Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (13 Euro pro Monat/130 pro Jahr) ist jederzeit beendbar und endet einfach durch Nichtzahlung. 

weiterlesen

Die ORF-Hetze gegen Stocker geht nahtlos weiter

Linken Demonstrationen widmet die "Zeit im Bild" praktisch immer einen ausführlichen Beitrag, selbst wenn sie noch so klein sind. Sie machte damit jetzt Christian Stockers – aus dem Zusammenhang gerissenen – Frauen-Sager weiterhin zum Thema, und nach der Dürre sogar zum zweitwichtigsten. Sie lässt sich bei dieser absurden Wertung auch dadurch nicht stören, dass lediglich knappe zweihundert Personen zu einer Anti-Stocker-Demonstration gekommen sind. Keine Sekunde Berichterstattung gibt es hingegen beispielsweise, wenn weit mehr christliche Jugendliche gegen ein Abtreibungszentrum demonstrieren. Mindestens genauso skandalös ist aber auch, dass der ORF verschweigt, wer die Kundgebung überhaupt organisiert hat. Damit verletzt er eindeutig das gesetzliche Objektivitätsgebot gleich doppelt.

Dabei fiel die Kundgebung von ein paar Frauen gegen den ÖVP-Chef abgesehen von der mageren Teilnehmerzahl vor allem durch die paar Plakate auf, die erkennen ließen, wer da eigentlich dahintersteht. Das aber wird vom ORF pflichtwidrig nicht erwähnt.

Eine der Mini-Gruppen sind die "Omas gegen rechts", die etwa vor einiger Zeit (zu zweit) beim Kanzleramt mit dem Transparent demonstriert haben: "Flucht ist ein Menschenrecht". Noch signifikanter ist das einzige große Transparent bei der Anti-Stocker-Demo. Dort zeigen sich nämlich "Wir FrauenLesbenMigrantInnen" als Veranstalterinnen, die sogar nach einem Frauen-"Klassenkampf" rufen.

Gewiss haben auch Lesben und Migrantinnen laut Verfassungsgerichtshof eindeutig ein Recht zu demonstrieren. Aber ein gesetzlich eigentlich zur objektiven Information verpflichtetes Medium müsste, wenn es schon über solche Mini-Versammlungen berichtet, immer ebenso eindeutig sagen, wer da überhaupt demonstriert, statt den Eindruck zu erwecken, das wären einfach "die Frauen" …

Durch solche ständigen einseitigen Manipulationen wird in praktisch jeder Sendung klar, dass es die eindeutige innere Mission der gesamten ORF-Fernsehredaktion ist, ständig die ÖVP anzupinkeln, sogar weit häufiger als die FPÖ, die aber "natürlich" auch nur negativ vorkommen darf. 

Dementsprechend wird etwa in der gleichen ZiB-Sendung der ÖVP-Landwirtschaftsminister gleich dreimal höhnisch als jemand vorgeführt, der sich angeblich nicht um die Dürre kümmere. Die diesem Vorwurf eigentlich total widersprechende Forderung des Landwirtschaftsministers an den Finanzminister, zur Entschädigung der Bauern Beiträge aus dem Budget locker zu machen, wird hingegen nur viel kleiner berichtet. 

Wobei man durchaus debattieren könnte und sollte, ob der Steuerzahler überhaupt – egal über das Budget welchen Ministers – für jene Bauern einspringen soll, die nicht von einer Versicherung entschädigt werden. Denn das wäre eindeutig eine Entschädigung für grob fahrlässiges Verhalten. Denn die anderen Bauern haben sich brav gegen Dürre- wie Hochwasserschäden versichert und bekommen nun eben von der Versicherung Geld für ihre Schäden. Wer sich hingegen nicht versichert hat, hat sich dadurch jahrelang viel Geld erspart. Von diesen Bauern kann und sollte eigentlich erwartet werden, dass sie dann auch selbst für den Schaden aufkommen und nicht von der Allgemeinheit eine Entschädigung verlangen, wenn ein Schaden eintritt.

Sollte jetzt dennoch der Steuerzahler zum Einspringen gezwungen werden, wäre das eine fatale Botschaft. Dann würde sich logischerweise niemand mehr versichern lassen. 

Aber solche spannenden Grundsatz-Fragen interessieren die ORF-Genossen nicht. Sie interessiert nur das, wo sie auf die Schwarzen losschlagen können.

Besonders absurd ist aber auch, dass in Zusammenhang mit der heurigen Dürre behauptet wird, laut "Wissenschaft" sei der "menschengemachte Klimawandel" schuld an ihr. Dabei hat die ZiB selbst davor eine Statistik der jährlichen Dürreschäden gezeigt: Diese beweist eindeutig, dass die heurige Dürre ein einmaliges Phänomen ist, das es in all den Jahren davor nie auch nur annähernd gegeben hat. Damit kann die Dürre aber auch keine Folge eines – von wem auch immer gemachten – Klimawandels sein. Denn Klima ist definitionsgemäß immer die Wetterentwicklung der letzten dreißig Jahre.

Aber was soll es: Wenn irgendetwas auch noch so kontrafaktisch auf einen angeblich menschengemachten Klimawandel zurückgeführt werden kann, so tut das die grüne Fraktion des ORF völlig ungehindert und geradezu militant, selbst wenn diese Dürre eindeutig keinen Klimawandel beweist. Und genauso gilt: Wenn auf einen ÖVP-Minister hingehaut werden kann, wenn man sich tagelang über einen eindeutig noch so missverständlichen Satz eines ÖVP-Bundeskanzlers aufregen kann, dann wird das von der roten Fraktion tagelang breitgetreten, selbst wenn man nur eine Mini-Demo als Anlass findet.

Andere Fraktionen gibt es ja schon lange nicht mehr im ORF-Fernsehen (Lediglich im Radiosender Ö1 werden Rot und Grün noch von den Kommunisten ergänzt, ja sogar majorisiert). Als logische Konsequenz werden im ORF sozialistische Peinlichkeiten, insbesondere solche des Andreas Babler, nicht einmal annähernd so breitgetreten wie die jüngste Aussage Stockers. Dabei hat Babler – um nur seinen ärgsten Skandal zu erwähnen – vor einigen Jahren die EU als das "aggressivste außenpolitische militärische Bündnis, das es je gegeben hat," beschimpft, das noch "ärger als die Nato" sei. Dabei hatte ihm dieser Satz vom SPÖ-nahen Politologen Anton Pelinka einst sogar das Urteil eingebracht, Babler sei "peinlich, geschichtsvergessen, unreif". Bei Stocker weiß hingegen jeder, was er gemeint hat – und was die meisten Österreicher auch so sehen – was der ORF aber ins Gegenteil umzudrehen versucht.

Wenn man einem so böswillig die Worte im Mund verdreht wie der ORF, könnte er beispielsweise aus ganz aktuellem Anlass auch die Formulierung der Frau Anderl als unglaubliche Sauerei rund um die Uhr zum Sommerthema machen, in der sie Kinderbetreuung als "Hundsarbeit" bezeichnet, in der sie also Kinder und Hunde gleichgesetzt hat. Ihr Sohn möchte ich jedenfalls nicht gewesen sein, wenn ihr im Gegensatz zu Stocker da nicht das Wort "Liebe" einfällt, das auch allen Müttern, die ich kenne,  in Hinblick auf ihre Kinder und deren Betreuung einfällt. Aber freilich, bei einer Genossin würde im ORF nie jemand wagen, das zu thematisieren.

Bei einer Arbeiterkammer-Präsidentin wagt man ja im Gebührenfunk auch nicht das Thema Pflichtmitgliedschaft zu thematisieren – das der ORF bei einem wenige Stunden später gemachten Interview mit der neuen Präsidentin der Wiener Wirtschaftskammer ganz automatisch an die Spitze gestellt hat (obwohl die Wirtschaftskammer zum Unterschied echte Leistungen für ihre Mitglieder erbringt, während viele Millionen Österreicher nie etwas von der AK gesehen oder gewollt haben!). Man thematisiert auch nicht, dass Frau Anderl im Jahr ein  Gehalt von über 200.000 Euro hat, oder dass die von ihr geleitete Arbeiterkammer alljährlich 730 Millionen Euro vom Lohn der Österreicher heimlich abschneidet. Das ist bezeichnenderweise ziemlich genauso viel, wie der ORF ebenso zwangsweise von uns allen kassiert. Der macht das wenigstens offen und ungeniert ...

PS: Die Arbeiterkammer amüsiert auch bei jedem Auftritt durch die Bezeichnung als "Kammer der Arbeiter und Angestellten". Warum eigentlich heißt sie nicht "Kammer der Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellten" oder gar "Kammer der ArbeiterInnen und AngestelltInnen"? Schikanieren uns die Genossen doch sonst immer und überall mit ihrem krampfhaften Gendern ....

Kommentieren (leider nur für Abonnenten)
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print




© 2026 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung