Wenn Sie Abonnent werden, können Sie jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten, die blitzschnell hochladen, und viele andere Vorteile (jederzeit stornierbar! monatlich 10 Euro). Sollten Sie schon Abonnent sein: einfach rechts Balken „Anmelden“ anklicken.

weiterlesen



Die Ironie der Geschichte - von Spanien bis Italien drucken

Lesezeit: 5:00

Die zwei Regierungswechsel in Italien und Spanien gehen in die jeweils entgegengesetzte politische Richtung. Das ist an sich nicht aufregend – außer dass eine politische Linksverschiebung, wie sie in Spanien stattgefunden zu haben scheint, in Europa etwas absolut Ungewöhnliches geworden ist. Aber beide Exempel zeigen weit darüber hinaus eine geradezu atemberaubende Ironie der Geschichte.

Besonders Spanien. Dort muss sich jetzt der gestürzte konservative Premier Rajoy – sollte er ehrlich sein – sagen: Hätte ich nicht so hasserfüllt die nach Autonomie und Selbständigkeit strebenden Katalanen verfolgt, wäre ich jetzt noch Regierungschef.

Das wäre vor allem dann der Fall, wenn Rajoy Katalonien in die Unabhängigkeit gehen hätte lassen. Dann hätte die Linke keine Sekunde eine Chance auf eine Mehrheit in Spanien bekommen.

Der Sturz Rajoys ist aber nicht nur Anlass zu homerischem, ja geradezu schadenfrohem Gelächter über die Selbstbeschädigung eines Politikers. Er ist auch Anlass zur Hoffnung: Die Sozialisten werden zwar sicher auch in Spanien keine funktionierende Wirtschaftspolitik zusammenbringen. Sie sind aber die einzige Hoffnung, dass das Katalonien-Problem friedlich gelöst werden wird. Die Hoffnung darauf ist zwar nicht groß, aber die Sozialisten sind eben die einzige Hoffnung.

Der zentralistische Nationalismus von Rajoy – von dem eine direkte Spur zurück zu Franco führt – war dumm und schlimm und eine große Bedrohung für den europäischen Frieden. Gerade ein Spanier, der stolz auf sein Land sein will, darf doch nicht glauben, dass man auf ein Land wirklich stolz sein kann, dass andere Völker beherrscht, die nicht von ihm beherrscht werden wollen.

Verdient nicht auch die aufgedeckte Korruption von Rajoys Partei – der aktuelle Anlass seines Sturzes – eine saftige Strafe? Im Prinzip ja. Aber bei nüchterner Betrachtung sollte man sich schon im klaren sein, dass die Beträge, um die es da in Spanien geht, nur ein Trinkgeld im Vergleich zu den Beträgen sind, die in Österreich an Bestechungskorruption alljährlich aus Steuergeldern an willfährige Medien fließen, vor allem, aber nicht nur aus dem Wiener Rathaus. Dabei aber macht die Staatsanwaltschaft seit Jahren hemmungslos die Mauer.

Italienische Köstlichkeiten

Auch Italien macht in diesen Stunden glauben, die Geschichte wäre wirklich ein handelnder Akteur und würde sich bisweilen einen Spaß erlauben. Anders ist es fast nicht erklärlich, dass ausgerechnet im Heimatland von EZB-Chef Draghi der gesamten EZB-Politik eine so lange Nase gedreht wird. Draghi hat seine abenteuerliche Politik ja sogar ganz eindeutig im Interesse seiner Heimat gemacht, die ihre Schuldenfreudigkeit seit Jahren nur mit Gratiskrediten der EZB finanzieren kann. Und jetzt das! Jetzt droht ausgerechnet wegen Italien das gesamte wider alle ökonomischen Gesetze betriebene EZB-Haus in sich zusammenzubrechen.

Es braucht freilich nicht extra betont zu werden, dass Herr oder Frau Geschichte der einzige Zaungast wäre, der darüber lachen kann. Für uns Europäer wird das hingegen alles sehr bitter werden. Denn Italiens neue Regierung wird natürlich nicht von sich aus dem Euro austreten, sondern viele ihrer demagogischen Versprechungen an die Wähler durch noch mehr EZB-Kredite finanzieren. Und mit Sicherheit wird Draghi alles finanzieren.

