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Sport, Kultur und Korruption

Lesezeit: 7:30

Es ist eines der interessantesten Medienphänomene: Während Zeitungen immer sehr bereit sind, Skandale in Politik und Wirtschaft kritisch und intensiv abzuhandeln (es sei denn, Geldgeber, Großinserenten oder die eigenen Verlage sind involviert), ist das in den Bereichen Sport und Kultur überhaupt nicht so. Dort agieren die Journalisten ständig als Amtsverteidiger der jeweiligen Branche.

Ein oder zwei Tage lang wird zwar notgedrungen vermeldet, wenn irgendwo eine Eiterbeule aufplatzt, aber dann wird rasch wieder abgelenkt und unverhohlen Gratis-PR betrieben. All die großen Skandale der letzten Zeit bei Olympia, im Burgtheater, im Museum Angewandter Kunst, bei den Osterfestspielen, beim Deutschen Fußballbund, bei der Fifa, beim russischen Leichtathletikverband oder bei Radfahren, Langlaufen und vielen anderen Sportarten, wo gedopt wird, werden so rasch wie möglich wieder unter den Teppich gekehrt.

Man fragt sich, warum.

Eine erste Erklärung dafür ist sicher, dass persönlichkeitsschwache Journalisten gerne eine anbiedernde Nähe zu Berühmtheiten und populären Menschen suchen. Und erfolgreiche Sportler und Künstler sind halt meist weit populärer als Politiker oder Manager. Viele Journalisten begreifen nicht, dass sie dabei nur als Instrument der PR benutzt werden. Echte Freundschaften zwischen Journalisten und jenen Personen, über die sie schreiben, kann es gar nicht geben, wenn Journalisten ihren Beruf ernst nehmen. Oder erst dann, wenn diese Menschen Ex-Sportler und Ex-Künstler sind. Dann aber verlieren interessanterweise auch die Anbiederer oft das Interesse an den Ex-Promis.

Ein zweiter Aspekt: Es ist für Sportjournalisten schwierig, außerhalb von Wettkampftagen genug Stoff zu haben, um ihre Spalten zu füllen, wenn sie nicht von Sportlern und Funktionären, also den Objekten der Berichterstattung, denen sie kritisch distanziert gegenüberstehen sollten, mit irgendwelchen Belanglosigkeiten gefüttert werden. Das schafft Abhängigkeiten. Und die „alternative“ Methode der Gratiszeitung „Österreich“, Interviews einfach zu erfinden, ist zum Glück vielen doch zu suspekt.

Drittens: Es würde bei keinem Leser gut ankommen, wenn sich Medien mit erfolgreichen Sportlern oder Teams anlegen, etwa in Österreich gar mit einem Skistar. Auch in der Kultur ist das eher selten. Da tun das höchstens manche Journalisten aus Berechnung, um selbst nach dem Motto „Der traut sich was“ berühmt zu werden. So hat etwa einst ein (inzwischen verstorbener) Musikjournalist ständig den absoluten Weltstar Herbert von Karajan attackiert – bis er plötzlich in dessen letzten Lebensjahren zu Karajans Leibschreiber und Biograph geworden ist. Was kein sonderlich honoriges Verhalten, aber wohl einträglich war.

Natürlich gibt es auch in den Bereichen Wirtschaft und Politik viele Journalisten, die sich gerne an der Seite von Berühmtheiten sonnen wollen. Motto: „Ich und Ronald Reagan“ oder „Ich und Dietrich Mateschitz“. Jedoch hat man es in Politik und Wirtschaft mit Personen zu tun, bei denen stets eine hohe Chance auf einen ruhmlosen Abstieg besteht. Politiker werden oft rascher gestürzt, als man glaubt. Und bei Wirtschaftsbossen sagt ein alter Spruch, dass jeder „Manager des Jahres“ Gefahr läuft, im nächsten Jahr eine Pleite zu erleiden. Hingegen droht Künstlern und Sportlern maximal ein Abgleiten in die Erfolglosigkeit, aber nur selten eine dramatische Pleite. Künstler werden in der Regel überhaupt bis zu ihrem Tod gefeiert.

Selbst während Politiker noch an der Macht sind, spüren intelligentere Journalisten, dass es ihnen nicht sonderlich nützt, als deren intime Freunde dazustehen. Dazu ist das Image der Politik zu schlecht. So gibt es lediglich beim inseratengefütterten Boulevard Journalisten, die sich als Faymann-Freunde profiliert haben. Was ihr journalistisches Ansehen nicht sonderlich erhöht hat.

Ein vierter Aspekt sei am Rande erwähnt: Manche Journalisten fürchten, bei allzu kritischer Haltung keine Gratiskarten (samt Begleitung) zu Konzerten, Theater oder Wettkämpfen zu bekommen. Die Mutigeren unter ihnen wissen freilich: Das schadet fast immer den Veranstaltern mehr als einem Medium, passiert daher nur ganz selten.

