenn dafür zusätzliche zugeständnisse der südeuropäer angeboten worden wären,könnte man ja noch darüber reden.aber es ist eher das gegenteil der fall.extrem die griechen,die als ersten schritt eine aufschiebung ihrer gegenleistung für die riesigen milliardenhilfen fordern.
    offenbar erfolgreich.
    wie gesagt-faymann schädigt masiv unsere interessen,vielleicht sogar ohne es wirklich zu wissen.denn im schuldenmachen sind seinesgleichen ja bestens erprobt,und es geht letztlich nur um die lizenz für neue schulden.
    meine empfehlung:griechenland sofort raus aus dem euro,die anfallenden kosten zahlen-und die geschichte ist vorerst zuende.
    gleichzeitig strenge einhaltung der eu-kriterien,notfalls nord-euro!

  27. H1Z
    29. Juni 2012 23:27

    ZIB 22Uhr.

    Frage von Dittlbacher wird das Volk jetzt über Stützungskredite an Banken abstimmen dürfen. Antwort Feimann jetzt nicht aber möglicherweise in 4 Jahren. Wenn das nicht Chuzbe ist ?

  28. terbuan
    29. Juni 2012 22:21

    Verraten und verkuft, die Volksverräter des Bundestags haben abgestimmt:
    493 Abgeordnete für den ESM
    106 dagegen, 5 Enthaltungen.

    ES wird am 4. Juli in Wien nicht anders sein, ab heute ist Deutschland und demnächst auch Österreich in keiner Weise mehr souverän, wir haben zu bezahlen, bis wir alle pleite sind! Die Zeitrechnung wird wie 1945 bei Null beginnen!

    • Freak77
      29. Juni 2012 22:59

      Jetzt ist's um uns in Österreich auch geschehen. Ab heute sind wir auch in dieser Zitronen-Auspress-Maschinerie eingespannt.

  29. Herby
    29. Juni 2012 22:07

    OT.: So etwas habe ich noch nie in der Medienlandschaft beobachtet:

    'Die Presse' bringt heute ganz bewusst: Nur positive u. erfreuliche Nachrichten
    : Fleischhacker: "Wir wollen mit dieser Sonderausgabe einmal bewusst im Positiven tun, was wir immer unbewusst im Negativen tun: das andere ausblenden." Danke! eine interessante Sache:
    Am 29. + 30. Juni 2012: http://diepresse.com/

  30. Observer
    29. Juni 2012 21:53

    Bei der Analyse des letzen EU-Gipfel - und vor allem auch der Wortspenden unseres Kanzlerdarstellers - darf man nicht vergessen, dass die meisten dortigen Beschlüsse erst durch die lokalen Parlamente abgesegnet werden müssen. Und dies ist noch ein weiter Weg und die Ausgänge sind völlig ungewiss. Also nicht zu früh freuen, lieber Spanier & Co.

    • dssm
      29. Juni 2012 22:09

      Die Ausgänge sind gewiss! Alles was den Verschwendern hilft wird in den 'Spenderländern' abgesegnet - alternativ-los, alles was das Verschwenden erschweren würde wird wahlweise als 'ungerechtfertigter Eingriff in die souveränen Rechte' abgelehnt oder halt wie in GR einfach ignoriert oder mittels Statistik gefälscht. Also doch freuen liebe Spanier und Co.
      Abgesehen davon, ähnlich wie bei der EM sind wir ja ohnehin nicht wirklich betroffen. Wir sind mit Target II im Minus und mit den Zahlungen ein wenig im Plus = NULL, also nix betroffen.

  31. Anton Volpini
    29. Juni 2012 17:53

    Im Mai 2010 wurden die ersten Bretter hergerichtet, als man in einer völlig überforderten Situation wegen Griechenland gegen die no bail out Klausel verstoßen hat. Seit dem wurde in immer kürzer werdenden Rythmen am Sarg unseres gemeinsamen Europas gezimmert. Gestern Nacht wurde der Deckel aufgesetzt!
    Wieviele Nägel wird es noch brauchen, bis die sozialistischen Kräfte ihr Werk vollbracht haben? Und wieviel Särge werden wir dann begraben müssen?

    • dssm
      29. Juni 2012 20:30

      Was hat sich geändert? Leere Versprechen, die bald gebrochen werden und Deutschland (und Co.) zahlen. Das war vor dem österreichischen Beitritt auch schon so, ist also älter als die 'Finanzkrise'. Fahren Sie einmal nach Spanien und werfen einen Blick auf die mit EU-Mitteln finanzierten Strassen, Eisenbahnen, Flughäfen … und dann suchen Sie selbiges in Deutschland (oder auch hierzulande). Diese Bauten sind in Jahrzehnten entstanden, nicht erst seit gestern. Lesen Sie einmal nach, warum in Belgien die Autobahnen durchgehen beleuchtet sind ...

    • Herby
      29. Juni 2012 22:55

      @ dssm

      In Spanien gibt es Flughäfen (!!) die komplett unnötig gebaut wurden: nigelnagelneu stehen die da in irgendwelchen Provinzstädten und werden nur minmalst benutzt (als Feigenblatt).

      Ich kenne Belgien und ich sah die im gesamten 30.000 Km²-Staat die ganze Nacht (ganzjährig) beleuchteten Autobahnen. Wobei das Autobahnnetz dicht geknüpft ist. Soweit ich weiß ist das der einzige (?) Staat der Welt der so etwas macht.

      Würden die Verkehrsunfälle auf Belgiens Autobahnen so rapide ansteigen wenn man diese üppige Beleuchtung einstellen würde - oder was wissen Sie über die Gründe? Hat der Streit zwischen Flamen u. Wallonen damit etwas zu tun?

    • Anton Volpini
      29. Juni 2012 23:57

      @dssm
      Über den Zeithorizont sind wir uns schon letzte Woche uneins gewesen, als Sie Bretton Woots überlesen haben. Diesmal will ich Sie aber zeitlich gar nicht korrigieren, denn Ihre Freude über einen Zusammenbruch der EU über den Euro, wie Sie es heute andernorts kundgetan haben, wird das bewirken, was ich befürchte.

    • Anton Volpini
      30. Juni 2012 00:02

      Woods natürlich!

    • dssm
      30. Juni 2012 09:19

      Nein, ich freue mich ganz und gar nicht wenn die EU zusammenbricht. Ich freue mich nur wenn das Finanzsystem, das politische Drangsal und DIESER Euro zusammenbricht. Ich bleibe, bezüglich EU, ein Überzeugungstäter, die Nomenklatura muss weg, nicht die EU!

    • Anton Volpini
      30. Juni 2012 10:40

      Dann hab ich Ihnen Unrecht getan, dssm, entschuldigen Sie bitte.
      Über unsere Wahrnehmungen über den Zeithorizont werden wir auch noch klarkommen.:-))

    • Zraxl (kein Partner)
      30. Juni 2012 15:37

      @ Anton Volpini
      "Wieviele Nägel wird es noch brauchen, bis die sozialistischen Kräfte ihr Werk vollbracht haben?"

      Langsam frage ich mich, ob es noch andere Kräfte gibt. Mir erscheint es eher so, dass linke und sogenannte rechte Parteien zum Verwechseln ähnlich agieren. Das sogenannte sozialistische Ideal ist halt jenes Phantasieprodukt mit dem die Linken Parteien ihre Wähler betrügen, die "Stabilität der Wirtschaft" ist jenes Argument, das die rechten Parteien ihren Wählern ins Maul stopfen, wenn wieder einmal "entschlossenes Handeln" erforderlich ist, und Eigentum der Staatsbürger an die Oligarchen verteilt werden soll.

  32. Pannonicus
    29. Juni 2012 17:03

    Es ist ja immer wieder das Gleiche bei allen Verhandlungen, seit wir uns mit dieser Untergangs-Union eingelassen haben bzw. von verantwortungslosen Politikern und Propagandisten in diese hineingetrieben wurden: Die Meute hetzt die paar, die sich wehren, bis in die frühen Morgenstunden: „Jetzt san’s waach“, auf gut Wienerisch, weil eben nicht mehr richtig wach.

