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Fußnote 312: Jetzt will die Regierung sogar schon Gesetze einhalten

Lesezeit: 1:00

Mit viel Trommelwirbel, aber wenig Wirksamkeit hat die Koalition nun die Details des neuen Medientransparenzgesetzes fixiert.

Besonders stolz ist man dabei auf folgende Regelung: Die Regierungsinserate müssen künftig so gestaltet sein, "dass eine Verwechslung mit dem redaktionellen Teil des Mediums ausgeschlossen ist". Der Auftraggeber muss das Medium sogar "vertraglich dazu verpflichten, eine eindeutige Kennzeichnung vorzunehmen", heißt es in der Regierungspropaganda. Toll! Bis auf die Kleinigkeit, dass diese Kennzeichnungspflicht schon längst im Medienrecht vorgeschrieben ist. Das heißt also: Die Regierung verkündet also im Grunde nur, dass sie künftig sogar Gesetze einhalten will. Das ist der heitere Aspekt des neuen Gesetzes. Der viel ernstere besteht darin, dass auch weiterhin keine Pflicht zur Ausschreibung von Inseraten besteht. Dass also weiterhin die roten Ministerien die Fellner- und Dichand-Zeitungen ungehindert mit Inseraten vollstopfen können.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordurga
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2012 17:27

    Ich weiß nicht, was hier alle an Inserateschaltungen in den Gratiszeitungen auszusetzen haben!

    Heute, Österreich, Bezirkszeitungen,.. müssen doch am Leben erhalten werden, da sie einen - vermulich von der Schmiedin oder sogar vom Faymannschen Osterhasen erdachten - wertvollen Zweck in der Erwachsenenbildung erfüllen, nämlich die Steigerung der Sprach/Lese-Kompetenzen unserer Mitbürger!
    Insbesondere Mitbürger mit Migrationshintergrund (die ja sehr gerne zu diesen Blättern - weil gratis - greifen) gelangen so in einfacher Weise - ohne pädagogischen Drill - vom einfachen Buchstabieren der Überschriften bis hin zum Lesen ganzer Absätze. Dieses tägliche Training wird sich zweifellos bald auch auf die Wortwahl und Grammatik in der Kommunikation abfärben (Beispielsweise wird "Gemma Billa" aus dem Sprachgebrauch verschwinden und durch das fast einwandfreie "Mir gen zum Billa" ersetzt werden.)

    Ja, unser Land sieht einer ungeheuren Bildungsexplosion entgegen!

  2. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2012 12:54

    Es fehlt heute einfach an Ehrgefühl und Selbstachtung vieler Entscheidungsträger. Letztlich aber an der richtigen Beantwortung der Fragen: Woher komme ich?, Wer bin ich?, Wohin gehe ich? und der Kernfrage "Wem bin ich für mein Leben verantwortlich? "

  3. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2012 13:49

    Haben die ÖVP-Minister beim heutigen Ministerrat alle geschlafen?
    Dieserfaule Kompromiss ist typisch für unser Land, wo auch Rauchverbot und andere Entscheidungen immer nur halbe Lösungen darstellen. Besser wäre es überhaupt gewesen, die Budgetposten "Öffentlichkeitsarbeit" in allen Ministerien ersatzlos zu streichen und alle Schmeichelinserate, -publikationen usw. aus anderen Töpfen zu untersagen. Lediglich Sachinformationen ohne Lobhudelei der jeweiligen Minister und ihren Parteien sollten erlaubt werden, als Herausgeber dürfte dann immer nur die Bundesregierung genannt werden.

  4. Ausgezeichneter KommentatorMarie-Joseph Paul Yves Roch Gilbert du Motier, Marquis de La Fayette
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2012 14:18

    So eine Fußnote zur falschen Zeit kann einem das Essen verderben.

    Hat tatsächlich jemand geglaubt, dass dieses Gesetz nicht genügend Schlupflöcher erlaubt und alles sehr ähnlich weitergehen wird wie bisher.

    Ich komme immer mehr zu der Ansicht, die ÖVP sollte sich schleunigst vom Koalitionspartner trennen und die Erneuerung in der Opposition anstreben.

    Dieses ewige weiterwurschteln, alles halb und irgendwie gemacht tut nicht gut.

    Soll sich doch die SPÖ jemanden anderen zum Ärgern suchen. Die ÖVP kan in der Opposition nur gewinnen.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2012 16:05

    OT

    Jetzt wird's scharf, man darf bereits PIIGSZ schreiben!

    Zypern schlüpft unter den Rettungsschirm, vorerst 3 bis 10 Milliarden Euro Finanzbedarf.

    Damit übernimmt demnächst erstmalig ein Pleitestaat den EU-Vorsitz!

  6. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2012 13:00

    Sie werden schon noch Schlupflöcher finden, um mit diesen unsäglich teuren Inseratenkampagnen weiterhin die Zeitungskaiser zu unterstützen.
    Schließlich rücken die nächsten Wahlen immer näher und da muß man sich die VLM (= Vereinigte Linke Medienlandschaft) bei Laune halten.

    Ergo wird dieses neue Gesetz genauso zahnlos bleiben, wie jenes davor.

  7. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2012 13:28

    Ich schlage vor, dass im ORF eine regelmäßige Informationssendung der Regierung eingeführt werden soll, in der die wesentlichen Regierungsmaßnahmen von den Verantwortlichen, hauptsächlich natürlich Kanzler, Vize, FinMin.... erläutert werden. Redakteure fragen sachlich nach, die Oppositionsparteien können ggf. ihre Kritik anbringen. Themen müssen vorher bekannt sein, Publikumsfragen werden gebündelt und dort gestellt.

    Soetwas könnte z.B. monatlich stattfinden. Es darf natürlich nicht gleich wieder abgeschafft werden können, wenn eine Nichtlinke Regierung kommen sollte.

    Dafür sollte jede "Info" über Zeitungen eingestellt werden, außer wenn Gefahr im Verzug ist.

    Bei dieser Gelegenheit eine weitere ORF-Sendungsidee:
    In Wien werden hoch gefährliche Radwegkilometer auf den Asphalt gemalt und niemand kümmert sich um die Sicherheit von Auto- und Radfahrern. Eine Schulung beider Gruppen wäre essentiell. Da eignet sich der Öffentlichrechtliche doch am besten.
    Z.B.: Radfahrer dürfen oft gegen die Einbahn fahren. Eine große Gefahr, wenn man als Autofahrer an eine Kreuzung kommt, wo die Einbahn von links kommt. Man schaut nicht nach rechts, aber von dort kann ein Radfahrer mit Vorrang kommen!

    Oder: Viele Radwege führen ganz knapp an den geparkten Autos vorbei. Als Radfahrer ist man höchst gefährdet, da viele Autofahrer ihre Tür unbedacht öffnen.

    Oder: Das Abbiegen von der Ringstraße, oder, oder...

    Das bedarf doch einer intensiven Bewusstmachung anhand von Filmen!

    Die Stadtregierung aber hält lieber die Unfälle mit Radlern eher geheim...


alle Kommentare

  1. Jason (kein Partner)
    22. Januar 2015 14:20

    It's a relief to find sooemne who can explain things so well

  2. Vanessa (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:45

    Super inroamftive writing; keep it up.

  3. Valentina (kein Partner)
    19. Januar 2015 10:37

    Im Menfc oben findest Du Spielberichte enikchicsen . Da kannst Du deine Bilder einsenden und uns zeigen, wie Du das mit dem Dach bewe4ltigt hast. Und auch so dein Haus mal zeigen! Sanne hat bestimmt nix dagegen.

  4. november (kein Partner)
    28. Juni 2012 00:07

    OT

    Wird Unterberger eigentlich auch über das aktuelle Urteil des Kölner Landgerichts schreiben? Religiöse Traditonen schön und gut, aber kann religiöse Befindlichkeit der Eltern schwerer wiegen als die körperliche Unversehrtheit ihrer Kinder?

    Dieses Urteil wird weitreichende Folgen haben und Unterberger hat als Jurist und guter Katholik sicher einiges dazu zu sagen.

    • Reinhard (kein Partner)
      28. Juni 2012 11:54

      Dieses Urteil birgt Zündstoff ohne Ende, denn die Beschneidung des Sohnes ist auch bei den Juden gleichzeitig die Aufnahme in die Religionsgemeinschaft.
      Ein deutsches Gericht untersagt den Juden ihre Religionsausübung (wenn auch den unappetitlichen Teil); na das wird sicher noch lustig. Da wird der EGMR, sicher von den Empörten angerufen und mit Hinweis auf das erwünschte Urteil bedacht, mal zeigen können was er wert ist - wiegt das Menschenrecht auf freie Religionsausübung wirklich schwerer als das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit?
      Ich bin mal gespannt.

  5. Reinhard (kein Partner)
    27. Juni 2012 20:23

    Und was kommt als nächstes?
    Eine eidesstattliche Erklärung, hinkünftig auch die Verfassung nicht mehr zu ignorieren?
    Oder die Verpflichtung, sich für Tage der Abwesenheit nicht trotzdem Spesen aus der Staatskassa einzusacken?
    Vielleicht sollte das Volk auch eine Erklärung abgeben, nämlich den Politikern einen ultimativen Monat Zeit zu geben, die staatliche Souveränität Österreichs wiederherzustellen, die Neuverschuldung zum Zwecke der Unterstützung anderer Schuldner sofort zu beenden, einen sofortigen Ausgabenstopp für jeglichen Leistungstransfer zu beschließen, den Zuzug von Menschen ohne wirtschaftlichen Wert auf jene zu beschränken, für die von Staatsbürgern privat gebürgt wird, die Geldverschleuderung an Gratismedien, Vorfeldorganisationen und Alibivereine einzustellen, eine Verwaltungsreform zu beschließen, die die Macht im Staat vom Beamtentum wieder auf das Steuerzahlervolk überträgt, ansonsten die Laternen am Ring zur Erhellung ihrer Frisuren herangezogen und zwecks besserer Erleuchtung der Kopf mittels einer Schlinge um den Hals der Lampe möglichst nahe gezogen wird.
    Nur, welche Zeitung sollte diese Erklärung veröffentlichen?
    Die gratissen sicher nicht, denn die sind zwar eigentlich gar nicht gratis, aber ganz sicher umsonst.

  6. Gerald M. (kein Partner)
    27. Juni 2012 19:25

    Da heute nahezu jeder Österreicher Internet und jedes Ministerium eine eigene Homepage hat würde ich die Information des Bürgers gerne nur über diese Schiene realisiert und jegliche "Werbung" in Printmedien verboten sehen.

  7. cmh (kein Partner)
    27. Juni 2012 13:36

    Nur wenn die ÖVP aufwacht und für die Roten Machthaber in Stadt und Staat unbequem wird, hat sie eine Chance nicht zur unbedeutenden Kleinpartei zu Pflege ihrer Erinnerung zu verkommen.

    Denn wenn ich Faymann für einen klassen Burschen halte wähle ich SPÖ und wenn ich das nicht will, die FPÖ. Für die ÖVP als Laxativ der SPÖ ist einfach kein Bedarf und Platz schon gar nicht.

  8. durga
    26. Juni 2012 17:27

    Ich weiß nicht, was hier alle an Inserateschaltungen in den Gratiszeitungen auszusetzen haben!

    Heute, Österreich, Bezirkszeitungen,.. müssen doch am Leben erhalten werden, da sie einen - vermulich von der Schmiedin oder sogar vom Faymannschen Osterhasen erdachten - wertvollen Zweck in der Erwachsenenbildung erfüllen, nämlich die Steigerung der Sprach/Lese-Kompetenzen unserer Mitbürger!
    Insbesondere Mitbürger mit Migrationshintergrund (die ja sehr gerne zu diesen Blättern - weil gratis - greifen) gelangen so in einfacher Weise - ohne pädagogischen Drill - vom einfachen Buchstabieren der Überschriften bis hin zum Lesen ganzer Absätze. Dieses tägliche Training wird sich zweifellos bald auch auf die Wortwahl und Grammatik in der Kommunikation abfärben (Beispielsweise wird "Gemma Billa" aus dem Sprachgebrauch verschwinden und durch das fast einwandfreie "Mir gen zum Billa" ersetzt werden.)

    Ja, unser Land sieht einer ungeheuren Bildungsexplosion entgegen!

    • logiker2
      26. Juni 2012 20:05

      dann werden die Medienbestechungsgelder unter Bildungsausgaben verrechnet?

    • Undine
      26. Juni 2012 22:07

      @durga

      *****!

      Aha, und diese von uns so sehr verachteten "Gratiszeitungen" sind in Wahrheit pädagogisch und psychologisch bestens durchdachte und aufbereitete Lehrmaterialien, die überaus trickreich so "schlicht" gestaltet sind, damit diejenigen, die sonst nie im Leben zu einem Buch oder einer Qualitätszeitung (falls es irgendwo welche geben sollte) greifen würden, sich zu diesen bunt und einladend gestalteten Gratiszeitungen direkt hingezogen fühlen und ihre Hemmschwelle allem Geschriebenen gegenüber vergessen sollen, um über diesen verzuckerten Umweg Lesen zu lernen. Das ist natürlich ein für mich ganz neuer Aspekt und erklärt vieles! Danke, liebe @durga für die Klärung des Problems!

    • durga
      27. Juni 2012 01:05

      @Undine

      Genau so sehe ich es.

      Dank sei unseren Politikern, die in unfaßbarer Weisheit diesen attraktiven neuen Weg zur allgemeinen Bildung geschaffen haben!

  9. Cotopaxi
    26. Juni 2012 17:19

    o.T.
    Ein mutiges Urteil, ob es der BGH und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte auch so sehen werden?
    http://diepresse.com/home/panorama/religion/1260054/Deutschland_Beschneidung-als-Koerperverletzung?_vl_backlink=/home/index.do

    • Undine
      26. Juni 2012 22:32

      @Cotopaxi

      Abgesehen davon, daß Beschneidung ohne medizinischen Notwendigkeit barbarisch ist und eine Körperverletzung darstellt, ist die Begründung für den Freispruch des Arztes einfach unglaublich:

      "In einem am Dienstag veröffentlichten Urteil sprach das Gericht einen Arzt, der einen Buben beschnitten hatte, zwar frei. Dies jedoch nur mit der Begründung, dass der Arzt von der Strafbarkeit nichts gewusst habe und deshalb einem "Verbotsirrtum" unterlegen sei."

      Also, heißt es nicht immer und überall: "ignorantia legis non excusat", auf gut deutsch "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht?"

      Ist es wirklich schon soweit, daß in Migrantenkreisen erlaubt ist, was für uns verboten ist?

    • cmh (kein Partner)
      27. Juni 2012 15:44

      Wo hat der Arzt nur sein Doktorat gemacht, dass er Beschneidungen für rechtskonform halten konnte, noch dazu in einer Gegend, in der schon die Taufe als mit der freien Willensentscheidung des Kindes für unvereinbar erachtet wird.

      Tatsächlich wird es so gewesen sein, dass er sehr wohl gewusst hat, dass Beschneidungen Unrecht sind, er wird es aber nicht geglaubt haben.

      Und so leid es mir tut, der Glaube fehlte mit gutem Grunde - aus Verschulden der Aufnahmenation.

  10. HJR
    26. Juni 2012 16:26

    Mein Gott, wie kleinlich!
    Wer will es denn unserer armen Regierung bzw. unseren am Hungertuch nagenden Parteien übelnehmen, wenn sie sich ab und zu ein kleines "Schlupflöchlein" gönnen? Da sollte "des Steuerzahlers Höflichkeit" schon mal schweigen, wenn schon die Sänger diesbezüglich Stille walten lassen.
    Außerdem: Dient es nicht beiden Parteien? Also herrscht doch dadurch wieder Gerechtigkeit!
    :-)))
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    horst.rathbauer@gmx.at

    • Alexander Renneberg
      26. Juni 2012 16:34

      genau, das dient ja beiden parteien. wie konnte ich das nur übersehen...:-)

    • logiker2
      26. Juni 2012 20:10

      ich hätte mit der Verdoppelung auch kein Problem, nur, wo war/ist die Leistung? Für diesen geistigen und moralischen Niedergang doch kaum gerechtfertigt.

    • M.S.
      26. Juni 2012 20:28

      @HJR

      "Also herrscht dadurch wieder Gerechtigkeit!" Na eben, wurde doch vom JahrhundertBK die "Zeit der Gerechtigkeit" ausgerufen. Man sieht also wie streng sich dieser an seine eigenen Vorgaben hält!

  11. libertus
    26. Juni 2012 16:05

    OT

    Jetzt wird's scharf, man darf bereits PIIGSZ schreiben!

    Zypern schlüpft unter den Rettungsschirm, vorerst 3 bis 10 Milliarden Euro Finanzbedarf.

    Damit übernimmt demnächst erstmalig ein Pleitestaat den EU-Vorsitz!

    • terbuan
      26. Juni 2012 16:10

      Das mußte ja so kommen, der griechische Teil von Zypern ist ja praktisch ein Anhängsel von Griechenland und hätte ebenfalls nie in die EU aufgenommen werden dürfern, Papandreou und Co. sei Dank!

    • HJR
      26. Juni 2012 16:30

      @terbuan
      [... Anhängsel von Griechenland und hätte ebenfalls nie in die EU aufgenommen werden dürfern ...]
      Ja, völlig richtig! Aber war nicht so eine Sache mit der Hypo-Alpe-Adria, bei der man Zypern dringend gebraucht hat?
      War dann wohl "Realpolitik"!

    • HJR
      26. Juni 2012 18:04

      @libertus
      [... man darf bereits PIIGSZ schreiben ...]
      Und wenn wir dann noch ein paar Wochen drauflegen, wird's schon PIIGSZF heißen. Ist aber egal - nur mit der Aussprache wird's schwierig werden.
      :-)

    • Cotopaxi
      26. Juni 2012 19:57

      @ HJR

      PIIGSZÖF dürfte dann wieder aussprechbar sein.

    • terbuan
      26. Juni 2012 21:44

      Und hüten Sie sich vor den SUVYM-Banknoten!

      Jede Euro-Banknote hat eine Nummer und davor steht ein Länderkürzel, es zeigt an, von welcher Notenbank sie ausgeben wurde.
      S = Italien
      U = Frankreich
      V = Spanien
      Y = Griechenland
      M = Portugal

      Man munkelt schon, dass künftig vielleicht diese Noten nicht mehr oder zu einem schlechteren Kurs zurückgenommen werden als jene von X (Deutschland), N (Österreich), P (Niederlande) oder L (Finnland).

      Alles nur Verschwörungstheorien und Panikmache?
      Tatsache ist, dass die Bankomaten der Bank Austria seit einiger Zeit fast nur mehr 50 und 100 Euro Banknoten aus Italien, mit dem Buchstaben S ausspucken!
      Sie ist ja eine Tochter der Unicredit, aber haben wir keine österreichische Gelddruckerei? Ein Schelm, wer böses dabei denkt!

  12. Marie-Joseph Paul Yves Roch Gilbert du Motier, Marquis de La Fayette
    26. Juni 2012 14:18

    So eine Fußnote zur falschen Zeit kann einem das Essen verderben.

    Hat tatsächlich jemand geglaubt, dass dieses Gesetz nicht genügend Schlupflöcher erlaubt und alles sehr ähnlich weitergehen wird wie bisher.

    Ich komme immer mehr zu der Ansicht, die ÖVP sollte sich schleunigst vom Koalitionspartner trennen und die Erneuerung in der Opposition anstreben.

    Dieses ewige weiterwurschteln, alles halb und irgendwie gemacht tut nicht gut.

    Soll sich doch die SPÖ jemanden anderen zum Ärgern suchen. Die ÖVP kan in der Opposition nur gewinnen.

    • dssm
      26. Juni 2012 20:42

      Schuld am 'weiterwursteln' ist die Tatsache, daß die ÖVP im regionalen Umfeld oft sehr gute Politik macht. Ich wohne in einer Gemeinde, ohne Schulden und mit ein paar Milliönchen Reserven, raten Sie einmal welcher Partei der Bürgermeister und die meisten Gemeinderäte angehören. Wenn nun die Sozis (SPÖ/Grüne/Freiheitliche) in Wien alleine regieren, wird es für die Lokalen bitter. Die gute Politik geht nur vernetzt. Sie können eine überregionale Straße nicht umbauen, ohne daß ein Minister in Wien seinen Sanctus gibt, so einfach ist das. Sie können nicht einfach eine Schule renovieren ohne Bestätigung höheren Orts. So sehr ich die Kommunisten (her mit der Marie) in der Bundes-ÖVP verachte, so sehr sind mir die lokalen Granden ans Herz gewachsen.

  13. Josef Maierhofer
    26. Juni 2012 14:07

    @ Ungehindert

    ... auf Kosten des Steuerzahlers, denn sowohl Parteienförderung als auch Ministeriumsannoncen kommen nicht aus privaten Spenden.

