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Sie drehen uns den Strom ab

Ihre jüngsten Beschlüsse werden bald ebenso in die Liste peinlicher Fehlleistungen der EU eingehen wie etwa das Glühbirnenverbot. Denn eine nun fixierte EU-Richtlinie verpflichtet die Energieversorger, dafür zu sorgen, dass ihre Kunden künftig jedes(!) Jahr 1,5 Prozent weniger Strom verbrauchen.

Skurriler geht’s nimmer. Das ist ungefähr so, wie wenn man Bier- oder Schnaps- oder Zigaretten-Produzenten alljährlich zu einem Rückgang ihres Absatzes verpflichten würde. Sind doch deren Produkte zweifellos schädlicher als Strom.

Nun kann man ja zynisch sein und davon ausgehen, dass die Schuldenpolitik von EU, EZB und Mitgliedsländern ohnedies auf viele Jahre ein nennenswertes Wachstum verhindern wird. Da aber der Stromverbrauch wie durch ein Naturgesetz eng mit dem BIP-Wachstum verbunden ist, wird er daher auch auf ganz natürlichem Weg stagnieren.

Aber seien wir nicht zynisch, sondern halten nüchtern fest: Es ist schlicht widersinnig, irgendein Unternehmen zum kontinuierlichen Rückgang des Absatzes zu verpflichten. Das was man durch Propaganda, Glühbirnenverordnung, Emissions-Handel und vieles andere bei den privaten und industriellen Konsumenten nicht geschafft hat, soll nun durch Vergewaltigung der Stromversorger geschehen.

Diese neue Richtlinie ist in den Medien bisher kaum beachtet worden. Sie muss ja auch noch durch nationale Gesetze umgesetzt werden. Dieser Umsetzungsakt wird dann sicher wieder für lauten Aufschrei sorgen. Das wird aber zu spät sein, haben doch die nationalen Parlamente kaum noch Spielraum. In Österreich kümmert man sich dennoch nur um Schlammschlachten in Untersuchungsausschüssen und nicht um neue EU-Richtlinien, die die gesamte Marktwirtschaft auf den Kopf stellen.

Die Richtlinie bringt uns zurück in die Nachkriegsjahre. Auch damals war nicht der Konsument König, sondern jeder, der Ware zu verkaufen hatte. So herrschte beispielsweise lange Papiermangel. Daher konnte die Regierung jahrelang das Erscheinen unliebsamer Zeitungen verhindern oder behindern.

Wie wird das beim Strom enden? Wird man so wie einst bei Telefonanschlüssen wieder Beziehungen brauchen, um Kunde eines Stromanbieters werden zu dürfen? Oder wird den Konsumenten einfach der Strom abgedreht, wenn sie beispielsweise am 23. Dezember ihr Plansoll – eigentlich: Planminus – erreicht haben? Oder kommen die E-Werke künftig regelmäßig in den Haushalt und plombieren alle Geräte mit einer Sperre, die als überflüssig eingestuft werden?

Die Politik scheitert derzeit daran, erstens die nötigen Stromleitungen zu bauen, zweitens genügend Speicherkapazität für den am falschen Ort zur falschen Zeit produzierten Wind- und Sonnenstrom zu schaffen, sowie drittens den (vorhandenen, aber stillstehenden) Gaskraftwerken den Kauf des reichlich vorhandenen Erdgases zu Weltmarktpreisen zu ermöglichen. Aber dafür will sie nun Wirtschaft und Konsumenten solcherart vergewaltigen. Vom Aktienkäufer, der das alles in hohem Ausmaß finanziert hat, gar nicht zu reden.

PS.: Und falls es wirklich einmal zu wenig Strom geben sollte, gibt es ein altes Geheimmittel, die Nachfrage zu bremsen, das noch dazu automatisch wirksam wird: der Preis.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

 

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alle Kommentare

  1. DerTurm

    Diese typisch realsoziaistische Idee ist in höchstem Maße familienfeindlich!

    Der Energieverbrauch eines jeden Haushalts in dem Kinder heranwachsen, muss klarerweise steigen, da Kinder und Jugendliche heranwachsen und neue Interessen und Bedürfnisse haben, die klarerweise mehr Energie benötigen.

    Angefangen vom simplen Essen, über die Größe der Kleidung (wehe Kinder wagen es, draußen zu spielen, oder gar Teenager fangen mal an, Sport zu betreiben), bis hin zu Wünschen nach einem eigenen Radio, CD-Player, Computer, Fernseher...

    Dass sich ein ökosozialpolitischkorrekter Haushalt mit dieser Dystopie abfinden kann, mag noch irgendwie nachvollziehbar sein, für einen Haushalt mit heranwachsenden Kindern ist dies jedoch völlig unrealistisch.



  2. rumpelstilzchen (kein Partner)

    Das ist die Folge des Dogmas vom "Schädling Mensch", die Folge des konzertierten Lügenbombardements rund um angeblich erreichte Grenzen des Wachstums und um "PEAK OIL".

    Das sind die Früchte des "die (präsentierten) Experten in aller Ruhe schwadronieren - ähem: arbeiten lassens".

    Die Lügen rund um die gänzlichen Substitutionsfähigkeit der alternativen Energien enttarnen sich so von selbst. - Sparen ist angesagt , natürlich beim Bürger !! (- Apparatschiks wird eine extra-Energieration zugestanden werden).

    Der Mensch ist der gloablen Weltelite zweitrangig, es zählen nur die Systemparameter des der eigenen Daseinsberechtigung dienenenden Globalmanagements - ein Geschicklichkeitsspiel, gewissermaßen, mit einer massenpsychologischen Komponente.



  3. consuela rodrigez (kein Partner)
  4. Zraxl (kein Partner)

    Wem nützt das?

    Das Glühbirnenverbot war ein tolles Geschäft für die Erzeuger von Leuchtmitteln. Das Geld für Lobbying hat sich rentiert.

    Mit dieser Energiesparrichtlinie will man die am Bauch liegende Solarindustrie reanimieren. Solarpaneele müssen auf jedes Hausdach. Jetzt fehlt nur noch ein Mittel, mit dem asiatische Produkte vom europäischen Markt ferngehalten werden. Da es ja keine Handelsbeschränkungen geben darf, wird es wohl noch eine Richtlinie geben müssen, nach der künftig nur Solarzellen verkauft werden dürfen, die einen bestimmten Mindestwirkungsgrad nicht unterschreiten. Auch hier ist das Geld für Lobbying sicher sehr gut investiert.



  5. RR Prof. Reinhard Horner

    reinhard.horner@chello.at

    Was der Preis so alles kann …

    Der Preis ist ein altes, automatisch wirksames Geheimmittel, die Nachfrage zu bremsen.

    Einem unter den gegenwärtigen und den zukünftigen Umständen obsoleten, quasi naturgesetzlichen Marktverständnis folgend, das gelegentlich als Missverständnis weiter propagiert wird, gäbe es eine beachtenswerte Anwendung der Preise:

    Das alte, automatisch wirksame Geheimmittel höherer Lebensmittelpreise könnte marktwirtschaftlich eingesetzt werden, das Bevölkerungswachstum automatisch wirksam zu bremsen. Mittels Hungertod und Krankheit, denn durch Geburtenbeschränkung auf diesem Weg sicher nicht.

    Könnte? Oder geschieht derlei bereits? Mehr obsolet marktwirtschaftlich als obsolet planwirtschaftlich?



  6. Schnabeltierfresser (kein Partner)

    Die Grundidee, die Steigerung der Energieeffizienz über Energieeffizienzverpflichtungssysteme (auch) den Energieversorgern umzuhängen, mag befremden, doch die alternativen Vorschläge fehelen mir bei Unterberger diesmal ein bisschen.

    Nebenbei: bei den fast durchwegs im Staatseinfluss stehenden EVUs träfe es in der EU nicht gerade die falschen...



    • november (kein Partner)

      Da ist was dran.

      Es gibt wahrscheinlich kein Kraftwerk, ganz sicher kein AKW, das komplett ohne staatliche Subventionen erichtet wurde. Deswegen habe ich A.U.s Kampf gegen Windmühlen auch nie wirklich verstanden.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)

      Das ist wohl eine reine Generationenfrage. Windkraft is the new Atomkraft oder umgekehrt. ;)

      Ich fühl' mich da direkt unwohl. Ich bin zu alt, um emotional gegen Atomkraft zu sein, und zu jung, um emotional gegen Ökoenergie.

  7. eso-policier (kein Partner)

    Das ist Flucht nach vorne wie in einem billigen B-Movie. Heinz-Christian Strache meldet sich nach wochenlanger Absenz zurück – und reitet dieser Tage Lasso schwingend gegen den neuen Gott-sei-bei-uns der Blauen aus. Der FPÖ-Chef bringt eine Verfassungsbeschwerde gegen den ESM, den permanenten Europäischen Rettungsschirm, ein: "Das ist meine moralische Pflicht." Die Klage, sagen renommierte Verfassungsexperten wie Heinz Mayer, ist "völlig sinnlos". Selbst Strache schätzt die Chancen als "sehr gering" ein. Seine Kärntner FPK-Parteifreunde wollen ihm da nicht nachstehen und springen ihm mit einer zweiten Klage bei.

    Den blauen Hasardeuren in Wien und Klagenfurt ist offenbar nichts mehr peinlich. Gestern reiten sie ein ganzes Bundesland praktisch in die Pleite. Heute ziehen sie gegen einen tragfähigen Rettungsschirm für alle Euro-Länder zeternd durch die Lande.

    Kärnten ist und war bereits ein Fall für einen Rettungsschirm. Das Budget des Landes macht rund zwei Milliarden aus. Die Kärntner Politik ging für ihre ehemalige Landesbank Haftungen von rund 20 Milliarden ein – also das Zehnfache ihres Jahresbudgets. Hätte die Bundesregierung 2009 die Hypo Alpe-Adria nicht notverstaatlicht, wäre das südlichste Bundesland bald unser Griechenland.

    Der Rettungsschirm für Kärnten schlägt jetzt erstmals spürbar aufs Budget durch. Österreich muss 2012 und 2013 ein höheres Defizit nach Brüssel melden. Zum einen, weil die Konjunktur stottert. Zum anderen, weil die notverstaatlichten Banken mehr frisches Geld als geplant brauchen – mit einem Betrag knapp an der Milliardengrenze vorne mit dabei die Hypo Kärnten (siehe Seite 3).

    Die Chuzpe des Jahres heißt: HC Strache und seine Kärntner Kumpanen retten uns vor einer Staatspleite.



    • heartofstone (kein Partner)

      Wäre wirklich nett, wenn du die Bürgschaft für die Kredite meiner Nachbarn übernimmst bzw. erst gar nicht gefragt wirst. Wofür die Nachbarn den Kredit gebraucht haben? Für die blinde Urstrumpftant, den hatscherten Nachtwächter, den bettelarmen Arzt in der Verwandschaft, die Altersversogung von ein paar Dauergästen am Zentralfriedhof, usw usf.

      Noch Fragen?

      BTW: wie blind kann man eigentlich durchs Leben laufen ohne mitzubekommen was in südlicheren Gefilden so von wegen Steuer zahlen und hinterziehen abgeht? Muss man dafür wirklich ein esoterischer Trottel sein? Oder reicht es dumm geboren zu werden und nichts dazu gelernt zu haben?

      Ich hätte nämich einen tachyonenbetriebenen Nullpunktenergiegenerator, kann auch für die Energetisierung des Urins von schwangeren Ochsen verwendet werden (Prüfsiegel der Hohlweltgesellschaft kann beschafft werden), günstigst abzugeben. Wirkungsgrad garantiert 101%.

    • eso-policier (kein Partner)

      Wurde denn Österreich gefragt, ob es die Bürgschaften für die Kärntner Drecksregierung übernehmen möchte? Nein.

    • heartofstone (kein Partner)

      Willst jetzt ernsthaft die Landesregierung eines österreichischen Bundeslandes mit jener eines EU Landes vergleichen?

      Klar haben wir genug einheimische Verbrecher (die ich persönlcih am liebsten 365 Tage im Jahr auf der Pasterze bergauf Schnee schaufeln lassen würde) aber für die ausländischen sind wir nicht zuständig. Von mir aus könntens die ausländischen Verbrecher gerne in einem Leichensack an die jeweiligen Behörden übergeben. Kümmert mich nicht.

      Noch Fragen, esoterischer?

      BTW: Dein Geschwafel geht wahrscheinlich nicht nur mir, nur mehr auf den Zeiger ...

    • eso-policier (kein Partner)

      @ Andreas Unterberger
      Der obige Kommentar ist nicht von dem echten eso-policier, sondern von jemandem, der meinen Namen gestohlen hat. Dies kann man u. a. daran erkennen, dass meine Website nicht identisch ist mit der des Klauers. Man sollte in Erwägung ziehen, den Kommentar des Klauers zu löschen.

    • Trollfresser (kein Partner)

      Für die Kärntner Verbrecher vom FPK fühle ich mich als Wiener auch nicht zuständig. Es besteht hier kein Unterschied. Und wenn der Verbrecher schreit "Haltet den Dieb", dann ist das pure Heuchelei.

      Eso-Policier: Ruf nach Zensur? Wer wird denn, hier git doch Meinungsfreiheit.

  8. bh (kein Partner)

    Auf die Gefahr hin komplett niedergemacht oder ignoriert zu werden mein Vorschlag:
    Machen wir doch einen exklusiven Deal mit Russland. Mehr als "njet" kann ned passieren. Und wozu hat man denn sonst seine Neutralität wenn es keinen Vorteil gebe. Österreich verbündete sich bislang weder mit Ost noch West!



  9. november (kein Partner)

    OT, sorry

    http://www.heise.de/tp/blogs/8/152996

    Ich bin an sich ein EU-Fan, aber das kann doch nicht ernst gemeint sein. Wie kann man nur die Hoheit über das nationale Budget an einen "Währungskommisar" übergeben wollen, der demokratisch nicht legitimiert ist? Ich bin zwar für mehr Kompetenzen für die EU, aber nur wenn es endlich eine gewählte EU-Regierung gibt. Schäuble will offenbar die Demokratie durch eine Finanzdiktatur ersetzen. Wahrscheinlich geht das eh nicht durch, aber es ist trotzdem bestürzend so einen Vorschlag von der CDU zu hören.



  10. Peter (kein Partner)

    So unsinnig die diversen Diktate aus Brüssel auch scheinen mögen, sie dürften Methode haben. Ein Ziel vermutlich ist die pure Lust an Macht. Das kennen wir ja auch von unseren Bürokraten. In den letzten Jahren ist ein weiteres Ziel dazugekommen zu: Geldgier. Je unsinniger die Gesetze, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht befolgt werden können. Das eröffnet ein weites Feld der Bestrafungen, natürlich in Form von Geldstrafen. Damit erhalten die HerrInnen in Brüssel ein nettes Zubrot. Höhere Gagen und nettes Spielgeld.
    Ein kleines Beispiel aus einem an sich unbedeutenden und der öffentlichen Aufmerksamkeit völlig fernen Gebiet. Die European Medicines Agency (EMA) gestaltet die Gebühren für die Begutachtung von Daten zur Arzneimittelsicherheit neu. Nicht besonders aufregend, nur wenn man sich ein Detail ansieht: Die Begutachtung eines periodischen Sicherheitsberichtes, eines sog. Periodical Safety Update Reports (PSUR), den ein Hersteller für ein neues Arzneimittel zweimal pro Jahr der EMA vorzulegen hat, soll laut dem neuen EMA-Modell statt bisher 6.100 EUR in Zukunft 80.300 EUR kosten -das ist eine Erhöhung um 1.316%, oder eine Verdreizehnfachung des ursprünglichen Betrages! Für andere Leistungen der EMA sind ähnliche Preissteigerungen vorgesehen.
    Natürlich zahlen das letztlich nicht die Unternehmen. Wie alle Steuern und Gebühren fließen auch diese Kosten in den Endverbraucherpreis ein. Es sind wir alle, die über die Hintertür von der EU-Bürokratie abgezockt werden. Sei es über unsinnige Gesetze, sei es über Gebühren diverser EU-Körperschaften.



  11. cmh (kein Partner)

    Energiesparlampen werden als Fortschritt angepriesen.

    Das wurde auch die CD gegenüber der Schallplatte.

    Wer allerdings heut zuviel Geld hat, der schafft sich einen Plattenspieler an um darauf seine Vinyl zu spielen.

    So schaut Fortschritt aus.

    (NB: Vor kurzem musste ich im Radio folgenden Satz über mich ergehen lassen: "Sie nutze den Plattenrecorder ihres Vaters." Der Vater hatte offensichtlich eine Fabrik, in der seine Tochter herumturnen dürfte.)



    • Marcus Aurelius (kein Partner)

      @cmh:

      Wie recht Sie haben! Bin zwar mit der CD aufgewachsen, entdecke aber seit längerer Zeit die Vinyl-Schätze meines Vaters, seinen Revox-Plattenspieler mit konstantem Tangential-Tonarm, mächtige Röhrenverstärker von Fisher, riesige Tannoy-Boxen mit Koaxial-Lautsprechern, alles Jahrzehnte alt, aber immer noch so intakt wie nagelneu ...
      ... und erfahre ungeahnte Klangerlebnisse. Da ich auch a wengerl mit Musikproduzenten zu tun habe, weiß ich: Digitale Aufnahmen sind so chirurgisch scharf und (nur) mathematisch exakt; sie klingen, egal ob Klassik oder Rock, so eiskalt, dass vielen derartigen Produkten etwas rosa Rauschen hinzugefügt wird, um menschlichen Hörgewohnheiten besser zu entsprechen. (Man könnte auch sagen: um den guten alten Störabstand der PVC-Tonträger zu emulieren.)

    • Erich Bauer

      Bin von meiner "Vinyl-Sammlung" eigentlich nie richtig weggekommen. Eine Händel-CD über die "bose"-Anlage klingt recht nett... solange man denselben Händel nicht von Vinyl über Lynn und Yamaha-Türme gehört hat.

      Ist irgendwie, wie bei Digital-Fotos. Die sind ganz toll bunt... aber farblos.

  12. ViennaCodePoet (kein Partner)

    Vorweg
    Die österreichische Energiewirtschaft ist träge, fett, indolent und ausgesprochen innovationsfeindlich. Beschäftigt demnach auch nur mehr Techniker unterhalb der dritten Garnitur. Ausnahmen gibt es, ändert aber nichts am niederschmetternden Befund.

    Es lohnt ein Blick nach Neuseeland. Neuseeland hat so ein verdächtig positives Image, ein Land wo Milch und Honig fließen.

    Indes, die Kiwis gingen durch eine verdammt harte Krise ihres politischen Systems - circa aus den selben Gründen, wie es den Ösis noch bevorsteht - zwei Parteien hatten sich das Land "gekrallt" mit all den schon klischeehaften Widerwärtigkeiten die man auch bei uns zurecht geißeln muss.

    Der Reformprozess war lang und mühsam und wurde - der Not gehorchend - von Labour eingeleitet: http://en.wikipedia.org/wiki/Roger_Douglas , Rogernomics.

    Einer der Kumulationspunkte der Krise und der heftigen politischen Debatten war dann ein spektakulärer Stromausfall im Business District von Auckland: http://en.wikipedia.org/wiki/1998_Auckland_power_crisis

    Ich kürze ab - eine Erkenntnis die in NZ Bestand hatte: Deregulierung ohne Regulator funktioniert nicht und der Regulaor braucht Eier (oder Fotze, wie gendern hier richtig). Die Regulatoren gehören dort heute zu den Top-Postenbesetzungen, mit enormer strategischer und volkswirtschaftlicher Relevanz.

    Der Ösi-Stromregulator ist eine sehr potente Schlaftablette, und mein Hirn weigert sich hartnäckig sich dessen Namen zu merken.

    Mit Schlaftabletten wird die Energiewende nichts. Die Energiewende wird kommen müssen, da Kernkraft techn. und wirtschaftlich gescheitert ist. In meiner Restlebenszeit von circa 35 Jahren rechne ich fix mit dem dritten massiven KKW-Knaller - das ist einmal so.

    Eingeständnis des kompletten Scheiterns sind ja die neuen Designs der "neuen" KKW. Der Brennstoff ist zwar abgereichert, was aber nix nutzt wenn die Schmelze fraktioniert und so überkritisch wird. Die Behauptung war, dass das NIE passieren kann.

    Dem überkritischen Corium will man jetzt mit keramischen "Eiertragerln" zu Leibe rücken, das Zeugs soll halt jetzt in Mulden tropfen, wo jede Mulde dann eine unterkritische Masse "auffängt". Nennt sich - nicht lachen - "Core-Catcher"

    Das hat mit Technik nichts mehr zu tun - das ist Voodo-Engineering, und eine gloriose Verantwortungslosigkeit.

    Privat halte ich es so, dass ich KKW-Befürworter mittlerweile sehr hart anfasse, und sie als das bezeichne was sie imho sind: Verblendete die der archaischen Faszination der Waffe erlegen sind.

    Bleibt also die private Energiewende. Das die Ösi-Energiekonzerne keine Negawatt-Dienstleistungen anbieten ist ein Skandal.

    Eine Negawatt-Dienstleistuung könnte so aussehen: FUBO und Wandheizung (-kühlung) Nachrüstung im Altbestand inklusive frisch ausmalen, während der Bauarbeiten eine Ersatzwohung, Abschreibung innerhalb von 7 Jahren mit einem Contractingmodell.

    Negawatt-Geschirr: Vakuumisolierte Thermoskannnen gibt es schon lange, es gibt auch vakuumisoliertes Geschirr (die Idee ist so naheliegende, dass nur wenige darauf kommen) und das ist der große Bringer - wird im verschnarchten Ösistan so gut wie gar nicht eingesetzt: http://www.kuhnrikon.ch/ch/de/produkte/spezial_kochgeschirr/durotherm/toepfe.html

    Warum die Gastronime nicht darauf abfährt ist mir kein Rätsel: die arbeiten zu hart, und harte Arbeit macht definitiv deppert, es bleibt keine Kraft und Energie mehr um über den Tellerrand zu blicken... die Restenergie geht fürs Jammern bei den Kosten drauf...

    Wer neue stark verbesserte Abenteuer erleben möchte geht Mystery-Shoppen und verlangt nach vakuumisolierten Kochgeschirr ...

    Ein Strom-Regulator mit Eiern würde negative Rabattierung durchdrücken - das würde Wunder wirken.



    • Schnabeltierfresser (kein Partner)

      Spannend, danke.

      Täusche ich mich, oder hatten wir zumindest bei den Wiener Stadtwerken mal eine negative Rabattierung für kurze Zeit? Vor ca. 20 Jahren durch den Öko-Trend? Sprich, die fixe Grundgebühr stieg mit dem Verbrauch.

    • november (kein Partner)

      Food for thought, wie gewohnt.

  13. Neppomuck (kein Partner)

    Wer glaubt, uns mit Gesetzen beglücken zu müssen, sollte sich auch über die Administrierbarkeit derselben den Kopf zerbrochen haben.

    Oder seinen Hut nehmen.



    • Brigitte Imb

      Ahhh, irgendwelche Schwachsinnsverwaltung wird sich darum annehmen, die "Effizienz" liegt in den geschaffenen (od. zu schaffenden) Stellen, olles ondere is wuascht!

    • DerTurm

      Nah, in Brüssel hat noch nie jemand über Adminstrierbarkeit nachgedacht...

      Das ist übrigens in Bulgarien noch viel schlimmer, wie mir heute in allen Details vor Ort geschildert wurde.

  14. Torres (kein Partner)

    OT, aus Aktualitätsgründen: In der heutigen parlamentarischen Budgetdebatte lobte gerade eben unser hochintelligente Staatssekretär Schieder die Tatsache, dass es gelungen sei, in den einzelnen Ministerbudgets "gender budgeting" unterzubringen. Der Staat hat ja bekanntlich jede Menge überschüssiges (Steuer-)Geld.



    • Segestes (kein Partner)

      Schieder, neben Berlakobic, einer der ganz großen Unsympathler dieser Regierung.

    • Undine

      @Torres

      ".....Tatsache, dass es gelungen sei, in den einzelnen Ministerbudgets "gender budgeting" unterzubringen......"

      Ja fein, ich baue ganz auf Schieder! Zusammen mit unserer rot-grünen Feministinnentruppe soll er sich ganz schnell darum kümmern, daß es in Hinkunft auch WEIBLICHE EURO gibt; es ist nicht einzusehen, daß wir armen, von den bösen Männern unterdrückten Frauen ständig mit MÄNNLICHEM Geld in der Geldbörse umherrennen und auch mit männlichem Geld unsere Einkäufe bezahlen sollen. Der EURO gehört gegendert! Den Cent kann man lassen wie er ist, wir sind ja nicht kleinlich, wir armen Frauen!

  15. cmh (kein Partner)

    Im Sommer haben mir viele LEute erklärt, dass sie in Büros ohne Klimaanlage einfach nicht arbeiten könnten.

    Jetzt (Mitte Oktober nur zur Erinnerung) jammern alle - und das trotz der globalen Erwärmung - dass endlich die Heizung aufgedreht werden sollte.

    Hinsichtlich der Notwendigkeit, den Stromverbrauch zu verringern, bin ich also anderer Ansicht als Unterberger (der viele andere Poster hier).

    Allein, was sauer aufstoßt ist die Methode, den Verbrauch zu verringern. Denn - entgegen der Ansichten des pösen Neoliberalismus - wird das Marktgleichgewicht nicht über die Preise gefunden, sondern da die Leute offensichtlich zu blöd sind, oder zu große Gerechtigkeitsfanatiker, Preissignale zu verstehen, muss die technische Keule kommen.

    Nicht dass weniger Strom verbraucht wird, weil der Strompreis gestiegen ist, sondern, der Preis bleibt niedrig, nur man darf nicht mehr verbrauchen als vorgeschrieben. Das finde ich pervers.



    • Segestes (kein Partner)

      Bürohengsten, die wegen mangelnder Klimatisierung ein Lamento anstimmen, würde ich, mit Verlaub, am liebsten links und rechts eine reinhauen.
      Denn jeder Dachdecker, Maurer, Asphaltierer, Zimmermann, Schweißer usw. usf, muss sich bei diesem Weichei-Gesudere zutiefst verar...t vorkommen.

    • Kommentator (kein Partner)

      Ah, der Held der Arbeiterklasse ist wieder da.

      Der Dachdecker, Maurer, Asphaltierer usw. usf. kann sich auch in kurzer Hose und ärmellosem Leibchen zur Arbeit begeben, Schweißflecken und strenger Geruch sind auch nicht sonderlich problematisch. Das unterscheidet sich doch etwas von den Anforderungen an Büromenschen. Sobald es gesellschaftlich akzeptiert ist, dass der Vertriebler mit freiem Oberkörper seinen Stuhl vollschwitzt und der Geschäftsführer ärmellos zum Meeting geht stimme ich deiner Kritik natürlich völlig zu.

    • Segestes (kein Partner)

      Um auf deinem argumentativen Niveau zu bleiben:
      Der Pixelschubser im Büro, kann die Fenster aufmachen und ein Deodorant benutzen.

    • Kommentator (kein Partner)

      Keine Ahnung welche Probleme du mit dem argumentativen Niveau hast, zumal du mit fantasierten Gewaltandrohungen eröffnet hast.

      Fenster aufmachen bringts wohl in der Stadt nicht so wirklich und ein Deodorant hat auch nur begrenzte Wirksamkeit wenn die Leute in voller Montur im Büro schwitzen würden. Sind halt doch ein bisschen unterschiedliche Anforderungen die hinsichtlich Bekleidungskonventionen/Körperhygienestatus usw. gestellt werden. Das kann man auch ganz nüchtern feststellen ohne körperliche Arbeit auch nur im geringsten abzuwerten.

    • Segestes (kein Partner)

      Ach so, die Fenster aufmachen bringt nicht viel? Aber sich im Sommer mit nacktem Oberkörper in die pralle Sonne zu stellen schon, gell?

      Besonders prickelnd dürfte es auch sein, ohne Overall, Kopfbedeckung und dicke Lederhandschuhe zu schweißen. Schon mal ausprobiert?
      Ich habe einige Zeit in oben beschriebener Schutzausrüstung die Schweißpistole geschwungen - ach was war das im Sommer für ein Spaß...
      Nun sitze ich im Büro und ich komme nicht umhin festzustellen, dass es hier, selbst ohne jegliche Klimatisierung, deutlich angenehmer ist.
      Aus diesem Grunde empfinde ich das wehleidige Geraunze vieler Bürohengsten einfach nur als üble Provokation.

    • Kommentator (kein Partner)

      Meine Güte, natürlich ist es im Sommer draußen nicht angenehm, im Winter übrigens auch nicht. Mir ist auch beides aus der Vergangenheit keineswegs fremd.

      Trotzdem verstehe ich, wenn jemand im Büro raunzt. Wie schon gesagt, andere Anforderungen! Draußen ist es oft äußerst unangenehm, das macht es aber nicht lustiger sich im Büro abzuschwitzen.
      Der "Bürohengst" hat halt seine Klimaanlage, der Arbeiter kann wenigstens die körpereigene Klimatisierung ohne soziale Konventionen voll laufen lassen.

  16. Torres (kein Partner)

    Völlig richtig. "Brüssel" ist ja nicht eine abgehobene fremde Übermacht, sondern der Rat bzw. die Kommission, in denen alle Mitgliedsstaaten vertreten sind und wo jeder Beschluss eben von diesen Mitgliedsstaaten vorgeschlagen und dann angenommen werden muss, wobei es ja immer noch viele Möglichkeiten des Vetos für einzelne Staaten gibt. D.h., allem, was uns "Brüssel" an Unsinnigem (und, zugegebenermaßen, auch an Sinnvollem) vorschreibt, wurde von der österreichischen Regierung zugestimmt. Das sollte man nie vergessen.



    • kaffka (kein Partner)

      Torres
      16. Oktober 2012 10:31

      Ganz so leicht ist es aber leider nichtmehr. Inzwischen wurde eine Vielzahl von Themen aus der Einstimmigkeit herausgenommen, so dass es gegen Gurkenkrümmungsverordnungen oder Stromverminderungsgesetze kein Veto mehr gibt.
      Die wenigen Möglichkeiten bestehen nicht einmal bei solchen Unsinnigkeiten wie EMS und EZB, sondern nur über den Umweg von Junktims!(Z.B wir stimmen der Aufnahme von XX in die EU solange nicht zu, bis die Gurkenkrümmungsverordnung abgeschafft wird etc.)
      Dazu braucht man aber dann viel Standfestigkeit, die man von unseren Waschlappen nicht erwarten kann.

    • Peter (kein Partner)

      @kafka
      Ebenfalls völlig richtig. Die Entmachtung der Nationalstaaten ist wesentlich weiter gediehen als uns unsere "Waschlappen" je mitzuteilen getraut haben.
      Um die Demokratisierung der EU einzuläuten ist es unerläßlich die Waschlappen, Schlappschwänze, Warmduscher, kurz Politiker von SPÖVP bei der nächsten Wahl ordentlich abzustrafen. Kommen dann EU-kritische nach Brüssel, wird das den Druck auf die Eurokratoren deutlich erhöhen.
      Bleibt nur abzuwarten ob die verbal eurokritischen Stronachs und Straches eurokritisch bleiben, wenn es darauf ankommt. Meiner Erinnerung waren Rote und Grüne auch einmal EU kritisch. Es wäre interessant zu erfahren was den Umschwung bewirkt (oder was es gekostet) hat.

  17. eso-policier (kein Partner)

    Der Stromverbrauch muss allmählich reduziert werden. Aber es darf dies nicht staatlich verordnet werden. Österreich kann durch eine ökologische Politik gerettet werden. Z. B. kann der Rohstoffverbrauch innerhalb von 50 Jahren um 90 % gesenkt werden. Siehe dazu "Factor 10" im englischsprachigen Wikipedialexikon. Zudem können z. B. viele Probleme durch C.-G.-Jung-Traumdeutung gelöst werden. Mehr dazu auf meinem Blog.



    • Mitleserin (kein Partner)

      Aber nur in der esoterischen Welt................
      Wenn heute jeder ein Händy, einen I-Pad oder EE-Pad, eine Digitalkamera hat... und dauernd Ladegeräte und Akkus lädt, dann geht es nicht mit weniger Strom, sondern nur mit mehr Stromverbrauch.

      Weiters... wo legt man den Grenzwert fest? ...am Jahresdurchschnitt einer Familie?
      Wie soll eine Firma wachsen können ohne mehr Geräte?

      Jede Türklingel ist heute schon mit Batterien oder Akkus zu betätigen, jede Kamera die die Räume überwacht?

      Ich bin fassungslos... gut wirtschaften ist nicht notwenigerweise weniger Stromverbrauch.

  18. Undine

    OT
    Noch stehe ich ganz unter dem Eindruck des 2. Teils der Dokumentationsserie über die RAF im 3sat. Diese erschütternden Bilder kann man nur schwer ertragen.

    Drei der Entführer der "LANDSHUT" in Mogadischu waren nach der Erstürmung durch eine deutsche Spezialtruppe sofort tot, eine Terroristin überlebte schwer verletzt; sie hatte sich in der Toilette eingeschlossen; es wurde durch die Tür geschossen.

    Zunächst dachte ich, ich hätte mich getäuscht, dann sah man diese weibliche Bestie noch einmal: Sie trug ein weißes T-SHIRT mit dem Konterfei des von linken Kreisen so vergötterten CHE GUEVARA, was sicherlich kein Zufall war. Das heißt, daß diese Mörderbande, diese Schwerstverbrecher, die so viele Jahre lang ganz Deutschland in Angst und Schrecken versetzt und zahllose Familien ins Unglück gestürzt haben, keinen Geringeren als CHE GUEVARA als Vorbild, als Idol hatten und sozusagen auch in seinem Namen GETÖTET haben.

    Und in WIEN steht ein Denkmal für diesen Mann! Es gehörte gesprengt.



    • Haider

      Vor allem gehört immer wieder darauf hingewiesen, für welche Mördertypen die rot-grüne Rathausclique Sympatien hegt! Und welche Strolche Wien regieren. "Soviel fressen kann ich gar nicht, wie ich kotzen möchte" sagte einmal ein frustrierter Wiener.

    • Kommentator (kein Partner)

      Sehr interessant. Wenn beispielsweise ein Dollfuß verehrt wird, dann ist man sehr auf den, nach eigenem Gutdünken ausgelegten, historischen Kontext bedacht. Frei nach dem Motto: War sicher nicht alles toll, aber das ging halt damals nicht anders und es war für die gute Sache.

      Wenn ein Che Guevara verehrt wird dann sieht die Sache natürlich anders aus, da wird der historische Kontext ausgeblendet und alles war böse. Alles hat der ideologischen Grenzziehung zu folgen. Wenn die Person der eigenen Ideologie nahe steht muss man fleißig differenzieren, steht die Person der Ideologie der Gegenseite nahe ist alles böse. Da gleichen die Jünger und Jüngerinnen hier sehr stark ihren Erzfeinden.

      Ich halte übrigens keinen der beiden für verehrungswürdig, nur damit das gleich klargestellt ist.

    • Undine

      Beim nochmaligen Überlesen meines Kommentars zum Thema RAF-Dokumentation fiel mir auf, man könnte meinen, ich sei entsetzt gewesen wg der erschossenen Terroristen! Natürlich trifft das Gegenteil zu. Diese Teufel in Menschengestalt sind viel zu billig davon gekommen!

      Ich stellte mir va das Grauen vor, das die Passagiere empfunden haben mußten; diese gingen durch die HÖLLE, die ihnen ein paar entmenschte Gutmenschen bereitet hatten---diese wollten ja in ihrer entarteten Gutmenschlichkeit mit aller Gewalt einen gewaltfreien Staat erzwingen! Welch ein Zynismus!

      Was kann es Schlimmeres geben an Foltermethoden, als mehrere Tage und Nächte in einem aufgeheizten Flugzeug unter Afrikas Sonne, ständig den Tod vor Augen bewegungslos, hungrig und durstig in den engen Sitzen ausharren zu müssen---und das alles, weil eine Handvoll, zu JEDER Art von Gewalt bereiten LINKS-TERRORISTEN aus dem Gefängnis freigepreßt werden sollten? Wer DAS durchgemacht hat---es waren auch Kinder unter den Passagieren!---der konnte keine Angst mehr vor der Hölle haben; die hatten sie bereits erlebt, verursacht durch menschliche Teufel, die z.T. heute wieder frei umherspazieren dürfen.

    • Nat (kein Partner)

      Was kann es Schlimmeres geben an Foltermethoden...?

      Ein Aufenthalt in einem KZ des tausendjährigen Reiches?

    • cmh (kein Partner)

      @Kommentator

      An welchen historischen Kontext denken Sie bei Che Guevara?

      Worin liegt Ihrer Meinung nach denn der Unterschied zwischen Zohair Youssif Akache und Otto Planeta?

    • Kommentator (kein Partner)

      Wow, jetzt dreht die Undine offenbar völlig ab, redet sich in Rage und ignoriert alles um sich.

      So schlimm das auch gewesen sein mag, was ist jetzt überhaupt das Thema? Es gab viele schlimme Ereignisse in der Menschheitsgeschichte und viele Dokumentationen wurden darüber gedreht. Muss man deswegen verbalen Durchfall bekommen?

      Achso ja, es ging ja um LINKE uiuiui, das rechtfertigt natürlich alles.

    • Trollfresser (kein Partner)

      @Undinchen

      Die NationalSOZIALISTEN waren ja auch LINKE Terroristen. Was sagen sie DAZU?

    • Kommentator (kein Partner)

      @cmh
      Ich werde mich hüten hier eine historische Diskussion zu beginnen, dafür reicht mein Wissen nicht aus, gleichzeitig ist die Diskussionskultur hier kaum dazu geeignet.

      Nur so viel - Guevaras "Revolution" hatte natürlich Ursachen (wie jedes historische Ereignis) und seine Gegner waren wohl auch keine Lämmchen. Historische Umstände lassen sich dann natürlich entsprechend auslegen. Man kann behaupten es musste sein, es war gut weil es schlimmeres verhindert hat, der Zweck heiligt die Mittel usw.

      Solche Auslegungen erfolgen im Forumsdurchschnitt hier mit extremer ideologischer Schlagseite (was vermutlich neben der ideologischen Schlagseite durch das fortgeschrittene Alter hier erklärbar ist) - das ist der Punkt, nicht irgendwelche speziellen Personen und deren Geschichte (die zweifellos interessant sein mag).

    • Undine

      @Nat und @Kommentator

      Darf ich Sie aufmerksam machen, daß Sie zwar die Nazikeule, die Leute wie Sie ja stets im Handgepäck mit sich herumtragen, um nur ja keine Gelegenheit zu versäumen, sie zu schwingen, eingesetzt haben, aber verabsäumt haben, von AUFRECHNUNG zu quasseln, was normalerweise ein ständiger Reflex von links zu sein scheint.

    • Nat (kein Partner)

      @Undine

      Sozialismus ist in jeder Ausprägung schlimm, Guevara ist für "Leute wie mich" ein Massenmörder, seine Büste in Wien eine Frechheit. Es ist nur unfreiwillig komisch oder eher vielsagend, dass Sie einen TV-Bericht über den RAF-Terrorismus gleich zweimal erwähnen müssen und sich darüber künstlich echauffieren, die zahlreichen Dokus über HITLER und den Holocaust oder die vielen anderen Schrecklichkeiten dieser Welt bei Ihnen aber keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen zu scheinen.

      Aber wie schon erwähnt, historische Diskussionen sind hier sinnlos.

    • cmh (kein Partner)

      Kommentator

      Natülich, schon ist wieder Ende der Fahnenstange. Wie schafft man es denn mit so wenig Hirn und so wenige Durchsetzungsvermögen, überhaupt den Computer aufzudrehen?

      Drollig ist immer wieder der Hinweis darauf, dass die anderen so böse oder so blöde oder so unterqualifiziert sind, dass man mit den wenigen eigenen Argumenten nicht durchkommt. Von wegen.

      Aber es ist ja bekanntlich eine linke - sorry, aber Sie wissen schon, das Bogniveau hier und so und überhaupt - Taktik, einfach die sprichwörtliche Scheiße abzusondern und sich dann den Überlegungen wie man das Häufchen entfernen könnte nobel zu entziehen.

      Und je dümmer der linke Absonderling ist, dest weniger merkt er, dass er es selber ist.

    • cmh (kein Partner)

      Und bevor sich das Kommentatorlein davonschleicht:

      Der Grund für die Taten Che Guevaras war, dass er ein Mörder war. Genauso wie Planeta.

      Der Faschismus ist ja bekanntlich eine linke Ideologie. Hier zeigt sich das wieder.

    • Trollfresser (kein Partner)

      @Undine

      An Kommentaren wie den Ihren kann man ideologische Indoktrination gut erkennen. Sozialismus - egal ob national, international oder religiotisch - muss an allen Fronten bekämpft werden!

    • Undine

      @Kommentator

      "So schlimm das auch gewesen sein mag, was ist jetzt überhaupt das Thema"

      DAS müssen Sie bei 3sat nachfragen; dort wird man Ihnen schon sagen, aus welchem Grund gerade jetzt über die RAF eine mehrteilige Dokumentation gedreht worden ist.

    • Carlo (kein Partner)

      Das ist nicht so schwer heraus zu finden.
      Ich zitiere:
      "35 Jahre nach dem Deutschen Herbst erinnert 3sat vom 14. bis zum 17. Oktober 2012 mit zehn Produktionen - darunter vier Erstausstrahlungen - an die schrecklichen Ereignisse des Jahres 1977."
      Undine, das ist genau Ihre Zeit, wo Sie sich dann in seitenlangen Postings über diese "Bestien" empören können.

    • Kommentator (kein Partner)

      @ cmh: Was war jetzt noch dein Argument? Von Beschimpfungen abgesehen ist da nichts. Warum sollte ich mich davonschleichen? Guevara war ein Mörder? Ja! Aber eigentlich müsste das hier einigen recht gut gefallen, immerhin hat er so manchem Deserteur so richtig eingeheizt, das wurde ja von einigen gewünscht.

      @ Undine: Ein wunderbarer Beweis für das Diskussionsniveau, da kann auch der cmh genau hinsehen. Ich bin nicht "Leute wie sie" und ich habe auch keine Nazikeule geschwungen. Insofern wieder nur Geplapper das nicht für das Thema relevant ist.

    • Kommentator (kein Partner)

      @ cmh: Was war jetzt noch dein Argument? Von Beschimpfungen abgesehen ist da nichts. Warum sollte ich mich davonschleichen? Guevara war ein Mörder? Ja! Aber eigentlich müsste das hier einigen recht gut gefallen, immerhin hat er so manchem Deserteur so richtig eingeheizt, das wurde ja von einigen gewünscht.

      @ Undine: Ein wunderbarer Beweis für das Diskussionsniveau, da kann auch der cmh genau hinsehen. Ich bin nicht "Leute wie sie" und ich habe auch keine Nazikeule geschwungen. Insofern wieder nur Geplapper das nicht für das Thema relevant ist.

  19. Kaffeehäferl

    Das Verbot von Glühbirnen ist ohnehin kompletter Humbug. Meine Großmutter hat zwar noch von "Licht sparen" gesprochen, aber heutzutage so zu tun, als wäre das Gros an Stromverbrauch im privaten Haushalt durch Beleuchtung verursacht, halte ich für fehl am Platze.
    Da gibt es ganz andere Geräte, wie etwa die, die dauernd laufen, wie Kühlschrank und Tiefkühltruhe. Oder die Geräte, die wirklich viel Strom brauchen, wie Herd, Waschmaschine, Geschirrspüler. So mancher Computer braucht samt Monitor und anderer Peripherie mehr als 200W. Gar nicht zu reden von Klimaanlagen (wer eine hat).
    Die privaten Haushalte sind aber auch nur ein Bruchteil der Stromverbraucher, die Industrie hat einen mit Sicherheit größeren Strombedarf.

    Also spart man mit dem Verbot von Glühbirnen am kleinsten anzunehmenden Wirkungsbeitrag.

    Und das wohlgemerkt auch nur beim Stromverbrauch. Bei einer etwas weniger oberflächlichen Betrachtung eines Gesamtumweltschaden, der durch Beleuchtung verursacht wird, müßte auch noch der Umweltschaden mitkalkuliert werden, der bei der Herstellung und Entsorgung der Leuchtmittel entsteht. Dabei kann eine (herkömmliche) Energiesparlampe kaum noch Sieger sein, immerhin enthält sie Quecksilber.

    Warum man matte Glühbirnen bereits gänzlich verboten hat, ist mir ohnehin völlig schleierhaft.



    • Haider

      Sie sagen, was mir die ganze Zeit auf der Zunge brannte: Die Industrie ist der wahre Stromfresser und genau diese wird mit Billigsttarifen extrem subventioniert. Wahrscheinlich war dies vor Jahrzehnten wirklich gut gemeint, vielleicht sogar wirtschaftlich sinnvoll und arbeitsmarktspolitisch vertretbar - aber diese Zeiten sind längst vorbei. Natürlich kann man Hafer als Pferdefütter zur Förderung des Kutschenwesens staatlich unterstützen, damit der Nahverkehr leistbar bleibt. Nur die Zeiten ändern sich eben!

  20. Haider

    Beim ersten Antreten des VdU (Vorgängerpartei der heutigen FPÖ) 1949 waren ebenso wie beim nächsten bundesweiten Wahlgang 1953 nicht fehlende finanzielle Mittel das größte Problem, sondern die Papierzuteilung für Stimmzettel. Da es damals keine amtlichen Stimmzettel gab, mußte jede Partei selbst für diese sorgen - und dafür war eben Papier die Grundvoraussetzung. Dieses war aber staatlich bewirtschaftet. Auch so kann man "Demokratie" betreiben!



    • Undine

      @Haider

      Und heute wirft man, meist unbesehen, sündhaft teure ungebeten im Briefkasten gelandete Hochglanzprospekte tonnenweise in den Papiercontainer!

      Ich erinnere mich noch gut, als Burghart Breitner vom VdU als Kandidat zur Bundespräsidentenwahl aufgestellt worden war. Mein "großer" Bruder schätzte seine Vorlesungen in Innsbruck sehr. BB war einer der vielen Ärzte, die früher aus der russ. Gefangenschaft heimkehren hätten können, dies aber abgelehnt hatten und so lange freiwillig ausharrten, bis auch ihre Kameraden endlich heimkehren durften. Das war eine beispiellose Berufsauffassung und zeugt von wirklich menschlicher Größe.

    • Haider

      @Undine
      Burghard Breitner ging völlig zu Recht als "Engel von Sibirien" in die Geschichte ein. Nachdem er 1914 in russische Gefangenschaft geraten war, betreute er als Arzt selbstverständlich seine Mitgefangenen aber auch genauso selbstverständlich die russischen Bewacher und wurde deshalb ALLSEITS geschätzt. Heute regieren nur mehr blanker Haß, blindes Vorurteil und primitive Ausgrenzung. Wie arm ist doch die ehemals zivilisierte Welt geworden!

  21. W.F.Köhler

    Das ist die nächste Pleite der EU. Die Leute in Brüssel wissen nichts über das Funktioniren der Wirtschaft. Es wird ein Schwarzmarkt entstehen (Resselpark schau oba!), solange man ihn nötig hat. Im übrigen bestätigt das meinen Verdacht, dass die Nomenklatura in Brüssel kommunistisch unterwandert ist. Und dieser Anteil nimmt zu. Wohin das führt hat ja die Geschichte bewiesen. Wir können uns also schon auf 40 Jahre EU einstellen. Was kommt nachher?
    Die Politik hat bis heute nicht begriffen, dass die Stromversorgung in einer grundsätzlichen Änderung begriffen ist, weg vom Zentralismus hin zum Individualismus. Stromleitungen braucht man dann nicht mehr.



  22. phaidros

    Sowohl Glühbirnenverbot als auch diese Regelung (von der ich bis auf das hier Gelesene nichts weiß) lassen mich eigentlich nicht heißlaufen.

    Im Gegenteil, ich kann manchesmal die Aufregung nicht verstehen, insbesondere, wenn man den Anlass aufrechnet. Bleuben wir bei den Glühbirnen: Glühbirnen habe ich ganz sicher seltener als 1x im Jahr gekauft, der Anteil an den laufenden Kosten ist vernachlässigbar. So billig, wie sie waren, waren sie einzig deswegen, weil bereits die gesamt Produktion nach Asien ausgelagert wurde - was uns auch irgendwie nicht recht ist. Heute kaufen wir um ganz wenig mehr Geld, als wir für Markenglühbirnen europäischer Produktion ausgegeben haben, wesentlich intelligentere Produkte. Zwar wieder aus Asien, aber dagegen ist wohl so oder so nichts zu machen.

    Bevor jetzt jemand die Feder spitzt, um ein Prinzipargument ins Treffen zu führen, möchte ich vorwegnehmend entgegen halten, dass kluger Umgang mit Ressourcen jedweder Art auch ein Prinzip sein sollte. Und eine Glühbirne, die Energie zu 5% in sichtbares Licht umwandelt, aber zu 95% in Wärme, genügt diesem Prinzip nicht - jedenfalls nicht, wenn das Ziel »Beleuchtung« heißt. Dass die Energiesparlampe auch nicht das Gelbe vom Ei ist, mag durchaus sein, aber das Quecksilber darin ist kein Arguement: vor kurzem hat eine Studie der ETH Zürich ganz klar nachgewiesen, dass die Glühbirne im Vergleich nicht nur keine gute Ökobilanz hat (»Irrelevant« als Argument gilt dabei nicht, wenn man zuvor mit dem Quecksilber argumentiert hat), sondern auch die Kosten unterm Strich ein Vielfaches betragen. Nebenbei erwähnt gibt es bereits LED-Beleuchtungskörper, die eigentlich keinen Wunsch offen lassen sollten - auch den nach dem »warmen Licht« (eine frage des abgestrahlten Spektrums) nicht, und preislich auch wieder ähnlich angesiedelt sind. Beide Techniken, die »herkömmliche« Energiesparlampe ebenso wie LED-Technik können mit rd. 10W eine 100W-Birne ersetzen, haben also nur noch 50% Verlust, nicht 95%.

    Angesichts eines immer größeren Energiehungers ist es klipp und klar eine Notwendigkeit, irgendwo anzusetzen.

    Was uns zur Energieeinsparung bringt: wie ich das lese, soll nicht der einzelne Haushalt in die Pflicht genommen werden, sondern der Erzeuger. Was auch Sinn macht: der hat nämlich kein Interesse daran, dass seine Kunden sparen, sondern nur daran, möglichst viel von seinem Produkt zu verkaufen. Daher kann nur »von außen« eingewirkt werden, der Markt regelt solche Probleme nicht. Bei aller Befürwortung für das Prinzip Markt, es hat Grenzen.

