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Wachsen und Schrumpfen

Lesezeit: 7:00

Menschen können ihren eigenen Wohlstand auf zwei Weisen vermehren (wenn man einmal von kriminellen Methoden und von Glücksfaktoren wie Erbschaften oder Lottogewinnen absieht): entweder durch erfolgreiche Arbeit und ertragsreiche Investitionen, oder indem sie heftig Schulden machen. Jeder kennt Beispiele für beide Methoden. Die zweite wird etwa durch Menschen verkörpert, deren Villa, deren Luxusautos, deren Drittfreundin eigentlich zur Gänze der Bank gehören, was sie aber nicht hindert, sich an diesen schönen Dingen zu erfreuen.

Diese zweite Methode der Wohlstandsvermehrung hat nur eine unangenehme Eigenschaft: Sie endet mit ziemlicher Sicherheit in einer steilen Abwärtskurve . An deren Ende versteigert dann die Bank Haus und Autos; und die Freundinnen haben plötzlich überhaupt keine Zeit mehr, wenn Schecks und Geschenke ausbleiben. Ein solcher Abstieg ist keine angenehme Erfahrung – weshalb Menschen zu seiner Abwehr beginnen, ins Casino zu gehen oder kriminelle Methoden anwenden. Was aber in aller Regel den Abstieg nur noch arg beschleunigt.

Haargenau dasselbe passiert auch Staaten. Viele, ja fast alle west- und südeuropäischen Staaten haben in den letzten 40 bis 50 Jahren ihr Konsumniveau nicht nur durch Arbeit und Wohlstand, sondern auch durch eine rasch steigende Verschuldung erhöht. Manche Länder haben nur den Weg über Schuldenakkumulation gewählt.

Wählerbestechung auf Pump

Staaten handeln durch Politiker. Diese haben in Demokratien ein logisches Hauptziel: wiedergewählt zu werden. Und das gelingt offensichtlich dann am besten, wenn man den Menschen beispielsweise Pensionen in einer so großen Höhe und ab einem so frühen Zeitpunkt zahlt, dass das nur noch mit massiven alljährlichen Schuldenaufnahmen finanziert werden kann. Das verschweigt man aber den Menschen. Diese halten ihre Pensionen und zahllose sonstige Sozialleistungen in der Tat oft für selbstverdient oder gar für eine Leistung der Politiker. Diese greifen daher von Jahr zu Jahr heftiger zur Methode der Wählerbestechung durch hohe Sozialausgaben. Nichts anderes sind ja Pensionen, für die nicht ausreichend Beiträge einbezahlt worden sind. Und noch ein paar Hundert weiterer Ausgabenposten.

Manche Philosophen und ökonomischen Denker prophezeien aus diesem Grund sogar ein Ende der Demokratie. Das hält die Mehrheit der Politiker aber nicht ab, nach dieser in ihrer kurzfristigen Sicht erfolgreichen Methode weiterzuarbeiten.

Sie tun das selbst dann, wenn der Exekutor schon vor der Tür steht. In diesem Moment versucht man verzweifelt, den Exekutor dazu zu bewegen, doch noch ein paar Tage Zeit zu lassen. Man versucht zugleich hektisch, noch einen neuen Geldgeber zu finden. Man versucht, noch rasch ein Grundstück zu verkaufen. Und man schimpft jedenfalls heftig auf die Bank, die am eigenen Unheil schuld sei.

Staaten gleichen den privaten Pleitiers

Was bankrotte Verschwender tun, tun auf europäischer Ebene die Staaten: Sie erwecken den Eindruck, dass die Banken die Hauptschuldigen an der Krise wären. Sie unterstreichen diesen Eindruck durch ständig neue Versuche, die Banken noch mehr zu regulieren. Was natürlich in der Öffentlichkeit den Eindruck erweckt, dass tatsächlich die Banken die Hauptschuldigen wären. Sonst müsste man ja nicht ständig über deren angeblich unzureichende Regulierung reden.

Natürlich haben auch die Banken durch eigene Fehler zum Entstehen dieses Eindrucks beigetragen: durch Veranlagungsfehler oder durch die Präpotenz des Auftretens ihrer Spitzenmänner (siehe etwa Helmut Elsner). Das ändert aber nichts daran, dass nicht die Banken die Staaten zur Verschuldung gezwungen haben. Im Gegenteil: Bei allem Gerede von einer strengeren Regulierung achten derzeit die europäischen Regierungen und Nationalbanken sehr darauf, dass sie den Geldinstituten nicht wirklich das verbieten, was in Wahrheit das größte Risiko darstellt: die weitere Finanzierung von Staaten. Daher ist all das Regulierungsgerede Mumpitz für die Galerie.

Auch beim Stichwort Grundstücks-Verkauf gleicht das Verhalten von Staaten jenem eines privaten Pleitiers. Nur haben die Staaten damit noch weniger Erfolge als diese Pleitiers. Kaum jemand ist etwa derzeit gewillt, Griechenland etwas abzukaufen. Und wenn halb Spanien gleichzeitig seine auf Schulden gebauten Häuser und Urlaubsimmobilien verkaufen will beziehungsweise muss, dann finden sich logischerweise viel zu wenig Käufer dafür, was wiederum die Preise ständig weiter drückt. Wer in Hinblick auf Spanien einwenden sollte, dass an der Immobilienkrise doch eher die Einzelmenschen und nicht der Staat schuld wären, der übersieht, dass der spanische Immobilienboom vom Staat zum Zwecke der Ankurbelung (in Wahrheit: Überhitzung) der Konjunktur heftig gefördert worden ist. Statt angesichts des ungesunden Wachsens der Immobilienblase viel früher zu bremsen, hat sich Madrid über deren Aufblähen gefreut. Weil es die Wähler glücklich gemacht hat.

Auch die verzweifelte Suche der Staaten nach neuen Geldgebern gleicht dem Verhalten individueller Schuldner. Im Vorjahr sind die europäischen Machthaber fast alle nach China gepilgert, wo ja das meiste Geld gebunkert ist – und haben sich dort blutige Nasen geholt. Die Chinesen sind zwar an europäischen Unternehmen interessiert, aber nicht an Staatspapieren. Die haben sie den Regierungen nicht abgekauft.

Erfolgreicher waren die Schuldner eine Zeitlang mit ihren Bettelversuchen in Deutschland und bei der Europäischen Zentralbank. Aber beide scheinen inzwischen klüger geworden zu sein. Beide erkennen zunehmend, dass sie mit weiteren Krediten nur gutes Geld dem schon verlorenen nachwerfen; dass sie dadurch nur die eigene Stabilität aufs Spiel gesetzt haben; und dass ein Teil der Schuldnerländer wie Griechenland keineswegs eine straffe Reform begonnen hat.

Die dreifach Lüge der Moralkeule

Nun greifen die Schuldenfreaks zur Moralkeule. Sie reden von einem „Zu Tode sparen“. Und sie stottern herum: „Sparen ja, aber nicht auf Kosten des Wachstums“. Womit sie gleich ein paar infame Lügen versuchen.

Die erste Lüge: Fast kein Land spart wirklich. Heißt doch sparen allemal weniger ausgeben, als man einnimmt.

Die zweite Lüge: Es wird der Eindruck erweckt, als ob Wachstum nur durch neue Schulden möglich wäre. Dabei sind Schulden mittel- und langfristig im Gegenteil der größte Wachstumskiller, den es gibt. Das gilt vor allem dann, wenn wie in Europa die Staaten das Geld primär für Sozial- und Konsumausgaben verwenden und nicht für langfristig ertragreiche Investitionen. Dabei wäre Wachstum ohne Schulden nicht nur möglich, sondern sogar das einzige richtige Antikrisenrezept: Wenn Staatsbetriebe (zu denen übrigens auch solche der Gemeinden gehören) privatisiert werden, trägt das bei geringeren Kosten fast immer zu mehr Effizienz und größerem Wachstum bei. Wenn Gesetzgeber und Bürokratie ihren Wust an Vorschriften und Regeln halbieren, würde die Wirtschaft ganz ohne Schulden wieder so wachsen wie zuletzt in den 50er Jahren.

Und die dritte infame Lüge: Sparen wird gleich mit dem „Tod“ assoziiert. Als ob in einem der süd- oder westeuropäischen Länder die Menschen reihenweise verhungert oder sonstwie umgekommen wären, als das BIP pro Kopf 30 Prozent niedriger gewesen ist. Ganz im Gegenteil: Oft (also wenn die schuldenfreien Wachstumsrezepte nicht genug greifen) ist ein Schrumpfen sogar die beste Therapie, um eine Krise zu überwinden.

Vorbildländer im Norden und Osten

Den Sanierungserfolg einer Schrumpfungsphase haben uns einige nordeuropäische Länder sensationell vorgezeigt: Anfangs der 90er Jahre mussten Finnland oder Schweden zum Teil satte zweistellige Rückgänge des BIPs hinnehmen. Das hat diesen Ländern dann aber umso mehr Dynamik für einen neuen Aufstieg verschafft. Ohne dass sie versucht hätten, dem Ausland, den Deutschen oder sonst wem die Schuld an der eigenen Lage zuzuschieben, wie es jetzt Franzosen und andere machen.

Ähnlich haben sich auch etliche – bei uns leider viel zu wenig beachtete – osteuropäische Länder ohne faule Kompromisse durch die Krise und rasch aus dieser wieder herausgebracht. Lettland etwa hat im Jahr 2009 ein Schrumpfen der Wirtschaft von 18 Prozent erlitten und ist dem Staatsbankrott nahe gewesen. Das Land hat aber nicht gejammert, sondern alle notwendigen schmerzhaften Maßnahmen gesetzt. Prompt erzielt Lettland schon wieder alljährlich vierprozentige Wachstumszahlen.

Die osteuropäischen Staaten haben sich auch sonst fast alle gut durch die Krise gebracht. Weil sie nach den harten kommunistischen Jahren nicht mit einem so verwöhnten Anspruchsniveau, wie es die West- und Südeuropäer heute haben, fertig werden müssen. Weil sie (fast alle) ohne Euro flexibler auf eine Krise reagieren können. Und weil sie begriffen haben: Wachsen wie Schrumpfen sind nicht nur in der Natur ganz normale Entwicklungen. Unerschwinglich teuer wird es nur, wenn man sie zu verhindern versucht.

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juni 2012 00:49

    Bestens aufgezeigt, wo der "Schuldenhase" tatsächlich im Pfeffer liegt!

    Denn wenn das Gefasel vom "zu Tode sparen" stimmte, dann müßten ja alle diese Staaten, welche mit einem horrenden Schuldenberg gesegnet sind - ergo in der Vergangenheit NICHT "zu Tode gespart" haben - konjunkturell und wirtschaftlich an erster Stelle stehen, oder?
    Genau das Gegenteil ist der Fall und damit führt sich dieses "Todschlagargument" selbst ad absurdum.

    Jeder von uns weiß, daß Wohlstand auf Pump HOCHSTAPELEI darstellt, nur die Politikerkaste ignoriert diese Tatsache und verpaßt dem Stimmvieh die tägliche Gehirnwäsche, daß es ein Recht auf diesen Wohlstand hat und es die Pflicht des Staates ist, ihn mit hemmungsloser Verschuldung zu finanzieren.

    Nachdem diese unheilvolle Verstrickung von Staatsschuldnern und Bankengläubigern womöglich erst durch einen größeren Zusammenbruch zu entflechten ist, könnte dies tatsächlich eine schwere Gefährdung der Demokratie darstellen.

    Nicht "zu Tode sparen", sondern "Gesundschrumpfen" sollte ab sofort in dieser prekären Situation die Befehlsausgabe in Brüssel lauten, anstatt immer öfter die Gelddruckmaschine zu unser aller Verderben anzuwerfen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juni 2012 05:26

    In einer Volkswirtschaft gibt es zwei verschiedene Nenngrößen: Der privaten Sektor und den öffentlichen Sektor, zwischen denen eine sehr große Abhängigkeit besteht.

    Der öffentliche Sektor, der in aller Regel nicht produktiv ist, nimmt dem privaten Geld weg. Ist jetzt der öffentliche Sektor zu groß, und kann der private die Unproduktivität des öffentlichen Sektors nicht mehr finanzieren, dann kommt es zu Situationen, wie wir sie gerade haben. Dann muß gespart werden, aber nicht in der Volkswirtschaft im allgemeinen, sondern im öffentlichen Sektor. Der öffentliche Sektor muß geschrumpft werden, bis er eine, für die Finanzierbarkeit durch den privaten Sektor, machbare Größe erreicht hat.

    Oder umgekehrt gesagt, je größer der öffentliche Sektor in einer Volkswirtschaft ist, desto ärmer wird der private Sektor, was beides zum Niedergang führt!

  3. Ausgezeichneter KommentatorMarie-Joseph Paul Yves Roch Gilbert du Motier, Marquis de La Fayette
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juni 2012 05:47

    Wie schon Margaret Thatcher wusste:
    „Das Problem der Sozialisten ist, dass ihnen irgendwann das Geld der anderen Leute ausgeht.“

    Guten Morgen!

    60 Jahre Sozialismus haben ihre Spuren hinterlassen. Heute können sie nur mehr den Wenigsten erklären, dass ein ausgeglichener Haushalt wichtig ist, dass man sich für schlechtere Zeiten etwas beiseite legt.
    Weder im Kleinen, also der Einzelne, noch im Großen.

    Der ORF und die Kasperlpost Österreich oder HEUT tun das übrige. Sie gaukeln den Lesern vor nur Konsum sei wichtig, sparen ist "igitt und pfui"!

    Dankbar nehmen das die Menschen an, ist es doch leichter auf Pump zu leben, ein Teures Auto zu haben, 3 x im Jahr auf Urlaub zu fahren, jeden neuen Trend bei der Mode und bei elektronischen Geräten mitzumachen, als sich klar zum Sparen und gegen den Konsum zu entscheiden.
    Das bittere Ende kommt dann allerdings unausweichlich.

    Und diesen Menschen soll man schlüssig erklären, dass der Staat sparen und den Vollkaskostaat herunterfahren muss.

    Unmöglich.

    Die wollen nur hören, dass die bösen Spekulanten, die herzlosen und kalten Neoliberalen und die menschenverachtenden Reichen zahlen sollen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorkakadu
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juni 2012 01:11

    Hollande hat soeben das Pensionsalter entgegen aller Vernunft wieder herabgesetzt. Das verstehen also die französischen Sozialisten unter "nicht Sparen auf Kosten des Wachstums". Da kommt noch einiges aus uns zu aus der "Grande Nation"!

  5. Ausgezeichneter KommentatorRichard Mer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juni 2012 00:15

    Bravo! Glasklar, richtig, wichtig. Nirgendwo sonst in Österreich zu lesen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juni 2012 08:36

    Das Geld des anderen.

    In meinem Leben hatte ich 2x kurz Kredit von der Bank, Kredit für Privates, für Eigentumswohnungsankauf und einmal für Auto, das ich hauptsächlich beruflich gebraucht habe.

    In meinem Leben war ich selten auf Urlaub, die Gesundheit hat es mir 'gedankt'.

    In meinem Leben habe ich, außer Kinderbeihilfe bis zum 23. Lebensjahr des Kindes, keinerlei öffentliche Gelder beansprucht. Dafür ahbe ich aber hohe Abgaben bezahlt.

    In meinem Leben habe ich 3x so viel Abgaben bezahlt, als ich selbst behalten durfte.

    Solidarität, so wurde mir gesagt, wäre wichtig.

    In meinem Leben habe ich gesehen, was mit meinem Geld gemacht wurde.

    Ganz offen und unverblümt (solidarisch und 'demokratisch') wurde mein Geld, mein Lebensbeitrag, verschwendet, mißbraucht und von Schmarotzern der Gesellschaft (von ganz oben bis ganz tief unten) verprasst.

    Das war in Österreich nicht immer so, wie geschrieben, waren die Wirtschaftswunderzeiten anders, da gab es noch die ordentlichen Sozialisten (aus allen politischen Parteien), die ihren Beitrag geliefert haben und anständig waren.

    Mit dem Wohlstand, entstanden aus Fleiß und harter Arbeit, kam die Gier nach mehr und die Gier nach dem Geld des anderen, des Tüchtigeren, die Gier nach Konsum, Freizeit, nach Kredit, 'Freiheit' hat man das genannt, Verantwortungslosigkeit würde ich es nennen.

    Bis wir schliesslich beim heutigen Zustand angelangt sind, wo nun (solidarisch, gemeinsam sind wir stärker) die Gier nach dem Geld anderer Staaten ausgelebt wird. Auch mit kriminellen Methoden.

    Eine EU-Bonzokratie 'regelt' (sich) das alles ganz genau, damit Abzocke stattfinden kann, wo es nur geht. Lange geht es nicht mehr.

    Das alles aber, war schon immer der Ausgangspunkt von Kriegen, die Unordentlichen erpressen, nehmen, was sie abkarren können, der andere wehrt sich dagegen, hat er doch seine Güter ehrlich erworben.

    Als Bürger bin ich wehrlos den morodierenden Nehmerbanden namens Sozialisten (aus allen politischen Parteien) ausgeliefert, haben sie ja stets die Mehrheit, weil es mehr Unanständige als Anständige gibt. Ja. sie haben sogar Gesetze durchgesetzt, die es gestatten, ohne Arbeit, ohne Leistung oft besser leben zu können als ein Arbeitender.

    Die leistungslose Gesellschaft ist unfinanzierbar und endet im Chaos oder Krieg.

  7. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juni 2012 09:34

    "...Nun greifen die Schuldenfreaks zur Moralkeule..."

    Dazu ein passendes Zitat von Ayn Rand:

    "Geld ist das Barometer der Moral einer Gesellschaft.

    Wenn Sie sehen, dass Geschäfte nicht mehr freiwillig abgeschlossen werden, sondern unter Zwang, dass man, um produzieren zu können, die Genehmigung von Leuten braucht, die nichts produzieren, dass das Geld denen zufließt, die nicht mit Gütern, sondern mit Vergünstigungen handeln, dass Menschen durch Korruption und Beziehungen reich werden, nicht durch Arbeit, dass die Gesetze Sie nicht vor diesen Leute schützen, sondern diese Leute vor Ihnen, dass Korruption belohnt und Ehrlichkeit bestraft wird, dann wissen Sie, dass Ihre Gesellschaft vor dem Untergang steht.“

    Dazu noch als Ergänzung:
    "Die Fähigen sind für die Produktivität zuständig, die Unfähigen für die Moral..."

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSinnlosschwatz
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juni 2012 16:02

    Dass man mit ein paar Zuckerln die Genossen und einige andere mit harmlosen Gemüt dazu bewegen kann, das Kreuzerl an der "richtigen" Stelle zu machen, das hat bereits der Großmeister der Schuldenmacher, Brunsky, erkannt. Sein Spruch, ein paar Milliarden Schulden mehr und dafür einige Arbeitslose weniger, wird auch heute noch oft zitiert, nur hat Brunsky von Schillingen geredet. Zu seiner Ehrenrettung sei gesagt, im Vergleich zu seinen sozialistischen Nachfolger, da braucht man nich einmal bis zum Faymandl gehen, war er ein echter Intellektueller. Die Sozialisten verkünden auch heute immer noch es ist genug Geld da, man braucht es nur umverteilen.
    Vielleicht erkennt von den vielen "Experten" wenigstens einer einmal, dass demWirtschaftswachstum auch Grenzen gesetzt sind, wir bewegen uns diesbezüglich eh scho lange am Plafond, das System ist total ausgereizt, es gibt keinen Spielraum mehr, dem Steuerzahler wird in Zukunft noch Grausliches abverlangt werden, das geht natürlich zu Lasten des Konsum, und damit beginnt die Abwärtsspirale, neue Schulden werden unmöglich sein, da kein Geld zu vernünftigen Zinsen zu haben sein wird, wer gibt schon ausser der EU einem Konkursler Geld, und die wird in einigen Jahren auch keines mehr zum Verteilen haben.


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  1. Adam (kein Partner)
    22. Januar 2015 14:37

    TYVM you've solved all my prbloems

  2. Renato (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:20

    Dag nabbit good stuff you whppnersiappers!

  3. Kochidariad (kein Partner)
    19. Januar 2015 11:51

    Also ich muss sagen der Hugendubel um die Ecke reicht mir vf6llig zum stf6bbern. Ein mehr an Masse macht ja nicht uneidbngt ein mehr an Qualite4t. Und wenn man weidf was ffcr ein Buch man will ist das Internet ja doch ne4her als das ne4chste Gesche4ft.

  4. HDW
    21. Juni 2012 16:28

    @dssm
    19. Juni 2012 22:40
    Grundsätzlich stimmt das ja: Jeder der die Nachkriegszeit miterlebt hat (besonders in der Russenzone) erinnert sich daran, dass die Konjunktur in Österreich gegenüber Bayern oder Norditalien wesentlich später eingesetzt hat. Trotzdem wir pro Kopf fast zehnmal soviel Geld aus dem Marshall Plan, den ERP Krediten bekamen (verbrannt im verstaatlichten Reiche des Ing. Waldbrunner und den USIA Betrieben wie ÖROP u.s.w.) Aber Tourismus nur privatrechtlich? Also während meine Schweizer Cousine mit der Schule im Winter eine Woche Rom besuchte, wurden wir zum obligatorischen Schul-Schikurs gezwungen. Noch dazu auf der grausigen Felseralm in Obertauern, Ex-NAPOLA Schilager samt grausigem ehemaligem PG als Leiter! Und in welches Land verkauften die Tschechen am meisten "Tatraplan(wirtschaft)" Autos? Eben Österreich, ist und bleibt planwirtschaftlich antiliberal gepolt, bester Beweis die Abhängigkeit unserer Produktivkräfte von der planwirtschaftlich organisierten deutschen Autoindustrie, übrigens mit Porsche-Piech industriegeschichtlich ebenso aus der Adolf-Zeit stammend wie die Reichs(panzer)werke Hermann Göring alias VÖEST Alpine!

  5. Gasthörer (kein Partner)
    20. Juni 2012 21:44

    Wieder einmal nicht mit Unterberger einer Meinung. Das Wort ESM meidet er wie der Teufel das Weihwasser.

    Aber zur Sache: Was täte die Hochfinanz, wenn sie den Staaten nicht ihre aus den Nichts und aus Zinseszins geschaffenen Milliarden verleihen könnten? Die Staaten sind nämlich gute Schuldner - Rettungsschirm sei Dank. Daher gelten die sonst strengen Regeln für Banken bei der Kreditvergabe gerade dann NICHT, wenn sie einem Staat ihr Geld geben.

    So gesehen sind Kredite heute so etwas wie einst Armeen. Schafft man es ausreichend viele in einem zu platzieren, wird man früher oder später in diesem Land das sagen haben.

    Nur ein Gedanke: Vielleicht haben auch deshalb die Spin-Doktoren von der Ostküste weiland der SPÖ geholfen den VP-Sparekanzler Schüssel abzuservieren.

  6. Zraxl (kein Partner)
    20. Juni 2012 20:25

    "Manche Philosophen und ökonomischen Denker prophezeien aus diesem Grund sogar ein Ende der Demokratie."

    Welcher Demokratie? Ich sehe ein paar Oligarchen, die den Ochlos vor sich her treiben.

    • Gasthörer (kein Partner)
      20. Juni 2012 21:47

      Gebe Ihnen vollkommen Recht.
      Aber nicht vergessen...AU schreibt für das "unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com". Die zahlen nur, wenn er uns weiterhin das als Demokratie verkauft, was keine ist.

  7. ambrosius
    20. Juni 2012 19:21

    Dieser Beitrag war also wichtig genug, um ein paar inke Pamphletisten ins Gefecht zu schicken.
    Ich finde es unglaublich interessant, wie schwach und primitiv diese Typen sogar vor diesem Forum argumentieren, von dem sie eigentlich wissen müssten, daß man sich nicht auf dem Niveau der linken Hammelherde befindet.

  8. Sinnlosschwatz (kein Partner)
    20. Juni 2012 16:02

    Dass man mit ein paar Zuckerln die Genossen und einige andere mit harmlosen Gemüt dazu bewegen kann, das Kreuzerl an der "richtigen" Stelle zu machen, das hat bereits der Großmeister der Schuldenmacher, Brunsky, erkannt. Sein Spruch, ein paar Milliarden Schulden mehr und dafür einige Arbeitslose weniger, wird auch heute noch oft zitiert, nur hat Brunsky von Schillingen geredet. Zu seiner Ehrenrettung sei gesagt, im Vergleich zu seinen sozialistischen Nachfolger, da braucht man nich einmal bis zum Faymandl gehen, war er ein echter Intellektueller. Die Sozialisten verkünden auch heute immer noch es ist genug Geld da, man braucht es nur umverteilen.
    Vielleicht erkennt von den vielen "Experten" wenigstens einer einmal, dass demWirtschaftswachstum auch Grenzen gesetzt sind, wir bewegen uns diesbezüglich eh scho lange am Plafond, das System ist total ausgereizt, es gibt keinen Spielraum mehr, dem Steuerzahler wird in Zukunft noch Grausliches abverlangt werden, das geht natürlich zu Lasten des Konsum, und damit beginnt die Abwärtsspirale, neue Schulden werden unmöglich sein, da kein Geld zu vernünftigen Zinsen zu haben sein wird, wer gibt schon ausser der EU einem Konkursler Geld, und die wird in einigen Jahren auch keines mehr zum Verteilen haben.

  9. grmpf (kein Partner)
    20. Juni 2012 09:38

    Der Turbokapitalist Unterberger würde wohl zB gern das lettische Beispiel mit 21% Armutsgefährdeten, 27% am Existenzminimum Entlangschrammenden und ca. 20% Arbeitslossen auf Gesamteuropa ausdehnen.

    Nun, für jemanden, der aus Schüssels Gnaden an den Futtertrog geführt wurde, lässt sich das natürlich leicht argumentieren.

    • Reinhard (kein Partner)
      20. Juni 2012 12:05

      Genau! Den Letten ging es unter sowjetischer Herrschaft einfach blendend! Niemand lebte unter der Armutsgrenze, ach was, es gab nicht einmal eine Armutsgrenze, denn im sozialistischen Paradies zu leben war Reichtum genug!
      Der Turbokommunist "grmpf", der selbstlos sogar auf Vokale verzichtet, damit für jden Menschen auf der Welt genug Buchstaben übrig bleiben, würde wohl lieber das lettische Leben von vor 20 Jahren, als die Letten alle gleichermaßen recht- und besitzlose geduldete Anhängsel einer zentralistischen kommunistischen Großmacht waren, auf Gesamteuropa ausdehnen.
      Ein ultrarechtskonservativturbokapitalistischneoliberaler Unterberger wird das wohl nie begreifen.
      So wie auch kein anderer normal denkender Mensch.

    • Kummerl (kein Partner)
      20. Juni 2012 16:49

      Die gute alte Zeit ist eben auch in Lettland vorbei, die Arbeitslosenzahlen steigen überall, auch die Zahl der Armutsgefährdeten steigt nicht nur in Lettland, kaum vorstellbar, aber laut den guten Menschen bei der Caritas und sonstigen Tagträumern steigt sie sogar trotz sozialistischer Regierung bei uns. Autobahnen können auch nicht endlos gebaut werden, in Zukunft werden sich viele das Autofahren ja nicht mehr leisten können und die Grünen leiden jetzt schon unter permanenten Sauerstoffmangel.

  10. cmh (kein Partner)
    20. Juni 2012 09:26

    Ein eisernes Gesetz der Wirtschaft:

    There is no such thing as a free breakfast!

    Trotzdem glauben alle daran, dass ein reicher Onkel aus Arabien, China oder Russland kommt, alles zahlt und sich dann wieder vertschüsst. Die wären doch allesamt nicht reich, wenn sie dafür zu haben wären.

    Dazu kommt noch, dass nach unseren Moralvorstellungen dieser Reichtum eigentlich unrechtmäßig ist.

    Trotzdem kriechen unsere Politiker diesen präsumptiven Geldscheißern in den Arsch. (Sorry.) Obwohl der Gegenstrom auf diesem Wege sogar ziemlich stark ist, scheint unsere Ansicht zu sein: Non olet. Welche Selbstüberwindung auch!

    In Wahrheit sind wir dank unserer Sozialisten aller Parteien schon längst dabei, nicht von den Früchten, den Zinsen zu leben, sondern unser Kapital zu verschleudern.

  11. november (kein Partner)
    20. Juni 2012 07:53

    Nun, wenn man die Banken von Anfang an stärker reguliert und kontrolliert hätte, wären vielleich Spanien und Irland vom Bankrott verschont geblieben. Man kann durchaus argumentieren, dass diese beiden Staaten ihr Deficit Spending in den Privatsektor ausgelagert haben, damit sie korrekte Maastricht-Zahlen nach Brüssel melden und trotzdem (teils virtuelles) Wirtschaftswachstum generieren konnten. Dieses Argument sollte Unterberger einleuchten.

    Ansonsten ist mit Sparen natürlich die Austeritätspolitik (Ausgabenkürzungen mit Steuererhöhungen) gemeint. Dass die Problemstaaten dadurch ihre Defizite nicht ausreichend reduzieren können, bedeutet nicht, dass es keine Austeritätspolitik gibt. Was will man den Griechen noch wegnehmen (kürzen), oder sind die Berichte über das zusammenbrechende Gesundheitssystem auch eine Lüge?

  12. Möp (kein Partner)
    20. Juni 2012 05:41

    Manche Philosophen und ökonomischen Denker prophezeien aus diesem Grund sogar ein Ende der Demokratie.
    Sogenannte Philosophen und ökonomische Denker bitte!

    • Trollfresser (kein Partner)
      20. Juni 2012 09:35

      Sogenannter Mop,

      Sie sind ja auch nur ein sogenannter Poster hier, der seine sogenannte Meinung dem Rest der Welt aufdrängen will.

      Man braucht aber kein Philosoph oder ökonomischer Denker zu sein, um zu erkennen, dass der KArren gerade an die Wand gefahren wird. Hausverstand genügt dazu.

  13. Papalima
    20. Juni 2012 01:43

    Schön, wie Sie, lieber AU ,das Prinzip herausgearbeitet haben.
    Jeder Unternehmer, aber auch jeder verantwotungsbewußte leitende Angestellte sieht sich Tag für Tag mit dem Problem des erforderlichen Wachstums bei Minimierung der Kosten konfrontiert. Auf fünf Jahre (jetzt leider fünf statt vorher vier) gewählte Politiker haben natürlich eine andere Priorität. Die einzige Hoffnung ist, daß das Pendel immer wieder die Richtung wechselt, das kann aber dauern.

  14. libertus
    19. Juni 2012 13:44

    Nicht ganz OT:

    Auch Venizelos

    http://tinyurl.com/7cey93x

    sollte in der neuen Koalition "gesundschrumpfen", sonst steht Griechenland bald wieder vor Neuwahlen. Ausgerechnet die Sozis leiden immer öfter an Übergewicht, erinnert einmal mehr an die einstigen Feudalherren.

    Fehlt nur noch der Ausspruch: ".........eßt Kuchen" an die griechische Bevölkerung, wenn sie über das nächste Sparpaket murren!

  15. dssm
    19. Juni 2012 13:12

    Zwei Vergleiche mit einem gewissen Adolf H. und Heute
    Deutschland war durch die Maßnahmen von Brüning in einem sehr guten Zustand als Adolf H. und seine Spießgesellen die Macht übernahmen. Es wurden Schulden, Schulden und noch einmal Schulden gemacht (Mefo-Wechsel), die Rüstung war nur ein sehr kleiner Anteil, die Masse ging in ‚Wohlfahrt’ und Lohnsteigerungen. Die Bürger waren glücklich, dieser Adolf war doch ein famoser Kerl. Als das System zu krachen begann, holte man sich zuerst die grossen österreichischen Goldreserven, dann schaute man beim nächsten Nachbarn vorbei und so weiter, Hauptsache niemand sah das wirkliche Problem. Der Wohlstand stieg bis 42(!) an, Rüstung war weniger wichtig als Geschenke an die Volksgenossen – man hatte ja auch nur ein bisschen Weltkrieg.
    Am Ende hat Adolf H. die U-Bahntunnels fluten lassen, da lagen die Verwundeten drin, das hat ihm dann noch mal ein paar Stunden gebracht.
    Konklusion: Schulden, ohne zusätzliche Produktivität, führen immer in den Untergang, schuldenbestimmtes staatliches wirtschaften ist eine Sache des Abschaumes der Menschheit.

    • ambrosius
      19. Juni 2012 20:04

      Viele anerkennende Sterne, lieber DSSM !
      Ein höchst notwendiger und- leider- viel zu selten erteilter Geschichtsunterricht.

    • november (kein Partner)
      20. Juni 2012 07:12

      Die Maßnahmen von Brüning waren also nicht der Grund, dass Hitler die Macht übernehmen konnte? 25% Arbeitslosigkeitsrate, aber das Deutschland war in einem sehr guten Zustand? Wieder was gelernt.

    • dssm
      20. Juni 2012 10:58

      @november
      Das selbe Problem dem wir heute gegenüberstehen. Ein Sparprogramm dauert einige Jahre bis es wirkt. Brüning hatte nicht einmal eine Legislaturperiode. Als Hitler an die Macht kam, waren alle Wirtschaftsindikatioren bereits positiv. 31 und 32 hat er seine wichtigsten Maßnahmen gesetzt, Beamtengehälter kürzen, Arbeistlose kürzen, Pensionen (auch von Veteranen) kürzen. Die 25% waren ein Erfolg, davor waren es 33% gewesen. Im Unterschied zu den USA war kein staatliches Beschäftigungsprogramm im Einsatz!

    • HDW
      20. Juni 2012 12:38

      Schlicht und ergreifend richtig! Aber wie gegen den Populismus der die 51% und besonders die repräsentative Nomenklatura beflügelt angehen? Durch Verschweizerung den Moloch Staat wieder auf sein Nachtwächterniveau reduzieren! Jeder Vorgang der nur irgendwie nach Eigenverantwortung riecht muss unterstützt werden und umgekehrt, egal wer als Sprecher auftritt!

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      21. Juni 2012 21:24

      @dssm: Das meiste, was Sie schreiben, kann man, wenn man nicht der Meinung ist, es handle sich bei den "sogenannten" wirtschaftlichen Problemen des 3. Reichs um eine alliierte Propagandalüge, getrost unterschreiben.

      Nur mit dem ersten Satz haben Sie sich vergaloppiert: Natürlich befand sich Deutschland 1933 nicht in einem "sehr guten" Zustand, sondern immer noch in einer verzweifelten Lage. Allerdings, das stimmt schon: Die Arbeitslosenzahlen waren seit 1932 bereits im Sinken begriffen – wie ja auch der Stimmenanteil der NSDAP – und die Staatskasse war noch nicht ausgeplündert, das blieb der neuen Regierung vorbehalten. Und natürlich hat Hindenburg Brüning, beeinflusst von seiner Kamarilla um seinen famosen Filius sowie den frommen Papen, nicht weiter arbeiten lassen. Das geschah aber nicht aus wirtschaftlichen Erwägungen (um den armen Leuten zu helfen), sondern es war ein Konglomerat von Machtspielchen und Intrigen und natürlich die Angst vor dem Kommunismus.

  16. HDW
    19. Juni 2012 12:40

    Übrigens spricht die anti-Berlusconi italienische Zeitung par excellence, die von den Standard/Profil Verbindungsleuten übersetzt und abgeschrieben wird, jetzt nur von A. Merkel als "Frau Panzer" und wird vom Staatsfernsehen RAI-Storia durch ständiges Bringen von Filmmaterial über Nazi-Verbrechen in Italien assistiert! Der narzissische Chefredakteur besagter "Reppublica", E.Scalfaro der vom Oligarchen DeBenedetti aus der Schweiz bezahlt wird, grüßt seit neuestem übrigens mit erhobener Faust!
    Eine interessante Karriere für die Leiterin der ML-Kurse in ihrer FDJ-Gruppe deren Familie kurz nach dem Berliner Arbeiteraufstand 1953 freiwillig in die DDR übersiedelt war! Dieser erste Aufstand im "Westen" wurde durch von Ulbricht herbeigerufenen (wirklichen) Sowjetpanzer mit vielen Opfern deutscher Arbeiter niedergeschlagen. Allerdings gab es auch mehrere Befehlsverweigerungen russischer Offiziere die dann erschossen wurden.

  17. RR Prof. Reinhard Horner
    19. Juni 2012 12:36

    reinhard.horner@chello.at

    Welches Wachstum?

    Soll es sich weiterhin um ein an Erfolge (auf welchem Weg auch immer) gebundenes grenzenloses quantitatives Wachstum handeln?

    Oder kann und soll an seine Stelle das Bemühen um qualitatives Wachstum treten?

  18. HJR
    19. Juni 2012 11:32

    OT - Kleiner Hinweis für den Tag nach dem Überschreiten Katastrophenschwelle

    Wenn man genau hinschaut dann sieht man, dass von allen Beteiligten in allen Ecken nach den Schuldigen gesucht wird, ohne dass es jurististische oder moralische Institutionen gäbe, welche die Autorität besitzen, solches allgemein gültig festzustellen. Aber auch wenn das der Fall wäre, was würde es helfen?

    Die Karre sitzt im Dreck und niemand weiß, ob der Dreck, der Karren, der vorgespannte Esel oder der Eselführer schuld ist - geschweige denn, wie man die schwer beladene Karre wieder flott bekommt. Allerdings gibt's dafür ein Vorbild: Deutschland nach dem 2. Weltkrieg - und gründlicher saß wohl noch nie in der Geschichte eine Karre im Dreck; und trotzdem haben die Deutschen das innerhalb von 15 bis 20 Jahren hingekriegt. Wie haben die das nur gemacht?

    Und kommen Sie mir jetzt nicht mit Währungsreform und Adenauer und Erhard und sozialer Marktwirtschaft und all solchem Zeugs! Die Deutschen - und zwar alle, Frauen und Männer (soweit vorhanden) - wollten das!
    Und - es gab nichts mehr zu verlieren!

    Ende der Durchsage!
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    horst.rathbauer@gmx.at

    • dssm
      19. Juni 2012 13:19

      Das mit alle ist leider falsch. Die CDU und die SPD haben sich zuerst ein sehr linkes Programm gegeben. Es waren Adenauer und Erhard, welche putschartig die Sache in die richtige Richtung gelenkt haben (mit grosser Unterstützung der US-Verwaltung). (Ahlener Programm für CDU, Bad Godesberg für SPD - mal reinlesen aber nur im Sitzen!)

    • HJR
      19. Juni 2012 14:31

      @dssm
      Ich sprach von "den Deutschen" und nicht von Parteien; und darum bat ich auch, mir nicht mit Adenauer und Erhard zu kommen - schließlich haben ja nicht diese beiden allein sondern eben alle angepackt. Und das schon als meine Mutter noch unsere Kartoffel vom Feld klauen musste und unsere SPÖ damit ausgelastet war, möglichst viele Nazis in ihre Reihen einzugliedern. Und wenn ich mich erinnere, wie Wien noch 1962 ausgesehen hat und wie München, dann weiß ich, wovon ich rede.
      ===========================
      horst.rathbauer@gmx.at

    • dssm
      19. Juni 2012 15:12

      Der Mythos der Trümmerfrauen! Das ging nur, weil Rechtsicherheit herrschte! Und zwar vor allem für die Eigentümer der Häuser. Die gab es Wien aber nicht, entscheidend für die Entfesselung der Kräfte ist die Möglichkeit, dass die Anstrengungen auch zu persönlichem Vorteil gereichen.

    • HJR
      19. Juni 2012 16:33

      @dssm
      [... entscheidend für die Entfesselung der Kräfte ist die Möglichkeit, dass die Anstrengungen auch zu persönlichem Vorteil gereichen ...]

      Und wann war das in Österreich jemals so?
      Genau darum dreht sich ja der alte Witz mit dem Wirtschaftswunder: Ein Wunder gab es in Österreich, denn in Deutschland haben die Leute ja gearbeitet!

    • dssm
      19. Juni 2012 22:40

      Sie sollten Ortschroniken aus dem Westen lesen. Da gab es kein Wunder, sondern Arbeit, Arbeit und noch einmal Arbeit. Der Tourismus war frei von staatlicher Willkür, also haben sich die aktiven Bürger in das Geschäft gestürzt. Davon hat die lokale Bauindustrie profitiert, auch dort war kaum Reglementierung vorhanden. Daneben haben sich dem Tourismus nahe Industrien entwickelt, wieder ohne Staat: Ski und Outdoor. Die Handelsbilanz Österreichs war nie gut, aber die Zahlungsbilanz durch den Tourismus; und das waren die Privaten. An die 'Erfolge' von ÖBB und der verstaatlichen kann ich mich noch persönlich gut erinnern. Arbeit, Leistung und Bereitschaft zum kalkuliertem Risiko hat uns nach vorne gebracht, kein wie auch immer geartetes Wunder.
      Es gab einige staatliche Eingriffe mit (soweit beurteilbar) positiven Folgen: Die Steiermark hat die Liftanlagen in Ennstal mitfinanziert. Es konnten sich die Bundesländer auf einen Nationalpark 'Hohe Tauern' einigen – ein Tourismusmagnet.
      Ach ja, für die Wiener Schmarotzer (Verzeihung das musste sein) war es ein Wunder …. das wir Provinzler bezahlt haben.

    • cmh (kein Partner)
      20. Juni 2012 10:11

      Als Tiroler in Wien sage ich: So einfach darf man es sich nicht machen.

      Es sind in Wien ja tatsächlich viele aus den Bundesländern tätig. Wien-Innsbruck ist auch nur ein Katzensprung. Viele Bekannte aus Tirol sehe ich öfter als Wiener Geschäftspartner, die nur zwei Straßen weiter ihr Büro haben. Telekom machts möglich.

      Das mit dem Tourismus ist auch so eine Sache, Franz Senn musste die Tiroler zum Fremdenverkehr prügeln, heute würde die gleichen Tiroler am liebsten alles zubetonieren. Dann freuen sie sich auch noch, wenn man ihnen so eine Kulturschande wie das Disney- pardon - Bergiselmuseum aufs Auge drückt.

  19. Haider
    19. Juni 2012 11:11

    Man sieht, wie einfach alles erklärt werden kann, wenn man auf Fachchinesisch, Herumgejeiere und unnötige Preudoaglizismen verzichtet. Bei jedem Satz dachte ich mir: "Genau, so ist es!"

  20. HDW
    19. Juni 2012 10:47

    Emblematisch dafür in Österreich: In der Monarchie die Entstehung der "Austrian school of economics" durch Carl Menger gegen den Preussen Schmoller (die nebenbei gesagt vom Kronprinz Rudolf unterstützt wurde und heute immer noch weltweit anerkannt zu einem schuldenfreien Wachstum führen würde) und in der zweiten Republik verspekuliert die in der ersten Republik gegründete Gewerkschaftsbank den Streikfond auf Heuschrecken Art in der Karibik. Und zwar unter Zusehen und Wohlgefallen der Führung der Bank und Gewerkschaft (Novotny-Benya-Verzetnitsch-Hundstorfer) und unter Mitwissen der von der Journaille als Finanzgenies gepriesenen Banker Vranitzky-Scholten-Androsch), Führungsleute die heute einerseits Sozialminister andrerseits Nationalbankdirektor oder elder statesmaen, was immer das bedeuten soll, spielen!

    • ambrosius
      19. Juni 2012 20:08

      Ob das Geld wohl tatsächlich in der Karibik verspielt wurde ??????

    • Xymmachos
      20. Juni 2012 09:56

      @ambrosius
      Na ja, alles ist nicht beim Flöttl jr. (auf seinen karibischen oder sonstigen Landsitzen) gelandet; ein bisserl was davon musste schon für die plötzliche wundersame Entschuldung der SPÖ hergegeben werden. Das ist zwar allgemein bekannt, aber vornehm, wie wir sind, wird darüber nicht gesprochen.

  21. socrates
    19. Juni 2012 10:33

    O.T. Der freie Markt und das Copyright
    Crowdfunding-Klage gegen VG Wort?
    Peter Mühlbauer 19.06.2012
    Autoren wollen nicht "7 oder 8 Jahre" auf ihren Ausschüttungsanteil warten

    Die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) kassiert unter anderem Abgaben auf Computer, Festplatten, Drucker, Scanner, DVD-Rohlinge, USB-Sticks und Kopien. Diese schüttet sie aber nicht nur an Autoren aus, sondern auch an Verlage. Weil er die dafür herangezogenen Begründungen für ausgesprochen fadenscheinig hielt, klagte der Jurist Martin Vogel dagegen vor dem Landgericht München und bekam im letzten Monat Recht. Dieses Urteil nahm die VG Wort zum Anlass, nicht nur die Ausschüttung an die Verlage vorerst einzustellen, sondern auch die an die Autoren.
    "Freiheit, die ich meine" (Qualtinger) .

  22. Gandalf
    19. Juni 2012 10:11

    O.T.: Die Maus, die brüllte
    Nie hätte ich gedacht, dass ich einmal vor Herrn Barroso den Hut ziehen würde. Heute allerdings muss ich ihm Respekt zollen. Endlich hat einer die unbedarften Nordamerikaner mit ihrem durch nichts begründeten Sendungsbewusstsein in ihre Schranken gewiesen. Bedauerlich nur, dass es eben die Maus war, die brüllen musste, und nicht einer von den Löwen selbst. Und was taten die? Sie sagten ein Abendessen mit Herrn Obama ab. Na und.

  23. A.K.
    19. Juni 2012 10:08

    Ich habe zwar in Englisch maturiert, kann ich mich aber trotzdem nicht daran erinnern, bis ca. 1985 das Wort Lobbying bewußt gekannt oder gar verwendet zu haben. Damals - als naiver junger Mensch - nahm ich an, daß politische Parteien sich bemühen, stets in Richtung für das Wohl des Volkes zu handeln. Nur die unterschiedlichen Sichtweisen, woher der Mensch kommt, wer er ist und wohin er gehen soll/wird seien die Ursache für die verschiedenen politischen Strömungen beim täglichen Herangehen an Problemlösungen.
    Etwa 1985 hatte ich längere Zeit in England dienstlich zu tun. Als Naturwissenschaftler mit zugehörigen Interessen überraschte mich, daß dort sogar Sekretärinnen täglich die Aktienkurse studierten und man bei Problemlösungen als ein Werkzeug zur Durchsetzen der Interessen Lobbying benutzte. – Man lernt eben nie aus. Inzwischen weiß ich, daß es die Tätigkeit des Lobbyisten als Beruf gibt, was wohl dem käuflichen Soldaten im Mittelalter ähnlich ist. Schöne neue Welt!
    Vielleicht aber gibt es ein Umdenken und „Zurück zu den Wurzeln“, wenn sich die derzeitigen Lebensentwürfe als wenig empfehlenswert herausstellen.

    • Erich Bauer
      19. Juni 2012 10:15

      Von "Lobbies" wußte man schon lange vor 1985 (auch hierzulande). Wenn ich mich recht erinnere, schlich sich das Wort "Lobbying" hierzulande im Zuge der "Lucona" ein. Als beschönigender Ausdruck für Korruption...

    • socrates
      19. Juni 2012 10:34

      "Schieber" war damals die Bezeichnung.

    • A.K.
      19. Juni 2012 16:19

      Vom Schieber zum Lobbyisten - eine interessante Weiterentwicklung. Beim Schieber wußte man noch wie er einzuschätzen war. Beim Lobbyisten geht es - wie bei vielem aus dem angelsächsischen Raum stammenden, schillernden, Begriffen - schon um einen scheinbar "anständigen" Beruf. Ja, die Zeiten ändern sich.

    • ambrosius
      19. Juni 2012 20:14

      Was regt Ihr Euch eigentlich über das Lobbying auf? Ist es nicht das grundsätzliche und unangreifbare Recht jeder natürlichen und juristischen Person in einer Demokratie, auf die Mandatare in seinem Interesse einzuwirken ? Ist es denn nicht die verdammte Aufgabe der Mandatare, unter diesen Einflußnahmen die guten Aspekte zu begünstigen und die negativen abzulehnen? Verkehrte Welt ist es, die wir da haben aber nicht so, wie die Sozikraten den Dummerln das einzureden versuchen.

    • cmh (kein Partner)
      20. Juni 2012 10:15

      Der Erfolg macht den Unterschied und entschuldigt vieles - wenn auch nicht alles.

  24. Erich Bauer
    19. Juni 2012 09:34

    "...Nun greifen die Schuldenfreaks zur Moralkeule..."

    Dazu ein passendes Zitat von Ayn Rand:

    "Geld ist das Barometer der Moral einer Gesellschaft.

    Wenn Sie sehen, dass Geschäfte nicht mehr freiwillig abgeschlossen werden, sondern unter Zwang, dass man, um produzieren zu können, die Genehmigung von Leuten braucht, die nichts produzieren, dass das Geld denen zufließt, die nicht mit Gütern, sondern mit Vergünstigungen handeln, dass Menschen durch Korruption und Beziehungen reich werden, nicht durch Arbeit, dass die Gesetze Sie nicht vor diesen Leute schützen, sondern diese Leute vor Ihnen, dass Korruption belohnt und Ehrlichkeit bestraft wird, dann wissen Sie, dass Ihre Gesellschaft vor dem Untergang steht.“

    Dazu noch als Ergänzung:
    "Die Fähigen sind für die Produktivität zuständig, die Unfähigen für die Moral..."

  25. Wolfgang Bauer
    19. Juni 2012 08:43

    "Die erste Lüge: Fast kein Land spart wirklich. Heißt doch sparen allemal weniger ausgeben, als man einnimmt."

    Wie schaut's in Österreich aus?

    Unser - schon fast wieder vergessenes - "26 Mrd.-Konsolidierungspaket" ist ebenfalls so ein Lavendelschmäh:

    1) Allein schon die kumulierte Darstellung über - willkürliche- 5 Jahre ist eine Augenauswischerei. Methodischer Unsinn und Schmäh, da nur Miniteile in die jetzige Regierungsperiode fallen. Da nicht einmal Verfassungsverankerung besteht, ist alles nur Absichtserklärung Unzuständiger.

    2) Wurde der 'Sparbetrag' von 26 Mrd. zu 40% nur dadurch erreicht, dass die Plandefizite bis 2016 zuerst massiv angehoben wurden, damit der "Spareffekt" größer aussieht. Die Budgetsektion im Finanzministerium hat einfach ab 2014 nicht die Defizitprognosen des WIFO genommen, die bis dahin gegolten haben, sondern schlechtere Werte. Das diente ausschließlich einer fiktiven Erhöhung des Schein-Spareffektes. Dieser alte Controllerschmäh blieb von den Medien - trotz meiner Bemühungen, durch eine APA-OTS-Aussendung Bewusstsein zu schaffen - völlig unkommentiert. Hätte das Zeug zu einem Skandal gehabt.

    3) Die - ebenfalls weithin unbeachtet gebliebene - Tragik dieser Situation: 2016 werden die Staatsschulden trotz "26 Mrd.-Paket" (selbst dann, wenn alles verwirklicht würde (was nicht passieren wird) - die Staatsschulden Österreichs um 30 Mrd. höher sein als heute! Wem ist das bewusst?

    Oh, wären die Politiker mit ihren Spindoktores doch auch in ihrer eigentlichen Aufgabe, Österreich und seiner Bevölkerung nachhaltig zu nutzen, so erfolgreich wie beim Schmähtandeln zu unseren und unserer Jugend Lasten!

    Ein weiterer Kernsatz der großartigen Unterberger-Analyse: "Wenn Gesetzgeber und Bürokratie ihren Wust an Vorschriften und Regeln halbieren, würde die Wirtschaft ganz ohne Schulden wieder so wachsen wie zuletzt in den 50er Jahren." That's it!

    Übrigens: Die Homepage von www.verwaltungsreform ist neu gegliedert und erweitert! Klicken Sie bitte!

    • Erich Bauer
      19. Juni 2012 09:01

      Wolfgang Bauer,
      "...weniger ausgeben, als man einnimmt..."

      Ich würde das nicht als SPAREN bezeichnen, sondern als ordentlich HAUSHALTEN...

    • Wolfgang Bauer
      19. Juni 2012 11:40

      @Erich Bauer: Wenn man sich zu weit vorgewagt hat, muss man dann sparen, um wieder ordentlich haushalten zu können. In diesem Sinn ist's gemeint. LG

    • Erich Bauer
      19. Juni 2012 12:10

      Wolfgang Bauer,

      leider ist das Wort SPAREN "negativ besetzt". Die "Massen" empfinden es als "Drohung". Einen "ordentlichen Haushalt" und "keine Schulden" hätten sie selbst gern... So ist es von mir gemeint. Herzliche Grüße

    • Wolfgang Bauer
      19. Juni 2012 16:15

      Erich Bauer, da hast du recht!

  26. Josef Maierhofer
    19. Juni 2012 08:36

    Das Geld des anderen.

    In meinem Leben hatte ich 2x kurz Kredit von der Bank, Kredit für Privates, für Eigentumswohnungsankauf und einmal für Auto, das ich hauptsächlich beruflich gebraucht habe.

    In meinem Leben war ich selten auf Urlaub, die Gesundheit hat es mir 'gedankt'.

    In meinem Leben habe ich, außer Kinderbeihilfe bis zum 23. Lebensjahr des Kindes, keinerlei öffentliche Gelder beansprucht. Dafür ahbe ich aber hohe Abgaben bezahlt.

    In meinem Leben habe ich 3x so viel Abgaben bezahlt, als ich selbst behalten durfte.

    Solidarität, so wurde mir gesagt, wäre wichtig.

    In meinem Leben habe ich gesehen, was mit meinem Geld gemacht wurde.

    Ganz offen und unverblümt (solidarisch und 'demokratisch') wurde mein Geld, mein Lebensbeitrag, verschwendet, mißbraucht und von Schmarotzern der Gesellschaft (von ganz oben bis ganz tief unten) verprasst.

    Das war in Österreich nicht immer so, wie geschrieben, waren die Wirtschaftswunderzeiten anders, da gab es noch die ordentlichen Sozialisten (aus allen politischen Parteien), die ihren Beitrag geliefert haben und anständig waren.

    Mit dem Wohlstand, entstanden aus Fleiß und harter Arbeit, kam die Gier nach mehr und die Gier nach dem Geld des anderen, des Tüchtigeren, die Gier nach Konsum, Freizeit, nach Kredit, 'Freiheit' hat man das genannt, Verantwortungslosigkeit würde ich es nennen.

    Bis wir schliesslich beim heutigen Zustand angelangt sind, wo nun (solidarisch, gemeinsam sind wir stärker) die Gier nach dem Geld anderer Staaten ausgelebt wird. Auch mit kriminellen Methoden.

    Eine EU-Bonzokratie 'regelt' (sich) das alles ganz genau, damit Abzocke stattfinden kann, wo es nur geht. Lange geht es nicht mehr.

    Das alles aber, war schon immer der Ausgangspunkt von Kriegen, die Unordentlichen erpressen, nehmen, was sie abkarren können, der andere wehrt sich dagegen, hat er doch seine Güter ehrlich erworben.

    Als Bürger bin ich wehrlos den morodierenden Nehmerbanden namens Sozialisten (aus allen politischen Parteien) ausgeliefert, haben sie ja stets die Mehrheit, weil es mehr Unanständige als Anständige gibt. Ja. sie haben sogar Gesetze durchgesetzt, die es gestatten, ohne Arbeit, ohne Leistung oft besser leben zu können als ein Arbeitender.

    Die leistungslose Gesellschaft ist unfinanzierbar und endet im Chaos oder Krieg.

    • ambrosius
      19. Juni 2012 09:48

      Diesem Beitrag ist von der ersten bis zur letzten Zeile zuzustimmen!
      Hervorheben möchte ich den Begriff " ordentliche Sozialisten". Pittermann hat bei seinem Sturz durch Kreisky gesag: "das Ende der Ära Kreisky wird fürchterlich sein".
      Das "Ende" der Aera Kreisky hat noch garnicht angefangen, wir haben noch keinen Groschen/Cent von seinen Schulden und was er sonst noch angerichtet hat bezahlt
      und doch packt uns schon das kalte Grauen.
      Pittermann hat als Vizekanzler unserer Republik in einer mehr als bescheidenen Genossenschaftswohnung am Tivoli gewohnt und nicht in einer in durchaus fragwürdiger Weise zur Verfügung gestellten Villa in der Armbrustergasse. Selbst der in seiner Machtausübung durchaus überschießende Anton Benya ist in seiner Genossenschaftswohnung am Küniglberg geblieben. Das war auch die Zeit, in der die redlich- linke Arbeiterzeitung den Bach hinuntergegangen ist und die in diskutabler Weise finanzierte Kronenzeitung entstanden ist.Das war die Zeit, in welcher der Sozialismus durch eine Gesellschaft zur Machterhaltung namens Sozialdemokratie ersetzt worden ist, welche mangels jeglicher Ethik mit dem Sozialismus überhaupt nicht in Einklang zu bringen ist. Dubiose Edelmänner und noch dubioserere Nazis saßen auf einmal in der Regierung und ein Simon Wiesenthal wurde als Nazikollaborateur geächtet. Der Parteikassier und die Zusammenkünfte der Basis in den Parteilokalen verschwanden und der Club 45 prosperierte.
      Zur Klarstellung: ich halte Sozialismus für eine-häufig in der Pubertät auftretende- geistige Fehlentwicklung, sie ist mir aber immer noch lieber als das, was uns jetzt als Soialdemokratie geboten wird.

    • Josef Maierhofer
      19. Juni 2012 11:20

      @ ambrosius

      Ja, das Ausmass ist gewaltig, ich weiß es.

  27. brechstange
    19. Juni 2012 07:30

    Es sollen zahlen

    alle, die Sparen und Investieren in Gleichklang gebracht haben,
    alle, die ihr Geld vor allem im Land verdienen und investieren,

    somit alle, die noch was ohne Pump haben, sind noch da, ausgeblutet zu werden. Da gibt es doch noch genug zu holen für den Hollande und Co.

    Es wird nicht leicht, doch international konzertiert durch IWF, OECD, Weltbank und andere - eigentlich alles Institutionen, die von öffentlichem Geld leben - wird das dann doch gelingen. Dazu bedarf es noch ein paar Institutionen, wie den ESM, den Schuldentilgungsfonds, etc., die die Eintreibung und Verteilung organisieren, natürlich nicht ganz selbstlos.

  28. Marie-Joseph Paul Yves Roch Gilbert du Motier, Marquis de La Fayette
    19. Juni 2012 07:20

    Garnicht off topic:

    "Das Zusammenwachsen zu einer Fiskalunion wirkt sich negativ auf die Bonität von Ländern wie Deutschland und Österreich aus?

    Ja, weil es bedeutet, dass sie für andere haften werden. Wenn es richtig funktioniert, wird der Ernstfall zwar nicht eintreten. Gerade sind wir aber auf dem Weg, dass sich die Fiskalunion durch die Hintertür einschleicht. Wenn wir so weitermachen, wird die Eurozone zerbrechen, und die EZB bleibt auf ihren Forderungen gegenüber der Peripherie sitzen. Dann werden die Aktionäre der EZB zur Kasse gebeten, und 27Prozent davon entfallen auf Deutschland.". Andrew Bosomworth, Pimco (weltgrösster Anlageinvestor).

    Hat Klaus Woltron auf FB gepostet.

  29. mike1
    • Erich Bauer
      19. Juni 2012 13:47

      Wie geht's unserem Wertkonservativen? Ich bete dafür, daß alles glatt geht.

  30. ambrosius
    19. Juni 2012 07:03

    Alles, was da geschrieben wurde ist so- oder so ähnlich- richtig und kann eigentlich nach den Gesetzen der Logik nicht widersprochen werden.
    Und dennoch regt sich Widerspruch nur in privaten Zirkeln bzw. Katakomben der intellektuellen Redlichkeit.
    Eben jenes Konzept, mit welchem Kirchen die geistige Lufthoheit über die Massen erobern und oft durch Jahrhunderte behaupten, eben jenes Konzept hat ein diabolisch intelligent gewordener Sozialismus mit Erfolg angewandt und sich die Plebs untertan gemacht. (Hollande macht nix anderes nach Sarkozy wie Schröder nach Kohl und Gusenbauer nach Schüssel, aber niemand merkts !)
    Dennoch hat etwa der Katholizismus noch immer die besseren Karten: er verspricht das Paradies nämlich erst für`s Jenseits. Und wenn den Sozikraten, wie der Marquis so schön zitiert hat, das Geld der Anderen ausgeht, dann bleibt ja auch nichts anderes übrig als zu beten !
    Vielleidht schauen aber auch mehr Menschen als heute nach Südostasien und erkennen, welches Powerhouse an kulturellem und wirtschaftlichem Wohlstand dort in einer friedlich zusammenlebenden Staatengemeinschaft entstanden ist.

  31. mike1
    19. Juni 2012 06:58

    genau so wie a. u. schreibt, ist es auch.

    griechenland zeigt uns an vorderster schuldenfront, wo man letztendlich landet.

    das problem ist: lernt der politiker draus ? das beispiel hollande überzeugt uns vom gegenteil. nur sehr wenige noch aufrechte trauen sich gegen den mainstram und die journaille zu schwimmen.

    lernt der wähler aus seiner erfahrung? offensichtlich auch nicht, sonst hätten wir in wien nicht das rotgrüne finanzchaos. oder einen faymann. oder darabos.

    und der vertrottelte griechische kommunist hätte nicht 27% der stimmen eingefahren.

  32. Observer
    19. Juni 2012 06:49

    Warum ist in unserer Bundesverfassung - wie in manchen anderen Staaten - noch immer keine Schuldenbremse (= maximale Staatsverschuldung)festgeschrieben?

    • brechstange
      19. Juni 2012 07:35

      ..., weil es eh bald den europäischen Fiskalpakt gibt. Dessen Schlagkraft bereits im Vorfeld erkennen lässt, dass das schiefgeht. Er soll ja um den Wachstumspakt erweitert werden. Sie werden doch noch was am Konto haben, Observer? ;-(

  33. Marie-Joseph Paul Yves Roch Gilbert du Motier, Marquis de La Fayette
    19. Juni 2012 05:47

    Wie schon Margaret Thatcher wusste:
    „Das Problem der Sozialisten ist, dass ihnen irgendwann das Geld der anderen Leute ausgeht.“

    Guten Morgen!

    60 Jahre Sozialismus haben ihre Spuren hinterlassen. Heute können sie nur mehr den Wenigsten erklären, dass ein ausgeglichener Haushalt wichtig ist, dass man sich für schlechtere Zeiten etwas beiseite legt.
    Weder im Kleinen, also der Einzelne, noch im Großen.

    Der ORF und die Kasperlpost Österreich oder HEUT tun das übrige. Sie gaukeln den Lesern vor nur Konsum sei wichtig, sparen ist "igitt und pfui"!

    Dankbar nehmen das die Menschen an, ist es doch leichter auf Pump zu leben, ein Teures Auto zu haben, 3 x im Jahr auf Urlaub zu fahren, jeden neuen Trend bei der Mode und bei elektronischen Geräten mitzumachen, als sich klar zum Sparen und gegen den Konsum zu entscheiden.
    Das bittere Ende kommt dann allerdings unausweichlich.

    Und diesen Menschen soll man schlüssig erklären, dass der Staat sparen und den Vollkaskostaat herunterfahren muss.

    Unmöglich.

    Die wollen nur hören, dass die bösen Spekulanten, die herzlosen und kalten Neoliberalen und die menschenverachtenden Reichen zahlen sollen.

    • GOP
      19. Juni 2012 06:50

      Sie können doch nicht von unserem Möchtegernkanzler etwas Vernünftiges erwarten.

    • Florin
      19. Juni 2012 08:23

      "Die wollen nur hören, dass die bösen Spekulanten, die herzlosen und kalten Neoliberalen und die menschenverachtenden Reichen zahlen sollen."

      Das hören sie ja auch in der unverschämten Werbung der Arbeiterkammer im ORF !

  34. Anton Volpini
    19. Juni 2012 05:26

    In einer Volkswirtschaft gibt es zwei verschiedene Nenngrößen: Der privaten Sektor und den öffentlichen Sektor, zwischen denen eine sehr große Abhängigkeit besteht.

    Der öffentliche Sektor, der in aller Regel nicht produktiv ist, nimmt dem privaten Geld weg. Ist jetzt der öffentliche Sektor zu groß, und kann der private die Unproduktivität des öffentlichen Sektors nicht mehr finanzieren, dann kommt es zu Situationen, wie wir sie gerade haben. Dann muß gespart werden, aber nicht in der Volkswirtschaft im allgemeinen, sondern im öffentlichen Sektor. Der öffentliche Sektor muß geschrumpft werden, bis er eine, für die Finanzierbarkeit durch den privaten Sektor, machbare Größe erreicht hat.

    Oder umgekehrt gesagt, je größer der öffentliche Sektor in einer Volkswirtschaft ist, desto ärmer wird der private Sektor, was beides zum Niedergang führt!

  35. kakadu
    19. Juni 2012 01:11

    Hollande hat soeben das Pensionsalter entgegen aller Vernunft wieder herabgesetzt. Das verstehen also die französischen Sozialisten unter "nicht Sparen auf Kosten des Wachstums". Da kommt noch einiges aus uns zu aus der "Grande Nation"!

  36. libertus
    19. Juni 2012 00:49

    Bestens aufgezeigt, wo der "Schuldenhase" tatsächlich im Pfeffer liegt!

    Denn wenn das Gefasel vom "zu Tode sparen" stimmte, dann müßten ja alle diese Staaten, welche mit einem horrenden Schuldenberg gesegnet sind - ergo in der Vergangenheit NICHT "zu Tode gespart" haben - konjunkturell und wirtschaftlich an erster Stelle stehen, oder?
    Genau das Gegenteil ist der Fall und damit führt sich dieses "Todschlagargument" selbst ad absurdum.

    Jeder von uns weiß, daß Wohlstand auf Pump HOCHSTAPELEI darstellt, nur die Politikerkaste ignoriert diese Tatsache und verpaßt dem Stimmvieh die tägliche Gehirnwäsche, daß es ein Recht auf diesen Wohlstand hat und es die Pflicht des Staates ist, ihn mit hemmungsloser Verschuldung zu finanzieren.

    Nachdem diese unheilvolle Verstrickung von Staatsschuldnern und Bankengläubigern womöglich erst durch einen größeren Zusammenbruch zu entflechten ist, könnte dies tatsächlich eine schwere Gefährdung der Demokratie darstellen.

    Nicht "zu Tode sparen", sondern "Gesundschrumpfen" sollte ab sofort in dieser prekären Situation die Befehlsausgabe in Brüssel lauten, anstatt immer öfter die Gelddruckmaschine zu unser aller Verderben anzuwerfen.

  37. Richard Mer
    19. Juni 2012 00:15

    Bravo! Glasklar, richtig, wichtig. Nirgendwo sonst in Österreich zu lesen.





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