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Weihnachten eines Liberalkonservativen

Am Heiligen Abend darf ich hier alle Flüchtlinge vor dem alljährlichen ORF-Mobbing namens „Nichts als Dünkel“ oder so ähnlich begrüßen. Und darf auch einmal ein bisschen persönlich werden.



Aber auch der "Licht ins Dunkel"-Gehirnwäsche sollte man etwas zugute halten: Sie ist noch immer besser als das amerikanische und total unweihnachtliche Ho-Ho-Ho der Ö3-Eigenwerbung. Und beides ist besser als das Staatsfernsehen im sozialistisch regierten Norwegen: Dort darf heuer aus Rücksicht auf die Muslime nicht einmal mehr die Weihnachtsgeschichte gezeigt werden. Ein Blick in die Zukunft.

Aber eigentlich wollte ich heute im Lichte Weihnachtens ein wenig persönlich reflektieren.  Bisweilen wird mir ja kalter Neoliberalismus und abgehobener Konservativismus vorgeworfen. Ich halte diese Adjektiva für ebenso oberflächlich wie unberechtigt.

Sind nicht jene die Kalten und Abgehobenen, die unseren historisch ungeahnten Wohlstand – vom alljährlichen Malediven-Urlaub über die Privatpflegerin für jeden Pflegepatienten bis zum Zweitauto – nur durch leichtfertige Schulden zu Lasten der nächsten Generation finanzieren?

Ist nicht folgendes Prinzip humaner als jenes des Sozialstaates: Eine Gesellschaft soll die Menschen fürs Arbeiten entlohnen und nicht fürs Nichtstun (vom Grundeinkommen bis zur Hacklerregelung oder gar zur ÖBB-Pension für Menschen in der Blüte ihrer Kraft)? Ist es nicht der Natur der Menschen viel eher entsprechend, von ihnen Leistung zu fordern, als ihnen - scheinbar - alle Probleme aus dem Weg zu räumen? 

Ich halte jede konkret und persönlich praktizierte Nächstenliebe für tausend Mal menschlicher und christlicher als das Verhalten jener sich infamerweise oft aufs Christentum berufenden Berufs-Nächstenlieber, deren einzige Tätigkeit darin besteht, noch mehr Staatsausgaben, also Schulden, für vermeintliche oder wirkliche Nöte zu fordern, die jedes Jahr neu entdeckt werden. Von diesen Berufs-Nächstenlieber hört man aber nie die schlichte, jedoch christliche Botschaft: Tu selbst etwas!

Den vielen Gästen dieses Tagebuchs, insbesondere jenen Tausenden, die mir in den letzten Monaten mit persönlichen Mails Ermunterung zugesprochen haben (obwohl mich die Vorgänge rund um die „Wiener Zeitung“ nicht wirklich überrascht oder deprimiert haben), wünsche ich, dass sie persönlich nicht mit hoch gesteckten Erwartungen an die Feiertage herangehen. Dann gibt es eine gute Chance, auch wirklich frohe Weihnachten zu verbringen. Ich wünsche möglichst vielen, während der nächsten Tage die Einbettung in eine funktionierende Familie zu erleben. Und ebenso wünsche ich möglichst vielen, neben der romantischen, traditionsorientierten und sicher auch kitschigen Sicht auf Weihnachten auch dessen religiöse Bedeutung spüren zu können.

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alle Kommentare

  1. HarveyKaren (kein Partner)
    14. Juni 2010 19:33

    Following my exploration, thousands of people all over the world receive the mortgage loans at good creditors. Thence, there's a good chance to receive a financial loan in all countries.

  2. Reinhard Horner (kein Partner)
    04. Januar 2010 12:59

    Reinhard Horner
    reinhard.horner@chello.at
    Weil zum Jahreswechsel von 2009 zu 2010, obendrein am Ende eines zweifachen Darwin-Jahres, grundlegende Gedanken zum Menschen- und Weltbild aus Zukunftsgründen besonders angelegen sein sollten, füge ich einen ebenso zur Rück- wie zur Vorschau vermeinten Leserbeitrag an, den die betreffende Zeitung zu veröffentlichen unterlassen hat.
    Fortschreiten und/oder „Herumwurschteln“
    Wieder hat sich Herr Professor Wuketits (am 18.10.09 im „extra“, der Samstagsbeilage zur Wiener Zeitung) mit einem wesentlichen Thema des Welt- und Menschenbildes beschäftigt. Dabei bekämpft er den Fortschrittsglauben in der Natur- und in der Kulturgeschichte. Im Zuge dessen stellt er auch das Fortschrittsstreben in Frage.
    Als Feindbild wählt er hierzu die naivste Art des Fortschrittglaubens, nämlich die „einer geradlinigen Entwicklung“, „insgesamt als einer Entwicklung zum Besseren“ und des Glaubens an „das zwangsläufige Auftreten unserer eigenen Spezies“ in der Evolution. Dagegen bringt er die Vorstellung von „Zickzackwegen“ ein, mit welcher er alles Fortschrittliche und „die altehrwürdige Idee der Vervollkommnung“ zur „Illusion“ erklären möchte, da es sich in Wahrheit lediglich um „ein ´Herumwurschteln´ mit ungewissem Ausgang“ handelt.
    Zur Begründung seiner Auffassung wird von diesem Evolutionswissenschafter, der auch oft und gerne jegliche mit „Willensfreiheit“ verbundene Willenskraft bekämpft, vor allem ins Treffen geführt:
    - dass die Natur durchaus auch Sprünge macht;
    - dass „Phasen der Stagnation“ und „Phasen einer geradezu explosionsartigen Entwicklung“
    festzustellen sind;
    - dass die Evolution „eine Abfolge von Katastrophen und Krisen“ ist;
    - dass die Skorpione ausgestorben sein müssten;
    - dass die Bakterien noch existieren;
    - dass die Europäische Union „nichts weiter als ein politisches und ökonomisches Experiment, das
    jederzeit scheitern kann, ist“;
    - „dass – bei allen Reformen und Innovationen – letztlich doch nur alte Übel durch neue ersetzt wor-
    den sind“;
    - die „Arroganz der Moderne“, die alles Bisherige als „rückschrittlich“ ansieht.
    Sohin gibt es die „Verantwortlichen“ nur noch mit Fragezeichen. Denn das Leben in einer immer besseren Welt „ist eine Illusion“, solche Hoffnung „trügerisch“.
    Prof. Wuketits schließt allerdings mit dem ungemein bemerkenswerten Satz: „Doch wäre gerade ein Gewinn an Humanität das einzige, was wirklich die Bezeichnung ´Fortschritt´ verdiente.“ Wie aber, wenn diesem Fortschritt zuvor der Boden entzogen würde? Dass natürliche und kulturelle Entwicklungen auf verschiedenen Wegen und unterschiedlich rasch erfolgen, stets mit Risken verbunden sind, auch Umwege, Irrwege und Sackgassen vorkommen, ist gewiss keine allzu neue Erkenntnis. (Vielleicht soll man sie heute dennoch besonders betonen.)
    Dass sich nichts schier automatisch verbessert, sondern im Bereich unseres Handelns alles des umfassenden humanen Einsatzes bedarf, bleibt selbstverständlich. Dabei ist vieles möglich: aufwärts, seitwärts und abwärts. Aufwärts mit tragfähigem Aufgabenbewusstsein und unverkürzter Verantwortung. Nicht unerhebliche Wirkungen auf die natürlichen Entwicklungen des Menschen – förderliche und hemmende – üben auch kulturelle Prozesse aus.
    Gegen die „gefährlichen Propheten“ des Fortschritts steht nicht zuletzt die Heimholung der Wirtschaft und der Technik in den Gesamtzusammenhang menschlicher Kultur und Lebensführung an: vom bloß quantitativen zum qualitativen Wachstum, von rücksichtsloser Erfolgsgesellschaft zu einer solidarischen Leistungsgesellschaft. Solche Fortschritte haben uneingeschränkt realistische Nachforschungen und starke zuversichtliche Ermunterungen zum entsprechenden Handeln nötig. Auch und insbesondere 2010 ff.

  3. Reinhard Horner (kein Partner)
    04. Januar 2010 12:56

    Reinhard Horner
    reinhard.horner@chello.at

    Die Jahreswende ist immer wieder eine Gegebenheit, um abzuschließen und neu zu beginnen, aber nicht minder die Chance dazu, grundlegend Fortwirkendes zu bedenken und so gestärkt das unausweichlich stattfindende „Lernen aus der Geschichte“, bei dem zu entscheiden ist, was und wie gelernt wird, in seinen positiv kritischen Möglichkeiten wirksam werden zu lassen. Zum Jahreswechsel von 2009 zu 2010, obendrein am Ende eines gewiss nicht hinreichend ausgewogen erörterten zweifachen Darwin-Jahres, sollten grundsätzliche Gedanken zum Menschen- und Weltbild besonders angelegen sein. Das betrifft viel Zukunftsweisendes im Denken, Empfinden und Handeln. Nicht zuletzt weit in das politische Geschehen hinein.

    Für eine zukunftsweisende Sicht des Menschlichen (Was? Wieso? Wozu?)

    Es ist gewiss kein taktischer Zufallsgriff, dass kein Geringerer als Präsident Obama in seiner Rede in Kairo just im Darwin-Jahr so sehr die Glaubensfreiheit und die Achtung der Religionen betont hat. Gleich starkes Engagement gebührt der Fortführung der Aufklärung und das nicht nur im westlichen Kulturkreis. Dort und von dort aus steht für ein zukunftstaugliches Welt- und Menschenbild zur Aufgabe, dass die Naturwissenschaften mit ihrer Evolutionstheorie ihren entwicklungsförderlichen Platz behaupten, sich aber nicht in einer Frontbildung gegen religiös geprägte oder betont humanistisch ausgerichtete Denkweisen und ihnen gemäße Gesellschaftsverhältnisse überheben. Dagegen liegt an, doktrinäre Auswüchse auf allen Seiten hintanzuhalten bzw. zu überwinden. Dabei wird ein modisches „Umdenken“ kaum helfen, wohl aber ein konsequentes Nachfragen und ernstlich bemühtes Durchdenken in Erweiterungen und Vertiefungen, übrigens im Vordenken wie im Nachdenken.

