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Der gigantische Börsegang von SpaceX, der Elon Musk zum ersten Billionär der Welt macht, widerspricht allen traditionellen Bewertungsmaßstäben, wenn man von den derzeitigen Zahlen der zu einem Konglomerat zusammengeschweißten Unternehmen ausgeht, die Raketen, Weltraum-Internet, Künstliche Intelligenz und ein weltweites Soziales Medium umfassen. Die Investoren stecken ihr Geld nicht nur in eine von mehreren vagen KI-Hoffnungen, sondern noch in etwas ganz anderes.
Das ist die beeindruckende Persönlichkeit des Elon Musk. Er hat nicht nur tolle Ideen – das haben auch viele andere –, er hat sie auch verwirklicht. Dazu gehören nicht nur Kreativität, technisches Verständnis und kaufmännische Fähigkeiten, was an sich schon eine seltene Kombination ist. Dazu gehört auch eine mutige, durchsetzungsstarke und kampfeswillige Persönlichkeit. Das hat er durch seinen offen ausgetragenen Zwist mit Donald Trump, den er anfangs unterstützt hatte, ausreichend bewiesen.
Er hat sich aber auch mit der EU angelegt, die ja massiv versucht, die globalen digitalen Netzwerke an eine würgende Regelungs-Leine zu legen. Durch den direkten Satellitenzugang jedes einzelnen Starlink- und X-Kunden ist die EU genauso entmachtet wie auch die Diktatoren dieser Welt. Sie können nicht mehr kontrollieren, was und wie der einzelne Bürger kommuniziert.
Damit hat Musk auch die globale Meinungsfreiheit entscheidend gefördert.
Damit ist aber auch klar, warum Musk genauso verhasst wie beliebt ist: Er ist der einzige Einzelmensch, der sich – noch dazu mit guten Motiven – sowohl mit dem US-Präsidenten, wie der EU, wie auch sämtlichen Diktatoren dieser Welt angelegt hat und der dabei erfolgreich ist. So ist auch seine Satelliten-Unterstützung für die Ukraine entscheidender als die – frühere – durch die US-Regierung.
Sein nunmehriger Börsegang beweist: Entscheidend ist das Vertrauen. Man vertraut nicht so sehr in ein Unternehmen, sondern in eine Persönlichkeit und deren Fähigkeiten. Daher zählt auch jener Aspekt, den viele kritisieren, zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren des Börseganges: Musk behält den allergrößten Teil der Aktien und damit die alleinige Entscheidungsgewalt. Die Aktionäre haben zwar absolut nichts mitzureden, aber ihnen ist wichtiger, dass Musk an Bord bleibt, dass er primär auf sein eigenes Geld schaut und damit automatisch auch auf ihres.
In Österreich gibt es freilich auch ein Beispiel, dass genau dieses blinde Vertrauen auch ins Verderben führen kann. Es heißt René Benko.
PS: Genau die angesprochene digitale Regulierungs- und Kontrollwut der EU hat jetzt auch dazu geführt, dass Europa zumindest vorerst nicht in den Genuss der neuen KI kommt, die nun auch Apple auf den Markt gebracht hat ...