Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro pro Monat) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel hingegen erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

KZ-Diktion: Was Hundstorfer darf, dürfen andere noch lange nicht

Jeder, der die heimische Innenpolitik verfolgt, kennt das Phänomen seit Jahrzehnten: In regelmäßigen Abständen bricht große Erregung aus, weil ein Blauer oder Schwarzer einen Ausdruck verwendet, der als einstige Nazi-Sprache und daher verfemt gilt. Seit dem Wochenende haben wir freilich gelernt: Wenn das ein Linker, noch dazu ein Präsidentschaftskandidat tut, dann erregt sich kein einziger aus der linkskorrekten Empörungs-Armee.

Sobald ein Mensch aus der rechten Hälfte des Landes den Ausdruck „Durch den Rost fallen“ verwendet, sobald er von „Umvolkung“ spricht, sobald er von „Pflichterfüllung“ als Soldat redet, sobald er Weltkriegserinnerungsstücke im Keller sammelt, heulen zahllose ORF-ler, Wochenillustrierten-Leitartikler und sonstige selbsternannte Intellektuelle los. Die Betreffenden werden als unverbesserliche Neonazis außer die menschliche Gesellschaft gestellt. Die Jagdgesellschaft sieht den Beweis erbracht, dass sie bald wieder ein Viertes Reich errichten wollen, dass sie deshalb unbedingt von der Macht fernzuhalten seien. Nicht nur monate- sondern oft auch jahrelang wird mit Schaum vor dem Mund Empörung gemacht, damit der Betreffende auf ewig unberührbar bleibt.

Jetzt aber: Schon zwei Tage totales Schweigen im Blätterwald, obwohl es einen neuen, ganz ähnlichen Vorfall gibt. Auch der servile Interviewer im ORF-Radio reagiert natürlich – natürlich? – nicht, als Rudolf Hundstorfer im „Journal zu Gast“ einen schwer belasteten NS-Ausdruck in den Mund nimmt. Der Noch-Sozialminister sagt nämlich in Hinblick auf „Wirtschafts-“ und „Kriegsflüchtlinge“: „Bei den Hotspots muss man das selektieren“.

Die Forderung, Menschen (=„das“) zu selektieren, hätte bei nichtlinken Politikern zu Shit-Storms, Jetzt-endgültig-entlarvt-Leitartikeln, Empörung linker Zeitgeschichteprofessoren bis zu von Grünrot geforderten Nationalrats-Debatten geführt. Bei Hundstorfer hingegen bleibt alles ruhig. Er ist ja ein Linker. Und daher bleiben die Sprachpolizisten schweigend in ihren universitären und redaktionellen Kasernen.

Oder wissen sie etwa nicht, an was das Wort „selektieren“ jeden Geschichtsbewussten erinnern muss? Brauchen sie immer erst den Befehlspfiff vom „DÖW“ oder einem anderen (subventionsgefütterten) Hüter des linken Denkens, um erregt zu sein? Der Pfiff kommt bei einem SPÖ-Mann natürlich – natürlich? – nicht.

Dabei spricht „Selektieren“ im Vergleich zu den anderen verpönten Vokabeln den allerärgsten Aspekt von Nationalsozialismus und Holocaust an: „Selektiert“ wurde durch SS-Männer an der „Rampe“ von Auschwitz. Es bedeutete die Entscheidung über Leben oder Tod, ob jemand gleich „ins Gas“ gehen muss oder vorher noch ein paar Wochen der Sklavenarbeit zugeführt wird.

Um nicht missverstanden zu werden: Ich glaube, es ist längst Zeit zu sprachlichen Vergangenheitsbewältigung, also dass man nicht um jedes fünfte deutsche Wort einen weiten Bogen machen muss, will man nicht als Neonazi denunziert werden. Die sprachliche Korrektheit ist ja ein besonders dummer und verkrampfter Teil der politischen Zwangsneurosen. Sie ist oft auch schon deshalb absurd, weil die meisten dieser Ausdrücke keineswegs in der NS-Zeit entstanden, sondern schon viel älter sind. „Durch den Rost fallen“ etwa ist eine ganz normale Redewendung für jeden, der noch gelernt hat, einen echten Ofen mit Kohle oder Holz zu bedienen, wo man am Rost zu rütteln hatte, damit die Asche durch den Rost fällt.

Auffallend und grotesk war dabei immer, wie unterschiedlich (Hundstorfer würde sagen: „selektiv“) die linken Tugendwächter bei der Verfemung bestimmter Worte vorgingen. So ist das Wort „Sozialismus“ als Hauptbestandteil von „Nationalsozialismus“ natürlich – natürlich? – nie von ihrer sprachlichen Verfemungspolitik erfasst worden. Statt dessen haben sogenannte Historiker lieber das Wort „Nationalsozialismus“ überhaupt gemieden und statt dessen mit (faktisch für das Hitler-System freilich eindeutig falschen) Bezeichnungen wie „Faschismus“ herumgeknödelt.

Aber: Solange bei anderen ein Skandal daraus gemacht wird, wenn sie NS-Jargon verwenden, solange ist auch die Verwendung des Wortes „Selektieren“ durch einen Menschen skandalös, der das höchste Amt im Staat erreichen will. Entweder Hundstorfer weiß nicht die historische Kontaminierung dieses Wortes (was ihn wegen Dummheit ungeeignet als Präsident macht). Oder aber, er hat es gewusst und sich darüber hinweggesetzt, weil ein Linker das dürfe. Das wäre der Gipfel der zynischen Heuchelei.

Und jedenfalls ist es ein Skandal, dass die sich sonst immer so aufplusternden linken Tugendwächter jetzt schon zwei Tage lang nicht einmal mit der Wimper zucken, nachdem der SPÖ-Kandidat dieses Wort verwendet hat. Ihre doppelten Maßstäbe sind nur noch widerlich – auch wenn sie keineswegs neu sind: Wie viele „Intellektuelle“ haben sich etwa einst grenzenlos darüber mokiert, dass Kurt Waldheim einmal von seiner „Pflichterfüllung“ als Soldat im Weltkrieg gesprochen hat! Dass Helmut Schmidt diesen Ausdruck damals sogar in einer Autobiographie (wo man also zahllose Korrekturmöglichkeiten hat) verwendet hat, hat hingegen keine einzige böse Bemerkung ausgelöst.

PS: Nur wenige Stunden nach Hundstorfers „Selektieren“ hat sich Altsozialist Heinz Fischer empört wegen einiger Worte und Formulierungen eines Politikers als Sittenwächter und Sprachpolizist zu Wort gemeldet. Aber Objekt seiner Kritik war natürlich nicht Hundstorfer, sondern H.C. Strache…

PPS: Auch ein SPÖ-typischer dialektischer Untergriff Hundstorfers in dem Interview wurde vom Interviewer natürlich – natürlich? – nicht relativiert. Er behauptete nämlich, dass sein VP-Konkurrent Khol „Sprachrohr der Ängstlichen und Unzufriedenen sein“ wolle. Darauf hätte man dem SPÖ-Kandidaten eigentlich entgegenhalten müssen, dass Khol diese Formulierung nie verwendet hat. Was nicht geschehen ist. Hundstorfer wollte damit ganz offensichtlich alle, die Khol wählen, gleich durch einen Untergriff mit kräftigen Negativvokabeln belegen. Freilich haben er und seine Spin-Doktoren nicht mitgekriegt, dass die große Mehrheit der Österreicher heute in der Tat sowohl ängstlich wie unzufrieden ist. Und dass die von Hundstorfer für sich in Anspruch genommene „Humanität“ von den meisten Bürgern längst schon als gefährliche Drohung und Inhumanität den Österreichern gegenüber angesehen wird. Oder wollte Hundstorfer damit gar Wahlwerbung für Khol machen?

PPPS: Inhaltlich zahlt es sich wirklich nicht aus, sich mit dem Hundstorfer-Vorschlag zu befassen. Denn wer noch immer glaubt, dass „Hotspots“ an EU-Außengrenzen etwa in Griechenland jemals funktionieren und das Problem lösen können, ist entweder intellektuell ein Jahr zurück (und wartet immer noch „auf Godot“, wie Reinhold Mitterlehner neuerdings zu Recht das Ausreden auf die EU bezeichnet). Oder er will die Völkerwanderung gar nicht stoppen, wenn er keine Handlungsnotwendigkeit für Österreich erwähnt.

PPPPS: Ein Königreich für ein Hundstorfer-Interview, in dem er nicht zahllose Male die Leer-Phrase „Keine Frage“ verwendet…

 

Kommentieren (leider nur für Abonnenten)
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print


alle Kommentare

  1. steinmein

    Endlich eine ideologische Debatte, leider nicht fürs gemeine Wählervolk geeignet. Gedanken haben in Österreich keine Chancen gegen Wahl-"zuckerl". Und Feuerzeuge bringen auch keine zündenden Gedanken hervor.



  2. Erythrozyt (kein Partner)

    Frage:

    Was denken Sie, wenn Sie das Wort Patreigenosse hören?

    Ich denke, 99% denken an die SPÖ!

    In der letzten Sendung von Resetarits wurde aufgezeigt, dass auf vielen Gräbern in Wien SS - Jargon verwendet wird, das gehört natürlich überklebt oder von den Grabsteinen ausgefräst.
    Interessant auch, dass das Kürzel PG weg muss:

    Das Kürzel heißt PARTEIGENOSSE!!
    Es muss W E G!!

    Darf nun kein Roter mehr PARTEIGENOSSE sagen oder auch nbur denken??



  3. Nilpf (kein Partner)

    Mein Credo:
    Gegen jeden Sozialismus, egal ob real oder national.



  4. Nilpf (kein Partner)

    Warum sind Nazis rechts?
    Nach Jahren vergeblicher Suche bekam ich unlängst eine einfache und plausible Antwort: Sie haben sich selbst als "Rechte" bezeichnet, weil das einen viel besseren Ruf hatte, als ein "Linker" zu sein.
    Dass eine sozialistische Arbeiterpartei natürlich immer links ist, braucht hier nicht erwähnt zu werden.



    • Altkater (kein Partner)

      Vor langer Zeit hab ich einmal etwas darüber gelesen (obs wirklich so war kann ich jetzt nicht verifizieren):
      Die NaSozis saßen früher im Reichstag auch links (na klar, waren ja "lupenreine" Sozis), nur hatten sie sich dauernd mit den danebensitzenden Kummerln gekloppt und wurden dann nach rechts umgesiedelt.

  5. Neo-Schamane343 (kein Partner)

    Die Situation verbessert sich explosionsartig zunehmend. Jetzt hat Österreich endlich eine Obergrenze für Flüchtlinge verkündet, die in den nächsten Jahren richtigerweise gesenkt werden soll. Zudem wird der Grenzzaun immer mehr ausgebaut.
    Es wird auch ein nachhaltiges Wirtschaften etabliert. Es werden immer mehr Menschen in Mobilheimen wohnen, mit Einsitzer-Autos fahren und sich von Urkost ernähren.
    Die Kirche wird stark verkleinert. Das Beten ist sinnlos. Man muss sich mit mystischen Erfahrungen beschäftigen. Außerdem mit Traumdeutung und Traumsteuerung (ohne einen gefährlichen luziden Traum herbeizuführen).



  6. astuga (kein Partner)

    "Durch den Rost fallen" hat übrigens nichts mit Nazi-Diktion zu tun, wie oft fälschlich behauptet.

    Der Begriff stammt aus der Verhüttung von Eisenerz, bei dem das erzhaltige Gestein vor der Schmelze geröstet wurde um unerwünschte Stoffe zu reduzieren.
    Fiel es dabei "durch den Rost", dann fiel es in die Schlacke und war für die Eisengewinnung verloren.



    • steinmein

      Es ist alles eine interpretation, je nachdem von welcher Seite es kommt.

  7. Gasthörer (kein Partner)

    Bin schon lange ein Heinsohn-Fan, doch mit diesem Artikel zur causa prima hat er sich wieder einmal übertroffen:

    Nachzulesen auf der "Achse des Guten" unter:
    "Waren die Übergriffe erst der Anfang?"

    oder NZZ online:
    w w w.nzz.ch/feuilleton/willkommensunkultur-1.18678059

    "Als in Köln das Signal für Raub und sexuelle Gewalt gegen Hunderte von Frauen erging, die überwiegend aus der deutschen Mittelschicht kommen, versteht die Polizei an der Front die Lage sofort. Vor den Augen des Gesetzes laufen Verbrechen ab, Frauen schreien, ihre Freunde empören sich. Die Beamten fordern Verstärkung an, ihre Führung aber lehnt sogar überregionale Hilfsverbände aus Nordrhein-Westfalen ab."



  8. Torres (kein Partner)

    Unterberger hat schon recht: die links-grüne p.c. Jagdgesellschaft heult jedesmal auf, wenn ein Nichtlinker einen sogenannten "belasteten" Ausdruck verwendet. Dabei bezeichnen sie sich selber völlig falsch als "Antifaschisten", meinen aber natürlich "Antinazis"; Faschisten gab es ausschließlich im Italien des Duce Mussolini, dort ist das "Unwort" auch heute noch durchaus üblich. Übrigens: ein von Nazideutschland erfundener und eingeführter Begriff ist z.B. auch "Autobahn" - kein Mensch würde dieses Wort als "belastet" ablehnen - offenbar weil noch kein besseres erfunden wurde.



    • Behaimb (kein Partner)

      Das stimmt natürlich alles zusammen nicht:

      Die Bezeichnung „Autobahn“ wurde erstmals von Robert Otzen im Jahr 1929 geprägt. Otzen war Vorsitzender des Autobahnprojekts HaFraBa (Autobahnprojekt Hansestädte–Frankfurt am Main–Basel). Aus dem Jahr 1927 ist der Bezeichnung Autobahnstraße belegt. Die erste autobahnähnliche Strecke der Welt war die AVUS im Berliner Grunewald, die am 24. September 1921 eröffnet wurde. Sie war 8,3 km lang und gebührenpflichtig. Die erste Autobahn in diesem Sinne in Deutschland, die zwei Städte verband, wurde am 6. August 1932 zwischen Köln und Bonn vom Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer eröffnet.
      Alles bekanntlich lange vor der Regierungsübernahme durch die NS.

    • Undine

      Korrekt: "Reichs-Autobahn"

  9. Pedare (kein Partner)

    Hundstorfer ist - abgesehen von all seinen anderen Schwächen - alleine aus zwei Gründen schon nicht wählbar: erstens, weil er seit Jahren stocksteif behauptet, dass die Migranten mehr in das Sozialsystem einzahlen als sie herausnehmen und zweitens, weil er ja nicht einmal weiß, was er unterschreibt (Anwesenheitsliste!). Und ein Bundespräsident sollte wenigstens lesen und rechnen können!

    Abgesehen davon, kann sich jemand von der geneigten Leserschaft hier ein Interview auf internationaler Ebene in Englisch mit Genosse Rudi vorstellen?!



    • F.V. (kein Partner)

      Haben sie schon einmal den russischen Präsidenten, oder einen polnischen, tschechischen, französischen, .... Präsidenten, Premier, Minister, ... ein Interview in Pidgin geben gesehen/gehört?

      Diese lakaienhafte Unterwürfigkeit ist eine heimische und "Tugend" deutsche Politmarionetten.

    • Bruno (kein Partner)

      Genosse Rudi? Rudi Gneisser? Da kommt Freude auf.

  10. Tagebuchleser vom Berg (kein Partner)

    „Bei den Hotspots muss man das selektieren“ - Hundsdorfer und die "Rampe" ? und das subventionierte DÖW schläft genauso tief wie SOS-Mitmensch - keine Angst die wachen rechtzeitig zum Akademikerball am 29.Jänner auf.



  11. Tik Tak (kein Partner)

    Der Hundstorfer ist sogar zu dumm um ein Nazi sein.
    Womit die Sache erklärt ist.

    Anders verhält es sich mit dem Häupl.
    Der war Ideologiereferent einer schlagenden Verbindung, Rugia, und hat u.a. ein Referat über minderwertige Rassen gehalten indem er, als studierender Biologe, erklärt hat, weshalb manche Rassen nur Schädlinge am Volkskörper seien.
    Aber der Häupl ist dann zu den "Guten" übergelaufen, dort gab es bessere Karrierechancen, und somit aus dem Schneider.

    Es macht aber immer noch Spaß, von ihm als dem Roland Häupl zu bezeichnen.
    Das war sein Verbindungsname und auf den reagiert er, wie sein Umfeld, sehr allergisch.



  12. cmh (kein Partner)

    Wenn Hundi oder Fayli jetzt zögerlich von Grenzen reden - im Gegensatz zu ihren früheren Aussagen - dann ist das eigentlich reine Publikumsverarsche und das Eingeständnis der eigenen Unfähigkeit und der eigenen fahrlässigen Herumdilettiererei.

    Nur Häupel wirft Khol eine menschenverachtende Haltung vor. Aber Häupel ist ja bekanntlich so schwer leberleidend.



  13. willi (kein Partner)

    Hr. Strache sollte das Wort " selektieren " zukünftig auch einmal verwenden, um die Reaktion der PC Wächter auszutesten. Nachdem es jetzt ein Roter kommentarlos verwenden hat dürfen, ist es ja politisch korrekt - oder ??



    • cmh (kein Partner)

      Nicht nur Strache: die noch verantwortungsbewussten Organe des Staates dürfen jetzt unbelästigt von "Selektionseinrichtungen an den Grenzen" ohne das Wort "Zaun" verwenden zu müssen. Dieses kann jetzt frei für Selktionseinrichtungen zwischen Garten und Straße verwendet werden.

  14. cmh (kein Partner)

    Während der Ersten Republik gab es die mit und ohne N SDAP(ö).

    Der Namenswechsel zu SPÖ diente lediglich zur Verschleierung. Und nach Vranz müsste man eigentlich wieder SDP(ö) abkürzen.



    • Behaimb (kein Partner)

      Und der Ständestaat war super, den sollte man deswegen auch schleunigst wieder einführen, gelle?

  15. Der Realist (kein Partner)

    Dass Hundstorfer nicht gerade durch Intellekt auffällt, haben die meisten wohl schon mitgekriegt, das tun aber auch die Tugendwächter und Sprachpolizisten der Linken nicht. Viele dieser "Überkorrekten" haben sich in den letzten Jahren nur durch Erschnüffeln von "belasteten" Ausdrücken oder Straßenbezeichnungen in der Öffentlichkeit wichtig gemacht. Dass sich mittlerweile immer weniger um die Vorgaben dieser linken "Elite" kümmern, tut dieser besonders weh und wird auch vermehrt in Kommentaren zutiefst bedauert. Allein, dass sich die Leute wieder trauen ihre Meinung zu sagen, gilt in den Augen der politisch Korrekten ja schon als Verbrechen.



  16. bürgerIn (kein Partner)

    ist bei der diktion für die rote geistes- und bildungsgröße hundstorfer der rote julius tandler, der als arzt genau wusste was selektion bedeutet, vielleicht maßgeblich? und im übrigen: der rote tandler hat alle säuberungswellen bezüglich umbenennung von straßennamen in wien bis heute überstanden...mit dem kandidaten hundstorfer wird es noch einige verbale ausrutscher geben, da die geistesgröße sicher eifrig gecoacht wird, das angelernte jedoch nicht so schnell verarbeiten kann - in der spö fällt das bei einem überforderten, aber machtgeilen faymann sowieso niemandem auf. ergo: die spö kann die eigenen reihen schließen, dann medien "fördern", dann denunzieren, dann regieren. immer wieder.



    • Behaimb (kein Partner)

      Was viele nicht wissen, Julius Tandler war Jude und damit selbst Opfer antisemitischer Agitation, seine Überlegungen waren rein medizinischer Natur, wie in vielen anderen Ländern auch.
      Zur Info: Ende der 1920er begannen Studentenverbindungen, Tandler mit antisemitischen Agitationen in seiner Tätigkeit als Forscher und Wissenschaftler zu behindern. Im Zuge der Februar-Ereignisse des Jahres 1934 wurde Tandler vorübergehend verhaftet und verlor seine Professur. Er entschloss sich daraufhin, Österreich zu verlassen und emigrierte über China in die Sowjetunion. Dort starb er 1936 in Moskau.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)

      Hitler hatte nachweislich mehrmals "und" gesagt. Ich auch. Bin ich nun ein Ewiggestriger?
      Die p.c. Umschreibung, oder vielmehr auch Ächtung von einst Jahrhunderte lang unverfänglichen Begriffen, hat schon längst alle Lebensbereiche erfaßt. So werden z. B. "Waidmanns Heil!", "Petri Heil!", "Berg Heil!" u. "Schützen Heil!" etc. etc. oft selbst von jenen nicht mehr verwendet, die den jeweiligen Gruppen angehören. "Heil" ist wahrscheinlich nur dann p.c., wenn es etwa als "Heil Moskau!" oder "Heil Stalin!" skandiert wird. Selbst der Begriff "Schießsport" wurde von oö. Funktionären in vorauseilendem Gehorsam gegenüber der p.c. Meute in "Zielsport" umgewandelt. Ich ziele, also bin ich - p. c.!

    • cmh (kein Partner)

      Natürlich, ist schon klar. Es war nicht so gemeint, wenn Tandler unwertes LEbben ausrotten wollte. Wie denn auch. Und am Anfang waren die ärgsten Nazis ja auch Juden.

      Und wer sich nicht mehr Heil sagen traut ist wohl nicht mehr ganz heil. Aber es soll auch Leute geben, die das Gras wachsen hören.

    • Behaimb (kein Partner)

      "Und am Anfang waren die ärgsten Nazis ja auch Juden."

      Ahso wer denn, wenn man fragen darf??

    • Undine

      Nur der Vollständigkeit halber:

      Ergoogeltes:

      "Thesen zu „unwertem Leben“[Bearbeiten]

      Tandler vertrat mehrfach in Aufsätzen und Vorträgen die Forderung nach der Vernichtung bzw. Sterilisierung von „unwertem Leben“.[3] Tandlers Ansätze im Bereich der Bevölkerungspolitik werden heute kritisch gesehen, weisen sie ihn doch als einen typischen Verterer der frühen sozialistischen Eugenik aus.

      So schrieb er im Jahre 1924 in einem Aufsatz zu Ehe und Bevölkerungspolitik:

      „Welchen Aufwand übrigens die Staaten für völlig lebensunwertes Leben leisten müssen, ist zum Beispiel daraus zu ersehen, daß die 30.000 Vollidioten Deutschlands diesem Staat zwei Milliarden Friedensmark kosten. Bei der Kenntnis solcher Zahlen gewinnt das Problem der Vernichtung lebensunwerten Lebens an Aktualität und Bedeutung. Gewiß, es sind ethische, es sind humanitäre oder fälschlich humanitäre Gründe, welche dagegen sprechen, aber schließlich und endlich wird auch die Idee, daß man lebensunwertes Leben opfern müsse, um lebenswertes zu erhalten, immer mehr und mehr ins Volksbewußtsein dringen.“[4]

      – Julius Tandler: Sonderdruck aus der „Wiener Medizinischen Wochenschrift“ 1924, Nr. 4?6, S. 17"

    • Behaimb (kein Partner)

      @Undine
      Bei aller Kritik an Tandler kann man aber gewiss nicht behaupten, dass seine Position in der Sozialdemokratie damals oder später mehrheitsfähiger als ähnliche Konzepte bei konservativen Parteien gewesen seien.

  17. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)

      Die Erfindung von „Nicht-Worten“ oder verpönten Ausdrücken ist das Kernstück der political correctness. Was man damit erreicht hat – der italienische Chefideologe der KPI, Antonio Gramsci, hatte es ja überdeutlich ausgesprochen -, ist die Manipulation der Sprache und des Denkens. Hat man diesen Zustand einmal erreicht, dann ist die Gehirnwäsche – und damit der Sieg über den politischen Gegner (= Feind) – erst dauerhaft und vollständig.

      Nach diesem Muster agitiert der CIA-Agent Unterberger. Also ziemlich dämlich.

      Er kann natürlich im Fall des Hundsdorfers auf kritiklosen Beifall rechnen, der auch zu erlangen möglich wäre, wenn man die objektiven Mängel – was ja zahlreiche Diskutanten taten – hervorhöbe. Am besten aber dann auch die der angeblichen Alternativen.

      Die Hundsdorfer-Ausrede für die Milliarden-Schuldenübernahme ist eine lächerliche Schutzbehauptung, die den B e t r u g ja nicht rechtfertigt oder entschuldigt. Jeder weiß das, aber die angeblichen politischen Gegner haben hier keine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gemacht. Deckten also in „guter“ Kumpanei dieses Verbrechen.

      Auch die offensichtliche Unbildung und damit schon Nichtgeeignetheit für ein höchstes Staatsamt wird nie thematisiert. Gewiß ist geistige Taglöhnerei kein Verbrechen, aber daß es ausgerechnet der geistige Bodensatz in höchste Funktionen immer sein muß, verstehe ich nicht. Oder besser gesagt: ich verstehe nicht, daß dies die politische Konkurrenz nicht mit Paukenschlag zum Thema macht.

      Beim van der Bellen genügte seine und der Grünen marxistische Ideologie um ihn zu erledigen.

      Und Khol: jemand der sich christlich/katholisch kostümiert, aber in Wahrheit sein politisches Leben der Freimaurer-Agenda widmete. Ich schrieb darüber vor einiger Zeit, und sein Kotau vor den muslimischen Jugendlichen paßt exakt zur jüngsten „Befehlsausgabe“ der europäischen (vor allem der französischen) Großlogen und Oriente „noch mehr `Flüchtlinge´ nach Europa zu holen. Auch diesen „Befehl“ der Freimauerer habe ich hier schon deponiert. – Khol ist daher in meinen Augen von allen Genannten noch der übelste „Wolf im Schafspelz“.

      So bleibt die Dr. Griss.

      Wen immer die FPÖ noch hervorzaubert, er/sie sind überflüssig. Von den genannten Namen wäre Moser als offensichtlich kluger und integrer Mann ideal, allerdings als RH-Präsident viel wichtiger. Alle anderen leiden an mangelnder medialer Präsenz und gehen vermutlich gegen die „Lautstärke“ für die Konkurrenten unter. – Denn, siehe oben, es kommt nicht auf Format, Bildung oder Fähigkeiten an, ...

    • Trollwatsch (kein Partner)

      Kann ich mehr davon auf Ihrer Blogseite lesen. Sicher betreiben Sie ein viel besseres Geblö(c)ke als Unterberger (CIA).

      Bruce Willis ist ja im übrigen auch beim CIA (das Kangaruh von Marc Uwe Kling war hingegen bekanntlich beim Vietkong). Da tun sich schon massivste Zusammenhänge auf.

  18. fewe (kein Partner)

    Hundsdorfer gehört eigentlich wegen seiner "Unterschrift auf einer Anwesenheitsliste" und den dadurch angerichteten Schaden entweder hinter Gitter oder entmündigt.

    Als evtl. Bundespräsidenten halte ich ihn deswegen für völlig ungeeignet. Bei dem weiß man nie, was der unterschreiben wird und ob er weiß, was er tut.

    Aber mit "das selektieren" waren wohl nicht "Menschen" gemeint, sondern der Status ob Asylant oder Wirtschaftsflüchtling.

    In einer Regierung hat ein solcher Dummkopf nichts verloren, aber der "KZ-Sager" ist eher falsch verstanden.



    • F.V. (kein Partner)

      Sie haben vollkommen recht.

      „Selektieren“ bedeutet auswählen, in dem Zusammenhang mit den – angeblichen – Flüchtlingen auch diskriminieren (= unterscheiden) jener, die nach Genfer Konvention Asylgründe haben und der – vermutlichen – Mehrheit jener, die keine haben, also abzuweisen sind.

      Sich am Artikel aufzuhängen ist bei einem – bekanntlich – der korrekten deutschen Sprache nicht Mächtigen, ein ebenso billiger Untergriff. Vielleicht hatte er auch bloß unglücklich gegendert, wo doch „Mensch“ jenes deutsche Wort ist, das alle drei Artikel haben kann:

      der Mensch,
      die Mentscher und
      das Mensch.

  19. elfenzauberin

    Ein alter Spruch bewahrheitet sich immer wieder:

    "Wer mit 20 Jahren kein Sozialist ist, hat kein Herz.
    Wer mit 40 Jahren immer noch Sozialist ist, hat kein Hirn."



    • fewe (kein Partner)

      Leider sind die allermeisten - oder überhaupt alle - in der Regierung über 40.

  20. machmuss verschiebnix

    Der wird doch nicht etwas glauben, daß wir Ihne deshalb wählen ?@!
    Hätte Strache sowas gesagt, dann würde es wieder heißen: Nazis raus !



  21. Haider

    Da wird nach mehr als sieben Jahrzehnten eine 7jährige (12jährige) Epoche rund um die Uhr zum Maß aller Dinge hochstilisiert. Was zählen 100.000 Jahre Menschheitsgeschichte im Vergleich zu ein paar Jahren Nationalsozialismus?
    Ausgerechnet die Apolegeten der Sprachverhunzer stehen an vorderster Front der Aufgeregten, wenn es um die Verwendung eines „belasteten“ Begriffes geht. Solange Pinocchios in Presse und elektronischen Medien wüten -> alles kein Problem. Wenn ein Oppositionspolitiker die Wahrheit sagt, dann verläßt sogar der oberste Staatsnotar seinen beliebtesten Aufenthaltsort (WC) und zensiert die Sachlage aus Sicht eines „Guten und Wahren“, eben eines Linken.



  22. sin

    Vielleicht wollte Herr Hundstorfer einfach nur alle ansprechen, die fürs selektieren sind, wo auch immer. Es hat doch im einen oder anderen Gemeindebau ja angeblich auch Leute gegeben, die nach der Besetzung Österreichs durch die Nationalsozialisten den Genossinnen gesagt haben, dass doch zwischen Sozialismus und Nationalsozialismus doch gar kein großer Unterschied bestünde. Es sei eben ein nationaler Sozialismus. Daher könne man ab jetzt ohne Gewissensbisse Nationalsozialist sein.
    Auf heute bezogen: Selektieren dürfen nur mehr Sozialisten. Bei allen anderen ist es sofort Arbeit für die Tugenwächterinnen.



  23. M.S.

    Im vorigen Sommer am Höhepunkt der Flüchtlingswelle, als der Herr Bundeskanzler mit einer unglaublichen Entgleisung, den Ministerpräsidenten von Ungarn, Viktor Orban, wegen der Errichtung eines Grenzzaunes an der EU-Außengrenze als Unmenschen bezeichnet hatte und einen Vergleich mit dem Holocaust anstellte, und damit die jahrzehntelangen guten freundschaftlichen Beziehungen zwischen Ungarn und Österreich nachhaltig beschädigt hat, warum hat eigentlich damals der Herr Bundespräsident keine Stoptaste gedrückt?
    War doch dieser peinliche Eklat auf internationaler Ebene wesentlich schwerwiegenderer Natur als die etwas überzogene Äußerung Straches auf einer innerösterreichischen Wahlveranstaltung.
    Parteiveranstaltung



  24. Politicus1

    so könnte es gewwesen sein ...:
    HC: tobt gegen den kleinen Werner, das Publikum schlägt sich die Oberschenkel wund.
    Werner eilt zum Heinzi: Du, Heinzi, der HC hat "Feind" zu mir gesagt!
    Heinzi tröstet Werner: Na, da werde ich ihm gleich sagen, dass er das nicht mehr tun darf, der schlimme Bub! - Aber sag' einmal, was hast du den getan, dass der HC so böse über dich redet?
    Werner: Ich? Nichts! Gar nichts habe ich getan, schon seit Monaten habe ich nichts getan ....



    • riri

      Wenn ich das noch anhängen darf

      .. und außerdem war ich gar nicht in Österreich, sondern immer bei meiner Tante Angie in Berlin .. und überhaupt, was der HC sagt, da ist die Mikl oder wie die heißt schuld ..

  25. riri

    Wenn es gegen die FPÖ geht ist alles erlaubt, da darf auch ein 'Schwarzer' einen Ausdruck verwenden, der verfemt ist. Da applaudieren auch kräftig die Sozis.

    Ein Beispiel, Josef Pühringer in einem Radiointerview etwa 6 Monate vor der OÖ-Wahl:
    Oberösterreich muß einmal von der FPÖ gesäubert werden.

    Auch nicht schlecht!

    Und gestern 'Im Zentrum' die SPÖ Wahlwerbesendung für Hundstorfer, wo wieder das 1934er Jahr ausgegraben wurde. Unfassbar - im Jahre 2016!



    • otti

      Trittin sagte im ORF - Armin Wolf - daß die CSU "ausradiert" gehört.
      Schon einige Monate her -
      Weder unser Armin noch sonst i r g e n d w e r hat nachgehakt.

      Gibt es eigentlich irgendjemand im ach so "vornehmen" bürgerlichliberalen Lager der diese Schweinereien dokumentiert ?

  26. Susanne

    Rudolf Hundstorfer? War er es nicht, der 2005 ein Protokoll der entscheidenen Sitzung zur 1,5 Milliarden €-Schuldenübernahme von der BAWAG zum ÖGB unterschrieben und diese Unterschrift nachträglich nur als "Anwesenheitsbestätigung" verstanden hatte. Also ein "idealer" Kandidat für das Amt des BP.
    Erinnert mich etwas an Bruno Kreisky's Aussage, dass er immer dann, wenn er den jungen Heinz Fischer gebraucht hätte, dieser am WC war.



    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)

      Schon merhmals gepostet:

      Am 8. September 2005 unterschrieb er eigenhändig als Vertreter aller drei BAWAG-Aktionäre (Gewerkschafts-Stiftung, Vermögensverwaltung und ÖGB), dass Verbindlichkeiten in Höhe von 1,53 Milliarden Euro der BAWAG dem ÖGB übertragen werden. Hundstorfer verschwieg dies bis Juni 2006 und rechtfertigte sich dann, als er von Medien mit seinem Handeln konfrontiert wurde, mit den Worten: „Ich wusste nicht, was ich da unterschrieb“.
      Quelle: wikipedia

  27. Komma

    Fasanen ist wortbrüchig geworden. Er versprach jede Änderung des Lissabon-Vertrags einer Volksabstimmung zu unterziehen. Das hat er nicht getan. (Einfügung Art 136, Abs 2 AEUV bedeutete Gesamtänderung unserer Verfassung, ein glatter ESM-Verfassungsputsch!!!). wer sein Wort bricht, ist ein Schwein. Also ist Faymann...was?



  28. Bob

    Wer gerne einen Bundespräsidenten möchte der offensichtlich nicht sinnerfaßend lesen kann (siehe BAWAG Protokoll) und rhetorisch nicht fit ist und eine Superausbildung hat ,der muß Hundsdorfer wählen.



  29. brechstange
  30. Josef Maierhofer

    Hoffentlich wird so einer nicht gewählt, hoffentlich.

    Hundstorfer sieht die österreichischen Probleme gar nicht, war sein Leben lang in der abgehobenen Politik, hat nie wirklich was geleistet, maximal sich und seiner Klientel 'Leistungen' (Landes- und Gesellschaftszerstörungen) angedeihen lassen, als Gewerkschafter 'gute' Abschlüsse und inszenierte Streiks angezettelt und durchorganisiert, unzählige österreichische Firmen in den Ruin getrieben, oder wesentlich dazu beigetragen, die höchste Arbeitslosigkeit, die Österreich je hatte mit verursacht, und würde als gewählter Präsident in die Fußstapfen eines Heinz Fischer treten, der die Waldheim Affäre angezettelt hat, die EU-Sanktionen-Affäre und beim Lucone Skandal rechtzeitig die Kurve gekratzt hat, nicht so wie Gratz, Blecha, Sinowatz.

    So einer ist für mich nicht wählbar, der ist ja gefährlich für Österreich.

    Ob Arroganz, Privilegien, oder einfach linke Ideologie (= Idiotie) dahinter stehen, ist unerheblich, für mich ist so eine Figur nicht wählbar, der für Österreich bereits so viel schaden verursacht, bzw. mit verursacht hat.



  31. Undine

    Die "Political Correctness" ist so ziemlich das Perfideste, womit man einen politischen Gegner mundtot machen kann---allerdings wird sie ausschließlich von LINKEN einem RECHTEN gegenüber angewandt.
    Wenn man die "Geschichte der PC" kennen möchte, sollte man wissen, wo und was ihre Wurzeln sind.

    https://archive.org/stream/die-geschichte-der-politischen-korrektheit/die-geschichte-der-politischen-korrektheit_djvu.txt

    Daraus:

    "Aber was ist „ Politische Korrektheit "? Politische Korrektheit ist tatsächlich kultureller
    Marxismus - Marxismus, der von der ökonomischen auf die kulturelle Ebene übertragen
    wurde. Der Versuch, MARXISMUS von der Ökonomie auf die Kultur zur übertragen, begann
    nicht mit den Studentenaufständen in den 1960er Jahren. Er geht zurück in die 1920er Jahre
    und die Schriften des italienischen Marxisten Antonio GRAMSCI. In Deutschland gründete
    dann im Jahre 1923 eine Gruppe Marxisten ein Institut, welches sich der Entwicklung dieser
    Übertragung widmen sollte, das „Institut für Soziolforschung" (später bekannt als Frankfurter
    Schule). Einer der Gründer des Instituts, Georg LUKACS, beschrieb den Zweck des Instituts im
    Finden der Antwort auf die Frage: „Wer soll uns vor der westlichen Zivilisation erretten?" Die
    FRANKFURTER SCHULE erhielt beträchtlichen Einfluß an amerikanischen Universitäten nachdem
    viele ihrer führenden Köpfe in den 1930er Jahren in die Vereinigten Staaten geflohen waren,
    um dem Nationalsozialismus in Deutschland zu entkommen.

    Die FRANKFURTER SCHULE kombinierte MARX mit FREUD, und spätere Einflüsse (einige
    faschistische genauso wie marxistische) fügten Sprachwissenschaft hinzu, um die „ Kritische
    Theorie " und „Dekonstruktivismus" zu entwickeln. Dies wiederum beeinflußte die
    Lehrtheorie sehr stark und über höhere und Hochschulen führte es zum Entstehen von dem,
    was wir heute als „ Politische Korrektheit" bezeichnen. Die Abstammung ist vollkommen klar,
    und sie kann bis zu KARL MARX zurückverfolgt werden."

    Weiterführender Link zu GEORG LUKACS:

    http://www.philolex.de/lukacs.htm



    • FranzAnton

      Herzlichen Dank, Frau Undine, für den historischen Abriss! Solche Hintergründe erscheinen sehr wertvoll!

    • Eva

      Georg Lukács (1885–1971). war ein ungarischer Philosoph und Kommunist jüdischer Abstammung. Er war ein führender Vertreter der orthodox marxistisch-leninistischen Literaturwissenschaft und Philosophie. Obwohl seine Schriften innerhalb des sowjetischen Einflussbereiches des Öfteren als revisionistisch verdammt wurden und er oft als »marxistischer Dissident« betrachtet wird, war er letztendlich eine theoretische Stütze des Stalinismus und dessen Kultur-, speziell Literaturpolitik. Das totalitäre System hat er in seinen Grundlagen nie abgelehnt. U. a. auch auf seine Theorien gestützt wurde der »Sozialistischen Realismus« in der Kunst durchgesetzt.

    • Bodo

      Kommunismus und Politische Korrektheit haben dieselben Wurzeln.

    • Undine

      Der "weiterführende" Link zu LUKACS am Ende meines Kommentars ist unvollständig; vielleicht hilft dieser weiter:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Luk%C3%A1cs

  32. Doppeladler

    Vortrefflich ist die Szene im Film "Freundschaft" (mit Erwin Steinhauer in einer Hauptrolle), in der die kärntner SP-Genossen ihre Wortspiele mit "Sozialismus" und "National" treiben.

    Quod erat demonstrandum!



  33. Xymmachos

    Und wenn jemand 1938 lauthals "ein freudiges ja zum Anschluss" verkündete, dann wird ihm nach 1945 ein Denkmal gesetzt und ein Abschnitt der Ringstraße nach ihm benannt - wenn er ein Linker war.



    • steinmein

      Mein Geschichtsprofessor sagte treffend: Die SPÖ verzeiht einem jede Vergangenheit, wenn man zur ihr gehört. Das bereits vor 60 Jahren.

  34. Welf

    Ehrlich gesagt regt mich diese Aussage von Hundstorfer relativ wenig auf - mir wäre es selbst auch gar nicht aufgefallen, dass es dabei etwas Anstößiges gäbe. Wobei mir bei "durch den Rost fallen" bisher auch nichts aufgefallen wäre...

    Genauso geht es mir bei der (sicherlich überspitzten) Formulierung von Strache was Faymann betrifft. Staatsfeind?! Naja, als Staatsfreund hat sich Faymann wahrlich nicht hervorgetan.

    Aber Hand aufs Herz: bei Neujahrsansprachen und Aschermittwochreden wird doch immer überspitzt formuliert - egal bei welcher Couleur!

    AU geht es in erster Linie - und da bin ich wieder voll bei ihm - um die tendenziöse Meinungsmache in den Medien. Die einen werden mit Dreck beschmissen und die anderen gedeckt!



  35. Susanne
  36. Chivasso

    Herr Faymann, dessen Aufgabe es AUCH ist, für die Souveränität unserer Republik Österreich Sorge zu tragen, kommt dieser Verpflichtung nicht nach. Vielmehr handelt er seit Monaten kontraproduktiv und fährt dadurch unser Land immer schneller gegen die Wand. Kann so jemand als FREUND Österreichs bezeichnet werden? Was soll daher die künstliche Aufregung von Herrn Fischer über die trefflichen Strache Titulierungen für Faymann? Zeigte Fischer Verantwortung für unser Land, dann hätte  ER längst die Stopptaste für die Regierung drücken müssen. Nur gut, dass für Fischer selbst  keine Stopptaste mehr gedrückt werden muss. In wenigen Monaten ist es endlich vorbei und sicher  kein Nachteil für unsere Republik.



  37. FranzAnton

    Jedem Wähler, dem Österreichs Schicksal ein Herzensanliegen ist, möge in der Wahlzelle weder Hundstorfer noch Van der Bellen ankreuzen; ob Khol oder Griss, (oder ein allfällig freiheitlicher Kandidat) unabhängig von Parteipolitik, als für das Amt geeignetere Persönlichkeit anzusehen wäre, erscheint mir bis dato noch unklar; vermutlich wird man strategisch zu wählen haben, so zwar, daß die beiden Erstgenannten möglichst sicher rausfliegen; diese würden nur die bisherige Politikergarde in ihren permanenten Fehlleistungen unterstützen - ganz so wie der aktuelle, gottseidank bald abtretende Bundespräsident.



  38. simplicissimus

    Der widerliche Gipfel der zynischen Heuchelei der Linken manifestiert sich für mich am meisten in der Verharmlosung des Kommunismus.

    Kommunismus, der zig-Millionen politisch Ermordeter verursacht hat, ist nach wie vor salonfähig, da er ja im Grunde das Gute will und er ja außerdem nicht bei uns passiert ist. Und überhaupt gäbe es so viele Spielarten und manche wären eben schlecht umgesetzt worden. Also käme es nicht in Frage, diese gutmeinende Ideologie irgendwie zu ächten, im Gegenteil, man müsse es eben nur einmal richtig machen ...

    Mir wird regelmäßig schlecht, wenn ich das höre und meine Achtung gegenüber solchen Zeitgenossen sinkt tief unter Null. Es ist offensichtlich der Typ von Leuten, der begeistert in geschlossenen Kolonnen in Massenhysterie verfallen für eine Ideologie alles unter sich zertrampelt.

    Einfach widerlich, so eine Einstellung.



    • FranzAnton

      Danke, @simplizissimus; 3 Sternderln erscheinen mir zu wenig für Ihr Präzisions - Statement. Ergänzen möchte ich noch: Den Begriff "Kommunismus" würde ich durch "Marxismus" ersetzten, das trifft nämlich, zwar völlig zu Recht, auf sämtliche Linksdenker zu; diese versuchen einfach, demokratische Rechte und Gebräuche, so effizient wie nur irgend möglich, einzuschränken und auszuhebeln, weshalb sie de facto des Zusatzes -"demokraten" im Parteinamen völlig unwürdig erscheinen. Jaja, der Marxismus, bzw. dessen realitätsaverse Ideologie wären zu ächten, analog dem Nationalsozialismus.

    • simplicissimus

      Gerne ersetzen wir Kommunismus mit Marxismus, ich nenne das auch gerne "Murxismus".

      Sozialismus wäre auch kein schlechter Sammelbegriff.

      Letztlich ist das Resultat all dieser "genossenschaftlicher" (kommt von Sozius!) Lichtideen immer dasselbe:

      Nach einer kurzen Periode allgemeiner Euphorie und Besserwerden wird langsam praktisch alles immer schlechter und endet im Kollaps. Warum? Weil Gleichmacherei jede individuelle Motivation raubt, die jedoch einzig und allein der Motor jedes Wohlstandswachstums ist. Um das System solange wie möglich aufrecht zu erhalten und die Nomenklatura weiter an den Futtertrögen fressen zu lassen wird das Volk mehr oder weniger gewaltsam unterdrückt. Feinde werden "herausselektiert" und wenn möglich ohne fairen Prozess vernichtet.
      Die hauptsächlichen Unterschiede zwischen den vielen Spielarten drücken sich am besten durch den Grad der physischen und/oder psychischen Gewalt aus.

      So simpel ist das.

    • HDW

      An de Stelle von Marxismus, muss man im Falle Hundstorfer den Austromarxismus, nennen! Damit ergibt sich auch die Verbindung zur damaligen Agitationsrhetorik der Moskauer Komintern die nach der Implosion der Sowjetmacht, von deren Maulwürfen heute weiter angewandt wird: Nur vom eigenen Programm und der lichten Zukunft schwärmen (Rudi Sorglos, ders "sportlich" nimmt) den politischen Gegner tabuisieren, und die eigene Geschichte totschweigen oder als ein "Narrativ" unter vielen relativieren.
      Aber die bürgerlichen Akademiker müssten dabei ja nicht mitmachen! Jedoch wie man sieht, es geht weiter, wenn auch nur bei der lächerlichen BP Wahl: Fr.Griss hat sich früh genug gemeldet um das nichtlinke Lager vielleicht sogar in drei Teile zu spalten. Aber vielleicht tritt sie doch im letzten Moment zurück und die linke bleibt diesmal gespalten über. Pröll war gegen SchwarzBlau, Kohl nicht!