    Aufwärts und/oder abwärts?

    Sollen vor allem die Gemeinsamkeiten und die Ähnlichkeiten der Lebewesen für das Menschenbild bestimmend sein oder nicht minder – im Detail und vereint, graduell und insbesondere in Kombinationen auch prinzipiell – die Unterschiede? Soll auf dem Rücken von Darwin das Tier verwandtschaftlich zum Menschen herangehoben oder soll der Mensch zum Tier niedergeholt werden - mit Verlust an Menschenwürde und dessen Folgen, einer Menschenwürde, die unter keinen Umständen „Untermenschliches“, „Lebensunwertes“ oder ähnliche willkürliche Abwertungen zulässt?
    Das Niederholen u. a. mit dem Verweis auf Instinktprogrammierungen, auf Triebe und Gefühle, auf stark primativ verwurzelte Hirnstrukturen und deren „Erfindungen“? Damit würden Aufgabenbewusstsein und Verantwortung, Verdienst- und Schuldfähigkeit obsolet. Obendrein die Haltungs- und die daraus erwachsende Willensfähigkeit, die fremdbestimmte Abhängigkeiten und Gegenabhängigkeiten eigenbündig zu übersteigen vermag,. Die Kultur der Persönlichkeit und die gemeinschaftliche Kultur gerieten zu fragwürdigem Beiwerk. Das beträfe die „cultura animi“ (Cicero) ebenso wie die „cultura animae“, also die pflegliche (steigernde) Beanspruchung der Geistes- und Gemütskräfte, sowie deren höhere und hohe Hervorbringungen.
    Es erhebt sich ernstlich die Gefahr, dass mit den enorm angewachsenen, aber insbesondere hinsichtlich der Erst- und Letztfragen und in einem eher alltäglich schlichten Kausalitätsdenken befangen noch geringen Naturkenntnissen kulturelle Vernachlässigungen und Verunglimpfungen bis zu kulturellen Ausrottungen betrieben werden können. Im Zuge dessen kann die „freie Meinung“ als Ersatz für den nicht nur naturkundlich bekämpften „freien Willen“ Platz greifen. Die Handhabung einer von Qualitätsachtungen entlasteten vorgeblichen Gleichgültigkeit (Gleich-Gültigkeit?) der Meinungen kann jedoch leicht zur bequemen Toleranz-Masche verkommen. In der Moderne herrschen schon allzu viele Beliebigkeiten – ebenso wie Fundamentalismen. Eine Rettung in den vorwiegend publizierten Stand der Meinungen wird letztlich auch nicht viel helfen.
    Ohne umfassende inter-, eigentlich supradisziplinäre Forschung ist den Gefahren des Stückwerks und fehlerhafter Sichtweisen nicht beizukommen. So wäre zu bearbeiten, wie die natürliche Evolution in die kulturelle Entfaltung mit ihren Objektivierungen mündet. Überdies bedarf es der Auseinandersetzung mit der Vorstellung des Waltens von blindem Zufall und Vermutungen der Grundlegung von Entwicklungspotenzialen am Ursprung bzw. an Schaltstellen der Evolution. Dass natürliche „Erfindungen“ auch mehrfach vorkommen können, bleibt ebenfalls aufklärungsbedürftig. Monod hat sich in seinen „Philosophischen Fragen der modernen Biologie“ ausschließlich zum Wirken des Zufalls bekannt. K. Lorenz hat ursprüngliche Angelegtheiten hingegen gelegentlich als Möglichkeit in Erwägung gezogen. Überdies ist der Trialismus des K. Popper ein nicht zu vernachlässigendes Denkmodell. Wenn Experimente zeigen, dass bezügliche Gehirnaktivitäten vor dem Bewusstsein der Inhalte feststellbar sind, darf nicht außer Acht gelassen werden, welche eigenen Entfaltungen das persönliche Gehirn – mit seinem naturbedingten Potenzial lediglich als eine der Grundlagen – erfährt. Dass aus dem Bewusstsein starke Wirkungen im Gehirn manifest werden, lässt sich wohl nicht leugnen. (Dies eben auch zur Revision der allzu oft schief geführten Debatte über „den freien Willen“ – Hubert Rohracher folgend – in der Spannung zwischen vorgegebenem „Charakter“ und entfalteter „Persönlichkeit“. Ferner zum Verständnis von „Reifung“, „Prägung“ und „Verdrängung“, des „Lernens“ in seiner Vielfalt, auch der „Bekehrung“ als Umkehr und/oder Neuanfang.)
    Maßgeblich bleibt: Wie halten wir es mit dem Ererbten, dem Erwerben, dem Entfalten und dem Weitergeben? Mit den Begegnungen und Auseinandersetzungen? Mit den naturverhafteten und den kulturellen Eigenschaften des Menschen in ihrem Verbund? Mit seinen natürlichen und seinen kulturellen Ressourcen und Veränderungen? Mit seinem wechselseitig wirksamen physischen und seelisch-geistigen Potenzial? Ist eigentlich „alles schon da gewesen“ oder „die Zukunft offen“ - aber wie? Welche Wege, Umwege und Irrwege, welche Fortschritte und welche Hemmnisse lassen sich in den Entwicklungen erkennen und beurteilen? Was läuft auf Nivellierungen, was auf Diversifizierungen hinaus? Woraus lässt sich die lebenserhaltende und lebensverbessernde Zuversicht schöpfen?

    Drei besondere Gewährsleute

    Jene Evolutionstheoretiker, denen mit großem Eifer die Ausmerzung alles Religiösen (etwa wegen dessen durch die Naturwissenschaft „überholten Selektionsvorteils“) angelegen ist, seien auf die Schlussfolgerungen des Nobelpreisträgers Jacques L. Monod hingewiesen, für den zwar der außernatürliche Schöpferbezug beseitigt, aber die menschliche Entscheidungsfähigkeit nicht zur Illusion entartet war: „Der alte Bund ist zerbrochen; der Mensch weiß endlich, dass er in der teilnahmslosen Unermesslichkeit des Universums allein ist, aus dem er zufällig hervortrat. Nicht nur sein Los, auch seine Pflicht steht nirgendwo geschrieben. Es ist an ihm, zwischen dem Reich und der Finsternis zu wählen.“ „Erst in diesem Bewusstsein erwacht, als Vorrecht und Verpflichtung des Menschen, die Sinngebung: Es entsteht für ihn die Welt der Werte. Gleichzeitig aber bürdet sich auf seine Schultern die Last der Verantwortung, nicht nur für seine Spezies oder gar nur für seine Person, sondern für das gesamte organische Geschehen im Gesamtbereich seiner gefährlich groß gewordenen Macht.“
    Goethes bekanntes Gedicht über das Menschenbild, das er bezeichnenderweise „Das Göttliche“ überschrieb, bietet jedenfalls beachtenswerte Perspektiven, zum Beispiel: „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut! Denn das allein unterscheidet ihn von allen Wesen, die wir kennen. …Nur allein der Mensch vermag das Unmögliche: er unterscheidet, wählet und richtet; er kann dem Augenblick Dauer verleihen …“
    Grundsätzlich und unmittelbar praktisch lässt sich J. F. Kennedy in seiner Darlegung von Zugefallenem und seiner Einmahnung zielbewussten Handelns folgen: „Die Welt ist jetzt sehr anders. Denn der Mensch hält in seinen sterblichen Händen die Macht, alle Formen menschlicher Armut und alle Formen menschlichen Lebens zu tilgen.“ „Und so, meine amerikanischen Mitbürger: Fragt nicht, was Euer Land für Euch tun kann – fragt, was Ihr für Euer Land tun könnt. Meine Mitbürger der Welt: Fragen Sie nicht, was Amerika für Sie tun wird, sondern was wir gemeinsam für die Freiheit des Menschen tun können. Und schlussendlich – seien Sie Bürger Amerikas oder der Welt – fordern Sie von uns den gleichen hohen Standard an Kraft und Opfermut, den wir von Ihnen verlangen. Mit einem guten Gewissen, unserem einzigen sicheren Lohn, mit der Geschichte als letztem Richter unserer Taten, lasst uns voranschreiten, unser Land zu führen, das wir lieben, Seinen Segen und Seine Hilfe erbittend, aber dessen eingedenk, dass hier auf Erden Gottes Werk wahrlich unser eigenes sein muss.“

    Zielgerichtet zu einer nachhaltigen, besseren Zukunft

    Keine Naturgeschichte des Menschen kann seine Kulturgeschichte erübrigen. Den Menschen zu erforschen, das bedarf der sachlichen und der wesentlichen Objektivität (der zweifach angemessenen Gegenständlichkeit).
    Was rücksichtslose Sachlichkeit bewirkt, dafür bieten die Menschheitsgeschichte und nicht wenige gegenwärtige Verhältnisse reichlich erschreckende Beispiele. Weil unausweichlich ständig und allzu oft unbedacht wiederholend aus der Geschichte gelernt wird, kann nur und muss entschieden werden, was gelernt werden und wie dieses Lernen vonstattengehen soll. Ehrfurchten zu hegen (siehe die vier Ehrfurchten Goethes und die „Ehrfurcht vor dem Leben“ im Sinn Albert Schweitzers), kann sowohl in der individuellen als auch in der gemeinschaftlichen Lebensführung Ängste und Befürchtungen sowie allerlei quantitativen Wahn zu besserem Denken, Empfinden und Handeln überwinden helfen.
    Wenn wir unbeirrt weiter aufdecken, wo wir natürlich herkommen, daraus aber zugleich den kulturellen Fortgang im Spiel von „Zufall und Notwendigkeit“ sehen möchten, obwohl wir ihn entscheidend mitbestimmen, müssten wir zwangsläufig die Wirklichkeit verfehlen, dass es in diesen Belangen durchaus zielgerichtet zugehen kann und soll.
    Seit wir „im Gesamtbereich unserer gefährlich groß gewordenen Macht“ in die natürliche Evolution wesentlich einzugreifen vermögen und das bereits fortschreitend tun, wird eine unverkürzte Sicht des Menschlichen umso dringlicher. Derlei Menschliches war Charles Darwin wohl nicht so fremd, wie des Öfteren ausgedeutet wurde und nicht selten weiterhin interpretiert wird.
    Es geht nicht um eine überhebliche menschliche Isoliertheit. Doch wer sonst als der Mensch nimmt über alle biologischen Verwandtschaften hinaus eine Sonderstellung ein? Und er soll ihrer Qualitäten niemals und nirgendwo entraten. Es ist an ihm, sie kraftvoll zu entfalten und sie im großen Umfang ihrer Möglichkeiten selbst- und aufgabenbewusst und uneingeschränkt verantwortlich anzuwenden. Das ist ihm zumutbar.
    Der Erfolg dieses Unterfangens ist derart eine Frage der Lebensqualität, als es die naturwissenschaftlichen Erträge zu nützen versteht, aber den Einschränkungen des Menschen- und Weltbilds aus mechanistischer Dogmatik, die sich durch Beobachtungen und Experimente belegt findet, nicht heillos verfällt. Das „sapere aude“ des Horaz, nach Immanuel Kant der Grundsatz der Aufklärung zur „Überwindung der selbstverschuldeten Unmündigkeit“ („Wage, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“), möge als starke Wegweisung zu unverkürzten Fragestellungen und tragfähigen Lösungen gelten.

    Zusammenfassend bleibt festzuhalten:

    Die menschliche Verbundenheit mit allen Lebensformen auf unserer Erde sei uns eine wichtige Erkenntnis und ein Fingerzeig für die Weiterentwicklung unserer Anschauungen und unseres Tuns. Die Naturwissenschaften haben noch viel Arbeit vor sich, aber nicht nur sie und keinesfalls sie für sich allein. Es geht ja nicht nur um die Beschreibung der geschichtlichen Abfolgen, sondern zusätzlich um die Erfassung der Ursachen und Wirkungen sowie um die Sinnsuche.
    Im Darwin-Jahr 09 und überhaupt reichen Reduzierungen des Menschen auf seine niedere Abkunft nicht aus. Sowohl in der Forschung als auch in der Gestaltung der individuellen und gemeinschaftlichen Lebensqualität mit ihren Auswirkungen „für das gesamte organische Geschehen“ ist und bleibt die höhere Entfaltung des Menschen mit dem bedachten Ergreifen ihrer die natürlichen Grenzen überschreitenden Freiheiten ein unerlässliches Thema.
    Die Entwicklung des Menschen ist zweifelsohne nicht am Ende. Sie kann positiv und negativ, aufwärts und abwärts, erweiternd und verengend, vertiefend und verflachend, fort- und rückschreitend, notorisch wiederholend, schier zwangsläufig in Trends abrollend, aufgrund errungener Entscheidungen etc. verlaufen. Sie wird sich jedenfalls in Wechselwirkungen von biologischen und kulturellen Prozessen ereignen.
    Die Evolutionstheorie lässt insgesamt, über alle Tode hinweg, kein Ziel – nämlich kein erstrebtes Ende –
    erkennen. Sie weist jedoch schlüssig nach, dass enorm viel Unvorhersehbares nach-, neben- und miteinander
    stattgefunden hat und fürderhin möglich wird. Daraus, wie oft geschieht, zu folgern, in der Evolution gäbe es kein Aufwärts, widerspricht feststellbaren Fakten und wäre dazu angetan, von den hohen menschlichen Aufgaben und Verantwortungen zu exkulpieren. Die Vorstellung, es sei unbegrenzt alles zu erwarten, weil die natürliche Evolution durch genetische Irrtümer entsteht, die sich schließlich bewähren, bleibt zu hinterfragen. Die Kreativität der subjektiven (persönlichen) und der objektivierten kulturellen Schöpfungen vollends in dasselbe Licht zu stellen, ginge gründlich fehl. Es lohnt sich, den Lebensbildern Vorbilder voranzustellen, um Ratlosigkeiten zu überwinden und die Manipulierbarkeit des „homo sapiens sapiens“ zu vermindern. Das eben walte die höhere Menschlichkeit – in Kenntnis der (auch spezifisch menschlichen) niederen Anteile. Und das insoweit, als sie das Menschentum auf unserem großartigen und zerbrechlichen Planeten mit seinen Chancen und Risken nachhaltig zu tragen vermag.

  4. Günter Steinlechner (kein Partner)
    30. Dezember 2009 10:53

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger,

    ich bin zwar aus Zeitgründen kein Poster, dafür ein eifriger Leser Ihre Tagebuches (wenn auch manchmal einige Tage später).

    Danke für Ihre offenen Worte zu Weihnachten, denen ich mich voll und ganz anschließen möchte. Ich wünsche Ihnen und allen Postern einen guten Rutsch, Gesundheit und ein glückliches Jahr 2010.

  5. Johannes P. (kein Partner)
    30. Dezember 2009 02:00

    Als sozusagen "Spät-Leser" darf ich Dir meine aufrichtige Hochachtung zum Ausdruck bringen. Vielleicht auch noch ein wenig Kapitalismuskritik anfügen. Das Weihnachtsfreude versucht uns nicht nur die unsagbare ORF-Zwangsbettelei ( ich weiß wie vom "Nachbar in Not" bis zum "Licht in`s Dunkel" Spenden abgenötigt wurden ) zu vermiesen, sondern auch das Einkaufssamstag für Einkaufssamstag heruntergebetete Ergebnis des Handels. So als ob Weihnachten bloß ein Fest des Umsatzes für Krämerseelen wäre. Und weil der angebl. Santa Claus werbetechnisch auch mehr hergibt, sieht man den rotbemützen Trunkenbold mit seinen albernen HO-HO-HO Gestammel samt seinem Rentier mit Schnapsnase vor den Geschäften herumlungern. Dass die Soztialkollektivisten von Caritas und Diakonie ihren von den Spendern bezahlten Senf ebenfalls absondern müssen, rundet das Bild eines pervertierten Weihnachtsfestes nur noch ab. Dass dies alles den undifferenzierenden Festeskritikern nur Aufwind bringt, ist daher doppelt bedauerlich, weil das KInd im Wortsinn mit dem Bade ausgeschüttet wird. Uns allen wünsche ich, dass Du uns weiter mit hartem Schlaglicht die Schwächen des österr. und speziell wiener Politsystems aufzeigst, Dir aber, dass Deine Einsatzfreude, Deine Recherche und Dein Mut ungebrochen bleiben. Alles Gute !

  6. Dr. Renée Gautron (kein Partner)
    28. Dezember 2009 18:05

    Sehr geehrter Herr Unterberger, auch Ihnen schöne Feiertage und herzlichen Dank für die vielen Anregungen zum Nachdenken und Querdenken aus Ihrem Tagebuch sowie die sehr interessanten weiteren links die Sie auflisten.

  7. dr.knoglinger walter (kein Partner)
    28. Dezember 2009 13:00

    Lieber Dr.Unterberger!

    Jede Zeile Ihres Artikels ist voll zu unterstreichen. Die wahre Menschlichkeit strömt aus der Herzensgüte des Einzelnen für seinen Nachbarn. Nächstenliebe hilft unaufdringlich jenen,die ihrer wirklich bedürfen. Die Kollektivierung von Spendenbereitschaft bis hin zur medial gepuschten Spendenmanie mit ungewisser Zweckwidmung und drohender Versickerung in mehr oder minder dubiosen Kanälen dient leider auch der Befriedigung von Eitelkeit und Geltungsdrang der Spendiermanager. Auch dient die Hypertrophie des Spendewesens, um nicht zu sagen Unwesens, der Verdeckung schlechten Gewissens und gleicht einer Alibiaktion hinsichtlich des Unvermögens, der im eigenen Land vorhandenen Armut wirklich Abhilfe zu schaffen. 400.000 in Armut leben Österreicher sind der wahre
    Skandel, der nicht durch Spendenspektakel verdeckt werden kann.

    Dr.KLnoglinger Walter, Linz

  8. Norbert Mühlhauser (kein Partner)
    27. Dezember 2009 17:38

    Sg Herr Unterberger, ich wüsste nicht, was ich Ihrem Beitrag noch hinzufügen könnte.

    Dies soll mich aber nicht daran hindern, Ihnen und all Ihren wohlgesinnten Forumsmitgliedern - spät, aber doch - frohe Festtage und einen schönen Weihnachtsausklang zu wünschen.

    Dabei schließe ich ausdrücklich auch die schwarzhumorige Beatrix trotz ihres grenzwertigen Dackelgedichtes mit ein. Dass Bosheit sogar im stillen Kämmerlein Heiterkeit auslöst, muss schließlich nicht unbedingt in der Natur des Erzählers oder Zuhörers gründen. Die schwarzhumorige Bosheit scheint ein wichtiges Korrektiv im menschlichen Zusammenleben zu sein, verleitet sie doch oftmals zum Lachen ...

  9. Ing Dr Reinold Hütter (kein Partner)
    27. Dezember 2009 10:43

    so ist es
    FROHE WEIHNACHTEN

    möge uns unterberger erhalten bleiben

  10. Gerhild Baron (kein Partner)
    26. Dezember 2009 19:13

    DANKE, lieber Herr Doktor Unterberger, für dieses Tagebuch, das inzwischen viel mehr als ein Ersatz für die Wr,Zeitung ist (die ich längst abbestellte). Wenn Ihr Blog weiterhin so wächst: wie werden Sie das bewältigen ? Haben Sie schon weitergehende Pläne ?

    Meine Weihnachtswünsche sandte ich schon früher. Nun alle guten Wünsche für ein glückliches, erfolgreiches Neues Jahr Ihnen, Ihrer Familie und allen Bloggern,
    Gerhild Baron

  11. Felix (kein Partner)
    25. Dezember 2009 18:32

    auch ich sage Herrn Dr. Unterberger Danke für dieses gelungene Tagebuch und gesegnete Weihnachten. Den anerkennenden Worten so vieler Leser möchte ich mich gerne anschließen!

  12. Dr.Ulrich Rapp (kein Partner)
    25. Dezember 2009 10:26

    Ausgezeichnet - aber ob sich Kardinal Küberl über solche Ansichten sehr freuen wird?

  13. Leopold Koller (kein Partner)
    24. Dezember 2009 20:26

    Sehr geehrter Herr Unterberger, werte Poster.

    Ich wuensche Euch allen und Euren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr. Mir wuensche ich einen Fortbestand dieses hervorragenden Forums.

    Liebe Gruesse
    Leopold Koller

    • Maria Schossmann (kein Partner)
      25. Dezember 2009 10:17

      Ich darf mich diesen Wünschen anschließen und hoffe noch lange hier die Beiträge von Andreas Unterberger lesen zu dürfen.

      mfg
      Maria Schossmann

  14. Alexander Renneberg (kein Partner)
    24. Dezember 2009 19:05

    wünsche ebenfalls allen hier gesegnete weihnachten.

    vielen dank herr dr. unterberger für ihr tagebuch.

  15. eibisberger heinz (kein Partner)
    24. Dezember 2009 18:43

    Sehr geehrter Herr Doktor Ünterberger ! Ihr

  16. Silvia Berger (kein Partner)
    24. Dezember 2009 17:39

    Bravo! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
    Auch Ihnen, Herr Unterberger und Ihrer Familie, gesegnete Weihnachten und frohe Feiertage! LG S.B.

  17. Nick Hornby (kein Partner)
    24. Dezember 2009 15:36

    Nach "Initium S.Evangelii secundum Johannem" noch zu Posten, ist zwar vielleicht pietätlos, aber ist das nicht in gewisser das Posten desselben auch?

    Geschmäcker sind halt verschieden.

    Ich war ständiger Leser des Tagebuchs von Andreas Unterberger und habe das seit Beginn des Blogs bis heute mit wachsendem Genuss so gehalten. Das Tagebuch ist Spitze. Ich kenne keine so hervorragenden, gut formulierten und treffenden Kommentare zum Tagesgeschehen und würde diese Publikation nicht missen wollen.

    Der Mühe, die Kommentare zu lesen, habe ich mich mit schwindender Begeisterung unterzogen. Von Ausnahmen abgesehen, habe ich da wenig Geglücktes zum Thema, aber viel Danebengelungenes lesen müssen und nicht wenig Entgleistes!

    Mein grosser Dank und meine allerbesten Wünsche gelten daher dem Autor des Tagebuchs. Möge das Neue Jahr ihm und seinen Lesern eine erfolgreiche Fortsetzung seiner gelungenen Tagebucheintragungen bringen!

    • Nick Hornby (kein Partner)
      24. Dezember 2009 16:34

      Gerade wurde ich telefonisch gefragt, wieso ich mit nicht näher begründeter Publikumsbeschimpfung den Weihnachtsfrieden zu stören versuche.

      Nun, stören wollte ich nicht und der Beispiele gäbe es viele.

      Aber wenn jemand ein sehr merkwürdiges Gedicht über einen Dackel so lustig nbfindet, dass er es postet und ein anderer dieses Posting versäumt hat und dann per "Kommentar zum Tagebuch" um Nachlieferung bittet, und das geht dann noch hin und her, dann - nur ein Beispiel! - dann möchte ich wissen, warum ich mjir das zumuten lassen soll. Ist das ganze ein Privatevent von Clowns?

      Leise riesle der Schnnee über diesen Missbrauch.

      Frohes Fest!

    • Silvia Berger (kein Partner)
      24. Dezember 2009 17:38

      No joa - neben vielen sehr sachlichen und eloquenten Kommentaren gibt es halt ein bißchen "Auflockerung", das sollte man nicht so streng sehen.
      Ein bißchen Leichtigkeit des Seins schadet uns doch allen nicht, oder?
      In diesem Sinne, trotz aller Höhen, genießen wir auch ein klein wenig die Niederungen! ;-)
      Ein besinnliches Fest und frohe Feiertage.

    • Johann Hochstöger (kein Partner)
      24. Dezember 2009 17:50

      @ Werter Nick Hornby!

      Sie sprechen mir aus der Seele. Jeder Beitrag wird hier quasi politisch seziert und von gewissen Leuten einer kleinkarierten "Rasterfahnung" unterzogen und der Autor ungefragt in ein Eck gedrängt, nach dem Motto: Arroganz vor Kompetenz.

      Bleiben sie trotzdem weiter treu. Gerade kritische Stimmen frischen ja die der "Berufsclaqeure" immer wider auf.

      Wünsche ihnen gesegnete Weihnachten

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      24. Dezember 2009 20:06

      @Nick Hornby
      Wider dem tierischen Ernst----

      Wenn sie solche kleinen, mehr oder weniger humorvollen Fluchtversuche aus dem Alltag unserer sehr ernsthaft geführten, teilweise aber auch ziemlich deprimierenden Diskussionen nicht ertragen können, dann sollten Sie diese im Minimalbereich angesiedelten "Fehltritte" toleranterweise überlesen oder sich zwecks Erheiterung und Streßabbau in andere Foren begegeben.

      Schöne Festtage noch!

  18. wadlbeisser (kein Partner)
    24. Dezember 2009 15:24

    Sehr geehrter Herr Unterberger,

    ich bin Auslandsösterreicher. Regelmäßig lese ich einige österreichische online-Zeitungen und vergleiche sie mit der Berichtserstattung in den deutschen Medien, wobei einem geradezu ins Auge springt, dass es hüben wie drüben nur noch derselbe matschige und durchgegenderte Einheitsbrei ist. Ihr Blog ist ein Licht in der dumpfen Dunkelheit!

    Gesegnete Weihnachten und: O Heiland, reiß die Himmel auf...

  19. Alfred Kraker (kein Partner)
    24. Dezember 2009 15:02

    Joh 1,1-18
    Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott: Im Anfang war es bei Gott. Durch das Wort ist alles geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht ergriffen.
    Ein Mensch trat auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er selbst war nicht das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.
    Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden. aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.
    Johannes legte Zeugnis von ihm ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er eher war als ich.
    Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade. Denn das Gesetz wurde von Mose gegeben. Aber durch Jesus Christus kam die Gnade und Wahrheit. Niemand hat Gott je geschaut. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.

  20. Reinhard Horner (kein Partner)
    24. Dezember 2009 14:54

    Sehr geehrter, lieber Herr Dr. Unterberger!
    Die folgenden Weihnachts- und Neujahrsgedanken und -wünsche sollen abermals Ihnen und allen Mitfühlenden, Mitdenkenden und Mithandelnden gelten:

    Weihnachten 2009
    Neujahr 2010

    Dort ist
    Christus
    geboren,
    wo Menschen
    beginnen,
    menschlich
    zu handeln.

    Kurt Rommel, geb. 1926, evang. Pfarrer,
    70 Bücher, 800 Lieder etc.

    Immerdar gesegnete Weihnacht!
    Was lässt sich daraus machen? Das ist Jahr für Jahr immer wieder aufs Neue zu erwirken. Weihnachten 2009 als Wagnis in Österreich, in Europa! 2009, da uns in einem Darwin-Jahr Wissenschafter mit großem akademischem Anspruch – bemerkenswerterweise nicht große Physiker – „Des Menschen niedere Abkunft“ als menschlich wesentlich andienen mochten, sodass diesem „naturwissenschaftlichen“ Credo (mit leider verkürzter Veröffentlichung) entgegenzutreten war. 2009, da jüngst ein Anti-Kreuz-Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, das sich zunächst an die italienischen Schulen richtete, von etlichen Leuten als willkommenes Werkzeug aufgenommen wurde, um das Menschenrecht der Religionsfreiheit als Freiheit von Religion durchzuboxen, speziell als Befreiung vom christlichen Bekenntnis. Erstaunlich bleibt, dass aus diesem Lager nicht auf die christlichen Feiertage und die Weihnachtsbäckerei verzichtet wird.
    Wie kein Geringerer als der österreichische Doyen des Völkerrechts, Emeritus Karl Zemanek, dieses Gerichtsurteil schlicht als „Blödsinn“ bezeichnet hat, lässt immerhin Hoffnung schöpfen. In der Tat gewinnen insbesondere Glaubensfeste nicht nur erhebende, sondern auch reinigende Bedeutung. Es lohnt sich für die Menschlichkeit, sie mit unverdorbener Freude zu feiern und nicht verkommen zu lassen.
    Die Kraft und Schönheit des Weihnachtsfestkreises, in dem nach christlichem Glaubensgut dessen gedacht wird, dass und wie das Göttliche unmittelbar ins Menschliche eingetreten ist, vermag selbst in krassen Auslaugungen noch Licht zu geben. Dieser persönliche und gemeinschaftliche „Selektionsvorteil“ ist beileibe nicht obsolet. Selbstverständlich hat Christi Geburtsfest mit Religion zu tun. Religion kann als Frohbotschaft öffnen, freier machen, wesentliche Beiträge zur Lebensführung einbringen oder als Furchtdogmatik fundamentalistisch verengen und letztlich sogar zu Abwertigkeiten verleiten, wovon auch die Geschichte des Christentums üble und grauenhafte Zeugnisse aufweist.
    Welche Fackel wollen wir entzünden und weiterreichen? Religion als diffuses Bedürfnis oder als bedeutsame menschliche Befähigung? Im Bann oft verkrusteter Institutionen? In mehr oder minder aggressiver Gegenabhängigkeit? In einem „neuen“ Glauben an ein Alles-Wissen in Objektivität als purer Sachlichkeit, an uferlose Machbarkeiten, an rücksichtslosen Erfolg und unbegrenztes Vermehren? Bestenfalls von der lediglich negativ formulierten „Goldenen Regel“ beeinflusst  nicht aktiv, was getan, sondern passiv, was nicht zugefügt werden soll? Im Gegensatz dazu stehen insbesondere die ausdrücklich positiv gefassten Worte Jesu laut Neuem Testament in Matthäus 7,12; 25,40,45; Lukas 6,31.
    Es geht um große und um kleine, alltägliche Sinngebungen. Was wird gesucht? Was kann gelingen? „Besinnlichkeit“ bloß auf dem Weg zur Gemütlichkeit würde schon im Advent ernstliches Innehalten verfehlen. Im Übrigen: zählt bei den Geschenken lediglich der Preis oder vielmehr der Wert? Der Wert für die Beschenkten und handle es sich „nur“ um Zuwendung, um etwas gemeinsame Zeit. Mit einem Lied, einem Weihnachtsgedicht:
    Es treibt der Wind im Winterwalde
    Die Flockenherde wie ein Hirt
    Und manche Tanne ahnt, wie balde
    Sie fromm und lichterheilig wird.
    Sie lauscht hinaus. Den weißen Wegen
    Streckt sie die Zweige hin, bereit,
    Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
    Der einen Nacht der Herrlichkeit.
    Rainer Maria Rilke, 1875-1926

    … und ein glückliches neues Jahr!
    Was mag kommen, was können und sollen wir planen und tun? Hinsichtlich der Wünsche für die Zukunft – auch unmittelbar für ein neues Jahr – spielt eine große Rolle, wie wir es mit dem Zufall, den „Sachzwängen“ und mit dem willentlichen Gestalten halten möchten. Etwa mit zugefallenem Glück und auferlegten Lasten unter dem Einfluss der Gestirne, in Trendhörigkeit nach allerlei Prognosen etc.? Hingegen im persönlichen und gemeinschaftlichen Mitbestimmen zu konkret wirksamen Entscheidungen für ständige Wiederholungen, für Abstürze oder im menschlichen Werk für möglichst Besseres, für Aufstiege?
    Mit Hilfe moderner Experimente, die zeigen, dass diesbezügliche Hirnaktivitäten schon vor dem Bewusstsein von Entscheidungen feststellbar sind, wird uns der „freie Wille“ heute von gut bezahlten Professoren gerne als „womöglich nützliche Illusion“ erklärt. So bliebe das Menschsein ein biologisches Produkt mit seinen natürlichen Lebensbetätigungen. Persönlichkeiten und Gemeinschaften wären weder des Aufgabenbewusstseins noch der unverkürzten Verantwortung, nicht verdienst- und verschuldensfähig. Demokratische Willensbildung wäre nur ein Trendablauf im Spiel von Zufall und Durchsetzung gemäß den Bedürfnissen und den äußeren Bedingungen. In Wahrheit umfasst die politische Bildung nicht bloß die Befähigung zur erfolgreichen Vertretung von Meinungen und Interessen, sondern nicht minder die Erarbeitung geläuterter Ziele und entsprechender humaner Umgangsformen.
    Den „freien Willen“ hat schon der große, streng naturwissenschaftlich forschende Psychologe Hubert Rohracher als nur in belanglosen Situationen (als motivationslose Willkür) existent definiert und im Übrigen als von den Beweggründen der persönlichen Strukturen bestimmt gesehen. Dazu traf er die Unterscheidung der entwickelten Persönlichkeit vom naturgegebenen Charakter, womit der Willensentfaltung über belanglose Einzelereignisse und die biologischen Verfasstheiten hinaus der Weg gewiesen war, was an sich selbst und aus sich selbst gemacht werden kann. Tatsächlich ist das menschliche Leben auf Kultur angelegt und willentlicher Anstrengungen bedürftig. Menschlichkeit ist durch Menschen zu schaffen! Dabei ist allerdings auch eine Lebensführung gegen die Natur und gegen die aufstrebenden Qualitäten der Kultur möglich und gar nicht so selten anzutreffen.
    Zweifelsohne steht trotz allen Fortschritten die Zuversicht für 2010 und in der Vorausschau folgender Jahre vielfältig in Frage. Obwohl wir im günstigsten Österreich leben, das es je gab, und ein Europa haben, das es noch nie so gab, stehen viele Zeichen der Zeit nicht gut. Das betrifft übrigens auch die leider noch sehr vordergründig und inhaltlich noch sehr wirr und verkürzt geführten Debatten um Studium, Bildung und/oder Ausbildung, Förderung und/oder Forderung u. dgl.
    Egoismen und Partikularismen sind en vogue. Die Kräfte des Gemeinwohls liegen weit verbreitet im Argen. Auf dem Weg von der vorherrschenden kurzgriffigen Erfolgsgesellschaft mit ihrem allzu oft maßlosen Vermehren, Fordern und Nehmen zu einer nachhaltigen, solidarischen Leistungsgesellschaft, wo qualitatives Wachstum, Einbringen, Maßhalten und Teilen Vorrang gewinnen, stehen noch viele Gedanken und Taten zur Aufgabe und Verantwortung. Doch sie können erbracht werden. Die menschliche Macht hierzu war noch nie so groß.
    Dies einige meiner Gedanken zu den beiden Anlässen und aus solchem Verständnis wünsche ich im Bemühen über die üblichen Glückwunschformeln hinaus in persönlichem Begegnen:
    für Weihnachten 2009 sinnerfüllt bereichernde Festtage
    und für 2010 die persönliche Kraft zu reichlich Gutem und
    Schönem wie auch zur Bewältigung des unvermeidlich Schweren,
    tragfähige gemeinschaftliche Bindungen
    und günstige Lebensumstände!
    Reinhard Horner

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      24. Dezember 2009 15:00

      Danke Reinhard Horner,
      für den wunderbaren Beitrag, auch Ihnen alles Gute!

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      24. Dezember 2009 16:47

      Ihnen auch frohe Feiertage und alles Gute und Zuversicht !

  21. Albert Beronneau (kein Partner)
    24. Dezember 2009 14:49

    Weihnachtsgruß vom Schmetterling des Jahres - Ein Tagpfauenauge zu Besuch am Heiligen Abend!
    So war es heute, bei föhnig-sonnig warmen Wetter saßen wir zu Mittag im Freien und bekamen diesen wunderbaren Besuch!

    Ich wünsche Herrn Dr. Unterberger auch auf diesem Wege sowie allen postern ein gesegnetes Weihnachstfest und alles Gute und vor allem Gesundheit für 2010.

    Und denken wir in diesen Stunden an das Wichtigste im Leben: Liebe zu geben und weiterzugeben und den jungen Menschen dazu auch Respekt und Achtung! Manche meiner lieben Mitposter haben schon vieles in dieser Richtung gepostet, daher mache ich es kurz:
    Alles, alles Gute, bleibt gesund und ich freue mich auf ein Neues!
    Albert Beronneau

  22. MMag. Wolfram Schrems (kein Partner)
    24. Dezember 2009 14:40

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger,
    danke für diesen hervorragenden Kommentar, der zur Erhellung unserer Situation beiträgt. Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen das Licht und die Freude der hl. Nacht von Bethlehem und viel Schaffenskraft im kommenden Jahr. Viele Leser werden Ihnen für weitere treffende Kommentare sehr dankbar sein.
    MfG, WS

  23. Brigitte Imb (kein Partner)
    24. Dezember 2009 14:39

    Lieber Hr. Dr. Unterberger, ich möchte mich öffenrlich für Ihre Mühen bedanken und Sie gleichzeitig bitten weiter zu machen.

    Ihnen und allen Usern des Blog´s wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und freue mich auf neue Diskussionen.

    B.I.

  24. Franz (kein Partner)
    24. Dezember 2009 14:20

    S.g. Herr Unterberger!

    Ich bin zwar erst seit kurzem permanenter Verfolger ihres Blogs, war aber von Anfang begeistert, in Österreich noch eine vernunftbegabt-konservative Stimme im politisch korrekten, linken Einheitsbrei vorzufinden.

    Der Artikel trifft den Nagel wieder einmal auf dem Kopf - ebenso wie ihr Beitrag in der MKV-Zeitschrift "Couleur", der mir sehr zugesagt hat!

    Frohe Weihnachten und weiter so!

  25. Alexander G. (kein Partner)
    24. Dezember 2009 13:28

    Frohe Weihnachten, lieber Herr Dr. Unterberger!

    Bleiben Sie standhaft. Österreich braucht Sie.

  26. Christoph Schreiber (kein Partner)
    24. Dezember 2009 12:58

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger, liebe Kommentatoren!

    Ich wünsche Ihnen allen ein segensreiches Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr.

  27. M.P. (kein Partner)
    24. Dezember 2009 12:55

    Lieber Herr Dr. Unterberger, liebe Mitposter!
    Von Herzen frohe, friedvolle und – wer es auch so sehen möchte – gesegnete Weihnachten! Mögen wir ob all der hier zu Recht immer wieder aufgezeigten Mißstände nicht vergessen, wie gut es uns in vielfacher Hinsicht geht und dafür dankbar sein. „Verdient“ haben wir es ja wohl nicht unbedingt... Und überlassen wir auch den erzwungenen kollektiven Egoismus – genannt Solidarität – jenen, die ihn vielleicht brauchen, weil sie sich das diskrete Helfen, bei dem die Linke nicht wissen soll, was die Rechte tut, möglicherweise nicht zutrauen, ohne sie dafür zu verurteilen. Er hat auch seine Berechtigung. Die Freude im Herzen erlebt man durch die Zwangsnächstenliebe ja ohnedies nicht.
    Es ist ein schöner Tag!
    M.f.G.

  28. Paul Provaznik (kein Partner)
    24. Dezember 2009 12:41

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger!

    Ihnen und Ihrer Familie ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und - privat und beruflich - ein erfolgreiches und glückliches neues Jahr.

    Ich finde es aufregend und ein Glück, dass es das Internet gibt. Mundtod kann man dadurch jemanden der soviel Kluges und Wahres zu sagen hat, nicht.

    Herzliche Grüße
    Paul Provaznik

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      24. Dezember 2009 15:30

      Lieber Paul Provaznik,
      ich freue mich, Sie in diesem Forum zu treffen!
      Auch Ihnen gesegnete Weihnachten und alles Gute für 2010!

  29. Johann Hochstöger (kein Partner)
    24. Dezember 2009 12:26

    Halte ihre Gedanken für grundsätzlich vernünftig. Befremdend für mich als Christ ist die Zwiespältigkeit der Botschaft - gerade am heiligen Abend. Einerseits die Nächstenliebe zu beschwören und gleichzeitig Neid und Hass zu schüren indem eine Berufsgruppe noch vor den liberalkonservativen Vorhang gestellt wird. Motto: A Gaudi muass sei. Und die rechte christliche scheint noch immer sich über andere zu erhöhen indem man sie erniedrigt. Eine liberalkonservtive Hetz eben. Als wären alle die keinen Job haben Sozialschmarotzer und die Eisenbahner bettelten ja um frühpensioniert zu werden. Kenn Eisenbahner die prozessieren gegen ihre Zwangspensionierung. Für die sich dann Schlaucherl im Management noch Prämien genehmigen. Erinnert sehr an Schule und Taktik des Schweigekanzlers Schüssel.

    Der Rechnungshof kritisiert etwa heftig die Pensionierungspraxis der Landeslehrer. Da könnten selbst die Eisenbahner noch was lernen. Zumindest in der Auswahl ihrer Ärzte.

    Im Durchschnitt vertschüssen sich die gestressten Landespädagogen mit nicht einmal 55 Jahren, und damit zwei Jahre früher als die Bundeslehrer, in die Pension. Nahezu 80% von ihnen krankheitsbedingt, großteils wegen psychischer Erkrankungen. Spitzenreiter: das Reich des Landesfürsten unter der Enns. Staatsanwalt wie bei Post oder Bahn: Weit gefehlt. Die Praxis läuft munter weiter.

    Nun wär kein Schelm der sich fragt wo wohl der immense Unterschied in der Belastung eines Landes- und Bundeslehrers liegt um zwei Jahre früheren Pensionsantritt zu erklären. Und, pfu Gack, wem gar der reaktionäre Gedanke käme die gewerkschaftliche Truppe um Neugebauer hätte sich mit den Ländern auf ein "kreatives" beschäftigungstherapeutisches Packl für arbeitslose Junglehrer z'sammg'schmissen, um Verteilungsmechismen, zu Lasten des Steuerzahlers, weiter zu befriedigen.

    Natürlich werden mich die rechten Pflichteiferer vermutlich wieder als Linken, Bobo oder sonstwas brandmarken. Damit scheinen manche hier locker umzugehen. Man gönnt sich ja sonst nichts in dieser bösen von linken terrorisierten Welt.

    Gesegnete Weihnachten!

    • E.B. (kein Partner)
      24. Dezember 2009 12:45

      Dem letzten Absatz Ihrer Auslassungen ist hinsichtlich Ihrer Selbsteinschätzung nichts hinzuzufügen. Trotzdem: Freundschaft, Genosse!

    • tg (kein Partner)
      24. Dezember 2009 12:57

      Ich muss Herrn Hochstöger "verteidigen" - es ist nicht die Schuld eines Einzelnen (Eisenbahners, Lehrers...) wenn das System absolut krank ist.

      So sehr man das System kritisiert, und so sehr die Missstände aufregen - dem einzelnen kleinen Rädchen im Staats(nahen) Apparat kann man nicht pauschal vorwerfen faul oder ein Schmarotzer zu sein.

      Den Gewerkschaftern, Politikern... die so ein System schaffen und es weiter betreiben kann man das sehr wohl vorwerfen...

    • Johann Hochstöger (kein Partner)
      24. Dezember 2009 13:11

      @ 1. E.B.
      @ 2. tg

      1. Der erste stramme Rechte hat gesprochen. Klingt wie Post von Jeanee.

      2. Danke.

  30. Herby (kein Partner)
    24. Dezember 2009 12:21

    Die Besten Weihnachtswünsche, Herr Dr. Unterberger!

    Seit Beginn Ihres einzigartigen Blogs bin hier als Leser und Ab-Und-Zu-Poster dabei und sehe dass Sie immer genau an den verschiedenen FRONTLINIEN der geistig-weltanschaulich-ideologischen Auseinandersetzungen vor allem in Österreich aber auch anderswo anzutreffen sind.

    Dabei gelingt Ihnen immer wieder die punktgenaue Analyse sämtlicher Akteure die so wichtig u. unverzichtbar für die Medienkonsumenten ist.

    Aufgrund Ihres steten Aufzeigens der weltanschaulichen Frontlinien möchte ich hier posten:

    http://www.gedaechtniskirche-berlin.de/KWG/img_upload/madonnavonreuber.jpg

    Sie wurde gezeichnet vom gläubigen Christen und evangelischen Pastor, Arzt und Künstler Dr. Kurt Reuber zu Weihnachten 1942 im Kessel von Stalingrad.

    Worte (aus e. Brief damals an seine Frau) dieses außergewöhnlichen Gläubigen:

    „Schau in dem Kind das Erstgeborene einer neuen Menschheit an, das unter Schmerzen geboren, alle Dunkelheit und Traurigkeit überstrahlt. Es sei uns ein Sinnbild sieghaften zukunftsfrohen Lebens, das wir nach aller Todeserfahrung um so heißer und echter lieben wollen, ein Leben, das nur lebenswert ist, wenn es lichtstrahlend rein und liebeswarm ist“.

  31. Philipp Starl (kein Partner)
    24. Dezember 2009 12:12

    Ich wünsche Ihnen, Herr Dr. Unterberger, und allen Kommentatoren hier Frohe Weihnachten und schöne Feiertage!

    • Alexander Renneberg (kein Partner)
      24. Dezember 2009 12:44

      Ihnen ebenfalls herr strarl!

    • Pyewacket (kein Partner)
      25. Dezember 2009 09:00

      Lieber Herr Starl! Ich möchte mich entschuldigen, dass gewisse User meinen, ich wäre Sie. Das wollte ich nicht. Mich hat bloß die Mobberei gestört. Ich werde das wohl noch etwas länger beobachten, denn ich komme einfach nicht dahinter, was der Grund ist. Vielleicht nur völlige Selbstüberschätzung?

  32. Erich Kahr (kein Partner)
    24. Dezember 2009 12:05

    Von wegen Norwegen, unser Staatsfunk ist da schon ein bißchen weiter!

    Weihnachts-Radioprogramm Ö1, 24.12.2009, 22,05 Uhr:

    Traditionelle türkische Rezitative und Lieder zum Geburtstag des Propheten.......

    Frohe Weihnachten!

  33. Silvester (kein Partner)
    24. Dezember 2009 12:00

    "Eine Gesellschaft soll die Menschen fürs Arbeiten entlohnen und nicht fürs Nichtstun" und bei den Löhnen keine Grenzen nach unten - haben Sie vergessen hinzuzufügen. Oder sind Sie doch für gesetzlich festgelegte Mindestlöhne?
    Trotz allem: Frohe Weihnachten!

    • tg (kein Partner)
      24. Dezember 2009 12:48

      Wir haben leider gesetzlich festgelegte Mindestlöhne. Wieviele Schüler und Studenten bekommen wohl in den Ferien keinen Praktikumsplatz, weil der Kollektivlohn für Leute mit Null Erfahrung und erhöhtem Betreuungsaufwand nicht gerechtfertigt ist?
      Wieviele defekte Produkte müssen weggeworfen werden weil sich die Reparatur niemals lohnt (und weil Leute die diese Arbeit verrichten könnten beim staatlich subventionierten Bewerbung-verschicken zuhause sitzen)?

  34. Mag. N. Scholik (kein Partner)
    24. Dezember 2009 11:46

    Lieber Herr Unterberger,
    vielen Dank für Ihre Mühe und Ihre meist absolut zu teilenden Kommentare. Wie schon an anderer Stelle erwähnt: jede mögliche Unterstützung für Ihre Vorhaben.
    Frohe Weihnachten!
    Ihr N.Scholik

  35. Andreas Bauer (kein Partner)
    24. Dezember 2009 11:44

    Sehr geehrter Herr Unterberger

    Danke. Danke für Ihren Blog, für Ihren Gedanken, ihre Analysen und Ihre Meinung zur Tagespolitik. Unser Land und die Österreicher brauchen Sie. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie gesegnete Weihnachten und erholsame Feiertage.
    Andreas Bauer

  36. Adolescent (kein Partner)
    24. Dezember 2009 11:42

    Ebenfalls frohe Weihnachten!
    Auf dass uns dieses, in dieser Zeit außerordentlich wichtige Tagebuch auch im Jahr 2010 mit vielen genialen, lesenswerten Beiträgen aus Ihrer Feder, überraschen wird.

  37. tg (kein Partner)
    24. Dezember 2009 11:40

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger !

    Ich wünsche Ihnen ein frohes Fest und bedanke mich für den sehr erfrischenden Blog. Solche Kommentare zum politischen und wirtschaftlichen Geschehen sind es die in klassischen Medien eine viel zu geringe Bedeutung haben. Stattdessen wird man überall mit dem täglichen APA Einheitsbrei versorgt.

    Ich teile Ihre Ansichten zu persönlichener Leistung etc. absolut. Als Unternehmer möchte ich hier auf das wohl größte Problem hinweisen: Lohnnebenkosten.
    Ich würde Mitarbeitern (im unteren Lohnbereich) gerne höhere Löhne bezahlen, ich könnte mir die höheren Löhne auch leisten, nur leider die dann anfallenden Lohnnebenkosten (die höher als der Nettolohn sind) nicht.

    Diese extrem hohen Nebenkosten schon bei geringen Löhnen verhindern wohl Millionenfach eine höhere Entlohnung, sie verhindern Ganztagsarbeitsplätze (Handel...) und fördern Schwarzarbeit (Gastronomie u.a.). Und die gut entlohnten Industriearbeitsplätze die das System noch finanzieren wandern schleichend und unaufhaltsam ab...

  38. E.B. (kein Partner)
    24. Dezember 2009 11:35

    Betr: Adamovich-Urteil d. 1. Instanz.
    Ich weiß, es gehört nicht hierher, aber ich muß es loswerden (und im weiteren Sinn gehörts ja wenigstens terminmäßig zu Weihnachten): soeben lese ich in ORF.on von dem Urteil der 1. Instanz des StrLG, mit dem Ludwig Adamovich wegen seines Statements im Fall Kampusch zu einer Geldstrafe verurteilt wurde. Diese rasche Entscheidung lässt darauf schließen, daß ein Wahrheitsbeweis für seine Behauptungen von der Richterin Birgit Schneider nicht zugelassen wurde, was ich eigenartig bis skandalös finde. Bin neugierig, wie's in der 2. Instanz weitergeht. Bezeichnenderweise kann man in ORF.on jetzt nicht mehr dazu posten (statt daß die Causa sofort als "tragisches Ereignis" qualifiziert worden wäre)...

    • E.B. (kein Partner)
      24. Dezember 2009 11:41

      Korrektur: postings in ORF.on inzwischen wieder freigeschaltet. Aber was soll man dort schon sagen...

    • E.B. (kein Partner)
      24. Dezember 2009 11:43

      Nachtrag:
      Ich bin zuversichtlich, daß sich A.U. nach fachlichem Feedback im engsten Kreis des Themas annimmt!

    • Johann Hochstöger (kein Partner)
      24. Dezember 2009 13:35

      Der Herr Adamovich ist ja auch nicht der Hr. Dörfler oder der Hr. Strasser. Zudem (nur)noch pensioinierter Präsident des Verfassungsgerichtshofes. Da haben karrierebewusste Justizler weniger einen Knick zu befürchten als bei einem amtierenden Landeshauptmann mit Hang zur Hinwegsetzung über geltendes Recht.

      Schätze Adamovich zudem so ein, nicht gerne amtlich in den Verdacht des Kretinismus gebracht zu werden um einer Anklage zu entgehen. Der steht das durch.

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      24. Dezember 2009 16:44

      Und das gehört auch nicht zum Thema: Unser HBP fordert offiziell zum Rechtsbruch auf und setzt sich für eine Bleiberecht für das unsägliche Mädchen aus dem Kosovo ein. Bravo, paßt ja wunderbar zu seinem Weltbild!

  39. beatrix (kein Partner)
    24. Dezember 2009 11:23

    Ein Medium (wie zb dieses), das mit den Rezipienten kommuniziert und einen vitalen Diskurs entfacht, ist Goldes wert. Propaganda hingegen kommuniziert nicht, und einseitige Informationsflüsse versanden fruchtlos in der Steppe. Das Vorenthalten von wichtigen Informationen bedeutet Intransparenz, und diese ist ein feindseliger Akt.

    Der Monolog der Gleichschalter gehört unterbrochen, ihm gehört vor allem widersprochen, auf dass er gebrochen werde.
    Gesellschaften, denen ausschließlich mediale Monologe zugemutet werden, erfahren somit eine deutliche Abwertung. Monologe, in denen zudem nichts gesagt, nichts anderes kommuniziert wird als der seltsame Charme der Bedeutungsfülle der Monologisten, werden von den Empfängern alsbald als Instrumente des Totalitären erkannt.

    Unsere Gesellschaft darf nicht zum unbefleckten Empfängnishort sozialkollektivistisch bewegter Botschafter werden, noch zu einem Enklaven-Puzzle für autistisch veranlagte Flausch-Latifundianer. Wer die Gesellschaft aus sämtlichen Prozessen, die sie betreffen, ausschließt, sollte als deren Feind betrachtet werden. Der Feindbilder gibt es inzwischen viele an der Zahl, ein Heer von Chaos-Mitverschuldern und Kompetenzverweigerern, von heimtückischen Raffzähnen und schlitzohrigen Manipulierern, die sich ihr Amt vom Steuerzahler hoch dotieren lassen und es noch wagen, ihr grinsendes Gesicht zu zeigen.

    Hinter und über allem schwärt ein Mangel an Respekt. Die Politik hat den Respekt von den Menschen verloren, ja, sogar den Respekt vor sich selbst und somit eine Atmosphäre geschaffen, die vor Kränklichkeit nur so schreit. Die Vertrauensbasis zwischen Politik und Bürgern ist irreparabel zerstört, der Widerwille der Menschen beim Anblick hirnverbrannter politischer Groß-und Kleinkreuzzüge immens. Die Ohnmacht, dem üblen Treiben der sakrosankten Hochetagen-Falotten kein Ende bereiten zu können, tut weh und schürt den Zorn.

    ***

    Hüten Sie den Schatz der Familie und statten Sie Ihre Kinder mit allem aus, das diese für die Gestaltung einer gerechten und auf Vernunft ausgerichteten Zukunft brauchen. Geben Sie ihnen ein gutes, verantwortungsgeprägtes Vorbild und : vergessen Sie die Liebe nicht. Ohne Liebe ist alles überhaupt nichts.

    Soviel zum Fest der Liebe, die gerade in diesen Tage vor den Türen bleiben muss.

    Ein schönes Weihnachtsfest wünsche ich Herrn Dr. Unterberger und allen, die diesen Blog zum Fließen gebracht haben.

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      24. Dezember 2009 23:13

      @beatrix
      Danke liebe Beatrix für die versöhnlichen Worte. Manche unserer Mitposter finden unsere mitunter aus dem Ruder laufenden Scherzchen unpassend, ungehörig und einfach unter dem Niveau dieses anspruchsvollen Forums.

      Ich bemerke hiezu nur, ohne Humor, Persiflage, Ironie und Sarkasmus könnte ich diese Zeit und diese Welt nicht ohne erhebliche psychische und physische Schäden überleben.

      Ernsthaft bleibt meine Überzeugung und mein unabänderliches Streben nach Gerechtigkeit und einer ethisch wertvollen Welt. Man fängt bei kleinen Dingen an und da habe ich es geschafft, in der Familie, im Großen geht es manchmal nur mit der Flucht in die Parodie, Farkas und Valentin z.B. haben uns da Maßstäbe gelegt die wir nicht annähernd erreichen können, aber versuchen kann man es, wenn es auch nur meistens kurze Zeit erleichtert.
      Lieben Gruß

    • beatrix (kein Partner)
      25. Dezember 2009 22:07

      Albert

      Wer Humoriges nicht verträgt, hat wohl ein Defizit.
      Der Dackel hat so manchen an die Spitze seiner Belastbarkeit getrieben - darüber musste ich sehr lachen ...:lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

      Gratuliere Ihnen zu Ihrer Humorbereitschaft ! Bleiben Sie so - es wird mich freuen (womit ich vorläufig keine weitere Reim-Attacke angekündigt haben will...) !


      Ich hoffe, das schöne Gedicht hat die damit beschenkte Hundebesitzerin beglückt !

      With compliments

  40. CHP (kein Partner)
    24. Dezember 2009 11:22

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger!

    Gesegnete Weihnachten und ein erfolgreiches Neues Jahr!
    Ich betrachte Ihren Blog als Ihr Weihnachtsgeschenk an uns Leser.

  41. AMW (kein Partner)
    24. Dezember 2009 11:03

    Lieber Andreas Unterberger!

    Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten im Kreise Ihrer Familie!

    Und herzlichen Dank für die Perspektiven, die Sie einem als Leserin Ihres Blogs eröffnen. Manchmal würde ich es mir wünschen, mit Ihnen über den einen oder anderen Gedankengang näher zu diskutieren. Einfach um ein umfassenderes Bild zu erhalten

    ***

    Die Arbeitswelt der Zukunft präsentiert sich bereits äußerst herausfordernd. Eigentlich jeder von uns wird davon ausgehen können, ein oder mehrere Male arbeitslose Zeiten zu erleben. Ein durchgehendes Arbeitsleben wird es - so die Prognosen - ab 2020 wohl nicht mehr geben. Das macht häusliche und private Planung instabil. Schließlich kann man nur gering davon ausgehen, dass man in den Zeiten der Beschäftigung genügend für die Überbrückung der Arbeitslosigkeit verdient - auch dazu wird von mehreren Monaten, wenn nicht sogar von ein bis zwei Jahren der Arbeitslosigkeit gesprochen. Unser Modell der Arbeitslosenunterstützung und "Grundsicherung" muss somit schleunigst überdacht werden. Die Zukunftsforschung spricht schon heute davon, unserer Gesellschaft die Menge an Arbeit abhanden kommen wird - Arbeit, als das wir sie heute verstehen. Auch das System der Pensionsleistungen, das aus einer Zeit stammt, indem man den Pensionsantritt im Schnitt fünf Jahre überlebte, gehört überdacht. Wir leben heute viel zu lange und völlig "unangepasst" ans österreichische Pensionssystem.

    2010 wird ein weiteres Jahr der wirtschaftlichen, sozialen Herausforderung. Und wir sollten uns diese Weihnachten einmal hinsetzen und überlegen, wie wir gesellschaftlich wieder näher zusammen rücken können. Die klassische Nachbarschaftshilfe gibt es nämlich in Österreich nicht - vielleicht weil man sich so gerne in diesem Land auf Spendenorganisationen verlässt, und sich damit elegant aus der Affaire zieht? Der Österreicher als Stereotyp ist nämlich ein hochtgradig xenophober Egoist, der jegliche soziale Verantwortung mit Weitblick aus seinem Leben schon lange verbannt hat. Hat er diesen jemals besessen???
    amw

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      25. Dezember 2009 13:05

      @AMW
      Nur zu Ihrem letzten Satz: Der Österreicher als hochgradig xenopher Egoist befindet sich in guter Gesellschaft mit mehr oder weniger ebenso zu Qualifizierenden in allen westlichen Industrieländern.

      Hauptursachen dafür sind meiner Meinung nach die Urbanisierung, die zunehmende Kinderlosigkeit, den Zerfall der Familien und die Entfremdung von religiösen Inhalten.

      Ich selbst lebe alternierend in 2 Welten, im urbanen Raum und auf dem Land, die angesprochene Problematik sehe ich vorwiegend nur in der Großstadt!

    • beatrix (kein Partner)
      25. Dezember 2009 22:16

      AMW Der Österreicher als Stereotyp ist nämlich ein hochtgradig xenophober Egoist, der jegliche soziale Verantwortung mit Weitblick aus seinem Leben schon lange verbannt hat. Hat er diesen jemals besessen???

      Ja, und obendrein besitzt der stereotype Österreicher auch ein Nazi-Gen, nicht ?

      Mit Verlaub, es stimmt einfach nicht, was Sie hier den Österreichern generell unterstellen!
      Ich habe Nachbarschaftshilfe noch in jeder österreichischen Stadt, in der ich lebte, erfahren dürfen. Bis heute ist das so.
      Nachbarschaftshilfe setzt auch nicht unbedingt Weitblick voraus, sondern eher ein Gespür für das Nächstliegende.

  42. Josef Maierhofer (kein Partner)
    24. Dezember 2009 10:51

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger !

    Dass Sie mit diesem Blog mehr Information geben können als so manche Zeitung mit vielen Redakteuren, denen das Schreiben bestimmter Inhalte 'parteilich' verboten wird, zeigt, wie dringend wir eine freie Presse brauchen würden.

    Danke für diese nicht unerhebliche Arbeit, die Sie für uns tun und alle Anerkennung zum besten Blog in Österreich !

    Ich möchte mich bei Ihren niveauvollen Postern bedanken, die zu den Inhalten passen.

    Freuen wir uns über die Weihnacht und das Fest der Liebe !

    Ich wünsche Ihnen und der ganzen Familie und allen Postern in diesem Sinn frohe Weihnachten.

    Josef Maierhofer

  43. Gerhard Lang (kein Partner)
    24. Dezember 2009 10:42

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger,
    Danke ebenfalls für Ihr "nicht ganz unpolitisches" Tagebuch und Ihre (oft erschreckende) Offenheit. Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und vor allem alles Gute für das kommende Jahr. Uns Lesern wünsche ich weitere viele gute Notizen in Ihr Tagebuch.
    Gerhard Lang

  44. DDr. Alexander V. Neumaier (kein Partner)
    24. Dezember 2009 10:07

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger,

    gottseidank ist Weihnachten ja auch noch das Fest der Familie.
    Der Zyniker in mir stellt daher fest, daß jene, die die Familie als Institution ablehnen sich damit auch um dieses Fest bringen.
    Diesen Leuten bleeibt dan eben nur das Wettsaufen am Punschstand und die jährliche Jagd nach mehr oder weniger peinlichen Geschenken, weil man das halt so macht.
    Und vielleicht noch der Coca Cola Santa Claus.
    Damit haben sich die Kritiker des Weihnachtsfestes schon selbst aus dem Rennen genommen und einen sehr wichtigen und angenehmen Teil ihres Lebens gegen eine Portion Streß getauscht.
    Das gönnen wir diesen Leuten doch sicherlich alle sehr.

    Für alle anderen, und auch im Speziellen Ihnen, wünsche ich

    Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    Und bitte bleiben Sie sich und Ihren Ausführungen treu, dann bleibt auch diese Website einen Besuch wert.

    mfg

    DDr. Alexander V. Neumaier
    dzt. 1190 Wien

    • martell (kein Partner)
      24. Dezember 2009 10:34

      da haben sie recht,

      mir als vater gehen die kinderlosen erwachsenen aus meinem umfeld schwer auf die nerven, die zwanghaft und ständig betonen müssen, wie stressig, unnötig, überholt ....blablabla.... weihnachten doch nicht sei. und dabei fühlen sie sich auch noch wie rebellen und gesellschaftskritiker.

      ich antworte dann meistens, wenn ich keine kinder hätte, würde mich weihnachten auch depremieren, aber sie sollen mich mit ihrer weihnachtskritik doch bitte in ruhe lassen.

      es ist eben nicht besonders lustig, wenn sich zwei alternde kinderlose bobo-"lebensabschnittspartner" am 24 dez. in der altbauwohnung im 7. bezrik gegenseitig anöden. weihnachten ist daran aber sicher nicht schuld.

      allen anderen wünsche ich ein frohes fest.

  45. E.B. (kein Partner)
    24. Dezember 2009 09:13

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger!

    FRÖHLICHE WEIHNACHTEN! Und danke für dieses Tagebuch!

  46. ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
    24. Dezember 2009 08:43

    ....das war der Tag andem Maria Jesus Jungfrau zur Welt brachte oder?????? :P Freue mich natürlich auch sehr auf die besinnliche Zeit mit meiner (halbwegs) intakten Familie. Hab auch ncihts gegen Kitsch. Die religiöse Bedeutung, lasse ich als Atheist allerdings außen vor. Naja....vielleicht lese ich ein bisschen was von Richard Dawkins...ist ja sozusagen der Gott der Atheisten! frohe Weihnachten @ all

  47. johann scheiber (kein Partner)
    24. Dezember 2009 08:25

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger!

    Ihr mit diesem Blog weit über die Grenzen Österreichs hinaus gehender Erfolg zeigt, dass sich der Geist und die Freiheit auch in einer Zeit perfider Scheinfreiheit nicht töten läßt. Wenn die Medien in Österreich nicht realisieren, dass sie nicht in der Propaganda- und Marketingbranche, sondern in der Informationsbranche tätig sind, dann wird sie ihr Schicksal wohl ereilen. Mir scheint, dass sie ihren Kollegen einen Dienst erweisen, indem sie demonstrieren, dass freier Journalismus nach wie vor möglich ist.

    Liberalkonservativ, ohne Neo und Werte gefällt mir sehr gut. Wenn es gelingt, auf der Basis wohlverstandener liberaler und konservativer Positionen die bürokratischen Monster, die uns umgeben, zu bändigen und einzudämmen, dann wird man wohl auch wieder unbefangen vom Staat und von der Europäischen Gemeinschaft reden können.

    Ich wünsche ihnen, Herr Dr. Unterberger und allen Mit-Bloggern ein frohes Weihnachtsfest! J.S.

  48. Martin Bauer (kein Partner)
    24. Dezember 2009 08:15

    Sehr geehrter Herr Dr.Unterberger!

    "
    Und ebenso wünsche ich möglichst vielen, neben der romantischen, traditionsorientierten und sicher auch kitschigen Sicht auf Weihnachten auch dessen religiöse Bedeutung spüren zu können.
    "
    Dem kann ich mich voll und ganz anschliessen.
    Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch auch an die Mitposter.

  49. Walter Busch (kein Partner)
    24. Dezember 2009 07:57

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger!

    Ich wünsche Ihnen von Herzen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr.
    Lassen Sie sich nicht beirren und bleiben Sie weiter auf Ihrem, meiner Meinung nach, richtigen Kurs. Es ist ein gutes Gefühl, wenn jemand, der so eloquent ist wie Sie, beherzt gegen den Medieneinheitsbrei kämpft.

  50. raeter (kein Partner)
    24. Dezember 2009 07:56

    Sehr geehrter Herr Unterberger;

    Zitat: Dort "darf heuer aus Rücksicht auf die Muslime nicht einmal mehr die Weihnachtsgeschichte gezeigt werden. Ein Blick in die Zukunft."

    Ich bitte um Quellenangabe!

    Danke

  51. raeter (kein Partner)
    24. Dezember 2009 07:44

    Herr Unterberger. Schöne Weihnacht und Danke für dieses Tagebuch.

    Seit Ihrem Ausscheiden aus der Wiener Zeitung habe ich diesen link nicht mehr angeklickt. Meine Strategie gegen gleichgeschaltete Medien: Boykott, nicht lesen, nicht einschalten. Frei nach dem Motto: Stell Dir vor es ist Krieg und keiner liest davon. Wenn den Medien das Geld ausgeht, werden Journalisten spüren, daß man von Propaganda nicht leben kann.

    Schöne Weihnacht an alle Mitposter und Leser. Es tut gut, zu sehen, daß sich immer mehr Menschen der gleichgeschalteten Medienlandschaft in Österreich/deutschen Sprachraum widersetzen.





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