Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen



FN 732: Wo die WKO sparen könnte

Lesezeit: 1:00

Die Wirtschaftskammer meldet eine erstaunliche Finanzlage.

Einnahmen von über 654 Millionen Euro stehen Ausgaben von nicht einmal 364 Millionen gegenüber (zu denen noch ein nicht genannter „Sachaufwand“ kommt, der aber bei ehrlicher Buchhaltung nicht sonderlich hoch sein dürfte). Zugleich gibt es Rücklagen von über 685 Millionen. Gut gewirtschaftet kann man da sagen. Man kann aber auch fragen: Warum werden da nicht die Kammerumlagen gesenkt – viele Unternehmer würden das Geld durchaus sinnvoll investieren? Und warum wird nicht ein kleiner Teil des WKO-Geldes wieder wie im vorigen Jahrhundert in den Aufbau von Hirn, Wissen und Kapazität investiert, die es heute leider nur noch in einer einzigen Abteilung gibt (jener für Sozialpolitik)? Nur vom Bund immer Abgabensenkungen zu verlangen, ist ein bisschen mager. Und: Zu Tode gespart ist auch tot.

 

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2015 05:44

    In diesem Zusammenhang sollte man auch die Reserven der Arbeiterkammern kritisieren. Da sind ebenfalls hunderte Millionen auf der hohen Kante. Und mit jeder Erhöhung der Löhne sowie der SV-Bemessungsgrundlage gibt es automatisch mehr Geld. Schlauerweise ist der AK-Beitrag in den monatlichen Sozialversicherungsbeiträgen "versteckt", daher merken dies viele Arbeitnehmer gar nicht.

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2015 10:51

    Ich würde meinen, die WKO kann den Unternehmern am meisten sparen helfen durch den Bürokratieabbau, die Eindämmung des Gebührenwahns, durch Senkung der gesamten Abgabenquote, etwa auf das Niveau von 1970.

    Damit könnte sie der Wirtschaft helfen wieder dorthin zu kommen.

    Dass man in eine Sozialabteilung und in Sozialgesetze investiert ist ein Zeichen dafür, dass die WKO ihre Aufgaben nur unzureichend erfüllt hat, nämlich dahingehend, dass Unternehmer jetzt Sozialfälle werden und kleine Unternehmer oft weit unter der Armutsgrenze liegen. Vor einigen Jahren, als die Statistik Austria noch die Durchschnittsgehälter veröffentlichen durfte, da rangierten die Kleinunternehmer noch hinter den Lehrlingen. Das ist jetzt ganz sicher auch nicht anders.

    Darum der Ausbau der Sozialleistungen bei der WKO.

    Solche Sorgen haben die Arbeiterkämmerer mit den Kollektivverträgen nicht, die werden erhöht, jährlich, ob es Bedeckung dafür gibt oder nicht und die Firmen reihenweise in Konkurs geschickt. Da fährt die sozialistische Eisenbahn drüber mit dem Straßenmob an Bord.

    Auch das wäre ein Arbeitsgebiet für die WKO, so meine ich.

    Streikvermeidung scheint die Devise zu sein, bei der WKO, aber nicht bei der Arbeiterkammer, denen sind Wirtschaftsschäden EGAL.

    So steht eben Österreich heute da, hinter Griechenland, wie ich gelesen habe.

  3. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2015 10:55

    Die WK spart doch ohnehin, aber einnahmenseitig.

  4. Ausgezeichneter KommentatorSpiegelfechter
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2015 12:38

    Abkassieren was geht ist bei uns ebenso systemimmanent wie die Kammern selbst. Das gilt für alle durch öffentliches Recht privilegierten Einrichtungen, von oben bis unten und von links bis rechts. Geld bedeutet Macht, und davon gibt niemand freiwillig etwas ab, manche verspekulieren es sogar lieber, wenn ihnen schon gar nicht sinnvolles mehr einfällt. Deshalb besteht keine Hoffnung, dass sich durch irgendeine Reform irgendetwas daran ändern wird.


alle Kommentare

  1. MartinJamesdfsasd (kein Partner)
    18. Juni 2015 13:05

    Solche Sorgen haben die Arbeiterkämmerer mit den Kollektivverträgen nicht, die werden erhöht, jährlich, ob es Bedeckung dafür gibt oder nicht und die Firmen reihenweise in Konkurs geschickt. Da fährt die sozialistische Eisenbahn drüber mit dem Straßenmob an Bord.

    http://www.tourdefrance2015live.com/
    http://www.tourdefrance2015live.com/2015/06/tour-de-france-overall-standings-live-stream-preview.html
    http://www.tourdefrance2015live.com/2015/05/tour-de-france-2015-live-streaming.html
    http://www.tourdefrance2015live.com/2015/05/wwwtour-de-france-2015-stages-winners.html

  2. socrates
    22. Februar 2015 18:41

    Heute las ich in der Krone die Gehälter einiger Politiker p.a. in €:
    Obama............ 351500€
    Fischer............ 336462€
    Faymann......... 300412€
    Merkel.............. 290000€
    Gauk................. 217000€
    Putin................. 193000€
    Cameron...........190000€
    Sind unsere wirklich soviel mehr wert? Von ihnen sollen wir sparen lernen? Nur Despoten in Entwicklungsländern verdienen noch mehr.
    Schweizer Politiker sind nicht dabei. Dort regiert das Volk.

    • AppolloniO (kein Partner)
      23. Februar 2015 11:32

      Und dazu kommt noch die Parteienfinanzierung. Unnötig zu sagen:
      in Österreich eine der höchsten der Welt.

      Wie lange lassen wir uns noch abzocken - noch dazu von Nebochanten.

  3. Spiegelfechter
    21. Februar 2015 12:38

    Abkassieren was geht ist bei uns ebenso systemimmanent wie die Kammern selbst. Das gilt für alle durch öffentliches Recht privilegierten Einrichtungen, von oben bis unten und von links bis rechts. Geld bedeutet Macht, und davon gibt niemand freiwillig etwas ab, manche verspekulieren es sogar lieber, wenn ihnen schon gar nicht sinnvolles mehr einfällt. Deshalb besteht keine Hoffnung, dass sich durch irgendeine Reform irgendetwas daran ändern wird.

  4. Brigitte Imb
    21. Februar 2015 10:55

    Die WK spart doch ohnehin, aber einnahmenseitig.

  5. Josef Maierhofer
    21. Februar 2015 10:51

    Ich würde meinen, die WKO kann den Unternehmern am meisten sparen helfen durch den Bürokratieabbau, die Eindämmung des Gebührenwahns, durch Senkung der gesamten Abgabenquote, etwa auf das Niveau von 1970.

    Damit könnte sie der Wirtschaft helfen wieder dorthin zu kommen.

    Dass man in eine Sozialabteilung und in Sozialgesetze investiert ist ein Zeichen dafür, dass die WKO ihre Aufgaben nur unzureichend erfüllt hat, nämlich dahingehend, dass Unternehmer jetzt Sozialfälle werden und kleine Unternehmer oft weit unter der Armutsgrenze liegen. Vor einigen Jahren, als die Statistik Austria noch die Durchschnittsgehälter veröffentlichen durfte, da rangierten die Kleinunternehmer noch hinter den Lehrlingen. Das ist jetzt ganz sicher auch nicht anders.

    Darum der Ausbau der Sozialleistungen bei der WKO.

    Solche Sorgen haben die Arbeiterkämmerer mit den Kollektivverträgen nicht, die werden erhöht, jährlich, ob es Bedeckung dafür gibt oder nicht und die Firmen reihenweise in Konkurs geschickt. Da fährt die sozialistische Eisenbahn drüber mit dem Straßenmob an Bord.

    Auch das wäre ein Arbeitsgebiet für die WKO, so meine ich.

    Streikvermeidung scheint die Devise zu sein, bei der WKO, aber nicht bei der Arbeiterkammer, denen sind Wirtschaftsschäden EGAL.

    So steht eben Österreich heute da, hinter Griechenland, wie ich gelesen habe.

  6. Gerhard Pascher
    21. Februar 2015 05:44

    In diesem Zusammenhang sollte man auch die Reserven der Arbeiterkammern kritisieren. Da sind ebenfalls hunderte Millionen auf der hohen Kante. Und mit jeder Erhöhung der Löhne sowie der SV-Bemessungsgrundlage gibt es automatisch mehr Geld. Schlauerweise ist der AK-Beitrag in den monatlichen Sozialversicherungsbeiträgen "versteckt", daher merken dies viele Arbeitnehmer gar nicht.





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2020 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung