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Der Strom, Deutschland und die EU

Lesezeit: 2:30

Energie ist die Lebensader jeder Wirtschaft. Das klingt banal, aber der Energiekrieg zwischen Deutschland und Europa beweist es täglich. Und zwar weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. An sich hat jede Seite auf ihre Weise recht. Nur bringt das noch keine Lösung. Der Konflikt ist in Wahrheit unlösbar, solange Deutschland am Prinzip der Energiewende festhält, während der Rest der Welt darüber nur lacht.

In Deutschland wird diese heute krasser als in jedem anderen EU-Land vollzogen. Solar- und Windenergie werden mit jahrzehntelangen Abnahme-Garantien zu hohen Preisen gepusht, die weit über den Marktpreisen liegen. Daher werden auch massenweise Alternativ-Anlagen gebaut. Diese Garantien zahlt aber nicht die Regierung – woher denn auch –, sondern Konsumenten und Klein-Unternehmer. Deren Stromrechnung ist heute doppelt so hoch wie vor der Wende. Einige bevorzugte Betriebe bekommen hingegen weiterhin billigen Strom und zahlen oft nur ein Zehntel dessen, was andere zahlen müssten.

Das sorgt bei den kleineren Unternehmen und den Haushalten für zunehmende Empörung. Das diskriminiert sie und vernichtet überdies zunehmend viele Kleinunternehmer samt den dortigen Jobs. Berlin weiß aber, dass ein höherer Strompreis für die im weltweiten Wettbewerb stehende Industrie Zehntausende, wenn nicht Hunderttausende Arbeitsplätze vernichten würde. Dass viele heute deutsche Anlagen dann in Übersee stehen würden.

 Die EU-Kommission sieht darin jedoch eine unfaire Wettbewerbs-Bevorzugung der Großkonzerne. Sie wertet das als unerlaubte Beihilfe und geht daher ebenfalls zu Recht dagegen vor.

Diese deutsche Energiepolitik trifft auch viele andere Länder: Einmal werden (bei Wind) große Strommengen exportiert; ein andermal importiert. Da Strom kaum speicherbar ist, macht das auch dem Ausland gewaltige Probleme. Und führt zu ökologisch unerwünschten Ergebnissen: Als rasch zuschaltbare Stromquellen dienen vor allem Kohle-Kraftwerke. Ökologisch viel bessere Gaskraftwerke bleiben hingegen ungenutzt, weil sie teurer sind.

Die EU-Kommission gibt in ihrem Kampf für mehr Wettbewerb nicht nach; aber auch Deutschland tut das bei der Verteidigung seiner Industrie-Privilegien nicht. Niemand weiß, wie dieser Kampf zweier Giganten ausgehen wird. Der neue deutsche Minister Gabriel ändert zwar das „Erneuerbare“-Gesetz. Aber darin wird nur die Förderung ein wenig reduziert, die Bevorzugung der Großbetriebe bleibt, und auch die Belastung von Haushalten und Gewerbe.

Guter Rat ist jetzt teuer. Es wird ihn erst dann geben, wenn endlich wieder das Prinzip Markt wirken kann: Nur ein Markt kann Preise und Angebote sinnvoll regeln. Längst müsste ja Alternativstrom die Kinderkrankheiten hinter sich gelassen haben, so lange wird er schon auf Kosten Dritter gefördert. Daher sollten die „Erneuerbaren“ endlich ungefördert in einen ganz normalen Wettbewerb eintreten.

Das würde Jobs in Europa halten. Das wäre vernünftig. Das geschieht nur nicht.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    21. April 2014 16:53

    OT---aber ein so gravierendes Ereignis, das ein damals 5-jähriges Mädchen auch nach 69 Jahren nicht vergessen kann, obwohl es in sicherer Entfernung, also etwa 5km von dem INFERNO entfernt, mit seinen Eltern und Nachbarn stand und fassungslos zusah, wie mehrere Bombergeschwader der Alliierten ihre todbringende Last auf den Nachbarort abwarfen und für mehrere Stunden den Tag zur Nacht machten, zum "Tag der Tränen" (Buchtitel von Helmut F. Böhm), besser gesagt: zur HÖLLE:

    Der BOMBENANGRIFF auf ATTNANG-PUCHHEIM am 21. 4. 1945

    Nachdem der Ort zur Gänze in Schutt und Asche gelegt worden war---das eigentliche Ziel war der Bahnhof gewesen, ein wichtiger Bahnknotenpunkt---begannen amerikanische Tiefflieger, die Flüchtenden zu jagen und zu bombardieren; sie veranstalteten eine wahre HASENJAGD auf diejenigen, die nicht in den zerstörten Häusern ums Leben gekommen waren.

    DIESE Hasenjagd war bis dato noch nie im ORF erwähnt worden---unsere "Historiker" interessiert das nicht!---, geschweige denn ein Filmthema wie die Hasenjagd im Mühlviertel! Die Gejagten in A.-P. waren va Frauen und Kinder, aber halt "nur" Österreicher, "eh lauter Nazis"!

    Am Ende dieses Tages hatte man 700 Tote zu beklagen, fast nur Zivilisten! Unter diesen Toten waren auch Vertriebene aus Schlesien etc, die nach wochenlanger, entbehrungsreicher Flucht sich nun endlich in Sicherheit wiegten.

    So schön hatte dieser 21. 4. 1945 begonnen, mit blauem Himmel wie heute---und am Abend war nichts mehr so, wie es vorher war, kein Stein war auf dem anderen geblieben---und die vielen Toten und Schwerverletzten, ein Tag der Tränen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    21. April 2014 03:24

    Existieren in den USA ebenso diese Auswüchse der "Erneuerbaren Energien"? Ich denke nicht, und umsomehr "wundert" mich, warum die EU - die die USA zumindest für die Volksmeinung verherrlichen und gar als Vorbild hernehmen - in diesem Bereich so weit abscheren und selbstbeschädigend vorgehen.

    Da die Energiepreise in Ö ebenfalls wirtschaftsschädigend sind, ruft möglicherweise die potentielle Abwanderung der Vöst, die alleine in Linz über 7000 Arbeitnehmer freisetzen würde, ein kräftiges Raunen des (OÖ) Volkes hervor. Diese Ankündigung kommt für die Politiker natürlich zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt, so kurz vor der EU Wahl.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1596273/Die-Industrie-probt-den-Aufstand?offset=25&page=2#kommentar0

    Empfehlenswert dazu viele Leserbriefe.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorperseus
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    21. April 2014 10:51

    Der größte deutsche Energieskandal heißt Gerhard Schröder.

    Gerhard Schröder hat - ausgestattet mit den Möglichkeiten und Kontakten eines deutschen Kanzlers - die strategischen Energieinteressen Europas an Russland verraten indem er das Nabucco Pipeline Projekt mit fadenscheinigen Argumenten zugunsten von „North Stream“ (von Russland über die Ostsee nach Deutschland) abgeschossen hat und gleichzeitig Gazprom in Deutschland hoffähig gemacht hat. Er hat damit die Voraussetzungen für die Politik von Wladimir Putin geschaffen. Erst so kann er die Gas-Keule auspacken und für seine strategischen Interessen einsetzen.
    Die Linken haben Europa von Russland abhängig gemacht und gleichzeitig die Rüstungsausgaben so gesenkt, dass Europa auch militärisch praktisch nackt dasteht.

    Da gibt’s aber noch andere linke Emporkömmlinge die nach ihrer politischen Karriere voll abcashen wollten. Da wäre zum Beispiel Joschka Fischer, der sämtliche frühere Standpunkte über Bord geworfen hat und jetzt BMW berät (er ist jetzt Unternehmensberater, was für ein Witz!! - der Bock wird zum Gärtner).

    Oder Alfred Gusenbauer, der in vielen Aufsichtsräten vertreten ist z.b. peinlicher Weise direkt aus dem Aufsichtsrat der Alpine an die Spitze des Strabag Aufsichtsrats gewechselt ist. Da wird’s doch nicht um öffentliche Aufträge gehen? Oder?
    Übrigens gibt’s da auch gute Russland Connections; Oleg Deripaska ist 19,4% Eigentümer bei Strabag. Auch interessant wie es da jetzt weitergehen wird. Naja die Sotschi-Aufträge der Strabag sind hoffentlich schon bezahlt – oder nicht?

    Jedenfalls sind solche Tätigkeiten von Politikern, die höchste Positionen inne hatten unvereinbar, auch wenn sie nach der politischen Karriere gestartet werden. Aber wer weiß denn heute noch, was sich gehört – das linke Gsindel sicher nicht.

    Die Linken predigen immer Wasser und trinken dann selber Wein.

  4. Ausgezeichneter KommentatorGasthörer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    22. April 2014 20:03

    Wieder mal ein großartiger Beitrag von Klonovski zur aktuellen Lage. Seines Zeichens Fokus-Redakteur und einer der ganz wenigen Nicht-Ars....cher im Mainstream.

    "Aber muss man den armen Flüchtlingen aus Schwarzafrika nicht helfen? Am 20. Mai 1996 erschien im „Focus“ ein Interview, das ich mit dem Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeldt führte; ich gestatte mir, zwei Passagen aus seinen Antworten zu zitieren, weil damit im Grunde alles gesagt ist: „Ich würde vorschlagen, dass sich Europa unter Einbeziehung Osteuropas großräumig abschottet und die Armutsländer der Dritten Welt durch Hilfen allmählich im Niveau hebt. Wenn wir im Jahr 1,5 Millionen Menschen aus der Dritten Welt aufnähmen, würde das dort überhaupt nichts ändern – das gleicht der Bevölkerungsüberschuss in einer Woche wieder aus, solange es keine Geburtenkontrolle gibt. Man kann gegen eine Bevölkerungsexplosion in diesem Ausmaß sonst nichts tun, bestenfalls das Problem importieren, wenn man dumm ist.“ – „Der Mensch kann alles pervertieren, auch Freundlichkeit oder Gastlichkeit, und wenn die Folgen sich als katastrophal erweisen, schleichen sich die Wohlmeinenden meist davon und sagen: Das haben wir nicht gewollt.“"

    http://www.ef-magazin.de/2014/04/22/5232-putinrussland-und-einwanderung-letzte-worte-zum-untergang-des-abendlandes

  5. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    21. April 2014 13:00

    Schönen Ostermontag, allseits.

    Zwar möchte ich Ihnen den Tag nicht vermiesen, muß aber dennoch Teil II der EU Verschwendung posten.

    http://www.pi-news.net/2014/04/die-verschwendungssucht-der-eu-teil-2/

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    21. April 2014 11:27

    Die Energieversorgung ist ein politisches Kapitel. Die Atomenergie ist Deutschland verwehrt, da dabei Atomwaffen überbleiben und das wollen die Weltleiter verhindern. Im Iran wie in Nord- und Südkorea, ebenso in Japan und Brasilien. Wie A.U. richtig feststellte, haben nur die Besitzer von Atomwaffen zu reden, die anderen müssen schweigen. Bei uns wird mit Umerziehung erreicht, daß wir auf das einzig effiziente verzichten. Der Rest ist Lobbyismus und Deppensteuer.

    Außer Wüste nichts gewesen
    Veröffentlicht am 14. April 2014 von Markus Peick
    Zwei weitere große Unternehmen haben sich aus dem Gigantomanie-Projekt “Desertec” verabschiedet. Ein Problem für den Traum, Sonnenenergie für Europa in der Wüste zu gewinnen, ist das nicht: Es ist ja ohnehin noch nichts passiert.
    Skeptiker haben das Projekt ohnehin immer kritisch gesehen: unklare politische Lage, Wüstensand, der die Solarzellen schmirgelt, Leitungen, die noch nicht einmal in den wüstesten Fantasien Europas existieren – wie da der Strom aus der Wüste kommen sollte, war unklar.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    21. April 2014 21:44

    Noch was Interessantes aus der (politischen) Irrenanstalt:

    Ein türkischstämmiger Kommunalpolitiker und Moslem, hat das Logo der Partei für seinen Wahlkampf mit dem islamischen Halbmond versehen.

    http://www.pi-news.net/2014/04/neuss-cdu-wirbt-mit-islamischem-halbmond/

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGasthörer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    22. April 2014 20:03

    Wieder mal ein großartiger Beitrag von Klonovski zur aktuellen Lage. Seines Zeichens Fokus-Redakteur und einer der ganz wenigen Nicht-Ars....cher im Mainstream.

    "Aber muss man den armen Flüchtlingen aus Schwarzafrika nicht helfen? Am 20. Mai 1996 erschien im „Focus“ ein Interview, das ich mit dem Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeldt führte; ich gestatte mir, zwei Passagen aus seinen Antworten zu zitieren, weil damit im Grunde alles gesagt ist: „Ich würde vorschlagen, dass sich Europa unter Einbeziehung Osteuropas großräumig abschottet und die Armutsländer der Dritten Welt durch Hilfen allmählich im Niveau hebt. Wenn wir im Jahr 1,5 Millionen Menschen aus der Dritten Welt aufnähmen, würde das dort überhaupt nichts ändern – das gleicht der Bevölkerungsüberschuss in einer Woche wieder aus, solange es keine Geburtenkontrolle gibt. Man kann gegen eine Bevölkerungsexplosion in diesem Ausmaß sonst nichts tun, bestenfalls das Problem importieren, wenn man dumm ist.“ – „Der Mensch kann alles pervertieren, auch Freundlichkeit oder Gastlichkeit, und wenn die Folgen sich als katastrophal erweisen, schleichen sich die Wohlmeinenden meist davon und sagen: Das haben wir nicht gewollt.“"

    http://www.ef-magazin.de/2014/04/22/5232-putinrussland-und-einwanderung-letzte-worte-zum-untergang-des-abendlandes


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  1. Ökonomie-Vergelter
    23. April 2014 00:27

    Förderung für Alternativstrom, insb Photovoltaik, sollte es nur geben, wenn die Alternativlieferanten ihren selbst erzeugten Strom mindestens 24 Stunden selber zwischenspeichern können - würde ich meinen.

  2. Gasthörer (kein Partner)
    22. April 2014 20:03

    Wieder mal ein großartiger Beitrag von Klonovski zur aktuellen Lage. Seines Zeichens Fokus-Redakteur und einer der ganz wenigen Nicht-Ars....cher im Mainstream.

    "Aber muss man den armen Flüchtlingen aus Schwarzafrika nicht helfen? Am 20. Mai 1996 erschien im „Focus“ ein Interview, das ich mit dem Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeldt führte; ich gestatte mir, zwei Passagen aus seinen Antworten zu zitieren, weil damit im Grunde alles gesagt ist: „Ich würde vorschlagen, dass sich Europa unter Einbeziehung Osteuropas großräumig abschottet und die Armutsländer der Dritten Welt durch Hilfen allmählich im Niveau hebt. Wenn wir im Jahr 1,5 Millionen Menschen aus der Dritten Welt aufnähmen, würde das dort überhaupt nichts ändern – das gleicht der Bevölkerungsüberschuss in einer Woche wieder aus, solange es keine Geburtenkontrolle gibt. Man kann gegen eine Bevölkerungsexplosion in diesem Ausmaß sonst nichts tun, bestenfalls das Problem importieren, wenn man dumm ist.“ – „Der Mensch kann alles pervertieren, auch Freundlichkeit oder Gastlichkeit, und wenn die Folgen sich als katastrophal erweisen, schleichen sich die Wohlmeinenden meist davon und sagen: Das haben wir nicht gewollt.“"

    http://www.ef-magazin.de/2014/04/22/5232-putinrussland-und-einwanderung-letzte-worte-zum-untergang-des-abendlandes

  3. Dr. Knölge (kein Partner)
    22. April 2014 14:33

    Herr Unterberger, Sie sind ein Schelm. Sie fordern, daß sich die regenerativen Energien dem Markt stellen müssen und verschweigen, daß damit der weitere Ausbau sofort und wohl für immer zum Stillstand kommen würde.

  4. Waldkauz (kein Partner)
    22. April 2014 13:39

    Auf der VII. Internationalen Klima- und Energiekonferenz, die am 10. April in Mannheim stattfand, hat Dipl. Ing. Michael Limburg, der Vizepräsident des veranstaltenden unabhängigen Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE) vorgerechnet, dass die aufsummierten Kosten des EEG schon im Jahre 2022 die stolze Summe von 1,2 Billionen Euro überschritten haben werden. Hinzu kommen die Kosten der staatlich verordneten Wärmedämmung von Gebäuden in ähnlicher Größenordnung. Deutschland hat schon jetzt fast die höchsten Industriestrompreise der Welt. Nur Tschechien und Bulgarien liegen noch leicht darüber. Von daher verwundert es nicht, dass die Inlandsinvestitionen der Schlüsselindustrien Stahl und Chemie bereits unter den Abschreibungen liegen. Der leise Abschied der Industrie von Deutschland ist also bereits im Gange. Aber das ist einer Gruppe in der CDU/CSU-Fraktion des Deutschen Bundestages namens „Klimakreis“ offenbar noch nicht genug. In einem gerade vorgelegten Positionspapier fordert die Gruppe eine verbindliche Senkung des Energieverbrauchs in der EU um 40 Prozent bis zum Jahre 2030. Der Wettlauf in den Untergang hat begonnen.

  5. peter789 (kein Partner)
    22. April 2014 12:29

    Was viele nicht wissen: Strom wird an der Strombörse EEX (European Energy Exchange) in Leipzig gehandelt. An manchen (Sommer)Tagen, wenn besonders viel Sonnen- und Windenergie ins Netz fließt, dreht der Strompreis ins Negative(!). (Wer Strom verbraucht, bekommt sogar Geld dafür).
    Dadurch werden vernünftige Investitionen wie neue Pumpspeicherkraftwerke absolut unrentabel, sie würden auf diesem verzerrten Markt nur Verluste einfahren.

    Hier noch ein paar Zitate aus einem Artikel der "weltwoche" über die Situation in Spanien:
    - "Politiker, die 100% Ökostrom verkünden, und sich dabei keinen Deut um die Gesetze der Physik kümmern"
    - Das grüne Imgae des Ökostrom ist derartig mächtig, dass die ernüchternde realität keine Chance hat.
    - Das Ökostrom-Experiment in Spanien ist gescheitert, vom Atomausstieg redet kaum noch jemand, die AKW Laufzeiten wurden kürzlich auf unbestimmt verlängert.

    Weltwoche, Nr. 10/14 "Das Solardebakel von Calasparra"

  6. Brigitte Imb
    21. April 2014 21:44

    Noch was Interessantes aus der (politischen) Irrenanstalt:

    Ein türkischstämmiger Kommunalpolitiker und Moslem, hat das Logo der Partei für seinen Wahlkampf mit dem islamischen Halbmond versehen.

    http://www.pi-news.net/2014/04/neuss-cdu-wirbt-mit-islamischem-halbmond/

    • Undine
      21. April 2014 23:36

      @Brigitte Imb

      Das darf doch alles nicht wahr sein!!!!! Aber nicht zum ersten Mal werden die Türken, bzw. Moslems in D eine Wahl entscheiden! Man denke nur an die Wahl Schröders; er verdankte damals den Sieg den Türken. Die Deutschen werden nicht mehr lange die Herren im eigenen Land sein---wir aber auch nicht viel länger!

  7. Brigitte Imb
    21. April 2014 21:11

    Die Deutschen bezahlen sogar eine Regenwasserabgabe. Findet man diese kreative Idee auch schon in Ö?

    Bonzen-Brosche
    Warum wir noch viel zu wenig Steuern zahlen, wie geschickt man uns abzieht, und wieso wir alle stolz sind auf Herman Van Rompuy / Der Wochenrückblick mit Hans Heckel

    Einem deutschen Durchschnittsverdiener werden fast 50 Prozent seines hart erarbeiteten Einkommens über Steuern und Abgaben weggenommen. Selbst im einstigen Höchststeuerland Schweden sind es „nur“ 43 Prozent. Der Schweizer Staat nimmt seinen Bürgern sogar bloß 22 Prozent ab.
    Mal halblang!, entgegnen unsere Politiker: Das Bare benötigt der Staat ja auch, .....

    http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/bonzen-brosche.html

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      22. April 2014 08:17

      Regenwasserabgabe: Gab es auch in Wien - gibt's vermutlich immer noch - der Grund ist einfach. Die Stadt fördert die Versickerung von Regenwasser in Regionen mit vielen Grünanlagen um bei Starkregen die Lastspitze der Kläranlage abzumindern.

      Das passiert aber in vielen Ländern

    • terbuan
      22. April 2014 10:29

      In vielen Kommunen Deutschlands wird eine Regenwasserabgabe eingehoben.
      Argument: Das von privaten Grundstücken in das öffentliche Kanalnetz eingeleitete Regenwasser verursacht Kosten bei der Errichtung und Instandhaltung der Netze.

      In Wien gibt es diese Abgabe nicht. Es wird eine Abwasserabgabe erhoben, die grundsätzlich der Höhe des Wasserverbrauchs aus dem öffentlichen Netz oder aus privaten Brunnen entspricht. Kann man nachweisen, dass ein gewisser Teil des entnommenen Wassers nicht in das Kanalnetz fließt (z.B. bei Grünflächen) dann kann eine Ermäßigung dieser Gebühr beantragt werden.

  8. Undine
    21. April 2014 16:53

    OT---aber ein so gravierendes Ereignis, das ein damals 5-jähriges Mädchen auch nach 69 Jahren nicht vergessen kann, obwohl es in sicherer Entfernung, also etwa 5km von dem INFERNO entfernt, mit seinen Eltern und Nachbarn stand und fassungslos zusah, wie mehrere Bombergeschwader der Alliierten ihre todbringende Last auf den Nachbarort abwarfen und für mehrere Stunden den Tag zur Nacht machten, zum "Tag der Tränen" (Buchtitel von Helmut F. Böhm), besser gesagt: zur HÖLLE:

    Der BOMBENANGRIFF auf ATTNANG-PUCHHEIM am 21. 4. 1945

    Nachdem der Ort zur Gänze in Schutt und Asche gelegt worden war---das eigentliche Ziel war der Bahnhof gewesen, ein wichtiger Bahnknotenpunkt---begannen amerikanische Tiefflieger, die Flüchtenden zu jagen und zu bombardieren; sie veranstalteten eine wahre HASENJAGD auf diejenigen, die nicht in den zerstörten Häusern ums Leben gekommen waren.

    DIESE Hasenjagd war bis dato noch nie im ORF erwähnt worden---unsere "Historiker" interessiert das nicht!---, geschweige denn ein Filmthema wie die Hasenjagd im Mühlviertel! Die Gejagten in A.-P. waren va Frauen und Kinder, aber halt "nur" Österreicher, "eh lauter Nazis"!

    Am Ende dieses Tages hatte man 700 Tote zu beklagen, fast nur Zivilisten! Unter diesen Toten waren auch Vertriebene aus Schlesien etc, die nach wochenlanger, entbehrungsreicher Flucht sich nun endlich in Sicherheit wiegten.

    So schön hatte dieser 21. 4. 1945 begonnen, mit blauem Himmel wie heute---und am Abend war nichts mehr so, wie es vorher war, kein Stein war auf dem anderen geblieben---und die vielen Toten und Schwerverletzten, ein Tag der Tränen.

    • FranzAnton
      21. April 2014 17:51

      Geschätzte Frau Undine, von der Jagd auf Menschen erzählte auch meine Mutter, welche in ihrem Heimatort Sigmundsherberg beobachtete, wie ein amerikanisches Jagdflugzeug per MG - Salve ihre Nachbarin, "ein altes Weib" so meine Mutter wörtlich, beschoss, aber gottseidank nicht traf. Dieser Erzählung gemäß hatte das Flugzeug seinen Motor gedrosselt, um im Tiefflug möglichst unhörbar zu sein, und allfällige Opfer überraschen zu können.
      Böse Menschen gibt es eben allüberall, und tendieren diese dazu, ihrer Bosheit, so sich Gelegenheit bietet, freien Lauf zu lassen.
      Böse, ruinatorische, insbesondere realitätsverweigernde Menschen gibt es auch unter den Politikern; in Erwägung der dokumentierten Weltgeschichte läge die Vermutung nahe, daß solche sich in diesem für das Wohlergehen der Menschen so essentiellen Bereich in überproportionalem Maße (verglichen mit dem Durchschnitt) finden, weshalb ich nicht müde werde, mich für die Implementierung von Direktdemokratie einzusetzen; das Volksganze, so erweist das schweizer Beispiel, agiert fairer und klüger als seine Politikerkaste, weshalb letzterer des öfteren der optimale Weg direktdemokratisch gewiesen werden muss. Sonst drohte wohl Desaster (wie es eben bei uns droht).

    • Undine
      21. April 2014 18:04

      @FranzAnton

      Vielen Dank für Ihre Antwort!

    • oberösi
      21. April 2014 18:15

      Die Wahrheit ist ein Kind der Zeit, und die politische Korrektheit ist ihre Hure.

  9. Cotopaxi
    21. April 2014 16:45

    o.T.

    Die Sicherheit wird auf den Ami-Flughäfen ja sehr groß geschrieben, aber immerhin, die NSA hat vermutlich alles auf Video: ;-)

    http://diepresse.com/home/panorama/welt/1596534/Es-ist-ein-Wunder_Blinder-Passagier-uberlebt-Flug-im-Fahrwerk?_vl_backlink=/home/index.do

  10. Brigitte Imb
    21. April 2014 13:00

    Schönen Ostermontag, allseits.

    Zwar möchte ich Ihnen den Tag nicht vermiesen, muß aber dennoch Teil II der EU Verschwendung posten.

    http://www.pi-news.net/2014/04/die-verschwendungssucht-der-eu-teil-2/

  11. mischu
    21. April 2014 12:27

    Die beste, alternative Energie wäre immer noch die EINGESPARTE, aber so steigt der Energiehunger ständig weiter an und nicht nur in Deutschland, sondern im Rest der Welt wird fieberhaft nach neuen, zukunftsträchtigen Energiequellen gesucht.
    Die Nachhaltigkeit bleibt dabei oft auf der Strecke, besonders in Staaten, wo die Umwelt kaum geschützt wird, wie zum Beispiel in China:

    http://orf.at/stories/2225561/2225563/

    Die Auswirkungen sind oft mangels Erfahrung noch nicht abschätzbar, daher wird auch in diesen Länder früher oder später Schluß sein mit "billiger Energie" für die jetzt dorthin flüchtende Industrie!

    Wer am Ende den effizientesten Energieweg gegangen ist, wird sich erst in Zukunft herausstellen, wenn so manche Ressourcen zur Neige gehen, auf die heute noch gesetzt wird.

    • FranzAnton
      21. April 2014 18:08

      Es mangelt keinesfalls an Alternativenergie, wohl aber an deren Speichermöglichkeit. Wie schon mehrfach dargelegt, hat die Natur dieses Problem seit Jahrmillionen in optimaler Weise gelöst; tierisches Fett, Pflanzenöl und Holz sind etwa großartige, mit Kohle und Erdöl vergleichbare Energiespeicher.
      Unsere Wissenschafter wären also, gegen den zu erwartenden massivsten Widerstand der Erdölindustrie und der Ölstaaten, dazu aufgefordert, einen solarenergetisch erzeugbaren Energiespeicherstoff zu kreieren, welcher in seiner Speicherdichte mit dem Erdöl größenordnungsmäßig mithalten kann. Was die Natur geschafft hat, ist dem Menschen prinzipiell ebenfalls möglich. Ob die Politiker das Potential socher Entwicklungsmöglichkeit erkennen, erscheint allerdings sehr fraglich; an ihnen läge es nämlich, die entsprechende Forschung anzustossen und zu finanzieren, als denkbar vernünftiges EU - Projekt etwa (ein österreichisches Projekt genügte aber auch; es käme nur auf die Erfindungsgabe großer Geister an).

    • mischu
      21. April 2014 21:05

      @Franz Anton

      Vollkommen d'accord! ***

  12. socrates
    21. April 2014 11:27

    Die Energieversorgung ist ein politisches Kapitel. Die Atomenergie ist Deutschland verwehrt, da dabei Atomwaffen überbleiben und das wollen die Weltleiter verhindern. Im Iran wie in Nord- und Südkorea, ebenso in Japan und Brasilien. Wie A.U. richtig feststellte, haben nur die Besitzer von Atomwaffen zu reden, die anderen müssen schweigen. Bei uns wird mit Umerziehung erreicht, daß wir auf das einzig effiziente verzichten. Der Rest ist Lobbyismus und Deppensteuer.

    Außer Wüste nichts gewesen
    Veröffentlicht am 14. April 2014 von Markus Peick
    Zwei weitere große Unternehmen haben sich aus dem Gigantomanie-Projekt “Desertec” verabschiedet. Ein Problem für den Traum, Sonnenenergie für Europa in der Wüste zu gewinnen, ist das nicht: Es ist ja ohnehin noch nichts passiert.
    Skeptiker haben das Projekt ohnehin immer kritisch gesehen: unklare politische Lage, Wüstensand, der die Solarzellen schmirgelt, Leitungen, die noch nicht einmal in den wüstesten Fantasien Europas existieren – wie da der Strom aus der Wüste kommen sollte, war unklar.

    • Rau
      22. April 2014 15:48

      Wie? Was? Die Deutschen haben keine Atomkraftwerke??? Die bauen sogar atombetriebene Uboote ;) und verschenken sie weiter.

  13. Josef Maierhofer
    21. April 2014 11:21

    Wir brauchen etwa pro Kopf etwa das 150 fache der Energie, die etwa (noch verbliebene) südamerikanische Buschbewohner pro Kopf benötigen.

    Deutschland hat sich zur Energiewende entschlossen und will den grünen Weg gehen. Den Grünen sind ja hohe Energiepreise willkommen, was ihnen aber vermutlich später nicht willkommen sein wird, ist der Niedergang ihres Wohlstandes zufolge des Niedergangs der Industrie. Dem haben die Deutschen Regierungen Rechnung getragen und die Säule des Wohlstandes bezüglich der Energiepreise bevorzugt.

    Mit dabei ist meiner Meinung nach auch der Gedanke der Loslösung von der Energieabhängigkeit durch Gas und Öl, das aus unsicheren Weltgegenden zugeliefert wird, wobei wir hier keineswegs mehr zu den sicheren Weltgegenden zählen und uns ständig weiter davon entfernen.

    Schon richtig, Kohle gäbe es noch genug für 200 Jahre, schon richtig, Kernenergie und Kohle werden hysterisch abgelehnt und insgeheim gefördert und ich bezweifle, dass man die vorhandenen Kraftwerke je abschalten wird ohne gleichwertigen Ersatz, wenn dann der Schuldenzahltag angebrochen sein wird oder der Tag der 'Gegensanktionen', sollte Russland das Erdgas dann an China liefern.

    Ich sehe da den politischen Karren quer durch Europa verfahren, denn meiner Meinung zählt tatsächlich das, was wir auf die Beine stellen können und zwar selbst und autark. Das ist bei uns in Österreich noch die Wasserkraft der Berge und Flüsse als Reserve, aber genauso ist die Atomkraft oder auch Schiefergasabbau bei uns ein Politikum und wird auch bei uns hysterisch abgelehnt.

    Die Schrauben, an den gedreht werden könnte, wären da objektive Medien, die unvoreingenommen (auch dieser Artikel ist Meinung, wie auch der des Autors) Fakten berichten würden, wären da Wissenschaftler, die unvoreingenommen die Wahrheit und die Fakten ohne Manipulationen vorlegen könnten.

    Da Politik und Propaganda da leider immer und allgegenwärtig hineinspuckt in die Suppe, wird es eben eine Wahrheit nicht geben dazu und daher auch keine richtige Beurteilung durch den Laien, der muss glauben, was sich die Medien und die Politik dazu denken.

    Sogar in dem Punkt der Preisbevorzugung der Deutschen Industrie per Energiepreisförderung muss ich sagen, erscheint mir das logisch, will ich diese im Land halten. Denn rein marktwirtschaftlich wäre ein Verbleib im Hochsteuerland, im Hochlohnland nicht machbar. Wenn ich dazu unser Linksdenken und unsere kurzsichtige Industrie und Banken 'Kahlfrasstruppe' betrachte, wundern mich die Firmenabgänge aus Österreich gar nicht.

    Ich bin für liberale Märkte, aber auch das hat seine Grenzen. Es kommt ja die hohe Steuer und die hohen Löhne nicht von der Steuer zahlenden Industrie, sondern von denen, die davon üppig leben wollen, was die Arbeiter der Industrie, sofern sie heute überhaupt noch einen Arbeitsplatz finden, halt so erarbeiten, denn auch die werden zu Gunsten der Faulpelze, Verweigerer, Schmarotzer, Simulanten noch ausgenommen wie die 'Weihnachtsganseln'.

    Also grüne Energie, wo sie machbar ist, wie sie machbar ist und da erscheint mir der Hauptnutznießer der 'Häuselbauer', der sich selbst seine Energie sauber kalkuliert und bereit ist, Qualität gegen Umweltverschmutzung auszutauschen. Für die Industrie ist Windenergie ohne groß angelegte Energieumwandlung und Rückwandlung, groß angelegte Energiespeicherung, nicht möglich.

    Der größte Sparfaktor aber wäre die Änderung unseres Lebensstils und der Verzicht auf Energieverschwendung, Vergeudung, etc. Man stelle sich vor, jede Familie könnte in der Nähe des Hauses arbeiten und die Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen, könnte auf Kreuzfahrten mit dem Auto durch halb Europa verzichten und eventuell zu Hause Urlaub machen. Der Individualverkehr macht nicht nur bei den Abgasen einen hohen Umweltfaktor.

    Also ist die Deutsche Energiewende ein Fehler ? Ich sage nein, solange es den Deutschen Standort nicht existenzbedrohend beeinträchtigt. Ich sage auch ja zu den Industrieprivilegien beim Preis, ich sage auch ja zu den weiteren Forschungen zur besseren Nutzung der Alternativen und umweltschonenden Nutzung regenerierbarer Energien.

    Es ist richtig, dass Windenergie nur punktweise erhältlich ist, Wasser aus Staubecken über längere Zeiträume, Kohle und Atomenergie als Grundlastenergie erhältlich sind. Und ich halte es für richtig auf allen Sektoren weiter zu forschen und Ergebnisse zu erreichen, die man verwerten kann.

    Ich trete da für ein freies Europa ein, ein Europa von autarken Staaten und stimme da ganz sicher nicht in den Erpresserchor gegen Deutschland ein. Was europäische Ausgrenzung bedeutet wissen wir ja seit Schüssel/Haider bei uns in Österreich. Es geht uns einen Schmarren an, was die Deutschen entscheiden, es geht uns aber sehr wohl was an, was wir entscheiden. Wir können über die Grenzen blicken und Nachahmenswertes übernehmen, aber 'dreinquatschen' dürfen bei der Deutschen Energiepolitik nur die Deutschen, das will ich doch wohl noch hoffen, schließlich müssen sie ihre Entscheidungen auch verantworten und nicht die Europäische Union.

    • Gandalf
      21. April 2014 22:59

      Ein achtenswerter Kommentar, der hier fast zu wenig zur Geltung kommt. Wie wäre es, solche Beiträge als Gastkommentar zu placieren?

  14. schreyvogel
    21. April 2014 11:01

    Vielleicht wäre es überlegungswert, die Stromnetze Deutschlands und jene der anderen europäischen Länder wieder zu entkoppeln, damit Deutschland diesen ständigen Wechsel von Last und Überschuss selber kompensieren muss und nicht die europäischen Stromproduzenten damit belastet?
    Die dazu erforderlichen technischen Maßnahmen würden sicherlich zuerst viel Geld kosten, würden sich aber in der Folge rasch rentieren.

    In Österreich haben sich einige Windparkbetreiber anscheinen eine goldene Nase verdient. Es wäre an der Zeit, den weiteren Ausbau solcher nicht selbsttragender "alternativer" Stromerzeuger zu stoppen.

    Eine Regierung, die die Wirtschaft "entfesseln" will, sollte sie auch von den Fesseln marktferner unwirtschaftlicher Ideologien befreien.

  15. perseus
    21. April 2014 10:51

    Der größte deutsche Energieskandal heißt Gerhard Schröder.

    Gerhard Schröder hat - ausgestattet mit den Möglichkeiten und Kontakten eines deutschen Kanzlers - die strategischen Energieinteressen Europas an Russland verraten indem er das Nabucco Pipeline Projekt mit fadenscheinigen Argumenten zugunsten von „North Stream“ (von Russland über die Ostsee nach Deutschland) abgeschossen hat und gleichzeitig Gazprom in Deutschland hoffähig gemacht hat. Er hat damit die Voraussetzungen für die Politik von Wladimir Putin geschaffen. Erst so kann er die Gas-Keule auspacken und für seine strategischen Interessen einsetzen.
    Die Linken haben Europa von Russland abhängig gemacht und gleichzeitig die Rüstungsausgaben so gesenkt, dass Europa auch militärisch praktisch nackt dasteht.

    Da gibt’s aber noch andere linke Emporkömmlinge die nach ihrer politischen Karriere voll abcashen wollten. Da wäre zum Beispiel Joschka Fischer, der sämtliche frühere Standpunkte über Bord geworfen hat und jetzt BMW berät (er ist jetzt Unternehmensberater, was für ein Witz!! - der Bock wird zum Gärtner).

    Oder Alfred Gusenbauer, der in vielen Aufsichtsräten vertreten ist z.b. peinlicher Weise direkt aus dem Aufsichtsrat der Alpine an die Spitze des Strabag Aufsichtsrats gewechselt ist. Da wird’s doch nicht um öffentliche Aufträge gehen? Oder?
    Übrigens gibt’s da auch gute Russland Connections; Oleg Deripaska ist 19,4% Eigentümer bei Strabag. Auch interessant wie es da jetzt weitergehen wird. Naja die Sotschi-Aufträge der Strabag sind hoffentlich schon bezahlt – oder nicht?

    Jedenfalls sind solche Tätigkeiten von Politikern, die höchste Positionen inne hatten unvereinbar, auch wenn sie nach der politischen Karriere gestartet werden. Aber wer weiß denn heute noch, was sich gehört – das linke Gsindel sicher nicht.

    Die Linken predigen immer Wasser und trinken dann selber Wein.

  16. terbuan
    21. April 2014 09:21

    Ein (etwas lang aber gleichwohl interessanter) Beitrag zur Diskussion und ein Plädoyer für den (noch) umstrittenen Thorium-Flüssigsalzreaktor):

    http://www.heise.de/tp/artikel/40/40515/1.html

    ...."Die deutsche Politik hat sich zur sogenannten Energiewende entschlossen, die Begründungen dazu erinnern allerdings mehr an Glaubensbekenntnisse denn an fachliche Information. Es stehen massive politische, ideologische und auch wirtschaftliche Interessen dahinter, da kann gezielte Desinformation manchmal schon recht hilfreich sein!..."

    Der Schlußfolgerung des Autors schließe ich mich mit Vorbehalt an:

    ..."Im Spiegel-Debattenbeitrag Erdgas gegen den Klimawandel rechnet der dänische Experte Bjørn Lomborg vor, dass bei uns mit einem Aufwand von mehreren hundert Milliarden Euro bis zum Jahrhundertende die Erderwärmung gerade mal um fünf Tage verzögert wird, sprich das Geld verpulvert wird.

    Da unsere Öko-Fanatiker den Rest der Welt zu so einer Luxussanierung des Weltklimas nicht zwingen können, müssen sie scheitern. Es wäre auch wohl keinem Entwicklungsland zuzumuten, seine knappen Ressourcen zur Behebung von Problemen auszugeben, die überwiegend von den reichen Industrienationen geschaffen worden sind. Man wird also weiterhin Kohlekraftwerke bauen, die den Strom am billigsten erzeugen können und deren Brennstoff, die Kohle, noch etwa 200 Jahre reicht, genug um den Planeten völlig zu ruinieren!".....

    Zu dem vorgeschlagenen Reaktortyp und das Für und Wider, ein Beitrag in Wiki:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssigsalzreaktor

    • Nemo
      21. April 2014 11:29

      @ Terbuan: Danke für den sehr kompetenten und interessanten Beitrag, der auch im wesentlichen meinem Verständnis entspricht.
      Habe in den 50./60. Jahren u.a. auf der TH Wie Reaktortheorie studiert. Wenn ich mich richtig erinnere, war das grosse Problem bei "Flüssigsalzreaktoren" die Korrosionsbeständigkeit der gebrauchten Materialien gegenüber Fluorid-Salzen bei hohen Temperaturen. So trivial das auch klingen mag, dies kann ein "no-go" sein. Gibt es da etwas Neues?

    • terbuan
      21. April 2014 14:01

      @Nemo

      In der Tat erscheinen die höheren Temperaturen und die chemische Zusammensetzung des geschmolzenen Salzes als große Herausforderung für die Beständigkeit der verwendeten Materialien gegenüber Korrosion bei dieser noch nicht ausgereiften Technologie zu sein.

    • schreyvogel
      21. April 2014 15:29

      "dass bei uns mit einem Aufwand von mehreren hundert Milliarden Euro bis zum Jahrhundertende die Erderwärmung gerade mal um fünf Tage verzögert wird"

      lol - wer hat das so genau berechnet?

    • terbuan
      21. April 2014 15:34

      @schreyvogel

      da meint der Autor wohl plakativ, überhaupt nicht!

  17. Wertkonservativer
    21. April 2014 08:22

    Nun, da wissen hier wohl etliche hier kaum, zu wem sie in der heiklen Energie-Angelegenheit eigentlich halten sollten bzw. müssten! Da walten bei manchen wohl "zwei Seelen" in einer Brust!

    Die EU, die nach Unterbergers Meinung (auch meiner) in dieser Sache durchaus im Recht ist, und den reichen Deutschen doch ein wenig auf den Finger klopft, ist hier ja eigentlich übermehrheitlich als quasi Missgeburt ziemlich "out of order"!

    Soll man - aus alter Verbundenheit -nun doch zu Deutschland halten auch wenn's uns anderen Europäern ja eigentlich schadet, was die aufführen?

    Nun, jeder soll urteilen, wie er will und mag!

    Ich meine halt weiterhin, dass die EU (trotz Gurkenkrümmung und Glühlampenverbot)schon auch ihre Meriten hat (bei weitem nicht nur in dieser Sache!).

    Einen schönen Ostermontag wünsch' ich Ihnen!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • socrates
      21. April 2014 12:27

      Die EU, die das Recht selbst macht, ist immer im Recht. Wer wäre das nicht, wenn er das Gesetz selbst macht?

    • Wertkonservativer
      21. April 2014 16:40

      Das EU-Recht, weiser @ socrates,

      wird - wenn ich nicht irre - vom EU-Parlament, dessen Parlamentarier ja demnächst wieder gewählt werden, geprüft, beschlossen und damit abgesegnet.
      Damit sind die Bevölkerungen und Staatsorgane der einzelnen Mitgliedsstaaten doch eingebunden!
      Was da undemokratisch sein soll, erschließt sich mir nicht wirklich!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  18. Gerhard Pascher
    21. April 2014 07:51

    Der heutige Artikel ist ein Beweis, dass auch einem Journalisten manchmal seine subjektive Meinung über die der Objektivität Priorität steht. Da werden einfach Behauptungen ohne Quellenangabe in den Raum gestellt, welche der Leser einfach akzeptieren soll - oder auch nicht.

    So ist es mir z.B. völlig neu, dass Kohlekraftwerke bei plötzlich starkem Strombedarf schnell zuschaltbar sind. Genau das Gegenteil ist der Fall, denn diese müssen - wenn sie komplett ausgeschaltet waren - mit einer langen Anheizzeit rechnen.

    Und wo steht es geschrieben, dass der Rest der Welt über die derzeitige deutsche Energiepolitik lacht? Z.B. wird in der Schweiz am Fahrplan des Atomaustieges weiterhin festgehalten. Dänemark ist ein weiteres Land, welche die Energiewende geschafft hat.

    Die gestiegenen Strompreise haben sich sogar positiv auf das Verbrauchsverhalten ausgewirkt. Nicht nur die Industrie, auch alle anderen Stromkonsumenten (inkl. der Haushalte) setzen schon vielfach den Strom vernünftiger und sparsamer ein. Nur einige Beispiele: durch die Umstellung auf LED-Lampen, kleine (getaktete) Hochfrequenznetzstecker, neuere Kühlschränke, Wasch- und Geschirrspülmaschinen können zwischen 50 und 80 % des bisherigen Energieverbrauches eingespart werden.

    Ein Vergleich mit Zahlen vor über 25 Jahren ("... doppelt so hoch wie vor der Wende") ist völlig unangebracht, da dabei die allgemeine Lohn-/Preisentwicklung und Inflation negiert wird.

    Schließlich gibt es auch in allen demokratischen Staaten Bereiche, wo man die Preis- und Angebotsgestaltung nicht dem freien Markt überlassen kann. Da ist es ganz gut, dass regulierend "von oben" eingegriffen wird, denn sonst gebe es auch bei uns viele Dinge nicht mehr, welche kurzfristig keinen Gewinn bringen.

    Si tacuisses, philosophus mansisses (Boethius 480-525 a.D., Philosoph, Dichter, Politiker und vermutlich auch Märtyrer).

    • Rau
      21. April 2014 10:12

      Wozu spar ich Energie ein, wenn die Rechnung trotzdem immer gleich teuer oder sogar trotzdem immer noch teurer wird? Schliesslich dachte jeder, der Energie spart auch ans Geld sparen.
      Ausserdem ist mir neu, dass auch nur ein Kohlekraftwerk abgeschaltet wurde, schon gar nicht wegen der teuer subventionierten und wenig zuverlässigen Windenergie.

      Die allgemeine Lohn und Preisentwicklung zeigt, dass wir seit 15 Jahren eine schleichende Entwertung der Löhne haben, die mit der tatsächlichen Inflation nicht Schritt halten. Das merkt man daran, dass ein immer grösserer Teil des Einkommens für Fixkosten draufgeht.

      Staatliches Eingreifen zu Gunsten von wenig zukunftsträchtigen Technologien ist tatsächlich Unfug. Diese eklatanten Teuerungen vor allem in Bereichen in denen der Konsument nicht mit Konsumverzicht reagieren kann, als positiven Effekt zur Steuerung des Verbraucherverhaltens umzudeuten, und daneben den Grosskonzernen Billigstenergie nachzuschmeissen grenzt an Korruption, und Verarschung des Steuerzahlers, der mittlerweile ja jeden Unfug finanzieren darf. Die Erneuerbaren sollten endlich den Kräften des freien Marktes überantwortet werden. Die Preise müssen für alle wieder runter, damit Energie Sparen auch für den Bürger Sinn macht.

    • Gerhard Pascher
      21. April 2014 12:23

      Rau:
      Es gibt ja schon jetzt (von der EU erzwungenen) Wettbewerb unter den Stromanbietern. Tatsache ist, dass erstens sich die verschiedenen EVUs sich gegenseitig kaum Kunden abwerben und zweitens die Werbeaussagen in der Praxis nicht den Tatsachen entsprechen. Ihnen ist sicher bekannt, dass man - neben der Grundgebühr - den ursprünglichen Leistungstarif zweigeteilt hat, wobei ca. 50 % auf die Zurverfügungstellung der Leitung, Zähler usw. entfallen. Wenn also beispielsweise der Tarif pro Kilowattstunde um 10 % billiger angeboten wird, dann sind es tatsächlich nur ca. 5 %. Außerdem werden oft Vergünstigungen wieder zeitlich limitiert usw. Auch der VKI mit seiner Sammelausschreibung hat nicht viel erreicht, denn die EVUs haben als Antwort mit neuen Tarifmodellen (z.B. Floatings entsprechend der Strombörsennotierung mit und ohne Deckelung) reagiert.

      Glauben Sie wirklich, dass eine völlige Liberalisierung - also ohne Kontrollbehörde - die Rechnungen günstiger machen würde? Ich nicht.

    • Rau
      21. April 2014 13:10

      Glaub ich auch nicht, nur in diesem Artikel geht's um die Erneuerbaren, die nur durch staatliches Eingreifen per EEG lebensfähig sind und Strom zusätzlich verteuern.
      Über Lobbying spielts für jene, die eigentlich das meiste an Energie abgreifen, Energiewende light und die Hauptkosten werden an private Haushalte und Kleinunternehmen abgeladen, wie Hr. Unterberger richtig schreibt. Wir sollen uns Giftmüll in unsere Fassungen schrauben, alle Haushaltsgeräte austauschen und dürfen zum Dank dafür immer höhere Rechnungen zahlen. Da ist weit und breit keine Kontrollbehörde in Sicht, die diesen Unsinn stoppt. In dem Fall erledigt das nur der freie Markt.

      Die Vor- und Nachteile der Stromliberalisierung stehen auf einem anderen Blatt. Das wäre ein eigenes Kapitel, wo vieles nicht richtig läuft, da geb ich ihnen recht!

    • Gerhard Pascher
      21. April 2014 18:47

      Rau:
      Es stimmt, dass die alternativen Stromerzeuger (aus Windrädern, Solarpanelen, Biogasanlagen, modernisierte Kleinkraftwerke usw.) erstens Investitionszuschüsse und/oder auch Abnahmetarifgarantien für eine limitierte Zeit bekommen bzw. in der Vergangenheit bekommen haben. Damit wokllte man den Start ankurbeln, aber sicher sollte sich das Ganze nach einer bestimmten Zeit selbst "rechnen".
      Die Erwähnung, dass trotz günstiger Verbrauchseinrichtungen höhere Stromrechnungen bezahlt werden, stimmt aber nicht. Beide Faktoren haben zwar direkt nichts miteinander zu tun, trotzdem ein Praxisbeispiel: wenn ich z.B. eine 60 Watt Doppelwendellampe durch eine 9 Watt-LED-Lampe ersetze, dann erspare ich mir ca. 75 % an eingesetzter Energie. Wenn nun durch die Förderungszuschläge zirka 6 % mehr als bisher verrechnet werden, dann ist halt die Einsparung gegenüber früher etwas geringer.

  19. Brigitte Imb
    21. April 2014 03:24

    Existieren in den USA ebenso diese Auswüchse der "Erneuerbaren Energien"? Ich denke nicht, und umsomehr "wundert" mich, warum die EU - die die USA zumindest für die Volksmeinung verherrlichen und gar als Vorbild hernehmen - in diesem Bereich so weit abscheren und selbstbeschädigend vorgehen.

    Da die Energiepreise in Ö ebenfalls wirtschaftsschädigend sind, ruft möglicherweise die potentielle Abwanderung der Vöst, die alleine in Linz über 7000 Arbeitnehmer freisetzen würde, ein kräftiges Raunen des (OÖ) Volkes hervor. Diese Ankündigung kommt für die Politiker natürlich zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt, so kurz vor der EU Wahl.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1596273/Die-Industrie-probt-den-Aufstand?offset=25&page=2#kommentar0

    Empfehlenswert dazu viele Leserbriefe.

    • Wyatt
      21. April 2014 07:19

      Ob wir es wahr haben wollen oder nicht, - wir werden abgeschafft!
      Sei's durch die verteuerbare, ineffiziente Energieerzeugung, des Bevölkerungsaustausch durch Massenzuwanderung und der "Bildung" eines tiefen Glaubens - bereits im Kindergarten - das Wetter (Klima) langfristig schützen zu können.

    • Wyatt
      21. April 2014 07:27

      Nachtrag:
      Es gibt so Vieles, was völlig außerhalb unseres Einflussbereichs liegt, - was allerdings wiederum viele nicht hindert und glauben lässt es "schützen" zu können, was wiederum die neuerdings vielen NGO's von "Schützern u. Mitmenschbeobachter" erklärt.

    • logiker2
      21. April 2014 08:34

      dazu ein weiterer Anschlag auf das "Friedensprojekt" Europa durch Bevölkerungsaustausch :

      http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/ausser-kontrolle-2.html

  20. RR Prof. Reinhard Horner
    21. April 2014 03:04

    reinhard.horner@chello.at

    Wer, bitte, ist der Rest der Welt, der über die deutsche Energiewende nur lacht?

    Ein Rest konnte es sein, aber welcher, wovon?





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