Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Der große Deflations-Schmäh

Mancher Schwachsinn muss nur oft genug von Politikern, sogenannten Wirtschaftsforschern (eigentlich: Wirtschaftsideologen) und ahnungslosen Journalisten nachgeplappert werden, bis er für Wahrheit gehalten wird. Jüngstes Beispiel ist die Panik vor einer Deflation. Ihr Inhalt: In einer Deflation würden die Konsumenten in Erwartung noch niedrigerer Preise Käufe aufschieben. Dadurch würde die Wirtschaft erlahmen. Daher müsse man um jeden Preis Inflation erzeugen.

Das ist alles ein gefährlicher Unsinn. Das Stagnieren oder minimale Zurückgehen der gemessenen Preise (ohnedies nicht der gefühlten!) hat nur zwei Ursachen: den halbierten Ölpreis und das Billigerwerden technischer Produkte. Das aber sind in Wahrheit durchaus positive Entwicklungen.

Es gibt keinen einzigen Autofahrer, der das Tanken auf nächsten Monat verschiebt, weil dann Benzin (vielleicht!) billiger wird. Und erst recht sind für die gesamte Industrie sinkende Ölpreise ein enorm blutdruckförderndes Mittel – natürlich außer für die Ölindustrie und deren Zulieferer.

Auch technische Produkte wie neue Handys oder Flachbildschirme werden von den Konsumenten sofort mit Begeisterung gekauft, sobald sie auf den Markt kommen. Dabei weiß jeder, dass die gleichen Produkte ein, zwei Jahre später viel billiger sein werden. Trotzdem warten nur sehr wenige mit dem Kauf zu. Denn in ein, zwei Jahren gibt’s ja dann auch schon wieder die nächste Produkt-Generation mit neuen Features. Und man ist halt gerne einer, der wenigstens hie und da das Allerneueste und Allertollste hat.

Und alles andere – Dienstleistungen, Gebühren, Lebensmittel – wird ja sowieso immer teurer.

Es nimmt aber auch ein internationaler Fakten-Vergleich jede Angst vor Deflation. Denn während sozialistische Hochinflationsländer wie Zimbabwe oder Venezuela in einer letalen Krise stecken, verzeichnen die USA seit längerem Wachstumswerte von deutlich über zwei Prozent – obwohl es dort derzeit eine Deflation gibt. In Österreich hingegen ist die Inflation die höchste des Euro-Raums – aber das Wachstum eines der niedrigsten. Es steht an der Kippe zur Rezession. Ähnliches zeigt sich in vielen anderen Ländern.

Warum dann die Deflations-Panikmache? Der Grund ist klar: Die Europäische Zentralbank braucht einen seriös klingenden Grund für ihr wahnwitziges Gelddruck-Programm. Dieses soll die Inflation auf die zwei Prozent hinauftreiben, die man – im Grund völlig willkürlich – als Inflationsziel angesetzt hat. Dabei waren die zwei Prozent noch vor wenigen Jahren nur die Grenze für die höchstzulässige Inflation. Heute sind sie auf einmal die angeblich erwünschte Mindestinflation.

Die EZB macht das alles nur, um den europäischen Schuldenstaaten zu helfen: Diese können weiter, ohne viel sparen zu müssen, Schulden machen. Auf Kosten der europäischen Sparer. Diese werden ja von der EZB alljährlich um ein gutes Stück realer Minuszinsen beraubt. Und die Deflations-Panik dient ihr dabei als edel klingende Begründung . . .

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

 

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print


alle Kommentare

  1. Mausi (kein Partner)

    Eine kleine Gruppe v. Privatbankiers regiert im Geheimen unsere Welt. Diese Bankiers steuern nicht nur die FED oder die EZB, sond. auch überregionale Organisationen wie die UNO, die Weltbank, den IWF und die BIZ. Sie manipulieren d. Gold- und Silberpreis, haben d. Immobilienblase und d. Bankenkrise bewusst herbeigeführt u. stürzen d. Welt absichtlich in d. Abgrund. Das jahrhundertealte Ziel dieser Geldelite ist kein Geringeres als d. Weltherrschaft, genannt die Neue Weltordnung! U. dafür nehmen sie jedes Opfer in Kauf. Sie planen ganz offiziell die nach ihrer Meinung nötige Dezimierung der Weltbevölk.
    http://www.pravda-tv.com/2015/03/im-teufelskreis-der-elite-was-sie-nicht-wissen-sollen/



  2. Mausi (kein Partner)

    Ja von den USA können wir viel lernen. Vor allem wie man das Wirtschaftswachstum ankurbelt.
    Die neue Zeitung "Spülgel" zeigt's
    Siehe Karrikatur:
    http://www.spuelgel.de/neulich-in-einem-besetzten-land-knock-knock/



    • Mausi (kein Partner)

      Putin der Barbar ..... (Ironie)
      Putin kürzt sein Gehalt!

      Schon gehört? ähh ich meine, dass unsere Leuchten dies auch tun?

      Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise hat Russlands Präsident Wladimir Putin auf zehn Prozent seines Gehalts verzichtet, berichtet sputniknews. Zudem ließ Putin die Gehälter von Regierungschef Dmitri Medwedew, des Generalstaatsanwalts und anderer hoher Beamter per Erlass kürzen.
      Die Gehälter wurden für die Zeit vom 1. März bis 31. Dezember 2015 um zehn Prozent beschnitten, wie das Presseamt des Kreml am Freitag mitteilte. Zuvor hatte Putin die Gehälter der Beamten seiner ..
      http://marialourdesblog.com/putin-kurzt-sein-gehalt/

    • Mausi (kein Partner)

      Schröder gibt Verstoß der Regierung gegen das Völkerrecht zu
      Ex-Bundeskanzler Schröder gibt im deutschen TV unverblümt den Verstoß der Bundesregierung und auch der USA gegen das Völkerrecht zu.
      Es empöhrt sich niemand, der Moderator lacht sogar noch darüber !

      Video 1:10 Min.
      https://www.youtube.com/watch?v=-7fhNtHXABA

    • fewe (kein Partner)

      @Mausi: Vor allem bestreitet Russland seinen Haushalt in erster Linie über die Einnahmen aus Rohstoff-Verkäufen und nicht über Steuern. So wie es auch einmal im "kriminellen" Libyen war. In "freien" Ländern gehören diese Einnahmen privilegierten Privaten. Bei uns wohl bald auch Wasser.

    • Mausi (kein Partner)

      fewe
      Sie haben es auf den Punkt gebracht. Genau so läuft's in demokratischen Ländern!

      Bez. Wasser, das gehört uns doch schon gar nicht mehr. Siehe PPP (Privat Public Partnership) Was es damit aufsich hat hören sie hier von Dr. Werner Rügemer:
      Umfassende UNbildung ist die Grundvoraussetzung, um ganze Volkswirtschaften legal auszurauben, ohne dass die Betroffenen auf die Barrikaden gehen. Das war schon 1929 so, und hat sich bis heute nicht geändert.
      https://www.youtube.com/watch?v=3Gg_r6zf0m8

  3. Tik Tak (kein Partner)

    Und ich dachte, der Unterberger will Verschwörungstheorien nicht in seinem Blog haben.
    Dabei will er nur keine Konkurrenz.

    Nein Unterberger, die Sache mit der Deflation haben Sie nicht verstanden und die ist auch keine Verschwörung der EZB.
    Auch dann nicht wenn die EZB in einiger Zeit ein Problem damit haben wird die Geldschwemme wieder aus dem Markt zu nehmen.

    Das Problem mit der Deflation ist auch nicht beim Konsumenten, das ist in der Vergabe von Krediten zu finden.
    Wenn Banken an Krediten, aus Deflationsgründen, nichts verdienen, geben sie keine.
    Vielleicht sollten Sie dazu mal ein paar echte Banker befragen und nicht die, die Sie schon jetzt nicht verstehen.



  4. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)

      Was die „einfachen Bürger“ immer übersehen, wenn sie über die Zinsen von Sparguthaben reden und über die Entwertung ihrer (bescheidenen) Ersparnisse klagen, ist der Umstand, daß völlig unabhängig von der Inflation die wirklich großen Kapitalvermögen Erträge von 5 und mehr Prozent abwerfen. Diese großen Kapitalkonzentrationen bestehen freilich auch nicht aus Sparguthaben, sondern sind ein sehr differenziert und oft auch international veranlagtes Vermögen, das in unserer Wirtschaftsordnung die Eigenschaft hat unendlich zu wachsen und sich, da die größeren Vermögen wesentlich größere Erträge abwerfen, immer mehr konzentrieren.

      In dieser Dynamik liegt die explosive Herausforderung – für die Politik (oder wen auch immer), da in dämokratischen und ach so aufgeklärten Gesellschaften exorbitantes Einkommen ohne jegliche Arbeit nicht geht und selbst die Ungleichheit von Einkommen und Vermögen irgendwie meritokratisch begründet sein müßte.

      Was Herr Bauer am Ausspruch Kaskes mit offensichtlichem Missfallen aufspießt, ist nichts desto weniger eine höchst unangenehme Wahrheit. Thomas Piketti hat in seinem „Kapital des 21. Jahrhunderts“ anhand von Datenreihen über viele Staaten und auch sehr lange Zeiträume dargelegt, daß hierin eines der schlimmsten und unbewältigten Probleme liegt.

      Bedenkt man, daß nach Pikettis Forschung geringes Wachstum (der Bevölkerung und Wirtschaft) und eine Ungleichung: r > g, nämlich der deutlich höhere Ertrag/Rendite des Kapitals r gegenüber dem allgemeinen Wirtschaftswachstum g, vor allem die schon großen Vermögen über alle Maßen wachsen läßt, und weiters, daß in demokratischen (aufgeklärten) Gesellschaften dies zu unerträglichen Spannungen führen muß, dann sind offensichtlich politische Maßnahmen nötig hier einzugreifen. Da dies auch eine Entwicklung im globalen Maßstab ist, „führt dies potentiell zu einer Dynamik der Vermögensakkumulation und –verteilung, die explosive Folgen zeitigen und eine völlig außer Kontrolle geratene Spirale der Ungleichheit in Gang setzen kann. Wie wir sehen werden, kann nur eine auf globaler Ebene (oder zumindest in ausreichend bedeutsamen regionalen Zonen wie Europa oder Nordamerika) erhobene progressive Kapitalsteuer einer solchen Dynamik wirkungsvoll Einhalt gebieten.“ (S. 586)

      Diese auf breiten und langfristigen globalen Erhebungen von Kapital- und Einkommensdaten beruhende Folgerung ist natürlich von großer Bedeutung, vor allem auch in der dzt. geführten Debatte um eine „Millionärssteuer“.

      Erstens sind diese Vermögen weder so klein noch so wenig zahlreich (wie oft von interessierter Seite suggeriert wird), zweitens sind sie in den „reichen Ländern“ (D, F, UK, I, USA, CDN, J, AUS) Quelle erheblicher Kapitaleinkommen: 1975 lagen diese zwischen 15 bis 25% und wuchsen in der Zeit von 2000 bis 2010 auf 25 – 35% des Nationaleinkommens. In Österreich – als „reichem Land“ – dürfte es ähnlich sein.

      Wenn also überhaupt von einer steuerlichen Entlastung für die Mehrheit der Bevölkerung die Rede sein soll, dann sind kurzfristig nur höhere Steuern auf die großen Vermögen die einzige Form der „Gegenfinanzierung“. (Das sollte freilich nicht eine Durchforstung der Ausgaben – Verwaltungsreform – auf die lange Bank schieben.) Es ist auch nicht einzusehen, warum Einkommen aus Arbeit mit bis zu 50% besteuert werden, jene aus Kapitaleinkommen mit 25 bis 30%.

      Das Problem hier, wie es auch Piketti bespricht, ist angesichts des Wettbewerbs zwischen den Staaten ums Kapital, die Tendenz zu immer niedrigerer Besteuerung bis hin zur Steuerfreiheit geht. Erinnert sei hier nur an Lichtenstein (unter Jean-Claude Juncker), das Konzerne mit Minimalbesteuerung ins Land lockte – und auf diese Weise jene Länder schädigte, wo diese Unternehmen eigentlich ihr Geschäft machen.

      Alles was Piketti umfangreich darlegt ist einsichtig und bei der gegebenen Logik und den Fakten auch nachvollziehbar. Aber es zeigt auch, daß entweder das Wachstums- und Zinseszinsdogma einer Kritik unterzogen werden müßte, oder man mit massiven Eingriffen in die – ach so heiligen – Eigentumsrechte mit erheblichen Steuern vor den explosiven Folgen der unvermeidlichen Kapital-Akkumulation schützt.

      In Gesellschaften, wo man die Ungleichheit des Vermögens und der Einkünfte doch meritokratorisch nur begründen kann, ist das arbeitslose Einkommen großer und größter Vermögen, die sich auch ohne Arbeit immer weiter vergrößern, eine nicht zu tolerierende Todsünde wider jeglichen gesellschaftlichen Konsens.

      Das hat aber nicht das geringste mit Sozialismus zu tun, sondern mit Gerechtigkeit und inneren wie äußeren Frieden der Gesellschaften (Staaten) und der Frage, wie dies zu erreichen und zu sichern wäre.

  5. fewe (kein Partner)

    Dass die Kauflust durch Deflation nicht gebremst wird - das wären höchstens andere Faktoren heute -, ist wohl so.

    Dennoch ist Inflation wichtig, weil ansonsten die Währung explodiert. Früher ist die Währung regelmäßig umgefallen - etwa alle 70 Jahre. Seitdem es eine permanente Inflation gibt, ist das nicht nötig.

    Unabhängig von der Wirtschaft oder Preisentwicklung muss mit der Inflation das ausgeglichen werden, was durchschnittlich an Zinsen für festverzinsliche Wertpapiere oder Sparguthaben u.Ä. bezahlt wird. Um diese Menge schwillt zahlmäßig die Geldmenge bei gleichbleibendem Wert an. Das ist quasi der umgekehrte Weg zu Schwundgeld. Geld darf sich durch Zinsen wertmäßig nicht vermehren.



    • fewe (kein Partner)

      Noch dazu: Das Problem beim Geld ist, dass es sich zwar einerseits nicht vermehren darf, auf der anderen Seite aber niemand jemandem ohne Vorteil - also zinsenlos - Geld leihen würde. Durch die Einlagenzinsen bei der Bank - grob: Sparbuch - wird die Geldmenge ständig mehr. Und das ist auf Dauer nicht unerheblich auch bei kleinen Zinssaätzen.

      Bei einer Verzinsung von 4% p.a. vermehrt sich ein Betrag folgendermaßen:
      - verdoppelt in 17,67 Jahren
      - 10fach in 58,71 Jahren
      - 100fach nach 117,42 Jahren
      - 1000fach nach 176,3 Jahren
      - 1-Mio.-fach nach 352,25 Jahren
      - 1-Mia.-fach nach 528,38 Jahren...

      Nach 2000 Jahren wird so aus 1 EUR der Wert von etwa 60.000mal der Erdmasse - oder 1/3 der Sonnenmasse - in Gold.

      Daran sieht man, dass ohne Inflation eine Währung nach spätestens 60, 70 Jahren zusammenbrechen muss.

    • F.V. (kein Partner)

      Was schließen Sie aus Ihren zutreffenden Rechungen?

      Vor allem; was passiert, wenn die Inflation zB nur 2% beträgt. Und wenn die Renditen des Großkapitals bei 10% liegen?

      Und als Verschärfung der Nebenbedingung: Wohin bewegt sich der Reichtum, wenn die Volkswirtschaft (~ BIP) nur 1 – 1 1/2 % wächst, die Kapitalrenditen aber 5 – 10% betragen?
      Ab wann gehört wenigen Superreichen alles?

    • fewe (kein Partner)

      @F.V.: Wenn jemand eine Rendite aus einer Beteiligung - welcher Art auch immer - erhält, dann hat jemand anderer weniger; also der, der etwas der Firma abgekauft hat, woraus sich der Gewinn ergeben hat. Das hat auf die Währung keinen Einfluss.

      Wenn die Wirtschaft wächst, wächst eben auch wertmäßig die umlaufende Geldmenge, wenn sie schrumpft sinkt sie.

      Wenn Zinsen auf Einlagen bezahlt werden, dann schwillt aber das Geld als solches betragsmäßig an, was zu einem Kollaps führt. Das muss durch Inflation kompensiert werden. Wenn also die Geldmenge durch Zinsen um x% steigt, dann muss um x% mehr Geld in Umlauf gebracht werden und dieses aber um die x% entwertet werden.

    • fewe (kein Partner)

      @F.V. - noch dazu: Das Problem beim Geld ist der Zinseszins aus Einlagen. Wenn man sich das Geld mit Goldmünzen denkt, dann kann man sich leicht vorstellen, dass das mit Zinsen nicht funktionieren kann, weil das Gold ja nicht mehr wird allein dadurch, dass jemand dafür Zinsen haben will.

      Die Lösung ist Schwundgeld, was in Wels einmal erprobt wurde. Dabei verliert ein gehorteter Geldschein, den man also vorübergehend aus dem Geldumlauf nimmt ständig an Wert. Das ist freilich nicht praktikabel. Also lässt man das Geld betragsmäßig wuchern, entwertet es aber gegenläufig. Wenn man es aus dem Geldumlauf nimmt, wird es ständig weniger wert, wenn man es Einlegt, behält es den Wert durch Zinsen.

    • F.V. (kein Partner)

      Eigentlich war meine Frage keine Frage. Ich wollte nur sehen, was Sie aus der eigenen Feststellung folgern.

      Im Übrigen haben Sie mich nicht verstanden. Ich habe hier überhaupt nicht vom „Geld“ gesprochen, sondern von jeglicher Form des Kapitals.

    • fewe (kein Partner)

      @F.V.: Das Kapital ist aber was ganz anderes. Dabei geht es ja nur darum, wohin das Geld fließt aber nicht um die Geldmenge den Wert des Geldes. Ein Verbot von Spekulation und Aktiengesellschaften würde die extreme Akkumulierung von Kapital verhindern. Das würde das hauptberufliche Mitnaschen an der Leistung anderer verhindern und daher eine ausgewogenere Verteilung bringen. Jene die mehr können und tüchtiger sind, werden dennoch mehr haben. Aber das ist auch gerecht.

      Die Regeln werden von den Mitnaschern aufgestellt, daher wird das nicht passieren.

    • F.V. (kein Partner)

      Ich sehe schon, mein erster Kommentar wurde nicht gelesen oder nicht verstanden.

      Mich wundert das nicht, denn ehe ich Pikettis „Kapital“ in die Hand bekam, hatte ich auch nur ganz vage Vorstellungen von Kapitalkonzetration und –verteilung und den hiervon ausgehenden Problemen bzw. den Möglichkeiten ihrer Herr zu werden (wenn überhaupt).
      Auch die festen Überzeugungen wer etwas „zulassen“ (oder nicht) würde, sind nur Illusion.

      Die „ehernen Gesetze“ des heute gültigen Paradigmas (des Kapitalismus) sind nun einmal so, daß allein der Besitz eines sehr großen Kapitals dessen Vermehrung ins Unermeßliche garantiert. Wenn dann auch der Ertrag des Kapitals sehr viel größer ist als das allgemeine Wirtschaftswachstum, ist es unvermeidlich, daß es sich in kleinen Perzentilen der Bevölkerung exorbitant konzentriert, wobei die Hälfte der Nichtshabenden weiter nichts haben und der nach 1945 zumindest in Europa entstandene Mittelstand – die 40% zwischen der unteren Hälfte und den oberen 10% - seinen bescheidenen „Reichtum“ auch wieder zugunsten der obersten Prozent verlieren wird. Im übrigen ist es offenkundig, daß auf diese Weise eine völlige Umverteilung der Erträge einer Volkswirtschaft von der „Arbeit“ (= Entlohnung aufgrund jeglicher Beschäftigung) zum „Kapital“ stattfinden muß, wenn letzteres ständig viel mehr an sich zieht als die Wirtschaft überhaupt zusätzlich generiert.

      Das Gerede von den „Mitnaschern die die Regeln aufstellen“ ist ebenfalls Ideologie, die nur den Anti-Sozi-Komplex bedient. Diese stellen gar nichts auf – und werden auch nicht gefragt.

    • fewe (kein Partner)

      @F.V.: Es ist wohl keine Ideologie sondern Tatsache, dass die Spekulation nicht verhindert wird. In Deutschland wurde der Handel mit Derivaten erst vor ein paar Jahren zugelassen. Zu welchem Zweck? Also nicht Ideologie, sondern das passiert ohne Not und ohne Vorteil für die jeweilige Bevölkerung. Wohl eher zu deren Schaden.

      Ja, es ist ein Naturgesetz, dass dort wo schon was ist, mehr dazukommt. Es wird aber eben durch Spekulation und Aktiengesellschaften unnötig zusätzlich beschleunigt.

      Das hat aber mit Geld eigentlich nichts zu tun. Wenn es kein Geld gäbe, dann würden dem tüchtigsten Bauern auch am Ende alle Grundstücke im Ort gehören und alle im Ort für ihn arbeiten.

  6. Ökonomie-Vergelter

    Eine minimale Deflation bei zweiprozentigem Wachstum, wie von den USA berichtet, ist sicherlich kein Schreckgespenst.

    Anders verhielte es sich freilich bei einem stärkeren relativen Schrumpfen der Geldmenge im Verhältnis zum Leistungsangebot auf dem Markt, also im Verhältnis zum Güterangebot.

    Etwa bei einer Geldaufwertung von geschätzt über 1 % pro Jahr wäre zu befürchten, dass die Bürger ihr Geld unter der Matratze bzw im Wohnungstresor verwahrten, wodurch beträchtliche Geldmengen dem Geldkreislauf entzogen wären.

    Auch müsste der Geldverleih noch teurer werden, weil es für den Anreiz zur schnellen Rückzahlung geboten wäre, nicht einfach auf die Rückzahlung des - dann - ohnehin gewichtigeren Nominalbetrages zu bestehen, sondern zusätzlich Zinsen zu verlangen, was zu einer höheren Effektivverzinsung (nach Einberechnung von Wertschwankungen) als derzeit führte.

    Und außerdem gibt es sehr wohl Besonnene, die zuwarten, bis technische Neuheiten, wie Flachbildschirme, dank rationalisierter Massenproduktion billiger und frei von Kinderkrankheiten werden. Aber sicherlich nicht wegen einer minimalen Deflation wie derzeit in den USA.



    • zweiblum

      Unser Kredit wäre schon mit negativen Zinsen, aber da gibt es einen " Aufschlag" von 1,2%. Was heißt das? Wann bekommen wir Geld fuer den Kredit?