    • simplicissimus

      HDW, völlig richtig erkannt. Griss scheint das übliche trojanische Pferd zu sein, mit ihr gibt es wieder einmal mindestens einen Kandidaten auf scheinbar bürgerlicher Seite Zuviel. Man wird das leider auch hier im Blog beobachten können, daß einige (viele in der Bevölkerung) sich aus verschidensten Gründen nicht zum Schwerpunkt setzen aufraffen werden.
      Nur die Wahl des/der FPÖ Kandidaten/in kann etwas bringen, andere zu wählen vor lauter Hinsichtl und Rücksichtl wird einen Hundstorfer ins höchste Amt spülen.

    • Riese35

      @simplicissimus: So sehr ich alles, was Sie schreiben, unterstütze, die Sache eines FPÖ-Kandidaten sehe ich anders. Ein FPÖ-Kandidat wäre meines Erachtens ein Rohrkrepierer. Ich bin gegen einen FPÖ-Kandidaten, weil ich für die FPÖ bin. Aus strategischen Gründen: Ich sehe eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit gegeben, daß Van der Bellen in die Endrunde kommt. Und dann brauchen wir jemanden, der gegen Van der Bellen mehrheitsfähig ist. In die Endrunde kommen und dann untergehen, reicht mir nicht. Und ich zweifle, ob ein FPÖ-Kandidat gegen Van der Bellen mehrheitsfähig wäre, so geeignet und gut er als Bundespräsident auch immer sein möge. Das entscheiden leider nicht wir hier in diesem Blog, sondern die österreichischen Gipsköpfe, die man dann zählen wird. Und in einer solchen Situation ist mir eine Frau Dr. Griss mit 51% in der zweiten Runde lieber als ein möglicher FPÖ-Kandidat mit 49%.

      Wenn jemand gegen Van der Bellen in der zweiten Runde eine Chance hat, dann meines Erachtens noch am ehesten Griss. Und darauf sollten wir das Schwergewicht bei der BP-Wahl legen. Unsere überschüssigen Kräfte sollten wir lieber darin bündeln, eine vernünftige Regierung zustandezubringen, wenn der Ruf ertönt, und alle Eifersüchteleien beiseite legen.

    • Sensenmann

      @Riese35
      Dieser van der Bellen ist ein ausgesuchter Bolschewik. Wenn die Stichwahl zwischen dem und einem seriösen Kandidaten geht, dann wird er niemals Präsident.
      Bisher gibt es nämlich nur lauter post- oder sonstwiemarxistische Kandidaten, also wäre eine vernünftige, volkstreue Person dringend als Kandidat gesucht.
      Ob die FPÖ aber eine solche hat, ist die Frage.

    • simplicissimus

      Riese 35, interessante Überlegungen. Wir werden ja auch sehen, wer von der FPÖ aufgestellt wird. Frau Stenzel wurde genannt. Wäre sie nicht mehrheitsfähig gegen Van der Bellen?

      Was meinen die anderen Blogfreunde hier zu dieser taktischen Überlegung von Riese 35?

    • Riese35

      @Sensenmann: Prinzipiell OK. Aber ich halte die österreichischen Gipsköpfe für fähig, einen Altstalinisten zum Bundespräsidenten zu wählen. Das vor allem in ÖVP-Kreisen schlummernde, zerstörerische Potential mit progressivem Linksdrall hat man bei der letzten Wien-Wahl am Beispiel der Döblinger Regimenter und am Beispiel Stenzel gesehen. Stenzel halte ich nicht für mehrheitsfähig, auch nicht gegen Van der Bellen. Die totalitären Züge Van der Bellens sehen nur wenige, gerade in der noch verbliebenen ÖVP-Wählerschaft. Wir müssen die reale Lage beurteilen, und nicht unsere Träumereien. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich mich hier täusche. Vielleicht sehe ich die Lage aber auch zu schwarz.

    • Der Tetra

      "Aber ich halte die österreichischen Gipsköpfe für fähig, einen Altstalinisten zum Bundespräsidenten zu wählen"

      Wäre nicht das erste mal...
      Hoch die DVK! Es lebe der "ewige Präsident" und unser "oberster Führer"! ;)

    • Eva

      @simplicissimus

      Der Kommunismus wird trotz der weit über 100 Millionen Todesopfer niemals geächtet werden, denn dieser Vorgang wäre antisemitisch.

    • simplicissimus

      Eva, meinen Sie?
      Seltsam, habe in der Sowjetunion einen ziemlichen Antisemitismus erlebt.
      Die Juden sind ja auch in Scharen nach Israel ausgewandert.
      Die durften anscheinend.
      Naja, was ist in der Politik, in einer Gesellschaft schon logisch?

    • Eva

      @simplicissimus

      Ich dachte da an die Erfinder und Vollstrecker des Kommunismus.

    • F.V. (kein Partner)

      Riese35 hat vollkommen recht.

      Wen immer die FPÖ aufstellen würde, er/sie hätten das „Manko“ einer geringeren Bekanntheit, was in Dämokraturen ein wesentliches Erfolgskriterium ist.

      Worauf es JETZT ankommt, ist die Wiederherstellung des Rechtsstaates, was mit der ausgewiesenen Staats- und Verfassungsrechtlerin Griss allein zu schaffen wäre. Die Parteibonzen sind dafür so was wie der Bock als Gärtner. Sie – ihre Parteien - haben alle bisher nur Gesetz und Verfassung gebogen und gebrochen. Die ehemals oberste Richterin wäre die einzige Kandidatin, der man vertrauen kann, daß sie das nicht so weiter treiben ließe.

      Da an der Spitze des Staates auch eine gebildete und in der europäischen Kultur beheimatete Persönlichkeit stehen sollte, sind Proleten der tiefsten Unterschicht und geistige Taglöhner wie Hundstorfer oder Krypto-Kommunisten wie van der Bellen nur eine Zumutung.

      Die FPÖ wäre gut beraten KEINEN eigenen Kandidaten aufzustellen. Sie zersplitterte damit das Nicht-linke-Lager, womit die drei Brechmittel erst ihre Chancen bekämen. Verliert deren Kandidat, wäre dies das „Brechen der Siegesserie“ – was die Linke genüßlich bis zu den nächsten Wahlen thematisieren könnte/würde.

    • Riese35

      @F.V.: Ganz genau so sehe ich das. In die zweite Runde zu kommen, hat auch der FN in Frankreich nicht gereicht, letztendlich den Sieg davonzutragen. Ein nicht ganz optimaler, aber mehrheitsfähiger Kandidat wäre wichtiger. Die FPÖ könnte nur gewinnen, wenn Griss Bundespräsident wäre.




© 2022 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung