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FN 747: Saudi-Arabien und Russland

Lesezeit: 1:00

Saudi-Arabien macht mit seiner Militärintervention im Jemen genau dasselbe wie Russland in der Ukraine.

Wieder wird das wichtigste Grundgesetz des Weltfriedens verletzt. Ein Land marschiert in ein anderes, kleineres und mutmaßlich schwächeres ein, weil dort ein Machtwechsel stattgefunden hat. Es hat dazu aber nur dann völkerrechtlich oder moralisch ein Recht, wenn es von jenem Land direkt oder über Terroristen oder durch die Entwicklung von ABC-Waffen angegriffen oder bedroht wird; wenn dort langanhaltende Menschenrechtsverletzungen in großem Ausmaß passieren; oder wenn das der UNO-Sicherheitsrat so erlaubt. Nichts davon ist da wie dort der Fall. Menschenrechtsverletzungen im Jemen sind eher durch die mit den Saudis und dem sunnitischen Fundamentalismus sympathisierenden Kräfte begangen worden – siehe das jüngste Blutbad in schiitischen Moscheen. Die Welt kann nur dann eine bessere werden, wenn endlich das Denken in über die Landesgrenze hinausgehende Einflusssphären und Machtbereiche aufhört. Das sollte sie beiden Invasoren mit großer Prinzipientreue klarmachen. Auch wenn etwa Sanktionen allen wehtun.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    27. März 2015 01:28

    Wie war’s im Irak? Der Präsident wurde bestialisch massakriert, da ein selbsternannter Weltpolizist eine Atomgefahr herbeilog.
    Wie war’s beim arabischen Frühling? Funktionierende Staatsgebilde wurden liquidiert, um Chaos zu hinterlassen.
    Wie ist es in Syrien, in Nigeria, in Afghanistan, in Pakistan, in Tschetschenien, auf der Krim, in der Ukraine, im Jemen, in Ägypten, im Libanon etc. Und schauen wir in den ostasiatischen Raum. Von anderen Weltgegenden erfahren wir einfach zu wenig; aber das Strickmuster ist immer gleich.
    Die USA befehlen, daß Griechenland in der EU (in der EURO-Zone) bleiben muß, schließlich wäre es – wie die Türkei – ein wichtiges NATO-Land. Und wer zahlt? Natürlich Deutschland.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorcaruso
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2015 18:57

    Hmmm 1: Das [moralisches Recht] steht ("völkerrechtlich oder moralisch") über dem [Völkerrecht]?

    Hmmm 2: Die Formulierung [wenn es von jenem Land direkt oder über Terroristen oder durch die Entwicklung von ABC-Waffen angegriffen oder bedroht wird] stellt für meinen Geschmack einen ungültigen Persilschein für viele der militärischen Interventionen der jüngeren Geschichte aus. Gerade die ABC-Waffen Begründungen, die sich in zwei wesentlichen Fällen - Irak und Syrien - als nachweislich nicht erhärtbar bzw. falsch herausgestellt haben eher als Mittel zum Zweck gedient.

    Darüber hinaus muß ich mich fragen, was denn der zugegebenermaßen unselige Gadaffi angestellt hat, um von heute auf morgen so unter die Räder zu kommen, nachdem er noch relativ kurz davor seine Wüstenzelte in New York (wenn auch nicht im Central Park) aufschlagen durfte. Aber offensichtlich kann man für Frühlings- und Demokratie-Hormon-Flutungen schon ein paar Augen zudrücken, wenn es um die gute und richtige Sache geht.

    Was den Jemen betrifft wäre es ja dann gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für Herrn McCaine und die Frau Nuhland ("Fu$$ SA") nach Sanaa zu reisen, Brötchen zu verteilen und militärisches Beobachtungsgerät bereitzustellen. Oder doch nicht?

    In Saudi-Arabien selbst wird sich zeigen, wann die jungen Generationen von Luxus und Überdruß gelangweilt gegen die Einschränkungen und Vorschriften des alten herrschenden Establishments aufbegehren. Petrodollars und alljährliche Militärinvestition in Milliardenhöhe sichern nicht nur die Überlegenheit in der Region sondern auch die inneren ehernen Vorschriften und Gegebenheiten.

    Was die "Volksgesundheit" betrifft so zeigen sich bereits jetzt schon die Auswirkungen von Überfluß und "über-traditionellen" Familienbanden:

    "War Übergewicht früher einmal ein Problem der westlichen Welt, sind nun Industrie- und Entwicklungsländer gleichermaßen betroffen. So haben Staaten wie Ägypten, Saudi Arabien, Oman, Honduras und Bahrain bei Frauen die höchsten Zuwachsraten bei Adipositas."
    http://psyslim.com/?p=375

    "In Saudi-Arabien wurden 2004 verpflichtende Gen- und Gesundheitstests vor der Heirat eingeführt. Jährlich nehmen an dem Programm "Gesunde Heirat" 270.000 bis 300.000 Menschen teil. 2014 trennten sich aufgrund festgestellter "genetischer Inkompatibilitäten" 165.000 heiratswillige Menschen nach Angaben von Medien. 60 Prozent der Teilnehmer trennen sich nach dem Test durchschnittlich von ihrem Heiratspartner, weil angeblich großes Risiko für Erbkrankheiten bei möglichen Kindern besteht."

    http://www.heise.de/tp/artikel/44/44501/1.html

    Für die pathologisch anmutenden Einseitigkeit bei allem was Russland betrifft fehlt mir ob des sonst immer wieder bewiesenen messerscharfen analytischen Verstandes jegliches Verständnis.

  3. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2015 23:40

    OT---aber ein ständiges, wachsendes Ärgernis beschreibt Werner REICHEL auf ORF-WATCH und spricht, wie ich annehme, vielen hier aus dem Herzen:

    Politisch korrekte Vorturner

    "Die politische Korrektheit ist der Rahmen, der in der rezenten westlichen Gesellschaft nicht gesprengt werden darf. Nur in diesem genau definierten und abgegrenzten Bereich dürfen sich Politik, Kunst, Diskussionen und Meinungsäußerungen bewegen. Wer diese rote Linie überschreitet, wird geächtet, marginalisiert, erniedrigt und sozial vernichtet. Man erinnere sich nur an die politisch-medialen Hetzkampagnen gegen die PEGIDA-Demonstranten, wo angesichts des großen Zulaufs in den Redaktionen und Parteizentralen sämtliche Hemmschwellen gefallen sind. Man hatte keinerlei Probleme, die Demonstranten zu Untermenschen zu erklären, ängstliche, dumme, paranoide Modernisierungsverlierer, die aufgrund ihrer geistigen Defizite mit der neuen bunten Multikultiwelt einfach nicht zurechtkommen.

    Die politisch korrekte Meute fällt über jeden her, der die von ihnen kontrollierte Zone verlässt, der die Dogmen der neosozialistischen Lehren in Frage stellt. Im politisch-korrekten Rudel hat jeder eine mehr oder weniger wichtige Rolle, die Politiker, Journalisten, Künstler, Wissenschaftler, Lehrer, NGOler und Antifa-Randalierer. Ein sehr engmaschiges Netz. Mit Meinungsfreiheit hat das längst nichts mehr zu tun.

    Die politisch-mediale Klasse bestimmt die Grenzen und das Feld, auf dem man sich gefahrlos bewegen darf. Und dieses Feld wird immer kleiner. Einstmals bürgerliche und konservative Parteien, wie CDU/CSU oder ÖVP, sind deshalb in den vergangenen Jahren immer weiter nach links gerückt. Würden sie noch vertreten, was sie vor 20 Jahren vertreten haben, sie würden längst als Nazis am medialen Pranger stehen. Denn Nazi ist mittlerweile jeder, der nicht politisch korrekt denkt und handelt. Was vor kurzem noch bürgerlich war, ist mittlerweile rechtsextrem, was früher linksextrem war, ist mittlerweile Mainstream.

    Das politische Koordinatensystem hat sich weit nach links verschoben, deshalb ist der Linksextremismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen, ist gesellschaftsfähig geworden. Linke Gewalt wird von Politikern und Medien systematisch verharmlost, geduldet und sogar gefördert. Wenn in Frankfurt dutzende Polizeiautos in Flammen aufgehen und 150 Beamte zum Teil schwer verletzt und Tote in Kauf genommen werden, dann wird das von linken Politkern und Medien augenzwinkernd zur Kenntnis genommen, während Politiker und Medien im Zuge der friedlichen PEGIDA-Demonstrationen laut über Demoverbote nachgedacht haben. In einigen Fällen wurden Demonstrationen auch tatsächlich verboten.

    Für Menschen, die offen gegen die politische Korrektheit mit all ihren Auswüchsen Stellung beziehen, wird es immer enger. Die Mainstreammedien spielen dabei eine tragende und führende Rolle. Sie sind Missionare, Verkünder, Ankläger, Richter und Vollstrecker. Man erinnere sich etwa an die mediale Hinrichtung der Antifeministin Eva Hermann im ZDF bei Johannes B. Kerner. Im Rundfunkbereich haben die öffentlich-rechtlichen Sender eine Vorreiterrolle, sie sind die politisch-korrekten Leitmedien, die meisten Privatsender passen ihre weltanschauliche Ausrichtung den Staatssendern an. Kritisches, Kontroverses oder Mutiges ist im deutschsprachigen Fernsehen oder Radio nicht zu finden, nur der übliche fade antikapitalistische, Multikulti verherrlichende, politisch korrekte Meinungsbrei. Man sieht sich als Vorreiter, Vordenker und Vorkämpfer in Sachen Gendermainstreaming, Multikulti, Geldsozialismus oder seit kurzem auch für Veganismus.

    Was nicht ins Weltbild passt, wird ignoriert, verdreht und verharmlost. Der ORF ist dafür ein Paradebeispiel. Es ist deshalb immer wieder amüsant, wenn sich ORF-Journalisten über die „gelenkten“ Medien in Ungarn oder Russland mokieren. Ihre eigene Rolle im politischen und gesellschaftlichen System reflektieren und hinterfragen sie angesichts ihrer Selbstgerechtigkeit und ihres Sendungsbewusstseins hingegen nicht. Ein Umdenken oder Paradigmenwechsel ist äußerst unwahrscheinlich.

    Deshalb bleibt dem medialen Untertan nur, den ORF und die anderen Mainstreammedien weitgehend zu meiden. Das Angebot an seriösen nichtlinken Medien im Internet ist mittlerweile ohnehin vielfältig."

  4. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2015 21:09

    A.U. :
    " Ein Land marschiert in anderes ein . . . - Es hat dazu aber nur dann völkerrechtlich
    oder moralisch ein Recht, . . . . . ; WENN DORT LANGANHALTENDE MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN IN GROSSEM AUSMASS PASSIEREN ; . . . . "

    Ich wußte das nicht und habe unter " Polnische Verbrechen an Volksdeutschen zwischen 1918 und 1939 " gegoogelt.

    MAN LIEST DA VON 15.000 ERMORDETET DEUTSCHEN UND POLNISCHEN KONZENTRATIONSLALERN MIT TAUSENDEN DEUTSCHEN INSASSEN ! AUCH VON FLUCHTARTIGEN MASSENAUSWANDERUNGEN DEUTSCHER AUS POLEN WIRD DA BERICHTET.

    Alles erlogen ? Dann müßten aber die eindeutigen Unwahrheiten aus dem Internet Verschwinden. Denn das wären ja POLNISCHE MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN
    AN DEUTSCHEN IN GROSSEM AUSMASS GEWESEN !

    Folgt man obiger Rechtsauffassung von Dr. Unterberger und können die ergoogelten Menschenrechtsverletzungen an Deutschen durch Polen nicht falsifiziert
    werden, MÜSSTE JA DER DEUTSCHE EINMARSCH IN POLEN AM 1. SEPT. 1939 VÖLLIG NEU BEWERTET WERDEN !


    Ich danke im Voraus für jeden qualifizierten Widerspruch ! ! !

  5. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2015 18:00

    Wie wär's mit der Wiederanerkennung des Völkerrechts? Meinetwegen fürs Erste auch innerhalb von "Gewohnheitsgrenzen" ("Kolonialgrenzen"). Allerdings, die "staatliche Souveränität" muss natürlich sekundär bleiben. Das heißt, jede Völkergemeinschaft hat das Recht auf Eigenständigkeit oder Anschluss an "Brudervölker". Wie auch immer.

    Das wird aber weder "God Own Country" noch den EU-Bürokraten in den Kram passen. Bemüht man sich doch seit Jahrzehnten redlich, staatlichen Identitäten das Lebensrecht abzusprechen. Alles unter dem Popanz schrecklicher "Nationalismus". Dann kommen doch wieder die NAZIS!

    Der Schwindel von der segensreichen Zentralisierung der WELT fliegt auf... insgeheim ist es schon aufgeflogen. Die "Zentralisierer" haben sich selbst überdribbelt...

  6. Ausgezeichneter Kommentatorzweiblum
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2015 22:24

    Wenn man davon ausgeht, dass die USA wieder zündeln, hat AU recht.
    http://www.rtdeutsch.com/15381/international/us-aussenpolitik-ursache-fuer-eskalation-in-jemen/
    Saudi-Arabien, das seinen südlichen Nachbarn als „natürliches Hinterland“ betrachtet, hat begonnen, gemeinsam mit US-amerikanischer Hilfe gegen die pro-iranischen schiitischen Huthi-Rebellen in Sanaa vorzugehen. Jemen droht nach Syrien, Irak und Libyen zum nächsten Schauplatz eines Stellvertreterkrieges zu mutieren. Kritiker monieren die vermeintliche Erfolgsgeschichte US-amerikanischer Anti-Terror-Operationen. Der eskalierende Bürgerkrieg auf der Arabischen Halbinsel führt den Misserfolg der US-Außenpolitik in Jemen vor.

  7. Ausgezeichneter KommentatorNorbert Mühlhauser
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2015 22:54

    Es ist nicht alles was hinkt ein Vergleich, Herr Unterberger.

    Wäre eine etwaig gegebene militärische Einmischung Russlands so unmittelbar wie der Aufmarsch Saudi-Arabiens, dann stünden die ukrainischen Ethno-Russen schon in Kiew.

    Sie werden doch nicht behaupten wollen, dass die Luftwaffe Russlands Stellungen in der Ukraine bombardiert, oder 150.000 Mann an der Grenze zum Einmarsch zusammengezogen hätte?

    Sei erweisen sich selbst mit solchen Aussagen keinen guten Dienst.

    Es ist aber anzuerkennen, dass Sie sich für die vorbehaltlose Verbindlichkeit völkerrechtl. Grundsätze aussprechen. Die sollten dann unabhängig davon gelten, ob (angebliche oder tatsächliche) "Unsympathler" ein in's Visier der Mächtigen geratenes Land regieren.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    29. März 2015 10:59

    Ich möchte den Herrn Unterberger nur einmal an den sogenannten "Sechstage-Krieg" 1967 erinnern (den müsste er altersbedingt ja schon bewusst erlebt haben), als Israel in Ägypten einfiel und dessen Luftwaffe fast vollständig zerstört hat. Hätte Israel schön "brav" innerhalb seiner Grenzen gewartet, gäbe es den Staat heute nicht mehr.


alle Kommentare

  1. Torres (kein Partner)
    29. März 2015 10:59

    Ich möchte den Herrn Unterberger nur einmal an den sogenannten "Sechstage-Krieg" 1967 erinnern (den müsste er altersbedingt ja schon bewusst erlebt haben), als Israel in Ägypten einfiel und dessen Luftwaffe fast vollständig zerstört hat. Hätte Israel schön "brav" innerhalb seiner Grenzen gewartet, gäbe es den Staat heute nicht mehr.

  2. ISIS-Asow-Senator Cain (kein Partner)
    28. März 2015 20:41

    Unterberger, aufpassen was sie von sich geben!
    Das Haus Saud ist die wichtigste proamerikanische Stimme im islamistischen Erdkreis und der wichtigste Förderer von ISIS usw. Das saudische Militär ist nichts als ein US-Hybrid.

    • CIA-Nazi (kein Partner)
      28. März 2015 21:05

      Der völkerrechtswidrige Überfall auf den Jemen wird von den USA (United Satanists of America) koordiniert.

  3. heartofstone (kein Partner)
    28. März 2015 18:59

    Hihi ... die SPÖ fährt mit der "Abwerbung" eines Mandatars der Grünen, wie man bei uns sagt, den Grünen mit dem Arsch ins Gesicht und verhindert so eine Änderung des Wiener Wahlrechts. Was machen die Grünen Melonen?

    Nach Wahlrechtscoup der SPÖ: Wiener Grüne bleiben in Koalition

    Kann Vasilakuh (oder wie sich der Trampel auch immer nennt) morgens noch in den Spiegel schauen oder "erblinden" die Spiegel alle freiwillig? Rot wie Grün sind gschissene Sozialisten und gehören restlos und rückstandsfrei aus allen Parlamenten und Gemeinden, entfernt. Dreckspack elendigliches ...

  4. MH-0817 (kein Partner)
    28. März 2015 18:20

    Wie gesagt: "Man kann einen Journalisten billiger haben als eine Hure, für einige Hundert Dollar im Monat" (Philip Graham, Washington Post).

  5. Haider
    27. März 2015 01:28

    Wie war’s im Irak? Der Präsident wurde bestialisch massakriert, da ein selbsternannter Weltpolizist eine Atomgefahr herbeilog.
    Wie war’s beim arabischen Frühling? Funktionierende Staatsgebilde wurden liquidiert, um Chaos zu hinterlassen.
    Wie ist es in Syrien, in Nigeria, in Afghanistan, in Pakistan, in Tschetschenien, auf der Krim, in der Ukraine, im Jemen, in Ägypten, im Libanon etc. Und schauen wir in den ostasiatischen Raum. Von anderen Weltgegenden erfahren wir einfach zu wenig; aber das Strickmuster ist immer gleich.
    Die USA befehlen, daß Griechenland in der EU (in der EURO-Zone) bleiben muß, schließlich wäre es – wie die Türkei – ein wichtiges NATO-Land. Und wer zahlt? Natürlich Deutschland.

  6. Undine
    26. März 2015 23:40

    OT---aber ein ständiges, wachsendes Ärgernis beschreibt Werner REICHEL auf ORF-WATCH und spricht, wie ich annehme, vielen hier aus dem Herzen:

    Politisch korrekte Vorturner

    "Die politische Korrektheit ist der Rahmen, der in der rezenten westlichen Gesellschaft nicht gesprengt werden darf. Nur in diesem genau definierten und abgegrenzten Bereich dürfen sich Politik, Kunst, Diskussionen und Meinungsäußerungen bewegen. Wer diese rote Linie überschreitet, wird geächtet, marginalisiert, erniedrigt und sozial vernichtet. Man erinnere sich nur an die politisch-medialen Hetzkampagnen gegen die PEGIDA-Demonstranten, wo angesichts des großen Zulaufs in den Redaktionen und Parteizentralen sämtliche Hemmschwellen gefallen sind. Man hatte keinerlei Probleme, die Demonstranten zu Untermenschen zu erklären, ängstliche, dumme, paranoide Modernisierungsverlierer, die aufgrund ihrer geistigen Defizite mit der neuen bunten Multikultiwelt einfach nicht zurechtkommen.

    Die politisch korrekte Meute fällt über jeden her, der die von ihnen kontrollierte Zone verlässt, der die Dogmen der neosozialistischen Lehren in Frage stellt. Im politisch-korrekten Rudel hat jeder eine mehr oder weniger wichtige Rolle, die Politiker, Journalisten, Künstler, Wissenschaftler, Lehrer, NGOler und Antifa-Randalierer. Ein sehr engmaschiges Netz. Mit Meinungsfreiheit hat das längst nichts mehr zu tun.

    Die politisch-mediale Klasse bestimmt die Grenzen und das Feld, auf dem man sich gefahrlos bewegen darf. Und dieses Feld wird immer kleiner. Einstmals bürgerliche und konservative Parteien, wie CDU/CSU oder ÖVP, sind deshalb in den vergangenen Jahren immer weiter nach links gerückt. Würden sie noch vertreten, was sie vor 20 Jahren vertreten haben, sie würden längst als Nazis am medialen Pranger stehen. Denn Nazi ist mittlerweile jeder, der nicht politisch korrekt denkt und handelt. Was vor kurzem noch bürgerlich war, ist mittlerweile rechtsextrem, was früher linksextrem war, ist mittlerweile Mainstream.

    Das politische Koordinatensystem hat sich weit nach links verschoben, deshalb ist der Linksextremismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen, ist gesellschaftsfähig geworden. Linke Gewalt wird von Politikern und Medien systematisch verharmlost, geduldet und sogar gefördert. Wenn in Frankfurt dutzende Polizeiautos in Flammen aufgehen und 150 Beamte zum Teil schwer verletzt und Tote in Kauf genommen werden, dann wird das von linken Politkern und Medien augenzwinkernd zur Kenntnis genommen, während Politiker und Medien im Zuge der friedlichen PEGIDA-Demonstrationen laut über Demoverbote nachgedacht haben. In einigen Fällen wurden Demonstrationen auch tatsächlich verboten.

    Für Menschen, die offen gegen die politische Korrektheit mit all ihren Auswüchsen Stellung beziehen, wird es immer enger. Die Mainstreammedien spielen dabei eine tragende und führende Rolle. Sie sind Missionare, Verkünder, Ankläger, Richter und Vollstrecker. Man erinnere sich etwa an die mediale Hinrichtung der Antifeministin Eva Hermann im ZDF bei Johannes B. Kerner. Im Rundfunkbereich haben die öffentlich-rechtlichen Sender eine Vorreiterrolle, sie sind die politisch-korrekten Leitmedien, die meisten Privatsender passen ihre weltanschauliche Ausrichtung den Staatssendern an. Kritisches, Kontroverses oder Mutiges ist im deutschsprachigen Fernsehen oder Radio nicht zu finden, nur der übliche fade antikapitalistische, Multikulti verherrlichende, politisch korrekte Meinungsbrei. Man sieht sich als Vorreiter, Vordenker und Vorkämpfer in Sachen Gendermainstreaming, Multikulti, Geldsozialismus oder seit kurzem auch für Veganismus.

    Was nicht ins Weltbild passt, wird ignoriert, verdreht und verharmlost. Der ORF ist dafür ein Paradebeispiel. Es ist deshalb immer wieder amüsant, wenn sich ORF-Journalisten über die „gelenkten“ Medien in Ungarn oder Russland mokieren. Ihre eigene Rolle im politischen und gesellschaftlichen System reflektieren und hinterfragen sie angesichts ihrer Selbstgerechtigkeit und ihres Sendungsbewusstseins hingegen nicht. Ein Umdenken oder Paradigmenwechsel ist äußerst unwahrscheinlich.

    Deshalb bleibt dem medialen Untertan nur, den ORF und die anderen Mainstreammedien weitgehend zu meiden. Das Angebot an seriösen nichtlinken Medien im Internet ist mittlerweile ohnehin vielfältig."

  7. Norbert Mühlhauser
    26. März 2015 22:54

    Es ist nicht alles was hinkt ein Vergleich, Herr Unterberger.

    Wäre eine etwaig gegebene militärische Einmischung Russlands so unmittelbar wie der Aufmarsch Saudi-Arabiens, dann stünden die ukrainischen Ethno-Russen schon in Kiew.

    Sie werden doch nicht behaupten wollen, dass die Luftwaffe Russlands Stellungen in der Ukraine bombardiert, oder 150.000 Mann an der Grenze zum Einmarsch zusammengezogen hätte?

    Sei erweisen sich selbst mit solchen Aussagen keinen guten Dienst.

    Es ist aber anzuerkennen, dass Sie sich für die vorbehaltlose Verbindlichkeit völkerrechtl. Grundsätze aussprechen. Die sollten dann unabhängig davon gelten, ob (angebliche oder tatsächliche) "Unsympathler" ein in's Visier der Mächtigen geratenes Land regieren.

  8. zweiblum
    26. März 2015 22:24

    Wenn man davon ausgeht, dass die USA wieder zündeln, hat AU recht.
    http://www.rtdeutsch.com/15381/international/us-aussenpolitik-ursache-fuer-eskalation-in-jemen/
    Saudi-Arabien, das seinen südlichen Nachbarn als „natürliches Hinterland“ betrachtet, hat begonnen, gemeinsam mit US-amerikanischer Hilfe gegen die pro-iranischen schiitischen Huthi-Rebellen in Sanaa vorzugehen. Jemen droht nach Syrien, Irak und Libyen zum nächsten Schauplatz eines Stellvertreterkrieges zu mutieren. Kritiker monieren die vermeintliche Erfolgsgeschichte US-amerikanischer Anti-Terror-Operationen. Der eskalierende Bürgerkrieg auf der Arabischen Halbinsel führt den Misserfolg der US-Außenpolitik in Jemen vor.

  9. Pumuckl
    26. März 2015 21:09

    A.U. :
    " Ein Land marschiert in anderes ein . . . - Es hat dazu aber nur dann völkerrechtlich
    oder moralisch ein Recht, . . . . . ; WENN DORT LANGANHALTENDE MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN IN GROSSEM AUSMASS PASSIEREN ; . . . . "

    Ich wußte das nicht und habe unter " Polnische Verbrechen an Volksdeutschen zwischen 1918 und 1939 " gegoogelt.

    MAN LIEST DA VON 15.000 ERMORDETET DEUTSCHEN UND POLNISCHEN KONZENTRATIONSLALERN MIT TAUSENDEN DEUTSCHEN INSASSEN ! AUCH VON FLUCHTARTIGEN MASSENAUSWANDERUNGEN DEUTSCHER AUS POLEN WIRD DA BERICHTET.

    Alles erlogen ? Dann müßten aber die eindeutigen Unwahrheiten aus dem Internet Verschwinden. Denn das wären ja POLNISCHE MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN
    AN DEUTSCHEN IN GROSSEM AUSMASS GEWESEN !