    Die verlaufen dort, wo das individuell Sinnvolle dem kollektiv Sinnvollen entgegen steht. Wie es bspw. auch im Spannungsfeld Betriebswirtschaft/Volkswirtschaft der Fall ist: was betriebswirtschaftlich sinnvoll und notwendig sein kann, kann in Summe volkswirtschaftlich gewaltigen Schaden stiften. Siehe Betriebsabsiedlungen. So war etwa das Warmwasser in der DDR gratis, Strom aber nicht. Folge: Erdäpfel kochte man, indem man sie beim Weggehen in die Abwasch legte und das Warmwasser laufen ließ. Individuell sinnvoll, kollektiv eine Katastrophe.

    Hier sehe ich es als Aufgabe der obersten Verwaltungsebene, auf Überblicksniveau das Problem zu erkennen, und ebendort anzupacken. Genau dieses Potenzial steckt in diesen Maßnahmen, die ohne äußere Veranlassung ebensowenig umgesetzt würden, wie ein freier Markt jahrzehntelang keine effizienteren Autos hervorgebracht hat. Seit den jährlich strenger werdenden Abgasnormen funktioniert das im Großen und ganzen aber gar nicht so schlecht.

    Einmal mehr verweise ich auf Peter Schusters SB-Artikel »Tragödie des Gemeinguts«. Der (vor allem im Zusammenhang mit den dort erwähnten Nash-Gleichgewichten) hat mir in dieser Richtung etwas die Augen geöffnet: Organisation komplexer Systeme passiert nicht in allen Fällen von selbst - schon gar nicht mit zufriedenstellendem Ausgang.

    BG phaidros.vie@gmail.com



    • dssm

      Lieber phaidros, Ihre Gedanken sind nicht so falsch!
      Aber bitte verwenden Sie keine sozialistischen Beweismittel!!!!

      Es gibt genügend, welche aus einer funktionierenden und freien Marktwirtschaft stammen könnten.

      Denken Sie an den Umweltschutz. Ein Klassiker, daß Wachstum nicht immer ein mehr an Produktion und Ressourcenverbrauch bedeuten muss. Das staatliche Vorgaben nicht automatisch schlecht sind.
      Wachstum, weil hier volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Erträge erzielt werden. Wachstum schafft Wohlstand, jawohl, eine saubere Umwelt wird als Gewinn wahrgenommen!

      Daneben waren die Bedingungen einer Marktwirtschaft erfüllt. Der Staat (hier eigentlich die Gesellschaft) gab vor, macht Gesetzte und die Wirtschaft und die Konsumenten mußten sich darin fügen. So wie es auch viele andere Gesetze gibt welche die Bürger voreinander schützen.
      Selbst Freunde des Nachtwächterstaates werden hier kaum eine Kompetenzüberschreitung feststellen können.

      Entsprechend war der Umweltschutz eine konservative Bewegung, bis halt dann die linken Krakeeler sich einmischten und die Erfolgsgeschichte pervertierten.

      Ich nehme also nicht an, daß Ihre Angst bezüglich spitzer Feder, begründet ist. Ihre Argumente sind gut, auch wenn man über den konkreten Fall (1.5%pa) sicherlich diskutieren kann.

    • terbuan

      phaidros & dssm
      Man muß gar nicht auf kontraproduktive Praktiken in DDR-Zeiten zurückgreifen um falsche Energiepolitik zu dokumentieren:
      In den Häusern der Wiener gemeindeeigenen Genossenschaft GESIBA wird der Verbrauch von Fernwärme und Warmwasser nicht nach dem tatsächlichen Verbrauch, sondern nach Quadratmetern Wohnnutzfläche abgerechnet.
      Resultat: Ob einer in seiner Wohnung sparsam mit Warmwasser und Heizung umgeht oder nicht ist völlig egal, es hat praktisch keine Auswirkung auf seine Kosten!

      Zum aktuellen Thema:
      Ob der Energieversorger oder der Verbraucher zu einer Reduktion von Lieferung oder Verbrauch gezwungen wird ist irrelevant, in jedem Fall wird es zu einer weiteren Erhöhung der Preise kommen, wenn die Versorger ihre Lieferungen einschränken müssen, dann werden sie eben die Fixkosten erhöhen, so wie sie es nach der Liberalisierung des Strommarktes bereits getan hatten.

    • terbuan

      Nachsatz zu den Fixkosten, konkret Zählergebühr:
      Es soll niemand meinen, dass die Kosten der Einführung der "intelligenten Stromzähler" nicht auf die Konsumenten abgewälzt werden!

    • settembrini

      Verehrter Phaidros,

      ich kann Ihrer Argumentation nur beipflichten.

      Die Glühlampe hat ihre Zeit gehabt - immerhin konnte sie vor wenigen Jahren bereits ihren Hunderter feiern. Ihr Verdienst Licht in eine dunkle Epoche gebracht zu haben, wurde ausgiebigst gefeiert. Nun ist ihre Zeit vorbei, ebenso wie vorher die Zeit der Petroleumlampe, der Kerze und des Kienspans. Die Erzeugung von Licht muß nicht unbedingt bedeuten, daß mehr als 90 % der benötigten Energie als Wärme abgestrahlt werden.

    • socrates

      Phaidros
      In meinem Reisegepäck ist immer eine 100W Glühbirne zum Heizen eines Hotelzimmers. In Kappadokien, wo das Hotel bei Minusgraden für uns aufsperrte, war die Heizung noch nicht in Betrieb, also blieb nur der Fön und die 100W Lampe. Glashaus, WC und die alte Waschküche heizen wir bei starkem Frost, wenn das Heizöl fest wird, mit Kohlefadenlampen.
      Warum darf ein EU-Nordeuropäer nicht mit Glühlampen heizen? Ist dafür ein Gesetz notwendig? E14 Lampen sind sauteuer, brennen schlecht und nehmen den intimen Glanz eines Kristalllusters. Da wir 2 Luster mit je 8 Lampen haben, ergeben sich überprüfbare Studien über die armseelige Haltbarkeit der Sparlampen. In der Küche hat die 40€ Supersparlampe wenig geleuchtet und war nach 6m kaputt. Jetzt strahlt wieder eine 100W Birne.
      Sind die Schweizer wirklich ärmer wenn sie Ihre Almhütten etc. mit Glühlampen heizen?
      Was kostet dieses Gesetz und was seine Umsetzung und Verwaltung?
      Ist der Rest der Menschheit schlechter dran wie die EU?

    • phaidros

      Danke, die Herren, für die ausführlichen Einlassungen!

      Sg. dssm, sozialistische Beweismittel - ich hoffe, Sie nehmen Wort dafür - sind mir zuwider! Ich habe den Erdäpfelbeweis eigentlich als menschlichen welchen, nicht als sozialistischen, angeführt.

      Sg. terbuan, der Preis als Steuermittel ist die marktkonforme Regelgröße, (wie auch AU schreibt). Es gibt kein Menschenrecht auf niedrige Preise, und das finde ich auch in Ordnung. Meinem Gefühl nach sind in unseren westlichen Gesellschaften zwei Dinge einfach »zu billig«: Energie und daraus folgend Transport. (Wer das anders sieht versuche bitte zu argumentieren, wie es das Ökonomischste (!) sein kann, Orangen in Rotterdamm zu löschen, nach Sizilien zum Pickerlbekleben und Waschen und dann nach Hamburg zum Verkauf zu bringen)

      Sg. settembrini, natürlich mussten weder Kienspan noch Petrolemlampe verboten werden (und, um es einmal explizit ausgesprochen zu haben: das Glühbirnenverbot als solches stört mich auch - einfach, weil es ein Verbot ist. Allerdings sehe ich auch einen Sinn darin), aber das lag daran, dass die Glühbirne eine unvergleichlich bessere Lichtmenge lieferte. Das ist bei den modernen Beleuchtungskörpern eben nicht der Fall: sie produzieren »nur« weit weniger Verlustprodukte. Das bleibt unbemerkt, und so bieten sie scheinbar keinen Vorteil.

      Es interessiert Sie ganz sicher der Artikel über Carl Auer von Welsbach, erschienen im Sommer auf www.science-blog.at!

      Sg. socrates, ich verstehe Ihre Argumente zwar einerseits gut, aber ich möchte entgegen halten, dass ich ausdrücklich, »wenn das Ziel 'Beleuchtung' heißt« geschrieben habe. Elektrisch zu heizen mag im einen oder anderen Anlassfall angezeigt sein, aber das ist nicht verboten: nicht nur gibt es nach wie vor Heizgeräte, sondern es hat doch auch ein Deutscher 50000 100W-Birnen in China fertigen lassen und hierzulande als »Heatbulbs« verkauft*) . Er hat es vorgemacht (aber auch erklärt, dass er es nicht wiederholen wird). Wenn kein Markt entsteht, rechtfertigt der Konsument offenbar einen Markt nicht. Ein nachgefragtes Produkt wird auch angeboten werden.

      Das gilt auch für die Nordeuropäer: dass die nicht mehr mit Glühbirnen heizen dürfen, ist sicher verkehrt, aber dass man es gar nicht sollte, lässt sich argumentieren: Strom wurde bereits mit Verlusten erzeugt, insofern handelt es sich um die edelste Energieform. Die zum Heizen zu benützen ist Verschwendung. Und wenn sie es wollen, werden sie eben Heatbulbs importieren.

      Gerade Hütten haben übrigens oft gar keine 230V-Anlage und sind sicher die ersten, die auf alternative Techniken umsteigen und froh sind, wenn sie sich autark versorgen können. Das geht mit Solartechnik bei 12 oder 24V sicher einfacher.

      Und zum Kristallluster: vergessen Sie die Energiesparlampen, die m.E. bald wieder in einer Nische verschwinden werden und googlen Sie einmal »LED Beleuchtungskörper«. Es gibt mittlerweile wirklich ein vielfältiges Angebot.

      BG phaidros.vie@gmail.com

      *) Aus der Betriebsanleitung: »Leuchterscheinungen während des Heizvorgangs sind konsruktionsbedingt und normal« :-)

    • estate (kein Partner)

      phaidros,

      Sie schreiben u.a.: "Was auch Sinn macht: der [Stromlieferant] hat nämlich kein Interesse daran, dass seine Kunden sparen, sondern nur daran, möglichst viel von seinem Produkt zu verkaufen. Daher kann nur »von außen« eingewirkt werden, der Markt regelt solche Probleme nicht. Bei aller Befürwortung für das Prinzip Markt, es hat Grenzen."

      Die Falschheit dieser Überlegung zeigt sich spätestens dann, wenn der Gedanke auf ausnahmslos alle Produkte angewandt wird. In jedem handelbaren Gut stecken notwendigerweise knappe Ressourcen, die nach ihrer Verwertung für einen bestimmten Zweck für alle anderen Zwecke nicht mehr zur Verfügung stehen.

      Die These, es gäbe für bestimmte Ressourcen die Notwendigkeit einer die Zweckwidmung bestimmende Zentralinstanz, ist unbegründbar, impliziert sie doch zugleich, es gäbe a) ein ermittelbares objektives Verteilungsoptimung und b) dieses Optimum sei durch das Wirken einer Handvoll Menschen inform von Gesetzen erreichbar. Beides jedoch ist absurd.

      Anmaßung ist die große Schwester der Dummheit. Optima stellen sich in Gesamtsystemen einzig dort ein, wo eine Vielzahl von Playern nach freiem Ermessen das eigene Verhalten per Trial & Error optimieren kann und wo unangenehme Seiteneffekte falschen individuellen Verhaltens in der Gesamtsicht vernachlässigbar sind.
      In der Umkehrung kann großer Schaden nur dort entstehen, wo eine Zentralgewalt die Macht zur Herbeiführung von Nebeneffekten hat.

    • settembrini

      Verehrter phaidros,

      besten Dank für den Hinweis auf den Artikel über Carl Auer von Welsbach im science blog! Über einen dermaßen exzeptionellen Forscher, Erfinder und zutiefst sozial empfindenden Menschen, der noch dazu ohne irgendeine öffentliche Unterstützung arbeitete, kann selbst ein alter Humanist nur ins Schwärmen kommen!

    • phaidros

      Sg. estate, was Sie da beschreiben, passiert eben leider nicht, sondern der Wunsch ist der Vater des Gedanken.

      Gerne verweise ich nochmals auf den SB-Artikel »Tragödie des Gemeinguts« und die dort beschriebenen Nashgleichgewichte, die sich zwangsläufig einstellen, aber alles andere als Optima sind.

    • estate (kein Partner)

      phaidros,

      > Gerne verweise ich nochmals auf den SB-Artikel »Tragödie des Gemeinguts«

      Peter Schuster: "Aus der Übernutzung und Ausbeutung gemeinschaftlicher Güter und Ressourcen entstehen schwerstwiegende Probleme, die technisch unlösbar erscheinen."

      Und?!

      Energieträger sind, wie die allermeisten sonstigen Belange, definitiv kein Gemeingut. Die "Tragödie" bei der Nutzung ~öffentlicher~ Güter ist weder neu noch ein Argument dafür, privaten Produzenten seitens des Staates Mengenvorgaben zu okroyieren.

      Neben dem prinzipiellen Einwand greift der spezielle im Anlaßfall: Selbst unter der Annahme, es gäbe einen relevanten und zugleich schädlichen Einfluß des vom Menschen im Zuge der Energiegewinnung freigesetzten Co2 -- die m.E. völlig idiotische Vorgabe an Stromlieferanten greift am falschen Ende der Kette, nämlich nicht an der Produktion!

      Von allen möglichen Vorgaben (Steuer, Auflagen bei der Herstellung, etc) wurde hier ausgerechnet die dümmste gewählt. Wollte man vergleichbar allen Bäckern der EU eine Reduktion ihrer gesamten Semmelvertriebs um x Prozent vorschreiben, fände selbst der Dümmste noch ohne Nachdenken sofort die Fehler dieses Ansinnens. Daß aber auch für die Produktion von Semmeln Energie verwendet wird, wird niemand bestreiten. Auch wird niemand bestreiten, daß die ach so propagierten Elektromobile nicht mit Mehl, sondern mit Strom fahren.

    • DerTurm

      @phaidros:

      Nu, da wurde aber die Rechnung ohne den Teuttschennn Zolllfahnderrr gemacht!

      Der Zoll hat die Lieferung nämlich beschlagnahmt und kurz vor ablaufen juristischer Fristen fadenscheinig wegen "mangelnder Sicherheit" das Inverkehrbringen verboten.

      Es soll auch Zollfahnder geben, die auf deutschen Flughäfen Glühbirnen aus dem reisegepäck fischen, was rechtlich völlige Willkür und gänzlich ungedeckt ist.

    • phaidros

      DerTurm, unfassbar, was hat den Zoll Sicherheit zu scheren?

      estate, es tut mir leid, ich verstehe nicht, worauf Sie hinaus wollen. Danke für's Lesen, aber ich mache darauf aufmerksam, dass in dem Artikel durchaus mehr drinsteht.

      Das beginnt damit, dass die ausgenützten Energiequellen zum Teil sehr wohl Allgemeingut sind (Wind, Sonne, eigentlich auch Wasserkraft) - die man bis auf die Wasserkraft noch dazu gar nicht übernützen kann.

      Wesentlicher scheint mir aber das dort erwähnte Nash-Gleichgewicht zu sein, das sich zwangsläufig einstellt. Denn das braucht keine allgemein zugänglichen, sondern nur begrenzte Ressourcen, damit jeder sein Stück vom Kuchen auf Kosten der anderen Akteure möglichst groß machen will. Einziges gemeinsames Interesse: den Kuchen insgesamt zu vergrößern (was in dem Fall einer vernünftigen Zielsetzung genau diametral entgegen steht). Und genau diese Situation haben wir.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • DerTurm

      @phaidros:

      Was sollen Zollfahnder angesichts all der Schengen-Grenzen denn sonst machen...?

    • phaidros
  23. Brigitte Imb

    Sie drehen alles ab!
    Gestern, am Parteitag, legten die Genossen fest, daß parlamentarische Untersuchungsausschüsse zum Minderheitenrecht werden sollen, heute stimmen sie beim Antrag dagegen. Bei denen ist doch wirklich alles zu spät, fast möchte man meinen sie kämpfen mit jeder Sekunde um's Überleben ihrer Intransparenz. Negieren bis es sich hoffentlich totläuft.

    http://derstandard.at/1350258360684/Sondersitzung-Berlakovich-verteidigt-sich
    Kein Minderheitenrecht für U-Ausschuss

    Es wird auch in naher Zukunft kein Minderheitenrecht auf Einsetzung eines U-Ausschuss geben. Ein entsprechender Antrag des BZÖ am Ende der Sondersitzung des Nationalrats fand Montagnachmittag nur die Zustimmung der beiden anderen Oppositionsparteien. (APA, 15.10.2012)



  24. socrates

    Die Diebe sind los:
    Die deutschen Stromkunden müssen kommendes Jahr 50% mehr für die Förderung der erneuerbaren Energien bezahlen. Über die Verteilung der Kosten ist ein heftiger Streit entbrannt Matthias Benz, Berlin
    http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/die-energiewende-wird-fuer-die-deutschen-teuer-1.17683211
    In Deutschland kommt es zu einer kräftigen Erhöhung der sogenannten EEG-Umlage. Wie die zuständigen Stromnetzbetreiber am Montag mitteilten, wird die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf den allgemeinen Strompreis per Anfang 2013 von 3,6 Cent auf gut 5,3 Cent pro kWh steigen. Damit müssen die deutschen Stromkunden deutlich höhere Kosten für die Förderung der erneuerbaren Energien tragen. Ein durchschnittlicher Haushalt wird 2013 rund 180 € an Ökostrom-Hilfen zahlen, 60 € mehr als bisher. Insgesamt steigen die Subventionen, die den Konsumenten über den Strompreis aufgebürdet werden, auf rund 20 Mrd. € pro Jahr. Da die EEG-Hilfen überwiegend für 20 Jahre garantiert sind, werden sich die enormen Subventionsbeträge noch über viele Jahre fortschreiben.
    Streit um Kostenverteilung
    Die Explosion der Fördersummen birgt politische Sprengkraft. Beim Entscheid zur Energiewende vor gut eineinhalb Jahren hatte Kanzlerin Merkel noch versprochen, die EEG-Umlage werde konstant bleiben. Jetzt erhöht sie sich um nicht weniger als 50%. Der Anstieg war seit langem absehbar, weil vor allem der Ausbau von Solarstrom- und Windkraftanlagen ungebremst voranschreitet. Hinzu kommt, dass die EEG-Umlage nicht alle Kosten spiegelt, die die Stromkunden für die Umsetzung der Energiewende zu tragen haben. Zusätzlich werden sie indirekt etwa Milliardenbeträge für den Netzausbau schultern müssen; auch wird bald eine neue Umlage fällig, weil sich der Bau und die Anbindung von Windparks auf hoher See als unerwartet schwierig herausgestellt haben. Schliesslich zahlen die Bürger als Steuerzahler Milliardensummen für das Projekt.
    Angesichts des starken Anstiegs der EEG-Umlage ist am Montag wieder politischer Streit darüber entbrannt, wie die Kosten der Ökostrom-Förderung «gerecht» verteilt werden sollen. Vor allem linke Parteien nahmen die energieintensiven Industriebetriebe ins Visier, die teilweise von der EEG-Umlage befreit sind. Diese Ausnahmen sind ordnungspolitisch tatsächlich bedenklich, weil sie das Verursacherprinzip unterlaufen. Von der Industrie werden sie aber vehement verteidigt; die Branchenverbände wiesen erneut warnend darauf hin, die Entlastungen seien lebenswichtig, denn es hingen über 800 000 Arbeitsplätze davon ab. Auch Wirtschaftsminister Rösler sprach sich für die Erleichterungen aus; man müsse sich für Arbeitsplätze in Deutschland einsetzen.
    Fehlender Reformelan
    Rösler brachte umgekehrt eine Senkung der Stromsteuer ins Spiel, über die die Stromkunden an anderer Stelle entlastet würden. Zum Teil käme diese Massnahme auch einkommensschwachen Haushalten zugute. Vielerorts wird beklagt, dass die steigende EEG-Umlage ärmere Menschen besonders stark treffe, weil die Stromkosten bei ihnen einen überproportional hohen Anteil an den Haushaltsausgaben ausmachten. Eine Senkung der Stromsteuer oder ein anderer «Sozialausgleich» für Ärmere müsste jedoch von den Steuerzahlern finanziert werden.
    Kanzlerin Merkel hielt sich in der Debatte am Montag auffallend zurück und liess Umweltminister Altmaier den Vortritt. Dieser bekräftigte seine jüngst angekündigten Pläne, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz «grundlegend reformiert» werden müsse. Wer auf Tatkraft und konkrete Vorschläge gehofft hatte, kann vom jungen Umweltminister allerdings nur enttäuscht sein. Er setzt vorerst auf breite gesellschaftliche Debatten und peilt eine Reform erst in der nächsten Legislatur an. Dabei lägen vernünftige Alternativen wie ein marktwirtschaftlich orientiertes Quotenmodell auf dem Tisch.



  25. Nemo

    @ Pumuckl, HJR
    Die Fairness würde gebieten, zumindest erst die Herrn Swoboda und Karas zu diesem Thema zu befragen, bevor sie auf diese Art zu desavouieren.



  26. Brigitte Imb

    BEGAS: Hat zwar nicht unmittelbar mit ausreichender Stromerzeugung zu tun, aber wenn man das liest, denkt man unter Strom zu stehen.

    Die Energiebosse bedienen sich, die Konsumenten werden reglementiert.

    http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/1301153/Kontooeffnung-bei-Rudolf-Simandl?_vl_backlink=/home/index.do



    • terbuan

      Brigitte,
      alle bedienen sich wie und wo es nur geht!
      Hier ein Link über ein Interview mit dem bekannten Expolizisten Max Edelbacher und seinem neuen Buch "Der korrupte Mensch"

      http://kurier.at/nachrichten/4515637-ex-spitzenpolizist-jeder-ist-kaeuflich.php

      Wenn ich so durch meinen Bezirk in Wien spaziere und die wie Schwammerln aus dem Boden wachsenden Luxusvillen betrachte, dann denke ich mir nur mehr, wo hat der Bauherr das Geld dazu gestohlen?
      Ein russischer Oligarch, ein Manager mit golden handshake oder ein Politiker der sich aus der Staatskasse bedient hat?

    • dssm

      Die Endphase von Gesellschaftssystemen ist immer von Korruption, Nepotismus und Mißwirtschaft geprägt, sowie einem ausgeprägtem Formalismus und endlosen Streitereien um des Kaisers Bart.
      Sehen wir es positiv, das Ende ist nahe - denn viel Spielraum 'nach oben' gibt es ja wirklich nicht mehr.

    • Erich Bauer

      (dssm Zitat): "... 'nach oben' gibt es ja wirklich nicht mehr...."

      Und eine wichtige Lehre sollte aus all dem gezogen werden... Für danach. Wenn der "Wohlfahrtskahn" die "Rafting-Tour" total abgeschlossen hat... und die Trümmer unterhab des "Niagarafalls" herumtreiben...

      "Wenn die Guten nicht kämpfen wollen, werden die Schlechten siegen..."

      Wenigstens von den nächsten 2, 3 Generationen sollte dieser Merksatz gepflegt sein.

    • brechstange

      Erich Bauer

      ***********!

    • Kommentator (kein Partner)

      Sieh an, wenn Luxusvillen gebaut werden wird überlegt woher der Erbauer das Geld denn gestohlen haben könnte.

      Aber wehe so ein böser Linker denkt über sowas nach - das sind alles fleißige Leistungsträger die sich jeden Groschen hart erarbeitet haben, brav Steurn zahlen und überhaupt die linken Neider die von der Sozialhilfe leben die solche Leute zahlen sollen überhaupt leise sein.

      Vielleicht ist ja bei den Kommunisten noch ein Platzerl für den terbuan frei, denn Eigentum ist ja offenbar Diebstahl.

  27. Politicus1

    Geht's noch blöder?!?
    Was kommt als nächstes?
    Bezugskarten fürs Tanken! Die Tankstellenpächter müssen die getankten Treibstoffmengen anhand von Tankbezugskarten kontrollieren - jährlich für jeden Autobesitzer minus 1,5% ...
    Den Älteren wohlbekannte Lebensmittelkarten werden wieder eingeführt! Wenn die Abschnitte für Eier (wichtig, um endlich die Legebatterien in den Griff zu bekommen) verbraucht sind, ist Schluss mit Eiern ...
    Keycards für TV-Geräte! Für jeden Apparat gibt es jährlich eine begrenzte Stundenlaufzeit. Die Keycard kontrolliert das, und wenn die von Brüssel zugestandenen Stunden gesehen wurden, dann ist Schluss mit der Erleuchtung durch den Bildungsauftrag des ORF. Also, alle quotenträchtigen Sendungen (Autorennen, Musikantenstadel ...) vor Mitte November senden.
    Im Dezember kommt dann der Kulturauftrag dran - wenn keiner mehr Stunden verfügbar hat und eh niemand mehr Fernsehen darf ....
    Und zu den von der GrünIn in Wien angeordneten Solaranlagen auf dem Dach jeden Eigenheims kommt der Brüsseler Temperaturwächter! In jedem Raum wird durch einen EU-Chip die Heizung automatisch abgedreht, wenn die Raumtemperatur über 18 Grad beträgt - mit einer Ausnahme: Saunakammern ...



    • dssm

      Das muss gar nicht blöd sein, der grösste Fehler der Menschen ist es den Gegner zu unterschätzen, daher folgende Überlegung.

      Unsere ‚Elite’ erkennt glasklar, dass die laufenden Maßnahmen (Bürokratie, Schulden, Steuern, Abgaben, Strafen, Wirtschaftseingriffe, Gender- und Quotenpolitik, Gigantomanie, Bildungsdesaster …) alle die Wirtschaft abwürgen. Auch der bravste und fleißigste Bürger kann und will einmal nicht mehr. Dann sinkt aber die Produktion, damit auch der Wohlstand.
      Sinkt der Wohlstand, dann gibt es groben Ärger für die herrschende Klasse, es sei denn:

      Man redet den kleinen Leuten ein, dass zum höheren Wohl gespart wird. Typischerweise um einen Krieg zu gewinnen (so hat halt Orwell dies angedacht). Aber auch um Katastrophen zu vermeiden. Schlußendlich gibt es dann Deppen welche Gold für Eisen geben und dabei noch überglücklich sind.

  28. kakadu

    OT

    Der Öffentlich-Rechtliche dreht uns den Hr. Strache ab. Ständige Bild- und Tonstörungen bei seiner Rede nur Zufall? Oder Stromeinsparungen à la ORF?



  29. plusminus

    OT

    Dafür wurde eine der wesentlich Beteiligten mit einem Ministerposten versorgt und darf jetzt auch noch das österreichische Bildungssystem bis hin zur "Notverstaatlichung" ruinieren?

    http://orf.at/stories/2146023/



    • terbuan

      Von der Claudia steht allerdings nichts in der ORF-Story, diese Dame war immer eine Fehlbesetzung, das einzige was wirklich können dürfte ist reiten!
      Und was sollte im österreichischen Bildungssystem noch verstaatlicht werden, die Privatschulen? :-)

    • Brigitte Imb

      Die werden abgeschafft! Da gab es doch einen, der ein Verbot von Privatschulen forderte. (Weiß nicht mehr wer)

    • durga

      @terbuan

      natürlich, alles verstaatlichen. Bis endlich Verteilungsgerechtigkeit für die Dummheit herrscht!!

    • terbuan

      Brigitte & durga
      Alles schon dagewesen!
      Als regelmäßiger "externer" Besucher des Sportzentrums Strebersdorf kenne ich auch die Geschichte der Schulbrüder/De la Salle-Schulen. In Wien-Strebersdorf werden gegenwärtig ca. 1.700 Kinder und Jugendliche betreut und unterrichtet.
      Die Einrichtungen der Schulbrüder wurden schon einmal verstaatlicht (1938), ich wünsche es ihnen, dass dies nicht noch einmal passiert!

    • Schani

      Frau Imb,
      ich glaube ein Schwarzer wars, der die Privatschulen verbieten möchte.

    • Brigitte Imb

      ...aus Tirol? Könnt' eh sein.

  30. terbuan

    Details zu der von der EU geplanten "Energiesparverordnung", die vom deutschen Kommissar Günther Oettinger stammt, dem nicht unumstrittenen ehemaligen MP von Ba-Wü:
    http://www.sueddeutsche.de/geld/energiewende-eu-will-buerger-zum-stromsparen-zwingen-1.1109461



    • Gandalf

      Für den Kommissar-Wesir Hadschi Ben Oitinger gibt es bei uns im fernen Orient keine Bezeichnung, die man höflich, wie es einem Fremden zukommt, ins Abendländische übersetzen könnte. Vorsichtig versuche ich es dennoch: Die Lösung sollte sich irgendwo zwischen den Lumpen und Flaschen finden, die man allenthalben herumliegen sieht. Harun al Raschid wünscht Euch, edle Abendländer, dass er doch nur eine Flasche ist. Aber zumindest das wohl sicher.

    • Harun al Raschid

      Da hat sich doch wirklich der Gandalf meinen Kommentar auf seine Fahne geheftet!!
      Na ja: Gegen einen Zauberer aus Mittelerde hat halt auch ein Kalif von Bagdad keine Chance.

  31. schreyvogel

    Der größte Erfolg der Grünen in ihrem Kampf gegen die Wirtschaft war, dass sie unserer Gesellschaft sehr erfolgreich einen - inzwischen weitgehend akzeptierten - Paradigmenwechsel oktroyiert haben: Energie ist keine Ware mehr, sondern ein gewissenloser Raubbau an unserem geschundenen Planeten Erde.

    Es wurde der Begriff der "Nachhaltigkeit" eingeführt, der jene Energiearten definiert, die künftig noch erlaubt sein werden (im wesentlichen Solar- und Windenergie). Die günstigste Energieart überhaupt, die Atomenergie, wurde in einer beispiellosen Kampagne als "zu gefährlich" verdammt.

    Energiesparen ist nun kein wirtschaftliches Gebot mehr, sondern ein ethisches, ein Wert an sich. Seine Durchsetzung obliegt daher nicht mehr dem Markt sondern dem Staat.

    Konsequenterweise erfolgte eine stetig wachsende Reihe von Gesetzen, die diese Energiewende bewirken und auch die Konsumenten zum Sparen zwingen soll (Beispiel: Einpacken der Häuser). Jetzt kommen bereits Gesetze, die die Energielieferanten zwingen sollen, ihre Kunden zum Energiesparen zu zwingen. Mit dem smart meter wird man alle Kunden sofort und sehr spürbar bestrafen können, die, aus welchen Gründen immer, "zuviel" Energie verbrauchen.

    Wo wird das noch enden? Oh wie diese Zwangsbeglücker hasse!



    • Undine

      @schreyvogel

      "(Beispiel: Einpacken der Häuser). "

      Vor einigen Tagen sah ich in einem deutschen FS-Sender einen Bericht über die "Verpackten Häuser" inDeutschland. Erstens werden durch diesen Verpackungswahn in Massen wunderschöne alte Häuser gnadenlos verschandelt, zweitens ist man machtlos gegenüber der ALGENBILDUNG an den Außenwänden der verpackten Häuser! Ein Wahnsinn!

    • terbuan

      Und die Spechte klopfen sich aus den Dämmplatten kuschelige Nester heraus! :-)

  32. terbuan

    Dumm gelaufen!
    Jetzt habe ich in den letzten Jahren meinen Energiebedarf durch verschiedene Maßnahmen ständig reduziert,
    Stromfresser ausgetauscht,
    Standby-Betrieb eingestellt,
    Energiesparlampen gekauft,
    Fenster abgedichtet,
    den Kachelofen überholen lassen und verstärkt eingesetzt,
    etc.
    Durch die fixen Grundgebühren ist der Preis pro kWh immer höher geworden (abgesehen von ständigen Preiserhöhungen)
    und jetzt soll ich künftig noch einmal 1,5% pro Jahren einsparen?
    Notstromaggregat oder Solarenergie geht bei mir nicht (Wohnung in Mehrfamilienhaus)
    Einmal mehr fühle ich mich von der EU und ihren schwachsinnigen Diktaten verarscht!



    • Florin

      "Einmal mehr fühle ich mich von der EU und ihren schwachsinnigen Diktaten verarscht!"

      Ich fühle mich zunehmend ausgeliefert!

    • terbuan

      @Florin
      Beides stimmt, leider!

  33. HJR

    OT - Und noch ein Erfolgsprojekt der EU

    http://www.zeit.de/studium/hochschule/2012-08/hochschulreform-bologna-kritik

    Offenbar ist auch ein "Bildungsmarkt" nach den Regeln "zentraler Planwirtschaft" nicht erfolgreich in Werk zu setzen - meinen jedenfalls einige deutsche Rektoren.
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at
    www.conwutatio.at



  34. Brigitte Imb

    OT - Pannonicus ist nicht mehr (s. re Spalte)

    Das stimmt mich sehr traurig und seine Gedichte werde nicht nur ich vermissen.

    Vielen Dank für die vielen netten Verse, die uns Pannonicus beschert hat und aufrichtiges Mitgefühl für seine Angehörigen.
    R.I.P.



    • Herbert Sutter

      Ehre Seinem Andenken.

    • Cotopaxi

      Diese Nachricht macht mich traurig. Wir haben einen großen Verlust erlitten.

    • brechstange

      Er hinterlässt eine große Lücke. Ein herzliches Beileid den Angehörigen.

    • terbuan

      Uns Conwutanten trifft das Ableben von Dr. Kerschhofer doppelt. Hat er doch als Pannonicus nicht nur im Tagebuch sondern auch in unserem "Echo" immer wieder wunderbare Verse geschrieben!
      Ein herzliches Beileid seiner Familie und R.I.P.

    • Observer

      Auch ich werde die humorvollen Pannonicus-Verse und seine kritischen Bemerkungen - besonders zu Finanzsachen - sehr vermissen.

    • plusminus

      Ein wesentlicher Verlust für das Tagebuch.
      Auch ich werde seine fundierten Analysen sowie seine poetischen Beiträge sehr vermissen.
      Mein tiefempfundenes Beileid an seine Hinterbliebenen. Möge er in Frieden ruhen!

    • Florin

      Fiducit!

      Nach dem Motto "Viel Feind viel Ehr" für Dr. Kerschhofer stelle ich hier den Link zu diesem dummen bis bösartigen Artikel herein. Ein leises Schmunzeln zum Abschied.

      http://www.redok.de/content/view/1230/36/

    • Undine

      Diese traurige Nachricht trifft mich zutiefst; ich hatte leider nicht das Vergnügen, Herrn Dr. Kerschhofer persönlich zu erleben, aber als "Pannonicus" hat er mir viel Freude bereitet mit seinen wunderbaren Versen!

    • phaidros

      Was für eine traurige Nachricht! Den Angehörigen viel Kraft in dunklen Stunden.

      Auch das Tagebuch wird nicht mehr dasselbe sein.

    • Helmut Graser

      Das ist sehr schade und traurig. Ich hatte eigentlich vor, ihn in diesen Tagen bezüglich eines Beitrags für unsere neue Ausgabe zu kontaktieren. Ich kannte ihn leider nicht persönlich, aber mein Kontakt zu ihm über E-Mail und Telefon war stets unkompliziert und sehr freundlich.

    • brechstange

      @Helmut Graser

      Wir sollten im nächsten Echo einen Nachruf auf Pannonicus gestalten.

    • terbuan
    • Undine

      @Florin

      Herzlichen Dank für den Link; DORT gescholten zu werden bedeutet in meinen Augen ein echtes GÜTESIEGEL!

    • Eva

      @Florin

      Zur Untermauerung des von Ihnen empfohlenen, sehr entlarvenden Beitrags, in dem auch die ADL erwähnt wird, ein sehr empfehlenswertes Video über eben diese reichlich suspekte ADL:

      http://www.youtube.com/watch?v=KDCrMlgzSIY

  35. inge schuster

    Ein Durchbruch in der Solarenenergie wird die Möglichkeit schaffen auf billige und einfache Weise elektrische Energie selbst zu generieren, nahezu unabhängig von Wetter, geographischer Lage und Lichteinfallsrichtung!

    Das Verfahren ist bereits marktreif, beispielsweise wird die Glasfassade des in Bau befindlichen Swiss-Tech Convention Center mit diesen Solarzellen bestückt.

    Ein Artikel zu dieser revolutionären Methode erscheint am Do 18.10. im Science-Blog.



    • dssm

      Na, da bin ich ja mal neugierig.
      Die Physik sagt jedenfalls das Gegenteil.

    • terbuan

      Ich bin schon sehr gespannt auf diesen Beitrag.
      Danke Inge Schuster für den Hinweis!

    • inge schuster

      @dssm

      über das "Warum die Physik nicht dagegen spricht" können wir am Do diskutieren.

    • dssm

      @inge schuster
      Da bin ich ja hochgespannt.
      Habe nämlich immer wieder von Michael ein paar Teile zum basteln gehabt, die waren zwar super genial, aber halt vom Wirkungsgrad ...

    • DerTurm

      Schönen guten Abend.

      Ich bin auch auf den Artikel gespannt.

      Ich sehe aber schon auch ein Problem der Physik, und zwar ganz einfach jenes, dass die Sonne nicht 24 Stunden lang scheint, so dass man dadurch schon einmal nur mehr die halbe "Nutzzeit" hat, was sich noch ausgerechnet im Winter - wenn mehr Strom zur Beleuchtung und Heizung benötigt würde - auch noch verschlechtert.

      Und dabei sind schlechte Ausbeute infolge Bewölkung und suboptimaler Winkel der Sonneneinstrahlung noch gar nicht berücksichtigt.

      Und das Hauptargument ist immer noch: damit kann kein Grundlast-Strom erzeugt werden. Für den Fall einer Wolke muss jederzeit ein Kraftwerk hot-Standby bereit stehen, um übernehmen zu können. Dadurch wird kein einziges Kraftwerk eingespart - im Gegenteil: es entsteht in Summe mehr CO2, als ohne Solar- und Windenergie.

      Aktuell erzeugen Vogel- und Fledermaushäcksler in Deutschland an 65 von 365 Tagen Stom (Nennleistung), den Rest der Zeit sind sie nicht zu gebrauchen.
      Die Nennleistungs-Tage der in Deutschland installierten Solarparks bewegen sich in der Größenordnung von bestenfalls 40.

  36. Josef Maierhofer

    Na,ja, extra teuerer wollen wir den Strom auch nicht unbedingt haben, genügt schon die Inflation und die Preiserhöhungen bei Primärenergie.

    Ich würde aber eher was viel Wichtigeres tun, veranlassen, anleiern, die Kreditsperre der EU und der EZB, bzw. jährliche Limitierung, die ständig weniger wird. Das wäre wohl das Vernünftigste für Europa.

    Die Strompreise in Österreich sind ohnehin zu hoch, weil da ja auch noch die Politik direkt und indirekt beteiligt ist am Strompreis.

    Dass man gegen solche Dummheiten der EU entschieden auftreten müßte, erscheint mir klar, geschieht ohnehin schon genug politischer 'Blödsinn' zu Hause bei uns.

    Aus Sicht der EU-Apparatschiks sieht es eben so aus das Zahlenspiel. Muss man ihnen halt sagen, dass die Realität anders aussieht. Denn die Energiepreise werden stark steigen in der Zukunft. Des weiteren kann auch der Verbrauch nicht beliebig reduziert werden, oder dürfen dann etwa Kühlschränke (zählen für mich zu einem großen Stromteil der Haushalte, der größte ist Heizung und Warmwasser, was Enegrie betrifft, nicht unbedingt Strom) nur noch zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten benutzt werden ? Dazu würde ich die Sektkühlschränke der EU-Bonzenschaft gleich einmal lückenlos alle wegrationalisieren, das hat zwei Effekte, Energiesparen und macht den Kopf klarer.



  37. socrates

    Die Idee ist Unsinn, undemokratisch und asozial. Offenbar sind wieder die Lobbyisten am Werk:
    Kraft-Wärme-Kopplung auch im Einfamilienhaus - Mini KWK-Anlagen
    www.energiesparen-im-haushalt.de/.../kraft-waerme-kopplung.html
    Gratis eBook "Kraft-Wärme-Kopplung - Mini KWK-Anlagen": Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung: Mini-KWK-Anlagen im Einfamilienhaus erzeugen Wärme ...
    Hier soll die Industrie gefördert werden wie bei den Glühlampen.
    Wer braucht so eine EU? Rußland und Schweiz haben Glühlampen und bauen ihr Stromnetz aus.



    • HJR

      Mein Betriebswirtschaftsprofessor hat (ca. 1960) u.a. den bemerkenswerten Satz von sich gegeben: "Wenn eine alte Maschine oder Technologie noch immer ihre Leistung bringt und die Investitionen weitgehend zurückverdient wurden, dann ist es nicht unbedingt betriebswirtschaftlich gerechtfertigt, in eine neue Technologie mit noch weitgehend unbekannten Risiken zu investieren."
      ======================
      horst.rathbauer@gmx.at

  38. Observer

    Dieser Schwachsinn ist ohnehin nicht umsetzbar. Was man aber tun kann, ist ein Zuschlag zum künftigen Mehrverbrauch.

    Ich bin kein Fan von Robert Menasse, aber sein neues Buch "Der europäische Landbote. Die Wut der Bürger und der Friede Europas" ist allemal lesenswert. Darin bringt er seine einjährigen Erfahrungen in Brüssel ein, wo er den ganzen Sumpf kennengelernt hatte. Eine Investition von € 12,90, welche sich lohnt.



    • Freak77

      @ Observer

      Ich kenne dieses Buch noch nicht. Was mich beim Robert Menasse so stört ist, dass er bei seinen Auftritten in Interviews und Podiumsdiskussionen immer für die rasche Schaffung eines europäischen Bundesstaats - und somit automatisch für die Abschaffung der Nationalstaaten eintritt.

      Sicherlich ist Robert Menasse ein sehr gebildeter Herr aber ich denke was Wirtschafts- und Finanzpolitik betrifft versteht er nicht besonders viel, zumindest teilt er nicht die Sorgen der vielen mitteleuropäischen Ökonomen und Bürger was da bei einem europ. Bundesstaat auf uns hier in Österreich zu kommt.

      Die poltischen Eliten in Europa schweben bei all ihrer Intellektualität oftmals in den Wolken.

      Und allzuoft möchten diese Eliten auf der Leiter nach oben - die übernächste Sprosse vor der nächsten Sprosse erklimmen!

      Das wurde schon oft so gemacht und ist dann bitterlich schief gegangen.

    • Observer

      Freak77:
      Wie ich schon erwähnte, bin ich auch generell mit vielem seiner Ausführungen nicht einverstanden. In diesem Buch beschreibt er aber treffend die aktuelle (katastrophale) Situation, Widersprüche und Machtbestreben von Kommission, Rat und Parlament.
      So wie viele europäische Linke ist er nicht mehr der totale EU-Verweigerer, möchte aber die Zusammenführung der Staaten - bei gleichzeitiger nationaler Selbststädigkeit in manchen Dingen - beschleunigen. Leider wird von ihm der stark ausgeprägte Bürokratismus auf EU-Ebeene nicht genug kritisch hinterfragt.

  39. dssm

    Die Sozialisten schlagen momentan auf so vielen Fronten gleichzeitig zu, man meint wir wären im sowjetisch besetzen Osteuropa der späten 40er Jahre.
    Immerhin ein gutes Lehrbeispiel, wie aus gut gemeint, schlecht getroffen wird.

    Der Weg in die Knechtschaft wird mit immer forscherem Schritt gegangen.



    • terbuan

      @dssm
      Und der CDUler und EU-Kommissar Günther Ottinger macht da als nützlicher Idiot freudig mit!

    • dssm

      @terbuan
      Ich sprach doch von Sozialisten; die CDUler wären zutiefst beleidigt diesem honorigen Kreis nicht anzugehören! :=)

    • terbuan

      @dssm
      :-))))
      Gut gebrüllt!

    • byrig

      zumindest sollte die cdu diesen linken kotzbrocken oettinger sofort ausschliessen!

    • Undine

      @dssm

      "......man meint wir wären im sowjetisch besetzen Osteuropa der späten 40er Jahre."

      Ist doch klar! Für die Sozialisten/Kommunisten drängt die Zeit: Gut 20 Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist es hoch an der Zeit, wieder die Macht zu ergreifen und fest in Händen zu halten! Die EU eignet sich für diese Herrschaftsansprüche bestens; die Menschen werden scheibchenweise mit den notwendigen Veränderungen in die linke Richtung gelenkt.
      China ist für die Kryptokommunisten auch nicht mehr das, was es einmal war und in KUBA scheint sich auch bald einiges zu tun.
      Ihr Eindruck, werte(r) @dssm, trügt nicht!

  40. Pumuckl

    Gessleroso und seine Spießgesellen haben bei ihrer zentralen Aufgabe,
    Finanzen und Wirtschaft der EU in Ordnung zu halten jämmerlich versagt.

    Nun versuchen sie durch diesen dümmlichen Stromspar-Aktionismus ihre Daseinsberechtigung zu untermauern.

    Weil sie befürchten, daß dieser und anderer Unsinn irgendwann zur empörten Erhebung der Bürger führen muß, fordern sie Berufsheere.

    Wehrpflichtige erscheinen Gessleroso und Spießgesellen zum Einsatz gegen empörte Mitbürger zu unverläßlich!



    • Undine

      @Pumuckl

      "Wehrpflichtige erscheinen Gessleroso und Spießgesellen zum Einsatz gegen empörte Mitbürger zu unverläßlich!"

      In diesem Fall bietet sich eine Söldnertruppe an. Einem gutbezahlten Söldner ist es gleichgültig, für oder gegen wen er kämpft; er grüßt auch den Geßlerhut völlig emotionslos.

    • Pumuckl

      @ Undine 14:35

      Heute als Beilage in der "Wiener Bezirksblatt" eine 8-seitige Werbung für ein Berufsheer, von BMLVS-Minister Darabos.
      Dieser Ex-Zivildiener setzt also wieder einmal Steuermittel ein, um für die Abschaffung des Wehrdienstes zu werben, welche er auf Zuruf von Kommissionspräsident Gessleroso und dessen Spießgesellen betreibt.

      Auf Seite 12 wird die " 6. Jägerbrigade, die Gebirgstruppe Österreichs "
      beschrieben:
      Sie umfaßt Spezialisten für Einsätze im Hochgebirge. AUFGRUND DER HIERFÜR NOTWENDIGENAUSBILDUNG IST DIE GEBIRGSTRUPPE AUCH FÜR EINSÄTZE IM BEBAUTEN GELÄNDE BESONDERS GEEIGNET. . . . . .

      " IM BEBAUTEN GELÄNDE " findet doch der besonders verlustreiche Häuserkampf statt! Dort will Zivildiener Darabos im Auftrag von Gessleroso unsere Burschen weltweit bei den EU-Battlegroups verheizen, welche vermutlich im Verbund mit der NATO zum Einsatz kommen. Die Nato steht bekanntlich unter US-Oberkommando!
      Darum hat Vorzugsschüler und Paradeaperatschik Darabos einst die für Nachtflug eingeschränkt tauglichen Eurofighter 2. Wahl eingekauft. Díe EU will von uns lieber Kanonenfutter!

    • Pumuckl

      Pumuckl 14:35

      "Die Nato steht bekanntlich unter US-Oberkommando"

      Zufällig erfuhr ich, daß der Welt-Leviathan USA über eine einzige Gebirgsdivision verfügt. Die USA haben somit einen Mangel an, für den verlustreichen Häusekampf ausgebildeten Solldaten.
      Die hohe Zahl jener, in den USA innenpolitisch immer weniger akzeptierten Zinnsärge, welche in der Heimat aus Afghanistan und früher aus dem Irak eintrafen, macht es dort notwendig, daß dieser Blutzoll von Vasallenstaaten erbracht wird.
      Spanien, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Italien, Österreich und Slowenien bieten sich doch an, das dringend benötigte, bestens ausgebildete Kanonenfutter für geopolitische Schweinereien zu liefern!
      Eine Sockel-Arbeitslosigkeit in diesen Ländern ist für den Zustrom solchen Kanonenfutters sicher nützlich.
      Das Vereinigte Königreich begnügt sich in diesen Szenario, die hohe Beauftragte der EU, Cathrin Ashton und den Sondergesandten des " Nahostquartets" Tony Blair einbringt. Wo kein Blut fließt, kann man sich ja historisch nicht so leicht
      damit bekleckern.
      Hauptsache ist in GB daß die dort so wichtige Finanzindustrie in David Cameron einen guten Anwalt hat!

    • Undine

      @Pumuckl

      *******!

  41. HJR

    Offenbar scheinen weder die theoretischen Erkenntnisse über die "Zentrale Planwirtschaft" noch die praktischen Erfahrungen großer Teile unserer politischen Geographie mit ihr auszureichen, um auch die Damen und Herren - (gibt es das Wort "ElitInnen") - in Brüssel davon abzuhalten, sich ihre "Griffel" an ebendiesem Feuer zu verbrennen.

    Allmählich frage ich mich, ob zuviel Staat nicht überhaupt das schlimmste Übel ist, welches Menschen sich antun können. Denn wenn diese Organisation einmal damit beginnt, uns und unsere Freiheit vor sich selbst zu schützen, dann ...

    Das ist im Leben häßlich eingerichtet,
    daß bei den Rosen gleich die Dornen stehn,
    und was das arme Herz auch sehnt und dichtet,
    zum Schlusse kommt das Voneinandergehn.
    In deinen Augen hab’ ich einst gelesen,
    es blitzte drin von Lieb und Glück ein Schein:
    |:B’hüt dich Gott, es wär zu schön gewesen,
    behüt dich Gott, es hat nicht sollen sein!:|
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at
    www.conwutatio.at



    • M.S.

      @HJR

      Vielleicht ist die Trompete des "Trompeters von Säkkingen" eine Synonym für die Trompeten von Jericho und zertrümmert die Mauern, die unsere Freiheit immer mehr einschränken.

    • HJR

      @M.S.
      Die Hoffnung heg' ich wohl,
      allein, es sind zuviel der Mauern
      und mit jedem Widerwort
      werden verstärkt sie noch!

      PS. Vielleicht darf ich dazu auch auf mein OT zur "Fußnote 361" hinweisen.
      ======================
      horst.rathbauer@gmx.at

    • Undine

      @HJR
      @M.S.

      Wo der Trompeter ist, ist auch Ekkehard nicht weit entfernt! :-)

  42. Markus Theiner

    Ich nehme mal an, dass die Stromlieferanten für die Überschreitung des Solls Strafzahlungen aufgebrummt bekommen.
    Nachdem es ihnen kaum gelingen wird die Vorgaben einzuhalten, weil sie die dazu notwendigen Durchgriffsmöglichkeiten auf die Konsumenten auch garnicht haben (und auch nicht bekommen werden) bleiben ohnehin nicht viele Möglichkeiten.
    Man wird daher den Strom deutlich teurer verkaufen, weil man erstens die Nachfrage nur damit ein wenig steuern kann und weil man die zu erwartenden Strafzahlungen irgendwie kompensieren muss. Was im Ergebnis auf so ziemlich das Gleiche hinausläuft wie eine Stromsteuer: Geld ins Budget und höhere Kosten für die Kunden.
    Insgesamt wird der Stromverbrauch aber durch diese Richtlinie vielleicht wirklich zurückgehen. Denn es wird nicht lange dauern, bis die letzten halbwegs energieintensiven Betriebe das Land verlassen.

    Eigentlich müsste man ab heute alle Stromsparmaßnahmen über Bord werfen und bis Inkrafttreten der neuen Regelung den Stromverbrauch steigern, damit man von einem hohen Niveau startet, wenn es an die jährliche Reduzierung geht...



  43. Freak77

    Diese EU-Richtlinie, die in Österreich bald als Gesetz beschlossen werden muss ist so skurril dass es schwer zu glauben ist.

    KURIER-Artikel dazu: "Stromversorger sollen ab 2013 ihren Absatz an Kunden senken oder Strafe zahlen. Diese wird den Strom verteuern."

    http://kurier.at/wirtschaft/4512730-neues-gesetz-macht-stromsparen-bald-teurer.php

    Die EU-Richtlinien zur Energieeffizienz:

    http://europa.eu/legislation_summaries/energy/energy_efficiency/index_de.htm



  44. exp(i*pi)+1=0

    Von einer Generation zur nächsten dauert es rund 30 Jahre. Daher:
    (1-0,015)^30=0,635.
    In einer Generation also nur noch rund 2/3 Stromverbrauch. Das ist durchaus glaubwürdig angesichts der Fähigkeiten der führenden Politiker an der Spitze der EU. Warum sollte nicht irgendeinmal wieder eine Rückkehr zur Steinzeit passieren?



    • Undine

      Und der Letzte braucht dann das Licht gar nicht mehr abzudrehen, weil es abgeschafft worden ist.

  45. Majordomus

    "Oder kommen die E-Werke künftig regelmäßig in den Haushalt und plombieren alle Geräte mit einer Sperre, die als überflüssig eingestuft werden?"

    Das brauchen sie gar nicht. Es ist bereits beschlossene Sache, dass alle Haushalte in Österreich bis Ende 2019 mit einem "Smart Meter", einem intelligenten, digitalen Stromzähler, ausgestattet werden. Datenschützer bezeichnen sie nicht zu unrecht als "Spione aus der Steckdose", denn damit kann der Energieversorger praktisch in Echtzeit feststellen, ob jemand zu Hause, ist, ob geschlafen oder gekocht wird, ob das Frühstück warm oder kalt gegessen wurde, ob der Fernseher an ist – und ob die Kinder allein zu Hause sind. Experten haben bei einer Untersuchung sogar aufgezeigt, dass eruiert werden kann, ob gerade der Wasserkocher, die Mikrowelle oder der Herd angeschaltet ist. Außerdem gelang es einem Labor für IT-Sicherheit herauszufinden, welcher Kanal am TV-Apparat eingestellt ist und welcher Film gerade angesehen wird (bei dieser Untersuchung wurde ein eigens generierter Testfilm abgespielt, der Schnitte von hellen und dunklen Szenen im 30-Sekunden-Wechsel und 10-Sekunden-Wechsel aufwies). Man muss wahrlich kein glühender Datenschützer sein, um das als einen absolut unzulässigen Eingriff in die Privatsphäre zu sehen.

    Geworben wird zwar mit der angeblichen großen Ersparnis bei den Kunden, in Wirklichkeit belaufen sich die möglichen Kosteneinsparungen auf nur rund drei Prozent der Energiekosten, was bei einem durchschnittlichen Haushalt im Schnitt etwa 30 Euro pro Jahr ausmacht. Der Nutzen für die Netzbetreiber besteht vor allem in der Effizienzsteigerung des Verteilernetzbetriebs und der Automatisierung von Ablesung und Verrechnung, Netze können besser kontrolliert und die Auslastung dieser kann besser dargestellt werden. Somit profitieren vor allem die Netzbetreiber von der Umstellung.

    Die Netzbetreiber werden es auch sein, die von den gesammelten Verbrauchsdaten profitieren, die bis zu drei Jahre gespeichert werden dürfen. Dadurch wird es zum einen möglich, langjährige detaillierte Verbrauchsmuster von den einzelnen Haushalten zu erstellen, zum anderen lassen sich diese Daten nutzbringend z.B. an Lebensmittelhändler oder Anbieter von DVDs oder Streaming On Demand-Diensten verkaufen. Der Suchmaschinenbetreiber Google schmiedet bereits Pläne, Strom kostenlos anzubieten, wenn man ihm im Gegenzug dafür den Zugriff auf seine Stromverbrauchsdaten erlaubt. Dieses Wissen will Google dann weiterverkaufen, beispielsweise an Hersteller von Haushaltsgeräten. Diese Ankündigung zeigt schon sehr deutlich, wohin wir uns in Zukunft bewegen. Diese Preisgabe dieser Daten würde aber zumindest - wie auch jetzt schon bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken - auf freiwilliger Basis geschehen.

    Datenschützer sehen freilich noch ganz andere Anwendungsszenarien, bei denen die Verbrauchsdaten von Strom, Wasser oder Gas (denn auch diese Zähler sollen intelligent werden), eine Rolle spielen könnten. Es wird sicherlich schnell eingeführt werden, dass die Polizei aus verfahrenstechnischen Gründen auf die Daten zugreifen darf - und damit etwas über die Lebensgewohnheiten von Menschen erfährt, die als verdächtig gelten; vor Gericht bei Mietstreitigkeiten (z.B. wenn es um die Frage des Haupt- oder Nebenwohnsitzes geht) oder Scheidungen (z.B. um Schäferstündchen mit dem Liebhaber zu entlarven); vom Finanzamt; oder Kriminelle könnten über diesen Weg die Gewohnheiten von Bürgern auschecken, um sich deren An- oder Abwesenheit zu nutze machen.

    Ein Zugriff aus all diesen Gründen wäre zwar derzeit nicht erlaubt, und die "Begehrlichkeiten" könnten mit entsprechender Gesetzgebung mit Leichtigkeit aus der Welt geschafft werden, aber dazu ist es verdächtig still in unserem Lande. Und jede Wette, wenn man versucht nachzufragen, kommt als Antwort lediglich zurück, dass man sich ja den Vorschriften der EU beugen müsse...

    Wobei gerne vergessen wird, dass hinter JEDEM dieser Beschlüsse aus Brüssel ja auch ein österreichischer System-Politiker steckt, der ihn brav abgenickt hat.



    • Herby

      @ Majordumus: *************!

    • DerTurm

      Dazu kommt dann noch der kontrollierter Netzabwurf:

      Es ist beschlossene Sache, dass es Tarifmodelle geben wird, bei denen der Haushalt dann bei bestimmten Kriterien vom Netz getrennt wird.

      Noch Fragen?

    • dssm

      So richtig und apokalyptisch diese Tatsachen erscheinen, so wenig trifft dies uns und das sagt mehr über unsere Demokratie als alles andere!

      Mal ehrlich, wenn das auch nur in Ansätzen kommt, wird der typische Unterberger-Abonnent bei sich zu Hause eine unabhängige Stromerzeugung installieren, dazu noch einen guten Speicher; den staatlichen/privaten Schnüfflern wird er die lange Nase drehen.
      Nicht zuletzt deshalb, weil der typisch konservative und liberale Mensch nicht in Schulden versinkt und einfach im Fall der Fälle das notwenige Kleingeld hat.
      ‚Wir’ können uns also wehren.

      Anders unsere lieben Mitbürger. Die haben kein flüssiges Geld, keine Ahnung von Technik, keine Ahnung wie die Überwachung laufen wird. Die wird es treffen – aber gerade die sehen das nicht so eng.

    • HJR

      @Majordomus *****************!
      Was für eine naive Vision war doch Orwells 1984!
      ======================
      horst.rathbauer@gmx.at

    • Charlesmagne

      **************************

    • Undine

      @dssm

      "Anders unsere lieben Mitbürger. Die haben kein flüssiges Geld, keine Ahnung von Technik, keine Ahnung wie die Überwachung laufen wird. Die wird es treffen – aber gerade die sehen das nicht so eng."

      Unterschätzen Sie unsere schmarotzenden Mitbürger nicht! So viel Schläue bringen sie schon auf, um den benötigten Strom anzuzapfen!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)

      Haben Sie bei der Digitalisierung der Telefonie seinerzeit auch schon solche Romane darüber geschrieben?

  46. RR Prof. Reinhard Horner

    reinhard.horner@chello.at

    Wirtschaftlichkeit im 21. Jahrhundert?

    Dass maßloser Energieverbrauch mit zukunftstauglichem Wirtschaften nichts zu tun hat, steht wohl außer Zweifel. In unserer "Welt der Menschheit von 7 Milliarden plus" ist der sorgsame Umgang mit Energie eine der ganz wichtigen Aufgaben und Verantwortungen

    Dass sich auch und insbesondere die Energieindustrie mit alternativen Energieerzeugungen und mit Maßnahmen zur Energieeffizienz befasst, gehört zum Mindestmaß eines vernünftigen Geschäftsumfannges.

    Einfach drauf los (irgendwie) Energie zu erzeugen und zu verkaufen und dabei lediglich durch enorm steigende Preise den Verbrauch steuern zu wollen, das liegt auf der Linie jener Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspraxis, die mit aller Macht in die Vergangenheit zurückführen möchte. Weil´s einstmals doch so schön war! Ein Ruf nach lediglich preislicher Energiesteuerung - abseits jeglicher qualitativer Hirnbemühung - wirkt umso lächerlicher, wenn man ihn in Zusammenhang stellt mit den oft parallel dazu vorzufindenden Bestrebungen zur Verzwergung Österreichs.

    Es wäre schlimm, wenn wir in Österreich für ein auch nur minimal vernünftiges Wirtschaften mit Energie erst einen Anstoß aus Brüssel brauchten.



    • FranzAnton

      Halte komplett dagegen.

      Die Sonne liefert an die Erde Energie in ungeheurem Überfluss. Es braucht "bloß" die die Erforschung und Implementierung zukunftsweisender Technologien, welche, installiert in Trocken/Wüstengebieten, per Solarenergie, Wasser und Luft - CO2, geeignete, künstliche Flüssigtreibstoffe (z.B. Carabazol") herzustellen ermöglichen, welche per Rohrleitungen zu den Verbrauchern (bei uns und in Afrika, um nur das nächstliegende Beispiel zu nennen) transportierbar wären.

      Allerdings: In dem "bloß" steckt gewaltiger Gehirnschmalz - Forschungsaufwand, welchen es so dringend wie möglich anzupacken gälte. Der ebenso unbedarfte wie unpopuläre, psychologisch und volkswirtschaftlich schädliche Weg zu marxistisch-faschistoid-gesetzlich erzwungener Einsparung an allen Ecken und Enden führt mit Sicherheit in die Rezession sowie allgemeine Not und Elend. Natürlich ist "sinnvolles" Energiesparen vorteilhaft und sinnlose Vergeudung falsch; die Menschheit benötigt aber, mit der angestrebten Wohlstandszunahme, auch mehr Energie, egal, wie sehr diesbezüglich gespart würde. Nicht die verbrauchte Energiemenge ist ja schädlich, sondern muß der zweifellos immer noch weiter wachsende globale Energiekonsum auf umweltfreundliche, unsere Lufthülle nicht belastende Weise zur Verfügung gestellt werden. Nur so wird die Menschheit ihren Wohlstand halten und weiter ausbauen können.

    • RR Prof. Reinhard Horner

      reinhard.horner@chello.at

      Sehr geehrter Herr Franz Anton!

      Volle Zustimmung meinerseits, dass der Energiebedarf enorm steigen wird und dass wir große Anstrengungen zu alternativen Energieerzeugungen unternehmen müssen - mit Sonnenenergie, Erdwärme usw. usf.

      Zugleich besteht jedoch ein enormes Potential hinsichtlich der Energieeffizienz. Das erfordert ebenfalls neue Technologien und deren Umsetzung. Das erfordert entsprechende gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Zielsetzungen.

      Solche Zielsetzungen des effizienten (sparsamen) Energieverbrauchs als "marxistisch-faschistoid-gesetzlich erzwungene Einsparung an allen Ecken und Enden" abzulehnen, führt gewiss nicht in die Erfordernisse des 21. Jahrhunderts. Sie sind im Gegenteil sehr wohlstandsmehrend einzusetzen.

      Beiderseits - bei der Energiegewinnung und beim Energieverbrauch - ist qualitatives Wachstum entscheidend.

      (Wie wäre es im Übrigen, wenn wir die Anforderungen für Einsparungen zum Abbau der Staatsschulden als "marxistisch-faschistoid-gesetzlich erzwungene Einsparung" ansehen wollten?)

      MfG

    • Markus Theiner

      @ Horner:
      Dass man vernünftig mit Energie wirtschaften soll ist ein schönes Ziel. Aber das rechtfertigt noch lange nicht die Umsetzung.

      Allein die Tatsache, dass man den Lieferanten für die Entscheidungen der Verbraucher verantwortlich machen will ist skurril. Was soll der bitte tun? Und was geht es ihn an?
      Dass man einfach die Reduktion festlegt ist auch idiotisch. Je mehr man bisher schon eingespart hat, um so weniger Spielraum hat man jetzt für weitere Reduktionen. Sprich wer schon ohne Anstoß aus Brüssel spart, der wird jetzt bestraft. Oder würde, wenn nicht dank Abschieben der Verantwortung auf den Lieferanten - indirekt - ALLE dessen Kunden für die paar schwarzen Schafe mitzahlen dürfen, die entweder nicht oder schon zu früh Sparmaßnahmen gesetzt haben.
      Und eine vorgegebene Quote nimmt dem Bürger jeglichen Entscheidungsspielraum ob ihm trotz der ökonomischen (und ökologischen) Folgen der Energieverbrauch wichtig genug ist, um ihn doch beizubehalten. Und dafür in anderne Bereichen kürzer zu treten.

      Also unabhängig von einer vernünftigen Zielsetzung kann man durchaus bei den Maßnahmen Richtung Marxismus denken. Planwirtschaft eben.

    • RR Prof. Reinhard Horner

      reinhard.horner@chello.at

      Sg Herr Markus Theiner!

      Marxismus, Planwirtschaft?

      Ist alles, was nicht dem uferlosen Mengenwachstum folgt, des planwirtschaftlichen Teufels? Soll der effektive (sparsame) Umgang mit Energie individuellen Erfindungen und der Summe kleiner individueller Entscheidungen vorbehalten bleiben? Brauchen wir dazu keinen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Trend, keine (möglichst konkreten) Verhaltensmuster?

      Übrigens ist nicht minder öffentliches Energiesparen angesagt.

      Dass Energieunternehmen sich nicht nur mit der Energiegewinnung und der Energieverteilung befassen, sondern auch mit der Effizienz des Energieverbrauchs, ist erfreulicherweise bereits anzutreffen. Und das ist ein durchaus zukunftsweisender Geschäftszweig, von dem viele Techniken und viele Investitionen zu erwarten sind.

      Die Energievergeudung hat in etlichen Ländern ein katastrophales Ausmaß.

  47. Pumuckl

    Herr Dr. Unterberger sie haben sich im Datum geirrt!

    HEUTE IST NICHT DER ERSTE APRIL !

    Ich besitze eine kleine Wohnung, welche in einigen Jahren mein Enkelkind beim Studium bewohnen wird. Derzeit fällt dort nur die Grundgebühr an.

    Wenn das kein Aprilscherz wäre, müßte ich dort ein Stromaggregat aufstellen und Strom ins Netz liefern, um diese verrückte Vorschrift zu erfüllen!

    Oder schickt ganz Europa solch geistige "Nackerpatzln" nach Brüssel wie unsere
    Herren Karas und Swoboda?



    • Eiserner

      Die Antwort auf die letzte Frage ist ganz sicher: Ja. Man sehe sich nur an, welche für die Parteien im Lande nicht mehr benötigten Politiker für ein EU-Mandat kandidierten (es gibt auch wenige Ausnahmen), als Beispiele seien nur Karas und Swoboda genannt. Diese bequeme Möglichkeit, unfähige Politiker mit Posten zu versorgen, wurde und wird sicher auch in anderen Ländern genutzt.

    • M.S.

      @ Pumuckl @Eiserner

      Ja, das ist wirklich paradox. Politiker, die im Mitgliedsstaat scheitern, diktieren dann von der brüsseler Zentrale aus was in allen Mitgliedsstaaten zu geschehen hat. Eine Kasperliade.

    • HJR

      @Pumuckl
      [... Oder schickt ganz Europa solch geistige "Nackerpatzln" nach Brüssel wie unsere Herren Karas und Swoboda?]
      Leider ja!
      ======================
      horst.rathbauer@gmx.at

  48. socrates

    So ein Unsinn! Strom kann man selbst billiger erzeugen als er uns verkauft wird. Ein billiges Dieselaggregat als Stromerzeuger aus ebay kostet 500€, leistet 3500W und braucht nur 1,2l Heizöl. Aber bei größeren Anlagen wird es billiger, speziell mit Kraft-Wärmekupplung. Ich würde auf Solarenergie + Windenergie setzen, eventuell Brennstoffzellen. Heizen werden wir mit Holz oder Kohle. Der Komfort wird kaum leiden.
    Dafür werden Heißluftmotoren und Vakuummotoren, die ich liebe, wieder aktuell.
    Bei -1,5%p.A. ist in weniger als 47 Jahren der Stromabsatz Null. Wer ist so dumm das zu beschließen?



    • Brigitte Imb

      Klingt gut.....,mich lacht "man(n)" immer aus weil ich ein Notstromaggregat möchte.
      1,2l/Tg? (Und die Installation? )

    • brechstange

      Passen Sie auf, sonst kommt noch jemand auf die Idee, den Einsatz von Heizöl für Stromaggregate zu verbieten. Selbsthilfe und Eigenverantwortung werden mehr denn je notwendig.

    • socrates

      Brigitte Imb
      Wir haben ein Notstromaggregat. Die Installation ist sehr einfach, sollte aber ein Fachmann machen: Hauptsicherungen ausschalten und irgendwo einen Anschluß mit Stecker vorsehen.
      Viele haben so etwas, sei es nur um eine Pumpe zu betreiben, wenn das Grundwasser steigt, etc. Hofer & Lidl verkaufen auch Notstromaggregate günstig.

    • dssm

      1,2l/h (je Stunde!!!)
      Heizöl kostet knapp über einem Euro (inkl. MWSt).
      Da ein typischer Generator mit konstanter Drehzahl fährt, kann man den Verbrauch kaum anpassen. Wenn also Ihre Tiefkühltruhe losläuft und zufällig der Kühlschrank auch und dann noch Licht/Computer/Fernseher dann muß dass Ihre permanente Nennleistung sein!
      Meist haben Sie aber kaum einen Verbrauch! Weil nur eines oder gar keines Ihrer Geräte läuft.
      Der Generatorpreis ist auch dubios. Ein billiger Diesel wird wohl um die eintausend Euro kosten, ein Gerät für den täglichen Einsatz entsprechend mehr.

    • Brigitte Imb

      @ socrates,

      meine Überlegungen gehen schon in die Richtung ...."Sie drehen uns den Strom ab", und das erweckt bei mir gelinde gesagt Angst, darum möchte ich Unabhängigkeit, so viel als nur möglich.
      Mir ist schon klar, daß ein Notstromaggregat nicht unbedingt die Festbeleuchtung des Hauses sichern soll, aber zumindest wichtige Geräte, wie die Wasserpumpe (wir haben zusätzlich zur Ortswasserleitung einen Brunnen), od. Kühlgeräte, und natürlich die Kaffeemaschine( *g*).

      Naja, ich werd' mit dem Elektriker sprechen, das Projekt beginnt mir wieder zu gefallen.

    • dssm

      @Brigitte Imb.
      Mehrere Denkfehler.
      Der typische Elektriker ist der falsche Ansprechpartner!
      Wenn Sie einen Dieselgenerator zu Hause haben, dann gehen die Probleme erst los!
      Sie brauchen Diesel (den zu bekommen kann das grösste Problem sein), dazu muss ein Tank her, der darf nicht korrodieren - also teuer!
      Der Tank muß weggesprerrt oder unteririsch sein, in einer Krise wird sonst die Phantasie von manchem Zeitgenossen etwas ungut werden.
      Die KW/h wird um einiges teurer sein als wenn Sie beim Netzbetreiber den Strom beziehen!
      Wohin mit den Abgasen, das will wohl überlegt sein, sonst bläst einem der Wind die wieder beim Fenster rein.
      Abgasanlage regelmäßig genau untersuchen, ein Leck kann tödlich sein.
      Oder die Anlage steht Aussen, dann muß das Teil aber sehr leise sein (teuer!), sonst haben Sie Ärger mit den Nachbarn (wegen des Gestanks sowieso...).
      Steht das Teil Aussen, so gibt es Probleme mit dem Starten...

      Photovoltaik mit Akkus und Wechselrichter ist meist viel billiger und braucht keine laufende Wartung und schon gar keinen Treibstoff.

    • Brigitte Imb

      Photovoltaik gibt' s bereits, leider ohne Akkus - zu teuer, sagt man mir.

    • socrates

      Brigitte Imb
      Und es geht doch: Mini-KWK-Anlagen
      Wärme und gleichzeitig Strom erzeugen - Anlagen, die das leisten, gibt es mittlerweile auch für den Privatbedarf. Systeme für die Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten dabei nach folgendem Prinzip: Ein Generator erzeugt Strom. Die dadurch entstehende Abwärme wird mithilfe eines Wärmetauschers gewonnen und zum Heizen oder zum Erwärmen des Wassers genutzt.
      Mini-KWKs oder Strom erzeugende Heizungen (SEH) sind so klein, dass sie in jeden Heizungskeller passen. Als Energieträger für Mini-KWK-Anlagen kommen sowohl fossile Rohstoffe als auch Biokraftstoffe und Holzpellets in Frage. Für Holzpellets gibt es allerdings derzeit noch keine Produkte, Ökofen entwickelt diese jedoch.
      Etwa 65 Prozent des Brennstoffes werden in Wärme umgewandelt, über 20 Prozent in Strom und nur maximal 10 Prozent gehen als Abwärme verloren. Je nach Anlagengröße kann der gesamte Wärmebedarf eines Hauses mit einer Mini-KWK-Anlage abgedeckt werden.
      Anschaffungspreis einer KWK-Anlage
      Die kleinsten Mini-KWK-Anlagen liegen im Leistungsbereich von 1 bis 3 Kilowatt und sind bereits ab 13.000 bis 15.000 Euro zu haben. Nach Aussage des Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (BKWK) rechnet sich eine Mini-KWK-Anlage besonders für Häuser, bei denen der Wärmeverbrauch - für Heizung und Warmwasser - über das gesamte Jahr hinweg relativ gleichmäßig ist. Im Vergleich zu konventionellen Heiztechniken sind die Anfangsinvestitionen relativ hoch. Doch der Hausbesitzer erhält damit auch eine Anlage, die sowohl Strom als auch Wärme liefert.
      Stromvergütung
      Laut der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) wird durch den gekoppelten Prozess in Mini-KWK-Anlagen die Effizienz der eingesetzten Energie deutlich gesteigert. Um die gleiche Menge an Wärme und Strom zu erzeugen, müsse bis zu 36 Prozent weniger Primärenergie aufgewendet werden - im Vergleich zu einer konventionellen Lösung (Wärmeerzeugung im Haus, Strom aus dem Netz). Zudem kann überschüssiger Strom in das öffentliche Netz eingespeist werden. Und der selbst genutzte Strom ist von der Stromsteuer befreit.
      Diese Anlagen sind neu auf dem Markt
      Bereits seit zwei Jahren ist als kleine Anlage für den Bedarf von Ein- und Zweifamilienhäusern mit einer elektrischen Leistung von einem Kilowatt und 7 Kilowatt thermischer Leistung 2GHome auf Basis der Whispergen zu haben. 800 Anlagen waren Stand September 2011 in Deutschland bislang installiert. Bei Vaillant erfolgte der Verkaufsstart der Ecopower 1.0 im Juli 2011. Sie ist gemeinsam mit dem japanischen Autobauer Honda entwickelt worden und erzeugt 1 kW elektrische und 2,5 kW thermische Leistung. Senertec hat die ersten Dachs Stirling SE Mikro-KWK-Anlagen im Oktober 2011 ausgeliefert. Den Preis gibt das Unternehmen mit knapp 16.000 Euro inklusive Warmwasserbereitung netto für das Erdgasgerät und 16.200 Euro für das Flüssiggasgerät an. Bei Brötje hat im Oktober der reguläre Verkauf der EcoGen WGS begonnen. Deren Herz ist ein Stirling-Motor, der 5 Kilowatt Wärme und zugleich 1 Kilowatt elektrische Energie liefert. Viessmanns Vitotwin 300-W mit einem Kilowatt elektrischer und 6 Kilowatt thermischer Leistung ist seit dem 1. September 2011 erhältlich.
      Mit Spannung wird auch ein Produkt von Ökofen erwartet. Es wird das erste Mikro-KWK-Gerät sein, das mit Pellets befeuert wird. Zur Stromerzeugung dient ein Freikolben-Stirling-Motor des Herstellers Microgen Engine Corporation aus England, wie er auch in herkömmlichen gasbefeuerten Mikro-KWKs eingesetzt wird. Im marktreifen Produkt liefert der Stirlingmotor, der in einer Pelletheizung integriert ist, 1 Kilowatt elektrische Energie und deckt somit einen Großteil des Tagesstrombedarfs eines Haushalts ab.
      Zuschuss und Vergütung von Mini-KWK-Anlagen
      Vom Bundesanstamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gibt es ab dem 1. April 2012 wieder einen Zuschuss beim Kauf von Mini-KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis zu 20 Kilowatt. Die KWK-Anlagen müssen fabrikneu und serienmäßig hergestellt sein, über einen Stromzähler verfügen, der den gesamten von der Anlage erzeugten Strom misst, und außerdem über einen vom Hersteller angebotenen Vollwartungsvertrag betreut werden können.
      Die Höhe des Zuschusses für Mini-KWK-Anlagen richtet sich nach der maximalen elektrischen Leistung der Anlage und/ oder den geplanten Vollbenutzungsstunden. Er muss vor Beginn der Installation beantragt werden. Als Nachweis dafür dient die Eingangsbestätigung des BAFA. Bevor die nicht vorliegt, darf nicht begonnen werden, sonst verfällt der Zuschuss. Die Mittel gibt es jedoch nur, so lange das Geld reicht. Für 2012 gibt es 20 Millionen Euro.
      Der Förderbetrag wird über vier Förderstufen zusammengerechnet und bemisst sich nach der elektrischen Leistung der Anlage. Für die Leistung bis zu einem KW el. gibt es einen Zuschuss von 1.500 Euro. Für die Leistung über ein bis vier KW el. gibt es je KW 300 Euro. Dazu eine Beispielrechnung: Für die Leistung von drei KW el beträgt die Förderung 2.100 Euro. Für die Leistung über dem vierten bis zum zehnten KW beträgt der Förderbetrag 100 Euro pro KW. Über dem zehnten bis zum zwanzigsten KW gibt es 50 Euro pro KW. Beim Bafa gibt es eine Liste der förderfähigen Mini-KWK-Anlagen.
      Der Stromnetzbetreiber zahlt für den in sein Netz eingespeisten Strom aus Mini-KWK-Anlagen einen Grundpreis sowie einen KWK-Zuschlag an den Anlagenbetreiber. Auch selbst verbrauchter Strom wird bezuschusst.
      Die Vergütung setzt sich aus KWK-Zuschlag, dem üblichen Strompreis an der Strombörse EEX im vorherigen Quartal und vermiedenen Netzentgelte von zirka 0,04 bis 2 Cent zusammen. Betreiber kleiner KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von mehr als 50 Kilowatt haben für KWK-Strom einen Anspruch auf Zahlung eines Zuschlags in Höhe von 1,94 Cent pro Kilowattstunde bei Inbetriebnahme ab dem Jahre 2010. Betreiber dieser Anlagen erhalten den Zuschlag ab Aufnahme des Dauerbetriebs für sechs Betriebsjahre, insgesamt höchstens aber für 30.000 Vollbenutzungsstunden. Betreiber von Anlagen bis zu einer elektrischen Leistung von bis zu 50 Kilowatt, die nach dem 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2016 in Dauerbetrieb genommen worden sind, bekommen für KWK-Strom einen Zahlung eines Zuschlag von 5,11 Cent pro Kilowattstunde für einen Zeitraum von zehn Jahren ab Aufnahme des Dauerbetriebs der Anlage.
      http://www.enbausa.de/heizung-warmwasser/heiztechniken/mini-kwk-anlage.html
      http://www.viessmann.at/de/ein-_zweifamilienhaus/produkte/mikro-kwk.html

    • Brigitte Imb

      @ socrates,

      vielen Dank für Ihre Mühen, ich werde mich mit den Ausführungen einmal auseinandersetzen.

    • Haider

      Bei staatlichen Förderungen habe ich ein riesen Problem. Der Staat ist leider ein äußerst unzuverlässiger Vertragspartner; er kann jederzeit Förderungen beliebig reduzieren/streichen (siehe Bausparförderung!). Also dem würde ich als Letztes trauen! Da ließe ich noch eher den ehemaligen sozialistischen Finanzminister Rudolf Edlinger auf eine Knackwurst aufpassen (obwohl das auch riskant ist) - oder wie immer er das einmal formuliert hat.

  49. Brigitte Imb

    Zukunftsvorstellungen.......falls die EU-Marxisten nicht unter Kontrolle zu bringen sind!

    Der Gouverneur der Europäischen Demokratielosigkeit gibt sofortige Änderungen bekannt:

    - Wegen Überlastung der Kläranlagen werden Lebensmittelmarken und Klopapier rationiert.

    - Zur Entlastung des Stromnetzes wird die tgl. Warmwasserzufuhr auf 1h beschränkt, Kaltwasser auf 5h.

    - Jeder steuerzahlende Bürger muß aus ökonomischen und "sozialgerechten" Gründen ab sofort tgl. 2h zur Stromerzeugung am Staatsdynamo radeln (brint 1/2 Fitneßpunkt).

    Mag lächerlich klingen, aber falls wir uns weiterhin den nichtlegitimierten EU Politikern unterordnen, können ähnliche Zustände bald Realität werden.



  50. Brockhaus

    Da wird sich die Autoindustrie die immer mehr auf Elektroautos setzt, aber freuen ;-)



    • DerTurm

      Würden in Europa auch nur 1ß % Elektroautos umher fahren, würde das Netz ohnedies zusammenbrechen.

    • Haider

      Elektroautos sind noch für längere Zeit nur etwas für Leute, die weder die Anschaffungskosten noch den laufenden Betrieb aus eigenen Mitteln begleichen müssen. Politiker, die sich auf Steuerzahlerkosten mit E-Autos durch die Gegend chauffieren lassen (die grüne Kuh etwa), denen sind wirtschaftliche Argumente natürlich völlig fremd.

    • DerTurm

      Na die grüne Kuh schippert ja nur die letzten Meter imagewerbend im E-Auto, Überland kutschiert sie im Staats-A8. Klar, dass der E-Flitzer (um mitzuhalten?) mit 160 Sachen linksblinkend-drängelnd über die A2 rasen muss...

  51. Gandalf

    Wieder einmal muss man sich vor Augen halten, dass zu jeder - noch so unsinnigen - Richtlinie der EU irgendeinmal ein österreichischer Beamter, Staatssekretär oder gar Minister "Ja" gesagt, genickt oder zumindest nicht "kommt doch überhaupt nicht in Frage" gesagt haben muss. Wenn es dann darum geht, den so produzierten Unsinn in nationales Recht umzusetzen, heisst es: das Diktat aus Brüssel. Nicht, dass es die Brüsseler Bürokraten verdienten, verteidigt zu werden - sie sind von sich aus schon schlimm genug; aber vor den Vorhang und dortselbst geohrfeigt (und zwar kräftig) gehören die Österreicher(innen), die das Zustandekommen des Blödsinnes mitgetragen oder jedenfalls nicht verhindert haben.



    • brechstange

      Wer war es, der sich da in Brüssel andienen hat müssen. Der Wirtschaftsminister?

    • HJR

      @Gandalf
      Für mich sieht es allerdings so aus, als würde die EU meistens NUR EINEN österreichischen Beamten um sein "Ja" ersuchen - und dabei dürfte es sich in der Regel um den gerade diensthabenden Pförtner des Bundeskanzleramtes handeln.
      ======================
      horst.rathbauer@gmx.at

    • Gandalf

      @HJR:
      Ihre Erklärung zeigt Humor und ich wünschte, sie wäre zutreffend. Leider sieht die Wirklichkeit ernüchternd anders aus. Allzu oft handelt es sich um junge, relativ ranghohe, meist rot oder grün (aber auch schwarzrot oder schwarzgrün) gestimmte und über die sachlichen Zusammenhänge und Auswirkungen völlig ahnungslose ehrenwerte Magistri oder Magistrae, die durchaus die Rückendeckung ihrer Ressorts geniessen. Nicht von ungefähr habe ich daher auch die Staatssekretäre und Minister erwähnt.

    • Haider

      @HJR
      Dem Pförtner des BKA traue ich durchaus mehr gesunden Menschenverstand zu. Dem Hausherrn eher weniger.

    • Gandalf




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