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Fußnote 382: Der Atomunfall hat krank gemacht drucken

Jetzt ist es ja doch bewiesen: Gesundheitsschäden für Fukushimas Kinder.

Bei einer großen Erhebung des japanischen Erziehungsministeriums ist es herausgekommen. Die Kinder aus der Präfektur Fukushima sind heute weniger gesund als vor dem Tsunami und damit auch vor der durch diesen bewirkten Zerstörung des Atomkraftwerks. Zumindest in einer Hinsicht: Diese Kinder sind heute viel dicker, ihr Gewicht liegt japanweit in den meisten Altersgruppen an der Spitze, was vor dem Umfall nicht der Fall war. Wie das? Nun die Erklärung passt vielleicht nicht ganz ins Bild, das sich die Welt gemacht hat: In Fukushima sind nach dem Atomunfall alle sportlichen Aktivitäten im Freien massiv eingeschränkt worden. Ob sich diese möglicherweise übervorsichtige Reaktion auf den Unfall am Ende als schädlicher erweisen wird als die von Medien und Politik dramatisch dargestellte Verstrahlungsgefahr?

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  1. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Dezember 2012 10:27

    OT, aber ab heute sind wir um eine Facette des Genderwahnsinns reicher: Die AUTOFAHRENDEN ---vorhin in den 10h-Nachrichten vernommen---lassen ab heute die Genderbewegten ruhiger schlafen. Sind als nächster Kniefall vor der PC-Diktatur ev. die KOCHENDEN dran oder die VERKAUFENDEN, die FRISIERENDEN und die FUSSGEHENDEN? Die STUDIERENDEN haben wir ja schon.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorambrosius
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Dezember 2012 10:15

    Es ist durchaus vergnüglich zu lesen wie wir alle- wirklich: alle- in einträchtiger Ignoranz und Hilflosigkeit und voller Vorurteile über die radioaktive Strahlung und ihre Auswirkungen diskutieren.
    Die Fettsäcke von Fukoshima sind da ein schönes Beispiel: Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben! Oder: Der Herzinfakrt war schneller als der Schilddrüsenkrebs !

    Grundsätzlich verhält es sich mit der Radioaktivität wie mit allen Dingen, denen das menschliche Leben ausgesetzt ist:
    In gewisser Menge ist es unbedeutend, vielleicht sogar: förderlich. Im Gasteinertal lebt es sich sehr gut und lange. Überschreitet man die Menge, dann gibt es Krebs oder gar die sog. Strahlenkrankheit.

    Das ist geradeso, wie mit der UV Starhlung, ohne die wir kein Vitamin D bilden können. Wenn wir aber zuviel abgekommen, dann gibt`s ein Melanom

    Oder Das Auto : ein unübertreffliches Mittel, um von A nach B zu kommen, wenn aber zuviel davon, dann werden wir krank.

    Oder das Flugzeug: Vermutlich nicht umweltschädlicher als ein Ozeandampfer und wunderbar, um in die USA zu reisen. Wenn aber die Kondensstreifen so dicht werden, daß die Sonne nicht mehr durchkommt, dann wird die Sache fragwürdig.

    Von ethischen Problemen, wie wir sie heute mit der Gentechnik haben und die verblüffend an einstige Autopsieverbote erinnern will ich da schon garnicht reden.

    Resumée: Nicht der Fortschrittsfeindlichkeit sollten wir das Wort reden sondern dem Gegenteil. Sehr wohl aber sollten wir mit Demut und Vorsicht an die Dinge herangehen,uns im Umgang mit der Natur an Indianerweisheiten oder an Jesus von Nazaret halten und dessen eingedenk sein, dass bei allen unseren Erfindungen die Nachteile und Gefahren erst im Nachhinein manifest werden.
    So haben, um nur ein Beispiel zu nennen, die Quecksilberblasen, die Gerber der "Wirtschaftszone Mariahilferstraße " vor Jahrhunderten hinterlassen haben erst den U-Bahnbau im 20. Jhdt. gestoppt.

    Vor allem sollten wir darauf achten, daß unsere Erfindungen kein Mengenproblem werden, bevor wir die Gefahren nicht kennen und beherrschen. ( Das gilt übrigens auch für die Proliferation der Menschen)

  3. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Dezember 2012 02:00

    Das ist mir etwas zu kurz gegriffen, denn die Ernährung müßte man ja nur den geringeren Aktivitäten im Freien anpassen. Leider nimmt auch die japanische Jugend mit und ohne Fukushima immer öfter amerikanisiertes "Fast Food" zu sich, statt dem bekömmlicheren, traditionell japanischen Essen.

    Fakt ist jedenfalls, daß viele Jugendliche bereits an Schildrüsenerkrankungen leiden, weil der Reaktorunfall seinerzeit heruntergespielt wurde und die dringend notwendigen Jodtabletten eine Woche zu spät ausgegeben wurden.
    Erst in zehn Jahren wird sich herausstellen, wieviele Tote es wegen Schilddrüsenkrebs auf Grund des GAUs geben wird.
    Daß Schilddrüsenerkrankungen auch nicht gerade zu einer schlanken Linie bei den Betroffenen beitragen, ist nur ein weiterer Nebeneffekt.

    Fukushima wird uns leider noch lange mit negativen Nachrichten beschäftigen!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorkpax
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Dezember 2012 23:16

    Die Toleranz steigt mit Abstand zum Problem.

    Ich möchte nicht wissen, wie einige hier, welche die Kernkraft verteidigen, reagieren würden, wäre nicht ein vermeintlich sicheres, da japanisches, sondern beispielsweise tschechisches AKW einige Kilometer von uns zerborsten, wegen eines unglücklichen Flugzeugabsturzes oder dergleichen.
    Würde man da im Forum auch so viele pro-Atomkraft-postings lesen? Ich wage es zu bezweifeln. Wenns am anderen Ende der Welt passiert kanns einem ja praktische wurscht sein; wenns aber ein paar Kilometer im Osten passiert, vielleicht noch mit ein bissl Wind aus der Richtung, kommt einem vielleicht doch ein bissl das Gruseln?

    Bei aller Liebe zur Kritik an der Technikfeindlichkeit bin ich überzeugter Kernkraftgegner, denn man kann es drehen und wenden wie man will, man pflanzt sich durch den Bau eines AKWs eine potentiell schmutzige Bombe in den Vorgarten, von den ethischen Problemen der Endlagerung mal ganz zu schweigen. In diesem Fall muss die Menschheit einfach andere Lösungen finden.

    Das Argument, man sei von der Atomkraft abhängig, hat auch nur soweit Gültigkeit, da wir uns davon [i]abhängig gemacht haben[/i]

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  1. Rudi Schiff (kein Partner)
    31. Dezember 2012 09:11

    Die Japaner haben wieder die alte Partei gewaehlt, die die Atomkraft reaktivieren will: das beweist, dass die Waehler genauso dumm sind wie die Politiker. Daher ist das Geschrei um den Salzburger Finanzskandal unglaubwuerdig.

    • maxim7 (kein Partner)
      31. Dezember 2012 12:25

      Ganz, ganz böse. Da haben es diese Japse doch tatsächlich unterlassen, sich zuerst bei einem wirklichen Experten darüber zu informieren, wie sie den Strombedarf ihrer Industrienation zu decken haben.
      Da Japaner im Allgemeinen mehr Wert auf eine naturwissenschaftliche Ausbildung legen statt darauf den eigenen Namen tanzen zu können, überrascht die rationale Entscheidung, auf Kernkraft zu setzen, nicht im Geringsten.

    • Rudi Schiff (kein Partner)
      01. Januar 2013 07:01

      @ maxim7:
      Ihr Verstaendnis von Wissenschaft ist leider mangelhaft. Bisher hat noch kein Mensch die Atomkraft beherrschen koennen; dh sie wird auch die Wissenschaft zerstoeren: ist das rational?

    • maxim7 (kein Partner)
      01. Januar 2013 09:44

      Ich gönn Ihnen ja den wohligen Weltuntergangsschauer, ist ja am Jahresende auch die Zeit dafür. Allerdings sollten Sie sich über das "Wissenschaftsverständnis" naturwissenschaftlich gebildeter Leute eher nicht auslassen, das wirkt bei Kernkraftgegnern immer leicht peinlich.
      Gerade Fukushjima hat gezeigt, dass sogar ein GAU beherrschbar ist, nennenswerte Folgen dieses Unfalls sind nicht feststellbar. Die Strahlenbelastung in 95% des zur Sicherheit evakuierten Geländes hat nie die Hälfte der natürlichen Strahlung z.B. in den Walliser Alpen erreicht. Es gab keine Toten, keine Schwerverletzten, nichts. Die meisten Evakuierten sind(selbstverständlich abseits der hysterischen deutschsprachigen Berichterstattung) längst wieder zu Hause-im Gegensatz zu denen, die der Tsunami voll getroffen hat. Diese Leute haben allerdings Sie und Ihresgleichen noch nie auch nur einen Dreck interessiert.

  2. kpax (kein Partner)
    30. Dezember 2012 23:16

    Die Toleranz steigt mit Abstand zum Problem.

    Ich möchte nicht wissen, wie einige hier, welche die Kernkraft verteidigen, reagieren würden, wäre nicht ein vermeintlich sicheres, da japanisches, sondern beispielsweise tschechisches AKW einige Kilometer von uns zerborsten, wegen eines unglücklichen Flugzeugabsturzes oder dergleichen.
    Würde man da im Forum auch so viele pro-Atomkraft-postings lesen? Ich wage es zu bezweifeln. Wenns am anderen Ende der Welt passiert kanns einem ja praktische wurscht sein; wenns aber ein paar Kilometer im Osten passiert, vielleicht noch mit ein bissl Wind aus der Richtung, kommt einem vielleicht doch ein bissl das Gruseln?

    Bei aller Liebe zur Kritik an der Technikfeindlichkeit bin ich überzeugter Kernkraftgegner, denn man kann es drehen und wenden wie man will, man pflanzt sich durch den Bau eines AKWs eine potentiell schmutzige Bombe in den Vorgarten, von den ethischen Problemen der Endlagerung mal ganz zu schweigen. In diesem Fall muss die Menschheit einfach andere Lösungen finden.

    Das Argument, man sei von der Atomkraft abhängig, hat auch nur soweit Gültigkeit, da wir uns davon [i]abhängig gemacht haben[/i]

  3. Aron Sperber (kein Partner)
    30. Dezember 2012 15:54

    Durch die deutsche Fukushima-Berichterstattung konnte das Ende der deutschen Kernkraft eingeleitet werden…

    …auch wenn keiner der 20.000 Toten durch Strahlung ums Leben kam.

    Unsere Energie werden wir in Zukunft von Putins Demokratur und von den Atom-Mullahs beziehen.

    Dieselben Medien, die uns dazu gebracht haben, unsere eigenen tatsächlich ungefährlichen Atomkraftwerke abzuschalten, verteidigen das Atomprogramm der Mullahs als “friedlich”.

    Deutschland kauft dann vom Iran Gas, wodurch die Mullahs wiederum ihr Atomprogramm finanzieren können…

    …wobei der Iran im Gegensatz zu Deutschland in einem gefährlichen Erdbebengebiet liegt, und der Iran im Gegensatz zu Deutschland auf Atomstrom absolut nicht angewiesen wäre.

    Obwohl mir keine dämlichere und gefährlichere Form von “Globalisierung” einfällt, glaube ich kaum, dass deswegen viele “Globalisierungsgegner” auf die Straße gehen werden.

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/05/24/die-damlichste-form-von-globalisierung/

  4. Haider
    29. Dezember 2012 19:02

    Wohin übereilte Panikreaktionen führen können, könnte sich in durchaus absehbarer Zeit in Deutschland zeigen. Das abrupte Abschalten einiger Atomreaktoren nach dem Atomunfall in Fukushima könnte zu größten Problemen führen. Durch fehlende Kapazitäten bei den Stromleitungen droht in Deutschland ein tagelanger Zusammenbruch der Stromversorgung. D.h. in solchen Katastrophenfällen muß in den AKW's die Kühlung mit Notstrom-Aggregaten betrieben werden. Diese sind jedoch nur für einen Ausfall von maximal 2 Tagen (48 Stunden) ausgelegt. Dann fällt die Kühlung aus. Auch ein heruntergefahrener Atomreaktor muß jedoch noch mindestens 10 Jahre gekühlt werden, sonst ist der GAU unausweichlich.
    Husch-Pfusch-Reaktionen gehen eben fast immer ins Auge. Und blinder Aktionismus erst recht!

  5. schreyvogel
    29. Dezember 2012 13:12

    Alarm! Alarm!
    Japan will seine AKWs wieder einschalten!
    http://www.nzz.ch/aktuell/international/japans-ausstieg-vom-ausstieg-1.17913142

    Das muss die Merkel abbremsen, sonst macht sie sich ja selbst lächerlich mit ihrem Sofortausstieg wegen Tsunamigefahr!

    Und, OT zwar, aber auch aus der NZZ:
    Die Philharmoniker arbeiten ihre Nazi-Vergangenheit nicht ordentlich auf:
    http://www.nzz.ch/aktuell/international/neujahrskonzert-mit-misstoenen-1.17911756
    Der Dank gebührt den Grünen, die diese whistle geblasen haben.

    Das wird einen deutlichen Einbruch bei den Seherzahlen des Neujahrskonzerts geben.

    • Brigitte Imb
      29. Dezember 2012 14:31

      ...und der Kartenpreis wird purzeln. :-)))

      In diesem Fall werden sich die GrünInnen total lächerlich machen, denn die Philharmoniker genießen internat. einen derart guten Ruf, daß diese Denunziation abprallen wird.

    • phaidros
      29. Dezember 2012 14:51

      Ist ja Wahnsinn! Müssten die denn nicht längst in Pension sein? Leben die überhaupt noch?

      Denn: was haben das heutige Orchester und seine Musiker mit Nazideutschland zu schaffen?

      Mit derselben Berechtigung könnte man der Institution »Die Grünen« vorwerfen, dass sie Mitschuld tragen, weil sie sich zu dem Zeitpunkt noch gar nicht gegründet hatten und so nachweislich ebenfalls keinen Widerstand leisteten. Nicht den geringsten! Schließlich blickt auch die grünste Grüne auf dieselben Vorfahren und Gesellschaft zurück wie alle anderen auch.

      Wenn aber die Philharmoniker schlau sind, greifen sie das einfach auf und thematisieren es musikalisch im kommenden Neujahrskonzert mit einer Widmung. Und aus.

    • brechstange
      29. Dezember 2012 15:04

      phaidros

      Das mit der Widmung ist eine gute Idee. Das sollten Sie an die Philharmoniker schreiben.

    • Undine
      29. Dezember 2012 15:12

      @schreyvogel

      Danke für den Link! Die NZZ schreibt u.a.: "So werde verschwiegen, dass einst fast die Hälfte der Philharmoniker NSDAP-Mitglieder gewesen seien,.....",

      ....was wiederum so viel bedeutet, als daß die von den "Antifaschisten" jahrzehntelang heruntergebetete, liebgewordene Mär, alle Nazis seien dumm und böse gewesen, schwer aufrecht erhalten werden kann. Und weil's mir gerade einfällt: Im amerikan. Umerziehungslager Glasenbach waren auch berühmte Musiker, Schriftsteller etc und etwa 400 Ärzte, unter ihnen namhafte Univ. Professoren, aber das nur nebenbei.

      Um aber wieder zu den Wr. Philharmonikern zurückzukehren: Der Oberdenunziant Peter Pilz und der sog. "renommierte" Historiker Oliver Rathkolb, diese Trantüte, und auch gleich noch die Genderbewegten sollen die Philharmoniker in Ruhe spielen lassen---uns allen zur Freude! Wen von den Liebhabern schöner Musik auf aller Welt interessiert schon die politische Einstellung dieser grandiosen Musiker?! Sind ihre Konzerte wegen ihrer "Vergangenheit" weniger schön? Meinetwegen brauchen sie auch vor den Emanzen keinen Kniefall zu machen und auf Biegen und Brechen Frauen in ihr Orchester aufnehmen. Dann werden sie sich nämlich bald gezwungen sehen, sich "Wiener PhilharmonikerINNEN" oder Philharmoniker_innen (mit kleiner Atempause beim Sprechen!!!) oder PhilharmonikerInnen nennen müssen!

    • phaidros
      29. Dezember 2012 15:38

      Gute Idee, brechstange, eben per Kontaktformular erledigt. (An »Presse« und »Office«)

      LG

    • Undine
      29. Dezember 2012 17:19

      @Alexander Renneberg

      Der Oliver Rathkolb ist ein gutmenschlicher, geeichter Antifaschist, der wird deshalb immer obenauf schwimmen.

    • socrates
      29. Dezember 2012 18:16

      schreyvogel
      Die Mißtöne kommen aus dem Standard. Der Artikel ist denkbar dumm. Leider hat die NZZ einen Österreichkorrespondenten aus der Standardecke, den man besser meidet. Früher waren die Berichte über Ö in der NZZ excellent, jetzt kann man die selben Dummheiten in lachsrosa konsumieren (Achtung Speibgefahr!).

    • socrates
    • Wertkonservativer
      29. Dezember 2012 18:20

      Der überwiegende Anteil der deutschen Intelligenz der Dreißiger- und Vierzigerjahre waren Sympathisanten oder Mitglieder in den NS-Gliederungen des "deutschen Reiches", dies teils aus echter Zustimmung, teils aus Berechnung, und teils auch als Sicherung ihrer beruflichen Lebensgrundlage, wie halt die damiligen Philharmoniker auch!
      Diese grünen Trotteln + Oliver Rathkolb würden, wenn sie nur ein wenig im Familienalbum nachwassern würden, wahrscheinlich ebenfalls aufrechte NSDAP-Sympathisanten finden!
      Heute die Väter- und Großväter-Generation mieselsüchtig anzupatzen: da muss man schon ein rechter Lump sein, eben einer wie das ungustiöse Schwammerl und der Nazijäger Nr. 1!!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • DerTurm
      29. Dezember 2012 19:12

      Nun, gerade die Grünen mit ihren Braunen Wurzeln sollten sich bei diesem Thema nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen...

    • Undine
      29. Dezember 2012 21:11

      @Der Turm

      Sind's bei den Grünen nicht eher sehr dunkelROTE Wurzeln, die gar nicht einmal so tief unten liegen und dadurch auch häufig sichtbar werden? Die Gründungsväter und-mütter stammen doch eher aus der kommunistischen Ecke.

    • Undine
      29. Dezember 2012 21:29

      Noch eine weitere Variante für die gendergerechte Bezeichnung für die Wr. Philharmoniker: Die "Wiener PHILHARMONIERENDEN"---ist das nicht schön? :-)

    • Anton Volpini
      29. Dezember 2012 22:49

      Ich glaub auch, daß diese Gender-und Nazi-Kampagne bei den Philharmonikern abprallen werden, wie Wasserperlen auf Glasscheiben, Brigitte Imb.
      Zu sehr waren sie, und werden sie auch immer sein, der Musik verpflichtet.
      Denn die diktatorischen Machthaber haben immer versucht, die Künste sich unter zu ordnen, meist am Höhepunkt ihrer Macht. Doch die wahren Künste, deren Vertreter die Philharmoniker nun einmal sind, haben sich niemals unterordnen lassen. Daran erkennt man wahre Kunst!

  6. oberösi
    29. Dezember 2012 11:19

    Klare und notwendige Worte. Die Reaktion darauf zeigt, wie oben von Leistungsträger u.a. angeführt, daß religiös-politischer Aktionismus nach wie vor die "Debatte" in Österreich und Deutschland bestimmt. Wobei Debatte hier reinster Euphemismus ist. Denn Abweichungen von der poltikorrekten Anti-Atom-Hysterie werden sanktioniert, polemisch, radikal und untergriffig bis zum Angriff auf die Person.

    Mir drängt sich dabei eine Parallele auf zur einstigen Hysterie um Asbest in Gebäuden. Da schwärmten vor Jahrzehnten Arbeiter mit schwerem Atemschutz aus, um öffentliche Gebäude, darunter viele Schulen, zu sanieren und die Menschen vor der dräuenden Todesgefahr zu erretten.
    Um sehr viel Geld und mit sehr fragwürdigem Erfolg.
    Die nachweislich einzigen Todesopfer unter Schulkindern gab es, weil viele wegen der Sperre der angestammten Schule andere Gebäude aufsuchten mußten. Und auf dem ungewohnten Schulweg dahin kam das eine oder andere Kind durch Verkehrsunfälle zu Tode.
    Zynismus? Vielleicht. Aber harmlos im Vergleich zu jenem Zynismus, mit dem Politiker und sog. "Experten", die sich eine goldenen Nase verdienten, einigen wenigen großen Baufirmen Milliardenaufträge zuschanzten, weil diese eben die richtigen Beziehungen hatten. Von den obligaten kick-backs gar nicht zu reden.

    Risiko muß eben seriös und unterschiedlich bewertet werden und ist einmal bestimmt durch die Exposition, einem Faktor aus Dosis und Zeit. Und niemand, der auch nur halbwegs bei Verstand ist, wird behaupten, daß, wenn überhaupt jemals irgend eines bestand, das Risiko eines Schulkindes in "asbestverseuchten" Gebäuden, die zu Hunderten saniert werden mußten, das selbe war wie das eines Arbeiters in der Asbestprodukton und -verarbeitung.

    Doch Medien und andere Profiteure diverser Betroffenheits-Hypes differenzíeren nicht. Gehts doch um die Auflage, um die Katastrophe, ums Geld, das damit verdient werden kann. Und Politiker reagieren darauf, zu deren Entschuldigung sei angemerkt: müssen darauf reagieren, oft gegen besseres Wissen. Denn Agieren gegen Stimmungen und irrationale Ängste gefährdet die Wiederwahl und ist daher tunlichst zu unterlassen in Demokraturen, in denen Stimmen gezählt und nicht gewogen werden.

  7. Anton Volpini
    29. Dezember 2012 11:08

    Ganz O.T.

    Heute, also vier Tage nachdem DerTurm als erster die Meldung über den Grazer Uniprofessor Richard Parncutt hier veröffentlich hat, kommt die Kleine Zeitung nicht mehr umhin, das ebenfalls zu berichten. Sie tut das allerdings in einer sehr manipulativen Art. Der Bericht über die Todesstrafe für Klima-Leugner findet sich auf Seite 14, eher im Abschnitt für Allerlei, in einer recht verharmlosenden Weise, und läßt den Professor selber sagen "Das gehört zu den dümmsten Dingen, die ich in meinem Leben gemacht habe" (damit deutet er doch an, er hat noch dümmere gemacht!!!)

    http://www.kleinezeitung.at/steiermark/3203238/todesstrafe-professor-liefert-eklat.story

    Auf Seite 2 und 3 wird aber ein deutlich tendenziöser Artikel gebracht, der die Skeptiker schlecht aussehen läßt. Darin sind nicht nur fast keine Fakten aufgezählt, sondern die Rhetorik endet unter anderem in der unglaublich bedeutsamen Feststellung: Auch die Sonne beeinflusst das Klima. (Genau das meine ich, wenn ich diese Entwicklung als "Selbstläufer der Dummheit" bezeichne, phaidros)

    Daß die Graphik darunter, die Relation zwischen Minus- und Plus-Grade um geringe 9% verschiebt, läßt zwar die unterschiedlichen Größenordnungen mit freiem Auge nicht erkennen, erweckt aber zumindest im Unterbewußtsein ein tendenziöses Gefühl.

    http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/3203223/erwaermte-erde-erhitzte-gemueter.story

    PS.: Die Graphik und die Aussage über die Sonne, sowie die Selbstbezichtigung des Professors stehen leider nur in der Hard-Copy.

    PPS.: Es würde mich sehr interessieren, wann, in welchen Zeitungen, und in welcher Tendenz darüber ebenfalls berichtet wird?

    • phaidros
      29. Dezember 2012 11:54

      Den 'Selbstläufer der Dummheit' verstehe ich jetzt nicht ganz: gerade die Sonne wird doch von Skeptikern immer wieder gerne als vermeintliches Killerargument ins Treffen geführt - wie wenn das nicht nicht berücksichtigt würde! Da finde ich eine Erwähnung gar nicht so daneben, aber ich kann den Artikel jetzt nicht lesen.

      Gerade in Ihre Kerbe möchte ich schlagen, wenn ich werde nicht müde werde, gebetsmühlenartig zu wiederholen: 95% dessen, was so röffentlich herumschwirrt, ist blanker Unsinn. Das gilt aber für beide Richtungen! Daher sollte man immer wieder aufzeigen, wo die Denk- und Argumentationsfehler liegen und auf seriöse Quellen verweisen*)

      LG phaidros.vie@gmail.com

      P.S.: Wer sich einen objektiven Überblick über den Sachstand verschaffen möchte, dem empfehle ich sehr das Buch des leider vorigen Herbst viel zu früh verstorbenen Reinhard Böhm (der auch den Science-Blog mit Beiträgen im wahrsten Sinne beehrte): »Heiße Luft« (siehe Buchtipp)

      *) Mein Versuch einer Zusammenstellung der wichtigsten - absteigend sortiert nach »Brauchbarkeit«, sich ein Bild zu verschaffen (sich »zu bilden«):

      ° Reinhard Böhm: »Heiße Luft« (http://www.austria-lexikon.at/af/Web_Books/Sachbuch/Heisse_Luft )

      ° Zentralanstalt für Meteorologie (http://www.zamg.ac.at/cms/de/forschung/klima )

      ° Universität Berkeley (http://www.berkeleyearth.org )

      ° NASA (http://data.giss.nasa.gov/gistemp/ )

      Und ganz allgemein hervorragend (aber sicher nicht so gut zum Einlesen ins Thema): Blog "Klimazwiebel" (http://klimazwiebel.blogspot.co.at/ )

    • Anton Volpini
      29. Dezember 2012 12:04

      "95% dessen, was so röffentlich herumschwirrt, ist blanker Unsinn. Das gilt aber für beide Richtungen! Daher sollte man immer wieder aufzeigen, wo die Denk- und Argumentationsfehler liegen und auf seriöse Quellen verweisen*)"

      Da bin ich ganz bei Ihnen phaidros, und genau dazu passt: ApokalypseNo, von Björn Lomborg.

      Als "Selbstläufer der Dummheit" meine ich in diesem Zusammenhang nicht nur die Aussage mit der Sonne, sondern den ganzen Artikel. Und auch darüber, wie die Kleine Zeitung mit diesem Thema umgeht: sie muß über diesen Skandalprofessor berichten, aber Sie bereitet auf der ersten Doppelseite die Tendenz auf, sodaß die Todesstrafenforderung auf Seite 14 verniedlicht werden kann.
      Björn Lomborg fährt mit diesem ganzen manipulativen Schwindel ab, daher steht er ja auch auf der Todesliste.

    • durga
      29. Dezember 2012 12:13

      Zitat zu DerTurm am 25.12./ 00:26
      http://www.science-blog.at/2012/12/klimawandel-katastrophe-oder-chanceij/#comments

      Der Kurier berichtete vermutlich als erster - vor 17 Stunden - und relativ ausführlich, u.a.:
      "Parncutt wurde gezwungen, seine Äußerungen zurückzuziehen. Er selbst wollte sich nicht öffentlich äußern. Auf KURIER-Anfrage schickte der Professor eine vorgefertigte Entschuldigung an alle, die sich durch den Text beleidigt fühlen. Seine Vergleiche seien völlig unangebracht gewesen. Nach den Weihnachtsferien wird Parncutt zu einem Gespräch mit der Uni-Leitung aufgefordert. Disziplinarrechtliche Schritte werden erwogen."

      Es folgten mit sehr ähnlichen Texten: Presse, KZ, ORF, Salzburger Nachrichten und Krone:

      Salzburger Nachrichten, u.a.: "Durch zahlreiche Protestnoten aufgeschreckt, reagierte die Uni Graz und distanzierte sich umgehend. Wie Uni-Pressesprecher Andreas Schweiger einen Bericht des "Kurier" bestätigte, habe man durch rund 50 Beschwerdemails Kenntnis von der problematischen Veröffentlichung erhalten. Wie Schweiger am Freitag sagte, sei er über die Äußerungen "entsetzt und bestürzt" und habe umgehend klargestellt, dass Parncutts Meinung nicht die der Uni sei. Der Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, Helmut Konrad, veranlasste die Entfernung des Textes, der durch eine Entschuldigung des Autor ersetzt wurde. Konrad und Rektorin Christa Neuper verlangten Sachverhaltsdarstellung und luden den Professor zu einem Gespräch ein."

      Krone u.a.: "Der Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, Helmut Konrad, veranlasste die Entfernung des Textes, der durch eine Entschuldigung des Autors ersetzt wurde.
      Konrad und Rektorin Christa Neuper verlangten eine Sachverhaltsdarstellung und luden den Professor zu einem Gespräch ein. "Menschenverachtende Aussagen sind mit aller Entschiedenheit zurückzuweisen. Persönliche Ansichten, die nicht im Zusammenhang mit der wissenschaftlichen Arbeit stehen, werden auf Webseiten der Universität nicht toleriert", so der Dekan."

    • DerTurm
      29. Dezember 2012 13:39

      Der Kurier hat die Todesstrafe für den Papst auch aufgegriffen: http://kurier.at/chronik/oesterreich/grazer-professor-forderte-todesstrafe-fuer-papst/2.163.077

      Gibt man bei Google "Todesstrafe für den Papst" ein, bekommt man über 4000 Treffer - ich denke, dass diese Geschichte noch einige Kreise ziehen wird...

    • Anton Volpini
      29. Dezember 2012 14:26

      Danke durga für diese Zusammenfassung aller Zeitungsmeldungen. Und besonderen Dank für den Link zu diesem besonders gescheiten Artikel im Science-Blog.
      Dr. Ernst Fiala zeigt nicht nur die ganze Hysterie der Klimadiskussion sehr sachlich auf, seine Lösungsvorschläge finde ich besonders interessant. Als Autofachmann, der sein Leben lang dieser Verschwendung von fossiler Energie zuschauen mußte, ist er auch besonders glaubwürdig.

      Danke auch DerTurm, daß Sie am Montag dieses unglaubliche Thema aufgebracht haben. Dadurch ist es jetzt möglich, sehr genau den manipulativen Kräften und Systematiken der Medien auf die Finger zu schauen.

    • phaidros
      29. Dezember 2012 14:30

      Als Autofachmann, der sein Leben lang dieser Verschwendung von fossiler Energie zuschauen mußte, ist er auch besonders glaubwürdig.

      Das ist komisch: gerade jemandem, der ein Leben lang Autos konstruiert hat, würde ich keine besonders objektive Sicht der Dinge zubiligen, wenn es ums Thema CO2-Ausstoß und dessen Auswirkungen geht.

    • Anton Volpini
      29. Dezember 2012 14:53

      Ich korrigiere mich, Dienstag wars. Wir wollen ja nicht den gleichen Fehler mit Verschiebungen machen. :-)
      DerTurm, Sie haben damit auch möglich gemacht, daß meinen Kindern an einem sehr anschaulichen Beispiel die Augen über diese Manipulationen geöffnet wurden.
      Das ist gutes Lebenstraining!

      phaidros, halten Sie diese Darstellung von Dr. Fiala nicht für glaubwürdig?

    • phaidros
      29. Dezember 2012 15:13

      Oje, das ist aber eine schwierige Frage!

      »Glaubwürdig« in dem Sinn, dass Fiala seiner ehrlichen Überzeugung ohne eigennützigen Hintergedanken Ausdruck verleiht, ganz sicher.

      Inwieweit diese allerdings nicht verstellt*) ist (beinahe sein muss) durch das, was er ein Leben lang getan hat, kann ich nicht beurteilen. Gerade bei seinem Hintergrund wäre der (unbewusste!) Wunsch »Das kann doch alles nicht so schlimm sein« und daraus folgend ein Rationalisieren, um das hässliche Wort »Zurechtbiegen« zu vermeiden, menschlich nur allzu verständlich.

      Ein gewisser Hinweis auf so ein Wunschdenken findet sich nach meinem Dafürhalten in seiner Äußerung, dass Warmzeiten immer mit kulturellen Hochblüten verbunden waren (und der damit insinuierten Konsequenz, dass wir uns gegebenenfalls doch wieder auf eine Blüte freuen sollten). Dem kommt jedoch nach meiner Einschätzung in unserer globalen und technisierten Zeit und Gesellschaft keine Relevanz mehr zu.

      Festzuhalten ist jedenfalls, dass Fialas Artikel den Anspruch des Science-Blog (siehe Kopfkasten ebendort): »Forschungsergebnisse aus erster Hand«, zu liefern nicht in dem Ausmaß erfüllt, wie Sie das vom überwiegenden Gros der Artikel mit Fug und Recht als gegeben annehmen können. Denn er war, jedenfalls was man seinem Lebenslauf entnehmen kann, nie in diesem Feld tätig.

      LG phaidros.vie@gmail.com

      *) in beiderlei Wortsinn: »dejustiert« und »sichtbehindert«

    • Undine
      29. Dezember 2012 16:25

      Ich höre jetzt zum ersten Mal von diesem "Eklat" und habe soeben den Artikel zum Thema in der "Kleinen Zeitung" gelesen: "Todesstrafe für den Papst" und gleich noch der Grund, der den wackeren Univ. Prof. für seine Forderung zu haben meint.
      Zusätzlich stutzig zu all diesem Schwachsinn machte mich folgender Satz:

      "Parncutt gilt als höchst engagierter Professor, der nicht nur fachlich exzellent ist, sondern sich aktiv in die Gesellschaftspolitik mischt. So erscheint er immer wieder auf den Leserbriefseiten"

      Ich habe zwar keine Ahnung, welcher Art die "aktive Einmischung in die Gesellschaftspolitik" des doch eher fragwürdigen Mannes ist, aber ich habe so meine Vermutung. Weiß jemand Näheres?

    • socrates
      29. Dezember 2012 17:55

      Wenn einer nicht durch Leistung auffällt so probiert er es mit Krawall und Dummheit:
      Kurier & Krone berichten über R. Parncutt:
      An der Karl-Franzens-Universität Graz macht sich Entsetzen breit. Richard Parncutt, Professor für Systematische Musikwissenschaften, schickte zu den Weihnachtsfeiertagen über den offiziellen Uni-Webspace ein Pamphlet hinaus, in dem er sich über die Weigerungshaltung des Vatikans zur Empfängnisverhütung alterierte. Papst Benedikt und einige seiner Berater seien für Millionen von AIDS-Toten in der Zukunft verantwortlich zu machen. Ihnen gebühre die Todesstrafe. Bei Massenmördern, wie dem Norweger Behring Breivik, zog der Professor aber den Sinn einer Todesstrafe in Zweifel.
      Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens!

    • Undine
      29. Dezember 2012 21:21

      @socrates

      Danke für die Aufklärung!! Erstaunlich, womit sich so ein Professor für Systematische Musikwissenschaften an der altehrwürdigen Grazer Karl-Franzens-Universität abgibt! Das also ist damit gemeint, wenn es heißt:
      "Parncutt gilt als höchst engagierter Professor, der nicht nur fachlich exzellent ist, sondern sich aktiv in die Gesellschaftspolitik mischt. So erscheint er immer wieder auf den Leserbriefseiten"; jetzt kann ich mir auch die Ecke, in der er politisch beheimatet ist, gut vorstellen.

    • Anton Volpini
      29. Dezember 2012 21:45

      Undine, Sie sollten sich die Quelle anschauen, die DerTurm am 25. Dez. hereingestellt hat. Ich bin neugierig, ob Sie das auch so als unfaßbar beurteilen.

    • Undine
      29. Dezember 2012 23:44

      @Anton Volpini

      Ausgerechnet dieses A.U.-Thema "Wo das Christentum blüht: Sabatina, die Konvertitin" hatte ich links liegengelassen! Aber nun bin ich nach gründlichem Durchforsten mehrerer Themen-Stränge endlich fündig geworden und habe die Diskussion, die @Der Turm "losgetreten" hat, durchgelesen. Ich muß gestehen, daß mich schon gar nichts mehr wundert, wenn ich so mitverfolge, was sich auf Österreichs Universitäten tummelt, nicht einmal mehr ein "Richard Parncutt, Professor für Systematische Musikwissenschaften", der sich "aktiv in die Gesellschaftspolitik mischt". Weit haben wir's gebracht! Die "ALMA MATER" als Tummelplatz für solche Leute---die 68er sind bei ihrem Marsch durch die Institutionen an ihrem Ziel "erfolgreich" angekommen. Ob dieser Eklat Folgen für diesen Mann hat, bezweifle ich stark.

  8. Josef Maierhofer
    29. Dezember 2012 10:59

    Ähnlich dem Gesundheitsbild um Tschernobil.

    Ich bin dort mit einem Professor in Kiev in Kontakt und er bestätigt diese Bilder auch. Dort werden sie aber öffentlich verschwiegen. Es gab aber bei Tschernobil auch Kinder, etwa 140, so viel ich mich erinnere, die in Österreich Urlaub machen durften, da konnte man das auch beobachten.

    Natürlich sind die Verstrahlungen schädigend, vielleicht nicht in dem Ausmaß, wie die Panikmacher das gerne darstellen, aber mit den hohen Halbwertszeiten kann man von Dauerwirkung sprechen.

    Jedenfalls sind die Jodtabletten 1 Woche zu spät gekommen, ein schweres Versäumnis der Verantwortlichen dafür.

    Ernährung und Bewegung sind wichtig, aber wenn die Dauerstrahlung im Freien (vermutlich jetzt auch schon in den Häusern drinnen) ständig und zu stark einwirkt, so wird der Körper reagieren müssen, kann ich mir vorstellen. Dazu müsste ich die dortigen gegenwärtigen durchschnittlichen Strahlungswerte wissen, um einen Spezialarzt fragen zu können, wie sich das auswirkt.

    Ich habe jedenfalls eine Strahlenbehandlung gegen meinen Krebs abgelehnt und mache das mit Ernährung und Bewegung und der Erfolg gibt mir recht.

  9. Leistungsträger
    29. Dezember 2012 10:32

    Danke Herr Doktor Unterberger, dass Sie diese kritischen Fragen stellen. Leider ist die Diskussion um den Schaden und den Nutzen der Kernenergie von sehr viel Glauben und sowenig Wissen begleitet. So argumentiert jeder umsomehr seiner Glaubensrichtung entsprechend, je weniger Wissen er hat.
    Besonders gerne werden dann Satistiken als Hilfsmittel verwendet. Da nun die statistischen Auswertungen nach Fukushima bis heute mit keinen Strahlentoten aufwarten kann, muss ein Herzinfarktopfer herhalten, ist im Umland das Gemüse heuer größer als im Vorjahr und sind eben die statistisch die Kinder dicker.

    Eine sehr dünne Suppe, die uns die Kernkraftgener servieren wollen.

    • phaidros
      29. Dezember 2012 11:36

      Es spricht offenbar jemand, dessen Expertise über Glauben und wenig Wissen hinaus reicht. Das ist natürlich erfreulich. Darf ich nachfragen, zur besseren Einordnung: von welcher Art ist Ihr Zugang zur Materie?

    • Josef Maierhofer
      29. Dezember 2012 11:44

      Das Leben mit der Gefahr.

      Zum Wissen können wir sagen, dass wir die Kettenreaktion nicht im Griff haben oder zumindest nicht ganz.

      Zum Wissen können wir sagen, dass unvorhergesehene Unfälle, wie ein Tsunami nun mal einer ist, zu so schweren Störungen führen können, dass Radioaktivität austritt und die Umgebung verstrahlt (bis zu 500 km ist die primäre Gefahrenzone in der zugehörigen Military Norm).

      Zum Wissen können wir sagen, dass es störungsanfälligere und störungssicherere Reaktortypen gibt.

      Auch ein Wasserkraftwerk hat bei Staudammbruch tödliche Wirkung und auch da sind wir vor Erdbeben und Dammbruch nicht gefeit.

      Bei dem heutigen Lebensgewohnheiten mit hohem Energieverbrauch werden wir wohl um die Nutzung der Kernenergie nicht herumkommen können, das ist Realität.

      Die sachgerechte Lagerung von Atommüll wäre teuer, würde man sie gewissenhaft machen, und auch das würde den Energiepreisvorteilder Kernenergie relativieren.

      Es gibt jedenfalls einen Nachweis, Dissertation Dr. Johannes Biricz, TU Wien, in den 1970-er Jahren, dass viele Kleinkaftwerke stabilere Stromnetze liefern als wenige große, trotzdem haben bei uns die EVUs in den 1980-er Jahren tausende Kleinkraftwerke (etwa 3 000 in Österreich) still legen lassen.

      Also rein emotional würde ich das Ganze nicht sehen, ich sehe aber auch, dass wir ohne Kernenergie den gegenwärtigen Energieverbrauch nicht schaffen können, da sind wir mit den 'regenerierbaren Energieformen' noch nicht weiter gekommen als zur 'Energiewende'.

      Also, was hilft die Hysterie, was hilft die Angstmache ? In der Unfallsituation ist jedes große Werk eine Gefahr, und die Strahlengefahr ist eine davon.

      Auch wir müssten die Jodtabletten zu Hause haben und diese regelmäßig auffrischen, haben wir doch massenhaft störanfällige Reaktoren um Österreich herum. Auch die Leute in Kaprun und Zell/See müssten die Häuser auf die (lawinengefährdeten) Hänge bauen, wollen sie sicher vor einem Staudammbruch sein. Es gibt eben nur das Leben mit Gefahren, egal wobei. Auch der Straßenverkehr ist nicht ohne und ermordet nachweislich in Europa jährlich eine Stadt so groß wie München.

      Auf Grund unseres Energiekonsums müssen wir eben mit Gefahren und Risken leben.

    • phaidros
      29. Dezember 2012 11:58

      Aus meiner Sicht eine völlig richtige Analyse, sg. Hr. Maierhofer, danke!

      Darf ich lediglich zu den Jodtabletten ergänzen: Dosierungen, die für einen akuten Strahlenschutz nötig sind (also im Grunde massive Übersättigung der Schilddrüse), ist im freien Handel nicht zu kriegen. Es hat also keinen Sinn loszulaufen, um sich einzudecken.

    • Josef Maierhofer
      29. Dezember 2012 12:07

      @ phaidros

      Ja, aber bei uns würde die Behörde nicht 1 Woche mit den Jodtabletten, wie in Japan, brauchen, sondern, na, ja, lass ma das ... ... ewig.

      Draufloskaufen müsste die Behörde und die Bestände warten, aber nicht so, wie es Frau Rauch Kallat und ihr Graf Lobby getan haben.

      Aber man könnte das auch den Leuten überlassen, muss aber das richtige Maß bereitstellen können.

    • durga
      29. Dezember 2012 15:29

      @maierhofer

      dies ist in etwa auch die Meinung von Helmut Rauch, dem Top-Experten in diesem Gebiet, die er im science-blog unter "Ist die Kernenergie böse?" dargestellt hat:

      http://www.science-blog.at/2011/08/ist-die-kernenergie-boeseij/

    • Leistungsträger
      29. Dezember 2012 16:19

      @phaidros
      Mein Zugang zu Ihrer besseren Einordnung: Die Relativitätstheorie Albert Einsteins und seine bekannte Formel E = mc² (Energie = Masse · Lichtgeschwindigkeit²)

    • phaidros
      29. Dezember 2012 19:12

      @Leistungsträger: Danke!

  10. Undine
    29. Dezember 2012 10:27

    OT, aber ab heute sind wir um eine Facette des Genderwahnsinns reicher: Die AUTOFAHRENDEN ---vorhin in den 10h-Nachrichten vernommen---lassen ab heute die Genderbewegten ruhiger schlafen. Sind als nächster Kniefall vor der PC-Diktatur ev. die KOCHENDEN dran oder die VERKAUFENDEN, die FRISIERENDEN und die FUSSGEHENDEN? Die STUDIERENDEN haben wir ja schon.

    • Cotopaxi
      29. Dezember 2012 10:36

      Die "Autofahrenden" sind mir schon vor ein paar Tagen erstmals auf Ö1 untergekommen.
      Das Gendern dürfte im ORF schon so sehr internalisiert sein, dass man an eine kollektive Zwangspsychose erinnert wird.

    • Josef Maierhofer
      29. Dezember 2012 11:59

      @ Undine

      Ja die Grünenden ... ... oder doch GrünendInnen ?

    • DerTurm
      29. Dezember 2012 13:50

      Die Grünend_innen und -aussen

    • Undine
      29. Dezember 2012 16:38

      Ich koche gerne nach Rezepten des französischen SPITZENKOCHENDEN Paul Bocuse, aber ich liebe auch unseren ersten FERNSEHKOCHENDEN Franz Ruhm! :-)

      Jetzt muß ich aber mit diesem Blödeln aufhören, sonst wird's zur Gewohnheit! Die Raubenden, die Stehlenden, die Einbrechenden.....

    • Haider
      29. Dezember 2012 19:12

      Die Sprachverhunzer haben Hochsaison. Sie wissen: ohne Sprache keine Kultur. Und ohne Kultur ist ein Volk eine amorphe Masse, nach Belieben knet- und manipulierbar und dies ist - wie wir wissen - der Traum aller Linken!

    • DerTurm
      29. Dezember 2012 19:20

      Nah, Undine,

      Räub_er, Schläg_er, Dieb_er, Verbrech_er sind immer ausnahmslos männ_er_lich!

    • Undine
      29. Dezember 2012 21:32

      Noch eine weitere Variante für die gendergerechte Bezeichnung für die Wr. Philharmoniker: Die "Wiener PHILHARMONIERENDEN"---ist das nicht schön? :-)

    • phaidros
      29. Dezember 2012 21:39

      @Haider: für diesen einen konkreten Ausnahmefall schlage ich allerdings doch vor: »die Sprachverhunzenden«.

    • Undine
      29. Dezember 2012 21:39

      @Der Turm

      Nein, nein, sooo einfach ist das nicht! Wo bleibt denn da die Gleichberechtigung? Alles, was die Männer können, können wir Frauen doch mindestens ebenso gut, wenn nicht sogar besser; es muß doch stimmen, wenn die Heinisch-Hosek et al das sagen!

    • Kaffeehäferl
      29. Dezember 2012 23:17

      Die Autofahrenden inkludiert aber die Beifahrenden, oder? Müßte es nicht richtiger heißen: die Autolenkenden?

    • Kaffeehäferl
      29. Dezember 2012 23:22

      @Josef Maierhofer, korrekt: die Grünierenden

    • wadlbeisser
      30. Dezember 2012 01:41

      Also bitte dann gleich "die Grünanierend_innen"!

    • Kaffeehäferl
      30. Dezember 2012 08:22

      Um dem Anonymen Feigling zuvorzukommen: Wenn man sein Knd bittet, zum Bäcker um ein paar Semmeln zu gehen, muß man dann sagen: "Geh bitte zum Backenden und hol ein paar Semmeln"?

      Kann man von einem Backenden überhaupt Semmeln kaufen? Immerhin ist der ja mit Backen beschäftigt. Wenn einem wer Semmeln verkaufen kann, dann doch eher der Backwarenverkaufende.

      Ist also ein Bäcker ein Backender oder ein Backwarenverkaufender?

      Und was bringt diese Art der Bezeichnung überhaupt? Immerhin ist es ja immer noch ein BackwarenverkaufendeR und keine Backwarenverkaufende_! Oder hab ich da jetzt einen Denkfehler?

    • Undine
      30. Dezember 2012 10:31

      @Kaffeehäferl

      Die politisch Korrekten, die uns neuerdings die "Studierenden" und die "Autofahrenden" bescheren, weil sie sich einerseits nicht mehr trauen, von "Studenten" und "Autofahrern"---zu "maskulin"!---zu reden, andrerseits vermeiden wollen, ständig "Studenten und Studentinnen"* oder "Autofahrer und Autofahrerinnen"* sagen zu müssen, VERLEUGNEN ganz einfach die SINGULARformen! Also nix da mit "dem Studierenden", "der Studierenden"! Auf den Massenuniversitäten gibt es eben nur den Plural, ebenso auf den Straßen! :-)
      Was den PC-Bewegten nicht paßt wird einfach abgeschafft!

      * Ach ja, fällt das nur mir auf: Manche Leute (va Politiker) bekommen ganz kurz immer einen starren Blick, wenn sie sich auf das Formulieren der politisch korrekten Anrede beider Geschlechter konzentrieren; da kann es dann schon einmal passieren, daß dann "Liebe Mitbürger und Mitbürger" oder "Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürgerinnen" herauskommen.
      Ja, auch die politisch korrekte Anrede fällt nicht vom Himmel und will gelernt sein! :-)

    • dickbrettbohrer (kein Partner)
      30. Dezember 2012 11:30

      Wenn denn wenigstens noch Logik im System wäre! Die „Studierenden“ tauchen ja meist im Plural auf, und da sehe ich keinerlei Vorteil zum Begriff „Studenten“.

      Maskulinum: der Studierende, der Student
      Femininum: die Studierende, die Studentin
      Plural, beide Geschlechter identisch: die Studierenden, die Studenten

      Was spricht also dagegen, „Studenten“ zu sagen?

      Autofahrer analog: der Autofahrer, die Autofahrerin, die Autofahrer (Plural für maskulin und feminin)

      Um ihren eigenen Ansprüchen des Sprachfeiminismus zu genügen, müßten die orthodoxen Genderapostel auch bei Mehrzahlformen geschlechtliche Ergänzungen vornehmen, denn nur so werden wirklich beide Geschlechter explizit angesprochen, zum Beispiel:

      die weiblichen und männlichen Studierenden, Autofahrenden bzw. die Studierenden / Autofahrenden beiderlei Geschlechts.

      Man sollte allen Ämtern die dahingehend korrigierte Verlautbarungen und Schriftstücke etc. zuschicken und um Korrektur bitten.

    • Anonymer Feigling (kein Partner)
      30. Dezember 2012 16:39

      @ Kaffehäferl

      >> korrekt: die Grünierenden

      >> Um dem Anonymen Feigling zuvorzukommen: Wenn man sein Knd bittet, zum Bäcker um ein paar Semmeln zu gehen, muß man dann sagen: "Geh bitte zum Backenden und hol ein paar Semmeln"?

      Ach was waren das für Zeiten! Ich vermisse diese Diskussionen!
      Hast am Donnerstag Zeit? (Bitte per e-mail antworten)

  11. ambrosius
    29. Dezember 2012 10:15

    Es ist durchaus vergnüglich zu lesen wie wir alle- wirklich: alle- in einträchtiger Ignoranz und Hilflosigkeit und voller Vorurteile über die radioaktive Strahlung und ihre Auswirkungen diskutieren.
    Die Fettsäcke von Fukoshima sind da ein schönes Beispiel: Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben! Oder: Der Herzinfakrt war schneller als der Schilddrüsenkrebs !

    Grundsätzlich verhält es sich mit der Radioaktivität wie mit allen Dingen, denen das menschliche Leben ausgesetzt ist:
    In gewisser Menge ist es unbedeutend, vielleicht sogar: förderlich. Im Gasteinertal lebt es sich sehr gut und lange. Überschreitet man die Menge, dann gibt es Krebs oder gar die sog. Strahlenkrankheit.

    Das ist geradeso, wie mit der UV Starhlung, ohne die wir kein Vitamin D bilden können. Wenn wir aber zuviel abgekommen, dann gibt`s ein Melanom

    Oder Das Auto : ein unübertreffliches Mittel, um von A nach B zu kommen, wenn aber zuviel davon, dann werden wir krank.

    Oder das Flugzeug: Vermutlich nicht umweltschädlicher als ein Ozeandampfer und wunderbar, um in die USA zu reisen. Wenn aber die Kondensstreifen so dicht werden, daß die Sonne nicht mehr durchkommt, dann wird die Sache fragwürdig.

    Von ethischen Problemen, wie wir sie heute mit der Gentechnik haben und die verblüffend an einstige Autopsieverbote erinnern will ich da schon garnicht reden.

    Resumée: Nicht der Fortschrittsfeindlichkeit sollten wir das Wort reden sondern dem Gegenteil. Sehr wohl aber sollten wir mit Demut und Vorsicht an die Dinge herangehen,uns im Umgang mit der Natur an Indianerweisheiten oder an Jesus von Nazaret halten und dessen eingedenk sein, dass bei allen unseren Erfindungen die Nachteile und Gefahren erst im Nachhinein manifest werden.
    So haben, um nur ein Beispiel zu nennen, die Quecksilberblasen, die Gerber der "Wirtschaftszone Mariahilferstraße " vor Jahrhunderten hinterlassen haben erst den U-Bahnbau im 20. Jhdt. gestoppt.

    Vor allem sollten wir darauf achten, daß unsere Erfindungen kein Mengenproblem werden, bevor wir die Gefahren nicht kennen und beherrschen. ( Das gilt übrigens auch für die Proliferation der Menschen)

  12. socrates
    29. Dezember 2012 10:06

    Die Erdöllobby hat uns voll im Griff! Millionen mehr Tote und verstümmelte gibt es in Vietnam, mehr als im Krieg, durch "agent orange".
    http://de.wikipedia.org/wiki/Agent_Orange
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/agent-orange-opfer-in-vietnam-frau-truongs-endloser-krieg-a-674630.html
    http://www.publichealth.va.gov/exposures/agentorange/
    Aber unsere bestochene Journaillie schreibt nur, was ihr nützt.
    Otto Brusatti hetzt in der Presse gegen Richard Wagner, das bringt ihm Geld, vor allem weil R.W. auch am WK2 schuld ist. Damit sich die Presse solche Dreckschleuderer leisten kann, muß sie teuerer werden.

  13. dssm
    29. Dezember 2012 09:12

    Ich konnte der Atomdiskussion nie folgen, da Strahlung, bis zu gewissen Dosen, harmlos, ja sogar heilend, sein kann. Überschreitet man diese Dosen, so hat man eine gewisse Zeit die Strahlungsquelle zu verlassen, sonst wird es wirklich gefährlich – so wie es halt beim Microwellenherd oder einer Radaranlage ist.

    Die wirkliche Gefahr eines Reaktors, weniger einer Atombombe(!), sind die zahlreichen 'Nebenprodukte', welche teilweise zu den giftigsten bekannten Substanzen zählen; da viele von denen 'schwer' sind, ist die Ausbreitung begrenzt.

    Nun hat mich ein Kollege aus Israel auf eine neue Denkrichtung hingewiesen.
    Wenn Strahlung nicht so gefährlich ist, gerade die WHO Daten aus Hiroshima sind ja sehr aufschlußreich, dann wird die Atombombe wieder zu einer 'normalen' Waffe. Der Frieden an allen Brennpunkten zwischen den modernen Ländern hat einen einzigen Grunde: die Atombombe.
    Würde der Eindruck entstehen, ein Atomkrieg sei 'führbar' und die Kollateralschäden sind überschaubar oder man kann sich darauf vorbereiten, würde es wohl nicht lange dauern bis ...

    • phaidros
      29. Dezember 2012 09:40

      Wenn Sie das interessiert, es lässt sich - wenigstens ansatzweise - schon erklären: zum einen ist "Strahlung" nicht gleich "Strahlung" (alpha, beta, gamma), und es hängt in hohem Maße davon ab, mit welcher Art man es zu tun hat. Zum anderen, ob und wie die Strahlungsquelle inkorporiert wurde (über die Atmung, Haut, Verletzungen), welche Gewebeteile ggf. betroffen sind und um welchen Strahler es sich handelt (Wie lange dauert es, bis er zerfällt? Wird er ausgeschieden, oder reichert er sich irgendwo an und schädigt immer weiter das Gewebe?).

      Unterm Strich lässt sich sagen, dass aus diesen Gründen Strahlungsschutz keine simple Sache ist.

      Das Problem bei allen statistischen Aussagen wie "Krebserkrankungen nach Hiroshima" (oder Tschernobyl): es lässt sich - aus prinzipiellen Gründen - nie der Nachweis erbringen, dass eine Krebserkrankung auf das Strahlungsereignis zurückführen lässt.

      Das ist wie bei einem gezinkten Würfel, der doppelt so oft auf 6 fällt wie ein normaler: vom einzelnen Wurf können Sie nicht mit Sicherheit sagen, dass er wegen der Zinkung auf den 6er fiel, denn die Hälfte der 6er würde "auch so" auftreten. Mit den Krebserkrankungen verhält es sich genau so.

      Und das wird von Einigen als Argument der Ungefährlichkeit missbraucht (oder auch nur missverstanden).

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • dssm
      29. Dezember 2012 14:06

      Seit ich selbst einmal bei einer 'nuklearen' Aktion dabei war (im Schutzanzug und inklusive mehrfacher Dekontamination) hat sich meine Sicht der Dinge geändert.
      Die Strahlung misst man nach Unfällen nicht weil die Strahlung gefährlich wäre, nein, weil die vielen giftigen Substanzen (zum Glück!) strahlen. Man sucht also die Giftstoffe!
      Daher sucht man auch bevorzugt an Stellen wo durch Strömung (Wasser, Luft) mehr Material zusammengetragen wird.
      Das war der Fehler den die Japaner und Amerikaner in Hiroshima gemacht haben, erst Monate nach der Explosion wurde dies korrigiert – viele anfänglich unerklärliche Tote später.
      Ausnahme ist direkt beim Reaktor, dort ist die Strahlung zu stark um zu überleben, wie halt direkt vor einem Radar nur das man halt Alpha und Beta auch noch abbekommt.

      Bei mir sind zu viele Fragen offen. Warum nützt man nicht die Gelegenheit von Unfällen und schickt ganze Heerscharen von Forschern dorthin? Die Gegend von Tschernobyl ist, abgesehen von ein paar verbliebenen Einwohnern, menschenleer – nirgendwo Forscher. Ich würde dort Biologen, Chemiker, Zoologen usw erwarten – Fehlanzeige! Die wenigen Berichte beziehen sich immer auf noch weniger Messungen vor Ort. Da gäbe es das interessante Phänomen, daß verschiedene Baumarten nun stellenweise verstärkt wachsen. Niemand weiß warum, es interessiert nicht.
      Da es in jedem(! ausser den ganz Kleinen) europäischen Land zumindest Versuchsreaktoren gibt, wären doch solche Ergebnisse für den Zivilschutz von grösster Bedeutung.

    • phaidros
      29. Dezember 2012 14:44

      Aha, ich sehe schon: wieder einmal bringe ich Tulpen nach Holland.

      Aber trotzdem, ganz uneingeschränkt möchte ich das nicht stehen lassen, denn es geht sicher um beides: Giftigkeit und Strahlung.

      Plutonium (müsste in einem Kernreaktor gar nicht vorkommen und wird, so weit ich weiß, nur aus militärischen Günden in »zivilen« Anlagen zum Einsatz gebracht) ist eine der giftigsten Substanzen, die wir überhaupt kennen, wenn nicht sogar die giftigste. Tödlich bereits im µg-Bereich (und mglw. sogar sogar schon in picogramm-Dosen tödlich oder wenigstens massiv schädlich).

      Dort (und bei anderen Stoffen) geht es also sicher, ganz wie Sie sagen, um das Aufspüren der Giftstoffe. (Was aber nebenbei bemerkt an der Unbenützbarkeit eines kontaminierten Geländes nichts ändert).

      Aber Giftigkeit ist, was die Langzeitfolgen betrifft, der »harmlosere« Aspekt, der in dieselbe Gefahrenklasse fällt wie der vielzitierte brechende Staudamm: Menschen können zu Schaden kommen kommen oder sterben. Das ist tragisch, wird sich aber niemals ändern, solange der Mensch technische Lösungen einsetzt. Aber: wenn es vorbei ist, ist es vorbei, und nur die Betroffenen waren betroffen.

      Anders sieht es aus, wenn Strahler inkorporiert werden, denn wenn Strahlungsquellen im Körper Erbgut schädigen (einmal von akuten Strahungsverbrennungen absehend, die ebenfalls zu Strahlenkrankheit und Tod führen können), so sind Krebserkrankungen und Missbildungen an den Nachkommen die Folge. Und die waren nach Hiroshima ebenso zu beobachten wie nach Tschernobyl (und hoffentlich nicht nach Fukushima, wo doch - trotz verspäteter Jodverteilung an die Bevölkerung - Vieles richtig(er) gemacht wurde).

      Das betrifft auch und gerade die »harmloseren« Strahlungsarten alpha und beta (von denen keine so unmittelbare Gefahr durch das bloße »bestrahlt werden« ausgeht, wie von einem gamma- oder Neutronenstrahler)

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • dssm
      29. Dezember 2012 17:49

      Lieber Phaidros, Sie tragen keine Tulpen nach Holland.

      Die Sache mit dem geschädigten Erbgut (und offensichtlich doch noch funktionsfähig) kenne ich so nicht!
      Hätten Sie da einen Literaturtipp für mich?

      Was ich kenne ist eine Studie über das Arbeiten eines Enzyms. Dieses konnte ein Tritium nicht 'greifen', wurde aber nicht neu 'beliefert'. Werden Stoffe einer radioaktiven Strahlung ausgesetzt, können einzelne Atome 'schwer' werden. Damit wird das Ablesen der DNA behindert oder eben wie im obigen Fall, das Zusammenbauen von Ketten verhindert.
      Zum Thema der direkten Beeinflussbarkeit von DNA Teilen ist mir keine Studie bekannt (ausser von vielen Fehlschlägen). Die heutigen Genmanipulationen sind ja eher ein try and error Verfahren.

    • phaidros
      29. Dezember 2012 18:25

      Literaturtipp konkret zu diesem Thema habe ich so auf die Schnelle leider nicht, aber hier wird eine entsprechende Studie der Uni Leicester beschrieben: http://sciencev1.orf.at/news/51105.html

      (Der dort angegebene Folgelink scheint mir auch interessant: http://sciencev1.orf.at/science/news/42827 . »Science«, auf deren Seite dort verwiesen wird, ist allerdings ein kostenpflichtiges Angebot)

      LG ph.

    • dssm
      29. Dezember 2012 21:11

      Danke!
      Kannte ich indirekt, ist aber immer gut auch die Quelle zu kennen.
      Ich kann Ihnen den Artikel zusenden, leider reicht mein Zugang nicht für ein PDF.
      Kann es ein .doc oder .odt sein?

      Sie sollten den Artikel genau lesen. Von der konkreten Ursache steht dort wenig. Ob es nun chemisch aktive Substanzen waren, oder Veränderungen aufgrund von Radioaktivität (wenn ja welcher!) oder wie neuerdings praktisch erwiesen durch erhöhte Werte von Isotopen bleibt offen.

      Es geht mir aber in letzter Zeit immer so, kaum wir es interessant, wird nicht weitergeforscht.

      Ich werde einmal versuchen von der IAEA einmal Daten über den Art des Fallouts zu bekommen. Es gibt ein paar universitäre Startups die sich in Gentechnik versuchen, wenn die eine wahrscheinliche Ursache für Genveränderungen bekommen springen uns die vielleicht auf.

    • phaidros
      29. Dezember 2012 21:19

      Ebenfalls danke - werde mir das gerne zu Gemüte führen. (ODT wäre bevorzugt, aber eigentlich sollte ich so ziemlich alles irgendwie auf bringen)

      LG
      phaidros.vie@gmail.com

  14. Jewgeni Gorowikow
    29. Dezember 2012 08:51

    OT: Hoffentlich kommt es bei uns nicht auch so weit:

    Die Obrigkeit der Volksrepublik China bringt das Internet unter ihre Kontrolle mit strikten Zugangsregelungen:

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/zensur-in-china-internet-nutzer-muessen-real-namen-verwenden/7568540.html


    Da kann ich nur hoffen dass in unserem christlichen, demokratischen Abendland das Internet ein so freies Medium bleibt wie bisher.

  15. Buntspecht
    29. Dezember 2012 08:17

    Lieber A.U.
    Diesen Beitrag sollten Sie besser wieder zurücknehmen.

    • Nettozahler
      29. Dezember 2012 08:31

      Die "politisch korrekten Beiträge" finden Sie im rosa Blatt u.ä. A.U. liegt mit Sicherheit richtig. Auch ich habe die Meldung über die statistisch dicken Kinder mit Verwunderung gelesen. Sind sie doch Ausfluss der Verzweiflung, aus der nicht stattgefundenen ultimativen Atomkatastrophe, entsprechendes politisches Kapital schlagen zu können.
      Doch die japanische Politik ist klüger und mutiger als die meisten westlichen, planen sie doch, massiv zur Kernernergie zurückzukehren.

    • phaidros
      29. Dezember 2012 09:43

      "Politisch unkorrekt" ist aber keine Garantie für "richtig".

      Überhaupt wird das "politisch korrekt"-"Argument" schön langsam zur Keule: wenn einem eine Aussage nicht passt, bezeichnet man sie als "politisch korrekt" und, schwuppdiwupp, kommt ihr keine Relevanz mehr zu.

    • Leistungsträger
      29. Dezember 2012 11:05

      Danke Herr Doktor Unterberger, dass Sie diese kritischen Fragen stellen. Leider ist die Diskussion um den Schaden und den Nutzen der Kernenergie von sehr viel Glauben und sowenig Wissen begleitet. So argumentiert jeder umsomehr seiner Glaubensrichtung entsprechend, je weniger Wissen er hat.
      Besonders gerne werden dann Satistiken als Hilfsmittel verwendet. Da nun die statistischen Auswertungen nach Fukushima bis heute mit keinen Strahlentoten aufwarten kann, muss ein Herzinfarktopfer herhalten, ist im Umland das Gemüse heuer größer als im Vorjahr und sind eben die statistisch die Kinder dicker.

      Eine sehr dünne Suppe, die uns die Kernkraftgener servieren wollen

    • phaidros
      29. Dezember 2012 11:37

      (Auch hier:) Es spricht offenbar jemand, dessen Expertise über Glauben und wenig Wissen hinaus reicht. Das ist natürlich erfreulich. Darf ich nachfragen, zur besseren Einordnung: von welcher Art ist Ihr Zugang zur Materie?

  16. Observer
    29. Dezember 2012 08:02

    Diese Meldung ist unvollständig, lieber Herr Dr. Unterberger.
    Nicht erwähnt haben Sie die erwiesenen Schilddrüsenerkrankungen und die Tatsache, dass die Jodtabletten gar nicht bzw. viele zu spät verabreicht wurden. Die Übergewichtigkeit ist nur eine Folge dieser falschen Behandlung.

  17. Wertkonservativer
    29. Dezember 2012 07:14

    Heute ganz schön sarkastisch, unser Dr. Unterberger!

    Mag sein, dass die Auswirkungen der eingeschränkten Freizeit-Bewegung bei den dortigen Jugendlichen zum Gewichtsanstieg beitragen, doch sollten wir froh sein, dass die Verstrahlungsgefahr nicht in dem von Presse und sonstigen Volksverdummern nicht in dem prognostiziertem Ausmaß eingetreten ist.

    Lieber einige Kilo mehr (die Jung-Japaner werden das schon wieder abstrampeln), als verstrahlte und fürs Leben gezeichnete junge Menschen!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  18. S.B.
    29. Dezember 2012 02:00

    Das ist mir etwas zu kurz gegriffen, denn die Ernährung müßte man ja nur den geringeren Aktivitäten im Freien anpassen. Leider nimmt auch die japanische Jugend mit und ohne Fukushima immer öfter amerikanisiertes "Fast Food" zu sich, statt dem bekömmlicheren, traditionell japanischen Essen.

    Fakt ist jedenfalls, daß viele Jugendliche bereits an Schildrüsenerkrankungen leiden, weil der Reaktorunfall seinerzeit heruntergespielt wurde und die dringend notwendigen Jodtabletten eine Woche zu spät ausgegeben wurden.
    Erst in zehn Jahren wird sich herausstellen, wieviele Tote es wegen Schilddrüsenkrebs auf Grund des GAUs geben wird.
    Daß Schilddrüsenerkrankungen auch nicht gerade zu einer schlanken Linie bei den Betroffenen beitragen, ist nur ein weiterer Nebeneffekt.

    Fukushima wird uns leider noch lange mit negativen Nachrichten beschäftigen!






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