    Folgt man obiger Rechtsauffassung von Dr. Unterberger und können die ergoogelten Menschenrechtsverletzungen an Deutschen durch Polen nicht falsifiziert
    werden, MÜSSTE JA DER DEUTSCHE EINMARSCH IN POLEN AM 1. SEPT. 1939 VÖLLIG NEU BEWERTET WERDEN !


    Ich danke im Voraus für jeden qualifizierten Widerspruch ! ! !

    • Undine
      26. März 2015 23:22

      @Pumuckl

      Neugierig geworden durch Ihren Kommentar habe ich wortgleich wie Sie "gegoogelt"---das Thema sollte unbedingt vertieft werden! Es ist halt so, daß die Wahrheit verschwiegen werden muß. Auch über die wahren Verbrechen in Katyn wußten die Menschen zur Zeit des Geschehens Bescheid, wurden aber nach dem Krieg nicht angehört, sondern bestraft.

      Von der Generation unserer Eltern hätte man viel erfahren können, aber das wurde UNTERBUNDEN. Jetzt leben kaum mehr Zeitzeugen---darauf hat man gewartet.

      Sie haben recht: Wäre all das, was man im Internet zu diesem Thema lesen kann, die Unwahrheit---es wäre längst gelöscht. Sie dürfen davon ausgehen, daß stimmt, was geschrieben steht. Ich hatte noch zu wenig Zeit, mehr zu lesen, aber was ich gelesen habe, reicht schon.

      http://www.stolpersteine.net/PolensverschwiegeneSchuld.htm

    • Undine
    • kritikos
      27. März 2015 00:29

      Wenn's wirklich wahr ist, da dann habe die Ehre, Überfall!

    • Pumuckl
      27. März 2015 09:55

      @ Undine @ kritikos

      War damals die britisch - französische Garantierklärung für Polen einem, die Menschenrechte verachtendem Schurkenstaat, der auch Juden drangsalierte, gegeben?

    • Undine
      27. März 2015 10:15

      @Pumuckl

      Diese Frage kann ich leider nicht beantworten, weil mir das einschlägige Wissen fehlt; darauf können nur OBJEKTIVE, SERIÖSE HISTORIKER antworten, wenn man es ihnen gestattet. Auf Anhieb fällt mir nur Univ. Prof. Lothar HÖBELT ein.

    • Undine
      27. März 2015 22:16

      @Pumuckl

      Wie's aussieht, bleibt der qualifizierte Widerspruch aus. Was soll man daraus schliessen? Es gibt keinen "qualifizierten Widerspruch", weil die Tatsachen auf dem Tisch liegen. Man will sie nur ja nicht beachten, denn da müssten alle Geschichtsbücher neu geschrieben werden. Ich wette, dass sich sogar die Trolle des delikaten Trollfutters nicht annehmen werden. Ihr Motto: Nur keinen Staub aufwirbeln!

  10. Brigitte Imb
    26. März 2015 20:40

    Das leidige Russenthema ist ohnehin (den meisten) Bloggern hier unsympathisch, darum ein

    OT. Die Selbstversteuerung von Einkommen

    Ohne Hrn. Amilcare Puviani, bzw. seine Schriften, zu kennen, also mit reinem Hausverstand, vertrete ich seit Jahrzehnten die Ansicht zur Selbstversteuerung, ect. (nach Schweizer Vorbild). Nach einem derartigem System fiele den Menschen sehr rasch die Plünderei des Staates auf, nach dem (bequemen) "Entmündigungssystem", welches in Ö überrwiegend vorherrscht natürlich nicht.
    Nun freue ich mich in der "Presse" einen Artikel dazu gefunden zu haben. Hoffentlich lesen diesen viele Menschen und denken darüber nach.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/diebilanz/4694856/Wir-Steueresel-und-unsere-fiskalische-Illusion?_vl_backlink=/home/index.do

  11. caruso
    26. März 2015 18:57

    Hmmm 1: Das [moralisches Recht] steht ("völkerrechtlich oder moralisch") über dem [Völkerrecht]?

    Hmmm 2: Die Formulierung [wenn es von jenem Land direkt oder über Terroristen oder durch die Entwicklung von ABC-Waffen angegriffen oder bedroht wird] stellt für meinen Geschmack einen ungültigen Persilschein für viele der militärischen Interventionen der jüngeren Geschichte aus. Gerade die ABC-Waffen Begründungen, die sich in zwei wesentlichen Fällen - Irak und Syrien - als nachweislich nicht erhärtbar bzw. falsch herausgestellt haben eher als Mittel zum Zweck gedient.

    Darüber hinaus muß ich mich fragen, was denn der zugegebenermaßen unselige Gadaffi angestellt hat, um von heute auf morgen so unter die Räder zu kommen, nachdem er noch relativ kurz davor seine Wüstenzelte in New York (wenn auch nicht im Central Park) aufschlagen durfte. Aber offensichtlich kann man für Frühlings- und Demokratie-Hormon-Flutungen schon ein paar Augen zudrücken, wenn es um die gute und richtige Sache geht.

    Was den Jemen betrifft wäre es ja dann gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für Herrn McCaine und die Frau Nuhland ("Fu$$ SA") nach Sanaa zu reisen, Brötchen zu verteilen und militärisches Beobachtungsgerät bereitzustellen. Oder doch nicht?

    In Saudi-Arabien selbst wird sich zeigen, wann die jungen Generationen von Luxus und Überdruß gelangweilt gegen die Einschränkungen und Vorschriften des alten herrschenden Establishments aufbegehren. Petrodollars und alljährliche Militärinvestition in Milliardenhöhe sichern nicht nur die Überlegenheit in der Region sondern auch die inneren ehernen Vorschriften und Gegebenheiten.

    Was die "Volksgesundheit" betrifft so zeigen sich bereits jetzt schon die Auswirkungen von Überfluß und "über-traditionellen" Familienbanden:

    "War Übergewicht früher einmal ein Problem der westlichen Welt, sind nun Industrie- und Entwicklungsländer gleichermaßen betroffen. So haben Staaten wie Ägypten, Saudi Arabien, Oman, Honduras und Bahrain bei Frauen die höchsten Zuwachsraten bei Adipositas."
    http://psyslim.com/?p=375

    "In Saudi-Arabien wurden 2004 verpflichtende Gen- und Gesundheitstests vor der Heirat eingeführt. Jährlich nehmen an dem Programm "Gesunde Heirat" 270.000 bis 300.000 Menschen teil. 2014 trennten sich aufgrund festgestellter "genetischer Inkompatibilitäten" 165.000 heiratswillige Menschen nach Angaben von Medien. 60 Prozent der Teilnehmer trennen sich nach dem Test durchschnittlich von ihrem Heiratspartner, weil angeblich großes Risiko für Erbkrankheiten bei möglichen Kindern besteht."

    http://www.heise.de/tp/artikel/44/44501/1.html

    Für die pathologisch anmutenden Einseitigkeit bei allem was Russland betrifft fehlt mir ob des sonst immer wieder bewiesenen messerscharfen analytischen Verstandes jegliches Verständnis.

  12. Josef Maierhofer
    26. März 2015 18:38

    Im Weltkrieg, da bedienen sich viele auf Kosten Schwächerer.

    Wo es nun schon überall lodernd brennt auf diesem Erdball, gestattet inzwischen die Gegenfrage, wo brennt es nicht.

    Menschenrechte, Völkerrechte werden gebrochen, die Fratze des Krieges ist eine grausige. Gewalt, wohin man schaut.

    Bei uns in Europa herrscht die Selbstaufgabe und die Einladung des Feindes vor, da braucht man keine Invasion.

    • Erich Bauer
      26. März 2015 18:43

      Und warum reißen diese EU-Simpel so groß das MAUL auf?

    • Josef Maierhofer
      26. März 2015 18:59

      @ Erich Bauer

      .... weil man ihnen ideologische und amerikanische Zahnstocher hineingesteckt hat ...

  13. Erich Bauer
    26. März 2015 18:00

    Wie wär's mit der Wiederanerkennung des Völkerrechts? Meinetwegen fürs Erste auch innerhalb von "Gewohnheitsgrenzen" ("Kolonialgrenzen"). Allerdings, die "staatliche Souveränität" muss natürlich sekundär bleiben. Das heißt, jede Völkergemeinschaft hat das Recht auf Eigenständigkeit oder Anschluss an "Brudervölker". Wie auch immer.

    Das wird aber weder "God Own Country" noch den EU-Bürokraten in den Kram passen. Bemüht man sich doch seit Jahrzehnten redlich, staatlichen Identitäten das Lebensrecht abzusprechen. Alles unter dem Popanz schrecklicher "Nationalismus". Dann kommen doch wieder die NAZIS!

    Der Schwindel von der segensreichen Zentralisierung der WELT fliegt auf... insgeheim ist es schon aufgeflogen. Die "Zentralisierer" haben sich selbst überdribbelt...





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