Er und viele andere Europapolitiker werden zwar hie und da böse mit dem Finger drohen. Aber es scheint völlig unvorstellbar, dass die EZB jetzt gegenüber Italien das tut, was das einzig Richtige wäre: dem Land nämlich den Kredithahn abzudrehen, wenn es noch undisziplinierter agiert, als es das jetzt schon unter der bisherigen Linksregierung getan hat. Dieser Kredithahn hat sogar zwei Auslässe: Der eine ist der ständige Kauf von Staatsanleihen durch die EZB; der andere sind die sogenannten Target-Schulden, die Italien über die gemeinsame Währung als scheinbaren Zahlungsausgleich geradezu unbegrenzt eingeht, ohne dass jemand etwas dagegen tun kann.

So sehr die Geschichte über die verlogenen Europäer lacht, so traurig ist es für uns, dass die großartige Idee einer gemeinsamen Währung kaputt gemacht worden ist. Nicht weil die ursprünglichen Spielregeln falsch waren, vielmehr weil sie brutal gebrochen worden sind.

Allgemeines Lachen ist hingegen zum Fall jenes Ministers am Platz, wegen dessen EU- und Euro-kritischer Haltung der italienische Staatspräsident zuerst die Regierung verhindern wollte. Nun wird der Mann zwar nicht wie ursprünglich vorgesehen Wirtschaftsminister, statt dessen wird er – Europaminister! Also als Strafe, weil er zu europafeindlich sei, darf er zwar nicht Wirtschafts-, aber Europaminister werden.

Das bestätigt: Italiens Politik ist wirklich bei allen tragischen Aspekten immer auch eine köstliche Komödie. Köstlich sind aber auch noch ein paar weitere Fußnoten zur italienischen Regierungsbildung:

  • So ist es hochinteressant, dass eine "populistische" Regierung so wenige Frauen in ihren Reihen hat – nicht einmal ein Drittel. Zwar erregen sich die üblichen Zeitungskommentatoren darüber enorm. Den Italienern – beiderlei Geschlechts – ist aber das ganze Quotengetue der diversen Altparteien offensichtlich völlig egal. Sie haben ganz andere Sorgen. Sonst hätten sie ja nicht so deutlich zwei Anti-Quoten-Parteien an die Macht gebracht.
  • Weniger köstlich, denn skandalös ist, wie der strammlinke österreichische Gebührenfunk eine dieser beiden Parteien, die Lega, "ständig als "fremdenfeindlich" bezeichnet. Das ist nicht nur eine rein kommentierende und dem Rundfunkgesetz widersprechende Formulierung und Hetze. Sie ist auch inhaltlich völlig falsch. Die besonders in Touristenregionen starke Lega hat nichts gegen Fremde, gegen Ausländer, sondern – wie die große Mehrheit der europäischen Bürger – gegen illegale Migranten, die sich als "Flüchtlinge" ausgeben. Wenn das schon für die Bezeichnung "fremdenfeindlich" reichen sollte, dann wären etwa für die SPÖ andere Epitheta zehnmal berechtigter: unternehmerfeindlich, bauernfeindlich, inländerfeindlich, kirchenfeindlich, familienfeindlich. 
  • Interessant und amüsant, aber zugleich auch beeindruckend ist auch der neue italienische Familienminister, der ganz demonstrativ unter Bezug auf seine katholische Identität seine Präferenz für die Vater-Mutter-Kind-Familie betont. Wenn man bedenkt, dass gleichzeitig mit diesem Bekenntnis in Wien der Wiener Erzbischof und Minister beider Regierungsparteien an einem großen steuerfinanzierten Schwulenfestival teilnehmen, dann kommt einem unweigerlich wieder der Gedanke an die Ironie der Geschichte.

PS: Apropos Schwulenfestival: Es würde sicher zu weit gehen, auch die schweren Regenfälle in Klagenfurt, deretwegen das Fußballspiel Österreich-Deutschland in den Abend hinein verschoben werden musste, und den viele Fußballfans begeisternden Sieg der Österreicher in die Rubrik "Ironie der Geschichte" einzuordnen. Aber es war schon köstlich, dass deswegen die Zwangsbeglückung des ORF, der über den Schwulenball und die dort auftretenden B-Promis im Hauptabendproprgamm intensiver und länger berichten wollte als etwa über den Opernball, um Stunden nach hinten verdrängt worden ist. Viele Österreicher haben jedenfalls beides als sehr erfreulich empfunden.

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • RSS
  • Add to favorites
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare drucken

  1. Ausgezeichneter KommentatorFreisinn
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juni 2018 08:03

    Der Titel des heutigen Tagebuchs ist wirklich sehr gut gewählt und könnte nicht besser sein.
    Die Deutschen werden nun langsam die Quittung für ihre völlig inkompetente und zudem ferngesteuerte Staatsführung erhalten. Das Volk kann einem zwar leid tun - dennoch trägt es eine gewaltige Mitschuld an den gegenwärtigen Zuständen - hat es diese Versager bei sämtlichen Wahlen bis zuletzt doch immer wieder bestätigt. Die Geschichte verfolgt ihre eigene Logik, es gibt keine Ausreden und auch Naivität wird unerbittlich bestraft!

