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Man steckt ein, man steckt ein

Wie hatten Medien doch die Neidgenossenschaft angeblasen, als es noch für alle Politiker die fetten Politikerpensionen gegeben hat! Irgendwie waren fast alle der Meinung, dass die nicht wirklich gerechtfertigt waren. Und doch ist in mir in den letzten Stunden so etwas wie Nostalgie nach diesen alten Zeiten entstanden.

Denn damals gingen Politiker zwar hochhonoriert in Pension. Ein paar Jahre Minister oder Abgeordneter und der Rest des Lebens war gesichert. Dafür herrschte jedoch ein - großteils ungeschriebener - Ehrenkodex, was Politiker nach ihrer aktiven Zeit auf keinen Fall machen dürfen. Etwa als hochbezahlter Lobbyist politische Kontakte im Interesse bestimmter Firmen nutzen. Oder Berater-Honorare einstecken für Null Beratung.

Der Verdacht liegt da allzu nahe, dass auf diesem Weg politische Entscheidungen unsauber beeinflusst werden, dass sich da ein Kanal für verdeckte Parteispenden etabliert hat, oder dass auf diesem Wege Honorare für frühere wohlwollende politische Entscheidungen fließen.

Etliche Altpolitiker kassieren zwar auch heute noch lebenslang die fetten Pensionen, weil sie von der Umstellung auf ASVG nicht mehr betroffen waren. Aber von einem solchen Ehrenkodex wissen sie schon lange nichts mehr.

Da hat etwa der Ex-Bundeskanzler Franz Vranitzky eine Million Schilling (über 70.000 Euro) für die telephonische Beratung des Millionenjongleurs Flöttl kassiert. Und einziger zugegebener Inhalt der Beratung war die Einführung des Euro. Wollte Flöttl etwa gar wissen, wieviel Schilling ein Euro wert sein wird, weil er sich keine Zeitung mit dieser Information leisten konnte? Ist ihm doch leider, leider der Computer mit allen Abrechnungen und Informationen abgestürzt, was er eigentlich mit Hunderten Bawag-Millionen getan hat.

Das Vranitzky-Honorar hat genausowenig einen Staatsanwalt interessiert wie die relativ undurchsichtigen  Beratungsgeschäfte des Ex-Innenministers Ernst Strasser, die dieser auch als EU-Abgeordneter weiterführt. Offenbar ist all das irgendwie legal, es ist aber dennoch massiv dubios.

Und man kann wetten, dass auch die seit wenigen Stunden bekannte und extrem eigenartige Tatsache ignoriert werden wird, dass ein weiterer Ex-Bundeskanzler, nämlich Alfred Gusenbauer, ein Jahr nach seinem Abtritt ausgerechnet von der Hypo Alpe Adria 60.000 Euro Honorar bezogen hat. Dabei ist diese HAA unter Milliarden-Kosten für den Steuerzahler aufgefangen und dann verstaatlicht worden. Manche erstaunt es lediglich, dass Gusenbauer um 10.000 Euro billiger ist als einst Vranitzky.

Der einzige Altpolitiker, der wohl sicher wegen seiner schon fast unüberschaubaren politischen Beratungstätigkeiten mit einem Strafverfahren rechnen muss, ist der Freiheitliche Ex-Abgeordnete Meischberger. Er scheint es freilich tatsächlich noch viel ärger getrieben zu haben als die diversen Ex-Kanzler. Soeben ist bekannt geworden, dass er auch mit der nicht gerade SPÖ-fernen Baugesellschaft Porr in Zusammenhang mit ungarischen Aufträgen gute Geschäfte gemacht hat.

Es wird schon stimmen, dass insbesondere bei Auslandsgeschäften ohne Schmiergeld nichts geht. Und das wird halt oft als Beratungshonorar getarnt. Nur: Warum muss das immer ausgerechnet über Ex-Politiker fließen?

Gewiss, es wäre absurd, von Ex-Politikern zu verlangen, sich nach ihrer Tätigkeit in Salzsäure aufzulösen. wie es manche Kommentatoren erwarten. Wir brauchen charakterfeste, seriöse, gebildete, mutige und entscheidungsfreudige Politiker. Je schlechter wir sie während des Jobs - aber auch nachher - behandeln, umso schlechter wird die Personalauslese.

Gleichzeitig wäre es aber dringend am Platz, nach jeder politischen Funktion eine etwa fünfjährige Auskühlperiode anzuhängen, in der ein Politiker notfalls noch weiter bezahlt wird (sofern er nicht pensionsreif ist), in der er aber keinerlei verfängliche Geschäfte betreiben darf.

Es würde auch die Qualität unserer Universitäten dramatisch verbessern, wenn Politiker in dieser Auskühlperiode nach amerikanischem Muster Vorlesungen und Seminare an den Unis abhalten sowie Diplomarbeiten betreuen dürften und müssten. Um wie viel würde sich da die Qualität etwa der Wiener Politologie-Vorlesungen verbessern, aber auch die vieler anderer Disziplinen.

Wie toll wäre es, wenn die Expolitiker durch die Schulen zögen, um sich den jungen Menschen zu stellen, um ihnen Staat und Demokratie näher zu bringen. Sie gäben im übrigen auch weit bessere Diplomaten ab als die meisten der jetzigen Botschafter (die etwa ein anreisendes Regierungsmitglied tatsächlich ein ganzes Abendessen lang anjeiern, weil sie doch endlich einen neuen Flachbildfernseher fürs Schlafzimmer haben wollen).

Aber überall hat die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst einen Eisernen Vorhang heruntergelassen, dass nur ja niemand von außen an die Futtertröge in Universitäten oder Außenministerium herankommt.

Und der Gesetzgeber schaut dem tatenlos zu, und er erlaubt zugleich Altpolitikern jede halbseidene Tätigkeit. Was eine weitere heftige Zunahme der Demokratiemüdigkeit auslösen wird.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPaige
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juli 2010 07:14

    Aber wehe, man hätte Grasser soetwas je nachweisen können. Den hätten sie gelyncht - zumind. verbal, unsere lieben linken Einheitsmedien. Der ORF hat gestern zwar von dem Honorar an Gusenbauer berichtet, aber wiederholte Male betont: Das war NACH seiner politischen Laufbahn und diese Beratung wäre nichts Unerlaubtes gewesen. Gleich im Anschluss kam ein Verweis, dass man in der ZIB 2 neues Material gegen Grasser habe.

    Diese 60.000 Euro für Gusi regen mich ja schon weniger auf (von Lucona bis Bawag ist viel Ärgeres passiert, was auch alles verniedlicht und vertuscht werden konnte), als die Tatsache, wie einseitig manipulativ unsere Medien sind.

  2. Ausgezeichneter KommentatorGraf Berge von Grips
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juli 2010 09:31

    Faymann an einer Uni, ich kann mich vor Lachen kaum halten
    Was hätte er dort vor, was würde er gestalten?
    Ich seh' ihn schon grinsend sitzen, lauschend zu Füssen
    von ca.1000 Erstsemestlern, die ihm alles erklären müssen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juli 2010 16:31

    Zum einen, es sollte keiner Berufspolitiker werden dürfen, der nicht einer zivilen Tätigkeit nachgegangen ist. Arbeit in politiknahen Unternehmen, ev. als Einstieg, zähle ich dazu nicht.

    Zum anderen, was denken sich diese Leute dabei, wenn sie von sozialer Gerechtigkeit faseln und dann selbst Bezüge einstecken, für die oftmals keine Gegenleistung zu erkennen ist und die sich in einem Ausmaß gestalten, wofür normal Sterbliche 2 Jahre arbeiten müssen.

    Zu unterscheiden wäre noch, ob das Geld aus einem Privatbetrieb lukriert wird, oder ob die Steuerschatulle dafür herhalten muß, was im Fall HAA geschehen ist, denn Staatshilfe ist ja wohl kaum privat.

    Gibt es eigentlich noch Politiker die wissen was Seriosität ist, od. wie man Staatsmann schreibt? Wohl eher nein.
    Egal in welche Ecke der Politik man schaut, beim Geld einstreifen ist die gesamte politische Farbenpalette vertreten und nicht zu selten bleibt eine unschöne Schmiererei übrig, von der das Volk bruchstückhaft Information erfährt.

    Wurde nicht in der Gusiaera der Begriff "Sozialfighter" kreiert? Die Interpretation scheint ein wenig abseits der ursprünglichen Bedeutung ausgelegt zu sein, denn die Sozialisten "kämpfen" für ihr ureigenstes Interesse und nicht für das der Bürger und sie finden dabei auch nichts Verwerfliches.

    Wie lange wird es noch gut gehen für Politiker, dem Volk Kommunismus "soft" zu oktroyieren, soziale Gerechtigkeit vorzuschwatzen und dabei jede Vorbildfunktion, die Politiker zweifelsohne zu erfüllen hätten, über Bord zu werfen?

    Politiker sind die Raubritter unserer Zeit, die ihre tatsächliche Aufgabe, nämlich FÜR das Volk zu arbeiten, längst abgelegt haben.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorrealist
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juli 2010 11:11

    In diesem Zusammenhang ist die Causa Androsch, der von den Medien immer als Vorbild und "Experte" gehadelt wir, zu erwähnen.
    LG Realist

  5. Ausgezeichneter KommentatorFreier Benutzername
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juli 2010 09:12

    Das Deprimierende an der Sache ist ja, daß man es nicht einmal (mehr) an irgendeiner bestimmten Partei, Organisation etc. festmachen kann. Zwar gibt es Schafe, die scheinbar schwärzer sind als andere, aber mittlerweile ertappe ich mich wirklich schon dabei, alle Politiker, Ex-Politiker und verwandtes Gelichter unter Generalverdacht zu stellen. Das ist frustrierend!

  6. Ausgezeichneter KommentatorAlexander V. Neumaier
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juli 2010 12:54

    Bei diesem Artikel bekommt man fast schon nostalgische Gefühle

    Wenn man, so wie ich, in einem Land lebt, in dem es nicht nur üblich ist, sondern sogar gesetzlich vorgeschrieben ist, daß ein Regierungsmitglied vor seiner Karriere als Politiker eine eigene Karriere außerhalb der Politik und außerhalb der politiknahen Bereiche machen muß, um dann als Regierungsmitglied überhaupt in Frage zu kommen, dann darf einem ein kleiner Hinweis nicht verwehrt sein.

    Dr. Vranitzky ist fast schon beispiellos in seiner Karriere.

    Der hat, als Aufsichtsrat der Länderbank seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender selbst unterschrieben.
    Mit einer Rückkehrklausel, die dann, nach seinem Abgang aus der Politik teuer von der Bank Austria abgelöst werden mußte und steuerschonend über ein Konto in Zypern gelaufen ist.
    Er hat, aus seiner Zeit als Finanzminister, seine Kontakte zu diversen deutschen Banken, speziell der LBBW, für spätere Beraterjobs und Finanzierungsvermittlungen für hoffnungslose Fälle, speziell den Milleniumtower von Mag. Stumpf, kolportierte Kommission rund DEM 80 mio. - steuerfrei über Zypern abgewickelt, ab dem ersten Tag nach seinem Abgang genutzt und nützt diese auch heute noch.

    Auch, um politischen Einfluß zu vermitteln und diesen als Produkt zu verkaufen.

    Nichts anderes macht Dr. Gusenbauer auch, schließlich kann er seinen Lebensstil ja nicht durch ein AK Sachbearbeitergehalt bestreiten.
    Auch der ehemalige Landwirtschaftsminister Schmied, kennt den noch wer, war nach seinem Abgang als Berater im Solde, unter massiver Unterstützung der SPÖ und mit politisch aber nicht kommerziell begründeten Investitionshaftungen unterwegs.

    Bis zu seinem Konkurs.

    Aber der Spitzenmann in dieser Riege war ein ganz anderer:

    Diese Ehre gebührt dem Kurzzeitminister für Finanzen Dr. Staribacher, dem Junior.
    Fachlich hätte der Andreas wohl einer der besten Finanzminster der 2. Republik sein können.
    Allein der wollte sich nicht vor den Karren der Partei spannen lassen, der hatte andere Pläne.
    Der hat schon zu seinen Amtszeiten die Republik für seine Hobbies eingesetzt und massiv zahlen lassen.
    Seine vielen Flüge als Minister hat er fast alle selbst, mit einer Maschine der damaligen "Air Phoenix" - an der war er beteiligt, durchgeführt und dem Staat wesentlich überhöht verrechnet.
    Die Flugstunde zu ATS 22.000 für eine zweimotorige Turboprop die gerade mal ATS 6.000 kostete.
    Der war der einzige Minister, der es geschafft hat, die für die Lizenzerhaltung notwendigen Flugstunden als Pilot sogar im Dienst zu absolvieren.
    Auf Kosten der Republik.

    Nach seinem Abgang aber gab es für ihn keine Grenzen mehr.

    Zusammen mit seinem Co. dem Dr. Österreicher und einem weiteren Partner, dem Dr. Scholler (da war dann noch ein General Pabisch mit von der Partie), hat er seinen Klienten sogar die Aussicht auch "politische Erledigung" ihrer Steuererklärungen verkauft.

    Nicht billig aber fast immer erfolgreich.

    Die drei haben einige Anlaßgesetzgebungen, z.B. die Duldung von Erwerbsgesellschaften für KFZ zur 100% Abschreibung ungeachtet des Anschaffungswertes für Ärtzte oder die steuerlichen Erleichterungen für Anschaffungen von Fluggerät aller Art, durchgesetzt.
    Wenn man mit denen zu tun hatte, dann gab es fast immer eine "Garantie" notfalls auch politischen Einfluß zur Durchsetzung mancher Anliegen kaufen zu können.
    So gut wie keiner seiner Klienten hatte jemals das Problem, daß seine Steuererklärungskonstruktionen, seien sie noch so seltsam, auch nur geprüft wurden.
    Das hatte natürlich einen Preis, aber den haben viele bezahlt.
    Oder seine Flüge mit Koffern voller Schwarzgeld quer durch Europa gedeckt durch einen Diplomatenpaß, bei denen er dann, als Steuerberater, nicht gewußt hat, daß er Millionenbeträge transportiert, weil es ja durch das Steuerberater/Klienten Vertrauensverhältnis gedeckt sei.
    (Als CPL und Pilot des Fluges muß er übrigens über seine Fracht im Detail bescheid wissen, aber derlei Verstöße gegen Verkehrsrecht hat niemand aufgezeigt. Sonst wäre er seine CPL los gewesen.)
    Da hat die Politik vor 2000 viel hinter ihm aufräumen müssen, um keinen Skandal der SPÖ aufkommen zu lassen.

    Gegen den Andreas ist der Dr. Gusenbauer ein blutiger und vor allem dumm naiver Anfänger.
    Vom Andreas hat schon ein paar Tage nach seinem Abgang niemand mehr gewußt, bzw. wollte niemand mehr wissen, daß er einmal Minister war.
    Der Dr. Gusenbauer wird auch weiterhin einer nach ihm benannten, sehr kurzen, Abstandseinheit gerecht.
    Ein Gusenbauer, das ist der kürzest mögliche Abstand zwischen zwei Fettnäpfchen.

    Die hier angedachte Abkühlphase ist eine gute Idee, speziell, wenn man die Leistungsträger der Vergangenheit aus dem ministeriellen Bereich ansieht.
    Aber was sollens den machen, die meisten können ja nichts.

    Wenn dann einer auftaucht, der vielleicht fachlich doch etwas zu bieten hat, dann ist ihm der Haß und die dauerhafte Verfolgung der politischen Gegner sicher.
    Das betrifft nicht nur Mag. Grasser, der bei allen ihm anzulastenden Schwächen dennoch einer der fähigeren Minister der letzten 25 Jahre war, das betrifft auch andere.
    Ich kann mich noch gut erinnern, wie mit schon 2001 ein SPÖ Mitarbeiter, ein Mag. Hollnsteiner, gesagt hat, den Grasser machen wir fertig, der kommt zu gut bei den Wählern an, sonst kommen wir nie wieder in die Regierung.
    Ich habe das damals für einen unfären Scherz gehalten, leider war es die Wahrheit.
    Eine Kampagne die bis heute, siehe die Aggressionen und den nachhaltigen Haß der Grünen und der SPÖ immer noch anhält.

    Wenn man ihm etwas Illegales vorwerfen kann, dann hat das ein Gericht zu entscheiden und gegebenenfalls ein Urteil gegen ihn zu fällen, nicht eine Pressekonferenz, der "gesunde Volkszorn", oder der ORF.
    Jahrelange Vorwürfe nur um zu hoffen, es bleibt einmal etwas hängen, sind aber zu wenig.
    Die zeigen nur die Hilflosigkeit der Vorwerfenden auf.

    mfg

    DDr. Alexander V. Neumaier

  7. Ausgezeichneter KommentatorAlexander V. Neumaier
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juli 2010 13:11

    Bei diesem Artikel bekommt man fast schon nostalgische Gefühle

    Wenn man, so wie ich, in einem Land lebt, in dem es nicht nur üblich ist, sondern sogar gesetzlich vorgeschrieben ist, daß ein Regierungsmitglied vor seiner Karriere als Politiker eine eigene Karriere außerhalb der Politik und außerhalb der politiknahen Bereiche machen muß, um dann als Regierungsmitglied überhaupt in Frage zu kommen, dann darf einem ein kleiner Hinweis nicht verwehrt sein.

    Dr. Vranitzky ist fast schon beispiellos in seiner Karriere.

    Der hat, als Aufsichtsrat der Länderbank seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender selbst unterschrieben.
    Mit einer Rückkehrklausel, die dann, nach seinem Abgang aus der Politik teuer von der Bank Austria abgelöst werden mußte und steuerschonend über ein Konto in Zypern gelaufen ist.
    Er hat, aus seiner Zeit als Finanzminister, seine Kontakte zu diversen deutschen Banken, speziell der LBBW, für spätere Beraterjobs und Finanzierungsvermittlungen für hoffnungslose Fälle, speziell den Milleniumtower von Mag. Stumpf, kolportierte Kommission rund DEM 80 mio. - steuerfrei über Zypern abgewickelt, ab dem ersten Tag nach seinem Abgang genutzt und nützt diese auch heute noch.

    Auch, um politischen Einfluß zu vermitteln und diesen als Produkt zu verkaufen.

    Nichts anderes macht Dr. Gusenbauer auch, schließlich kann er seinen Lebensstil ja nicht durch ein AK Sachbearbeitergehalt bestreiten.
    Auch der ehemalige Landwirtschaftsminister Schmied, kennt den noch wer, war nach seinem Abgang als Berater im Solde, unter massiver Unterstützung der SPÖ und mit politisch aber nicht kommerziell begründeten Investitionshaftungen unterwegs.

    Bis zu seinem Konkurs.

    Aber der Spitzenmann in dieser Riege war ein ganz anderer:

    Diese Ehre gebührt dem Kurzzeitminister für Finanzen Dr. Staribacher, dem Junior.
    Fachlich hätte der Andreas wohl einer der besten Finanzminster der 2. Republik sein können.
    Allein der wollte sich nicht vor den Karren der Partei spannen lassen, der hatte andere Pläne.
    Der hat schon zu seinen Amtszeiten die Republik für seine Hobbies eingesetzt und massiv zahlen lassen.
    Seine vielen Flüge als Minister hat er fast alle selbst, mit einer Maschine der damaligen "Air Phoenix" - an der war er beteiligt, durchgeführt und dem Staat wesentlich überhöht verrechnet.
    Die Flugstunde zu ATS 22.000 für eine zweimotorige Turboprop die gerade mal ATS 6.000 kostete.
    Der war der einzige Minister, der es geschafft hat, die für die Lizenzerhaltung notwendigen Flugstunden als Pilot sogar im Dienst zu absolvieren.
    Auf Kosten der Republik.

    Nach seinem Abgang aber gab es für ihn keine Grenzen mehr.

    Zusammen mit seinem Co. dem Dr. Österreicher und einem weiteren Partner, dem Dr. Scholler (da war dann noch ein General Pabisch mit von der Partie), hat er seinen Klienten sogar die Aussicht auch "politische Erledigung" ihrer Steuererklärungen verkauft.

    Nicht billig aber fast immer erfolgreich.

    Die drei haben einige Anlaßgesetzgebungen, z.B. die Duldung von Erwerbsgesellschaften für KFZ zur 100% Abschreibung ungeachtet des Anschaffungswertes für Ärtzte oder die steuerlichen Erleichterungen für Anschaffungen von Fluggerät aller Art, durchgesetzt.
    Wenn man mit denen zu tun hatte, dann gab es fast immer eine "Garantie" notfalls auch politischen Einfluß zur Durchsetzung mancher Anliegen kaufen zu können.
    So gut wie keiner seiner Klienten hatte jemals das Problem, daß seine Steuererklärungskonstruktionen, seien sie noch so seltsam, auch nur geprüft wurden.
    Das hatte natürlich einen Preis, aber den haben viele bezahlt.
    Oder seine Flüge mit Koffern voller Schwarzgeld quer durch Europa gedeckt durch einen Diplomatenpaß, bei denen er dann, als Steuerberater, nicht gewußt hat, daß er Millionenbeträge transportiert, weil es ja durch das Steuerberater/Klienten Vertrauensverhältnis gedeckt sei.
    (Als CPL und Pilot des Fluges muß er übrigens über seine Fracht im Detail bescheid wissen, aber derlei Verstöße gegen Verkehrsrecht hat niemand aufgezeigt. Sonst wäre er seine CPL los gewesen.)
    Da hat die Politik vor 2000 viel hinter ihm aufräumen müssen, um keinen Skandal der SPÖ aufkommen zu lassen.

    Gegen den Andreas ist der Dr. Gusenbauer ein blutiger und vor allem dumm naiver Anfänger.
    Vom Andreas hat schon ein paar Tage nach seinem Abgang niemand mehr gewußt, bzw. wollte niemand mehr wissen, daß er einmal Minister war.
    Der Dr. Gusenbauer wird auch weiterhin einer nach ihm benannten, sehr kurzen, Abstandseinheit gerecht.
    Ein Gusenbauer, das ist der kürzest mögliche Abstand zwischen zwei Fettnäpfchen.

    Die hier angedachte Abkühlphase ist eine gute Idee, speziell, wenn man die Leistungsträger der Vergangenheit aus dem ministeriellen Bereich ansieht.
    Aber was sollens den machen, die meisten können ja nichts.

    Wenn dann einer auftaucht, der vielleicht fachlich doch etwas zu bieten hat, dann ist ihm der Haß und die dauerhafte Verfolgung der politischen Gegner sicher.
    Das betrifft nicht nur Mag. Grasser, der bei allen ihm anzulastenden Schwächen dennoch einer der fähigeren Minister der letzten 25 Jahre war, das betrifft auch andere.
    Ich kann mich noch gut erinnern, wie mit schon 2001 ein SPÖ Mitarbeiter, ein Mag. Hollnsteiner, gesagt hat, den Grasser machen wir fertig, der kommt zu gut bei den Wählern an, sonst kommen wir nie wieder in die Regierung.
    Ich habe das damals für einen unfären Scherz gehalten, leider war es die Wahrheit.
    Eine Kampagne die bis heute, siehe die Aggressionen und den nachhaltigen Haß der Grünen und der SPÖ immer noch anhält.

    Wenn man ihm etwas Illegales vorwerfen kann, dann hat das ein Gericht zu entscheiden und gegebenenfalls ein Urteil gegen ihn zu fällen, nicht eine Pressekonferenz, der "gesunde Volkszorn", oder der ORF.
    Jahrelange Vorwürfe nur um zu hoffen, es bleibt einmal etwas hängen, sind aber zu wenig.
    Die zeigen nur die Hilflosigkeit der Vorwerfenden auf.

    mfg

    DDr. Alexander V. Neumaier

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAlexander V. Neumaier
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juli 2010 12:54

    Bei diesem Artikel bekommt man fast schon nostalgische Gefühle

    Wenn man, so wie ich, in einem Land lebt, in dem es nicht nur üblich ist, sondern sogar gesetzlich vorgeschrieben ist, daß ein Regierungsmitglied vor seiner Karriere als Politiker eine eigene Karriere außerhalb der Politik und außerhalb der politiknahen Bereiche machen muß, um dann als Regierungsmitglied überhaupt in Frage zu kommen, dann darf einem ein kleiner Hinweis nicht verwehrt sein.

    Dr. Vranitzky ist fast schon beispiellos in seiner Karriere.

    Der hat, als Aufsichtsrat der Länderbank seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender selbst unterschrieben.
    Mit einer Rückkehrklausel, die dann, nach seinem Abgang aus der Politik teuer von der Bank Austria abgelöst werden mußte und steuerschonend über ein Konto in Zypern gelaufen ist.
    Er hat, aus seiner Zeit als Finanzminister, seine Kontakte zu diversen deutschen Banken, speziell der LBBW, für spätere Beraterjobs und Finanzierungsvermittlungen für hoffnungslose Fälle, speziell den Milleniumtower von Mag. Stumpf, kolportierte Kommission rund DEM 80 mio. - steuerfrei über Zypern abgewickelt, ab dem ersten Tag nach seinem Abgang genutzt und nützt diese auch heute noch.

    Auch, um politischen Einfluß zu vermitteln und diesen als Produkt zu verkaufen.

    Nichts anderes macht Dr. Gusenbauer auch, schließlich kann er seinen Lebensstil ja nicht durch ein AK Sachbearbeitergehalt bestreiten.
    Auch der ehemalige Landwirtschaftsminister Schmied, kennt den noch wer, war nach seinem Abgang als Berater im Solde, unter massiver Unterstützung der SPÖ und mit politisch aber nicht kommerziell begründeten Investitionshaftungen unterwegs.

    Bis zu seinem Konkurs.

    Aber der Spitzenmann in dieser Riege war ein ganz anderer:

    Diese Ehre gebührt dem Kurzzeitminister für Finanzen Dr. Staribacher, dem Junior.
    Fachlich hätte der Andreas wohl einer der besten Finanzminster der 2. Republik sein können.
    Allein der wollte sich nicht vor den Karren der Partei spannen lassen, der hatte andere Pläne.
    Der hat schon zu seinen Amtszeiten die Republik für seine Hobbies eingesetzt und massiv zahlen lassen.
    Seine vielen Flüge als Minister hat er fast alle selbst, mit einer Maschine der damaligen "Air Phoenix" - an der war er beteiligt, durchgeführt und dem Staat wesentlich überhöht verrechnet.
    Die Flugstunde zu ATS 22.000 für eine zweimotorige Turboprop die gerade mal ATS 6.000 kostete.
    Der war der einzige Minister, der es geschafft hat, die für die Lizenzerhaltung notwendigen Flugstunden als Pilot sogar im Dienst zu absolvieren.
    Auf Kosten der Republik.

    Nach seinem Abgang aber gab es für ihn keine Grenzen mehr.

    Zusammen mit seinem Co. dem Dr. Österreicher und einem weiteren Partner, dem Dr. Scholler (da war dann noch ein General Pabisch mit von der Partie), hat er seinen Klienten sogar die Aussicht auch "politische Erledigung" ihrer Steuererklärungen verkauft.

    Nicht billig aber fast immer erfolgreich.

    Die drei haben einige Anlaßgesetzgebungen, z.B. die Duldung von Erwerbsgesellschaften für KFZ zur 100% Abschreibung ungeachtet des Anschaffungswertes für Ärtzte oder die steuerlichen Erleichterungen für Anschaffungen von Fluggerät aller Art, durchgesetzt.
    Wenn man mit denen zu tun hatte, dann gab es fast immer eine "Garantie" notfalls auch politischen Einfluß zur Durchsetzung mancher Anliegen kaufen zu können.
    So gut wie keiner seiner Klienten hatte jemals das Problem, daß seine Steuererklärungskonstruktionen, seien sie noch so seltsam, auch nur geprüft wurden.
    Das hatte natürlich einen Preis, aber den haben viele bezahlt.
    Oder seine Flüge mit Koffern voller Schwarzgeld quer durch Europa gedeckt durch einen Diplomatenpaß, bei denen er dann, als Steuerberater, nicht gewußt hat, daß er Millionenbeträge transportiert, weil es ja durch das Steuerberater/Klienten Vertrauensverhältnis gedeckt sei.
    (Als CPL und Pilot des Fluges muß er übrigens über seine Fracht im Detail bescheid wissen, aber derlei Verstöße gegen Verkehrsrecht hat niemand aufgezeigt. Sonst wäre er seine CPL los gewesen.)
    Da hat die Politik vor 2000 viel hinter ihm aufräumen müssen, um keinen Skandal der SPÖ aufkommen zu lassen.

    Gegen den Andreas ist der Dr. Gusenbauer ein blutiger und vor allem dumm naiver Anfänger.
    Vom Andreas hat schon ein paar Tage nach seinem Abgang niemand mehr gewußt, bzw. wollte niemand mehr wissen, daß er einmal Minister war.
    Der Dr. Gusenbauer wird auch weiterhin einer nach ihm benannten, sehr kurzen, Abstandseinheit gerecht.
    Ein Gusenbauer, das ist der kürzest mögliche Abstand zwischen zwei Fettnäpfchen.

    Die hier angedachte Abkühlphase ist eine gute Idee, speziell, wenn man die Leistungsträger der Vergangenheit aus dem ministeriellen Bereich ansieht.
    Aber was sollens den machen, die meisten können ja nichts.

    Wenn dann einer auftaucht, der vielleicht fachlich doch etwas zu bieten hat, dann ist ihm der Haß und die dauerhafte Verfolgung der politischen Gegner sicher.
    Das betrifft nicht nur Mag. Grasser, der bei allen ihm anzulastenden Schwächen dennoch einer der fähigeren Minister der letzten 25 Jahre war, das betrifft auch andere.
    Ich kann mich noch gut erinnern, wie mit schon 2001 ein SPÖ Mitarbeiter, ein Mag. Hollnsteiner, gesagt hat, den Grasser machen wir fertig, der kommt zu gut bei den Wählern an, sonst kommen wir nie wieder in die Regierung.
    Ich habe das damals für einen unfären Scherz gehalten, leider war es die Wahrheit.
    Eine Kampagne die bis heute, siehe die Aggressionen und den nachhaltigen Haß der Grünen und der SPÖ immer noch anhält.

    Wenn man ihm etwas Illegales vorwerfen kann, dann hat das ein Gericht zu entscheiden und gegebenenfalls ein Urteil gegen ihn zu fällen, nicht eine Pressekonferenz, der "gesunde Volkszorn", oder der ORF.
    Jahrelange Vorwürfe nur um zu hoffen, es bleibt einmal etwas hängen, sind aber zu wenig.
    Die zeigen nur die Hilflosigkeit der Vorwerfenden auf.

    mfg

    DDr. Alexander V. Neumaier


alle Kommentare

  1. Martin Bauer
    30. Juli 2010 17:43

    Bitte auch den neuen Gastkommentar von Herrn Bretschneider nicht versäumen!

    • tartaros (kein Partner)
      30. Juli 2010 22:05

      Für August gibt es ja schon 6 Kommentare. Da wird ja kräftig vorgeschrieben. ;-)
      Ob der Unterberger wohl bald auf Türkei-Urlaub geht? :-D

  2. H.F. (kein Partner)
    30. Juli 2010 13:41

    Eines sei fairerweise noch angemerkt - A.U. hat mit dem Kommentar durchaus nicht unrecht. Diese Beratergeschichten stinken zum Himmel egal von welcher Partei die ehemaligen Politiker kommen.

    Die Gusenbauerberatung wird übrigens auch in den bösen linkslinken Medien thematisiert. Im Standard durch Meldung und einen kritischen Kommentar, sogar der ORF hat berichtet.

    • H.F. (kein Partner)
      30. Juli 2010 13:46

      Schön auch zu sehen wie A.U. in seinem SN Kommentar die Tatsachen auf hinterhältigste Weise verdreht.
      Grasser wurde nicht zum Vorwurf gemacht, dass er seinen Urlaub nicht abgebrochen hat. Er hat behauptet die Regierung hätte sein Bleiben erbeten und das war nachweislich eine Lüge - das wurde ihm zurecht vorgeworfen.

      Naja die Hauptsache ist man kann den bösen Medien immer wieder Einseitigkeit vorwerfen, man denke an den Spruch mit dem Balken im eigenen Auge...

  3. Alexander V. Neumaier (kein Partner)
    30. Juli 2010 13:11

    Bei diesem Artikel bekommt man fast schon nostalgische Gefühle

    Wenn man, so wie ich, in einem Land lebt, in dem es nicht nur üblich ist, sondern sogar gesetzlich vorgeschrieben ist, daß ein Regierungsmitglied vor seiner Karriere als Politiker eine eigene Karriere außerhalb der Politik und außerhalb der politiknahen Bereiche machen muß, um dann als Regierungsmitglied überhaupt in Frage zu kommen, dann darf einem ein kleiner Hinweis nicht verwehrt sein.

    Dr. Vranitzky ist fast schon beispiellos in seiner Karriere.

    Der hat, als Aufsichtsrat der Länderbank seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender selbst unterschrieben.
    Mit einer Rückkehrklausel, die dann, nach seinem Abgang aus der Politik teuer von der Bank Austria abgelöst werden mußte und steuerschonend über ein Konto in Zypern gelaufen ist.
    Er hat, aus seiner Zeit als Finanzminister, seine Kontakte zu diversen deutschen Banken, speziell der LBBW, für spätere Beraterjobs und Finanzierungsvermittlungen für hoffnungslose Fälle, speziell den Milleniumtower von Mag. Stumpf, kolportierte Kommission rund DEM 80 mio. - steuerfrei über Zypern abgewickelt, ab dem ersten Tag nach seinem Abgang genutzt und nützt diese auch heute noch.

    Auch, um politischen Einfluß zu vermitteln und diesen als Produkt zu verkaufen.

    Nichts anderes macht Dr. Gusenbauer auch, schließlich kann er seinen Lebensstil ja nicht durch ein AK Sachbearbeitergehalt bestreiten.
    Auch der ehemalige Landwirtschaftsminister Schmied, kennt den noch wer, war nach seinem Abgang als Berater im Solde, unter massiver Unterstützung der SPÖ und mit politisch aber nicht kommerziell begründeten Investitionshaftungen unterwegs.

    Bis zu seinem Konkurs.

    Aber der Spitzenmann in dieser Riege war ein ganz anderer:

    Diese Ehre gebührt dem Kurzzeitminister für Finanzen Dr. Staribacher, dem Junior.
    Fachlich hätte der Andreas wohl einer der besten Finanzminster der 2. Republik sein können.
    Allein der wollte sich nicht vor den Karren der Partei spannen lassen, der hatte andere Pläne.
    Der hat schon zu seinen Amtszeiten die Republik für seine Hobbies eingesetzt und massiv zahlen lassen.
    Seine vielen Flüge als Minister hat er fast alle selbst, mit einer Maschine der damaligen "Air Phoenix" - an der war er beteiligt, durchgeführt und dem Staat wesentlich überhöht verrechnet.
    Die Flugstunde zu ATS 22.000 für eine zweimotorige Turboprop die gerade mal ATS 6.000 kostete.
    Der war der einzige Minister, der es geschafft hat, die für die Lizenzerhaltung notwendigen Flugstunden als Pilot sogar im Dienst zu absolvieren.
    Auf Kosten der Republik.

    Nach seinem Abgang aber gab es für ihn keine Grenzen mehr.

    Zusammen mit seinem Co. dem Dr. Österreicher und einem weiteren Partner, dem Dr. Scholler (da war dann noch ein General Pabisch mit von der Partie), hat er seinen Klienten sogar die Aussicht auch "politische Erledigung" ihrer Steuererklärungen verkauft.

    Nicht billig aber fast immer erfolgreich.

    Die drei haben einige Anlaßgesetzgebungen, z.B. die Duldung von Erwerbsgesellschaften für KFZ zur 100% Abschreibung ungeachtet des Anschaffungswertes für Ärtzte oder die steuerlichen Erleichterungen für Anschaffungen von Fluggerät aller Art, durchgesetzt.
    Wenn man mit denen zu tun hatte, dann gab es fast immer eine "Garantie" notfalls auch politischen Einfluß zur Durchsetzung mancher Anliegen kaufen zu können.
    So gut wie keiner seiner Klienten hatte jemals das Problem, daß seine Steuererklärungskonstruktionen, seien sie noch so seltsam, auch nur geprüft wurden.
    Das hatte natürlich einen Preis, aber den haben viele bezahlt.
    Oder seine Flüge mit Koffern voller Schwarzgeld quer durch Europa gedeckt durch einen Diplomatenpaß, bei denen er dann, als Steuerberater, nicht gewußt hat, daß er Millionenbeträge transportiert, weil es ja durch das Steuerberater/Klienten Vertrauensverhältnis gedeckt sei.
    (Als CPL und Pilot des Fluges muß er übrigens über seine Fracht im Detail bescheid wissen, aber derlei Verstöße gegen Verkehrsrecht hat niemand aufgezeigt. Sonst wäre er seine CPL los gewesen.)
    Da hat die Politik vor 2000 viel hinter ihm aufräumen müssen, um keinen Skandal der SPÖ aufkommen zu lassen.

    Gegen den Andreas ist der Dr. Gusenbauer ein blutiger und vor allem dumm naiver Anfänger.
    Vom Andreas hat schon ein paar Tage nach seinem Abgang niemand mehr gewußt, bzw. wollte niemand mehr wissen, daß er einmal Minister war.
    Der Dr. Gusenbauer wird auch weiterhin einer nach ihm benannten, sehr kurzen, Abstandseinheit gerecht.
    Ein Gusenbauer, das ist der kürzest mögliche Abstand zwischen zwei Fettnäpfchen.

    Die hier angedachte Abkühlphase ist eine gute Idee, speziell, wenn man die Leistungsträger der Vergangenheit aus dem ministeriellen Bereich ansieht.
    Aber was sollens den machen, die meisten können ja nichts.

    Wenn dann einer auftaucht, der vielleicht fachlich doch etwas zu bieten hat, dann ist ihm der Haß und die dauerhafte Verfolgung der politischen Gegner sicher.
    Das betrifft nicht nur Mag. Grasser, der bei allen ihm anzulastenden Schwächen dennoch einer der fähigeren Minister der letzten 25 Jahre war, das betrifft auch andere.
    Ich kann mich noch gut erinnern, wie mit schon 2001 ein SPÖ Mitarbeiter, ein Mag. Hollnsteiner, gesagt hat, den Grasser machen wir fertig, der kommt zu gut bei den Wählern an, sonst kommen wir nie wieder in die Regierung.
    Ich habe das damals für einen unfären Scherz gehalten, leider war es die Wahrheit.
    Eine Kampagne die bis heute, siehe die Aggressionen und den nachhaltigen Haß der Grünen und der SPÖ immer noch anhält.

    Wenn man ihm etwas Illegales vorwerfen kann, dann hat das ein Gericht zu entscheiden und gegebenenfalls ein Urteil gegen ihn zu fällen, nicht eine Pressekonferenz, der "gesunde Volkszorn", oder der ORF.
    Jahrelange Vorwürfe nur um zu hoffen, es bleibt einmal etwas hängen, sind aber zu wenig.
    Die zeigen nur die Hilflosigkeit der Vorwerfenden auf.

    mfg

    DDr. Alexander V. Neumaier

    • Alexander V. Neumaier (kein Partner)
      30. Juli 2010 13:17

      Sorry, das sollte angeblich möglich sein, den selben Post zwei mal zu posten.
      Das scheint beim Reload meines Browsers passiert zu sein.
      Daher bitte diesen Post wieder Löschen, Danke.

      mfg

      DDr. Alexander V. Neumaier

  4. MAX (kein Partner)
    • Kurt22
      30. Juli 2010 14:59

      Ähnliche Vorkommnisse häufen sich ja auch bei uns, das ist halt Multikulti, in anderen Ländern schlägt man seinen Gegner eben Tod, so sind´s halt, unsere lieben Immigranten, da müssen wir schon Verständnis aufbringen.
      Und für die zuständige Stadträtin in Wien ist die derzeitige causa prima die Werbung für "Hirter Bier", mit 3 hübschen, leicht bekleideten Mädels, dagegen muß man schon kämpfen, vielleicht stört das hauptsächlich unsere lieben Neo-Österreicher.

    • RB (kein Partner)
      30. Juli 2010 15:22

      Habe so etwas Grauenhaftes noch nie gesehen......barbarische Monster.

  5. Alexander V. Neumaier (kein Partner)
    30. Juli 2010 12:54

    Bei diesem Artikel bekommt man fast schon nostalgische Gefühle

    Wenn man, so wie ich, in einem Land lebt, in dem es nicht nur üblich ist, sondern sogar gesetzlich vorgeschrieben ist, daß ein Regierungsmitglied vor seiner Karriere als Politiker eine eigene Karriere außerhalb der Politik und außerhalb der politiknahen Bereiche machen muß, um dann als Regierungsmitglied überhaupt in Frage zu kommen, dann darf einem ein kleiner Hinweis nicht verwehrt sein.

    Dr. Vranitzky ist fast schon beispiellos in seiner Karriere.

    Der hat, als Aufsichtsrat der Länderbank seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender selbst unterschrieben.
    Mit einer Rückkehrklausel, die dann, nach seinem Abgang aus der Politik teuer von der Bank Austria abgelöst werden mußte und steuerschonend über ein Konto in Zypern gelaufen ist.
    Er hat, aus seiner Zeit als Finanzminister, seine Kontakte zu diversen deutschen Banken, speziell der LBBW, für spätere Beraterjobs und Finanzierungsvermittlungen für hoffnungslose Fälle, speziell den Milleniumtower von Mag. Stumpf, kolportierte Kommission rund DEM 80 mio. - steuerfrei über Zypern abgewickelt, ab dem ersten Tag nach seinem Abgang genutzt und nützt diese auch heute noch.

    Auch, um politischen Einfluß zu vermitteln und diesen als Produkt zu verkaufen.

    Nichts anderes macht Dr. Gusenbauer auch, schließlich kann er seinen Lebensstil ja nicht durch ein AK Sachbearbeitergehalt bestreiten.
    Auch der ehemalige Landwirtschaftsminister Schmied, kennt den noch wer, war nach seinem Abgang als Berater im Solde, unter massiver Unterstützung der SPÖ und mit politisch aber nicht kommerziell begründeten Investitionshaftungen unterwegs.

    Bis zu seinem Konkurs.

    Aber der Spitzenmann in dieser Riege war ein ganz anderer:

    Diese Ehre gebührt dem Kurzzeitminister für Finanzen Dr. Staribacher, dem Junior.
    Fachlich hätte der Andreas wohl einer der besten Finanzminster der 2. Republik sein können.
    Allein der wollte sich nicht vor den Karren der Partei spannen lassen, der hatte andere Pläne.
    Der hat schon zu seinen Amtszeiten die Republik für seine Hobbies eingesetzt und massiv zahlen lassen.
    Seine vielen Flüge als Minister hat er fast alle selbst, mit einer Maschine der damaligen "Air Phoenix" - an der war er beteiligt, durchgeführt und dem Staat wesentlich überhöht verrechnet.
    Die Flugstunde zu ATS 22.000 für eine zweimotorige Turboprop die gerade mal ATS 6.000 kostete.
    Der war der einzige Minister, der es geschafft hat, die für die Lizenzerhaltung notwendigen Flugstunden als Pilot sogar im Dienst zu absolvieren.
    Auf Kosten der Republik.

    Nach seinem Abgang aber gab es für ihn keine Grenzen mehr.

    Zusammen mit seinem Co. dem Dr. Österreicher und einem weiteren Partner, dem Dr. Scholler (da war dann noch ein General Pabisch mit von der Partie), hat er seinen Klienten sogar die Aussicht auch "politische Erledigung" ihrer Steuererklärungen verkauft.

    Nicht billig aber fast immer erfolgreich.

    Die drei haben einige Anlaßgesetzgebungen, z.B. die Duldung von Erwerbsgesellschaften für KFZ zur 100% Abschreibung ungeachtet des Anschaffungswertes für Ärtzte oder die steuerlichen Erleichterungen für Anschaffungen von Fluggerät aller Art, durchgesetzt.
    Wenn man mit denen zu tun hatte, dann gab es fast immer eine "Garantie" notfalls auch politischen Einfluß zur Durchsetzung mancher Anliegen kaufen zu können.
    So gut wie keiner seiner Klienten hatte jemals das Problem, daß seine Steuererklärungskonstruktionen, seien sie noch so seltsam, auch nur geprüft wurden.
    Das hatte natürlich einen Preis, aber den haben viele bezahlt.
    Oder seine Flüge mit Koffern voller Schwarzgeld quer durch Europa gedeckt durch einen Diplomatenpaß, bei denen er dann, als Steuerberater, nicht gewußt hat, daß er Millionenbeträge transportiert, weil es ja durch das Steuerberater/Klienten Vertrauensverhältnis gedeckt sei.
    (Als CPL und Pilot des Fluges muß er übrigens über seine Fracht im Detail bescheid wissen, aber derlei Verstöße gegen Verkehrsrecht hat niemand aufgezeigt. Sonst wäre er seine CPL los gewesen.)
    Da hat die Politik vor 2000 viel hinter ihm aufräumen müssen, um keinen Skandal der SPÖ aufkommen zu lassen.

    Gegen den Andreas ist der Dr. Gusenbauer ein blutiger und vor allem dumm naiver Anfänger.
    Vom Andreas hat schon ein paar Tage nach seinem Abgang niemand mehr gewußt, bzw. wollte niemand mehr wissen, daß er einmal Minister war.
    Der Dr. Gusenbauer wird auch weiterhin einer nach ihm benannten, sehr kurzen, Abstandseinheit gerecht.
    Ein Gusenbauer, das ist der kürzest mögliche Abstand zwischen zwei Fettnäpfchen.

    Die hier angedachte Abkühlphase ist eine gute Idee, speziell, wenn man die Leistungsträger der Vergangenheit aus dem ministeriellen Bereich ansieht.
    Aber was sollens den machen, die meisten können ja nichts.

    Wenn dann einer auftaucht, der vielleicht fachlich doch etwas zu bieten hat, dann ist ihm der Haß und die dauerhafte Verfolgung der politischen Gegner sicher.
    Das betrifft nicht nur Mag. Grasser, der bei allen ihm anzulastenden Schwächen dennoch einer der fähigeren Minister der letzten 25 Jahre war, das betrifft auch andere.
    Ich kann mich noch gut erinnern, wie mit schon 2001 ein SPÖ Mitarbeiter, ein Mag. Hollnsteiner, gesagt hat, den Grasser machen wir fertig, der kommt zu gut bei den Wählern an, sonst kommen wir nie wieder in die Regierung.
    Ich habe das damals für einen unfären Scherz gehalten, leider war es die Wahrheit.
    Eine Kampagne die bis heute, siehe die Aggressionen und den nachhaltigen Haß der Grünen und der SPÖ immer noch anhält.

    Wenn man ihm etwas Illegales vorwerfen kann, dann hat das ein Gericht zu entscheiden und gegebenenfalls ein Urteil gegen ihn zu fällen, nicht eine Pressekonferenz, der "gesunde Volkszorn", oder der ORF.
    Jahrelange Vorwürfe nur um zu hoffen, es bleibt einmal etwas hängen, sind aber zu wenig.
    Die zeigen nur die Hilflosigkeit der Vorwerfenden auf.

    mfg

    DDr. Alexander V. Neumaier

    • Samtpfote
      30. Juli 2010 13:09

      Ich kann Ihre Vorwürfe nicht verifizieren.
      Jedoch:
      Meines Wissens gibt es nur eine Kanzlei Namens Dr.Staribacher Dr.Obermeier in 1030 Wien.
      Ist zufällig auch mein Steuerberater.
      Bin aber sehr zufrieden. Vielleicht liegt es daran, dass ich nur mit Dr.Obermeier Kontakt habe. :-)

    • Alexander V. Neumaier (kein Partner)
      30. Juli 2010 13:15

      Das sind nicht einmal Vorwürfe, das ist eine simple Aufzählung.
      Die Kanzlei firmiert meines Wissens nach heute unter dem Namen Österreicher-Staribacher, PKF Centurion oder so und ist in der Hegelgasse im 1. Bezirk zu Hause.
      Als Steuerberater ziemlich gut und teuer, aber eben auch ein Musterbeispiel für die Auswirkungen der Verbindungen zwischen Wirtschaft und Ex-Ministern.
      Also vermutlich nicht Ihr Steuerberater, wenn der im 3. Bezirk ist.

      mfg

      DDr. Alexander V. Neumaier

    • GOP
      30. Juli 2010 14:43

      Herr DDr. Alexander V. Neumaier,
      Danke für diese "Insider"(?)informationen.
      Können Sie mir Namen von Spitzenpolitikern nennen, welche nach Ihrer Ansicht und reichen Erfahrung in Österreich ihren Job gut machen bzw. machten? Also solche Personen, von denen man nach landläufiger Meinung auch ungeprüft einen Gebrauchtwagen kaufen könnte.
      P.S.:
      Ihre immer interessanten Kommentare habe ich der letzten Zeit sehr vermisst!

    • RB (kein Partner)
      30. Juli 2010 14:46

      Es wird mir schlecht, wenn ich das alles höre oder lese über Vranitzky, Gusenbauer etc. etc. Und ich finde es höchst verwerflich, wenn das von Personen
      gemacht wird, die auf ihre Fahnen "soziale Gerechtigkeit" schreiben.
      Wein trinken und Wasser predigen, widerlich.
      Jeder Bürger, der ohne Parteizugehörigkeit und ohne Protektion, sich aus eigener
      Kraft (manuell oder geistig) einen kleinen Wohlstand erworben hat, kann stolz
      auf sich sein und sich vor allem in den Spiegel schauen. Ohne Selbstgerechtigkeit, denn Fehler und Schwächen hat jeder Mensch.
      Man ist halt in der Gesellschaft "niemand" und auch kein VIP, ist aber sehr leicht zu verkraften.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      30. Juli 2010 15:13

      Kleine Anmerkung zum Staribacher-Clan:

      Josef Staribacher, Jahrgang 1921, der Vater des besagten Andreas St., war von 1970 bis 1983 Bundesminister für Handel, Gewerbe und Industrie.
      Karriere, leidvoll: 1939/40 als Sozialist im KZ Buchenwald inhaftiert.
      Karriere, erfreulich: Abendmatura nach Lehre, Arbeiterkammer, Gewerkschafter, ab 1960 im ÖGB-Bundesvorstand, ab 1983 im ÖGB-Präsidium.

      Es liegt mir fern, dem alten Herrn am Zeug zu flicken, aber auch er war dem Wahlspruch "Nehmen ist seliger denn Geben" keineswegs abhold. Mein spät aus dem sibirischen Workuta heimgekehrter Onkel, bei dem ich als Student in den späten Siebzigern und frühen Achtzigern wohnte, betrieb seit den Fünfzigern in Wien eine der ersten Kunststoff-Fabriken Österreichs.
      Sooft er seinen Betrieb erweitern wollte und die Großkopferten im 15. Hieb und später, in Fischamend, sich dagegen sperrten, entsandte mon oncle mich und seinen Sohn — der mehr Bruder als Cousin war — mit großen und kleineren Aktentaschen zu allerlei verschwiegenen Orten, wo wir diese an wechselnde Empfangspersonen übergaben. (Der Inhalt der Taschen war uns unbekannt, die zugehörigen Schlüssel überreichte Onkelchen nach Bewilligung seiner Wünsche persönlich; aber wir begriffen das kleine Einmaleins österreichischer Politik dadurch ziemlich schnell, wenn auch staunend.)

      Seit 1970/80 hat sich nichts verändert, außer daß die Nehmer und Geber sich nur noch geringe Mühe machen, ihre Spuren zu verwischen; sie wissen, daß vom Herrn Karl bis zum Herrn Pilz alle Österreicher die alltäglichen Machelojkes als unvermeidliche Ingredienz dessen hinnehmen, was ihnen auf der Schulbank als heilige Demokratie gepredigt wurde.

      Ich hab' den Minister Staribacher später auch persönlich kennengelernt, kurz bevor ich Wien den Rücken kehrte: Er begegnete mir als gereifter, gebildeter, jovialer und literaturinteressierter Philanthrop. Es war interessant, mit ihm zu reden; er erinnerte mich an den emeritierten Bruno Kreisky.
      Daran mag es liegen, daß Staribachers zweiter Sohn Wolfgang Musiker wurde und mit Politik partout nix am Hut hat ... aber er soll ein paar Austropop-Acts aus der Taufe gehoben haben. (Christina Stürmer, die ihn anschließend abstreifte? "Ab jetzt nur noch Quincy Jones, Woiferl"? Nichts Genaues darf man zur Zeit wiedergeben.)

      Doch in dieser Szene ist der Aktentaschen-Kurier, der damals oft auch bewußtseinsverändernde Drogen transportierte, längst Geschichte. Das Bewußtsein von Staribacher sen. jedenfalls wurde nie verändert.

    • Alexander V. Neumaier (kein Partner)
      30. Juli 2010 18:58

      Sehr geehrter Herr Pascher,
      Sehr geehrter Samtpfote,

      verstehen Sie mich bitte nicht falsch.
      Von einigen der hier genannten Herren, und einigen anderen, habe ich viel über die Funktionsweise des Staates Österreich gelernt.
      Man könnte sogar sagen, ich habe eine gute und bisweilen auch zweifelhafte in jedem Fall aber eine interessante Ausbildung durch diese Herren erhalten.
      Ich könnte da noch stundenlang aus meinen persönlichen Erfahrungen erzählen.
      Vielleicht schreibe ich das mal als Memoiren nieder.

      Zumindest aus der Zeit bevor ich das Land verlassen habe.

      Hätte ich das gewollt, hätte ich mich auch an diesem System beteiligen können und mich von einem Politiker fördern lassen können.
      Das Problem dabei ist es, daß man damit auch in diesem Netz gefangen ist.
      Ein Klassiker zum Thema Faust.

      Sell your soul to us and we'll take care of the rest;-)

      Einmal in diesem Zirkus integriert bleiben die meisten in diesem Zirkus auch drinnen.
      Fast jeder Minister der nicht nach seinem Job in den Unruhestand gegangen ist, hat seine Verbindungen verkauft und seinen Kunden, gegen viel Geld, dann Einfluß der Politik zu deren Gunsten verkauft.
      Ohne einen Dr. Vranitzky gäbe es z.B. weder die Millennium City (keine Finanzierung und keine Vertuschung des Umweltskandals ohne Dr. Vranitzky) noch ein paar andere Projekte.

      Dabei kritisiere ich diese Leute nicht einmal durchgehend, denn eigentlich sind das arme Versager.

      Die sind nach dem Politikerjob nicht mehr in einen echten Job vermittelbar und wären ein Fall für das Sozialamt.
      Der Andreas, eine der wenigen Ausnahmen, ist nicht mehr als ein Opportunist, der sich, hochintelligent wie er nun mal ist, ziemlich skrupellos eines Systems bedient, welches schon sein Vater und dessen Politkollegen aufbereitet haben.
      Der verwendet die Seilschaften weil sie nunmal da sind.

      Bisweilen schimpft man heute über die bösen Auswüchse einer Politikerkaste und hackt z.B. auf Frl. Rudas hin.
      Aber in Wahrheit geht das schon mindestens zwei weitere Generationen in die Vergangenheit zurück.
      Das Problem der Politikerkaste des Staates Österreich ist ein viel schlimmeres.
      Keine der österreichischen Parteien macht eine qualitative Nachwuchsförderung oder eine Selektion ihres Nachwuchses auf der Basis von Fähigkeiten, Kenntnissen und vorhergehenden Leistungen.
      Fast jeder österreichische Politiker, die Grünen eingeschlossen, hat entweder eine reine Politikkarriere hinter sich, oder war, trotz einer staats- oder universitätsnahen Karriere, schlechtestes Beispiel dazu ist Dr. van der Bellen (der war einmal als Nachfolger eines Kreisky Sekretärs in Gespräch), immer am Gängelband einer Partei.

      Die haben nie etwas anderes trainiert als Mastdarmakrobatik.

      Die haben auch nie etwas anders gelernt als Politiker.

      Daher müssen die auch, nach dem Job in der Politik, das einzige verkaufen, das sie zu Geld machen können, ihre Verbindungen, die haben sonst nichts zu bieten.
      Mag. Klima ist auch keine Ausnahme, der hat schon zu seinen Zeiten als Student an der Uni jeden seiner Professoren mit einem Jobangebot zu einer positiven Note bewogen.
      Dr. Ederer ist ein strohdummer Prolet, aber perfekt vernetzt.
      Dr. Gusenbauer ist der personifizierte Versager (ich habe einmal erlebt, wie der von einer Liste von acht Punkten für eine Pressekonferenz auf einer Strecke von 5 Metern bis zur Pressekonferenz die Hälfte vergessen hat), aber perfekt vernetzt.
      Was die Leute letztlich haben ist nichts, außer ihren Netzwerken.
      Die stehen nach dem Job in der Politik vor der Wahl zwischen Absturz, wie ein Mag. Gorbach, oder einem Dasein als Politnutte.
      Und in der Not frisst sogar der Teufel Fliegen.

      Die paar Ausnahmen sind an einer Hand abzählbar.
      Aber ein Dr. Bartenstein macht auch keine Regierung.

      Daher finde ich ja auch das Modell in meiner Wahlheimat Singapore so gut.
      Da müssen Anwärter auf einen Regierungsposten zuerst eine erfolgreiche Karriere außerhalb der Politik nachweisen.
      Egal ob als Manager in der Industrie oder als Offizier in der Armee.
      Die müssen ein Standbein haben um auch ohne Politik leben zu können, wenn sie den Job verlieren.
      Daher kommen die auch viel später in die Politik.
      Dafür gibt es dann auch eine Sperre von mindestens 5 Jahren, nach dem Job in der Politik, für eine Beschäftigung in einem staatsnahen Bereich oder als Lobbyist für Regierungsaufträge.
      Und es gibt auch entsprechende Bezahlung im Job.
      Die Regierung in Singapore wird nach einem Schlüssel (Durchschnittseinkommen der CEOs von sieben wichtigen Branchen) bezahlt.
      Der Regierungschef von Singapore bekommt über eine Million Euro im Jahr, führt aber das Land auch wie einen, sehr erfolgreichen, Konzern.
      Weil er es zuvor gelernt hat - in seinem Fall in der Armee.
      Dafür und als Vorbereitung hatten er und alle seine Vorgänger auch eine Karriere vor dem Job in der Politik.

      Aber das wird man in Österreich nicht so bald sehen.
      Da befürchte ich eher, daß man in Österreich zwar das Gehalt erhöht aber dafür die alten Seilschaften beibehält.
      Motto "If you pay golden peanuts - all you get is still monkeys")

      Wenn ich nach einem aktuellen Politiker in Österreich gefragt werde, dem ich einen Gebrauchtwagen abkaufen würde habe ich ein Problem.
      Nicht nur wegen des großen Abstandes zwischen mir und Österreich, sondern auch, weil mir dazu seit langem immer nur wenige Namen einfallen.
      Dr. Schüssel, Dr. Bartenstein und neuerdings Josef Bucher.
      Ich gebe gerne zu, daß es mich bisweilen erstaunt auch von anderen ein paar gute Vorschläge gehört zu haben, aber die sind auch nicht gerade sehr häufig.
      Da fällt mir immer wieder Hr. Hundstorfer ein, der bisweilen ziemlich vernünftig und erstaunlich pragmatisch klingt.
      Keiner davon ist aber in der Lage seinen Ansichten auch entsprechendes Gewicht zu verleihen.
      Entweder sind die durch persönliche Angriffe unter der Gürtellinie beschädigt oder haben so gewichtige Bremser in der eigenen Partei, daß man mit den paar Leuten einfach keinen Staat machen kann.

      Ein Neuanfang der ganzen Kaste wäre eine gute Idee.
      Blos, nachdem der Apparat schon sosehr in Verruf geraten ist, wer würde sich denn, nach einer gutbezahlten Karriere in der Privatwirtschaft, für diesen Job hergeben?

      Gute Manager verdienen im Jahr oft mehr als die ganze Bundesregierung zusammen und werden dann auch noch für Erfolge extra honoriert.
      Sollen die auf 90% ihres Einkommens verzichten um sich dann von ein paar Proleten jahrelang untergriffige aber sachlich nicht argumentierbare, und daher auch nicht sachlich abwehrbare, Anwürfe gefallen zu lassen?
      Der Politikbereich in Österreich kann nur Lemuren wie die aktuelle Regierung hervorrufen, die dann auch anschließend ihr Nichtkönnen durch den Verkauf ihrer Netzwerke kompensieren müssen.

      Gute Leute werden schon an der Schwelle zum Eintritt in die Politik abgeschreckt.
      Der Bodensatz, der diese Schwelle dann doch überklettert, sitzt dann halt im Parlament oder in der Regierung.

      Eigentlich traurig.

      mfg

      DDr. Alexander V. Neumaier
      Und für den Rest des Wochenendes bin ich nur mehr auf einer Welle vor Keeling Island zu finden.

    • tartaros (kein Partner)
      30. Juli 2010 22:01

      Grüß Gott, Herr Neumaier. Interessant, was Sie da schreiben. Sie scheinen ja immer noch einen guten Einblick in österreichische Verhältnisse zu haben.
      Ansonsten wünsche ich noch ein erholsames Wochenende und frohes Wellenreiten. Geht das eigentlich in Singapur auch?

    • GOP
      31. Juli 2010 07:38

      tartaros:
      Keeling Island gehört doch zu den Kokosinseln, welche in der Nähe von Australien sind. Mit der Privatmaschine kein Problem, dort kurz hinzujetten.

  6. Stachel (kein Partner)
    30. Juli 2010 09:54

    Alles völlig richtig, nur ist das ja nicht auf Österreich beschränkt. Man schaue nur hinüber nach Deutschland, was der (ebenfalls rote) Ex-Bunkdeskanzler Schröder gleich nach seiner Abwahl beim russischen Multi Gazprom abgecasht hat (und noch immer abcasht). Und, quasi so nebenbei, nicht müde wird, der Welt zu verkünden, welch Musterdemokrat doch Putin sei.

  7. meriva (kein Partner)
    30. Juli 2010 07:36

    Ich bin ja nur froh, dass der überaus sachliche und intelligente Herr Unterberger nicht auf die Idee gekommen ist, ehemalige Chefredakteure mögen in die Schulen gehen. Nicht auszudenken, wenn man die verlogenen Polemiken des Blogbetreibers auf unbedarfte Schüler losliesse.

  8. meriva (kein Partner)
    30. Juli 2010 06:55

    Wegen 60.000 Euro regt er sich auf, der überaus sachliche und intelligente Herr Unterberger, aber das Kärntner 6 Mio Beraterhonorar, das zuerst 12 Mio ausgemacht hat, und das nur aufgrund der unendlichen Güte des Begünstigten aufgrund eines Patriotenrabattes um 50% reduziert wurde, das ist dem überaus sachlichen und intelligenten Herrn Unterberger natürlich keine Zeile wert.

    Andererseits: Verständlich, denn die Leitlinie dieses Blogs lautet schliesslich:
    Sozis = böse, schlecht, pfui gacki
    FPÖ/FPK/FIK/BZÖ/PKK = super, geil, toll

    • Verzweifler (kein Partner)
      30. Juli 2010 07:15

      Na und, weils nur 60.000.- sind ist´s jetzt gerechter oder vertretbarer?
      Seltsame Gedankenwelt der Sozis und Gutmenschen.

    • meriva (kein Partner)
      30. Juli 2010 07:21

      60.000 sind immerhin nachvollziehbarer als 12 Mio.

    • Paige
      30. Juli 2010 08:12

      Schnabel/Meriva, wieder einmal falsch geraten. Der Blog hat sich schon umfangreich mit dem Sumpf HAA befasst. Neu, aber wenig überraschend ist, dass der rote Ex-Kandesbunzler auch mit drinnen steckt. Schon klar, dass Ihnen dazu nichts anderes einfällt, als zu rufen: Die anderen haben auch, also darf unser Gusi auch was haben. Aber Sie vergessen immer, dass Sie hier nicht unter Linken sind, wo eine derartige Argumentation zieht.

      Ich finde es ja interessant, dass die Roten nicht nur ihre eigenen Sümpfe haben (allein am Bankensektor sind die Ausmaße riesig: Bank Austria, P.S.K., Bawag, Bank Burgenland, Kommunalkredit..), sondern sogar beim Jörgl-Sumpf mitgeschnitten haben. Also Banken haben die Sozis immer magisch angezogen. Wahrscheinlich, weil man dort das Geld einfach abheben kann. Da dachten sie, wenn uns gleich die ganze Bank gehört, können wir noch viel mehr abheben - so ganz nach Adenauer: Alles, was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen. Das ist der sog. "rote Faden", mit dessen Verfolgung sich dieser Blog u.a. befasst..

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      30. Juli 2010 09:05

      Ich bin hier, wenn ich Ihnen abgehen, Paige.

    • Paige
    • H.F. (kein Partner)
      30. Juli 2010 10:30

      Hey Paige, du hast mich vergessen.

    • Laura R.
      30. Juli 2010 10:43

      Hey cool, meriva ist wieder da. Jetzt bin ich nicht mehr so alleine.

    • Paige
      30. Juli 2010 10:46

      H.F., ich habe Sie doch nicht vergessen ;-)
      Aber Sie haben mit diesen Spielchen nichts zu tun, zumind. schätze ich Sie so ein.

    • H.F. (kein Partner)
      30. Juli 2010 10:56

      Das ehrt mich aber fragen sie doch besser den Textanalytiker Renneberg, der sieht mich schon beim Ortner posten.

  9. fosca
    29. Juli 2010 23:18

    An Schulen und Universitäten Vorträge bzw. Vorlesungen halten?
    Na, das wäre ja echt arbeiten für gutes Geld! Da läßt man sich doch lieber "Beraterhonorare" auszahlen, wo niemand weiß für welche Leistung und in welche Kanäle es tatsächlich fließt!
    Da müssen diese Ex-Politiker den Gewerkschaften sogar noch dankbar sein und sich darum kümmern, daß nur ja nix geändert wird, oder?

    • Brigitte Imb
      29. Juli 2010 23:28

      Stellen Sie sich Vorlesungen von z.B. Sinowatz, Klima, Bures, HH, Darabos ....vor. *brrr*

    • fosca
      29. Juli 2010 23:40

      @Brigitte Imb

      Und dann noch vom Cap(perl) = der Abend ist mir verdorben! *huch*

    • Brigitte Imb
      29. Juli 2010 23:49

      fosca,

      oh Gott, so weit wollte ich dieses Vorlesungswesen gedanklich nicht ausdehnen, andrerseits könnt´ma von einem Meischi vielleicht viel lernen.

    • meriva (kein Partner)
      30. Juli 2010 06:46

      Oder von Strache, Winter, Scheuch, Dörfler, Gudenus, Meischberger, Grasser, Krüger, Sickl, Risenkranz, Kickl, Kabas ... -> *kotz*

    • Verzweifler (kein Partner)
      30. Juli 2010 07:18

      Der Faymann hält eine Vorlesung an der Juridischen
      Titel
      "Wie ich durchflog, scheiterte und dennoch Wohnbaustadtrat und Bundeskanzler wude. Ein Leben als letzter Notnagel"
      Ohne meine Partei wäre ich Hilfarbeiter.

    • Kurt22
      30. Juli 2010 12:17

      @Verzweifler: In den 70ern gab es einen Film mit dem Titel "Wie man was wird im Leben ohne sich anzustrengen". Das die schon den Faymann gekannt haben??

  10. Brigitte Imb
  11. Alexander Renneberg
    29. Juli 2010 19:24

    und nochmals off topic

    damit wir wissen mit wem wir es zu tun haben:
    haha......

    h.f. der natürlich nicht unter h.f. bei ortner postet, doch sein haha ist verräterisch.
    anbei seine postings hier und bei ortner, zusammen mit schnabeltierfresser wo sie sich c by h.f. die eier schaukeln.

    H.F.
    28. Juli 2010 11:06
    Haha, der Renneberg behauptet ich hätte meinen Abgang angekündigt und die Imb stellt allen Ernstes fest, dass sich hier niemand gegenseitig beweihräuchert. Das Diskussionsniveau ist natürlich auch ganz arg gestiegen.

    H.F.

    28. Juli 2010 17:38
    Ich habe hier weder meinen Abgang angekündigt noch jemals bei Ortner geposted aber wenn sie das glauben möchten können sie das natürlich gerne tun. Über die Wahnvorstellungen (offenbar lesen sie nichtexistente Postings von mir bei Ortner) würde ich mir allerdings Gedanken machen.

    29. Juli 2010 15:08
    FS 29. Juli 2010, 10:34 | #10 Antwort | Zitat @Schnabeltierfresser

    Haha, ich hatte gerade dieselbe Kopfrechnung angestellt… Also grob gesagt ein 3 Jahresprojekt mit 10 Steuerberatern ohne Reisekosten… großartig

    soso, aus h.f. wird fs....... haha

    • Brigitte Imb
      29. Juli 2010 19:25

      Net amoi ignoriern!

    • Alexander Renneberg
      29. Juli 2010 19:34

      frau imb, es soll nur aufzeigen wie sich leute wie schnabeltierfresser, h.f. erne, meriva, etc. etc. tatsächlich aufführen.
      nicht mehr, nicht weniger :-) und ja, es soll natürlich auch zur belustigung dienen, keine frage ;-)

    • Paige
      29. Juli 2010 19:39

      Soviel ich mich erinnere, wollten Schnabel und der Redaktionsbekannte zum Ortner wechseln. Irgendwie sind die ganz schön masochistisch :-)

    • inside
      29. Juli 2010 19:46

      Schnabel ist schon lange - mehr oder weniger regelmässig - beim Ortner.
      Na und?
      Ortner ist erfrischend kurz, pointiert und immer am Laufenden.

    • Paige
      29. Juli 2010 19:54

      Inside, selbstverständlich ist Ortner auch sehr gut, aber Linke wie H.F. z.B. müssen doch dort schon sehr viel leiden. Ich könnte mir vorstellen, denen geht es so wie mir z.B., wenn Armin Wolf in der ZIB 2 auftritt. Andererseits haben liberale Menschen sicher eine viel höflichere Diskussionskultur. Vielleicht werden sie ja deswegen von diesem Blog so magisch angezogen, weil wir so nett sind? ;-)

    • Samtpfote
      29. Juli 2010 20:28

      Paige

      Ja wir sind ja schon fast die Bussi-Bussi-wertkonservativ-Liberalen. :-)

      (Jetzt habe' ich glaub' ich dem H.F. minerva erne etc. einen 11er aufg'legt) :-)

    • Paige
      29. Juli 2010 20:44

      Samtpfote, NOCH dürfen sie ja nicht rein, aber sie warten schon ganz ungeduldig auf Einlass wie die kleinen Kinder zu Weihnachten auf die Bescherung.. ;-)

    • Undine
      29. Juli 2010 21:01

      @Paige

      Ihr Stil, vor allem Ihre bildhafte Ausdrucksweise entlockt mir immer ein Schmunzeln, vom Inhalt gar nicht zu reden! Ihre Meinung deckt sich meistens mit meiner.
      Wenn ich an Ihre Schilderung des Nicki-Hosenanzugs mit der blodernden Hose denke, muß ich immer noch lachen!

    • meriva (kein Partner)
      30. Juli 2010 06:48

      Blockwarte unter sich.

    • H.F. (kein Partner)
      30. Juli 2010 08:33

      Wow Renneberg ihre brilliante Textanalyse hat mich wohl überführt. Sie haben übrigens schon mehrmals das Wort "und" verwendet, systemfehler auch - ein Zufall?

      Aber bitte meinetwegen will ich gerne jeder sein den sie sich wünschen, ich merke ja wie sehr ihnen das am Herzen liegt. Soll ich ein paar Punkte einfügen damit sie mich für erne halten können?

      Ps: haha

    • Paige
      30. Juli 2010 09:06

      Liebe Undine, Sie übertreiben. Das habe ich nicht verdient. Aber danke, Sie sind mir auch sehr sympathisch...

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      30. Juli 2010 09:06

      JS bei Ortner sind Sie auch. Die Namen sind einfach zu ähnlich.

  12. Alexander Renneberg
    • Samtpfote
      29. Juli 2010 19:20

      Ein Onkel (mittlerweile verstorben)
      Ein Nichterl (mittlerweile nicht mehr bei der HAA)
      usw. u.s.f.

      Österreich ist halt eine grosse Familie ...

    • Brigitte Imb
      29. Juli 2010 19:21

      AR, sehr interessant.

      Komisch, wenn ein Normalbürger einen Politiker brauchen würde ham die nie Zeit, fragt man für sie Unpassendes bekommt man keine Antwort, od. eine andere Frage (s. Schieder:" Lassen Sie mich eine andere Frage stellen"), selbst wenn die ÄK bei der Rudas um einen Termin anfragt, bekommt sie vielleicht in einem 1/2 Jahr einen,.......aber wenn Banken beraten werden müssen , dann eilen soviele Politiker als nur irgendwie möglich herbei.

    • Brigitte Imb
      29. Juli 2010 19:24

      Samtpfote,
      listen wir die uns bekannten Verwandtschaftsverhältnisse der Wr. Rathaussozen auf?

      Dort soll´s ja schon beinahe Dynastien geben.

    • Paige
      29. Juli 2010 19:27

      Ich schätze, das alles ist das Werk vom St. Jörgl, der ja bekanntlich schon 2003 mit Gusenb. spargellisierte. Dass auch Gerhard Berger im Beraterteam war, ist nur das Tüpfelchen auf dem I. Österreich ist ein einziger Sumpf, korrupt, verhabert und immer irgendwie peinlich...

    • Paige
      29. Juli 2010 19:37

      Brigitte, der klassische Nepotistenstadl ist immer noch der ORF...
      Mah, was wir in Österreich beinand haben! Da bräuchten wir schon eine Sintflut, damit das alles weggespült wird :-)

    • Brigitte Imb
      29. Juli 2010 20:02

      Paige

      Und wer glauben Sie würde dann in der Arche sitzen....*heul*

    • Paige
      29. Juli 2010 21:37

      Brigitte, we shall overcome one day - das habe ich 2000 gesungen. Ich hoffe, es kommt bald wieder eine Wende, obwohl ich zugebe, dass ich auch ein wenig mutlos geworden bin. Es sind weit und breit nicht mehr annähernd so engagierte Politiker in Sicht wie in der Schüssel-Ära. Das ist ja vielleicht auch ein Grund, weshalb man auf Grasser so losgeht (und damit die schwarz-blaue Regierung herabwürdigt), damit sich nie wieder so eine große Gegenkraft bildet...

    • Brigitte Imb
      29. Juli 2010 22:33

      Paige,
      ich denke es wird sich über kurz od. lang eine Eigendynamik beim Volk entwickeln, ob diese ganz friedlich sein wird bleibt zu hinterfragen.

      Das Desintertesse an Wahlen steigt, die Unzufriedenheit des Volkes ebenso.

    • meriva (kein Partner)
      30. Juli 2010 07:54

      Bürgerkriegszwangsneurotiker unter sich

    • Undine
      31. Juli 2010 14:40

      Auf jeden Fall ist es, glaube ich, nicht falsch, von ROTER INZUCHT zu reden.

  13. Brigitte Imb
    29. Juli 2010 16:31

    Zum einen, es sollte keiner Berufspolitiker werden dürfen, der nicht einer zivilen Tätigkeit nachgegangen ist. Arbeit in politiknahen Unternehmen, ev. als Einstieg, zähle ich dazu nicht.

    Zum anderen, was denken sich diese Leute dabei, wenn sie von sozialer Gerechtigkeit faseln und dann selbst Bezüge einstecken, für die oftmals keine Gegenleistung zu erkennen ist und die sich in einem Ausmaß gestalten, wofür normal Sterbliche 2 Jahre arbeiten müssen.

    Zu unterscheiden wäre noch, ob das Geld aus einem Privatbetrieb lukriert wird, oder ob die Steuerschatulle dafür herhalten muß, was im Fall HAA geschehen ist, denn Staatshilfe ist ja wohl kaum privat.

    Gibt es eigentlich noch Politiker die wissen was Seriosität ist, od. wie man Staatsmann schreibt? Wohl eher nein.
    Egal in welche Ecke der Politik man schaut, beim Geld einstreifen ist die gesamte politische Farbenpalette vertreten und nicht zu selten bleibt eine unschöne Schmiererei übrig, von der das Volk bruchstückhaft Information erfährt.

    Wurde nicht in der Gusiaera der Begriff "Sozialfighter" kreiert? Die Interpretation scheint ein wenig abseits der ursprünglichen Bedeutung ausgelegt zu sein, denn die Sozialisten "kämpfen" für ihr ureigenstes Interesse und nicht für das der Bürger und sie finden dabei auch nichts Verwerfliches.

    Wie lange wird es noch gut gehen für Politiker, dem Volk Kommunismus "soft" zu oktroyieren, soziale Gerechtigkeit vorzuschwatzen und dabei jede Vorbildfunktion, die Politiker zweifelsohne zu erfüllen hätten, über Bord zu werfen?

    Politiker sind die Raubritter unserer Zeit, die ihre tatsächliche Aufgabe, nämlich FÜR das Volk zu arbeiten, längst abgelegt haben.

  14. Laura R.
    29. Juli 2010 16:28

    Der Werner hat g`sagt, wie er damals gemeinsam mit dem Gusi den Brief an den Onkel Hans geschrieben hat, hat der Gusi schon ang`fangen damit, daß er später in die Privatwirtschaft gehen und richtig Geld machen wird, so wie der Vranitzky und der Clinton, und daß er dann nicht mehr in Moskau den Flughafenboden busserln muß, weil dann muß er kein so Roter mehr sein, der Gusi.

    • terbuan
      29. Juli 2010 17:22

      Ui je, jetzt hast den Gerhard vergessen, den würd ich noch vor den Vrantz reihen!

    • Undine
      29. Juli 2010 20:45

      @Laura R:

      Laura, Laura, Sie wer'n bald Schwierigkeiten krieg'n mit'm Werner, wenn Sie so munter aus dem Nähkasterl plaudern. Des darf doch alles nicht an die Öffentlichkeit dringen, Kindchen! Es war ja schon sooo peinlich, daß des mit'm Bittbrief vom Werner an den Onkel Hans--Gott hab' ihn selig!--aufkommen ist! Ich mein's ja nur gut mit Ihnen, weil'S so hübsch sind und so lernfähig. Schaun'S auf Ihren Posten!

  15. GOP
    29. Juli 2010 15:33

    Es wäre an der Zeit, hier einmal Namen von derzeitigen Politikern zu nennen, welche

    ... absolut unbestechlich sind,
    ... die ganze Arbeitskraft ausschliesslich für das Wohl des Volkes einsetzen,
    ... die dazu nötigen Kenntnisse, Erfahrung und Durchsetzungskraft haben,
    ... nur nach der eigenen Überzeugung - und nicht unbedingt der von ihrer Partei - handeln und schliesslich
    ... eine Vorbild für die meisten Wähler sind.

    Ich kenne niemand.

    • Ernst
      29. Juli 2010 19:15

      Ich kenne

      Dr.Wolfgang Schüssel Dr.Alois Mock

    • SuPa
      29. Juli 2010 20:45

      Ernst, heute 19,15 Uhr:
      diese Personen fallen mir bei der gestellten Frage auch gerade ein, sind aber nicht mehr "am Ruder". Bei den derzeit Agierenden ist vermutlich: Fehlanzeige.

    • protagoras (kein Partner)
    • Waldläufer (kein Partner)
      30. Juli 2010 13:50

      Vaclav Klaus

  16. terbuan
    29. Juli 2010 15:14

    Einige Poster haben heute hier bereits die ganze Malaise treffend beschrieben. Aber wer hat uns das ganze eigentlich eingebrockt, so etwas kommt ja nicht von ganz alleine. Ich behaupte, es waren die echten Siegermächte des 2. Weltkriegs, die USA und die Sowjetunion.
    Sie haben zwar ein unmenschliches System beseitigt, aber neue Ideologien und Gesellschaftsformen implementiert.
    Auf der einen Seite die unsäglichen Segnungen des Sozialismus, denen heute noch von teilweise nicht unbedeutenden mehr oder weniger "demokratischen" Parteien nachgetrauert wird, auf der anderen Seite von der amerikanischen Spaßkultur und deren Verführungskünsten.
    Es ist eine Melange geworden aus Meinungsterror, undemokratischen Strukturen und dem Verfall aller früher geltenden Wertvorstellungen. Es war Maßarbeit für den Niedergang Europas! Wer die Gewinner sind wird sich erst nach dem endgültigen Zusammenbruch herausstellen. Die "Siegermächte" sind ja auch alles andere als gut aufgestellt!

  17. Johann Scheiber
    29. Juli 2010 12:00

    Michael Voslensky hat in einem interessanten Buch das sowjetische Nomenklatur-System beschrieben:

    Demnach waren die Mitglieder der Nomenklatur von hoher Kompetenz im Hinblick auf die intrigante Qualität einen bestimmten Posten zu erreichen, aber völlig inkompetent im Hinblick auf die für den Posten erforderlichen fachlichen und persönlichen Eignungen.

    Weiters war die Nomenklatur ein geschlossenes System. Die Mitglieder konnten zwar degradiert werden, wurden aber nie fallen gelassen. Es wurden ihnen einfach andere Pfründe eröffnet.

    Das Hauptproblem der westlichen Nomenklatur besteht wohl darin, dass deren Protagonisten wissen, dass sie Vorsorge treffen müssen für die Zeit danach.

  18. Reflecting
    29. Juli 2010 11:15

    Ist schon die sogenannte Wirtschaftkrise nur die zwängliche Folge einer anderen extrem schwerwiegenden Krise gewesen, so dürften auch die in „Man steckt ein, man steckt ein“ und anderswo erwähnten Erscheinungen rund um Expolitiker und um so manche in deren unmittelbarem Einflussbereich stehenden Personen nicht untypische Produkte der Zeit sein bzw. gewesen sein.
    Die aktuellen Krisen, wirtschaftliche und gesellschaftliche, sind durch die massive Zurückdrängung altehrwürdiger, auf der Erfahrung von Jahrtausenden beruhender Grundsätze für ein gedeihliches Zusammensein und für gesellschaftlich zuträgliche Verhaltensweisen der Menschen entstanden. Es sind dies die Grundsätze der Rechtschaffenheit, des Anstandes und der Selbstachtung, der Nächstenliebe (nicht der kommerziellen Hilfeindustrie!), der Moral (nicht moralisierender Verbalismus) und der aufrechten Gesinnung.
    Der erwähnte gesellschaftsschädigende Verfall ist in der gegenwärtigen Ära spürbarer als bei den Sterblichen sonst üblich geworden und hat in stetig steigender Weise seine Früchte in jüngerer Zeit zur Vollreife gebracht; bei Betrachtung des status quo ist auch eine Überreife vorstellbar. Es regieren exzessiver Materialismus in allen seinen Ausprägungen, Habsucht, Gier, sinnloser Wachstumsfetischismus, Rücksichtslosigkeit, Betrügereien, Veruntreuung, unverantwortliche Werbemethoden, eine Kultur des Abzockens, des Aussackelns usw. Wenn man die in einem alten Wörterbuch gefundene Definition für Habsucht (Habsucht ist die heftige und anhaltende unordentliche Begierde, zeitliches Vermögen zu haben und zu besitzen.“) heranzieht, könnte man auch von Jahrzehnten der Habsuchtkultur sprechen. Die Folgen sind uns ja nicht unbekannt. Und ein Blick in die Zukunft versprüht keinen Optimismus oder zumindest Hoffnung auf Besserung.

  19. realist
    29. Juli 2010 11:11

    In diesem Zusammenhang ist die Causa Androsch, der von den Medien immer als Vorbild und "Experte" gehadelt wir, zu erwähnen.
    LG Realist

  20. Josef Maierhofer
    29. Juli 2010 10:24

    Keine Beratung, keine Tätigkeit im Rahmen des Gesetzes ist unerlaubt.

    Es hängt immer von der Qualifikation und von der Gegenleistung ab.

    Das Beispiel mit Flöttl zeigt eine unqualifizierte Gegenleistung, eigentlich inferior und Betrug, wegen Verletzung über die Hälfte des wahren Wertes.

    Weitere 'Beratungen' stehen unter dem Verdacht des Ausplauderns von vertraulichem Inhalt, von Amtsgeheimnissen. Das ist oft so offensichtlich, dass man von offenem Vetrtrauensbruch reden müsste.

    Dieser Vertrauensbruch trifft leider oft auch im normalen politischen, im lobbytechnischen und im Medienverkehr zu, unter dem Mantel der Immunität.

    Der Anregung Sperrfrist von Dr. Unterberger kann ich was abgewinnen, ist sie doch in der Wirtschaft üblich. In der Wirtschaft ist die Sperrfrist in der Regel unbezahlt, und das hat sie gefälligst auch in der Politik zu sein.

    Nur der de facto fest installierten Korruption zwischen Lobbies und Politik und der zugehörigen Beinfussung, bzw. 'Befruchtung' wird wohl nie ein Riegel vorgeschoben werden können, wie die Geschichte lehrt.

    Wir müssen eben damit leben, dass es sich einige richten auf Kosten der anderen.

    Als Moralapostel gehöre ich zu den 'anderen'.

    • Dr. Peter Krasa
      29. Juli 2010 11:39

      "Keine Beratung, keine Tätigkeit im Rahmen des Gesetzes ist unerlaubt."

      Dagegen ist kaum etwas zu sagen; aber nicht alles, was erlaubt (weil nicht unerlaubt) ist, ist auch honorig oder, von mir aus, anständig.
      Aber um heutzutage solchen Verhaltenskategorien Gewicht zu verschaffen, müsste wohl ein Code of Conduct mit entsprechenden Richtlinien her. Diese Notwendigkeit zeigt bereits, dass das persönliche Gefühl für "was man nicht macht" und "was man machen kann" in der Politik verloren gegangen ist. Ganz abgesehen davon, dass ein solcher Code wohl von Betroffenen sowohl formuliert, als auch administriert würde ...

      MfG
      P.K.

    • Josef Maierhofer
      29. Juli 2010 11:49

      @ Dr. Peter Krasa

      Dass man so einen 'Code of Conduct' überhaupt benötigt, ist an sich schon eine Gewissensfrage, die sich so viele nie stellen, die ein normaler Mensch mit Gewissen aber immer richtig beantwortert.

      Sie schreiben richtig, dass die Anständigen so selten geworden sind, dass man ein Gestz dafür braucht.

    • Brigitte Imb
      29. Juli 2010 17:03

      Jaja, die Korruptionsstaatsanwaltschaft kommt mit der Arbeit nicht nach.

      Welch ein Sittenbild!

  21. Kurt22
    29. Juli 2010 09:50

    Ex-Politiker an der Uni? Und wenn er dann von irgendeiner vorlauten Rotznase (natürlich so ein böser Rechter) eine Frage zur Schuldenpolitik der letzten Jahrzehnte bekommt, welchen Fluchtweg kann er dann benutzen?

    • W. Mandl
      29. Juli 2010 10:33

      Ein Feymann ohne Matura als Vortragender an der Universität ...?

    • Johann Scheiber
      29. Juli 2010 11:42

      @Mandl

      Es gibt viele Menschen ohne Matura, die an einer Universität mehr zu bieten hätten als so mancher habilitierte Wappler.
      In diesem speziellen Fall haben sie aber wohl recht.

    • Axel L.
      29. Juli 2010 14:56

      Also Matura hat schon unser Herr BK - aber halt kein Studium ...

    • Brigitte Imb
      29. Juli 2010 17:07

      Eine Bekannte v. mir behauptet nein, sie hätte in einem Interview mit Faymann vernommen, dass er die Hauptschule besucht hat.

    • Freier Benutzername
      29. Juli 2010 18:08

      Laut seiner Website (ich muss heute besonders masochistisch sein) hat er ein Gymnasium im 15. Bezirk besucht: http://www.werner-faymann.at/page.php?P=102887

    • Brigitte Imb
      29. Juli 2010 19:49

      Lustig, ich hab´mir nämlich einmal den Spaß gemacht und im BKAmt nachgefragt, ob, wo und wann, unser Hr. BK maturiert hat, denn in seinem Lebenslauf sei dies nicht erwähnt.

    • Freier Benutzername
      30. Juli 2010 00:21

      Brigitte Imb:

      Und, haben Sie eine Antwort bekommen?

    • Brigitte Imb
      30. Juli 2010 00:39

      Freier Benutzername

      Ja, binnen einer Woche. 1978 - 1150 Wien, Henriettenplatz 6

    • Freier Benutzername
      30. Juli 2010 08:05

      Na dann.. :-)

  22. Graf Berge von Grips
    29. Juli 2010 09:31

    Faymann an einer Uni, ich kann mich vor Lachen kaum halten
    Was hätte er dort vor, was würde er gestalten?
    Ich seh' ihn schon grinsend sitzen, lauschend zu Füssen
    von ca.1000 Erstsemestlern, die ihm alles erklären müssen.

  23. Ritter vom Kapall
    29. Juli 2010 09:29

    Das ist doch wie im alten Rom: Da waren die Konsules nach ihrer Amtszeit auch Statthalter in den Provinzen und konnten die eigenen Finanzen in Ordnung zu bringen ...

    • Martin Bauer
      29. Juli 2010 09:33

      ... und ein Weltreich gründen!
      Na, da steht uns ja noch einiges bevor :-)

      14cmartinbauer@aon.at

    • W. Mandl
      29. Juli 2010 10:43

      Na ja, hat in der damaligen Zeit schon eine gewisse Berechtigung gehabt. Die Römischen Politiker hatten in ihrer Amtszeit hohe Kosten, aber kein von der res publica bezahltes Einkommen. Also mussten sie schon vor ihrem Amtsantritt reich sein und konnten sich erst nach ihrer Amtszeit als Proconsules wieder finanziell sanieren.

      Man sollte heutzutage Politiker angemessen bezahlen, sonst bekommt man eine negative Auslese oder proconsulartige Verhältnisse.

  24. Freier Benutzername
    29. Juli 2010 09:12

    Das Deprimierende an der Sache ist ja, daß man es nicht einmal (mehr) an irgendeiner bestimmten Partei, Organisation etc. festmachen kann. Zwar gibt es Schafe, die scheinbar schwärzer sind als andere, aber mittlerweile ertappe ich mich wirklich schon dabei, alle Politiker, Ex-Politiker und verwandtes Gelichter unter Generalverdacht zu stellen. Das ist frustrierend!

    • Josef Maierhofer
      29. Juli 2010 10:27

      Mit dem Ertappen sind Sie nicht alleine.

    • terbuan
      29. Juli 2010 10:34

      Richtig, alles ein Bund Hadern und kein Silberstreif am Horizont. Im Gegenteil, die wenigen Lichtgestalten ziehen sich immer öfter resignierend zurück.

    • Samtpfote
      29. Juli 2010 10:39

      terbuan

      ... und die da wären?

  25. Der kleine Nick
    29. Juli 2010 09:07

    In der Tat verblüffend, wie ein mäßig erfolgreicher Ex-Bundeskanzler, der für ein paar dubiose Beratungstelephonate 1.000.000 Schilling kassiert hat, von vielen Journalisten und sonstigen Parteifreunden noch heute als honoriger und über jeden Verdacht erhabener Staatsmann dargestellt wird! Der Mann dürfte mit einem Glassturz im Bunde sein ...

    • Alexander Renneberg
      29. Juli 2010 09:11

      oder mit einer gruppe durchaus einflussreicher menschen, ohne hier verschwörungsgeschichten zu posten....

    • terbuan
      29. Juli 2010 10:29

      Tippe eher auf letzteres und seine Leichen hat er gut in seinem Keller vergraben.
      Tja, von den vielen, zu "höheren Weihen" gekommenen Ex-Androsch-Sekretären hat er noch ziemlich das beste Los gezogen!

    • Undine
      29. Juli 2010 15:50

      @terbuan

      Das muß aber ein ziemlich großer Keller sein!

      Auf die Frage, was er denn so in der Pension treiben werde, antwortete besagter Herr, er werde seine Weinflaschen im Keller zählen. Das hörte sich an, als sei er damit für längere Zeit sehr beschäftigt. Und dann noch die Leichen...:-)

  26. terbuan
    29. Juli 2010 09:03

    Das sind doch alles Selbstläufer wo sich die Interessen decken.
    Ob Vranitzky, Gusenbauer oder Schröder, die Altpolitiker werden von den Firmen gerne angeheuert um ihre Netzwerke zu nutzen und den Gesuchten ist fad nach dem Verlust von Macht und Einfluß und sie nehmen natürlich gerne solche mehr oder weniger lukrativen Angebote an.
    Natürlich wären diesbezügliche gesetzliche Einschränkungen wünschenswert, aber welcher Politiker und welche Partei legt sich schon gerne selbst Fesseln an?

  27. Paige
    29. Juli 2010 07:14

    Aber wehe, man hätte Grasser soetwas je nachweisen können. Den hätten sie gelyncht - zumind. verbal, unsere lieben linken Einheitsmedien. Der ORF hat gestern zwar von dem Honorar an Gusenbauer berichtet, aber wiederholte Male betont: Das war NACH seiner politischen Laufbahn und diese Beratung wäre nichts Unerlaubtes gewesen. Gleich im Anschluss kam ein Verweis, dass man in der ZIB 2 neues Material gegen Grasser habe.

    Diese 60.000 Euro für Gusi regen mich ja schon weniger auf (von Lucona bis Bawag ist viel Ärgeres passiert, was auch alles verniedlicht und vertuscht werden konnte), als die Tatsache, wie einseitig manipulativ unsere Medien sind.

    • Alexander Renneberg
      29. Juli 2010 08:42

      beim grasser ist das wie ein beißreflex......
      die sozialisten & grünen lassen ihrem hass freien lauf.....

      tatsächlich muss man aber sagen, dass, auch wenn garsser nichts nachzuweisen ist, die optik allerdings keine gute ist.
      hochegger, plech & meischberger würde ich nicht auf die seite der guten zählen.

    • Paige
      29. Juli 2010 09:21

      Die Freunderln rund um Grasser halte ich auch für dubios (allerdings im Bereich des Üblichen - Grasser hat Beziehungen gesammelt. Ich schließe nicht aus, dass er manchem ein "Geschäft" zukommen hat lassen), aber ich denke nach wie vor, dass er selbst nichts genommen hat. Das hätte man längst herausgefunden nach dem Dauerfeuer auf seine Person, das nun schon seit 2003 andauert.

    • Kurt22
      29. Juli 2010 09:59

      @Paige: vor Allem sind die Berträge ein Lercherl gegenüber den Geldern, die die Roten schon verschoben, verteilt usw. haben. Kürzlich war zu lesen, das "Wien-Energie" irgendein Festl nicht mehr sponsert, da ist doch ganz großzügig die Gemeinde Wien eingesprungen. Die beiden haben ja rein gar nichts miteinander zu tun.
      Apropos Wien: Wäre interessant, wieviel uns die ganzen sinnlosen Aktionen der Frau Sima schon gekostet haben, Sie wissen schon, Plakataktionen und Taferln "Sackerl fürs Gackerl", welche von den Grünen so geschmackvoll in eine Anti-Österreich-Kampagne eingebaut wurde.

    • brechstange
      29. Juli 2010 10:08

      Diese Vorverurteilungen sind eigentlich schon ein Graus. Niemand setzt sich dafür ein, die Justiz mit gut ausgebildeten Leuten zu besetzen, alle sprechen nur von Einflussnahme der Justiz. Das ist inzwischen für die Grünen und Roten selbstentlarvend.
      Ob der Ramprecht die Wahrheit sagt, davon bin ich seit dem letzten ORF-Interview nicht mehr überzeugt. Das wird eine unabhängige freie JUstiz hoffentlich noch ordentlich prüfen.
      Außerdem sollten sich Verleumder heraustellen, hoffe ich, dass dies nicht als künstlerische Freiheit durchgeht.

    • diko
      29. Juli 2010 10:16

      In Bezug auf Medien, ganz allgemein, hege ich die Vermutung, dass eine Kariere heutzutage in diesen Bereichen nur noch bei augenfälliger links- u. grüngefälliger Gesinnung möglich ist.
      Als Belohnung fließen dann auch „Zuwendungen“ wie einst, vor langer, langer Zeit im Baugewerbe. - Welche Alternative gibt es denn für ein Unternehmen, wenn z.B. bei Auslandsaufträgen, sich Bedenkenträger um den letzten Regenwald, an Fabrikstore ketten ? Welche Handhabe hat man heutzutage gegenüber Störenfriede, die ihre Mitmenschen in ihrer Arbeit und Dasein behindern. ? Außer man zahlt ? Diese Schutzgelder werden dann , zum Unterschied der Schmiergelder- (mit hohen Strafen für Geber, wie für Nehmer bedroht,) - steuerlich voll absetzbar, als Spenden und Preisgelder deklariert, - mit der einzigen Gegenleistung: halt Ruhe zu geben und ihre Störtrupps (verständnisvoll und verharmlosend im ORF als Aktivisten und „sie fürchten um . . . . , wollen nur Aufmerksam machen “ . . . , genannt) abzuziehen .
      Auch aus der Tageszeitung: „ Presse “ ist mir ein, als Lokalredakteur, ( im Buch : „150 Jahre Presse “ als solcher kund getan), in Erinnerung. Damals ging es vorwiegend gegen die Shell, Kraftwerksbauten und Straßen, welcher zusätzlich zu seinem Redakteursgehalt einen solchen, besonders (Lohn - ) steuergünstigen, Umweltpreis für sein treues grünes Propaganda - Schreiben entgegennehmen durfte. Als derselbe dann, bei der realen Katastrophe des Tsunamis, auf Seite 1 der Presse schrieb, auch in Wien könnte solches passieren und man solle nicht nach Thailand spenden, - die brauchen unsere Hilfe nicht, - kündigte ich mein über Jahrzehnte laufendes Abonnement.

    • Reflecting
      29. Juli 2010 11:21

      Wiederbelebung und Vollziehung der "damnatio memoriae"?

    • Dr. Peter Krasa
      29. Juli 2010 11:46

      Man sagt zwar Grasser, meint aber FPÖ; siehe z.B. "heute" von heute. Cui bono? (Stehen etwa Wahlen bevor und fürchtet sich jemand davor?)

      MfG
      P.K.

  28. Gerhard Pascher
    29. Juli 2010 06:40

    Offener Brief an den GÖD-Chef Neugebauer:

    Lieber Fritz,
    (so darf ich doch schreiben, da ich Sie nun schon viele Jahre kenne, oder?).

    Sie haben Ihr ganzes Leben lang sich mit voller Kraft im Rahmen von ÖAAB, GÖD und nun auch als 2. NR-Präsident für die "Koalleginnen und Koallegn" eingesetzt, deren "wohlverdienten Rechte" mit Krallen verteidigt und dazu beigetragen, dass "alles beim alten" bleibt. Als guter Kenner des Werkstoffes Beton haben Sie sich damit schon Lebzeiten ein Denkmal gesetzt.

    Nun feiern Sie bald Ihren 66. Geburtstag, wäre es da nicht an der Zeit, den Lebensabend ausschliesslich mit Ihrer Familie und Ihren Hobbies zu verbringen? Bitte wagen Sie diesen unüblichen Schritt und lassen Sie an Ihren Funktionen nun junge und unverbrauchte Leute heran, welche mit neuen Ideen und Eifer die Herausforderungen unserer Zeit erkennen und brauchbare Lösungen ermöglichen. Denn heute sollte nicht mehr in Ämtern verwaltet werden. Wir befinden uns doch im Zeitalter der Dienstleistung, wo alle Staatsdiener doch als oberste Priorität das Service an den Bürgern und Schülern stellen müssen. Diese jüngere Generation - also Ihre Nachfolger - werden sicher Ihre bisherige Arbeit in Ehre gedenken, aber wollen nun aber nicht mehr im alten Trott weiterwursteln.
    Also, was hindert Sie noch daran, "Nägel mit Köpfen" zu machen?

    Ich habe noch eine kleine Bitte:
    Bitte arbeiten Sie aber in Ihrer Pension nicht als Berater, Lobbyist, Konsulent, Coach usw., wie es manche Ihrer Ex-Kollegen tun.

    Ihr
    Gerhard Pascher

  29. SuPa
    29. Juli 2010 06:10

    War dies der Traum des AU und anderer Blogteilnehmer von der vergangenen Nacht, wo alle diese guten Wünsche vorgekommen sind? Nun sind wir aber alle wieder aufgewacht und stellen fest, dass der Ist-Zustand weiter so bleiben wird wie bisher.

    Die Hauptgründe für das beschriebene Verhalten der Expolitiker liegt m.E. darin, dass
    1. die Leute großteils aus der Verwaltung kommen, dorthin nicht mehr zurückkehren wollen,
    2. die heutigen politischen Entscheidungen fast immer von Lobbyisten und Großfirmen beeinflusst werden, da entsteht eben ein gutes Naheverhältnis zu diesen Stellen,
    3. diese Leute nach dem Ausscheiden aus der Politik weiterhin in diesem lukrativen System arbeiten möchten, auch wenn sie nun die Seiten wechseln. Durch dieses Netzwerk an persönlichen Beziehungen fühlen sich begünstigte Personen und Firmen oft zur Dankbarkeit verpflichtet, vorwiegend erwarten sich die neuen Auftraggeber aber weitere Einflussnahme der Expolitiker durch deren guten Verbindungen zu den neuen Machthabern.

    So wie ein Minister bei Amtsantritt alle seine alten Berufsverbindungen beenden muss, sollte es auch eine Vertragsklausel geben, wo nach dem Ausscheiden aus der Politik für eine befristete Zeit keine Arbeiten im Zusammenhang mit seiner früheren politischen Tätigkeit möglich ist. Natürlich muss diese Art Berufsverbot auch entsprechend abgegolten werden.

    • Anton Volpini
      29. Juli 2010 09:13

      Dr. Unterberger und Hr. Schellhorn haben das gleiche geträumt. Sind wir schon so gleichgeschaltet?? :)

    • brechstange
      29. Juli 2010 10:41

      @Volpini
      Nur dass für den Schellhorn 1 Jahr reicht und bei AU 5 Jahre cooling-off angemessen erscheinen.
      Für Cooling-off bin ich für die 5 Jahre des AUs.

    • Anton Volpini
      29. Juli 2010 13:57

      brechstange
      Dazu hat heute im Mittagsjournal der BK aD Vranizky fogendes von sich gegeben:
      "Die Wirtschaft wünscht sich "taufrische" Politiker...."

    • Brigitte Imb
      29. Juli 2010 17:16

      ...die sie nach ihren Wünschen erziehen können.

    • brechstange
      30. Juli 2010 00:03

      "taufrisch" heißt dann korrupt? Das sich der Vranitzky das noch sagen traut, die sind sich schon sehr sicher.





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