    • Ökonomie-Vergelter

      Nun, wenn Sie einen Kredit vergeben, und sich nur auf die Deflation verließen, gäbe es für den Kreditnehmer keinen Anreiz, so schnell wie möglich die Schuld zu tilgen. Er würde, einmal angenommen bei 2 % prozentiger Entwertung pro Jahr, erst im letztmöglichen Zeitpunkt die Schuld begleichen, weil es für ihn von Vorteil wäre, Geld aus zwischenzeitigen Überschüssen zurückzubehalten, wodurch Geldeswert bei ihm statt beim Gläubiger "anwachsen" würde (- der natürlich anderweitig verkonsumiert werden könnte).

      Ein zusätzlich unabdingbarer Zinszwang zwecks beschleunigter Rückzahlung würde die reale Belastung - nach Einberechnung der Wertschwankungen - eher verschärfen, meine ich.

    • fewe (kein Partner)

      Ich verstehe nicht ganz was Sie meinen. Warum müsste Geld schneller rückgezahlt werden, wenn es weniger Spareinlagen gibt? Eine Bank kauft Geld billiger ein als es dieses verkauft - also ein Darlehen gibt. Wenn die Bank kein Geld bekommt, kann sie überhaupt keines verleihen. Egal ob das Geld von der nationalbank, einer anderen Bank oder von Spareinlagen kommt.

      Das Zurückhalten von Spareinlagen kann sogar einen positiven Effekt haben, denke ich: Wenn angenommen 100 Mia. EUR Geld in Banknoten bei den Leuten daheim statt am Sparbuch liegen, die letztlich nie verwendet werden könnte man diese zusätzlich drucken ohne, dass das eine Auswirkung haben dürfte ;-)

    • fewe (kein Partner)

      Fortsetzung: Es klingt zwar vielleicht etwas abenteuerlich, aber könnte es evtl. der Plan sein, die Leute dazu zu bringen, ihr Geld als Bargeld daheim zu bunkern?

      Wenn also jetzt angenommen 100 Mia. aus diesem Grund in den Wohnungen herumliegen und für längere Zeit nicht verwendet werden, kann man diese Geldmenge quasi drucken ohne, dass sich am Markt etwas ändert. Wenn die 100 Mia. dem Markt entzogen sind, dann fehlt das Geld. Aber für das neu geschaffene Geld bekommt man ja was. Inflation kommt halt dann, sobald die das Geld wieder zur Bank tragen. Aber vorerst kann man es nutzen ;-) Druckt die EZB deswegen so viel Geld und gibt es deswegen keine Zinsen mehr?

    • fewe (kein Partner)

      @Ökonomie-Vergelter - zum Kredit: Der Bank ist das völlig egal. Für die Bank ist das Geld eine Handelsware. Die schlagen ihre Gewinnspanne drauf und die bekommen sie. Das Letzte woran eine Bank Interesse hat ist, das Geld schnell wieder zurückzubekommen. Der ideale Bankkunde zahlt seinen Kredit lebenslang nicht zurück sondern immer nur Zinsen. Es geht nur darum, dass der Bankkunde letztlich zurückzahlen kann. Aber je höher das Obligo desto höher logisch die Einnahmen aus Zinsen. Wenn ein Kunde seinen Kredit schnell zurückzahlt bedeutet das ja weniger Geschäft. Die Bank mag, dass der Kunde das könnte, aber sie mag es nicht, wenn er es auch tut ;-)

    • Ökonomie-Vergelter

      @ fewe:

      Ihre Beiträge von 02:09 und 02:31 verstehe ich nicht, und bin mir nicht einmal sicher, ob Sie damit mich ansprechen. Auch war die Quintessenz meiner Aussage keineswegs, dass Geld schneller zurückgezahlt werden müsste, wenn es weniger Spareinlagen gäbe. Ein Missverständnis!

      Aber zu ihrem Beitrag von 14:07 nehme ich gerne Stellung:

      Der Bank kann es keineswegs egal sein, wann der Kreditnehmer zurückzahlt. Denn die Bedienung der Schuldzinsen ist nicht vergleichbar mit der Tilgung des Kapitalstammes. Die Banken müssen ja ihren Einlegern die jederzeitige Auszahlung jener Mittel, die sie kreditiert haben, garantieren können, weshalb Reserven vorgeschrieben sind (von der Notenbank gibt's Geld idR ja nur gegen Sicherheiten!).

      Eine Bank, die im Jahr durchschnittlich nur ein Zehntel der Kreditmittel getilgt bekommt (wegen durchschnittl 10-jähriger Laufzeit), wird höhere Reserven bilden müssen, als eine Bank mit einer durchschnittlich 3-jährigen Kreditdauer.

      Vor allem kann die erstgenannte Bank weniger neue Kreditgeschäfte abschließen, wodurch die Bank auch der Chance verlustig geht, neue Kunden zu gewinnen.

      Noch wichtiger aber ist der volkswirtschaftliche Aspekt, denn dadurch, dass bei rascher Rückzahlung mehr Neukredite vergeben werden können, wird die Wirtschaftsdynamik belebt (=mehr Leute profitieren vom gleichen Geld).

      Außerdem: Je länger die Rückzahlung dauert, umso riskanter wird der Kredit, weil der Stichtag der Bonitätsevaluierung immer weiter zurückliegt.

    • fewe (kein Partner)

      @Ökonomie-Vergelter: Das stimmt so nicht ganz. Sie gehen wohl ein bisschen davon aus, dass die Bank eine Wohltat damit erbringt, wenn sie ein Darlehen vergibt. Das ist ein Geschäft wie jedes andere. Wenn jemand sein Darlehen rückgezahlt hat, muss ich einen neuen finden, der die Lücke ersetzt.

      Die Bonitätsevaluierung findet laufend statt. Und je länger jemand bei der Bank ist, desto besser kennt man ihn. Es ist ein kleineres Risiko, jemanden einen neuen Kredit zu verkaufen, der erfahrungsgemäß verlässlich ist, als sich jemand neuen zu suchen, bei dem man das noch nicht weiß. Daher: Wenn einer "gut" ist, dann am besten lebenslang ein Darlehen - oder zumindest Konto stark im Minus - halten.

    • Ökonomie-Vergelter

      Klar ist die Kreditvergabe ein Geschäft für die Banken (- mit ein bisschen Glück und Fleiß/Geschick bei der Evaluierung, natürlich).

      Aber im Rahmen der Vertragsfreiheit, abseits gesetzlichen Zwangsbeglückungen sowie bei Vorhandensein wettbewerbsbasierter Alternativen ist jedes Geschäft immer von Nutzen für beide Vertragsparteien.

      Wenn der Konjunkturmotor brummt, sollte die Suche nach neuen Kreditnehmern keine Schwierigkeiten bereiten, sofern die Bank wettbewerbsfähig ist. Nur in der Stagnation/Depression haben Kredite mit 50-jähriger Laufzeit natürlich ihren Charme, aber nur bei bester Bonität.

      Die Bonitätsevaluierung findet nur einmal statt. Der Kreditnehmer mag zwar stichprobenartig wiederkehrend unter die Lupe genommen werden, jedoch müssen sich aus der Nachbeschau/Routinekontrolle Hinweise ergeben, die nicht so einfach aufzuspüren sind. Auch dürfen Banken Kredite nicht dann zurücknehmen, wenn dadurch ein Wirtschaftstreibender in den Konkurs getrieben würde (- insofern gibt es ja umstrittene Grenzfälle, wie Borgwart und Atomic - die waren aber eben nicht so eindeutig).

      Eine Bank, die im langjährigen Schnitt vielleicht 80 % der Einlagen verleiht, wird bei durchschnittlich 10-jähriger Laufzeit jede Periode zwischen 80 % und 72 % ihrer Kreditmittel vergeben und damit einem Risiko ausgesetzt haben. Bei durchschnittlich dreijähriger Laufzeit liegt der Bereich zwischen 80 % und 53,3 %. In letzteren Fall kann die Bank damit rechnen, dass laufend mehr Gelder hereinkommen, weshalb anzunehmen ist, dass weniger Reserven/Liquiditätsreserven bzw Sicherheiten benötigt werden (- das Bankwesengesetz ist ja sehr kompliziert, und habe ich davon nur eine ungefähre Ahnung).

    • Ökonomie-Vergelter

      ... abseits gesetzlicher Zwangsbeglückungen ...

  7. Brigitte Imb
    • Undine

      @Brigitte Imb

      *****!
      Aber das KLIMA! DAS hat doch der pöhse Putin aufbereitet!! Wäre Putin weg vom Fenster, gäbe es keinen einzigen Mord mehr in Russland!!!

    • Rupert Wenger

      Sehr geehrte Frau Imb!
      In diesem Fall ist die Zukunft bis zu einem gewissen Punkt klar vorhersehbar: Die jetzt festgenommenen gestehen, werden vor Gericht gestellt, Waffen werden präsentiert, andere Beweise vorgelegt, die vorgestellten Täter verurteilt. Dann verschwinden sie in einem Gefängnis und jedermann wendet sich zufrieden ab.
      Ich würde für den weiteren Ablauf neben langjährigen Gefängnisstrafen noch eine andere Möglichkeit sehen: Die Verurteilten gehen bei der Hintertüre hinaus, holen sich die Belohnung ab und verschwinden in eine Gegend, wo man sie nicht kennt. Nachdem auch dieser Ausgang nicht auszuschließen ist, würde ich weiterhin keinerlei Schlussfolgerungen aus den veröffentlichten Informationen ziehen. Putin hat eine Vorgeschichte, Russland ist nicht gerade ein lupenreiner Rechtsstaat, Österreich aber auch nicht.

    • Brigitte Imb

      Natürlich ist auch Ihre Theorie möglich, Hr. Wenger, und mir ist bewußt, daß Putin kein Heiliger ist. Aber ihm alles in die Schuhe zu schieben, so wie es zur Zeit passiert und nebenher die Unrechtstaten der USA schönreden, das ist wohl auch nicht richtig.

    • socrates

      Rupert Wenger
      Sperren wir ihn bei uns ein! Da begeht er Selbstmord und die Sache ist demokratisch erledigt.

    • socrates

      Brigitte Imb
      Barnaby, den ich gerne sehe, hat in Zukunft stets gleich den Mörder: Der Putin wars, von Moskau aus, der sieht doch so verdächtig aus?

    • fewe (kein Partner)

      @socrates: ... Da Putin wars der Sündenbock, der Putin, den wos kana mog.

    • F.V. (kein Partner)

      Herr Wenger,

      könnten Sie uns freundlicherweise mitteilen aus welchen Quellen bzw. noch besser welchen eigenen Erfahrungen Sie zur Ansicht kamen, daß Rußland kein "lupenreiner Rechtsstaat" sei?

      Meine während 10 Jahren regelmäßigen mindestens jährlichen, mehrwöchigen Studienreisen ergaben ein völlig anderes Bild.

  8. Nemo

    Hier ein anderer Schmäh:

    "Österreich muß wachsen",
    Eine bessere Hypothese:
    "6 Millionen Österreicher sind genug"



    • Undine

      @Nemo

      Finde ich auch! Nach bald 100 Jahren Kleinheit könnten wir bei den von Ihnen vorgeschlagenen 6 Millionen bleiben! ;-)

    • fewe (kein Partner)

      Jedenfalls 7 Mio. wären genug. Ich verstehe nicht, was an Überbevölkerung eines Landes so erstrebenswert sein soll.

      Angeblich sollen 9,5 Mio. E-Cards ausgegeben sein. Die Bevölkerung dürfte also schon erheblich höher als angegeben sein.

      Integrationsunwillige, dumme, ungebildete Leute werden wie verrückt ins Land geholt und die gut ausgebildeten autochtonen Österreicher - oder auch Migranten - gehen tendenziell ins Ausland. Beispielsweise die Türkei bemüht sich "ihre Leute" mit guter Ausbildung zurückzuholen.

      Es ist also nicht nur "Umvolkung" sondern man scheint generell Österreich ruinieren zu wollen.

    • Herzogberg (kein Partner)

      Nach seinem Vortrag fragte ich den damaligen Vorsitzenden des Staatsschuldenausschusses, Univ.-Prof. Frisch, welche Parameter für das Wachsen des BIP maßgeblich wären. Er antwortete: im wesentlichen Bevölkerungswachstum und technischer Fortschritt. Damit ist klar: wenn die Bevölkerung abnimmt - wie sie ohne Zuwanderung abnehmen würde - etwa ein Drittel pro Generation, dann würde das BIP ziemlich schnell sinken. Daher würden die Schulden relativ zum BIP stark steigen, die Schulden könnten noch schwerer zurückgezahlt werden und die Politker könnten ihre Wähler durch Geschenke nicht mehr bestechen.

      Daher hat jede Regierung, auch die scharz - blaue, möglichst viele Ausländer nach Österreich geholt, ohne Rüchsichten auf die sozialen Schwierigkeiten mit der autochthonen Bevölkerung.

  9. Brockhaus

    Eine Deflation bzw. Rezession hat noch einen weiteren unangenehmen und volkswirtschaftlich nicht vertretbaren Nebeneffekt.

    Da, wie Dr.Unterberger ausführt, diese hauptsächlich auf den niedrigen Ölpreis und das Billigerwerden technischer Produkte zurückzuführen ist, im Gegenzug dazu jedoch Dienstleistungen, Gebühren und Lebensmittel immer teurer werden, werden Renten und Pensionen nicht entsprechend erhöht und der Lebensstandart sinkt weiter.

    Wie allgemein bekannt ist, wird für die Berechnung der jährlichen Pensionsanpassung der Verbraucherpreisindex für den Zeitraum von August des Vorjahres bis Juli des der Anpassung vorausgehenden Jahres herangezogen und der Anpassung der Pensionen zu Grund gelegt. Wenn daher die so ermittelte Inflationsrate sinkt, gibt es daher auch nur eine entsprechend niedrige bis gar keine Pensionserhöhung.

    Pensionisten fahren weniger mit dem Auto und kaufen sich nicht alle zwei Jahre neue technische Geräte. Daher ist die Verbilligung für sie unbedeutend.

    Sie brauchen aber sehr wohl Lebensmittel, sind gezwungen immer öfter Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen und von den jährlichen Gebührenerhöhungen ganz zu schweigen.

    Daran ändern auch die Wahlversprechungen, keine Gebührenerhöhungen für die nächsten zwei Jahre vorzunehmen, des Herrn (noch) Bürgermeisters herzlich wenig.



    • dssm

      Sehr erfreulicher Aspekt.
      Denn die Kernwähler der SPÖ sind ja wohl die Pensionisten. Schadet denen nicht, wenn sie am Programm 'Armut für Alle' ganz vorne dabei sind.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)

      S.g. dssm, die Kernwähler der SPÖ sind keine "Pensionisten", sondern mit Masse ASVG-Rentner, sowie die im Genuß staatlicher (städtischer!) Zuwendungen stehenden und in Gemeindebauten angesiedelten Eingebürgerten.
      Und Ihre Bemerkung betr. die von Ihnen erhoffte Teilnahme der Pensionisten am Programm "Armut für alle" fasse ich als - schlechten - Scherz auf! Weder einem sozialistischen, noch einem anderen Pensionisten/Rentner sollte man Armut wünschen.
      MfG

    • fewe (kein Partner)

      @dssm: Die Kernwähler der SPÖ sind die Neo-Österreicher, mit denen die Gemeindebauten geflutet werden. Und die Leute in den Demenz-Abteilungen, die glauben, mit der SPÖ noch Kreisky zu wählen.

