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ORF-Wahl: Skurril, aber unsere letzte Chance drucken

Lesezeit: 4:30

Den Österreichern flattert dieser Tage ein Stimmzettel ins Haus: Für die Wahl des ORF-Publikumsrats. Diese Abstimmung ist so kompliziert, die Kommunikation des ORF dazu ist so schlecht, der Zorn der Bürger auf den ORF so groß, dass viele Gebührenzahler nicht wählen wollen. Das wäre aber total kontraproduktiv, würde die Probleme noch viel mehr verschlimmern und den Schuldigen am Desaster zum Triumph verhelfen.

Denn dann würde eines passieren, was schon bei den letzten ORF-Wahlen geschehen ist: Alle sechs zu wählenden Publikumsräte werden von der SPÖ gestellt, obwohl diese Partei bei den letzten österreichweiten Wahlen nicht einmal mehr ein Viertel der Stimmen hinter sich vereinigen konnte.

Es kann aber kein Zweifel bestehen: Die SPÖ trägt heute die Hauptverantwortung für den ORF, dominiert total vor allem das katastrophale Informationsprogramm in Fernsehen und Radio. Auch wenn man der Wahrheit willen nicht vergessen sollte, dass sie diese Machtstellung nicht ohne blau-grün-orange Unterstützung (am Anfang) und schwarze Hilfe (in den letzten Wochen) erringen hätte können.

Ein neuerlicher Sieg bei der Publiumswahl würde der SPÖ nun sogar eine absolute Mehrheit in den entscheidenden ORF-Gremien verschaffen, sie also unabhängig von nützlichen Idioten aus anderen Parteien machen. Denn trotz ihrer großen Schwäche bei richtigen Wahlen kann der Bundeskanzler direkt entscheidende Nominierungen vornehmen; überdies hat die ÖVP ihre traditionelle Vormachtstellung bei den Landeshauptleuten verloren.

Die SPÖ kann zwar keine echten Wahlen in der Vertraulichkeit der Wahlzelle mehr gewinnen (selbst bei Umfragen schaut sie gar nicht mehr gut aus). Sie hat aber noch immer einen effizienten Apparat und Aufsichtswarte, welche die ORF-Wahlzettel der Menschen aus den Gemeindeblocks, Altersheimen und Pensionistenblocks geschlossen mit den richtigen Nominierungen abgeben. "Als Service".

Bezeichend ist übrigens, dass jene linken Verfassungsrechtler, welche die Einführung einer elektronischen Stimmabgabe bei der Wahl der Hochschülerschaft heftig als Verletzung des Wahlgeheimnisses kritisieren, keinerlei Bedenken gegen die viel weniger geheime Fax-Wahl beim ORF haben. Obwohl es im ORF um viel größere Budgets und Einflussmöglichkeiten geht als bei der ÖH. Aber bei der ÖH nützt die (mehrfach gegen Missbrauch abgesicherte) elektronische Wahl eher den bürgerlichen Gruppierungen, beim ORF nützt die (praktisch gar nicht gegen Missbrauch abgesicherte) Faxwahl hingegen der SPÖ. Der Zweck heiligt die Verfassungsinterpretation.

Die SPÖ ist zweifelsfrei auch jene Partei, die sich am wenigsten ärgern wird über die informationsmäßige Untätigkeit des ORF in Hinblick auf diese Wahl (von welcher der ORF nun überdies gut durch einen neuen Tsunami an "Nachbar-in-Not"-Werbung in Sachen Haiti ablenken kann).

Noch ärger ist aber, dass der ORF sogar in der Zusendung des Stimmzettels skandalös manipuliert. Schreibt er doch im Begleitheftchen: "Auf dem beiliegenden Wahlformular sind Ihre Daten bereits eingedruckt." Was jedoch - zumindest auf mehreren mir vorliegenden Formularen - keineswegs der Fall ist. In einem Rechtsstaat müsste das übrigens unweigerlich zu einer Annullierung der Wahl führen.

Auch die Wahlwerbung der SPÖ ist rechtlich mehr als bedenklich, stellt sie doch ihre Wahlempfehlung unter der Adresse orf-publikumsrat.at ins Internet. Eine Adresse, die natürlich den Eindruch erweckt, hier handle es sich um eine offizielle Information durch den ORF, während man erst bei mühsamem Weiterklicken die "SPÖ-Bundesorganisation" als verantwortlich entdeckt.

Schwerer verständlich ist, dass die anderen Parteien nicht einmal ansatzweise bemerkbare Versuche unternommen haben, dieser zwar rechtlich bedenklichen, aber für die SPÖ sehr effizienten Strategie etwas entgegenzusetzen. Etwa gar durch eine in Kooperation mehrerer Parteien entstandene Anti-SPÖ-Liste. Die angesichts der totalen SPÖ-Dominanz demokratiepolitisch sogar sehr nötig wäre.

Bekanntlich gibt es bei der ORF-Wahl ja nicht das Verhältniswahlrecht, sondern ein auf sechs Kurien aufgeteiltes absolutes Wahlrecht. Motto: The winner takes it all. Dabei kann aber jeder ORF-Nutzer sechs Stimmen abgeben, für jede Kurie eine, also zugleich unter anderem einen Vertreter für die "Jugend" wie für die "Älteren Menschen" wählen. Ein echter Fall fürs Kuriositätenkabinett, Abteilung: "Wie kann man die Demokratie ad absurdum führen".

Nur wenn unter den sechs Gewählten kein SPÖ-Exponent ist, ist dem SPÖ-Bundeskanzler die Möglichkeit genommen, nur SPÖ-nahe Publikumsvertreter in den viel mächtigeren Stiftungsrat zu delegieren.

Dennoch wäre eine Wahlenthaltung die völlig falsche Antwort. Das würde nur mitschuldig daran machen, dass die Nutznießer der Manipulation freie Bahn haben.

Daher sei hier versucht, eine Liste jener nichtsozialistischen Kandidaten zusammenzustellen, die in ihrem Bereich jeweils die relativ größten Chancen haben, die Nase vor dem Ticket der Löwelstraße haben. Dieses Wahlrecht zwingt zu taktischem Verhalten.

- Bereich Bildung: Eva Scholik (Code B 0525), die als mutige Kämpferin gegen die Gesamtschule wohl im ORF am allerdringendsten nötig wäre.

- Bereich Jugend: Kathrin Zettel (J 0572): Nicht weil ich die Skifahrerin für eine so tolle Vertreterin halte, sondern weil sie die einzige Kandidatin ist, die sich nicht schon auf dem Stimmzettel als Exponentin grüner oder roter Organisationen präsentiert.

- Bereich Ältere Menschen: Gerhard Tötschinger (A 0330): Er ist Kandidat des ÖVP-Pensionistenbundes - die einzigen Gegenkandidaten in dieser Kurie kommen aus Karl Blechas Pensionistenverband.

- Bereich Eltern bzw. Familien: Clemens Steindl (E 0324): Der Chef des Katholischen Familienverbandes ist der einzige Nicht-Sozialdemokrat in seiner Gruppe, überdies der einzige Exponent aus dem christlichen Bereich im gesamten Angebot, und ein sehr durchschlagskräftiger Kämpfer für alle Familienanliegen, der zuletzt auch um die Unterstützung aller bürgerlichen Wähler geworben hat.

- Bereich Sport: Ivica Vastic (S 0742): Hier hat die Sportunion skurrilerweise gleich zwei Kandidaten aufgestellt, die nur einem ASKÖ-Mann gegenüberstehen. Die Empfehlung für Vastic gründet einzig darauf, dass er auf Grund seiner Bekanntheit die wohl besseren Chancen hat. Und dass er ein sehr sympathischer Spieler war.

- Bereich Konsumenten: Elisabeth Sabler (K 0305): In diesem Bereich fiel die Empfehlung wohl am schwersten. Immerhin wäre sie die einzige Unternehmerin - was die Unternehmerfeindlichkeit des ORF am ehesten konterkarieren könnte.

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  1. Heloise (kein Partner)
    16. Februar 2015 09:09

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  2. Nikos (kein Partner)
  3. Yeny (kein Partner)
    19. Januar 2015 08:31

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  4. Nescio (kein Partner)
    29. Januar 2010 14:54

    Wer darf eigentlich nach dem Demokratieverständnis des ORF wählen, wenn eine mehrköpfige Familie, die ja alle ORF-Seher und -Hörer sind, nicht einer Meinung sind?

  5. Wurzel Sepp (kein Partner)
    29. Januar 2010 09:33

    Vielen Dank, Herr Dr. Unterberger für den Wahlaufruf und die Wahlhilfe!
    Ich musste die Aussendung wieder aus dem Altpapier hervorsuchen, wo sie gleich bei Erhalt gelandet war.

    Aber das Faxen hat jetzt einwandfrei geklappt, mal sehen, ob unsere Stimmen etwas bringen.

  6. Vera (kein Partner)
    27. Januar 2010 14:03

    Könnten Sie eine ähnliche Empfehlung für die Wiener Volksbefragung geben? Habe grad den Stimmzettel bekommen und weiß nicht was ich ankreuzen soll!
    Gut, bis zum 11. Februar ist noch Zeit zum Überlegen - da hat der Großteil der Bürger die Stimmzettel bereits in den Müll geschmissen , außer Häupels Parteisoldaten!

  7. hiaslbua (kein Partner)
    26. Januar 2010 13:11

    Vielen Dank für die Wahlempfehlungen! Jetzt weiß ich wenigstens, wen ich keinesfalls wähle. Macht's auch ein wenig einfacher!

    Übrigens: Der homophobe Thread spricht Bände!

    • hiaslbua (kein Partner)
      26. Januar 2010 13:19

      PS: Der FAX-Wahlmodus war eine Schwarz/Blaue Erfindung! Typische rechte Reichshälfte, die zuerst eine tolle Idee hat (Stichwort "Gargamel") die sich dann weniger toll entpuppt, und dann die Schuld den "Anderen" (können je nach Belieben eingesetzt werden) zuschiebt.

      Wie war das nochmals mit "Geschichte lernen, junger Kollege"?

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      26. Januar 2010 16:24

      Spricht Bände, dass Sie es vorher nicht gewußt haben!