    Wenigstens kann dann der erstaunte Leser, den dürftigen redaktionellen Teil der Gratiszeitungen feststellen, sofern sich diese an das Gesetz halten, bzw. auch die Auftraggeber, denn bei dem Filz aus Medien, Partei und Justiz wird es wohl weiterhin so lustig zugehen beim Lügen wie bisher und man hat ja auch die Justiz an seiner Seite ...

    Der Leser wird dann auch die gekennzeichnten Artikel mit den 'Werbesätzen' lesen oder nicht, ich meist nicht.

  14. Observer
    26. Juni 2012 13:49

    Haben die ÖVP-Minister beim heutigen Ministerrat alle geschlafen?
    Dieserfaule Kompromiss ist typisch für unser Land, wo auch Rauchverbot und andere Entscheidungen immer nur halbe Lösungen darstellen. Besser wäre es überhaupt gewesen, die Budgetposten "Öffentlichkeitsarbeit" in allen Ministerien ersatzlos zu streichen und alle Schmeichelinserate, -publikationen usw. aus anderen Töpfen zu untersagen. Lediglich Sachinformationen ohne Lobhudelei der jeweiligen Minister und ihren Parteien sollten erlaubt werden, als Herausgeber dürfte dann immer nur die Bundesregierung genannt werden.

  15. Claudius
    26. Juni 2012 13:36

    Ist es denkbar, dass die Fellner- und Dichand-Journalisten bei der Formulierung des Gesetzestexts beim neuen Medientransparenzgesetz Pate gestanden haben?

    Also z.B. Ida Metzger und Claus Pandi als Gesetzesschreiber?
    Eine interessante Vorstellung ....

  16. Wolfgang Bauer
    26. Juni 2012 13:28

    Ich schlage vor, dass im ORF eine regelmäßige Informationssendung der Regierung eingeführt werden soll, in der die wesentlichen Regierungsmaßnahmen von den Verantwortlichen, hauptsächlich natürlich Kanzler, Vize, FinMin.... erläutert werden. Redakteure fragen sachlich nach, die Oppositionsparteien können ggf. ihre Kritik anbringen. Themen müssen vorher bekannt sein, Publikumsfragen werden gebündelt und dort gestellt.

    Soetwas könnte z.B. monatlich stattfinden. Es darf natürlich nicht gleich wieder abgeschafft werden können, wenn eine Nichtlinke Regierung kommen sollte.

    Dafür sollte jede "Info" über Zeitungen eingestellt werden, außer wenn Gefahr im Verzug ist.

    Bei dieser Gelegenheit eine weitere ORF-Sendungsidee:
    In Wien werden hoch gefährliche Radwegkilometer auf den Asphalt gemalt und niemand kümmert sich um die Sicherheit von Auto- und Radfahrern. Eine Schulung beider Gruppen wäre essentiell. Da eignet sich der Öffentlichrechtliche doch am besten.
    Z.B.: Radfahrer dürfen oft gegen die Einbahn fahren. Eine große Gefahr, wenn man als Autofahrer an eine Kreuzung kommt, wo die Einbahn von links kommt. Man schaut nicht nach rechts, aber von dort kann ein Radfahrer mit Vorrang kommen!

    Oder: Viele Radwege führen ganz knapp an den geparkten Autos vorbei. Als Radfahrer ist man höchst gefährdet, da viele Autofahrer ihre Tür unbedacht öffnen.

    Oder: Das Abbiegen von der Ringstraße, oder, oder...

    Das bedarf doch einer intensiven Bewusstmachung anhand von Filmen!

    Die Stadtregierung aber hält lieber die Unfälle mit Radlern eher geheim...

    • HJR
      26. Juni 2012 16:36

      [... Ich schlage vor, dass im ORF eine regelmäßige Informationssendung der Regierung eingeführt werden soll, in der die wesentlichen Regierungsmaßnahmen von den Verantwortlichen, hauptsächlich natürlich Kanzler, Vize, FinMin.... erläutert werden. Redakteure fragen sachlich nach, die Oppositionsparteien können ggf. ihre Kritik anbringen ...]
      Wie sind Sie denn heute drauf? Das wäre schon beinahe wie im deutschen Fernsehen!
      Ach so, ich habe übersehen, dass Sie sich ja auch noch sachlich nachfragende Journalisten wünschen - sorry, woher sollten wir die denn nehmen?
      :-))

  17. RR Prof. Reinhard Horner
    26. Juni 2012 13:27

    reinhard.horner@chello.at

    Das Problem sind nicht nur die Bestechungsinserate. Nicht minder geht es um die gezielte Volksverdummung durch einen (gekauften oder bloß willfährigen) Journalismus, der sich notorisch in der Verbindung von Nachrichten mit Kommentaren und Agitationen sowie mit Unterhaltungselementen betätigt.

