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Die oberen Zehntausend und wir

Eigentlich sollte man glauben, dass solche Äußerungen sommerliche Dreitagesfliegen sind, die rasch wieder eingehen. Aber bei dieser Regierung sollte man nicht so sicher sein, ob nicht am Schluss all ihre grauslichen Steuererhöhungspläne Wirklichkeit werden. Wie etwa die jüngsten SPÖ-Phantasien von einer Reichensteuer.

Im parteipolitischen Sandkastenspiel sind solche Vorschläge ja eh ok: Niemand fühlt sich den obersten Zehntausend zugehörig, von denen der SPÖ-Sekretär Günther Kräuter despektierlich redet. Daher kann man mit solchen Ideen in Zeiten der Nachrichtenflaute leicht und billig Stimmung machen. Und den Koalitionspartner zum bösen Lakaien der obersten Zehntausend stempeln, wenn der nicht gleich begeistert zustimmt.

Überdies sind die SPÖ-Vorschläge so verwirrend und widersprüchlich, dass man dahinter außer der Produktion von Sommer-Schlagzeilen kein wirkliches Konzept vermuten kann. So will Kräuter alle Steuersätze für die Besserverdiener durch einen Solidarzuschlag um fünf Prozent erhöhen; andere Sozialdemokraten wiederum sprechen "nur" von einer Erhöhung des Spitzeneinkommensteuersatzes (derzeit 50 Prozent und bei Arbeitnehmern 43 Prozent) bei einem Jahreseinkommen von 300.000 Euro auf 55 Prozent; die oberösterreichischen Sozialdemokraten wiederum wollen gleich gar auf 60 Prozent erhöhen; dann heißt es wieder bei Kräuter, dass man den obersten 10.000 künftig alljährlich 1,7 Milliarden Euro abknöpfen werde.

Das scheint auch auf einer Linie mit den deutschen Sozialdemokraten zu liegen, die - freilich in der realpolitisch ungefährlichen Oppositionsrolle - ebenfalls den Spitzensteuersatz erhöhen wollen. Freilich tun sie das in ganz anderen Regionen: Sie wollen den Steuersatz auf bloße 49 Prozent erhöhen, sie bleiben damit also noch immer unter dem schon jetzt geltenden österreichischen Prozentsatz!

Niemand sollte sich angesichts solcher Ideen wundern, wenn die österreichische Wirtschaft derzeit wieder deutlich hinter der sich erstaunlich schnell erholenden deutschen hinterherhinkt (unter Schwarz-Orange haben die deutschen noch neidvoll nach Österreich geblickt!). Und wenn für gutverdienende Leistungsträger Österreich immer weniger attraktiv wird. Solches Politikergerede hat ja immer schon prophylaktisch einschüchternde Wirkung - selbst wenn dann nichts davon verwirklicht würde.

Noch eine zweite Selbsttäuschung wäre gefährlich: nämlich sich zurückzulehnen und zu sagen: Das trifft ja eh nicht mich. Das aber ist ein Irrtum. Aus mehreren Gründen.

Erstens und vor allem: Alle Erfahrung zeigt uns, dass Einkommensteuersätze, die bei ihrer Einführung weit entfernt schienen, binnen weniger Jahre auch jene treffen, die sich ursprünglich über die Schröpfung der Reichen freuten. In Zeiten einer sich mutmaßlich beschleunigenden Inflation geschieht dieser Prozess mit zusätzlichem Tempo. Daher werden auch die derzeit so utopischen 300.000 Euro bald gar nicht mehr so utopisch sein.

Man bedenke nur, dass man in Österreich schon ab einem Jahreseinkommen von 10.000 Euro plötzlich mehr als 38 Prozent Einkommensteuer zahlt. Und ab 25.000 Euro mehr als 43 Prozent. Dazu kommt noch die saftige Sozialversicherung (scheinbar "nur" 18 Prozent, in Wahrheit bei Unselbständigen fast 40 Prozent). Auch diese Einkommenshöhen waren einst nur die einer kleinen Minderheit.

Zweitens: Gerade die Spitzenverdiener (Künstler, Sportler, Topmanager) werden sich in vielen Fällen gegen eine zusätzliche Gier des Fiskus zu wehren wissen. Sie werden oft übersideln oder sonstwie versuchen, im Ausland zu versteuern; oder sie werden viel zusätzliche Mühe in die Entwicklung von Umgehungskonstruktionen investieren. Oder sie werden einfach Aufträge ablehnen: "Das zahlt sich wegen der Steuer nicht aus für mich". Ein Argument, das man ja jetzt schon oft genug hört. Alles führt dazu, dass in Summe weniger in der Staatskasse landet als vorher. Von Kräuters Milchmädcheneinnahmenrechnung gar nicht zu reden.

Und drittens: Gerade die Spitzenverdiener sind auch die Investoren und Big spender, die jedes Land so dringend braucht. Brutal gefragt: Sollen nur noch Russen die Juweliere, Luxushotels und Nobelrestaurants am Leben halten? Sollen in Österreich nie Vermögen entstehen dürfen, die dann wie in Amerika regelmäßig in großen wohltätigen Stiftungen münden?

Durchaus verständlich, dass man die Reichen nicht mag. Aber dumm (Kräuter eben), wenn man sie aus simplem Neid zu vertreiben beginnt.

Genauso dumm ist aber auch, dass die Regierung im koalitionären Konsens jetzt die allerwichtigste Investorengruppe der Nation mit ihrem Sparpaket doppelt treffen will: nämlich die Familien mit Kindern. Diese werden nicht nur durch die allgemeinen Steuererhöhungen und sonstigen Belastungen getroffen, sondern doppelt durch eine drastische Kürzung der Familienleistungen.

Die kultur- und leistungsorientierte Erziehung von Kindern ist aber überhaupt die wichtigste Zukunftsinvestition. Auch wenn das derzeit weder Industriellenvereinigung noch Wirtschaftskammer begreifen. Aber die Leistungsträger der Zukunft sind für unser künftiges Wirtschaftswachstum  zweifellos noch viel wichtiger als etwa die Forschungsaufgaben, für welche die Wirtschaft so heftig kämpft. Davon, dass Forschung in Österreich auch Geldverschwendung für Politologenschwampf und Ähnliches bedeutet, wollen wir ja gar nicht reden.

Statt dass man die Familiengelder zielorientiert macht, werden sie brutal mit dem Rasenmäher gekürzt werden. Zielorientiert hieße etwa, dass die Gelder bei Kindergarten- oder Schulschwänzen, bei (trotz Kursangeboten) schlechten Deutschkenntnissen von schon seit Jahren im Lande befindlichen Kindern, bei Übergewicht oder bei Fernhalten der Mädchen von Sport und einer (von den Lehrern empfohlenen) höheren Erziehung kräftig gekürzt werden.

Übrigens: Die einzigen Gutverdiener, die nicht ausweichen können, hat Silvio Berlusconi nun in Italien im Visier: Er kürzt allen 955 Abgeordneten das Gehalt um zehn Prozent. Das ist sicher zehnmal schlauer als Steuerpolitik a la Kräuter. Wie überhaupt Berlusconi derzeit in Sachen Sanierung extrem effizient, fast vorbildlich agiert (weshalb man ihm fast seine sonstigen Gaunereien vergessen könnte).

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorIntellekto
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juli 2010 18:06

    WIDERLICH! 50%der Menschen in diesem Staat zahlen überhaupt keine Stern,keine Soz-Vers.-Beiträge. Die,die jetzt schon alles tragen sollen noch mehr für Flwiß und Tüchtigkeit bestraft werden. Ist DAS wirklich gerecht;Noch dazu wenn alle Nichtzahler bei der Wahl genauso eine Stimme hat,wie einer der 6-stellige Steuern bezahlt??? Im alten Griechenland,wo die wirkliche Demokratie und nicht die Proletarierdiktatur erfunden wurde war Müßiggang strafbar.
    Konrad Adenauer sagte:"Das einzige was die Sozis können,ist wegnehmen"

  2. Ausgezeichneter KommentatorKurt22
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juli 2010 15:22

    Ich glaube, der Hintergrund dieser Gier nach neuen Steuern liegt darin, daß nur derjenige, der den bildungsfernen Schichten den permanent wachsenden Wohlstand trotz Leistungsverweigerung verspricht, bei Wahlen erfolgreich ist. Also: Ich nehme denen, die mich sowieso nicht wählen (Alle können ja nicht auskommen), und gib meinem Klientel, schiebe alles auf die Krise, und behalte meine Ämter.
    Und die ÖVP steht wieder einmal da, schweigt, und wartet, statt sich einmal zu besinnen, wen sie als Partei einmal vertreten hat!

  3. Ausgezeichneter KommentatorM.U. Shrooms
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2010 15:58

    Alle Angestellten sollten ihr Gehalt brutto ausbezahlt bekommen und dann - wie alle Selbständigen - ihre Steuern und Gebühren selbst einzahlen. Wenn dann jemand von einem Kleineinkommen mit 2.500 Euro im selben Monat die Hälfte mit zahlreichen Zahlscheinen selber wieder zur Bank bringt, dann schafft das in kürzester Zeit für jeden Klarheit.

  4. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juli 2010 12:22

    Sehr richtig, die kalte Progression hängt tatsächlich wie ein Damoklesschwert über uns allen.

    Übrigens zahlen auch Arbeitnehmer 50 % Spitzensteuersatz bei der Lohnsteuer, ab 50.000 Euro Jahreseinkommen. Aber nicht nur aus ureigenstem Interesse ist von einer Erhöhung abzusehen und viel mehr eine Senkung anzudenken – Ungarn will sogar die flat tax einführen - sondern auch, weil sonst in Zukunft von den Spitzen-Leistern niemand mehr die SPÖ wählen wird oder sonst eine Partei, die werden nämlich mit den Füßen abstimmen. Die Sozialisten bemühen sich um die Vertreibung der letzten Leistungswilligen redlich.

    Pröll soll ein Machtwort sprechen und dem ganzen Zirkus der SPÖ ein Ende machen: Nein, es wird keine Reichensteuer gemacht und basta. Pröll hat doch auch bei der Gesamtschule nein sagen können, warum tut er es nicht auch in seinem ureigensten Bereich? Er ist doch Finanzminister.

  5. Ausgezeichneter KommentatorDer kleine Nick
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juli 2010 10:01

    Ein "Hoch!" auf jeden Politiker, der schon einmal außerhalb von Parteiapparaten, Zwangsmitgliedschaftskammern und politisch durchseuchten Unternehmen einer Erwerbsarbeit nachgegangen ist! Wenn man die Steuerreform bloß in die Hände solcher, außerdem am Gemeinwohl orientierter und mutiger Politiker legen könnte! Aber was tun derweil UHBK, UHVK und der Herr Kräuter???

  6. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juli 2010 13:06

    Niemand sollte sich angesichts solcher Ideen wundern, wenn die österreichische Wirtschaft derzeit wieder deutlich hinter der sich erstaunlich schnell erholenden deutschen hinterherhinkt.


    Schauen wir mal genauer, zu unserem Nachbarn nach Deutschland. Dort hat es statt Geschwafel um Steuererhöhungen ein Sparpaket gegeben, das auch Einschnitten auch für Hartz-4-Empfänger vorsieht. Ein „Solidaritätsbeitrag“ – allein dieser beschönigende Ausdruck für Reichensteuer – wurde zwar von den linksgerichteten Parteien moniert – diese sind aber nicht in der Regierung, demzufolge könnens reden was wollen. Jedenfalls wurde ein solcher Solidaritätszuschlag nicht eingeführt.

    Im Frühling hat Deutschland einen formidablen Wirtschaftsaufschwung hingelegt, das wurde diese Woche auch vom Ifo-Index dokumentiert, der Geschäftsklimaindex stieg überraschenderweise um 4,4 auf 106,2 Punkte, die Bundesregierung kann sich über Milliarden Steuermehreinnahmen freuen.

    Bei uns dagegen wird kein Sparpaket in Angriff genommen, sondern das Gruseln auf Nach-Halloween verschoben. Jedes Anzeichen eines Wirtchaftsaufschwungs wird durch das stete Einfordern von noch mehr Steuern wie Reichensteuer und Grundsteuer zunichte gemacht. Dagegen kann sich Merkel mindestens zugute halten, dass sie den Wirtschaftsaufschwung nicht behindert hat.

    Deutschland kann mittlerweile als großes Vorbild dienen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juli 2010 13:02

    Ihr letzter Absatz, Herr Dr. Unterberger, hat es mir angetan.

    Wir haben die Möglichkeit, entweder die Politik samt Föderalismus zu halbieren (wäre richtig) oder wir lassen den pompösen politischen Überbau und zahlen nur noch die Hälfte dafür.

    Wir haben die Möglichkeit, alle Privilegien abzuschaffen, auch Pragmatisierung.

    Wir haben die Möglichkeit die Verwaltung zu halbieren (wäre richtig), oder die Verwaltungsblase so überdimensional zu lassen um den halben Preis.

    Wir haben die Möglichkeit mit einem Federstrich auch die ÖBB wieder zum Volk zurück zu holen und die arbeiten dann auch bis 65, bekommen auch normale, berufsadäquate Gehälter und Pensionen, sie sind letztendlich ja auch nichts besseres als alle anderen auch.

    Wir haben die Möglichkeit ein einheitliches staatliches Pensionssystem zu errichten, in das alle gleich viel einzahlen und auch gleich viel herausbekommen. Das hätte auch den Nebeneffekt einer sparsamen und einfachen Pensionsverwaltung.

    Wir haben die Möglichkeit, ab gewissen IST-Pensionshöhen Solidarbeiträge einzuheben.

    Wir haben die Möglichkeit, Einkommensteuerstufen oben dazu zu addieren, wobei ich die 300 000,- EURO inflationsgebunden sehen würde, sodass die Inflationsspirale die Menschen, nicht in diese Zone treiben kann. Ich habe aber den Verdacht, dass da in dieser Zone nicht allzu viel zu holen sein wird.

    Das meiste ist sicher der Abbau der Privilegienwirtschaft und die Halbierung von Föderalismus, Politik und Verwaltung.

    Wir haben die Möglichkeit verzichtbare Fördermassnahmen aufzugeben und nur sinnvoll notwendige zu lassen.

    Wir haben die Möglichkeit übers Transferkonto die Sozialleistungen zu checken und zu korrigieren.

    Wir haben die Möglichkeit zu sagen, dass Langzeit-Arbeitslose Tätigkeiten neben der Jobsuche auszuführen hätten, die die Sozialhilfe decken. Letztlich soll jeder mindestens so viel arbeiten, wie seine Mindestsicherung beträgt.

    Letztlich haben wir auch die Möglichkeit öffentlich zu diskutieren und das mit den betroffenen Gruppen.

    Wenn Dr. Unterberger die präkäre Situation der Familien anführt, so wäre das ein Knackpunkt für die heutige Politik, das im Sinne der Familien zu lösen, nämlich entweder hohe Steuerabschläge pro Kind oder hohe Steuerförderung pro Kind.

    Leicht wird das sicher nicht werden, eine korrekte Lösung zum Sparen zu finden.

    Alle anderen Hilfsmittel, die was bringen hätten können, wie Arbeit, wie Kapital, wie Eigenverantwortlichkeit, wie Fleiss, wie Motivation, etc. sind uns mehrheitlich ja nicht mehr zur Verfügung, ins Ausland verschoben (Arbeit, Kapital), verloren gegangen (Motivation, Eigenverantwortlichkeit, Fleiss, ...) und müssen mehrheitlich ja erst wieder mühsam erlernt werden. Es wäre dies Aufgabe der politischen Parteien, die hauptsächlich für diesen Verfall verantwortlich sind, daran zu arbeiten, dass die Menschen wieder sparen lernen, arbeiten lernen, eigenständig denken lernen, etc.

    Dazu würde es der Wahrheit bedürfen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorM.U. Shrooms
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2010 15:58

    Alle Angestellten sollten ihr Gehalt brutto ausbezahlt bekommen und dann - wie alle Selbständigen - ihre Steuern und Gebühren selbst einzahlen. Wenn dann jemand von einem Kleineinkommen mit 2.500 Euro im selben Monat die Hälfte mit zahlreichen Zahlscheinen selber wieder zur Bank bringt, dann schafft das in kürzester Zeit für jeden Klarheit.


alle Kommentare

  1. Aron Sperber (kein Partner)
    26. Juli 2010 15:11

    traurig, dass nicht einmal einem Andreas Unterberger in den Sinn kommen würde, zu hinterfragen, ob nicht viele von Berlusconis “Gaunereien” schlicht und einfach Propaganda-Geschichten derjenigen sein könnten, die nicht mit der - von Unterberger als richtig bewerteten - Politik Berlusconis einverstanden sind:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2010/07/15/gibt-es-eine-p3-loge/

    • Josef Maierhofer
      26. Juli 2010 17:09

      Ich halte die Kürzung der Politikergehälter für richtig und notwendig.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      27. Juli 2010 15:53

      Ich dagegen halte die Verfünffachung der Politikergehälter für ein Gebot der Stunde - zumindest in Bundesregierung und Nationalrat. Das ist die einzige Chance, dass nicht mehr nur Vollversager diese Jobs übernehmen.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      28. Juli 2010 02:36

      @ Stf

      Dass nur Versager in der Politik sind, hat mit dem Gehalt nichts zu tun, sondern mit dem Gaengelband der Parteien. Mit einem Persoenlichkeitswahlrecht haetten wir schon lange bessere Politiker. Leider fuerchten sich die Parteien davor, wie der Teufel vom Weihwasser.

    • ABertl
      28. Juli 2010 14:31

      Ich tendiere dazu, STF zuzustimmen. Es ist nicht sinnvoll, sich über die (erwiesene) Inkompetenz von Politikern zu beschweren, andererseits aber grundsätzlich jeden Euro, der für Politiker bezahlt wird, als Verschwendung anzusehen.

      Betrachtet man Politik und den Politiker vom Standpunkt des finanziellen Anreizes aus, sind wohl zwei Strategien denkbar: einerseits die vollständige Ehrenamtlichkeit, andererseits die sehr (wirklich: sehr) gute Bezahlung dieser Personen.

      Ehrenamtlichkeit wäre das "römische Modell"; aus Sicht der optimalen Volksvertretung war es wohl nicht nachahmenswert, weswegen ich es hier nicht vertiefen möchte (bei MT Ciceros Prozessreden kann man einiges über die Auswirkungen lesen).

      Die sehr gute Bezahlung hingegen ist tatsächlich einen Gedanken wert. Worin liegt denn der Grund, dass unser Parlament großteils aus Lehrern und sonstigen Beamten besteht? ME darin, dass diese einen garantierten Arbeitsplatz nach Ende der Politikerkarriere haben. Wenn jemand als Lehrer einen Platz als Abgeordneter ergattert, sei es im Bund oder im Land, und dieser wird in der nächsten Wahl abgewählt - so what? Das Risiko ist beschränkt. Bei einem leitenden Angestellten in der Privatwirtschaft ist das kaum vorstellbar: einmal weg vom Karriereweg und das war's wahrscheinlich. Mein Risiko ist also ungleich höher, es gibt für mich keinen finanziellen Anreiz, dieses Risiko für gleich viel oder sogar weniger Geld zu nehmen. Die - wenig sichere - Aussicht, dass für mich vielleicht irgendein Versorgungsposten gefunden wird, kann mich auch nicht recht überzeugen.

      Somit bleibt, dass ein im Wettbewerb stehender Arbeitnehmer oder Selbständiger ein sehr hohes Maß an Idealismus aufbringen muss, um in die Politik einzusteigen. Deshalb erscheint mir die Erhöhung der Politikergehälter nicht von vorne herein abzulehnen.

      Um ein anderes Argument zu bringen: wenn ich als Aktionär einer AG hohe Gehälter meiner Vorstände akzeptiere, damit ich die besten Verwalter meines Vermögens bekomme, dann sollte dieses Argument mindestens genauso für die Verwalter meines Landes gelten. Ich sollte mich aber eigentlich nicht darüber aufregen, dass Vorstandsgehälter staatlich limitiert werden (was für mich eine unverschämte Einmischung des Staates in meine Angelegenheiten ist), aber gleichzeitig die Limitierung von Politikergehältern völlig in Ordnung finden.

    • socrates
      28. Juli 2010 18:00

      ABertl
      Beim Prämiensystem wird für jeden Gewinn, z.B. beim Aktienhandel, auch wenn er nus Momente dauert, schon eine Prämie fällig. Das öffnet dem Betrug Tür und Tor. Das ist auch eine Regelmentation! Ebenso kann man die Prämien vom langfristigen Nutzen abhängig machen.

  2. Simplicius (kein Partner)
    26. Juli 2010 10:43

    Ich bin, was Steuern angeht, für ein Junktim. Es ist ja auch ganz simpel:
    Die Reichensteuer, wie Sie die Roten fordern, dh, derart ausgestaltet, daß sie eigentlich nur Onkel Dagobert in Entenhausen trifft;
    und eine Steuer für dumme Politiker in einer Ausgestaltung, daß jeder Politiker drunterfällt, außer, er kann sich vor einem Tribunal von Steuerzahlern freibeweisen.

    Dann sollte eigentlich Ruhe sein.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      26. Juli 2010 11:45

      Der ganze Kontinent besteuert in sozialistischer Weisheit nicht das Vermögen, sondern das Einkommen. So macht man nur die Arbeit teuer und verleidet das Geldverdienen.

      Das Vermögen muss besteuert werden, das nutzlos herum liegt und auf Zinsen wartet, anstatt zu arbeiten. Im selben Zug aber muss das Einkommen entlastest werden. Dann wären allerdings zahlreiche Funktionäre arbeitslos.

      Jedenfalls blieben Gebäude in Innenstädten nicht leer, sondern würden zu tatsächlichen Marktpreisen vermietet. Wenn schon die Grundsteuer wirklich Geld kostet, dann muss das Haus Geld verdienen, oder der Besitzer ist es bald los, bis jemand kommt, der er verwendet.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      26. Juli 2010 11:54

      In sozialistischer Weisheit? Sie kriegen aber schon mit, welche politischen Richtungen sich gegen eine stärker Vermögensbesteuerung zugunsten der Entlastung von Arbeitsbesteuerung wehrt?

    • Celian
      26. Juli 2010 12:05

      M.U.:

      Vermögenssteuern sind Enteignung. Das wäre ziemlich unfair, demjenigen der sein Geld klug investiert hat, es wieder zizerlweis wegzunehmen und über die Verteilungsgerechtigkeit demjenigen zukommen zu lassen, der sein Geld verprasst hat. Asozial sowas.

    • Paige
      26. Juli 2010 12:13

      Schnabel, zugunsten weniger Besteuerung von Einkommen? Wir sind am Plafond mit allem. Sie werden doch nicht glauben, dass die Genossen die "Vermögensteuern", über die sie schon seit Jahren sinnieren, dazu verwenden wollen, auf die hohe Besteuerung von Einkommen zu verzichten (wie z.B. in den USA, dem Arbeiterparadies der Sozi)? Dann glauben Sie sicher auch, CO2-Steuern werden dazu verwendet, das Klima zu retten.
      Es geht einfach nur darum, neue Einnahmen zu finden und sie dem Volk so zu "verkaufen", das es auch noch gerne zahlt und nicht womöglich noch auf die Idee kommt, dass niemand auf die Dauer auf zu großem Fuß leben kann, auch der Staat nicht.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      26. Juli 2010 14:14

      Celian, es wäre auch ziemlich unfair, demjenigen der für sein Geld besonders viel und hart arbeitet, es wieder zizerlweis wegzunehmen und über die Verteilungsgerechtigkeit demjenigen zukommen zu lassen, der sein Geld verprasst hat. Das ist keine Spezialität von Vermögenssteuern, es geht hier um die Verhältnisse.

      Paige, glauben tue ich das auch nicht, aber was ist bitte die Alternative dazu, so zu denken? Von vorne herein w.o. geben? Gar nicht mehr diskutieren darüber? Alles so hinnehmen?

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      26. Juli 2010 16:03

      Na, na, Celian, dann ist jede Steuer Enteignung. Die Höhe der Steuern ist für unsere (und meine) Vorstellungen längst Enteignung, die Skandinavier zahlen gern noch mehr. Dort will ich aber nicht hin.

      Vermögen ist eine nette Sache, darauf sitzen zu dürfen auch. Trotzdem sollte die ganze Steuerlast von der Arbeit weg und zum Vermögen hin verlagert werden.

      Die Gewerkschafts- und Kammerfunktionäre sind dann halt arbeitslos, damit kann ich gut leben. Jedenfalls kann man sich dann Arbeit wieder leisten, als Arbeitgeber, und den Angestellten bleibt auch was.

      Wenn dann ein paar Wohlhabende abwandern, das halt ma aus.

    • Paige
      26. Juli 2010 18:18

      Im Prinzip lässt sich so ein System nur mit Übergangsfristen umsetzen. Die Jungen sollen weniger Steuern zahlen und wenn sie sich etwas zurücklegen oder Vermögen erwerben, soll dieses höher besteuert werden. Keinesfalls ist es aber fair, Menschen, die mehr als 20 Jahre hohe Steuern auf Arbeit bezahlt haben, sich trotzdem etwas zurücklegen konnten, z.B. zusätzliche Altersvorsorge (in welcher Form auch immer), davon noch einmal etwas wegzunehmen.

      Das ist der einzige Weg, das Steuersystem auf höhere Vermögenssteuern und geringere Belastung der Arbeit umzustellen - der Prozess kann erst in ca. 20 bis 30 Jahren abgeschlossen werden.

      Wir alle wissen aber, dass die ReGIERung das Geld sofort braucht.
      Und es geht nach wie vor nur darum, wie man das dem Stimm- und Zahltrottel so erklärt, dass er sich nicht aufregt. Hr. Schwammerl und Hr. Schnabel aus dem Unterbergerblog sind jedenfalls schon überzeugt...

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      26. Juli 2010 18:28

      Paige, das kommt sowieso nie. Allein die nutzlosen Funktionäre, die mit dem Geld, das man den Arbeitnehmern wegnimmt, diese behindern, würden ihre Pfründe nie hergeben.

      Umsetzen könnte man das ziemlich rasch. Mich interessieren aber nur eingesparte Steuern, und das ginge ganz leicht. Das Subventionsunwesen kahl schlagen und im Sozialbereich bis auf den Knochen schneiden.

    • Celian
      26. Juli 2010 19:09

      M.U.

      STS

      Stellen Sie sich vor Sie haben einen Wald, der bringt nix, und sie müssen trotzdem was zahlen.

      Natürlich ist nichts dagegen zu sagen, wenn man Steuern auf Vermögenszuwachs einhebt. Wie Einkommen aus selbstständiger oder nicht selbstständiger Arbeit. Oder auch Vermögenszuwachs durch Wertpapierfonds, etc.. Reine Beutelschneiderei sind jedoch Vermögenssteuern, die zu zahlen sind, nur weil man etwas hat, einen Wald zum Beispiel. Das ist staatlicher Diebstahl. Erst wenn man den wirtschaftlich nutzt, sind Steuern legitim.

    • inside
      26. Juli 2010 20:07

      Celian

      Genau.
      Steuern sind nur auf den Ertrag legitim.
      Auf Vermögen sind sie eine Vernichtungswaffe der selbsternannten aber ungefragt agierenden "Selbstversorger".

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      26. Juli 2010 20:56

      Also bitte. Eigentum zu besitzen, aber nicht zu verwenden, ist unangemessen. Eine Vermögenssteuer würde dazu zwingen, damit etwas Ertragreiches anzufangen. Wer das nicht schafft, dem soll es eben genommen werden. Gegen das Erzielen von Gewinnen ist damit nichts gesagt, nur gegen das verkommen-lassen.

      Mit Erben, die selbst nicht zustande bringen, habe ich ganz wenig Verständnis. Dann sind sie es eben eine Generation früher los.

      Bismarck sagt dazu:

      Eine Generation schafft Vermögen,
      Eine Generation verwaltet Vermögen,
      Eine Generation studiert Kunstgeschichte und
      Eine geht vor die Hunde.

      Vermögen soll arbeiten, oder andernfalls weggesteuert werden. Die erben schaffen das mit Spekulationen zwar auch, dann hat aber keiner was davon.

    • Paige
      26. Juli 2010 21:55

      Wissen Sie eigentlich, warum Lacina die Vermögenssteuer (auf die Substanz) wieder abgeschafft hat? Zu viele Ausnahmen. Stattdessen hat er die KESt eingeführt (übrigens auch als "Reichensteuer" propagiert). Jetzt soll die KESt bleiben, dafür wieder jedes Vermögen zusätzlich besteuert werden? - also Haus, Grund, Schmuck, Kunstgegenstände und selbstverständlich nicht nur der Kapitalertrag, sondern auch das Kapital selbst. Abgesehen davon, würde man damit auch das ohnehin schon sträflich geringe Eigenkapital der Betriebe noch mehr schwächen und somit eine Menge Arbeitsplätze gefährden. Da muss ich Celian zu 100 Prozent rechtgeben: Das ist Diebstahl.

    • Celian
      26. Juli 2010 22:14

      Eigentum zu besitzen, aber nicht zu verwenden, ist unangemessen. Eine Vermögenssteuer würde dazu zwingen, damit etwas Ertragreiches anzufangen.


      Und wieder einmal mischt sich der sozialistische Staat in die Privatangelegenheiten der Menschen.

      Das Recht auf Eigentum ist ein Grundrecht des Menschen, ein Menschenrecht, das in der Erklärung der Menschenrechte sogar festgeschrieben ist. Wie kommt man also dazu, Grundsteuer zu zahlen, wodurch der Zwang ausgeübt wird, dass man aus seinem Eigentum Gewinn schlagen muss, damit man die Grundsteuer zahlen kann. Das fragen sich jetzt Hunderttausende, die ihre Wohnungen und Häuser zu privaten Zwecken nutzen. Wie kommen die eigentlich dazu, vom Staat dazu gezwungen zu werden, einen Untermieter aufzunehmen? Wann gehört einem eigentlich wirklich mal etwas? Wann werden die in den Menschrechtserklärung garantierten Grundrechte endlich eingehalten? Und warum soll man sich keinen Wald halten, nur zum spazieren gehen? Warum muss aus allem Kapital geschlagen werden? Auch aus einem Wald. Und warum wird das gerade von jenen gefordert, die damit keine Arbeit haben werden, weil der Wald ihnen nicht gehört. Jaja, Arbeit privatisieren, dessen Gewinne sozialisieren.

      @inside: die „Selbstversorger“ isst aber ein sehr beschönigender Ausdruck…

    • Celian
      26. Juli 2010 22:19

      Entschuldigung für die schreckliche Fettschrift, die kommt aber ungefragt, immer nur dann, wenn man vorher einen Wordpress-Blockquote einfügt.

      Der Fehler ist schon seit längerer Zeit virulent. Dann gibts in Zukunft keine halt keine Blockquotes mehr.

      @Paige:
      einen schönen Abend. :-)

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      26. Juli 2010 22:39

      Cool, mich als Sozialisten zu bezeichnen. Sozialisten sind Leute, die Schulden machen, um die kommenden Generationen den Blödsinn von heute bezahlen zu lassen, denn um Investitionen geht es ja nie.

      Ich meine, anstatt der Arbeit das Vermögen zu besteuern, nicht zusätzlich, sondern anstatt.

      Dem Durchschnittseuropäer scheint es nicht einzugehen, dass man durch die hohen Einkommenssteuern nie zu etwas kommt, jedenfalls nicht durch Arbeit.

    • Celian
      26. Juli 2010 22:59

      M.U.

      Betreffend „Sozialisten“:
      Wenn Sie das so verstanden haben, dass ich Sie als solchen bezeichnet haben solle, Entschuldigung, das hab ich nicht so gemeint.

      Das Problem mit den Steuern ist, dass sie ganz allgemein zu hoch sind. Es ist nicht das Problem, dass falsch besteuert wird, also statt Vermögen die Arbeit. Die Steuerhöhe selbst ist das Problem. Natürlich ist es schwer, sich ein Vermögen zu erarbeiten, wenn die Steuern auf Arbeit so hoch sind. Aber die Steuer von der Arbeit zu Vermögen zu verlagern, verlagert nur das Problem. Am Ende müssen Sie ja doch wieder hohe Steuern zahlen nur halt nicht auf Arbeit sondern auf Vermögen, ein Nullsummenspiel – und verlieren womöglich erst wieder Ihr Vermögen.

      Das Problem an zu hohen Einkommenssteuern sind – zu hohe Einkommenssteuern!

    • Paige
      26. Juli 2010 23:07

      Celian, ich habe auch schon überlegt, wie ich Gewinn aus unserem Besitz schlagen könnte. Den Untermieter haben Sie schon erwähnt, aber darüber hinaus könnte ich Führungen durchs Haus veranstalten und dafür Eintritt verlangen, Klogeld, Brennholz, Gemüse und Obst auf der Straße zum Verkauf anbieten, Wanderer können Schwammerln suchen, eine Waldquelle erschließen und Heilwasser anpreisen, Flasche mind. 20 Euro... und überhaupt, ich lasse Leute auf meinem Grundstück nach Gold suchen. Ich gehöre nämlich auch zu den innovativen Österreichern! ;-)

      Und wenn die Vermögenssteuer kommt, dann gehe ich mit meinem Gold zur Bank, zeige es als Sicherheit her und nehme mir lauter Kredite. Dann habe bei der Vermögenssteuererklärung nichts als Schulden...

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      27. Juli 2010 00:10

      Celian, hinsichtlich des Grundproblems sind wir einer Meinung, die Steuern sind zu hoch, und zwar beträchtlich.

      Damit sind wir beim zweiten Problem, dass nämlich Steuern in der erforderlichen Höhe nur von der Masse zu bekommen sind, gleichgültig, ob man Fensteröffnungen (unter Joseph II) oder das Einkommen besteuert.

      Der kollektive Wahnsinn lässt wenig Spielraum. So hat ja die Avantgarde des Planeten, Arnies kalifornische Wählerschaft, in Volksabstimmungen sowohl Steuererhöhungen als auch Leistungskürzungen abgelehnt.

      Wer soll die Kaskogesellschaft dann finanzieren?

    • Simplicius (kein Partner)
      27. Juli 2010 09:24

      Betr. Vermögen, das nicht genutzt wird, sondern "einfach nur so daliegt".

      Davon gibt es in Österreich genug. Ich kenne einige Waldbesitzer. Vor allem im Hochgebirge gibt es genügend Flächen, die zwar im Eigentum einer Person stehen, aber keinen Ertrag bringen, z.B. Felswände oder Schutthalden. Der Eigentümer hat dafür natürlich trotzdem Grundsteuer zu zahlen.

      Dann gibt es noch die sogen. "Bannwälder" - in diesen Wäldern ist die normale Forstnutzung per Gesetz völlig verboten oder durch bürokratische Hürdenläufe enorm erschwert (und damit verteuert). Zweck: Schutz der Allgemeinheit vor Muren, Lawinen usw. Grundsteuer - siehe oben.

      Und jetzt soll auch noch die Vermögenssteuer kommen ...

      Ceterum censeo: Wir brauchen eine Steuer auf dumme Politiker! Dann hat dieser Staat ausgesorgt!

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      27. Juli 2010 10:36

      O weh, der wirtschaftliche Sachverstand in diesem Forum, der ist da nicht zu Hause. Die Geschichten mit den Bergbauern erzählt meine Mutter immer meiner Tochter, aber jetzt ist sie auch schon größer.

      Nehmen wir die Häuser in der Innenstadt, etwa bei mir zu Hause, die gehören größtenteils der Ärztekammer und einigen Anwälten. Die Häuser stehen leer. So halten Leute Mieten künstlich hoch, weil sie eh genug Geld haben, mit Markt hat das nichts zu tun. Drüben über dem Teich hat einer ein zu großes Haus nicht lange.

      Politikersteuer? Da bekanntlich jeder so lange aufsteigt, bis er auf der Stufe der Unfähigkeit angelangt ist, sind oben meistens alle unfähig. Besteuern lassen die sich dennoch nicht.

    • Celian
      27. Juli 2010 12:25

      M.U.

      „Drüben über dem Teich hat einer ein zu großes Haus nicht lange.“
      Wenn er die Hypothek nicht mehr zurück zahlen kann, war es sicher zu teuer für ihn.

      Es ist eine sozialistische Mär, dass Eigentümer absichtlich Wohnungen leer stehen lassen, um die Mieten künstlich hoch zu halten. Dagegen gibt es viele Wohnungseigentümer, die eine Wohnung aus Vorsorge kaufen, für ihre Kinder zum Beispiel. Leider ist unser Mietrechtsgesetz so gestrickt, dass ein Vermieter einen Mieter de facto nicht mehr hinaus kriegt. Das wurde im Interesse des Mieters von den Sozialisten so gemacht. Sie haben dabei übersehen, dass viele Vermieter aus diesem Grund die Wohnung lieber gar nicht mehr vermieten. Auch nicht bis die Kinder die Wohnung wirklich brauchen.

    • Simplicius (kein Partner)
      27. Juli 2010 15:42

      ad M.U.Shrooms, 10.36h

      Freut mich, daß Ihre Mutter jetzt auch schon größer ist ...

      Spaß beiseite, für Sie ist die Geschichte mit den Bergbauern offenbar ein moderner Mythos, dem Sie wenig Glauben schenken. Beispiele dafür gibt es jedoch zur Genüge, sie können auch im "Grünen Handbuch" nachgeschlagen werden. Reden wir einmal von einem größeren Forstbetrieb in den Niederen Tauern; sagen wir 3000 ha Grund. Davon sind - angenommen - 900 ha ein Bergstock, mit dem der Eigentümer nichts anfangen kann (außer evtl. als Jagdgebiet). Weitere 800 ha sind Bannwald, der zum Besten der Allgemeinheit in Ruhe gelassen werden muß. Diese 1700 ha müssen aber dennoch versteuert werden.

      Früher hatte ein solcher Betrieb eigene Angestellte - heute werden es immer weniger, viele Betriebe haben bereits keine mehr. Die berühmten Personalkosten sind einfach zu hoch. Wir sind inzwischen aus dem Bereich des Glaubens in den des Rechnens übergewechselt.

      Ähnlich schwer wie Sie bei den Bergbauern tue ich mir damit zu glauben, daß ein Hauseigentümer nicht - dem MRG und seinen Schweinereien zum Trotz - eine Möglichkeit findet, sein Eigentum zu nutzen.

  3. Dr. Dieter Zakel MA
    26. Juli 2010 09:39

    In Österreich kann man durch 3 Arten reich werden: Verbrechen, Lotto und Erben.

    • Undine
      26. Juli 2010 20:33

      Im Rest der Welt klappt es am besten mit Waffen- Drogen- und Menschenhandel; im kleineren Rahmen damit auch in Ö.

  4. Segestes (kein Partner)
    26. Juli 2010 00:44

    Endlich Urlaub.
    Deshalb - und weil ich so ein deppertes iPad von der Firma bekommen habe,
    kann ich mich in nächster Zeit hier öfters austoben.

    Nun aber zum Thema:
    Unterberger, wieso schweigen Sie es standhaft tot, dass der ÖVP-Heini Spindelegger, gestern 100 000 (!) Zuwanderer für die Wirtschaft forderte?
    Was wäre wohl los gewesen, wenn die SPÖ das gefordert hätte?
    Ich sags Ihnen, Sie hätten hier die vielzitierte Sau raus gelassen.
    Kommt so ein Vorschlag aber von Ihren Gesinnungsgenossen, dann bleibt die Schreibfeder in der Schublade.
    Sie wissen auch ganz genau, dass wir das Islam- und Türken-Problem, in erster Linie der ÖVP verdanken, die im Auftrag ihrer großindustriellen Spender, orientalische Völkerschaften seit den 60er-Jahren als Billigarbeitskräfte importieren lässt, ohne die demographischen Konsequenzen zur Kenntnis zu nehmen.

    Der Witz aber ist, obwohl wir mittlerweile tagtäglich mit islamisch-orientalischer
    Un-Lebensweise und Menschenfeindlichkeit im Namen einer Pseudo-Religion konfrontiert werden, wollen Ihre Haberer von der ÖVP weitermachen wie bisher.
    Und Sie mimen den Schmähstaden!
    Das ist absolut erbärmlich und entlarvt Sie als das was Sie sind: Nämlich im Zweifel immer für die ÖVP-Klientel des Großkapitals und den Billigarbeitskraft-Kolonialismus.

    • Paige
      26. Juli 2010 06:08

      Nun, ich glaube nicht, dass U. dazu absichtlich schweigt. Sie könnten um einen Tagebucheintrag zu diesem Thema bitten und es dann in aller Bescheidenheit abwarten. Dass die ÖVP auch immer Interesse an der Zuwanderung von Billiglohnkräften hatte, ist sicher richtig, andererseits glaube ich eher nicht, dass sie mit der schleichenden Islamisierung was zu tun hat bzw. sich diese sogar wünscht, s. Fekter. Eigentlich geht es darum, dass unser Sozialstaat derart aufgebläht ist, dass er dringend mehr Einzahler braucht, oder er müsste die Leistungen zurückschrauben...

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      26. Juli 2010 07:55

      Die Forderung ist insofern super, als eh JÄHRLICH über 100.000 Leute nach AT zuwandern (brutto).

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      26. Juli 2010 08:08

      Nachtrag: die über 100.000 sind natürlich überwiegend Bürger aus dem EU-Ausland, die, vielleicht abgesehen vom Tourismus, das Lohnniveau am unteren Ende nicht besonders drücken.

      Besser ausgebildete EU-Bürger könnte man ja jederzeit verstärkt locken (vielleicht mit einer niedrigeren Lohnsteuer? ;) ). Implizit gibt Spindelegger damit natürlich zu, dass es vor allem um Billigarbeitskräfte geht.

    • Josef Schiffer (kein Partner)
      26. Juli 2010 11:00

      ad Stf
      Sie dürfen aber nicht vergessen, dass gar nicht so wenige Österreicher ins Ausland arbeiten gehen, insbesondere auch nach Deutschland. Die Ströme dürften hier ziemlich ausgeglichen sein. Netto werden wir hier von den westlichen EU-Staaten nichts holen können. Und auch die slowakischen Altenbpfleger etc. aus dem ehem. Osten werden bald nicht mehr von den Arbeitsbedingungen in Ö begeistert sein, sodass hier die nächste Lücke zu erwarten sein wird.

    • Celian
      26. Juli 2010 12:14

      Es wandern zwar 107.000 ein, aber 74.000 Österreicher wandern aus.

      Es wandern also netto nur 33.000 zu, was ja nicht so furchtbar klingt. Dass dabei aber durch die Auswanderer jedes Jahr ein Substanzverlust einhergeht und durch die Einwanderer, minder- bis gar net qualifizierte einwandern, ein großer Teil Analphabeten, die sich hier nur mühsam wenn überhaupt integrieren lassen, sieht man nicht auf den ersten Blick.

      Österreich hängt am Tropf der Abwanderung, während die Einwanderer am Tropf des Sozialstaates hängen. Das kann sich irgendwann nimmer mehr ausgehen.

      Spindelegger täte daran gut, einen Auswanderungsstopp zu verlangen!

    • Josef Schiffer (kein Partner)
      26. Juli 2010 14:53

      ad celian
      Aber das kann wohl nicht durch Zwang, sondern nur durch positive Anreize geschehen. Alles andere wäre ein Rückfall in die Lehensuntertänigkeit des Mittelalters.

    • tartaros (kein Partner)
      26. Juli 2010 20:04

      Segestes, haben Sie denn nicht gewusst, dass A.U. ein Apologet der Hochfinanz ist? ;-)

  5. M.U. Shrooms (kein Partner)
    25. Juli 2010 15:58

    Alle Angestellten sollten ihr Gehalt brutto ausbezahlt bekommen und dann - wie alle Selbständigen - ihre Steuern und Gebühren selbst einzahlen. Wenn dann jemand von einem Kleineinkommen mit 2.500 Euro im selben Monat die Hälfte mit zahlreichen Zahlscheinen selber wieder zur Bank bringt, dann schafft das in kürzester Zeit für jeden Klarheit.

    • Brigitte Imb
      25. Juli 2010 16:47

      Genau, aber ebenso den DG Beitrag, denn auch der muß vom DN erarbeitet werden. Da würde es manchen Menschen die Grausbirnen aufziehen, wenn sie sehen würden wieviel sie in Wahrheit verdienen und was ihnen weggenommen wird.
      Dann noch MwSt, MÖSt, etc., und 70% Abgabenlast ist erreicht.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      25. Juli 2010 17:38

      Das wird aber keine Partei wollen. Das vorher abgezogene Geld sieht niemand wirklich, weils einfach weg ist. Selber wegzahlen, das würde wirken.

    • Brigitte Imb
      25. Juli 2010 19:24

      Das sag´ich auch.

      die Schweizer scheinen damit das eine od. andere Problem zu haben, jedoch reagieren die auch sinnvoll.
      http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/leistungsstopp_fuer_150000_versicherte_1.6870597.html

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      25. Juli 2010 19:28

      Hab ich heute auch gelesen. Die Schweizer sind jedenfalls besser drauf und verlieren die Kostenwahrheit nicht ganz aus den Augen.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      25. Juli 2010 19:31

      Wir haben in der Klinik in Innsbruck sogar einen Schalter für Italiener (=Südtiroler). Deren unbezahlte Rechnungen sind etwa so hoch wie das GKK-Defizit. Aber wir nehmen alles fröhlich rein, sind offenbar allesamt Notfälle.

    • SuPa
      25. Juli 2010 21:26

      Eine Selbstbezahlung von Steuern und Sozialversicherung etc. würde einen enormen zusätzlichen Administrationsapparat (für Mahnungen, Klagen, Exekutionen) erfordern. Damit wären noch mehr Staatsdiener erforderlich.
      Man kann aber auch auf allen Lohnzetteln genau und detailliert nicht nur die einbehaltenen Beträge, sondern auch die Arbeitgeberanteile ausdrucken. Damit würden die Mitarbeiter besser erkennen, was so alles das eigene Dienstverhältnis kostet.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      25. Juli 2010 21:30

      Unsinn, supa, jeder Selbständig e schafft das auch, und auch Kostenwahrheit ist den Angestellten zuzumuten.

      Linke wie du sind nur dagegen, weil dann für jeden spürbar würde, welche enormen Abgaben eingezogen und verschenkt werden.

    • Paige
      26. Juli 2010 05:54

      Na-ja, Schwammerl, da hat Supa schon recht. Es würde sehr viel bringen, wenn die Mitarbeiter Einblick nehmen könnten. Denn woher wissen wir es denn?

      https://www.bmf.gv.at/service/Anwend/Steuerberech/BruttoNetto/BruttoNetto.htm
      Das Bruttogehalt, das wir kennen, nenne ich immer Fantasiebrutto; denn dazu müssen erst die Dienstgeber-Anteile dazu gerechnet werden. Rechnen wir die DG-Anteile zum "Brutto", erhalten wir das echte Bruttogehalt und dann kommen wir auf rund 50% Abzüge - bei höheren Einkommen liegen sie darüber.

      Geben Sie mal im Brutto/Nettorechner 3.000 monatlich ein und rechnen einfach den DG-Anteil zum "Brutto" (da darf man dann noch die Abgaben für die Stadtkasse und ehem. U-Bahnsteuer in Wien (Kommunalsteuer) dazurechnen) und bilden dann die Differenz zum Netto. Hier wird die ganze Unverschämtheit auf einen Blick klar. Nur glaube ich eher, dass viele das zwar wissen, es aber nicht ganz nachvollziehen können. Dass darum die Leute einfach ihr gesamtes Gehalt erhalten und sich selbst um ihre Abgaben kümmern, ist nicht nur ein Traum vom Schwammerl und der Imb, sondern auch von der Paige (welche übrigens nicht glaubt, dass SuPa eine Linke ist :-)...

      Ich träume sogar schon seit längerem davon, dass die Leute einfach den gesamten Anteil (also diese rund 50%) an eine Stelle einzahlen und diese verteilt das Geld selbst; denn es hat ja sowieso kein Mascherl. Und wie kommt eigentlich der Unternehmer dazu, die Lohnverrechnung auch noch selbst bezahlen zu müssen?

      Der DG-Anteil dient von je her zur Verschleierung der wahren Steuern und Abgaben und zur heimlichen Erhöhung derselben, darum wird sich auch kein Politheini wünschen, dass das transparent wird...

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      26. Juli 2010 10:02

      Ich bin ja Selbständiger und zahle all diese Dinge regelmäßig selber ein.

      Ein "normaler" Arbeitnehmer macht sich keine Vorstellung von den Institutionen, die einem Zahlscheine schicken dürfen. Allein die Vielzahl der Kassier-Berechtigten würde ein allgemeines Umdenken bringen, davon einmal abgesehen, dass man erhaltenes Geld in beträchtlicher Höhe wieder zur Bank bringt und damit in den Ausguss schüttet.

    • Paige
      26. Juli 2010 11:17

      Schwammerl, Sie werden sich schon noch daran gewöhnen, sonst werden Sie noch narrisch ;-)

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      26. Juli 2010 11:34

      Paige, ich zahle das schon über zwanzig Jahre, aber gewöhnt hab ich mich nicht daran.

  6. ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
    25. Juli 2010 15:28

    "Sollen in Österreich nie Vermögen entstehen dürfen, die dann wie in Amerika regelmäßig in großen wohltätigen Stiftungen münden?"

    Das Problem ist, dass die meisten "Reichen" in Österreich in steuerschonenden Stiftungen ohne jeden wohltätigen Auftrag parken. Ein Gesetz, wonach Stiftungen nur für wohltätige Zwecke verwendet werden dürfen, könnte Abhilfe schaffen!

    • RB (kein Partner)
      25. Juli 2010 15:54

      @drb
      Ach, schon wieder ein Neider und das am Sonntag!
      Nennen Sie einen Österreicher, der so reich ist wie zB Bill Gates.

    • Telemachos (kein Partner)
      25. Juli 2010 16:23

      Toll, sollen die Reichen mit ihren Stiftungen wo anders hingehen und uns nicht mit ihrem Geld belästigen. Das wird nämlich passieren, wenn man die Steuern erhöht.

    • Alexander Renneberg
      25. Juli 2010 18:42

      telemachos

      sie sind offenbar minderleister und wollen etwas abhaben vom kuchen. sorry, machen sie den ottokatalog ein wenig früher zu, dann geht es sich auch aus.

    • Samtpfote
      25. Juli 2010 19:04

      A Renneberg

      Sie haben telemachos anscheinend falsch verstanden. Das war ein Kontra zum dRb.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2010 19:14

      Auch Mehrleister wie Renneberg durchblicken nicht immer alles. ;)

    • Alexander Renneberg
      25. Juli 2010 19:18

      oha sorry, muss mich entschuldigen.
      danke samtpfote.

  7. Aisha Türkmülc (kein Partner)
    25. Juli 2010 15:26

    zu einer Asylantin hat der Fischer zu viele, viele Geld, der solle zahle an Ferein "Fremde herein", sonst nix gutt!

  8. Telemachos (kein Partner)
    25. Juli 2010 14:13

    Genau das ist das Problem mit den Sozialisten. Sie schüren den Neid auf die "G'stopften", und vergessen gerne, dass es die Reichen sind, die die meisten Steuern zahlen und das System erhalten. Eigentlich sollte man den Reichen dankbar sein, dass sie immer noch nicht gegen diese Ungerechtigkeit aufbegehrt und in Scharen Österreich verlassen haben. Aber vielleicht kommt das ja noch.

  9. w.o. (kein Partner)
    25. Juli 2010 12:53

    * 36,5 % für Einkommensteile zwischen 11.000 und 25.000 Euro jährlich
    * 43,2143 % für Einkommensteile zwischen 25.000 und 60.000 Euro jährlich
    * 50 % für Einkommensteile über 60.000 Euro jährlich

    Daraus errechnet sich die Einkommenssteuer. Dazu sind Steuerfreibeträge für das 13. und 14. Gehalt mit berücksichtigt werden. Also liebe Schreiber, Steuerrecht studieren, bevor kommentieren.

    • RB (kein Partner)
      25. Juli 2010 14:46

      @w.o.
      Wunderbar, dass Sie uns Nachhilfe in Steuerrecht geben. Super.
      Wir haben uns an diese wahnwitzigen Steuersätze schon so gewöhnt, dass
      eben (noch) kein Aufstand zu erwarten ist. Eigentlich unglaublich!!
      Und von manchen Medien oder Parteien wird man auch noch angepöbelt, auch das ist unglaublich......
      Und es ist weiterhin unglaublich, dass "der Staat" mit diesem Geld noch immer nicht auskommt und Schulden auf Teufel komm raus macht.

  10. Stachel (kein Partner)
    25. Juli 2010 11:12

    Ohne jetzt die krausen Ideen Kräuters verteidigen zu wollen: die Steuererhöhungen für "Reiche" würden immerhin auch (fast) alle heimischen Politiker treffen, (und das sind mehr als Berlusconis 955 Abgeordnete), einschließlich Kräuter selbst.

    • brechstange
      25. Juli 2010 12:17

      Sie irren.
      Die Politiker dürfen ihre Parteisteuern zu 100 % absetzen. Daher wird es diese nicht treffen.

    • Norbert Mühlhauser
      25. Juli 2010 23:33

      @ Brechstange:

      Selbst wenn man Beträge absetzen kann, muss man noch immer mindestens 50 % davon aus eigener Tasche bezahlen. (Mit der Ausnahme von Steuerabsetzbeträgen, die nicht nur die Bemessungsgrundlage reduzieren)

    • byrig
      26. Juli 2010 22:45

      diese absetzbarkeit der parteiensteuer ist somit eine weitere parteienfinanzierung auf kosten des steuerzahlers-und sollte umgehend abgeschafft werden.

  11. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    25. Juli 2010 11:10

    Lohnsteuerpflichtige haben einen niedrigeren Spitzensteuersatz (43%) als Einkommensteuerpflichtige (50%)? Verstehe ich das richtig? Sie waren wirklich zweimal Chefredakteur, mit Personalverantwortung? Waren Ihre Redakteure alles "neue Selbständige"?

    Weiter lese ich mal lieber gar nicht, da geh' ich lieber Schwammerlsuchen.

    • Stachel (kein Partner)
      25. Juli 2010 11:19

      In gewisser Weise hat A.U. schon recht (ich weiß allerdings nicht, ober er das so gemeint hat oder daran gedacht hat): Unselbständige erreichen den 50%Steuersatz (aufs Jahr gerechnet) deshalb nie, weil sie (im Unterschied zu den Selbständigen) 14 Gehälter im Jahr bekommen, wobei das 13. und 14. Gehalt bekanntlich pauschal mit 6% besteuert wird.

    • Celian
      25. Juli 2010 11:30

      Üben Sie Nachsicht, dass A.U. die steuerliche Begünstigung des Jahressechstels aus Einkünften nicht selbstständiger Arbeit mit 6 Prozent schon eingerechnet hat. Soll also heißen, der effektive Spitzensteuersatz für Arbeitnehmer in Österreich liegt nicht bei 50 Prozent, sondern dank der Steuerbegünstigung für das 13. und 14. Monatsgehalt lediglich bei 43,71 Prozent. Eine Tatsache, die ich auch gerne vergesse.

      So und jetzt könnens in Ruhe Schwammerlsuchen gehen.

    • brechstange
      25. Juli 2010 12:19

      Es ist zu trocken fürs Schwammerlsuchen. Viel Erfolg.

    • Samtpfote
      25. Juli 2010 12:26

      Vielleicht trifft er den MU Shroom?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2010 14:31

      Ihnen allen muss der Gewinnfreibetrag der Steuerreform 2009 entgangen sein, der diese Benachteiligung für Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen mittlerweile ausgleicht.

      Eigentlich mehr als ausgleicht, denn es gibt für unselbständig Beschäftigte keinerlei Rechtsanspruch für ein steuerlich begünstigtes 13./14.. Das ist Sache der Kollektivvertragsverhandlungen.

    • Josef Maierhofer
      25. Juli 2010 14:35

      @
      'Weiter lese ich mal lieber gar nicht, da geh' ich lieber Schwammerlsuchen.'

      Sie suchen also den Pilz auf.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
    • Josef Maierhofer
      25. Juli 2010 14:45

      Entschuldigen Sie, war so nicht gemeint, sondern als Scherzchen.

      Dass es seit der letzten Steuerreform auch für Sebständige diese Gleichstellung gibt, das hat die WKO natürlich informiert.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2010 14:46

      Bei Reinvestitiion gab's das vorher auch schon.

    • Celian
      25. Juli 2010 15:08

      Achso, Sie meinen die berühmten Steuervergünstigungen, die ein Selbstständiger erlangt, wenn er sein mühsam erkämpftes Geld in Wertpapiere u. ä. investiert. Warum sagens das nicht gleich. Muss man Ihnen alles einzeln aus der Nase ziehen? Tatsache ist aber weiterhin, dass der Steuerspitzensatz für Selbstständige bei 50 % liegt. Ohne jegliche Steuervergünstigungen gerechnet nämlich, Sie rechnen ja auch nicht den Alleinverdienerabsetzbetrag heraus, oder?
      A.U. hat also Recht.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2010 17:39

      Nur dass der Steuerspitzensatz für Angestellte eben auch bei 50% liegt, sonst hat er natürlich recht.

      Es gibt übrigens keine Schwammerl.

    • Celian
      25. Juli 2010 19:05

      Schnabeltierfresser

      Das Schlüsselwort ist nicht „Steuerbegünstigung“ sondern dass es an Bedingungen geknüpft ist, was der so Begünstigte mit seinem Geld anfangen soll. Jetzt enttäuschen Sie mich aber, Schnabeltierfresser, dass sie den wesentlichen Unterschied, auf den es ankommt, übersehen.

    • Samtpfote
      25. Juli 2010 19:05

      Schnabel...

      Nicht im Fischerbräu gesucht? :-)

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2010 19:17

      Ja Celian, wenn Sie aufmerksam bei Mühlhauser et al. mitgelesen haben, haben Sie vielleicht gemerkt, dass diese Bedingungen mit der letzten Steuerreform weitestgehend weggefallen sind.

      Unselbständige und Selbständige haben einfach den gleichen Spitzensteuersatz von 50%, warum ist es so schwer, das zuzugeben?

    • Celian
      25. Juli 2010 19:36

      Aber doch nur bis zu einem Gewinn von 30.000 Euro. Darüber hinaus gibt es den Freibetrag nur für investierte Gewinne - , sprich Kauf von Wertpapieren. Lesen Sie Ihren Link vom WB.

    • Norbert Mühlhauser
      25. Juli 2010 20:38

      Hochverehrter Celian!

      Sie sind eine überaus wertvolle, wenn nicht unverzichtbare Bereicherung dieses Forums. Aber lassen Sie sich bitte im Steuerrecht auch etwas sagen.

      Der Steuersatz ohne Berücksichtigung von Vergünstigungen ist für Selbständige und Unselbständige gleich, was Einkommensteile über 60.000 EUR anlangt (50 %). Berechnet man Vergünstigungen mit ein, so kann man sagen, dass die Ermäßigung der nur zu 6 % besteuerten Sonderzahlungen (Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld) auf der einen Seite durch den Gewinnfreibetrag in einer effektiven Höhe von 3.900 EUR auf Seiten der Selbständigen (sofern der Selbständige einen Gewinn von mindestens 30.000 EUR erzielt) wett gemacht wird. Natürlich nur bei kleineren Unternehmern, nicht bei solchen mit einem Jahreseinkommen von über 100.000 EUR, weil diesbezüglich der Unselbständige natürlich noch immer "besser aussteigt".

    • Celian
      25. Juli 2010 20:53

      Norbert Mühlhauser

      Mir ist das nicht mehr klar.

      Und ich dachte, die Steuervergünstigung könne man bei einem höheren Gewinn als 30.000 nur über bestimmte Investitionen (durch Wertpapierkauf) in Anspruch nehmen. Kein Wort mehr glaub ich dem Wirtschaftsblatt.

    • Norbert Mühlhauser
      25. Juli 2010 23:42

      Celian, 2053 :

      Nein, das stimmt schon. Die Schwierigkeit resultiert daher, dass es sich bei den genannten 30.000 EUR um keinen normalen Absetzbetrag handelt, der zur Gänze die Bemessungsgrundlage (=BMG) vermindert. Vielmehr tut er dies nur zu 13 %.

      Das heißt also: Hat der Unternehmer nur 20.000 EUR Gewinn, dann darf von diesem Gewinn für Zwecke der Einkommensteuerbemessung 13 % abziehen, somit 2.600 EUR. Bei einem Gewinn von 30.000 EUR eben 3.900 EUR.

      Hat der Unternehmer aber einen Gewinn von über 30.000, angenommen 50.000, dann darf er zwar abziehen wie der Unternehmer mit 30.000 Gewinn, für die Spanne von 30.000 bis 50.000, somit für 20.000 EUR, darf er 13 %, das sind zusätzliche 2.600 EUR, jedoch nur dann von seiner BMG abziehen, wenn er im Ausmaß dieser 20.000, die über 30.000 liegen, auch investiert.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      26. Juli 2010 07:48

      Schauen Sie Celian, ich probiere es auch nochmal, vereinfacht, auch wenn es nichts so aussieht.

      Ich weiß nicht, ob Sie schon einmal wissenschaftlich gearbeitet haben, aber Unterbergers 43/50%-Behauptung ist, so sie nicht aus Unkenntnis der Steuersätze heraus entstanden ist (was man ja nicht recht beurteilen kann, da 43% auch die zweithöchste Steuerklasse ist und der Meister wie sein Vorbild zu den Diskussionen seiner Untertanen immer schweigt), etwas, was man in der Wissenschaft "nicht rechtschaffen" nennen würde. Oder auch salopp einen Vergleich von Äpfeln und Birnen.

      Warum? Mann kann zum Vergleich nicht auf der Angestelltenseite einen Effektivsteuersatz hernehmen und auf der Selbständigenseite den nominalen Höchststeuersatz. Entweder man verzichtet auf die Übung mit der Eigendefinition oder man nimmt für beide einen vergleichbaren Effektivsteuersatz. Der, wenn die Berechnung im verlinkten Artikel (http://www.wirtschaftsblatt.at/home/380480 ) stimmt, für Selbständige bis zu einem gewissen Einkommen niedriger wäre.

    • Celian
      26. Juli 2010 08:25

      Norbert Mühlhauser

      Schnabeltierfresser

      Danke, so hatte ich es eh verstanden. Das Thema war ja Spitzensteuersatz. Deshalb so bin ich der Meinung, kann man den Spitzensteuersatz von 50 % für Selbstständige nicht auf einen Effektivspitzensteuersatz vermindern, weil da eben diese Bedingung daran geknüpft ist, dass er investieren muss. Bei den Angestellten ist diese Verminderung ja nicht an eine Bedingung geknüpft, dass die Verminderung seines Steuersatzes an die Bedingung geknüpft ist, wie er sein Geld verwendet. Diese Freiheitseinschränkung für den Selbstständigen macht den Unterschied aus.

    • Celian
      26. Juli 2010 08:47

      Es sei denn wir reden hier nicht vom effektiven Spitzensteuersatz auf die höchst versteuerten Einkommensteile, sondern vom gesamten, effektiven Einkommen . Dann müsste man den Freibetrag von 13 % auf die 30.000 in Abzug stellen und käme auf einen günstigeren Steuersatz als 50 % auch für Selbstständige.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      26. Juli 2010 08:49

      "Durch den ab 2010 geltenden 13-prozentigen Gewinnfreibetrag, der bis zu einem Gewinn von 30.000 € AUTOMATISCH gewährt wird und bei HÖHEREN Gewinnen über bestimmte Investitionen in Anspruch genommen werden kann, beträgt auch der Spitzensteuersatz für Unternehmer, Freiberufler und sonstige Selbstständige unter Berücksichtigung des 13-prozentigen GFB im Regelfall nur 43,5 Prozent."

      Zur schwierigen Vergleichbarkeit trägt noch, wie ich bereits erwähnte, bei, dass es entgegen der landläufigen Meinung KEINEN gesetzlichen Rechtsanspruch auf ein (steuerlich begünstigtes) 13./14. in Österreich gibt. Diese Ansprüche werden auf Kollektivvertrags-, Betriebsvereinbarungs- oder Einzelvertragsebene geregelt.

    • Celian
      26. Juli 2010 11:57

      Die Steuerreform 2009 hatte ja den Sinn, die Steuersätze für Selbstständige und Angestellte anzugleichen, nur eben auf verschlungenem Weg.

      Warum einfach, wenns kompliziert auch geht. :-)

  12. L. (kein Partner)
    25. Juli 2010 09:35

    Allen jenen, die BK Faymann unterstellen, die Budgeterstellung wegen der Wahlen zu verzögern, sei dringend die Lektüre des heutigen "Österreich" ans Herz gelegt: Diese Verzögerung hat absolut nichts mit den Wahlen zu tun, der Bundeskanzler wird das Budget bereits über den Sommer entwickeln, möchte aber auch die nicht vorhersehbaren aktuellen Wirtschaftsdaten vom Herbst in das Budget einarbeiten, damit es wirklich gut wird.
    Der Bundeskanzler macht im Moment noch Urlaub, danach aber wird er hart durcharbeiten, um alle notwendigen Reformen, vor allem auch die Neue Mittelschule, in das Budget einzuarbeiten.
    Wir wünschen ihm gute Erholung, damit er mit voller Kraft diese sehr schwierige Aufgaben erfolgreich angehen kann!
    Sehr interessant auch als Vergleich der Bericht in der gleichen Zeitung, wie sehr viel niveauloser ein bestimmter österreichischer Landeshauptmann seinen Urlaub verbringt! Empörend!

    • Samtpfote
      25. Juli 2010 09:54

      Guten Morgen!
      Michi_Ausrtria

    • RB (kein Partner)
      25. Juli 2010 09:57

      @L.
      Ironisch gemeint oder?
      Welcher Landeshauptmann verbringt seinen Urlaub niveaulos?
      Bitte WAS ist ein niveauloser Urlaub?
      Freue mich auf Ihre Antwort.

    • L. (kein Partner)
      25. Juli 2010 11:23

      @RB
      Bitte lesen Sie doch selbst nach im heutigen Österreich Seite 3.

      Der LH eines südlichen Bundeslandes fischte einen Sonnenbarsch (illegal ausgesetzter Fisch des Amazonasbeckens) aus dem Wörthersee, gab ihn in ein Planschbecken, steckte zur Prüfung der Bissigkeit sinen Fuß in das Becken (das daraufhin trüber wurde - Fuß ungewaschen?), verstörte den Fisch anschließend mit Kussattacken, brachte ihn um, ließ ihn braten und verspeiste ihn höchstpersönlich. Österreich: Tierschützer toben seither über diesen "barbarischen Alt der Fischqälerei".

      Sicherlich werden sie eine solche Urlasubsgestaltung nicht niveauvoll nennen???
      Wie wohltuend dagegen der Bericht über den Urlaub von BK. Faymann!

    • Celian
      25. Juli 2010 11:43

      L.

      Sie sind ja ein begnadeter Satiriker! Mehr aus ihrem Programm bitte.
      Warum zeigens im ORF nicht mal sowas wie Ihre Satire ! Statt Dorfers Donnerstag zum Beispiel.

    • Alexander Renneberg
      25. Juli 2010 11:47

      @ L

      was schwadronieren sie da direkt aus der löwelstraße?

      kein aufrecht gehender, zivilisierter und denkender mensch kann glauben, dass einer wie faymann & seine sozialistische nomenklatura ein budget entwickelt....
      das einzige was kellersozis können ist den leistungsträgern etwas wegzunehmen um es den minderleistern, also ihren wählern zu geben.

      L, sie haben uns hier einen lustigen vormittag beschert.

    • Laura R.
      25. Juli 2010 12:12

      Der Werner hat gestern eine Idee gehabt, wo ich gleich g`sagt hab`, das können wir nicht machen, weil wir es uns da mit dem ORF und den ganzen anderen verscherzen. Aber der Werner hat g`meint, daß doch die auch einen Solidaritätsbeitrag zu unserem schlimmen Budget leisten sollten, die wegen ihrer wahrscheinlich nicht immer bestimmungsgemäßen Verwendung ihrer sexuellen Einrichtungen von vornherein keine Nachkommen in die Welt setzen (wollen / können). Wenn die keine Kinder machen, können sie ja einen Kinderersatzsolidaritätsobulus in Form eines erhöhten Sozialversicherungsbeitrages und eines einmaligen 10 %-igen Einkommenssteuersolidaritätszuschlages zahlen, oder?

      Wenn der Werner einmal eine eigene Idee hat...

    • Samtpfote
      25. Juli 2010 12:28

      Carlo Sociale hat gestern gemeint, eine Häusl-Steuer am Ballhausplatz würde auch viel bringen ....

    • L. (kein Partner)
      25. Juli 2010 13:55

      @Celian
      Das waren nur leicht verkürzte Zitate aus "Österreich". Das kann allein schon deshalb keine Satire sein, als "Österreich" niemals satirisch über BK Faymann berichten würde.

    • Celian
      25. Juli 2010 14:43

      L.:

      Jaja, natürlich waren das alles nur verkürzte Zitate tatsächlich so ernst gemeinter Aussagen aus der vom Staat hochsubventionierten Zeitung mit dem anmaßenden Namen „Österreich“. Das ist ja gerade das Entlarvende. Satire muss manchmal gar nicht zum Mittel der Übertreibung greifen. Die reale Welt ist Satire genug. Man muss sie nur aufzeigen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2010 14:45

      Dörfler beim Fischessen ist tatsächlich bemerkenswert grotesk.

    • RB (kein Partner)
      25. Juli 2010 15:03

      @L. ad "niveauloser Urlaub"
      Aha, sie meinen den LH Dörlfler! Jetzt hab ich's.
      Ja, wirklich schaurige Barbarei, aber zum Glück haben wir ja die Tierschützer, die werden ihm diese Fischfresserei schon austreiben.
      Und wo verbringt unser BK seinen Urlaub? Spaziert er geruhsam durch Mini mundus? Das würde ich niveauvoll nennen.
      Nein, heute nicht, da wird er bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele
      Glanz verbreiten und sein Kulturbedürfnis stillen, eben niveauvoll.
      Schönen Sonntag noch und weiterhin viel Spass mit "Österreich".

    • Celian
      25. Juli 2010 16:06

      Schnabeltierfresser

      Genau, Sie haben es erfasst. So etwas Banales wie dass Dörfler einen Fisch isst, steht wie selbstverständlich neben der Ungeheuerlichkeit, dass man sich mit dem Budgeterstellen noch ein bisschen Zeit lassen muss, weil man die Wirtschaftsdaten vom Herbst mitberücksichtigen will. So eine faule Ausrede! Als ob das Verschieben nicht immer gelten würde, warum nur die Wirtschaftsdaten des Herbstes? Warum nicht die auch vom Winter? Und diese Frechheit steht in „Österreich“ in einem Atemzug nebenan zum Fisch vom Dörfler. Das ist ja wohl die ungenierteste Art wie einem eine Frechheit untergejubelt werden soll, als wäre sie das Selbstverständlichste von der Welt.

    • Celian
      25. Juli 2010 16:12

      L.:

      Es gibt eben Leute die eine Zeitung lesen können, als wäre sie ein Witzblatt.

      Die Zeitung "Österreich" die weder die Bezeichnung "Zeitung" verdient sondern eher das Sprachrohr der SPÖ noch ihren hochtrabenden Titel "Österreich" , weil sie so tut als ob sie das Sprachrohr Österreichs wäre, ist so ein Blatt.

    • Undine
      25. Juli 2010 17:25

      @Samtpfote

      Der Carlo Sociale wird doch mit dem Vorschlag der Einführung einer Häuselsteuer am Ballhausplatz doch nicht auf das häufig frequentierte Refugium unseres Staatsoberhauptes angespielt haben!?! Wie despektierlich.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2010 17:41

      Celian, er isst ja nicht irgendeinen Fisch.

    • Undine
      25. Juli 2010 17:50

      @Laura R.

      Ja, liebe Laura, ich glaub', bei so einem heiklen Thema sollten Sie sich einen guten Rat bei Ihrem Vorgänger Karl Knaller holen. Der hat sich doch eh' erst kürzlich Lorbeeren verdient, wie er mit dem Werner und dem Bill Clinton am Life-Ball war.

    • Samtpfote
      25. Juli 2010 19:09

      Schnabel...
      was dann? den Fischer?

      Undine

      Na allemal!
      Pecunia non olet

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2010 19:18

      Holen Sie Sich noch schnell ein Österreich aus dem Altpapier, es lohnt sich, das selber festzustellen. ;)

    • Samtpfote
      25. Juli 2010 19:22

      Schnabeltier...

      Ich denke nicht im entferntesten daran!
      "Österreich": nicht einmal klauen ....

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2010 19:26

      Na dann lachen Sie heute eben nicht mehr so herzlich wie ich habe.

    • Samtpfote
      25. Juli 2010 19:29

      Schnabel ...

      Ich werd' es überleben - hoffe ich!

      So gesehen, kann anscheinend Konsequenz einem auch "Lachen kosten". :-)

    • Undine
      26. Juli 2010 08:38

      @Laura R.

      Für Ihre köstliche Formulierung und "Umschreibung" eines Sachverhalts mindestens 3 Sternderl! :-)

    • Karl Knaller
      26. Juli 2010 08:54

      @Undine
      ... woraus man ersieht, daß die gute Laura keine Nachhilfe von mir braucht!

    • Laura R.
      26. Juli 2010 08:57

      @undine:

      Danke. Man könnte die Abgabe "Fortpflanzungsverweigerungsäquivalent" nennen, oder so.

    • Undine
      26. Juli 2010 11:53

      @Laura R.

      Es wird immer noch besser! Wenn man Ihre Jugend in Betracht zieht, kann man sich nur wundern über Ihren reichen Wortschatz. Ach ja, Sie haben vor einigen Tagen geschrieben, Sie seien NICHT in eine GESAMTSCHULE gegangen. Das merkt man. :-)

      @Karl Knaller

      Es scheint sich doch Ihr segensreicher Einfluß auf die junge Laura bereits auszuwirken, gell Laura. :-)

    • Laura R.
      26. Juli 2010 12:11

      @Undine & Karl Knaller
      Nochmals herzlichen Dank. Vielleicht geh`n wir einmal gemeinsam einen heben? Zum "Roten Hiasl" vielleicht?

    • Undine
      26. Juli 2010 20:49

      @Laura R.

      Den Gasthof zum "Roten Hiasl" gibt's ja tatsächlich! Da bin ich aber baff. Ich bin nämlich "aus der Provinz". Eigentlich hatte ich gedacht, Sie hätten nur eine Anspielung auf irgendeinen roten Matthias aus unserer Politikerriege gemacht!
      Dann hab' ich gegoogelt......
      Wenn Sie, liebe Laura, weiter so fleißig posten, werde ich bei meinem nächsten Besuch in der Bundeshauptstadt mit Ihnen in den "Roten Hiasl" marschieren!

    • Laura R.
      27. Juli 2010 09:34

      @Undine - natürlich gibt es den "Roten Hiasl", im Volksmund auch SPÖ Matthias genannt, direkt an der Neuen Donau. Sowas könnt` ja nicht einmal ich erfinden... auch die durchaus beeindruckende bunte Besucherschar nicht.

  13. Johann Hochstöger (kein Partner)
    25. Juli 2010 09:06

    "...... Und die ÖVP steht wieder einmal da, schweigt, und wartet, statt sich einmal zu besinnen, wen sie als Partei einmal vertreten hat!".

    Sollte wohl richtig heißen "die ÖVP(Politikerinnen) schweigen und täuscheln ungeniert unter der Tuchent". Denn als selbsternannte Fahnenträger des Rechtsstaates und Kralshüter der öffentlichen Geldschatulle taugen diverse Machenschaften nicht.

    Im Burgenland ermitteln etwa Korruptionsstaatsanwalt- und die Staatsanwaltschaft Eisenstadt gegen Landesrat Falb-Meixner und zwei weitere VP-Bürgermeister. Alle stehen im Verdacht per Scheinanmeldungen Schülerzahlen gefälscht zu haben um Schulstandorte zu sichern.

    In Tirol haben sich Agrargemeinschaften in wenigen Jahrzehnten mehr als 3.000km² öffentlichen Grund, die Fläche Osttirols, illegal unter den Nagel gerissen. Geschätzter Schaden: Drei Milliarden Euro. Honorige Diebe mach(t)en mit ihrer Beute glänzende Geschäfte und dürfen, dank Schutzpatronats der Landes-VP, auch VfGH-Erkenntnisse beharrlich ignorieren während sich die Kommunen verschulden müssen.

    Die Innenministerin jagt per Soko Asylmissbraucher und für die Justizministerin ist sowieso jede Suppe zu dünn an der Politiker löffeln.

    • Josef Maierhofer
      25. Juli 2010 14:33

      Wo man hinschaut, lauter Misstände, da haben Sie recht.

  14. H.F. (kein Partner)
    25. Juli 2010 07:39

    Wer lehnt denn bitte einen Auftrag wegen der Steuer ab?
    Das ist doch genau so ein Unsinn wie "ich darf nicht mehr verdienen weil ich dann in eine höhere Steuerklasse komme".
    Die Steuer wird doch anteilsmäßig bezahlt oder irre ich mich da?

    • RB (kein Partner)
      25. Juli 2010 09:49

      @H.F.
      Natürlich gibt es Auftrage, die wegen der Steuer abgelehnt werden.
      Die MehrLEISTUNG zahlt sich nicht aus, in Relation, was dann netto übrig bleibt.
      Habe selbst kollektivvertragliche und auch außerordentliche Gehaltserhöhungen
      bekommen (diese natürlich für MEHRleistung). Der Nettoerhöhung des Gehalts
      stand in keiner Relation zur Bruttoerhöhung.
      Ich tröstete mich halt immer mit dem Gedanken "ich verdiene lieber mehr und zahle hohe Steuern, als ich verdiene wenig und zahle weniger Steuern.
      In den letzten 15 Jahre meiner Berufstätigkeit (auch die mit der höchsten, intensivsten und verantwortungsvollsten Leistungserbringung) habe ich es vermieden zu genau auf meine Lohnsteuerabzüge zu schauen......es krampfte sich der Magen zu sehr zusammen......

    • H.F. (kein Partner)
      25. Juli 2010 11:00

      Wenn die Aufträge der Steuer wegen abgelehnt werden müssten diese Aufräge theoretisch auch bei Nullsteuer abgelehnt werden. Natürlich kann es sein, dass ein Auftrag nicht im Verhältnis zum Ertrag steht aber die Konkurrenz muss ja die Steuer genauso einkalkulieren. Insofern wird ein Auftrag nicht der Steuer wegen abgelehnt sondern weil man den Gewinn im Verhältnis zum Arbeitsaufwand zu gering einschätzt. Gäbe es keine oder weniger Steuern wäre der Gewinnanteil bei solchen Aufträgen immer noch zu klein. Gut sie müssten dann keine Steuern bezahlen aber das wäre dann vom Auftaggeber ja auch eingepreist, der verschenkt ja auch nichts.

      Die hohen Steuern beim Gehalt bezahlt man ja nur für den Anteil der in die jeweils höhere Steuerklasse fällt. Wie sie schon sagen, besser mehr Steuer zahlen als nichts bekommen.

      Grundsätzlich bin ich allerdings der Meinung, dass Arbeitsleistung zu hoch und Vermögen zu gering besteuert wird. Nicht, dass mir jetzt noch jemand unterstellt ich wäre ein Fan von hohen Steuern auf Arbeit.
      Sind übrigens die hier so verhassten Grünen die eben für eine Senkung der Steuern auf Arbeit und auch gegen eine Mehrbelastung bei hohen Einkommen eintreten.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      25. Juli 2010 11:27

      Weltfremd bist halt. HF. Viele tun das, ich auch. Wenn ich mehr verdiene, wird mir nur mehr weggenommen. In meinem Freundeskreis denken und handeln viele so, da muss man noch kein Spitzenverdiener sein.

    • Josef Maierhofer
      25. Juli 2010 14:41

      Das habe ich schon einmal erlebt als Assistent der TU Wien, als 500,- ATS Gehalterhöhung im Endeffekt dann zufolge der höheren Steuerklasse de facto eine Gehaltsreduktion geworden sind.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2010 14:53

      "als 500,- ATS Gehalterhöhung im Endeffekt dann zufolge der höheren Steuerklasse de facto eine Gehaltsreduktion geworden sind."

      Na das bekäme ich gerne vorgerechnet. ;)

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      25. Juli 2010 15:34

      Wer kam eigentlich auf die idiotische Idee mit Steuerklassen. Ein linear ansteigender Steuersatz mit ein prozentigen Abstufungen wäre um vieles gerecht!

    • RB (kein Partner)
      25. Juli 2010 16:11

      @H.F.
      Vermögen ist Ihrer Meinung nach zu gering besteuert.
      Wann fängt "Vermögen" an? Bei 50.000,-- Euro, bei 5000.000,-- Euro oder
      WO?
      Und egal bei welchem Betrag Sie beginnen, DIESES Geld (Vermögen, weil es
      nicht ausgegeben wurde und auf der Bank liegt) wurde bereits nach allen
      Regeln der Kunst versteuert. Und die Zinsertragsteuer schlägt sowieso nochmals zu. Oder unterstellen Sie vielen "Vermögenden", dass sie die Steuern nicht bezahlt haben? Noch nie etwas von Steuerprüfungen gehört?
      Was wollen Sie eigentlich noch alles von denen, die ohnehin "brennen wie ein Luster"?
      Und wenn von dem "Vermögen" Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf fließt, erhält der Staat sowieso wieder 20 %. Sind Sie nur glücklich, wenn alle nix haben? Da ist mir die Marxsche Utopie noch lieber, die davon ausgeht, dass alle
      VIEL haben. Nur hat es das leider nicht gespielt....

    • Josef Maierhofer
      25. Juli 2010 17:25

      @ Schnabeltierfresser

      Das war Anfang der 1980-er Jahre. Vorrechnen kann ich das nicht mehr, weil ich die Sätze von damals nicht mehr intus habe, aber den Jahreslohnzettel gibt es noch und die Auszahlungen. Es war die Änderung damals ab einem 1. Jänner und die Überraschung dem entsprechend, als dann die Zahlen kleiner waren. Das Büro der TU hat mich aufgeklärt und das begründet mit der neuen und höheren Steuerklasse.

      Ich bekam statt 10 500,- ATS dann halt 10 478,- ATS mit der Erhöhung meines Assistentengehaltes um 500,- ATS.

      Das habe ich damals besonders toll gefunden, weil das auch noch so gross angekündigt wurde als Verdienst der damaligen Regierung, die sich, wie jede Regierung natürlich besonders angestrengt hat für ihre Bürger ...

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2010 19:25

      "Wer kam eigentlich auf die idiotische Idee mit Steuerklassen. Ein linear ansteigender Steuersatz mit ein prozentigen Abstufungen wäre um vieles gerecht!"

      Das wird mittlerweile eh eingeschliffen, seit der Grasser-Reform glaube ich.

    • H.F. (kein Partner)
      25. Juli 2010 19:41

      @ Shrooms: Das muss ein sehr intelligenter Freundeskreis sein...
      Lieber weniger verdienen, weil man auf einen Teil des Geldes mehr Steuern bezahlt? Ziemlich sinnvoll, vielleicht solltet ihr alle kündigen oder irgendwelche 800 Euro Jobs annehmen da bezahlt man gar keine Steuern, total super!

  15. Norbert Mühlhauser
    24. Juli 2010 23:42

    Sg Herr Unterberger!

    Die 43 % für Arbeitnehmer sind weit hergeholt.

    Abgesehen davon, dass nominell, wie bereits von einem Beitragenden aufgezeigt, auch Arbeitnehmer den gleichen Progressstufen mit bis zu 50 % unterliegen, hat der Gesetzgeber zuletzt auch den Vorteil aus der begünstigten Besteuerung von Sonderzahlungen (Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld) insofern egalisiert, indem Selbständigen die Möglichkeit eines Gewinnfreibetrages ( § 10 EStG) eingeräumt wurde. Allerdings wirkt sich dieser Freibetrag für sehr potente Einkommensbezieher nicht ganz neutralisierend aus, da nur 30.000 EUR betragend, sehr wohl aber für die meisten Kleinunternehmer.

    • Norbert Mühlhauser
      24. Juli 2010 23:52

      Nachtrag:

      Ich stimme Herrn Unterberger aber darin zu, dass der Staat vor allem sparen lernen soll. Das wird nicht gehen ohne schmerzliche Einschnitte im Gender-, Diskriminierungs-, Rassismus-, Sicherheitsnormenkontroll- und Psychosozial-Apparat etc. Wird aber sicherlich weniger nachteilige Folgen zeitigen, als die ohnehin schon hohen Steuersätze noch mehr anzuheben.

    • Norbert Mühlhauser
      25. Juli 2010 04:14

      Präzisierung:

      Die genannten 30.000 EUR sind Bemessungsgrundlage, nicht der eigentliche Gewinnfreibetrag. Davon dann 13 %, somit 3.900 EUR effektiver Absetzbetrag.

    • Rainer (kein Partner)
      25. Juli 2010 07:35

      "Ich stimme Herrn Unterberger aber darin zu, dass der Staat vor allem sparen lernen soll."

      Das funktioniert nicht. Vom ganzen ideologischen Müll ("Soziale Kälte") abgesehen ist das so, als würde man einem Alkoholiker vorschlagen, anstatt 20 Bier täglich aus finanziellen Gründen nur noch 18 Flaschen zu konsumieren. Selbst wenn man dies durchziehen könnte, wäre es komplett sinnlos.

      Legen wir dies auf den Staat und die mit ihm eng verbundenen Vereine oder ganze Branchen um: Jeder potenzielle Einschnitt löst eine Woge der Empörung aus. Klar: Man ist an die Droge Steuergeld gewöhnt - warum sollte man plötzlich weniger erhalten, während andere weiterhin munter mit der Droge versorgt werden?

      Jedem Nicht-Beamten ist klar, dass die Bürokratie ein gigantischer, Ressourcen vernichtender, kontraproduktiver Moloch ist, der uns in den Abgrund zieht. Und dennoch ist es unmöglich, ihm auch nur einen kürzeren Haarschnitt zu verpassen.
      Am Interessantesten ist für mich derzeit die jährlich Sommerloch-Diskussion rund um die Wehrpflicht. Keiner wagt es, die Dinge beim Namen zu nennen: Es handelt sich definitiv um Versklavung, und mögen die damit verbundenen "Ziele" noch so nobel klingen. Stattdessen wird schwadroniert, welche wertvollen Erfahrungen nicht die glücklichen Zivis und Rekruten beim Beschimpftwerden oder Arsch auswischen sammelnd würden und dass sie systemrelevant seien, bla.

      Kurzum: Nicht das System, wir sind am Ende! Ob es uns heute oder morgen trifft: Jene, die diesen ganzen Laden überhaupt noch am Laufen halten, werden die Rechnung präsentiert bekommen. Und ihre Nachkommen. Und deren Nachkommen.

      Um dem auch was Positives abzugewinnen: Jene, die unsereins Tag für Tag mit dem Stiefel in diesen Scheißehaufen treten und uns vorschwärmen, dass es ja nur für unser Bestes sei, sind von den Auswirkungen nicht im Geringsten betroffen. Sie schicken ihre Kinder auf Privatschulen, lassen sich mit Dienstwagen herumkutschieren, haben ihre Schäfchen längst im Trockenen und gönnen sich Pensionen in einer Höhe, von der kaum ein Arbeitnehmer träumen kann, ein solches Bruttoeinkommen zu erzielen.

      Man verzeihe mir, dass ich nicht mehr kotzen kann. Es ist einfach nichts mehr im Magen übrig ...

    • Norbert Mühlhauser
      25. Juli 2010 10:35

      @ Rainer:

      Gratuliere zur graphischen Gestaltung Ihrer website!

      Allerdings sollten Sie dem 60.000 EUR brutto Spitzenverdiener in Ihrem jüngsten Eintrag doch zumindest 25.000 EUR netto belassen, nicht bloß 2.500. :-)

  16. Martin Bauer
    24. Juli 2010 19:12

    Spindelegger ist gerade dabei, die oberen 10.000 um 100.000 aufzustocken.
    Da kommt Freude auf.

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/583350/index.do?parentid=0&act=2&isanonym=null

    Ich glaube, die ÖVP führt uns einen praktikablen Weg des gemeinsamen Suizids vor.
    Dass sie dabei bei sich selbst beginnt, ist ihr doch irgendwie hoch anzurechnen.
    Oder?

    Wie schreibt Leo Koller immer so schön?
    Man kann gar nicht ....

    • terbuan
      24. Juli 2010 19:43

      Martin Bauer
      Was macht eine Partei, deren Funktionäre nicht in der Lage sind über den Tellerrand zu blicken und meinen, "irgendwie wer mas uns scho richtn", richtig, sie macht nichts, mit Ausnahme von entbehrlichen und talentfreien Wortspenden!

    • Martin Bauer
      24. Juli 2010 19:53

      Langsam aber sicher tendiere ich von A wie Anarchie bis Z wie Zerstörung.
      Am besten, man fängt bei den Politkern an. :-(

    • terbuan
      24. Juli 2010 20:09

      Oder nach dem Buch meiner Schwiegertochter, der Neurologin: "Von A bis Z, von Angst bis Zwang"!

  17. brechstange
    24. Juli 2010 18:44

    Ich denke nicht, dass unsere Wirtschaft NICHT wegen des populistischen Sommer-Politiker-Geplapperes nicht in die Gänge kommt, sondern dass sich unsere Struktursschwächen durchschlagen, die es in Dtld. in der ausgeprägten Form nicht gibt. Unsere Struktur ist auf Dienstleistung ausgelegt, noch dazu auf nicht produktive Dienstleistung, daraus folgt, dass in knappen Zeiten die Nachfrage einbricht und auslässt. Durch die BIP-Statistik hat man das in Österreich natürlich nicht erkannt. Jetzt wird es halt weh tun, bis die heiße Luft aus unserem BIP draußen ist.

    • terbuan
      24. Juli 2010 19:18

      brechstange
      Ich würde das nicht so ganz unterschreiben, Deutschland hat eine andere Strukturschwäche, nämlich die Dominanz der Autoindustrie und die ist ein sehr zerbrechliches Gut, heute boomen die Exporte und beim nächsten Crash brechen sie wieder ein!

    • Samtpfote
      24. Juli 2010 19:43

      terbuan

      Sorry, falsch gefühlt! ;:-)

      Die Autoindustrie ist in Österreich volkswirtschaftlich bedeutend wichtiger als in der Bundesrepublik. Allerweil, wir hätten die industrielle Struktur, wie in D!

    • terbuan
      24. Juli 2010 20:06

      Dann hätten wir ja ein mehrfaches Problem. Einerseits strukturschwach da auf nicht produktive Dienstleistungen ausgerichtet, andererseits Abhängigkeit von den Zyklen der Autoindustrie, derzeit profitieren wir jedenfalls im Fremdenverkehr vom heißen Sommer, vorläufig.

  18. Intellekto
    24. Juli 2010 18:06

    WIDERLICH! 50%der Menschen in diesem Staat zahlen überhaupt keine Stern,keine Soz-Vers.-Beiträge. Die,die jetzt schon alles tragen sollen noch mehr für Flwiß und Tüchtigkeit bestraft werden. Ist DAS wirklich gerecht;Noch dazu wenn alle Nichtzahler bei der Wahl genauso eine Stimme hat,wie einer der 6-stellige Steuern bezahlt??? Im alten Griechenland,wo die wirkliche Demokratie und nicht die Proletarierdiktatur erfunden wurde war Müßiggang strafbar.
    Konrad Adenauer sagte:"Das einzige was die Sozis können,ist wegnehmen"

    • Celian
      24. Juli 2010 22:37

      Für den von Alters her gebrachten Begriff der Faulheit – Acedia- also der Trägheit des Herzens und der Antriebslosigkeit, hat sich die sozialistische PC-Mafia einen neuen Begriff einfallen lassen: Burnout-Syndrom. Das ist zwar immer noch reine Arbeitsverweigerung, aber die anderen – die Arbeitgeber sind schuld, dass man nicht mehr arbeiten will. Man wird dadurch vom Faulpelz zum kranken, zum Opfer der kapitalistischen Arbeitswelt, mit ihren „ausbeuterischen Methoden“, die einen fertig gemacht haben.

      Das haben die Sozialisten wiedermal gut hingekriegt. Heutzutage ist es modern, wenn man eine Arbeitsphobie hat.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2010 11:12

      50% zahlen keine Sozialversicherungsbeiträge? Das glauben Sie doch selber nicht.

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      25. Juli 2010 15:31

      Pensionisten, Kinder, Schüler, Arbeitslose machen fast 50 % aus! mfG

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Juli 2010 19:29

      Ah so, ich dachte da zählen nur die Arbeitenden. Wegen Steuer und so.

    • RB (kein Partner)
      25. Juli 2010 20:02

      @dRb + @Schnabeltierfresser

      Natürlich zahlen Pensionisten Sozialversicherungsbeiträge!
      So ein Schwachsinn, der hier verzapft wird.

    • Marianne
      26. Juli 2010 14:56

      Unser Finanzminister ist auch noch stolz darauf, daß es in unserem Land so wenige Menschen (43 % der arbeitenden Bevölkerung) gibt, die Steuern und Sozialabgaben zahlen (erinnere mich an eine Rede im letzten Herbst). Entweder verdienen diese zu wenig, oder sind wir doch nicht so ein reiches Land, wie uns immer vorgegaukelt wird. Denn in einem reichen Land ist man stolz darauf, genug zu verdienen und zu den Steuerzahlern zu gehören.

  19. terbuan
    24. Juli 2010 16:37

    Wie und die anderen sehen:
    Der notorische Schwarzseher und Betreiber der website hartgeld.com, Walter Eichelburg, schreibt über die Gefahr, die aus dem Osten kommt in "Eigentümlich frei"u.a.

    ......2009 wackelten nicht nur diese Staaten in Osteuropa, sondern auch die westlichen Banken aus Österreich oder Schweden, die dort vorher ohne Rücksicht auf Verluste Sub-Subprime-Kredite hineingepumpt hatten. Selbst die Republik Österreich war wegen der Bankenstützung nicht weit vom Staatsbankrott entfernt. Jetzt kommt es wieder.....

    ......Das Problem aller dieser Oststaaten:

    - zu großer Staat, aber zu wenig Wettbewerbsfähigkeit
    - Kredite aus dem Westen in Fremdwährung veranstalteten einen Konsumboom
    - „Echtes Sparen“ wird vom Wähler mit Abstrafung der Regierungspartei geahndet
    - Enorme Handelsbilanzdefizite, noch viel größer als im Westen......

    .....Mit wenigen Ausnahmen (Tschechien, Slowakei, Polen) sind ganz Osteuropa und der Balkan bankrott. Sobald man den IWF-Tropf aussetzt, kommt es wieder zum Vorschein. Das von den törichten Banken dort hineingestopfte Kreditgeld werden wir nie wiedersehen – genauso wie von den PIGS im Süden der Eurozone. Unsere Spareinlagen sind das: verloren.....

    Ich meine, so ganz daneben liegt er nicht, echtes Sparen wird auch bei uns vom Wähler abgestraft, manchmal wundert man sich, warum Politiker so an ihren Sesseln kleben und nicht so reagieren wie z.B Horst Köhler oder Roland Koch.
    Oder glauben die alle noch an das Christkind oder an den Weih(Fay)nachtsmann?

    • terbuan
      24. Juli 2010 17:53

      Der Titel sollte natürlich heißen: "Wie UNS die anderen sehen", Pardon

    • Celian
      24. Juli 2010 23:03

      Verstehe ich das richtig, Sie schlagen vor, dass alle Politiker, die fürs Sparen sind, von ihren Ämtern zurücktreten sollen weil sie sowieso nicht mehr wieder gewählt werden? Freie Bahn also für die schamlosen Schuldenmacher. Das wäre politischer Selbstmord á la Köhler.

      Davon wird’s auch nicht besser.

  20. Laura R.
    24. Juli 2010 15:54

    Der Werner hat g`sagt, die Idee vom Berlusconi hat er auch schon einmal g`habt, aber da tät` uns nach der Parteisteuer gar nix mehr überbleiben.

    Und überhaupt muß ich ihn immer mehr bewundern, den Werner, mit seiner schönen, maskulinen Stimme, wenn er dann die vielen g`scheiten Sachen sagt, die ihm der Günther und die andern so vordenken.

    • terbuan
      24. Juli 2010 16:14

      Und außerdem, bei den wenigen Abgeordneten in Österreich, die machen das Kraut ja auch nicht fett, na ja, wenn man die Landtage auch noch dazuzählt, aber das wäre ja dann Ländersache und das tät dem Michi aber sicher nicht passen!

    • Samtpfote
      24. Juli 2010 18:45

      Ja, das mit der Stimme, das hat er aus der Johannesgasse. Den Rest hat er im Selbststudium erreicht. Da sieht man wieder, was man mit Intelligenz und körperlicher Tüchtigkeit alles erreichen kann.

      Dass er dauernd auf den Günther hört ist schon bedenklich. Wo doch der Nenning schon so lange tot ist.

    • Undine
      24. Juli 2010 20:25

      l@Laura R:

      Da ham's schon recht, liebe Laura der Werner ist eine echte Lichtgestalt. Irgendwer hat g'sagt, daß der Werner 's Pulver net erfunden haben soll. Braucht er ja auch gar net, des is ja schon längst erfunden. Ich könnt net immer des nachsagn, was mir die andern vorsagn. Des is eine Sonderbegabung! Freundschaft, liebe Laura R.!

    • Undine
      24. Juli 2010 21:22

      @Samtpfote

      Ach, Samtpfote, die Laura R. meint ja nicht DEN Günther, der schon gestorben ist, sondern den ANDEREN, der noch lebt natürlich, den Krauterer oder Kräutler oder so...... :-)

    • Brigitte Imb
      25. Juli 2010 15:41

      Laura,

      3 Sterne für die "maskuline Stimme" unseres Bundeskasperls!!!! *lol*

  21. Kurt22
    24. Juli 2010 15:22

    Ich glaube, der Hintergrund dieser Gier nach neuen Steuern liegt darin, daß nur derjenige, der den bildungsfernen Schichten den permanent wachsenden Wohlstand trotz Leistungsverweigerung verspricht, bei Wahlen erfolgreich ist. Also: Ich nehme denen, die mich sowieso nicht wählen (Alle können ja nicht auskommen), und gib meinem Klientel, schiebe alles auf die Krise, und behalte meine Ämter.
    Und die ÖVP steht wieder einmal da, schweigt, und wartet, statt sich einmal zu besinnen, wen sie als Partei einmal vertreten hat!

    • ProConsul
      24. Juli 2010 17:41

      Kurt

      vollkommen richtig erkannt. Deswegen kann eine Demokratie auch nicht ewig bestehen; sie verlottert mit der Zeit zu einer Ochlokratie (Pöbelherrschaft). Der gemeine Mensch denkt eben nur an den unmittelbaren Vorteil und wählt dementsprechend. Dass das auf Dauer nicht gutgehen kann, ist abzusehen.

    • Intellekto
      24. Juli 2010 18:09

      SEHR GUT! Die ÖVP war einmal. Hat Angst vor Antisozialismus,der Herr Pröll,weil das ist heute unmodern geworden.

    • terbuan
      24. Juli 2010 18:10

      ProConsul
      Der Niedergang der westlichen Demokratien ist vorprogrammiert. Werte wie Fleiß, Ehrenhaftigkeit, Gemeinnutz, Familiensinn, Tradition etc. haben keinen Stellenwert mehr in der Gesellschaft, es zählt nur mehr Egoismus, Raffgier, Betrug und Hedonismus. Mahner werden verhöhnt und mundtot gemacht, wir erleben diese Spirale mittlerweile wie im Zeitraffer!

    • Gerhard Pascher
      24. Juli 2010 18:37

      Das größte Übel in unserer Parteienlandschaft ist immer die Gier nach Stimmen.
      Ein sehr großer Nachteil in unserer Demokratie ist der, dass jede Stimme gleich viel zählt. So "wiegt" die Stimme eines arbeitsscheuien Daueralkoholikers gleich viel wie z.B. voneinem Unternehmer, welcher mehrere hunderttausend Euros an Einkommensteuer zahlt und mit seinem vollen Risiko Geschäften nachgeht und vielleicht sogar hunderte Arbeitsplätze schafft.

    • Gerhard Pascher
      24. Juli 2010 18:44

      Das größte Übel in unserer Parteienlandschaft ist immer die Gier nach Stimmen.
      Ein sehr großer Nachteil in unserer Demokratie ist, dass jede Stimme gleich viel zählt. So wiegt die Stimme eines arbeitsscheuen Daueralkoholikers gleich viel wie z.B. von einem Unternehmer, welcher mehrere hunderttausend Euros an Einkommensteuer zahlt und mit seinem vollen Risiko Geschäften nachgeht und vielleicht sogar hunderte Arbeitsplätze schafft. Ein leiner Trost ist vielleicht der, dass der beschriebene Nichtsnutz gar nicht wählen geht.
      Ein Ausweg wäre vielleicht, dass sich alle wahlberechtigten zuerst in Wahllisten eintragen und nur diese Leute dann an der Wahl teilnehmen können. Damit wäre zumindest ein kleines Filter eingerichtet. Aber vermutlich würden von manchen Parteien schon bei der Listeneintragungen die passiven Leute "hingekarrt".

    • terbuan
      24. Juli 2010 18:56

      Gerhard Pascher
      Die Überlegungen hinsichtlich eines Zensus/Klassen/Kurien-Wahlrechts haben natürlich etwas für sich angesichts des krassen Mißverhältnisses zwischen Steuerleistung und demokratischer Mitbestimmung in einem Verteilungsstaat, der die Faulen begünstigt und die Fleißigen bestraft.
      Andererseits lehrt uns die Geschichte, dass wir damit nur neue Probleme schaffen würden, so z.B. könnte dann ein Mindestrentner, der sein ganzes Leben hart gearbeitet hat nicht mehr wählen, auch keine Lösung!

    • ProConsul
      24. Juli 2010 19:02

      terbuan

      A democracy is always temporary in nature; it simply cannot exist as a permanent form of government. A democracy will continue to exist up until the time that voters discover that they can vote themselves generous gifts from the public treasury. From that moment on, the majority always votes for the candidates who promise the most benefits from the public treasury, with the result that every democracy will finally collapse due to loose fiscal policy, which is always followed by a dictatorship. The average age of the world's greatest civilizations from the beginning of history has been about 200 years. During those 200 years, these nations always progressed through the following sequence:

      From bondage to spiritual faith;
      From spiritual faith to great courage;
      From courage to liberty;
      From liberty to abundance;
      From abundance to complacency;
      From complacency to apathy;
      From apathy to dependence;
      From dependence back into bondage.
      ("Tytler Cycle")

      Gerhard Pascher

      ja, diesen Nachteil wird man leider nicht abschaffen, es würde ständig Streitereien geben wie die Gewichtung der Stimmen aussehen sollte. Übrigens: In der ursprünglichen Demokratie in Griechenland hatte auch nicht jeder ein Stimmrecht.

    • terbuan
      24. Juli 2010 19:03

      ad Niedergang der westlichen Gesellschaft
      Bei einer Schwulen- und Lesbenparade in Duisburg kam es heute zu einer Massenpanik mit mindestens 10 Toten und vielen Schwerverletzten, solche "events" hat unsere Gesellschaft ja wirklich dringend benötigt (wie einen Kropf)

    • terbuan
      24. Juli 2010 19:12

      Danke ProConsul
      die Frage ist nur, sind wir schon in einer Diktatur oder steht uns noch ein langer Bürgerkrieg bevor!

    • ProConsul
      24. Juli 2010 19:46

      terbuan

      die Anzeichen dieser Diktatur sind ja bereits zu erkennen, auch wenn es (noch) wenige sind die sie erkennen. Dr.Unterberger et al verwenden nicht umsonst den Begriff "Diktatur der Political Correctness". Ich habe heute folgenden Artikel gelesen, der genau dazu passt:

      http://www.nwzonline.de/Aktuelles/Politik/Nachrichten/NWZ/Artikel/2391776/Ministerin+will+Medien+Inhalte+vorgeben.html

      Diese politische Korrektheit ist aber nur ein Element in der zukünftigen Diktatur! Denn eigentlich ist es eine Diktatur des Konsums/Geldes/Kapitalismus. Ein wichtiger Schritt um dieses Ziel zu erreichen, ist für die linken Gleichmacher die Implementierung der sogenannten Gesamtschule. Wenn man es brutal ausdrückt sollen dort einfach nur dumme Sklaven für die Wirtschaft gezüchtet werden, die obendrein den gerade herrschenden Zeitgeist eingeimpft bekommen; von Bildung, Humanismus, und Aufklärung wird in einer solchen Schule sicher nichts mehr zu spüren sein.

      Das Problem ist, dass wir uns dieser Diktatur des Geldes nicht entziehen werden können, weil sie durch die weltweite Globalisierung begünstigt wird. Dabei spielt auch die seichte, amerikanische Leitkultur, sowie die jüdisch-dominierte Hochfinanz eine große negative Rolle.

    • terbuan
      24. Juli 2010 20:12

      ProConsul
      Zustimmung 100pro

  22. Celian
    24. Juli 2010 14:33

    Die Gerechtigkeitslücke Schieders kann man relativ in Form einer Verteilungsgerechtigkeit (Ergebnisgerechtigkeit) sehen – so wie er selbst, d.h. tragen alle gemäß ihrer Leistungsfähigkeit gleich viel bei zur Gesellschaft oder gibt es einige, die relativ weniger beitragen? – Darauf kann man nur antworten, dass das nicht der Fall ist, die sog. Reichen, die oberen 25 % der Lohnsteuerzahler zahlen unverhältnismäßig viel - 80 % der Steuern.

    Oder man kann Gerechtigkeitslücken im Sinne einer Regelgerechtigkeit sehen, in der alle Bürger die gleichen Rechte und Pflichten haben – von den Pflichten der Steuerlast sind allerdings einige ausgenommen, die sich aber sehr wohl an den Früchten der Steuerzahler delektieren.

    Man sieht, wie mans auch dreht – die Gerechtigkeitslücke ist nicht dort, wo Schieder sie vermutet, bei den „Reichen“. Sondern bei den Sozialisten, die die Arbeit privatisieren wollen und das Einkommen sozialisieren wollen.

    • Kurt22
      24. Juli 2010 15:27

      Im Zusammenahng mit Schieders (bzw. der SPÖ) Ideen ist es eine Frechheit, den Ausdruck "Gerechtigkeit" zu verwenden! Gerechtigkeit herrscht, wenn jemand für gute Arbeit gutes Geld verdient, wenn jemand gespart hat, davon Zinsen kassiert.
      Nach Schieders Auffassung müßte ein Gärtner, der seinen Apfelbaum plegt, düngt, gießt, die Hälfte der Äpfel seinem Nachbarn geben, der seinen Baum verdorren ließ.

    • sauna-echo
      26. Juli 2010 18:15

      Lieber Celian,
      was ist Gerechtigkeit ?
      Ursprünglich eine (freiwillige) "Tugend", die mit der Marktwirtschaft Unzufriedene schon öfter zu einer zwingenden Pflicht machen wollten.
      Wenn man aber jedem nach seinen Bedürfnissen geben muss, dann muss auch jeder nach seinen Fähigkeiten auch unfreiwillig Leistung bringen - wenn nötig im GULAG.
      Anders ist diese Art von Gerechtigkeit "logisch" nicht machbar.
      Weil die Slowaken das noch frischer in Erinnerung haben, sind Schieders Zwangstugenden dort nicht mehrheitsfähig.

  23. Brigitte Imb
    24. Juli 2010 13:58

    Laut Schieder braucht nicht gerettet werden, sondern "Gerechtigkeitslücken" müssen gestopft werden. Ein neues Unwort ist von den Sozen kreiert.

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/583313/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

    Kommt für die Vermögenden eine Art "Steuersteuer", sowie Zinseszins?

    Wir brauchen anscheinend nicht ansetzen bei millionenschweren Provisionen, die ja angeblich üblich sind in gewissen Branchen, nein, wir setzen auf "Gerechtigkeit" indem jeder arbeitende und steuerzahlende Bürger gefälligst sein Scherflein und einen weiteren sozialen Scherf beizutragen hat, damit die obere Klasse der Politiker ihren Spielereigen weiterführen kann.
    Zum besseren Gelingen dieses Vorhabens, setzt die SPÖ auf Volksverdummung - Sonderschule für alle.

    Würden unsere Volksrepräsentanten wirklich umsichtig und gerecht agieren, könnten wir alle, bei einem geringen Steuersatz, buchstäblich im Geld schwimmen. Aber leider, es gibt die "Gerechtigkeitslücke", in der enorm viel Steuergeld versickert.

  24. Celian
    24. Juli 2010 13:06

    Niemand sollte sich angesichts solcher Ideen wundern, wenn die österreichische Wirtschaft derzeit wieder deutlich hinter der sich erstaunlich schnell erholenden deutschen hinterherhinkt.


    Schauen wir mal genauer, zu unserem Nachbarn nach Deutschland. Dort hat es statt Geschwafel um Steuererhöhungen ein Sparpaket gegeben, das auch Einschnitten auch für Hartz-4-Empfänger vorsieht. Ein „Solidaritätsbeitrag“ – allein dieser beschönigende Ausdruck für Reichensteuer – wurde zwar von den linksgerichteten Parteien moniert – diese sind aber nicht in der Regierung, demzufolge könnens reden was wollen. Jedenfalls wurde ein solcher Solidaritätszuschlag nicht eingeführt.

    Im Frühling hat Deutschland einen formidablen Wirtschaftsaufschwung hingelegt, das wurde diese Woche auch vom Ifo-Index dokumentiert, der Geschäftsklimaindex stieg überraschenderweise um 4,4 auf 106,2 Punkte, die Bundesregierung kann sich über Milliarden Steuermehreinnahmen freuen.

    Bei uns dagegen wird kein Sparpaket in Angriff genommen, sondern das Gruseln auf Nach-Halloween verschoben. Jedes Anzeichen eines Wirtchaftsaufschwungs wird durch das stete Einfordern von noch mehr Steuern wie Reichensteuer und Grundsteuer zunichte gemacht. Dagegen kann sich Merkel mindestens zugute halten, dass sie den Wirtschaftsaufschwung nicht behindert hat.

    Deutschland kann mittlerweile als großes Vorbild dienen.

    • terbuan
      24. Juli 2010 13:51

      Diesen Aufschwung wird Deutschland auch dringend benötigen, hat es doch erst kürzlich den Euro gerettet und dafür Mrd. an Verpflichtungen zur (vorläufigen) Rettung der maroden Euroländer übernommen.

    • Celian
      24. Juli 2010 14:09

      Die PIGS-Staaten müssen aber rasch machen, da der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland nicht ewig weitergeht. In drei Jahren gibt es neue Bundestagswahlen in Deutschland und dann ist es höchstwahrscheinlich mit der Schwarz-gelben Seligkeit vorbei. Laut neuester Umfrage sind die Rot-Grünen um eine Nasenlänge voran . Da nützen auch die besten Konjunkturdaten in Deutschland nix, es kommen wieder die schamlosen Schuldenmacher ans Ruder – NRW ist schon in deren Hand.

      Dann ist es vorbei mit den launigen “Deutschland wird das schon alles bezahlen“ – Meldungen.

    • Brigitte Imb
      24. Juli 2010 14:32

      @Celian

      Steht nicht ein gewisses Kalkül dahinter Deutschland zu schwächen?

    • Celian
      24. Juli 2010 14:40

      Brigitte

      Ich glaube nicht. Weder aus dem Inneren – die Bürger sehen nicht oder noch nicht, was sie an ihrer Regierung haben. Noch von außen – ich erinnere mich an die franz. Finanzministerin Lafarge, die den Deutschen deren schwäbischen Eigenschaften vorgehalten hat – schaffe, schaffe, Häusle baue. Die europäischen Staaten sind mittlerweile mehr oder minder alle – außer Österreich natürlich – auf den Sparkurs Deutschlands eingeschwenkt. Und stehen damit im Gegensatz zu den USA, wo noch immer der Keyensianische Irrsinn herrscht – auch England hat sich eines Besseren besonnen.

      Österreich steht ganz allein da. Österreich allein im Wald.

    • Brigitte Imb
      24. Juli 2010 15:02

      Celian,

      ich habe aber schon den Eindruck, dass die soz. Mächte der EU Deutschland an den Kragen wollen, ob sie es schaffen die "schaffe, schaffe" Mentalität zu biegen, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

    • Celian
      24. Juli 2010 15:13

      Brigitte

      Schwer zu sagen, ob das noch heute so stimmt, das war jedenfalls so während der Griechenland-Krise. Mittlerweile schnüren alle namhaften Staaten ein Sparpaket und hüpfen damit Deutschland nach, das hierbei Vorreiter gespielt hat, das sich trotz aller Unkenrufe nicht beirren ließ. Und so hat – so mein Gefühl – ein Umdenken stattgefunden. Auch nicht zuletzt wegen dem deutschen Wirtschaftsaufschwung, der den EU-Karren aus dem Dreck fahren wird.

      Deutschland hat Erfolg. Und der Erfolg gibt immer dem Erfolgreichen Recht.

    • Kurt22
      24. Juli 2010 15:30

      Kann sich noch wer erinnern, wie sich österreichische "Fachleute" in diversen Medien, allen voran der ORF, über Merkels Politik lustig gemacht haben? Die sind jetzt so merkwürdig ruhig!

    • Brigitte Imb
      24. Juli 2010 15:45

      Celian,

      dann wollen wir einmal das Beste annehmen und hoffen, dass den Schuldenmachern endlich ein Riegel vorgeschoben wird.

      Wenn ich mich in Ös Medien umsehe und lese, dass die Korruptionsstaatsanwaltschaft mit der Arbeit nicht nachkommt, verläßt mich wieder der Mut auf bessere Zeiten zu hoffen.

      Und der Hausverstand sollte nun auch den Gleichmachern entgegengesetzt werden, diese Schiene erachte ich als fast ebenso wichtig, denn sonst geht die Identität verloren.

    • Undine
      24. Juli 2010 20:41

      @Brigitte Imb

      Ich glaube, Ihr Gefühl trügt nicht: es steht ganz bestimmt das Kalkül dahinter, Deutschland zu schwächen. Dieses Bestreben ist nichts Neues.

  25. Josef Maierhofer
    24. Juli 2010 13:02

    Ihr letzter Absatz, Herr Dr. Unterberger, hat es mir angetan.

    Wir haben die Möglichkeit, entweder die Politik samt Föderalismus zu halbieren (wäre richtig) oder wir lassen den pompösen politischen Überbau und zahlen nur noch die Hälfte dafür.

    Wir haben die Möglichkeit, alle Privilegien abzuschaffen, auch Pragmatisierung.

    Wir haben die Möglichkeit die Verwaltung zu halbieren (wäre richtig), oder die Verwaltungsblase so überdimensional zu lassen um den halben Preis.

    Wir haben die Möglichkeit mit einem Federstrich auch die ÖBB wieder zum Volk zurück zu holen und die arbeiten dann auch bis 65, bekommen auch normale, berufsadäquate Gehälter und Pensionen, sie sind letztendlich ja auch nichts besseres als alle anderen auch.

    Wir haben die Möglichkeit ein einheitliches staatliches Pensionssystem zu errichten, in das alle gleich viel einzahlen und auch gleich viel herausbekommen. Das hätte auch den Nebeneffekt einer sparsamen und einfachen Pensionsverwaltung.

    Wir haben die Möglichkeit, ab gewissen IST-Pensionshöhen Solidarbeiträge einzuheben.

    Wir haben die Möglichkeit, Einkommensteuerstufen oben dazu zu addieren, wobei ich die 300 000,- EURO inflationsgebunden sehen würde, sodass die Inflationsspirale die Menschen, nicht in diese Zone treiben kann. Ich habe aber den Verdacht, dass da in dieser Zone nicht allzu viel zu holen sein wird.

    Das meiste ist sicher der Abbau der Privilegienwirtschaft und die Halbierung von Föderalismus, Politik und Verwaltung.

    Wir haben die Möglichkeit verzichtbare Fördermassnahmen aufzugeben und nur sinnvoll notwendige zu lassen.

    Wir haben die Möglichkeit übers Transferkonto die Sozialleistungen zu checken und zu korrigieren.

    Wir haben die Möglichkeit zu sagen, dass Langzeit-Arbeitslose Tätigkeiten neben der Jobsuche auszuführen hätten, die die Sozialhilfe decken. Letztlich soll jeder mindestens so viel arbeiten, wie seine Mindestsicherung beträgt.

    Letztlich haben wir auch die Möglichkeit öffentlich zu diskutieren und das mit den betroffenen Gruppen.

    Wenn Dr. Unterberger die präkäre Situation der Familien anführt, so wäre das ein Knackpunkt für die heutige Politik, das im Sinne der Familien zu lösen, nämlich entweder hohe Steuerabschläge pro Kind oder hohe Steuerförderung pro Kind.

    Leicht wird das sicher nicht werden, eine korrekte Lösung zum Sparen zu finden.

    Alle anderen Hilfsmittel, die was bringen hätten können, wie Arbeit, wie Kapital, wie Eigenverantwortlichkeit, wie Fleiss, wie Motivation, etc. sind uns mehrheitlich ja nicht mehr zur Verfügung, ins Ausland verschoben (Arbeit, Kapital), verloren gegangen (Motivation, Eigenverantwortlichkeit, Fleiss, ...) und müssen mehrheitlich ja erst wieder mühsam erlernt werden. Es wäre dies Aufgabe der politischen Parteien, die hauptsächlich für diesen Verfall verantwortlich sind, daran zu arbeiten, dass die Menschen wieder sparen lernen, arbeiten lernen, eigenständig denken lernen, etc.

    Dazu würde es der Wahrheit bedürfen.

    • FranzAnton
      24. Juli 2010 19:13

      Goldrichtig, Herr Meierhofer.

      Aber wie erreichen wir die von Ihnen angesprochenen Ziele? Ich persönlich wollte gerne die direkte Demokratie fördern; leider ist mir aber aus eigener Erfahrung bekannt, daß es kaum engagierte Menschen gibt, welche sich diesbezüglich "aus dem Fenster lehnen" oder anstrengen wollen; in meinem Bekanntenkreis find' ich de facto niemanden. Auch in diesem Forum wird sehr viel Richtiges gesagt, der Rauschgift - Vergleich (von terbuan) beispielsweise erscheint äußerst treffend; leider präsentiert aber niemand eine Idee, auf welche praktische Weise man die Politiker motivieren könnte, etwas Vernünftiges anstatt Populistisches zu unternehmen, um den bergab schlitternden Staatskarren noch vor dem befürchteten finalen crash abzubremsen.
      Für's Erste wäre es m.E. wichtig, eine möglichst große Anzahl von Menschen zu finden, welche gegen eine von Politikexponenten in den Raum gestellte Maßnahme (a' la "nur die Nichtlinkswähler sollen zahlen") ihre Stimme erheben; bei entsprechender Anzahl Zustimmender würde dies auch in den Medien auffallen. Vielleicht ließe sich Herr Dr. Unterberger zur Schaffung eines derartigen Abstimmungsforums motivieren?
      Beispiel: Da es ohne Steuererhöhungen mutmaßlich nicht abgehen wird, könnte, sagen wir einmal, die UST, befristet auf 2 Jahre, mitsamt automatischem Auslaufen, um 2 Prozentpunkte erhöht werden; dafür könnte ich mich, wohlgemerkt, neben den unabdingbaren Einsparungen, erwärmen. betroffen wären gerechter Weise hievon alle Österreicher & -innen, namentlich auch jene, die unsere allseits bekannten Schuldenmacher gewählt haben (sozusagen als "gerechte Strafe für selbstgewählte fahrlässige Krida"), und nicht nur jene, die unter deren Steuerlast schon immer zu keuchen hatten.

    • Josef Maierhofer
      24. Juli 2010 20:44

      @ Franz Anton

      Wenn ich mir im Kurier Faymann's Interview durchlese, wo er meint, er möchte die Leute nicht anlügen, kann ich das durchaus als positive Aussage und Erfolg verbuchen, wenn er auch in diesen Blog lesen lässt. Ich nehme ihm das als Mensch auch ab, auch, wenn er als Kanzler mehr zu sagen hätte als das, was die Menschen vom eigentlichen Problem ablenken soll.

      Ich fühle schon ein gewisses Interesse, etwas besser zu machen, bei einigen Proponenten.

      Eine österreichische Eigenschaft ist einmal präventives Misstrauen zu allem Neuen. Das ist auch der Grund, warum wir im Parlament nicht 20 Parteien haben und wechselnde Koalitionen zu jedem Sachthema, das ist auch der Grund, warum der Dialog nicht geführt wird zwischen den Parteien, weil sie steif sind vor Angst, der andere könnte in ihre Pfründe eindringen, wenn sie sich, wie Sie auch treffend formuliert haben, hinauslehnen. Alles ein Vollkasko- und Sicherheitsdenken.

      Solange es Pfründe zu verteidigen gibt wird dieses steife Misstrauen jegliche Umkehr, jeglichen nationalen Schulterschluss unterbinden. Das endet erst, wenn es nichts mehr zu verlieren gibt. Also nach dem Crash.

      Dabei hätten wir ja eigentlich eine günstige Konstellation mit Rot/Schwarz, wenn nicht jeder glauben würde, alles durchführen zu müssen, alles verhindern zu müssen, alles ganz genau abchecken zu müssen, weil man dem jeweils anderen nicht vertraut und auch tatsächlich nicht vertrauen kann wegen all der Schandtaten der Vergangenheit und der Gegenwart und der Indoktrinierung und Fanatisierung.

      Eine Wirtschaftspartei hat man der ÖVP einmal nachgesagt, was ist von dem geblieben ? Ein halbsozialistischer Haufen, der nicht einmal imstande ist die eigene Linie zu definieren, und zu verfolgen.

      Eine Sozialpartei hat man der SPÖ einmal nachgesagt, was hat sie daraus gemacht ? Eine sozialabhängige Hollodaro Spassgesellschaft auf Schulden, 'Sozialromamantik', hat es die 'Schottermitzi' genannt. Ein Haufen, der sein Leben durch die Arbeit anderer abdecken will.

      Also beide haben Ihre Verantwortung nicht erfüllt, ihre Erwartungen auch nicht und beide haben das Fatalste getan, was es geben kann, einfach Parallelwelten aufgezogen und für alles Kredit genommen. Das 40 Jahre lang.

      Beide glauben, die Klientel kann man kaufen und deshalb die schmutzige Parteibuchwirtschaft mit all den neuen Parallelwelten und Privilegienmissbrauch und den unsäglichen, sinnlosen Wahlversprechungen zum Stimmenfang. Alles ein Postenschacher, ein einziger Opportunismus, sagen wir heute dazu.

      Die Realität aber ist, dass eine Partei die Kraft aus den Meinungen und Anstrengungen ihrer Mitglieder, ihrer Sympathisanten, ihrer Themenbearbeitungen und ihrer Lösungsansätze schöpfen muss und sich ihr Profil daraus ergibt. Nicht umgekehrt darf es sein, dass eine Partei die Meinung den Mitgliedern vorschreibt durch Klientelkauf.

      Das ergibt zwangsläufig die ideologische Ausrichtung der SPÖ mit Apparatschiktum, alles kontrollieren zu müssen, blind folgendem Marschiervolk und die Starre der ÖVP mit all den verschiedenen Gedanken, aber wenig gemeinsamem Nenner und zu wenig Feedback für die Regierungsmitglieder aus der Partei.

      Da sehe ich auch die Chancen der Verbesserungen; Wenn die Repräsentanten nicht mehr weiterkönnen, dann ist das Volk zu fragen. Wäre das vor 40 Jahren passiert, wären wir um 200 Milliarden reicher.

      Noch Vieles liegt im Weg und ist als Hürde zu nehmen:

      Das Volk selbst ist ja natürlich auch nicht besser als die Politik und besteht auf Grund jahrzehntelanger, wie beschrieben, Privilegienmissbräuche und anderer Unsitten, wie Parteibuchwirtschaft, 'lässige Parteijobs', gutbezahlte Jobs, aus einem Armenhaufen, weil die hochbezahlte Arbeit in Niedriglohnländer abgewandert ist, der 'Segen' der Gewerkschaften. Das heisst, wir stehen heute schlecht da und viele andere Nationen haben uns Blöde, die wir Arbeit ausser Landes gegeben haben, überholt inzwischen.

      Das Volk in der Masse besteht auf Grund der angedeuteten Sachverhalte aus mehreren Teilen, die man grob in 3 Gruppen einteilen kann, in Privilegierte, Normale und Verweigerer. Diese Unterschiede müssen behoben werden.

      Traditionell war in Österreich einmal eine Leistungsgesellschaft, wo jeder verdienen konnte, was er leisten wollte. Das wurde in den 40 Jahren der Spassgesellschaft zu einer sehr deutlich vorhandenen Leistungsverweigerungsgesellschaft. Die Leistungsträger werden immer weniger und die Transferleistungsbezieher immer mehr.

      Die Ehrlichkeit, die Wahrheit, der Fleiss und viele andere Tugenden wurden in diesen 40 Jahren der Spassgesellschaft zahlreich zu entsprechenden diametral gegenüberliegenden Untugenden. Es wird schwer, diese Hürde zu nehmen und die Anstrengung und Informations- und Überzeugungsarbeit sehr schwierig.

      Es sind die Privilegien abzuschaffen und es sind die 'sozialromantschen' Transferleistungen zu reduzieren, es ist die Eigenverantwortung zu forcieren und es hat dieses Schmarotzergesäusel der SPÖ und die Starre der ÖVP aufzuhören und ist durch Klartext und Wahrheit zu ersetzen.

      Es hat auch das Verleugnen der eigenen Bevölkerung aufzuhören und Österreich ist mit seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen in der EU zu vertreten, wobei da das eine oder andere österreichische Veto auch den anderen Europäern helfen könnte.

      Dazu wäre eine ganz wichtige Hürde zu nehmen:
      Es dürfen dorthin nach Brüssel nur die besten Politiker entsandt werden und nicht die Nieten. Es müssen Persönlichkeiten sein, die man auswählen muss.

      Wie wir Eigenverantwortung von den Menschen forcieren müssen, so müssen wir das auch in der Politik tun. Man kann dort keine Politiker brauchen, die zuwenig können, wissen und auch keine, die nichts entscheiden können, die keine Moral, Ethik oder religiöse Orientierung mitbringen.

      Dazu wären Auswahlverfahren, Kurse, Hearings, Vorwahlen, etc. nötig und die Vorstellung der Kandidaten und Ihrer Ansichten, Programme, Vorhaben und Einsatzfähigkeit.

      Eine weitere schwere Hürde und Bürde ist das Problem mit den Muslimen, die wir fehlerhafter Weise gerufen haben und zu Staatsbürgern gemacht haben. Mein Lösungsansatz wäre der: alle, die die österreichischen Gesetze, die österreichische Staatsordnung, die österreichische Kultur anerkennen, die werden hoffentlich, wenn schon nicht integrierbar, aber doch in Koexistenz bei uns und mit uns leben können, alle, die aber Krieg wollen, die die österreichischen Gesetze nicht einhalten wollen, müssen konsequent, wie jeder andere Österreicher auch, bestraft werden und ausgewiesen, wenn die Staatsbürgerschaft eine ausländische ist. Es darf da keinerlei Konzessionen geben, auch nicht bei Gewalt in der Familie, etc.

      So eine schwere Zeit auch kommen wird für uns alle, so günstig wäre sie für einen Neubeginn. Neue Verfassung, Einhaltung der Staatsgrundgesetze und konsequenter weise die Abschaffung aller Privilegien und Unterschiede bei den Staatsbürgern.

      Die Kompexität liegt an der Machtabgabe der Mächtigen, an der Privilegienabgabe der Privilegierten und an dem Verständnis der Betroffenen.

      Vieles von allem ist hier schon gesagt worden,

      Das war mein Gedanke an praktische Umsetzbarkeit und Lösungsansätze. Machen wir eine repräsentative Demokartie mit stärkerer Einbindung des Volkes in Verfassungsfragen in strittigen Fragen und lösen wir uns von Apparatschiktum, von Ideologie, von Indoktrinierung, von Missbrauch, von Korruption, von ...

      Es wird lange dauern, bis ein Mensch das glauben kann, dass die Politik tatsächlich lernfähig ist. Wer soll das auch glauben nach 40 Jahren Missbrauch ?

      Die andere Lösung ist der Crash, der ist die sicherste, dass dann kein Stein mehr am anderen ist und dass das mit Bürgerkrieg verbunden ist und den grösstmöglichen Schaden erreicht.

      Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    • Josef Maierhofer
      24. Juli 2010 21:41

      @ noch was Franz Anton

      Den einen Absatz habe ich vergessen zu wiederholen, habe ich aber schon einmal in anderem Zusammenhang gepostet:

      Das Interesse an der drirekten Demokratie steigt parallel mit der Wahrheit, die in den Medien vermittelt wird. Wenn wir alles öffentlich verschweigen, wer soll da für was direkte Demokratie üben ?

      Wahrheit ist notwendig.

    • Norbert Mühlhauser
      24. Juli 2010 22:33

      @ Maierhofer 1302 :

      Ich erlaube mir noch eine Ergänzung einzubringen:

      Wir hätten die Möglichkeit, die Einkommensschwellen für die Stufensätze der Einkommensteuer jedes Jahr automatisch entsprechend der Inflation anzuheben, damit die Politiker keine Möglichkeit mehr haben, das Steuermehraufkommen aus der kalten Progression zu missbrauchen, um sich "gestalterisch" nahezu jedes Jahr neue Wohltaten als Wahlzuckerl einfallen zu lassen, und um damit zu demonstrieren, dass es ihrer zur Herbeiführung der himmlischen Gerechtigkeit bedarf.

      Und ja, Sie haben Recht, dass unsere Politiker kein Rückgrat ggü der EU aufzubringen vermögen. Dort gibt es sicher eine Reihe idiotischer Regelungen. Eine sei hier erwähnt: Wandert eine österr. Mutter mit ihrem Kind in ein EU-Land mit niedrigeren Lebenshaltungskosten aus, dann hat sie aufgrund von EU-Verordnungen trotz Erwerbstätigkeit im EU-Ausland Anspruch auf österr. Familienbeihilfe in Höhe der Differenz zur jenem Betrag, den der Aufnahmestaat als Familienzuschuss gewährt (dh nicht-diskriminierend gewähren muss). Siehe VwGH 2009/150204.

      Lediglich zu einem Punkt Ihrer Ausführungen habe ich bedenken:

      Sollen gemäß Ihrem Vorschlag alle Bezieher im Ausmaß ihrer Mindestsicherung arbeiten, glaube ich nicht, dass der Staat dafür genug Einsatzmöglichkeiten vorsehen könnte. Und selbst wenn, würde das in Form von Arbeitsbrigaden ja zu einer Schattenwirtschaft in Konkurrenz zur sonstigen Marktwirtschaft führen, mit vielerlei bedenklichen Konsequenzen (zB soll auch Unsinniges geleistet werden, nur um zwangsweise zu beschäftigen?). Da denk ich mir', man könnte mit einer zwar prinzipiellen, aber nur gelegentlich geltend gemachten Einsatzverpflichtung ein Auslangen finden.

    • terbuan
      24. Juli 2010 22:47

      Sehr geehrter Herr Maierhofer,
      Ihre Replik auf FranzAnton von 20:44 verdient nicht 3 sondern 5 Sterne und sollte als Kommentar der Woche ausgezeichnet werden. Sie haben alles gesagt was es zu sagen gibt.
      HERZLICHSTE GRATULATION und ALLES GUTE!!!!

    • Brigitte Imb
      25. Juli 2010 02:54

      @terbuan, Celian, Franz Anton

      ich möchte Ihnen etwas mitteilen...

      brigitteimb@yahoo.de

    • FranzAnton
      25. Juli 2010 10:19

      @Maierhofer, Mühlhauser

      Nochmals: Hervorragend Ihre und Herrn Mühlhausers Stellungnahme.

      Bloß fehlt mir der die Aufzeigung eines praktisch gangbaren Weges, um alle diese (oder wenigstens die wichtigsten) Forderungen auch nur ansatzweise zu realisieren.

      Die österreichischen Menschen und deren Politiker sind (so, wie übrigens alle anderen auch) nicht abrupt änderbar, aber, in ihrer Mehrzahl (hoffentlich!!!) bereit, Gefahren zu erkennen und Abhilfe dagegen anzustreben, wenn man ihnen die Gefahren darlegt, Abhilfemöglichkeiten aufzeigt und sie um Unterstützung für diese Abhilfemöglichkeiten bittet, was ich eben den Möglichkeiten einer direkten Demokratie als immanent betrachte. Das Ganze für's Erste einmal völlig ohne (später sicher erforderliche) Verfassungsdiskussion.

      Wird ein solcher direktdemokratischer Weg, abseits bestehender, und von Ihnen wegen deren Verkrustung beklagter Parteiorganisationen nicht beschritten, sehe ich, Ihrer eigenen Klagen wegen, "dunkelschwarzrot", da nur frischer Orkan, Wind wäre zu wenig, durch's Parlament & unsere Parteien - Realverfassung brüllen, nicht bloß wehen, müßte.

    • Norbert Mühlhauser
      25. Juli 2010 10:43

      Zitierfehler:

      VwGH 2009/15/0204 war gemeint, die Geschäftszahl 2009/150204 gibt es nicht.

    • Josef Maierhofer
      25. Juli 2010 12:57

      @ Norbert Mühlhauser

      Arbeit für Mindestsicherungsbezieher.

      Ich habe ausgeführt, dass ich Langzeitarbeitslose meine, bei denen Jobsuche auf Grund der Dauer der Jobsuche (würde sagen 2 Jahre +) mit wenig Erfolg erwartet wird.

      Wir haben so viele Baustellen in Österreich, die nicht ausreichend bedient werden, etwa Pflegebereich, eigentlich alle öffentlichen Bereiche, dass es für mich z.B. ganz leicht wäre, diese schwer Arbeit Findenden agäquat unterzubringen und einzusetzen, so, dass sie auch noch an weitere Jobsuche denken können.

      Es muss für Österreicher wieder ein erleichtertes Gefühl bedeuten, nicht am Sozialtropf zu hängen, sondern die Gegenleistung erbracht zu haben.

      Es kann nur dort angesetzt werden, was ich immer wieder sage:

      Erarbeiten von notwendigen Verfassungsänderungen
      (etwa Verfassungsgesetze binden als Volksreferendum, Streichungs aller Privilegien und Rückführung auf die Staatsgrundgesetze, etc.)

      Vorbereitung der Bevölkerung auf die Verfassungsänderungen und deren Details und Auswirkungen, so dass der einfache Bürger das sinngemäss erfassen kann und sich seine Meinung dazu bilden kann. Erst dann hat ein Referendum einen Sinn. Es soll nicht Parteienmeinung einfliessen, sondern hauptsächlich Bürgermeinung. Es kann eine Volksbefragung geben und nach weiteren Diskussionen und nach Erkenntnis, dass jetzt alle wissen, worum es geht dann das Referendum, die Volksabstimmung. Es soll auch auf die Veranrwortung der Stimmabgabe hingewiesen werden. Es muss auch klar werden, dass Verfassung nichts mit Partei zu tun haben kann.

      Ausführung der Konsequenzen aus den Verfassungsänderungen

      Föderalismusredorm und -reduktion
      Totaler Privilegienabbau
      Verwaltungsreform und -reduktion
      Überarbeitung des Förderungssystems und Reduktion
      Budgetdisziplin und Limitierung am Steueraufkommen

      Alles andere wird dann zur Frage der Tüchtigkeit:

      Werbung für Österreich, damit wieder Arbeit ins Land kommt,
      steuerliche Organisation, dass Wirtschaft und Arbeitsleben wieder florieren können, Bildungsreform, sodass wir wieder vorne mitreden können, sodass unsere weniger Bildungsinteressierten wenigstens die Grundbegriffe ordentlich können und einen Beruf erlernt haben, der ihr Leben tragen kann, etc. etc.

      Für ein Gelingen gibt es folgende Bedingungen:

      Einsicht und Umkehr aus diesen 40 Jahren Spassgesellschaft und Rückkehr zur Leistungsgesellschaft

      Abkehr von der Parteiendiktatur und Klientelpolitik

      Freie Medien und objektive Berichterstattung darin

      Der Wille in eine solche Richtung zu gehen, mit mehr direkter und weniger repräsentativer Demokratie.

      Die parteiübergreifende Einsicht und der Wille zum Neubeginn

      Abkehr vom Gruppendenken hin zu einem etwas gemeinsameren Bürgerdenken

      Das ist eine Bürgermeinung und ich denke ich stehe damit allein da.

      Noch hätten wir es in der Hand, der Wahrheit wirksam Genüge zu tun.

    • Josef Maierhofer
      25. Juli 2010 13:02

      Korrektur:

      Bürgermeinung und ich denke ich stehe damit nicht allein da.

  26. cicero
    24. Juli 2010 12:54

    Ceterum censeo:Finanztransfersteuer 0,5% und Anlegerschutz für Pensionen

    • Norbert Mühlhauser
      25. Juli 2010 00:38

      Einen Anlegerschutz für (Staats-)Pensionen kann es nicht geben, weil deren Höhe von der Höhe der Gehälter der jeweils Aktiven abhängt (Umlagesystem).

      Mit dieser Höhe der Aktivbezüge ist natürlich kein bloßer Nominalbetrag gemeint, sondern die diesen Bezügen innewohnende Kaufkraft.

    • cicero
      25. Juli 2010 15:13

      Die eingezahlten Beträge kann man mühelos mit z.b. 6%iger Verzinsung bis zum Pensionsantrittalter berechnen und daraus eine Rente für z.B. 25 Jahre errechnen. Das kann jede Vorsorgeversicherung oder sie behauptet es zumindest. Das ergibt auch die Pensionshöhe, die der Staat übernimmt,und es erklärt den Aktionären was die Bosse wirklich kosten.
      Weiters werden Prämien an Manager erst nach 2 Jahren ausbezahlt wenn es sich gerechnet hat.

    • Norbert Mühlhauser
      25. Juli 2010 20:19

      @ Cicero:

      Erstens müssen eingezahlte SV-Beiträge sofort zur Bedeckung der Pensionsverpflichtungen der Kassen wieder ausbezahlt werden. Sie können daher nicht angelegt werden.

      Zweitens hat sich mit der Annahme einer 6 %igen Verzinsung schon die schwarz-blaue Regierung bei der Einführung der Mitarbeitervorsorge, die das frühere Abfertigungssystem ablöste, gehörig die Finger verbrannt.

      Politiker glauben immer, das arbeitslose Einkommen, vulgo: "Kapital", wächst wie die Schwammerl, ganz besonders wenn der Staat auf seine KESt daran verzichtet.

      Tatsächlich konnten die Mitarbeitervorsorgekassen bereits vor der Krise 2008 nur ein Wachstum von plus/minus 4 % verzeichnen, daran haben die letzten Jahre natürlich nichts geändert.

      Und das Wachstum des Kapitalmarktes vor der Jahreswende 2008/2009 war geschönten Bilanzen und einer "generierten" Zuversicht zu verdanken.

    • cicero
      26. Juli 2010 00:30

      ad1: Die SV sollte immer angespart sein, nur weil A.H. unsere Goldreserven und die Russen die Postsparkasse ausgeräumt haben, wurde das Umlageverfahren eingeführt mit dem Versprechen, daß es bald nicht mehr notwendig sei. Dann baute sich die PV Paläste, die damals einmalig waren und vergaßen zu sparen.
      Die Gehälter und Privilegien der PV-Bosse stiegen und es blieb kein Geld über.

      ad2: Vor 30 jahren waren die Zinssätze 11%, so nieder wie jetzt waren sie noch nie. Ich nahm einen Durchschnitt an und habe keinen Finanzplan aufgestellt. Ich nahm 45 Jahre an und da gibt es sicher bessere Werte. Ich bin gerne mit den jeweilien Zinssatz der von Ö ausgeborgten Gelder zufrieden.

      3. Das Geld dafür kann der Staat von allen Privilegierten nehmen, die nicht so lange gearbeitet haben, von der Ausländerbetreuung und unseren Zahlungen an Brüssel.

      4. Bei einem Finanzkrach des Staates gelten dieselben Regeln wie beim Konkurs einer Firma: Zunächst werden die Angestellten abgefertigt.

      5. Die Krankenkassa hat für eine Berechnung der Einkommen hervorragende Unterlagen

    • cicero
      26. Juli 2010 01:34

      Bei den Staatsschulden gibt es auch das Umlageverfahren, gespert wird nicht!

  27. Graf Berge von Grips
    24. Juli 2010 12:38

    Die Linken muss man einmal richtig loben!
    Geht deren Streben doch immer nach "oben".

    • Graf Berge von Grips
      24. Juli 2010 12:39

      verschenke ein "immer". Wer "immer"es will.

    • Celian
      24. Juli 2010 12:45

      Behaltens Ihr "immer" lieber. Sonst passt der Endecasillabo (Elfsilbler) nicht mehr. :-)

    • Graf Berge von Grips
      24. Juli 2010 13:25

      Das Verschenken war eher inhaltlich gemeint. :-)

  28. Celian
    24. Juli 2010 12:22

    Sehr richtig, die kalte Progression hängt tatsächlich wie ein Damoklesschwert über uns allen.

    Übrigens zahlen auch Arbeitnehmer 50 % Spitzensteuersatz bei der Lohnsteuer, ab 50.000 Euro Jahreseinkommen. Aber nicht nur aus ureigenstem Interesse ist von einer Erhöhung abzusehen und viel mehr eine Senkung anzudenken – Ungarn will sogar die flat tax einführen - sondern auch, weil sonst in Zukunft von den Spitzen-Leistern niemand mehr die SPÖ wählen wird oder sonst eine Partei, die werden nämlich mit den Füßen abstimmen. Die Sozialisten bemühen sich um die Vertreibung der letzten Leistungswilligen redlich.

    Pröll soll ein Machtwort sprechen und dem ganzen Zirkus der SPÖ ein Ende machen: Nein, es wird keine Reichensteuer gemacht und basta. Pröll hat doch auch bei der Gesamtschule nein sagen können, warum tut er es nicht auch in seinem ureigensten Bereich? Er ist doch Finanzminister.

    • terbuan
      24. Juli 2010 12:55

      Bei der Spitzenprogression von 43% für Arbeitnehmer wird offensichtlich der begünstigte Steuersatz für den 13. und 14. Bezug berücksichtigt.

  29. terbuan
    24. Juli 2010 11:59

    Die Parteien, insbesondere die SPÖ, stehen da wie Drogendealer, denen der Stoff ausgeht. "Wir versorgen Euch mit sozialen Wohltaten und Ihr bezahlt mit Eurer Stimme!"
    Und jetzt müßte endlich der Entzug beginnen aber wer traut sich das zu sagen noch dazu in Vorwahlzeiten! Und nach der Wahl ist immer vor der Wahl.
    So wird eben herumgeschwafelt und gelogen, die eigenen Kunden soll der Entzug ja nicht treffen. Die SPÖ will natürlich die Reichen treffen. weiß aber ganz genau, dass das Budget einnahmenseitig nicht sanierbar ist.
    Je länger die schuldenfinanzierte Drogenverteilung anhält, umso schmerzlicher wird der Entzug werden und es wird uns alle treffen!

  30. M.S.
    24. Juli 2010 11:27

    Je näher die Herbstwahlen rücken, desto mehr werden wir dem Trommelfeuer sozialistischer, populistischer Wahlwerbung ausgesetzt sein. Der amerikanische Spindoktor Greenberg befindet sich schon seit kurzer Zeit in Wien. Dem hat die ÖVP nichts entgegenzusetzen. In Sachen Populismus kann mit der SPÖ kaum einer mithalten. Und wer ehrlich ist, hat die Wahl schon verloren.

  31. pc-think
    24. Juli 2010 10:51

    Bald wird jede der beiden Parteien ihre eigenen Steuervorschläge der anderen Partei präsentieren. Im Sinne guter Zusammenarbeit wird dann jede der beiden Partei die Vorschläge der anderen Partei vollinhaltlich annehmen.
    Dann wird man gemeinsam weitersuchen, da die Vorschläge auch zusammengenommen nicht ausreichen werden.

    • Der kleine Nick
      24. Juli 2010 14:18

      Das klingt plausibel. Umso sicherer wird Ihr "bald" erst nach den beiden Landtagswahlen stattfinden. Bis dahin wird in Wien noch fleißig der Bürgermeister versteckt und in der Steiermark noch fleißig der Reproluzzer gespielt. Aber ernüchternd wird die anschließende Inventur allemal.

  32. Der kleine Nick
    24. Juli 2010 10:01

    Ein "Hoch!" auf jeden Politiker, der schon einmal außerhalb von Parteiapparaten, Zwangsmitgliedschaftskammern und politisch durchseuchten Unternehmen einer Erwerbsarbeit nachgegangen ist! Wenn man die Steuerreform bloß in die Hände solcher, außerdem am Gemeinwohl orientierter und mutiger Politiker legen könnte! Aber was tun derweil UHBK, UHVK und der Herr Kräuter???

    • Celian
      24. Juli 2010 12:27

      Ich sag ja, wir brauchen mehr Köpfe in der Regierung, wie den Karl-Heinz, ein erfolgreicher Vorarlberger Unternehmer.
      Überhaupt brauchen wir mehr Gegengewicht aus dem Ländle gegen die Schuldenmacher aus dem Osten.

    • Der kleine Nick
      24. Juli 2010 14:06

      Ein bemerkenswerter Zufall, dass denen, die am lautesten nach allen Arten von Quoten rufen, noch nie eine Ost-West-Quote oder eine Unternehmer-Nichtunternehmer-Quote eingefallen ist! Wie wär's, Frau Heinisch-Hosek?

    • schreyvogel
      24. Juli 2010 14:47

      Die meisten Poltiker sind pragmatisierte Beamte.

  33. SuPa
    24. Juli 2010 09:23

    Die SPÖ hat derzeit ein Identitäts- sowie Zukunftsproblem. Da bedient man sich eben wieder uralter klassenkämpferischer Methoden, um Stimmen für die anstehenden Wahlen zu gewinnen. Parteiintern weiss man ganz genau, dass solche angedachte Steuern kaum etwas bringen, aber "den kleinen Mann von der Strasse" - natürlich auch die Frauen - kann man damit sicher mobilisieren.
    Derzeit sucht man in beiden Großparteien verzweifelt nach möglichen Ausgabenkürzungen sowie zusätzlichen Einnahmen, aber bei jeder neuen Idee gibt es immer wieder große Bedenken. Nun wenige dieser noch nicht ausgereiften Überlegungen kommen auch schon an die Öffentlichkeit.
    Nach der Wien-Wahl, spätestens Anfang Dezember, werden wir "reinen Wein" eingeschenkt bekommen.

    • Brigitte Imb
      24. Juli 2010 12:04

      Reiner Wein? Das wird ein Fusel, an dem viele sich "verkutzen" werden.

    • Kurt22
      24. Juli 2010 13:10

      Man wünscht sich ja fast schon griechische Verhältnisse, da ist es dann endlich soweit, daß weder auf Beamte noch auf Gemeindebaubewohner Rücksicht genommen werden kann, da geht es ums blanke Überleben des Staates. Aber solange EU, IWF usw. auf diesem Verzögerungsklavier mitspielen, solang wird halt weiter gewurschtelt, der Tag der Wahrheit wird grausam.

    • Samtpfote
      24. Juli 2010 13:26

      Kurt

      3 Sternderln

    • Undine
      24. Juli 2010 18:02

      @Auch von mir 3 Sternderl!

    • Norman Bates




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