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Rettung allerorten – nur wer rettet die Retter?

Lesezeit: 5:30

Europas Wirtschaftsdaten zeigen deutlich nach unten. Und das nach einer nur erhofften, nie wirklich eingetretenen Erholung von der seit 2008 dauernden Krise. Speziell im Euro-Raum geht es abwärts. Im Grund hat Europa alles falsch gemacht, was nur falsch zu machen ist. Das trifft sowohl die Wirtschafts- als auch die  Finanzpolitik.

Beim Geld haben sich die unterschiedlichen, jeweils von der Politik ausgehenden Impulse wechselseitig neutralisiert. Das ist die logische Folge von undurchdachtem Horuck-Populismus. Hauptakteure dabei waren das Europaparlament und die Europäische Zentralbank.

Von dieser EZB werden auf Verlangen des Parlaments nun europaweit intensive Stresstests bei allen größeren Banken durchgeführt. Dabei geht es immer um Dasselbe: Haben Banken zu leichtfertig Kredite vergeben, die sie in Gefahr bringen könnten? Tun sie das noch immer? Sind ihre Geldpölster für die Zukunft ausreichend dick?

Auf den ersten Blick ist das mehr als legitim. Nur: Woran sieht man im Vorhinein, welche Kreditvergabe leichtfertig ist? Können das irgendwelche willkürlich fixierte Kennziffern objektiv überprüfen? Wie bewertet man einzelne Risiken? Hat die EZB hellseherische Gaben? Kann das alles nicht der, der einen Kredit vergibt, selbst viel besser beurteilen als die Heerscharen der ausgeschwärmten Stress-Tester? Vergrößert eine europaweit uniformierte Bewertung nicht noch viel mehr das – sowieso immer bestehende – Klumpenrisiko?

Was passiert, wenn eine Bank den Stress-Test nicht besteht? Wenn kein Eigentümer neues Geld zuschießt, zuschießen kann, muss die Bank abgewickelt werden. Das ähnelt stark einem Konkurs. Das heißt: Irgendwer muss zahlen. Die „Banken“, wie Populisten allerorten rufen, können nicht, sonst wäre ja eine Abwicklung unnötig.

Wenn man die „Gläubiger“ schröpft, dann sind das meist die Sparer und die Unternehmen der Realwirtschaft, die ihren Geldverkehr (zur Abgaben-, Lieferanten- und Lohnzahlung) bei dieser Bank haben. Das bedeutet eine Katastrophe für alle Sparer, löst fast immer einen Domino-Effekt an weiteren Konkursen und Massenarbeitslosigkeit aus.

Vor alldem fürchtet sich die Politik panisch und versucht es um jeden Preis zu vermeiden. Daher werden wohl weiter Banken auf Steuerkosten „gerettet“. Solche Rettungsaktionen hat zwar jetzt neben allen Links- wie Rechtspopulisten auch der Papst (der freilich von Wirtschaft rein gar nichts versteht) scharf gegeißelt. Aber diese "Bankenrettungen“ sind ja deshalb erfolgt, weil man eben Sparer, Unternehmen und Arbeitsplätze retten wollte. Man kann nichts geißeln, wenn man nicht sagt, wer einen Schaden sonst tragen soll.

Diese Stress-Tests, die vorgeben, für die Zukunft solche Bank-Abwicklungen zu verhindern, haben freilich nur eines bewirkt: Europas Banken vergeben noch viel restriktiver Kredite, als sie das schon seit 2008 tun. Am liebsten nur dann, wenn jemand gar keine Kredite braucht. In allen anderen Fällen fürchten Banken ja, wegen Leichtfertigkeit selbst in die Ziehung zu kommen.

Regierungen und Zentralbank, die durch ihre übertriebenen Stress-Tests die Kreditklemme selbst ausgelöst haben, äußern sich schizophrener Weise gleichzeitig verzweifelt über diese Kreditklemme. Und damit doch Kredite in die lahmende Wirtschaft fließen, überschüttet die Zentralbank seit Jahren die Banken mit Gratisgeld.

Das hat aber nicht die erhofften Konsequenzen, obwohl die EZB längst selbst zu einer wackelnden Bad bank geworden ist. Das Gratisgeld fließt jedenfalls weiterhin kaum in Unternehmen. Es geht vielmehr in Staatsanleihen. Staaten sind ja angeblich laut internationalen Vereinbarungen risikolos (obwohl das gar nicht stimmt, wie Zypern, Argentinien & Co beweisen). Daher kann den Banken nicht von irgendwelchen Prüfern vorgeworfen werden, zu leichtfertig zu sein.

Insgeheim freuen sich die Regierungen natürlich riesig über das billige Geld, weil sie sich jetzt extrem billig weiter verschulden können (womit sie weiter ihre Wählergruppen-Bestechungsaktionen fortsetzen können).

Vielerorts stagniert die Nachfrage nach Krediten aber ohnedies aus ganz anderen Gründen als der Zurückhaltung von Banken. Unternehmen trauen sich immer seltener, im Euroraum zu investieren, was ja immer mit Risiko verbunden ist (das Politiker und ahnungslose Kommentatoren überdies noch gern als Spekulation denunziert). Aber ohne Risiko entstehen keine Arbeitsplätze.

Reformen blieben aus

Womit wir bei der Wirtschaftspolitik der einzelnen Mitgliedstaaten als Hauptursache der Dauerkrise gelandet sind. Die meisten Regierungen haben in den letzten Jahren die Reformen, die Unternehmen endlich wieder ermutigen würden, immer nur rhetorisch versprochen. Etwa in Österreich ist seit 2008 keine einzige umgesetzt worden. Noch dramatischer ist diese Diskrepanz zwischen leeren Ankündigungen und der Realität in Frankreich und Italien, also in zwei der drei größten Länder des Euroraums.

In diesen Krisenländern wirkt noch immer die jede Besserung verhindernde Macht der Gewerkschaften. Diese haben sämtliche Reformen verhindert, ob es nun um eine Flexibilisierung des Arbeitsmarkts geht, eine Sanierung des Pensionssystems, ein marktgerechtes Wohnungsrecht, einen Verzicht auf teure Wohlfahrts-Goodies, den Abbau tausender bürokratischer Regulierungen (von den Arbeitsinspektoraten bis zu den unzähligen Pflicht-Statistiken) oder die Privatisierung von teuren Staatsbetrieben.

All diese Reformverweigerungen belasten die Wirtschaft enorm. Das alles muss diese aber zugleich auch noch selbst über die abschreckend hohen Steuern und Abgaben finanzieren, die sie und ihre Mitarbeiter abliefern müssen.

Als ob das noch nicht genug an Beton an Europas Beinen wäre. Dazu kommen noch jene Erschwernisse, die auf ökologischen Ängsten basieren. Das sind etwa die nur hier existierenden Verbote von fast allem, was mit Gen, Hormon, Atom oder Fracking zu tun hat. Dabei hat etwa letzteres in den USA die Energiepreise auf ein Drittel des europäischen Niveaus absinken lassen. Und so die Investitionen in Amerika sprunghaft nach oben katapultiert.

Zu allem Überdruss glaubt Europa auch noch, das Weltklima im Alleingang retten zu können. Das ist absurd, da die meisten anderen Weltregionen nicht mitziehen. Europa allein kann aber – selbst wenn alle Klima-Alarmisten recht hätten – praktisch überhaupt keine Auswirkungen auf dieses Weltklima erzielen.

Eine Katastrophe ist schließlich auch, dass Europa seine Tore (und Häfen) jährlich für Hunderttausende Zuwanderer, pardon: Flüchtlinge aus der Dritten Welt geöffnet hat. Diese vergrößern nicht nur die ständig wachsende europäische Arbeitslosigkeit immer mehr. Sie verursachen dem freigiebigsten Sozialsystem der Welt auch gewaltige Kosten und reduzieren das Niveau der Sicherheit im einst stabilen Europa.

Migranten wie Sozialsystem wie Bankengläubiger werden ständig gerettet. Rettung da, Rettung dort: Aber wer rettet am Ende dann Europa?

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

 

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  1. Ausgezeichneter KommentatorWyatt
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2014 06:46

    Zu allem Überdruss glaubt Europa auch noch, das Weltklima im Alleingang retten zu können. Das ist absurd.............

    Dem Klimawandel ist er egal, ihn gibt es, seit es die Erde gibt – Was wirklich dahinter steckt, ist umfassend einmal mehr hier nachzulesen:

    http://kpkrause.de/2014/09/25/der-unsinnige-utopische-klimaschutz/

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2014 11:26

    Demokratie neu:
    Zum 2. Mal fährt Merkel in die Ukraine und spendet 500,000.000€. Dazu fragt sie niemand und braucht auch keine Ermächtigung. Danach nimmt D -zigtausen neue Migranten. Dann kommt die Debatte über die Erhöhung des Pensionsalters, denn irgendwoher muß das Geld ja kommen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2014 10:07

    Sind die Retter noch zu retten ?

    Ich sage nein, solange man bei diesem Verein des Verderbens Mitglied ist. Rechnen wir einmal nach, was uns dieses Abenteuer EU schon gekostet hat. Hatten wir nicht vorher einen EWG und EFTA Vertrag ? War uns Österreichern das nicht ausreichend (teuer) ?

    Ich selbst habe den Politikerlügen geglaubt und auch für einen Beitritt gestimmt damals. Bei einem Klassentreffen sind wir in Niederösterreich zusammen gesessen und es gab keinen, der angesichts all dieser Unkosten und Fehlentwicklungen heute für einen Beitritt wäre.

    Verlassen wir das sinkende Schiff ! Nehmen wir als ersten Schritt und ernste Warnung an die abgehobene Elite dieser Eurokraten, die sich auch bei uns in der Regierung (und nur dort) ausgebreitet haben (auf unsere Kosten), statt für Österreich zu arbeiten, an dem EU Austrittsvolksbegehren teil, das auf allen Gemeinden und Magistraten aufliegt ! Es ist die eine Private Initiative und hat mit Partei nichts zu tun.

    Nein die Retter sind nicht zu retten, sie sind verblendet.

  4. Ausgezeichneter KommentatorNestor 1937
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2014 09:53

    Die Wirtschafts- und Währungslage wird bald besser werden,

    hat doch der neue Kommissionspräsident dafür den uns von den EU-Sanktionen 2000 sattsam bekannten Herrn Moscovici nominiert, der zwar als französischer Finanzminister nichts zusammengebracht hat, aber als Exponent der Banken und der Ostküste offensichtlich große Hoffnungen bei Herrn Junckers auslöst.

  5. Ausgezeichneter KommentatorHDW
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2014 23:16

    Bezüglich Italien ist im Sinne der richtigen Analyse AUs festzuhalten, dass gestern der Gruppe Renzi, die ja im Parlament von der Gruppe Berlusconi getragen wird, gelungen ist gegen die Altkommunisten und die Gewerkschaftspopulisten, das symbolische Tabu eben jener, nämlich den §18 des Arbeitsrecht (Wiedereinstellung durch das Gericht nach 5 - 6 Jahren Prozess), zu eliminieren! Berlusconi war ja nur gelungen diesen für Betriebe unter 15 Beschäftigten auszuschalten (der Ideator der Reform wurde übrigens damals auf offener Strasse deshalb erschossen) . Weitere wirkliche Reformen sollen folgen.
    Interessant ist, dass ja Berlusconi mit seinen liberalen Reformvorhaben damals nicht nur die gesamte Brüsseler Finanz-Kamarilla gegen sich hatte, sondern ihn auch das angloamerikanische Großkapital der Manchester Liberalen und deren bezahlte Journalisten, pikanterweise mit obskurantistischem und moralinsaurem, geradezu alttestamentarischem Hass verfolgten.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2014 17:04

    "Krieg der Giganten: Finanz-Eliten streiten über die Verteilung der Beute"

    "Unter den wichtigsten Finanz-Institutionen der Welt ist ein veritabler Kampf entbrannt. Es geht um Milliarden und um die Frage, wem man die Schuld an der Finanzkrise in die Schuhe schieben kann. Die Front verläuft quer durch alle Lager. Die Heftigkeit der Auseinandersetzung zeigt: Die Eliten fürchten eine neue Krise und wollen ihre Schäfchen ins Trockene bringen.,,,,

    ..... Der Verteilungskampf der Finanz-Eliten hat begonnen. Wie man sieht: Die feinen Herrschaften kämpfen mit durchaus rustikalen Methoden. Das ist das sicherste Indiz, dass es nun wirklich um etwas geht..."

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/28/krieg-der-giganten-finanz-eliten-streiten-ueber-die-verteilung-der-beute/

    Soweit zum Thema: "Wer rettet die Retter!"

  7. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2014 08:30

    Als ob es nicht ohnehin bereits zu spät wäre, die Banken haben aus der Krise von 2008 nichts gelernt, im Gegenteil, sie zocken noch spekulativer als vorher.
    Die Deutsche Bank z.B. ist stärker in das hochriskante Derivategeschäft involviert als die 5 amerikanischen Großbanken.

    »Die Kreditderivate der Deutschen Bank belaufen sich auf insgesamt 55.000 Milliarden Euro, was knapp 75.000 Milliarden Dollar entspricht. Das ist ungefähr das Hundertfache der 522 Milliarden Euro, die die Bank an Spareinlagen hält. Es ist zudem fünf Mal so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt Europa und entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von … unserem Planeten.«

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/michael-snyder/fuenf-us-banken-stecken-mit-jeweils-ueber-4-mrd-dollar-im-derivategeschaeft.html

    Ja, wir sitzen auf einem Pulverfass und es kann jederzeit hochgehen!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorIsabella
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Oktober 2014 14:30

    Aber, aber ... die Medien erzählen uns doch dauernd, "wir im Westen" leben in einer Demokratie und Wahlen werden korrekt durchgeführt

    Im folgenden Video berichtet ein Schotte, er hätte einen ganzen Plastiksack voller JA-Stimmen gefunden und er zeigt sie der Kamera. Es soll sich um Stimmzettel aus der Briefwahl handeln und er fand diese im Abfall.

    http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2014/09/schottland-plastiksack-mit-ja-stimmen.html

    Wenn Wahlen etwas ändern würden, so wären sie längst verboten .... auch in Österreich wurde gefälscht und manipuliert. Warum sonst bekommen die Grünen immer mehr Stimmen?? V-Theorie oder Fakt???? "grübel grübel ..."


alle Kommentare

  1. GUnner (kein Partner)
    20. Januar 2015 19:10

    I am totally wowed and prrepaed to take the next step now.

  2. GUnner (kein Partner)
    20. Januar 2015 19:08

    I am totally wowed and prrepaed to take the next step now.

  3. GUnner (kein Partner)
    20. Januar 2015 19:06

    I am totally wowed and prrepaed to take the next step now.

  4. Wolfgang Schimank (kein Partner)
    02. Oktober 2014 21:20

    Der Banken-Stresstest ist die Vorbereitung zur Bankenunion. Der Gedanke, daß die Banken nicht mit 1 € Eigenkapital und 99 € Kapital der Kleinsparer verantwortungslos spekulieren, ist zwar löblich, aber es gibt einen Strickfehler: Die EZB soll die Banken beaufsichtigen, sie wird zum Gläubiger. Prof. Sinn befürchtet, daß die EZB eine Art von Konkursverschleppung betreiben wird, damit die Banken dann vom ESM (Rettungsschirm) gerettet werden. Damit werden dann die Steuerzahler zur Kasse gebeten.
    Prinzipiell läuft dir Euro-Rettung so: Die EZB haut die Pleitestaaten heraus und dann ruft sie die Politiker auf, die EZB durch immer größere Rettungsschirme herauszuhauen. Die Politiker sind Statisten.

  5. Francois Villon (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      01. Oktober 2014 17:54

      „ ... Das sind etwa die nur hier existierenden Verbote von fast allem, was mit Gen, Hormon, Atom oder Fracking zu tun hat. Dabei hat etwa letzteres in den USA die Energiepreise auf ein Drittel des europäischen Niveaus absinken lassen. ...“

      Es ist schon erstaunlich, wie es Unterberger gelingt mit einem Satz, was sage ich, mit ein paar Worten, seine „Analyse“ obskurantisch werden zu lassen.

      Man braucht die gänzlich unkalkulierbaren Gefahren von Gen, Hormon und Atom nicht mehr rauf und runter zu deklinieren; eine darauf bauende Wirtschaft ist aus guten Gründen unerwünscht, ja unerträglich.

      Der Popanz mit dem Fracking ist, abgesehen auch von der Grundwasservergiftung und kaum noch beurteilter Umweltzerstörung, mit einem Strohfeuer vergleichbar. Es flackert sehr hell auf, aber nur kurz. Etliche Ölkonzerne trennen sich von diesem Geschäftsbereich inzwischen, weil die in manipulierten (= gefälschten) Prospekten zugrunde gelegte „Lebensdauer“ dieser Schieferölfelder dramatisch kürzer ist als jene klassischer Ölfelder und es einer massiven Erhöhung der Bohrlöcher bedarf, um die gegenwärtigen Fördermengen in den bestehenden Feldern aufrecht zu erhalten. Aus diesem Grund sind die Einnahmen deutlich hinter den Investitions- und Förderkosten geblieben: es ist also kein Geschäft.

      Um diese Problematik wissende Insider sagen ja längst, daß der US-Öl-Boom durch Fracking eine Wall-Street-„Hype“ sei, ähnlich den „Asset-backed-securities“ (= betrügerischen Ramschpapieren), die man die Europäer zu kaufen nötigte. Indem man so tut, als wäre „Fracking“ ein reales/reelles Geschäft, wie es ja auch Unterberger tut, bezweckt man nur den Dummen den Schwarzen Peter in die Hand zu spielen, den ausgelutschten Mist noch teuer zu kaufen.

      Daß kurzfristig die US-Energiepreis herunter kamen, sagt nichts über die strategischen Perspektiven. Aber das ist ja ein generelles Charakteristikum der US-Wirtschaft, daß man in Quartalsbilanzen „denkt“ – und hinterher die Sintflut. Im übrigen manipulieren die US-Finanzgewaltigen ja alles: Goldpreis, Arbeitslosenstatistik, Produktivität, BIP, etc. pp. Warum nicht auch – vorübergehend – den Energiepreis? – Es fragt sich ja nur zu welchem Ende!

      Auf einer derart unsicheren Basis wollte man ja allen Erstes Europa dazu „überreden“, seine Energieabhängigkeit von Rußland (das uns bis dato immer klaglos bedient hatte!) gegen einen virtuellen Ersatz aus den USA abzubauen und „sicherer“ zu machen.

  6. Isabella (kein Partner)
    01. Oktober 2014 14:30

    Aber, aber ... die Medien erzählen uns doch dauernd, "wir im Westen" leben in einer Demokratie und Wahlen werden korrekt durchgeführt

    Im folgenden Video berichtet ein Schotte, er hätte einen ganzen Plastiksack voller JA-Stimmen gefunden und er zeigt sie der Kamera. Es soll sich um Stimmzettel aus der Briefwahl handeln und er fand diese im Abfall.

    http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2014/09/schottland-plastiksack-mit-ja-stimmen.html

    Wenn Wahlen etwas ändern würden, so wären sie längst verboten .... auch in Österreich wurde gefälscht und manipuliert. Warum sonst bekommen die Grünen immer mehr Stimmen?? V-Theorie oder Fakt???? "grübel grübel ..."

    • fewe (kein Partner)
      01. Oktober 2014 18:17

      Bei der Briefwahl ist eine Fälschung sicherlich leicht möglich. Aber so viel ich weiß, werden in Österreich die Wahlergebnisse auch nach Wahlsprengeln aufgelistet. Da kann zumindest jeder Wahlhelfer - meist sind das zwei oder drei - kontrollieren, ob das Ergebnis korrekt ist. Ich denke, so ist eine Wahlfälschung eher schwierig. Oder wird das heute nicht mehr nach Sprengeln veröffentlicht?

  7. HDW
    30. September 2014 23:16

    Bezüglich Italien ist im Sinne der richtigen Analyse AUs festzuhalten, dass gestern der Gruppe Renzi, die ja im Parlament von der Gruppe Berlusconi getragen wird, gelungen ist gegen die Altkommunisten und die Gewerkschaftspopulisten, das symbolische Tabu eben jener, nämlich den §18 des Arbeitsrecht (Wiedereinstellung durch das Gericht nach 5 - 6 Jahren Prozess), zu eliminieren! Berlusconi war ja nur gelungen diesen für Betriebe unter 15 Beschäftigten auszuschalten (der Ideator der Reform wurde übrigens damals auf offener Strasse deshalb erschossen) . Weitere wirkliche Reformen sollen folgen.
    Interessant ist, dass ja Berlusconi mit seinen liberalen Reformvorhaben damals nicht nur die gesamte Brüsseler Finanz-Kamarilla gegen sich hatte, sondern ihn auch das angloamerikanische Großkapital der Manchester Liberalen und deren bezahlte Journalisten, pikanterweise mit obskurantistischem und moralinsaurem, geradezu alttestamentarischem Hass verfolgten.

  8. Wolfgang Bauer
    30. September 2014 21:45

    Es sollte in so gesättigten Volkswirtschaften wie der unsrigen längst klar sein, dass Unternehmen als JOBMASCHINEN anzusehen sind. Daher sollen hauptsächlich nur die Entnahmen, Dividenden etc. besteuert werden statt der Gewinne, die im Unternehmen bleiben und neue Arbeitsplätze schaffen oder bestehende erhalten helfen.

  9. terbuan
    30. September 2014 17:04

    "Krieg der Giganten: Finanz-Eliten streiten über die Verteilung der Beute"

    "Unter den wichtigsten Finanz-Institutionen der Welt ist ein veritabler Kampf entbrannt. Es geht um Milliarden und um die Frage, wem man die Schuld an der Finanzkrise in die Schuhe schieben kann. Die Front verläuft quer durch alle Lager. Die Heftigkeit der Auseinandersetzung zeigt: Die Eliten fürchten eine neue Krise und wollen ihre Schäfchen ins Trockene bringen.,,,,

    ..... Der Verteilungskampf der Finanz-Eliten hat begonnen. Wie man sieht: Die feinen Herrschaften kämpfen mit durchaus rustikalen Methoden. Das ist das sicherste Indiz, dass es nun wirklich um etwas geht..."

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/28/krieg-der-giganten-finanz-eliten-streiten-ueber-die-verteilung-der-beute/

    Soweit zum Thema: "Wer rettet die Retter!"

  10. socrates
    30. September 2014 11:26

    Demokratie neu:
    Zum 2. Mal fährt Merkel in die Ukraine und spendet 500,000.000€. Dazu fragt sie niemand und braucht auch keine Ermächtigung. Danach nimmt D -zigtausen neue Migranten. Dann kommt die Debatte über die Erhöhung des Pensionsalters, denn irgendwoher muß das Geld ja kommen.

  11. Josef Maierhofer
    30. September 2014 10:07

    Sind die Retter noch zu retten ?

    Ich sage nein, solange man bei diesem Verein des Verderbens Mitglied ist. Rechnen wir einmal nach, was uns dieses Abenteuer EU schon gekostet hat. Hatten wir nicht vorher einen EWG und EFTA Vertrag ? War uns Österreichern das nicht ausreichend (teuer) ?

    Ich selbst habe den Politikerlügen geglaubt und auch für einen Beitritt gestimmt damals. Bei einem Klassentreffen sind wir in Niederösterreich zusammen gesessen und es gab keinen, der angesichts all dieser Unkosten und Fehlentwicklungen heute für einen Beitritt wäre.

    Verlassen wir das sinkende Schiff ! Nehmen wir als ersten Schritt und ernste Warnung an die abgehobene Elite dieser Eurokraten, die sich auch bei uns in der Regierung (und nur dort) ausgebreitet haben (auf unsere Kosten), statt für Österreich zu arbeiten, an dem EU Austrittsvolksbegehren teil, das auf allen Gemeinden und Magistraten aufliegt ! Es ist die eine Private Initiative und hat mit Partei nichts zu tun.

    Nein die Retter sind nicht zu retten, sie sind verblendet.

  12. Nestor 1937
    30. September 2014 09:53

    Die Wirtschafts- und Währungslage wird bald besser werden,

    hat doch der neue Kommissionspräsident dafür den uns von den EU-Sanktionen 2000 sattsam bekannten Herrn Moscovici nominiert, der zwar als französischer Finanzminister nichts zusammengebracht hat, aber als Exponent der Banken und der Ostküste offensichtlich große Hoffnungen bei Herrn Junckers auslöst.

  13. terbuan
    30. September 2014 08:30

    Als ob es nicht ohnehin bereits zu spät wäre, die Banken haben aus der Krise von 2008 nichts gelernt, im Gegenteil, sie zocken noch spekulativer als vorher.
    Die Deutsche Bank z.B. ist stärker in das hochriskante Derivategeschäft involviert als die 5 amerikanischen Großbanken.

    »Die Kreditderivate der Deutschen Bank belaufen sich auf insgesamt 55.000 Milliarden Euro, was knapp 75.000 Milliarden Dollar entspricht. Das ist ungefähr das Hundertfache der 522 Milliarden Euro, die die Bank an Spareinlagen hält. Es ist zudem fünf Mal so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt Europa und entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von … unserem Planeten.«

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/michael-snyder/fuenf-us-banken-stecken-mit-jeweils-ueber-4-mrd-dollar-im-derivategeschaeft.html

    Ja, wir sitzen auf einem Pulverfass und es kann jederzeit hochgehen!

  14. Wyatt
    30. September 2014 06:46

    Zu allem Überdruss glaubt Europa auch noch, das Weltklima im Alleingang retten zu können. Das ist absurd.............

    Dem Klimawandel ist er egal, ihn gibt es, seit es die Erde gibt – Was wirklich dahinter steckt, ist umfassend einmal mehr hier nachzulesen:

    http://kpkrause.de/2014/09/25/der-unsinnige-utopische-klimaschutz/

    • FranzAnton
      30. September 2014 20:45

      Danke für den Link; er ist großartig; insbesondere zeigt er die Ideenlosigkeit, mangelnde Weitsicht und die, insbesondere technische, Ignoranz der Politikerkaste auf.
      Das ändert aber nichts an meiner Überzeugung, dass die Menschheit sich von den fossilen Energieen unabhängig machen sollte; Solarenergie wäre auf Erden im Überfluss vorhanden, bloß nicht allerorts und jederzeit, weshalb hocheffiziente Energiespeicher - mit einer dem Erdöl vergleichbaren Energiedichte - als conditio sine qua non zu entwickeln wären. Ölinduzierte Kriege gäb's dann nimmer, und die IS fände keine Unterstützer mehr.

    • Wyatt
      01. Oktober 2014 09:40

      @ Franz Anton,
      Sie werden mir auch nicht erklären können, warum Atomenergie bei der zivilen Nutzung - zumindest hierzulande - so bedenklich ist, bei der militärischen bzw. Kriegsindustrie jedoch Atomenergie weltweit, ohne Bedenken, der Stand der Dinge ist ?

    • Undine
      01. Oktober 2014 10:10

      @Wyatt

      Danke für den Link! SEHR aufschlußreich!*********

      @FranzAnton

      *******!

    • cmh (kein Partner)
      01. Oktober 2014 13:42

      Hallo phaidros! Wo sind Sie?





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