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Ohne Donald Trump mit Adolf Hitler vergleichen zu wollen: Aber in einer Hinsicht ähneln sich die beiden Herren frappant. Und das waren ihre schweren strategischen Fehlentscheidungen durch die ohne Notwendigkeit erfolgte Eröffnung einer zweiten Front während eines Krieges. Hitler hat das sogar gleich zweimal getan, einmal durch den Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 und dann durch die Kriegserklärung an die USA im Dezember des gleichen Jahres. Ähnlich steht heute der Westen "dank" dem Angriff der USA und Israels auf den Iran da, ohne dass er noch davor eine geschlossene Antwort auf den Überfall Russlands auf die Ukraine und auf die wachsende Bedrohung durch China gefunden hätte. Stattdessen hat der amerikanische Präsident die Europäer, seine einzigen denkbaren Verbündeten, durch seine irrsinnigen Zollerhöhungen provoziert, ja sich durch diese mit der ganzen Welt verfeindet.
Damit keine Missverständnisse entstehen: Das ist eine rein militärstrategische Analyse, keine Kriegsschuld-Bewertung. Denn die ist längst geklärt. Beim zweiten Weltkrieg liegt die Schuld eindeutig im Deutschen Reich und in Japan. An der gefährlichen aktuellen Lage ist eindeutig das verbrecherische Dreieck Russland-China-Iran schuld. Russland hat völlig unprovoziert die Ukraine überfallen; Iran hat seit Jahren Israel direkt und indirekt durch seine Milizen beschossen sowie ihm ständig offen die Vernichtung angedroht; und China droht seit Jahren dem völlig friedlichen Taiwan und schnürt den Inselstaat immer mehr durch aggressive Manöver ein, gleichzeitig ist es in der internationalen Wirtschaftspolitik gegenüber Europa seit Jahren erpresserisch unterwegs.
Es hilft jetzt wenig, wenn sich der Westen gegenseitig die Schuld zuschiebt und Vorwürfe macht, wie es jetzt geschieht:
Im Grund sind all diese gegenseitigen Vorwürfe weitgehend oder sogar ganz richtig. Aber es ist fatal, dass diese Vorwürfe derzeit auf beiden Seiten des Atlantiks dominieren. Stattdessen sollten Europäer wie Nordamerikaner:
In Wahrheit ist es die letzte Chance für den Westen, um die Sache der freiheitlichen, geordneten, an der Rechtsstaatlichkeit orientierten, demokratischen und marktwirtschaftlich blühenden Welt zu retten. Es ist die letzte Chance, um den Rückfall in das ständig zu Krieg führende Chaos miteinander rivalisierender und sich die restliche Welt unterjochender Diktaturen zu verhindern.
Aber alles deutet darauf hin, dass der Westen längst zu matt, zu schwach, zu kurzsichtig populistisch für diese Erkenntnis und die daraus folgenden Schlüsse geworden ist. Gewiss, es sind in der Geschichte schon viele große Kulturen untergegangen. Aber dennoch wäre es unermesslich schade um den Westen und unsere Lebensweise. Sie zu retten wäre noch immer jede Anstrengung wert. Unabhängig von Benzinpreis, Parteienstreit, Brandmauern, Neutralitätsillusionen, von chinesischen Plastikspielsachen oder Elektroautos.