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Wie verschuldet ist die Republik? drucken

Lesezeit: 2:30

"Schulden wie ein Stabsoffizier" ist eine vernichtende Bezeichnung für jemanden, der hoffnungslos in der Hand seiner Gläubiger ist. Heute würde ein besitzloser Stabsoffizier freilich niemals mehr viel Kredit bekommen. Die Republik Österreich aber schon. Sie findet sogar Käufer für Anleihen mit hundertjähriger Laufzeit, weil ja 2,1 Prozent Zinsen immer noch mehr sind als alles Vergleichbare. Und die langfristige Kreditwürdigkeit schauen sich die Anleger beim Staat nicht an. So wie einst bei Stabsoffizieren.

Sie meinen: Die Republik ist zwar schwer verschuldet, aber sie schafft das schon, sie hat das ja schon ein Dreivierteljahrhundert geschafft.

Die Fakten sollten aber realistisch machen. Wie etwa:

  1. Laut IWF hat es in der Geschichte schon Hunderte Staatsbankrotte gegeben, wo also Staaten ihre Zahlungspflichten gebrochen haben.
  2. Alleine für Österreich werden fünf gezählt.
  3. Zwar geht derzeit die in Prozenten der jährlichen Gesamtwirtschaftsleistung, also des BIP, gemessene Staatsverschuldung leicht zurück. Dies aber allein als Folge der Negativzinspolitik der Zentralbank, und trotz jährlicher Staatsdefizite (was eine gigantische Umverteilung von den Sparern zu den Staatsbudgets bedeutet). Dennoch wird dieser Wert auch Ende 2017 deutlich über 80 Prozent liegen. Während er zehn Jahre davor noch 60 Prozent gewesen ist.
  4. Zwischen 2000 und 2007 hat er den einzigen echten Rückgang erlebt (von 68 auf 60 Prozent). Das war Folge einer eisernen Sparpolitik. Da aber heute echtes Sparen als unpopulär gilt – was wahrscheinlich gar nicht stimmt –, fehlt in den Wahlprogrammen fast jede konkrete Ansage dazu. Ganz im Gegenteil: Alle versprechen neue Wohltaten.
  5. Wer glaubt, Österreich würde in der Stunde der Not europäischen Beistand bekommen, der irrt. Schon jetzt ist nämlich klar: Eine Wiederholung der Griechenland-"Rettung" ist aus vielen Gründen unmöglich.
  6. Sollte die EZB ihre Negativzinspolitik zugunsten der Defizitpolitiker noch lange fortsetzen, dann droht eine Mega-Inflation. Was für Anleihe-Besitzer dasselbe bedeutet wie ein Bankrott des Schuldners.

Vor allem aber sollte man wissen: Die offizielle Quote von 84 Prozent misst nur einen Bruchteil der echten Staatsschulden. Diese liegen in Wahrheit weit über 300 Prozent. Sie bestehen vor allem in Pensionszusagen, die laut Verfassungsgericht durch den Staatshaushalt "garantiert" sind. Für diese millionenfachen Zusagen ist aber kein Cent rückgestellt.

Dabei weiß jeder Kaufmann, dass er in einer ähnlichen Situation zur Bildung von Rückstellungen sogar verpflichtet wäre, will er nicht im Gefängnis landen. Daran ändert es nichts, wenn diese Garantien nicht vom Kaufmann (dem Staat) selber gegeben worden sind, sondern von einer Tochterfirma, für die er voll haftet (der Pensionsversicherung).

Ebenso ist das Argument unseriös, dass ja auch in Zukunft Pensionsbeiträge fließen werden. Denn:

  1. Würde dieses Argument stimmen, wären ja auch die 84 Prozent kein Problem: Auch Steuereinnahmen werden weiterhin erhofft.
  2. Die Pensionsbeiträge decken wegen der steigenden Lebenserwartung jetzt schon immer weniger die Renten.
  3. Die Zahl der Beitragszahler ist total konjunkturabhängig.
  4. In Kürze gehen die Babyboomer in Pension - und überall fehlt qualifizierter Nachwuchs.
  5. Kein einziger Politiker seit Wolfgang Schüssel hat gewagt, von Pensionsreformen auch nur zu sprechen.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung "Börsen-Kurier" die Kolumne "Unterbergers Wochenschau".

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  1. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    20x Ausgezeichneter Kommentar
    21. September 2017 05:58

    Viele sahen die Verschuldung Österreichs nach der Regierung Kreisky-Androsch schon bedrohlich, weil ja Kanzler Kreisky von seinem Vorgänger Klaus, nach heutigen Maßstäben, ein schuldenfreies Österreich übernommen hatte.

    Aber die Chance, daß sich Österreich verfassungsgemäß zu einer stabilen Demokratie
    nach dem Vorbild der Schweiz entwickelt, war nach Kanzler Kreisky noch nicht wirklich bedroht.

    ÖSTERREICHS INTERNATIONALE RPUTATION WAR NACH DER ÄRA KREISKY IN JEDER HINSICHT HERVORRAGEND.

    Viele patriotische Österreicher, welche MIT KREISKY EIN STÜCK SEINES POLITISCHEN WEGES GEGANGEN WAREN, glaubten nun, der nach wie vor marxistische Sozialismus sei dauerhaft eine Option als staatstragende Partei.

    VRANITZKY HAT UNS ABER DANN ALS FINANZMINISTER UND LANGZEITKANZLER GEZEIGT, DASS SOZIALISMUS BONZENFEUDALISMUS UND EXPLODIERENDE STAATSSCHULDEN UND DAMIT MITTELFRISTIG ELEND BRIGT.

    WAHLTAG IST ZAHLTAG !

    Reduzieren wir auch die SPÖ zu einen bedeutungslosen Kleinpartei vom Range der KPÖ !


    In Deutschland soll Schulz mit seiner SPD nur mehr 8% vor der AFD liegen.
    Auch die, in Wahrheit marxistischen, GRÜNEN nähern sich sowohl in Österreich, als auch in Deutschland einer Schwelle, bei welcher der Einzug in die Parlamente fraglich ist.

  2. Ausgezeichneter KommentatorTegernseer
    19x Ausgezeichneter Kommentar
    21. September 2017 06:24

    Verstärkt wird diese Problematik noch erheblich aufgrund der zugereisten Neubürger, von denen kaum jemand nennenswerte Beiträge für das Pensionssystem leisten wird, dafür aber Sozialleistungen in Hülle und Fülle kassiert.
    Noch ein Beispiel eines Bekannten: 20 Jahre eingezahlt in das österreichische Pensionssystem, davon 15 Jahre Höchstbeitrag. Derzeitig erwartbare Pension: 993 Euro. Zieht man die SV-Beiträge noch ab, bleiben ca. 840 Euro übrig, ungefähr genauso viel wie die Mindestsicherung für einen angeblichen Flüchtling.

  3. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    21. September 2017 02:02

    Der sechste Staatsbankrott ist bestimmt von den Politikern eingeplant. Welche er in der Amtszeit treffen wird bleibt abzuwarten.
    Noch ist Gelegenheit für einige Staatsanleihen....

  4. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    21. September 2017 08:27

    O. T.

    ORF III Wahl 2017 20:15 - 21:51 Wahlkampfleiter diskutieren unter Moderator Adrowitzer.

    SPÖ - Niedermühlbichler, ÖVP - Köstinger, FPÖ - Kickl, GRÜNE - Robert Luschnik, NEOS - Nikolei Donik.

    Für Viele war Wendehals Van der Bellen der Letztgereihte bei der Wahl für die Hofburg.
    Lothar Lockl als grüner Wahlkampfleiter dieses, ach so unabhängigen, VDB beeindruckte über die Parteigrenzen hinaus so sehr, daß ihn die GRÜNEN sogar als Nachfolger für Eva Glawischnig aufstellen wollten.

    Nach dieser Sendung muß man wohl auch, völlig unabhängig von der Parteipräferenz
    feststellen:

    FPÖ - WAHLKAMPFLEITER KICKL IST SEINEN KOLLEGEN DER ANDERN PARTEIEN IN JEDER HINSICHT HAUSHOCH ÜBERLEGEN !

    Daß die GRÜNEN diesen Robert Luschnik anstatt Lockl zum Wahlkampfleiter machten, paßt zum selbstmörderischen Verhalten dieser, grün getarnten, linksextremen Partei.

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    21. September 2017 14:40

    OT---aber vorhin im MJ vernommen: eine "gute Nachricht", wie es hieß:

    "Wieder mehr Meeresschildkröten"

    Alles schön und gut; aber wäre es nicht höchste Zeit, eine weitere BEDROHTE ART, nämlich den BLONDEN, BLAUÄUGIGEN, HELLHÄUTIGEN Menschentypus in buchstäblich letzter Minute auf die ROTE LISTE zu setzen, um diese AUSSTERBENDE ART zu RETTEN?
    Bei den bedrohten Meeres-Schildkröten hat man gute Erfolge erzielt; sie vermehren sich wieder. Der HAUPTFEIND ist dort wie da der MENSCH...

    An welche Stelle muß man sich wenden, um zu erreichen, daß der vom AUSSTERBEN bedrohte BLONDE, BLAUÄUGIGE Menschentypus mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unter strengen ARTENSCHUTZ gestellt wird?

    http://oe1.ORF.at/player/20170921/486366/124436

    PS: Ich freue mich, daß die Bemühungen zur Rettung der im Aussterben begriffenen Meeresschildkröten von Erfolg gekrönt sind, aber, offen gestanden, der FORTBESTAND der blonden, blauäugigen, hellhäutigen Menschen ist mir 100.000-mal wichtiger! Sind sie einmal vom Globus verschwunden, kann man sie nie mehr "herausmendeln"---aber ich fürchte, genau DAS ist das Programm.....

  6. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    21. September 2017 09:31

    Der Schuldenberg wird verschwinden, nicht immer ist dazu ein Konkurs das gewählte Mittel. Eigentlich wird es erst nach dem Konkurs oder der Geldentwertung bitter, außer für ein paar komplette Idioten, welche ernsthaft Versicherungssparmodelle eingegangen sind oder gar selber staatliche Anleihen gekauft haben.
    Daher muss es auch nicht zu einer gröberen Geldentwertung kommen, wenn die staatlichen Schuldtitel einfach wertlos werden und die Firmen mittels staatlich unterstütztem Konkurs die ‚pösen‘ Gläubiger los werden, so werden Unsummen an Geld vernichtet – da haben wir dann eher Deflation; eine einzige Abstimmung im Nationalrat reicht. Natürlich, momentan sieht es nach Geldentwertung via EZB aus, aber das kann sich ändern!

    Aber nach dem Konkurs kommen die unschönen Zeiten, denn dann muss der Staat ja weiterlaufen und bekanntlich sehen sich die Beamten und Politiker ja nicht als Diener der Bürger, sondern als Anspruchsberechtigte, welche das Gewaltmonopol innehaben. Da kommen dann traditionell Sondersteuern, also Vermögensentzug, Zwangskredite usw. Wer zu viele immobile Anlagen hat, der wird sich wunder. Am meisten wundern werden sich aber wie üblich die Minderleister, denn bei denen gehen die Lichter aus, aber soweit es um Österreicher geht, so waren auch diese die Masse der Wähler, wenn das Wort Gerechtigkeit zutrifft, dann hier. Unschöner wird es mit den Nicht-Bürgern, denn die absolut nicht integrierten Neubürger zeigen schon bei Katastrophenfällen oder einem Abschiebebefehl wie sie sich dann zu verhalten gedenken: Morden, Plündern, Vergewaltigen.

    Man sieht, das geisteskranke Gutmenschentum hat selbst den regelmäßig wiederkehrenden Staatsbankrott verschlimmert.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    21. September 2017 08:08

    Wir haben eine Ausarbeitung für eine Pensionsreform mit Eingriffen in die Luxuspensionen, die gerade mal zu 17 % durch Einzahlungen gedeckt sind.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKlaus Kastner
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    21. September 2017 12:31

    Wenngleich Staaten auch über eigene Vermögenswerte verfügen, reichen sie normalerweise nicht aus, um in irgendeiner Weise die Staatsschulden zu besichern. Die Bonität eines Staates beruht auf dem Potential seiner Bürger, dem Staat Steuern abzuliefern. In Summe haben Österreicher sehr hohe Einkommen und sehr hohe Vermögenswerte (zukünftige Erbschaften). Da verbirgt sich enormes Besteuerungspotential, auf das der Staat im Falle eines Falles zurückgreifen könnte (und sollte Österreich einmal unter die Herrschaft einer Troika fallen, dann würde diese Troika mit Sicherheit vom Staat verlangen, auf dieses Besteuerungspotential zurückzugreifen).

  2. Ausgezeichneter KommentatorMarcus Aurelius
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    23. September 2017 18:21

    Sehr geehrter Dottore Unterberger,
    Schulden "wie ein Stabsoffizier" gab es nicht in der guten alten Monarchie. Stabsoffziere waren meist adelig und kamen aus wohlbetuchten Familien, die auch die gewagtesten Eskapaden abfedern konnten.
    Die Redewendung damals, von meiner Uroma überliefert, lautete "Schulden wie ein Gardeoffizier". Das waren Buam, die nach Körpergröße und Fitness ausgesucht wurden, aber aus dem minder betuchten Volk kamen — und bei ihrer Verehelichung die Offizierskaution aufzubringen hatten, was oft nur über Kredite möglich war.

    Allerdings waren die k.k. Gardeoffiziere charakterlich solider als alles, was heute im Parlament und in so gut wie allen Ämtern sitzt.

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  1. Norbert Mühlhauser
    24. September 2017 07:04

    "Dabei weiß jeder Kaufmann, dass er in einer ähnlichen Situation zur Bildung von Rückstellungen sogar verpflichtet wäre, will er nicht im Gefängnis landen. Daran ändert es nichts, wenn diese Garantien nicht vom Kaufmann (dem Staat) selber gegeben worden sind, sondern von einer Tochterfirma, für die er voll haftet (der Pensionsversicherung).

    Ebenso ist das Argument unseriös, dass ja auch in Zukunft Pensionsbeiträge fließen werden. Denn:

    1.Würde dieses Argument stimmen, wären ja auch die 84 Prozent kein Problem: Auch Steuereinnahmen werden weiterhin erhofft."


    Sg Herr Unterberger,

    nicht alles, was hinkt, ist auch ein Vergleich!


    Unser gesetzliches Pensionsversicherungssystem basiert auf dem Umlageverfahren statt dem Kapitaldeckungsverfahren, und stützt sich daher schon begriffsgemäß auf zukünftige Einzahlungen, wie auch auf Zuwächse bei den Beitragsleistungen infolge des Wirtschaftswachstums, weshalb jeder Pensionist als noch Aktiver viel weniger einzahlen kann als er später ausgezahlt bekommt.

    Die die eigenen Beiträge übersteigenden Pensionsleistungen wurden daher bislang verlässlich von der nachfolgenden Generation der Aktiven erarbeitet.

    Wollte man in dieses Pensionssystem Rücklagenerfordernisse hineinreklamieren, liefe es nach dem Kapitaldeckungsverfahren und eben nicht nach dem Umlageverfahren. Ganz nach dem Motto: Und wenn meine Oma Radeln hätt', wär sie ein Omnibus ...

    • Norbert Mühlhauser
      24. September 2017 17:27

      Soweit Herr Unterberger allerdings die Bundeszuschüsse ("Ausfallhaftungen") zu den Pensionsversicherungsleistungen ansprechen wollte, so sind diese seit dem Krisenjahr 2009 (als Folge der Subprime-Krise 2008) nicht mehr besorgniserregend gestiegen. Dabei bezieht sich diese meine Aussage allerdings nur auf die Gesamtheit der Pensionszahlungen nach dem ASVG, dem GSVG und dem BSVG (es gibt andere Bundeszuschüsse in das SV-System auch noch).

      Seit 2005 bis 2015 entwickelte sich diese Zuschüsse in Prozenten des BIP wie folgt:

      1,70/1,65/1,57/1,68/2,07/2,20/2,14/2,30/2,29/2,34/2,22

    • Norbert Mühlhauser
      24. September 2017 17:29

      - werfe noch ein "n" nach! ("entwickelten")

    • Norbert Mühlhauser
      24. September 2017 17:32

      Als Quelle sei auf das "Statistische Handbuch der österreichischen Sozialversicherung 2016" verwiesen.

    • Norbert Mühlhauser
      24. September 2017 17:39

      Daselbst besonders ab S 168.

      Danach entwickelten sich diese Bundeszuschüsse in nackten Zahlen wie folgt:

      2005: 4.307.133.398,00
      2006: 4.386.869.634,00
      2007: 4.438.647.997,00
      2008: 4.903.960.830,00
      2009: 5.927.846.595,00
      2010: 6.481.574.097,00
      2011: 6.603.346.736,32
      2012: 7.291.186.143,51
      2013: 7.391.118.364,56
      2014: 7.715.278.118,61
      2015: 7.488.870.991,65

  2. Ökonomie-Vergelter
    23. September 2017 20:32

    Die öffentlich-rechtliche Schuldenlast wird wohl nicht "über achtzig", sondern eher an die neunzig Prozent des (bisher üblichen) BIP-Standards betragen. Das hängt damit zusammen, dass seitens der EU eingeführte Änderungen in der volkswirtschaftlichen ('vwl') Gesamtrechnung ('VGR') die nationalökonomische Bilanz über Gebühr aufblähen ("Europäisches System der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung 2010" - kurz ESVG 2010), und damit das BIP nach neuer Berechnung größer erscheinen lassen als es tatsächlich ist.

    Waren früher Ausgaben in Forschung und Entwicklungen ('FuE') ein (Vermögens-)Verbrauch, der nur dann zu Vermögensaufbau führte, wenn dieser Forschungsaufwand auch tatsächlich zu Ergebnissen führte, die in der Wirtschaft von Nutzen sind, oder zumindest verwertbare Patentrechte abwerfen, unterstellt nun die Bonzokratie mit dem Anbruch des ESVG 2010 einen vwl Vermögenszuwachs allein durch Forschungsaufwendungen schon an sich, dessen Substanz erst im Laufe der Jahre einer Abnützung (bzw ratenförmigen Abschreibung) unterliegt.

    Wenn also der Staat die Genderforschung fördert, oder Forschung über das Überhandnehmen des rechten Terrors und die Diskriminierung islamischer Funadamentalisten, oder das Liebesleben der Störche, oder was auch immer zu keinen Ergebnissen führt, welche im internationalen Handel irgendeinem Privaten Geld entlocken könnten, dann gilt der Aufwand nunmehr als Vermögenssubstanz, der wie eine Anlageinvestition aktiviert wird, und dies selbst dann wenn es sich eigentlich um verlorenen Aufwand, also eine Sackgasse handelt. In der Privatwirtschaft könnte man das ja als halb so schlimm erachten, weil die Wirtschaft sich auch so jede Ausgabe gut überlegt, aber in Bezug auf die staatliche Forschungsförderung und öffentlich-rechtliche Forschungsprojekte ist das eine Katastrophe!

    Wir dürfen uns auf immer mehr derartiges Volksvermögen freuen (gute Nacht!). Ich kann dazu nur sagen:

    Die neuen Eliten bedienen sich. Wie weiland im Ostblock will man eine privilegierte Kaste schaffen, deren Nutzen völlig unabhängig von tatsächlichen Leistungen, also tatsächlichem Vermögensaufbau, außer Zweifel gestellt zu sein hat.

    Quellen:

    Eine knappe Übersicht, dort gleich der erste Punkt (der Link reagiert träge):

    http://ec.europa.eu/eurostat/documents/737960/738001/2_1_Major_methodological_differences_ESA95_ESA2010.pdf

    Eine weitere Übersicht, hier vor allem die Seite 2:
    https://www.destatis.de/DE/Methoden/VGRRevision/Revision2014_pdf.pdf?__blob=publicationFile

    Von Eurostat, umfassende ESVG 2010 Darstellung, aber vor allem ab S 78 relevant:
    http://ec.europa.eu/eurostat/documents/3859598/5925749/KS-02-13-269-DE.PDF

  3. Marcus Aurelius (kein Partner)
    23. September 2017 18:21

    Sehr geehrter Dottore Unterberger,
    Schulden "wie ein Stabsoffizier" gab es nicht in der guten alten Monarchie. Stabsoffziere waren meist adelig und kamen aus wohlbetuchten Familien, die auch die gewagtesten Eskapaden abfedern konnten.
    Die Redewendung damals, von meiner Uroma überliefert, lautete "Schulden wie ein Gardeoffizier". Das waren Buam, die nach Körpergröße und Fitness ausgesucht wurden, aber aus dem minder betuchten Volk kamen — und bei ihrer Verehelichung die Offizierskaution aufzubringen hatten, was oft nur über Kredite möglich war.

    Allerdings waren die k.k. Gardeoffiziere charakterlich solider als alles, was heute im Parlament und in so gut wie allen Ämtern sitzt.

  4. SchauGenau (kein Partner)
    23. September 2017 14:03

    Ich halte die Prozentangaben zum BIP ohnehin schon für mehr als Beschönigend.

    Wesentlich informativer wäre die Relation zu den Staats-Einnahmen, da sieht's für 2016 so aus:
    Defizit: 3.1%, Schuldenstand (ohne Zukunftsverpflichtungen): 170.8%
    Da kann sich jeder für sich selbst selbst ausrechnen, ob Schulden in der Höhe des 1,7-fachen Jahreseinkommen bedenklich wären.

    Noch besser wäre die Relation zum Budgetspielraum, aber da wäre der Horror wahrscheinlich nicht verkraftbar...

  5. bürgerIn (kein Partner)
    23. September 2017 09:20

    was erwartet man von einem staat, der bevorzugt bevölkerungssegmente schnell einbürgert und dann alimentiert? kreieren die regierenden doch damit das wählerpotential, das ihre macht absichert.
    es passt nichts mehr zusammen. wer erinnert sich an josef klaus, der kreisky ein ausgeglichenes budget und volle kassen hinterließ? und seither wirtschaften die roten unter serviler haltung der övp, was das zeug hält - bis es keinen halt mehr gibt. vermögen schaffen, vermögen erhalten - kennt das noch jemand? diese gruppe wird gerade von rot/grün sogar per wahlplakat öffentlich diskriminiert, ohne das zb der orf eine richtigstellung (heißt dort faktencheck...) einfordert. verlogen, verbogen, der staa

  6. McErdal (kein Partner)
    23. September 2017 07:45

    ***DER GROESSTE VERRAT | INFOS ZUR BT Wahl 2017*****
    w w w . y o u t u b e . c o m/watch?v=v2No2xhR4mw
    Klaus Jäger erklärt Euch die Barcelona-Euro Mediterranean Declaration v. 1995
    Klaus Jäger übersetzt die englischen Passagen.........
    Diesen Verrat haben alle POLITDARSTELLER und MEDIEN begangen -
    wann endlich empört Ihr Euch ?
    Am Ende dieses Vortrages werdet Ihr über diesen Verrat fassungslos sein !

  7. Undine
    21. September 2017 20:54

    OT---aber wenn Sie Freude an einer grandiosen Rede haben und das schöne Gefühl genießen wollen, endlich einmal beruhigt schlafen zu können, weil es doch noch aufrechte Männer und nicht nur Schlappschwänze gibt, denen---in diesem Fall Deutschland---am Herzen liegt, dann klicken Sie dieses Video an! Schade nur, daß es nicht länger dauert:

    "Jörg Meuthen zerfetzt die Bundesregierung in der Luft - Abensberg 04.09.17"

    https://www.youtube.com/watch?v=STUV_WLnb_o

    • Brigitte Imb
      21. September 2017 21:16

      Bravo!

      Hoffentlich fährt die AfD am Sonntag ein anständiges Ergebis ein.

    • Tiroler Madl
      22. September 2017 09:13

      Danke für den Link! Selten so eine unterhaltsame und zugleich wahre Politikerrede gehört. In Deutschland müsste jedoch ein Wunder geschehen, damit sich wirklich etwas ändert, für Österreich habe ich wenigstens noch Hoffnung.

    • Herbert Richter (kein Partner)
      23. September 2017 14:34

      Chapeau, allerdings hege ich berechtigte Zweifel ob der Realisierungsfähigkeit der Deutschen. Bin sehr oft am Tegernsee mit seinen Gutbetuchten in Top Positionen, seinen Prominenten, ok die zählen nicht, die würden auch schwören, daß die Erde eine Scheibe ist, würde dies ihr Hurensalär aufstocken.
      In Diskussionen mit diesen "Größen" tritt eine Naivität zu Tage, die mich jedesmal staunend fragen läßt, wie die ihre Position erreicht haben. Firmenerben ausgenommen, eh klar. In Geschichtsfälschung hat die Morgenthaufraktion ganze Arbeit geleistet, nebbich, bei diesen Spindocs!
      Ich sehe ich schwarz (hoppla) für den Sonntag! Die nächsten Jahre werden spannend, gut werden sie mit Sicherheit nicht.

  8. Brigitte Imb
    21. September 2017 17:58

    Die finanzielle Verschuldung des Staates ist die eine unangenehme Seite, die ja schon reichen müßte um die Politiker zu "entlassen".
    Die zweite ist die moralische Verschuldung am Volk.
    Es wird weder für Ordnung noch für Recht gesorgt, die Bürger sind hilflos ausgeliefert.

    So darf sich z.B. ein Somalier in Schweden aufhalten, dort seine Frau beinahe ermorden, um dann als Flüchtling (ohne Papiere) bei uns einzureisen und den Asylstatus zu erhalten.

    http://www.krone.at/oesterreich/fluechtling-in-wien-als-schwerverbrecher-entlarvt-axtattacke-auf-frau-story-589789

    WIE VIELE solcher "Goldstücke", die den Behörden das Blaue vom Himmel lügen, halten sich in Ö ( in Europa) auf?

  9. Brigitte Imb
    21. September 2017 17:15

    Sarrazin rechnet den Deutschen vor, daß die Einwanderung - ohne Familiennachzug - 1Billion € kosten wird. Sauber. Macht dann bei uns in Ö 100 Mrd. € aus.

    "Sarrazin rechnet hoch und erklärt, wenn man alle bisher Eingewanderten bis weit ins Rentenalter hinein finanzieren will, koste uns das ca. 1 Billion (1000 Milliarden). Und das ganz ohne Familiennachzug."

    http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/thilo-sarrazin-ueber-einwanderung-wir-haben-keine-moralische-pflicht-a2221996.html

  10. Undine
    21. September 2017 14:40

    OT---aber vorhin im MJ vernommen: eine "gute Nachricht", wie es hieß:

    "Wieder mehr Meeresschildkröten"

    Alles schön und gut; aber wäre es nicht höchste Zeit, eine weitere BEDROHTE ART, nämlich den BLONDEN, BLAUÄUGIGEN, HELLHÄUTIGEN Menschentypus in buchstäblich letzter Minute auf die ROTE LISTE zu setzen, um diese AUSSTERBENDE ART zu RETTEN?
    Bei den bedrohten Meeres-Schildkröten hat man gute Erfolge erzielt; sie vermehren sich wieder. Der HAUPTFEIND ist dort wie da der MENSCH...

    An welche Stelle muß man sich wenden, um zu erreichen, daß der vom AUSSTERBEN bedrohte BLONDE, BLAUÄUGIGE Menschentypus mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unter strengen ARTENSCHUTZ gestellt wird?

    http://oe1.ORF.at/player/20170921/486366/124436

    PS: Ich freue mich, daß die Bemühungen zur Rettung der im Aussterben begriffenen Meeresschildkröten von Erfolg gekrönt sind, aber, offen gestanden, der FORTBESTAND der blonden, blauäugigen, hellhäutigen Menschen ist mir 100.000-mal wichtiger! Sind sie einmal vom Globus verschwunden, kann man sie nie mehr "herausmendeln"---aber ich fürchte, genau DAS ist das Programm.....

  11. socrates
    21. September 2017 14:39

    O.T. La policière municipale de Nice qui accusait Bernard Cazeneuve d'avoir exercé des pressions sur son service, ne sera pas condamnée. Jugée pour 'diffamation", elle a été relaxée.
    C'était un jugement attendu. Ce jeudi, le tribunal correctionnel de Paris a décider de relaxer la policière municipale de Nice Sandra Bertin. Elle était jugée pour "diffamation", après une plainte déposée par l'ancien ministre de l'Intérieur Bernard Cazeneuve.
    Peu après l'attentat du 14 juillet 2016 sur la promenade des Anglais, Sandra Bertin avait affirmé avoir subi des pressions venues de Paris alors qu'elle rédigeait un rapport sur la base d'images de vidéosurveillance. Le ministère public qui y a vu le "fantasme" d'une policière surmenée, avait requis sa relaxe.
    Die diensthabende Polizistin Sandra Bettina schrieb einen Bericht über die Fälschung der Videoüberwachung bei und nach dem Attentat in Nizza. Der Innenminister Bernard Fahrzeuge bezeichnete das als Fantasie einer überforderten Frau und ordnete ihre Entlassung an und zeigte sie wegen Diffamation an. Das Appelationsgericht sprach sie frei.
    Man sieht, wie weit es im Rechtsstaat Frankreich gekommen ist.

  12. Riese35
    21. September 2017 14:29

    OT: ORF plant, in Hinkunft die Reden von Kern zu unterdrücken bzw. auszublenden.
    Siehe: http://orf.at/stories/2407890/

  13. Politicus1
    21. September 2017 12:43

    Hier reden alle von SCHULDEN.
    Das ist falsch.
    Die rote Wiener Finanzstadträtin BRAUNER (eine mögliche Kandidatin im Nachfolge Häupl Spiel) hat den WienerInnen erklärt, dass Wien keine Schulden hat, sondern NEGATIVVERMÖGEN !
    Daher freut sie sich jedes Jahr über neue Rekorde beim Negativvermögen.

    • riri
      21. September 2017 16:03

      Die Sozi-Fans jubeln auch alle. Deshalb wurde der ÖBB-Kern auch BK, der enorme Vorleistungen erbracht hat.

    • glockenblumen
      21. September 2017 16:21

      @ Politicus1

      was für ein Schwachsinn: "Negativvermögen" sowas kann nur einem roten Hirn (?) entspringen :-(
      trotzdem zu fürchten, daß die Wiener auf diesen "Häuslschmäh" (Verzeihung!) hereinfallen

    • riri
      21. September 2017 16:31

      Deficit-Spending - eine Erfindung von Hannes Androsch.

  14. Klaus Kastner (kein Partner)
    21. September 2017 12:31

    Wenngleich Staaten auch über eigene Vermögenswerte verfügen, reichen sie normalerweise nicht aus, um in irgendeiner Weise die Staatsschulden zu besichern. Die Bonität eines Staates beruht auf dem Potential seiner Bürger, dem Staat Steuern abzuliefern. In Summe haben Österreicher sehr hohe Einkommen und sehr hohe Vermögenswerte (zukünftige Erbschaften). Da verbirgt sich enormes Besteuerungspotential, auf das der Staat im Falle eines Falles zurückgreifen könnte (und sollte Österreich einmal unter die Herrschaft einer Troika fallen, dann würde diese Troika mit Sicherheit vom Staat verlangen, auf dieses Besteuerungspotential zurückzugreifen).

  15. logiker2
    21. September 2017 12:05

    OT: aber es auch um die Zukunft Europas, damit auch Österreichs, auch Kurz wird erwähnt, weil im dabei auch eine Rolle zugedacht wurde:

    http://www.geolitico.de/2017/09/20/die-folgen-der-naechsten-merkel-wahl/

  16. Undine
    21. September 2017 11:07

    OT---aber die "GEHEIMAKTE KERN" ist nicht nur für Kern vernichtend, sondern auch für die sich in höchster Lebensgefahr befindlichen SPÖ!

    "Eine Strategie kaum erkennbar und auch nicht die Handschrift des Kanzlers oder der SPÖ - es geht ja NICHT ob sie tatsächlich VORHANDEN ist, sondern OB DARÜBER BERICHTET WIRD, daß es sie gibt..."

    Entlarvender über den katastrophalen Zustand der SPÖ geht es wirklich nicht!

    Man fragt sich, wie die SPÖ es bisher geschafft hat, die Medien so weit zu bringen, daß sie über etwas Positives berichten, obwohl es gar nicht stattgefunden hat.

    Link: http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Die-Geheim-Akte-ueber-Kern/300385743

    • glockenblumen
      21. September 2017 16:24

      @ Undine

      "Man fragt sich, wie die SPÖ es bisher geschafft hat, die Medien so weit zu bringen, daß sie über etwas Positives berichten, obwohl es gar nicht stattgefunden hat."

      indem sie Geld, das ihnen nicht gehört, an ebendiese Medien verschleudern...

  17. glockenblumen
    21. September 2017 10:16

    OT

    Dafür wird Steuergeld verschleudert!
    So ein Fratz hätte zu meiner Zeit " a Trumm Watschn" kassiert und Ruhe wär gewesen:

    http://www.krone.at/oesterreich/kein-geld-fuer-suesses-nigerianer-13-rastete-aus-polizei-im-einsatz-story-589766

    • Politicus1
      21. September 2017 12:45

      der hat geglaubt, es ist schon Halloween. 'Süsses oder Saures' - und so hat er halt saures gegeben ...

  18. socrates
    21. September 2017 09:37

    Die beste Pensionsreform ist die UMSATZBESTEUERUNG der internationalen Großkonzerne.

    • Rau
      21. September 2017 09:55

      Bevor das geschieht, kommt eher ein Krieg

    • Ökonomie-Vergelter
      21. September 2017 10:47

      Was soll denn das, Socrates?

      Wir haben bereits eine Umsatzbesteuerung, und jede Steuerlast fließt letztlich in den Preis ein, den Konsumenten und (auch: kleinere) Wirtschaftstreibende zu zahlen haben.

      Also selbst bei umsatzsteuerbefreiten Umsätzen, die nur bestimmte Leistungen betreffen, zahlt der Konsument mit dem Preis die Vorsteuern des leistenden Konzerns, die dieser in Zusammenhang mit solchen Ausgangsumsätzen nicht abziehen darf.

      Sie haben nur eine minimale Ahnung von der Wirtschaft und dürften daher Beamter (gewesen) sein.

    • dssm
      21. September 2017 12:41

      @Ökonomie-Vergelter
      Ich schließe mich an. In der EU muss man auch als Online-Händler die Mehrwertsteuer (nicht Umsatz-!!!) im Land des Konsumenten abführen. Dies ist mit Bürokratie verbunden, dann man muss(!!!) in jedem Land, wo man hinliefert, eine Steuernummer haben. Dank Leuten wie Ihnen @socrates, haben junge dynamische Firmen wenig Chancen auf den großen Markt und die fetten, meist amerikanischen Konzerne können sich gemütlich zurücklehnen und kassieren. Toll gemacht!
      Und der chinesische Schrott müsste ja theoretisch beim Grenzübertritt versteuert werden, aber dazu müssten ja die Beamten etwas arbeiten ...
      Steuerwettbewerb hält Staaten schlank, nicht Steuerwüsten.

    • Riese35
      21. September 2017 14:05

      @Ökonomie-Vergelter und dssm: Bitte nicht über die EU lästern! Gerade Sie als Unternehmer müßten doch über den gemeinsamen Markt hocherfreut sein. Das ist doch ein EU-Dogma, an das wir alle glauben müssen, wie uns Othmar Karas und VdB immer erklären. Jemand, der nicht an dieses Dogma glaubt, ist rechtsextrem und populistisch! Sie schätzen die offenen Grenzen nicht und denken nationalistisch!

    • Riese35
      21. September 2017 14:09

      Ich jedenfalls stelle aus eigener Erfahrung fest, daß die bürokratischen Grenzmauen, seit es die EU gibt, immer dichter werden. Wenn man z.B. einmal für ein paar Stunden oder wenige Tage einen Fachkollegen im Ausland unterstützen möchte, der nicht die notwendigen Kenntnisse hat, kommt sofort der dortige Finanzminister und möchte Einkommenssteuer für die Leistungen, die man dort erbracht hat, kassieren. Das führt in umgekehrter Richtung z.B. dazu, daß das Interesse ausländischer Fachkollegen, Projekte in Österreich zu unterstützen, signifikant niedrig ist, weil sie den bürokratischen Aufwand im Vergleich zur erbrachten und verrechenbaren Leistung scheuen.

    • socrates
      21. September 2017 14:46

      An meine Kritiker
      Die EU Finanzminister, alles Beamte, tagen gerade in Estland und wollen so eine Steuer.
      "Grundsätzlich" sprechen sich die Finanzminister der EU für eine Digitalsteuer aus. Eine solche „Google Tax“ soll große Internetunternehmen zwingen, Steuern dort abzuführen, wo sie ihre Geschäfte tätigen.

    • socrates
      21. September 2017 14:50

      Europaparlament: Großkonzerne sollen weltweite Gewinne ...
      www.zeit.de › Wirtschaft
      04.07.2017 - Das EU-Parlament plant eine Richtlinie zur Steuertransparenz: Multinationale Unternehmen sollen veröffentlichen, in welchem Land sie Steuern in welcher Höhe zahlen.
      EU: Konzerne werden ihre Steuern offenlegen müssen « DiePresse.com
      diepresse.com › home › ausland › EU_K...
      29.05.2017 - Abgeordnete einigen sich auf Transparenzpflicht – auch für Steueroasen.
      ABC der Steuertrickserei | Attac Österreich
      https://www.attac.at › steuertricks-stoppen
      Verrechnungspreise (transfer pricing): 60 Prozent des Welthandels findet innerhalb der Konzerne zwischen den Töchterunternehmen statt. Es werde

    • dssm
      21. September 2017 16:20

      @Riese35
      Ja, die Entsenderichtlinien treiben mich auch zum Wahnsinn! Das nennt man dann freien Verkehr von Waren und Dienstleistungen.
      Die EU ist ein bürokratisches Monster, und wenn die jetzt in Estland tagen, dann kommt sicher die nächste ordentliche Ohrfeige für Konsumenten und KMUs, getarnt als Kampf gegen die ach so bösen US-Konzerne.
      Aber was will man, wenn der eigene Bundeskanzler den Unterschied zwischen Manager und Unternehmer nicht kennt, wie sollen solche komplette Idioten den Einflüsterungen der Lobbyisten widerstehen?

    • dssm
      21. September 2017 16:26

      @socrates, warum gehen Sie den diesen ganzen linx/grünen Rabauken so auf den Leim?

      Denken wir einmal nach. Erstens reden wir nicht von Umsatzsteuer! Denn das wäre Wahnsinn und würde die KMUs endgültig umbringen – denken Sie einmal nach! Umsatz(!!!)-Steuer und nicht Mehrwertsteuer, dann werden Amazon und Co jubeln, jeder Verarbeiter und Händler der nicht in einem integrierten Konzern ist, kann zu sperren.

      Und dann reden Sie wieder von Gewinnsteuern?!? Ja wie nun. Aber auch da, wie stellen Sie denn fest wie hoch ‚gerechte‘ Verrechnungspreise sind? Eine riesige Bürokratie wird also entstehen, Google und Amazon lachen, der kleine Internetanbieter stirbt.

    • Riese35
      21. September 2017 16:52

      @dssm: Sozialistisch gedachte "Schutzmaßnahmen" gehen ***IMMER*** nach hinten los, denn solche sind immer mit zusätzlicher Bürokratie verbunden, was kostenintensive, von der Wirtschaftsleistung unabhängige, konstante Aufwände bedeutet, die umso leichter zu verkraften sind, je größer der Betrieb ist. Zusammen mit "Freihandelsabkommen" schiebt man so den österreichischen Reichtum amerikanischen Oligarchen in den Rachen und vernichtet das eigene Staatsvolk bzw. macht es zu Taglöhnern dieser Oligarchen (angefangen von Starbucks, McDonalds, über Banken, Investmentfonds bis zu den wenigen Großkonzernen). Auch wenn nicht "staatlich" im überlieferten Sinne, führt das implizit zu einer Planwirtschaft

    • Rau
      21. September 2017 17:06

      Ich dachte immer die KMU's leiden hauptsächlich darunter, dass ihnen die Möglichkeiten zur Steuerflucht, die Grosskonzernen eben durch ihr weltweites Agieren offenstehen, verwehrt sind.

      Nebenbei Umst hab ich immer auf der Rechnung stehen. Die wird doch mir bei jedem Kauf draufgeschlagen, und nicht dem Unternehmen? Das Unternehmen ist so freundlich, diese dann ans Finanzamt weiterzugeben.

      Die Grosskonzerne sollen einfach die selben Steuern zahlen, die jedes im Land tätige Unternehmen zu zahlen hat. Es kann doch nicht sein, dass Amazon in DE eine Steuerrückzahlung sogar erhält, wo die doch dort ihr grösstes Geschäft machen. Weniger Steuerflucht kann doch auch zu niedrigeren Steuern führen

    • Rau
      21. September 2017 17:15

      @Vergelter - von Wirtschaft hat man offenbar nur dann eine Ahnung, wenn man an den Pensionen soweit herumreformiert, bis die meisten gar nix mehr vom Ruhestand haben. Am besten sie segnen so schnell wie möglich das Zeitliche oder fallen noch am Arbeitsplatz um.
      Die Pensionen sind doch jetzt schon ein Witz, an die Zukunft will ich gar nicht denken, bei so viel ökonomischen Verstand, der uns dort hin gebracht hat, wo wir jetzt schon stehen! Wurde ja heute schon indirekt quasi als Idiot bezeichnet, weil ich eine private Pensionsvorsorge vor 20 Jahren schon abgeschlossen hab. Ich hab von diesen Experten und ihrer Superahnung von Ökonomie wirklich die Nase voll!

    • Ökonomie-Vergelter
      21. September 2017 19:50

      @ Rau:

      Sie sind bei mir an der falschen Adresse, wenn Sie sich hier bei mir über die niedrige Rendite ihrer privaten Pensionsvorsorge beschweren möchten. Schon allein, weil ich das gar nicht angesprochen habe.

      Abgesehen davon kommt es darauf an, ob Sie eine Erlebensversicherung mit Rentenoption abgeschlossen haben, oder eine Fonds-gestützte Privatversicherung, oder eine Zukunftsvorsorge-Versicherung nach dem EStG, die ja - wie die Betriebspensionskassen auch - gewissen "spekulationsaversen" Regulatorien unterliegt.

    • Rau
      21. September 2017 20:00

      Ja, bei konkreten Ansagen ist man dann immer an der falschen Adresse. Kennt man auch zu genüge

    • Ökonomie-Vergelter
      21. September 2017 20:20

      @ Rau, zur USt:

      Die USt ist darauf zugeschnitten, dass der Endverbraucher die USt-Belastung aller Wertschöpfungsstufen davor zu tragen hat, aber die Leistenden in der Kette durch Abzug ihrer jeweiligen Vorsteuern entlastet werden. Es ist daher egal, wo Amazon USt zahlt, da es nicht Endverbraucher ist. Das MwSt-Konzept der EU sieht außerdem Untergrenzen des Steuersatzes vor, es gibt hier keinen exorbitanten Steuerwettbewerb.

      Dieses Konzept dient aber nur Administrierbarkeit durch glasklare Logik. Denn selbst wenn eine Steuer nicht unmittelbar vom Endverbraucher zu tragen wäre, wie früher die Gewerbesteuer, fließt sie ja doch in den Preis der Leistungen ein.

    • Ökonomie-Vergelter
      21. September 2017 20:26

      Rau, Ergänzung zur Umsatzsteuer:

      Bei den eher raren umsatzsteuerbefreiten Umsätzen entfällt lediglich die Steuer auf die letzte Wertschöpfungsstufe, die Steuerlast für davorliegende Umsätze in der Wertschöpfungskette muss trotzdem getragen werden, weil in der Regel der letzte Leistende vor dem Endverbraucher seine Vorsteuern nicht abziehen kann.

      Noch rarer sind "echt" umsatzsteuerbefreite Umsätze, die sich dadurch auszeichnen, dass trotz Befreiung auch Vorsteuern abgezogen werden dürfen, wie bei Ausfuhrlieferungen.

    • Ökonomie-Vergelter
      21. September 2017 20:43

      @ Rau, dann also doch zur Pension:

      Ich bin zwar nicht das zuständige Amt bzw auch "die Anstalt", aber wenn Sie zu meinen scheinen, die staatliche Pension ist ja viiiel viel besser, dann überlegen Sie sich bitte, wie es kommt, dass trotz nur 22,80 % ihrer Bruttogehaltsssumme an Beitragszahlungen (10,25 vom Arbeitgeber, also nicht vom Lohn abgezogen) 80 % des lebensdurchschnittlichen Monatsgehaltes an Pensionsleistung herausschaut? Das lässt sich zur Gänze weder durch die Inflation noch durch Staatszuschüsse, die es schon Jahrzehnte gibt, erkären, sondern nur durch Wirtschaftswachstum, wie es in den Löhnen der die Pension erwirtschaftenden Aktiven der nächsten Generation zum Ausdruck kommt.

    • Ökonomie-Vergelter
      21. September 2017 20:43

      ... Das lässt sich zur Gänze weder durch die Inflation noch durch Staatszuschüsse, die es schon Jahrzehnte gibt, erklären, sondern nur durch Wirtschaftswachstum, wie es in den Löhnen der die Pension erwirtschaftenden Aktiven der nächsten Generation zum Ausdruck kommt. Wenn letzteres flach fällt, wird dieser hohe Maßstab an Ansprüchen bzw Erwartungshaltungen unfinanzierbar, weshalb der Staat es letzten Endes auch nicht besser kann.

    • Ökonomie-Vergelter
      21. September 2017 20:54

      Korr.:

      ... Letzteres ....

    • Rau
      21. September 2017 22:31

      Das Schweizer Pensionsmodell ist jedenfalls besser. Beim 3 Säulen Modell von dem viel gesprochen wurde von Seiten der damaligen "Experten" stehen wir nun vor der Realität, dass offensichtlich alle 3 Säulen am Einbrechen sind. Das Umlagesystem am Missverhältnis von Beitragszahlern und Rentnern. Die betriebliche Vorsorge habe ich nie so richtig verstanden. Diese setzt doch eine betriebliche Bindung der Arbeitnehmer an ein Unternehmen voraus, die es in den 90ern ja schon nicht mehr gegeben hat. Eine kapitalgedeckte Vorsorge, die damals propagiert wurde zerbricht an den derzeitigen Krisen auf den Finanzmärkten. Egal welchen Experten man folgt, man liegt nie richtig. Das ärgert mich.

    • socrates
      22. September 2017 08:14

      dssm
      Bei meinen 9 Worten kommt Gewinnsteuer nicht vor. Kann Amazon weniger Steuer als NIX zahlen?
      Die Finanztransfersteuer haben Nobelpreisträger schon gefordert. So geht es sicher nicht weiter.
      Woher kommt das Geld für die Migranten, ihre Familien und ihre Pensionen? Wir schaffen es, nur für die eigenen Leute bleibt kein Geld.

    • socrates
    • Ökonomie-Vergelter
      22. September 2017 09:49

      Socrates,

      Sie scheinen nicht verstanden zu haben, dass Ihr Link zu einer hochtheoretischen Definition der Umsatzbesteuerung nichts anderes abdeckt, als das, was schon längst nach dem österr Umsatzsteuergesetz (UStG) der Rechtsübung entspricht. Siehe:

      https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10004873

      Detto auch die EU-Vorgaben zur Umsatzbesteuerung (MwStSyst-RL), siehe:

      http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=LEGISSUM%3Al31057

    • Ökonomie-Vergelter
      22. September 2017 09:56

      Rau,

      das Schweizer Pensionsmodell IST ein 3-Säulen-Konzept!

      Nur halt ganz anders gewichtet, nämlich vom Sockel einer niedrigen "Volkspension" ausgehend (in der Leistungshöhe weniger beitragsabhängig als bei uns), mit entsprechend gewichtigeren Zusatzsäulen (Betriebs- und Privatvorsorge).

    • Ökonomie-Vergelter
      22. September 2017 10:33

      Rau, ich präzisiere das von vorhin besser noch:

      Die Schweizer "Volkspension" (1. Säule) ist KAUM beitragsabhängig, weil es nur Abschläge für geringere Beitragszeiten gibt.

  19. dssm
    21. September 2017 09:31

    Der Schuldenberg wird verschwinden, nicht immer ist dazu ein Konkurs das gewählte Mittel. Eigentlich wird es erst nach dem Konkurs oder der Geldentwertung bitter, außer für ein paar komplette Idioten, welche ernsthaft Versicherungssparmodelle eingegangen sind oder gar selber staatliche Anleihen gekauft haben.
    Daher muss es auch nicht zu einer gröberen Geldentwertung kommen, wenn die staatlichen Schuldtitel einfach wertlos werden und die Firmen mittels staatlich unterstütztem Konkurs die ‚pösen‘ Gläubiger los werden, so werden Unsummen an Geld vernichtet – da haben wir dann eher Deflation; eine einzige Abstimmung im Nationalrat reicht. Natürlich, momentan sieht es nach Geldentwertung via EZB aus, aber das kann sich ändern!

    Aber nach dem Konkurs kommen die unschönen Zeiten, denn dann muss der Staat ja weiterlaufen und bekanntlich sehen sich die Beamten und Politiker ja nicht als Diener der Bürger, sondern als Anspruchsberechtigte, welche das Gewaltmonopol innehaben. Da kommen dann traditionell Sondersteuern, also Vermögensentzug, Zwangskredite usw. Wer zu viele immobile Anlagen hat, der wird sich wunder. Am meisten wundern werden sich aber wie üblich die Minderleister, denn bei denen gehen die Lichter aus, aber soweit es um Österreicher geht, so waren auch diese die Masse der Wähler, wenn das Wort Gerechtigkeit zutrifft, dann hier. Unschöner wird es mit den Nicht-Bürgern, denn die absolut nicht integrierten Neubürger zeigen schon bei Katastrophenfällen oder einem Abschiebebefehl wie sie sich dann zu verhalten gedenken: Morden, Plündern, Vergewaltigen.

    Man sieht, das geisteskranke Gutmenschentum hat selbst den regelmäßig wiederkehrenden Staatsbankrott verschlimmert.

    • Rau
      21. September 2017 09:51

      Man muss schon auch dazusagen, von welchen Idioten die Leute in private Pensionsversicherungen gedrängt wurden, weil ja die Pensionen... Es sind u.a. genau die, die jetzt ihre Farbe wechseln und wieder zur Wahl stehen. Es sind genau die, die das Umlagesystem auf Minimalrenten reformieren" wollen, selber aber natürlich erwarten, ihre eigenen Luxuspensionen von genau diesem System ausbezahlt zu bekommen. Die sind ja keine Idioten, die Versicherungssparmodelle eingegangen sind. Das mutet man nur dem arbeitenden Stauerzahler zu, der sich gar nicht mehr leisten kann, als eben monatlich einen Betrag auf die Seite zu legen.
      Nicht jeder kann sich leisten in Gold und Silber oder andere Werte zu gehen

    • Rau
      21. September 2017 09:57

      Im Gegenteil die Leute werden auch noch verhöhnt - Zitat Merkel "Riestern Sie nicht" aber wiederwählen werden sie sie

    • dssm
      21. September 2017 12:11

      @Rau
      Das Denken kann man aber keinem abnehmen. Zuerst wählen die Leute Regierungen, welche jede wirtschaftliche Bildung sabotieren und dann jammern diese Idioten, wenn sie über den Tisch gezogen werden. Die Herrschenden wollen gut leben! Gleich wie jeder andere Mensch, daher muss man schon ein klein wenig nachdenken, wenn die ‚Eliten‘ Steuervorteile und Förderungen anbieten. Und genau damit hat man ja die Leute geködert – arme Irre.

    • Rau
      21. September 2017 12:54

      Naja, wenn betrügen und in die Irre führen politische Kategorien sind, dann hilft nachdenken nicht viel - eher selber stehlen und betrügen.

  20. Josef Maierhofer
    21. September 2017 09:26

    Ja, einschneidende Reformen stehen an, wer die nicht angeht, der verschlimmert das Leid.

    Reformen bei den Staatsausgaben:

    Förderungsreduktion bis gegen Null
    Föderalismusbegradigung
    Budgetdisziplin (absolute Neuverschuldungssperre)
    Pensionsantrittsalter für alle gleich bei durchschnittlich 65
    Durchforstung der Sozialromantik
    Massive Steuersenkungen
    Verwaltungsreform
    Durchforstung des weichen Strafgesetzes
    Begradigung der Selbstbedienung im Gesundheitswesen
    (meine Meinung dazu, alle Fehlentwicklungen sind Produkte von Selbstbedienung)
    ....

    Reformen bei den Asylgesetzen:
    Abschiebung aller kriminellen Ausländer nach dem Muster der Schweiz
    Reformen bei den Asylgesetzen
    Durchsetzung der Gesetze für alle gleich (Eigentlich Staatsgrundgesetz)
    ....

    Würden diese Maßnahmen ernstlich durchgeführt werden, könnte man Österreich noch zu retten beginnen.

    Keine Partei redet über diese Reformen, die nötig wären, absolut keine.

    Jeder denkende Wähler weiß, dass es so nicht weitergehen kann. Und trotzdem wählt er die Fortführung dieses Schlendrians. Ich wähle FPÖ, weil da im Programm zu allen Punkten die mir am vernünftigsten erscheinenden Maßnahmen vorkommen:

    Finanzierung und Sicherung der Pensionen mit einer umfassenden Verwaltungsreform
    Grenzkontrolle und -schutz
    Recht und Ordnung
    Behebung der Asylmisere
    Bereinigung des Privilegienstadels bei den Kammern
    Privatisierung des ORF
    Erhaltung von Schulvielfalt
    Erhaltung der Familie

    Alles Punkte, die dort schon seit Jahrzehnten am Programm stehen und nicht nur vor Wahlen.

    • dssm
      21. September 2017 09:36

      @Josef Maierhofer
      Nette Liste, aber kommen wird das Gegenteil – einfach weil das der Wunsch breiter Mehrheiten ist.

      Ich kann es nur immer wieder wiederholen: Demokratie ist wie eine Marktwirtschaft. Gibt es viel Nachfrage nach einem Produkt, so gibt es bald viele welche genau das anbieten. Gibt es wenig Nachfrage, so gibt es wenige bis keine Anbieter. So einfach.

      Umgelegt auf unsere repräsentativen Demokratie, mit gleichem und geheimen Wahlrecht heißt dies: Wer gewählt werden will, der muss das anbieten, was denn auch viele wollen. Und da Schuldenabbau und Sparen eigentlich kaum in den Wahlprogrammen vorkommen, scheint eine breite Mehrheit dies genau so zu wollen.

    • glockenblumen
      21. September 2017 10:04

      Was das Pensionsantrittsalter betrifft, sollten auf jeden Fall Abstufungen gemacht werden.
      Denn die Tätigkeit z.B. als Krankenschwester (Nachtdienste, Sonn- und Feiertagsdienste, enorme physische und psychische Belastungen) oder Bauarbeiter ist wesentlich schwerer als bspw. ein Bürojob.
      Sonst stimme ich mit Ihnen überein.

    • Josef Maierhofer
      21. September 2017 11:41

      @ glockenblumen

      Für Mütter, die in ihrem Leben Kinder erzogen haben könnte ich mir schon vorstellen, dass sie einen Bonus nach der Anzahl der erzogenen Kinder bekommen beim Antrittsalter.

      Prinzipiell sind auch die Bürojobs ungesund, sitzende Tätigkeit hat mich persönlich gesundheitlich ruiniert, die meisten, die die 'Hacklerregelung' beanspruchen sind die Beamten, durch meine Krankenhausaufenthalte habe ich die gewaltigen Leistungen der Nachtschwestern kennengelernt und auch die Tagschwestern haben es nicht leicht, aber die gehen um 18 Uhr heim, wenn es der 'Dienstschluss' zulässt.

    • Josef Maierhofer
      21. September 2017 11:43

      Fortsetzung:

      Es sollte generell zwischen 65 und 70 in Pension gegangen werden und nicht mit 52 wie die Eisenbahner, wenn wir unser Pensionssystem retten wollen und unsere Heimat, denn die Pleite und das große Leid kommt näher.

    • dssm
      21. September 2017 12:24

      @osef Maierhofer
      Und genau diese Krankheit alles regeln und vorgeben zu wollen hat uns in die heute so unschöne Position gebracht! Vergessen Sie eine Vorgabe wann man in Pension gehen soll. Vergessen Sie die Mütter (Väter mögen Sie ja nicht so?).

      Jeder soll sich selber versichern, dann hat er die Beträge in der Hand. Die Zahlungen der Kinder gehen steuerfrei an die Eltern, so einfach. Dann haben die Eltern einen Anreiz für gut gebildete Kinder. Wer keine Kinder hat, der muss sich halt Ersparnisse aufbauen.
      Und die Minderleister bekommen halt eine sehr geringe staatliche Mindestversorgung aus Steuermitteln, es soll ja kein Anreiz zum Faulenzen geschaffen werden.

    • Josef Maierhofer
      21. September 2017 15:01

      @ dssm

      Die meisten können sich bei diesem verlotterten Staat nicht mehr selbst versichern. Auch die Nichtleister können das nicht.

      Dann folgt natürlich die Pensionsmisere und die Regelung, logo für die Eisenbahner; Beamten & Co. und nicht für die Leister.

      Selbstbedienung pur.

      Österreich ist nicht mehr demokratiefähig, wie Sie eingangs richtig bemerkten.

  21. Ausgebeuteter
    21. September 2017 09:15

    Ein Banker erzählte mir einmal, dass es für einen Geldverleiher das Schönste ist, wenn er einen sog. "Dauerkredit" an einen zuverlässigen Kreditnehmer vergibt. Da sprudelt jedes Jahr Geld und man braucht sich keine Sorgen wegen möglicher Uneinbringlichkeit der Tilgung zu machen. Und unser Staat Österreich ist scheinbar so ein "seriöser" Schuldner, denn durch die Geldpolitik der Notenbanken sind solche niedrigverzinste Anleihen an Staataaen immer noch eine relaiv gute Anlageform. Trotzdem gab es - siehe AU-Artikel - schon Staatsbankrotte, wo die Geldgeber später leer ausgingen.

    Völlig unmoralisch ist es aber, wenn künftige Generationen laufend Zinsen für Kredite bezahlen müssen, welche seinerzeit nur zum Stopfen früherer Budgetlöcher verwendet wurden. Anders wäre eine langfristige Finanzierung z.B. eines wichtiges Tunnelprojektes oder Wasserkraftwerkes, wo auch nachfolgende Generationen in den Genuss solcher Investionen gelangen können. Aber auch da gibt es eine Zeitgrenze, wo ab dann die Erhaltungs-/Erneuerungskosten von den laufenden Erträgen gedeckt werden sollten.

    Es ist traurig, dass viele unserer Politiker nur im Jetzt denken und alles, was nach deren Rücktritt oder Abwahl erfolgt, ihnen völlig egal ist. Ob sie mit ihrem eigenen Geld auch so großzügig umgehen würden?

    Nach meiner Meinung sollten alle entscheidenden Politiker - zumindest für einige Zeit - in einem Wirtschaftsbetrieb gearbeitet haben, welcher trotz starkem Wettbewerb Produkte und Dienstleistungen mit Gewinn verkaufen konnte. Nur so geht es in Fleisch und Blut über, dass zu allem Geld vorher auch eine Leistung erbracht werden muss. Die aktuellen Politiker, welche diese Schule absolvierten, kann ich mit den Fingern einer Hand aufzählen.

    • glockenblumen
      21. September 2017 09:22

      nach meiner Meinung sollte jeder Politiker einmal ein Jahr vom Gehalt eines einfachen Arbeiters leben müssen, der sich selbst Wohnraum schaffen und eine Familie erhalten muß!

    • dssm
      21. September 2017 09:43

      @Ausgebeuteter
      Eine rein technische Frage: Wie sollen Politiker denn zu Wirtschaftserfahrung kommen?

      Die Großbetriebe gehören längst Fonds und Versicherungen, womit es keine aktiven Eigentümer mehr gibt, man braucht nur die Wirtschaftsnachrichten zu lesen um die folgende Art der Geschäftsführung zu sehen. Lobbyismus mit nachfolgenden Gesetzen, welche neuen Mitbewerbern Steine in den Weg legen – mit Marktwirtschaft hat das nichts mehr zu tun. Dafür utopische Gehälter und ‚golden handshakes‘. Da lernt der zukünftige Politiker wohl genau das Gegenteil des Sinnvollen.

    • Ausgebeuteter
      21. September 2017 09:59

      dssm:
      So pessimistisch wie Sie bin ich nicht. Natürlich - wenn ich das Beispiel Kern verwende - dann sind Verbund und ÖBB keine Betriebe, wo man gute kaufmännische Erfahrungen sammeln kann. Aber es gibt tausende KMUs, welche ständig kämpfen müssen, um trotz bürokratischer Hürden überleben zu können. Natürlich ist es eine Sauerei, wenn Großkonzerne steuerschonend im Ausland ihren Hauptsitz haben bzw. Verluste in manchen Ländern hier als steuermildernd anwenden können. Auch wenn Amazon nun für die Verkäufe nach Österreich 20 % MWSt an unser Finanzamt abliefert, so gehört die seinerzeitige Juncker-Einladung nach Luxemburg schnellstens abgeschafft, denn vom Betriebsgewwinn hat Österreich nichts.

  22. Pumuckl
    21. September 2017 08:27

    O. T.

    ORF III Wahl 2017 20:15 - 21:51 Wahlkampfleiter diskutieren unter Moderator Adrowitzer.

    SPÖ - Niedermühlbichler, ÖVP - Köstinger, FPÖ - Kickl, GRÜNE - Robert Luschnik, NEOS - Nikolei Donik.

    Für Viele war Wendehals Van der Bellen der Letztgereihte bei der Wahl für die Hofburg.
    Lothar Lockl als grüner Wahlkampfleiter dieses, ach so unabhängigen, VDB beeindruckte über die Parteigrenzen hinaus so sehr, daß ihn die GRÜNEN sogar als Nachfolger für Eva Glawischnig aufstellen wollten.

    Nach dieser Sendung muß man wohl auch, völlig unabhängig von der Parteipräferenz
    feststellen:

    FPÖ - WAHLKAMPFLEITER KICKL IST SEINEN KOLLEGEN DER ANDERN PARTEIEN IN JEDER HINSICHT HAUSHOCH ÜBERLEGEN !

    Daß die GRÜNEN diesen Robert Luschnik anstatt Lockl zum Wahlkampfleiter machten, paßt zum selbstmörderischen Verhalten dieser, grün getarnten, linksextremen Partei.

    • Gandalf
      21. September 2017 20:23

      Dass die SPÖ nach Abhandenkommen ihres Silbersteines nun auf den Naturdeppen Niedermühlbichler vertraut, ist aber noch selbstmörderischer. Den würde ich nicht einmal um eine Pizza schicken. Der Kern kann einem fast leid tun. Aber nur fast.

    • AppolloniO (kein Partner)
      23. September 2017 12:37

      Ergänzung zu Niedermühlbichler (SPÖ): Wozu haben die Roten soviel Geld für einen ausländischen Berater für "Dirty Campaining" hingeblattelt wenn man eh einen Niedermühlbichler hat? Schlimmer geht`s nicht.

  23. brechstange
    21. September 2017 08:08

    Wir haben eine Ausarbeitung für eine Pensionsreform mit Eingriffen in die Luxuspensionen, die gerade mal zu 17 % durch Einzahlungen gedeckt sind.

    • Erich Bauer
      21. September 2017 17:28

      Oh mein Gott. Da hocken wieder Beamte und sonstige wirtschaftsferne Rechenkünstler beisammen... und bringen ihre Illusionen auf "Papier". Genau, wie bei der "Stronach-Partie". Jetzt sind es halt "Weiße" (Karnickel). Ich habe größte Verachtung für "Stronach-Weiße". Da bleib ich lieber beim "Schneider-Weißen"...

      Stronach konnte man immerhin noch mit einer "Aufgabe" betrauen. Mit seinem "Engagement" ist es ihm immerhin gelungen die FPÖ noch in der Koppel zu belassen. Diese "Dienste" wurden ihm - zumindest indirekt - durchaus "abgegolten... "Weiße" sind nicht einmal dafür zu verwenden.

      Verzeihen Sie meinen Ausbruch und bleiben Sie gelassen...

    • Torres (kein Partner)
      23. September 2017 11:24

      Diese Luxuspensionen (bis zu 30.000 monatlich) sollen ja nur um etwa 10% gekürzt werden. Und sogar dagegen sind die Betroffenen gerichtlich vorgegangen. Der Einspruch wurde bekanntlich kürzlich vom Obersten Gerichtshof abgelehnt.

    • AppolloniO (kein Partner)
      24. September 2017 11:35

      Ewa 10% der unselbstständig Beschäftigten sind Staatsdiener..............................aber DIE kassieren 50%(!) der Pensionszuschüsse!

      Herr Kern, das sind bekämpfenswerte Ungleichheiten!
      Dagegen ist die Gehaltsdifferenz von der Sekretärin zum Generaldirektor der berühmte Lercherlschas.

  24. Tegernseer
    21. September 2017 06:24

    Verstärkt wird diese Problematik noch erheblich aufgrund der zugereisten Neubürger, von denen kaum jemand nennenswerte Beiträge für das Pensionssystem leisten wird, dafür aber Sozialleistungen in Hülle und Fülle kassiert.
    Noch ein Beispiel eines Bekannten: 20 Jahre eingezahlt in das österreichische Pensionssystem, davon 15 Jahre Höchstbeitrag. Derzeitig erwartbare Pension: 993 Euro. Zieht man die SV-Beiträge noch ab, bleiben ca. 840 Euro übrig, ungefähr genauso viel wie die Mindestsicherung für einen angeblichen Flüchtling.

    • Nemo
      21. September 2017 08:23

      @Tegernseer: Die erwähnten Zahlen sind einfach niederschmetternd!

    • Rübezahl
      21. September 2017 09:06

      Ergänzung:
      Bekommt Ihr Bekannter auch ein Gratis-Handy? Darf er gratis Essen und gratis Trinken und Wohnen?... und Kurse und...
      Netto werden die Goldstücke vermutlich das Doppelte haben..

    • glockenblumen
      21. September 2017 09:24

      @ Tegernseer

      ****************************
      leider ist das die bittere Wahrheit!

  25. Pumuckl
    21. September 2017 05:58

    Viele sahen die Verschuldung Österreichs nach der Regierung Kreisky-Androsch schon bedrohlich, weil ja Kanzler Kreisky von seinem Vorgänger Klaus, nach heutigen Maßstäben, ein schuldenfreies Österreich übernommen hatte.

    Aber die Chance, daß sich Österreich verfassungsgemäß zu einer stabilen Demokratie
    nach dem Vorbild der Schweiz entwickelt, war nach Kanzler Kreisky noch nicht wirklich bedroht.

    ÖSTERREICHS INTERNATIONALE RPUTATION WAR NACH DER ÄRA KREISKY IN JEDER HINSICHT HERVORRAGEND.

    Viele patriotische Österreicher, welche MIT KREISKY EIN STÜCK SEINES POLITISCHEN WEGES GEGANGEN WAREN, glaubten nun, der nach wie vor marxistische Sozialismus sei dauerhaft eine Option als staatstragende Partei.

    VRANITZKY HAT UNS ABER DANN ALS FINANZMINISTER UND LANGZEITKANZLER GEZEIGT, DASS SOZIALISMUS BONZENFEUDALISMUS UND EXPLODIERENDE STAATSSCHULDEN UND DAMIT MITTELFRISTIG ELEND BRIGT.

    WAHLTAG IST ZAHLTAG !

    Reduzieren wir auch die SPÖ zu einen bedeutungslosen Kleinpartei vom Range der KPÖ !


    In Deutschland soll Schulz mit seiner SPD nur mehr 8% vor der AFD liegen.
    Auch die, in Wahrheit marxistischen, GRÜNEN nähern sich sowohl in Österreich, als auch in Deutschland einer Schwelle, bei welcher der Einzug in die Parlamente fraglich ist.

    • glockenblumen
      21. September 2017 09:29

      @ Pumuckl

      "Reduzieren wir auch die SPÖ zu einen bedeutungslosen Kleinpartei vom Range der KPÖ !"

      ja gerne, und die Grünen sollen auch verschwinden, der Mief, den die hinterlassen, wird uns noch lange genug belästigen :-(

    • oberösi
      21. September 2017 09:49

      @ Pumuckl
      Der Wahrheit wegen sei ergänzt, daß sozialistisches Schuldenmachen, das "Gratis"-Schulbuch und viele andere Errungenschaften im Kampf für "Gerechtigkeit" und "Gleichheit", kein österreichisches Phänomen ist, sondern mehr oder weniger weltweit praktiziert wurde als Folge der Aufkündigung des Bretton Woods-Abkommen durch Nixon im Jahr 1971. Seitdem laufen die Geldmaschinen immer schneller, die uns mit immer wertloser werdendem Fiat-Money überschwemmen.

    • do ut des
      21. September 2017 09:58

      Wenn bei der Wahl am 25.Okt.2017 die Grünen 3,9% und Pilz 3,95% der Stimmen erhalten würden, wäre das für mich ein Freudenfest.

    • Riese35
      21. September 2017 14:16

      @do ut des: Es fehlen noch die NEOS mit 3,98%, damit die Freude perfekt ist.

    • do ut des
      21. September 2017 15:25

      @Riese35
      *********************************************************

    • riri
      21. September 2017 16:27

      Die höchste Stufe der Freude, die SPÖ mit so einem Resultat. Nicht auszuhalten...

    • Brigitte Imb
      21. September 2017 17:01

      Unendlich wäre meine Freude schon, wenn die Roten unter 20% bleiben würden.

      Vielleicht schmeißt aber Prinzessin Kern noch vor der Wahl hin und Doskozil übernimmt. Dann geht sich das nicht aus.

    • Majordomus
      21. September 2017 21:22

      @Pumuckl:
      "WAHLTAG IST ZAHLTAG !"

      Nur für ungefähr 10% der Bevölkerung, nämlich die Nettosteuerzahler, die den Karren primär ziehen. Alle anderen nehmen sich am Wahltag, was ihnen ihrer Meinung nach zusteht.

      Lesenswerter Artikel dazu:
      http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/juergen-fritz-oekonomische-zukunft-deutschlands-liegt-auf-dem-ruecken-von-nur-8-millionen-buergern-a2184356.html

    • Herbert Richter (kein Partner)
      23. September 2017 10:05

      Wie krank im Kopf, wie ungebildet muß man sein um die Tötungsmaschinerie, die kommunistische Bande als legal und wählbar anzusehen? Da könnte man noch eher eine NSDAP wählen, die haben nicht so viele Menschen umgebracht. Der Östertrottel spricht.......!

  26. Brigitte Imb
    21. September 2017 02:02

    Der sechste Staatsbankrott ist bestimmt von den Politikern eingeplant. Welche er in der Amtszeit treffen wird bleibt abzuwarten.
    Noch ist Gelegenheit für einige Staatsanleihen....

    • oberösi
      21. September 2017 02:29

      Ob eingeplant oder nicht, sicher ist, daß der Bankrott kommen wird. Weil er selbstverständlicher, integraler Bestandteil des demokratischen Ponzi-Systems des Stimmenkaufs zwecks Machterhalt ist. Wie auch sicher ist, daß es wieder 95 % der Bevölkerung, auch die Halter von Kriegs-, ääh Staatsanleihen völlig überraschend und unvorbereitet treffen wird. Die anderen machen den Reibach.

      Aber noch ist ja Zeit, Gold und vor allem Silber zu kaufen. Und den einen oder anderen Hektar Ackerland und Wald.

    • Brigitte Imb
      21. September 2017 02:37

      "Eingeplant" ist sicher nicht der korrekte Ausdruck, aber rechnen muß man jederzeit damit.
      Schau ma mal, wie viele Runden noch drin sind.

      Einmal geht´s noch, einmal geht´s noch leicht, usw......................

    • Erich Bauer
      21. September 2017 07:03

      A bissl wos geht imma...





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