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Fischer, Kurz und Rupprechter: Die Ukraine und der Krieg

Österreichs Außenpolitik hat in den letzten Monaten eine Wendung durchgemacht, ohne dass es der Öffentlichkeit aufgefallen wäre. Hat sich der Bundespräsident bei dem skurrilen Putin-Besuch in Wien noch gegen Sanktionen ausgesprochen, wollte der Außenminister am Anfang die Ukraine neutralisieren, trägt Österreich nun voll die EU-Sanktionen mit. Im Wesentlichen hört man nur noch aus Italien russlandfreundliche Äußerungen.

Österreichs jetzige Haltung ist jedenfalls als positiv zu werten. Das deutet immerhin auf einen Lernprozess des jungen Außenministers und seiner offenbar auch nicht sonderlich versierten Berater.

Das sorgt aber auch zunehmend für die Frage: Wozu braucht diese Republik überhaupt einen Bundespräsidenten? Dieser ist ja völlig irrelevant – und merkt es nicht einmal selber. Extrem skurril sind auch die nächsten Reisepläne von Heinz Fischer: Denn jetzt will er ausgerechnet – nach Teheran fahren. Und zwar unabhängig davon, ob dieses in einer für die Welt nachprüfbaren Weise auf die Entwicklung einer Atombombe verzichtet oder nicht.

Der Dialog und das Schießen

Gegenüber Russland wie Iran hört man jedes Mal von Fischer das Argument, dass Dialog besser als Schießen sei. Selbstverständlich ist er das. Nur: Wenn andere Länder okkupiert und annektiert werden, wenn Zivilmaschinen voller Urlaubsreisender vom Himmel geschossen werden, wenn Atombomben gebaut werden: Dann hat ja offensichtlich der Dialog nichts gefruchtet. Dann sind die von Fischer beim Putin-Besuch ausdrücklich abgelehnten Wirtschaftssanktionen das im Vergleich weitaus beste Mittel. Sanktionen bieten zwar auch keine Garantien, aber bei geschlossener und energischer Anwendung am ehesten die Chance, blutige Eskalationen zu verhindern. Wer hingegen gegen Sanktionen ist, der wird zu einem Instrument der Propaganda der Aggressoren.

Noch etwas macht das Dialog-Gerede am Wiener Ballhausplatz so lächerlich. Nach dem Abschuss der malaysischen Maschine hat Putin den amerikanischen Präsidenten, die deutsche Bundeskanzlerin, den (besonders arg betroffenen) niederländischen Regierungschef und noch viele andere angerufen. Auf den Gedanken, auch Fischer anzurufen oder sonst jemanden in Österreich, ist Putin aber offensichtlich nicht gekommen. Ebenso reden Iran und Nordkorea immer am liebsten mit den USA direkt. Nicht mit einem Herrn Fischer.

Aber basiert nicht Bruno Kreiskys Ruf vor allem auf seiner Vermittlung in internationalen Konflikten? Nein, Kreisky war sogar das Gegenteil eines neutralen Vermittlers. Einen solchen machen nur die an einer Heiligenlegende strickenden Parteifreunde aus ihm. Kreisky hat sogar selbst gesagt, dass er kein Vermittler sein kann; dazu sei er viel zu israelkritisch. Kreisky war ein Kommentator von Konflikten. Er gibt aber in Wahrheit keinen einzigen Konflikt, wo Kreisky vermittelt hätte.

Es täte auch der heimischen Außenpolitik extrem gut, wenn sich die dort tonangebende Generation mit den letzten 60 Jahren viel genauer befassen würde. Damit sie es dem schon ob seiner Jugend ahnungslosen Außenminister beibringen kann.

Einzig relevant ist die EU und Deutschland

Die letzten Wochen haben gezeigt, dass einzig relevant ist, was Deutschland tut, was die EU tut. Österreichs Diplomatie tut da nichts dazu. Sie sollte aber begreifen: Für das Land – auch seine Wirtschaft – wäre es eine absolute Katastrophe, wenn in Europa wieder damit angefangen wird, andere Gebiete mit Militärgewalt zu okkupieren und annektieren.

Genau das hat ja einst ein Adolf Hitler gemacht; und auch damals haben manche in der Außenwelt zynisch dazu gesagt, dass die Menschen das eh sicher wollen; dass es also gar keinen Grund gäbe dagegen zu sein. Damals hat daher der Westen viel zu lange keinen Finger in Sachen Hitler gerührt. Es hat damals wie heute niemand für eine saubere Volksabstimmung gekämpft, bei der die Menschen ihre Meinung unbeeinflusst sagen können, bei der jede Seite ihre Argumente unbehindert vorlegen kann.

Zurück zum Fall Heinz Fischer. Zunehmend fragen sich die Steuerzahler: Wozu gibt es überhaupt noch einen Bundespräsidenten samt kostspieligem Apparat? Dessen Worte haben ja mit der wirklichen Welt absolut Null Beziehung. Er ist völlig irrelevant. Entscheidend ist, was Deutschland will, nicht ob Fischer etwas sagt. Es war Deutschland, es war die EU, die – noch einmal gesagt: schon vor dem Abschuss! – diese Sanktionen beschlossen haben. Und Österreich machte einfach kehrt vom einstigen Dialog-Gerede, so als ob man nie etwas anderes gesagt hätte.

Das ist im konkreten Fall zweifellos positiv. Aber hie und da hat Österreich freilich auch andere Interessen als Berlin. Da wäre es ganz gut, wenn das Land wieder eine denkende Außenpolitik hätte, einen Präsidenten und einen Außenminister.

Der Agrarminister als außenpolitischer Dilettant

Dabei würde der Außenminister etwa entdecken, dass inzwischen ausgerechnet der Landwirtschaftsminister (oder wie er sich gerade bezeichnet) ganz auf eigene Faust Außenpolitik betreibt. Und zwar was für eine! Man fühlt sich an die Zeit vor hundert Jahren erinnert, als Wien geglaubt hat, andere Länder herumkommandieren zu können.

Herr Rupprechter hat zuerst Ungarn, dann Italien in Worten den Kampf angesagt, die seit Jahrzehnten von einem österreichischen Minister nicht mehr zu hören gewesen sind. Die Worte des „grünen Sozialdemokraten“ waren aber nicht nur außenpolitisch extrem unsinnig, sondern hatten auch juristisch zuwenig Argumente. Egal ob es um die sogenannten Taschenverträge gegangen ist, oder um den Fettanteil der angelieferten Milch.

Rupprechter donnerte dennoch in beiden Fällen mit der Faust auf den Tisch. Der erstaunte Zuhörer fragt sich schon: Will er als nächsten Schritt beiden Nachbarn den Krieg erklären? Das wäre freilich schon deshalb nicht tunlich, weil das Bundesheer nicht mehr existent ist (hoffentlich habe ich jetzt kein Staatsgeheimnis verraten; Herr Kurz und Frau Heinisch schicken ja neuerdings gerne den Staatsanwalt gegen Meinungsäußerer los).

Eine Tiroler Faust auf den Tisch wirkt nur beim ÖVP-Obmann. Dort hat sie es erreicht, dass ein Tiroler statt eines anderen viel geeigneten Mannes als Agrarminister in der Regierung sitzt. Sonst aber sind Fäuste immer sehr kontraproduktiv.

Wenn es schon ein Außenminister nicht sagt, dann sei dem Agrarminister zumindest an dieser Stelle gesagt: Bei anderen Staaten sollte auch ein Tiroler das Drohen unterlassen. So redet man nicht mit anderen Ländern. So holt man sich nur blutige Nasen, sonst nichts. Vor allem dann nicht, wenn man selbst gar nichts in der Hand hat. Weder juristisch noch ökonomisch (noch militärisch, sei für jene hinzugefügt, denen Putins militärische Interventionen so gefallen).

 

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alle Kommentare

  1. monofavoriten (kein Partner)

    mir drängt sich mehr und mehr der verdacht auf, herrn unterbergers blog wird von der cia finanziert - um ein bestimmtes meinungssegment überschaubar zu binden.

    ich empfehle ihm und den lesern, folgenden artikel von paul craig Roberts zu lesen

    http://www.infowars.com/does-russia-and-humanity-have-a-future/



  2. IWF (kein Partner)

    Ukrainische Regierung zurückgetreten:

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3843994/Ukrainische-Regierung-zuruckgetreten?_vl_backlink=/home/index.do

    Dieser Rücktritt bedeutet, dass noch viele tausend Ukrainer im antirussischen Ostfeldzug ihr Leben verlieren werden. Geht sterben, Ukrainer!



  3. Der Realist (kein Partner)

    warum wird stets gegen eine Atommacht Iran gewettert, hat nicht auch der Iran das Recht sich mit allen Mitteln zu verteidigen? Auf dieses Recht pochen ja auch andere "friedliebende" Staaten. Hätte die Ukraine noch ein paar Bomberln, der derzeitige Konflikt wäre wahrscheinlich gar nicht entstanden.
    Da vielgepriesene "Friedensprojekt" EU existiert auch nur in den Gehirnen harmloser Gemüter. Dass in Europa seit 1945 größtenteils Frieden herrscht ist vielmehr das Resultat der Folgen des 2. Weltkrieges und wohl auch des Kalten Krieges.



  4. Peter R Dietl

    Es bleibt dabei: Ich schätze diesen Blog und Herrn Dr. Unterberger. Doch ebenso lehne ich hysterische CIA-konforme Anti-Rußland-Kritiken ab. Warum wird "in dubio pro reo'" nur für rote Jungkriminelle aus Jena gefordert und nicht für Herrn Putin?

    Gleichzeitig gestehe ich, mich in technischen Dingen nur wenig auszukennen. Eines aber ist mir schon aus logischer Überlegung unklar: Angeblich können US-Satelliten die ganze Erde dergestalt überwachen, daß sogar Autonummern ersichtlich sind.

    Und trotz dieses technischen Superwissens legen die USA bis heute keinen einzigen Beweis für die behaupteten Abschuß-Aktivitäten prorussischer Kämpfer vor? Die Sprecherin des US-Außenministeriums Marie Harf nennt bloß YouTube-Videos und Mitteilungen in sozialen Medien als "Beweise".

    Und da soll man nicht wachsam sein angesichts der ständigen Lügen der USA, etwa in Sachen Überfall auf den Irak 2003? Diese Besonnenheit erwarte ich auch von Herr Dr. Unterberger. Zugegeben: Nicht von "Österreich"-Abkassierern. Für solche Typen haben nicht nur österreichische Steuerzahler, sondern auch Soros und CIA volle Kassen.
    .



  5. Marcus Aurelius (kein Partner)

    Staunend wird der gelegentliche Zaungast inne, dass offenbar eine Palastrevolte in Dr. Unterbergers Thronsaal ausgebrochen ist, auch von den zahlenden Untertanen getragen. Das überrascht, ward doch tagaus, tagein (in redundanten Ergebenheitsadressen) uneingeschränkte Übereinstimmung mit dem weisen Monarchen verkündet.

    Sic transit gloria mundi, wie wir Kirgisen zu sagen pflegen. (Freilich stinkt auch uns seine Aversion wider W. W. Putin, dessen Power — auch wir sind der neudeutschen Sprache kundig — der Dottore über- und der Rest der Welt unterschätzt.)

    Gehet nicht allzg gestreng mit ihm um, o Brüder in Christo! Die Wirklichkeit wird ihn eines nahen Tages einholen. Auch uns.



    • Brigitte Imb

      Köstlich ********

      Der Meister wird noch Abbitte leisten müssen. ;-) Und wenn das geschehen ist, dann spendiere ich ihm eine Flasche Krimsekt. :-))

    • Karl K. (kein Partner)

      Geniales Posting, chapeau!

      Nur werden jene Jünger des Herrn Unterbergers an welche ihr Posting adressiert ist nur sehr bedingt etwas davon mitbekommen.
      Sind diese doch im Wesentlichen humorbefreit, feine Ironie ist ihnen völlig fremd, Zynik und Sarkasmus kommt in deren Wortschatz nicht vor.

      Hier wird viel geschrieben und nichts getan, aber
      sich mutig, edel und als Held fühlen, ohne etwas zu riskieren, ist ein geistiges Wellness-Programm für Opportunisten.

  6. US-Protektorat EU (kein Partner)

    Volltreffer! Die patriotischen Kräfte der Ukraine haben heute zwei Kampfjets des Kiewer Naziregimes abgeschossen!

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3843185/Rebellen-schiessen-zwei-ukrainische-Kampfjets-ab?_vl_backlink=/home/index.do

    Herzliche Gratulation an die tapferen Freiheitskämpfer!

    Für die Freiheit!



    • Obama bin (kein Partner)

      Wahrscheinlich wollte das lächerlichste Regime der Geschichte, das vom IWF finanzierte Poroschenko-Regime, wieder ein Zivilflugzeug abschießen, haben aber im Suff nur die eigenen, vom IWF finanzierten Kampfjets getroffen. Aber immerhin haben sie wieder getroffen.

    • Wurst (kein Partner)

      Je mehr von diesen IWF finanzierten Massenvernichtungswaffen runtergeholt werden, desto weniger Zivilisten können in den östlichen Städten vom Kiewer Naziregime getötet werden. Jeder abgeschossene IWF-Kampfjet ist eine Wohltat für Freiheit und Humanität.

  7. Knut (kein Partner)

    Eine saudumme Frage:

    Jeder Österreicher, der über kriminelle Ausländer (speziell jene aus dem süd- und südöstlichen Raum) herzieht, wird wegen Verhetzung angezeigt und verurteilt.

    Die Russen und der Putin sind ja auch "Ausländer", oder? Warum also kann ein A.U. ungestraft so eine Hetze gegen das russische Volk und dessen Präsidenten betreiben?



    • Tik Tak (kein Partner)

      Das ist zwar keine dumme Frage, aber die wird ja auch sicher nicht gestellt wenn der Mainstream der Medien sich doch soo einig ist, daß der Putin und der Ruß die Bösen sind.

      Was mich eher wundert, ist das der Unterberger, das ist der mit dem offenbar ersessenen und keinesfalls berechtigen Dr. iur. Grad, kein Problem damit hat, NS Verbrechen durch einen Vergleich mit der Politik Putins zu verharmlosen.

      Offenbar war für den Unterberger der Hitler ein harmloser demokratisch gewählter Präsident der keine Eroberungskriege geführt und sein Land durch Ölverkäufe zu sanieren getrachtet hat.

      Das wäre eher ein Ansatz den sich ein echter Jurist mal auf der Zunge zergehen lassen sollte.

  8. Paulus (kein Partner)

    Selbst der schwarze Drohnenteufel hat schon eingelenkt, nur Unterbergers nicht ganz unprovinzieller Blut-und-Boden-Orgien-Blog will noch immer die russische Erde mit unschuldigem Blut besudeln. Das faschistische Österreich hat seine NAZI-Kriegspropaganda auch noch nicht widerrufen. Der minderjährige Außenminister und sein Führer (Präsident) haben sich einen Namen als Todfeinde Russlands gemacht und die Slawen aus alter Tradition wie tollwütige Tiere behandelt. RuppRechter sticht mit seiner Gottlosigkeit ins Herz Jesu. Unsere faschistischen Politkomparsen und unsere geheimdienstgesteuerten Mietmäuler spielen dieselbe Rolle wie unter Adolf Hitler.



    • Generalfeldmarschall (kein Partner)

      Das modernistisch-faschistische Europa hat sich als US-Gulag erwiesen.
      Die einzige Lösung ist die Unabhängigkeit der Ost-Ukraine!
      Sieg für Putin!
      Unabhängigkeit für die Ost-Ukraine!
      Tod der EU!

  9. Tik Tak (kein Partner)

    Unterberger ist doch nur ein Haßprediger im Dienste der USA:

    " ... Gegenüber Russland wie Iran ... Nur: Wenn andere Länder okkupiert und annektiert werden, wenn Zivilmaschinen voller Urlaubsreisender vom Himmel geschossen werden, wenn Atombomben gebaut werden ..."

    Echt?

    Wann hat Rußland seit dem Zerfall der UdSSR ein Land okkupiert?

    Sogar die US Geheimdienste wollen nichts mehr vom Abschuß der MH17 durch Rußland wissen - http://ronpaulinstitute.org/archives/featured-articles/2014/july/23/on-malaysian-crash,-obamas-case-against-russia-disintegrates.aspx

    Und wann hat der Iran Atombomben gebaut?

    Was will der Unterberger?

    Krieg um jeden Preis?
    So endgültig lächerlich machen?



  10. Zraxl (kein Partner)

    "... wenn Zivilmaschinen voller Urlaubsreisender vom Himmel geschossen werden, ... Dann hat ja offensichtlich der Dialog nichts gefruchtet."
    Ist das nicht peinlich, wenn man als braver Apostel der USA noch immer die alten Glaubensweisheiten verbreitet, die inzwischen sogar für die USA peinlich sind?
    http://derstandard.at/2000003402921/Abgeschossenes-Flugzeug-Spuren-weisen-auf-Rakete-hin

    Irgendwie erinnert das an Waldheims Kriegsverbrechen: Am Ende bleiben nur die leeren Koffer als Beweisstücke, in denen sich einst die Beweise befunden haben, die aber gerade nicht hergezeigt werden können. Ganz sicher!



    • Tik Tak (kein Partner)

      Dass die MH17 abgeschossen wurde ist sehr wahrscheinlich, die Frage ist, wer war es und wie.

      Zur Auswahl kommen:

      Boden Luft: da haben die Rebellen entweder 9M38M1, 9M317 oder 9M317ME Raketen, genauso wie die ukrainische Luftwaffe. Das sind Lenkraketen mit Splittergefechtsköpfen mit eine effektiven Splitter Reichweite von rund 30 m Radius um den Gefechtskopf . Zusätzlich hat die Ukraine S-300 Boden-Luft Raketen im Einsatz. Mit denen haben die schon mal eine Tu-154 vom Himmel geholt.

      Luft-Luft: Da haben die Rebellen mangels Flugzeugen kein Angebot, die Ukraine hat zumindest SU-27, die haben R-27 und R-73, beide mit ausreichend Reichweite um die MH17 auch aus eiiger Entfernung, 40km oder mehr, vom Himmel zu holen.

      Es gibt also genug Waffen in der Gegend um allen Beteiligten die Möglichkeit eines Abschusses zu geben.

      Angesichts der Tatsache, daß die MH17 in rund 10,1 km Höhe flog (FL 330) fällt nur eine Wahrscheinlichkeit geringer aus, daß der Abschuß durch ein SA 11 System ohne Radarleitstelle erfolgt ist. Das sollen die Rebellen angeblich nicht haben, die haben nach, ukrainischen, Medienangaben nur die Abschußplattformen erbeutet.

      Womit alle aktuellen Angaben reine Spekulation sind.

      Aber das hält den "Wachtmeister der Reserve", wie peinlich ist das denn, nicht von Schuldzuweisungen ab.
      Schließlich ist er ja der "Experte für ehh alles", so eine Art Peter Pilz der selbsternannt Konservativen.

  11. cmh (kein Partner)

    Wie putzig!

    Da hat man zwei Weltkriege (oder einen einzigen von 1914 bis 1945 dauernden) führen müssen um jetzt festzustellen, dass Deutschland der Hegemon Europas ist.

    Nicht dass daraus etwas gelernt worden wäre: wie 1914 tummeln sich auch heute vor allem autistische Traummännlein in er internationalen Politik und quasseln über Länder, deren Namen sie nicht einmal richtig auszusprechen, geschweigedenn deren Grenzen sie anzugeben vermögen.

    Bedenkt man weiter, dass dies die erste Garde unserer Lenker ist, während die zweite im Bankenwesen und die dritte in der nationalen Politik ihr Unwesen treibt, dann kommt einem das Grau(s)en



  12. Politicus1

    Ist Rupprechter in seinem Miisterium unterfordert? Hat er dort nicht genug zum Nachdenken?
    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/3842942/Minister-Rupprechter-fur-Abschaffung-des-Zolibats?from=gl.home_panorama

    Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) wird seinem Ruf als liberaler Katholik einmal mehr gerecht. Nun hat er sich für eine Abschaffung des Zölibats ausgesprochen: Dieses sei in seiner derzeitigen Form "nicht mehr zeitgemäß", sagte er im "Standard". Die Rolle der Frau in der römisch-katholischen Kirche gehöre aufgewertet.

    Kommt er im Bauernbündler nicht mehr hinein? Muss er sich jetzt im STANDARD outen?



    • Enddarm-Politik (kein Partner)

      @ Politicus1 "seinem Ruf als liberaler Katholik"
      Verzeihung, aber die Standpunkte Rupprechters sind radikal antikatholisch.

  13. Brigitte Imb

    Ja hallo, was ist das für ein Schmarren? Die EU will ein Waffenembargo gegen Rußland und läßt Frankreich ein Kriegsschiff ausliefern. Naja, wie sie es halt gerade brauchen.

    Die Politik der EU ist wirklich lächerlich.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/22/deutschland-stimmt-verkauf-von-franzoesischem-kriegschiff-an-russland-zu/



  14. tampa

    Die Friedens - und Demokratiebemühungen der USA von Nordafrika bis

    Afganistan/Pakistan waren und sind ein totales politisches und menschliches

    Disaster ,das noch dazu mit EU Geld mitfinanziert werden mußte!Wer jetzt noch

    irgendeinen Erfolg darin sieht -außer den der Kriegsindustrie mit ihren Banken-

    ist infiziert von der Politpropaganda der Zündler weltweit!

    Das Kalifat,die Hamas,die Taliban,die AlKaida,die Boko Haram und das

    ägyptisch-lybische Mordkomplott - alles nur lächerlicher amerkanischer/europ.

    Kollateralschaden mit Millionen Flüchtlingen als Resultat der" pax americana"!!

    Last but not least die europäische Scheinheiligkeit im ukrainisch-russischen

    Territorial-und Nationalstreit (wie seinerzeit gegen Österreich Chirac und

    Konsorten)gedrängt von den USA/UK- Friedensengeln ,die vehement die

    mediale Vorverurteilung Putins fordern und dabei keinen noch so penetranten

    Betrug in Bild und Ton auslassen!Objektivität ist dabei ein Unwort!

    Gleichzeitig fällt wieder einmal der Vorhang im GazaStreifen und verdeckt die

    tödlichen Mißhandlungen der Israelis und Palestinenser -bitter,ungleich aber

    mit amerikanischen Persilschein!!

    Nein ,ich halte streng" MENSCHEN UND MÄCHTE "auseinander,will nicht "die

    Amerikaner "schelten oder Israel mit" den Juden"an den Pranger stellen,aber

    die schaurigen Bilder des Expressionismus,die Gedichte und Lieder von

    Brecht bis Soyfer und die eigene Familiensaga melden sich wieder-und es

    wird dunkel über Europa!!



  15. Brigitte Imb
    • Riese35

      Danke für diesen Link. Sehr interessant.

      Wer auch immer nun für den Abschuß verantwortlich ist, diese Meldung zeigt, daß es den USA nicht um Aufklärung der Fakten geht, sondern um einseitige Parteinahme. "Experten" aus den USA sind also für unabhängige Kommissionen vollkommen unbrauchbar!

      Und unsere anglophilen Freunde hier in diesem Blog mögen jetzt ihre Scheuklappen ablegen und nicht mit der Abqualifizierung der Deutschen Wirtschaftsnachrichten als "russophil" kommen und jeden, der nicht die USA kritiklos und unbeschränkt anhimmelt und anbetet, als zu bekämpfenden Feind brandmarken.

      Anzumerken ist, daß es den USA immer auch um beinharte wirtschaftliche Interessen geht, sowohl in den Kriegen, die sie führen, in den Aufständen, die sie anzetteln, als auch in dem ganzen Thema rund um Spionage, Bespitzelung und Analytics, d.h. gezielte (maschinelle) semantische Analyse sowie Ver- und Auswertung von Information. In letzterem Punkt wird derzeit still und heimlich ein enormer, technologischer Druck aufgebaut, dessen Umfang und Bedeutung mangels technischen Verständnisses noch kaum jemandem wirklich bewußt ist und den kaum jemand abzuschätzen weiß. Müssen wir z.B. wirklich alle WhatsApp verwenden?

      Wofür der Irak-Krieg gut war, konnte man ja daran erkennen, daß sofort alle ausländischen Lieferanten hinausgeschmissen und durch US-Unternehmen ersetzt wurden, die sich plötzlich neuer Aufträge erfreuen konnten. Wahrlich die Durchsetzung von "Demokratie und Menschenrechten".

  16. Brigitte Imb

    OT

    1.) Die "Vorwärtsorientierung" der ÖVP ......wird mit der Zusage zu Vermögenssteuern enden.

    http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/oberoesterreich/3841019/OVP_20-Prozent-das-ist-kein-Zustand

    Damit darf die ÖVP mit weniger als 20% rechnen, denn kein Linker wird deshalb die ÖVP wählen.

    2.) Nun wird klarer, warum es in vielen (muslimischen) Ländern oftmals nicht sehr sauber ist.

    Wien: Mann bedroht Straßenarbeiter mit Messer

    Ein 24-Jähriger fühlte sich von einem Mitarbeiter der Straßenreinigung "gestört", worauf er ihn beschimpfte und mit einem Messer bedrohte. (Nachdem im Bericht nicht von einem "Einheimischen" die Rede ist, vermute ich als Täter einen "Bereicherer".)

    http://diepresse.com/home/panorama/wien/3842424/Wien_Mann-bedroht-Strassenarbeiter-mit-Messer?_vl_backlink=/home/panorama/index.do



    • Cotopaxi

      Beim Lesen der oft nichtssagenden Berichte der Systemmedien über derartige, schon alltägliche Vorfälle drängt sich unwillkürlich die Ausländervermutung auf. ;-)

    • Rau

      Auch in Melk drehen die Österreicher auf einmal durch und prügeln ihre Mütter krankenhausreif. Man darf allerdings auch hier selbige Vermutung anstellen.

  17. simplicissimus

    Bumm, heut gehts zu.
    Besser, als waeren alle einer Meinung, oder?
    Der Blogleser kann sich seine selber bilden, das ist gut so.
    Ich hoffe nur, dass keiner jetzt beleidigt das Handtuch wirft, wie schon oefter passiert.
    Das ist halt Demokratie und Meinungsfreiheit.
    Da muss man es aushalten, wenn einmal die verbalen Fetzen fliegen.
    Besser als Duckmaeusertum und Magengeschwuere.



    • Brigitte Imb

      Eine gute "Streitkultur" ist wenigstens nicht fad.

    • dssm

      @simplex
      Dafür sollten Sie ***** bekommen!
      Ich bin zwar kein Demokrat mehr, aber Meinungsfreiheit ist der Kern jeder politischen Meinungsbildung!

  18. terbuan

    O.T. oder auch nicht.

    Alles Ablenkung, oder was? Die Bank vom "Heiligen Geist" ist Pleite.

    Europas Banken nervös: Espírito Santo-Gläubiger werden komplett rasiert

    Die insolvente Espírito Santo International will ihre Groß-Gläubiger in keiner Weise entschädigen. Die Banken hätten gewusst, dass sie ein riskantes Investment halten. In Europas Bank-Etagen wird man unruhig. EU-Kommissionspräsident musste bereits eine erste Beruhigung aussprechen. Es besteht Ansteckungsgefahr.

    Das Vorgehen erinnert an die Hypo Alpe Adria: Auch dort hat der österreichische Staat einfach rückwirkend ein Gesetz gemacht, dass die internationalen Investoren enteignet.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/22/europas-banken-nervoes-espirito-santo-glaeubiger-werden-komplett-rasiert/

    Es gibt nicht wenige, die sich da dringend einen Krieg herbei wünschen!



    • dssm

      Nein. Schauen Sie einmal welche japanische Großbank ihr Geld erhalten hat und wer es nicht bekommt. Es mag zwar unschön sein, aber es gereicht doch 'uns' zum Vorteil; der Telecom Deal wird damit erst richtig fett. Denn nicht die Bank ist pleite, sondern die Muttergesellschaft. Möchte wissen wer da jetzt abzockt, es geht um wirklich viel Geld.

  19. socrates

    Nach den russischen Radar Protokollen war der Flug MN17 beim Abschuss 14 km außerhalb des Korridores und wurde von einem ukrainischen Jagdflugzeug abgeschossen. Die Ukraine hat ihre Radarprotokolle vernichtet. Gleichzeitig flog ein US Satellit über den Absturzort. Die Sache scheint geklärt.
    Wir kannten die Ukraine vor Maidan: Ein armes aber friedliches Land mit ausgezeichneten Wissenschaftlern. Dann kam die "Befreiung" durch Liberale Doppelstaatsbürger und jetzt geht es zu wie bei Jeltsin (liberaler Doppelstaatsbürger) in Russland. Die Doppelstaatsbürger filetieren das Land und hetzen das Volk in den Krieg.



    • socrates

      Obama und Poroschenko muessen jetzt, nachdem Putin das verlangte geliefert hat, gleichziehen. Dann erkennt man den wahren Schuldigen. Jetzt muss A.U. und seine Medienkollegen mit derselben Nachruecklichkeit die herausgabe der US und Ukraine Protokolle fordern und Sanktionen verlangen. Oder gilt das nur fuer Putin? Gemma Menschenrechte schwafeln!

  20. zweiblum

    Nachdem die Liberalen das globale Wirtschaftssystem ruiniert haben, brauchen sie einen umfassenden Krieg zum Neustart.
    "Stellt euch vor es gibt einen Krieg und keiner geht hin" SAR das .Otto,mit dem wir aufwuchsen. Jetzt sagen dieselben Medien "Wir brauchen einen Krieg!".



    • zweiblum

      ...war das Motto, mit dem wir aufwuchsen.

    • dssm

      @zweiblum
      Danke. Ich hoffe Sie meinen, wie Herr AU vor einiger Zeit ausführte, mit Liberalen die Sozialisten.
      Krieg brauchen die Sozialisten, denn das Gelddrucken wirkt nicht mehr, die künstliche niedrigen Zinsen beginnen zu wirken (die Geister die ich rief!).

  21. zweiblum

    Nachdem die Liberalen das globale Wirtschaftssystem ruiniert haben, brauchen sie einen umfassenden Krieg zum Neustart.
    "Stellt euch vor es gibt einen Krieg und keiner geht hin" SAR das .Otto,mit dem wir aufwuchsen. Jetzt sagen dieselben Medien "Wir brauchen einen Krieg!".



  22. Undine

    Also, da muß ich doch einmal mein ramponiertes Bein mit Knieschiene für kurze Zeit unter den Schreibtisch klemmen, um meinem Unmut Luft zu machen---denn sonst laufe ich Gefahr, vor Zorn zu platzen!

    Kleine Mittagsjournal-Nachlese:

    Im Abstand von wenigen Minuten zwei so gegensätzliche Aussagen zum selben Thema zu hören, machte mich fassungslos, es ist atemberaubend:

    "Ein sichtlich bedrückt wirkender deutscher Außenminister Frank-Walter Steinmeier ..... Europa eine die Trauer um die Opfer, ebenso wie die Empörung über den Umgang der Separatisten mit den Leichnamen. Das sei zynisch und menschenverachtend."

    Andere sprachen von "würdelosem" Umgang mit den Toten.

    Ganz anders sieht die Situation der am Unglücksort weilende Korrespondent CHRISTIAN WEHRSCHÜTZ---und ich nehme an, daß dieser stets sachlich berichtende Mann eher die Wahrheit ausspricht, als der eitle SPD-Politiker Steinmeier und die anderen Wichtigtuer, die nachplappern, was uns via Medien als "Wahrheit" verkauft werden soll. Er sagt klar und deutlich und nachdrücklich, daß er KEINEN WÜRDELOSEN UMGANG mit den Opfern feststellen konnte. Auch zum Thema Waffenembargo, das über Rußland verhängt werden soll, sei völliger Unsinn. Aber hören Sie selbst:

    http://oe1.orf.at/programm/378490



    • Undine

      Zur jüngsten Flüchtlingstragödie, die sich vor der ital. Küste abgespielt hat, möchte ich zu bedenken geben, daß diejenigen Flüchtlinge, die den Tod so vieler Menschen auf dem Gewissen haben, weil sie sie einfach nach dem Recht des Stärkeren abgeschlachtet haben, demnächst ---obwohl MÖRDER!---in den EU-Ländern um Asyl ersuchen werden---auch bei uns in Ö. Wollen wir das wirklich?

    • Brigitte Imb
    • socrates

      Hollande meinte, das würde F 1,1000.000€ kosten und die USA und Cameron nix. Ein 2. Schiff ist bestellt und es würden über 100.000 Arbeitsplätze daran hängen. "Wenn die USA sagt: spring, dann müssen wir nicht springen, sondern wir beachten die französischen Gesetze." Der Vertrag wurde 2011 abgeschlossen und gilt.

    • Brigitte Imb

      Die Sanktionen treffen die strauchelnden Wirtschaft der Eurostaaten ordentlich. Darum werden diese auch beliebig eingehalten.
      M.M. gehören diese sofort ausgesetzt, sobald Frankreich das Schiff ausliefert, denn heuchlerischer kann man wohl politisch nicht agieren.

  23. Eco

    Die russophile und israelfeindliche Tendenz in diesem Blog ist nicht zu übersehen.
    " Alle gegen Dr.Unterberger ", scheint die Devise zu sein. Interessant auch, dass
    die skurile Haltung unseres BP niemanden zu irritieren scheint.
    Dabei hat A.U. völlig recht. Die Vorkommnisse anlässlich des tragischen Flugzeugabschusses in der Ukraine lassen keinen anderen Schluss zu. Allein die USA nennen die Dinge beim Namen, die EU laviert zwischen den Geschäften mit Russland und weichherzigen Sanktionen. Wenigstens in dieser Sache sollte der
    " Westen " mit einer klaren Stimme sprechen.
    Zu unserem BP fällt mir nur das in allen Zeitungen erschienene Foto eines in tänzerischer Weise, das Bein hochhebende Staatsoberhauptes ein.
    Blödeln können wir selber, dazu brauchen wir ihn nicht. Wozu wir ihn brauchen, da fällt mir nichts ernsthaftes ein. In Teheran sicher nicht, oder handelt es sich um eine traute Reise zu zweit kurz vor Ende der Regierungszeit ?
    Si tacuisses , gilt, wenn er den Mund aufmacht.



    • terbuan

      @Eco
      Bitte verwechseln Sie nicht "russophil" mit einer Haltung von Postern, die Verständnis für Russland zeigen, angesichts einer unangemessenen Einmischung der USA in einen Konflikt, der sie überhaupt nichts angeht, oder haben diese geopolitische Interessen in der Ukraine, dann umso schlimmer.
      Und verwechseln Sie bitte auch nicht "israelfeindlich" mit "israelkritisch", was von dieser Seite sehr häufig als "antisemitisch" abgeurteilt wird. Verständnis für die in einem Kerker namens Gaza-Streifen lebenden Palästinenser zeigen, wird doch wohl noch gestattet sein.

    • Nestor 1937

      Dem terbuan muß bei dieser Zurechtweisung man sehr Recht geben und zustimmen.

    • socrates

      Wenn Sie einen prosemitistischen Blog suchen, gehen Sie zu Ortner Online. Mir hat er sogar einen Artikel aus der Haaretz wegzensuriert.
      Warum A. U. seine Meinungen gegen die Blogteilnehmer, um deren Kultur und Wissen alle anderen beneiden, vertritt, weiss ich nicht, vielleicht sammelt er Gegenargumente.
      Unter Dichand war ich eifriger Kroneleser, besonders interessierten mich und viele Vollakademiker die Leserbriefe. Seit Pandi der Chef ist und seit es umsonst Zeitungen gibt, lese ich sie nicht mehr.
      Ein Rabbi sagte mir: Haben Sie eine Ahnung wie viele schlechte Leit es in Israel gibt! Ist er Antisemit?

    • socrates

      In Frankreich gibt es Artikel von der HAARETZ Korrespondentin in Gaza. Die bestialischen Verbrechen der Israelis und ihr Morden von Frauen Kindern und Greisen werden von den ueblichen Waechtern gegen Antsemitismus wegzensuriert. Der von orthodoxen gebratene palaestinensische Teen faellt unter die Zensur. Das ist fuer Sie ok ?

    • Eco

      @ terbuan

      Durch Ihre Wortmeldung stelle ich fest, dass ich ins Schwarze, oder sollte ich besser sagen ins " Rote " getroffen habe.
      Ein objektiver Beobachter kann wahrlich kein " Verständnis " ( wie Sie es nennen ) für die Haltung Russlands im Ukraine-Konflikt aufbringen. Ist es ein Fehler, dass sich die Ukraine für einen Beitritt zur EU, einer Annäherung an den Westen, lieber entschliesst, anstatt ewig ein Vasallenstaat Russlands zu sein.
      Sie vermeinen offensichtlich, dass Russland ein Recht auf die Ukraine hat.

      Auch Ihre Haltung bezüglich Israel war vorherzusehen. Sie stehen offensichtlich auf der Seite derer, die eine Eigenstaatlichkeit Israels nach wie vor in Frage stellen. Wer hat mit der Eskalation begonnen ? Israel oder die Hamas ? Wer hat den von Ägypten vermittelten Waffenstillstand abgelehnt, Israel oder die Hamas ?
      Waren die Demonstrationen in Paris und Wien ( vielleicht waren Sie dabei )
      israelkritisch oder antisemitisch.
      Sie verlangen vergebens " Verständnis " für Russland und die Hamas.

    • terbuan

      Weder noch, @Eco:
      Weder meine ich, dass Russland ein Anrecht auf die Ukraine hat, noch stelle ich die Eigenstaatlichkeit von Israel in Frage.
      Das sind lediglich Unterstellungen Ihrerseits und in meinem Kommentar in keiner Weise dargelegt, Sie diskutieren hier polemisch und unsachlich.
      Danke, einen schönen Abend noch.

      ,

    • Karl Knaller

      @ Eco
      Mir scheint, da steht noch jemand auf der Payroll der CIA? Oder nur IKG-Mitglied?

    • socrates
    • Eco

      @ K.Knaller

      Ich kann mir schlechteres vorstellen. Der CIA hat nicht nur den USA sondern auch uns Europäern manches Übel vom Leib gehalten. Ich möchte nicht auf ihn verzichten. Und die IKG ? Einwände, Vorwürfe ? Wäre interessant.

    • socrates

      Die IKG findets gleiches Recht für ALLE schon Antisemitismus ist!
      In Spanien bekommen alle Juden eine Doppelstaatsbürgerschaft, wie in Österreich, USA und vielen anderen Ländern. Wie bekomme ich sie?

    • dssm

      @Eco
      Es freut micht wenn jemand anders auch die positive Wirktung des CIA, vor allem in letzter Zeit, aufgefallen ist!
      Die Obamas und Bidens sowie die Goldmänner sind die Gauner, nicht die Amerikaner und nicht die US-Truppen oder US-Geheimdienste.

    • Torres (kein Partner)

      Meinen Sie denselben CIA, der damals im Irak Massenvernichtungswaffen entdeckt hat? Da würde ich mir schon lieber durch den KGB (bzw. seine Nachfolgeorganisation) "Übel vom Leib halten" lassen.

  24. Brigitte Imb

    Den Politikern traue ich überhaupt nicht mehr. Die einzige Ausnahme stellt Kurz dar, dem ich aufgrund seiner Jugend noch einen gewissen Bonus gebe und der wie ich glaube noch nicht restlos von der schmutzigen Politik vereinnahmt wurde.

    Fischer schaut sich vor Ablauf seiner Präsidentschaft noch schnell Persien an, denn so billig und angenehm bekommt er die Reise nach seinem Ausscheiden nicht mehr.
    Was sagt der Hr. BP eigentlich zu den anti Israeldemonstrationen weltweit?

    Rupprechter, der Machtmensch und Grünsozialist, ist m.M. ein "U-Boot". Aber immerhin, er will sich für das Ostereierfärben der Bauern einsetzen. (Ein äußerst wichtiges Problem der EU.)

    Und wenn ich dann noch lese, daß das FBI seine eigenen Terroristen geschaffen hat, dann glaube ich auch an einen Abschuß des Flugzeuges durch die Amerikaner. Die wollen unbedingt Krieg, den aber nicht die eigenen Landsleute führen müssen, sondern die der EU.

    Die Wahrheit erfahren wir sowieso nie. Od. doch?
    Dazu möchte ich als Abgesang die amerikanische Intervention im Irak aufwerfen. Wo war da der juristische und ökonomische Handhabe dafür? Es war die LÜGE der Amerikaner, die dafür herhalten mußte.



  25. terbuan

    Ganz genauso tönt es aus allen gleichgeschalteten Medien:
    Putin ist der Schuldige, er muss bestraft werden!
    Amerikanische "Experten" haben schon die Beweise gefunden, es war eine russische Rakete, die das Flugzeug zum Absturz brachte.
    Eine ausgewogene Berichterstattung? Fehlanzeige!
    Wir müssen uns an den Sanktionen beteiligen, ansonsten werden solche gegen Österreich verhängt, hatten wir das nicht schon einmal?....
    Kuschen ist angesagt, gegenüber der EU, der NATO und ihren Oberkommandierenden!



  26. Sandwalk

    Österreich hat seit dem 2. Weltkrieg zweimal erfolgreich Außenpolitik betrieben.

    Es war zum ersten Mal 1955, als unsere Politiker den Staatsvertrag verhandelten, offiziell neutral, aber inoffiziell (also realpolitisch) Teil des Westens wurden.

    Zum zweiten Mal war vor 25 Jahren Außenminister Alois Mock (die ÖVP hatte damals noch kluge und effiziente Politiker) äußerst erfolgreich, als nach Geheimverhandlungen mit Ungarn der eiserne Vorhang geöffnet wurde. Die Fotos von Alois Mock und Gyula Horn mit den Bolzenschneidern gingen um die Welt.

    Heute ist Österreich wirtschaftlich ein Anhängsel Deutschlands. Ohne deren Touristen und ohne unsere Zulieferbetriebe an die bärenstark deutsche Industrie könnten unsere mediokren Politikerlein nicht ihre unüberlegten Sprüche klopfen. Europapolitisch ist Österreich unbedeutend und taugt bestenfalls als Agentendrehscheibe.

    Ein Bundeskanzler, der nur einen Pflichtschulabschluss mit zweifelhafter Parteikarriere vorzuweisen hat, ist _das_ Symbol für die momentane Bedeutungslosigkeit österreichischer Politik auf internationaler Ebene.



  27. Tullius Augustus

    Replik auf Helmut Oswald (22.7.2014; 9:55Uhr). Ich poste es extra:

    "Und es darf erinnert werden, daß es die stets so gerecht erscheinenden Amerikaner und Briten waren, die durch Errichtung eines globalen Regimes über andere Völker (das Empire, bzw die Mandatsgebiete / Kolonien in den Philippinen, auf Kuba usw usf) diese mit Gewalt zur Akzeptanz einer ausbeuterischen Wirtschaftsordnung"

    Vielen Dank dass sie Ihre Weltsicht und Ihre Meinung über den Geschichtsverlauf so offen darlegen.

    Wenn Sie der Meinung sind dass das was nach 1945 entstanden ist, also im Großen und Ganzen eine Welt wo die USA und ihre Verbündeten, vor allem GB und die NATO das Weltgeschehen bestimmen - eine miserable Welt war/ist:

    - Dann darf ich daran erinnern dass die Ungeteiltheit & Unabhängigkeit Österreichs anno 1955 nur wegen der antikommunistischen Entschlossenheit der USA (& ihrer Verbündeten) zustande kam. Wir alle die wir hier mitdiskutieren hätten kein ungeteiltes & freies, westliches Vaterland Österreich ohne die Verdienste der USA!

    - Dann darf ich daran erinnern dass wir nun schon seit 69 Jahren (seit 1945) in den allermeisten Gebieten der nördlichen Weltkugel im Großen und Ganzen FRIEDEN IN FREIHEIT haben. Also die längste Friedensperiode der Geschichte!

    - Dann darf ich daran erinnern dass die USA bereits seit 1776 eine Demokratie sind und ebenso GB (Bill of Rights 1689) und Frankreich eine viel längere demokratische Tradition haben als Deutschland & Österreich! Daran muss auch in einer Zeit des wirtschaftlichen Erfolgs von Deutschland erinnert werden!
    -

    - Dann darf ich daran erinnern dass die Menschenrechte eigentlich nicht ursprünglich in den Gebieten Deutschland/Österreich postuliert wurden. SONDERN: In der Amerikanischen Revolution 1776 sowie in Frankreich & England - jedenfalls weit vor Deutschland/Österreich wo wir den Begriff "Menschenrechte" erst nach 1948 kennen gelernt haben!

    - Jedes Jahr, verbreitet sich das Konzept der Mehrparteiendemokratie & von Freiheit und Menschenrechte in immer mehr Länder. Dieses Konzept verbreitet sich in der heutigen von den USA & ihren Freunden beherrschten Welt über den ganzen Globus aus.

    - Wir Österreicher haben keinen Grund die Nase zu rümpfen und die Ankläger & Richter spielen über die Amerikaner und Engländer. Weil wir in Wahrheit in einem Boot mit den USA, den GB und allen westlichen Ländern sitzen.

    Die USA haben Frankreich, Italien, Belgien, Luxemburg, Holland, Dänemark, Deutschland 1945 die Freiheit, Demokratie und freiheitliche Strukturen gebracht. Sowie auch Japan, Phillipinen, Südkorea u.a.

    Wann haben jemals die Deutschen oder die Österreicher anderen Völkern Freiheit und Demokratie gebracht?

    Worum es jetzt geht ist dass Österreich ein verlässlicher & berechenbarer Partner der bewährten wesltlichen Wertegemeinschaft ist und bleibt.

    Der allergrößte sicherheitspolitische Fehler den Europa jetzt machen könnte ist, das NATO-Bündnis mit den USA in Frage zu stellen oder gar auf zu kündigen!!

    - Sich hinzustellen und zu verkünden: Die USA sind der große Satan & die Ursache von allem Bösen in der Welt ist total primitiv!



    • Scheherazade

      Sich hinzustellen und zu behaupten, die USA seien der Hort der Demokratie und Freiheit, ist nicht mal primitiv, sondern einfach nur dumm.

    • simplicissimus

      Werter Tullius Augustus, bitte beruhigen Sie sich.
      Warum aber immer so einseitig/
      Ja, UK ist eine alte Demokratie. Und hatte das groesste Kolonialreich der Erde gewaltsam erobert und zusammengehalten.
      Ja, die USA ist eine alte Demokratie mit einer bejubelten Konstitution. Und war zugleich eine der groessten (die groesste?) Sklavenhalternation der Erde waehrend parallel mehr als 11 Millionen Ureinwohner ausgerottet wurden.
      Durch Eintritt in den ersten Weltkrieg, basierend auf einer moerderischen Intrige an eigenen und volksnahen Menschen, und Unterstuetzung einer zerstoererischen Nachkriegsordnung wurde die Situation eines destabilisierenden Mitteleuropas, das den Kommunismus erst gross werden liess, ermoeglicht.
      Nach dem zweiten Weltkrieg ging die Panik in den eigenen Reihen in den USA um, das der Kommunismus bereits auf dem Weg in die USA war, sodass er ueberall gestoppt werden musste, wo es noch moeglich war. Und da war Oesterreich eben dabei.
      Wer sich staendig als die Anklaeger ueber Oesterreich und Deutschland BIS HEUTE noch aufspielt, sind unter anderem die Amerikaner.
      Hier im Blog wird das ein bisschen zurechtgerueckt und der Schleier des angelsaechsischen Engels gelueftet, nichts weiter. Als winziges Gegengewichterl gegen die Heile Welt Propaganda.

    • Harun al Raschid

      @Scheherazade:
      Ja, grossartig: besser kann man die unzivilisieren Wilden von jenseits des grossen Wassers und das, was sie ihre Herrschaft bezeichnen, nicht beschreiben. Derlei Erzählungen höre ich gerne ...wenn es sein muss, auch tausendundzwei mal....

    • Helmut Oswald

      Sie werden es nicht glauben, Tullius Augustulus, aber wenn sie nur ein paar Quellen zur Zeitgeschichte kennen würden, wüssten sie, in welchem Ausmaß sie sich mit ihrer von abgedroschenen Propagandaphrasen strotzenden Brandrede der Lächerlichkeit preisgeben.

      Das Vordringen der Sowjets nach Mitteleuropa geschah mit Willen und materieller wie politischer Unterstützung der Amerikaner. Sie paktierten die Teilung der Welt mit Stalin und besaßen doch zugleich das Nuklearwaffenmonopol. Russland konnte sich bis 1948 ohne die US Lieferungen an Lebensmitteln und Waffen nicht einmal ernähren. Ja richtig, auch Waffen - nachdem sie Diktaturen überall dort errichteten, wo ihre Soldaten einmal standen. Und auf die Pläne des von Roosevelt so geschätzten Henry Morgenthau gehe ich am besten gar nicht erst ein. Entlarvend, daß sie selbst den Aufstand des 20. Juli 44 im Stich ließen, entlarvend ihre politische Formel von der bedingungslosen Kapitulation - und wer, in der Reihenfolge der Massenmörder zuvor kam und auch den historischen Quantitätsvergleich locker für sich entscheiden kann, muß ich ihnen hoffentlich auch nicht eklären. Aber statt den zuerst zu bekämpfen, entschieden sie sich, aus gar nicht so guten Gründen, für den nachkommenden Übeltäter.

      Der Sowjets mochten wir uns leidlich erwehren auch ohne die Hilfe Amerikas, wenn es diesen - keineswegs aus Ahnungslosigkeit - nicht nur zum Sieg über die Okkupanten, sondern zu Herrschern über Ostmitteleuropa verholfen hätte. Selbst britische Kriegsgefangene meldeten sich angesichts der von Ihnen wahrgenommenen Kriegsgreuel bei deutschen Triuppenkommandeuren und suchten um Bewaffnung gegen ihre Verbündeten an ..

      Sie scheinen in einer Welt ohne Widersprüche leben zu wollen - aber die gibt es nicht. Ja, der Lebensretter von vorgestern kann der Mörder seines , ihres Vaters sein - heute, morgen.

      Sie werden es schwer haben, wenn sie diese Tatsachen eben einfach wegblenden, weil sie eine idealisierte Welt haben wollen, wo gut und böse wie schwarz und weiß zu trennen sind. Aber so einfach ist das eben nicht.

    • Wyatt

      @ simplicissimus
      **************
      danke! - (für alle Beiträge!)

    • Tullius Augustus

      Herr Helmut Oswald:

      SIE scheinen in einer Welt ohne Widersprüche leben zu wollen:

      Sonst hätten Sie nicht so ein glattgebügeltes antiamerikanisches Weltbild, das Sie hier zum x-ten Male zum Besten geben.

      SIE haben kein Problem vor den zahllos dokumentierten Tatsachen die Augen ganz einfach zu verschließen um mit Ihrer krausen Selbstüberdribbelungs-Logik hier hier reüssieren zu wollen.

      SIE haben ja sicher auch kein Problem damit den Herrn Stalin taxfrei zu einem Amerikaner zu erklären der in Wirklichkeit von Washington aus regierte - Ihnen traue ich so eine Behauptung zu!

      Wie war denn das mit der Berlin-Blockade 1948/1949?

      - Wollten da die Amerikaner oder die Kommunisten die Stadt aushungern?

      - Und wer hat Berlin damals vor dem Verhungern gerettet? die Amerikaner oder die Russen?

      - Wer hat denn den eisernen Vorhang & die Berliner Mauer aufgebaut? die Amerikaner oder die Kommunisten (bzw. die kommunistischen Russen)?

      - Wer hat auf die Flüchtenden geschossen? Die Amerikaner oder die Kommunisten?

      In meinem Bekannten- & Freundeskreis & natürlich auch im Internet: Überall warne ich die Leute dass sie nicht solchen Wahrheitsverdrehern & antiamerikanischen Propagandisten - wie Sie es wahrscheinlich sind - auf den Leim gehen!

    • Undine

      Allen Antwortenden:*****************!

    • Undine

      @Scheherazade

      Ihrem aussagekräftigen, treffenden Satz möchte ich nur noch einen Hinweis geben:

      Joachim FERNAUS Geschichte der USA mit dem bezeichnenden Titel "HALLELUJA" ist ungemein lesenswert! Was hätte Fernau noch alles hinzuzufügen, lebte er noch.....

      Alleine die Tatsache, daß er von den (linken) Geschichtskosmetikern zutiefst verabscheut wird, zeigt, WIE treffsicher sein Buch ist.

    • terbuan

      Die Sieger schreiben Geschichte, manche schreiben sie ab, andere hinterfragen sie.

      Sogar in den Systemmedien finden bisweilen solche Nachrichten über unsere US-Freunde Eingang;

      „FBI stiftet zum Terror an“

      Die Menschenrechtsorganisation wirft dem FBI vor, im Kampf gegen den Terror in Amerika selbst Verschwörungen zu schaffen, die es dann aufdecke. Das hat fatale Folgen für die Sicherheit des Landes.

      http://www.faz.net/aktuell/politik/human-rights-watch-klagt-an-fbi-stiftet-zum-terror-an-13056944.html

    • dssm

      @Tullius Augustus
      Das Wort Demokratie kommt in Ihrem Beitrag so oft vor. Wenn ich in die Schweiz blicke, so ist diese Regierungsform eine offensichtlich Gute, wenn ich dann hierzulande herumschaue, so bin ich mir da nicht so sicher.
      Dazu, was ist Demokratie? 1776 gab es kein Frauenwahlrecht, also sind gleich einmal 50% ausgeschlossen. Den Schwarzen hat man sicherheitshalber auch kein Wahlrecht gegeben, die waren nämlich Sklaven, passt sehr gut zur Erklärung der Menschenrechte …, ethnische Minderheiten, also die Indianer, hat man sicherheitshalber ausgerottet, also auch kein Wahlrecht.
      Wir hatten in Österreich seit ewigen Zeiten Landtage. Die hatten das Budgetrecht, bis heute die Kernkompetenz des Parlaments (sollte halt so sein). Die Widersprachen dem Kaiser genau so wie geistlichen Herrn. Die Mitglieder waren gewählt; natürlich war das Wahlrecht nicht mit dem heutigen vergleichbar, wie eben das amerikanische von 1776 auch nicht vergleichbar ist.

      Wie viele Städte Osteuropas haben ein ‚deutsches’ Stadtrecht übernommen; unzählbar viele!
      Wie viele Länder haben die amerikanische Verfassung übernommen?

    • simplicissimus

      dssm: ******!

    • socrates

      Die falschen Zitate ueber die Menschenrechte der selbsternannten Fachleute stoeten mich immer:
      http://fr.m.wikipedia.org/wiki/D%C3%A9claration_des_droits_de_l'homme_et_du_citoyen_de_1789

    • oberösi

      @ Simplicissimus:

      Die Lusitania war nur ein weiterer, wenn auch spektakulärer Vorwand.
      Strategien zur Ablösung des Empire und Erlangen der Hegemonie gab es spätestens Ende des 19. Jhdts. Wie z.B. Pläne, durch Destabilisieren und Zerstören der k.k. Monarchie das alte Europa zum Einsturz zu bringen, gleich einem Kartenhaus. Was ja auch trefflich gelang.
      Die FED wurde 1913 auch mit der Zielsetzung gegründet, einen möglichen künftigen Krieg auf dem Kontinent zu finanzieren, vor allem auch um die sich rasant entwickelnde Industrienation Deutschland mit ihrem spektakulären Technologievorsprung zu bremsen.
      Was ebenfalls trefflich gelang.

      Nach dem WK I war es vor allem Industrie-Know How, von dem die USA profitieren konnten. Bis weit in die 60iger Jahre hinein profitierten die USA dann von Materialwissenschaften, Physik, Raketen- und Computertechnologie der "Befreiten".

      Nicht zu vergessen medizinische und pharmakologische Forschungsgrundlagen, die die Befreier gratis in KZ- und anderen Menschenversuchslabors einsammelten, die wesentlich dazu beitrugen, daß die USA seit Jahrzehnten führend in der Pharmaforschung sind. Die einige Jahrzehnte später, ursprünglich vom Ausland gesteuerte und finanzierte hierzulande einsetzende Gentechnik-Hysterie trug wesentlich dazu bei, daß wichtige Entwicklungen in der grünen und roten Gentechnik zwar in Deutschland erzielt wurden, aber industriell wegen der Beschränkungen nicht oder nur punktuell umgesetzt werden konnten. Das große Geld haben ein weiteres Mal die USA damit gemacht.

      Genauso wie deutsche Atomphysiker führend an der Entwicklung neuer Reaktortechnologien beteiligt waren, bis zum heldenhaften Ausstieg. Mit dem nämlichen Ergebnis: die USA brauchten die Patente und arbeitslos gewordenen deutschen Fachleute nur mehr einsammeln.

      Es war der WWF, der Greenpeace und anderen Ökofaschisten in Europa den Weg bereitete. Ökofaschismus gemischt mit den heimatlos gewordenen Maoisten/Marxisten/Leninisten der 68-Zeit ergab dann die Grüne Bewegung. Mit der haben wir heute noch zu tun.

      Gründungsmitglieder des honorigen WWF: hochrangiger Nato-Offizier, Chase-Manhattan-Bank-Chef, Chemiemulti-ICI-Besitzer Lord sowieso, Prinz Philip usw...

      Aber es gehören immer zwei dazu: einer, der böse ist, und einer, der dumm genug ist, sich das gefallen zu lassen. Denn machtpolitisches Vakuum hats noch nie gegeben.

    • Undine

      @oberösi

      *****************!

    • Undine

      Bei @Tullius Augustus scheint die intensive Gehirnwäsche hervorragend gewirkt zu haben; leider ist er nicht der einzige, der alles für bare Münze hält, was uns als reine Wahrheit untergejubelt wird.

    • Tullius Augustus

      Undine:

      Papperlapapp !

    • Helmut Oswald

      Tullius Augustus

      Es ist merkwürdig, wie sehr sie sich auf vermeintlich 'westliche' Werte berufen, sich aber kaum noch einkriegen können, wenn jemand von denselben tatsächlich Gebrauch macht. Sie sind einmal mehr im Irrtum, mir Antiamerikanismus zu unterstellen. Eine vergleichbare Dummheit beginge, wer jenen, die das dritte Reich und seine Politiker kritisierten, antideutsche Ressentiments unterstellen wollte. Im Gegenteil : ich habe viele amerikanische Freunde, deren Bildung jedenfalls einen entsprechenden Standard aufweist, die sich der Berechtigung jener Kritik, die nicht nur ich, sondern zahlreiche andere Blogteilnehmer hierorts an die Adresse der USA richten, durchaus bewusst sind. Oder glauben sie im Ernst, daß es keinerlei inneramerikanische Opposition gegenüber einem Wilson oder Roosevelt, Bush (sen und jun) oder Obama gab und gibt ?

      Ich war niemals der Meinung, für die Unabhängigkeit Österreichs - mein Gott wie selbstlos diese Amerikaner doch sind - müsse ein einziger Amerikaner sterben.
      Als Wiener Bürger einer Stadt zu sein, von der die Habsburger aus mehr als 600 Jahre Deutschland regierten, wollte ich mir und meine Großeltern und Eltern schon gar nicht von fremden Mächten diktieren lassen, das mein Land NICHT Deutsch-Österreich heissen darf ! An meinem Vater vorbei, der siebenmal im Krieg verwundet wurde, sich als Leutnant in Frankreich das EK II und als Oberleutnant in Russland das EK I im Panzernahkampf verdiente, marschierten nach der Kesselschlacht von Uman über 200.000 Russen in Kriegsgefangenschaft. Er trug das Sturmabzeichen, daß heißt, er hatte an mehr als sieben Infanteriestürmen als Artilleriebeobachter der Angriffspitze teilgenommen. Im ersten Weltkrieg, sein Onkel am Isonzo, erhielt die silberne Tapferkeitsmedaillie . Wir stellten in vier Generationen freiwillig diesem Land Offiziere. Und Tausende in diesem Land, haben eine vergleichbare Familiengeschichte vorzuweisen. Glauben Sie im Ernst, wir brauchen AMERIKANER um uns gegen irgendwen zu verteidigen?

      Was wir aber definitiv nicht brauchen sind Amerikaner, die uns sagen wollen, wo unsere Grenzen zu verlaufen haben und wie wir uns gefälligst selbst zu nennen haben.

      Ich verkünde den Texanern ja auch nicht, wo ihre Grenze zu Mexiko zu verlaufen hat. Kapieren sie endlich, die Vereinigten Staaten sind in der Ukraine eine raumfremde Macht die drauf und dran ist, über ihre Blackwater Methoden und ihre 'wir sagen wo es lang geht' Mentalität einen Krieg zu entfachen, der die Europäer, in Sonderheit die Deutschen (also auch uns) aber mit Sicherheit jeden Nettozahler ohne den geringsten erkennbaren sinnvollen Grund massiv beeinträchtigen wird, ja das Potential zu einer neuerlichen Zerstörung Europas in sich trägt, ohne auch nur ein einziges sinnvolles politisches Ziel zu befördern, das nur im Entferntesten unserer Interessenslage entspricht. Da werden doch noch ein paar Worte zu sprechen sein, die zu etwas mehr Nachdenklichkeit anregen anstelle dieses widerlichen 'Hurra - alle auf die Russen' bashings die sich einen Krieg mit Russland offenbar vorstellen, wie eine Runde virtueller Spaziergang im neuesten Ego Shooter PC Spiel von Amazon.

    • Riese35

      Lieber Tullius Augustus!

      Zu Ihren grandiosen Ausführungen vom 22. Juli 2014 10:35 möchte ich noch ergänzen:

      - Ich darf daran erinnern, daß die Dresdener GB und den USA zu ganz besonderem Dank für ihre "Befreiung" von der nationalsozialistischen Diktatur verpflichtet sind.

      - Insbesondere darf ich daran erinnern, daß vor allem die einstigen Altstadtbewohner Dresdens, die im kulturellen Zentrum lebten, das kaum militärische Bedeutung hatte, sowie die in Dresden weilenden Vertriebenen ganz besonders der britischen Luftwaffe für ihren unermeßlichen Einsatz bei der Befreiung von der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft und der Art, wie die Briten den Dresdnern zwischen dem 13. und dem 15. Februar 1945 Demokratie und Menschenrechte gebracht haben, dankbar zu sein haben.

      - Und ich darf an die Verdienste und die antikommunistische Entschlossenheit der USA - vor allem in Jalta - erinnern, wie diese den Dresdnern nach 1945 ein freies Vaterland, in dem Demokratie und Menschenrechte herrschten, gebracht haben - d.h. nun schon seit 69 Jahren im Großen und Ganzen FRIEDEN IN FREIHEIT haben. Also die längste Friedensperiode der Geschichte!

      - Dann darf ich daran erinnern, dass die Menschenrechte in der französischen Revolution postuliert wurden - und durch die Guillotine und die den Nationalismus entfachenden napoleonischen Kriege in die Praxis umgesetzt wurden (einzig erlaubte Sprache war das Französische - heute in der Ukraine die ukrainische Sprache - aus basta)!

      - Jedes Jahr, verbreitet sich das Konzept der Mehrparteiendemokratie und von Freiheit und Menschenrechten in immer mehr Länder - insbesondere durch die nun durch angelsächsischen Druck möglich gewordene politische Mitwirkung von Taliban, Muslimbruderschaft, ISIL und ISIS, Boko Haram etc.. Dieses Konzept verbreitet sich in der heutigen von den USA und ihren Freunden beherrschten Welt - nach den Vorbildern Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien etc. - allmählich über den ganzen Globus aus.

      - Wir Österreicher haben keinen Grund die Nase zu rümpfen und die Ankläger und Richter zu spielen über die Amerikaner und Engländer, denn Ettore Tolomei hat ja den Amerikanern die Historizität italienischer Namen im heutigen Südtirol nachgewiesen, sodaß Südtirol nach dem 1. Weltkrieg endlich wieder italienisch werden konnte.

  28. terbuan

    ........"Dann sind die von Fischer beim Putin-Besuch ausdrücklich abgelehnten Wirtschaftssanktionen das im Vergleich weitaus beste Mittel"...........

    Das beste Mittel oder ein Schuss in das eigene Knie?

    "Deutsche Firmen leiden unter Sanktionen gegen Putin, aber

    Die EU-Sanktionen gegen Moskau zeigen dem DIHK zufolge Wirkung, Russlands Wirtschaft leide. Der Nachteil daran: Für deutsche Unternehmen fallen im Russland-Geschäft vier Milliarden Euro weg. Etwa 300.000 Arbeitsplätze in Deutschland hängen am Russland-Geschäft."

    http://www.welt.de/wirtschaft/article130405720/Deutsche-Firmen-leiden-unter-Sanktionen-gegen-Putin.html

    Ein wahrlich schlechtes Geschäft, die USA befehlen Deutschland Sanktionen gegen ein Land mit dem es selbst praktisch keine Konflikte hat um damit der eigenen Wirtschaft/Exportindustrie erheblichen Schaden zuzufügen!

    ES LEBE DIE TRANSATLANTISCHE FREUNDSCHAFT!



    • terbuan

      Dazu noch aus der "Verschwörungskiste" des Kopp-Verlags:

      "Der Esel zwischen zwei Heuhaufen"

      "Seit etwa einem Jahr sind die gespannten Beziehungen zwischen der Merkel-Regierung und Washington bislang nicht gekannten Prüfungen ausgesetzt, die die Mehrheit der Deutschen veranlassen, die besondere Freundschaft, die seit über 60 Jahren zwischen beiden Ländern bestand, in Zweifel zu ziehen. Währenddessen eskaliert die Regierung Obama – anstatt ernsthaft zu versuchen, Probleme wie die unerhörte NSA-Spionage aus dem Weg zu räumen – offenbar den Eingriff in die interne Politik Deutschlands, indem sie Informanten für die CIA rekrutiert. Gleichzeitig setzt Washington Deutschland mit dem Hinweis auf die Ukraine unter ungeheuren Druck, die Verbindungen zu Russland zu kappen. Die etablierten Institutionen in Deutschland stehen vor dem Dilemma von Buridans Esel.

      http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/f-william-engdahl/das-deutsche-establishment-und-das-dilemma-von-buridans-esel.html;jsessionid=A5314DD31FE84FBA61D38B91544AECFF

  29. Helmut Oswald

    Alles ein bisserl zusammengepanscht und dann noch ein bisserl der Hitler druntergemischt - und fertig ist Nachrichteneintopf.

    Also, fangen wir einmal an mit den Altlasten. Natürlich der Hitler - ohne den scheint nix zu gehen, wenn der Putin böse gemacht werden soll. Es darf am Rande vermerkt werden, daß bevor sich die Deutschen ihren Diktator riefen, es die Diktatoren von Versailles waren, die das Sudetenland annektierten, in Kärnten, in Oberschlesien mit Gewalt eingefallen sind und erst durch die Gegenwehr der Freikorps und der sich selbst bewaffnenden örtlichen Bevölkerung am Landraub gehindert wurden. Es wurde gegen jeden Vertragsinhalt ohne das Volk zu fragen Land annektiert - in Eupen und Malmedy, in Danzig und Westpreussen, im Memelland, im Sudetenland, in Südtirol, in Unterkärnten im Elsaß und zu allem Überdruß rückten auch noch belgische und französische Truppen ein um 1923 die Fabriken im Ruhrgebiet aquszuplündern. Hier ist nicht der Ort, um über den letzten Weltkrieg zu debattieren, aber gestoppt wurde der Landraub an den Deutschen nicht durch die Vernunft und Einsicht der stärkeren Mächte, sondern durch Gegenwehr. Und es darf erinnert werden, daß es die stets so gerecht erscheinenden Amerikaner und Briten waren, die durch Errichtung eines globalen Regimes über andere Völker (das Empire, bzw die Mandatsgebiete / Kolonien in den Philippinen, auf Kuba usw usf) diese mit Gewalt zur Akzeptanz einer ausbeuterischen Wirtschaftsordnung gezwungen hatten. Also darf man etwas mehr Zurückhaltung erwarten, was die stets behauptete Tradition der Gewalt betrifft, die offenbar nun auf absurd einäugige Weise ausschließlich den Russen (wie seinerzeit den Deutschen) zugerechnet werden soll.

    So sind wir nun bei Putin. Siehe da, der Vergleich scheint zu passen. Den Niedergang Russlands, daß sich Tschetschenen und Georgier unter Mißachtung des Friedensgebotes im Völkerrecht und unter Zuhilfenahme ihrer 'westlichen' Verbündeten an Russen und an russischem Teritorium vergriffen, scheint in Vergessenheit geraten zu sein - oder war die versuchte Annexion von Südossetien nur Fußnote ? Fakt ist, daß kein Politiker einer Großmacht es hinnehmen wird, das Volksgruppen oder Minderheiten, die er naturgemäß ebenso vertritt wie sein Staatsvolk, in ein System abgleiten lässt, dessen Ziel deren Entrechtung ist.

    So wenig wie es Israel erlauben würde, daß Juden die in anderen Staaten leben kollektiv diskriminiert würden - was hinsichtlich der Russen unverhohlen ein offenes Ziel jener sogenannten Regierung war, die sich die Maidanisten herbeigeputscht hatten.

    Wenn und solange freilich keine Ergebnisse einer Untersuchng vorliegen, was nun genau die Ursache des Absturzes der Maschine war ist es doch etwas sehr kühn, die böse Tat stillschweigend Putin zu unterschieben - dazu haben die Vereinigten Staaten ein viel zu lange Tradition der Einmischung - die mangels Verletzung ihrer Staatsgebietes darauf fußt, das ihre See- und Luftfahrzeuge angeblich Ziel von Rechtsverletzungen waren .. die sich nachträglich als Lügen und Intrigen herausgestellt hatten. Von der Mine im Hafen von Havanna im Zeitungskrieg von 1900 über die Lusitania bis hin zum Angriff im Golf von Tonking - zuletzt die Massenvernichtungswaffen und Babymorde im Irak / Kuweit. Der Blogautor lehnt sich da wohl recht weit aus dem Fenster, wenn er versucht, bisher unbewiesenes
    als feststehend zu schreiben und darauf aufbauend internationale Politik in einer Weise herzuleiten, die selbst wenn sich dieses Faktum als zu Lasten Putins herausstellen würde, allein deshalb noch keinen Grund abgäbe, warum die in der Ostukraine lebenden Russen nun nicht ein Recht auf Selbstbestimmung hätten.



    • simplicissimus

      Volle Zustimmung!

    • logiker2

      so ist es *******! man sollte eben nicht auf einem Auge blind sein, hat nicht unser Blogmaster sich zur Wahrheit verpflichtet ?

    • Riese35

      ***********************************!

      In Deiner Liste hast Du das heutige Südtirol vergessen. Südtiroler haben (zumindest hatten) in Österreich auch eine Sonderstellung. Und Österreich hatte bzw. hat zu Südtirol auch eine besondere Beziehung. Trotzdem Südtirol seit Ende des 1. Weltkriegs durch eine gewaltsame Abtrennung staatsrechtlich zu Italien gehört, hat sich Österreich immer nach Möglichkeit dort eingemischt und den Südtirolern im Kampf um ihre kulturelle Eigenständigkeit Schutz geboten.

      Die heutige Ukraine bzw. deren unmittelbarer Vorläufer ist auch erst in den Wirren des 1. Weltkriegs entstanden, wenngleich der Gegensatz Ruthenen - Russen schon viele Jahrhunderte alt ist und seit den Mongoleneinfällen im 13. Jahrhundert zur politischen und religiösen Spaltung geführt hat: im Westen das nach Rom orientierte Litauen-Polen (katholisch mit der Rzeczpospolita und der Kirchenunion von Brest 1596), im Osten und Norden die nach Konstantinopel orientierten russischen Fürstentümer (orthodox).

      Kein Wunder, daß die heutigen "ausländischen" Interessenten Polen und Rußland sind, die sich beide in einer Schutzfunktion über jeweilige Teile der Ukraine sehen. Es fragt sich nur, wer sonst noch dort seine Hände im Spiel hat und den lokalen Interessenskonflikt aus hunderten Kilometern Entfernung schürt und für seine eigenen Interessen mißbraucht. Wir kennen die Antwort.

      Zurück zur heutigen, unabhängigen Ukraine. Diese ist erstmals in den Wirren des 1. Weltkriegs entstanden und hatte nur kurzen Bestand. Die erste Flugline ist damals entstanden: am 1. April 1918 wurde der Linienflugbetrieb auf der Strecke Wien-Aspern - Krakau - Lemberg - Kiew aufgenommen. Die weitere Geschichte ist aber von Kriegen und sozialistischen Zwangsmaßnahmen geprägt. Warum man sich gerade heute im Westen auf die Ergebnisse dieser Zwangsmaßnahmen beruft, deren Unversehrtheit proklamiert, alle ethnischen Gegebenheiten ignorierend, und den ansässigen Volksgruppen, insbesonndere den Russen, ihre Grund- und Freiheitsrechte absprechen will, bleibt mir ein Rätsel. Anstatt das Miteinander und den gegenseitigen Respekt zu fördern, schürt man die Gegensätze. Nicht anders ist nämlich die Blindheit gegenüber den Vergehen des Westens (u.a. auch dem Staatsstreich in Kiew) und die schnelle Verurteilung der Russen ohne bewiesene Fakten zu werten, auch hier im Tagebuch. Hier werden die sogenannten "westlichen Werte" ausgesetzt. Wenn es um Rußland geht, hat "audiatur et altera pars" plötzlich keinen Platz mehr. Man hat das Gefühl, daß auf Teufel komm raus eine Schuld der Russen gefunden werden muß. Recht scheint per definitionem zu sein, was die USA und angelsächsischen Länder machen. Gerade das macht den Abschuß der Maschine so verdächtig. Cui bono? Das ergäbe eine plausible Antwort. Eine neue Kriegshysterie im Westen gegen den Osten? Ich frage mich, was den Tagebuchautor zu so einem Verhalten treibt. Bringen wir es nicht mehr fertig, einen kühlen Kopf zu bewahren? Haben wir keine anderen Probleme?

      Diesen innerukrainischen Konflikt können nur die Betroffenen selbst lösen, und nichts ist schädlicher, als diese Einmischung von außen. Wenn jemand in dieser Sache eine besonnene Politik betreibt, dann ist es Rußland.

    • Neppomuck (kein Partner)

      "Der Unterschied zwischen Gott und den Historikern besteht hauptsächlich darin, daß Gott die Vergangenheit nicht mehr ändern kann."

      Samuel Butler
      englischer Satiriker (1612 - 1680)

  30. Sozialrat

    Das "Friedensprojekt Europa" ist gescheitert. begonnen hat alles mit einem Assoziierungsabkommen der EU mit einem durch und durch korrupten Land und damit die russischstämmige Bevölkerung der Ukraine provoziert. Die Provokation ist prächtig aufgegangen.
    Die Folgen sehen wir hier.



    • Normalsterblicher

      Das Friedensprojekt Europa ist schon längst durch Bomben auf Belgrad und Libyen (- letztere großteils englischer und französischer Provenienz! -) enttarnt.

      Betreffend Libyen gab es handfeste Motive für den Hunnensturm der EU: Die Zusage bevorzugter Öl-Belieferung von Frankreich und Großbritannien durch die Rebellen, und der Widerstand Ghaddafis gegen die sog Mittelmeerunion, vulgo EUROMED.

  31. Politicus1

    Ein Videoclip und ein Bild ging um die Welt:
    ein Prorusskiseparatist hält im Trümmerfeld des abgestürzten Flugzeugs ein kleines Stofftier hoch in der Hand. In den westlichen Medien wurde er als pietätloser, triumphierender "Beutesammler" dargestellt.
    Zufällig sah ich nun im russischen Nachrichtenfernsehen RT den ungekürzten Videoclip.
    Der Kämpfer hält die Puppe hoch, legt sie dann auf den Boden und verneigt sich mit einem großen Kreuzzeichen - ein nicht zu übersehendes Zeichen der Anteilnahme ...



    • Normalsterblicher

      Auch ohne Videoclips sind die ganzen Unterstellungen der Pietätslosigkeit widerlich.

      Es ist klar, dass die Taschen von Leichen einer Flugkatastrophe durchsucht werden müssen, um Hinweise über die Identität zu erhalten, und weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass während des Transports irgendwelche Leichenfledderer Identifikationsbehelfe mitgehen lassen.

  32. dssm

    Herr Unterberger ist Jurist, als solcher sollte er wissen, daß nicht vorschnell verurteilt werden sollte; die österreichische Politik in Bezug zur Ukrainekrise ist also durchaus vernünftig.
    Momentan schaut es dort für den Westen gar nicht gut aus! Habe ich noch vor ein paar Tagen die Rebellen verdächtigt die Täter des Flugzeugabschusses zu sein und die Erwartung geäußert, daß die NATO die Beweise von AWACS (die würden das Anschalten des fraglichen Beleuchtungsradars noch in tausenden KM Entfernung sofort orten) und Satelliten (die würden die heißen Abgase der fraglichen Raketen ganz genau sehen) auf den Tisch legt, so passiert gerade das Gegenteil, die Russen kommen mit harten, prüfbaren Fakten (die natürlich jetzt auch erst geprüft werden müssen!). Nun händigen die Rebellen gar noch die Flugschreiber aus, während die Regierung in Kiew die Aufzeichnungen der Flugsicherung verschwinden lässt – klar gegen die Regeln der IATA!

    Womit wir beim Iran sind. Was soll sich die Regierung in Teheran denken? Rund um den Globus führt die NATO Angriffskriege (wegen der 'Massenvernichtungswaffen' im Irak oder 'warum eigentlich' in Libyen und Afghanistan), fördert Terroristen (wie in Mali oder Syrien), schützt den Drogenanbau (was den Iran unglaublich trifft), horcht die ganze Welt ab, manipuliert Währungen und Börsen und schlußendlich, manipuliert ganz frech die Medien mit gigantischen technischen Aufwand. Die Regierung in Teheran (immerhin gewählt, auch wenn unseren Medien die Gewählten nicht gefallen) sieht Nordkorea, dem passiert nie etwas, weil es Atomwaffen hat – so einfach.

    Man sollte sich also die Frage stellen, wollen wir die Vormacht der USA noch länger? Es bringt nichts über die Amerikaner zu schimpfen, wenn man die Konsequenzen nicht tragen will! Womit wir wieder zurück in Österreich wären. Dann wäre eine auf Freundschaft getrimmte Politik zu den Nachbarstaaten höchste Pflicht; nebenbei müsste das Budget des Bundesheeres drastisch vermehrt werden. Dinge die unsere Politiker so wieder nicht begreifen wollen.



    • Tullius Augustus

      "Rund um den Globus führt die NATO Angriffskriege?" ????

    • dssm

      @Tullius Augustus
      Sie sind also der Meinung der von Hitler befohlene Überfall auf Polen war kein Angriffskrieg, weil ja schließlich die ein paar SSler, in polnischen Uniformen, den Sender Gleiwitz überfallen haben?
      Sie werden schon meine genannten Beispiele mit Argumenten bekämpfen müssen!
      Also der Überall auf den Irak war kein Angriffskrieg weil: (hier nun Ihr geschätzter Text).
      Der Einsatz gegen Bodentruppen, im Rahmen einer Flugverbotszone, war kein Angriffskrieg weil: (hier nun Ihr geschätzter Text).
      Der Krieg gegen Afghanistan war kein Angriffskrieg weil ... (und nun ganz genau nachdenken - bitte. Denn weil dort, aus Sicht der USA, Terroristen sitzen ist aus österreichischer Sicht leicht ungünstig, denn die Italiener sehen zahlreiche Südtirolaktivisten, welche nun in Österreich sitzen, auch als Terroristen an und hätten damit einen veritablen Grund über uns herzufallen!).

  33. Politicus1

    Ein Bundespräsident, der tunlichst über den politischen Parteien und anderen Interessensgruppen steht, der sich aus der Alltagspolitik heraushält, jedoch aufgrund seiner persönlichen Integrität bei ALLEN Bürgern Respekt verschafft, ist mMn. an der Spitze unseres Staates durchaus sinnvoll. Das heißt nicht, dass er ein Moral- und Sittenwächter sein soll, aber eine Art Massstab für die zu beachtenden Werte im Land mit Jahrhunderte alten Traditionen und Kulturen in einer sich wandelnden Welt.

    Das mag durchaus kein eigenes institutionalisiertes Organ sein. Es könnte z.B. auch ein halbjährlich wechselnder Landeshauptmann mit dieser Funktion betraut werden.
    Allerdings halte ich allein schon wegen der Wirkung gegenüber dem Ausland eine Kontinuität in einer Person für gescheiter.

    Das immer wieder - und auch hier von AU - angesprochene Kostenelement halte ich für vergessenswert. Kosten für Verwaltung und Repräsentation entstehen so und so, egal von wem die Funktion und die Aufgaben eines Staatsoberhaupts wahrgenommen werden.



  34. Gerhard Pascher

    Die beschriebenen Vorkommnisse zeigen einmal mehr, dass wir dringend eine Verfassungsreform brauchen. Denn eine sog. parlamentarische Demokratie gibt es bei uns in der Praxis ohnehin nicht, denn die wenigsten Gesetze haben im Parlament ihren Ursprung. Vielmehr werden die gewählten Volksvertreter nur als nützliche Idioten zur Abstimmung nach Partei- und Klubbeschluss missbraucht.

    Die Funktion des Bundespräsidenten gehört entweder Richtung "Präsidialdemokratie" (wie in den USA, Frankreich usw.) aufgewertet oder à-la-Suisse (fast) ersatzlos gestrichen. Die derzeitige Ministerriege inkl. der beiden Kanzler besteht fast nur aus Politgünstlingen, welche mit Krisensituationen - wie wir sie laufend erleben - einfach überfordert sind. Wenn jemand so ein "ehrenwertes" Amt innehat und erfolglos bleibt, dann gebietet es der Anstand, jemand anderen Platz zu machen. Geschieht dies nicht, dann hängt die jeweilige Person als Sesselkleber nur an Einkommen sowie Privilegien und verfolgt politische Ziele. Pfui!

    Die gewünschte Verfassungsreform sollte gleichzeitig auch eine Wahlreform beinhalten, welche die bisherigen ineffizienten Koalitionen verhindert. Außerdem sollten die Aufgaben und Verwaltung von Bund, Ländern und Gemeinden neu geregelt werden, denn auch da ist großer Reformbedarf vorhanden.

    Aber wer traut sich schon eine Republik 3.0 anzugehen?



  35. Buntspecht

    Hätte man A.U. nicht, könnte man nirgens lesen, wie schlecht Kurz als Außenminister ist :)) Vielleicht wäre sein gut bequatschter Enkelsohn die bessere Lösung!



    • Anonymus

      Das ist ja die Tragödie bei einer Regierungsbildung:
      Die ÖVP hatte sich als Chef nur auf den "schwachen" Spindelegger geeinigt. Dieser wiederum musste die ihm zustehenden Ministerposten unter Berücksichtigung aller Wünsche der Parteibünde, schwarz geführten Bundesländer, sowie nach Frauen- und Altersquoten besetzen. Das Ergebnis ist voll von Kompromissen: ein schwacher, weil viel zu unerfahrener Außenminister Kurz, ein Landwirtschaftsminister Rupprechter, welcher meist Wortspenden nur zu anderen Resorts gibt, eine Familienministerin Karmasin, welche sich von rot-grünen Ideen begeistern lässt usw. Er (Spindelegger) selbst, wollte neben der Funktion des Vizekanzlers - wo er ohnehin nichts zu sagen hat - nicht mehr nur proforma das Außenministerium leiten, hat sich daher das Finanzministerium vorbehalten und agiert nun dort glücklos herum.
      So lautet der IST-Zustand. Wie lange müssen wir Österreicher dies noch aushalten?

    • Buntspecht

      Was jetzt auszuhalten ist ist michts gegen das, was kommt, wenn Rot-Grün eine Mehrheit (evt. mit Hilfe von Pink) bekommen sollte, Anonymus!!
      Auf Blau als Problemlöser warten Sie vergeblich. Wir hatten die schon 3x, das genügt, bis dort alle Vernunft annehmen und Leute am Werk sind, denen man Regierungsverantwortung reinen Gewissens zutrauen/anvertrauen kann.

  36. schreyvogel

    Herr Dr. Unterberger hasst Russland und liebt Israel.
    Entsprechend sehen seine Kommentare auch aus.



    • schreyvogel

      Nicht zu vergessen die Moslems: Die hasst er leidenschaftlich.

    • dssm

      @Gerhard Pascher
      *****

    • sursum corda

      @ schreyvogel
      "Nicht zu vergessen die Moslems: Die hasst er leidenschaftlich".

      Naja, sich vor Massenmördern (siehe ISIS), deren Imamen und sonstigen Belobhudlern zu fürchten, ist aber schon noch gestattet.
      .

    • oberösi

      @Schreyvogel
      Muß er ja wohl, wird doch sein blog bei ortneronline ansonst sofort wieder als anitsemitisch vernadert. und das geht nun gar nicht, oder?
      soviel zur liberalität eines blogs, der sich zentralorgan des neoliberalismus nennt.

  37. Inger

    Unser Herr Bundespräsident wird mir immer suspekter und damit bestätigt sich meine Meinung immer mehr, wozu brauchen und haben wir den???
    Allein seine Besuchsprogramme sind nur zum Staunen, war er doch letztes Wochenende bei der "Kaiserhochzeit", zwar nicht ganz, weil zum feierlichen Akt in die Kirche ist er nicht, aber zum Gratulieren in der Kaiservilla ist er schon angetanzt, na ja offizieller Grund für den Bad Ischl Besuch war ja die Ausstellung zum 1. Weltkrieg und die anschliessende Diskussion mit den Jugendlichen....
    Und jetzt der Besuch in Teheran, der ansteht.
    Müssen wir uns so ein Amt wirklich leisten??? Sicher, eine andere Persönlichkeit könnte das Amt anders gestalten, aber welche Möglichkeiten haben wir, zu so einer Persönlichkeit zu kommen? Da werden uns wieder Personen zur Wahl präsentiert, die ihre Parteien gut versorgt wissen wollen und wir haben wieder nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Die Kandidaten der Kleinparteien sind ja von vorneherein chancenlos. Also geht die Verärgerung immer weiter und die Euros rollen.



  38. Freak77

    Lebt Putin schon in einer eigenen Welt? Interessantes Psychogramm auf Focus:

    Das große Psychogramm: Gefährliches Machtspiel in der Ukraine: Putin lebt längst in seiner eigenen Welt

    http://www.focus.de/politik/ausland/was-den-kreml-herrscher-antreibt-das-grosse-putin-psychogramm_id_3738631.html



  39. Freak77

    So verhandelt man erfolgreich: In aller Stille hat die malaysische Regierung mit den Rebellen verhandelt und nun ist der Flugschreiber (Blackbox) endlich in der Hand der malaysischen Experten:

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3842244/Ukraine_Separatisten-haendigen-Flugschreiber-von-MH17-aus?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/3840315/index.do&direct=3840315



  40. simplicissimus

    Warum schon wieder Hitlervergleiche?

    "Genau das hat ja einst ein Adolf Hitler gemacht; und auch damals haben manche in der Außenwelt zynisch dazu gesagt, dass die Menschen das eh sicher wollen; dass es also gar keinen Grund gäbe dagegen zu sein."
    Ohne Hitlers Verbrechen in irgendeiner Weise schmälern zu wollen, muß schon deutlich gesagt warden, daß die Deutschen im Sudetenland und Westpreussen Repressalien, Morden, Unterdrückung ausgesetzt waren. Hier von Zynismus zu reden, ist wohl selbst Zynismus pur. Die Situation der Deutschen damals würde heute wohl Unointerventionen oder massive Natobombenabwürfe auslösen, wenn alles mit rechten Dingen zuginge. Der Einmarsch in der Tschechei und spätere weitere Überfälle auf andere Länder waren aber sicher Unrecht und Verbrechen.

    Wobei wir gleich bei den Amis sind: Erinnern wir uns an Panama, Grenada und fast auch Haiti. An gescheiterte Interventionen in Cuba und Nicaragua (wobei man froh hätte sein können, wenn die geklappt hätten) Und auch damals haben manche in der Außenwelt zynisch dazu gesagt, dass die Menschen das eh sicher wollen; dass es also gar keinen Grund gäbe dagegen zu sein.
    Und gibt es nun keinen Grund, dieses Sauberhalten des Hinterhofs mit der Ukraine zu vergleichen, ehe man den Gröfaz bemüht?

    "Man fühlt sich an die Zeit vor hundert Jahren erinnert, als Wien geglaubt hat, andere Länder herumkommandieren zu können."
    Washington, London, Paris oder Rom haben in dieser Zeit offensichtlich nicht im Traum gedacht, andere Länder herumkommandieren zu wollen. Solche Gedanken sind im britischen Weltreich gar nicht aufgekommen. "Rule, Britannia, rule" war ja auch nur ein harmloser Schlager. Und die Besetzungen von Puerto Rico, den Philippinen, Interventionen in Zentralamerika, Kriege mit Mexico können wohl kaum den Amis als "herumkommandieren" ausgelegt werden. Oder?

    Noch einmal: Aus dem Ukrainekonflikt hat man sich tunlichst herauszuhalten. Es ist ein Interessenskonflikt einer isolierten (bösen?) Großmacht mit einer (guten?) Supermacht und ihren Vasallen. Die Ukraine ist ein gespaltenes Land, ich konnte mich in einem langen Aufenthalt selber davon überzeugen, war auch in Donezk, Odessa, Lvov und Kiew und habe mit Leuten dort gesprochen. Kein Wunder, daß dann einmal Probleme ausbrechen, ganz unabhängig von gerade aktuellen politischen Strömungen und Machtinteressen.



    • simplicissimus

      ...Es ist ein Interessenskonflikt einer isolierten (bösen?) Großmacht mit einer (guten?) Supermacht und ihren Vasallen, IN DEM BEIDE SEITEN GANZ OFFENSICHTLICH MIT GEZINKTEN KARTEN SPIELEN, und es die Angelsachsen dank ihrer jahrhundertealten Intrigen- und Ränketradition wieder einmal schaffen, als die besorgten Guten dazustehen.

    • Tullius Augustus

      Gerade in Zeiten wie diesen, in den bewegten Julitagen des Jahres 2014, genau 100 Jahre nach Ausbruch des ersten Weltenbrands:

      Sollte man die Situationen rund um Hitler, wie das damals genau ablief - ganz genau im Bewusstsein haben!

      Es gibt ganz klare Ähnlichkeiten & Parallelitäten zwischen dem was ab 1938 bei Hitler ablief und dem was 2014 bei Putin abläuft!

      Davor die Augen zu verschließen wäre höchst töricht.

    • simplicissimus

      Sicher gibt es die, Tullius Augustus, aber das darf wiederum nicht als Rechtfertigung dienen, dass die vermeintlich "Guten" sich ein Stueck Einfluss nach dem anderen unter den Nagel reissen und ihre Macht ins Uferlose ausweiten.
      Wer staendig mit Hitler vergleicht und gleichzeitig auf die US-Hinterhofaktivitaeten und die "weapons of Mass Destruction Luege" vergisst, der ist einseitiger Schwarzweissmaler, sorry, sorry.

    • logiker2

      wegen des Nachtrages mehr als die drei **********, und eine andere Sichtweise :
      https://propagandaschau.wordpress.com/

    • dssm

      Was diskutieren wir über 1914. Die entscheidenden Akten, also die britischen, sind immer noch unter Verschluß. Unser, aus Fakten gewonnenes, Wissen ist nicht viel grösser als momentan im Ukrainekonflikt. Was nach der Oktoberrevolution von den Sowjets an internationalen Geheimverträgen veröffentlicht wurde deutet jedenfalls in eine unschöne Richtung.
      Also bitte Vergleiche auch auf 'Vergleichbares' beziehen: Also grobes Unwissen!

  41. bécsi megfigyelö

    "…wäre es eine absolute Katastrophe, wenn IN EUROPA wieder damit angefangen wird, andere Gebiet mit Militärgewalt zu okkupieren und annektieren."

    Ganz recht, doch wozu dieses listige Beschränktheit auf "in Europa"? Also ist im Umkehrschluß für Herrn Dr. Unterberger etwa der Überfall des US-Imperialismus 2003 auf den Irak - die CIA-Lügen waren damals gleich widerlich wie heute - KEINE Katastrophe? Solche Aussagen, die offenkundig simpler Anti-Rußland-Hetze dienen, stimmen mich traurig.
    .



    • Eiserner

      Mixh stimmen diese Aussagen auch traurig. Und leider sind sie im Mainstream (gegen den das Tagebuch sonst ja heftig streitet) genauso schlimm - völlig einseitig nämlich.

    • Wafthrudnir

      Auch wenn ich Hr. Dr. AU's Haltung zur Ukraine-Krise auch für etwas einseitig halte, glaube ich nicht, daß er seinen Hinweis auf Europa so gemeint hat, wie Sie ihn verstehen, denn eine so inhumane Haltung hat er noch nie eigenommen. Ich zumindest würde den Satz so lesen, daß in Europa in den letzten Jahrzehnten fast immer Frieden geherrscht hat, und daß es eine Katastrophe wäre, wieder mit militärischen Okkupationen zu beginnen. In manchen anderen Erdteilen hingegen hat das militärische Grenzen-verschieben nie aufgehört. Natürlich wäre die friedliche Lösung von Territorialkonflikten überall auf der Welt wünschenswert, Europa ist jedoch auf diesem Weg besonders weit gekommen, und deshalb wären neue Kriege als Rückfall besonders tragisch.




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