  2. Ausgezeichneter KommentatorAbaelaard
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juni 2018 07:08

    Der Blogmaster kann aber sicher nicht, so wie er durchblicken lässt, behaupten die Katalanen wären geknechtet worden. Die Hälfte der Bevölkerung will gar nicht los von Madrid. Die Wirtschaftsleistung schöpft sich nämlich zum größeren Teil aus dem Inlandsmarkt ,und das ist nun einmal Gesamtspanien. Die Exportquote in Prozenten ist sogar in der armen Estremadura höher als in Katalonien. Da liegt noch ein schöner Hund begraben.

    Zu Rajoy kann man nur sagen daß er das Land nach der Zapatero- Katastrophe im letzten Moment aufgefangen hat, und ein Gesamtspanien mußte sein Interesse sein. Die Nächsten die sich spalten wollen werden die Basken sein, dann die Galizier, die Valentianer und die Andalusier, von Mallorca hat man auch schon gehört. Das nur so nebenbei zu den romantischen Anwandlungen des heutigen Tages im Blog.

    Die Italiener machen ihr Match wie es ihnen gefällt und sie werden bekommen was sie wollen, der Sturz des Euro würde die Papierguthaben von Target2 der BRD in Luft auflösen und dann aber erst recht GUTE NACHT EU. Die Italiener z.B hätten alle auf Schulden gekauften Leistungen immer noch und die Deutschen jede Menge Papier zum Heizen . Wie sagte Sinowatz prophetisch: Es ist alles sehr kompliziert !!

  3. Ausgezeichneter KommentatorSabetta
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juni 2018 08:52

    Die "Idee" der gemeinsamen Währung war nicht großartig, sondern dämlich. Man kann unterschiedliche Volkswirtschaften und Mentalitäten nicht in eine gemeinsame Währung zwängen - noch dazu war doch allen (die bei Verstand waren) klar, dass man aus den traditionellen Weichwährungsländern keine Hartwährungsländer machen kann. Die Länder wurden zudem alle mehr oder weniger in den Euro geschwindelt, was die Kriterien betraf. Man hat das damals alles schon gewusst, nicht nur ich war dagegen, sondern viele andere auch, die man alle als "Nazis" abgetan hat.

    Die Verantwortlichen sollen zur Rechenschaft gezogen werden.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorsteinmein
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juni 2018 09:06

    Der Fußballabend war für mich erfrischend. Anstelle des Narrenballs brauchte ich zu dieser Sendezeit keine alternative TV-Station zu suchen . Dass der Glaubenshüter Schönbrunn anwesend war, bestätigt für mich den Zoocharakter.

  5. Ausgezeichneter KommentatorBürgermeister
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juni 2018 11:15

    Also wenn die EU-Vorhaben so umgesetzt werden wie sie geplant sind (Abzug von Mitteln aus Osteuropa - da funktioniert die Wirtschaft jetzt besser, dafür Umleitung nach Süditalien - da funktioniert es seit Generationen nicht), dann ist das EU-Projekt offenbar eine Gemeinschaft zur Kapitalvernichtung. So etwas hat historisch gesehen aber nie lange funktioniert (hm, aber warum denn nicht Karas und Konsorten mit kindlichen Glupschaugen fragen??) - d.h. man hat eine Struktur erschaffen die sich mittel oder langfristig selbst zerstört und bezeichnet das als "Friedensprojekt Europa".

    Langfristig stabile Strukturen entstehen nur wenn man mehr Kapital erwirtschaftet als man verbraucht - nur das sichert den Frieden.

    Italien wird zum Schleusenöffner und Spanien - ganz besonders aber Frankreich - werden bald neue Begehrlichkeiten entdecken. Ich mag die Italiener, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Die große Frage ist eher was kommt danach?

    So etwas endet mittelfristig immer schlecht für alle Beteiligten, insofern sind die langfristigen Planungen der EU

  6. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juni 2018 10:18

    So sehr ein Ende dieser EU zu wünschen ist, so sehr wird das nichts ändern. Wir haben zwar dann die Ersparnisse verloren, die Wirtschaft wird ordentlich leiden, es wird grobe gesellschaftliche Verwerfungen geben, aber gewonnen ist nichts. Es sitzt der gleiche, unfähige Typ Berufspolitiker in Parlament und Regierung, es sitzen die gleichen faulen, unfähigen aber extrem ideologisierten Frauen bei Gericht und in der Verwaltung, es werden die gleichen Journalisten uns stets nur das Geschehen im Lichte der "Einen Wahrheit" berichten; mit anderen Worten, nur eine Revolution, schafft wieder Raum jene Menschen, die fleißig, innovativ, eigenverantwortlich und sparsam sind.

    Das werden auch die Italiener jetzt als nächstes EU-Volk auf die harte Tour lernen, die Populisten haben in Wahrheit kein radikales Programm, sondern nur einen anderen Verteilschlüssel. Denn in Griechenland regieren bereits solche Populisten – und? Irgend welche radikalen Reformen bei Verwaltung, Medien, Bildung, Schulden, Justiz, Zuwanderung? Solange die EZB den Laden zusammenhält, werden unsere Eliten immer den für sie einfachen, weil lukrativen, Weg gehen. Denn ohne dieses politische System, wären wohl die meisten Politiker, Bürokraten und Journalisten arbeitslos, einfach weil ihnen jede Berufsausbildung und -erfahrung fehlt.

  7. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juni 2018 18:41

    Wen interessiert noch das Schwulengeschwrubel im Wr. Rathaushaus - außer die Küniglberger?

alle Kommentare drucken

  1. Pfingstler343 (kein Partner)
    05. Juni 2018 16:31

    Es ist ganz wunderbar, dass jetzt auch Italien eine rechtskonservative Regierung hat. Denn gerade die Südflanke Europas ist besonders durch Einwanderung bedroht. Zudem ist der Bezug zu einem erneuerten Christentum wichtig. Mehr dazu unter Öko-Theosophie (bitte googeln).

  2. AppolloniO (kein Partner)
    05. Juni 2018 09:46

    Ich glaube nicht, dass so viele Österreicher die Verkürzte Übertragung des Schwulenballes positiv empfanden, denn:
    In meiner Umgebung, Verwandten- und Bekanntenkreis war keiner zu finden der mit dem Abpfiff des Ländermatches nicht auch gleich den Sender gewechselt hätte.

    Merke: Je mehr Tam-Tam der Linksfunk um eine seiner Sendungen macht, umso mehr hat sie es notwendig.

  3. Herbert Richter (kein Partner)
    05. Juni 2018 09:24

    WU sinniert: "So sehr die Geschichte über die verlogenen Europäer lacht, so traurig ist es für uns, dass die großartige Idee einer gemeinsamen Währung kaputt gemacht worden ist. Nicht weil die ursprünglichen Spielregeln falsch waren, vielmehr weil sie brutal gebrochen worden sind."

    Oh du lieber Gott.....!
    Jeder durchschnittlich begabte 16jährige gneisst, daß ein aufgezwungenes gemeinsames Währungssystem mit Ländern unterschiedlicher Steuergesetze, verschiedener Wirtschaftsformen, differenziertem Produktivverständnis u -vermögen, wechselnder Bonität und vorallem verschiedener Kultur o Unkultur niemals zum Gewinn für alle werden kann. Geschweige denn das Elaborat einer """großartigen Idee"""!

    • Herbert Richter (kein Partner)
      05. Juni 2018 09:43

      Für die Blöden und für die EU Phantasten, potzblitz, die sind aber ja eh der gleiche Haufen!
      Wenn man in eine Wanne einen Kübel mit heißem Wasser, einen mit lauwarmen und einen Kübel mit kalten Wasser schüttet, was ergibt dieses Gemisch? Wenn die Blöden zu blöde sind, sich diesen Vorgang zu imaginieren, ein praktischer Versuch mit dem Zahnputzbecher ins Waschbecken tut's auch........

  4. A.K.
    04. Juni 2018 11:04

    Dr. Unterberger schreibt u.a. „…Interessant und amüsant, aber zugleich auch beeindruckend ist auch der neue italienische Familienminister, der ganz demonstrativ unter Bezug auf seine katholische Identität seine Präferenz für die Vater-Mutter-Kind-Familie betont. Wenn man bedenkt, dass gleichzeitig mit diesem Bekenntnis in Wien der Wiener Erzbischof und Minister beider Regierungsparteien an einem großen steuerfinanzierten Schwulenfestival teilnehmen, dann kommt einem unweigerlich wieder der Gedanke an die Ironie der Geschichte.“
    Ich fragte mich deshalb: Hat tatsächlich der Wiener Erzbischof Kardinal Schönborn am 3. Juni 2018 an diesem Schwulenfestival teilgenommen? Ich versuchte dies über Google-Einträge zu klären: Auf dem ersten Blick schien es sich dort zu bestätigen, beim Versuch genauer nachzuprüfen, landete ich zwar bei einem Bischofsdarsteller, ich konnte aber doch keinen direkten Beleg für die Teilnahme von Schönborn finden.
    Die ORF-OE1-Übertragung sah ich zufällig beim „Zappen“ kurz vor einer Trapp - „Heirat“-Szene, geleitet von einem „Kardinalsdarsteller“: Von ihm wurde 1 Korither 13, („…Jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei: am größten unter ihnen ist die Liebe.“) in Latein rezitiert, mit deutschen Untertiteln vom ORF unterlegt.
    Dieser Ausschnitt erschien mir derartig pervers und lästerlich, weshalb ich mir doch nicht vorstellen kann, dass der Wiener Erzbischof sich solches angeschaut hat. - Ich hoffe sehr, mich nicht zu irren.

  5. Franz77
    04. Juni 2018 00:17

    ***************

  6. pressburger
    03. Juni 2018 19:04

    Eigentlich ziemlich öd, wer in Spanien oder Italien die Regierung bilden wird.
    Die politischen Protagonisten in beiden Ländern, haben die gleichen Begehrlichkeiten. Politiker beider Länder, genau so wie in Griechenland oder Frankreich, sind Produkte der EU Doktrin. Diese Doktrin besagt, Leistungen sind nicht notwendig, wichtig ist der Sozialstaat. Das Geld kommt aus der Draghi-Presse.
    Viel interessanter ist der Ausgang der Wahlen in Slowenien. Zeigen die Slowenen, dass sie verstanden haben, wo der Weg der EU ihr Land hinführen wird ?

  7. Haider
    03. Juni 2018 18:41

    Wen interessiert noch das Schwulengeschwrubel im Wr. Rathaushaus - außer die Küniglberger?

  8. Brigitte Imb
  9. Bürgermeister
    03. Juni 2018 11:15

    Also wenn die EU-Vorhaben so umgesetzt werden wie sie geplant sind (Abzug von Mitteln aus Osteuropa - da funktioniert die Wirtschaft jetzt besser, dafür Umleitung nach Süditalien - da funktioniert es seit Generationen nicht), dann ist das EU-Projekt offenbar eine Gemeinschaft zur Kapitalvernichtung. So etwas hat historisch gesehen aber nie lange funktioniert (hm, aber warum denn nicht Karas und Konsorten mit kindlichen Glupschaugen fragen??) - d.h. man hat eine Struktur erschaffen die sich mittel oder langfristig selbst zerstört und bezeichnet das als "Friedensprojekt Europa".

    Langfristig stabile Strukturen entstehen nur wenn man mehr Kapital erwirtschaftet als man verbraucht - nur das sichert den Frieden.

    Italien wird zum Schleusenöffner und Spanien - ganz besonders aber Frankreich - werden bald neue Begehrlichkeiten entdecken. Ich mag die Italiener, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Die große Frage ist eher was kommt danach?

    So etwas endet mittelfristig immer schlecht für alle Beteiligten, insofern sind die langfristigen Planungen der EU

    • Ausgebeuteter
      03. Juni 2018 12:02

      Warum Kurz den Karas nicht aus Brüssel abberuft, ist mir schleierhaft.

    • Bürgermeister
      03. Juni 2018 12:47

      Mir ist es auch nicht klar, ich bin überzeugt er würde im Hintertupfinger Kaninchenzüchterverein als stellvertretender Vorsitzender erheblich besser für Österreich und für die EU wirken können als da wo er jetzt sitzt.

    • Gallenstein
      03. Juni 2018 14:49

      @ Ausgebeuteter, Bürgermeister:
      Der Karas gehört nicht abberufen, der gehört (politisch) notgeschlachtet. Und es sollte mich sehr wundern, wenn Sebastian Kurz da nicht schon eine Vorstellung hätte.

  10. Franz77
    03. Juni 2018 10:21

    Fußball war super! Nur der geldgierige Prohaska hat sich einen Abbruch gewünscht. So mußte er - für kolportierte Gage von 30.000 Euro pro Spiel - noch 2 Stunden "arbeiten".

    • glockenblumen
      03. Juni 2018 16:34

      Fußball interessiert mich gar nicht, doch gestern kam ich den den "Zwangsgenuß" Prohaska sprechen zu hören - dafür müßte er, statt Gage zu erhalten, Schmerzensgeld zahlen... ;-)

    • Franz77
      03. Juni 2018 19:05

      Jepp! ***********

    • Brigitte Imb
      03. Juni 2018 20:00

      oba hallo!!??XYZ

      Prohaska, ein Experte der Sonderklasse, der auch einmal Fußballschuhe getragen hat! Den zu verunklimpfen grenzt ja beinahe an Rassismus. :-)))

    • glockenblumen
      03. Juni 2018 21:33

      uiiijegerl, dann bin ich jetzt Rassist ?? ;-))
      Teifl, Teifl.....
      Bei dem ist der Akkusativ dem Dativ sein Tod..... ;-)

    • Brigitte Imb
      03. Juni 2018 21:38

      Ah geh, oba stimmt scho, de Fuaßboana reden olle an ähnlichen Wirrwirrwarr....

      Aber @Glocki, damit Sie nicht alleine Rassist sind, geselle ich mich gerne dazu. Ich mag Fußball auch nicht, und schon gar nicht die arroganten Profispieler.

    • otti
      04. Juni 2018 08:10

      glockenblumen: "........daür müßte er.....Schmerzensgeld zahlen"

      Juhuuuuu ! Denkt sich meine Frau und ich jedes mal.

      (aber ich - meine Frau nicht - bin schon so weit, daß ich richtig neugierig bin.
      Was da wieder kommt. Jetzt kenne ich viele, also eigentlich sehr viele, die auch vor einer Kamera nicht reden können. Aber die kriegen dafür wenigstens kein Geld. Vom orf.

  11. dssm
    03. Juni 2018 10:18

    So sehr ein Ende dieser EU zu wünschen ist, so sehr wird das nichts ändern. Wir haben zwar dann die Ersparnisse verloren, die Wirtschaft wird ordentlich leiden, es wird grobe gesellschaftliche Verwerfungen geben, aber gewonnen ist nichts. Es sitzt der gleiche, unfähige Typ Berufspolitiker in Parlament und Regierung, es sitzen die gleichen faulen, unfähigen aber extrem ideologisierten Frauen bei Gericht und in der Verwaltung, es werden die gleichen Journalisten uns stets nur das Geschehen im Lichte der "Einen Wahrheit" berichten; mit anderen Worten, nur eine Revolution, schafft wieder Raum jene Menschen, die fleißig, innovativ, eigenverantwortlich und sparsam sind.

    Das werden auch die Italiener jetzt als nächstes EU-Volk auf die harte Tour lernen, die Populisten haben in Wahrheit kein radikales Programm, sondern nur einen anderen Verteilschlüssel. Denn in Griechenland regieren bereits solche Populisten – und? Irgend welche radikalen Reformen bei Verwaltung, Medien, Bildung, Schulden, Justiz, Zuwanderung? Solange die EZB den Laden zusammenhält, werden unsere Eliten immer den für sie einfachen, weil lukrativen, Weg gehen. Denn ohne dieses politische System, wären wohl die meisten Politiker, Bürokraten und Journalisten arbeitslos, einfach weil ihnen jede Berufsausbildung und -erfahrung fehlt.

    • Franz77
      03. Juni 2018 19:11

      Wir - vor allem unsere Vorfahren - haben viel Schlimmeres überlebt. Meine Oma und der Opa nahmen in WKII vier Kinder auf. Sie hatten nix. Aber Sie waren FREI!

    • Brigitte Imb
      03. Juni 2018 20:02

      Egal wie es kommen mag, die Tüchtigen werden es wieder schaffen. Die anderen sollen meinetwegen dahindarben.

  12. HDW
    03. Juni 2018 09:58

    Ironie sind aber auch die Epitheta des Sozialismus in den Konjunktiv zu setzen, während dessen Todestrieb die Knochen unter der Soutane am Ball durchschüttelt.

  13. Rupert Wenger
    03. Juni 2018 09:25

    Don't panic! Die beiden Parteien haben viele Absichtserklärungen abgegeben, aber noch keine Taten gesetzt. Es ist also nicht an der Zeit, Zukunftsszenarien zu entwerfen, sondern vorerst einmal die hinter den Ankündigungen stehenden Ziele zu analysieren.
    Die Parteien werden (auf höheren Befehl?) von den Medien als völlig vertrottelt hingestellt, was so im Falle Italien noch nicht durch Taten nachgewiesen ist. Leider glauben die Eliten immer recht schnell an die eigenen Propagandalügen, halten also den "Gegner für dümmer, als man selbst ist", was in der Taktik der größte Fehler ist, noch vor dem Überschätzen des Gegners.
    Fakt ist, dass Italien von der EU massiv mehr bekommt, als es einzahlt. Ein Austritt aus der EU wäre also nicht in seinem Interesse. Fakt ist weiter, dass der € Italien massiv schädigt, ein Abgang aus dem € wäre daher anzustreben. Tritt Italien aus dem € aus, wird die EU nach dem Muster des Brexit die Bedingungen zu ihren Gunsten maximieren, was Italien den maximalen Schaden garantiert. Wird Italien „gegen seinen Willen“ aus dem € geworfen, könnte Italien die Bedingungen mitbestimmen, also seine Interessen besser wahrnehmen. Es käme also darauf an, die EU dazu zu bringen, Italien unter hohem Druck aus dem € zu werfen, dann könnte Italien als Bedingung seines Einverständnisses zum Beispiel den vollständigen Schuldenschnitt durchbringen.
    Es soll hier nicht behauptet werden, dass damit die Absicht der neuen Regierung festgestellt wäre, aber eine Möglichkeit unter vielen ist einmal skizziert. Alle möglichen italienischen Strategien sollten untersucht, jeweils mit Indikatoren für oder gegen sie versehen und dann Indikatoren gesammelt und bei Vorliegen einer brauchbaren Anzahl bewertet werden.
    Das Geschrei über die Dummheit der beiden italienischen Parteien ist also nicht nur unnütz, sondern sogar schädlich.

    • HDW
      03. Juni 2018 10:08

      Die Ösi Maturanten Elite kann zu war lesen aber mehrheitlich Medienmeinungen nur nachplappern, daher die vielen Kanäle der Geldströme dorthin. diese bleiben auch nach einem Wechsel noch länger bestehen und das Geld fließt weiter dorthin. Änderung dauert in Folge.

  14. steinmein
    03. Juni 2018 09:06

    Der Fußballabend war für mich erfrischend. Anstelle des Narrenballs brauchte ich zu dieser Sendezeit keine alternative TV-Station zu suchen . Dass der Glaubenshüter Schönbrunn anwesend war, bestätigt für mich den Zoocharakter.

    • Wyatt
      03. Juni 2018 13:16

      ...und als nach dem Schlusspfiff die Übertragung (endlich) des Lifeballs angekündigt wurde, schaltete ich (blitzschnell) OFF!

    • Franz77
      03. Juni 2018 19:14

      Mein erstes Lob an den ORF, ich dachte nie, dass es wahr wird. Natürlich hatte ich mir den Schwulenfasching erspart.

  15. Sabetta
    03. Juni 2018 08:52

    Die "Idee" der gemeinsamen Währung war nicht großartig, sondern dämlich. Man kann unterschiedliche Volkswirtschaften und Mentalitäten nicht in eine gemeinsame Währung zwängen - noch dazu war doch allen (die bei Verstand waren) klar, dass man aus den traditionellen Weichwährungsländern keine Hartwährungsländer machen kann. Die Länder wurden zudem alle mehr oder weniger in den Euro geschwindelt, was die Kriterien betraf. Man hat das damals alles schon gewusst, nicht nur ich war dagegen, sondern viele andere auch, die man alle als "Nazis" abgetan hat.

    Die Verantwortlichen sollen zur Rechenschaft gezogen werden.

    • Sabetta
      03. Juni 2018 09:16

      Wohlweislich hat man dazu auch keine Volksabstimmung gemacht, denn sie wäre kontra Euro ausgegangen... doch wäre eine solche Abstimmung wirklich zwingend erforderlich gewesen. Es ist mehr als ärgerlich!

    • pressburger
      03. Juni 2018 10:15

      Ad a.) Wer soll die Betrüger zu Rechenschaft ziehen ? Damit meine ich alle, wirklich alle, die diesen Schwindel zu verantworten haben. Wer ? Die korrumpierte Justiz ?
      Ad b.) Keine Illusionen das gut dressierte Wahlvieh hätte auch bei einer Volksabstimmung, dass gewählt was ihm die Obrigkeit durch die Medien befohlen.
      Beweis gefällig ? Die Wählerschaft hätte seither mehrmals die Möglichkeit gehabt die Nutzniesser des Betrugs an ihm als Steuerzahler, abzuwählen. Chancen verpasst ! Kommen nicht wieder.

    • dssm
      03. Juni 2018 10:27

      @Sabetta
      Und wie erklären Sie sich, daß die wirtschaftlich erfolgreichste Zeit dieses Kontinents mit einer Einheitswährung zusammenfiel? Denn beim Goldstandard mag auf den Banknoten verschiedenes aufgedruckt gewesen sein, aber am Ende stand jede solche Note für eine bestimmte Menge Gold.

      Könnte es sein, daß hier der falsche Feind geprügelt wird und in Wahrheit der Feind der Völker die ungedeckten und daher beliebig vermehrbaren Währungen sind?

    • Sabetta
      03. Juni 2018 10:33

      Damals wäre die Euroeinführung nicht durchgegangen, Pressburger. Das lief nach Junckers Motto: "Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."

      Vor den Wahlen kommt immer die ORFsche Schmutzkübelsau ins Spiel. Das fördert den Volksalzheimer. Da die Demokratie mittlerweile fast gänzlich abgeschafft ist in der EU, kann man tatsächlich nur noch darauf hoffen, dass es kracht.

    • Sabetta
      03. Juni 2018 10:40

      Dssm, Gold wird im Wert der jeweiligen Währung angegeben. Doch wäre es sicher gut, den sog. Goldstandard wieder einzuführen, um von der Schuldenmacherei wieder loszukommen. Dazu müsste es vorher aber einen weltweiten "Haircut" geben...

    • Sabetta
      03. Juni 2018 10:49

      Gold war nie eine Einheitswährung, gewährte aber fixe Wechselkurse.
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Goldstandard
      Zudem wurde es natürlich überall als Zahlungsmittel akzeptiert. Doch hat das nichts mit dem Euro zu tun.

      Meine Tablettastatur ist sehr öd und haut mir zudem immer wieder Korrekturen rein...

    • Herbert Richter (kein Partner)
      05. Juni 2018 09:56

      @dssm
      Mit Betrug, Lügen und Fiat Money.
      Alleine die Währungsumstellung fraß 50 % des Volksvermögen. Realer Durchschnittverdienst seit Jahren stagnierend, wenn nicht sinkend.
      Die Gelder die seit Jahren unsere Wirtschaft retten, sind die Gelder der Generation Erben.
      Verdient, sorry abgezockt, haben nur die Konzerne und Bonzen.
      Alleine die Unsummen die dieser faschistische Moloch EU kostet, verschwendet, verbrecherisch verwendet, könnte eine Wirtschaftsexplosion finanzieren.

  16. Freisinn
    03. Juni 2018 08:03

    Der Titel des heutigen Tagebuchs ist wirklich sehr gut gewählt und könnte nicht besser sein.
    Die Deutschen werden nun langsam die Quittung für ihre völlig inkompetente und zudem ferngesteuerte Staatsführung erhalten. Das Volk kann einem zwar leid tun - dennoch trägt es eine gewaltige Mitschuld an den gegenwärtigen Zuständen - hat es diese Versager bei sämtlichen Wahlen bis zuletzt doch immer wieder bestätigt. Die Geschichte verfolgt ihre eigene Logik, es gibt keine Ausreden und auch Naivität wird unerbittlich bestraft!

    • Wyatt
      03. Juni 2018 08:25

      **************************
      genau:
      .......die völlig inkompetente und zudem ferngesteuerte Staatsführung!!!!!

      (nur namentlich sollte man besser nicht die, die nicht nur die Deutsche Staatsführung aus der Ferne steuern, nennen.)

    • Sabetta
      03. Juni 2018 09:01

      ***
      Da das deutsche Volk diese Super-Vollkuh immer wieder gewählt hat, ist es eh nicht schade drum. Es ist offenbar von Selbsthass zerfressen.

      Wir Österreicher hätten uns ja schlauer angestellt, aber auch nicht richtig, denn Kurz ist ein Fake.

  17. Abaelaard
    03. Juni 2018 07:08

    Der Blogmaster kann aber sicher nicht, so wie er durchblicken lässt, behaupten die Katalanen wären geknechtet worden. Die Hälfte der Bevölkerung will gar nicht los von Madrid. Die Wirtschaftsleistung schöpft sich nämlich zum größeren Teil aus dem Inlandsmarkt ,und das ist nun einmal Gesamtspanien. Die Exportquote in Prozenten ist sogar in der armen Estremadura höher als in Katalonien. Da liegt noch ein schöner Hund begraben.

    Zu Rajoy kann man nur sagen daß er das Land nach der Zapatero- Katastrophe im letzten Moment aufgefangen hat, und ein Gesamtspanien mußte sein Interesse sein. Die Nächsten die sich spalten wollen werden die Basken sein, dann die Galizier, die Valentianer und die Andalusier, von Mallorca hat man auch schon gehört. Das nur so nebenbei zu den romantischen Anwandlungen des heutigen Tages im Blog.

    Die Italiener machen ihr Match wie es ihnen gefällt und sie werden bekommen was sie wollen, der Sturz des Euro würde die Papierguthaben von Target2 der BRD in Luft auflösen und dann aber erst recht GUTE NACHT EU. Die Italiener z.B hätten alle auf Schulden gekauften Leistungen immer noch und die Deutschen jede Menge Papier zum Heizen . Wie sagte Sinowatz prophetisch: Es ist alles sehr kompliziert !!





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


Impressum  Datenschutzerklärung