    • J. Streicher (kein Partner)
      27. Januar 2010 19:54

      Wenn der hiaslbua jetzt weiß, wen er keinesfalls wählen wird, so nimmt ihm die Qual der Wahl eine dritte Zusendung des ORF ab, wenn er Parteimitglied der SPÖ ist, denn diese haben ein Formular erhalten, in dem die zu Wählenden bereits "ausgewählt" sind und er braucht das Formular nur noch unterschreiben. Ja so stellen sich die SozialDEMOKTATEN wohl eine Wahl vor. Weit haben wir es gebracht in Österreich. Das übertrifft jeden Totalitarismus!

    • Gennadi (kein Partner)
      29. Januar 2010 19:35

      Was war eigentlich denn keine SchwarzBlaue Erfindung? Hat es vor Schüssel schon andere Lebewesen als Algen gegeben? Wie konnte sich dann der Kommunismus entwickeln?

  8. J. Streicher (kein Partner)
    26. Januar 2010 11:17

    Dank Herrn AU weiß ich nun, welche Personen für mich wählbar sind. Die Parteimitglieder der SPÖ wurden schließlich instruiert, welche zu wählen sind!

  9. Martin Maier (kein Partner)
    26. Januar 2010 11:12

    Wo bleibt angesichts derart unbeschreiblich skuriller Wahlumstände eigentlich die kritische Stimme von Verfassungsexperte Heinz Mayer? Oder jene der Grünen, die man als politische Gruppierung in Österreich noch am ehesten mit Datenschutz assoziieren würde? Funkstille. Fehlanzeige. Nachtigall ich hör dir trapsen, kann ich da nur sagen ...

  10. Albert Beronneau (kein Partner)
    25. Januar 2010 16:16

    Jetzt macht der ORF noch eine Aussendung, weil sie beim ersten Mal auf die Teilnehmernummer vergessen hatten, um unser Geld!

    • Mag. N. Scholik (kein Partner)
      25. Januar 2010 17:27

      LA,
      klar, und erst BM Häupl: die so genannte "Volksbefragung - verbindlich, versteht sich!" - kostet fast 7 Millionen €; kein Menswch hat uns gefragt, ob wir für dese 5 Frotzelei-Fragen derart viel Geld ausgeben möchten - das veilleicht in die VS in Wien stecken!
      Das ist für mich ein unglaublicher Skandal ...
      LG N.Scholik

    • GOP (kein Partner)
      25. Januar 2010 21:37

      Albert B.
      Siehe meinen Beitrag 10:27, ganz links (Druck- und Versandkosten).

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      26. Januar 2010 07:37

      Danke, alles klar, habe nicht alle Vorpostings gelesen, sorry

  11. F.M. (kein Partner)
    25. Januar 2010 13:55

    Deja vu! Wie ich bereits am 23.12010 19:12 hier berichtete, war es mir bei der Wahl 2005 unmöglich, meine Stimme abzugeben, weil die anzuwählende FAX-Nummer bis zum Ende der Wahlfrist rund um die Uhr IMMER besetzt war. Bei dieser Wahl 2010 scheint sich gleiches anzubahnen: Seit heute 12:05 habe ich 35 Wahlversuche unternommen, kam aber immer nur auf eine Tonbandansage "Diese Rufnummer ist derzeit nicht erreichbar, bitte rufen Sie später wieder an". Kann man es einem Nichtlinks-Wähler noch schwieriger machen, seine Stimme abzugeben, als es hier eine sich allmächtig fühlende Partei auf eine sehr unverschämte und dreiste Art macht?

    Wahrscheinlich wählen die Stimmzettelsammler (ÖGB, Löwelstraße ...) mit ihren vielen Faxmaschinen solange die Wahlnummer an, bis sie alle technischen Emfangsmöglichkeiten belegt haben (kostet ja nix). Dann lassen sie die zig-tausend eingesammelten Stimmzettel genüsslich einen nach den anderen durchlaufen, ohne je dazwischen aufzulegen. Wenn ihnen je die Stimmzettel ausgehen sollten, lassen sie die eingesammelten ein weiteres mal durchlaufen, damit die Verbindung nicht abbricht(gezählt werden sie ohnehin nur beim erstenmal). Und das bis zum Ende der Wahlfrist. --- Ich gratuliere jetzt schon der SPÖ zu ihrem Wahlsieg!

    • SuPa (kein Partner)
      25. Januar 2010 14:14

      Bitte erst am morgen, 26.01. 00:00 Uhr faxen!

    • GOP (kein Partner)
      25. Januar 2010 14:21

      Lieber F.M.:
      ich kann Ihren Frust zu dieser blöden Wahl voll verstehen. Die Faxverbindung ist erst ab morgen bis einschließlich 1.2. offen.
      Ich glaube auch nicht, dass irgendwelche Gruppen Interesse haben, die Leitungen (es sind ja mehrere) zu blockieren. Da müssten erst Beweise gesammelt werden. Geben Sie doch einfach Ihren Stimmzettel bei Postamt, Gemeinde oder Magistrat ab und warten Sie, bis dieser "durchgefaxt" wird.
      Trotz aller dieser saublöden Umstände ist es doch eine demokratische Pflicht, an einer Wahl teilzunehmen. Denn wie heißt es so schön: wenn man von einem demokratischen Recht nicht Gebrauch macht, dann darf man sich auch nicht beschweren, wenn man es einmal verliert.

    • F.M. (kein Partner)
      25. Januar 2010 14:51

      an SuPa und GOP: Ups! Danke!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      26. Januar 2010 00:51

      Aber groß über die Unfähigkeit der anderen nörgeln - typisch Ostarrichi! ;)

    • F.M. (kein Partner)
      26. Januar 2010 19:04

      an Schn...

      Naja... 2005 war die Faxnummer tatsächlich rund um die Uhr bis zum Ende der Wahlfrist blockiert.

  12. GOP (kein Partner)
    25. Januar 2010 10:27

    Wie ich eben der neuerlichen Zuschrift des ORF an alle Gebührenzahler entnehme, wurde schnell der § 4 (4) der Wahlordnung geändert, damit das nunmehrige händische Eintragen der persönlichen Daten am Wahlformular zu recht erfolgt. Damit will man den bei der Erstaussendung entstandenen Fehler korrigieren, die Mehrkosten dieser Zweitaussendung (3 Millionen Briefe) wird laut ORF von der Druckerei getragen.
    Ob damit eine eventuelle Anfechtung der Wahl aus diesem Titel verhindert wird?

  13. Gennadi (kein Partner)
    24. Januar 2010 13:22

    Mir fehlt ein wenig das Verständnis an der Sache.
    ORF? Sollen die doch dort machen, was sie wollen. Der Publikumsrat hatte bisher nichts bewirkt und würde es auch in Zukunft nicht, solange wichtige Posten im ORF parteipolitisch besetzt werden, ganz ohne Wahl.

    Viel wichtiger wäre es, die Zwangsgebühr für den ORF abzuschaffen. Die Österreicher wollen selbst entscheiden, was sie sehen, wofür sie zahlen. Wenn der ORF billig Gelder zwangseintreiben kann, wird sich die Qualität nie ändern. Werden wir immer mehr mit norddeutscher Aussprache und Minderheiten-Programmen abgespeist.

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      24. Januar 2010 15:07

      Das Ziel dieser Aktion ist der Versuch, mit demokratischen Mitteln in einem undemokratischen Wahlverfahren zu verhindern, dass alle 6 Publikumsräte von der SPÖ besetzt werden.
      Die ORF-Gebühr ist eine Zwangsabgabe(steuer) die Sie so sehen müssen wie die Autobahnvignette, wer benützt muß bezahlen.
      Deutsche Filmproduktionen werden aus Kostengründen zugekauft und auch um die noch stärkere Abwanderung österreichischer Seher zu deutschen Sendern zu unterlaufen.
      Man sollte dabei allerdings auch berücksichtigen, dass österreichische Produktionen, bzw. Filme mit österreichischen Schauspielern (SOKO Wien, SOKO Kitzbühel, österr. "Tatort"-Folgen u.a.m.) bis nach Flensburg ausgestrahlt und empfangen werden.

    • Lorenz Valla (kein Partner)
      24. Januar 2010 15:13

      @ Albert Beronneau 15:07

      Die ORF-Gebühr ist eine Zwangsabgabe(steuer) die Sie so sehen müssen wie die Autobahnvignette, wer benützt muß bezahlen.


      Ich weiß schon, wie Sie's meinen, und es stimmt auch, aber eigentlich ist es doch noch ärger: es ist, als ob Sie die Vignette kaufen müssten, bloß weil Sie ein Auto haben, auch wenn Sie gar nicht auf der Autobahn fahren wollen!

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      24. Januar 2010 15:27

      Malen Sie den Teufel nicht an die Wand, vielleicht kommt es eh zu einer Ergänzungsabgabe zur Kfz-Steuer weil die Politiker zu feige sind, eine km-abhängige Maut einzuführen. Aber dafür dürfen Sie dann auf Autobahnen in Deutschland (vorläufig) weiterhin gratis fahren :D

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Januar 2010 07:47

      Der ORF (bzw. das GIS) hat auch versucht, den neuen ORF-Gesetzesentwurf dahingehend zu beeinflussen, dass Sie auch die Vignette zahlen müssen, obwohl Sie gar kein Auto haben, weil bei Ihnen in der Nähe eine Autobahn vorbeiführt!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Januar 2010 07:48

      Das Ziel dieser Aktion ist der Versuch, mit demokratischen Mitteln in einem undemokratischen Wahlverfahren zu verhindern, dass alle 6 Publikumsräte von der SPÖ besetzt werden.
      Warum bitte undemokratisch?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Januar 2010 07:49

      Das Ziel dieser Aktion ist der Versuch, mit demokratischen Mitteln in einem undemokratischen Wahlverfahren zu verhindern, dass alle 6 Publikumsräte von der SPÖ besetzt werden.


      Warum bitte undemokratisch?

    • Gennadi (kein Partner)
      25. Januar 2010 11:56

      Warum undemokratisch?
      1. Weil nur GIS-Zahler zugelassen werden.
      2. Weil die Wahl nicht geheim erfolgt und niemand kontrollieren kann, an wen Stimmzettel ausgeschickt werden und ob diese dann tatsächlich vom Wähler benutzt werden.

      Diese beiden Punkte sollten schon genügen, um die Frage ausgiebig zu beantworten.

    • Schabeltierfresser (kein Partner)
      25. Januar 2010 12:40

      1. Wieso ist das nicht berechtigt, dass die, die zahlen, auch entscheiden?
      2. Eine offene Wahl ist nicht per definitionem undemokratisch. Dann wäre unser Parlament auch undemokratisch.

    • Gennadi (kein Partner)
      29. Januar 2010 19:42

      Schnabeltf, schon die vielen tausend Gebührenbefreiten vergessen? Und Parlament? Werden Listen-Abgeordnete auch mit gekennzeichneten Stimmzetteln per Fax gewählt? Da der ORF übrigens keine private Firma ist, sondern wesentlich aus Steuergeldern finanziert wird, müssten alle ohne Rücksicht auf Gebühr wählen können. Sonst wäre die logische Folgerung, zu einer Nationalrats- oder anderen Wahl würden nur jene zugelassen, die Steuern und Abgaben entrichten.
      Hatten wir das nicht schon? Wollen wir das wieder?

  14. Stefan Maurer (kein Partner)
    24. Januar 2010 11:49

    Ich folge der Wahlempfehlung.
    Obwohl auch Prof. Dr. Hans Högl in Frage käme.

    • SPÖ-Kampfposter (kein Partner)
      24. Januar 2010 19:33

      Högl muss irgendetwas linkes oder liberales an sich haben, sonst hätte ihn Unterberger wohl empfohlen!

    • Lorenz Valla (kein Partner)
      24. Januar 2010 20:02

      Unterberger ist (auch) ein Liberaler! Aber nicht einer von der selbsternannten linken Sorte (Heide, Standard...), die den Begriff "liberal" missbrauchen.

    • Mazungu (kein Partner)
      24. Januar 2010 21:40

      Hr. Valla - ich stimme Ihnen zu!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Januar 2010 07:51

      Na ja, Unterberger nennt sich einen Liberalen. Aber er pickt sich nur die ihm genehmen Rosinen des liberalen Gedankes heraus. Selbstbestimmung ja, Respekt gegenüber anderen Selbstbestimmten, nein, z.B.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Januar 2010 07:58

      Oder lassen Sie es mich anders formulieren: bei Unterbergers Auslegung des Liberalismus steht immer das Geld im Mittelpunkt. Nicht (heute) monetär bewertbare Dinge sind ausgenommen. Nichts anderes sagt er ja mit dem Stehsatz "wertkonservativ und wirtschaftsliberal". Nachhaltige Gestaltung der staatlichen Finanzen, ja, nachhaltiger Umgang mit Ressourcen, nein.

    • walter g. heimerl (kein Partner)
      25. Januar 2010 11:36

      Nur ganz kurz: Högl ist Schwulen-Vertreter.

    • Schabeltierfresser (kein Partner)
      25. Januar 2010 12:41

      Das ist nicht der gleiche Högl, das wird unten irgendwo erklärt.

    • Lorenz Valla (kein Partner)
      25. Januar 2010 17:30

      @ Schabentierfresser 07:58 und 07:58

      Erst jetzt komme ich dazu, Ihre Einwände zu lesen.

      Es ist klar, dass der Begriff "liberal" äußerst schillernd geworden ist. Deswegen gibt es, glaube ich, zwei Möglichkeiten, damit umzugehen.

      Entweder akzeptiert man die volle Breite und Tiefe des Begriffsinhaltes; dann muss man sich etwas herauspicken, den Wirtschaftsliberalismus und Heide oder Die Standard haben kaum was gemeinsam. Haselsteiner weiß, was ich meine, und Sie - nehme ich stark an - auch. (Daher geht auch Ihr Vorwurf an a.u. mE ins Leere.)

      Oder man befasst sich mit den Wurzeln und versucht, das Schillern etwas zu mindern, indem man die späteren Entwicklungen an den Wurzeln misst. Back to the roots heißt: (bis da, wo's noch nicht so diffus ist) von den Vätern der "Wiener Schule des L." (bekanntlich auch "Österr. Schule") abzuleiten. Das waren keineswegs nur Ökonomen, wenn auch - dem System immanent - die Wirtschaft im Ergebnnis eine erhebliche Rolle spielt. Hayeks "Human Action" ist eigentlich philosophischer Diskurs, der (Untertitel) im wirtschaftlichen Handeln landet.

      Ich weiß nicht, wie sehr Sie sich mit Hayek oder Mises auseinandergesetzt haben, aber zum Beispiel liest sich die Anthologie "Anmassung von Wissen" recht gut und überhaupt wie Butter geht das hervorrragende dünne Büchlein "Vom Wert der besseren Ideen". Wenn Sie das noch nicht kennen sollten, kann ich es wärmstens empfehlen; Sie werden es nicht bereuen (und trotzdem nicht bekehrt werden; es bleibt natürlich alle Ökonomie irgendwie doch im nichtnaturwissenschaftlichen Bereich, worauf Hayek sogar großen Wert legt, und unterliegt folglich wie jedes philosophische Denken dem Mangel der Apodiktion.)

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Januar 2010 21:07

      Danke für den Tipp, ich habe mich mit Hayek oder Mises bisher nicht sehr intensiv auseinandergesetzt, habe aber die nächsten Monate überdurchschnittlich viel Zeit, also mal sehen.

      Back to the roots, wenn man schon nicht zu Locke zurückgehen will, würde für mich allerdings heißen, zur Aufklärung zurückzugehen und die Bekämpfung autoritärer Herrschaftsfomen als Ausgangspunkt zu nehmen.

  15. Karla Popper (kein Partner)
    24. Januar 2010 11:11

    Der Himmel möge es verhüten, dass solch ein Publikumsrat auch bei uns installiert wird. Es ist ja zum Haare ausraufen, welch undemokratische Wahlregeln hierfür aufgestellt sind.

    Karla Popper, die für eines der Aufsichtsorgane einer großen deutschen Rundfunkanstalt arbeiten darf :-)

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Januar 2010 08:29

      Es ist ja zum Haare ausraufen, welch undemokratische Wahlregeln hierfür aufgestellt sind.


      Sagen wir mal so, das ORF-Gesetz mit dem Stiftungsrat und der Publikumsratswahl war sicher nicht die allergrößte demokratische Leistung des BK Schüssel... aber bei der damaligen Konstellation (2002) war es perfekt berechnet und austariert, um schwarze Mehrheiten im Stiftungsrat zu garantieren. ;)

  16. Silvia Berger (kein Partner)
    24. Januar 2010 02:54

    Bravo, Herr Unterberger! Völlige Übereinstimmung bei meiner Wahl für die ORF-Publikumsräte. Nur in der ganz letzten Sparte habe ich die Nummer K0073 eingesetzt und bis heute nicht bereut, denn Herr Heilingbrunner hat schon fleißig diese Wahl aufgemischt und will sie völlig zurecht anfechten, weil sie nicht entsprechend konform abläuft - z. B. dürfte keine UNTERSCHRIFT am Wahlzettel erforderlich sein und einiges mehr. Sie sollten sich daher die letzte Position nochmals überlegen und ev. zugunsten des "Umrührers" abändern - ein kleiner Rat von mir! ;-) LG S.B.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Januar 2010 08:29

      Kein Wunder, Heilingbrunner ist auch erwiesenermaßen der größte Querulant der Nation.

    • Silvia Berger (kein Partner)
      25. Januar 2010 23:55

      Österreich und besonders der ORF bräuchte mehr solcher "Querulanten"!

  17. Ulrike Weber (kein Partner)
    23. Januar 2010 22:55

    Die Art, wie die Wahl des ORF-Publikumsrates organisiert wurde, ist nicht sosehr skurril, sondern einfach die gewohnte Mentalität ewiggestriger Bolschewiken. Man merkt das sehr stark sogar in Wien, wo sich seit den ersten Tagen der Zweiten Republik eigentlich nichts geändert hat.

    Was kann man denn von geistigen Verwandten der ehemaligen Ostblock-Diktaturen anderes erwarten, als einen starken bürokratischen Druck auf die Wähler?

    Und was kann man von einem politisch beherrschten ORF anderes erwarten, als Chaos bei den Stimmzetteln? Die ORF-Leute schaffen ja nicht einmal ein Informationsprogramm mit seriösen, objektiven, ausrecherchierten Informationen. Die Nachrichten und Journale strotzen oft nur so von nichts sagendem Blabla, das nur von Parteimeldungen Marke "rote Brille" unterbrochen wird. So, wie die Frau Claudia Schmied (wie sie sich wirklich schreibt, ist egal) die Schulreform in eine Aktion zur Volksverdummung umfunktioniert, so macht das die SPÖ mit dem ORF.

    Ein Volksbegehren muss wieder her !! Wir brauchen einen unabhängigen ORF !!

    • Karl Bauer (kein Partner)
      25. Januar 2010 12:40

      Wozu denn? Für die Regierungsnachrichten genügt doch der abhängige ORF, und für die Unterhaltung und seriöse Nachrichten kann man private und ausländische Fernsehstationen anschauen. Das geht genau so beim Hörfunk.

      Aber jetzt geht es um die Wahl in den Publikumsbeirat. Doie Devise: Entweder boykottieren oder so wählen, dass die Roten und ihre willfährigen Schwarzen merken: halt, es gibt noch aufrechte Staatsbürger und unabhängig denkende Menschen; nicht nur Parteigehorsamssklaven.

  18. Mazungu (kein Partner)
    23. Januar 2010 21:06

    Vielen Dank fuer die Liste. Aber ich befuerchte, dass die Roten hier wieder die Nase vorne haben werden. Die sind einfach besser durchorganisiert, das muss man zugeben. Ein schlichter Geist hat einfach mehr Zeit um die Stimmzettel zu rennen und diese per 80er-Jahre Stil zurueckzuschicken. Welcher Mensch hat schon ein Faxgeraet daheim? Nichtmal grosse Firmen ruesten diese Dinge nach...

  19. Walter Wolf (kein Partner)
    23. Januar 2010 19:50

    Serbien muss sterbien. TW1 - der bessere Kanal! Stadthalle, wir kommen!

  20. F.M. (kein Partner)
    23. Januar 2010 19:12

    Bei der letzten Wahl zum Publikumsrat 2005 erlebte ich folgendes Problem: An den letzten vier Tagen der Wahl war die Fax-Nummer ununterbrochen besetzt, trotz sehr häufiger Wählversuche. Als ich mich bei der ORF-Service-Nummer beschwerte, wurde ich überaus rüde abgewiesen. Letztlich konnte ich meine Stimme nicht abgeben.
    Meine Vermutung ist, dass die Nummer von großen Organisationen wie z.B. dem Gewerkschaftsbund absichtlich blockiert wurde, um nur die eigenen eingesammelten Stimmzettel durchzulassen. Wahrscheinlich hätte es auch nichts genützt, den Stimmzettel einem Postamt zur Faxübermittlung anzuvertrauen, denn das kommt ja bei einer Blockade auch nicht durch und muss dann die Stimmzettel entsorgen - niemand kontrolliert das (?).

    Zum Wahlvorschlag "Konsumenten": Ich verstehe gut, dass A.U. hier eine Empfehlung recht schwer fällt. Ich würde trotzdem empfehlen, die Kandidatin Tischler statt Sabler zu wählen, weil Tischler auch von der ÖVP empfohlen wird und wir "Nicht-Linken" unsere Stimmen nicht aufsplittern sollten.

    Bei dieser Gelegenheit möchte ich sagen, dass der Blog von Dr. Unterberger eine echte und wertvolle Bereicherung der politischen Berichterstattung und Kommentierung darstellt. Er ist inzwischen meine erste tägliche Pflichtlektüre geworden. Und er lässt sogar "DiePresse" vergleichsweise sehr alt aussehen (vom Standard rede ich erst gar nicht).

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      23. Januar 2010 20:15

      Das ist doch ganz einfach, mehrere Versuche, wenn erfolglos dann Wahlanfechtung wegen gravierender technischer Mängel des Wahlverfahrens.
      Wer kennt einen guten Anwalt, Faxprotokolle werden mitgeliefert :?

    • Silvio Frankl (kein Partner)
      25. Januar 2010 10:14

      Zusätzlich dazu hatten bis einen Tag vor Ende der Wahl alle "ÖVP-Kandidaten" in den 6 Kategorien die Nase vorn -Kathrin Zettel wurde damals übrigens auch für den Bereich Jugend nominiert.
      Dann kam die Gewerkschafts-Maschinerie so richtig in Fahrt. Wie man allerdings in so kurzer Zeit hunderte Faxe anbringen konnte, ist mir bis heute ein Rätsel...

  21. Dr.Otto Ludwig Ortner (kein Partner)
    23. Januar 2010 18:05

    Demokratie in Österreich
    Am 1. Februar 1993, dem 50. Jahrestag des Endes der Schlacht von Stalingrad, ließ Kardinal EB. Dr. Hanns Hermann Groer im Stephansdom ein Requiem lesen. Er war der einzige Erzbischof von Wien zu meinen Lebzeiten (*1936), der sich nicht bedingungslos den jeweils herrschenden Regimen unterwarf und daher Opfer eines gnadenlosen Exempels wurde. Bei diesem Requiem wurde das von mir für den oekumenischen Gottesdienst am Schlachtfeld von Stalingrad vom 20. 09 .1992 gestiftete Meß-Besteck (STALINGRAD-KELCH) geweiht. Denn auf Grund meiner schriftstellerischen Leistungen bin ich der einzige Katholik, den die Orthodoxe Kirche seit 1054 zu einem solchen Gottesienst einlud. Näheres in meinem Buch "STALINGRAD-Princeton'sche Bekenntnisse...",erhältlich bei Amazo.com. Die Regierung Vranitzky-Mock betrog die österreichische Bevölkerung durch das gegen mein Werk gerichtete "Personenkomittee
    50 Jahre Stalingrad", durch das mein Werk unbekannt blieb, aber Gutgläubigen viel Geld herausgelockt wurde. Ich zeigte den Betrug zu AZ. 15Ut 117800/99 bei der Staatsanwaltschaft Wien an. Staatsanwalt Klackl verwies mich auf die Subsidiaranklage und sagte "diese könne mit Sympathien rechnen". Warum klagt er dann nicht an? Das Requiem vom 1.2.1993 wurde in keinem österreichischen Medium erwähnt. Ich bereitete - damals noch aktiver Anwalt - eine Beschwerde an den ORF vor. Darauf unternahmen meine Angestellten - einer nach dem anderen - eine Bittprozession in mein Chefzimmer, ich möge keine Beschwerde an den ORF richten, denn sonst verlören sie ihren Arbeitsplatz

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      23. Januar 2010 18:37

      Respekt und Hochachtung Herr Dr. Ortner, aber was wollen Sie uns hier mitteilen?
      Im Jahr 1993 war Gerd Bacher der Generalintendant des ORF, der einzige Lichtblick im langen (Un)wirken der/des RAVAG/ORF.
      Nur wer die Medien beherrscht, der kann das Volk beherrschen (frei nach Joseph Goebbels).

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      23. Januar 2010 19:01

      Tja, der einzige Erzbischof von Wien zu Ihren Lebzeiten, der sich nicht bedingungslos den jeweils herrschenden Regimen unterwarf, hätte wohl keine kleinen Buben vergenusszweigeln sollen. Was Ihr Essbesteck selbstverständlich nicht herabwürdigen soll.

    • Dr.Otto Ludwig Ortner (kein Partner)
      23. Januar 2010 23:14

      Zu Schnabelfresser:
      Sittlichkeitsdelikte gehören vor Gericht. Vorwürfe dieser Art in den Medien sind immer Propaganda. Die Menschen, die Kard. Groer gut kannten, bezeugen seine Unschuld - immerhin war er 30 Jahre unter der Aufsicht von Kardinal König als Letztverantwortlichem ein angesehener und verehrter Lehrer in Hollabrunn von unbescholtenem Lebenswandel. Ein Staat, in dem ein solcher Bürger mit einem medialen Trommelfeuer buchstäblich in den Tod getrieben wird, ist in Gefahr, seine Souveränität zu verlieren. Leider ist Österreich schon einmal wegen Blödheit untergegangen.

    • Dr.Otto Ludwig Ortner (kein Partner)
      23. Januar 2010 23:16

      Zu Albert Beronneau:
      Offenbar hat sich auch unter Bacher der ORF an einem infamen Verbrechen beteiligt.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      24. Januar 2010 14:58

      Die Menschen, die Kard. Groer gut kannten, bezeugen seine Unschuld


      Nun, die ehemaligen Zöglinge, die die Vorwürfe erhoben, sagen etwas anderes. Im besten Fall steht hier Aussage gegen Aussage. Und das defensive Verhalten des Kardinals war nicht eben geeignet, seine Unschuld glaubwürdiger zu machen. Ohne klare Worte zu finden, kann man nur verlieren und zeigt Schwächen, die einer Führungspersönlichkeit nicht anstehen (wie auch der Fall Waldheim zeigte). Daher war der Rückzug von Groer sogar im Unschuldsfall völlig gerechtfertigt, meiner Meinung nach.

    • Dr.Otto Ludwig Ortner (kein Partner)
      24. Januar 2010 18:54

      Schnabeltierfresser:
      Hätte Kardinal Groer "Profil" und den Denunzianten Ing. Hartmann geklagt, hätten jene Kräfte, die hinter diesen standen, einen antikleralen Schauprozeß gegen Kardinal Groer als "Verleumder" inszeniert, denn politische Prozesse sind in der Republik Österreich ferngesteuert. Das weiß ich seit 40 Jahren, seit dem letzten Untersuchungsausschuß (Fall Strasser) ganz Österreich. Dieser antiklerikale Schauprozeß hätte mit Gewißheit mit einem Schuldspruch des Erzbischofs von geendet und einen unheilbaren Bruch zwischen der Republik Österreich und der katholischen Kirche herbeigeführt. Ich habe Anhaltspunkte, anzunehmen, daß das Schweigen Groers mit dem Papst abgestimmt war. Dieser widmete dem Erzbischof von Wien Kard. Groer einen berührenden Nachruf im Osservatore Romano. Erzählungen von Zöglingen, die nicht gerichtskundig sind, sind Verleumdungen.

    • Kurt (kein Partner)
      24. Januar 2010 22:23

      Würde ein beschuldiger Kardinal einen Medien- und Rechtsstreit führen? hahaha

      Natürlich zieht er sich zurück und aktzeptiert jede ihm auferlegte Strafe und Pflicht, denn ihm ist die Kirche wichtiger als er sich selbst. Deswegen trägt er ja auch Rotes, als Symbol seiner Bereitschaft zum Blutzeugnis.

      Die übliche Interpretation, er hat sich zurückgezogen also ist er schuldig ist auf die röm.-kath. Kirche jedenfalls nicht anwendbar, auch wenn das viele nicht verstehen können.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      25. Januar 2010 08:03

      Das habe ich auch nicht gesagt, ich habe gesagt, das jemand, der nicht in der Lage ist, auf solche Vorwürfe zu reagieren, nicht für eine Führungsposition geeignet ist. Ihn deswegen auch noch zum Märtyrer zu stilisieren, halt ich für völlig überzogen. Und seine Gegner haben sich ja auch einen Bärendienst geleistet, denn bewegt hat sich die österreichische katholische Kirche trotz seines Abganges keinen Milimeter.

      Aber jetzt genug Themenverfehlung.

    • Dr.Otto Ludwig Ortner (kein Partner)
      25. Januar 2010 12:39

      Schnabeltierfresser
      Es ist keine Themenverfehlung, den Mißbrauch der Herrschaft über den ORF zur politisch motivierten Verleumdung von Staatsbürgern zum Thema zu machen. Denn die Integrität der Bürger ist das staatspolitische Fundament der Republik. Deren BürgerInnen sind nur ihrem gesetzlichen Richter verantwortlich (Art. 83 B.-VG.). Die Erfinder der Republik als der Staatsform, deren Staatsziel die Unverletzlichkeit der Bürger - und nicht die Ehre der Götter, bzw. Despoten - ist, die Römer, hätten Monika Lindner & Co., vom tarpejischen Felsen in den Tod gestürzt für das, was sie Kard. Groer und Bischof Krenn antaten. Denn sie betrachteten aus obigen Gründen den Rufmord als Hochverrat an der Republik.
      Daher verbreite ich diese Einsicht, verankert im Zwölf-Tafel-Gesetz der römischen Republik und kommentiert in "De civitate dei" des Aurelius Augustinus, in Österreich - offenbar als Einziger.

    • Schabeltierfresser (kein Partner)
      25. Januar 2010 12:43

      Gut, das wird mir jetzt zu skurril.

    • Vera (kein Partner)
      27. Januar 2010 14:16

      @Ortner: Küchel und Rothe haben auch geklagt und bekamen nicht recht wegen Verleumdung.
      Nur die Photos (die unscharf und wie Adobe Photoshop-Basteleien aussehen) dürfen nicht mehr verwendet.

    • Dr.Otto Ludwig Ortner (kein Partner)
      29. Januar 2010 12:41

      Zu Vera, 27.1.
      Der Fall Krenn wurde im Juli im Sommer 2004 mit einer ORF-Sendung eines anonymen Zeugen mit verstellter Stimme eingeleitet - ein krasser Verfassungsbruch, denn eine öffentliche Anklage kommt nur dem Staatsanwalt zu. Die Bilder, die eine homosexuelle Orgie im Priesterseminar beweisen sollen, sind in den Gesichtern offenbar retouchiert, doch die Kleidung der homosexuellen Orgiasten ist in peinlicher Ordnung - ich habe in Orgien keine Erfahrung, nehme jedoch an, daß im Zuge der Orgie die Kleidung in Unordnung gerät. Und wie ich eingangs sagte, sind politische Prozesse in Österreich politisch gesteuert, da ja die (potenziellen) Regierungsparteien entscheiden, ob ein Richter Präsident, Hofrat oder schier Minister wird.

  22. Maria Langmann (kein Partner)
    23. Januar 2010 17:45

    Der ganze Wahlvorgang ist einer westlichen Demokratie des 21. Jahrhunderts unwürdig! Und dann noch die "Pannen"!
    Ich hätte wahrscheinlich nicht gewählt, aber jetzt ganz bestimmt. Auf meiner Suche, wie ich denn nun wirklich wählen kann, bin ich auf einen informativen Blog gestoßen:
    http://quinecke.wordpress.com/orf-publikumsrat/

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      23. Januar 2010 20:18

      Absolut unwürdig und lächerlich das Ganze, leider müssen (sollten) wir bei dieser pseudodemokratischen Aktion mitspielen :(

  23. Bio-Koelner (kein Partner)
    23. Januar 2010 17:42

    Ihr habt wenigstens noch die "Wahl". Bei uns in Deutschland sieht es ganz düster aus. Selbst die Vorsitzende der SPD Jugend Organisation will lt. eigenen Angaben die deutsche Nationalität ehr bekämpfen.

    http://deutschlandclan.de/archives/432

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      23. Januar 2010 20:22

      Joschka Fischer hat schon gewußt wovon er spricht, dafür wurde er ja auch Außenminister, aber "Wahl" haben wir auch keine im gegenständlichen Fall, es ist allerhöchstens eine verzweifelte Teilnahme an einer Farce :P

  24. pan (kein Partner)
    23. Januar 2010 17:40

    Besonders ärgert mich der Wahlmodus per FAX!!! Nicht so sehr wegen der verfassungsrechtlichen Bedenken, aber aufgrund der Tatsache, dass das Fax aus heutiger Sicht technisch bereits als antiquierte Art der Informationsübermittlung angesehen werden kann.

    Ich habe einen PC und ein Notebook, kommunziere v.a. telefonisch, per E-Mail und auf dem konventionellen Briefweg. Lustigerweise besitze ich aber kein Fax-Gerät.

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      23. Januar 2010 17:52

      Ja das ist wirklich ein Problem. Ich selbst habe ein all-in-one Gerät mit Fax, Scanner, Kopierer und Drucker, benutze den Faxmodus vielleicht 2mal im Jahr. Früher war es sehr lustig, meine Wiener Tel.Nr. ähnelt der von Hansi Hinterseer in Kitzbühel und so bekam ich immer wieder Faxe und wußte genau, wann und wo der Hansi wieder einmal mit der Anja Kruse am Set ist :D

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      23. Januar 2010 18:13

      einen der Free Fax Server auswählen, einfach ein Mail an den Fax Server schicken.
      http://home.efax.com/s/r/at_de_search?VID=40256

  25. Albert Beronneau (kein Partner)
    23. Januar 2010 14:39

    Alle 2 Wochen am Freitag kaufe ich mir noch die "Wiener Zeitung" wegen der interesannten "Zeitreisen"-Beilage. Gestern schlage ich die Seite 2 auf und reibe mir die Augen. Da prangt doch rechts oben eine Karikatur von Herrn Wrabetz, vollgepflastert mit Werbestickern und der Sprechblase "Da die 160 Mio Staatszuschuß nicht reichen, müssen wir auch regional mehr Werbung machen......aber sehr dezent und kaum bemerkbar.
    Dann ein Leitartikel von Walter Hämmerle "Nix wird's mit dem Sparen" (könnte von AU sein) und als Draufgabe ein Gastkommentar von Friedrich Korkisch "Es gibt auch eine Österreich-Mafia", durchaus lesens- und begrüßenswert.
    Wenn das die Zensoren am Ballhausplatz sehen, ui, da wirds Stunk geben :D

    • Lorenz Valla (kein Partner)
      23. Januar 2010 15:07

      Ich bin Abonnement-Opfer der Wiener Zeitung noch bis Juni. Daher bringe ich täglich etwa eine Viertelstunde davon hinter mich. Ich kann den Eindruck von Albert Beronneau aber eher nicht bestätigen.

      Heute Samstag zum Beispiel schaut's wieder ganz anders aus. Zwar kann man (nach wie vor) Christian Ortner auf Seite 2 lesen, aber sonst finde ich kaum Erfreuliches. Aber da müsste ich zu sehr ins Detail gehen.

      Besonders langweilig fand ich auch den ersten Teil der Beilage "extra": April 1944 (Gestapo, Izieu); dann Demjanjuk und die Zentrale Stelle .. zur Aufklärung von n.s.-Verbrechen; dann die Geschichte des 1938 geflohenen jüdischen Unternehmersohns Walter Foster; dann Kinderhandel (Rumänien)... (zusammen fünf von elf Seiten).

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      23. Januar 2010 15:16

      Lieber Lorenz Valla
      Dieser Eindruck von gestern war eine für mich überraschende Momentaufnahme der Seite 2 und soll keineswegs eine Richtungsänderung der neuen "Wiener Zeitung" symbolisieren, wie gesagt ich interessiere mich nur für die "Zeitreisen" an denen ich mich früher auch gerne aktiv beteiligt hatte. Leider wurde diese Beilage ziemlich ausgedünnt und die langen Intervalle zwischen historischen Fragestellungen und der Veröffentlichung der Leserbeiträge haben mich letztlich davon abgehalten, über geschichtliche Themen weiterhin Beiträge zu schreiben.
      Liebe Grüße AB

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      23. Januar 2010 17:39

      'Tschuldigung, aber die Extra-Beilage war immer Schrott.

  26. Walter Wolf (kein Partner)
    23. Januar 2010 14:14

    Wer den heutigen Abfahrtslauf (auf österreichisch: Abfahrtsspaziergang) gesehen hat, musste wieder einmal die Unterbrecherwerbung des ORF zur Kenntnis nehmen. Ein klarer Verstoss gegen bestehende Gesetze. Von Dominic Heinzls Chilly - Back stage ganz zu schweigen. (Wobei man sich fragen muss, ob die Unterbrechung nicht amysanter ist als die unterbrochene Sendung)
    Die Art und Weise wie die gegenständliche PR-Wahl exekutieret wird, ist hier nur ein weiterer Mosaikstein im selbstgefälligen, rechtsbeugenden Vorgehen des ORF. (siehe auch heutige Internet/PRESSE)

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      23. Januar 2010 16:02

      Bei allen Sportübertragungen des ORF glaubt man, einen werbefinanzierten Privatsender eingeschaltet zu haben, was nur noch fehlt, das sind Werbeunterbrechungen bei Filmen, wie es ARD und ZDF ja schon praktizieren. Aber die dürfen wenigstens nur bis 20 Uhr werben!
      Ihrer Frage was amusanter ist kann ich nur entgegnen, ein Didier Cuche oder eine Lindsay Vonn spielen halt derzeit in einer anderen Liga. Wenn die Lindsay wenigstens schiach und unsymphatisch wäre, aber man muß sie ja mögen, noch dazu wo in ihrer Heimat der alpine Skirennsport praktisch Null Interesse findet :D

    • Norman Bates (kein Partner)
      23. Januar 2010 17:09

      Die Werbeunterbrechung vor Walchhofer war interessant, weil die ARD zeitgleich wirklich "live" war und Herr Walchhofer auf ARD ca. 20-30 Sekunden vor Herrn Walchhofer auf ORF übertragen wurde.

      D.h. dem ORF war die Werbung wichtiger als die Live-Übertragung der Fahrt von Herrn Walchhofer.

      Ich melde bald ab, mir reicht es.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      23. Januar 2010 17:43

      An sich war der Gesetzgeber beim Sport immer schon großzügiger, Werbung zwischen der ersten und zweiten Halbzeit z.B. war schon länger möglich. Aber der ORF - der mangels Schifahrernationen auf der Welt bekanntlich der einzige Fernsehsender ist, der mit der Übertragung von Schirennen was verdient, dürfe es sich da besonders gerichtet haben, indem er der FIS die Rennpausen "nahelegte":
      http://diepresse.com/home/kultur/medien/534830/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

  27. Mag. Gamlich Hans (kein Partner)
    23. Januar 2010 13:56

    der ORF ist als Regierungsfunk längst zum Dinosaurier verkommen, der den Privatsendern hechelnd hinterher laüft. Ein Fachingsmodell für seine Zukunft wäre: allen Parlamentsparteien die Sendezeit nach Maßgabe ihrer Stärke zuzuteilen und der ORF beschränkt sich auf Kultursendungen mit Österreichwerbung wie dem Neujahrskonzert.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      23. Januar 2010 17:47

      Schöner Vorschlag, das wäre wirklich sehr österreichisch. Man sollte auch die relvanten Redaktionen offiziell paritätisch nach Parlamentssitzen besetzen, dann wäre auch Unterberger vom Rotfunk-Verfolger befreit.

      Darüber hinaus sollten Werbezeiten nur Unternehmen zugeteilt werden, die den Parteien nahestehen. Die dafür gratis.

  28. Phaidros (kein Partner)
    23. Januar 2010 13:02

    Kleines Detail am Rande (eigentlich: auf der Rückseite des Wahlformulars):

    «Wahlordnung - Wahlberechtigte - §1(2) Rundfunktilnehmer/innen, die nach den Bestimmungen des RGG für mehrere Standorte gebührenpflichtig sind, sind nur einmal wahlberechtigt.»

    Dein Geld, lieber Besserverdiener, nehmen wir Dir schon pro Anschluss ab. Nur Deine Meinung darfst Du nur pro Kontonummer äußern...

    MfG phaidros.vie@gmail.com

  29. Norbert Mühlhauser (kein Partner)
    23. Januar 2010 12:50

    Sg Herr Unterberger!

    Ich wähle auch, obwohl ich den ORF so gut wie nie konsumiere. Schafft meine Abstinenz doch keine Abhilfe dagegen, dass die ärgste Verbildung dem Volke als Bildung präsentiert wird, woran ein jeder Ansässiger zu tragen hat. Es gilt daher, die größeren Übel zu orten und durch Stimmabgabe zu vermeiden.

    Auch auf meinem Formular waren keine persönlichen Daten vorgedruckt.

  30. Otto Normalverbraucher (kein Partner)
    23. Januar 2010 12:47

    Mir ist der ORF und die ORF-Wahl völlig wurschti.

    Denn ich schau schon 3 Jahre kein ORF-Programm und
    erspar mir die politische und wirtschaftliche Gängelung.

    • Phaidros (kein Partner)
      23. Januar 2010 13:06

      Dito. Trotzdem sehe ich hier wenigstens die Chance, Richtiges (Pluralismus) voran zu bringen. Und schließlich führt nicht zu schießen bekanntlich ja auch zu keinem Treffer...

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • Jürgen Habermus (kein Partner)
      23. Januar 2010 13:17

      Ohne irgend jemanden beileiden zu wollen:

      Einen kleinen Huscher muss man wohl haben, wenn man ORF schaut und zahlt.

      Die meisten, die ich kenne, zahlen ORF und schauen aber ORF sehr, sehr wenig bis gar nicht.

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      23. Januar 2010 16:17

      Ich bin halt ein ehrlicher (dummer) Steuer- und Zwangsgebührenzahler. Für mich ist die GIS-Gebühr so wie wenn jemand im Erdgeschoss wohnt und mit den Betriebskosten auch die Erhaltung des Aufzugs mitfinanzieren muß! Dafür kann ich ARTE und andere (wenige) Qualitätssender gratis empfangen :D

    • Gerhard Pascher (kein Partner)
      23. Januar 2010 17:04

      Albert Beronneau
      23. Januar 2010 um 16:17:
      Der deutsch-französische Kultursender ARTE hat vor einigen Jahren Kooperationsverträge mit verschiedenen europäischen Gesellschaften, so auch mit dem ORF abgeschlossen. Auch über 3-Sat und Bayern-Alpha können Sie regelmäßig ORF-Sendungen sehen.

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      23. Januar 2010 17:22

      Gerhard Pascher
      Ja, ich weiß, 3-Sat und Bayern alpha bringen immer wieder gute Beiträge, ich habe AON-TV (keine Werbung) übers Telefon und da kann ich die jeweils 3 Spartenkanäle von ARD und ZDF sehen, die immer wieder gute Sendungen bringen. Gleichzeitig erspare ich mir die teure UPC-Telekabel-Gebühr und spare damit fast die GIS-Gebühr ein.

    • Gerhard Pascher (kein Partner)
      23. Januar 2010 17:38

      AB:
      meine Großmutter hat mir vor vielen Jahren den - damals von mir nicht verstandenen - guten Rat gegeben: Der wichtigste Knopf bei allen diesen Geräten ist der zum ausschalten. Erst jetzt erkenne ich die Weisheit in diesem Satz.

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      23. Januar 2010 18:19

      Weiser Rat, ich benütze ihn vorwiegend bei Werbeunterbrechungen und ORF-Nachrichten! :D

    • walter g. heimerl (kein Partner)
      25. Januar 2010 11:52

      Aber: Wer nie ORF schaut, kann die Qualität nicht beurteilen. Ich (ohne Schüssel/ Kabel) kenne den ORF und behaupte: ORF ist sicher nicht schlechter als die Konkurrenz. Besser- sicherlich auch nicht. Das heißt: auf miesem Niveau. Zusätzliche Verschärfung: meist politisch reichlich einseitig. Wer das berücksichtigt, muß einige Gegengewichte auf die Waage legen und kommt so zu dem vermutlich Richtigsten. Damit fährt man relativ gut.

  31. georg zakrajsek (kein Partner)
    23. Januar 2010 12:19

    Wählt bitte auch den Professor Högl (Bildung). Er ist Präsident der Vereinigung für Medienkultur. Und nichts geht dem ORF mehr ab.

    Meine Empfehlung deswegen, weil ich ihn gut kenne, denn ich bin dort der Vizepräsident.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      23. Januar 2010 13:06

      Ist der Professor Högl denn auch schwarz genug? ;)

    • Lorenz Valla (kein Partner)
      23. Januar 2010 15:55

      @ Schnabeltierfresser

      Der ist nicht schwarz, der ist rosalila;
      http://derstandard.at/1256745255472/Christian-Hoegl-Obmann-der-Hosi?_lexikaGroup=1
      oder ist das gar nicht der?!

    • Phaidros (kein Partner)
      23. Januar 2010 16:04

      @Valla, nö, der Kandidat ist Dr. Hans Högl, nicht Christian Högl. MfG

    • Lorenz Valla (kein Partner)
      23. Januar 2010 17:31

      Naja, ich kann's halt icht lassen - und zur Strafe werde ich dann immer ernst genommen; geschieht mir schon recht.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      23. Januar 2010 17:49

      Trotzdem danke Valla, endlich weiß ich über die hochinteressanten Mobilitätsgewohnheiten des Herrn Christian Högl Bescheid! Er benützt vorzugsweise die U-Bahn, nicht so gerne Busse und Straßenbahnen, "da könnten die Intervalle dichter sein.

  32. Amadeus (kein Partner)
    23. Januar 2010 11:28

    Noch ein kleiner Tipp zur ORF-Publikumsratswahl:

    Manchem von Ihnen fällt eventuell auf die Schnelle nicht Ihre ORF-Teilnehmernummer ein:

    Sie ist zehnstellig. (zum Beispiel meine lautet: 09998yxyxy)

    Falls Sie Internetbanking haben und einen Einziehungsauftrag: Am Beleg der bei der Buchung aufrufbar ist, ist diese zehnstellige Teilnehmernummer zu sehen.

    Bei Zahlscheinzahlung der GIS-Gebühren: Am letzten Zahlschein nachsehen: da ist die ORF-Teilnehmernummer.

    Denken Sie bitte auch an Ihre eventuell betagten Eltern oder ältere Verwandte und unterstützen diese mit Tipps zur Wahl sowei beim Faxversand.

    Termin der Faxwahl: Die 26. Jänner 2010, 0:00 Uhr bis Mo. 1. Feb. 2010, 24:00 Uhr. (Nur in dieser Zeit gelten die Fax-Stimmen)

    Wahlberchtigt sind angemeldete ORF-Kunden, Fax-Nr: 0800 208 108

    Faxformular online abrufbar:

    publikumsratswahl.orf.at/rte/upload/pdf/faxformular.pdf

    Info u. Kandidaten auf d. VP-Webseite:

    oevp.at/publikumsratswahl/index.aspx?pageid=44468

    Faxformular von d. VP-Webseite:

    oevp.at/Common/Downloads/Fax-Formular_ORF-Wahl_01.pdf

    Toi toi toi: Auf dass sich diesmal ein objektives Wahlergebnis nach dem wirklichen Willen der ORF-Konsumenten ergibt!!

  33. A. K. (kein Partner)
    23. Januar 2010 11:28

    Zur „reinen Technik“ bei der Wahl des ORF-Publikumsrats:
    Jeder IT-Fachmann/Nachrichtentechniker weiß, daß die FAX-Technik zu einem älteren Relikt des 20. Jahrhunderts geworden ist. Seit rund 20 Jahren erfolgt die tägliche Kommunikation über Internet bzw. E-Mail wesentlich einfacher und technisch fortschrittlicher. In diese Kategorie technischer Überbleibsel gehören u.a. auch Teletext, gewisse Anteile des Eisenbahnwesens, das Ausfüllen von Parkscheinen, etc.,. weil es inzwischen weit fortschrittlichere Lösungen wie Flugverkehr, Handyparken, etc. gibt.
    Für eine Partei wie die SPÖ - die vielfach bezüglich Demokratie - Verständnis an die DDR-Genossen erinnert, die auch einen effizienten Apparat und Aufsichtswarte zur Machterhaltung einsetzten, ist dieses Hängen an veralteter Technik nicht weiter verwunderlich. Vergreisung unseres Landes - nicht zuletzt auch durch Abtreibungen verursacht - mit einhergehender teilweise problematischer Zuwanderung - treffen eben besonders ihre Anhänger.
    Wie geschwächt der politische Anstand in Österreich bereits ist, zeigt der Umstand, daß die anderen Parteien kaum Widerstand gegen diese Pseudo-Wahl leisten, sondern sich teilweise durch vorgedruckte(!) Stimmzettel anzupassen versuchen. In Afghanistan hätte ähnliches vermutlich internationale Proteste ausgelöst.
    Dr. Unterbergers Versuch eine Liste nichtsozialistischen Kandidaten zusammenzustellen, die in ihrem Bereich die relativ größten Chancen haben, habe ich mit Interesse gelesen; ich hatte probeweise einen (aus mehreren(!) zugesandten) Stimmzettel ausgefüllt und war auf fast alle seine Kandidaten gekommen. Leider zwingt dieses Wahlrecht zu taktischem Verhalten.
    Jene Verfassungsrechtler, die keine Bedenken gegen die nicht geheime Fax-Wahl beim ORF zeigen, kennen vielleicht viele Gesetzestexte, aber nicht ihre Aufgaben.

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      23. Januar 2010 11:32

      Da Free Fax Server und AutoIt bereits erfunden sind, könnte man den ORF natürlich mit Faxen zumüllen.

      Der Anstand verbietet es aber auf einen Sterbenden einzutreten.

    • Gerhard Pascher (kein Partner)
      23. Januar 2010 11:46

      ViennaCodePoet:
      man darf sich bei einer solchen Faxwahl nicht vorstellen, dass dabei Millionen Seiten beim Empfänger ausgedruckt werden. Vielmehr werden die übertragenen Daten nur elektronisch gespeichert und mittels speziellen Programmen geprüft, bearbeitet um dann zu einem Ergebnis zu gelangen.

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      23. Januar 2010 13:29

      nichts anderes angenommen - um so besser
      und Müll bleibt Müll

  34. ViennaCodePoet (kein Partner)
    23. Januar 2010 11:23

    Da der ORF noch vor sich hat was die AUA bereits hinter sich hat ist das einfach irrelevant.
    Internet Flat Rat, ORF abmelden, geht schon.

    Im Zeitalter der Globalisierung kann außerdem jeder sein Netz an Auslandskorrespondenten führen um authentische und maximal glaubwürdige Einschätzungen zu erhalten.

    Zumal die Auslandskorrespondenten ohnedies klagen, dass sie nicht hard on facts berichten dürfen sondern immer nur das Krasse auf noch erheblich krasser aufblasen müssen. Irgendwann geht ihnen die Luft aus und sie sind total frustriert.

  35. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    23. Januar 2010 10:51

    Ein paar Fußnoten noch, nachdem ich mir diese ziemlich grotesken Nominierungsmodus (Der Bundeskanzler hat für die weiteren Mitglieder Vorschläge von Einrichtungen bzw. Organisationen, die für die nachstehenden Bereiche bzw. Gruppen repräsentativ sind, einzuholen: die Hochschulen, die Bildung, die Kunst, der Sport, die Jugend, die Schüler, die älteren Menschen, die behinderten Menschen, die Eltern bzw. Familien, die Volksgruppen, die Touristik, die Kraftfahrer [!], die Konsumenten und der Umweltschutz) und die Kandidaten angesehen habe:

    - Die Sportunion stellt ZWEI Nominierungen, man hat also die Auswahl zwischen zwei schwarzen Kandidaten (Radweltmeister Franz Stocher und Vastic)
    - Im Bereich Konsumenten ist die Kandidatin Bernadette Tischler eindeutig die schwärzeste Wahl (Nominierung Ökosoziales Forum)
    - bitte auf keinen Fall Gerhard Heilingbrunner wählen, danke.
    - nächstes Mal: selber eine Einrichtung bzw. Organisation gründen! Ein Tarockierverein dürfte eh schon genügen, wenn man sich die diesmal nominierenden Organisationen ansieht. ;)

    • Gerhard Pascher (kein Partner)
      23. Januar 2010 11:25

      Wenn man sich etwas genauer mit dem derzeit gültigen Gesetz und den beiden Institutionen Stiftungsrat und Publikumsrat beschäftigt, dann stellt man fest, dass der Publikumsrat (füher war dies die Hörer- und Sehervertretung) wenig ausrichten kann.

      Fakt ist, dass wir Hörer/Seher nur 6 der 33 Sitze im Publikumsrat wählen dürfen und von diesen 6 Leuten dann 3 in den viel bedeutenderen 35-köpfigen Stiftungsrat gelangen. Alle anderen Mitglieder der beiden Gremien werden durch andere Gruppierungen bestimmt. Somit sind die gebührenzahlenden ORF-Konsumenten im entscheidenden Stiftungsrat nur mit 8,56 % vertreten.

      Ein Vergleich zum Nationalrat: bei so einem Wahlsystem würden wir nur über 15 Abgeordnete entscheiden. Ein Hinweis auf Zustände in Nordkorea ist daher nicht unbegründet.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      23. Januar 2010 11:29

      Na ja, dass sich der Gesetzgeber die Besetzung des Stiftungsrates vorenthält ist ja noch irgendwo nachvollziehbar, die ÖIAG-Aufsichtsrat haben ja auch nicht die Wähler bestimmt, aber dass der Publikumsrat erst recht wieder via Vorfeldorganisation großteils von Parteien besetzt wird, ist schon stark.

      Danke gebührt übrigens dem Medienmister Schüssel und seinem Medienhaushofmeister Morak, die sich dieses System ausgedacht haben.

  36. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    23. Januar 2010 10:33

    Danke für Ihre Wahlempfehlungen Herr Unterberger, sehr bemüht, leider bin ich als Nicht-Fernsehe nicht wahlberechtigt, und außerdem glaube ich, dass ein schwärzerer ORF auch um nichts besser wäre als ein knallroter.

    Gourmetkollege Fidler hätte aber auch noch ein paar Tipps, wie man die Wahl zu schwarzen Gunsten beeinflussen könnte. Wer keine Skrupel kennt, könnte ab Montag per Fax zum Beispiel für Medienstaatssekretär Ostermayer ORF-Räte wählen - Die Hotline verrät seine Teilnehmernummer:
    http://derstandard.at/1263705690230/Wahlraff-Test-zum-Publikumsrat-Waehlen-fuer-Ostermayer

    • Phaidros (kein Partner)
      23. Januar 2010 10:43

      Werter Schnabeltierfresser,

      ich glaube nicht, dass die Wahlemopfehlung des Dr. Unterberger persönlich an Sie gerichtet war.

      Da Sie auch nur bei Besitz eines einzigen Radiogerätes gebührenpflichtig sind, sollten Sie viellcieht überprüfen, ob Sie nicht doch wenigstens "Schwarzhörer" sind.

      Und, dass jede Beimischung anderer Farben besser ist, als eine einzige, wissen vermutlich nur neue Mittelschüler nicht. So weit dürfte es auch objektivierbar sein. Meine persönliche Meinung: alles ist besser als knallrot, weil es schlechter gar nicht geht (naja: fast, jedenfalls).

      Eine persönliche Anmerkung kann ich mir nicht verkneifen: Eine zeitlang war's echt besser, aber Sie fallen wieder in alte Verhaltensmuster und bald auch wieder unter meine Wahrnehmungsschwelle.

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      23. Januar 2010 10:56

      Und, dass jede Beimischung anderer Farben besser ist, als eine einzige, wissen vermutlich nur neue Mittelschüler nicht. So weit dürfte es auch objektivierbar sein. Meine persönliche Meinung: alles ist besser als knallrot, weil es schlechter gar nicht geht (naja: fast, jedenfalls).


      Stimmt in der Theorie schon, aber bisher schon stellten schwarze Verteter einen nicht unwesentlichen Teil des Publikumsrates. Und was hat's genutzt? Bzw.: was war besser in der tiefschwarzen Lindner-Zeit? Objektiv, bitte?

      Das mit der Wahrnehmungsschwelle täte mir leid. Aber haben Sie den Link schon gelesen, der ist ja das spannendste an meinem Posting.

    • tartaros (kein Partner)
      23. Januar 2010 10:59

      @STF: Muss man eigentlich nicht auch zahlen, wenn man einen PC oder Laptop hat?

    • Phaidros (kein Partner)
      23. Januar 2010 11:12

      @tartaros: ist noch nicht durchjudiziert, soviel ich weiß. Da DRM (digital right management), also Verschlüsselung und Empfängerauthorisierung aber machbar und dem Betreiber zumutbar sein dürften, ist das vielleicht sogar unseren Genies zu dummdreist.

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      23. Januar 2010 11:25

      Die GIS-Gorillas versuchen einem das einzureden, aber das ist wirklich noch nicht durch. Das Rundfunkgebührengesetz ist überhaupt unglaublich schwammig.
      http://www.rtr.at/de/rf/RGG

      Das GIS interpretiert das so:
      http://www.orf-gis.at/index.php?kategorie=faq&thema=anmeldung&artikel=2839

  37. Rupert Wenger (kein Partner)
    23. Januar 2010 10:04

    Wenn ich das Schreiben des ORF richtig interpretiere, werden nur 6 Mitglieder des Publikumsrates auf Grund dieser Wahl vom Bundeskanzler bestellt, je 1 Mitglied wird von Kammern, den beiden christlichen Religionsgemeinschaften, den Parteiakademien und der Akademie der Wissenschaften und weitere 17 Mitglieder, die der Bundeskanzler auf Grund von Vorschlägen der oben genannten Organisationen ernannt. Die Zusammensetzung des ORF-Publikumsrates wird also ausschließlich vom Bundeskanzler bestimmt. Der Wahlvorschlag beinhaltet 12 von der SPÖ und ihren Vorfeldorganisationen nominierte, 6 von der ÖVP und zwei aus dem grünen Bereich. Das wiederspiegelt keinesfalls die politische Ausrichtung der Bevölkerung. Politiker beider Regierungsparteien haben den Wählern ohne Fax-Gerät zugesagt, ihre Wahlformulare über ihre Geräte zu faxen. Sie haben damit mehrfache Gelegenheit zu manipulieren. Mit dieser Wahl steht unsere Demokratie auf dem Niveau Nordkoreas.
    In diesem Forum drehen wir uns alle in Diskussionen im Kreis, ohne etwas verändern zu können. Konkrete Frage an den Herausgeber und alle juristisch gebildeten Mitglieder: Besteht die Möglichkeit, die Wahl auf dem juristischen Weg anzufechten und damit auszuhebeln? Wie könnten wir vorgehen?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      23. Januar 2010 10:38

      So ist es. Das wirklich skurrile an dieser Wahl ist das Demokrativerständnis des Gesetzgebers, nämlich, dass das Publikum nur sechs seiner 35 Vertreter bestimmen darf. Aber mir als Nichtseher und-zahler irgendwie trotzdem wurscht.

  38. Dr. Günter Frühwirth (kein Partner)
    23. Januar 2010 09:56

    Nein! - ich nehme bewusst an dieser Farce nicht teil.
    1) Keine geheime, anonyme Wahl (mit der GISnummer ist jede Stimmabgabe identifiziert - so eine "Wahl gab's nicht einmal im Dritten Reich)
    2) Der Wahlmodus - nur per Fax - ist so eine Zumutung, dass die politischen Parteien, die diesen Unsinn ja einmal beschlossen hatten, schauen sollen, woher sie ihre Stimmen bekommen - von mir nicht!

    • Brigitte Imb (kein Partner)
      23. Januar 2010 12:50

      So sehe ich das auch und ich frage mich warum diesen Unfug keiner einklagt!

      Das Verhalten der Politiker darf ungeniert als Verbrechen u. Betrug am Volk bezeichnet werden.

  39. Walter Wolf (kein Partner)
    23. Januar 2010 09:38

    Besten Dank, Herr Dr.A.U. für diese Informationen.
    Allein bis dato habe ich noch keine Zusendung des ORF erhalten!
    Ich hoffe, ich bin hier kein Einzelfall. Wäre sonst ein weiteres Puzzle in der Chaotenchose ORF.

  40. SuPa (kein Partner)
    23. Januar 2010 08:49

    Auch ich bedanke mich bei AU für die erweiterten Informationen zu einigen zur Wahl aufgestellten Personen. Ich werde mich - mangels eigenem Faxgerät (wurde bei mir schon vor längerer Zeit durch @Mail ersetzt) - beim Postbediensten mit meinen Wunschkanditaten "outen".
    Wie lauten eigentlich die Spielregeln für diese Wahl? (Mindestwahlbeteiligung, einfache Mehrheit etc.)

  41. beatrix (kein Partner)
    23. Januar 2010 08:24

    Bitte was sind eigentlich die Aufgaben des Publikumsrates ?

    Von diesem Gremium habe ich noch nie den geringsten Mucks (nach außen) vernommen. Entweder es besteht nur auf dem Papier, oder es handelt sich um eine Formation von Untoten, denen Kommunikation völlig unbekannt ist.

    Dass der ORF als SPÖ-Propagandakanone weiteroperiert, kann nicht im allgemeinen Interesse liegen. Wenn aber die Konservativen und Nicht-Roten ständig schlafen, wird diesem Übel nichts entgegengesetzt, und es kann sich ungeniert weiter ausbreiten. Den Grad der Unerträglichkeit hat es ohnehin schon längst erreicht.

    • APM (kein Partner)
      23. Januar 2010 09:03

      Von diesem...

      Glaub ich nicht! Der einstige, nun in Frieden ruhende böhmakelnde, jiddelnde "Volksschauspieler" Muliar, dessen sprachliches Burg-Vokabular vom Arschloch über Würschtl (ihm unliebsame Weggefährten) bis zum Nazi-Schwein reichte z.B. beim einstigen - trotz "blauer" Ambitionen besten ORF Chefredakteur, nur weil er "gewagt" hatte, gegen die Verunglimpfung eines Soldaten einzutreten. Solche Aktion unterstreichen die Wichtigkeit dieser Institution.
      Man sollte dem gesamten PG (ersparen Sie mir die Übersetzung dieses Kurzbegriffes) einem Tritt in den Hintern verpassen.

    • SuPa (kein Partner)
      23. Januar 2010 10:21

      APM 09:03
      Zu Fritz Muliar: wer kann sich noch erinnern, wie er während der Besatzungszeit in der sog. "Russischen Stunde der RAVAG" gemeinsam mit anderen Schauspielern (z.B. Marianne Schönherr) eifrig für den wahren Sozialismus geworben hatte? Ich schreibe doch nur gutes über einen Verstorbenen. :-)

      RAVAG = Vorgängerin des ORF-Radios

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      23. Januar 2010 11:15

      Im Wesentlichen geht es beim Publikumsrat darum:
      der Publikumsrat bestellt sechs Mitglieder des Stiftungsrates (darunter 3 direkt gewählte). Durch die Besetzungsmodalitäten der restlichen Mitglieder des Stiftungsrates (http://kundendienst.orf.at/unternehmen/menschen/gremien/stiftung.html) ergibt sich meist ein ziemlich ausgeglichenes Proporzgremium, d.h. die Publikumsräte spielen das Zünglein an der Wage. Bei einem roten Publikumsrat ist also ein roter Stiftungsrat sehr wahrscheinlich und umgekehrt.

    • Walter Wolf (kein Partner)
      23. Januar 2010 11:37

      So gesehen. RAVAG = ORF

    • Brigitte Imb (kein Partner)
      23. Januar 2010 12:56

      Ist es nicht so, dass die "Konservativen" vor einiger Zeit einen Deal eingegangen sind? Vice versa Brüssel / ORF.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      23. Januar 2010 17:53

      War für Faymann aber ein schlechter Deal, nachdem erst Wrabetz geblieben ist, was Faymann ursprünglich nicht wollte, aber offenbar gibt es keine Personalreserven mehr (und überdies einen noch schwärzeren Finanzdirektor bekommen hat als die alte eh schon war).

  42. Gerhard Pascher (kein Partner)
    23. Januar 2010 08:14

    Ja, diese Wahl ist ein Skandal. Viele ungeklärte Fragen dazu:
    Wer hat und nach welchen Kriterien wurden die Kanditaten ausgewählt?
    Was hat eigentlich dieser Publikumsrat zu entscheiden?
    Da hat doch nur der von der Politik entsandte Stiftungsrat das Sagen!
    Warum hat Strobl die ihm befreundete TTP Marketing & Business Development mit der Wahlabwicklung beauftragt?
    Kann so etwas wirklich nur der ehem. ORF-Mann Buchner machen?
    Warum müssen 3 Millionen Stimmzettel neu gedruckt und versendet/ausgetauscht werden?
    Warum gibt es keine Wahlmöglichkeit per Internet?
    Warum gibt es keine geheime/anonyme Wahl? (z.B. per Briefpost)
    Was kostet diese Sache eigentlich dem finanziell ohnehin angespanntem ORF?

    • Gennadi (kein Partner)
      23. Januar 2010 13:09

      Schon die erste Frage ist eigentlich überflüssig. Denn wer wählt in Österreich Kandidaten aus? Selbst beantwortend.

  43. Phaidros (kein Partner)
    23. Januar 2010 07:35

    Danke für die Empfehlung!

    Das spart mir jetzt am Wochenende viel Zeit fürs Raussuchen: ich kenne die einen wie die anderen nicht persönlich oder nur vom Namen. In diesem Sinne ist eine so gut wie der andere für mich. Also hätte ich ganz ähnliche Kriterien angelegt bzw. anlegen wollen. Das wäre mir sicher nicht in allen Fällen gelungen, und ich hätte manche Kategorien weiß gewählt (oder gar nicht).

    So werde ich aber auf jeden Fall wählen!

    Auch, dass nur per Fax gewählt werden kann, das man ja zu keinem Zeitpunkt als flächendeckend vorhanden bezeichnen konnte und jetzt schon gar nicht mehr, empfinde ich irgendwie als Skandal. Ob die Roten hier bewusst auf den Effekt setzen, dass sich Klassenkämpfer bei Wahlen besser mobolisieren*) lassen? Wer hat schon seine Teilnehmernummer parat?

    Übrigens: ich kann bestätigen, dass es Fälle gibt, in denen auf dem Wahlformular nichts eingedruckt ist: bei mir ist es so.

    Bitte, übrigens auch darauf zu achten, dass Sie mit SCHWARZEM Kugelschreiber schreiben müssen (das ist jetzt kein blöder Witz: offenbar befürchtet man potenziell Probleme bei den OCR-Geräten. Also, jedenfalls muss es eine Farbe sein, die vom Fax einwandfrei erfasst wird). Steht winzig klein direkt über den auszufüllenden Feldern.

    MfG phaidros.vie@gmail.com

    *) Hihi, das hätte heißen sollen: «mobilisieren», aber der TIppfehler gefällt mir so gut, denn lass' ich drin!

  44. Rechter (kein Partner)
    23. Januar 2010 07:30

    Auf die Abstimmung pfeif ich. Ich habe schon vor Jahren abgestimmt, indem ich mich bei der GIS abgemeldet und mein Fernsehkastel in den Keller gestellt habe.

    Übrigens: meine Kinder gedeihen prächtig ohne die Gehirnwäsche durch den Dreckfunk mitten im Achten. Anstatt Schmutz und Schund zu sehen, können sie schöne alte Lieder singen. ...

    • SuPa (kein Partner)
      23. Januar 2010 07:56

      Laut Gebührenverordnung ist auch bei einem nicht in Betrieb befindlichen, aber vorhandenem funktionsfähigen Empfangsgerät eine Gebühr zu entrichten. Also gehören Sie auch zu den Schwarzsehern/hörern! :-)

      Noch ein paar Kuriositäten dieser Verordnung:
      Für den Zweitwohnsitz. auch wenn man nur abwechselnd am Ort A oder B sehen/hören kann, ist je eine Bewilligung plus Gebühr erforderlich.
      Für Computer, iPod, Handy usw., welche auch Radio/TV-Empfang ermöglichen, ist alles aber noch ungeklärt.
      Der reine mobile Empfang (z.B. im Auto) ist auch , wenn man auch keine Hauptbewilligung hat, gebührenfrei.

      Bei einem Fachgeschäft lauschte ich einem Verkaufsgespräch zu: "...eigentlich empfehle ich Ihnen eine Sat-Anlage. Wenn Sie aber keine ORF-Gebühr bezahlen wollen, dann kaufen Sie die DVB-T-Box, da bekommen Sie ORF-TV gratis ins Haus....".

    • Donnerlütchen (kein Partner)
      23. Januar 2010 08:59

      Teilnehmer : RECHTER Wo man singt dort laß dich nieder , böse Menschen singen keine Lieder. Der Töchterlsong wird bei Ihnen sicher nicht gesungen, nehme ich an. BG . Übrigens bei BM Heinrich Hosek scheint bei der Geschlechtsumwandlung was schief gelaufen sein.

  45. Albert Beronneau (kein Partner)
    23. Januar 2010 07:25

    Danke Dr. Unterberger für die "Wahlhilfe". Zum Skandal dieser manipulierten Wahl ein Link zum "Standard": "Rote Gewerkschafter "ergänzen" Teilnehmernummern"
    http://derstandard.at/1263705776861/ORF-Wahl-Rote-Gewerkschafter-ergaenzen-Teilnehmernummern

  46. Nescio (kein Partner)
    23. Januar 2010 07:24

    Wer bestimmt eigentlich die Kandidaten?





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