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Von der „Wienerzeitung“ blieb nur der nackte Hintern

Dass Werner Faymann und seine für Österreich so unheilvolle Partie eine seriöse nicht-linke Qualitätszeitung wie die "Wienerzeitung" gehasst und daher mit ihrer Zerstörung begonnen haben, gerade als dem Blatt erste erfolgreiche Schritte Richtung Marktfähigkeit gelungen waren, ist traurig, aber aus der machtgeilen Froschteich-Perspektive von Faymann noch irgendwie nachvollziehbar gewesen. Dass man der Wirtschaft nicht auf Dauer die Bezahlung völlig sinnloser Pflichteinschaltungen zumuten konnte (wie: "Der Jahresabschluss der GmbH XY wurde beim Firmengericht hinterlegt"), ist zwar klar. Was aber am Ende die sogenannte Medienministerin Raab daraus gemacht hat, ist schlicht unfassbar.

Denn sie hat sich unter allen denkbaren Lösungen für die allerdümmste Variante entschieden: Sie hat die Weichen derart gestellt, dass aus den spärlichen Überresten der "Wienerzeitung" ein linksradikales Allerweltsmagazinchen geworden ist, wie es das schon Dutzende Male in diesem Land gibt.

Einziger Unterschied: Diesmal wird das Produkt direkt aus Steuergeldern der Republik Österreich finanziert. Dass die Gemeinde Wien auf dem Weg über zahllose Bestechungsinserate so etwas Ähnliches besonders intensiv macht, ist kein Milderungsgrund. Aber dort kann der rote Wiener Bürgermeister wenigstens noch glauben, etwas davon zu haben. Warum hingegen eine ÖVP-Ministerin die Taufpatin eines linksradikalen Skurrilprodukts geworden ist, ist eines der größte Rätsel dieser Republik.

Das musste man erst einmal zusammenbringen. Das ist eine typische Verfallsmetastase einer bürgerlichen Medienpolitik. Zu dieser gehört auch, dass dank Raab der links-woke und von Political Correctness verseuchte ORF eine noch breitere Finanzierungsbasis durch jetzt wirklich alle zwangsverpflichteten Haushalte bekommen hat, damit der Volksfront-Journalismus unter dem Kommando des Politkommissar-Quintetts Wolf-Thür-Kappacher-Bornemann-Kramar-Schmid überhaupt keine Rücksicht auf die zahlenden Konsumenten mehr nehmen muss.

Zurück zur Farce, die jetzt den Namen der einst so angesehenen "Wienerzeitung" tragen darf, die sich in ihrer Selbstdarstellung immer gerne als älteste Zeitung der Welt ausgegeben hat. Da wimmelt es ausschließlich von linksradikalen Themen und Kampagnen, wie wenn diese – freilich ziemlich anfängerhaft – auf einer grünen Journalistenschule zusammengeschustert worden wären.

  • Da wird, total unkritisch, begeisterte Propaganda für die "Letzte Generation" (also die Straßenkleber, Blockierer und Nötiger) gemacht.
  • Da schreibt eine offensichtliche journalistische Anfängerin, als ob sie bei den altlinken "Omas gegen rechts" einen Adoptionsantrag als Urenkelin machen wollte.
  • Da wird ganz auf der Linie der Rotgrünen ein flächendeckendes Plädoyer für das Ausländerwahlrecht gestartet.
  • Da werden die Nazis ganz im Sinne der kommunistischen Terminologie als "Faschisten" bezeichnet.
  • Da wird ganz im Sinn der sozialistischen Geschichtsverdrehung der Ständestaat als "austrofaschistisch" bezeichnet.
  • Da schwafelt eine Syrerin, die der SPÖ beigetreten ist, mengenweise unverständlichen Schwachsinn wie etwa diesen Satz: "In Österreich herrscht ein sozio-strukturelles System, es basiert auf Leistung."
  • Da werden Anarchisten wohltuend interviewt.
  • Da wird die FPÖ als "extrem" hingestellt.

Ist an sich ja alles egal. Es wird so viel Altpapier sinnlos bedruckt. Es gibt so viele illustrierte Blätter, die kein Mensch kauft oder liest.

Aber es ist absolut empörend, dass so etwas praktisch von A bis Z aus unseren Steuergeldern finanziert wird. Und dass es ausgerechnet eine ÖVP-Ministerin ist, die sich ja dieses Produkt ausgedacht hat, als die "Wienerzeitung" nach etlichen Fehlentscheidungen ihr Leben aufgeben musste, schuld daran ist, dass da von der ersten bis zur letzten Seite wirklich allen bürgerlichen, konservativen, heimatverbundenen Lesern mit nacktem Hintern ins Gesicht gesprungen wird.

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