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Die Gesamtschule muss her, weil die Unis kaputt sind

Die Bildungsdiskussion in Österreich wird immer skurriler: Jetzt schwenkt auch in Vorarlberg die ÖVP in ihrem Todestrieb auf ein grünes Bildungsprogramm ein, so wie schon in Tirol. Und alle linken Zeitungen trommeln weiter „Gesamtschule her!“ Gleichzeitig aber zeigt sich, wo Österreichs wirkliches Problem liegt. Weit weg von der Schule der 10- bis 14-Jährigen.

Das ist vor allem der Zustand der österreichischen Universitäten. Denn während Österreich bei den Pisa-Tests der 15-Jährigen international noch im Mittelfeld liegt, stürzen seine Unis bei jedem globalen Ranking immer weiter ab.

Beim „Times“-Ranking nur noch an 182. Stelle zu liegen, ist ein totaler Offenbarungseid, ist geradezu eine Demütigung. Dabei ist dieser Rang der Uni Wien noch der beste einer österreichischen Uni in diesem Ranking. Alle anderen liegen noch weit dahinter. Die Universitäten in Graz und Linz gar nur noch hinter dem 350. Platz.

Aber absurderweise wird das nicht diskutiert, weder Medien noch Politik sind daran interessiert oder begreifen das. Die ÖVP hat seit dem Abschuss von Minister Töchterle keinen einzigen Bundespolitiker mehr, dem die Qualität der Universitäten ein Herzensanliegen wäre. Rot und Grün hatten das eh nie; sie verstehen unter Universitätspolitik ohnedies nur die Übernahme der aberwitzigen Wünsche ihrer linksradikalen ÖH-Fraktionen, um so Wählerstimmen zu maximieren. Aber auch in der Opposition ist noch kein Politiker mit diesbezüglichem Engagement aufgefallen.

Die politischen Hauptversäumnisse sind dabei ebenso eklatant wie bekannt. Vor allem die anhaltende Verweigerung effektiver Zugangsregelungen macht einen sinnvollen Betrieb geradezu unmöglich. Aber auch die Streichung der Gelder aus Studiengebühren engt die Unis finanziell noch mehr ein. Eine immer weiter in die Höhe gehende Finanzierung der Unis aus Steuergeldern ist ja nur theoretisch eine Alternative, die Lage der Staatsfinanzen macht das unmöglich.

Aber auch die Schuld der Unis, ihrer Professoren und Rektoren am eigenen Absturz selbst ist gewaltig. Man schaue sich etwa die Presseaussendungen der Uni Wien an, um zu sehen, mit welchen politisch korrekten Randthemen sich diese im lächerlichen Raum positioniert. Viel zu viel Geld fließt in sinnlose Studienrichtungen ohne wissenschaftliche oder nennenswerte berufliche Perspektiven (die österreichischen Publizisten und Politologen beispielsweise haben ja beides nicht). Das knappe Geld wird für zahllose überflüssige Lehrkanzeln über Genderismus und dergleichen ausgegeben. Bei der Berufung von Professoren ist schon lange kein interessanter und wichtiger Kopf aufgefallen. Man nimmt lieber Altkommunisten von einstigen DDR-Unis (oder kriegt nur noch solche). Keine einzige Uni erweckt den Eindruck, dass man dort mit Energie zumindest versuchen würde, sich selbst aus dem Sumpf zu ziehen. Und wenn Österreicher internationale Top-Preise bekommen (wie etwa zuletzt in Mathematik), sind sie im Ausland tätig und denken nicht an eine Heimkehr. Aus dem Ausland kommen nur noch deutsche Numerus-clausus-Flüchtlinge ins Land und jene europäischen Studenten, die mit Hilfe eines Erasmus-Stipendiums ein Skifahr- oder Kultur-Semester genießen wollen.

Da ist es kein Wunder, dass immer mehr junge Österreicher zumindest versuchen, gleich von Anfang an an eine ausländische Elite-Uni zu kommen. Wo es einen harten Auslese-Prozess gibt (wenn nicht die Eltern ein Vermögen zahlen können).

 

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