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Schlaue Bürger, gebeutelte Elite

Lesezeit: 2:30

Schon wieder haben die Bürger hochfliegenden Plänen der machthabenden Elite ein Nein entgegengesetzt. Das ist für die gesamte (in diesem Fall: deutsche) Funktionärsklasse ein neuer Schock. Sie wird diesen freilich wohl nicht einfach hinnehmen – sondern damit beantworten, dass sie den Bürgern künftig noch weniger Mitsprache zubilligt. Es sei denn, dass sie dazu gezwungen wird.

Die Hamburger haben bei einem Referendum den Plänen, 2024 Olympische Spiele abzuhalten, mit 51,6 Prozent eine Absage erteilt. Das ist doppelt sensationell. Denn erstens war die gesamte Klasse der Machthaber für Olympia. Und zweitens haben alle Prognosen ein deutliches Ja zu Olympia gesagt. Womit einmal mehr bewiesen ist, dass auch die Meinungsforschung die Direkte Demokratie nicht ersetzen kann.

Ein Teil der Menschen sagt halt außerhalb der Wahlzelle nicht die Wahrheit, wenn seine eigene Meinung jener der Obrigkeit widersprechen würde. Da traut man sich manches halt nur in der völligen Anonymität auszudrücken. Das lässt übrigens auch stark annehmen, dass noch deutlich mehr Deutsche gegen die Völkerwanderung des heurigen Jahres sind als die 70 Prozent, die das jetzt auch schon bei Meinungsumfragen sagen, obwohl fast alle Medien wilde Propagandisten der Völkerwanderung sind. Aber das nur am Rande.

Die Hamburger wissen – oder spüren zumindest – dass Olympia teuer ist. Sie sehen primär die Lasten auf sich zukommen. Dazu zählen: die hohen und meist am Ende auch noch zusätzlich aus dem Ruder laufenden riesigen Kosten solcher Megaveranstaltungen; der die ganze Stadt lahmlegende Menschenandrang während der Spiele; die Angst vor Anschlägen; die damit verbundenen und immer dichter werdenden Sicherheitsmaßnahmen; und nach den Spielen verlassene, verkommene Sportarenen, die in Wahrheit nur für die Spiele selbst gebraucht worden sind.

Solche Sportruinen gibt es schon in vielen Städten großer Sportwettkämpfe von Athen über Peking, von Sotschi bis Klagenfurt. Die Hamburger haben daher völlig recht, wenn sie das nicht wollen. So wie die Oberbayern recht hatten, als sie im Vorjahr auch die Bewerbung für Winterspiele abgelehnt hatten.

Jetzt werden zwar sicher viele Kommentatoren über das Unverständnis der Wähler schimpfen. Aber diese agieren in Wahrheit klüger und rationaler als die involvierten Lobbys. In Wahrheit sind diese selbst emotional getrieben, wenn sie glauben, eine Stadt wie Hamburg brauche solche Spiele für das eigene Ego. Oder sie sind gar korrupt. Korruption wird ja derzeit im Sport bei einem Verband nach dem anderen aufgedeckt, was auch nicht gerade Werbung für den Sport ist.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBob
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    30. November 2015 15:38

    Ich frage mich ob man Veranstaltungen wie die Olympiade, Song Contest usw. nicht billiger gestalten kann. Alles muß noch aufgeblasener und funkelnder sein als die letzte Veranstaltung. Keiner weiß wie er es finanzieren kann, und jeder kommt mit der Ausrede der Umwegrentabilität. Das ist wie bei den Bauern im Dorf, wer den größten Traktor hat ist am Besten.

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    30. November 2015 15:16

    Alles muss man nicht haben.

    Innsbruck hatte 2x olympische Winterspiele, gab es je welche in der Schweiz ?
    Nein, dort gibt es in Lausanne das olympische Komitee und die sagenhafte FIFA, das ist einträglicher als die Knochenarbeit, solche Spiele auszutragen.

    Was in Hamburg ganz einfach und schlicht fehlen wird, ist meiner Meinung nach das Geld, das die Bürger lieber für Deutsche verwenden wollen, als für Zuwanderer und Besucher.

    Die Berg Isel Schanze in Innsbruck wird wenigsten 1x im Jahr zur Neujahrstournee im Schispringen benutzt, aber anderswo oft nicht einmal das.

    Ich glaube auch der Geist von Olympia ist nicht mehr der Sportgeist, der er einmal war, wie geschrieben, Korruption, Bestechung, aber auch Wohlstand, Sattheit versus Unsicherheit und Armut.

    Nein, jetzt ist nicht Zeit für Spiele, es ist in Europa Zeit ans Überleben zu denken. Zu unsicher sind die Zeiten geworden.

    Das dürften die Hamburger erkannt haben.

  3. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    30. November 2015 18:29

    Dieses Ergebnis freut mich---es ist zwar kein berauschender Sieg, aber Hauptsache, die Vernünftigen haben die Mehrheit. Wahrscheinlich bereuen die Hamburger, eine rot-grüne Regierung ermöglicht zu haben! Der "machthabenden Elite" gönne ich die schallende Ohrfeige von Herzen.

    MMn haben Olympische Spiele überhaupt nichts mehr mit dem Geist Olympias zu tun; sie haben sich zu einer üblen Karikatur ihrer selbst entwickelt und ersticken in Korruption. Gibt es nachweislich Olympische Spiele, die sich tatsächlich finanziell rentiert hätten?
    Die Olympischen Spiele gehören---ausgeartet wie sie in den letzten zwei, drei Jahrzehnten sind--- abgeschafft und nach reiflichem Überlegen neu ausgerichtet. Die Zeit für luxuriöse Veranstaltungen ist momentan ohnedies nicht geeignet, wo wir nur noch auf Pump leben.

    PS: Es stört mich immer, wenn auch in den Medien fälschlicherweise von einer OLYMPIADE die Rede ist, wenn die Spiele gemeint sind. Duden: "Olympiade ist die Zeitspanne von 4 Jahren, nach deren jeweiligem Ablauf im Griechenland der Antike die Olympischen Spiele gefeiert wurden." Das müßte doch Allgemeingut sein.

  4. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Dezember 2015 00:56

    Paßt wiedereinmal nicht zum Thema, ist mir aber dennoch ein Herzensanliegen:
    Wie sehr würde ich mich wünschen, wenn unser Blog-Master gelegentlich das Thema Heldenplatz-Sammlung Alter Musikinstrumente-Hofburg-Weltmuseum aufgriffe. Was hier eine völlig ausgerastete linke Schickeria anzurichten droht, kann auf Jahrzehnte nicht mehr gutgemacht werden.
    Heerscharen von Restauratoren sind weltweit damit beschäftigt, Kulturgüter wieder in ihrem ursprünglichen Glanz erstrahlen zu lassen. So werden beispielsweise in Österreich um viele Millionen Übertünchungen von Kirchenwänden entfernt, mittelalterliche Fresken freigelegt, falsch verstandene „Modernisierungen“ früherer Jahrhunderte korrigiert. Hausbesitzer investieren Unsummen in alte Haustore, Fußböden etc. Der Staat revitalisiert mit enormen Steuermitteln Industriedenkmäler. Und dann kommen ein paar völlig verblendete und geistig unausgelastete Linke daher und wollen ausgerechnet den Heldenplatz (!) „MODERNISIEREN“. Natürlich ist ihr Trauma der „Hitlerbalkon“. Aber sicher nicht allein. Sie haben auch ein „Österreichtrauma“, ein „Heimattrauma“ usw. Für sie beginnt die Geschichte Österreichs mit dem Hainburger Parteitag 1888/89. Alle vorher waren Faschisten, Nazis, Rechtsradikale -> ach so, die gibt’s erst seit dem 20. Jahrhundert. Auch egal. Vernichtet gehören sie dennoch. Und gut können per definitionem ohnehin ausschließlich Linke sein -> eh klar, eben Gutmenschen!

  5. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    30. November 2015 19:01

    Genau deshalb erlaubt die Politik Direkte Demokratie NICHT. Wo kämen wir denn da hin, bzw. all die Apparatschiks der polit. Parteien.
    Für die meisten Politiker ist die Mitbestimmung des Volkes unangenehm, ja sogar unerwünscht. Und vielleicht erleben wir es noch, daß wir gar nicht mehr stören....ähhhm wählen dürfen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    30. November 2015 18:04

    Den nüchternen Hamburgern liegt wohl noch das Debakel rund um die Elbphilharmonie zu sehr in den Knochen.
    Ursprünglich hat der Hamburger Senat für den neuen Konzertsaal mit € 77 Mill. gerechnet. Bei Vertragsabschluß 2007 lag man mit € 114 bereits deutlich darüber. Bei Nachverhandlungen 2012 einigte man sich mit dem Bauführer auf 575 Mill. Am 23. April 2013 verkündete Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, daß das Projekt die Steuerzahler insgesamt 789 Millionen Euro kosten werde (damit liegt man bei mehr als dem zehnfachen der zu Beginn angedachten Kosten). Die Fertigstellung war ursprünglich für 2010 vorgesehen. Dann einigte man sich in Etappen auf einen endgültigen Fertigstellungstermin im Sommer 2015. Nunmehr hat sich die bauführende Firma verpflichtet, das Haus bis Ende Juni 2016 fertigzustellen und Ende Oktober 2016 zu übergeben. Im Januar 2015 wurde bekannt gegeben, dass die Elbphilharmonie mit einem Eröffnungskonzert am 11. Januar 2017 der Öffentlichkeit übergeben werden soll (also mit siebenjähriger Verspätung!). Inzwischen sieht sich der Betreiber (laut Fernseh-Interview) außerstande, mit einem Orchester einen verbindlichen Vertrag für das Eröffnungskonzert abzuschließen; aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen vertraut er keinem Termin mehr.
    Für mich ist das Abstimmungsergebnis zur Olympiabewerbung demnach mehr als verständlich.

  7. Ausgezeichneter KommentatorRau
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    30. November 2015 15:17

    Olympia war einer der Sargnägel für Griechenland

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorProf. Walter A. Schwarz
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2015 14:42

    Der guten Ordnung halber (und ohne als Klugsch...... gelten zu wollen), aber als "Olympiade" bezeichnet man den Zeitraum z w i s c h e n zwei olympischen Spielen.


alle Kommentare

  1. weinberg (kein Partner)
    05. Dezember 2015 19:45

    ad Maierhofer:
    die Schweiz hat sehr wohl Olympische Winterspiele ausgetragen: 1948 St.Moritz

  2. Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
    02. Dezember 2015 19:02

    OT: Und gerade behauptete der Grüne "Sicherheitssprecher" Peter Pilz mit vor Empörung tremolierender Stimme im Radio-ORF-Abendjournal, dass jeder Österreicher mit Waffenbesitzkarte ins nächste Waffengeschäft gehen und sich zwei Sturmgewehre kaufen könne. Was falsch ist, da Sturmgewehre voll- u. halbautomatisch funktionieren, als Kriegsmaterial gelten und daher, wenn überhaupt, so nur aufgrund einer überaus restrektiv vergebenen Sondergenehmigung des BMLVS erworben und besessen werden dürfen.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      02. Dezember 2015 19:11

      Fortsetzung:
      Als Beispiel für seine Behauptung nannte er den rechtsextremistischen Massenmörder Anders Behring Breivik. Auch dieser hätte seine Schusswaffen legal erworben.
      Bringt Pilz damit nicht gesetzestreue Bürger, welche legal Schusswaffen besitzen, in Zusammenhang mit rechtsextremistischen Massenmördern? Und wenn das so wäre, könnte solches nicht als Hetze gegen eine Personengruppe, eben legale Schusswaffenbesitzer, aufgefasst werden? Wäre dann der Grüne Dr. Peter Pilz ein verantwortungsloser Hetzer?

    • heartofstone (kein Partner)
      02. Dezember 2015 22:31

      Was Pilz schwätzt, hat weniger Wert als der Inhalt der Windeln meiner Nichte ...

    • fewe (kein Partner)
      03. Dezember 2015 09:27

      Das Hetzen gegen Österreicher gehört heute genauso zum guten Ton der Poliktik wie in der Nazizeit gegen Juden.

      Als Waffenbesitzer sind wohl in erster Linie männliche, heterosexuelle Österreicher gemeint und diese sind lt. Verhetzungsparagraf sehr eindeutig unterprivilegiert in Österreich. Diese sind also vor dem Gesetz nicht gleich. Aber wer gibt schon was auf das Geschwätz in der Verfassung.

      Pilz handelt also korrekt und richtig.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      03. Dezember 2015 09:59

      Und restriktiv ist richtig, restrektiv natürlich falsch.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      03. Dezember 2015 10:03

      heartofstone, genießen Sie die Zeit mit Ihrer kleinen Nichte, denn sie geht schneller vorbei, als man denkt...
      MfG

  3. Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
    02. Dezember 2015 15:31

    Als wir in Innsbruck Anfang der 90er zu der dritten Oylmpiade mit 75% nein sagten, plärrten Kitzbühler Hoteliers. Ich dachte damals, macht es doch selbst mir den Münchnern, die wohnen großteils eh gleich bei euch. Nun sagte München mit Oberbayern nein dazu, o je.

    In Graubünden haben sie nein gesagt, die Wiener bekanntlich auch.

    Solche Veranstaltungen taugen für eine Handvoll JournalistInnen und PolitikerInnen, die gern in der RampenlichtIn stehen, für eine Handvoll Geschäftemacher vor allem.

    Für die Aborigines bleiebn einige Millionen Tonnen Beton, der langsam vor sich hin modert.

  4. Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
    02. Dezember 2015 14:42

    Der guten Ordnung halber (und ohne als Klugsch...... gelten zu wollen), aber als "Olympiade" bezeichnet man den Zeitraum z w i s c h e n zwei olympischen Spielen.

    • Torres (kein Partner)
      03. Dezember 2015 10:53

      Das hat Undine schon längst angezeigt; Sie sollten die anderen Kommentare lesen, bevor sie Ihre eigenen schreiben.

  5. Haider
    01. Dezember 2015 00:56

    Paßt wiedereinmal nicht zum Thema, ist mir aber dennoch ein Herzensanliegen:
    Wie sehr würde ich mich wünschen, wenn unser Blog-Master gelegentlich das Thema Heldenplatz-Sammlung Alter Musikinstrumente-Hofburg-Weltmuseum aufgriffe. Was hier eine völlig ausgerastete linke Schickeria anzurichten droht, kann auf Jahrzehnte nicht mehr gutgemacht werden.
    Heerscharen von Restauratoren sind weltweit damit beschäftigt, Kulturgüter wieder in ihrem ursprünglichen Glanz erstrahlen zu lassen. So werden beispielsweise in Österreich um viele Millionen Übertünchungen von Kirchenwänden entfernt, mittelalterliche Fresken freigelegt, falsch verstandene „Modernisierungen“ früherer Jahrhunderte korrigiert. Hausbesitzer investieren Unsummen in alte Haustore, Fußböden etc. Der Staat revitalisiert mit enormen Steuermitteln Industriedenkmäler. Und dann kommen ein paar völlig verblendete und geistig unausgelastete Linke daher und wollen ausgerechnet den Heldenplatz (!) „MODERNISIEREN“. Natürlich ist ihr Trauma der „Hitlerbalkon“. Aber sicher nicht allein. Sie haben auch ein „Österreichtrauma“, ein „Heimattrauma“ usw. Für sie beginnt die Geschichte Österreichs mit dem Hainburger Parteitag 1888/89. Alle vorher waren Faschisten, Nazis, Rechtsradikale -> ach so, die gibt’s erst seit dem 20. Jahrhundert. Auch egal. Vernichtet gehören sie dennoch. Und gut können per definitionem ohnehin ausschließlich Linke sein -> eh klar, eben Gutmenschen!

    • Haider
      01. Dezember 2015 01:20

      Natürlich meinte ich den Parteitag im niederösterreichischen Hainfeld (im herrlichen Gölsental) und nicht Hainburg an der Donau. Mea culpa!

    • Undine
      01. Dezember 2015 11:08

      @Haider

      ***********************************!

      Seit dem Hainfelder Parteitag 1888/89 scharen sich die Sozialisten um ihre vaterlandslosen Gründerväter. Progressivität ist ihre Maxime, auch wenn sie nicht wissen, wohin die Reise geht---einfach "fortschreiten" und dabei alles vernichten, was den Weg säumt und nach Tradition riecht.

  6. Le Monde
    30. November 2015 21:46

    Ich bin seit den Bürgerschaftswahlen auf die Hamburger böse. Wie können sie angesichts der katastrophalen Zustände in manchen Stadtteilen zu mehr als 2/3 Linksparteien wählen (SPD, Grüne und Linke kommen auf 66 Prozent). Die FDP (links-liberal) zusätzlich auf 7,4 Prozent.

    Aber nun beginnt der Linkssenat ja schon mit den Enteignungen für die illegalen Einwanderer, das wird dann die verschnupften Hanseaten bestimmt freuen, denn schließlich haben die den Zuwanderungszirkus ja auch mehrheitlich gewählt!

    • Haider
      01. Dezember 2015 01:09

      Na da werden die Linksautonomen im Schanzenviertel schön blöd schauen, wenn die von ihren besetzten Häuser plötzlich zu Asylantenquartieren werden.

    • Undine
      01. Dezember 2015 15:20

      @Haider

      Gibt es nicht in Wien etliche große Immobilienbesitzer, deren Häuser noch genügend Wohnungsraum freihaben?

  7. Brigitte Imb
    30. November 2015 19:01

    Genau deshalb erlaubt die Politik Direkte Demokratie NICHT. Wo kämen wir denn da hin, bzw. all die Apparatschiks der polit. Parteien.
    Für die meisten Politiker ist die Mitbestimmung des Volkes unangenehm, ja sogar unerwünscht. Und vielleicht erleben wir es noch, daß wir gar nicht mehr stören....ähhhm wählen dürfen.

  8. Undine
    30. November 2015 18:29

    Dieses Ergebnis freut mich---es ist zwar kein berauschender Sieg, aber Hauptsache, die Vernünftigen haben die Mehrheit. Wahrscheinlich bereuen die Hamburger, eine rot-grüne Regierung ermöglicht zu haben! Der "machthabenden Elite" gönne ich die schallende Ohrfeige von Herzen.

    MMn haben Olympische Spiele überhaupt nichts mehr mit dem Geist Olympias zu tun; sie haben sich zu einer üblen Karikatur ihrer selbst entwickelt und ersticken in Korruption. Gibt es nachweislich Olympische Spiele, die sich tatsächlich finanziell rentiert hätten?
    Die Olympischen Spiele gehören---ausgeartet wie sie in den letzten zwei, drei Jahrzehnten sind--- abgeschafft und nach reiflichem Überlegen neu ausgerichtet. Die Zeit für luxuriöse Veranstaltungen ist momentan ohnedies nicht geeignet, wo wir nur noch auf Pump leben.

    PS: Es stört mich immer, wenn auch in den Medien fälschlicherweise von einer OLYMPIADE die Rede ist, wenn die Spiele gemeint sind. Duden: "Olympiade ist die Zeitspanne von 4 Jahren, nach deren jeweiligem Ablauf im Griechenland der Antike die Olympischen Spiele gefeiert wurden." Das müßte doch Allgemeingut sein.

    • Undine
      30. November 2015 18:50

      ..... weil ich schon beim Stänkern bin: Der Herr BP-Anwärter Hundstorfer braucht dringend einen Deutschkurs! Etwas AM TISCH LEGEN ---und nicht nur das!---geht gar nicht! Er könnte ihn zusammen mit der Frau Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek absolvieren, denn "ein Mehr an FREIRÄUME zu schaffen" dürfte dieser Frau in dieser Position nicht über die Lippen kommen. Die roten Proleten lernen's nie! ;-(

    • Brigitte Imb
      30. November 2015 19:05

      @Undine,

      Sieg ist Sieg, egal ob mit einem Prozent mehr, mit nur einer Stimme, od. wie im Sport mit einer hundertstel Sekunde.

      Gut so für Hamburg!

    • Cotopaxi
      30. November 2015 20:06

      @ Undine

      So Sager, wie sie seinem Lehensherrn Faymann mit der "Numerus-Klausel" und dem "Türl mit Seitenteilen", müssen Hundsdorfer erst einmal gelingen.

    • Haider
      01. Dezember 2015 00:24

      Wie recht Sie doch haben. Ich war unmittelbar vor der Olympiade 2004 in Griechenland dauernd mit Athenern in persönlichem Kontakt. Fast alle (!!!) Griechen waren ob der horrenden Staatsausgaben für die Olympiade entsetzt und viele sagten bereits damals die Staatspleite voraus. Leider trat sie ein. Natürlich wurde auch einiges geschaffen - no na; z.B. ein toller neuer Flughafen (Berlin gelingt dies seit Jahren offensichtlich nicht). Aber um welchen Preis! Und außerdem liegt er sehr weit außerhalb Athens. Preßburg wäre da für Wien näher.

    • Torres (kein Partner)
      02. Dezember 2015 13:17

      Es freut mich, dass Sie sich auch an dem falschen Ausdruck "Olympiade" stoßen. Tatsächlich ist die Olympiade, wie Sie richtig erwähnen, die vierjährige Zeitspanne zwischen zwei Olympischen Spielen. Um ganz genau zu sein: die Griechen sagten "die Spiele der (soundsovielten) Olympiade".

  9. Haider
    30. November 2015 18:04

    Den nüchternen Hamburgern liegt wohl noch das Debakel rund um die Elbphilharmonie zu sehr in den Knochen.
    Ursprünglich hat der Hamburger Senat für den neuen Konzertsaal mit € 77 Mill. gerechnet. Bei Vertragsabschluß 2007 lag man mit € 114 bereits deutlich darüber. Bei Nachverhandlungen 2012 einigte man sich mit dem Bauführer auf 575 Mill. Am 23. April 2013 verkündete Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, daß das Projekt die Steuerzahler insgesamt 789 Millionen Euro kosten werde (damit liegt man bei mehr als dem zehnfachen der zu Beginn angedachten Kosten). Die Fertigstellung war ursprünglich für 2010 vorgesehen. Dann einigte man sich in Etappen auf einen endgültigen Fertigstellungstermin im Sommer 2015. Nunmehr hat sich die bauführende Firma verpflichtet, das Haus bis Ende Juni 2016 fertigzustellen und Ende Oktober 2016 zu übergeben. Im Januar 2015 wurde bekannt gegeben, dass die Elbphilharmonie mit einem Eröffnungskonzert am 11. Januar 2017 der Öffentlichkeit übergeben werden soll (also mit siebenjähriger Verspätung!). Inzwischen sieht sich der Betreiber (laut Fernseh-Interview) außerstande, mit einem Orchester einen verbindlichen Vertrag für das Eröffnungskonzert abzuschließen; aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen vertraut er keinem Termin mehr.
    Für mich ist das Abstimmungsergebnis zur Olympiabewerbung demnach mehr als verständlich.

    • Undine
      30. November 2015 18:40

      @Haider

      **************!
      Zu diesem Elbphilharmonie-Debakel gesellt sich das Berliner Flughafen-Fiasko!

      Die Deutschen waren auch schon einmal besser!

    • Brigitte Imb
      01. Dezember 2015 20:20

      Genau Undine, das waren diese vorsintflutartigen Bösmenschen, die statt Korruption Wissen und Leistung mitbrachten.
      Echt anachronistisch....iiiiii....

  10. Politicus1
    30. November 2015 15:49

    war ein falscher Zeitpunkt für die Abstimmung.
    Wenn rundherum Sport nur mehr mit Skandalen und Korruptio in Verbindung gebracht wird - und selbst Fussballgott Beckenbauer seinen Namen in dieser Sumpflandschaft in den Zeitungen lesen muss - wer kann dann noch für solche Megaevents sein? Na ja, immerhin noch 49% der Hamburger ...

  11. Bob
    30. November 2015 15:38

    Ich frage mich ob man Veranstaltungen wie die Olympiade, Song Contest usw. nicht billiger gestalten kann. Alles muß noch aufgeblasener und funkelnder sein als die letzte Veranstaltung. Keiner weiß wie er es finanzieren kann, und jeder kommt mit der Ausrede der Umwegrentabilität. Das ist wie bei den Bauern im Dorf, wer den größten Traktor hat ist am Besten.

  12. Rau
    30. November 2015 15:17

    Olympia war einer der Sargnägel für Griechenland

  13. Josef Maierhofer
    30. November 2015 15:16

    Alles muss man nicht haben.

    Innsbruck hatte 2x olympische Winterspiele, gab es je welche in der Schweiz ?
    Nein, dort gibt es in Lausanne das olympische Komitee und die sagenhafte FIFA, das ist einträglicher als die Knochenarbeit, solche Spiele auszutragen.

    Was in Hamburg ganz einfach und schlicht fehlen wird, ist meiner Meinung nach das Geld, das die Bürger lieber für Deutsche verwenden wollen, als für Zuwanderer und Besucher.

    Die Berg Isel Schanze in Innsbruck wird wenigsten 1x im Jahr zur Neujahrstournee im Schispringen benutzt, aber anderswo oft nicht einmal das.

    Ich glaube auch der Geist von Olympia ist nicht mehr der Sportgeist, der er einmal war, wie geschrieben, Korruption, Bestechung, aber auch Wohlstand, Sattheit versus Unsicherheit und Armut.

    Nein, jetzt ist nicht Zeit für Spiele, es ist in Europa Zeit ans Überleben zu denken. Zu unsicher sind die Zeiten geworden.

    Das dürften die Hamburger erkannt haben.

  14. Patriot
    30. November 2015 15:11

    Dumm oder schlau. Ansichtssache. Aber es sollte das geschehen, was das Volk mehrheitlich wünscht. Alles andere ist Diktatur.

  15. A.K.
    30. November 2015 14:28

    Laut Dr. Unterbergers Tagebuchnotiz haben die Hamburger bei einem Referendum den Plänen, 2024 Olympische Spiele abzuhalten, mit 51,6 Prozent eine Absage erteilt. Es zeigt sich immer deutlicher, daß die veröffentliche Meinung mit der öffentlichen Meinung wenig übereinstimmt. Wenn im konkreten Fall 51,6% sich in Hamburg die Mühe machten, am Referendum teilzunehmen, dann dürfte die schweigende Ablehnung noch größer sein.
    In Österreich schweigen durch Werbegelder bestochene Medien über vieles, was nicht berichtet werden soll/darf. - Einige Beispiele:
    Korruption durch Medienbestechung, schleichende Enteignung von der Mittelschicht abwärts durch Sparzinsen weit unter der Teuerung, alle Sparer verlieren Geld – „finanzielle Repression“, rechtsgültig als Teil des Arbeitsvertrages zugesagte Firmenpensionen wurden nach 2000 extrem gekürzt, erschwerter Zugang zum Recht, lange Verfahrensdauern, Schutzlosigkeit der Bürger, durch den Staat der zwar Steuern einhebt, aber Schutzwürdiges – Familien, Sicherheit, Ausbildung, Arbeitseinkünfte, wenig beachtet, etc.

  16. Ingrid Bittner
    30. November 2015 14:15

    Ich behirn's ja sowieso nicht: da will man sich bewerben, weiss aber gar nicht, wer das Spektaktel finanzieren wird/soll.
    Ein Gutes hat die Sache: die Deutschen sind auch nicht gescheiter - was uns ja immer weisgemacht wird, dass Österreich immer ein bisserl nachhinkt und über die Grenze schielt, was die denn da so machen.
    Die deutsche Gründlichkeit bezieht sich offenbar auch auf das Nichtwissen.

  17. Tullius Augustus
    30. November 2015 13:19

    Gratulation an die Hamburger für diese kluge Entscheidung: Es ist besser die Stadt stetiger und dafür etwas langsamer und dafür bedächtiger zu entwickeln.

    Da ist weniger Zeit- und Prestigedruck und die Projekt-Ergebnisse sind dann wohl auch besser.

    Und vor allem für die städtischen und sonstigen Budgets und Geldtöpfe schaut es jetzt nach der Abstimmung besser aus.

    Letztlich wäre sowieso nicht sicher gewesen ob man sich gegen die anderen Mitbewerber in aller Welt durchgesetzt hätte - oder wäre das nur von der Höhe der Bestechungsgelder abhängig gewesen?
    ;-)





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