Wenn Sie Abonnent werden, können Sie jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten, die blitzschnell hochladen, und viele andere Vorteile (jederzeit stornierbar! monatlich 10 Euro). Sollten Sie schon Abonnent sein: einfach rechts Balken „Anmelden“ anklicken.

weiterlesen



Die Datenschützer als Totengräber drucken

Lesezeit: 2:30

Es ist eine der erstaunlichsten Untersuchungen seit Jahren. Das MIT in Massachusetts hat die persönliche Abhängigkeit vom Internet untersucht. Ergebnis: Viele Menschen glauben, ohne das Netz nicht mehr leben zu können. Daraus folgt unweigerlich, dass jede Ökonomie, jede Gesetzgebung, die wie die europäische gegen das Internet kämpft, völlig falsch unterwegs ist.

Das MIT, eine der besten Universitäten der Welt, hat die US-Bürger befragt, wieviel man ihnen zahlen müsste, damit sie ein Jahr auf bestimmte Dienste verzichten. Eine ähnliche Studie in Europa würde zweifellos recht Ähnliches zeigen. Das Ergebnis: Der Mensch des 21. Jahrhunderts ist von der Elektronik abhängig wie ein Junkie von der Droge.

Weitaus am meisten würde er Suchmaschinen, also etwa Google, vermissen. Erst wenn er 17.500 Dollar jährlich(!) bekäme, würde ein Durchschnittsamerikaner darauf verzichten. Wissen und Fakten sucht man nicht mehr in Büchern, sondern in PCs, Tablets, Mobiltelefonen. Freilich wäre es eine Illusion zu glauben, dass man jetzt nichts mehr im Kopf haben müsse: Trotz allem Gerede von künstlicher Intelligenz muss man Zusammenhänge wissen, muss man den großen Überblick haben, damit man überhaupt sinnvoll suchen kann.

Den Befragten sind auch noch andere Dienste viel wert. So würden sie erst gegen 8400 Dollar auf das E-Mail verzichten. An dieser Abhängigkeit ändert auch die Tatsache nichts, dass via Mail auch Unmengen an Spam-Belästigung und sogar Viren-Infektion transportiert werden können.

Erst für 3600 Dollar im Jahr würde auf Karten-Dienste verzichtet. Interessanterweise sind die "Sozialen Medien" den Menschen nicht einmal ein Zehntel davon wert, obwohl sie von Politik und Leitartiklern ständig als der Untergang des Abendlandes dämonisiert werden. Kurz gefasst: Google ist in, Facebook und Twitter sind out.

Die Werte für die zuvor genannten Dienste sind aber gewaltig. Sie zeigen zugleich auch, welch gigantisches ökonomisches Potential damit verbunden ist, und was für eine Katastrophe es für Europa ist, dass praktisch all diese Dienste und Technologien aus den USA kommen. In Europa schreien zwar jetzt alle Politiker "Digitalisierung!", während das in den USA nie politischer Slogan war. Dort konnte sich vielmehr die Kreativität der Internet-Gründer in einer freien Wirtschaft einfach frei entwickeln.

Und vor allem konnte sie das, ohne von einer Regelflut niedergeknüppelt zu werden. Genau das tut hingegen Europa, trotz allen "Digitalisierungs"-Gequakes. Alle europäischen Unternehmen müssen derzeit ihre ganze Kraft völlig unproduktiv in die Umsetzung einer offensichtlich von Sadisten und Zukunftsbekämpfern ausgedachten "Datenschutzverordnung" stecken. Das kostet nicht nur viele Milliarden, sondern vertreibt künftig noch viel mehr Kreativität und Dynamik aus dem alten Kontinent.

Die Datenschützer haben voll triumphiert – und drohen damit zu Totengräbern für Europas wirtschaftliche Zukunft zu werden.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung "Börsen-Kurier" die Kolumne "Unterbergers Wochenschau".

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • RSS
  • Add to favorites
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare drucken

  1. Ausgezeichneter KommentatorWyatt
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juni 2018 07:19

    Wer schützt uns eigentlich vor den Schützern?

    Jene "Schützer" die zum großen Nachteil ihrer Mitmenschen - von den Daten bis zum Klima - alles schützen, nur nicht den autochthonen (Mit) Menschen!

    Als Beispiel zur Verlogenheit der "Schützer" offenbart "Der Wegscheider" nicht zu leugnende Fakten über das "E-Auto":

    https://www.servus.com/at/p/09-Juni---der-satirische-Wochenr%C3%BCckblick-von-Ferdinand-Wegscheider/AA-1V3ZR7RJ91W12/

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juni 2018 06:36

    Unser schnellebiges Uebersee-Geschaeft waere ohne Internet und Email ziemlich eingeschraenkt. Die Moeglichkeiten, die das Netz bietet sind im Vergleich zu frueher einfach atemberaubend.
    Ob man es mag oder nicht, ohne Internet gut auszukommen, gelingt vielleicht Aussenseitern und verpflichtungslos aufgestellten Individualisten, jedoch kaum einem im vollen (Geschaefts)Leben stehenden Menschen.

    Und als Gegengewicht gegen totalitaere Tendenzen ist es fuer die Gesellschaft extrem wichtig.
    Wie auch hier.

  3. Ausgezeichneter KommentatorEl Capitan
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juni 2018 06:31

    Die Datenschutzgrundverordnung der EU soll nach Auskunft der Datenschutzleute eher gegen die Großen (Google, Microsoft, Facebook usw.) gerichtet sein. Die „Kleinen“ müssen sich eh nicht fürchten.

    In Wahrheit, und das wird in obigem Artikel gut dargelegt, handelt es sich um ein irres Paragraphenmonster, eine Steinschleuder, die einen Dinosaurier in die Knie zwingen will, dafür die kleinen Mäuse erwischt, den „Big Data“ lässt sich durch EU-Paragraphen nicht bändigen.

    Es steckt tatsächlich etwas für Europa Beängstigendes dahinter. Die USA, und hier vor allem die Westküste, haben mit Starbucks, Amazon, INTEL, Microsoft, Apple, Facebook, Google usw. die Welt radikaler verändert als es alle Philosophen und Ideologen zusammen jemals konnten. Das nervt die verschnarchten europäischen Regulierungsfanatiker ungemein.

    Statt den Stier bei den Hörnern zu packen und mitzugestalten, jammern wir lieber und beklagen die Abhängigkeit. Alles, was Europa kann, ist die eigenen Bevölkerung zu karasekieren. Big Data ist Europa eher wurscht.

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juni 2018 09:13

    Alles ist heutzutage mehr oder weniger "abhängig" vom Internet; selbst ich als kleine Benützerin möchte die immensen Vorteile, die einem geboten werden, nicht mehr missen.

    Aber manchmal stelle ich mir vor, was passierte, sollte durch konzertierte Sabotage-Akte flächendeckend die Stromversorgung ausgeschaltet werden. Es genügen vermutlich ein paar Handvoll Verrückte, so etwas herbeizuführen. Dann ginge rein gar nichts mehr.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juni 2018 09:57

    Putin spottete bei Wolf über unsere Zensur im Internet, Recht hat er! Wenn die G7 nun ohne Ausrede und und ihr Volk zu fragen Rußland ausschließt, sieht man wohin unsere Demokratieattrappe führt. Die NZZ berichtet heute über die Fehler des sogenannten Freihandels, eigentlich kontrollierten Handels und die verschwiegenen Fehler der EU! https://www.nzz.ch/meinung/kolumnen/pharisaeer-des-freihandels-ld.1393117

  6. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juni 2018 09:19

    Viel schlimmere Probleme als die großen Unternehmen haben unzäglige Vereine und ehrenamtlich betreute Organisationen mit dem Datenunsinn.
    Großunernehmen haben ihre eigenen IT- und Werbeabteilungen mit -zig Exprten als Mitarbeiter. Da ist rasch ein Programm für zehntausende Empfänger entwickelt.

    Aber die Freiwillige Feuerwehr mit ihren hunderten Empfängern der Einladungen zum jährlichen Feuerwehrfest? Die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den vielen Pfarren, die per e-mail den Pfarrmitgliedern den monatlichen Terminplan oder die Einladung zum Pfarrball zukommen lassen? Der Blindenverband, der tausende mail-Adressen für seine Spendenaktionen gespeichert hat? ...

    PS: in meiner Bankfiliale möchte ich nicht mehr vor allen anderen Leuten freundlich mit meinem Namen begrüßt werden. Der Filialleiter wurde von mir angewiesen, mich in Hinkunft einfach zu ignorieren. Datenschutz geht vor Freundlichkeit! (Ende der Ironie)

  7. Ausgezeichneter KommentatorAusgebeuteter
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juni 2018 07:12

    Ich frage mich: Wer schützt uns vor dem übertriebenen Datenschutz?

    Eigentlich sind wir doch alle schon „gläserne Menschen“ geworden. Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wurde kürzlich in allen Mitgliedsländern in nationales Recht umgesetzt und will uns vor dem Missbrauch unserer persönlichen Daten schützen. Erreicht wird damit gar nichts, denn die Entwicklung bei der Digitalisierung ist immer schon ein Stück weiter. Eigentlich sollte jeder für seine Taten (und Daten) einstehen, denn wenn er die Gesetze und Vorschriften für ein gutes gesellschaftliches Zusammenleben einhält, dann hat er/sie auch nichts zu befürchten. Auch die Anonymität mit den sog. Nicknames wäre zu hinterfragen.

    Wenn es so weitergeht, dann werden alle Türschilder und Namen an den Klingelleisten verschwinden und wir vielleicht nur mehr mit der Sozialversicherungs- oder Handynummer angesprochen.

    Ich hoffe, dass sich kluge Juristen finden, welche solche Zwangsmaßnahmen wieder abschaffen und den Menschen wieder die in der Demokratie festgeschriebene Freiheit geben.

alle Kommentare drucken

  1. McErdal (kein Partner)
    12. Juni 2018 18:59

    *****Deutschland muß sterben! Cambridge University Library - Teil 1******
    w w w . youtube.com/watch?v=mwpX9cdNbu0

    Etwas langatmig, aber es zahlt sich aus - Teil 2 folgt gleich darauf.......

    Grüße von Kaufmann Germany must perrish........widerlich.......

  2. Norbert Mühlhauser
    12. Juni 2018 18:33

    [Alles nochmals - da unser Freund McErdal wieder einmal verlässlich vom Gesprächsthema abzulenken versucht, weil er sich offenbar nicht vorstellen kann, dass eine Fixierung der Massen auf das Völkerwanderungsthema gleich der Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange durchaus im Sinne der Globalisten-Strategie sein könnte, und man mit unterlegener Mobilisierungskapazität schlecht auf den - allseits anerkannten - "Hammereffekt" setzen kann, gilt hier doch eher: "Man merkt die Absicht und ist verstimmt ", nachfolgend zum zweiten Mal eine Auseinandersetzung mit anderen und nicht themenfremden Grundrechtsaspekten:]

    Zweifellos stellen Suchmaschinen eine große Bereicherung der Lebensqualität dar, auch wenn sie oftmals nur zur Erkundung von Trivialitäten, Gerüchten und modernen Spielarten des Gesellschaftsklatsches eingesetzt werden mögen. Ins Gewicht fällt dabei vor allem, dass sie Leuten in der Wirtschaft und der Administration enorm viel Zeit ersparen helfen.

    Ähnlich verhält es sich mit eMails.

    Aber es gibt eine zivilisatorische Errungenschaft, auf die ich ab sofort wohl oder übel gänzlich verzichten werde, und dies ist der Dienst WHATSAPP.

    Dieses Facebook-Unternehmen hat neulich von mir die Zustimmung zu modifizierten Nutzungsbedingungen verlangt, um überhaupt weiterhin ein WhatsApp-Konto führen zu dürfen. Darin heißt es unter "Zulässige Nutzung unserer Dienste":

    "Rechtmäßige und zulässige Nutzung. Du darfst auf unsere Dienste nur für rechtmäßige, berechtigte
    und zulässige Zwecke zugreifen bzw. sie für solche nutzen. Du wirst unsere Dienste nicht auf eine Art
    und Weise nutzen (bzw. anderen bei der Nutzung helfen), die: (a) [...]
    (b) [...] obszön, beleidigend, [...], einschüchternd, belästigend, hasserfüllt, rassistisch
    oder ethnisch anstößig ist, oder zu einer Verhaltensweise anstiftet oder ermuntert, die illegal oder auf
    sonstige Weise unangemessen wäre, [...] (c) das
    Veröffentlichen von Unwahrheiten, Falschdarstellungen oder irreführenden Aussagen beinhaltet; (d)
    [...]"


    Mit anderen Worten beansprucht WhatsApp (- oder auch ein dahinter stehender Gesetzgeber) die Deutungshoheit darüber, was "obszön", "beleidigend", "hasserfüllt" oder sonstwie anstößig ist, und insbesondere darüber, was Wahrheit bzw eine wahrheitskonforme Aussage ist.

    Zusammengefasst also WhatsApp als Wahrheitsministerium und Zensurbehörde, weiters als Sitten- und Anstandspolizei.

    Ein krasser Widerspruch zu allen Grundsätzen einer liberalen Gesellschaftsordnung, die mit der Rede- und Gesinnungsfreiheit gerade das Recht auf das, was von herrschenden Kreisen als unrichtig beurteilt wird, hoch hält.

    Natürlich, hier geht es "nur" um WhatsApp. Wenn aber diese Praxis, wofür es Ansätze gibt, auch auf eMail-Provider ausgeweitet wird, dann wird es heißen: "Shut up", oder "Du" musst - ausgeschlossen von zeitgemäßen Kommunikationsformen - wieder wie in der Steinzeit leben. Und ganz besonders durch die anvisierte Abschaffung des Bargeldes wird es ein Leichtes sein, Abweichler vom als "einzig richtig" vorgegebenen Lebenswandel mit einem Knopfdruck zum Obdachlosenleben unter Brücken zu verdonnern, indem alle Konten ganz einfach gesperrt werden.

    Da das nur die Wenigsten aufzuregen scheint, weil ihre Aufmerksamkeit zur Gänze von der Bedienung technischen Klumperts in Anspruch genommen zu sein scheint, ist daraus der Schluss zu ziehen, dass wir bereits in einer Diktatur leben, nämlich in einer Gesellschaftsordnung, in der sich der Untertan mit der unangefochtenen Führung durch "erlauchte" meinungsbildende Kreise abgefunden hat.

    p.s. Abgesehen davon, dass in Zweifel gezogen werden könnte, ob sich der WhatsApp-Benutzer überhaupt angesprochen fühlen muss, wenn er das Du-Wort gar nicht angeboten hat.(!?)

    ----------------------------------
    Quellen (s besonders S 3 im ersten Link):
    https://drive.google.com/file/d/11O4EcdmJS3Eemk-kntn7p0ASxeC8baDw/view?usp=sharing

    - ergänzend auch noch: -
    https://drive.google.com/file/d/1bYcIXesabyDm5pC-0QU3fBR3XBMS_Wke/view?usp=sharing

  3. McErdal (kein Partner)
    12. Juni 2018 16:41

    *********UN: Schleusen auf für Massenmigration*********
    w w w . kopp-report.de/un-schleusen-auf-fuer-massenmigration/

  4. McErdal (kein Partner)
    12. Juni 2018 11:18

    **Österreichischer General: 80.000 Migranten am Weg nach West- und Mitteleuropa – Polizei übt Grenzsperre**
    w w w . epochtimes.de/politik/europa/oesterreichischer-general-80-000-migranten-am-weg-nach-west-und-mitteleuropa-polizei-uebt-grenzsperre-a2462718.html#

    Mit HALAL gerechter Gulaschkanone ?????

  5. McErdal (kein Partner)
    12. Juni 2018 11:12

    ***"Biologische Endlösung" der Patriotenfrage? - der große Austausch in der FAZ***
    w w w . youtube.com/watch?v=maJu2wzk90U

    Und wir lassen uns mit blöden Sprüchen einlullen...................

  6. fxs (kein Partner)
    12. Juni 2018 11:05

    Das Internet bringt Leute zusammen.
    "Meinungsblasen" in den sozialen Medien brechen das Meinungsmonopol der "Joournalisten-Meinungsblase".
    Dienste wie Uber (Fahrdienstleistungen) und airnb (kurzfristige Wohnungsüberlassun) bringen Privatleute zusammen, damit der Eine gegen Entgelt für den Anderen eine Dienestleistung erbringt, meist ohne einen Obulus an den steuergierigen Satt abzuliefern.
    "Virtuelle Dienstleistungen", wie eBooks, etc. können überall auf der Welt erbracht, angeboten und geliefert werden. Bewohner von Hochststeuerländern kommen in den Genuss steuergünstig genoder stweuerfrei erbrachter Leistungen.
    Dass das alles den Regierungen nicht passt, ist doch selbstverständlich.

  7. Torres (kein Partner)
    12. Juni 2018 10:49

    Die Datenschutzgrundverordnung wurde nicht von Sadisten, sondern von den Grünen im EU-Parlament "erfunden" (könnte man zwar gleichsetzen, ich möchte aber keineswegs die echten Sadisten beleidigen), von den anderen großteils ahnungslosen Linken, die dort sitzen, weil sie für sonst nichts taugen, begeistert aufgenommen und vom EU-Rat, wo sich die Spitzenpolitiker die Hand geben, aber von Datenschutz auch keine Ahnung haben, umgesetzt. So läuft vieles in der EU schief, und dann sind die Politiker entsetzt, dass - etwa in Österreich - bereits weniger als die Hälfte der Bevölkeruing die EU positiv sieht.

  8. Norbert Mühlhauser
    12. Juni 2018 08:03

    Zweifellos stellen Suchmaschinen eine große Bereicherung der Lebensqualität dar, auch wenn sie oftmals nur zur Erkundung von Trivialitäten, Gerüchten und modernen Spielarten des Gesellschaftsklatsches eingesetzt werden mögen. Ins Gewicht fällt dabei vor allem, dass sie Leuten in der Wirtschaft und der Administration enorm viel Zeit ersparen helfen.

    Ähnlich verhält es sich mit eMails.

    Aber es gibt eine zivilisatorische Errungenschaft, auf die ich ab sofort wohl oder übel gänzlich verzichten werde, und dies ist der Dienst WHATSAPP.

    Dieses Facebook-Unternehmen hat neulich von mir die Zustimmung zu modifizierten Nutzungsbedingungen verlangt, um überhaupt weiterhin ein WhatsApp-Konto führen zu dürfen. Darin heißt es unter "Zulässige Nutzung unserer Dienste":

    "Rechtmäßige und zulässige Nutzung. Du darfst auf unsere Dienste nur für rechtmäßige, berechtigte
    und zulässige Zwecke zugreifen bzw. sie für solche nutzen. Du wirst unsere Dienste nicht auf eine Art
    und Weise nutzen (bzw. anderen bei der Nutzung helfen), die: (a) [...]
    (b) [...] obszön, beleidigend, [...], einschüchternd, belästigend, hasserfüllt, rassistisch
    oder ethnisch anstößig ist, oder zu einer Verhaltensweise anstiftet oder ermuntert, die illegal oder auf
    sonstige Weise unangemessen wäre, [...] (c) das
    Veröffentlichen von Unwahrheiten, Falschdarstellungen oder irreführenden Aussagen beinhaltet; (d)
    [...]"


    Mit anderen Worten beansprucht WhatsApp (- oder auch ein dahinter stehender Gesetzgeber) die Deutungshoheit darüber, was "obszön", "beleidigend", "hasserfüllt" oder sonstwie anstößig ist, und insbesondere darüber, was Wahrheit bzw eine wahrheitskonforme Aussage ist.

    Zusammengefasst also WhatsApp als Wahrheitsministerium und Zensurbehörde, weiters als Sitten- und Anstandspolizei.

    Ein krasser Widerspruch zu allen Grundsätzen einer liberalen Gesellschaftsordnung, die mit der Rede- und Gesinnungsfreiheit gerade das Recht auf das, was von herrschenden Kreisen als unrichtig beurteilt wird, hoch hält.

    Natürlich, hier geht es "nur" um WhatsApp. Wenn aber diese Praxis, wofür es Ansätze gibt, auch auf eMail-Provider ausgeweitet wird, dann wird es heißen: "Shut up", oder "Du" musst - ausgeschlossen von zeitgemäßen Kommunikationsformen - wieder wie in der Steinzeit leben. Und ganz besonders durch die anvisierte Abschaffung des Bargeldes wird es ein Leichtes sein, Abweichler vom als "einzig richtig" vorgegebenen Lebenswandel mit einem Knopfdruck zum Obdachlosenleben unter Brücken zu verdonnern, indem alle Konten ganz einfach gesperrt werden.

    Da das nur die Wenigsten aufzuregen scheint, weil ihre Aufmerksamkeit zur Gänze von der Bedienung technischen Klumperts in Anspruch genommen zu sein scheint, ist daraus der Schluss zu ziehen, dass wir bereits in einer Diktatur leben, nämlich in einer Gesellschaftsordnung, in der sich der Untertan mit der unangefochtenen Führung durch "erlauchte" meinungsbildende Kreise abgefunden hat.

    p.s. Abgesehen davon, dass in Zweifel gezogen werden könnte, ob sich der WhatsApp-Benutzer überhaupt angesprochen fühlen muss, wenn er das Du-Wort gar nicht angeboten hat.(!?)

    ----------------------------------
    Quellen (s besonders S 3 im ersten Link):
    https://drive.google.com/file/d/11O4EcdmJS3Eemk-kntn7p0ASxeC8baDw/view?usp=sharing

    - ergänzend auch noch: -
    https://drive.google.com/file/d/1bYcIXesabyDm5pC-0QU3fBR3XBMS_Wke/view?usp=sharing

  9. fewe (kein Partner)
    12. Juni 2018 07:26

    Die DSGVO ist tatsächlich von Sadisten erdacht. Es ist vollkommen zahnlos gegenüber jenen, die schwunghaften Datenaustausch betreiben. Wenn aber eine kleine Firma einem Kunden zum Geburtstag gratuliert kann er bis zum Ruin gestraft werden.

    Die Einschätzung der Sozialen Medien hatte ich schon lange, sie aber noch nie so deutlich gelesen. Ich glaube, das ist nur ein aufgeblähter Apparat, der von nur relativ wenigen genutzt wird. In der Hauptsache für PR oder für Politiker. Die meisten sind bei Facebook, weil man dort nur was anständig anschauen kann, wenn man sich anmeldet.

    Alle Andere ist eigentlich nicht neu. Ohne Lexikon, Zeitung oder Straßenkarten wollte man zuvor auch nicht auskommen.

    • fewe (kein Partner)
      12. Juni 2018 07:47

      Ergänzung: ... und Post - freilich.

      An alle diese Möglichkeiten hatte man sich schon seit Jahrzehnten - oder noch viel länger - gewöhnt gehabt.

      Alles das, hatte es schon vor dem Internet gegeben. Es ist lediglich heute in anderer Form verfügbar.

      Das Einzige, was eigentl. neu ist durch das Internet ist die einfache Möglichkeit mit wildfremden Leuten zu diskutieren. Es gab früher Brieffreundschaften, aber das war nicht ganz das selbe.

      Aber genau das wird vergleichsweise wenig genutzt. Also Social Networks, Internet-Foren (früher Usenet) oder Kommentare bei Zeitungen oder Blogs. Wenn man sich anschaut wieviele Leute bei der Krone kommentieren und wieviele Leser sie hat, ist das fast nichts.

  10. McErdal (kein Partner)
    12. Juni 2018 06:45

    ******Datenschutz wirkt am Besten gegen die zu schützende Person********

    Haben sie schon mal versucht Auskunft über sich selbst zu bekommen-alles Gute dazu !

  11. Franz77
    11. Juni 2018 01:32

    OT: Unser Kanzler kriecht gerade eine Runde durch Israel. Weia! Erstens kostet das immens (Atom-U-Boote haben wir zwar nicht wie die Piefkes) dafür geht es fett ans Börserl. Zweitens: Wenn du wissen willst wer dich beherrscht, ui befrauscht, äh befrauherrscht, befrauInnenbeherrscht, lassmas, frage dich, wen du nicht kritisieren darfst. Drittens: Für dieses kriegerische, fremdfinanzierte, okkupierte Land mußten unsere Vorfahren WK1 und WK2 erleben. Wer hat den Adolf finanziert? Und warum? Freiwillig wäre keiner in die Wüste .... außerdem: Ich bin gerne in Freiheit, also habe ich nix gesagt. Alles Satire!

    • Sabetta
      11. Juni 2018 06:10

      Auch Herrinnen beherrschen. Ich bin schon froh, dass ich solche Probleme nicht hab. :)

    • McErdal (kein Partner)
      12. Juni 2018 06:53

      @ Franz77

      Aus Ihrem Post: OT: Unser Kanzler kriecht gerade eine Runde durch Israel.

      Ja, aber unter dem Teppich.....und daß es für uns teuer wird, davon kann man
      ausgehen - wenn man nicht gerade von warmen Eislutschern träumt !

  12. Franz77
    11. Juni 2018 01:17

    Geschätzter AU, bitte nicht von Europa reden, wenn die EU gemeint ist. Sonst sehe ich es ähnlich.

  13. pressburger
    10. Juni 2018 19:35

    Der Datenschutz in der EU ist eine Zensurbehörde. Ein Feldzug gegen die freie
    Rede, eine weitere die Kontrolle, der noch bisher nicht kontrollierten Bereiche des öffentlichen Diskurses.
    Im überalterten, von der EU auf die Siechenstation geführten Kontinent, wird nur reglementiert, reguliert, dirigiert, aber nichts neues kreiert. Das kreative Potential der Vielfalt, dass Europa zum Erfinder- und Erneuerer Kontinent gemacht hat, wurde von der EU, durch die verordnete Gleichschaltung abgewürgt.
    Die USA sind zur führender Weltmacht, auch durch die intellektuelle Unterstützung aus Europa, im Bereich der Technologie geworden. Diesen Vorsprung möchte Trump nicht aufgeben.
    Die Datenschützer werden den Weg Europas in den Untergang, mit ihren Restriktionen pflastern. Die Entwicklung wird unbeachtet, solcher bürokratischer Monster weiter gehen. Ohne die EU.

  14. Undine
    10. Juni 2018 19:11

    Darf ich Ihnen ein Video empfehlen, in welchem endlich einmal schonungslos das verheerende Ausmaß der Ausländer-, v.a. aber der Türken-Kriminalität in Deutschland aufgezeigt wird und auch gleich die plausiblen Gründe dafür geliefert werden:

    "Ausländerkriminalität - Die ganze Wahrheit"

    https://www.youtube.com/watch?v=BZ5feo1PB20

  15. Postdirektor
    10. Juni 2018 16:09

    OT
    Zur gestrigen Rede von Orit Arfa in Berlin,
    Zitat Orit Arfa:
    "Wenn in Deutschland heute Israelfreunde und Islamkritiker als „Nazis“ bezeichnet werden, dann hat Deutschland nicht das Wichtigste aus der Geschichte gelernt."

    Die ganze Rede:

    http://www.achgut.com/artikel/lasst_euch_nicht_selbst_im_stich

    Und alles gilt auch bei uns.

  16. machmuss verschiebnix
    10. Juni 2018 13:09

    Bei Google scheiden sich die Geister, aber zu unrecht, weil sogar
    die Entwickler bei Google mit einem Boykott drohten, sollten sie
    weiterhin gezwungen werden für Projekte von Alphabet Inc. (gegr. 2015)
    AI-Software entwickeln zu müssen, welche es ermöglicht, daß Drohnen
    autonom ihre "Targets" suchen, eliminieren und "taget down" rückmelden !

    Wer meint, Google sein eine beliebte Firma, der irrt gewaltig - der
    Begriff "Google-Gestapo" ist in aller Munde und das völlig zurecht ! ! !


    » Google would be the scariest company in the world
    if you didn’t believe they had adult supervision «

    https://www.bloomberg.com/news/features/2017-10-19/everyone-s-mad-at-google-and-sundar-pichai-has-to-fix-it

    OT: aber einen Blick wert

    Mörlk - the "old bulldog".
    Man beachte die Körperhaltung - Xi Yinping und Trump in Abwehrhaltung (gegen
    die Globalists, Macron und Merkel - die Globalists - in der "bulldog" Stellung :
    https://imgur.com/r/The_Donald/hifFUML

    Checkmate you Leftie
    https://imgur.com/r/The_Donald/8Rd6cjL

    Chelsea Clinton: Of course there's a #Pizzagate 2.0 ...
    https://imgur.com/r/The_Donald/5rPsk1z

    ...a symbol of freedom and justice:
    https://imgur.com/r/The_Donald/lzY4Kfd

  17. HDW
    10. Juni 2018 12:42

    In Russland ist das Internet völlig frei, von Google,Whatsapp bis Youtube und Netflix, in den grösseren Städten gratis Welan im öffentlichen Raum weitverbreitet. Im marxistisch geführten China mit der zehnmal größeren Bevölkerung ist das alles verboten. Nur die Suchmaschine Yahoo und die Tratschmaschine Wechat sind erlaubt, beide für die Kontollorgane der Partei zugänglich. Wie bringt AU das mit seiner vom kalten Krieg her legitimierten, russophoben Ideologie in Einklang?

    • machmuss verschiebnix
      10. Juni 2018 13:24

      Putin:
      » ...es ist die Angst vor der gegenseitigen Ausrottung, welche
      die Supermächte von einem Atomkrieg abgehalten hatte ... «

      https://www.youtube.com/watch?v=rI_bODlawNw

      PS:
      Es gibt Gerüchte, daß Putin krank sei

    • Bürgermeister
      10. Juni 2018 17:08

      @ machmuss verschiebnix: das PS ist aber eine richtig schlechte Nachricht! Ich hoffe sie entstammt der fake-news Gerüchteküche.

    • machmuss verschiebnix
      10. Juni 2018 22:11

      Ja hoffentlich sind es Fake-News - lang lebe Wladimir Putin !

  18. Rau
    10. Juni 2018 12:20

    Was ist denn das für eine Fragestellung. Wieviel müsste man jemandem bezahlen, damit man ihm das oder das wegnehmen kann. Soll das eine neue Methode zur Preisbildung sein? Wieviel muss man jemandem bezahlen um ihm sein Auto sein Haus oder sonstwas wegnehmen kann. Wie kommt man auf solche Einfälle! Welchen Wert etwas für jemandem subjektiv hat, hat doch nix damit zu tun, um wieviel man etwas gekauft hat.

    Wer zum Beispiel sein Auto beruflich benötigt, für den hat es den Wert seines gesamten Einkommens. Kennt man doch schon von einem gewissen Hrn Frederic Vester, dass der systemische Wert einer Sache wesentlich höher ist als der Wert dieser Sache für sich genommen.

    • Rau
      10. Juni 2018 12:22

      ...zu können... und ...jemanden... edit button please -

    • Undine
      10. Juni 2018 12:51

      @Rau

      Ähnliche Gedanken kamen mir auch bzgl. des "Wertes" von Dingen, von denen man glaubt, ohne diese nicht auskommen zu können. Diese seltsame Fragestellung hat etwa jenen Wert wie die Redewendung "Dafür würde ich meine Großmutter verkaufen!" ;-)

    • Rau
      10. Juni 2018 13:05

      Das witzige ist ja, hätte man diese Sicht auf humanes Potential, die Welt wäre eine andere. Aber da spricht man ganz im Sinne einer wertsparenden Verdinglichung von Humankapital, Ressourcen und reduziert den Wert eines Menschen auf seine Ausnützbarkeit. Offensichtlich scheint die Grossmutter da eine Sonderstellung zu haben, weil dieser Spruch ja intendiert, dass Grossmütter eigentlich unbezahlbar sind (sind sie auch, nebst Müttern, Vätern und Familien im Allgemeinen) Ohne Grossmütter wären moderne Mütter heute ziemlich aufgeschmissen!

    • Undine
      10. Juni 2018 14:08

      @Rau

      *************!
      Danke für Ihr Hohelied auf Großmütter, Mütter, Väter und auf die Familie schlechthin!

    • Normalsterblicher
      10. Juni 2018 14:37

      Die von AU erwähnte Untersuchung dürfte aber genau das besagen. Danach geht es gar nicht um den "Wert der Sache an sich", denn die über den Nutzermarkt erfolgende Finanzierung der Suchmaschinen würde keine Marktpreise in Höhe von 17.500 erfordern, weder hinsichtlich Bereitstellungskosten noch hins einer angemessenen, für die breite Masse tragbaren Gewinnspanne (- die auch nicht sofort günstigere Konkurrenten auf den Plan ruft).

    • Normalsterblicher
      10. Juni 2018 14:42

      besser:

      ..., von der breiten Masse bestreitbaren Gewinnspanne ...

  19. Nordkette
    10. Juni 2018 11:22

    Ist doch kein Wunder, dass die EU Tag und Nacht von der Linken verherrlicht wird. Das Politbüro in Brüssel arbeitet eben erfolgreich an der Verwirklichung der neuen Sowjetunion.

  20. Sabetta
    10. Juni 2018 10:09

    Ich muss übrigens kein Internet haben, ebenso kann ich sicher auch ganz gut ohne Strom existieren. Anders ist das natürlich für Menschen, die krank sind oder sich sonst in Abhängigkeit begeben haben.

    Die "Digitalisierung" führt dazu, dass die Menschen immer mehr analysiert und abgespeichert und von Künstlicher Intelligenz kontrolliert werden können. Damit wird ein Leben in der "Matrix" immer mehr zur Realität. Und das bedeutet Diktatur.

    Internet könnte man auch ohne Datenschnüffelei betreiben.

    • Rau
      10. Juni 2018 11:56

      Ohne Strom läuft nix. Richtig!

      Was Google und Co anbietet könnte auch DuckDuckgo heissen - verwende ich übrigens - nix anderes als google aber ohne Datenschnüffelei. Videoplattformen entstehen ebenfalls und bieten durch Einsatz von blockchain Schutz vor Zensur. Google Facebook und co wurden lediglich gehyped, unersetzbar sind sie nicht.

  21. socrates
    10. Juni 2018 09:57

    Putin spottete bei Wolf über unsere Zensur im Internet, Recht hat er! Wenn die G7 nun ohne Ausrede und und ihr Volk zu fragen Rußland ausschließt, sieht man wohin unsere Demokratieattrappe führt. Die NZZ berichtet heute über die Fehler des sogenannten Freihandels, eigentlich kontrollierten Handels und die verschwiegenen Fehler der EU! https://www.nzz.ch/meinung/kolumnen/pharisaeer-des-freihandels-ld.1393117

    • Undine
      10. Juni 2018 10:33

      @socrates

      Unsere sog. Demokratie ist eine ILLUSION!

      In PUTIN hat unser aller Armin WOLF seinen Meister gefunden! Es war eine Wonne, zu sehen, wie mühsam der gute Armin seinen Zorn verbergen mußte. Putin ist für ihn halt doch einige Nummern zu groß! ;-))

  22. dssm
    10. Juni 2018 09:49

    Warum die neue Datenschutzverordnung an unserem Rückstand schuld sein soll, ist mir schleierhaft, schließlich führen Google und Co ja nicht erst seit ein paar Wochen die Internetbranche an!

    Diese Regulierung könnte sogar gut sein! Aber wie üblich krankt es am System EU, der Text wurde nämlich von IT-Leuten in englischer Sprache verfasst, kaum einer dieser ITler ist aber ein native speaker. Entsprechend sieht das Fachenglisch aus, wir haben das rund um die Bankenregulierung oder die Messverfahren für Abgaswerte (oder für Deponien, Erdaushub, Plastikverbrennung, Tiertransport ...) auch schon erlebt. Da es sich um ein Fachenglisch handelt, verstehen selbst Muttersprachler den Sinn nicht ganz, schlimm wird es, wenn ein Nicht-Fachmann und Nicht-Muttersprechender versucht aus diesen Texten ein deutschsprachiges (oder französisches …) Gesetz zu machen. Während nämlich die Schöpfer ITler, Messtechniker oder Ökonomen waren, sind die Gesetzesmacher Juristen.
    Und hier liegt der Fehler der europäischen Regulierung! Es sollte nur Richtlinien geben, aber die Umsetzung sollte lokal geschehen und dem lokalen Gesetzescharakter entsprechen. Natürlich, die Juristen sollte man generell von diesen Vorgängen fernhalten.

    Jetzt haben wir von der Bankenregulierung, über die Messverfahren für Abgase, bis zu der neuerdings erschaffenen Datenschutzverordnung eine Vielzahl von unterschiedlichen Interpretationen, wo doch genau eine zentral gegebene sein sollte. Am Ende ist Erdaushub in Italien gefährlicher und damit teurer Sondermüll, in den Niederlanden gut bezahltes Schüttmaterial, man kann sich den Wahnsinn bei Baufirmen vorstellen.

    Dafür jammern aktuell die EU-Bürokraten und EZBler, daß grenzüberschreitende Bankfusionen in Europa so schwierig seien! Oder ebenso aktuell jammern die EU-Bürokraten über die Produktionsausfälle der Fahrzeugindustrie, denn es erscheint durchaus möglich, daß die aktuellen Probleme die Weltwirtschaft abschießen.

    Aber anstatt diese Regulierungswut nun zurückzunehmen, darf man sicher sein, daß die sich gottgleich fühlenden EU-Beamten mit weiteren Regulierungen den Beweis der Richtigkeit und gleichzeitig Tödlichkeit der Interventionsspirale antreten werden.

  23. Politicus1
    10. Juni 2018 09:19

    Viel schlimmere Probleme als die großen Unternehmen haben unzäglige Vereine und ehrenamtlich betreute Organisationen mit dem Datenunsinn.
    Großunernehmen haben ihre eigenen IT- und Werbeabteilungen mit -zig Exprten als Mitarbeiter. Da ist rasch ein Programm für zehntausende Empfänger entwickelt.

    Aber die Freiwillige Feuerwehr mit ihren hunderten Empfängern der Einladungen zum jährlichen Feuerwehrfest? Die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den vielen Pfarren, die per e-mail den Pfarrmitgliedern den monatlichen Terminplan oder die Einladung zum Pfarrball zukommen lassen? Der Blindenverband, der tausende mail-Adressen für seine Spendenaktionen gespeichert hat? ...

    PS: in meiner Bankfiliale möchte ich nicht mehr vor allen anderen Leuten freundlich mit meinem Namen begrüßt werden. Der Filialleiter wurde von mir angewiesen, mich in Hinkunft einfach zu ignorieren. Datenschutz geht vor Freundlichkeit! (Ende der Ironie)

    • Sabetta
      10. Juni 2018 09:27

      Die besten Bankkunden sind solche, die Zinsen zahlen müssen... ;)

  24. Undine
    10. Juni 2018 09:13

    Alles ist heutzutage mehr oder weniger "abhängig" vom Internet; selbst ich als kleine Benützerin möchte die immensen Vorteile, die einem geboten werden, nicht mehr missen.

    Aber manchmal stelle ich mir vor, was passierte, sollte durch konzertierte Sabotage-Akte flächendeckend die Stromversorgung ausgeschaltet werden. Es genügen vermutlich ein paar Handvoll Verrückte, so etwas herbeizuführen. Dann ginge rein gar nichts mehr.

    • dssm
      10. Juni 2018 10:01

      @Undine
      Kaufen Sie ein paar Dosen Graphitspray (sicherlich bei Conrad erhältlich) und ein paar Schweizerkracher (vielleicht sind von Silvester noch welche da?) und dann machen Sie ein schönes Paket draus, gehen zum Umspannwerk Ihrer Wahl, zünden die Schweizerkracher an und werfen das ganze einfach hinein. Das wird lustig! Die Leitungen werden verglühen, die Transformatoren explodieren.
      Ach ja, vergessen Sie nicht davonzulaufen bevor es kracht!

      Aber andererseits, man kann sich das auch sparen, die Deutschen erzielen den selben Effekt mit ihrer Energiewende.

    • Undine
      10. Juni 2018 10:49

      @dssm

      Ich habe keine derartigen Gelüste! ;-)

      Die irrwitzige "Energiewende" in Deutschland zeitigt schlimme Früchte: Ob entlang der Autobahnen oder entlang der Eisenbahn---überall sind riesige Felder besetzt mit Solaranlagen, und sie werden immer mehr!
      Irgendwann einmal sind alle fruchtbaren Ackerflächen vollgepflastert. Deutschland wird deshalb immer mehr Getreide und sonstige Feldfrüchte IMPORTIEREN müssen.

      Wehe, es fällt jemandem aus irgendeinem Grund, wie in den 30er-Jahren dem WJC, ein, ein Exportverbot von Getreide und Co. nach Deutschland zu erzwingen. Das war in den 30er-Jahren schon schlimm genug. Was einmal gelungen ist, kann jederzeit wieder passieren.

  25. Sabetta
    10. Juni 2018 08:54

    Mich stört der Datenschutz nicht. Die Leute müssen halt jetzt Überfall zustimmen, dass mit ihren Daten Schindluder getrieben wird. Das schärft zumindest das Bewusstsein. Geschützt ist man trotzdem nicht.

  26. Wyatt
    10. Juni 2018 07:19

    Wer schützt uns eigentlich vor den Schützern?

    Jene "Schützer" die zum großen Nachteil ihrer Mitmenschen - von den Daten bis zum Klima - alles schützen, nur nicht den autochthonen (Mit) Menschen!

    Als Beispiel zur Verlogenheit der "Schützer" offenbart "Der Wegscheider" nicht zu leugnende Fakten über das "E-Auto":

    https://www.servus.com/at/p/09-Juni---der-satirische-Wochenr%C3%BCckblick-von-Ferdinand-Wegscheider/AA-1V3ZR7RJ91W12/

    • Bürgermeister
      10. Juni 2018 08:04

      Eine echte Umweltentlastung wäre vergleichsweise einfach durch eine Umstellung auf Erdgas möglich (einfach informieren). Man müsste in diesem Fall allerdings weitreichende und langfristige Verbindungen mit Russland eingehen, das Geld gewissermaßen nicht nach Arabien sondern nach Russland pumpen.

    • Ausgebeuteter
      10. Juni 2018 08:15

      Natürlich sind bei allen diesen Themen Geschäftemacher am Werk und informieren - mit Unterstützuung der Regierenden - das dumme Wählervolk falsch. Trotzdem ist es immer gut, wenn es Alternativen gibt. Auch bei der Einführung von Eisenbahnen und Autos im 19. Jahrhundert gab es neben den Pro- viele Contrastimmen. Letzlich hat sich das bessere Transportsystem durchgesetzt.
      Beim Elektroauto sehe ich dann einen Vorteil, wenn aufgrund von weniger und schwerer zugänglichen Quellen die Treibstoffpreise enorm in die Höhe schnellen, denn dann gewinnt die Vergleichsrechnung mit der Umweltbelastung eine neue Bedeutung.

    • Bürgermeister
      10. Juni 2018 10:07

      @ Ausgebeuteter: Sie haben schon Recht, beim Verheizen von Geld entsteht durchaus auch Nutzwärme (für mich persönlich bei der E-Mobility wohl einige 10.000 / Jahr), aber als Techniker widerstreben einem doch physikalisch wenig sinnvolle Lösungen. Interessanter wäre eher was der nächste Hype sein wird.

    • Rau
      10. Juni 2018 22:35

      Wieso wird dieses Thema in einer Satire Sendung abgehandelt. Genau das gehört in einen öffentlich rechtlichen tatsächlich unabhängigen Sender, und zwar seriös aufbereitet, kurz Klartext. Aber leider haben wir ein solches Medium leider nicht.

  27. Ausgebeuteter
    10. Juni 2018 07:12

    Ich frage mich: Wer schützt uns vor dem übertriebenen Datenschutz?

    Eigentlich sind wir doch alle schon „gläserne Menschen“ geworden. Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wurde kürzlich in allen Mitgliedsländern in nationales Recht umgesetzt und will uns vor dem Missbrauch unserer persönlichen Daten schützen. Erreicht wird damit gar nichts, denn die Entwicklung bei der Digitalisierung ist immer schon ein Stück weiter. Eigentlich sollte jeder für seine Taten (und Daten) einstehen, denn wenn er die Gesetze und Vorschriften für ein gutes gesellschaftliches Zusammenleben einhält, dann hat er/sie auch nichts zu befürchten. Auch die Anonymität mit den sog. Nicknames wäre zu hinterfragen.

    Wenn es so weitergeht, dann werden alle Türschilder und Namen an den Klingelleisten verschwinden und wir vielleicht nur mehr mit der Sozialversicherungs- oder Handynummer angesprochen.

    Ich hoffe, dass sich kluge Juristen finden, welche solche Zwangsmaßnahmen wieder abschaffen und den Menschen wieder die in der Demokratie festgeschriebene Freiheit geben.

    • Ausgebeuteter
      10. Juni 2018 07:58

      Ergänzend wäre noch zu erwähnen, dass alle im Zusammenhang mit der Umsetzung der DSGVO entstandenen Kosten in die Verkaufspreise einkalkuliert werden und letztlich der Endverbraucher dafür bezahlen muss. Also gewinnschmälernd für Handel und Industrie wird dies nicht sein.

  28. simplicissimus
    10. Juni 2018 06:36

    Unser schnellebiges Uebersee-Geschaeft waere ohne Internet und Email ziemlich eingeschraenkt. Die Moeglichkeiten, die das Netz bietet sind im Vergleich zu frueher einfach atemberaubend.
    Ob man es mag oder nicht, ohne Internet gut auszukommen, gelingt vielleicht Aussenseitern und verpflichtungslos aufgestellten Individualisten, jedoch kaum einem im vollen (Geschaefts)Leben stehenden Menschen.

    Und als Gegengewicht gegen totalitaere Tendenzen ist es fuer die Gesellschaft extrem wichtig.
    Wie auch hier.

    • Sabetta
      10. Juni 2018 09:01

      Ja-sicher, absolut richtig, aber die Tracker etc. sind ja eine Einschränkung der Freiheit. Man kann das Internet auch mit null Schnüffelware betreiben.

  29. El Capitan
    10. Juni 2018 06:31

    Die Datenschutzgrundverordnung der EU soll nach Auskunft der Datenschutzleute eher gegen die Großen (Google, Microsoft, Facebook usw.) gerichtet sein. Die „Kleinen“ müssen sich eh nicht fürchten.

    In Wahrheit, und das wird in obigem Artikel gut dargelegt, handelt es sich um ein irres Paragraphenmonster, eine Steinschleuder, die einen Dinosaurier in die Knie zwingen will, dafür die kleinen Mäuse erwischt, den „Big Data“ lässt sich durch EU-Paragraphen nicht bändigen.

    Es steckt tatsächlich etwas für Europa Beängstigendes dahinter. Die USA, und hier vor allem die Westküste, haben mit Starbucks, Amazon, INTEL, Microsoft, Apple, Facebook, Google usw. die Welt radikaler verändert als es alle Philosophen und Ideologen zusammen jemals konnten. Das nervt die verschnarchten europäischen Regulierungsfanatiker ungemein.

    Statt den Stier bei den Hörnern zu packen und mitzugestalten, jammern wir lieber und beklagen die Abhängigkeit. Alles, was Europa kann, ist die eigenen Bevölkerung zu karasekieren. Big Data ist Europa eher wurscht.

    • dssm
      10. Juni 2018 10:17

      @El Capitan
      Bei uns in Europa ist die Arbeitszeitregulierung der Tod jeden Fortschritts. Denn in gut ausgeleuchteten technischen Bereichen passiert wenig Überraschendes, man kommt um 8h und geht am Nachmittag heim, so wie es der Gesetzgeber vorschreibt. Man arbeitet systematisch an kleinsten Details, Autoindustrie und Maschinenbau sind klassische Beispiele.

      In Elektronik und IT ist das ganz anders, da tauchen Fehler auf, da kommen neue Ideen, da kommen überraschende Grenzen zu Tage, da kommen Konkurrenten mit dem absolut Undenkbaren, daher ist die Arbeitszeit sehr volatil, das ist aber strengstens verboten. Kein Investor gibt Geld, wenn drastische Strafen drohen.

    • Konrad Hoelderlynck
      10. Juni 2018 13:53

      Danke für das wunderschöne Wort "karasekieren".





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


Impressum  Datenschutzerklärung