Ähnlich versuchen auch im politisch-wirtschaftlichen Biotop Mächtige immer wieder Medien mit Boykotten zu strafen – was aber auch selten Erfolg hat. So sind einst von mir geleitete Zeitungen eine Zeitlang nicht zu Pressekonferenzen des Landes Niederösterreich eingeladen worden, weil wir für den Semmering-Tunnel waren, Erwin Pröll aber dagegen. Das haben wir ebenso locker ausgehalten wie etwa den zweimal (unter Gerhard Weis und dann Alexander Wrabetz) verhängten Boykott durch den ORF, weil wir uns allzu mutig mit dem Monopol-Koloss befasst haben. Auch da hat es der Auflage der Zeitung absolut nicht geschadet, dass wir ein Jahr lang im ORF nie erwähnt oder zu Pressestunden und dergleichen eingeladen wurden. Ganz im Gegenteil, gerade da entwickelte sich die Auflage besonders prächtig.

Viel wichtiger ist ein anderes Motiv der im Sport- und Kultur-Journalismus verbreiteten Beißhemmung: Journalisten fürchten insgeheim, dass der ganze Bereich an Image verliert, wenn man zu viel über Bestechungen, Verschwendung, Misswirtschaft und Doping schreiben würde. Sie bangen, dass ihr Platz in der Zeitung und ihre Sendeminuten beschnitten werden, sobald Sport- und Kulturbetrieb nur noch Naserümpfen auslösen. Denn sie bangen damit ja auch um ihre Jobs, vor allem in Zeiten knapper Kassen. Das macht sie dann eben automatisch zum Amtsverteidiger auch aller Missetäter.

Sechstens: Wenn es vor allem in der Politik, aber auch in der Wirtschaft wirkliche oder vermutete Affären gibt, dann halten fast immer Konkurrenz-Parteien oder -Unternehmen das Thema aus Eigeninteresse lange am Köcheln, blasen es gerne sogar überdimensioniert auf. Das gibt es hingegen im Sport so gut wie nie, und in der Kultur sehr selten. In diesen Bereichen ist außer der Staatsanwaltschaft kaum jemand an den Skandalen interessiert. Und die Steuerzahler, die dadurch oft geschädigt werden, haben keine Stimme.

Typisches Beispiel war zuletzt der riesige Dopingskandal in Russland. Jahrelang wurden dort alle Tests manipuliert und unterdrückt. Die Praktiken der kommunistischen Zeit haben sich auch nachher nahtlos fortgesetzt – offenbar auf direkten Wunsch der Politik. Dieser Skandal müsste eigentlich nach allen existierenden Regeln zum Ausschluss Russlands oder zumindest der russischen Leichtathleten von den nächsten Olympischen Spielen führen. Aber sofort waren auf allen olympischen Ebenen Funktionäre als Beschwichtiger unterwegs. Niemand will sich mit Russland anlegen, niemand will den Sport in eine schlechte Optik rücken. Und nach zwei Tagen hörte die Berichterstattung auch schon wieder auf. Nur ja nicht skandalisieren.

Auch im Fußball sind so gut wie alle Akteure kollektiv bemüht, die Bestechungsaffären in Deutschland wie in der Fifa rasch wieder unter den Teppich zu kehren. Weshalb nur dann etwas geschrieben wird, wenn ein abgeschossener Chef des deutschen Fußballbundes offenbar aus Rache im „Spiegel“ auspackt. Sonst: solidarisches Schweigen der Branche.

Bleibt nur eine Frage offen: Warum protestieren Leser, Seher, Hörer nicht gegen einen solchen Beschwichtigungsjournalismus? Das hat einen klaren psychologischen Grund: Sie wollen nicht auch noch auf Sport- und Kulturseiten dauernd Negatives lesen. Die Menschen sehnen sich nach den guten Nachrichten. Das ist ein schönes Konzert, eine gelungene Opern- oder Theaterproduktion, ein spannender Wettkampf allemal. Im Sport interessieren sich nach diesem alle immer weit mehr für Sieger, für die Erfolgreichen als für die Unterlegenen und Enttäuschten (obwohl meistens viel mehr Sportler in diese Kategorie gehören).

Die Bürger verhalten sich durchaus polarisiert: Sie wollen über die Politik schimpfen, dann aber in Sport und Kultur primär das (oft nur: vermeintlich) Gute und Positive erleben. Und darauf reagiert der Journalismus eben.

Das hat natürlich auch immer eine starke nationale Färbung. Eine Sportart, in der die Nation unbedeutend wird, bekommt in Zeitungen und Fernsehen weniger Platz. Man denke etwa an Tennis: Dieser Sport war tagelang im Zentrum österreichischer Sportseiten, als ein Thomas Muster erfolgreich war. Heute sind selbst große Tennisturniere vielen oft nur einen Absatz wert, weil man seit langem über keinen Österreicher tolle Erfolgsstorys schreiben kann.

Nun, es ist ja nichts Böses, wenn sich die Menschen nach den guten Nachrichten sehnen, wenn sie Sieger mehr lieben als Loser. Sieger und Stars werden für junge Menschen dadurch auch oft zum Vorbild für eigene sportliche oder künstlerische Ambitionen.

Unakzeptabel und zum Problem wird das alles aber, wenn durch das Zusammenspiel all dieser Faktoren Misswirtschaft und Kriminelles massiv begünstigt wird.

PS: Natürlich wird auch kaum berichtet, wenn der Rechnungshof im sportnahen Bereich Missstände aufdeckt. Etwa bei der rückblickenden Analyse der Skiweltmeisterschaften Schladming. Dabei sind alleine dafür 247 Millionen Steuergeld ausgegeben worden. Ohne dass es laut Rechnungshof einen erkennbaren langfristigen Nutzen gegeben hätte. Ohne dass bei der Ausgabe dieses Geldes irgendjemand einen Gesamtüberblick gehabt hätte, vielmehr sind einander sieben verschiedene Organisationen gegenseitig im Weg gestanden…

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorteifl eini!
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    22. November 2015 09:29

    Fälle von Misswirtschaft und Korruption sind immer ärgerlich. Ganz besonders jedoch im Kultursektor.

    1. Weil es - wie im Sport - um Steuergelder geht. Im Gegensatz zum Sport erreicht die sogenannte Hochkultur aber nicht die Massen, das einfache Volk. So setzt sich das Publikum bei Festspielen, in den Konzertsälen und Theatern überwiegend aus dem besser situierten Bildungsbürgertum zusammen. Es findet sozusagen eine Umverteilung von unten nach oben statt.

    2. Es sind gerade die Theatermacher, Künstler, die sich als letzte Hüter von Moral und "Gerechtigkeit" gerieren. Die sich dem Kampf gegen die Reichen, die Faschisten und alle anderen Unterdrücker dieser Welt verschrieben haben und so ihr eigenes Image aufpolieren. Das macht deren Griff in die Staatskassen umso widerwärtiger. Zumal sie selbst ein im Kern durch und durch totalitäres Weltbild vertreten, das Linke nämlich.

    3. Kommen die kleinen Gaunereien im Kulturbereich ans Tageslicht, lässt sich regelmäßig folgende Verteidigungsstrategie beobachten: man sei Künstler und habe daher von wirtschaftlichen Belangen keine Ahnung. Man könne sich nicht in die Niederungen der Buchhaltung begeben. Pekuniäre Angelegenheiten seien ihrer unwürdig, das sei etwas für Kleinkrämer.

    Wenn das so ist, warum mischen sie sich dann andauernd in ökonomische Diskussionen ein? Warum glauben sie, bei komplexesten volkswirtschaftlichen Zusammenhängen neue Patentlösungen anbieten zu können, obwohl sie nicht einmal in der Lage sind, das Wesen einer einfachen Einnahmen-Ausgaben-Rechnung zu begreifen?

    Aus all diesen Gründen sollte man die staatliche Förderung der sogenannten Hochkultur um mindestens 50% kürzen. Der Staat gehört von der Kunst genauso getrennt, wie von der Religion. Mehr Bescheidenheit kann dem Kulturbetrieb nur gut tun.

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    22. November 2015 11:15

    Journalisten haben 2 Fronten zu bedienen, die eine ist der Auftraggeber, die zweite das Publikum.

    Die dritte, die ethische, nämlich möglichst objektive und freie Berichterstattung, also den Dienst an der Gesellschaft, wird geflissentlich unterdrückt zugunsten eines Arbeitsplatzes.

    Es ist die österreichische Maxime, 'einen sicheren Platz zu haben', sogar wenn man weiß dass das alles nur auf Kredit ist, zum Schaden der Gesellschaft, etc., und nicht die, von der Position aus der Gesellschaft optimal zu dienen.

    So werden die meisten Journalisten eben Handlanger der Auftraggeber (Parteiideologie, Großkonzerne oft auch aus fernen Mächten, etc.) bis hin zum Landesverräter, wie es derzeit sehr oft ist und reihen sich damit ein in die Reihe der Nehmer, statt ihre Objektivität zu geben und den Lohn dafür zu nehmen. Sie nehmen damit voll am Niedergang dieser Gesellschaft teil bis hin zur Volksverleugnung.

    ... 'Land der Hämmer (Nehmer) zukunftsreich (arm)' ...

    'Wes Brot ich esse, des Lied singe ich ...' gilt nur allzu oft und Korruption, Bestechung, etc. schaffen den Namen Lügenmedien. Wo bleibt da das Gewissen, die Verantwortung, etc. ?

  3. Ausgezeichneter KommentatorBob
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    22. November 2015 10:00

    Mich stört vor allem das über Randsportarten nie berichtet wird, wie zB. Rudern Wildwasserfahren Schießsport etc. Man könnte in manchen Sportarten einen Boom auslösen, der für die Gesundheit der Bürger wichtig wäre. Aber die ewigen Fußballübertragungen in ORF 1 bringen außer vermehrten Bierkonsum gar nichts.
    Dazu kommt das Übertragungen von Fußball oder Formel1 unglaubliche Mittel verschlingt, die anderen Sportarten fehlen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    22. November 2015 01:39

    Das ist ein unheimlich interessanter und tiefen Einblick gebender Artikel unseres Blogmasters. Sehr einleuchtend, wie da die journalistische Vorgangweise, Einstellung und Misswirtschaft präsentiert wird. In Hinkunft werde ich das Lesen und Hören von Sport- und Kulturberichten anders aufnehmen.
    Aber gleichzeitig ist es grauslich, wie beispielsweise Politiker, die ja nur zeitgebundene Erscheinungen sind, also keine Fürsten, agieren. Pröll! Aber, hoppla, der ist doch ein Fürst, odr!

  5. Ausgezeichneter KommentatorRübezahl
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    22. November 2015 18:23

    Die Hauptstadt eines Landes und gleichzeitig die Hauptstadt der EU knickt ein.
    2 Tage Terrorwarnung Stufe 4. Alle Veranstaltungen abgesagt. Alle Straßen leer. Geschäfte geschlossen. Bürger aufgefordert zu Hause zu bleiben. Militär sicher Supermärkte!

    http://derstandard.at/2000026159983/Terrorwarnung-Bruessel-stellt-U-Bahn-Verkehr-ein

    Damit ist genau DAS einer der erfolgreichsten Terroranschläge überhaupt!

    Und wir lesen hier zwei Tage lang von Allerweltsthemen.
    Ja sogar von Themen, die diese Drahtzieher, einmal an der Macht, stark regulieren würden. z.B. Musik verbieten.
    Und in Verbindung mit der Scharia wäre diese Korruption dann auch bald vorbei...

    Oder ist es ein Versuch Normalität zu demonstrieren und gegen diesen Terror effektiv vorzugehen, indem man ihn nicht einmal ignoriert?

    apropos "Normalität"
    http://www.focus.de/politik/ausland/islamischer-staat/bombenbau-phishing-und-sport-ueberleben-im-westen-die-bizarre-anleitung-des-is-fuer-seine-anhaenger-in-westlichen-staaten_id_4687839.html

    http://www.krone.at/Nachrichten/Die_Scharia_ist_endgueltig_bei_uns_angekommen-Islamkritikerin_-Story-483235

    Wer kann sich da noch über irgendwelche Abgaswerte oder Blatterismus aufregen, wenn die Furcht flächendeckend in Europa zu regieren begonnen hat? Mit Hilfe der politischen Eliten...

  6. Ausgezeichneter KommentatorSusanne
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    22. November 2015 07:13

    Danke für diesen ausführlichen Bericht hinter die Kulissen der Schreiberlinge. Dazu passen auch die Motorjournalisten, welche in den Tageszeitungen "objektive" Informationen und Tests über neue Auto- und Motorradmodelle bringen. Genaugenommen sind dies aber Werbungen bzw. PR-Artikel, wo jedes Modell über den grünen Klee gelobt wird und nur - der Neutralität entsprechend - kleine negative Punkte (z.B. "Rückspiegel könnte besser platziert sein") als Feigenblatt erwähnt werden.

    Seit einiger Zeit gibt es zwar in der PRESSE einen ganz kleinen "Compliance-Hinweis", dass Fahrzeuge der Redaktion kostenlos zur Verfügung gestellt und Reisen zu Produktpräsentationen von den Herstellern unterstützt werden, es ist aber anzunehmen, dass die Redaktionsmitglieder - nicht nur von Auto-Motor - und deren Angehörige auch andere persönlichen Vorteile aus diesen Werbungen lukrieren.
    Wenn dazu ein allgemeines Interesse der Leserschaft besteht, warum gibt es dann konsequenterweise solche Produktbeschreibungen nicht auch für neue Modelle von Smartphones, Computer, Fernsehgeräte, Waschmaschinen u.a.? :-).

  7. Ausgezeichneter Kommentatorteifl eini!
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    22. November 2015 07:31

    Die Gründe, warum Journalisten und Zeitungsverlage über solche Skandale nicht berichten wollen, erscheinen plausibel. Und es stimmt: ich mag auch nicht immer nur Negatives in der Zeitung lesen.

    Aber das Ausmaß an Korruption, Betrug und Steuergeldverschwendung in Sport und Kultur ist einfach nur noch deprimierend.

    Verbände, wie FIFA oder IOC, sind das Paradebeispiel gelebter globaler Korruption. Die Vergabe jüngster Großveranstaltungen (Russland, Katar, Sotchi, Bejing) widerspiegelt zwar auch die Verschiebungen der globalen ökonomischen Kräfteverhältnisse, machte aber zu sehr deutlich, dass Geld über jede Moral, Menschenrechte und im Falle der Hitze-WM in Katar sogar über jede Vernunft gestellt wird.

    Traumberuf IOC- oder FIFA-Funktionär? Keine Verantwortung, keine Arbeit, Reisen an die schönsten Plätze der Erde, Gratistickets für die spannendsten Spiele und nur alle vier Jahre eine Stimme abzugeben. So werden diese "feinen" Herren (zu erkennen an den Goldknöpfen am Anzug) von den WM-Kandidaten hofiert, massiert, in schmierige Clubs ausgeführt. Was kostet eine Stimme?

    Und diese durch und durch korrupten Verbände sitzen in der Schweiz und brauchen keinen einzigen Cent an Steuern abzuführen.

    PS: was soll die halsstarre Weigerung der FIFA gegen den Videobeweis anderes sein, als ein Schutzwall für Spielemanipulation? Und das in Zeiten organisierten Wettbetrugs.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    24. November 2015 08:33

    Zu all den genannten Gründen warum in Sport und Kultur Unterschleife, Betrug (Doping, Ergebniskauf, ...) etc. nicht wirklich nachhaltig abgestellt werden, fehlt der Hinweis auf den Hauptzweck dieser Aktivitäten:

    Panem et circenses!

    Der Pöbel muß ruhig gestellt werden, koste es was es wolle.


alle Kommentare

  1. Overkill (kein Partner)
    24. November 2015 19:07

    Wieso wurde die Türkei nach dem staatsterroristischen Abschuss eines russischen Kampfjets nicht atomar ausgelöscht?

    • NATO-Mitglied ISIS (kein Partner)
      24. November 2015 20:50

      Seit heute ist klar, dass der Islamische Staat, der bald 10 Mal so groß ist wie Österreich, ein NATO-Mitglied ist.

    • EU finanziert IS (kein Partner)
      24. November 2015 21:05

      Die EU unterstützt die Türkei mit finanzieller "Flüchtlingshilfe". Mit diesen EU-Geldern wird der IS mitfinanziert.

  2. fewe (kein Partner)
    24. November 2015 17:48

    Richtig. Der deutsche Fernsehjournalist Hans-Jochen Friedrichs hatte das auf den Punkt gebracht: Man muss überall dabei sein, darf aber nie dazugehören. Und man darf sich nicht für eine Sache einsetzen, auch nicht für eine gute. Sinngemäß.

  3. daLUPO (kein Partner)
    24. November 2015 12:58

    Seit Faymann sind alle vorsichtig!

    Wer was Falsches schreibt oder sagt ist raus!

    Der Fall Faymann ist mehr als kurios. Da sucht die Staatsanwaltschaft einen Experten um den Faymann zu entlasten, ein Experte der sagt "es ist kein Schaden entstanden" - was aber auch beweist, dass es einen Tatbestand gibt. Da redet der Faymann er wird beim Korruptionsausschuss aussagen, aber keiner lädt ihn ein.

    Das beste Beispiel ist der Kabarettist Thomas Maurer. Bei Ö1 wurde er schlagartig abgedreht, seit dem ist er sowas von Rot, dass man glauben könnte, sein erster Spielkammerader war der Kreisky und sie haben gemeinsam Sandburgen gebaut.

    ps: Schlussfrage eines ORF Sport Reporter "wo wird gefeiert?"

  4. F.V. (kein Partner)
    24. November 2015 08:33

    Zu all den genannten Gründen warum in Sport und Kultur Unterschleife, Betrug (Doping, Ergebniskauf, ...) etc. nicht wirklich nachhaltig abgestellt werden, fehlt der Hinweis auf den Hauptzweck dieser Aktivitäten:

    Panem et circenses!

    Der Pöbel muß ruhig gestellt werden, koste es was es wolle.

  5. socrates
    23. November 2015 07:52

    Bernie Ecclestone: Lief ja wie geschmiert | ZEIT ONLINE
    www.zeit.de › Start › Wirtschaft
    05.08.2014 - Bernie Ecclestone kauft sich für 100 Millionen Dollar von seinem Prozess frei. Ob er einen ... Indizienurteil zu 3 Jahren Haft, kein Haftantritt aus Alters- und

    Warum fällt mir bei "Haftunfähigkeit" ELSNER ein?

  6. socrates
    22. November 2015 22:15

    Bei der Aufzählung der Korruption im Sport fehlt Bernie Eccelstone. Er ist hält kein Russe und gegen die geht die Stoßrichtung. .''Wir sind die Mafia'': Die besten Sprüche von Bernie Ecclestone ...
    diepresse.com › Sport › Motorsport
    ''Am Morgen nach meinem Tod - und die ersten zwölf Exemplare gehen ans Finanzamt.'' Ecclestone auf die Frage, ...
    Sprüche von Bernie Ecclestone: „Wir sind nicht so etwas wie die ...
    www.noz.de › sport › artikel › wir-sind-...
    27.10.2015 - Bernie Ecclestone wird an diesem Mittwoch 85 Jahre alt. Der Formel-1-Chef hat mit seinen ... „Wir sind nicht so etwas wie die Mafia, sondern wir sind die Mafia.“ ( Ecclestone über seine
    Man darf ja etwas übersehen, wenn es gegen Russland geht ist man sogar verpflichtet!
    .David Irving's newsletter Action Report On-line - David Irving's ... .www.fpp.co.uk › ...
    Parents furious, as part of the assignment is to wear the Star of David; Had cake, ..... Trapping the Kosher Nostra: more from one of the world's shortest books, .... The Führer and Formula One: Bernie Ecclestone's comments about Hitler come ...
    Er kam von der Kosher nostra und wurde wunderbarer Weise nicht wegen Manipulationen im Sport und bei der Steuer verurteilt.
    .Bernie Ecclestone: Lief ja wie geschmiert | ZEIT ONLINE - Die Zeit
    www.zeit.de › Start › Wirtschaft
    05.08.2014 - Bernie Ecclestone kauft sich für 100 Millionen Dollar von seinem Prozess frei. Ob er einen ... Staat: 50 Verhandlungstage,. Indizienurteil zu 3 Jahren Haft, kein Haftantritt aus Alters- und
    Ecclestone-Prozess: Normalbürger-Gesetz rettet ...
    www.spiegel.de › ... › Bernie Ecclestone
    04.08.2014 - Der Fall Ecclestone scheint zu bestätigen: Reiche Angeklagte ... Summe: 100 Millionen Dollar wird Bernie Ecclestone wohl zahlen, um den ... "Richter lassen sich keine Strafurteile abkaufen. ... Da ging es doch um Steuern!
    Trotzdem macht er ausgezeichnete circenses!
    Wer über Korruption im Sport schreibt, soll die Reichsten nicht vergessen.

    In meinem Bericht von Harper's sind viele Betrugsfälle der Clintons angeführt und das sie nicht verfolgt werden.
    "So why hasn’t the Obama administration’s Justice Department looked into the foundation? One can only speculate, but you have to wonder if it isn’t because it would be too embarrassing to Obama’s former secretary of state and to the president himself. For example, Obama donated part of the money he received for winning the Nobel Peace Prize to the Clinton Foundation’s scandal-plagued earthquake relief efforts in Haiti. And the domestic partner of Cheryl Mills—Hillary’s former chief of staff who shared now-classified information with the Clinton Foundation and currently sits on its board of directors—was involved in Haiti relief?
    Surely, any competent government investigators with subpoena power should be able to quickly figure this all out. "- See more at: http://www.andreas-unterberger.at/2015/11/auf-nach-ruanda/#sthash.RLBWXAPe.dpuf

  7. socrates
    22. November 2015 21:56

    Die Formel 1 fehlt in der Aufzählung

  8. Undine
    22. November 2015 19:11

    OT---aber bei unseren engsten Nachbarn tut sich was---es brodelt immer heftiger, weil Angela Merkels irrsinniger Willkommenstaumel nicht nur den meisten Deutschen sauer aufstößt, sondern auch ihren Partei"freunden". Das Faß wird bald voll sein:

    "Ex-Wirtschaftsminister Reinholz verlässt wegen Merkel die CDU"

    https://www.unzensuriert.at/content/0019279-Ex-Wirtschaftsminister-Reinholz-verlaesst-wegen-Merkel-die-CDU?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

  9. Rübezahl
    22. November 2015 18:23

    Die Hauptstadt eines Landes und gleichzeitig die Hauptstadt der EU knickt ein.
    2 Tage Terrorwarnung Stufe 4. Alle Veranstaltungen abgesagt. Alle Straßen leer. Geschäfte geschlossen. Bürger aufgefordert zu Hause zu bleiben. Militär sicher Supermärkte!

    http://derstandard.at/2000026159983/Terrorwarnung-Bruessel-stellt-U-Bahn-Verkehr-ein

    Damit ist genau DAS einer der erfolgreichsten Terroranschläge überhaupt!

    Und wir lesen hier zwei Tage lang von Allerweltsthemen.
    Ja sogar von Themen, die diese Drahtzieher, einmal an der Macht, stark regulieren würden. z.B. Musik verbieten.
    Und in Verbindung mit der Scharia wäre diese Korruption dann auch bald vorbei...

    Oder ist es ein Versuch Normalität zu demonstrieren und gegen diesen Terror effektiv vorzugehen, indem man ihn nicht einmal ignoriert?

    apropos "Normalität"
    http://www.focus.de/politik/ausland/islamischer-staat/bombenbau-phishing-und-sport-ueberleben-im-westen-die-bizarre-anleitung-des-is-fuer-seine-anhaenger-in-westlichen-staaten_id_4687839.html

    http://www.krone.at/Nachrichten/Die_Scharia_ist_endgueltig_bei_uns_angekommen-Islamkritikerin_-Story-483235

    Wer kann sich da noch über irgendwelche Abgaswerte oder Blatterismus aufregen, wenn die Furcht flächendeckend in Europa zu regieren begonnen hat? Mit Hilfe der politischen Eliten...

    • Maria Kiel
      22. November 2015 21:27

      ääähäm - die EU-Aussengrenzen sind inzwischen selbstverständlich dicht gemacht und von den sogenannten Flüchtlingen findet keiner auch nur ein Mauseloch um bis Österreich zu kommen, und die ORF-Jubelmeldung, dass jetzt immer mehr Flüchtlinge in Österreich um Asyl ansuchen, ist sicher Fiktion.............

  10. Josef Maierhofer
    22. November 2015 11:15

    Journalisten haben 2 Fronten zu bedienen, die eine ist der Auftraggeber, die zweite das Publikum.

    Die dritte, die ethische, nämlich möglichst objektive und freie Berichterstattung, also den Dienst an der Gesellschaft, wird geflissentlich unterdrückt zugunsten eines Arbeitsplatzes.

    Es ist die österreichische Maxime, 'einen sicheren Platz zu haben', sogar wenn man weiß dass das alles nur auf Kredit ist, zum Schaden der Gesellschaft, etc., und nicht die, von der Position aus der Gesellschaft optimal zu dienen.

    So werden die meisten Journalisten eben Handlanger der Auftraggeber (Parteiideologie, Großkonzerne oft auch aus fernen Mächten, etc.) bis hin zum Landesverräter, wie es derzeit sehr oft ist und reihen sich damit ein in die Reihe der Nehmer, statt ihre Objektivität zu geben und den Lohn dafür zu nehmen. Sie nehmen damit voll am Niedergang dieser Gesellschaft teil bis hin zur Volksverleugnung.

    ... 'Land der Hämmer (Nehmer) zukunftsreich (arm)' ...

    'Wes Brot ich esse, des Lied singe ich ...' gilt nur allzu oft und Korruption, Bestechung, etc. schaffen den Namen Lügenmedien. Wo bleibt da das Gewissen, die Verantwortung, etc. ?

  11. Bob
    22. November 2015 10:00

    Mich stört vor allem das über Randsportarten nie berichtet wird, wie zB. Rudern Wildwasserfahren Schießsport etc. Man könnte in manchen Sportarten einen Boom auslösen, der für die Gesundheit der Bürger wichtig wäre. Aber die ewigen Fußballübertragungen in ORF 1 bringen außer vermehrten Bierkonsum gar nichts.
    Dazu kommt das Übertragungen von Fußball oder Formel1 unglaubliche Mittel verschlingt, die anderen Sportarten fehlen.

    • Torres (kein Partner)
      24. November 2015 09:57

      Es wird sehr wohl auch über die sogenannten "Randsportarten" berichtet, allerdings natürlich weniger ausführlich und oft und nur auf ORF Sport+. In den Printmedien aber tatsächlich kaum.

  12. teifl eini!
    22. November 2015 09:29

    Fälle von Misswirtschaft und Korruption sind immer ärgerlich. Ganz besonders jedoch im Kultursektor.

    1. Weil es - wie im Sport - um Steuergelder geht. Im Gegensatz zum Sport erreicht die sogenannte Hochkultur aber nicht die Massen, das einfache Volk. So setzt sich das Publikum bei Festspielen, in den Konzertsälen und Theatern überwiegend aus dem besser situierten Bildungsbürgertum zusammen. Es findet sozusagen eine Umverteilung von unten nach oben statt.

    2. Es sind gerade die Theatermacher, Künstler, die sich als letzte Hüter von Moral und "Gerechtigkeit" gerieren. Die sich dem Kampf gegen die Reichen, die Faschisten und alle anderen Unterdrücker dieser Welt verschrieben haben und so ihr eigenes Image aufpolieren. Das macht deren Griff in die Staatskassen umso widerwärtiger. Zumal sie selbst ein im Kern durch und durch totalitäres Weltbild vertreten, das Linke nämlich.

    3. Kommen die kleinen Gaunereien im Kulturbereich ans Tageslicht, lässt sich regelmäßig folgende Verteidigungsstrategie beobachten: man sei Künstler und habe daher von wirtschaftlichen Belangen keine Ahnung. Man könne sich nicht in die Niederungen der Buchhaltung begeben. Pekuniäre Angelegenheiten seien ihrer unwürdig, das sei etwas für Kleinkrämer.

    Wenn das so ist, warum mischen sie sich dann andauernd in ökonomische Diskussionen ein? Warum glauben sie, bei komplexesten volkswirtschaftlichen Zusammenhängen neue Patentlösungen anbieten zu können, obwohl sie nicht einmal in der Lage sind, das Wesen einer einfachen Einnahmen-Ausgaben-Rechnung zu begreifen?

    Aus all diesen Gründen sollte man die staatliche Förderung der sogenannten Hochkultur um mindestens 50% kürzen. Der Staat gehört von der Kunst genauso getrennt, wie von der Religion. Mehr Bescheidenheit kann dem Kulturbetrieb nur gut tun.

    • Haider
      22. November 2015 20:11

      Eine kleine (aber wichtige) Korrektur bzw. Ergänzung: Ich sitze u.a. im Vorstand eines Vereines, der seit weit über 50 (!) Jahren sehr hochwertige Abonnement-Konzerte im Goldenen Saal des Wiener Musikvereines o h n e auch nur einen einzigen Euro (früher ehrlichen Schilling) Subvention organisiert. Und dennoch liegen unsere Preise sehr bewußt im unteren Segment. Dies funktioniert natürlich nur aus zwei Gründen: Kein Funktionär bekommt -aus welchem Titel auch immer - auch nur die kleinste finanzielle Zuwendung. Und zweitens: Die Funktionäre sind fachlich kundig und voll motiviert!

    • Torres (kein Partner)
      24. November 2015 09:52

      Gerade jetzt kann man fast täglich eine Bestätigung ihres Punktes 2 erleben: Es gibt kaum einen Künstler - auf welchem Gebiet auch immer - der sich nicht groß und medienwirksam für die "Refugees welcome"-(Un-)Kultur einsetzt. Auch viele Spitzensportler lassen sich dafür missbrauchen (Fußbal-Team, Hirscher, Fenninger).

  13. Politicus1
    22. November 2015 09:01

    Hervorragend und höchst interessant!
    Dr. Unterberger, bitte drucken und an alle Publizistikstudenten und Redakteursaspiranten in allen Redaktionen verteilen!
    Auch manchen Chefredakteuren würde es nicht schaden, diesen Kommentar zu lesen ...

  14. teifl eini!
    22. November 2015 07:31

    Die Gründe, warum Journalisten und Zeitungsverlage über solche Skandale nicht berichten wollen, erscheinen plausibel. Und es stimmt: ich mag auch nicht immer nur Negatives in der Zeitung lesen.

    Aber das Ausmaß an Korruption, Betrug und Steuergeldverschwendung in Sport und Kultur ist einfach nur noch deprimierend.

    Verbände, wie FIFA oder IOC, sind das Paradebeispiel gelebter globaler Korruption. Die Vergabe jüngster Großveranstaltungen (Russland, Katar, Sotchi, Bejing) widerspiegelt zwar auch die Verschiebungen der globalen ökonomischen Kräfteverhältnisse, machte aber zu sehr deutlich, dass Geld über jede Moral, Menschenrechte und im Falle der Hitze-WM in Katar sogar über jede Vernunft gestellt wird.

    Traumberuf IOC- oder FIFA-Funktionär? Keine Verantwortung, keine Arbeit, Reisen an die schönsten Plätze der Erde, Gratistickets für die spannendsten Spiele und nur alle vier Jahre eine Stimme abzugeben. So werden diese "feinen" Herren (zu erkennen an den Goldknöpfen am Anzug) von den WM-Kandidaten hofiert, massiert, in schmierige Clubs ausgeführt. Was kostet eine Stimme?

    Und diese durch und durch korrupten Verbände sitzen in der Schweiz und brauchen keinen einzigen Cent an Steuern abzuführen.

    PS: was soll die halsstarre Weigerung der FIFA gegen den Videobeweis anderes sein, als ein Schutzwall für Spielemanipulation? Und das in Zeiten organisierten Wettbetrugs.

    • Wyatt
      22. November 2015 08:49

      Da gibt es doch jetzt die "Ethikkommission" im Fussballsportgeschehen, welche penibel z. B. über zehn Jahre zurückliegende "Geldgebarung" auskundschaftet und aus Gründen von "Moral u. Ethik" jene zur Verantwortung bzw. Rechenschaft zieht, welche 2005 - die für damals alle Beteiligten, so erfolgreiche WM nach Deutschland brachte. Oder fühlen sich nur einige benachteiligt und zu kurz gekommen oder gar nicht bedacht - bei der Geldverteilung, im Fußballsport ?

  15. Susanne
    22. November 2015 07:13

    Danke für diesen ausführlichen Bericht hinter die Kulissen der Schreiberlinge. Dazu passen auch die Motorjournalisten, welche in den Tageszeitungen "objektive" Informationen und Tests über neue Auto- und Motorradmodelle bringen. Genaugenommen sind dies aber Werbungen bzw. PR-Artikel, wo jedes Modell über den grünen Klee gelobt wird und nur - der Neutralität entsprechend - kleine negative Punkte (z.B. "Rückspiegel könnte besser platziert sein") als Feigenblatt erwähnt werden.

    Seit einiger Zeit gibt es zwar in der PRESSE einen ganz kleinen "Compliance-Hinweis", dass Fahrzeuge der Redaktion kostenlos zur Verfügung gestellt und Reisen zu Produktpräsentationen von den Herstellern unterstützt werden, es ist aber anzunehmen, dass die Redaktionsmitglieder - nicht nur von Auto-Motor - und deren Angehörige auch andere persönlichen Vorteile aus diesen Werbungen lukrieren.
    Wenn dazu ein allgemeines Interesse der Leserschaft besteht, warum gibt es dann konsequenterweise solche Produktbeschreibungen nicht auch für neue Modelle von Smartphones, Computer, Fernsehgeräte, Waschmaschinen u.a.? :-).

  16. kritikos
    22. November 2015 01:39

    Das ist ein unheimlich interessanter und tiefen Einblick gebender Artikel unseres Blogmasters. Sehr einleuchtend, wie da die journalistische Vorgangweise, Einstellung und Misswirtschaft präsentiert wird. In Hinkunft werde ich das Lesen und Hören von Sport- und Kulturberichten anders aufnehmen.
    Aber gleichzeitig ist es grauslich, wie beispielsweise Politiker, die ja nur zeitgebundene Erscheinungen sind, also keine Fürsten, agieren. Pröll! Aber, hoppla, der ist doch ein Fürst, odr!





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