      Es werden wohl auch Pensionisten darunter sein, die noch bei hellem Verstand sind, ich glaube aber nicht, dass das ein besonders großer Anteil ist. DAs werden wohl auch nur jene sein, die ohne viel darüber nachzudenken aus Gewohnheit SPÖ wählen.

      Sobald die Türken eine eigene Partei gegründet haben - und das wird wohl bald der Fall sein - ist die SPÖ auf dem derzeitigen Niveau der Neos.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)

      Werter fewe, Ihren an sich richtigen Satz "DAs werden wohl auch nur jene sein, die ohne viel darüber nachzudenken aus Gewohnheit SPÖ wählen." wie folgt aktualisieren: "DAs werden wohl auch nur jene sein, die ohne viel darüber nachzudenken aus Gewohnheit ÖVP wählen."
      Sie wissen, wen ich meine...
      MfG

    • fewe (kein Partner)

      @Prof. Walter A. Schwarz: Ja, für die ÖVP ist auch eine eher nur aus Gewohnheit gewählte Partei.

      Eine ÖVP wie sie ursprünglich einmal war, würde mir schon liegen, aber derzeit gibt es sowas nicht.

  10. Undine

    OT---aber so etwas ist auch nur bei uns in Bagdad möglich; man sollte es sich ganz genau zu Gemüte führen, wie Frechheit von Asylanten siegt und sich finanziell auszahlt. Wäre so eine Geldbeschaffung auch für Inländer möglich?

    "Fall Bakary J.: Republik hilft Gambier, die Republik zu verklagen"

    http://www.unzensuriert.at/content/0017313-Fall-Bakary-J-Republik-hilft-Gambier-die-Republik-zu-verklagen

    "Da soll noch einer sagen, Österreichs Richter hätten keinen Hang zum skurrilen Humor: Die Republik Österreich, die dem Gambier Bakary J. 2013 ohne Rechtsanspruch 110.000 Euro „Schmerzensgeld“ wegen angeblicher Polizeiprügel schenkte, hat dem Mann, der die Republik im Vorjahr auf weitere 375.000 Euro verklagte, nur wenige Monate später Verfahrenshilfe gewährt. Begründung: J. habe „kein nennenswertes Vermögen und Einkommen“."

    Für 110.000€ ließe sich bestimmt der eine oder andere gerne verprügeln! Aber selbst DAS reicht dem Gambier nicht!



    • Cotopaxi

      Wenn man bedenkt, was dieser Schwarze alles auf dem Kerbholz hat: Rauschgiftdelikte und Bigamie und vielleicht noch mehr, was mir nicht mehr geläufig ist.

    • dssm

      Anders herum denken.
      Wenn ein Sozialhilfeempfänger urplötzlich Geld erhält, so müssen aufgelaufene Kosten zurückbezahlt werden.
      Mit anderen Worten, ein paar Anwälte und ein paar Sozialeinrichtungen werden einen netten Geldsegen erhalten.

    • Sensenmann

      Ist ja alles in Ordnung! Wie die Wahlen beweisen (Wien hat noch immer eine stabile rotzgrüne Mehrheit) will es das Volk genau so haben!
      Oder ist die massa damnata nur so saudumm, den Zusammenhang zwischen Wahlverhalten und politischen Konsequenzen nicht zu verstehen? ich fürchte Letzteres...
      Aber Demokratie beinhaltet eben auch den kollektiven selbstmord mit 50% und einer Stimme Mehrheit...

    • cmh (kein Partner)

      Zum juristischen Gefühl der Gutties sage ich nur einen Namen: Jack Unterweger.

      So sind sie halt: Dumm geboren, auch durch Schaden nix dazugelernt. Dafür angeben können wie ein Wald voll nackerter Neger - sorry hier pc: nergerte Nackedeis.

  11. Undine

    OT---aber es gibt immer noch eine Steigerung des feministischen Irrsinns zum heutigen "Frauentag"! Wenn das nicht der ultimative Höhepunkt unserer KRANKEN Gesellschaft ist:

    "Wiener Zeitung: Gruppenmasturbation am Frauentag"

    http://www.unzensuriert.at/content/0017314-Wiener-Zeitung-Gruppenmasturbation-am-Frauentag

    Dazu paßt:

    "Grüne Frauentags-Plakate: Wieder ohne Genehmigung aufgestellt?"

    http://www.unzensuriert.at/content/0017316-Gruene-Frauentags-Plakate-Wieder-ohne-Genehmigung-aufgestellt



  12. socrates

    Deflation bedeutet viele Waren und wenig Geld. Mario Draghi, mit der ueblichen Zugehörigkeit, hat 1140.000.000.000€ zusätzlich geschaffen für 500,000.000 EUler. Wer fürchtet sich da vor einer Deflation?
    The 50 most influential Jews of 2014: 11-20 - Jewish World ...
    www.jpost.com/Jewish.../Jewish.../The-50-most-influ... - Diese Seite übersetzen
    03.06.2014 - Wiesel has defended the cause of Soviet Jews, Nicaragua's Miskito .... Ben Bernanke and European Central Bank President Mario Draghi, has ...



  13. Gerhard Pascher

    Inflation = Geldentwertung
    Dragi & Co wollen damit, dass alle Sparguthaben und auch alle laufenden Kredite (Schulden) an wahrem Wert verlieren. Denn ein heute aufgenommener Kredit kann in einigen Jahren mit wesentlich weniger Wert zurückgezahlt werden. Umgekehrt bekommt der brave Sparer für sein Guthaben später viel weniger zu kaufen, denn die lumpigen Habenzinsen abzüglich der nur mehr bescheidenen Kest decken nicht einmal die Inflationsrate, also schmilzt sein Geld wie der Schnee in der Sonne. Trotzdem gibt es auf österreichischen Sparbüchern noch einige Milliarden von Euros, wobei ein Teil davon jährlich "verbrannt" wird. Die Banken sind an diesem Einlagen auch nicht interessiert, da sie für Kredite noch billiger von der EBZ mit frischem Geld versorgt werden- und der Finanzminister bekommt bei so niedrigen Habenzinsen auch sehr wenig Kest.
    Diese Geldpolitik ist ein Jammer, das sollte auch Nowotny und seine Kumpanen in der ÖNB wissen. Aber eigentlich ist ein Großteil der Abteilungen in der österreichischen Nationalbank ohnehin schon überflüssig, denn alle geldpolitischen Entscheidungen werden schon woanders getroffen. Leider wird sich da aber nichts ändern, damit die ÖNB-Leute weiterhin ihre üppigen Gehälter (Jahresdurchschnitt: € 95.000!) bekommen.



    • dssm

      @Gerhard Pascher
      Diese Überlegung wäre ja an sich richtig, leider aber momentan nicht.
      Denn nur wenn der Kredit zur Produktionsmehrung(!) oder Erwerb von Realvermögen aufgenommen wurde, dann ist nacher auch wirklich mehr da. Die Steigerung im (Geld-)Wert erlaubt die Rückzahlung.

      Wird der Kredit zum Konsum aufgenommen, so ist nacher nichts da. Die Rückzahlung muss aus den laufenden Überschüssen erfolgen. Die Masse der heutigen Schulden sind Konsumschulden. Ganz egal ob für Urlaub oder Auto beim Privaten oder für Aktienrückkäufe bei den ganz Grossen und bei Staaten ist sowieso alles Konsum.

  14. Politicus1

    ein Blick auf die Auswirkungen stagnierender, bzw. sinkender Preise:
    Mineralölsteuer beschert dem Budget sinkende Einnahmen
    Mehrwertsteuererträge werden geringer ...
    KEST auf Sparbucheinlagen schrumpft ...

    Arbeiterkämmerer und Gewerkschafter haben bei Lohnverhanldungen den Joker der enormen Inflation nicht mehr in der Hand ...



  15. machmuss verschiebnix

    OT - aber auch ein Schmäh . . .

    Heinisch-Hosek referiert grade in der Pressestunde, wie gut es um die neue Mittelschule
    steht . . . . da fragt man sich, ob solche Politiker wirklich selber glauben, was sie verzapfen ?!
    Oder anders gefragt: können die den wiklich alle das Nieveau ihres Kanzlers erreicht haben ?
    Leer-Sprech in Reinkultur !



    • fenstergucker

      Und die beiden dämlichen Journalisten hören andächtig zu.

      Der reinste Kaffeeplausch beim rot-grünen Staatsfunk, weil es sich halt um eine SPÖ-Politikerin handelt.

    • Wertkonservativer

      Und die (nichtgezählten), aber doch ziemlich sicher mindest 70 - 80mal:
      Lehrer/Lehrerin, Minister/Ministerin, Schüler/Schülerin, usw., usf., die der Frau Ministerin mindestens 5 Minuten wohl besserer (?) Argumentationszeit gekostet haben, lassen mich immer wieder rat- und fassungslos zurück!
      Auch am heutigen Frauentag kann ich wirklich nur hoffen, dass eines Tages irgendein mutiger Politiker, oder natürlich auch eine mutige Politikerin, irgendwann einmal zugibt, das diese ewige Alibi-Blödheit in Diskussion stellt, die den Frauen überhaupt keinen "Mehrwert" gibt, sondern als reine Alibi-Floskel nur ungewollten Widerwillen gegen diese unnötige Wiederholungsorgie erregt!
      Ho9ffen wird man ja noch dürfen!

    • machmuss verschiebnix

      Und alles fügt sich nahtlos ins Gesamtbild - Vernebelung statt Aufklärung - der allfällige
      Zorn der Bürger soll tunlichst immer wieder rechtzeitig auf Feindbilder projiziert werden,
      während die Verursacher des Chaos als "Helden des Fortschrittes" hingestellt werden !

      Hatten die Halden zeitgeistigen Müll's in früheren Jahrzehnten "nur" das Nieveau der
      Kunst fest im Griff und zogen es runter, sogar unter diverse Schmierereien in öffentlichen
      Toiletten, so geht das jetzt offenbar über in "Lösungen" für Kultur UND BILDUNG ! ! !

      Jo Himiherrgott Sacklzement, warum jogt den koana dö Saubande zon Deifl ! ! !

    • socrates

      machmuss verschiebnix
      Nix gegen die alte Kloliteratur! "haste was, pisste was" ist eine lustige Sammlung.

    • Pennpatrik

      Schön wärs, wenn die 2 Quotenfrauen Bures und Heinisch das Niveau des Kanzlers erreichen würden.
      Wenn ichs mir recht überlege: Auch dann wärs nicht schön.

    • machmuss verschiebnix

      Pennpatrik, auch hier geht's - wie überall in der Sozialdemokratie - um eine Nivellierung
      nach unten. Nach oben streben, das ist doch reaktionär - also pfui.

    • Fessor (kein Partner)

      @ machmuss verschiebnix: Auweia! Gleich zwei Mal "Nieveau", also kein Tippfehler. Auch wenn das "i" wie bei "Tiger gedehnt ausgesprochen wird, bitte Niveau nicht mit "ie" schreiben.

    • peter789 (kein Partner)

      Honecker hat's ja auch bis am Schluss geglaubt. Die Linken leben in einer Scheinwelt, unter Ihresgleichen, und draußen lauert der böse (rechte) Feind.

    • Torres (kein Partner)

      Sie müssen ja eine starke Tendenz zum Masochismus haben, dass Sie sich die Heinisch-Hosek (noch dazu an einem Sonntag!) antun. Oder haben sie sich vielleicht etwas anderes als ihren üblichen ideologischen sozialistisch-feministischen Schwachsinn erwartet? Seit dem Abgang von Darabos gibt ja wohl kaum eine dümmere und unfähigere Person in dieser Regierung - und das will schon etwas heißen! Heinisch-Hosek ist das typische Horrorbeispiel einer Quotenfrau.

  16. Haarspalter

    Der Schwachsinn hat seine Wurzeln darin, dass es bei Ökonomen wie bei Journalisten üblich geworden ist, steigende Preise als "Inflation" zu bezeichnen, wohl deshalb, weil "Teuerung" so ein hässliches Wort ist. Bei nationalen Währungen geht beides auch weitgehend Hand in Hand. Aber Inflation und Deflation sind Krankheiten einer Währung, daher in allen Ländern eines gemeinsamen Währungsraumes gleich. Unterschiedliche Preisentwicklungen in einzelnen Ländern eines Währungsraumes haben folglich andere Ursachen, wie Erhöhungen von Steuern und Gebühren oder Steigerung von Produktionskosten. In Österreich haben wir es mit Teuerung zu tun, auch wenn Inflation schöner klingt. Für letztere muss aber die EZB sorgen, was vielen nicht unerwünscht wäre, um die Teuerung zu camouflieren.



  17. Josef Maierhofer

    Leute aus den USA, die in den 1960-er und 1970-er Jahren dorthin ausgewandert sind, schlagen die Hände über dem Kopf zusammen ob des wirtschaftlichen Jammerbildes, das Österreich derzeit abgibt.

    Aber die Genossen Ideologen (= ...) machen weiter und weiter und werden sich wundern, dass irgendwann nichts mehr geht. Für Lügen sind sie immer zu haben unsere Linksfahrer auf der 'Überholspur' (Kriechspur), wo sie den ganzen Verkehr aufhalten.

    Es verdrießt einem, da zusehen zu müssen, wie alles den abgehobenen, letztklassigen 'Elit' Funktionären und deren letztklassiger Klientel ohne Anstand zum Fraß, zum Kahlfraß, vorgeworfen wird, für nichts und wieder nichts, aber um den Preis der Zukunft. Sich diese 'Dodelhaftigkeit' ansehen zu müssen, ja das ist bitter.

    Ich kann die Worte 'Wohlstand', 'Gerechtigkeit', 'gratis', etc. schon nicht mehr hören.



    • Cotopaxi

      Die Liste der Worte, die man nicht mehr hören kann, ließe sich erweitern: Solidarität, alternativlos, umstrittener (rechter Politiker), sogenannter (Islamischer Staat), mutmaßlicher (Mörder), Experte,.....

    • Josef Maierhofer

      @ Cotopaxi

      Ich weiß, die Liste des Sündenregisters und seiner Benennung ist lang, was unsere linken Ideologen (= ...) und ihre 'dodelhaften' Nachplapperer da verwenden, um die Menschen zu belügen und sich selbst dabei zu bereichern.

    • machmuss verschiebnix

      Aufklärung unter den Auslands-Österreichern wäre ein wichtiges Thema, denn falls wider
      erwarten doch eine Wende kommt, dann sollte die Weltöffentlichkeit auf das zu erwartende
      Toben der Linken vorbereitet sein, um es als das erkennen zu können, worum es sich
      handelt: Panik davor, daß Alles aufgedeckt werden könnte

    • Josef Maierhofer

      @ machmuss verschiebnix

      Die glauben das gar nicht, sogar mein Bruder in der Schweiz, er ist auch seit den 1970-er Jahren dort, hat geglaubt, Österreich stünde gut da, als ich gesagt habe, dieser Staat ist am Ende.

      Ich war auf einem Auslandsösterreicher Treffen in Milwaukee, die Leute, meist schon in Pension, haben das alles sehr bedauert und gar nicht glauben wollen, wie die Wahrheit aussieht, sind doch die 'Botschaftsprospektln' ja alles sehr unrealistisch positiv. Bloß die Hymne wird dort noch normal gesungen.

      Unsere Repräsentativlinken haben weder Anstand noch Skrupel sie sind verantwortungslose Zukunftsräuber auch an ihrer eigenen Klientel.

  18. dssm

    Da unsere Sozialisten den Untergang des 'real existierenden Sozialismus' ihrer östlichen Bruderparteien miterleben mussten, und man leider keinem Krieg oder Naturkatastrophen verantwortlich machen konnte, erinnert man sich nun an die national-sozialistische Variante. Den Wählern gefällt es!

    Brechung der Zinsknechtschaft! Erreicht.

    Aber auch andere Punkte sind erfüllt. Durch die Gängelung der Wirtschaft mit immer neuen Auflagen, kann der Unternehmer immer weniger entscheiden. Also kommen vermehrt Experten zum Zug, früher Betriebsführer genannt.

    Betriebe sollen der Volksgemeinschaft dienen und nicht der individuellen Bereicherung. Bei unserer Steuerquote kann dieser Punkt wohl abgehakt werden.

    Verdiente Gruppen der Bevölkerung haben das Recht auf bevorzugte Behandlung. Quotenregelungen erfüllen auch diese Vorgabe.

    Da man aber den Bürgern wohl schwer erklären kann welches Programm man da gerade umsetzt, muss das Deflationsgespenst die Kinder erschrecken.



  19. Wertkonservativer

    Deflation gegen Inflation - 3 : 1 !
    Sparen gegen Schuldenmachen - 10 : 0 !

    Da sowohl Länder, als auch Menschen immer mehr und ganz unverfroren Schulden machen, gehören wir wohl alle zu den Verlierern!

    (mail to: gerhard@michler.at)



  20. Wolfgang Bauer

    Wenn die Löhne inflationsbedingt mitziehen, haben die Leute das Gefühl, dass sie mehr verdienen. Das ist ein psychologischer Vorteil. Aber v.a. müssten auch die Zinsen mitgehen, das ist derzeit das Problem. Der Raubzug der Staaten an den Sparern.
    Aber Eigentum ist ja eh schon 'out'. Die AK fordert in ihrem Periodikum "ak für Sie" faktisch 'Erben für alle!': Denn eine entsprechend beauftragte Studie ergab, "dass von der Möglichkeit, durch Erbschaften oder Schenkungen wohlhabend zu werden, viele ÖsterreicherInnen ausgeschlossen sind." Na. so was! Gut, dass die Studie das herausgefunden hat. Ist das nicht Diskriminierung pur? Ein Skandal? Herr Hundstorfer muss tätig werden. Wieder was entdeckt, was endlich gleich gemacht werden muss. 'Erben als Menschenrecht!'

    Die Studie weiter: "Denn nur etwa 35 % der österreichischen Haushalte kamen bis zum Erhebungszeitpunkt in den Genuss einer Erbschaft oder Schenkung. ...Der Großteil aber erbt nichts oder nur kleine Beträge." Jetzt hammas! Wir fordern "Erben für alle!" Hoffentlich gibt's genug Erblasser...

    Meines Erachtens die beste Lösung: Zwangstestamente, die die benachteiligten 2/3 gleichermaßen bedenken müssen. Ein Mustertestament, staatlich verordnet, genügt doch da. "Ich vermache mein Vermögen allen zu gleichen Teilen." Einen Vorteil hätte es: Der Staat kriegt nix zum Verjuxen!

    AK-Präsident Kaske gibt natürlich auch seinen Senf dazu: "Angesichts dieser Resultate kann von Chancengleichheit keine Rede sein." Und sein Resümee: "Nicht Leistung führt zu Wohlstand, sondern das Glück der Geburt entscheidet."



    • otti

      D A N K E
      dem ist n i c h t s mehr hinzuzufügen !
      Ausgenommen....................................... aber das darf man natürlich nicht sagen.

      PS: ich war nicht in der glücklichen Lage, geerbt zu haben.

      3 Sternchen sind zuwenig

    • Susanna (kein Partner)

      Wenigstens den IQ darf man noch erben... Obwohl, na ja!

    • Mausi (kein Partner)

      Susanna
      "Wenigstens den IQ darf man noch erben..."

      *lach* ... aber daran wird doch schon seit Jahrzehnten gearbeitet, dass auch dieser schwindet. Mit Erfolg wie man sieht (nicht sie gemeint) .... die Mehrheit glaubt immer noch den Medien u. Politiker, sowie sog. Experten (bezahlte) und den vielen vielen NGO's. Alle Begriffe werden von diesen Lumpen missbraucht um in's Gegenteil verkehrt zu werden. "Menschrecht", "Völker", "Umwelt", "Tierrecht", Kinderschutz-organisationen usw.
      Je mehr von diesen unnötigen Vereinen es gibt, desto schlimmer wird's für den einzelnen Menschen.

    • fewe (kein Partner)

      DAs ist halt die totalitäre Ideologie. Die Neugeborenen sind nicht Kinder ihrer Eltern, sondern des Staates. Der Staat sorgt auch für sie mit Kindergeld und will sie so schnell wie möglich in seine Gewalt bringen. Ab der Kinderkrippe.

      Kinder sind die Nachfahren ihrer Eltern und denen gehört das was sie hinterlassen. Das geht im Grunde sonst niemanden etwas an. Das Geld mit dem das Hinterlassene erworben wurde, wurde ursprünglich bereits besteuert.

    • fewe (kein Partner)

      Die Chancen-Gleichheit hat mit ererbtem Geld nicht so viel zu tun. Mit einer größeren Erbschaft sind meist auch Verpflichtungen verbunden ohne die man vielleicht einen anderen Beruf oder ein anderes Leben überhaupt gewählt hätte. Nur positiv ist das durchaus nicht.

      Stronach und Lugner haben beide mit wirklich null angefangen. Beispielsweise. Es gibt also keine Ausrede. Die Linken reden sich ständig auf irgendwas aus. Nur sie selbst sind nie an ihrer evtl. misslichen Lage schuld.

  21. HDW

    Für den der an die Gesetze des Marktes glaubt, bedeuten stagnierende Preise, reduziertes Kaufverhalten am Binnenmarkt! Trotz niedriger Zinsen wird laut dieser Meinung zu viel gespart (Auch bei den Investitionen). Also Geld hineinpumpen, damit mehr gekauft wird, dadurch steigen die Preise und das Wachstum wird "angekurbelt" So weit so schlicht, und es funktioniert auch, in Amerika! Aber nicht im Neomarxistischen Europa, wo es in der sozialphilosophisch verseuchten Bürokratie, die jede personale Lebenssituation durch Gesetze stranguliert, sofort versickert!



  22. kritikos

    Bedingt vom Totalausfall meines PC war ich still, bis mir der neue vom Schwiegersohn installiert wurde. Und so melde ich mich wieder.
    Ich bin kein Wirtschaftsmann, aber in meiner Erinnerung ist, dass gejubelt wurde, wenn die Inflation möglichst niedrig war. Warum ist dann eine solche von 2% so erstrebenswert? Wo steuert die EU und insbesondere die EZB hin? Experten können das ja nicht sein, denn es geht ja mit der EU so gar nicht aufwärts. Lauter Versorgungsposten? Und warum dem Schuldnerländern (angeblich) so entgegenkommen, wenn bei ihnen die Reformen greifen und sich einige aus dem Rettungsschirm verabschieden? Ich freue mich auf die Aufklärungen und Beiträge der Blogpartner.



    • Brigitte Kashofer

      Da alle Länder hoch verschuldet sind, können die Schulden nicht mehr zurückgezahlt, sonder nur mehr weginflationiert werden. Das trifft die Gläubiger der Banken, also die Sparer. Die können sich nicht wehren.





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung