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Chodorkowski: Bitte um die wahren Relationen

Lesezeit: 5:30

Die weltweite Aufregung um die Freilassung von Michail Chodorkowski und seine Ausreise nach Deutschland sowie die Begnadigung einiger anderer Dissidenten ist leicht übertrieben. Weder ist Russland dadurch über Nacht zum Rechtsstaat geworden. Noch aber sind die reihenweisen Absagen der Politikerbesuche bei den Olympischen Spielen von Sotschi etwas anderes als lächerlich.

Wenn in Österreich ein Strafgefangener wenige Monate vor Ende einer zehnjährigen Strafhaft freigelassen wird, ist das niemandem auch nur ein Zeile wert. Und wenn doch, dann wird höchstens gefragt, warum der Mann nicht schon früher in Freiheit kommen konnte. Die sonderliche Gnade ist also bei diesen Begnadigungen kaum bemerkbar.

Die Tatsache, dass die Verurteilung Chodorkowskis einst eindeutig ein gesteuerter Prozess wegen dessen für Präsident Putin unangenehmen politischen Ambitionen gewesen ist, bleibt jedenfalls bestehen. Ebenso wie ein vorsorglich vor kurzem eingeleitetes neues Verfahren gegen den nun Freigelassenen. Das kann dann jederzeit aktiviert werden, falls Chodorkowski sich in der neuen Freiheit wieder politisch betätigt.

Das alles kann doch nicht durch eine Begnadigung knapp vor Strafende aus der Welt geschafft werden. Ebensowenig wie die massiv übertriebene Dimension der Strafe für die pubertären Exzesse der sogenannten Pussy-Riots-Gruppe knapp vor Strafende. Diese jungen Frauen wären wohl anderswo mit einer Verwaltungsstrafe davongekommen (auch wenn ihr Benehmen völlig unakzeptabel ist).

Natürlich hängt die Begnadigungswelle nicht nur mit dem bevorstehenden Weihnachtsfest zusammen – das ist ja in vielen Ländern ein Begnadigungsanlass –, sondern auch mit den Olympischen Spielen in Sotschi. Da handelt Machthaber Putin klug, wenn er für positive Schlagzeilen sorgt.

Aber ein Beweis für ein Einschwenken des Mannes auf einen gemäßigten rechtsstaatlichen Kurs ist das noch keineswegs. Denn Putin hat sich schon mehrfach – etwa vor den letzten Wahlen – in auffallender Weise als harmlos, korrekt und friedfertig präsentiert, um dann bald wieder in das alte Nomenklatura-Denken und -Handeln zurückzufallen. Diese Handlungsmethoden hat Putin ja gerade mit großem Effekt bei der Erpressung der Ukraine praktiziert.

Aber PR und Marketing sind halt heute der zentrale Inhalt des politischen Handwerks. Im Westen wie im Osten. Inhalte treten immer mehr zurück.

Reine PR waren und sind aber auch umgekehrt die diversen Ankündigungen westlicher Politiker, nicht nach Sotschi zu fahren. Es hat ja eigentlich keinen Menschen interessiert, dass Figuren wie die EU-Kommissarin Viviane Reding angekündigt haben, nicht nach Sotschi fahren wollen. Kein Mensch wird sie dort vermissen, ebensowenig wie einen der sonstigen Absager.

Warum bitte fahren überhaupt Kommissare, Präsidenten und Minister zu Olympischen Spielen? Das sind Ereignisse für Sportler und die am Sport interessierten (und zahlenden) Zuschauer, und leider auch für die ungefragt mitzahlenden Steuerzahler. Für sonst niemanden. Auch nicht für die Herren Fischer oder Faymann, von denen einer nun doch hinfahren dürfte. Was nur dann in Ordnung wäre, wenn sie sich Reise und Ticket selbst zahlen oder für Sport zuständig wären.

Allzu vieles rund um die Sportereignisse ist Mediengeilheit (wenigsten fünf Sekunden in sympathischer, politikferner Umgebung ins Bild kommen) und Wichtigmacherei. Eine solche sind daher auch die Absagen von Menschen, zu deren Job description nicht der Besuch von Sportveranstaltungen gehört.

Besonders lächerlich sind die Absagen aber vor allem deshalb, weil sie meist nicht mit den willkürlichen Verhaftungen politischer Gegner des Präsidenten oder der brutalen Machtpolitik gegenüber der Ukraine (von der maßlos überhöhte Gaspreise gefordert worden sind) begründet werden. Da wären sie ja durchaus nachvollziehbar. Vielmehr werden sie mit den Homosexuellen-Gesetzen Russlands begründet.

Da wird es nun einigermaßen absurd. Gewiss ist jede Gewalttätigkeit gegen Schwule und Lesben strikt abzulehnen. Die es in Russland leider durch Hooligans immer wieder gibt. Aber in Russland ist an sich Homosexualität keineswegs verboten, sondern nur Propaganda für diese, wenn sie Jugendlichen zugänglich wird. Das aber ist eine Regelung, die es noch vor nicht allzu langer Zeit auch bei uns gegeben hat (jetzt steht freilich diese Werbung in manchen Schulbüchern sehr massiv). Solche Regelungen würden auch in Österreich wohl von der Mehrheit unterstützt (worum sich aber die sozialistischen Unterrichtsministerinnen prinzipiell nicht kümmern).

Auch in Sotschi können homosexuelle Sportler natürlich teilnehmen. Aber ihnen ist so wie allen anderen Sportlern – und zwar nicht nur in Sotschi, sondern auch bei allen anderen Sportereignissen! – eines untersagt: bei Wettkämpfen politische Propaganda zu machen. Egal ob nun für eine Partei oder sexuelle Vorlieben. Das steht seit jeher in den Regeln der Sportverbände, das hängt gar nicht mit Russland zusammen.

Es darf ja beispielsweise auch in Österreich kein Sportverein auf Dressen Werbung für eine politische Partei machen. Ansonsten können Sportler vor und nach den Wettkämpfen tun und lassen, was sie wollen (und haben sich in der Vergangenheit auch immer wieder von Parteien einspannen lassen). Wenn nun die USA Barack Obamas aus Sotschi einen Wahlkampf um die Stimmen der schwulen Amerikaner machen wollen, dann ist das genauso degoutant wie jede andere Agitation beim Sport.

Durch die skurrile Überbewertung des Propagandaverbots bewirken die Schwulenagitatoren nur eines: Putin wird in den Augen eines Großteils der Weltbevölkerung verharmlost, ja geradezu zur Lichtgestalt. Und es wird von seinen wirklich problematischen Schattenseiten völlig abgelenkt. Aber auch den Schwulenagitatoren geht es natürlich nicht um ein echtes Anliegen, sondern einzig um PR.

PS: Natürlich kommt in Österreich der radikalste Aufruf zu einem Boykott der Spiele wieder einmal von der obersten Zuchtmeisterin der Nation, der Verbotskaiserin Eva Glawischnig. Aber eigentlich sind die Grünen ja nur noch dann erwähnenswert, wenn sie einmal etwas erlauben sollten.

PPS: Noch übler als bei der grünen Verbotsgier wird einem bei den Reden von Sportfunktionären, in denen über die „völkerverbindende Kraft des Sports“ geschwafelt wird. Sport ist meistens spannend. Sport ist oft auch ästhetisch. Sport ist ein Riesengeschäft. Sonst ist Sport nichts. Er trägt mit Sicherheit eher zu Hass und Nationalismus bei als zu Versöhnung und Frieden. Man schaue nur, was wöchentlich in vielen Stadien passiert. Man schaue nur, wie oft Diktaturen (braune wie rote wie unideologische) den Sport missbraucht haben. Von Wettbetrug, Zerstörung jugendlicher Körper durch einschlägige Exzesse und Doping gar nicht zu reden. Daraus sollten wir lernen: Wenn Sportfunktionäre so schwafeln, wollen sie nur eines – nämlich unser (Steuer-)Geld.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2013 13:12

    Den „Wertkonservativen“ in’s Stammbuch geschrieben: Sie kennen natürlich Putin, Sie wissen natürlich, wie das heilige Russland denkt und Sie wissen natürlich was Demokratie ist. Gratuliere!
    Zunächst mal ist Putin mehr Staatsmann, als es unsere Wurschteln in der jämmerlichen EudSSR und dieser wunderbaren, prosperierenden, ehrlichen, stolzen und hehren 2. Republik jemals sein werden.

    Weiters: So demokratisch, wie Staatsoberhäupter in Europa ist Putin noch lange gewählt! Es sei denn, sie halten Wahlrechte, wo 15 – 49% der Wähler gar keine Vertretung haben für besonders demokratisch.
    Die Definition, die Sie für Putin finden, passt eher zu unserem Bundesheinzi, der - als echter Bolschewik - in den Räumen der Habsburger residiert und bei Staatsempfängen auf vergangene Gloire baut.
    Ob man die historisierenden Uniformen der Kremlgarde lächerlich findet, kann man nach persönlichem Geschmack beurteilen. Ich finde unsere Garde mit dem Calimero-Ami-Plastikhelmchen (oder ab und an der anglophilen Gefechtspalatschinke) oder unsere Polizei mit den an k. u. k. erinnern sollenden Stehkrägelchen-Ausgehuniformen auch lächerlich. Aber wie gesagt Das ist Geschmacksache.

    Daß der gewählte "Herrscher aller Reußen" eine gewisse Hofetikette einhält hat etwas mit Stil und Stolz eines stolzen Volkes zu tun. Die Zeiten, wo sich verlauste Muschiks und räudige Politruks in den Prunkräumen des Zaren gegenseitig lausten sind Gottseidank vorbei, auch wenn man bei uns das vielleicht noch schick findet, wenn sich Führungspersönlichkeiten möglichst proletoid geben.
    In Frankreich achten sogar die linientreusten Sozialisten noch auf Stil, da tritt die Garde républicaine nach wie vor in historisierenden Uniformen auf und es wird ein Zeremoniell eingehalten. Diese Zeremonien zeigen nur, wie viel Achtung eine Nation vor sich und ihrer Geschichte hat, sonst gar nichts.
    Von unserer heruntergekommenen Republik, die Deserteuren Denkmäler errichtet und den eigenen Gefallenen noch auf's Grab pinkelt, nur weil man sich von seiner deutschen Geschichte entkoppeln will, kann man aber Anstand und Stil nicht erwarten.
    Ganz nebenbei: Privat wohnt Putin keineswegs protzig oder neureich, sondern gut bürgerlich.
    Und was das Einsperren von politisch Missliebigen in Russland angeht, so braucht Österreich und erst die EU gar nicht jaulen. Auch bei uns verschwinden Menschen jahrelang in der Psychiatrie, werden politische Delikte härter bestraft als solche gegen Leib und Leben.
    Und was die Fötzchen von "Pussy Riot" angeht, so sitzen diese m.E. zu Recht ein. Ich nehme an, Sie und Ihresgleichen wären die ersten, die nach dem Staatsanwalt rufen würden, wenn eine Gruppe Nazi-Bräute mit Namen "Fotzenaufstand" eine derart blasphemische Show in einer Synagoge oder Moschee (in einer Kirche ist sowas bei uns ja vermutlich straffrei) abgehalten hätte.
    Was den Herrn Chodorkowski betrifft, den sie für „sympathisch“ halten, so vergessen sie ganz, was dieses Schwein ist. Der hat sich unter dem Säufer Jelzin – seinerzeit vom „Westen“ sehr gelobt“ – (von den Russen weniger, die verfluchten diesen korrupten Säufer) vom kleinen Komsomol-Funktionär zu einen der reichsten Männer Europas aufgeschwungen.
    Jelzin hat das Vermögen des russischen Volkes Oligarchen und internationalen Konzernen zum plündern vorgeworfen und die bedienten sich reichlich. Dieser Chodorkowski hat sich zunächst eine Bank gegründet, dem Jelzin abgeschwatzt, die Zolleinnahmen ganz Russlands zu verwalten. Dieses Geld hat er mit Hilfe seiner Freunde in der City of London transferiert und als der Rubel zusammenbrach, hat er sich die Öl- und Gaskonzerne unter den Nagel gerissen.
    Seinen Arbeitern auf den Öl- und Gasfeldern Tiefsibiriens dort hat er einen Dreck bezahlt, die konnten sich nicht mal die Seife zum Waschen kaufen, weil er sie eben lange Zeit GAR NICHT bezahlt hat, während er und seine korrupten Freunde im Luxus schwelgten.
    Putin ist nicht zuletzt so beliebt, weil er diesen Kreaturen die Peitsche gegeben hat. Und Putin IST in Russland beim Volk beliebt. Warum? Man sehe nur die wirtschaftlich-soziale Entwicklung Russlands unter Putin! Die Auslands-Verschuldung Russlands beträgt gerade noch 20 Mrd. Euro. Russland ist damit aus der Zinsknechtschaft entkommen. (Wie es unserer wunderbaren Republik mit runden 235 Mrd. geht, soll sich jeder Putin-Kritiker selbst ausrechnen)
    Bei den gewissen Finanzkreisen vom Schlage eines Chodorkowski ist Putin eben weniger beliebt, weil er nicht sein Volk ausplündert, um sie zu mästen!
    Daß er diese Kreatur nun frei lässt, ist ein Gnadenakt. Der Mehrheit des Volkes wäre es ganz Recht gewesen, wäre diese Karikatur auf die Hochfinanz in den Ob-Sümpfen verfault. (Nebenbei dürfte ihm das Straflager nicht geschadet haben, denn die Zustände dort sind nicht mehr wie unter den Zaren oder den Bolschewiken).
    Der Prozess gegen diesen Mann war keineswegs ein rein politischer! Chodorkowski wollte sich nämlich nicht damit zufrieden geben, Russland auszubeuten und Milliarde um Milliarde für sich anzuhäufen. Er versuchte, das ganze Land mit all seinen Bodenschätzen zu seinem Eigentum zu machen. Schon kurz nach Putins Machtübernahme im Kreml fing der Groß-Oligarch an, Parteien aller Richtungen zu finanzieren und gegen Präsident Putin aufzustellen. Mit dem monetären Kultivieren der politischen Landschaft wollte sich Michail Chodorkowski den Weg ins russische Präsidentenamt ebnen. Putin war damals der einzige Staatsmann, der sich dagegen wehrte, sich von einer fremden Macht-Elite zum Idioten im eigenen Land machen zu lassen. Die Verhaftung von Chodorkowski, der den russischen Staat um Hunderte von Millionen Euro betrogen hatte war nur ein konsequenter Schritt. Der damalige Innenminister Boris Gryslow, machte unmissverständlich klar: "Die Rohstoffe Russlands gehören weder bestimmten Firmen noch Personen, sondern dem russischen Volk. Und wenn ein Unternehmen diese Resourcen verwalten darf, so heißt das noch nicht, dass es auch unsere Profite daraus privatisieren darf."
    Die Kritiker des Putin kritisieren diesen aus drei Gründen: Er hat den Bolschewismus abgewickelt, er vertritt konsequent die Rechte und Interessen seines Volkes und er verschafft Russland nach und nach eine Stellung in der Welt, die diesem Volk zukommt.
    Diametral entgegengesetzt zu dem, was unsere Politiker so machen und bezeichnenderweise sind gerade die Lobhudler auf die EUdSSR die schärfsten Kritiker Russlands und seines Präsidenten. Daß unser Volk noch zu duckmäuserisch ist, sich ebenfalls die ihm zukommende Stellung zu erarbeiten, ist aber sicher nicht Putins Fehler!
    Russland ist in vielen Punkten freier als Europa. Zumindest schreibt man den Menschen dort nicht vor, was sie zu rauchen haben und womit sie ihre Wohnung zu beleuchten haben! Die Presse ist auch nicht mehr gleichgeschaltet als bei uns und dafür weniger staatsfinanziert. Und daß man dort Schwulen nicht das Recht zur Heirat und Adoption einräumt stört mich auch nicht wirklich. Korrupt sind viele europäische Staaten mindestens so wie Russland
    Natürlich ist dieser Putin nicht unser Freund. Wieso auch? Völker haben keine Freunde, nur Interessen. In Beachtung dieser Interessen täte dieses EUdSSR Europa gut daran, sich seine geographische Lage zu verdeutlichen und v.a. seine Finanzlage.
    Ein Beleidigen einer großen Nation wie es die Russen sind, ist da gewiss nicht hilfreich. Wir sind offenbar derzeit nicht in der Lage, den Russen wiedermal ein paar Millionen Menschen aus dem Genpool zu löschen, umgekehrt aber ist es durch die wehrlose und verfaulte EUdSSR hindurch für Russland nur ein Schritt zum Atlantik. Und Putin hat nicht das ewige Leben. Es können ganz andere nach ihm kommen und sich aus der Konkursmasse dieser Pleiteunternehmung bedienen…

  2. Ausgezeichneter KommentatorEva
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2013 10:40

    Wenn das stimmt, was @Amalek am 19. 12. als Link in den Blog stellte, dann ist jegliche Kritik an Putin als antisemitisch zu werten. Dort heißt es wörtlich:

    "Die Mutter des Präsidenten [Putin] ist eine geborene Shelom, und Klein-Wladimir wurde in einer jüdischen Siedlung geboren, wo er auch aufwuchs."

    http://verbotenesarchiv.wordpress.com/2013/05/18/heilsame-ent-tauschung-wladimir-putin-ist-entlarvt/

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2013 04:22

    Sport ist auch noch etwas ganz Wichtiges: Nämlich Vorbild für uns, wie man durch Anstrengung, Ausdauer, Ehrgeiz und natürlich auch Talent Leistung ständig steigern und etwas weiterentwickeln kann. Diese Vorbilbwirkung soll nicht unterschätzt werden.
    Daß jedes Ding zwei oder mehrere Seiten hat und mißbraucht werden kann, gilt ja eigentlich für alles, nicht nur für den Sport.
    Abgesehen davon bin ich dafür, daß Werbung für politische Parteien, Homosexuelle und Religionen gemacht werden darf. Wobei Kinder- und Jugendschutz einzuhalten ist. Gleichzeitig wird man aber auch das Recht haben dürfen, politische Parteien, Homosexuelle und Religionen laut und offen zu kritisieren.

  4. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2013 09:05

    ad Chodorkowski vs. Putin:
    Der russische Führer Putin (lt. Gerhard Schröder: lupenreiner Demokrat!) beherrscht das Spiel "Zuckerbrot und Peitsche" perfekt. Nach einigen negativen Entscheidungen versucht er eben sein Image wieder etwas aufzupolieren. Hoffentlich verlieren die Beobachter (Journalisten und Politiker, bes. im Ausland) nicht das Gesamtbild aus dem Auge.

    ad Sport:
    Der Leistungssport hat mit dem Amateursport - wo Leute nach arbeitsreichem Tagesablauf in deren Freizeit Sport zur Ertüchtigung betreiben - überhaupt nichts (mehr) zu tun. Daher ist auch die Bezeichnung Sportler für hundertausende passive Zuseher bei den diversen Veranstaltungen unangebracht.

    Wer - so wie ich - Einblick in die drei von der Schweiz dort steuerbefreiten Sportorganisationen FIFA, UEFA und IOC hatte, der kann erkennen, dass es dabei nur um ein milliardenschweres "Geschäft" handelt. Ähnliches gilt auch für andere Aktivitäten, wie die des Herrn "Bernie" Ecclestone (Formel-1-Holding SLEC), WWF (Wrestling Federation), NFL (National Football League) u.v.a.m.

    Bei vielen Leistungssportarten ist auch Glück dabei bzw. entscheidet über Sieg schlussendlich das eingesetzte Material bzw. Bruchteile von Sekunden bzw. Zentimeter.

    Traurig ist es, dass sich diese Organisationen die TV-Übertragungsrechte für diese Großveranstaltungen teuer bezahlen lassen, welche beim ORF wiederum durch die Zwangsgebühren finanziert werden müssen.

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2013 14:41

    Ich kann gar nicht sagen, WIE widerwärtig mir diese kommerzielle Vereinnahmung und diese gnadenlose Vermarktung des Sportes sind. Sport ist zum Synonym geworden für Gelderwerb in ungeheurem Ausmaß---Geld, das nicht nur die betreffenden "Sportler" immens reich macht (was außerdem in keinem Verhältnis *zur erbrachten "Leistung" steht!!!), sondern internationale "Sportvereinigungen".

    Die Verquickung von SPORT als körperlicher Leistung mit dem großen GELD ist mMn zutiefst UNETHISCH.

    Sport soll dem einzelnen Menschen FREUDE machen und zudem den Körper ertüchtigen und somit zur Gesundheit beitragen und in Turnvereinen den Zusammenhalt stärken---nicht viel mehr!

    Weiter unten schreibt @simplicissimus ganz richtig:

    "Sport ist auch noch etwas ganz Wichtiges: Nämlich Vorbild für uns, wie man durch Anstrengung, Ausdauer, Ehrgeiz und natürlich auch Talent Leistung ständig steigern und etwas weiterentwickeln kann. Diese Vorbildwirkung soll nicht unterschätzt werden."

    Aber so, wie der Leistungssport heute betrieben wird, daß sich nämlich diese jungen Menschen körperlich oft nachhaltig ruinieren, weil ein normaler Körper mit den heutigen Ansprüchen an ihn nicht mehr mithalten kann ohne maßlose Schinderei und Doping, ist von normaler gesunder Körperertüchtigung keine Rede mehr.

    Diese ganzen sportlichen "Mega"- Veranstaltungen haben nur den Zweck, einigen Menschen, die gerissen und kaltblütig genug sind, ein Riesenvermögen zu sichern.
    Das alles hat NICHTS mehr mit der OLYMPISCHEN hehren IDEE zu tun.

    *Ein solch junger Sportler kann mit relativ kurzem Einsatz (einige Jahre harten Trainings) und relativ wenig Bildung ein Vielfaches von einem verantwortungsvollen Arzt verdienen, der sein Leben lang Tag und Nacht für seine Patienten da ist und immer höchste Verantwortung trägt---nicht selten geht's dabei wirklich um Leben und Tod!

  6. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2013 22:23

    Wenn man die Hintergründe nicht kennt, die Chodorkowski hinter Gitter gebracht hatten, könnte man, falls der ORF bzw. die ZIB1 die einzige Informationsquelle ist, meinen, dieser Mann sei ein reines Unschuldslamm! Überall, va in Deutschland, wird er beinahe als Held gefeiert! Man hat sich an höchster Stelle um seine Freilassung bemüht!
    Chodorkowski, der durch seine kaltblütigen Gaunereien in großem Stil das russische Volk um viele Milliarden bestohlen hat, ist kein Verbrecher, sondern auf einmal ein Held? Da sieht man, was der Glanz des Geldes ausmacht: Der sprichwörtliche kleine Hendldieb ist und bleibt ein Dieb---einer, der sich Milliarden ergaunert, den umschwärmt man, dessen Freilassung wird gefeiert.

  7. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2013 07:55

    Also, was hier auch immer Positives über Herrn Putin gesagt oder geschrieben wird:
    für mich ist er ein hemdsärmelig und nur mittels Ellbogentechnik und sein Geheimdienst-Wissen heraufgekommener Möchtegern-Kaiser! Ein billiger Apparatschik, wie er im Büchel steht!
    Sein herrscher-nachahmendes Gehabe im Kreml-Palast, die "Kaiserliche Garde", lächerlich kostümiert dem "Ersatz-Zaren" die Flügeltüren öffnend, das alles sind starke Anzeichen dafür, dass das Riesenland Russland noch einen langen Weg bis zur endgültigen Ein-und Festsetzung der Demokratie zu bewältigen haben wird.

    Michael Chodorkowski wirkt zwar sympathisch, ist jedoch durch seine "berufliche Tüchtigkeit" im Zusammenraffen von Volksvermögen in die eigene Tasche, sicher auch wieder nicht die richtige Persönlichkeit, um in Russland bessere politische und gesellschaftliche Verhältnisse einzuleiten und zur Entfaltung zu bringen.

    Die diversen Gnadenakte Putins wirken aufgesetzt, terminbezogen und insgesamt eher peinlich!
    Großspurig vorgebrachte, willkürliche Entscheidungen, an der Justiz vorbei, treffend: so handeln Usurpatoren seit eh' und je!

    Herr Putin wird mit Pomp und Getöse die kommende Winter-Olympiade eröffnen:
    alles schon dagewesen!!

    (mail to: gerhard@michler.at)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorVerdi
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Dezember 2013 11:35

    Ex-Oligarch und Ex-Yukos-Chef Cho­dor­kow­ski
    ist be­gna­digt wor­den. Es ist da­mit al­ler­dings kein ”po­li­tisch Ver­folg­ter” wie­der auf freiem Fuß, son­dern ein Wirtschafts-Krimineller.

    Er­in­nern wir uns:
    Laut ei­nem Ur­teil des Eu­ro­päi­schen Ge­richts­ho­fes für Men­schen­rechte (Straß­burg, 2011) ist Ex-Oligarch Cho­dor­kow­ski
    ”Kein Op­fer po­li­ti­scher Jus­tiz­will­kür”.

    Ex-Vizekanzler Hans-Dietrich Genscher - Kal­ter Krieg mit an­de­ren Mit­teln?
    Schön, wenn Steuer-Kriminelle so warm in Deutsch­land so­gar von Ex-Vizekanzler Gen­scher emp­fan­gen wer­den. Auch ein stän­di­ges Auf­ent­halts­recht wird schon ge­for­dert. Und dann ver­glei­che man ganz nüch­tern, wie mit Ed­ward Snow­den um­ge­gan­gen wurde…

    Der vom rus­si­schen Prä­si­den­ten Pu­tin be­gna­digte Cho­dor­kow­ski wird als ”Geg­ner Pu­tins” oder ”Kreml-Kritiker” be­zeich­net. Zur Aus­wahl steht auch die Flos­kel ”Der per­sön­li­che Ge­fan­gene Pu­tins“, of­fen­bar, um kei­nen Zwei­fel am vor­zi­vi­li­sa­to­ri­schen Zu­stand Russ­lands zu las­sen. Diese se­man­ti­sche Gla­sur für ei­nen
    Wirtschafts-Kriminellen ver­dient es, ge­wür­digt zu werden.

    Die Akte Chodorkowski

    Noch als 26-jähriger Kom­so­molze und ge­schätz­ter Funk­tio­när des KP-Jugendverbandes avan­cierte Cho­dor­kow­ski 1990 in Zei­ten ei­ner sie­chen So­wjet­union zum Vor­stand der Menetep-Bank, ei­ner Schalt­stelle für die Pri­va­ti­sie­rung von In­dus­trie­fir­men. Drei Jahre spä­ter be­för­derte Prä­si­dent Bo­ris Jel­zins den be­gab­ten Ma­na­ger zum stell­ver­tre­ten­den Mi­nis­ter für En­er­gie und Brenn­stoffe, so­wie Be­ra­ter für jene Schock­the­ra­pie, wie sie der da­ma­lige Pre­mier Jegor Gai­dar Russ­lands Öko­no­mie ver­ord­net hatte.
    Schwei­zer Konto Cho­dor­kow­skis ent­deckt.
    Kurz be­vor 2003 der erste Chodorkowski-Prozess über die Bühne ging ....
    http://volksbetrugpunktnet.wordpress.com/

  2. Ausgezeichneter KommentatorGasthörer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Dezember 2013 20:23

    War da nicht auch die lobenswerte Rolle Putins im Syrienkonflikt, wo die Existenz von 2,5 Millionen Christen auf dem Spiel steht? Leider ist dieseS Argument hier keinem eingefallen. Oder die positive Rolle, die der russische Außenminister im Syrienkonflikt sowie in jenem mit dem Iran gespielt hat.

alle Kommentare

  1. Lonnie (kein Partner)
    19. März 2015 04:53

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  2. ulkus (kein Partner)
    24. Dezember 2013 22:59

    Werter Herr Michler!
    Wieso war Hitler 1936 ein "hundertmillionenfacher"Mörder?

  3. ulkus (kein Partner)
    24. Dezember 2013 22:45

    Wie uniform unsere Presseberichte sind ist schon unerträglich:nicht ein einziger Journalist hat irgendeine kritische Frage,warum der gesamte Westen so uniform für einen (ehemals)größenwahnsinnigen Wirtschaftsverbrecher sowie für drei infantile Hysterikerinnen Stellung bezieht.Kann mir das bitte jemand erklären?

  4. pour le merite (kein Partner)
    23. Dezember 2013 13:41

    Was der Herr Unterberger so als "pubertäre Exzesse" beurteilt:

    Also:
    Die 22 Jahre alte ehemalige Philosophiestudentin Nadjeschda Tolokonnikowa, die als Ikone der Russischen Revolution, als Heldin gezeichnet wird, ist seit Jahren Mitglied der russischen Aktionskunstszene.

    Mit der Gruppe „Woina“ veranstalteten sie, ihr Mann Pjotr Wersilow und einige andere im Frühjahr 2008 eine Gruppensex-Orgie im Moskauer Museum für Biologie.
    Tolokonnikowa war damals im neunten Monat schwanger -

    Am ersten Tag des Prozesses gegen den Kunstkuratoren Andrej Jerofejew im Mai 2009 packten Tolokonnikowa und andere „Woina“-Mitglieder im Gerichtssaal E-Gitarren aus und sangen das Lied „Vergiss nicht, dass alle Bullen Missgeburten sind“. Die Aktion trug den Namen „Schwanz in den Arsch“.....

    .....Im Juli 2010 entwendete eine Aktivistin von „Woina“ ein Suppenhuhn aus einem Petersburger Supermarkt. Mit einigen Männern und kleinen Kindern im Schlepptau wanderte sie im Markt umher, schließlich stopfte sie sich das Suppenhuhn so tief wie möglich in ihr Geschlechtsorgan und verließ den Laden

    ....Im Herbst 2009 hatte ein ukrainischer Blogger Geschlechtsverkehr mit einer Frau vor dem Parlament in Kiew. Ein Nachahmer von „Woina“. Die russischen Aktivisten waren mit von der Partie, sie kümmerten sich um die Organisation und um die mediale Vermarktung des Events.....

    Die"Aktivistinnen drangen zu schlechter letzt dann in die wichtigste Kathedrale des Landes ein, sangen dort „Scheiße, Scheiße, Gottesscheiße“ und dass der Patriarch ein „Schweinehund“ sei....

    Weiterlesen hier:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/pussy-riot-lady-suppenhuhn-11867761.html

  5. Gasthörer (kein Partner)
    22. Dezember 2013 20:23

    War da nicht auch die lobenswerte Rolle Putins im Syrienkonflikt, wo die Existenz von 2,5 Millionen Christen auf dem Spiel steht? Leider ist dieseS Argument hier keinem eingefallen. Oder die positive Rolle, die der russische Außenminister im Syrienkonflikt sowie in jenem mit dem Iran gespielt hat.

  6. BHB (kein Partner)
    22. Dezember 2013 18:47

    Mir ist der Vladimir Vladimirovich Putin lieber als Obama und seine gleichgeschalteten Hollywood Zombies.
    Ich meine klar sollten beispielsweise GayPride nicht verboten werden, aber wenn ich bedenke, dass ein schauspieler 2013 bekennt homosexuell zu sein und dies im zusammenhang mit der absage einer veranstaltung in st.petersburg begründet (wensworth miller) dann muss ich wirklich (unabhängig von den schauspielerischen leistungen) bekennen: Ihr habt keine Ahnung über die Politik in Russland ihr A(r)m(i)-Leuchter!
    Denn das Gesetz gegen Propaganda Homosexualen-Propaganda(Q:http://russland-heute.de/politik/2013/06/14/homosexuellen-propaganda_unter_strafe_24361.html ) ist ein Schutzmechanismus nicht ein Verbot(man sollte sich lieber an der Westküste bezüglich erdogan aufregen der in der türkei meint in gemischten studentenheime benötige man einen trauschein weil "alles kann dort passieren". Q:http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1473474/Erdogan-als-Sittenwaechter-der-Nation ) der Lebensform Betroffener.
    Niemand wird verboten homo oder bi-sexuell zu sein oder diese (im ausschluss der öffentlichkeit) zu praktizieren. Aber dafür zu werben ist wirklich unerhört, das gesetz ist im Grunde eine verbesserte Form gegen unsittliches Verhalten!
    Dieses Gesetz in der russischesn Förderation müsste es auch in Österreich geben finde ich!

  7. Josef Maierhofer
    22. Dezember 2013 15:54

    Putin wurde gewählt.

    Er hat seine Mehrheit nicht in der Lotterie gewonnen, auch nicht mit zimperlichen Methoden erreicht.

    Was er aber tut, ist im Sinne Russlands, der Auffassung bin ich und dafür ist er schon gar nicht einer EU oder 'drohenden' Staatspolitikern verantwortlich.

    Seien wir froh, dass wir wenigstens noch auf einen Staatsvertrag mit Russland pochen können.

    Es ist sicher nicht leicht, dieses weite Land unter einen Hut zu bringen, aber er macht das sicher nach bestem Wissen und Gewissen.

    Solange ihm die Russen eine Mehrheit geben, wird er das für sie tun, sonst müssen sich die Russen auf andere 'verlassen'.

  8. pour le merite (kein Partner)
    22. Dezember 2013 14:43

    "Die wahren Relationen" sind ihnen bei diesem Beitrag aber auch abhanden gekommen, Herr Unterberger!

    Zu Chordokowski:

    Chordokowski verstand er sich darauf,
    mit Hilfe korrumpierter russischer Politiker und verlässlicher Volks- und Glaubensbrüder über fast ein Jahrzehnt die Regentschaft des stets benebelten Jelzins zu sichern und dabei maßgeblich dazu beizutragen, dass nur 36 Unternehmer fast die gesamte Volkswirtschaft der Sowjetunion aufkaufen konnten.

    Chordokowski ist ein Verbrecher, schuldig an der Ausplünderung breiter Volksmassen zu Gunsten der eh-schon wissen "Elite" und mit 10 Jahren Haft bestens bedient.

    Ad Pussy Riot:

    Wenn ein Gericht in Moskau die drei möchtegern Musikerinnen schuldig des Rowdytums und des Schürens religiösen Hasses in einer Kirche verurteilt haben, weil sie reingestürmt,
    sich vor dem Hochaltar aufgestellt,
    ein "Punkgebet" aufsagten und dann noch ihre Beine hochgeworfen und damit alles gezeigt haben, was unter der Gürtellinie ist, also ihre "Pussys", dann entspricht das auch einer Verletzung unserer Strafbestimmungen.

    Die zwei Jahre Haft liegen sogar unter dem was ihnen hier maximal blühen würde.

    Und Herr Unterberger, auch sie sollten mittlerweile wissen, dass diese "Band", die vor einem Jahr gegründet wurde, um angeblich gegen Diktatur, Chauvinismus und den Kult der Macht zu protestieren, vom US-Aussenministerium finanziell unterstützt wurde.

    Der wirkliche Grund warum die westlichen Medien im Übermass so erpicht sind über "Pussy Riot" zu berichten, hat nichts mit der Verteidigung der "freien Meinungsäusserung" zu tun, sondern es geht um die ständige Schmutzkampagne gegen Putin.

    • Undine
      22. Dezember 2013 17:10

      @pour le merite

      Und weil bei Chodorkowsky die wesentlichen Fakten passen, wird ihm nichts geschehen---er wird hofiert und logiert natürlich "standesgemäß" im ADLON.

      Würde man meinem Sohn oder meinen Schwiegersöhnen all diese Verbrechen, deren sich Ch. schuldig gemacht hat, nachsagen, ich würde vor Scham im Boden versinken.
      Aber in seiner "großen, weltweiten Familie" ist Korruption in großem Stil offensichtlich kein Grund zum Schämen.

  9. Tik Tak (kein Partner)
    22. Dezember 2013 14:40

    " ... Die Tatsache, dass die Verurteilung Chodorkowskis einst eindeutig ein gesteuerter Prozess wegen dessen für Präsident Putin unangenehmen politischen Ambitionen gewesen ist, bleibt jedenfalls bestehen. ... "

    Echt?

    Also hat der Chodorkowsky nicht ein paar Milliarden Staatsvermögen gestohlen, über seinen Sicherheitschef morden lassen, Steuern in Milliardenhöhe hinterzogen, das Gasmonopol zu brechen versucht, um sich noch reicher zu machen, einen Putsch geplant und eine Versteigerung, bei der er sich Yukos weit unter dem Wert unter den Nagel gerissen hat, getürkt?

    Also ist Chodorkowsky für den Unterberger ein Opfer?

    Oder hat der Unterberger einfach nur eine weitere seiner vielen Bildungslücken aufgezeigt?
    Oder agiert der Unterberger hier nach dem Motto "Der Feind meines Feindes ist mein Freund"?

    Dass der Unterberger ein Problem mit Putin hat ist ja nichts Neues.
    Dumm nur, daß Putin nicht nur, und das ausdrücklich auch nach westlichen Maßstäben, demokratisch gewählt wurde, mehrfach, sondern auch die einzige realistische Lösung für den Erhalt und Wiederaufbau Rußlands ist.

    Aber mit Demokratie hat es der Unterberger wohl nur, wenn er sie bei anderen vermißt.
    Will der Unterberger wieder jenes Chaos der ersten Jelzin Jahre in Rußland?
    Jenes Chaos, welches seinen Helden Chodorkowsky und seine viele kriminellen Freunde hervorgebracht hat?

    Putin mag, als ehemaliger Leiter des KGB, ein harter Knochen sein, aber er ist die einzige Chance die sein Land aktuell hat.
    Und er passt perfekt zur Kultur des Landes - die nun mal ganz anders ist, als die in Mitteleuropa.
    Und bis es eine brauchbare Alternative gibt, wird Putin den Job wohl behalten.

    Oder hat der Unterberger eine Alternative zu Putin anzubieten?

    Ernsthaft Unterberger, Lernen Sie Geschichte und verbringen Sie ein wenig mehr Zeit außerhalb der geschlossenen Stube in der Pyrkergasse.

  10. Verdi (kein Partner)
    22. Dezember 2013 11:35

    Ex-Oligarch und Ex-Yukos-Chef Cho­dor­kow­ski
    ist be­gna­digt wor­den. Es ist da­mit al­ler­dings kein ”po­li­tisch Ver­folg­ter” wie­der auf freiem Fuß, son­dern ein Wirtschafts-Krimineller.

    Er­in­nern wir uns:
    Laut ei­nem Ur­teil des Eu­ro­päi­schen Ge­richts­ho­fes für Men­schen­rechte (Straß­burg, 2011) ist Ex-Oligarch Cho­dor­kow­ski
    ”Kein Op­fer po­li­ti­scher Jus­tiz­will­kür”.

    Ex-Vizekanzler Hans-Dietrich Genscher - Kal­ter Krieg mit an­de­ren Mit­teln?
    Schön, wenn Steuer-Kriminelle so warm in Deutsch­land so­gar von Ex-Vizekanzler Gen­scher emp­fan­gen wer­den. Auch ein stän­di­ges Auf­ent­halts­recht wird schon ge­for­dert. Und dann ver­glei­che man ganz nüch­tern, wie mit Ed­ward Snow­den um­ge­gan­gen wurde…

    Der vom rus­si­schen Prä­si­den­ten Pu­tin be­gna­digte Cho­dor­kow­ski wird als ”Geg­ner Pu­tins” oder ”Kreml-Kritiker” be­zeich­net. Zur Aus­wahl steht auch die Flos­kel ”Der per­sön­li­che Ge­fan­gene Pu­tins“, of­fen­bar, um kei­nen Zwei­fel am vor­zi­vi­li­sa­to­ri­schen Zu­stand Russ­lands zu las­sen. Diese se­man­ti­sche Gla­sur für ei­nen
    Wirtschafts-Kriminellen ver­dient es, ge­wür­digt zu werden.

    Die Akte Chodorkowski

    Noch als 26-jähriger Kom­so­molze und ge­schätz­ter Funk­tio­när des KP-Jugendverbandes avan­cierte Cho­dor­kow­ski 1990 in Zei­ten ei­ner sie­chen So­wjet­union zum Vor­stand der Menetep-Bank, ei­ner Schalt­stelle für die Pri­va­ti­sie­rung von In­dus­trie­fir­men. Drei Jahre spä­ter be­för­derte Prä­si­dent Bo­ris Jel­zins den be­gab­ten Ma­na­ger zum stell­ver­tre­ten­den Mi­nis­ter für En­er­gie und Brenn­stoffe, so­wie Be­ra­ter für jene Schock­the­ra­pie, wie sie der da­ma­lige Pre­mier Jegor Gai­dar Russ­lands Öko­no­mie ver­ord­net hatte.
    Schwei­zer Konto Cho­dor­kow­skis ent­deckt.
    Kurz be­vor 2003 der erste Chodorkowski-Prozess über die Bühne ging ....
    http://volksbetrugpunktnet.wordpress.com/

  11. schreyvogel
    22. Dezember 2013 09:49

    Dass Chodorkowski unschuldig ist, erkennt man am besten daran, dass sich Frau Merkel wiederholt für seine Freilassung eingesetzt hat und dass man ihm bei seiner Ankunft in Berlin einen Staatsempfang mit Exaussenminister Genscher bereitet hat.

    Welch andere Gründe sollte dies gehabt haben seine Unschuld?

  12. Der Realist (kein Partner)
    22. Dezember 2013 06:54

    Dass Politiker bei Sportveranstaltungen auftreten, dient in erster Linie ihrer Eitelkeit, bei besonderen Ereignissen muss man dabei sein, sonst ist man einfach nicht wichtig. Wer kennt nicht die Bilder von einem Ländermatch oder aus Kitzbühel, wo unsere "Staatselite" von der Ehrentribüne um die Wette grinst. Olympische Spiele oder Weltmeisterschaften werden von unseren Volkszertretern auch gerne genutzt, um auf Kosten der Steuerzahler Fernreisen zu machen. In Sotschi wird man dann eben eine nicht zustande gekommene Privataudienz bei "Zar" Putin, zuhause als Boykott verkaufen.
    Ein wirklich überaus erfolgreicher Sportler hat einmal in sehr privatem Kreis gesagt: "am meisten nerven die Politiker, kommen mit dem Hubschrauber, zahlen keinen Eintritt, fressen und saufen gratis und kennen sich ohnehin nicht aus".

    PS: Im Grunde ist mir ein "lupenreiner" Demokrat wie Putin immer noch lieber als unsere lauwarmen nd rückgratlosen Wurschteln.

  13. Undine
    21. Dezember 2013 22:23

    Wenn man die Hintergründe nicht kennt, die Chodorkowski hinter Gitter gebracht hatten, könnte man, falls der ORF bzw. die ZIB1 die einzige Informationsquelle ist, meinen, dieser Mann sei ein reines Unschuldslamm! Überall, va in Deutschland, wird er beinahe als Held gefeiert! Man hat sich an höchster Stelle um seine Freilassung bemüht!
    Chodorkowski, der durch seine kaltblütigen Gaunereien in großem Stil das russische Volk um viele Milliarden bestohlen hat, ist kein Verbrecher, sondern auf einmal ein Held? Da sieht man, was der Glanz des Geldes ausmacht: Der sprichwörtliche kleine Hendldieb ist und bleibt ein Dieb---einer, der sich Milliarden ergaunert, den umschwärmt man, dessen Freilassung wird gefeiert.

    • Cotopaxi
      22. Dezember 2013 05:46

      Die kindlichen Linken brauchen eben einen neuen Messias, eine Führerperson. Der eine ist ihnen soeben weggestorben und der andere hat in seiner 2. Amtszeit an Glanz verloren.

    • Der Realist (kein Partner)
      22. Dezember 2013 07:36

      wie all die sogenannten Oligarchen zu dem vielen Geld gekommen sind, das hat von den "Guten Menschen" und politisch Korrekten noch nie einer gefragt, aber es wird schon harte Arbeit gewesen sein und keine Leichen den Weg pflastern, den Fakten nach ist Chodorkowski wohl der nächste Kandidat für den Friedensnobelpreis.

  14. Undine
    21. Dezember 2013 14:41

    Ich kann gar nicht sagen, WIE widerwärtig mir diese kommerzielle Vereinnahmung und diese gnadenlose Vermarktung des Sportes sind. Sport ist zum Synonym geworden für Gelderwerb in ungeheurem Ausmaß---Geld, das nicht nur die betreffenden "Sportler" immens reich macht (was außerdem in keinem Verhältnis *zur erbrachten "Leistung" steht!!!), sondern internationale "Sportvereinigungen".

    Die Verquickung von SPORT als körperlicher Leistung mit dem großen GELD ist mMn zutiefst UNETHISCH.

    Sport soll dem einzelnen Menschen FREUDE machen und zudem den Körper ertüchtigen und somit zur Gesundheit beitragen und in Turnvereinen den Zusammenhalt stärken---nicht viel mehr!

    Weiter unten schreibt @simplicissimus ganz richtig:

    "Sport ist auch noch etwas ganz Wichtiges: Nämlich Vorbild für uns, wie man durch Anstrengung, Ausdauer, Ehrgeiz und natürlich auch Talent Leistung ständig steigern und etwas weiterentwickeln kann. Diese Vorbildwirkung soll nicht unterschätzt werden."

    Aber so, wie der Leistungssport heute betrieben wird, daß sich nämlich diese jungen Menschen körperlich oft nachhaltig ruinieren, weil ein normaler Körper mit den heutigen Ansprüchen an ihn nicht mehr mithalten kann ohne maßlose Schinderei und Doping, ist von normaler gesunder Körperertüchtigung keine Rede mehr.

    Diese ganzen sportlichen "Mega"- Veranstaltungen haben nur den Zweck, einigen Menschen, die gerissen und kaltblütig genug sind, ein Riesenvermögen zu sichern.
    Das alles hat NICHTS mehr mit der OLYMPISCHEN hehren IDEE zu tun.

    *Ein solch junger Sportler kann mit relativ kurzem Einsatz (einige Jahre harten Trainings) und relativ wenig Bildung ein Vielfaches von einem verantwortungsvollen Arzt verdienen, der sein Leben lang Tag und Nacht für seine Patienten da ist und immer höchste Verantwortung trägt---nicht selten geht's dabei wirklich um Leben und Tod!

    • Brigitte Imb
      22. Dezember 2013 00:09

      Ich gestehe, daß mir Spitzensport zum Teil sehr gut gefällt und ich mir das auch sehr gerne ansehe, bzw. beim Skifahren und -springen kaum einen Bewerb medial verpasse.

      Ich sehe aber auf gar keinen Fall ein, daß Spitzensportler für Nachswuchssposoring betteln. Da stehen etwa 25 jährige da, die sich ein 4 Mill.€ Haus hinstellen haben lassen und betteln für ihre Kollegen. Die sollen gefälligst selber spenden, od. billiger fahren.
      Zudem mischen Politik, Banken, Versicherungen et al. bei diesen Megasportfinanzierung mit und gewährleisten eine gewisse Unseriosität.
      Wie gesagt, manches fasziniert mich der Leistungs- u. Talentfähigkeit halber, abstoßend finde ich die überproportionale Bezahlung und das Mitnaschen vieler Parasiten.

    • simplicissimus
      22. Dezember 2013 07:33

      Ja, liebe Undine, Du hast schon recht. Der Spitzensport hat viele fragwürdige Seiten, die ihn auch unsymphatisch machen können. Trotzdem orientiere ich mich lieber nach Leistung, d.h. nach oben, als nach unten, was unsere Gesellschaftsverbesserer so inbrünstig tun.

  15. Sensenmann
    21. Dezember 2013 13:12

    Den „Wertkonservativen“ in’s Stammbuch geschrieben: Sie kennen natürlich Putin, Sie wissen natürlich, wie das heilige Russland denkt und Sie wissen natürlich was Demokratie ist. Gratuliere!
    Zunächst mal ist Putin mehr Staatsmann, als es unsere Wurschteln in der jämmerlichen EudSSR und dieser wunderbaren, prosperierenden, ehrlichen, stolzen und hehren 2. Republik jemals sein werden.

    Weiters: So demokratisch, wie Staatsoberhäupter in Europa ist Putin noch lange gewählt! Es sei denn, sie halten Wahlrechte, wo 15 – 49% der Wähler gar keine Vertretung haben für besonders demokratisch.
    Die Definition, die Sie für Putin finden, passt eher zu unserem Bundesheinzi, der - als echter Bolschewik - in den Räumen der Habsburger residiert und bei Staatsempfängen auf vergangene Gloire baut.
    Ob man die historisierenden Uniformen der Kremlgarde lächerlich findet, kann man nach persönlichem Geschmack beurteilen. Ich finde unsere Garde mit dem Calimero-Ami-Plastikhelmchen (oder ab und an der anglophilen Gefechtspalatschinke) oder unsere Polizei mit den an k. u. k. erinnern sollenden Stehkrägelchen-Ausgehuniformen auch lächerlich. Aber wie gesagt Das ist Geschmacksache.

    Daß der gewählte "Herrscher aller Reußen" eine gewisse Hofetikette einhält hat etwas mit Stil und Stolz eines stolzen Volkes zu tun. Die Zeiten, wo sich verlauste Muschiks und räudige Politruks in den Prunkräumen des Zaren gegenseitig lausten sind Gottseidank vorbei, auch wenn man bei uns das vielleicht noch schick findet, wenn sich Führungspersönlichkeiten möglichst proletoid geben.
    In Frankreich achten sogar die linientreusten Sozialisten noch auf Stil, da tritt die Garde républicaine nach wie vor in historisierenden Uniformen auf und es wird ein Zeremoniell eingehalten. Diese Zeremonien zeigen nur, wie viel Achtung eine Nation vor sich und ihrer Geschichte hat, sonst gar nichts.
    Von unserer heruntergekommenen Republik, die Deserteuren Denkmäler errichtet und den eigenen Gefallenen noch auf's Grab pinkelt, nur weil man sich von seiner deutschen Geschichte entkoppeln will, kann man aber Anstand und Stil nicht erwarten.
    Ganz nebenbei: Privat wohnt Putin keineswegs protzig oder neureich, sondern gut bürgerlich.
    Und was das Einsperren von politisch Missliebigen in Russland angeht, so braucht Österreich und erst die EU gar nicht jaulen. Auch bei uns verschwinden Menschen jahrelang in der Psychiatrie, werden politische Delikte härter bestraft als solche gegen Leib und Leben.
    Und was die Fötzchen von "Pussy Riot" angeht, so sitzen diese m.E. zu Recht ein. Ich nehme an, Sie und Ihresgleichen wären die ersten, die nach dem Staatsanwalt rufen würden, wenn eine Gruppe Nazi-Bräute mit Namen "Fotzenaufstand" eine derart blasphemische Show in einer Synagoge oder Moschee (in einer Kirche ist sowas bei uns ja vermutlich straffrei) abgehalten hätte.
    Was den Herrn Chodorkowski betrifft, den sie für „sympathisch“ halten, so vergessen sie ganz, was dieses Schwein ist. Der hat sich unter dem Säufer Jelzin – seinerzeit vom „Westen“ sehr gelobt“ – (von den Russen weniger, die verfluchten diesen korrupten Säufer) vom kleinen Komsomol-Funktionär zu einen der reichsten Männer Europas aufgeschwungen.
    Jelzin hat das Vermögen des russischen Volkes Oligarchen und internationalen Konzernen zum plündern vorgeworfen und die bedienten sich reichlich. Dieser Chodorkowski hat sich zunächst eine Bank gegründet, dem Jelzin abgeschwatzt, die Zolleinnahmen ganz Russlands zu verwalten. Dieses Geld hat er mit Hilfe seiner Freunde in der City of London transferiert und als der Rubel zusammenbrach, hat er sich die Öl- und Gaskonzerne unter den Nagel gerissen.
    Seinen Arbeitern auf den Öl- und Gasfeldern Tiefsibiriens dort hat er einen Dreck bezahlt, die konnten sich nicht mal die Seife zum Waschen kaufen, weil er sie eben lange Zeit GAR NICHT bezahlt hat, während er und seine korrupten Freunde im Luxus schwelgten.
    Putin ist nicht zuletzt so beliebt, weil er diesen Kreaturen die Peitsche gegeben hat. Und Putin IST in Russland beim Volk beliebt. Warum? Man sehe nur die wirtschaftlich-soziale Entwicklung Russlands unter Putin! Die Auslands-Verschuldung Russlands beträgt gerade noch 20 Mrd. Euro. Russland ist damit aus der Zinsknechtschaft entkommen. (Wie es unserer wunderbaren Republik mit runden 235 Mrd. geht, soll sich jeder Putin-Kritiker selbst ausrechnen)
    Bei den gewissen Finanzkreisen vom Schlage eines Chodorkowski ist Putin eben weniger beliebt, weil er nicht sein Volk ausplündert, um sie zu mästen!
    Daß er diese Kreatur nun frei lässt, ist ein Gnadenakt. Der Mehrheit des Volkes wäre es ganz Recht gewesen, wäre diese Karikatur auf die Hochfinanz in den Ob-Sümpfen verfault. (Nebenbei dürfte ihm das Straflager nicht geschadet haben, denn die Zustände dort sind nicht mehr wie unter den Zaren oder den Bolschewiken).
    Der Prozess gegen diesen Mann war keineswegs ein rein politischer! Chodorkowski wollte sich nämlich nicht damit zufrieden geben, Russland auszubeuten und Milliarde um Milliarde für sich anzuhäufen. Er versuchte, das ganze Land mit all seinen Bodenschätzen zu seinem Eigentum zu machen. Schon kurz nach Putins Machtübernahme im Kreml fing der Groß-Oligarch an, Parteien aller Richtungen zu finanzieren und gegen Präsident Putin aufzustellen. Mit dem monetären Kultivieren der politischen Landschaft wollte sich Michail Chodorkowski den Weg ins russische Präsidentenamt ebnen. Putin war damals der einzige Staatsmann, der sich dagegen wehrte, sich von einer fremden Macht-Elite zum Idioten im eigenen Land machen zu lassen. Die Verhaftung von Chodorkowski, der den russischen Staat um Hunderte von Millionen Euro betrogen hatte war nur ein konsequenter Schritt. Der damalige Innenminister Boris Gryslow, machte unmissverständlich klar: "Die Rohstoffe Russlands gehören weder bestimmten Firmen noch Personen, sondern dem russischen Volk. Und wenn ein Unternehmen diese Resourcen verwalten darf, so heißt das noch nicht, dass es auch unsere Profite daraus privatisieren darf."
    Die Kritiker des Putin kritisieren diesen aus drei Gründen: Er hat den Bolschewismus abgewickelt, er vertritt konsequent die Rechte und Interessen seines Volkes und er verschafft Russland nach und nach eine Stellung in der Welt, die diesem Volk zukommt.
    Diametral entgegengesetzt zu dem, was unsere Politiker so machen und bezeichnenderweise sind gerade die Lobhudler auf die EUdSSR die schärfsten Kritiker Russlands und seines Präsidenten. Daß unser Volk noch zu duckmäuserisch ist, sich ebenfalls die ihm zukommende Stellung zu erarbeiten, ist aber sicher nicht Putins Fehler!
    Russland ist in vielen Punkten freier als Europa. Zumindest schreibt man den Menschen dort nicht vor, was sie zu rauchen haben und womit sie ihre Wohnung zu beleuchten haben! Die Presse ist auch nicht mehr gleichgeschaltet als bei uns und dafür weniger staatsfinanziert. Und daß man dort Schwulen nicht das Recht zur Heirat und Adoption einräumt stört mich auch nicht wirklich. Korrupt sind viele europäische Staaten mindestens so wie Russland
    Natürlich ist dieser Putin nicht unser Freund. Wieso auch? Völker haben keine Freunde, nur Interessen. In Beachtung dieser Interessen täte dieses EUdSSR Europa gut daran, sich seine geographische Lage zu verdeutlichen und v.a. seine Finanzlage.
    Ein Beleidigen einer großen Nation wie es die Russen sind, ist da gewiss nicht hilfreich. Wir sind offenbar derzeit nicht in der Lage, den Russen wiedermal ein paar Millionen Menschen aus dem Genpool zu löschen, umgekehrt aber ist es durch die wehrlose und verfaulte EUdSSR hindurch für Russland nur ein Schritt zum Atlantik. Und Putin hat nicht das ewige Leben. Es können ganz andere nach ihm kommen und sich aus der Konkursmasse dieser Pleiteunternehmung bedienen…

    • Nestor 1937
      21. Dezember 2013 13:40

      Na endlich sagt jemand zum Thema das Richtige!

      Bravo Sensenmann!

    • Wertkonservativer
      21. Dezember 2013 14:03

      Nun, langsam beschleicht mich das Gefühl, hier im Blog endgültig "berühmt zu
      werden"! Hahaha!!!
      Zuerst und laufend die nicht wirklich schmeichelhafte Zuwendung des werten Herrn Knaller, nun ein äußerst umfangreicher "staatstragender" Beitrag des "Sensenmannes" im Hauptprogramm als Antwort auf meine tieferstehenden Zeilen!

      Eigentlich fühle ich mich ja gar nicht als so ein Herr "Wichtig"!
      Bin ich wirklich ein derart dankbares Objekt als Zielscheibe für sicher kluge Zeitgenossen mit sicher bereits mit der Muttermilch eingesogenem Überlegenheits-potential.
      Ihren Ausführungen ist zu entnehmen, dass Sie ein großer Verehrer des russischen Volkes (nicht ganz so sehr Putin's) sind. Recht so, doch ich habe ja gar nichts gegen das Volk an sich gesagt, sondern ausschließlich Putin kritisiert (das wird man ja noch dürfen, oder? Und Herr Chodorkowski kam bei mir ja auch nicht besonders gut weg!

      Übrigens: am Anfang Ihres langen Aufsatzes: bitte 3. Fall beachten!

      Nochmals und abschließend:
      was bin ich doch für ein aufmerksamkeitserregender alter Knabe!
      Toll, was?

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • simplicissimus
      21. Dezember 2013 14:39

      Sensenmann, ueber Jelzin sind die Meinungen geteilt, ich war zu der Zeit in der Sowjetunion. Immerhin hat Jelzin Russland vor einem kommunistischen Putsch bewahrt.
      Vor ein paar Jahren habe ich selbst erlebt, dass der Wachhabende am Kremltor vor Besuchern gesagt hat "Kommunismus ist Scheisse" waehrend daneben Stalin- und Lenindoppelgaenger fuer Souvenirphotos posierten.
      Das nur als Ergaenzung, ich bin kein wirklicher Russlandkenner, bin nur der Meinung Russland hat mit Putin den benoetigten starken Mann gefunden, den ich mit durchaus gemischten Gefuehlen sehe. Ihr Beitrag hat aber sicher ziemlich was fuer sich.

    • Rau
      21. Dezember 2013 18:04

      Also wenn ich Obamas Nobelpreisrede mit Putins (spärlichen) im Internet vorhandenen Reden vergleiche, wirkt Putin, der übrigens sehr gut Deutsch kann besonnener, intelligenter und sich mehr seiner Verantwortung bewusst, als so mancher hiesige g'standener Demokrat.

    • simplicissimus
      21. Dezember 2013 19:18

      Rau, das ist kein Wunder, denn Obama ist ein guter (kein sehr guter Redner), der immer mit derselben Masche viel Schaum schlaegt. Basierend auf wenig. Bei Putin steckt mehr Kalkül und Intelligenzija dahinter, der Mann, weiss, was er will, nämlich sein Land weiterbringen. Obama will das vielleicht auch, doch trotz der wohlklingenden worte weiss er nicht, wie.

    • Haider
      22. Dezember 2013 00:21

      Woran liegt es wohl, daß jemand wie Chodorkowski in unseren Medien so hochgepuscht wird und kaum einer etwas dagegen zu sagen wagt?

    • Helmut Oswald
      22. Dezember 2013 01:04

      Sensenmann - exakt und geradeheraus. Der steuer- und verwaltungstärkste Staat unserer Geschichte schafft es nicht, Bilanzfälscher und Anlagebetrüger, die uns, unser monetäres System und unsere Wirtschaft massivst und vorsätzlich beschädigt haben, vor Gericht zu bringen. Während Staatsanwälte Lappalien und Gesinnungsdelikte verfolgen, während tausende von Polizeibeamten jeden Temposünder und Falschparker in diesem Land verfolgen legen sie den Chodorkowskis unserer Breiten, die beispielsweise Goldmann und Sachs heissen, oder in der EZB und der griechischen Regierung sitzen, keineswegs Handschellen an. Dieselben Inquistoren, die täglich wegen kleinster Verfehlungen auf den Staatsbürger drücken, sehen sich regelmäßig ausser Stande, der politisch gestützten organisierten Kriminalität ans Leder zu gehen. Folgerichtig hat sich ja der künftieg Justizminister in diesme Sinn schon zuvor betätigt. Als Anwalt eines Mordverdächtigen diesen gehörig zu vetreten, ist seine Pflicht gewesen, diesem wechselndes Quartier und Briefkstenadressen in seinen Liegenschaften zu gewähren, wohl keinesfalls. Aber wenn die transatlantischen Freunde des Josef Pröll pfeiffen, dann hüpft der CV halt auf Kommando.

    • J.H.
      22. Dezember 2013 01:30

      @Sensenmann

      Und nicht zu vergessen, daß Chodorkowski seinen milliardenschweren Öl- und Rohstoffkonzern in der Wall Street an die Börse bringen wollte, um ihn so endgültig dem russischen Zugriff zu entziehen.
      Putin zog als Gebot der Stunde völlig berechtigt die einzig richtige Notbremse.
      Dieser Präsident ist nach Jelzin und Konsorten ein Segen für Rußland!

    • Nitup (kein Partner)
      22. Dezember 2013 07:50

      @Wertkonservativer

      "...bitte 3. Fall beachten!"
      wenn Sie schon so gescheit sind, dann hätten Sie beim Lesen auch mitbekommen müssen, dass der Sensenmann Sie nicht explizit angesprochen hat.

    • Wertkonservativer
      22. Dezember 2013 09:01

      hat er mich schon, Nitup (kein Partner):
      Sie finden in dem langen Sermon immer wieder Spitzen gegen den Wertkonservativen.
      Also was soll's? Stört mich ja nicht wirklich, ist jedoch Tatsache!

    • Scheherazade
      22. Dezember 2013 11:01

      @Nitup
      Habe ich auch so verstanden. Es gibt ja wohl nicht nur einen Wertkonservativen hier im Blog...

    • Wertkonservativer
      22. Dezember 2013 11:54

      Darf ich Ihnen widersprechen, @ Scheherazade (+Nitup):

      Herr "Sensenmann" verwendet in seiner langen Replik des Öfteren in direkter Anrede den großen Erstbuchstaben (Sie, Ihnen, Ihre usw.), womit ganz klar die Bezugnahme auf meine Person ausgedrückt wird.

      Es gibt zwar sicher etliche "Wertkonservative" in diesem Forum, jedoch eben nur einen Wertkonservativen, der, da der einzige sich offen Deklarierende, für seine Überzeugung halt auch immer wieder Watschen erntet!
      Konnte ich Ihre Meinung schlüssig entkräften, zauberhafte Scheherazade?

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      22. Dezember 2013 12:36

      @ WK

      Seien Sie doch ehrlich, für wertkonservative Ansichten haben Sie in diesem Blog keine Watschen geerntet, eher für Anbiederungen an den linken, zerstörerischen Zeitgeist. ;-)

    • Wertkonservativer
      22. Dezember 2013 13:04

      Meine Anbiederungen an den linken zerstörerischen Zeitgeist, @ Cotopaxi,
      müssen Sie mir erst einmal vorexerzieren!
      Sie sind nmA. in Ihrer ganzen Art viel eher ein Linker als ich, zumindest in der vom Volksmund üblicherweise für solche Leute verwendeten Sichtweise!
      Also dann, Herr Blog-Kollege!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Scheherazade
      22. Dezember 2013 21:03

      Wenn Sie meinen, dass Sie sich jeden Schuh anziehen müssen, dann sei Ihnen das unbenommen, aber ein bisserl mehr Gelassenheit würde Ihnen ganz gut tun, meine ich.

  16. A.K.
    21. Dezember 2013 12:37

    Ich möchte vorausschicken, daß ich mich in meinem bisherigen Leben um Sport nur so weit gekümmert bzw. mich körperlich betätigt habe, um praktischen Nutzen daraus zu ziehen. Also Gehen, Laufen, Springen, Werfen, Schwimmen, Selbstverteidigung, etc. um mit diesen Fähigkeiten im Alltag zu bestehen, bzw. sie praktisch nutzen zu können und natürlich auch um den Körper gesund zu erhalten. Praktische Anwendung also primär bei körperlicher Arbeit oder Freizeitgestaltung.
    Mannschaftsport im Sinne verbissener Fanatiker ist mir eher ein Greuel. Was mich aber zunehmend stört, daß z.B. Schwindel bei Sportarten bereits so ernsthaft von der Öffentlichkeit betrachtet und verfolgt wird, wie Betrug im täglichen Leben. Es fehlen nur mehr spezielle Sportgerichte mit Anklägern, Verteidigern und Richtern. Aber auch schon derzeit beschäftigen sich Gerichte mit diesen Dingen. Im Gegensatz zu meinem Empfinden, daß Sport sozusagen zum Privatleben gehört, wird von den Medien die industrielle Vermarktung des Sports - beginnend mit aufdringlicher Werbung, zur bis Vermarktung jedes Ergebnisses - betrieben. Ein Land, das seine Bedeutung nur mehr an seinen Sporterfolgen mißt, ist zu bedauern.

  17. Eva
    21. Dezember 2013 10:40

    Wenn das stimmt, was @Amalek am 19. 12. als Link in den Blog stellte, dann ist jegliche Kritik an Putin als antisemitisch zu werten. Dort heißt es wörtlich:

    "Die Mutter des Präsidenten [Putin] ist eine geborene Shelom, und Klein-Wladimir wurde in einer jüdischen Siedlung geboren, wo er auch aufwuchs."

    http://verbotenesarchiv.wordpress.com/2013/05/18/heilsame-ent-tauschung-wladimir-putin-ist-entlarvt/

    • simplicissimus
      21. Dezember 2013 11:24

      Aber, aber, Eva, Antisemitismus ist strafbar!

      Ist auch ganz logisch, denn dafuer ist Antislawismus, Antigermanismus, Antiromanismus, Antihamitismus, Antiindianismus, Antinegroismus, Antiamerikanismus, Antisinoismus, Antiinuitismus usw. nicht strafbar.

      Den Semiten ist etwas Furchtbares widerfahren. Dass dies auch anderen Voelkern geschah, tut nichts zur Sache, unsere lokalitaetsbezogene Anlassgesetzgebung hat sich hier wieder einmal einen historischen Meilenstein geschaffen. Ist sicher ein ewig gueltiges fundamentales Gesetz.

    • Nestor 1937
      21. Dezember 2013 13:27

      Vielleicht ist Putin Jude, aber sicher ist Chodorkovski Jude wie auch sein Förderer Jelzin laut Internet.

    • Eva
      21. Dezember 2013 14:46

      @Nestor 1937

      .......und alle Oligarchen.

  18. Gerhard Pascher
    21. Dezember 2013 09:05

    ad Chodorkowski vs. Putin:
    Der russische Führer Putin (lt. Gerhard Schröder: lupenreiner Demokrat!) beherrscht das Spiel "Zuckerbrot und Peitsche" perfekt. Nach einigen negativen Entscheidungen versucht er eben sein Image wieder etwas aufzupolieren. Hoffentlich verlieren die Beobachter (Journalisten und Politiker, bes. im Ausland) nicht das Gesamtbild aus dem Auge.

    ad Sport:
    Der Leistungssport hat mit dem Amateursport - wo Leute nach arbeitsreichem Tagesablauf in deren Freizeit Sport zur Ertüchtigung betreiben - überhaupt nichts (mehr) zu tun. Daher ist auch die Bezeichnung Sportler für hundertausende passive Zuseher bei den diversen Veranstaltungen unangebracht.

    Wer - so wie ich - Einblick in die drei von der Schweiz dort steuerbefreiten Sportorganisationen FIFA, UEFA und IOC hatte, der kann erkennen, dass es dabei nur um ein milliardenschweres "Geschäft" handelt. Ähnliches gilt auch für andere Aktivitäten, wie die des Herrn "Bernie" Ecclestone (Formel-1-Holding SLEC), WWF (Wrestling Federation), NFL (National Football League) u.v.a.m.

    Bei vielen Leistungssportarten ist auch Glück dabei bzw. entscheidet über Sieg schlussendlich das eingesetzte Material bzw. Bruchteile von Sekunden bzw. Zentimeter.

    Traurig ist es, dass sich diese Organisationen die TV-Übertragungsrechte für diese Großveranstaltungen teuer bezahlen lassen, welche beim ORF wiederum durch die Zwangsgebühren finanziert werden müssen.

  19. Wertkonservativer
    21. Dezember 2013 07:55

    Also, was hier auch immer Positives über Herrn Putin gesagt oder geschrieben wird:
    für mich ist er ein hemdsärmelig und nur mittels Ellbogentechnik und sein Geheimdienst-Wissen heraufgekommener Möchtegern-Kaiser! Ein billiger Apparatschik, wie er im Büchel steht!
    Sein herrscher-nachahmendes Gehabe im Kreml-Palast, die "Kaiserliche Garde", lächerlich kostümiert dem "Ersatz-Zaren" die Flügeltüren öffnend, das alles sind starke Anzeichen dafür, dass das Riesenland Russland noch einen langen Weg bis zur endgültigen Ein-und Festsetzung der Demokratie zu bewältigen haben wird.

    Michael Chodorkowski wirkt zwar sympathisch, ist jedoch durch seine "berufliche Tüchtigkeit" im Zusammenraffen von Volksvermögen in die eigene Tasche, sicher auch wieder nicht die richtige Persönlichkeit, um in Russland bessere politische und gesellschaftliche Verhältnisse einzuleiten und zur Entfaltung zu bringen.

    Die diversen Gnadenakte Putins wirken aufgesetzt, terminbezogen und insgesamt eher peinlich!
    Großspurig vorgebrachte, willkürliche Entscheidungen, an der Justiz vorbei, treffend: so handeln Usurpatoren seit eh' und je!

    Herr Putin wird mit Pomp und Getöse die kommende Winter-Olympiade eröffnen:
    alles schon dagewesen!!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • brechstange
      21. Dezember 2013 09:44

      Fein umschrieben im letzten Satz.

      Ich hoffe, dass Chodorkowski im Gefängnis vom Saulus zum Paulus geworden ist, weil die Hoffnung immer zuletzt stirbt. Wenn man aber anschaut, wie viele russische Gefangene zur kommunistischen Zeit zu "Dieben im Gesetz" wurden oder geblieben sind, sollten wir wachsam sein.

    • Karl Knaller
      21. Dezember 2013 09:49

      Schon wieder haben Sie's mit wenigen Sätzen auf den Punkt gebracht, werter Wertkonservativer! Wie wohltuend hebt sich von diesem "Ersatz-Zaren" (allein schon dafür:***) doch der Führer der westlichen Welt, der höfliche, kluge, bescheidene und doch so staatsmännische Barack Obama ab. Daß der Chodorkowski sich von dem nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion brach herumliegenden Volksvermögen durch kaufmännische Tüchtigkeit etwas zu sichern wusste, können gerade Sie und ich nicht wirklich verurteilen, nicht wahr? Und für Ihren sinnigen, freilich nur für die zeitgeschichtlich Gebildeten (wie mich) verständlichen Hinweis auf die Parallelen zur Olympiade München 1936 gleich noch einmal ***!

    • Cotopaxi
      21. Dezember 2013 10:23

      "Für mich ist er ein hemdsärmelig und nur mittels Ellbogentechnik und sein Geheimdienst-Wissen heraufgekommener Möchtegern-Kaiser! Ein billiger Apparatschik, wie er im Büchel steht!"

      Warum musste ich bei dieser Beschreibung zuerst an den Schwarzen Landesfürsten des WK denken? ;-)

    • terbuan
      21. Dezember 2013 10:25

      @Karl Knaller
      Absicht oder Verwechslung? ;-)
      Berlin 1936 - München 1972?

    • Cotopaxi
      21. Dezember 2013 10:42

      Schau, schau, jetzt schwingen schon die "Bürgerlichen" die Faschismus-Keule, wenn es ihnen opportun erscheint, sei es auch nur durch hinterfotziges Aufzeigen angeblicher geschichtlicher Parallelen. ;-)

    • Papalima
      21. Dezember 2013 10:59

      S.g.Wertkonservativer,
      danke für die präzise Formulierung des Gehabes des neuen roten Zaren. Besser kann man es nicht beschreiben.
      Jetzt aber zum zweiten Teil des AU-Blogs:
      Da reisen Politiker ohne ein Mandat in Bezug auf Sport zu allen möglichen Veranstaltungen und die Vermutung, daß es auf Kosten der Steuerzahler geschieht ist sicher nicht abwegig.
      Andererseits lobt man eine Staatsanwaltschaft, die das Leben eines Menschen zerstört, weil er sich von einem gutem Bekannten zum Oktoberfest einladen läßt - vielleicht war es sogar eine Gegeneinladung.
      Liegt der Unterschied darin, daß es sich in einem Falle um erworbenes privates Geld, im anderen erpresstes Steuergeld handelt?

    • Wertkonservativer
      21. Dezember 2013 12:44

      @ Karl Knaller (siehe auch meine Replik zum zweiten A.U.-Kommentar heute):

      Guter Mann, mit Ihren vordergründig positiven, jedoch hinterfotzig konträr gemeinten Repliken an meine Adresse sollten Sie langsam wieder Schluss machen.
      Allzuviele Wiederholungen der immer selben Masche wirken auf Dauer fad und - da die Stoßrichtung ja inzwischen offen liegt - nur mehr mäßig unterhaltsam!

      Solche Leute wie Sie, die vorzugsweise lediglich ausstallieren, ätzen und Blog-Kollegen madig machen, sind ja in den meisten Blogs und Diskussionsforen zu finden:
      echte Diskussionsbeiträge zu den einzelnen Themen sind von dieser Spezies Mensch selten zu lesen.
      Abschließend:
      tun Sie halt so weiter, wenn Sie's nicht lassen können; Ihre Reputation hier im Blog werden Sie damit wohl kaum steigern können!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      21. Dezember 2013 18:33

      Noch Antworten zu @ Cotopaxi:

      Ihr Vergleich Putin / Pröll hinkt schon sehr!
      Pröll ist - bei allen seiner auch weniger sympathischen Wesenszügen - ein seit Jahrzehnten für sein Land aufopfernd arbeitender Landespolitiker, schon vor seiner Kür als LHStv. tätig, und nach meinem bescheidenen Wissen nicht aus Geheimdienst-Kreisen, sondern aus Radlbrunn stammend!
      Ihr Scherz geht da halt ein wenig ins Leere.

      Zum Zweiten: was heißt hier "hinterfotziges Aufzeigen ....).
      Ja, ich habe an 1936 erinnert, wo ein hundertmillionenfacher Mörder Olympia als "Werbetrommel" für sein Regime benützt hat!
      Wo ist da die "Faschismuskeule"? Können Sie mir das verraten?
      Falls Sie Ihren Einwand ernst meinten, wären Sie wohl auch nicht mehr ernst zu nehmen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Lieber Augustin
      21. Dezember 2013 23:42

      @Karl Knaller: ******!
      Ich finde Ihren Beitrag erfrischend toxisch, ganz im Gegensatz zu Michler, der ihn als retrovaginal ausstalliert.

    • Herbert Richter (kein Partner)
      22. Dezember 2013 02:37

      Ein realitätsfremder ÖVP Büttel erdreistet sich einen welttragenden Staatsmann zu beschreiben - er sollte sich lieber an seinem hochgelobten, abservierten Reservenapoleon erproben. Gemessen an Putin wäre der Österreichverkäufer nicht einmal ein Wurm.

    • Cotopaxi
      22. Dezember 2013 06:09

      @ WK

      Verstehe ich Sie richtig, dass Sie einen mehrfach demokratisch zum Präsidenten bzw. Ministerpräsidenten gewählten Staatsmann auf die Stufe mit einem "millionenfachen Mörder" stellen und
      dass Sie die Regierung eines Landes, das Mitglied der G 8 und ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates ist, als "Regime" diffamieren. ;-)

    • Wertkonservativer
      22. Dezember 2013 07:30

      Sie plustern sich aber schon ein wenig auf, @ Cotopaxi!

      Natürlich gibt's da meilenweite Unterschiede, und ich will die russische "Demokratie" nicht schmälern oder heruntermachen.
      Im Willen, eine Internationale Sportveranstaltung zur Erhöhung des eigenen Ruhms und des Landes zu "vereinnahmen", ähneln sich beide "Staatsführer" schon, oder?
      Aber ausschließlich in diesem Zusammenhang, das sei hier klar ausgedrückt!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      22. Dezember 2013 07:53

      @ WK

      Allein dadurch, dass Sie den Begriff Demokratie im Zusammenhang mit Russland unter Anführungszeichen setzen, zeigen Sie, dass Sie die dortige Demokratie in gewohnter hinterfotziger Art doch schmälern und weiterhin heruntermachen wollen.

    • Wertkonservativer
      22. Dezember 2013 09:09

      Ich gebe halt meiner Meinung Ausdruck:
      Meinungs- und Gedankenfreiheit sind hier doch hoch im Kurs, oder?
      Sie verbeissen sich schon ein bissl sehr in die - manchmal sicher subjektiven - Meinungsäußerungen des Wertkonservativen, scheint's!
      Nun, wenn's Ihnen Spaß macht!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  20. simplicissimus
    21. Dezember 2013 04:22

    Sport ist auch noch etwas ganz Wichtiges: Nämlich Vorbild für uns, wie man durch Anstrengung, Ausdauer, Ehrgeiz und natürlich auch Talent Leistung ständig steigern und etwas weiterentwickeln kann. Diese Vorbilbwirkung soll nicht unterschätzt werden.
    Daß jedes Ding zwei oder mehrere Seiten hat und mißbraucht werden kann, gilt ja eigentlich für alles, nicht nur für den Sport.
    Abgesehen davon bin ich dafür, daß Werbung für politische Parteien, Homosexuelle und Religionen gemacht werden darf. Wobei Kinder- und Jugendschutz einzuhalten ist. Gleichzeitig wird man aber auch das Recht haben dürfen, politische Parteien, Homosexuelle und Religionen laut und offen zu kritisieren.

    • simplicissimus
      21. Dezember 2013 09:02

      Nachtrag: Nur der Staat soll fuer oben genannte Gruppen keine Werbung machen duerfen, da er sich bei diesen Themen neutral zu verhalten hat, das versteht sich ja von selbst. Dieses Prinzip wird leider immer oefter gebrochen.

    • brechstange
      21. Dezember 2013 09:46

      Transparenz der Mittelherkunft sollte aber bis auf den letzten Pfennig gefordert sein. Dann sehe ich kein Problem.

    • simplicissimus
      21. Dezember 2013 10:36

      Richtig Brechstange, Transparenz muss sein. Diese muss man von den oeffentlichen Koerperschaften verlangen, bei Privaten geht es aber nur das Finanzamt und eventuell die Polizei bei vermuteter Strafbarkeit etwas an.

    • brechstange
      21. Dezember 2013 11:02

      Transparenz bei Privaten, stimmt das geht nur dem Finanzamt etwas an. Wenn ein Privater aber an eine Partei spendet, muss die Partei das transparent machen.

    • Herbert Richter (kein Partner)
      22. Dezember 2013 02:47

      Jeder sollte mit eigenem Geld machen dürfen was auch immer. Niemals jedoch dürfen Spenden jeglicher Art steuerlich absetzbar sein, da diese Mindersteuer gegenteiliger Meinung zur Mehrheit sein können und der Finanzierung staatlicher Aufgaben für die Allgemeinheit somit entzogen ist.
      Gilt natürlich ebenso für "Entwicklungshilfen", da diese Gelder dem autochthonen Volke fehlen.

    • Torres (kein Partner)
      22. Dezember 2013 11:33

      Ganz richtig: Werbung und Kritik soll und muss erlaubt sein. Letzteres ist aber durch den links-grünen gutmenschlich-feministischen Meinungsterror in den letzten Jahren, der auch immer mehr in gesetzlichen Maßnahmne seinen Niederschlag findet, kaum mehr möglich, man sitzt auch für eher harmlose Meinungsäußerungen sehr schnell wegen "Verhetzung" im Gefängnis. Liberaler als Putins Russland sind wir hier in der EU ganz sicher nicht.





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