    In Analogie zu manchen Bestimmungen im Konsumentenschutz sollten auch Verhandlungsergebnisse, die später als ein Uhr morgens zustandekommen, einfach nichtig sein bzw. es sollte für Parlament und Bundespräsident verboten sein, solche Beschlüsse zu ratifizieren!

  33. Cotopaxi
    29. Juni 2012 16:39

    Schön langsam wird es Zeit, wieder auf einen anderen den Franzosen geschuldeten Wahnsinn hinzuweisen:

    Straßburg als weiterer EU-Sitz neben Brüssel

    Dieser Luxus kostet den europäischen Steuerzahlern hunderte Millionen Euro jährlich. Wie viel soll im Vergleich das neue Wundermittel Finanztransaktionssteuer einbringen?

    • dssm
      29. Juni 2012 22:40

      Warum kostet selbiger Doppelsitz eigentlich 'hunderte Millionen'? Das Parlament hat 754 Abgeordnete, die Kommission hat 27 Mitglieder, nehmen wir an jedes Mitglied dieser Nomenklatura würde von zehn (10) Beratern, Sekretären usw. begleitet. Macht achttausend Menschen. Zusätzliche Kosten können ja nur für das Reisen entstehen, wohnen müssen die da und dort – im Hotel, weil daheim sind die ja im Ursprungsland. Annahme der Kosten: 200.000.000 (200Mio). Ergibt pro Mensch: 25.000. Ein Linienflugticket wird rund 500 Euro (Business/Vielflieger/HinZurück) kosten. Also pro Mensch: 50 Flugtickets (100 Flüge). Dabei müssen Sie aber die Flüge von Zuhause zur 'Arbeit' abziehen; die Kosten Sofia-Brüssel oder Sofia-Strassburg werden nicht so verschieden sein.

    • Cotopaxi
      30. Juni 2012 05:50

      Es geht ja nicht nur um die Umzugskosten. Die riesigen Gebäude und die Einrichtungen in ihnen müssen ja auch erhalten werden, selbst wenn sie nicht benützt werden und es gibt auf Dauer angestelltes Personal in beiden Amtssitzen.

  34. dssm
    29. Juni 2012 16:22

    In den Süd- und den Nordländern sind Umbrüche nicht so harmlos wie in Österreich. Unser 'Bürgerkrieg' anno 34 wäre anderswo eine gewalttätige Demonstration. Insbesondere die Politiker des Südens wissen darum, an deren Stelle hätte ich auch TODESAngst. Man macht immer den Fehler und stellt diese einfachen persönlichen Überlegungen nicht in Rechnung; eine Ratte wird zur tödlichen Bestie wenn man sie erst in die Enge getrieben hat, die südlichen Politiker wissen, daß ihr Leben rasch ein unwürdiges Ende nehmen kann (inklusive Familien), entsprechend verhandelt dieses Gesindel. Wir Österreicher, aber auch die Deutschen oder Niederländer können sich die zu erwartende Brutalität nicht vorstellen, entsprechend (ver)handeln unsere Regierungen.

    • Erich Bauer
      29. Juni 2012 16:47

      dssm,
      "...sich die zu erwartende Brutalität nicht vorstellen..."

      Da unsere "äüßere Sicherheit" (Militär) mit Schlagstöcken und "schlimmstenfalls" mit Tasern versorgt ist... halte ich für den einzig gangbaren Weg, die Abschaffung Österreichs! Auf diese Weise könnten wir vielleicht... wenigstens als "Buddha-Land-Pazifisten" in Fußnoten der Geschichte überleben. Obwohl das historische "Buddha-Land" heutzutage nur noch für "Experten" lokalisierbar ist...

      "Sozialfighter"... abgestürzt...

  35. Herby
    29. Juni 2012 15:42

    Im ORF-Mittagsjournal, ca. bei der 13. Minute ist zu hören, dass dieser nächtliche EURO-Gipfel - so ganz nebenbei - auch ein anderes Ergebnis gebracht hatte:

    Wolfgang Schäuble wird NICHT wie eigentlich vorgesehen Euro-Gruppen-Chef. Der frühere frz. Präsident Sarkozy hatte das eigentlich schon den Deutschn zugesichert. Und so bleibt Juncker weiterhin in diesem Amt.

    Verhindert hat Schäuble der frz. Präsident Hollande (=der große neue Strippenzieher im Hintergrund) weil er Befürchtungen vor "zuviel Deutschland" hat.

    Siehe auch:
    http://www.ftd.de/politik/europa/:gipfeltreffen-schaeuble-scheitert-mit-griff-nach-euro-gruppenvorsitz/70056625.html

    • Brigitte Imb
      29. Juni 2012 15:56

      Dieser neue Franzmannzwerg ist nur widerlich!

    • RR Prof. Reinhard Horner
      29. Juni 2012 17:44

      reinhard.horner@chello.at

      So zwergig ist seine Macht (leider) nicht.

  36. simplicissimus
  37. Erich Bauer
    29. Juni 2012 14:53

    "... Besonders ärgerlich ist dabei, dass auch Österreich in diese Front eingetreten ist..."

    Gestern sahen meine Frau und ich gemeinsam ÜRF III (Europa inside) - nicht die ganze Sendung... Jedenfalls kam irgendwann Spindelegger zum Reden. Meine Frau sagte, daß seine Körpersprache und Mimik irgendwie - ist die Wahrheit - "widerlich ist". Ich fragte sie, wie es ihr denn bei Faymann geht... sie sagte: "Ganz genauso." Ich antworte: "Mir zeigt die Körpersprache, daß diese Herrschaften bei bei diesem Thema nicht genau wissen worum's geht - das wissen viele nicht, wenn überhaupt irgendwer... ABER... was wirklich ausgeprägt rüberkommt ist... sie LÜGEN!"

    • Brigitte Imb
      29. Juni 2012 15:51

      Dem Spindelegger wird, im Gegensatz zum Faymann, schon bewußt sein, dass nicht die ganze Bevölkerung Ös stockdumm ist und daher plagt ihn NOCH das schlechte Gewissen. Falls er eine weitere Legislaturperiode schafft, wird dieses Manko verschwinden und der Lügengewöhnungseffekt eintreten, od. er bestätigt - wie Juncker - dass Politiker Lügenbeutel sind. Das seriöse Lügen sozusagen, od. frei nach Laura - die guten u. die bösen Lügen.....

    • Erich Bauer
      29. Juni 2012 16:17

      Brigitte Imb,

      In der Körpersprache und Mimik überführt sich jeder LÜGNER selbst! Ist so. Kein Rhethorikseminar kann diese "Herausforderung" bestehen! Ein LÜGNER (den man es ansieht) hat immer noch etwas menschliches an sich. Wahrscheinlich, WEIL es "menschlich" ist...

      Es gibt allerdings eine Ausnahme... dabei handelt es sich um einen, so bezeichneten, "primitiven Psychopath"... Ein "Glücksfall" für jeden, der Rhethorik unterrichtet. Allerdings... ein solcher "Zeitgenosse" braucht gar kein Rhethorikseminar... Jedenfalls nicht, wenn er sich in der Politik herumtreibt. Ob man PSYCHOPATHIE "erlernen" kann...? Darüber streiten sich die "Experten"...

      Bei Faymann muß man schon sehr genau hinsehen. "Perfekt" ist er nicht. :-) Spindelegger hat offenkundig vor, in den Eurokraten-Sumpf einzutauchen. Dann wird man ihn nicht mehr zu Gesicht bekommen... Und seine verräterischen "Lügnerzeichen" waren nicht mehr gesehen...

  38. Josef Maierhofer
    29. Juni 2012 14:30

    Bald wird nichts mehr gehen.

    Weiter so ! Bald ist der Schuldenplafond erreicht.

    Gier ist ein linkes Wort, es wird linke Regierungen geben, solange es Kahlfrass, wenn auch auf Kredit, geben kann. Der Plafond, der jetzt erreicht wird, hat den Beigeschmack, dass es danach enorme Schulden geben wird und nichts mehr zum Kahlfressen. Dann wird es mit den sozialistischen Regierungen auch zu Ende gehen und die Menschen werden wieder gezwungen sein ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen, denn der Staat versagt natürlich ohne Geld, haben wir ja in der Sowjeunion und der DDR gesehen.

    Relevant für mich sind nicht mehr die kleinen Details, etwa wie weit Frau Merkel einknickt, etc. klar ist jedenfalls, dass sich ein Herr Faymann aus Österreich um seine Bürger einen Dreck schert, ja dazu gar nicht mehr imstande ist, er verscherbelt als 'JA-Sager-Musterknabe' das österreichische Volks solidarisch an die EU-PIIGS.

    Mögen ihm die Wähler das vergelten und allen, die da mitmachen.

    Die österreichische pro Kopf Verschuldung nähert sich der 40 000,- Euro Marke (also eine Familie mit 2 Kindern hat danach 160 000,- Euro Staatsschulden) und die Haftungen der Republik, im Namen des Volkes durch die Politapparatschik abgegeben, nähern sich ebenfalls der 25 000,- Euro Marke pro Kopf (also für die besagte Familie mit 2 Kindern danach an die 100 000,- Euro zusätzliche Staatshaftungen). Dieser Wahnsinn ist der österreichischen EU-Figur Werner Faymann offenbar gar nicht bewusst geworden, bis heute nicht.

    Na, was sagen uns da unsere Politiker wohl ? Alles ein 'Reiesengeschäft', fragt sich bloß für wen und für wen diese Politiker eigentlich da sind und wer sie trotz/für Volksverrat bezahlt.

    • Sensenmann (kein Partner)
      01. Juli 2012 00:37

      Oh nein, der Wähler wird gar nichts vergelten! Bleiben wir bei den Fakten: 2/3 stimmten für die EU, mit 2/3 wurde der Lissabon-Vertrag abgenickt, der den europäischen Bundesstaat schuf und dem EU-Recht absoluten Vorrang vor dem Recht der Mitgliedsstaaten einräumte und daher weitere Volksabstimmungen völlig unnötig macht. Jetzt wurde mit 2/3 der ESM durchgewunken.
      Es tut mir Leid, das zu sagen, aber das ist voll demokratisch! Es passiert genau das, was die verfassungsgebende Merhheit der Wähler will!
      Als Demokrat sollte man sich darüber freuen. Demokratie ist eben die Staatsform, die auch den kollektiven Selbstmord mit 50% + 1 Stimme einschließt.
      Ich persönlich halte diese Form der Demokratur, wie wir sie heute haben, für eine Verfallserscheinung der Menschheit, die zwingend in den Zusammenbruch führen muss. Aber vielleicht belehrt mich ja der Lauf der Dinge eines Besseren...

    • Josef Maierhofer
      01. Juli 2012 20:46

      @ Sensenmann

      Bleiben wir bei den Fakten. 2/3 haben für den EU-Beitritt (der gar nicht notwendig gewesen wäre) gestimmt, ich auch, zu den anderen beiden Themen wurden die Menschen trotz der notwendigen Verfassungsänderungen nicht gefragt, also die Verfassung gebrochen, Sie nennen das durchgewunken, wie damals 1938 Hitler durchgewunken wurde in Österreich und anderswo.

      Ob die Mehrheit der Wähler mit Hirn das alles heute noch will, will ich sehr bezweifeln, die Leute, die darüber nachdenken und dazu imstande sind, wollen das keineswegs.

      Sie schreiben richtig vom kollektiven Selbstmord und vom kommenden Zusammenbruch, ich sehe das auch so kommen.

      Der Traum von Umkehr, Besserung, vom Besserwerden (von selbst ?) der wird nur links geträumt, das Aufwachen kommt aber sehr bald.

      100 Milliarden, 2 Billionen, unbegrente Schulden ... es gibt dann bald keine Steigerung mehr. Wenn der Plafond erreicht ist, ist das Ziel erreicht, so glauben die linksgläubigen, solidarischen Religionsbekenner und stürzen sich und uns alle kollektiv und mehrheitlich in die schwerste Rezession, die wir jemals hatten.

      Nichts haben wir aus der Geschichte der Sowjetunion, der DDR, etc. gelernt. Da ist mir Kuba noch ein gutes Beispiel einer Linksdiktatur, die keine Schulden macht, weil sie keine Kredite bekommt. Die Leute dort sind arm und glücklich ? Sie fliehen zu tausenden, wenn sie können, oder Nordkorea als weiteres Extrembeispiel, wohin die Gleichmacherei und Enteignung führt.

  39. libertus
    29. Juni 2012 14:25

    Wie gehabt - damit geht der Schrecken ohne Ende in die Verlängerung und das auf Kosten der vernünftiger wirtschaftenden EU-Mitgliedsländer.

    Vermutlich hat man Angela Merkel das wahre Ausmaß der Krise im "Club Méditerranée" präsentiert, welches der Bevölkerung nur in kleinen Bissen verabreicht wird, und schon ist die Kanzlerin vor Schreck eingeknickt.

    Jedenfalls hat man dem massiven Druck der Linken nachgegeben, damit die dann wieder landauf, landab den Dummen erklären können, daß die Krise ausschließlich durch Banken und Finanzspekulanten verursacht wird.

    Sehr durchsichtig, jedoch offensichtlich weiterhin wirksam!

  40. M.S.
    29. Juni 2012 14:25

    "Besonders ärgerlich ist dabei, dass auch Österreich in diese Front eingetreten ist – obwohl Bundeskanzler Faymann ohne Sanktus der ÖVP dort eigentlich keine Position beziehen dürfte."

    Die SPÖ wird dieser Koalition mit der ÖVP noch nachweinen. So leicht wird es ein roter Bundeskanzler in einer Koalition nie mehr haben.

    • Cotopaxi
      29. Juni 2012 14:30

      Die SPÖ wird keinen Grund haben, den Schwarzen nachzuweinen. Es ist doch ausgemachte Sache, dass die Systemparteien auch nach der nächsten Wahl miteinander koalieren werden. Die Schwarzen haben überhaupt keinen Grund, aus der Ehe mit der SPÖ auszubrechen, sie haben doch alles, was sie wollen.

    • M.S.
      29. Juni 2012 15:05

      @Cotopaxi

      Sie haben recht, falls SPÖ und ÖVP zusammen wieder die absolute Mehrheit haben. Sollte das nicht zutreffen, halte ich eine Koalition zwischen SPÖ, ÖVP und Grüne für die wahrscheinliche Variante. Da würden allerdings die Grünen der unangenehmere Partner, als die ÖVP sein. Diese Konstellation kann nur verhindert werden, wenn FPÖ und BZÖ so stark werden, dass sich das nicht ausgeht, was aber sehr unwahrscheinlich ist. Ein kleiner Erfolg wäre schon, wenn FPÖ und BZÖ zusammen wenigstens 33,3% erreichen würden um Verfassungsänderungen verhindern zu können.

  41. Dr. Dieter Zakel MA
    29. Juni 2012 14:20

    Wenn Angela auf die Positionen der Schuldnerstaaten einschwenkt und dann die eigene Position dahingehend optimiert schauen sie ja auch wieder durch die Finger. Mann kann die Sozialisten ja schlagen indem man noch mehr Schulden macht :-)
    Das System lebt ja nur davon das sich einer ihm widersetzt :-)

  42. Herby
    29. Juni 2012 14:17

    Ich empfinde starkes Fremdschämen für das Verhalten unseres Bundeskanzlers auf diesem letzten Gipfel. Vor allem weil er gemeinsam mit Hollande Frau Merkel in den Rücken gefallen ist.

    anstelle der österreichischen Regierung schäme ich mich für das offizielle Verhalten Österreichs.





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