    • HJR
      26. Juni 2012 16:46

      Bitte um Entschuldigung, wenn ich heute meinen "Humortag" haben sollte!
      Wann gab's bei uns jemals Nachrichten[*] in der Verbindung mit Kommentaren und Agitationen sowie mit Unterhaltungselementen?
      "Nachrichten" sind doch diese scheußlich trockenen Geschichten für welche inzwischen die Aufmerksamkeitsspanne des durchschnittlichen funktionalen Analphabeten ohnehin nicht reicht. Und dann ist da die mühselige Plage mit dem Wahrheitsgehalt. Wäre das denn heutigen Journalisten aus gewerkschaftlicher Sicht überhaupt noch zumutbar?

    • HJR
      26. Juni 2012 16:47

      Sorry, der [*] war überflüssig.

  18. terbuan
    26. Juni 2012 13:09

    Bei den Inseraten von z.B. ÖBB oder ASFINAG wird dann natürlich ganz klein unten stehen:
    "Dies ist ein Einschaltung im Auftrag des Verkehrsministeriums" :-))))

    • Martin Bauer
      26. Juni 2012 14:10

      "Diese Einschaltung ist in meinem Interesse" ähm.. im öffentlichen natürlich..

    • HJR
      26. Juni 2012 16:49

      @Martin Bauer
      Vorschlag: "Diese Einschaltung ist in meinem öffentlichen Interesse"; Schriftgröße 4 Punkt.

    • Erich Bauer
      26. Juni 2012 17:15

      Diese Einschaltung ist mir ein öffentliches Bedürfnis (die Anstalt)

  19. libertus
    26. Juni 2012 13:00

    Sie werden schon noch Schlupflöcher finden, um mit diesen unsäglich teuren Inseratenkampagnen weiterhin die Zeitungskaiser zu unterstützen.
    Schließlich rücken die nächsten Wahlen immer näher und da muß man sich die VLM (= Vereinigte Linke Medienlandschaft) bei Laune halten.

    Ergo wird dieses neue Gesetz genauso zahnlos bleiben, wie jenes davor.

  20. Gandalf
    26. Juni 2012 12:58

    Die Unsitte von Regierungs- Inseraten "zur Information der Öffntlichkeit" besteht doch erst seit dem Eintritt der Minusmänner (und -frauen) Faymann, Bures, Ostermayer und Konsorten in die Bundesregierung: Früher war es selbstverständlich, dass über Dinge von öffentlichem Interesse redaktionell berichtet wurde; das jeweilige Ministerbüro musste sich halt bemühen, das Interesse der Journalisten zu wecken. Oder liegt es vielleicht daran, dass fast zum selben Zeitpunkt neue Zeitungen entstanden waren, denen es nicht um eine mehr oder weniger seriöse Information geht, sondern nur mehr ums Abkassieren, wie eben den Dichands Junior und dem Herrn Fellner?

  21. A.K.
    26. Juni 2012 12:54

    Es fehlt heute einfach an Ehrgefühl und Selbstachtung vieler Entscheidungsträger. Letztlich aber an der richtigen Beantwortung der Fragen: Woher komme ich?, Wer bin ich?, Wohin gehe ich? und der Kernfrage "Wem bin ich für mein Leben verantwortlich? "

    • Herby
      26. Juni 2012 13:40

      Da gibt's leider viele Entscheidungsträger die nur an sich selbst glauben, dann gibt's viele die an das 'Nichts' glauben.
      Aber immer noch gibt es auch gläubige Christen in den Eliten!

    • HJR
      26. Juni 2012 16:55

      @A.K.
      Völlig daneben, ausgerechnet von Entscheidungsträgern die Beantwortung solcher peinlichen Fragen zu erwarten. Deren Kernfrage lautet doch wahrscheinlich: "Wieviel bekomme ich dafür, dass ich nicht verantwortlich bin und dafür auch niemandem die Schuld zu schiebe?





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