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Die Unschuld der Politik

Lesezeit: 2:30

Nach dem Wetter sind sie die beliebtesten Objekte öffentlichen Schimpfens: die Banken. Sie verlangen zu viel für Kredite; sie zahlen zu wenig für Einlagen; sie geben denen keine Kredite, die sie brauchen; sie sind zu großzügig bei der Kreditvergabe; sie verlangen frecherweise die Rückzahlung von Krediten; sie machen zu viel Profit; sie sind durch ihre Pleiten schuld an der Krise.

Die Schimpfer merken nicht einmal, dass sich die einzelnen Vorwürfe inhaltlich total wiedersprechen. Sie werden vielmehr durch Politik und angebliche Konsumentenschützer ständig bestärkt, die ja auch ständig die Banken attackieren. Ein Waldviertler Schuherzeuger, der an den Banken (damit auch an sämtlichen Bonitätsprüfungen) vorbei Kredite aufnimmt, wird zum von Medien und Politikern bejubelten Robin Hood. Wahrscheinlich werden die Banken aber auch dann schuld sein, sollte dieser Schuherzeuger und damit alle ihm gegeben Kredite pleite gehen.

Gewiss hat es auch schlimme und zu bestrafende Fehler von Banken gegeben. Wo gibt es solche nicht? Aber in Summe sind all diese Fehler Peanuts im Vergleich zu denen schuldensüchtiger und populistischer Politiker.

Als etwa die amerikanischen Banken viel zu viele Immobilienkredite an wirtschaftlich schwache Hauskäufer vergeben haben – was dann eine der Ursachen des Crashs 2008 gewesen ist –, waren sie davor durch Gesetze (zweier Präsidenten aus verschiedenen Parteien) dazu gezwungen worden. Populistische Politiker hatten sich so Stimmen der Unterschicht gekauft, die dank dieser Gesetze Häuser erwerben konnte. Das aber wird beim Banken-Bashing meist verschwiegen.

Ebenso ist an unserer jetzigen Bankenkrise die Politik schuld, die österreichische wie die europäische. Durch die Einführung strangulierender Steuern auf Bankumsätze, Kursgewinne oder Immobilentransfers. Durch die Einführung unzähliger Regulierungen und Kontrollen. Durch eine Inflation an alten und neuen Aufsichtsbehörden.

Tausende Bankbeamte sind heute nur noch damit beschäftigt, alle verlangten Informationen, Statistiken, Analysen und Meldungen für die diversen Aufseher zusammenzustellen. Noch schlimmer wirkt sich aus, dass seit Jahren die Zentralbank (um schwer verschuldete Staaten zu finanzieren) Milliardengelder gratis in den Markt hineinpumpt. Das hat es zur Verschwendung gemacht, wenn Banken noch aufwendig Spargelder sammeln.

Wiederum stellt sich die europäische wie die österreichische Politik unschuldig an den Folgen. Also daran, dass die Bank-Austria-Mutter jetzt ihr gesamtes Osteuropa-Geschäft aus Österreich abzieht; dass der Retail-Bereich dieser Bank (das ist das gesamte klassische Spar- und Kredit-Geschäft!) verscherbelt werden dürfte; dass Raiffeisen dabei zu sein scheint, intern gewaltig zu redimensionieren; dass immer mehr Anteile an der „Erste“ an ausländische Aktionäre gegangen sind; dass Tausende qualifizierte Jobs im Finanzsektor verschwinden.

Alle sind schuld daran. Nur nicht die Politik . . .

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorMaria Kiel
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2015 01:44

    ich habe nie verschwiegen, dass ich ein großer Fan der Regierung Schüssel war. Trotzdem habe ich es immer für einen unglücklichen Fehler gehalten, dass er damals die BAWAG "gerettet hat" - gedankt hat es ihm die rote Fraktion später jedenfalls nicht und auf die eine oder andere Weise haben natürlich die Steuerzahler die Rechnung beglichen; was auch immer für Deals im Zusammenhang damit im Hintergrund gelaufen sein mögen.....

  2. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2015 03:11

    Von Bankgeschäften verstehe ich so gut wie nichts, aber ich bin in der Lage eine Zinsrechnung für meine finanziellen Angelegenheiten zu erstellen und entsprechend zu bewerten.

    Daß der Staat, bzw. dessen Regierungen, jahrzehntelang das Volk entmündigt hat indem er den Bürgern vorgegaukelt hat sämtliche Agenden für sie zu übernehmen und sie damit zu entlasten wird noch zu unserem Untergang führen.

    Diese vorgegaukelte Für- und Umsorge des Staates hat die Menschen träge gemacht und ihnen das eigenständige Denken und Agieren aberzogen. Das entspricht natürlich genau dem Plan der Politik, die ein unfähiges Volk gerne sieht. Läßt sich ja viel leichter "führen", was natürlich aufgrund der aktuellen Politikerunintelligenz dringend nötig ist und wofür der Apparat der Parteiendiktatur schon gesorgt hat.

    Der Apparat der Parteiendiktatur scheint aber schon ziemlich schlau zu sein. Er hat sich neben dem Volkswillen auch den Bankenwillen großteils angeeignet und jongliert damit ganz ungeniert zum eigenen Profit.

    Volk und Banken - beide haben sich der Politik angedient - dürfen nun dafür die faulen Früchte ernten -, und beide sind nicht unschuldig, denn sie haben diese Exzesse zugelassen und eine zeitlang davon sogar vermeintlich profitiert.

  3. Ausgezeichneter Kommentatortampa
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2015 10:50

    REGISTRIERKASSAPFLICHT für die Politik mit persönlicher-direkt einklagbarer Haftung!
    Keine Querfinanzierungen mehr,keine korrupten Zahlungen locker unter dem politischen Ladentisch !
    Keine" sozialen Wählereinkäufe" - keine "sozialen Kassen" - kein "sozialen
    Ausreden" fürs politische Kleingeld zur Macht -und Parteierhaltung!!
    Untreue als politisches Delikt genauso handhaben ,wie im Geschäftssektor
    und mit Strafen belegen!
    Mit anderen Worten die politische Praxis als" legalisierte-kriminelle-Korruption "
    enttarnen ! Zugegeben wieder eine Herakles-Aufgabe!!

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2015 10:06

    Ja, wenn die gesetzlichen Vorgaben unmoralisch sind, können sich die Banken nicht nach dem Prinzip der 'Sorgfalt des ordentlichen Kaufmannes' halten.

    Wie gelesen, wird dieses 'ertraglose Geschäft', das für den Bürger eigentliche Geschäft einer Bank, abgestoßen, verkauft, etc.

    Die Geldgier der Politik, die Machtgier der Politik, das teilweise Mitschneiden der Klientel, auch Investmentfehler, Fehler der Aktionäre, auch Managementfehler, etc. können angeführt werden, aber der Fisch stinkt vom Kopf und das ist die inzwischen weit abgehobene Politik.

    Und wir, das Volk, die Schafherde, lassen uns von denen in den Abgrund führen ... ... statt sie abzuwählen und demokratisch zu versenken, denn sie hetzen die Wölfe gegen uns, enteignen uns, lassen uns unterwandern, islamisieren uns, machen unser Land unsicher, schaffen Chaos und Destabilisierung, usw., denn sie hassen uns und brauchen uns nur für Steuern und Stimmabgabe.

  5. Ausgezeichneter KommentatorJohann Sebastian
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2015 02:21

    Kleine Korrektur: die Bankensteuer wird von der Bilanzsumme berechnet und faellt daher auch in Verlustjahren an!

  6. Ausgezeichneter KommentatorBob
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2015 10:33

    Der Heini Staudinger, so heißt der Waldviertler Schuherzeuger, hat nichts anderes getan als sich Geld von Privatpersonen zu leihen, um seinen Betrieb auszubauen .Viele Betriebsgründer leihen sich Geld von Privatpersonen. Die Finanzaufsicht hat ihm vorgeworfen er betreibt Bankgeschäfte ohne Bankkonzession. Zu einem Bankgeschäft gehört meiner Auffassung nach , das man das anvertraute Geld weiterverleiht.
    Das das geliehene Geld eventuell nicht zurückgezahlt werden kann ist immer möglich, selbst wenn ich meinen Kindern in einer finanziellen Not aushelfe.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    29. November 2015 14:07

    OT

    H i i i i i l f e !!!
    Die Eurokraten verkaufen uns an die Türkei und wollen uns mit weiteren 400 000 Flutilanten weiter verwässern, bzw. vermuseln.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4876912/EU-bietet-Turkei-Visafreiheit-an-Ankara-muss-bei-Fluchtlingen?_vl_backlink=/home/index.do

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorfewe
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Dezember 2015 16:40

    Die westlichen Staaten werden wie Erziehungslager für geistig Minderbemittelte geführt. Von Demokratie keine Rede. Reden tut man ständig davon genauso wie von Freiheit. Beispielsweise die Freiheit, keine Glühbirnen kaufen zu können. Unterm "bösen" Kaiser und unter dem wirklich bösen Hitler sind Petroleumlampen nicht verboten worden.

    In den USA ist die breite Masse schon so erfolgreich verblödet, dass es Schilder bei Schwimmbecken gibt, dass man darin ertrinken kann und Millionen USD Schmerzensgeld bezahlt werden müssen, wenn man nicht davor warnt, dass Kaffee heiß sein kann und man sich dabei verbrennen kann. Die trocknen auch Katzen in der Microwelle, wenn sie niemand davor warnt.


alle Kommentare

  1. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      02. Dezember 2015 08:24

      Der Unterberger weiß schon wer die Musik anschafft. Daher auch seine Apologie auf die Banken und – die übliche – Schuldzuweisung an die Politik.

      Auch wenn das, was wir täglich sehen als Handeln oder Nichthandeln der Politik ausgemacht wird, ist damit natürlich längst nicht die Frage beantwortet: in wessen Auftrag geschah das.

      Jedermann weiß, daß sich ums Geld die Welt dreht. Mancher hat auch begriffen, daß die Medien nur eine andere Modalität des Geldes sind, mit denen „die Politik“ gefügig gemacht wird. Den Ausspruch von Kissinger womit man wen oder was beherrscht, kann ich mir sparen; er wurde schon oft genug wiederholt.

      Als 1913 in den USA die FED gegründet wurde, war dies ein von langer Hand eingefädelter Akt mit dem die Souveränität des Staates ausgehebelt wurde, also eine klassische Verschwörung von Bankstern, die von manchen Politikern entweder gar nicht wahrgenommen wurde – der Coup fand ja unmittelbar vor Weihnachten statt, als die meisten Abgeordneten schon am häuslichen Herd sich befanden und fromme Weihnachtslieder sangen.

      Daß sich die FED bisher jeder staatlichen Kontrolle entzogen hat, sei nur angemerkt. Auch, daß ein US-Gericht festgestellt hat, daß die FED KEINE staatliche Agency sei, also eine private Institution.

  2. IS-Standard-Oil (kein Partner)
    01. Dezember 2015 21:47

    Die Nato prüft die Stationierung von Flugabwehrraketen in der Türkei, um „feindliche Flugzeuge“ ausschalten zu können. Der US-amerikanische Ölproduzent IS (Islamischer Staat) kann sich die Militärmaschinerie der NATO locker leisten.

  3. heartofstone (kein Partner)
    01. Dezember 2015 18:50

    Witzig wie sich sämtliche Medien weigern die Zahl der arbeitslosen Ausländer im November 2015 zu nennen ... persönlich bin ich dafür, dass Banker persönlich haften, wenn sie Milliarden in den Sand setzen ...

  4. fewe (kein Partner)
    01. Dezember 2015 16:40

    Die westlichen Staaten werden wie Erziehungslager für geistig Minderbemittelte geführt. Von Demokratie keine Rede. Reden tut man ständig davon genauso wie von Freiheit. Beispielsweise die Freiheit, keine Glühbirnen kaufen zu können. Unterm "bösen" Kaiser und unter dem wirklich bösen Hitler sind Petroleumlampen nicht verboten worden.

    In den USA ist die breite Masse schon so erfolgreich verblödet, dass es Schilder bei Schwimmbecken gibt, dass man darin ertrinken kann und Millionen USD Schmerzensgeld bezahlt werden müssen, wenn man nicht davor warnt, dass Kaffee heiß sein kann und man sich dabei verbrennen kann. Die trocknen auch Katzen in der Microwelle, wenn sie niemand davor warnt.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      02. Dezember 2015 11:25

      fewe, die von Ihnen im zweiten Absatz geschilderten Warnhinweise entspringen nicht der Verblödung der Massen, sondern der Gier und der Möglichkeit von Anwälten, aufgrund von äußerst fragwürdigen Gesetzen Hersteller aller Art verklagen zu können. Daher schützen sich diese durch die für uns Europäer merkwürdigen Warnhinweise.

    • Normalsterblicher
      02. Dezember 2015 12:09

      Sie sagen es, Herr Schwarz - Chapeau!

  5. BHBlog (kein Partner)
    01. Dezember 2015 15:55

    Ich bin sehr erfreut zu lesen, dass tatsächliche ALLE (also Politik sowie die Strippenzieher die ja in Wahrheit in profitabler Symbiose leben wenn man Klimas VW-Pisten, Schüssels AKW-Aufsichtsposten, Gusenbauers Pisten, Vranitzkys Posten, Spindeleggers Posten etc.,) schuld sind. Denn dies aus der Feder eines früheren Journaliaten zu lesen mit vermutlich im Moment überdurchschnittlichen (auch der europaweiten Asyleskapaden wegen)Zugriffen seitens regelmäßig interessierten Lesern macht Hoffnung, dass auch ein wenig kritischerer Geist in Österreich neues Leben eingehaucht wird. Gerade jetzt wo die Regierung falsch macht was man nur falsch machen kann ein wichtiger Zeitpunkt, endlich.sich nicht von sonstigen Medien gedankenlos berieseln zu.lassen sondern nachzuhaken(ja wer sponsort diese Zeitung/Zeitschrift/Sender, welche Bank,Organisation, welche Partei...).

    • fewe (kein Partner)
      01. Dezember 2015 16:45

      Ja, Unterberger und früher u.a. auch Scholl-Latour. Die alten Männer auf die sollte man hören. Sie haben nichts zu verlieren, ihnen kann man nichts mehr wegnehmen. Die Jüngeren können sich das nicht leisten oder müssten einen anderen Beruf wählen. So ist es leider. In einer solchen Zeit sind wir wieder gelandet.

  6. Spiritualist343 (kein Partner)
    01. Dezember 2015 14:46

    Wir brauchen ein nachhaltiges Wirtschaften. Z. B. sollten die meisten Menschen mit Einsitzer-Autos fahren und in Mobilheimen wohnen. Der Winter in Mitteleuropa verschwindet zunehmend. Zudem muss das Christentum reformiert werden. Das Beten ist sinnlos. Ein Mensch sollte u. a. seine Willenskraft und Liebe vergrößern. Und sich dann mit mystischen Erfahrungen und Geistigem Heilen beschäftigen. Man kann die Coue-Methode anwenden, Ereignisse deuten (gemäß C. G. Jung) und die Halbträume der Aufwachphase beeinflussen.

    • fewe (kein Partner)
      01. Dezember 2015 16:51

      In den USA sind sie schon so fortschritlich, dass viele in Wohmobilen wohnen. Das wird sich auch bei uns so ergeben, wenn es so weitergeht.

      Die Menschheit braucht nicht mehr Spiritualität - oder Ideologie -, sondern gesunden Menschenverstand.

  7. johann_ (kein Partner)
    01. Dezember 2015 14:07

    Na bum. Dieser Artikel von AU ist sowas von naiv, das bin ich von ihm gar nicht gewohnt ... Banken sind keine Wirtschaftsunternehmen, sie produzieren nichts, sie haben das Monopol Geld aus dem Nichts zu erzeugen und kassieren dafür Geld. Sie bestimmen wer am Wirtschaftsleben teilnehmen darf und wer nicht. Eigentlich müsste man alle Banken verstaatlichen, weil die Macht der Banken die Staatsgewalt schon völlig unterminiert hat. In den USA ist es noch viel schlimmer, dort gehört die Zentralbank und damit die Dollardruckmaschine einer Handvoll Privatleuten, die nach freier Willkür handeln ...

    • fewe (kein Partner)
      01. Dezember 2015 16:58

      Also Geschäftsbanken produzieren kein Geld aus dem Nichts und Nationalbanken müssen die umlaufende Geldmenge unter Kontrolle halten. Wenn man mehr Geld in Umlauf bringt, dann sinkt dessen Wert. Das passiert ständig und ist dann die Inflation, passiert aber dosiert.

      Dass Geschäftsbanken einfach einen Betrag aufs Konto schreiben und dann durch die Rückzahlungen Geld dafür bekommen ist ein Unsinn. Das Geld, das Geschäftsbanken als Kredit vergeben borgen sie sich selbst woanders - billiger - aus. Die verdienen dabei an der Zinssatzdifferenz und den Spesen.

      Bei aller Kritik an Banken, aber die machen nichts anderes als ein Händler. Der produziert ja auch nichts sondern kauft billiger ein als er verkauft.

    • F.V. (kein Partner)
      02. Dezember 2015 08:36

      fewe,

      sie träumen wohl. Was sie hier schreiben, ist das was die Banken uns glauben machen.

      Allein das "fractional banking" bedeutet ja, daß die Banken etwas verleihen, was sie gar nicht haben.

      Auch die Mär vom Zins für Einlagen und Ausleihungen ist lustig. Rechnen sie einmal die Finanzierungskosten für ein Haus aus und vergleichen sie diese mit den für den Bau nötigen Investitionen (= realen Leistungen). Sie sind ein bis zwei mal so hoch, FÜR WELCHE LEISTUNG?

    • fewe (kein Partner)
      02. Dezember 2015 09:41

      @F.V.: Sie begehen einen Denkfehler. Wenn es so funktionieren würde, dass Geschäftsbanken einfach Geld schaffen, dann würde eine Währung innerhalb ein paar Jahr komplett kollabieren.

      Die Mindestreserve beschreibt ja nur die Mindestmenge an Geld, das für Rückzahlung von Einlagen bereitstehen muss. Eine Bank kann selbstverständlich nicht gleichzeitig das eingelegte Geld verleiehen und gleichzeitig die komplette Summe der Einlagen für die Auszahlung jederzeit bereithalten. Wenn die Bank ständig alle Einlagen für die Rückzahlung verfügbar haben müsste, dann müsste sie umgekehrt die Möglichkeit haben von allen Darlehensnehmer jederzeit eine sofortige Rückzahlung verlangen zu können.

      Die Hauptauftgabe einer Nationalbank ist es, die umlaufende Geldmenge - die Summe von Bar- und Buchgeld - unter Kontrolle zu halten. Und diese berechnet sich auf Basis mehrerer Wirtschaftsdaten des jeweiligen Währungsraums. Wenn zu viel im Umlauf ist, wird die Währungseinheit automatisch weniger wert v.v.

      Ja, für das Verleihen von Geld werden Zinsen berechnet. Durch die automatische Inflation ist das neutral. Die Währung wird also um so viel permanent weniger Wert, als für Einlagen im Mittel an Zinsen bezahlt wird. Wenn jemand also für sein Geld Zinsen bekommt, dann erhält er damit sinngemäß dessen Wert, der Betrag wird lediglich höher. Die Zinseszinsspirale bringt eine Währung nur dann um, wenn es keine Inflation gibt. Das war bei Goldwährungen der Fall.

      Die Gewinnspanne, die eine Bank durch die Zinsdifferenz zwischen Einlagen und Darlehen erzielt ist nichts anderes als die Handelsspanne, die ein Händler bei sonstigen Waren erzielt. Das hat keinen Einfluss auf den Wert der Währung.

      Wenn man Geld heute haben will und später zurückzahlen ist das freilich nicht billig. Der, der das Haus baut, verrechnet ja dafür auch nicht nur Material und Löhne, sondern macht auch einen Gewinn dabei.

    • F.V. (kein Partner)
      02. Dezember 2015 20:47

      Die Gewinne der Handwerker, Baumeister sind in der gesamten Investitionssumme ja inkludiert, sind also ein vergleichsweise kleiner Teil. Der weitaus größere sind die Material- und Arbeits-(= Lohn-)Kosten für echte Dienstleistungen. Wenn also dem Baumeister von der Investitionssumme ein Reingewinn von 10% bliebe (was oft genug gar nicht der Fall ist), wäre das schon angemessen.

      Die Banken erhalten bei den früher üblichen Zinssätzen bei einer Laufzeit von 20 – 30 Jahren (also zu „normalen“ Zeiten) bis zum Doppelten der Investitionssumme an Zinsen. Für welche Leistung? Bzw. in welcher Relation steht dies zur konkreten Leistung der Handwerker und Architekten?

      Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß die Banken erst dann die Finanzierung zusagen, wenn man zwischen 20 – 30% Eigenkapital, in der Regel das Grundstück, vorweisen kann. Da die Hypothekarkredite grundbücherlich gesichert sind, d. h. man hat der Bank ZUVOR bereits das eigene Realvermögen de facto übereignet, ist die Einrichtung einer Buchungszeile auf dem Bank-Computer nichts anderes als die Tranformation meines Realvermögens in Giralgeld – nämlich die erste Tranche der Baufinanzierung. Mit dem Baufortschritt wächst natürlich der Realvermögen, das mit dem Grundstück faktisch der Bank übereignet ist, wobei als Faustregel die Belehnungsfähigkeit maximal bei 70% des wahren (= Verkehrs-)Wertes liegt, der Bauherr also der Bank immer erheblich mehr an Realvermögen übereignet hat, als die Bank im als Kreditrahmen einräumte.

      Vor diesem Hintergrund sind die Zinsen der Banken reine Wucherzinsen, die in Summe in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Leistung der Bank stehen, denn in jedem Augenblick hält sie mehr meines Realvermögens de facto in ihren Händen, als sie mir in form von Giralgeld „leiht“.

      Um auch mit Zahlen konkreter und anschaulich zu machen: die Investitionssumme für mein Haus möge 1,000.000,- betragen. Davon sind meinetwegen 10% Reingewinn für den Baumeister, der Rest sind Material- und Arbeitskosten. 25% hielt ich als Eigenmittel vor, die Bank finanziert 750.000,- wobei bei früher eher mehr als 7% Finanzierungskosten (nicht alles geht über Bausparkassen) kommt man bei einer Laufzeit von 25 Jahren auf Zinskosten von mind. e i n e r M i l l i o n, ca. 135% der Investitionssumme. Im Grunde völlig risikolos, weil eine Immobilie nicht fortgeschafft werden kann, der Wert immer im Zugriff der Bank war und ist.

      Diejenigen die reale Wertschöpfung geleistet haben bekamen als „Reingewinn“ maximal 75.000,-, denn all die anderen Kosten waren Material, Lohnkosten und sonstige Dienstleistungen wie Transport oder Gerätemieten, etc.

      In welchem Verhältnis stehen hier die Finanzierungskosten – besser gesagt der Wucher der Banken – im Vergleich zu der realen Wertschöpfung?

      Den Rest ihrer Einwände zu diskutieren ist hier zu komplex. Nur ein Gedanke dazu: Die Bank verleiht etwas, das sie in Wahrheit gar nicht besitzt, nämlich (angeblich) Geld. Es ist ja nur eine Buchungszeile am Computer. Und das „fractional banking“ erlaubt ein Vielfaches aber auszuleihen, als sie Mittel hat. Versuchen sie einmal EINE Wohnung an 10 oder 12 Käufer zu verhökern; sie wissen daß allein der Versuch nach dem ersten ihnen bereits zur mehrjährigen „Staatspension“ verhülfe.

    • fewe (kein Partner)
      03. Dezember 2015 09:51

      @F.V.: Na ja, das Bankgeschäft ist eine Dienstleistung wie jede andere. Und wieviel das kostet, weiß man ja von vornherein. Manche Dienstleistung ist teurer, manche billiger. Ein Friseur verlangt für eine halbe Stunde weniger als ein Anwalt.

      Wenn Ihnen ein Händler einen Kühlschrank verkauft, dann tut er auch nciht viel mehr als den Kühlschrank irgenwo billiger einkaufen und an Sie teurer verkaufen. Dafür, dass er Ihnen den Kühlschrank besorgt, bekommt er halt seine Handelsspanne.

      Zahlen Sie den Kredit halt einfach schneller zurück, dann kostet es nicht das Doppelte oder noch mehr. Das Geld ist nach 20 Jahren übrigens sowieso weniger als die Hälfte wert. Im Mittel kostet ein Kredit also tatsächlich nciht so viel. Für die Bank ist der Wert der Währung ziemlich egal, aber für den Kreditnehmer ist das ein Vorteil.

      Welche Sicherstellungen verlangt werden, hat damit aber rein garnichts zu tun.

    • fewe (kein Partner)
      03. Dezember 2015 10:01

      @F.V.: Noch ein Vergleich: Versuchen Sie mit dem Baumeister auszuhandeln, dass sie seine Leistung in Raten innerhalb 20 Jahren bezahlen. Geld ist ja auch nichts anderes als eine Leistung, die Sie eben bei der Bank heute bekommen und dann innerhalb 20 Jahren erst die Gegenleistung erbringen.

      Nein, und es stimmt noch immer nicht: Die Geschäftsbank muss sich das Geld irgendwo leihen bevor Sie Ihnen einen Kredit geben kann. Außer bei der Nationalbank wird nirgends Geld geschaffen.

      Eine Währung wäre ja blitzartig ruiniert, wenn jede Geschäftsbank die umlaufende Geldmenge nahezu beliebig ausweiten kann. Das ist eine vollkommen absurde Idee.

    • johann_ (kein Partner)
      03. Dezember 2015 20:56

      @ fewe:

      Sie irren. Geben sie in Google. KenFM und Hörmann ein. Dort wird das Geldsystem hervorragend erklärt.

    • fewe (kein Partner)
      04. Dezember 2015 00:43

      @johann_: Da verwechseln Sie aber etwas. Die Geschäftsbanken - also jene, wo Sie einen Kredit aufnehmen können - schaffen kein Geld, sondern handeln damit nur.

      Um ein neues Geldsystem zu etablieren, genügt keine gute Idee, wie man das realisiert, sondern man braucht in allererster Linie das Privileg eines Staates, für diesen das Geld herauszugeben. Das werden sich jene, die das für die meisten Staaten tun, nicht kampflos nehmen lassen.

      Die Idee von Hörmann, dass man eine Lösung finden muss, Geld quasi auch ohne Arbeit zu bekommen, weil es zu wenig Arbeit gibt, ist ziemlich phantastisch. Warum soll beispielsweise ein Bauer umsonst arbeiten für jemanden, der einfach behauptet, dass ihm nichts einfällt was er tun könnte, was andere brauchen können. Geld ist für den freien Austausch von Waren und Leistungen. Wenn ich keine Leistung erbringe, dann kann ich keine Leistung bekommen. Warum soll der Bauer für mich arbeiten müssen nur weil ich selbst nichts schaffen kann oder will? Jeder Leistung muss eine Gegenleistung gegenüberstehen. Wer die nicht erbringen kann, verhungert halt. Warum sollten andere für ihn arbeiten? Das ist also eine etwas zu sehr phantastische Idee.

    • johann_ (kein Partner)
      04. Dezember 2015 18:08

      @ fewe: Was Sie sagen steht in Lehrbüchern, ist aber falsch. Hörmann erklärt das Geldsystem hervorragend, (nur seine Lösungen sind daneben). Man kann ihn aber nur verstehen, wenn man sich in der Bilanzierung gut auskennt. Sobald die Geschäftsbank einen Kredit gewährt, wird neues Geld geschaffen, das vorher nicht existiert hat. Man nennt das Geldschöpfung. Buchung in der Bankbilanz: Kreditforderung gegen Giroverbindlichkeit Betrag 1 Mio und voila es sind 1 Mio aus dem Nichts entstanden, über die der Kreditnehmer verfügen kann. Wenn der Kreditnehmer den Kredit wieder zurückzahlt ist die 1 Mio wieder verschwunden. Einzige Beschränkung: Für 1 Mio Spareinlage die die Banken erhalten, dürfen die Geschäftsbanken maximal 99 Mio neuen Kredit vergeben (=Mindestreserve). Siehe Geldschöpfung auf wikipedia

  8. Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
    01. Dezember 2015 11:56

    Wer etwas über die ach so heilbringenden weltumspannenden Tätigkeiten insbesondere angloamerikanischer Banken und deren Hintermänner erfahren möchte, dem sei u.a. die Bücher von F. William Engdahl, Mit der Ölwaffe zur Weltmacht. Der Weg zur neuen Weltordnung (Wiesbaden 1992, letzte Ausgabe 2014) und Naomi Klein, Die Schockstrategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus (Frankfurt/Main 2009) empfohlen.
    Die Banken halten sich mehr oder weniger unbedarfte Politiker. Nicht umgekehrt!!!

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      01. Dezember 2015 18:49

      Ich berichtige den letzten Satz:

      Die Banken halten sich mehr oder weniger unbedarfte bzw. gewissenlos-verbrecherische Politiker. Nicht umgekehrt!!!

  9. daLUPO (kein Partner)
    01. Dezember 2015 11:56

    eine Bank ist ein Geldspeicher,

    doch die Banken glauben immer, sie könnten mit ihren "Produkten" Geld erzeugen. Wie wenn aus einem Lagerhaus eine Produktionsstätte wird.

    Am besten verdienen die Banken mit dem Staat. Da wird billiges Geld von der Zentralbank aufgenommen und dem Steuerzahler teuer zurückgegeben. Im Grunde wie eine Bankensteuer zum Erhalt der Banken. Dazu braucht es Politiker, die die Hand im Staatstopf und die Nase in den Banken haben.

    Bei der Heta wird auf diese Weise Steuergeld gewaschen, also Geld so transformiert, dass man die Herkunft aus dem Staatstopf verwischt.

    • fewe (kein Partner)
      01. Dezember 2015 17:06

      Das stimmt so nicht. Die Politiker haben keine Kontrolle über die Nationalbank. Die Nationalbanken sind privat. Jeder der die verstaatlichen - oder nicht privatisieren - will ist entweder flott tot - siehe Kennedy - oder sein Land ist ein Schurkenstaat. Siehe Syrien, Libyen etc.

  10. Torres (kein Partner)
    01. Dezember 2015 11:16

    Richtige Unschuldslämmer sind die Banken ja auch nicht. Ich erinnere mich gut daran, wie sie den Konsumenten alle möglichen Gratisleistungen angeboten haben, von der Kontoführung bis zum Geldwechsel usw., nur um Kunden zu keilen. Und dann jeden winzigen Handgriff mit immer höheren Gebühren belastet haben, wobei die Firmen ihre Angestellten gezwungen haben, über ein (teures) Girokonto zu verfügen.

    • Normalsterblicher
      01. Dezember 2015 18:05

      Das Girokonto bei der eigenen Bank ist für die Bankangestellten aber meistens gratis. Da gab es ja einige Zeit lang Diskussionen, ob dieses Gratiskonto als Sachbezug der Lohnsteuer unterzogen werden muss. Schließlich hat der Verwaltungsgerichtshof entschieden, dass solche Mitarbeiterkonten in der Regel _nicht_ lohnsteuerpflichtig sind.

  11. Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
    01. Dezember 2015 10:05

    Natürlich haben die Amis diese Blase selbst herbeigeführt, weniger als Verschwörung, einfach durch Dummheit. Dummheit wird nicht selten mit 'Verschwörung' geadelt, bleibt aber nur Dummheit.

    Es könnte den Blick aber auf etwas Wichtiges lenken, auf die Verschwendung von Landschaft durch gehorteten umbauten Raum. Der muss weg. Ein schweizerischer Bürgermeister hat in seiner Gemeinede alle leerstehenden Häuser platt machen lassen. Das schafft wieder freie Sicht und kann nicht beschlagnahmt werden, um illegale Einwanderer auf Kosten der Öffentlichkeit dort einzuquartieren. Was das allein allein an Folgekosten spart?

  12. Herbert (kein Partner)
    01. Dezember 2015 09:10

    Schreibt man wiedersprechen oder widersprechen?

  13. machmuss verschiebnix
    29. November 2015 20:58

    Die KMUs der Realwirtschaft werden vorwiegend durch Partei-Politik geschröpft ,
    deren Steuertopf so unersättlich ist wie ein schwarzes Loch, große Konzerne haben
    zwar mehr Möglichkeiten - z.B. Gewinne dort zu machen, wo die Steuern nicht alles
    auffressen - aber dafür sind sie voll und ganz den Haien der Hochfinanz ausgeliefert.

    Derzeit wird grade VW mit Leerverkäufen in die Enge getrieben :

    --- Zitat ---
    Die Abnahme von Investitionen bei gleichzeitigem verstärktem Rückkauf eigener Aktien hat neben der Verzerrung der Märkte auch den Effekt, dass immer weniger neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Da zugleich bestehende Arbeitsplätze durch permanente Rationalisierung abgebaut werden, nimmt die Arbeitslosigkeit zu und die Konsumkraft der Verbraucher schwindet, was die Realwirtschaft wiederum zusätzlich schwächt.

    Dieser fatale Kreislauf ist symptomatisch für den gegenwärtigen Zustand des Weltwirtschaftssystem: Es wird in immer größerem Ausmaß von kurzfristigen Finanzinteressen beherrscht und siecht dabei ohne Aussicht auf Besserung vor sich hin.

    http://www.goldseiten.de/artikel/267039--VW-Aktien-im-Aufwind~-Die-Absurditaet-unseres-Finanzsystems.html?seite=2


    Hier erweist sich einmal mehr die "Verschwörungstheorie" als richtig, daß nämlich die
    US-Regierung nur dazu da ist, um den Herrschaften an der Wall-Street den Weg frei
    zu bomben ! ! !

    • Specht (kein Partner)
      01. Dezember 2015 05:51

      Wenn die Ursachen der Finanzmisere, die fleissige Bürger und Unternehmen genau so trifft wie grosse Firmen, muss man einen Stock höher gehen und schauen wer durch sein Vermögen in der Lage ist die Fäden der Politik zu ziehen. Wenn private Vermögen so gross sind um in die Politik von Ländern und Kontinenten einzugreifen, dann stinkt der Fisch vom Kopf.

    • fewe (kein Partner)
      02. Dezember 2015 10:18

      Na ja, gebombt wird primär dort, wo man US-Dollar nicht verwenden will oder es aufgeben will, US-Dollar zu verwenden. Es ist nämlich der Obertrick, die eigene Währung in einem fremden Land als Zahlungsmittel zu platzieren und dass diese nie wieder ins eigene Land zurückkommt. So kommt man dauerhaft zu wirklichen Werten lediglich für bedrucktes Papier oder gar Buchgeld in der eigenen Währung.

      Der Wert einer Währung wird bestimmt über die umlaufende Geldmenge im Währungsraum - also dem Land, für das die Währung eigentlich gilt. Wenn man die doppelte Geldmenge ausgibt, dann ist die Einheit halb so viel wert.

      Wenn es mir aber gelingt, dass ich die Geldmenge im eigenen Währungsraum gleich behalte, dann bleibt der Wert stabil. Ich kann aber beliebig viel Geld drucken, wenn es mir gelingt, dass dieses Geld nie wieder in den eigenen Währungsraum zurückkommt.

      Ich drucke also beispielsweise 1 Billon Dollar und bezahle damit Waren - vereinfacht gesagt - aus China und mehreren anderen Ländern. Die Waren habe jetzt ich, die anderen haben dafür die Dollars. Wenn es mir also gelingt, dass die Länder, die die Dollars bekommen, nun untereinander diese Dollars als Zahlungsmittel verwenden, dann brauche ich für diese Dollars nie wieder eine Gegenleistung erbringen. Ich habe also die Waren quasi für bedrucktes Papier geschenkt bekommen. Und wenn diese Länder auf die blöde Idee kommen, bei mir wieder was mit diesen Dollars kaufen zu wollen, werden sie mit Krieg bedroht.

      So funktioniert das. Das ist der eigentliche Betrug, mit dem Länder von den Amerikanern ausgeraubt werden. Die Wall Street ist eher die Ober-Gechäftsleitung für Aktiengesellschaften. Die FED hält die Staaten unter Kontrolle und die Wall Street die Privatwirtschaft. Gut durchdacht, würde ich meinen. Aber für alle anderen nicht sehr lustig.

  14. kritikos
    29. November 2015 18:06

    Die "unzähligen Regulierungen und Kontrollen ..." haben es eben in sich. Schon Österreich allein befindet sich da sicher im Spitzenfeld, potenziert durch die EU. Hoch lebe Parkinson! (Schon wieder ein Übel aus der Übersee!)

  15. Brigitte Imb
    29. November 2015 17:45

    Noch ein OT

    Die armen "Schutzsuchenden" haben in D wieder einmal 2 Großschlägereien mit Zerstörungen veranstaltet.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4876995/Erneut-Massenschlaegerei-in-Berliner-Fluchtlingsheim-?_vl_backlink=/home/index.do

    Und warum werden die Randalierer nicht SOFORT alle abgeschoben?

    • Pennpatrik
      29. November 2015 19:54

      Lt.Hamann in der "Qualitätszeitung" Die Presse sind das Lügen, die einer Überprüfung nicht standhalten.

  16. Brigitte Imb
    29. November 2015 14:07

    OT

    H i i i i i l f e !!!
    Die Eurokraten verkaufen uns an die Türkei und wollen uns mit weiteren 400 000 Flutilanten weiter verwässern, bzw. vermuseln.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4876912/EU-bietet-Turkei-Visafreiheit-an-Ankara-muss-bei-Fluchtlingen?_vl_backlink=/home/index.do

  17. Pumuckl
    29. November 2015 12:49

    A.U.
    " Als etwa die amerikanischen Banken viel zu viele Immobilienkredite an wirtschaftlich schwache Hauskäufer vergeben haben - was dann eine der Ursachen des Crash von 2008 gewesen ist-, waren sie davor durch Gesetze ( ZWEIER PRÄSIDENTEN AUS UNTERSCHIEDLICHEN PARTEIEN ) dazu gezwungen worden.

    POPULISTISCHE POLITIKER HABEN SICH SO STIMMEN DER UNTERSCHICHT GEKAUFT, DIE DANK DIESER GESETZE HÄUSER ERWERBEN KONNTE. "

    So weit die Argumente von A. U., mit welchen er glaubt, Gaunereien der US-Geldwirtschaft mit den Wahlkämpfen von US-Präsidenten, noch dazu KOKURIERENDER Parteien verniedlichend erklären zu können.

    DA HÄTTE JA DER SCHWANZ MIT DEM DACKEL GEWACKELT !

    Doch das gibt mir endlich Gelegenheit, vor größerem Publikum eine wichtige, naheliegende Frage zu stellen, welche ich seit 2008 nirgendwo beantwortet fand:

    ° WER ERWARB DIE NACH 2008 IN SEHR, SEHR GROSSER ZAHL AUF DEN US-MARKT GELANGENDEN WOHNIMMOBILIEN ?
    Neue Besitzer, welche diese auch selbst bewohnen, kamen wohl nur ausnahmsweise in Frage.

    Da kamen wohl überwiegend institutionelle Kreise zu Schnäppchenpreisen an Spitzenwohnheime.

    WO WÄREN MIETER HERGEKOMMEN, WELCHE GEBÜHRENDE MIETEN BEZAHLEN KÖNNEN?

    ° SCHON JETZT WIRD IN EUROPA, AUCH IN DEN SYSTEMMEDIEN, IM ZUSAMMENHANG MIT DER INVASION KULTURFEINDLICHER MASSEN, ÜBER WACHSENDE UNSICHERHEIT DISKUTIERT. Vergewaltigungen sind leider längst europäischer Alltag.

    Nur für politische Träumer waren Geiselnahmen, große Terroranschläge, bewaffnete Gewalt bis hin zu Bürgerkriegen, für die Zukunft Europas nicht schon lange vorhersehbar. " FLÜCHTE, WER KANN ! " So könnte in absehbarer Zeit die Losung lauten.

    ENTSTANDEN NACH DIESER US-IMMOBILIENKRISE DA GEZIELT, IN SEHR GROSSER ANZAHL, REFUGIEN FÜR SEHR VIELE AUSGEWÄHLTE FLÜCHTLINGE ?

    • blem-blem
      29. November 2015 23:35

      DA HÄTTE JA DER SCHWANZ MIT DEM DACKEL GEWACKELT !

      Stimmenkauf sagt Ihnen wohl nichts?

      Hintergrund von AUs Aussage ist, dass die Banken auf Betreiben der Clinton-Administration beim Wert der Immobilien nur 10 % Sicherheitsmarge im Rahmen der Kreditierung abziehen mussten. Bei uns soll demgegenüber diese Sicherheitsmarge 40 % betragen. Mit anderen Worten mussten in den USA weniger Sicherheiten aufgebracht werden bzw war das geforderte Ansparkapital gering.

      AU bezog sich außerdem auf die Zeit _bis_ 2008 und nicht _ab_ 2008!

    • Pumuckl
      30. November 2015 19:21

      @ blem-blem 23:35

      " Stimmenkauf sagt Ihnen wohl nichts? "

      Auch der, alle seine sozialistischen Nachfolger als Persönlichkeit haushoch überragende Bruno Kreisky kam an die Macht, indem er auf Kosten nachfolgender Generationen Stimmen kaufte.
      Im Gegensatz zu jenen, aller seiner sozialistischen Nachfolger, wären allerdings Kreiskys Eingriffe in die Ressourcen der Folgegenerationen noch reparierbar gewesen.

      Sie sehen ich mußte Stimmenkauf sehr leidvoll in unserem Österreich zur Kenntnis nehmen.

      Aber zurück zur US-Immobilienblase und der Frage, WER DENN DORT DER DACKEL IST, UND WEM IN DIESER METAPHER DIE ROLLE VON DESSEN SCHWANZ GEBÜHRT.

      ° Um das Amt des US-Präsidenten wahlkämpfen selten Multimilliardäre, wie derzeit Donald Trump, der locker seinen Wahlkampf selbst bezahlen kann.

      ° Die weit überwiegende Anzahl bisheriger US-Präsidenten hätte für ihre erfolgreichen Wahlkämpfe niemals die unbedingt nötige, sehr großzügige Finanzierung bekommen, wären ihre politischen Ziele im Gegensatz zu den Interessen der " Finanzeliten " gestanden.

      J. F. Kennedys Ermordung sehen ja Viele auch in sehr schweren Konflikten mit diesen " Finanzeliten " begründet.
      Mit den Worten " Wenn du das tust, bringen sie dich um. ", soll Präsident J.F. Kennedy von seinem Vater Josef im Oval Office, wenige Monate vor seiner Ermordung, in großer Erregung angeschrien worden sein.
      Er wollte die US-Geldschöpfung der FED entziehen und wieder in hoheitliche Verantwortung überführen.

      ° So betrachtet muß man doch mit obiger Metapher unterstellen dürfen,

      DASS DIE US-PRÄSIDENTEN ALS JENE SCHWÄNZE ANZUSEHEN SIND, MIT DENEN DIESE " FINANZELITEN " ALS DACKEL NACH BELIEBEN WACKELN !

      Aber vielleicht haben Sie, Sehr geehrter Herr/Frau @ blem-blem zu folgenden Gesichtspunkten befriedigende Erklärungen:

      Ob sich Dr. Unterberger auf die Zeit vor oder nach 2008 bezog, ist doch für meine obige Frage völlig unerheblich.

      Die leider auch weltwirtschaftlich bedeutsame Tatsache ist, daß die US-Banken FANNIE MAE und FREDDIE MAC mit unrealistisch niedrigen Zinsen 100-tausende redliche US-Bürger in viel zu großzügige Eigenheimprojekte gelockt haben.

      Mit faulen Verbindlichkeiten aus diesen Immobilienkrediten " vergiftete "
      Wertpapiere wurden von US-Banken wie Lehmann-Brothers weltweit verbreitet.

      Erwartungsgemäß konnten sehr, sehr viele US-Familen die Tilgungsverpflichtungen gegenüber FANNIE MAE und FREDDIE MAC nicht erfüllen, verloren ihre Traum-Eigenheime und während der verheerenden US-IMMOBILIENBLASE strömten
      sehr, sehr viele hochwertige Familiendomizile zu " Schnäppchenpreisen " auf den US-Markt, weil zunächst keine Käufer da waren.

      WELCHE INSTITUTIONELLEN KÄUFER HABEN DIESE GROSSE ANZAHL BILLIGER EINFAMILIENHÄUSER ERWORBEN ?

      WERDEN DIE WÄHREND DER US-IMMOBILIENBLASE AM MARKT BEFINDLICHEN
      FAMILIENHEIME INZWISCHEN VON AUTOCHTHONEN ABERIKANERN BEWOHNT,
      ODER STEHEN SIE MEHRHEITLICH IM EIGENTUM DER INSTITUTIONELLEN KÄUFER LEER ?

      Hätten Sie, Herr/Frau @ blem-blem auf die beiden letzten Fragen befriedigende Antworten, würde mein, oben als Hypothese in das Tagebuch gestelltes, Konstrukt
      ad absurdum geführt.
      Viele Leser und natürlich auch ich wären beruhigt.

    • Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
      01. Dezember 2015 04:25

      O weh, Pumuckl, was hast denn? Fettschrift, Großschrift, Hyperventilieren?

    • socrates
      01. Dezember 2015 09:50

      Pumuckl
      Israel wackelt oft mit der USA, das hat Tradition. blem-blem stänkert, ist unproduktiv und keiner Antwort wert. Dont feed the troll!

    • blem-blem
      01. Dezember 2015 11:49

      @ Socrates:

      Ihre Retourkutsche können Sie sich ersparen. Sie hatten sich einmal abschätzig über Stil bzw Verständlichkeit meiner Postings geäußert, worauf Sie aufgefordert wurden, Ihre Kritik zu präzisieren, weil Ihre Wortmeldung ohne Konkretisierung als Stänkerei gewertet werden muss. Sie sind bis heute eine Erklärung schuldig geblieben!

      Statt dessen pflastern Sie regelmäßig das Forum mit Artikeln aus fremder Feder zu.

    • blem-blem
      01. Dezember 2015 11:52

      @ Pumuckl

      Erstens ist die Folklore über die Motivlage der Kennedy-Ermordung gemeinhin bekannt und ich darf Ihnen versichern, dass eine von Politikern geführte Notenbank, vulgo eine Notenbank unter Regierungseinfluss, eine Todsünde bzw Katastrophe wäre, zumindest außerhalb von totalitären/marktwirtschaftsfernen Systemen. Nicht umsonst wird gemeinhin, dh in vielen Ländern und auch in der Euro-Zone, Notenbank-Gouverneuren eine mehr oder weniger weit reichende Unabhängigkeit zugestanden!

      Ich habe mich vor einigen Jahren ein bißchen mit der Federal Reserve auseinandergesetzt und weiß, dass fast ein Dutzend an Gesetzen die Gebarung dieser Zentralbank regelt. Die Bestellung der Gouverneure ist außerdem von der Zustimmung der Bundesgewalt abhängig. Die ständig suggerierte Vorstellung, dass hier schäbige Privatleute ihre eigenen Interessen in Hinterzimmern verfolgen, ist daher absurd.

      Fannie Mae ist übrigens zwar privatrechtlich organisert (börsennotiert), es steht aber dennoch unter Regierungseinfluss. Freddie Mac ist ist ganz offiziell ein "government-sponsored Enterprise". Und sie können sicher sein, dass diese Einrichtung den Eigenheimbesitz fördert, und nicht die Vereinnahmung durch sog "REIT"! Lehman-Brothers ging bankrott, es wäre also absurd dieser Bank vorzuwerfen, es wären von ihr absichtlich faule WP in Umlauf gebracht worden.

      Ob sich Dr. Unterberger auf die Zeit vor oder nach 2008 bezog, ist doch für meine obige Frage völlig unerheblich.

      Für Ihren Anwurf, dass AU Gaunereien verniedlichen möchte, ist dies aber schon von BEdeutung. Ich zitiere:

      So weit die Argumente von A. U., mit welchen er glaubt, Gaunereien der US-Geldwirtschaft mit den Wahlkämpfen von US-Präsidenten, noch dazu KOKURIERENDER Parteien verniedlichend erklären zu können.


      AU hat nämlich nichts weiter gesagt, als dass der subprime-Bankenkrach durch falsche Politik und falsche Gesetzesvorschriften ausgelöst worden ist. Worin erblicken Sie hierin eine Verniedlichung?

      Diesen Gesetzesvorschriften lag die Annahme zugrunde, dass der Immo-MArkt nicht stark einbrechen könnte, und den Banken ist kein allzu großer Vorwurf zu machen, wenn sie sich diese Annahme zu eigen gemacht haben. Sie sind übrigens von den Wirtschaftsforschern darin bestärkt worden.

      Die Subprime-Krise war auch nicht im Interesse der ach so "finsteren kapitalistischen Hintermänner", wie Sie zu insinuieren scheinen. Der Anteil des Eigenheim-Besitzes in den USA fiel übrigens von 2009 bis 2014 nur relativ geringfügig von 67,4 % auf 64 % - viel zu wenig, um insofern eine große Verschwörung zu unterstellen, und außerdem verständlich angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten der USA auf dem Heimmarkt.

    • fewe (kein Partner)
      01. Dezember 2015 17:45

      @blem-blem: Die Todsünde ist es, Privaten das Geldsystem eines Staates zu überlassen. Nicht umgekehrt. Aber solche Staaten werden immer weniger, weil der Staat dann als solcher ansonsten permanent mit einem Terror-Angriff des US-Militärs bedroht wird oder Politiker die das vertreten, das nicht lange überleben.

    • Pumuckl
      01. Dezember 2015 23:58

      @ blem-blem 11:52

      Ich danke Ihnen, sehr geehrter/geehrte Herr/Frau @ blem-blem für den mühevollen und kenntnisreichen Versuch, meine besorgten, aber lästigen Fragen* zu beantworten.
      Besonders herzlich danke ich Ihnen für den Satz " DER ANTEIL DES EIGENHEIMBESITZES IN DEN USA FIEL ÜBRIGENS VON 2009 BIS 2014 NUR RELATIV GERINGFÜGIG VON 67,4% AUF 64% . . . " im letzten Absatz Ihres Ko-Kommentars.

      In welcher Größenordnung ist nun die Zahl jener Eigenheime welche infolge dieser Subprime-Krise aus dem Besitz von, bei den Volkszählungen erfaßten, US-Bürgern in das Eigentum von institutionellen Käufern oder neuen Eigentümern außerhalb der USA übergingen?

      Einwohner USA ( Wikipedia 2013 - 317.238.626 )

      317238626 US-Amerikaner lt. Zählung im Jahr 2013 =100%. Davon
      213818834 US-Eigenheimbesitzer 2009 =67,4%
      203032721 US-Eigenheimbesitzer 2o14 =64%

      NACH DIESER RECHNUNG VERLOREN ca. 10,88 MILLIONEN US-AMEREIKANER DAS EIGENTUM AN IHREN HÄUSERN AN INSTITUTIONELLE EIGENTÜMER, ODER EIGENTÜMER WELCHE AUSSERHALB DER USA WOHNEN ! ! !

      Nehmen wir von den solcherart, mit sicher unzulänglichen Angaben, errechneten
      10,88 Millionen " Schnäppchenhäusern " am US-Immobilienmarkt mit 5 Millionen Häusern, weniger als die Hälfte der Errechneten, als realistisch an, dann:

      ° kamen 5 Millionen US-Bürger durch den Verlust ihres Eigenheimes sozial völlig aus dem Gleichgewicht und manche von ihnen versanken im Elend.

      ° gewannen 5 Millionen, mit Familien vielleicht >15 Millionen, vielleicht außerhalb der USA lebende, Menschen zu Spottpreisen ein sicheres Refugium auf der sicheren Insel Amerika.

      Ich behaupte das nicht! In einer Welt, in der der klare Blick immer wieder durch weglassen von Teilen der Wahrheit getrübt wird, frage ich nur, ob das so sein könnte.
      Deshalb glaube ich, daß Sie, sehr geehrter/geehrte Herr/Frau @ blem-blem, mir unrecht tun, wenn Sie das Wort Verschwörung in den Disput bringen.

      Sie treten hier als Anwalt für die, von mir unverhohlen angegriffenen, Gruppen in einer Art auf, welche konträr zu Ihrem Nik Namen @ blem blem ist.

      Ich danke Ihnen für die Annahme dieses Disputes!

      Ich aber würde mich blem-blem fühlen, wenn mich die gegenständlichen Merkwürdigkeiten nicht nachdenklich machten.

    • blem-blem
      02. Dezember 2015 12:25

      @ Pumuckl:

      Die Gedanken sind frei, nur bei der Ventilierung selbiger sollte man bedächtig vorgehen, um überhaupt gehört bzw verstanden zu werden.

      Natürlich haben Sie recht, dass an absoluten Zahlen gemessen dennoch viele US-Amerikaner ihr Eigenheim von 2009 bis 2014 verloren haben, nämlich mehr, als mit der Anführung von 3,7 % zu Bewusstsein gebracht wird.

      Man muss dabei aber auch bedenken, dass darunter viele US-Bürger sind, die sich ein Eigenheim gar nicht hätten leisten und von vornherein keinen Kredit hätten bekommen dürfen.

      MFG

  18. Ökonomie-Vergelter
    29. November 2015 11:23

    Nach dem Motto "Subventionen" statt "Investitionen" verfolgt die politische Klasse das Ziel einer Mittelzuteilung ausschließlich nach politischem Dafürhalten bzw politischer Opportunität, und sie macht sich dabei das Unverständnis des einfachen Bürgers über die volkswirtschaftliche Funktion des Bankwesens zunutze.

    Auf diese Weise sichert dieser Stand sowohl die eigene Finanzierung als auch diejenige seiner prekären Symbionten, wobei als Flankenschutz die Ergüsse diverser Wahrheitsministerien herhalten müssen.

  19. socrates
    29. November 2015 11:06

    Während wachsende Einkommensunterschiede die Nachfrage mindern und dadurch die wirtschaftliche Entwicklung bremsen, fungieren Quantitive Easing und Niedrigzinspolitik als letzte Notanker.
    Die Beschlüsse der westlichen Zentralbanken werden von den einen als unverzichtbar für die Aufrechterhaltung von Produktion und Wohlstand betrachtet. Die anderen sehen eine schleichende Abschaffung von marktwirtschaftlichen Mechanismen der Selbstregulierung.
    Offensichtlich sind diese aber bereits zu einem früheren Zeitpunkt obsolet geworden. Der neoliberale Schub seit Beginn der 1980er Jahre hat global operierende Konzerne in die Lage versetzt, das kapitalistische System in der bis dahin erlebten Form auszuhebeln. Im Folgenden soll aufgezeigt werden, dass zugleich eine Entwicklung in Gang gebracht wurde, die Einkommensunterschiede vergrößert, die Nachfrage vermindert und zunehmend die globale Wirtschaft stranguliert.
    Die Veränderung der Einkommen in Deutschland 1999 - 2009 :
    Ärmstes Zehntel -9,6%
    Reichsten Zehntel +16,6%
    Je nachdem wer gefragt wird gibt er jemand anderem die Schuld. Aber alle sind sich einig, daß Geld die Welt regiert und die Demokratie eine Farce ist.

    • socrates
    • Pennpatrik
      29. November 2015 19:56

      Wollen Sie uns damit sagen, dass die Gesellschaften des "realen Sozialismus" funktionieren würden , wenn es kein Privateigentum gäbe?

    • socrates
      29. November 2015 21:24

      Pennpatrik
      Ich zeige Tatsachen auf und überlasse anderen die Deutung.
      Mit der Tobinsteuer könnte der großen Mehrheit geholfen werden. Sogar die Verbindung Erdogan und ISIS oder ISRAEL und ISIS wäre rasch bekannt geworden und uns wäre dieses Fanal erspart geblieben.
      Wie kommen Sie zu Ihrer unsinnigen Deutung?

    • blem-blem
      29. November 2015 23:19

      Vor allem regiert die Politik die Welt immer umfassender, und alle anderen, das heißt Banken, Konzerne, Unternehmer, Vermögende und selbstverständlich die Staatsabhängigen wie auch das Proletariat müssen sich danach richten.

      Es hat noch nie so wenig Marktwirtschaft und so viel politische "Gestaltung" gegeben wie jetzt, das ist eindeutig an der Staatsquote ablesbar.

      Auch die Ökonomie entwickelt sich "top down" und nicht mehr - wie früher - "bottom up".

      In aller Kürze:

      Big government schafft Crony-Capitalism.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      01. Dezember 2015 12:08

      Werter/wertes/werte blem-blem, Ihre Zeilen wären besser zu erfassen, würden Sie die unnötige Fettschrift vermeiden.
      MfG

  20. tampa
    29. November 2015 10:50

    REGISTRIERKASSAPFLICHT für die Politik mit persönlicher-direkt einklagbarer Haftung!
    Keine Querfinanzierungen mehr,keine korrupten Zahlungen locker unter dem politischen Ladentisch !
    Keine" sozialen Wählereinkäufe" - keine "sozialen Kassen" - kein "sozialen
    Ausreden" fürs politische Kleingeld zur Macht -und Parteierhaltung!!
    Untreue als politisches Delikt genauso handhaben ,wie im Geschäftssektor
    und mit Strafen belegen!
    Mit anderen Worten die politische Praxis als" legalisierte-kriminelle-Korruption "
    enttarnen ! Zugegeben wieder eine Herakles-Aufgabe!!

  21. Bob
    29. November 2015 10:33

    Der Heini Staudinger, so heißt der Waldviertler Schuherzeuger, hat nichts anderes getan als sich Geld von Privatpersonen zu leihen, um seinen Betrieb auszubauen .Viele Betriebsgründer leihen sich Geld von Privatpersonen. Die Finanzaufsicht hat ihm vorgeworfen er betreibt Bankgeschäfte ohne Bankkonzession. Zu einem Bankgeschäft gehört meiner Auffassung nach , das man das anvertraute Geld weiterverleiht.
    Das das geliehene Geld eventuell nicht zurückgezahlt werden kann ist immer möglich, selbst wenn ich meinen Kindern in einer finanziellen Not aushelfe.

    • Bob
      29. November 2015 10:43

      Wie effizient die Finanzmarktaufsicht arbeitet erkennt man auch an der Hypo Adria.

    • Ökonomie-Vergelter
      29. November 2015 10:47

      Also ich habe anfangs genauso gedacht wie Sie. Nachdem ich aber Einblick in das (offensichtlich) Staudinger betr VwGH-Urteil 2013/17/0242 nehmen konnte, sehe ich den Sachverhalt differenzierter:

      Denn die Obrigkeit bzw die FMA argumentiert ja, dass Staudinger die Vorschriften über Unternehmensanleihen umgangen hat. Oder anders herum gesagt: Die Unternehmen, die sich die Befolgung all der diesbezüglichen Vorschriften (Attestierungs- und Prospektpflichten etc) antun, sind die Dummen.

    • Bob
      29. November 2015 12:18

      Ökonomie-Vergelter
      was Urteile des VwGH wert sind, kann man an vielen anderen Urteilen studieren.

    • MSc
      29. November 2015 12:29

      @Ökonomievergelter:
      ... möglicherweise sind die Vorschriften über Unternehmensanleihen ebenso sinnlos ? Was geht es irgendeine Behörde an, ob sich irgendwer - Unternehmen oder Privater . von irgend jemandem Geld borgt ? Erwünscht ist es halt nicht. Und das sich irgendeine Regel findet, gegen die man verstößt, ist mittlerweile wohl nicht zu verhindern, egal was man tut.
      Es gilt in Ö eigentlich eh schon überall die Grundregel des Beamtenmikado: wer sich bewegt, hat verloren ...

    • Bob
      29. November 2015 12:48

      Msc
      vollmommen richtig*****************************

    • Ökonomie-Vergelter
      29. November 2015 16:32

      Na ja, der Sinn der Kapitalmarktvorschriften wird wohl im Schutz der sogenannten "kleinen Leute" (und auch nicht so kleinen Leute) liegen. Wenn die sich nämlich wegen betrügerischer Investments verschulden, das Haus verlieren, etc.

      Und auf der anderen Seite Kriminelle hurtig in Richtung Südseeinseln entfleuchen ....

    • dssm
      29. November 2015 16:53

      Die Diskussion läuft hier am Thema vorbei.
      Es gibt einschlägige Gesetze, die konservativ/liberalen Mitblogger sehen zwar einen gesetzlichen Rahmen als sinnvoll an, aber hier wird wohl mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
      Man sollte sich also an Socrates halten. Die schlechten Gesetze trotzdem einhalten, aber an ihrer Änderung arbeiten.

      Und nun muss man fragen warum gibt es diese Gesetzesflut? Weil viele Bürger in solche schlecht dokumentierte Projekte investieren, geht es gut, so fragt keiner weiter nach. Geht es aber schief, und dies passiert leider sehr oft, so ist für die privaten 'Investoren' oft mehr als nur das eigene Vermögen verloren gegangen und schon ruft das Gesindel nach dem Staat. Denn diese 'Investoren' waren typischerweise dem Wirtschaftsbetrieb fern stehende Leute, sie kennen kein persönliches Risiko. Nun sind diese Leute aber meist Lehrer, Beamte und Ärzte. Genau diese Leute haben aber einen sehr guten Draht zur Politik. Und gestern haben genau diese Leute auf die Banken und deren Rettung auf Steuerzahlerkosten geschimpft um heute, nach dem Verlust der Investition, das gleiche für die eigene Gruppe zu fordern.
      Also hat die Politik im Lauf der Zeit eine Reihe von Gesetzen für den 'Investorenschutz' erlassen.

    • fewe (kein Partner)
      01. Dezember 2015 21:30

      @Ökonomie-Vergelter: Na ja, wenn man investiert und das geht daneben, dann ist das Investment weg, aber doch nicht das Haus. Wenn sich jemand verschuldet um anderswo zu investieren geht einfach ein gewaltiges Risiko ein. Ich verstehe überhaupt nicht, was das den Staat angeht. So lange jemand nicht entmündigt ist, kann er doch mit seinem Geld machen was er will und Schulden aufnehmen, so lange ihm jemand etwas gibt.

    • Ökonomie-Vergelter
      01. Dezember 2015 22:15

      @ fewe:

      Na ja, wenn das Haus noch nicht ganz abgezahlt ist, dann kann auch das Haus aufgegeben werden müssen, wenn man sich von Kapitalerträgen bisher ein Zubrot verdienen konnte und nach einem Totalausfall sich nichts mehr leisten könnte außer Ratenrückzahlungen. Überdies können andere finanzielle Schicksalsschläge hinzutreten.

    • fewe (kein Partner)
      02. Dezember 2015 16:31

      @Ökonomie-Vergelter: Das ist selbstverständlich richtig, aber das geht doch den Staat nichts an.

      Es geht auch den Staat nichts an, wem ich wieviel Geld borgen will oder von wem ich es mir zu welchen Konditionen ausborgen will.

      Gesetze, die mich dabei in meiner Handlungsfreiheit einschränken sind vielleicht eher Unrecht, das den Banken ein Monopol einräumt über den gewerbsmäßigen Charakter hinaus. So lange ich nicht gewerbsmäßig mit Geld handle oder mit fremdem Geld, geht das doch niemanden etwas an.

      Was ich mit den etwa 30 Prozent von meinem selbst verdienten Geld mache, das mir der Staat nach Abzug aller Steuern und Abgaben übriglässt, geht ihn einfach nichts an. Wenn ich ein Risiko eingehe, dann ist das mein Schaden, wenn das schief läuft.

      Wir sind hier doch keine Insassen eines Gefangenenlagers. Sie scheinen sich aber so zu fühlen und finden das auch noch normal, wie ein Unmündiger behandelt zu werden.

    • Ökonomie-Vergelter
      06. Dezember 2015 23:46

      Ihre Argumentation geht am Thema vorbei. Schenken dürfen Sie nämlich Ihren ganz höchstpersönlichen Lieblingen soviel Sie wollen (nur melden müssen Sie es ab einer bestimmten Höhe).

      Hier geht es darum, dass Betrügern ein Riegel vorgeschoben werden soll, die mit dubiosen und/oder intransparenten Anlageprojekten Bürger erleichtern. Hier geht es um Renditeverheißungen und den treuhändischen Umgang mit Erträgen!

      Zu diesem Zweck gibt es Offenlegungs- und Prüfungspflichten für Unternehmensanleihen, und Unternehmen, die sich daran halten, geraten in's Hintertreffen ggü Unternehmen, die diese umgehen.

  22. Josef Maierhofer
    29. November 2015 10:06

    Ja, wenn die gesetzlichen Vorgaben unmoralisch sind, können sich die Banken nicht nach dem Prinzip der 'Sorgfalt des ordentlichen Kaufmannes' halten.

    Wie gelesen, wird dieses 'ertraglose Geschäft', das für den Bürger eigentliche Geschäft einer Bank, abgestoßen, verkauft, etc.

    Die Geldgier der Politik, die Machtgier der Politik, das teilweise Mitschneiden der Klientel, auch Investmentfehler, Fehler der Aktionäre, auch Managementfehler, etc. können angeführt werden, aber der Fisch stinkt vom Kopf und das ist die inzwischen weit abgehobene Politik.

    Und wir, das Volk, die Schafherde, lassen uns von denen in den Abgrund führen ... ... statt sie abzuwählen und demokratisch zu versenken, denn sie hetzen die Wölfe gegen uns, enteignen uns, lassen uns unterwandern, islamisieren uns, machen unser Land unsicher, schaffen Chaos und Destabilisierung, usw., denn sie hassen uns und brauchen uns nur für Steuern und Stimmabgabe.

    • Josef Maierhofer
      29. November 2015 10:08

      ZUsatz:

      ... und bei der Stimmabgabe haben WIR versagt.

    • Josef Maierhofer
      29. November 2015 10:12

      Zusatz 2:

      Die Versager schauen auf ihren eigenen kurzfristigen 'Profit', sie glauben an die 'Wahlversprecher' der dämonischen Politik, statt selbst zu leben und mündig zu sein und sich um die täglichen Dinge selbst zu kümmern, sie lassen die Politik machen, die aber nimmt alles weg und macht nichts FÜR das Volk, wie man täglich in den Manipulationsmedien lesen und hören kann, wo sogar noch die schlimmste Enteignung als 'Erfolg' verkauft wird.

    • Bob
      29. November 2015 10:46

      ***********************************

  23. dssm
    29. November 2015 09:50

    Dies ist ein europäisches Phänomen. Es werden Regeln erstellt, in einem Fachenglisch, welches der typische Dipolm-Dolmetscher (oder auch nativ-speaker) nicht sicher übersetzen kann. Dann bekommen Banken und Versicherungen eine Monate Zeit das umzusetzen. Niemand weiß sicher was der Text eigentlich bedeutet, die Übersetzungen werden regelmäßig nachgebessert. Muss man sich nun an das unleserliche englische Original halten oder doch an die offensichtlich falsch übersetzte deutsche Durchführungsverordnung?

    Und wenn dann später eine Bank ein Problem hat, so kann man schnell auf die mangelnde Einhaltung von Regeln verweisen. Damit sind die völlig unfähigen Prüfer fein heraus.

    Man könnte alle diese Regeln vergessen, man müsste nur die ganz normale wirtschaftliche und strafrechtliche Haftung für Banken und deren leitende Angestellte wieder einführen und natürlich das ewige Gelddrucken sowie die Zwangsenteignung der Sparer über Nullzinsen endlich einstellen.

  24. Susanne
    29. November 2015 07:58

    Bei den Aktivitäten der Banken sollte fairer Weise zwischen dem klassischen Bankgeschäft (Spareinlagen, Kreditvergaben Zahlungsverkehr u.ä.) sowie dem teilweise spekulativen Investmentbanking unterschieden werden. Ersteres ist derzeit infolge der übergeordneten internationalen Finanzpolitik kaum ertragreich, während die Aktivitäten im zweiten Bereich teilweise die eines Spielkasinos ähnlich sind.

    Banken erfüllen eine wichtige Funktion in unserem heutigen Wirtschaftsleben, natürlich sind auch gesetzliche Vorgaben erforderlich, um negative Auswüchse zu verhindern. Wenn Banken trotzdem immer wieder in Schieflage kommen, dann sind diese Vorgaben eben unzureichend bzw. falsch. Teilweise gibt es auch unsinnige Vorschriften, welche - wie im Hauptartikel richtig beschrieben wurden - unnütze und kostenaufwändige administrative Arbeiten verursachen. Es ist bedauerlich, dass auch im Bankensektor eine Konzentration stattfindet, welche Richtung Ausland geht und damit auch diese Branche bald keine österreichische Etikette mehr trägt. Daran ist u.a. auch die schlechte österreichische Wirtschaftspolitk schuld.

    • Ökonomie-Vergelter
      29. November 2015 09:21

      Die Hauptaufgabe der Banken ist die Zuteilung von Mitteln, und insofern sind die Grenzen zwischen Investmentbanking und Einlagengeschäft/Kreditvergabe/Zahlungsverkehr fließend.

      Sobald sich aber die Banken, oder einzelne Analysten als schwarze Schafe in ihrer Mitte, mehr mit Chartanalysen befassen als mit der Substanz und Essenz des Finanzierungsziels, muss von einer nicht zielführenden Aktivität gesprochen werden.

    • Bob
      29. November 2015 12:23

      Durch die intensive Tätigkeit der Investmentbanker werden finanzielle Mittel dem Kreditmarkt entzogen. Für KMUs ist es unglaublich schwer an einen Kredit zu kommen, auch wenn er ausreichend besichert ist.

    • dssm
      29. November 2015 16:38

      @Bob
      Ich habe zwar von Wirtschaft keine Ahnung, ABER wurde das heutige Investmentbanking nicht eingeführt um die endlosen Mittel der Gelddruckerei von den Konsumenten fernzuhalten?
      Ohne Gelddrucken würden die ganzen LBOs, Merger und Aufkäufe wohl kaum möglich sein.
      Warum sollten also diese niemals angesparten, sondern lediglich von der (digitalen) Druckerpresse hergestellen Geldfluten dem Kreditgeschäft fehlen?

    • Ökonomie-Vergelter
      30. November 2015 16:29

      Aber ich mache mir über die Wirtschaft Gedanken und nehme auch hin und wieder an Auseinandersetzungen darüber teil:

      Ihr Standpunkt ist völlig verfehlt, Bob!

      Abgesehen davon, dass dank dem Qualitativ Easing, wie DSSM schon anmerkte, die Kredithürde so nieder wie noch nie ist (laut dem Münchner CESifo bei etwas über 14 %, was bedeutet, dass nur etwa jeder 7. Kredit abgelehnt wird), ist es gerade ein Anreiz des InvestmentBanking im Schoße des Kundenbankwesens, den Sparern, also den Einlegern, attraktivere Konditionen bieten zu können.

      Auch die BAWAG hat ihre riskanten Engagements mit dem Motiv zu rechtfertigen versucht, den Sparern höhere Zinsen bieten zu können, wodurch wieder mehr Geld für Kredite zur Verfügung amassiert werden könnte. - Dass Herr Flöttl dabei keine gediegene Veranlagungsstrategie verfolgt hat, steht auf einem gänzlich anderen Blatt!

      Im Umkehrschluss bedeutet also eine Abtrennung des InvestmentBankings schlechtere Konditionen für Sparer, weil die Banken durch solche Investments in der Regel ihr Vermögen mehren und durch ein zweites Standbein mit Krediten lockerer verfahren können. Daran ändert nichts, dass hin und wieder die Kurse fallen.

    • Ökonomie-Vergelter
      30. November 2015 23:03

      Korrektur:

      Sollte natürlich "Quantitative Easing" heißen, abgekürzt "QE" für gelockerte Geldmengenpolitik! (nicht "qualitative easing")

  25. Brigitte Imb
    29. November 2015 03:11

    Von Bankgeschäften verstehe ich so gut wie nichts, aber ich bin in der Lage eine Zinsrechnung für meine finanziellen Angelegenheiten zu erstellen und entsprechend zu bewerten.

    Daß der Staat, bzw. dessen Regierungen, jahrzehntelang das Volk entmündigt hat indem er den Bürgern vorgegaukelt hat sämtliche Agenden für sie zu übernehmen und sie damit zu entlasten wird noch zu unserem Untergang führen.

    Diese vorgegaukelte Für- und Umsorge des Staates hat die Menschen träge gemacht und ihnen das eigenständige Denken und Agieren aberzogen. Das entspricht natürlich genau dem Plan der Politik, die ein unfähiges Volk gerne sieht. Läßt sich ja viel leichter "führen", was natürlich aufgrund der aktuellen Politikerunintelligenz dringend nötig ist und wofür der Apparat der Parteiendiktatur schon gesorgt hat.

    Der Apparat der Parteiendiktatur scheint aber schon ziemlich schlau zu sein. Er hat sich neben dem Volkswillen auch den Bankenwillen großteils angeeignet und jongliert damit ganz ungeniert zum eigenen Profit.

    Volk und Banken - beide haben sich der Politik angedient - dürfen nun dafür die faulen Früchte ernten -, und beide sind nicht unschuldig, denn sie haben diese Exzesse zugelassen und eine zeitlang davon sogar vermeintlich profitiert.

    • FranzAnton
      29. November 2015 04:49

      Ausgezeichnet analysiert, Frau Imb. Hinsichtlich "Apparat der Parteiendiktatur" denke ich, daß er nicht besonders schlau, sondern unseriös und praktisch schadenstiftend agiert; wäre er klug = schlau, sägte er nicht am eigenen Ast, denn als Schlaumeier würde er erkennen, welchen Schaden er anrichtet, und dem Volke diesbezüglich irgendwann ein Licht aufgehen würde. Unsere Systemparteien erscheinen mir daher, da a la longue selbstruinierend, keineswegs als schlau.
      Mein nahezu tagtäglicher, verbaler Einsatz pro Direktdemokratie in diesem Forum konnte bis dato offenbar nicht hinreichend überzeugen; die Ursache hiefür erschließt sich mir aber nicht augenfällig; sehr hilfreich wäre es zweifellos, würden auch andere hier Aktive dieses Thema in jenem positiven Licht darstellen, das ihm zukommt; eine andere Möglichkeit, der Vernunft in politischen Dingen die Bahn zu brechen, gibt es meiner Ansicht nach nämlich überhaupt gar nicht; wer gegenteiliger Meinung ist, bitte argumentativ vorzutreten!

    • Brigitte Imb
      29. November 2015 16:59

      @FranzAnton,

      Sie können sicher sein, daß ich ein schlechtes Gewissen habe wegen meinem "Rückzug" *) und natürlich bin ich grundsätzlich für die direkte Demokratie.

      *)Nachdem Sie mich an einen gewissen Hrn. E. L. verwiesen haben, mit dem ich schon vorher gelegentlich korrespondierte und dieser über A.U. hergezogen hat, war für mich die Sache gegessen, weil ich meine Loyalität zum Blogmaster sicher so NICHT aufgebe. Auch wenn er manchmal gar nicht nach meinem Geschmack schreibt. ;-)

      Aber womöglich findet sich doch noch eine Gelegenheit mich helfend einzubringen. Mein Vorschlag wäre die FPÖ diesbezüglich zu "traktieren", die hat ja auch irgendwie versprochen sich darum zu kümmernund ist nun recht still in der Sache.

      LG

    • FranzAnton
      29. November 2015 18:48

      Liebe Frau Imb! Kürzlich postete ich hinsichtlich MD - mehr Demokratie, weil der von Ihnen Genannte E.L. zu einem Treffen Interessierter einlud; er übt dort eine Leitungsfunktion aus. @Pumuckl war auch bei diesem Treffen zugegen, wo es um Vorbereitungsarbeiten für ein "Demokratie - Camp" ging. @Pumuckl merkte kritisch an, daß dabei grosso modo Linksgebürstete anwesend gewesen seien, was, deren Redeweise gemäß, offensichtlich zutraf; allerdings möchte ich solche Leute nicht grundsätzlich ablehnen, wenn sie den Direktdemokratiegedanken ehrlich vertreten; ist Direktdemokratie erst einmal sauber implementiert, hat es niemand mehr in der Hand, sie dem Volk wieder zu entwinden; unsere Jugend steht nun einmal, bedauerlicher Weise, linkem Gedankengut häufig positiv gegenüber; ich sehe das an unseren erwachsenen Kindern; man muß sie dort abholen, wo sie sind.
      Hinsichtlich FPÖ hätte ich mir, so wie Sie, ebenfalls mehr Anstrengung Richtung pro Direktdemokratie erwartet; leider kann ich diese Partei nicht in dem positiven Licht sehen, wie es viele Blogger hier tun; aber es ist zu bedenken, woher ein bedeutender Teil von derem Wählerpotential stammt; dieser muß bedient werden. Einwirken auf die FPÖ könnte schon funktionieren, aber auch dazu bedürfte es einer Menge von Engagierten, die sich hiezu vernetzen müssten. Fiele Ihnen, Frau Imb, ein Weg ein, der geeignet sein könnte, die hier Aktiven pro Engagement für Direktdemokratie zu motivieren?

    • Brigitte Imb
      30. November 2015 00:12

      Lieber Hr. FranzAnton,

      würde es für´s Erste reichen wenn ich in meinem Umfeld aktiv werden würde? Da kenne ich eine NRin, verstehe mich mit vielen Anhängern allen politischen "Farben" ganz gut und ohne überheblich wirken zu wollen, meine Meinung wird sehr oft bestätigt.

      Sie wissen ja, auf dem Land ist alles ein wenig anders, da sind sogar die Roten ein bißerl konservativ. ;-)
      Aber mit so richtigen Rötlingen und deren Redeweise kann ich nicht gut umgehen, da fehlt mir ganz einfach der Wille zur Diplomatie, die ich ohnehin nicht mit dem Löffel gefressen habe.
      Sie haben natürlich vollkommen Recht was die Sache an und für sich betrifft, dazu sind einfach wirklich auch die Linken nötig.

      Und warum die FPÖ zu meiner politischen Heimat wurde kann ich Ihnen gerne sagen: Weil KEINE der anderen Parteien auch nur ansatzweise noch versucht das Volk zu vertreten und weil auch in KEINER anderen Partei irgendwelche kompetenten Politiker sitzen. Was könnte also noch schlimmer werden? Die FPÖ versucht wenigstens unsere Heimat und unsere Identität zu erhalten und das ist mir sehr, sehr wichtig.

      Zwar fasel ich zwar gelegentlich vom "Auswandern", od. träume vom Häuschen am Meer, aber wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, wüßte ich nicht ob ich das tatsächlich verkraften könnte.

      LG

  26. Johann Sebastian
    29. November 2015 02:21

    Kleine Korrektur: die Bankensteuer wird von der Bilanzsumme berechnet und faellt daher auch in Verlustjahren an!

  27. Maria Kiel
    29. November 2015 01:44

    ich habe nie verschwiegen, dass ich ein großer Fan der Regierung Schüssel war. Trotzdem habe ich es immer für einen unglücklichen Fehler gehalten, dass er damals die BAWAG "gerettet hat" - gedankt hat es ihm die rote Fraktion später jedenfalls nicht und auf die eine oder andere Weise haben natürlich die Steuerzahler die Rechnung beglichen; was auch immer für Deals im Zusammenhang damit im Hintergrund gelaufen sein mögen.....

    • Normalsterblicher
      29. November 2015 01:53

      Also bei aller Fairness ggü Schüssel muss doch festgehalten werden, dass die BAWAG durch den bösen CERBERUS-Heuschreck gerettet wurde - ein durch und durch kapitalistisches Konstrukt!

      Inwiefern hier Schüssel etwas in die Wege geleitet oder beigetragen haben könnte, entzieht sich meiner Kenntnis, aber evtl ist damit die Kooperation von BAWAG und Postsparkasse gemeint, deren Aufbrechung im Bereich des politisch möglichen gewesen sein könnte ....?

    • Schani
      29. November 2015 03:14

      An Schüssels Stelle hätte ich die Gewerkschaftsbank voll an die Wand rennen lassen. So hat er nur dem politischen Gegner geholfen - und der hat es ihm keineswegs gedankt!





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