Grönland wird nicht amerikanisch werden

Autor: Peter F. Lang

Politischer Umsturz im Iran 1953! 1979! 2026?

Autor: Andreas Tögel

Die offenen Wunden der Migration

Autor: Karl Heinz Auer

Abschiebungen sind möglich

Autor: Peter F. Lang

Das Narrativ

Autor: Leo Dorner

Der Bildungsminister als Rufmörder

Autor: Franz Schabhüttl

Warum westlich Ideologien im kalten Wind internationaler Transformation zerfallen

Autor: Daniel Witzeling

Etwas Philosophiegeschichte seit Herder, Kant und Hegel

Autor: Leo Dorner

Jetzt kommen die Hitzeschutzverordnungsüberwachungs-Beauftragten!

Autor: Andreas Tögel

Armenfürsorge und Flüchtlingshilfe trennen

Autor: Peter F. Lang

Alle Gastkommentare

Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (13 Euro pro Monat/130 pro Jahr) ist jederzeit beendbar und endet einfach durch Nichtzahlung. 

weiterlesen

Teufelskreislauf in die falsche Richtung

Wohnungen werden in Österreich zunehmend knapp. Dieser Alarmruf der Statistik Austria hat in der Öffentlichkeit überraschend wenig Echo gefunden. Ganz offensichtlich wird die allgemeine Diskussion und Medienlandschaft von jenen geprägt, die schon eine Wohnung oder ein Haus im Eigentum oder zu geschützten Mietzinsen haben. Die trifft der Mangel nicht. Die jungen Familien hingegen, die verzweifelt nach Wohnungen suchen, haben kaum eine Stimme.

Fast erinnert die Situation an die Nachkriegszeit, wo die Situation anfangs noch dramatischer war, wo sie sich aber von Jahr zu Jahr gebessert hat. Heute hingegen verschlechtert sich der Wohnungsmangel alljährlich. Er wird durch das rasche Bevölkerungswachstum angetrieben, durch die Zuwanderung in den Sozialstaat. Die Bevölkerung wächst rasch, obwohl die Geburtenrate schon unter 1,3 Kinder im Schnitt pro Frau gesunken ist (während es zur Erhaltung des Niveaus der bisherigen Bevölkerungeigentlich eine Rate von 2,1 bräuchte).

Allein im Vorjahr wurde ein Fünftel weniger Wohnungen fertiggestellt als im Jahr davor. Und die schon beantragten oder genehmigten Baubewilligungen zeigen, dass das Niveau weiter sinken wird.

Das ist eine Entwicklung, die in einer Marktwirtschaft eigentlich ungewöhnlich ist. Es wächst ein Bedarf, aber das Angebot wird geringer. Die Antwort ist einfach: Es herrscht im Wohnungssektor eben keine Markt- sondern eine Planwirtschaft, die die Mietpreise politisch immer mehr zu dämpfen verspricht. Dadurch haben Investoren keine Motivation, ihr – eigentlich dringend benötigtes – Geld in den Wohnbau zu stecken. Deshalb werden immer weniger Wohnungen gebaut. Und auch der Staat hat kein Geld für eine Wohnbauoffensive.

Es schreit aber niemand auf, weil diese Lage nur eine kleine Minderheit – eben die erfolglos Wohnraum Suchenden – trifft, während die Mehrheit von niedrigen Mieten profitiert.

Freilich ist diese Mehrheit in anderer Hinsicht sehr wohl von den Folgen der Wohnbaukrise betroffen: Ohne eine marktwirtschaftliche Bauoffensive wird die Konjunktur nicht in Gang kommen. Dabei wäre verstärkte private Investition in den Wohnbau sogar der sicherste Weg, dass das Geld im Inland den Kreislauf belebt, statt in den Konsum zu gehen, der zu 60 Prozent ins Ausland fließt, oder statt überhaupt im Ausland angelegt zu werden.

Wann begreift es die Politik: Erst wenn die Mieten steigen dürfen, wird es wieder genug Wohnungen geben, erst dann wird wieder vom Wohnbau die darniederliegende Konjunktur angekurbelt werden?

Ich schreibe in jeder Nummer von Österreichs einziger Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung "Börsen-Kurier" die Kolumne "Unterbergers Wochenschau".

Kommentieren (leider nur für Abonnenten)
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print




© 2026 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung