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Gutmensch-Sein ist nicht Aufgabe eines Unternehmens

Es ist zur großen Mode geworden: Unternehmen sollen Geld für "ESG" ausgeben. Damit sind Umwelt- und soziale Wünsche gemeint, sowie "Governance", also politisch-korrekte, "woke" Unternehmensführung. Das verlangen große Aktienfonds wie BlackRock unter dem Druck linker Aktivisten zunehmend von jenen Firmen, an denen sie Aktien halten. Das ist aber nichts anderes als Diebstahl an den Eigentümern, an den Aktionären durch das Management.

In Wahrheit sollte es einzig die Entscheidung dieser Aktionäre selbst sein zu entscheiden, ob sie mit den Erträgnissen ihrer Veranlagungen Gutes tun wollen. Oder ob sie es für die eigene Existenzsicherung benötigen. Und wenn sie mit ihrem Geld Gutes tun wollen, muss es in einer freien Gesellschaft ebenfalls ihre eigene Entscheidung sein, wofür sie es spenden wollen: für Entwicklungshilfe, für den Regenwald, für Kirchen, für Kultur, für benachteiligte Mitbürger, für Frauenförderung oder für Transmenschen (also jene, die gerne ihr Geschlecht wechseln).

Es ist hingegen glatte Untreue, wenn statt dessen Vorstände entscheiden, welche mehr oder weniger edlen Zwecke sie mit dem Eigentum anderer verfolgen. Egal ob sie das unter dem erpresserischen Druck irgendwelcher Aktivisten tun, die ihnen Demonstrationen, Störaktionen und einen Internet-Shitstorm angedroht haben oder ob einzelne Fondsgesellschaften als Teileigentümer das verlangen oder ob Manager einfach auf Kosten anderer auf Gutmensch machen wollen.

Die ökologischen Anliegen, die sozialen Wünsche der Mitarbeiter und der Menschen außerhalb des Unternehmens, kulturelle Projekte, die "Diversität" und "Quoten" sind ohnedies in einer Unzahl von Gesetzen und Kollektivverträgen geregelt, die genau einzuhalten sind und die Ertragskraft ständig geschmälert haben. Sie werden überdies mit hohen Steuern finanziert, die ein Unternehmen ebenfalls korrekt abzuführen hat.

Aber es ist klassische Untreue, wenn Unternehmensführer darüber hinaus aus persönlicher Eitelkeit oder aus ideologischen Motiven (und nicht nur für legitime Marketing- und PR-Zwecke) Fleißaufgaben in diesen Bereichen finanzieren. Geschäftsführer sollen einfach alles tun, was für Bestand, Erfolg und Zukunft eines Unternehmens wichtig und gut ist. Ohne Fleißaufgaben und ohne schlechtes Gewissen.

Geschäftsführer sollten das klar begreifen. Sie sind lediglich Angestellte der Eigentümer. Und nicht die Herren eines Unternehmens, das sich halt Aktionäre hält.

Ich schreibe in jeder Nummer von Österreichs einziger Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung "Börsen-Kurier" die Kolumne "Unterbergers Wochenschau".

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