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Europa: Der Obskurant und das Establishment

Lesezeit: 5:30

Wer die EU kritisiert, wird von weiten Teilen des politischen und medialen Establishments zum Obskuranten gestempelt. Man darf zwar Österreich scharf und auch grundsätzlich kritisieren, aber nicht die EU. Verstehe das, wer kann.

Der österreichische Rechnungshof kritisiert scharf Organe und Unternehmen der Republik. Im Rechnungshof der EU meinen viele hingegen: Man müsse sich mit scharfer Kritik zurückhalten. Das würde sonst von den EU-„Feinden“ aufgegriffen.

Ich bin schon einmal vom politischen und medialen Establishment zum Obskuranten gestempelt worden: Als ich in den 80er Jahren (dank der Toleranz meines Chefs Thomas Chorherrs) als erster Journalist einen „Vollbeitritt“ zur EU als möglich, sinnvoll und notwendig bezeichnet habe. Außenamt, Wirtschaftskammer, Bauern, Gewerkschaft, Völkerrechtler, Regierung und erst recht die Links-„Intellektuellen“: Alle waren damals strikt gegen mich und einen Vollbeitritt – angeblich aus rechtlichen Gründen, aber in Wahrheit aus Dummheit, Feigheit oder geheimen Interessen. Statt dessen wurden Seltsamkeiten propagiert wie etwa ein „Global approach“, in dem man zwar alle EU-Regeln hundertprozentig nachmacht – aber ohne Beitritt und Mitbestimmung.

Auch heute bekenne ich mich zur vollen Mitgliedschaft. Ich kritisiere die EU aber in etlichen Bereichen scharf. Das ist weder Widerspruch noch Haltungsänderung. Das ist vielmehr zwingende Reaktion auf Änderungen der EU selbst. Es sind die kritiklosen EU-Apologeten und die Kämpfer für einen ständigen Kompetenz-Transfer Richtung Europa und damit die Entmachtung der Staaten, die eines Tages schuld am Ende der EU sein werden. Die meisten Kritiker versuchen hingegen noch zu retten, was damals wie heute wichtig und gut ist an der EU.

Was ist das? Da wird manches genannt, freilich ist nur ein Teil richtig.

  1. Friede, Freiheit, Demokratie: Fast kein Politiker, kein Leitartikler lässt diese Begriffe aus. So wichtig sie sind – so unsinnig ist es, sie als Verdienst der EU darzustellen. Es gab im Westen schon vor der EU Friede, Freiheit, Demokratie. Und der Zusammenbruch des Realsozialismus 1989 hat viele Gründe, die EU ist höchstens der zwanzigste.
    Friede, Freiheit, Demokratie haben andere hergestellt: die Nato, die auch uns gegen den Warschauer Pakt geschützt hat; die Amerikaner, die sich nach 1945 zum Unterschied von 1918 weiter um Europa gekümmert haben; die deutsch-französische Aussöhnung; der Verzicht auf Reparationen und Demütigung; die gewandelte innere Einstellung der Europäer. Nichts davon war Folge der EWG, EG, EU oder gar von deren heutigem Zentralismus. Auch viele andere Länder haben Frieden, Freiheit, Demokratie. Ohne EU-Mitgliedschaft.
  2. Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft und die vier Freiheiten des Binnenmarkts: Darin liegt in der Tat der große Wert der EU. Waren ungehindert von allen nicht nur für einen 8-, sondern einen 500-Millionen Markt produzieren zu können, ist die entscheidende Ursache des steilen Wohlstandsanstiegs seit der EU-Mitgliedschaft. Auch assoziierte Länder wie die Schweiz profitieren davon. Wegen eines solchen Wohlstandsgewinns durch Handel planen jetzt übrigens Europa und Amerika eine transatlantische Freihandelszone (die von den Linken wieder einmal bekämpft wird). Allein in Österreich hängen am Binnenmarkt direkt Hunderttausende Arbeitsplätze. Und indirekt noch viel mehr.
  3. Liberale Durchlüftung des verkalkten und staatsdominierten Österreich: Das war beim Beitritt sehr wichtig, ist aber heute ins Gegenteil gekippt.
  4. Der Euro: Naja. Zwar hat die gemeinsame Währung viele Vorteile: Sie eliminiert Währungsrisken, Transaktionsspesen und Abwertungswettläufe. Das wäre alles positiv – wenn man die eigenen Regeln eingehalten hätte. Was die EU aber nicht tat. Siehe die total ignorierten Maastricht-Kriterien; siehe das Verbot, verschuldete Länder zu finanzieren; siehe die vom deutschen Verfassungsgericht aufgezeigten Rechtsbrüche durch die Europäische Zentralbank.

Damit sind wir schon bei den vielen Gründen, warum die Liebe zu Europa erkalten musste. Warum europaweit der Anti-EU-Sturm anschwillt, der bei uns durch staatsoffizielles und ORF-manipuliertes Schönreden nur noch schlimmer wird. Fast zu jedem der in der Folge aufgelisteten Defizite gäbe es viel zu sagen:

  • Totale außenpolitische Irrelevanz trotz gegenteiliger Ankündigungen. Die EU scheitert von Bosnien bis zur Ukraine. Immer öfter kehrt die alte Großmachtpolitik zurück (etwa in Libyen, Syrien, Iran, China).
  • Sinnlose Milliardentransfers nach Südeuropa. Diese haben auch nach mehr als einem halben Jahrhundert nichts bewirkt.
  • Sozialtourismus. Die EU-Kommission verlangt auch für noch-nie-gearbeitet-habende EU-Bürger in anderen EU-Ländern prinzipiellen Zugang zu Sozialleistungen.
  • Zuwanderung. Statt Leistungsträger kommen nach Europa Wohlfahrtsempfänger. Und die EU (Kommission, Gericht, Parlament) will die Tore immer noch weiter öffnen.
  • Wohlfahrt. Während alle Welt auf Wettbewerb setzt, baut die EU noch die unfinanzierbare sozialdemokratische Wohlfahrtsillusion aus.
  • Demographie. Die drohende Katastrophe wird ignoriert.
  • Überregulierung. Glühbirnen, Duschköpfe, Zementsäcke . . .
  • Politische Korrektheit. Das EU-Parlament befasst sich zuletzt ständig mit Schwulen&Co, den grünroten Lieblingsthemen.
  • Zerfall. Nach dem Schock aus der Schweiz droht beim britischen Referendum ein Austritts-Beschluss, wenn sich die EU nicht dramatisch bessert.
  • Schwaches Personal. Aus vielen Ländern geht nur zweit- und drittklassiges Politik-Personal nach Brüssel und Straßburg.
  • Hilflos gegen TV-Monopolisten. Helmut Kohl hat durchgesetzt, dass die (heute total linken) Staatssender privilegiert bleiben.
  • Ständiger Rechtsbruch. Das was in Euroland passiert, zertrümmert die Glaubwürdigkeit der Union.
  • Ignorieren neuer gefährlicher Blasen. Siehe die steil steigende Preise für Immobilien und Aktien.
  • Arbeitslosigkeit. Sie steigt ständig weiter, da die Investitionen in der EU trotz einer Wiederkehr des (Konsum-)Wachstums sinken.
  • Vorzugsschülergehabe. Die EU hat fast als einzige Region die CO2-Vorgaben (Kyoto) umgesetzt und damit der Wirtschaft schwer geschadet.
  • Türkei. Die Möchtegern-Großmacht EU nimmt tatenlos hin, dass die Türkei seit Jahrzehnten Nordzypern (EU-Gebiet!) besetzt und heute alle Grundrechte mit Füßen tritt. Ja, sie verhandelt sogar noch immer über eine EU-Mitgliedschaft der Türkei.
  • Korruption. Schwerst korrupte Länder sind heute Mitglieder (Bulgarien, Rumänien).
  • Undemokratisch. Ein deutscher Abgeordneter braucht zu seiner Wahl zwölf Mal so viele Stimmen wie einer aus Malta.
  • Bilanztricks. Die EU berechnet plötzlich Ausgaben für Rüstung und Forschung als BIP-relevante Investition.
  • Sprach-Chaos. Frankreich verhindert, dass wie sonst in internationalen Organisationen Englisch zur Arbeitssprache der EU wird.
  • Parlamentssitz. Das EU-Parlament muss ständig teuer pendeln, weil es nicht einmal seinen eigenen Tagungsort selbst bestimmen darf.  

Die Summe dieser Punkte hat die einst große Liebe zu Europa in großen Zorn verwandelt.

Dieser Beitrag erscheint in ähnlicher Form in der neuesten Nummer der Zeitschrift "Academia".

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2014 00:51

    Der große Umschwung begann mit den Sanktionen gegen Österreich wie auch mit der politischen Kunstwährung Euro. Damals wurden falsche Weichen gestellt und viele verstanden nicht die Folgen.

    Was hilfts, wenn der Euro praktisch ist und die Abwertungs- und Aufwertungsprobleme weggefallen sind, wenn nun hohe steuerfinanzierte Transferzahlungen notwendig sind und werden. Wir sind auf dem Weg in die Transfer- und Schuldenunion und der liebe Österreicher hat es noch nicht mal geschnallt, weil er das ja nicht sieht. Geht uns ja gut. Aber die Unternehmer haben das bereits erkannt und überlegen sich den Abzug aus dem Euroraum, siehe Erste Bank, VOEST, ....
    „Aber wehe, wehe, wehe! / Wenn ich auf das Ende sehe!“.
    Der Nächste Streich wird weitgehende Vertiefung bringen. Nach der Bankenunion, wo noch die Gemeinsame Einlagensicherung fehlt, die vor der EU-Wahl nicht durchzuziehen war, wird im nächsten Schritt eine Fiskalunion, Wirtschaftsregierung durchgesetzt werden. Gefordert werden inzwischen auch eine Sozialunion und eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung. Gefragt werden wir so und so nicht mehr, nachdem der amerikanische Geheimdienst das Bundesverfassungsgericht bereits als schädlich ausgemacht hat, stehen unsere Chancen sehr schlecht.

    Warum eigentlich muss das TTIP geheim verhandelt werden? Transparenz schafft Vertrauen und Sicherheit.

  2. Ausgezeichneter KommentatorRomig
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2014 16:15

    Ich komme eben von einem Vorrag des HBP mit anschließender Diskussion über "Die Stellung Österreichs in Europa".

    Es ist beispiellos, wie der HBP die Geschichte verfälscht, die EU als "Friedensprojekt" verkauftund die großartigen Wirtschaftserfolge lobt.
    Gottlob weist AU wenigstens den "EU-Friedensverkaufsschmäh" energisch zurück.

    Auf die Frage an den HBP, "ob er denn Verständnis habe für jene Österreicher, die den Beitritt Österreichs zur EU für den größten nach 1945 begangen politischen Fehler hielten, weil sie befürchteten, dass Österreich durch den Beitritt seine Freiheit, seine Unabhängigkeit, seine Souveränittät, seine Demokratie, seine Neutralität und seine Währungshoheit verlöre- eine Befürchtung, die Wirklichkeit wurde, wie heute leicht in jedem Punkte begründet werden könne. Um nur auf einen Punkt einzugehen, jenen der Währungsunion, so habe diese den Österreichern etwas gebracht, was sie nie wollten, nämlich für andere Länder zu zahlen und zu haften. Heute seinen die Österreich auf weniger Gedeih als Verderb eingebunden in eine Schulden- Haftungs-, Fiskal-, Transfer- und jetzt auch noch in den Irrsinn einen Bankenunion eingebunden, bei der solide Banken für unsolide Banken, natürlich letztlich auf Kosten der Steuerzahler, eintreten müssten.Und jetzt zeichne sich auch noch Sozialunion ab mit flächendeckenden Mindestlöhnen für die ganze EU und schließlich eine Budgetunion mit gemeinsamen Steuertopf. "Daher nochmals die Frage, Herr Herr Bundespräsident, für diese Österreicher Verständnis habe."

    In seiner Antwort zog es der HBP vor, sein Verständnis zu bekunden, schließlich sei er ja Demokrat, aber einen politischen Fehler könne er im Beitritt Österreich nicht erkennen, den schlielich seinen zum 1.01.1995 auch andere Länder beigetreten.

    Der HBP zog es vor, die in die Wortmeldung eingepackte Kritik an der Währungsunion und ihre kathastrophalen Auswirkungen mit keinem Wort zu behandeln.Ebensowenig ging er auf den Verlust an Freiheit, Unabhängigkeit, Souveränität, Demokratie und Neutralität ein.

    Immerhin hat der HBP zu Rußland, Ukraine, Iran, Syrien, Türkei, Israel/Palästina manch Vernünftiges gesagt. Bei der Kritik an Ungarns Wahlmodus vergaloppierte er sich allerdings, wie der Botschafter Ungarns mit Recht rügte.

    Was der HBP zur EU sonst sagte, war alles Agitprop für die EU-Wahl und nicht ernst zu nehmen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorDr. Otto Ludwig Ortner
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2014 09:32

    Zu Punkt 1. "Friede Freiheit Demokratie: "Die NATO, die uns gegen den Warschauer Pakt geschützt hat" . Leider ist es eine Nationaleigenschaft der Österreicher, die politische Realität erst zu erkennen, wenn ihre Illusionen in die totale Katastrophe geführt haben, wie z.B. Stalingrad. Daß uns die NATO nicht schützt, sollte eigentlich nach der "Watchlist-Entscheidung" ihrer Führungsmacht USA, sekundiert von deren Bütteln (Nato-Mitgliedern) auch dem Dümmsten einleuchten. Dagegen hat die Führungsmacht des Warschauer Paktes nicht nur die Restauration der Republik Österreich durchgesetzt, sondern dieser Republik den einzigen Friedensvertrag des 20. Jahrhunderts ohne Kriegsschuldklausel geschenkt, der also Österreich von den NS-Gräueln freispricht. Die U.S.A. + Büttel haben das unterschrieben und dann versucht, die wohlbegründete Freizeichnung Österreichs von den Nazi-Verbrechen in dem genannten "Staatsvertrag vom Belvedere" 1955 durch die kriegsverbrecherische Aggression der "Watchlist-Entscheidung" außer Kraft zu setzen - mit dem Ziel des Genocids der Deutschen+ Österreicher. Da Rußland zur NATO-Hetze gegen Österreich schwieg - und BP.Dr. Kurt Waldheim heroisch reagierte "ich habe meine Pflicht getan., wie hunderttausende Andere auch" -ging die "Watch-List" Entscheidung nach hinten los und kostete die U.S.A. + Büttel den Rang zivilisierter Staaten. Denn wenn vor meinen Augen im Fernsehen die Präsidenten er U.S.A. ihnen unsympathische Menschen (Sadam Hussein, Osama Bin Laden" eigenhändig abmurksen und "gezielte Tötungen" (Drohnen) ihre Routine ist, sind sie keine "Souveräne", sondern Gangster.

  4. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2014 01:27

    ".........aber ohne Beitritt und Mitbestimmung.

    Das wurde uns seinerzeit eingeredet und was haben wir jetzt?
    Österreich mit Beitritt, aber ohne Mitbestimmung, so schaut's aus.
    Wir müssen lediglich die aufgelisteten Fehlentwicklungen in der EU finanzieren und ausbaden.

    Die EU-Demokratur handelt immer mehr nach Kurt Tucholsky:

    "Eine Regierung ist nicht der Ausdruck des Volkswillens, sondern der Ausdruck dessen, was ein Volk erträgt."

    Setzen wir bei den Wahlen im Mai ein klares Zeichen, daß wir diese Art der Entwicklung in der Europäischen Union UNERTRÄGLICH finden!

  5. Ausgezeichneter KommentatorPeter Brauneis
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2014 13:38

    Wer sich ein wenig zurückerinnert, wie in früheren Zeiten Linke jeden Torheitskalibers die damalige EWG verteufelt hatten, wie ein allfälliger Beitritt zum Untergang Österreichs umgelogen wurde, wie die Gewerkschaftsbonzen den EU-Vorläufer mit altmarxistischem Haß verfolgten, darf diese 180-Grad-Wende aber zumindest erwähnen.

    Weil heute jeder, der sich sorgt, daß die Befehlshaber (wie ein Herr Barolo) nicht gewählt sind, gewählte Regierungen aber immer weniger zu sagen haben, von der gleichen linken Politmafia nunmehr als Populist, Hetzer, Nationalist und Extremist niedergemacht wird. Warum diese Beseitigung demokratischer Grundsätze von manchem Simpel bejubelt wird, bleibt mir verborgen. Doch zugegeben: Dürfte ich 10.000 Euro pm fast arbeitslos abkassieren, wäre auch meine EU-Begeisterung lauthals.

    Und artig schweigt auch die VP zu all diesem Unflat, damit die Gehalterln auch weiterhin problemfrei aufs Konto rauschen.
    .

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2014 17:12

    Leider steht die offizielle Darstellungen der EU oft in großer Diskrepanz zur Realität.

    Und da wundern sich die Politiker, daß die Völker Europas diese von ihnen - entgegen aller Versprechen - kreierte EU unbeliebt ist. Sie sitzen weit weg und total abgehoben in ihren Tintenburgen zu Brüssel und reglementieren sich ein Reich zusammen, wo die darin lebenden Menschen, von Ungewählten, fremdbestimmt werden.

    Mich dünkt, daß viele Politiker dieser EU, od. dieser Welt, an einem neuen System der Volksversklavung arbeiten. Unter dem Terminus "Repräsentative Demokratie" gauckelt man den Menschen allerhand vor, gibt ihnen durch Wahlen das Gefühl der
    Mitbestimmung, zieht ihnen unter vielen Vorwänden das Geld aus der Tasche, überwacht sie (natürlich nur zur eigenen Sicherheit), belügt, vormundet und betrügt sie.

    Für DIESE EU haben wir nicht gestimmt und ich sehe das Votum darum als erschwindelt an, zumal die nachträglichen Veränderungen ohne Volksentscheid getroffen wurden.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2014 07:05

    Sehr gespalten ist meine Reaktion auf diesen Beitrag:

    Einerseits betont der Autor seine weiterhin bestehende Haltung als begeisterter EUropäer, andererseits meint er richtig:

    ..."Es sind die kritiklosen EU-Apologeten und die Kämpfer für einen ständigen Kompetenz-Transfer Richtung Europa und damit die Entmachtung der Staaten, die eines Tages schuld am Ende der EU sein werden."......

    Und seine Vorliebe für die Amerikaner darf natürlich auch nicht fehlen:

    "....die Amerikaner, die sich nach 1945 zum Unterschied von 1918 weiter um Europa gekümmert haben;..."

    Die Amerikaner haben sich nicht gekümmert um Europa, sie haben nur immer ihre eigenen Interessen und die ihrer britischen Freunde vertreten und durchgesetzt.
    Und sie tun es bis heute!

    Immerhin ist der Artikel auch völlig richtig sehr EU-kritisch, im Gegensatz zu einem Beitrag von Frau Gudula Walterskirchen in der "Presse" die in erster Linie die heimischen Probleme anspricht und ansonsten mainstream-weichgespült ein Plädoyer für das "Friedensprojekt" EU niederschreibt:

    http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/walterskirchen/1599094/Sicherheitsnetz-statt-Sundenbock_EUBashing-ist-beliebt-aber-verfehlt?_vl_backlink=/home/index.do

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorfewe
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    29. April 2014 04:42

    Ich verstehe nicht, was daran so spannend sein soll, sich in eine Diktatur zu begeben um diese dann heroisch kritisieren zu können. Die USA hatten Waldheim auf die Watchlist gesetzt und Österreich deswegen drangsaliert, von der EU gab es Sanktionen und der Euro zieht alle wirtschaftlich besseren Länder - logische Folge - auf das Niveau der ärmsten Länder hinunter. Weil eben keine der regionalen Wirtschaftskraft anpassbare Inflation mehr möglich ist. Mehr als 80% der Gesetze - und das sind die Wesentlichsten - werden von nicht demokratisch legitimierten Leuten entschieden, die von Lobbyisten massiv umschwärmt sind und sich teilweise von denen die Gesetze formulieren lassen. Und es gibt ein Glühlampenverbot mit quasi aufgezwungenen hochgiftigen Quecksilberdampflampen (LEDs kamen ja erst viel später und werden erst attraktiv). Derzeit läuft eine wilde Hetze in der Ukraine. Die gewählte Regierung wurde weggeputscht und Nazis sind jetzt dort, die von EU und USA nach allen Kräften unterstützt werden und damit dort an einem Dritten Weltkrieg zündeln.

    Hitler hatte übrigens auch pausenlos von Frieden gesprochen. Nach der damaligen Diktion waren das ja auch alles Friedenstruppen. Man kann sich halt nicht von den Polen auf der Nase herumtanzen lassen...

    Welche Drogen werden da bitte genommen? Die hätte ich auch gerne.


alle Kommentare

  1. Gustav Sucher (kein Partner)
    11. Oktober 2018 09:44

    Hallo, die Politik macht viel zu viel. Man kann das Leben nicht kontrollieren oder einen Weg weißen. Daher sollte man einfach die Steuern senken und diese wirklich nur noch für den Straßenbau nutzen. Gesetze wie für den Brandschutz sollten nur noch ein Hinweis sein und nicht der explizite Eingriff zum Beispiel in die Vorgabe der Brandschutztüren. Danke für den Blog! planb-metallbau.de/htk

  2. Gasthörer (kein Partner)
    01. Mai 2014 10:46

    Mit drei Sätzen ist das in vielen guten Beiträgen hart erarbeitete Renommee von AU wieder völlig und nachhaltig zerstört.

    "des steilen Wohlstandsanstiegs seit der EU-Mitgliedschaft"
    "Auch heute bekenne ich mich zur vollen Mitgliedschaft"
    "Wegen eines solchen Wohlstandsgewinns durch Handel planen jetzt übrigens Europa und Amerika eine transatlantische Freihandelszone"

  3. bécsi megfigyelö
    29. April 2014 13:20

    Traumatisierte Tschetschenen werden von ebenso traumatisierten Albanern angeschossen, ein linksfortschrittlicher Rumäne darf - sicher auch traumatisiert - laut ebenso linker Staatsanwaltschaft weiter Menschenmorde versuchen, ein arbeitsscheuer Rauschgiftler sprengt ein ganzes Haus in die Luft, weil die Polizei ihn nicht festnimmt: Wo leben wir eigentlich? Danke ÖVP!!!

  4. Gasthörer (kein Partner)
    29. April 2014 12:11

    Da kommt doch wertkonservative Freude auf. Ich werde mir wohl nun doch eine Sicherheitstür anschaffen müssen und da ich nicht will, dass die Köpfe meiner weiblichen Angehörigen mit Eisenstangen zu Brei geschlagen werden, steht eine Diskussion über den Ausgang bei Nacht ins Haus.

    http://www.pi-news.net/2014/04/noch-mehr-kriminelle-visa-pflicht-fuer-moldawien-aufgehoben/

  5. Aron Sperber (kein Partner)
    29. April 2014 12:04

    Amnesty verlangt nach einem EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen Griechenland:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2014/04/29/die-pr-abteilung-der-schlepper/

    Tatsächlich hat die EU hat mit der Türkei ein Rücknahmeabkommen abgeschlossen, welches die Vorgehensweise der Griechen legitimiert.

    Solche Abkommen müssten auch mit allen anderen Transitländern abgeschlossen werden, um das Sterben im Mittelmeer zu beenden.

    Amnesty sollte sich endlich wieder dafür einsetzen, dass Verfolgte Schutz erhalten, statt sich für die Interessen der Schleppermafia einzusetzen.

  6. Onkel Hans (kein Partner)
    29. April 2014 11:28

    Hehe!

    Und das Beste an der EU: Dass unsere Politblödeln in Wahrheit nichts mehr zu sagen haben. Diese Frühstücksdirektoren.

  7. Hegelianer (kein Partner)
    29. April 2014 10:50

    Der einzige von A.U. genannte Minuspunkt, der mir jedoch gefällt, ist Frankreichs Opposition gegen die englische Sprache.

  8. Erich Bauer
    29. April 2014 09:45

    Europa im Kopf
    Österreich bei den Eiern

  9. Gennadi (kein Partner)
    29. April 2014 09:32

    Einer der größten Fehler Österreichs ist es, sich durch das Märchen "Wir sind Neutralität" weiter absondern zu wollen.

    Die österreichische Neutralität war eine aufgezwungene Randerscheinung des Staatsvertrags. Sie fiel am 14. Dezember 1955 um. Ihre letzten Spuren (das heißt, die rechtlichen Rückstände) wurden mit dem EU-Beitritt beseitigt.

    Österreich folgt aber weiter stur dem Wiener Weg: Wir sind anders. Weil wir ja Neutralität sind. Darum brauchen wir nirgends ernsthaft mitmachen. Außer dort, wo es uns schadet (das ist der Geldbereich, wenn manche es nicht verstehen sollten).

    Wir, und damit meine ich die Österreicher und nicht die Politiker, sollten endlich weg von dem Münchhausen-Syndrom Neutralität. Die gibt es nicht, die spielt es nicht. Fühlen wir uns doch endlich als Mitwirkende in einem größeren Ganzen, klopfen wir allen auf die Finger, die nach rechts behaupten, wir sind nicht dabei weil neutral, und die nach links fleißig bohren, um den finanziellen Druck zu verstärken.

    Nicht der Euro als Währung ist schuld, wenn es wirtschaftspolitisch schiefläuft. Sondern die Nichteinhaltung von Verträgen (z.B. Maastricht), zuerst durch Deutschland als Leithammel, seither als Hammelherde von allen anderen. Sondern das stur-marxistische Bestehen auf immer neuen Steuern und Belastungen, zwecks marxistischer Umverteilung. Daher weg mit Bankenabgabe, Solidaritäszuschlägen, Finanzstransaktionssteuern, etc.

    Keine Ausrede auch: Österreichs Staatsschulden von rund 80% des BIP wurden nicht von der EU verschuldet. Der rasante Anstieg in den letzten Jahren geht voll auf das Konto der Regierungen Faymann. Und weiter wird nicht gespart, sondern Milliarde um Milliarde in die Senkgrube geschüttet. Jeder regt sich über Hypo auf, aber keiner will die riesigen Belastungen durch Subventionen an ÖBB, Hinz und Kunz sehen.

    • Josef Maierhofer
      29. April 2014 09:47

      @ Gennadi (kein Partner)

      ... und für die gemachten Schulden zahlen wir noch EU-Strafe ...

    • brechstange
      29. April 2014 11:01

      gennadi

      Es ist richtig, dass ein Instrument nicht schuld sein kann, aber es war zu erwarten, dass sich die meisten nicht um die Regeln kümmern. Es war und ist ein Faulbett ohne Anreize, sich ändern zu müssen. Die einen suchten Markt, die anderen Subvention. Die Blöden sind die, die leisteten, die Gscheiten, die, die nutzten. Sowas kann dauerhaft nicht funktionieren.

  10. Francois Villon (kein Partner)
    29. April 2014 08:53

    Dr. Unterberger scheint etwas schizophren zu sein. Er führt eine lange Liste von perversen oder überhaupt kriminellen Folgeerscheinungen der EU an, die aber aus der Konstruktion und erkennbaren tatsächlichen Absicht der „Gründerväter“ bzw. jener, die wirklich bei dieser Mißgeburt Pate standen, von vorneherein erkennbar waren, ist aber unfähig daraus die Konsequenz zu ziehen.

    Die wirklichen Paten waren die USA, wie man weiß, die sich u. a. Jean Monet als US-Agenten für diesen Zweck hielten. Zu glauben, daß die USA, jener tatsächliche wahre „rogue state“, um das Wohl der Europäer besorgt gewesen wären, ist das Privileg von Dummköpfen.

    Die angeblich liberale Geisteshaltung, die sich bei AU vor allem auf das Ökonomische Kalkül bezieht – seine Lobhudelei auf die „vier Freiheiten“ oder neuerdings das „transatlantische Handelsabkommen, das ganz unter Ausschluß der Öffentlichkeit gemauschelt wird, beweisen, daß er nicht begreift, was Recht/Gerechtigkeit, Selbstbestimmung/wahre Freiheit und die Bewahrung der eigenen Identität höherrangige Werte/Ideale sind als das ÖK. Und die Märchen aus 1000 und einer Nacht über den Frieden sind halt auch nur Propagandalügen. – Wieviele Kriege (für die „wir“ zu zahlen haben) wurden von den USA auch in jüngster Zeit angezettelt? Auch in Europa und nun wieder vor unserer Haustüre!

    Nicht die damaligen Gegner des EU-Beitritts waren dumm oder feig, sondern – wie sich nun ja zeigt – war die von AU auch heute noch bezeugte Haltung von dieser Art.
    Er sollte – was aber wohl eine vergebliche Hoffnung ist – eins und eins zusammenzuzählen lernen.

    Daß sein Geschmiere in der Academia auch erscheinen wird trägt aber nicht zur Qualität dieser Zeitschrift bei. Ist vielleicht auch nur Teil einer Hofberichterstattung für den unsäglichen Karas.

    • Gennadi (kein Partner)
      29. April 2014 09:35

      Gäbe es die USA nicht, müßte die linke Schickeria glatt ein paar Aliens erfinden, die an allem schuld wären.

    • F.V. (kein Partner)
      29. April 2014 12:41

      Gennadi,

      wenn Sie damit andeuten wollen, daß ich etwas mit der linken Schickeria zu tun haben soll, dann sollte man Ihnen einmal den Unterschied zwischen links und rechts erklären: Wie die Engländer (gelegentlich richtig) erkannt haben - "Right is right and left is wrong" halte ich auch für mich als bewährte Wahrheit.

      Nicht jeder der den Oberguru AU ob seiner nebulosen Weltanschauung kritisiert ist ein Linker. Dessen wurde ich bis dato noch nie verdächtigt.

      Es bedarf keiner Aliens um das heutige Chaos zu verstehen; die USA - genauer gesagt: das "tiefe Amerika", die "Ostküste", ... reichen dafür vollständig aus. Neben dem Primat ohne wirklichen Grund auf Menschen - nicht einmal Soldaten - Atombomben geworfen zu haben, hatten sie auch seit längerem bereits ihre "Sicherheits-Doktrin" dahingehend modifiziert, daß sie sich den atomaren Erstschlag wieder vorbehalten bzw. als Mittel der Politik betrachten.

      Man muß blind sein, nicht zu erkennen wer und aus welchem geopolitischen Grund (Öl, Kontrolle der strategischen Ressourcen und Transportwege und die NWO) ständig in allen Weltgegenden Kriege, "Regime Change", usw. anzettelt und zT selbst oder - wie Mahathir es vor Jahren ausdrückte - per proxi führt.

    • otti
      30. April 2014 17:00

      wenig bemerkenswerter herr villon
      damit ich mich vorstellen darf:
      seit einigen jahren Rentner
      o h n e monatlichen Apanagen
      im Gegensatz zu den herren novotny, muhm und co
      in 7 ländern verantwortlich für 2 dutzend firmen im brutalsten Wettbewerb
      erfolgreich

      seit 30 jahren lese ich die Kommentare von AU
      ihm und einigen Kommentatoren hier kann ich nicht das wasser reichen

      B I T T E ersparen sie sich einen Beitrag " GESCHMIERE"

      sie sind weniger, viel viel weniger gut als sie für sich glauben.

      und darüber hinaus: n i e m a n d verpflichtet sie - so sind wir liberalen halt einmal- diese beiträge zu lesen und so niederträchtig zu kommentieren.

      aber es passt zu euch n!!!!

    • F.V. (kein Partner)
      01. Mai 2014 12:22

      Otti,

      ein späterer Freund meinte einmal, als ich fragte wer sich hinter dem Acronym eines bemerkenswerten Kommentars verbarg: Es ist nicht wesentlich wer etwas gesagt hat, sondern was; daher keine Auskunft darüber wer er sei.

      Sie erzählen uns vor allem was Sie nicht alles gewesen seien und geleistet hätten und bringen Novotny, Muhm und Co ins Spiel von denen weder von mir noch in AUs Kommentar die Rede war. Und obwohl Sie mich gar nicht kennen machen Sie eine Ferndiagnose was ich (von mir) glaube. Aber auch das war nicht Gegenstand meiner Kritik an AUs Beitrag.

      Auf die beispielhaft genannten (und kritisierten) Punkte gehen Sie nicht ein, sondern betätigen sich als Erbsenzähler und Wort-Aufklauber, als ob die „äußere Form der schriftlichen Arbeit“ das Wesentliche und nicht der Inhalt wäre.

      Was mir an den angeblich Liberalen immer so gefällt, ist die einem zugestandene „Freiheit“ etwas nicht lesen bzw. kommentieren zu „müssen“. Eine semantisch anders ausgedrückte Aufforderung das Maul zu halten. - Autisten wollen halt gern unter sich bleiben.

      PS: Ich gratuliere auch zu neuen „Rechtschreibung“; da kann man wenigstens bei der Groß-/Kleinschreibung keine Fehler mehr machen. Eine echte Kulturbereicherung!

  11. fewe (kein Partner)
    29. April 2014 04:42

    Ich verstehe nicht, was daran so spannend sein soll, sich in eine Diktatur zu begeben um diese dann heroisch kritisieren zu können. Die USA hatten Waldheim auf die Watchlist gesetzt und Österreich deswegen drangsaliert, von der EU gab es Sanktionen und der Euro zieht alle wirtschaftlich besseren Länder - logische Folge - auf das Niveau der ärmsten Länder hinunter. Weil eben keine der regionalen Wirtschaftskraft anpassbare Inflation mehr möglich ist. Mehr als 80% der Gesetze - und das sind die Wesentlichsten - werden von nicht demokratisch legitimierten Leuten entschieden, die von Lobbyisten massiv umschwärmt sind und sich teilweise von denen die Gesetze formulieren lassen. Und es gibt ein Glühlampenverbot mit quasi aufgezwungenen hochgiftigen Quecksilberdampflampen (LEDs kamen ja erst viel später und werden erst attraktiv). Derzeit läuft eine wilde Hetze in der Ukraine. Die gewählte Regierung wurde weggeputscht und Nazis sind jetzt dort, die von EU und USA nach allen Kräften unterstützt werden und damit dort an einem Dritten Weltkrieg zündeln.

    Hitler hatte übrigens auch pausenlos von Frieden gesprochen. Nach der damaligen Diktion waren das ja auch alles Friedenstruppen. Man kann sich halt nicht von den Polen auf der Nase herumtanzen lassen...

    Welche Drogen werden da bitte genommen? Die hätte ich auch gerne.

  12. Brigitte Kashofer
    28. April 2014 21:27

    Einen steilen Wohlstandsanstieg seit der EU-Mitgliedschaft kann ich nicht erkennen.
    Die nominellen Bruttolöhne steigen zwar Jahr für Jahr, netto stagnieren die Reallöhne aber seit 24 Jahren: Was die Inflation übrig lässt, fressen Steuererhöhungen und kalte Progression weg.
    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1583022/Nettoeinkommen_Das-verlorene-Vierteljahrhundert?from=suche.intern.portal

    • brechstange
      28. April 2014 22:54

      Es gibt keinen Wohlstandsanstieg, viele Menschen tun sich inzwischen echt schwer mit dem wenigen Geld auszukommen. Die Lobpreisungen der EU glaubt fast keiner mehr.

    • dssm
      28. April 2014 23:19

      Was hat nun dieser Umstand mit der EU zu tun? Gleiches können Sie in den USA verfolgen, die sind aber meines Wissen nicht Mitglied der EU! Gelddrucken = kalte Progression, nicht mehr nicht weniger.

      Sozialismus wirkt! Und zwar immer! Die EU wird von manchen Mitbloggern gerne EUdSSR genannt, dies ist aber eine falsche Beschreibung. Denn die EU für sich ist immer noch ein Hort der Marktwirtschaft, bei allen Erfolgen der Lobbyisten, welche natürlich in so einer grossen Organisation sich fühlen wie die Maden im Speck.

      Ich sehe eher, daß die Mehrheit der Mitglieder extrem sozialistische Politik betreibt und dies halt auch in der EU umgesetzt wird, wobei die EU-Zentrale der Bremser ist!

      Wer einerseits die EU-weite Umsatzsteuerbefreiung zwischen Unternehmen kennt und andererseits die Rechtsauslegung Österreichs seit 2011/12 (Art. 7 UStG), sieht da einen 'kleinen' Unterschied. Die EU-Zentrale will es einfach und leicht, die Wiener Regierung den Export de facto für Klein- und Mittelbetriebe verbieten?!?!? Warum? Ich weiß es jedenfalls nicht, die leitenden (lokalen) Finanzbeamten stehen scheinbar ebenso vor einem Rätsel, aber es ist so – lesen sie bitte selber nach, Sie werden entsetzt sein. Und so läuft es in allen Mitgliedsländern! Die EU macht eine durchaus sinnvolle Regelung für die Unternehmer und die lokalen Regierungen machen einen Albtraum daraus.

    • fewe (kein Partner)
      29. April 2014 05:22

      @dssm: Es geht doch darum, dass jeder Arbeit hat und das kann nicht dadurch erreicht werden, dass die Firmen sich weltweit frei bewegen können und daher dort produzieren, wo es am billigsten ist. Das funktioniert eben nur mit Zöllen, die allein einen Anreiz darstellen, im Land zu produzieren, in dem die Produkte verkauft werden.

      Die Produkte können ruhig das dreifache kosten, wenn der Durchschnitt auch das Dreifache verdienen kann. Mieten und Lebenshaltungskosten werden dadurch kaum teurer. Es gibt kein Interesse für die Bevölkerung, dass ein Produkt zum 20fachen Gestehungspreis in Europa verkauft werden kann. DAvon hat hier kaum jemand etwas. Nicht einmal der Staat, weil Steuern zahlen die sowieso nicht hier sondern dort wo auch die am niedrigsten sind.

    • brechstange
      29. April 2014 07:30

      dssm

      Zum Unterschied zu den Staaten braucht eben die EU nicht die Details regeln. Da schauts dann eben einfach aus.

      Der Umstand des Reallohnverlustes hat unter anderem auch mit dem Euro zu tun. Damit wollen sich viele nicht beschäftigen.

    • Wertkonservativer
      29. April 2014 16:05

      @ dssm:

      ganz meine Meinung! Sie sind ja doch Kaufmann, oder?

  13. Brigitte Imb
    28. April 2014 20:28

    OT - Budget

    Ja hat man da noch Worte? Die Regierung verschiebt schon wieder einmal Reformen auf den St. Nimmerleinstag und spricht gleichzeitig von der künftigen Neuverteilung der Steuereinnahmen. Angekündigt wird vollmundig eine Trendumkehr (alleine wie das schon klingt, brrr...), die wohl das gleiche Schicksal erleiden wird wie die versprochenen 420 000 neuen Arbeitsplätze, od. gar das Versprechen von keinen Steuererhöhungen.
    SPÖVP üben sich im Aussitzen. Hoffentlich fallen sie unsanft vom Stuhl.

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1599596/Staatsfinanzen_Koalition-vertagt-Milliardenpoker?_vl_backlink=/home/index.do

    • brechstange
      28. April 2014 20:56

      Geh, die haben vor der EU-Wahl ja keine Zeit, Brigitte. Wie kannst denn so was verlangen? ;-)

  14. Scipio
    28. April 2014 19:31

    Lot:

    Hier zeigt sich, dass AU eben zu jenen Journalisten gehört, die ihre verkelmmte liberalen Sich nicht zugunsten einer orgnischen Staats- und Wirtschaftsverfassung ablegen können.

    "Als ich in den 80er Jahren (dank der Toleranz meines Chefs Thomas Chorherrs) als erster Journalist einen „Vollbeitritt“ zur EU als möglich, sinnvoll und notwendig bezeichnet habe. Außenamt, Wirtschaftskammer, Bauern, Gewerkschaft, Völkerrechtler, Regierung und erst recht die Links-„Intellektuellen“: Alle waren damals strikt gegen mich und einen Vollbeitritt – angeblich aus rechtlichen Gründen, aber in Wahrheit aus Dummheit, Feigheit oder geheimen Interessen."

    Außenamt, Wirtschaftskammer, Bauern, Gewerkschaften, Regierung (von den Linken sehe ich ab) und unter Völkerrechtlern gab es damals noch Patrioten. Die waren weder feig noch dumm noch verfolgten sie geheime Interessen.

    Wir sind 50 Jahre ohne EU ausgekommen, und das war gut so! Die EU mit ihrer deklarierten Absicht, eine "Republik Europa" zu errichten war von grundauf eine "idée fausse". Hier eine Erinnerung an Vaclav Klaus (Europa?, 2010):

    Auch als ganze ist die Europäische Union gescheitert. Die mit der Ode an die Freude und Freiheit vielbesungene „Verbrüderung“ ist nicht eingetreten. Sie läßt sich auch „nicht künstlich organisieren“ (S. 31). Heute sind durch die EU „nicht nur Freiheit und Demokratie bedroht, sondern auch unsere Prosperität“. Demokratie ist in Brüssel „nicht realisierbar“ (S. 16): „Die Hauptfigur der EU ist nicht der Bürger sondern der Beamte“ (im Original fettgedruckt!). Er lebt „von mehr Planung, Regulierung, Kontrollierung und Koordinierung“ (S. 25) und schädigt damit die wirtschaftliche und kulturelle Entfaltung der einzelnen Länder. Demokratie funktioniert „nur auf der Ebene der Nationalstaaten“ (S. 33). Werden die Nationalstaaten durch die Bewegung zu einem „ever-closer Europe“ geschwächt, verschwindet die Demokratie. Die „sogennannte Vertiefung“ ist „nicht nur unnötig, sondern auch politisch gefährlich und ökonomisch bremsend“ (S. 24). „Europa war in der Vergangenheit nie eine politische Entität (und ohne Zweifel muss es auch nicht eine werden)“ (S. 31). Mit „Vertiefung“ und „Vereinheitlichung“ oder „Unifikation“ bringen wir in Europa ja keinen „Sonnenstaat“ hervor, sondern weit eher die „Brave New World von Huxley, eine Welt von Zamjatin, Orwell und Denkern dieses Typs“ (S. 31). „Der Vertrag von Lissabon steht im Widerspruch zum Grundsatz der Souveränität des tschechischen Staates“ (S. 42) und „des tschechischen Volkes“ (S. 43). „Das heutige System des Entscheidens in der Europäischen Union ist etwas anderes als das von der Geschichte geprüfte und in der Vergangenheit erprobte System der klassischen Demokratie“ (S. 51). Im Europäischen Parlament gibt es keine parlamentarische Opposition. „Wir haben (Anm.: im kommunistischen System) die bittere Erfahrung gemacht, dass dort, wo es keine Opposition gibt, die Freiheit verkommt“ (S. 51). Aber auch „eine eventuelle Stärkung des Europäischen Parlaments“ wäre „keine Lösung für den demokratischen Defekt“, er gehört zu „den unkorrigierbaren Geburtsfehlern“ der Europäischen Union. (S.64). Es gibt kein europäisches Volk oder einen „europäischen Demos“. „Die Auflösung der Staatsgrenzen und die Umwandlung vom `Europa der Staaten´ zum `Europa der Regionen´, beruht auf der Fehlideologie des Multikulturalismus. Der Versuch der politischen Eliten, „die EU weiter und tiefer zu integrieren , (führt nur) zu einer weiteren Vergrößerung des demokratischen Defizits und zu einer weiteren Entfernung vom Bürger“ (S. 66).In Wahrheit schadet die EU der Europaidee (S. 64: Vaclav Klaus verweist hier auf so prominente Kritiker wie den ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog, den Abgeordneten Peter Gauweiler, den Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof, die Einbringer von Verfassungsbeschwerden beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe und auf den Dichter und Essayisten Magnus Enzensberger). Die EU „geht über die Köpfe der Bürger hinweg“ (S. 65), wie das die Abstimmungen über die europäische Verfassung oder zur Einführung des EURO gezeigt haben. Deshalb wurde ja in vielen Staaten tunlichst vermieden, das Volk zu befragen. (Quelle:http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=242 ).

    • dssm
      28. April 2014 23:28

      Vermischen Sie da nicht Äpfel und Birnen, tun Sie nicht sowohl dem ausgesprochen klugen Herrn Klaus, wie dem ebenso klugen Herrn AU, Unrecht?

      Die EU, welcher wir beigetreten sind war etwas ganz anderes als die EU wo wir heute Mitglied sind. Alle diese Änderungen wurden mit und konnten jedenfalls nicht gegen den klar formulierten Willen der österreichischen Regierung erreicht werden. 'Wir' waren also dabei, 'wir' haben mitbestimmt. Ich glaub eher, daß hier das 'wir' ein Problem macht.

    • lenz
      29. April 2014 02:49

      @dssm
      gut gesagt- auch meine Meinung!

    • fewe (kein Partner)
      29. April 2014 05:06

      @dssm: Können Sie sich wirklich nicht mehr erinnern, unter welchen Zusagen die Zustimmung zum EU-Beitritt erfolgt ist? So weit ich weiß, wurde keine einzige der gemachten, besonders in den Vordergrund gestellten Zusagen eingehalten. Was für eine Demokratie soll denn das sein? "Wir" haben das so nie gewählt. Das ist eine glatte Lüge, das zu behaupten, sorry.

      Jene die für den ESM gestimmt haben und dafür sorgen, dass öffentliche Schulen für verantwortungsvolle Eltern unbrauchbar und anständige Schulbildung für weniger begüterte Österreicher nicht mehr erreichbar ist und andere Verbrechen an Österreich und seiner Bevölkerung begangen haben, werden wohl in ein paar Jahren auf den Füßen aufgehängt werden.

    • brechstange
      29. April 2014 07:36

      dssm

      Natürlich haben "wir", zumindest unsere Vertreter, mitgestimmt. Aber ein System ist falsch konstruiert, wenn Verantwortung und Haftung auseinanderfallen. In diesem System können sich zuviele hinter einem Konstrukt verstecken und die Hände in Unschuld waschen. Das wird zum ernsthaften Problem.

      Eine Konstruktion oder Institution, die zementiert ist, überdauert Generationen bis die Substanz verbraucht ist, wogegen Menschen und kleinere Einheiten keinen längeren Bestand haben können, wenn diese derart bürokratisch, ineffizient und insolvenzverschleppend arbeiten.

    • Wertkonservativer
      29. April 2014 16:07

      @ dssm:

      auch hier: total d'accord !!

  15. hamburger zimmermann
    28. April 2014 17:28

    Die "Presse" berichtet von einem rumänisch-migrantischen Kulturbereicherer, der gern Frauen mordet, zum Krüppel macht oder sich sonst an ihnen vergnügt. Von der linksfortschrittlichen Wiener Polizei war er zwar eingefangen worden, jedoch umgehend unter Entschuldigungen (und wahrscheinlich mit üppigen Steuergeldgeschenken der Migrationsindustrie) wieder aus- und auf Menschen losgelassen worden. Schließlich will sich ein Herr Pürstl doch nicht von "Presse" und sonstigen Substandard-Medien als Rassist heruntermachen lassen. Marx bewahre!

    Die Opfer sind bedauernswert. Ob sie linksfortschrittlich SPÖVP oder "grün" wählen? Dann wäre zumindest ein Konnex zwischen Ursache und Wirkung erkennbar.

    Solche Katastrophen haben wir der EU und deren inländischen Hiwis zu verdanken, die Grenzkontrollen verhindern und die Menschen unseres Landes mit grunzendem Behagen bestehlen, überfallen und ermorden lassen.
    .

    • Cotopaxi
      28. April 2014 17:47

      Und der Regierungsfunk verlautbart pflichtschuldig, dass der Rumäne sich illegal in Österreich aufhalten solle.

      Nein, dieser Mann hält sich aufgrund der offenen Grenzen und der Visabestimmungen rechtmäßig in Österreich auf und mit ihm Tausende andere Rumänen und Bulgaren usw. Und das ist das große Sicherheitsproblem.

      Wenn der Mann sich tatsächlich illegal im Inland aufgehalten hätte, dann hätte er bei der Kontrolle am 17.04.2014 von der Polizei festgenommen werden müssen, zumal er über keinen Wohnsitz verfügte. ;-)

    • Gandalf
      29. April 2014 00:17

      Die Aufnahme Rumäniens in die EU war eine der grössten Dummheiten in der an Dummheiten wahrhaft nicht armen jüngeren Geschichte der Union von Brüssel. Denn entweder hat man nicht bedacht, dass man dadurch mehrere Millionen von nicht domestizierungsbereiten Zigeunern zu "EU - Bürgern" gemacht hat, oder, noch viel schlimmer, man hat es bewusst in Kauf genommen. Und selbst wenn die EU vieles schafft (oder, wie man immer wieder sieht, vieles eben auch nicht): an einer Ethnie, die es seit Jahrhunderten beharrlich ablehnt, die angebotenen Möglichkeiten für ein besseres Leben anzunehmen, zu arbeiten, ansässig zu werden und ihre Kinder in die Schule zu schicken, sondern lieber die "grenzenlose Freiheit" geniessen will (und ihren Lebensunterhalt daher eben auf andere Weise bestreiten muss), wird und muss auch der sendungsbewusste Gutmenschenhaufen in Brüssel scheitern, wie schon an so manchem viel kleinerem Problem.

  16. Brigitte Imb
    28. April 2014 17:12

    Leider steht die offizielle Darstellungen der EU oft in großer Diskrepanz zur Realität.

    Und da wundern sich die Politiker, daß die Völker Europas diese von ihnen - entgegen aller Versprechen - kreierte EU unbeliebt ist. Sie sitzen weit weg und total abgehoben in ihren Tintenburgen zu Brüssel und reglementieren sich ein Reich zusammen, wo die darin lebenden Menschen, von Ungewählten, fremdbestimmt werden.

    Mich dünkt, daß viele Politiker dieser EU, od. dieser Welt, an einem neuen System der Volksversklavung arbeiten. Unter dem Terminus "Repräsentative Demokratie" gauckelt man den Menschen allerhand vor, gibt ihnen durch Wahlen das Gefühl der
    Mitbestimmung, zieht ihnen unter vielen Vorwänden das Geld aus der Tasche, überwacht sie (natürlich nur zur eigenen Sicherheit), belügt, vormundet und betrügt sie.

    Für DIESE EU haben wir nicht gestimmt und ich sehe das Votum darum als erschwindelt an, zumal die nachträglichen Veränderungen ohne Volksentscheid getroffen wurden.

  17. Romig
    28. April 2014 16:15

    Ich komme eben von einem Vorrag des HBP mit anschließender Diskussion über "Die Stellung Österreichs in Europa".

    Es ist beispiellos, wie der HBP die Geschichte verfälscht, die EU als "Friedensprojekt" verkauftund die großartigen Wirtschaftserfolge lobt.
    Gottlob weist AU wenigstens den "EU-Friedensverkaufsschmäh" energisch zurück.

    Auf die Frage an den HBP, "ob er denn Verständnis habe für jene Österreicher, die den Beitritt Österreichs zur EU für den größten nach 1945 begangen politischen Fehler hielten, weil sie befürchteten, dass Österreich durch den Beitritt seine Freiheit, seine Unabhängigkeit, seine Souveränittät, seine Demokratie, seine Neutralität und seine Währungshoheit verlöre- eine Befürchtung, die Wirklichkeit wurde, wie heute leicht in jedem Punkte begründet werden könne. Um nur auf einen Punkt einzugehen, jenen der Währungsunion, so habe diese den Österreichern etwas gebracht, was sie nie wollten, nämlich für andere Länder zu zahlen und zu haften. Heute seinen die Österreich auf weniger Gedeih als Verderb eingebunden in eine Schulden- Haftungs-, Fiskal-, Transfer- und jetzt auch noch in den Irrsinn einen Bankenunion eingebunden, bei der solide Banken für unsolide Banken, natürlich letztlich auf Kosten der Steuerzahler, eintreten müssten.Und jetzt zeichne sich auch noch Sozialunion ab mit flächendeckenden Mindestlöhnen für die ganze EU und schließlich eine Budgetunion mit gemeinsamen Steuertopf. "Daher nochmals die Frage, Herr Herr Bundespräsident, für diese Österreicher Verständnis habe."

    In seiner Antwort zog es der HBP vor, sein Verständnis zu bekunden, schließlich sei er ja Demokrat, aber einen politischen Fehler könne er im Beitritt Österreich nicht erkennen, den schlielich seinen zum 1.01.1995 auch andere Länder beigetreten.

    Der HBP zog es vor, die in die Wortmeldung eingepackte Kritik an der Währungsunion und ihre kathastrophalen Auswirkungen mit keinem Wort zu behandeln.Ebensowenig ging er auf den Verlust an Freiheit, Unabhängigkeit, Souveränität, Demokratie und Neutralität ein.

    Immerhin hat der HBP zu Rußland, Ukraine, Iran, Syrien, Türkei, Israel/Palästina manch Vernünftiges gesagt. Bei der Kritik an Ungarns Wahlmodus vergaloppierte er sich allerdings, wie der Botschafter Ungarns mit Recht rügte.

    Was der HBP zur EU sonst sagte, war alles Agitprop für die EU-Wahl und nicht ernst zu nehmen.

    • mischu
      28. April 2014 20:18

      Eine traurige Gestalt, die Sie uns da so ganz unmittelbar und direkt skizzieren!

    • Romig
      29. April 2014 08:50

      Bitte, die vielen Tippfehler zu entschuldigen!

    • Lot
      29. April 2014 09:56

      Wer will, kann sich die geschichtsverfälschende Rede des HBP jetzt herunterladen und mit AU´s Ausführungen konfrontieren:

      http://www.bundespraesident.at/newsdetail/artikel/wo-steht-oesterreich-in-europa/

      So wichtige Themen wie die Währungsunion werden mit keinem Wort behandelt.
      Dass er Faymann nicht an dessen Versprechen erinnert hat, jede Änderung des Lissabonvertrags zur Volksabstimmung vorzulegen wird auch nicht erwähnt, obwohl durch die Änderung "im vereinfachten Verfahren" de facto mit einem Verfassungsputsch die ganze Währungsunion auf den Kopf gestellt wurde. Fischer hat diesen Verfassungsputsch gedeckt!

      Nur noch Lug und Trug herrschen in der EU und bei unseren Politikern!

  18. brechstange
    28. April 2014 14:15

    Auch dafür werden unsere Steuergelder verwendet.
    Die EU Kauft Berichterstattung ein.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/medien-die-eu-kauft-berichterstattung-ein-1697965.html

  19. logiker2
  20. Peter Brauneis
    28. April 2014 13:38

    Wer sich ein wenig zurückerinnert, wie in früheren Zeiten Linke jeden Torheitskalibers die damalige EWG verteufelt hatten, wie ein allfälliger Beitritt zum Untergang Österreichs umgelogen wurde, wie die Gewerkschaftsbonzen den EU-Vorläufer mit altmarxistischem Haß verfolgten, darf diese 180-Grad-Wende aber zumindest erwähnen.

    Weil heute jeder, der sich sorgt, daß die Befehlshaber (wie ein Herr Barolo) nicht gewählt sind, gewählte Regierungen aber immer weniger zu sagen haben, von der gleichen linken Politmafia nunmehr als Populist, Hetzer, Nationalist und Extremist niedergemacht wird. Warum diese Beseitigung demokratischer Grundsätze von manchem Simpel bejubelt wird, bleibt mir verborgen. Doch zugegeben: Dürfte ich 10.000 Euro pm fast arbeitslos abkassieren, wäre auch meine EU-Begeisterung lauthals.

    Und artig schweigt auch die VP zu all diesem Unflat, damit die Gehalterln auch weiterhin problemfrei aufs Konto rauschen.
    .

    • Gandalf
      29. April 2014 00:33

      @ Peter Brauneis:
      An die von Ihnen erwähnte Situation kann ich mich gut erinnern. Damals war die EWG quasi der konservativ-kapitalistische Block, dem die durchwegs "roten" skandinavischen und andere sozialistisch dominierte Staaten Europas, wie etwa auch Österreich, mit Gründung der "EFTA" etwas entgegensetzen wollten. Da der EFTA ja letztlich ein Flop war, haben die Sozialisten dann irgendwann ihren Masterplan geändert und beschlossen, die EWG von innen zu unterwandern; mit gutem Erfolg, wie man heute sieht.

  21. Inger
    28. April 2014 13:31

    Wie schon ausgeführt wurde, ufert die Diskussion aus.
    Das ist natürlich vollkommen richtig, aber zeigt nicht gerade dieses Ausufern,
    wie sehr uns dieses Problem EU beschäftigt,
    wie sehr wir enttäuscht sind,
    wie sehr unser Vertrauen in die Politik und die Politiker beschädigt wurde,
    wie sehr wir versuchen, eine Erklärung zu finden, warum alles so gekommen ist,
    wie sehr wir uns eine EU wünschen, die unseren Vorstellungen gerecht wird,
    wie sehr man alle Entscheidungen, die in der EU getroffen werden, hinterfragen muss,
    wie sehr wir uns eine andere EU wünschen,
    wie sehr wir uns damit beschäftigen, was wäre, wenn
    etc.etc.
    Das Problem EU ist keineswegs klein zu reden und klein zu schreiben, denn es ist ein Problem.
    Ich würde mir auch wünschen, dass meine seinerzeitigen Illusionen doch zumindest irgendwie, ... na ja die Realität hat mich ja schon vor der Abstimmung eingeholt. Aber im Grunde meine ich immer noch, dass es was hätte werden können, wenn vernünftige Leute am Werk wären und wenn nicht die Interessen so vieler berücksichtigt werden müssten.
    Man sieht ja, wie jetzt wieder der Schleichweg der Gentechnikindustrie aus Amerika über die Türkei nach Europa ausgebaut wird. Auch das wollen wir nicht, aber was geschieht???

  22. Josef Maierhofer
    28. April 2014 12:29

    Das Sündenregister der EU ist lange und schwerwiegend genug, um ans Überleben zu denken, ans Überleben der Nationalstaaten, ans Überleben der Menschen bezüglich Fertilität und wirkliche Investition, sprich Erhaltung der Arbeit, um die persönliche Freiheit, die Meinungsfreiheit, um die Schuldenpolitik, Massenverarmung im Gefolge und die Ausbrüche von Unruhen, die dann allerdings keine lokalen mehr sein werden, wir müssen uns auch Sorgen machen um die außenpolitische Realitätsferne und Amerikahörigkeit der EU, bzw. aller Linken der EU Länder, die noch vor Jahren anders getönt haben, etc. etc.

    Nun welche Wahl ist zu treffen ?

    Ich sehe da bei uns bloß die FPÖ, die ihre Weste bezüglich EU nicht mit Volksumgehung zu ESM, die ihre Weste nicht mit Heimatverrat, etc. bekleckert hat und für die Sachfrage, ein Europa der Nationen eintritt, die für alles, was man untereinander abstimmen kann und will auch untereinander abzustimmen auf der tragenden Säule des Freihandelsvertrages, eintreten will.

    Das würde auch den vorhersehbaren Flächenbrand, wenn der Ausverkauf und der Verrat der europäischen Bürger, sei es bei Zuwanderung, sei es bei Abgaben, sei es bei Schulden Machen, etc. dann in Krieg ausartet, lokalisieren, bzw. auf die 'kleinere Ebene' transferieren. Auch eine kritische Betrachtung des Euro, auch ein kritische Betrachtung der Gestaltung der EU selbst und die Überwachung der Gesetze, die man dort gebrochen hat und weiter bricht, tut not.

    Auch das kommt mir vernünftiger vor, ein Europa der autarken Nationen, das langsam in Jahrzehnten zusammenwächst und nicht ein linker Bürokratiemoloch der Vorschriften und des Freiheitsraubes, das von oben herab diktiert wird.

    Also diesen Weg einzuschlagen in der EU halte ich für vernünftiger und darum werde ich die FPÖ wählen.

    Denn was haben denn die anderen anzubieten ? Eine Fortsetzung der Selbstbedienung, der Billionenverschuldung, des Ausverkaufs und des Verrats an Europas Bürgern, eine Auslöschung der Nationalstaaten, eine Ausbeutung der europäischen Bürger, etc. statt der Verständigung unter autarken und freiwillig zusammenwachsenden Nationen.

    Bleiben wir bei der Wahrheit, die Mehrheit der Österreicher will Österreich bleiben und als Österreicher in Europa Handel betreiben, eventuell sogar Sozialsystem austauschen, etc. Das aber sei ein natürlicher, und nicht diktierter Prozess, der von Ideologiehirnen ausgebrütet wurde, sondern ein Prozess der Meinungsbildung und der Volksabstimmungen. Also fragen wir die Bürger. Die sind jetzt gefragt, werden medial manipuliert und belogen und werden sich diesmal hoffentlich nicht mehr in die Irre führen lassen.

    Vielleicht lässt sich ein echter Warnschuss initiieren und den Leuten aufzeigen, was sie alles falsch machen, den Wählern, die Rot/Grün/Schwarz wählen und den Politikern, die sich unter dieser Linksflagge federführend, ohne das Volk zu fragen am Untergang Europas zu schaffen machen.

  23. fenstergucker
    • Gandalf
      29. April 2014 00:47

      Es wird so weitergehen; bei den nächsten Gemeinderatswahlen wird die ÖVP ihre letzten Bezirksvorsteher- Posten verlieren, vor allem den in der Inneren Stadt; dort unterstützt die Bezirks-VP wohl die Geschäfte(macher) jeglichen Formates, die aber durchwegs in anderen Bezirken oder im niederösterreichischen Speckgürtel wohnen und wählen. Keinen Gedanken verschwendet sie aber offenbar an die Interessen der Bewohner des Bezirkes; das sind allerdings jene Leute, die sie wählen sollten - was sie in Zukunft eben nicht mehr tun werden...

    • Gennadi (kein Partner)
      29. April 2014 09:39

      Mit den Zauberbuchstaben OT beginnt der Bruch mit der Realität.

  24. Undine
    28. April 2014 11:19

    A.U. führt vier Pluspunkte an, denen er 21 Minuspunkte gegenüberstellt: Eine ausgewachsene Negativbilanz würde ich das nennen.

    Auf drei Kommentare möchte ich nur kurz eingehen:

    @brechstange schreibt:

    "Der große Umschwung begann mit den Sanktionen gegen Österreich wie auch mit der politischen Kunstwährung Euro. Damals wurden falsche Weichen gestellt und viele verstanden nicht die Folgen."

    Diese von den Sozis "bestellten" Sanktionen (der Weg: Österr. Sozis---Intersozis---JWK---EU-Mitgliedstaaten) haben erstmals das hochgepriesene "Friedensobjekt EU" nachhaltig ENTZAUBERT und DEMASKIERT als fremdgesteuerter internationaler Machtapparat.

    @terbuan schreibt:

    "Die Amerikaner haben sich nicht gekümmert um Europa, sie haben nur immer ihre eigenen Interessen und die ihrer britischen Freunde vertreten und durchgesetzt.
    Und sie tun es bis heute!"

    Wer Augen im Kopf hat, kann diese Aussage nur bestätigen! UNSERE Interessen sind völlig NEBENSÄCHLICH! Wir stellen bestenfalls die nötigen "nützlichen Idioten"!

    @Riese35 schreibt:

    "Eine einzige Sprachentscheidung hülfe zur Lösung fast aller anderen Punkte: Latein als einzige Arbeitssprache der EU!"

    Das sage ich schon seit Jahren! Es könnte sich dann auch kein Land beschweren, daß es "benachteiligt" wird. LATEIN war über viele Jahrhunderte unangefochten WELTSPRACHE!

    Englisch als EU-Sprache ist ungerecht; die weitaus meisten Menschen in der EU haben als Muttersprache DEUTSCH; wenn also schon nicht Latein als EU-Sprache durchzusetzen ist, müßte der deutschen Sprache der Vorrang gegeben werden---die EU ist eine europäische Angelegenheit, keine amerikanische---oder irre ich mich da.

    Aber zuletzt möchte ich noch @Inger hervorheben, der das unglaublich aktuelle Gedicht Tucholskys aus dem Jahr 1930 wiedergibt! Welches Deja-vu! Danke, @Inger!

    • brechstange
      28. April 2014 11:28

      undine
      Das ist nicht von Tucholsky, das ist von Dr. Richard Kerschhofer alias Pannonicus, der leider schon früh verstorben ist und auch für unser Echo Gedichte schrieb.

    • fenstergucker
    • Inger
      28. April 2014 12:12

      Danke ! Das ist ja wirklich interessant und ich hab das noch so witzig empfunden, dass es mir gerade zu dem Zeitpunkt ein freund geschickt hat, als ich die Beiträge studiert habe und da auch schon Tucholsky zitiert wurde..
      Na ja, man lerrne ja nie aus.

    • Undine
      28. April 2014 13:16

      @brechstange
      @fenstergucker

      1000 Dank für die Richtigstellung!!! Ich erinnere mich jetzt---leider etwas verspätet!--- daß die Urheberschaft dieses grandiosen Gedichtes schon einmal Thema hier im Blog war. @Pannonicus trauern wir zurecht sehr nach.....

      "Offene Ohren fand das Gedicht vor allem bei linksgerichteten Kapitalismuskritikern. Dies dürfte damit zusammenhängen, dass laut dem Gedicht das Finanzsystem aufgrund der „Spekulantenbrut“ eine Umverteilung nach oben bewirkt, für die der „kleine Mann zu blechen hat“. Der Urheber ist politisch jedoch eher auf der anderen Seite zu finden. „Ich bin sicher kein Linker. Und ich fand es zuerst unglaublich, dass diese es sofort für sich reklamiert haben“, sagt Kerschhofer im Gespräch mit der „Presse“. Für ihn sei es nun aber eine „Genugtuung“, dass sein Gedicht – wenn auch unter falscher Urheberschaft – so große Berühmtheit erlangt hat."

      Dieses Gedicht ist ein Beispiel dafür, daß es nicht nur "GUTE" und "SCHLECHTE" Gedichte gibt, sondern auch solche, die einmal gut, einmal schlecht sind; diese seltsame Beurteilung richtet sich nach der politischen Herkunft des Verfassers: Ist das Gedicht von einem Linken, ist es zweifellos GUT, stellt sich aber plötzlich heraus, daß DASSELBE Gedicht einer "rechten Feder" entstammt, KANN es nicht gut sein, sondern ist selbstredend schlecht. Soviel zur Objektivität, wie sie die Linken begreifen!

  25. Inger
    28. April 2014 11:04

    Herr Dr. Unterberger meint zur Türkei sehr gelinde ausgedrückt:"... ja sie verhandelt sogar noch immer über eine Mitgliedschaft der Türkei" - na ja,
    ich meine doch, dass man da auch ansprechen sollte, dass nicht nur verhandelt sondern auch sehr viel Geld hineingepumpt wird.
    Wie schrieb schon die Welt ziemlich genau vor drei Jahren: 550 Mio an die Türkei!!!!
    Nachzulesen: http://www.welt.de/politik/ausland/article13218617/EU-pumpt-Hunderte-Millionen-in-wohlhabende-Tuerkei.html
    So leid es mir tut, aber ich behirne diese Vorgänge nicht wirklich, einerseits will man die Türkei auf Grund verschiedenster Umstände gar nicht ganz dabei haben, andererseits schickt man Geld, das man ja in Wirklichkeit gar nicht hat, und das nicht zu knapp, dorthin.

  26. dssm
    28. April 2014 10:29

    Da kann ich Herrn AU nur zu seiner ausgewogenen Darstellung gratulieren.
    Wenn wir keine EU hätten, so würden die linken Gutmenschen halt woanders ihre Gesellschaftsschraubereien durchführen – es gäbe desshalb nicht einen Studenten der Orchideenfächer weniger, keine Regulierung weniger und keine Transferzahlungen weniger.

    Ebenso beim EURO, der hat wahrscheinlich die Sache sogar einige Zeit verbessert. Oder glaubt irgend jemand, dass unsere Eliten ohne Euro keine Schulden- und Gelddruckorgie veranstaltet hätten?
    Die niedrigen Zinsen, welche zu solchen volkswirtschaftlichen Schäden geführt haben, hatten nur bedingt mit dem Euro, viel mehr mit der Macht der Geldhäuser zu tun. Die Grossbanken haben sich so stark gefühlt, dass sie wussten: Es wird Rettungspakete geben – und sie haben richtig gedacht. Ob nun die Target-Salden oder ‚Währungskonten’ überzogen sind ist doch egal. Der Euro wirkt jedenfalls immer noch disziplinierend, wenn auch momentan wohl die letzte Schamgrenze überschritten wird.

    Nebenbei, es gibt einen hervorragenden Kenner der EU und ihrer Großmannssucht: Georg Fahrenschon, Präsident des dt. Sparkassenverbandens und gut vernetzter CSU-Politiker. Wer bei der EU-Wahl eine kleine Denkhilfe braucht, sollte sich seine aktuellen Aussagen (neulich Gastredner in Salzburg) anhören und wird die Rolle des Herrn Karas dann nicht mehr so positiv beurteilen. (Vielleicht hat Herr AU Lust sich mit diesem Herrn zusammenzusetzen? Sehr lehrreich was so ein Insider über die ‚geplante’ Zukunft so alles zu sagen hat und sehr schön sein Aufruf zum Widerstand.)

    • brechstange
      28. April 2014 10:56

      Den ersten Teil Ihres Kommentars sehe ich nicht so, erscheint mir nur sehr oberflächlich betrachtet als schlüssig.
      Erstens hätten sich die Gutmenschen nicht länderübergreifend gegen die Leistungsträger verbünden können, da hätte es natürliche Schranken gegeben.
      Zweitens hätte es ohne Euro eine Abwertung gegeben, wenn einer die Inflationsorgie gefahren wäre und wäre damit natürlich und marktwirtschaftlich in die Schranken gezwungen worden. Der Euro förderte Schlendrian. Dazu unter anderem mein Artikel "Österreich und die EU" auf Echo.
      Es ist ein großer Irrtum, dass der Euro disziplinierend wirkt, weil nicht die Verantwortlichen haften sondern andere, die überhaupt keinen Einfluss haben, auch nicht hatten.

      Zum Fahrenschon teile ich Ihre Meinung, der lautstark die Gemeinsame Einlagensicherung bis jetzt verhindert hat. Unsere Banker sind offenbar Schlafmützen.

      http://www.conwutatio.at/index.php?option=com_content&view=article&id=38:oesterreich-und-die-eu&catid=45:oesterreich&Itemid=14

    • dssm
      28. April 2014 22:57

      @brechstange
      Erlauben Sie mir eine indirekte Antwort:
      Kennen Sie die Kommentare von Jesús Huerta de Soto? Wenn nicht, darf ich Ihnen diesen, meiner Meinung nach, grössten, lebenden Österreicher ans Herz legen.
      Beginnen Sie mit: „Geld, Bankkredit und Konjunkturzyklen“. Das einzige mir bekannte Buch wo ein Ökonom sowohl auf Angelsächsisch als auch auf Europäisch die Buchungen, Zeile für Zeile, wiedergibt.
      Gut zu lesen weil jedes notwendige Fachwort sofort erklärt wird und der ausgesprochen gebildete Autor auch die diversen Rechtsauffassungen bis zurück zum Römischen Recht und der Schule von Salamanca einfließen lässt (nebenbei: die Übersetzung ist wirklich gut gelungen).

    • brechstange
      29. April 2014 08:24

      dssm

      Ich denke, er ist mit dem vorgeschlagenen Währungsmodell von Prof. Hankel durchaus konformgehend.

      Das Buch selbst kenne ich nicht.

  27. Dr. Otto Ludwig Ortner
    28. April 2014 09:32

    Zu Punkt 1. "Friede Freiheit Demokratie: "Die NATO, die uns gegen den Warschauer Pakt geschützt hat" . Leider ist es eine Nationaleigenschaft der Österreicher, die politische Realität erst zu erkennen, wenn ihre Illusionen in die totale Katastrophe geführt haben, wie z.B. Stalingrad. Daß uns die NATO nicht schützt, sollte eigentlich nach der "Watchlist-Entscheidung" ihrer Führungsmacht USA, sekundiert von deren Bütteln (Nato-Mitgliedern) auch dem Dümmsten einleuchten. Dagegen hat die Führungsmacht des Warschauer Paktes nicht nur die Restauration der Republik Österreich durchgesetzt, sondern dieser Republik den einzigen Friedensvertrag des 20. Jahrhunderts ohne Kriegsschuldklausel geschenkt, der also Österreich von den NS-Gräueln freispricht. Die U.S.A. + Büttel haben das unterschrieben und dann versucht, die wohlbegründete Freizeichnung Österreichs von den Nazi-Verbrechen in dem genannten "Staatsvertrag vom Belvedere" 1955 durch die kriegsverbrecherische Aggression der "Watchlist-Entscheidung" außer Kraft zu setzen - mit dem Ziel des Genocids der Deutschen+ Österreicher. Da Rußland zur NATO-Hetze gegen Österreich schwieg - und BP.Dr. Kurt Waldheim heroisch reagierte "ich habe meine Pflicht getan., wie hunderttausende Andere auch" -ging die "Watch-List" Entscheidung nach hinten los und kostete die U.S.A. + Büttel den Rang zivilisierter Staaten. Denn wenn vor meinen Augen im Fernsehen die Präsidenten er U.S.A. ihnen unsympathische Menschen (Sadam Hussein, Osama Bin Laden" eigenhändig abmurksen und "gezielte Tötungen" (Drohnen) ihre Routine ist, sind sie keine "Souveräne", sondern Gangster.

    • terbuan
      28. April 2014 09:54

      Sehr geehrter Herr Dr. Ortner,
      Gestatten Sie, dass ich mir zu Ihrer immer wieder vorgebrachten Argumentation betreffend die USA und die watch list Entscheidung eine kleine Anmerkung erlaube:

      Diese Entscheidung erfolgte aufgrund einer konzertierten Aktion der SPÖ zusammen mit dem WJC mit dem Ziel, die Präsidentschaft von Dr. Waldheim zu verhindern.
      Dies ist nicht gelungen und der Jüdische Weltkongress setzte es dann bei der US-Regierung mit massiven Druck durch, Dr. Waldheim auf die Liste zu setzen.

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      28. April 2014 10:16

      Zu Terbuan 09:54: Natürlich ist mir bekannt, daß éin Kesseltreiben auch aus Österreich der U.S. Entscheidung der "Watch-List" vorausging. Doch zwischen Hetzern - die in Österreich nenne ich "die Zilk-Platte", mit der ich persönlich sehr unangenehme Erfahrungen machte (siehe mein jüngstes Werk "Das Totenopfer von Wolgograd oder eine Pilgerreise nach Jersualem") -und einer Regierungsentscheidung besteht ein ganz wesentlicher Staats- und völkerrechtlicher Unterschied. Die Hoffnung, die mit dem "Staatsvertrag vom Belvedere" 1955 verbunden war, war der Friedensschluß nach dem 2. Weltkrieg, der immer noch aussteht. Diese Hoffnung, an der Österreich einen entscheidenden Anteil hat, habe ich noch immer (A.E.I.O.U.= Austria erit in orbe ultima= Österreich wird der letzte zivilisierte Staat der Erde sein).

    • terbuan
      28. April 2014 12:19

      Ja, das ist schon alles richtig Herr Dr. Ortner, aber ich habe berechtigte Zweifel ob diese Entscheidung der US-Administration ohne Druck des mächtigen Jüdischen Weltkongresses zustande gekommen wäre, das ist der Punkt!

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      28. April 2014 14:03

      Daß in jüdischen Kreisen, in denen sich viele heimatvertriebene Österreicher befanden, gegenüber Österreich und seiner glimpflichen Behandlung Ressentiments bestanden, ist verständlich. Man sehe nur in den Verlautbarungen der "Sudetendeutschen Landsmannschaft" nach, "Vertreter" der gleichfalls aus den gleichen ideologischen Gründen des "ethnisch reinblütigen Nationalstaates" vertriebenen Deutschböhmen, mit welchem Haß gegen die Tschechen gehetzt wird (Mir schrieb ihr Obmann Zeihsel: "Wir sch... auf die böhmische Krone!"). Doch da die Watch-List war eine regierungsverantwortliche Entscheidung der U.S.A. - und daher ein eklatantes Kriegsverbrechen gegen einen wehrlosen Kleinstaat ist, ist sie für die U.S.A. fatal, deren moralischer Abstieg - und Machtverlust - damit begann. Doch Frieden ist immer möglich, mit dem Herrenwort: "Vergebt uns, wie auch wir vergeben" (Matth. 6,12) ohne dieses nimmer!

  28. Wertkonservativer
    28. April 2014 07:33

    Das ist ein klares Wort! Balsam auf die Wunden des hier anscheinend einzigen Dauerbefürworters der europäischen Zusammenarbeit im Rahmen der EU!

    Bei allen berechtigten Einwänden und penibel aufgelisteten Kritikpunkten gegen die "heutige" Europäische Union": ein uneingeschränktes Bekenntnis zur weiteren vollen Mitgliedschaft unseres Landes in dieser unverzichtbaren Gemeinschaft freier europäischen Staaten!
    Für mich fast unglaublich, welcher Hass - bei allen berechtigen Einwänden und Änderungsnotwendigkeiten im EU-Gefüge - ihr hier im Blog entgegenschlägt!

    Der Zorn unseres Dr. Unterberger ist größtenteils berechtigt! Setzen wir jedoch lieber unsere Hoffnungen auf die steigende Anwendung gesunden Menschenverstandes in den Gremien der Gemeinschaft, vorzugsweise auch im EU-Parlament, der demokratisch zusammengesetzten EU-Institution als Sprachrohr der Mitgliedsvölker!

    Stimmen für Splitter- und Extrem-Gruppierungen werden allerdings wohl kaum zukunftswirksame "Erziehungseffekte" auslösen: Entscheidungen zum Besseren können nur von Mehrheiten gefordert und erreicht werden!

    Nun wird sich der Zorn der Blogger wohl wieder einmal gnadenlos auf mich stürzen!
    Sei's drum: ich bleibe dabei, und vertrete weiterhin meine unverbrüchliche Zustimmung zur - sicherlich reparaturbedürftigen - Europäischen Union als kraftvollen Schutzwall gegen die alten und neuen, heimlichen und unheimlichen "Großmächte" dieser Welt!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • lenz
      28. April 2014 07:46

      Lieber WK!
      Im Gegenteil, auch ich bin ein Befürworter der EU und habe mich immer gefreut, wenn Sie diese Idee verteidigt und befürwortet haben. Trotzdem muss es erlaubt sein, Missstände zu kritisieren.

    • Wertkonservativer
      28. April 2014 08:00

      Werter @ lenz:

      danke für die positive Antwort!
      An unwidersprochenen Kritikern der EU-Missstände ist hier ja kein Mangel!
      Stimmt doch, oder?

      Liebe Grüße,

      Gerhard Michler

    • brechstange
      28. April 2014 08:18

      Europäische Union als "kraftvoller Schutzwall" gegen "Großmächte"?

      Wohl eher ein infektiös kranker, gebrechlicher Mensch, der alle Organe weiter ansteckt. In der Medizin würde es Quarantäne geben bis wieder Gesundung gegeben wäre. Nein, hier öffnet man weit die Pforten bis die letzten starken auch dahinsiechen.
      Wenn Sie denken, Herr Michler, dass das unsere Position in der Welt stärkt, dann irren Sie sich gewaltig. Man spielt Großmacht, ist aber keine. Da macht eine Nomenklatura ein gewaltiges Menschenexperiment in Europa.
      Eigentlich bin ich nicht pessimistisch, doch gut gehen kann das nicht, weil

      die Überalterung durch unregulierten Zuzug gelöst wird,

      die breite Ausbildung derart schlecht ist, dass darauf schwer Zukunft gebaut werden kann,

      der Arbeitsmarkt in Europa sehr unflexibel ist, alleine schon wegen der Sprachenvielfalt, es hilft nicht, wenn ein paar Gebildete herumwandern,

      die Konkurrenzsituation zwischen den Staaten durch Haftungsübernahmen und Bailouts gestört wurde (übrigens in USA passiert das nicht, auch wenn das bei uns behauptet wird) etc.

      Glauben Sie mir, Herr Michler, persönlich fühlen wir uns nicht als Verlierer durch die EU aber auch nicht als Gewinner, weil wir alle Möglichkeiten lange vor EU-Beitritt für uns nutzten. Alles was die EU sich auf ihre Fahnen heftet, ist eine FARCE.
      Auch bin ich für Zusammenarbeit in einem freien Binnenmarkt, aber ich bin NICHT für die vertiefende Integration a la UdSSR. Auch dafür könnte die Ukraine ein mahnendes Beispiel sein.

      Gefragt ist, Eigenverantwortung, Subsidiarität und freie, faire Marktwirtschaft und Vielfalt mit Brandschutztüren und

      NICHT Sozialismus, Zentralismus und Einfalt ohne Brandschutztüren in einem Einheitsbrei.

    • logiker2
      28. April 2014 08:54

      vielleicht sollte man sich doch mehr mit den Fakten, welche nunmehr immer deutlicher zu Tage treten beschäftigen:
      http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/11/22/hintergrunde-der-europaischen-integrationsbewegung/

    • Rupert Wenger
      28. April 2014 08:58

      Lieber Wertkonservativer!
      Wenn wir dieselben Akteure wieder wählen, bekommen wir keine Verbesserungen, sondern eine Verlängerung und Vertiefung der aufgezählten Fehler. Diese Parteien sind Teil des Problems, nicht der Problemlösung. Wir sind es unseren Kindern und Enkeln schuldig, dass wir uns von unseren alten Gewohnheiten trennen und Veränderung wählen! Es wird sich aber nur etwas ändern, wenn wir den Akteuren eine schallende Ohrfeige verpassen. Dabei war ich mein Leben lang ein Feind von jeglicher Gewaltanwendung in der Erziehung, aber hier helfen nur radikale Mittel. Also müssen wir Protest wählen, irgendeine Partei, die gegen den derzeitigen Kurs der EU steht und die Chance auf Einzug in das Parlament hat.
      Geben sie Ihrem Herzen einen Stoß!

    • Wertkonservativer
      28. April 2014 09:17

      Liebe @ Brechstange,

      ich schätze Sie weiterhin sehr, nicht sosehr Ihren Kampf gegen die EU-UdSSR, wie Sie und viele andere hier sich auszudrücken pflegen!
      Glauben Sie aber wirklich, dass eine Rückführung Europas in die Einzel-Staaterei mit allen Folgerungen für Währung und Grenzen die richtige Medizin für uns und unseren Kontinent ist?
      Die Vorteile, die wir aus der EU und unserer Mitgliedschaft schöpfen, sind doch echt bewiesen und nachrechenbar!
      Sind alle EU-Befürworter (auch die Klugen, Wissenden und Gescheiten - ich will mich da wirklich nicht hineinreklamieren!) Doofköpfe, Phantasten und "Volkszertreter", wie hier immer wieder genüsslich angeführt wird?
      Ich will ja wirklich nicht behaupten, dass mein Standpunkt der einzig wahre ist, doch bin ich ganz überzeugt, dass die EU weiterbestehen und sich positiv weiterentwickeln wird!

      Liebe Grüße,

      Gerhard Michler

    • Wertkonservativer
      28. April 2014 09:23

      Lieber @ Rupert Wenger,

      besten Dank für Ihren freundlichen Ratschlag!
      Doch eines muss ich Ihnen trotzdem sagen:
      die FPÖ ist mir weltanschaulich und in ihrer persönlichen Zusammensetzung ein Graus, ein starker Graus!
      Die zu wählen, wäre ein Verrat an meiner bürgerlichen Weltanschauung!
      Abgesehen davon sehe ich auch bei Stärkung dieser Anti-Europa-Partei keinerlei positive und zukunftswirksame Auswirkungen auf die reale Situation der EU!
      Mit Frau LePen, den holländischen und belgischen Krawallmachern, und mit unseren Blauen wird man Europa nicht gesundkurieren können!

      Nichts für ungut,

      Gerhard Michler!

    • brechstange
      28. April 2014 09:46

      Herr Michler,
      welche Vorteile? Glauben Sie wirklich den Statistiken, die Sie nicht selbst gefälscht haben? :-)

      Ich bin nicht gegen Zusammenarbeit, auch nicht gegen Austausch, das möchte ich vorweg festhalten.

      Es gibt zwei Strömungen: die eine ein Europa der selbständigen Staaten und die andere eine vertiefte Integration der Staaten wie die USA (doch hier bereits hakt es gewaltig, da wird den Menschen was eingeredet und als Vorteil verkauft, den es in dieser Form gar nicht gibt).

      Ich bin wie Sie bereits mehrfach von mir hörten für die erste Variante, für ein zusammenarbeitendes Europa mit selbständigen Staaten, dh auf europäischer Ebene werden nur die notwendigen Regeln für eine faire Zusammenarbeit festgelegt. Alles andere bleibt in der Souveränität der einzelnen Staaten.

      Dieser Wettstreit wurde mit dem Vertrag von Lissabon (der übrigens auch die Todesstrafe wieder möglich macht) zugunsten Variante zwei entschieden, unbemerkt vorbei an der Bevölkerung und ich nehme an, an manchem Volksvertreter. Diesen Prozess damals um die Jahrtausendwende nicht zu stören, verhängten damals in der Hauptsache Sozialisten Sanktionen gegen Österreich. Dazu im Echo mein Artikel.

      2012 wurde die Eurokrise benutzt, weitergehende Vertiefungen wie ich bereits vielfach schrieb, durchzudrücken, verbunden mit massiven Souveränitätsabgaben. An die Schaltstellen werden nur Personen gelassen, die diesen Kurs unkritisch mittragen, dafür gesteht man diesem Personenkreis jede Menge Privilegien zu wie zB jetzt bekannt wird die private Pensionszusatzversicherung in Luxemburg, die unter der Krise ordentliche Abstriche in der Veranlagung hinnehmen mussten, durch Steuerzahlersgeld aufgefüllt. Stronach wurde ja gerade deswegen denunziert und bekämpft. Viele Österreicher durchschauen das leider nicht. Aber eines kann ich Ihnen vergewissern, ich lasse mir das nicht gefallen, ich versuche, den Dampfer zu wenden.
      Ich nehme an, Sie fragen sich jetzt, warum wir nicht zur EU-Wahl antreten? Wir treten nicht an, weil das EU-Parlament nur ein Schauparlament ist, die Entscheidungen werden anderswo getroffen und zwar in den Räten, die von den Regierungen besetzt sind und daher engagieren wir uns da, wo wir uns Einfluss erwarten, wenn er auch nur ein sehr kleiner ist. Mehr können wir im Moment nicht tun, doch der liebe Österreicher wird hoffentlich bald die Manipulation erkennen.

      Übrigens ab 2015 darf Nowotny in der EZB nicht mehr in jeder Sitzung mitstimmen, auch Deutschland nicht. Gut eingefädelt, nicht wahr?

      Liebe Grüße
      Elisabeth

      P.S.: Ich bin vielleicht naiv im Glauben an positiver Veränderung, blauäugig bin ich nicht.

    • Wertkonservativer
      28. April 2014 09:59

      Nun, liebe @ brechstange,

      ich achte und ehre Ihre Meinung: sie ist durchdacht und hat ihre Meriten!
      Dass die EU für Österreich - speziell im wirtschaftlichen Bereich - Vorteile gebracht
      hat, ist allerdings praktisch unumstritten, mess- und zählbar!
      Das sagen wesentlich Qualifizierte, als ich es bin und sein kann!

      Und - ganz entscheidend: man kann eigentlich nur GEGEN oder FÜR die Europäische Union sein!
      GEGEN sie sind hier die meisten!
      FÜR die EU sind hier wenige, allerdings grundsätzlich ja auch unser Dr. Schulmeister!

      Ich meine, dass uns die Zukunft recht geben wird!!

      Herzlich

      Gerhard Michler

    • brechstange
      28. April 2014 10:04

      Nicht vergessen, Herr Michler, viele Qualifizierte sind Abhängige. ;-)

    • dssm
      28. April 2014 10:43

      Diese Diskussionen um Für und Wider kann man abkürzen.
      Wir Österreicher haben nicht die demokratische Tradition und den Nationalismus von Schweiz, Norwegen und Island!
      Die Schweiz ist dazu noch ein Rechtsstaat, etwas ganz seltenes wenn Demokratie herrscht!
      Allen Dreien gemeinsam ist eine pünktliche und gut funktionierende Verwaltung und kaum Korruption.

      Da uns diese Stärken fehlen, war der Spruch von Schüssel richtig: Nur wer dabei ist, der bestimmt auch mit!
      Wer uns also in einer Liga mit diesen drei Ländern sieht, der konnte gegen den Beitritt sein, sonst muss man wohl die Leistungen der EU für Österreich anerkennen.

      Bei allen sonstigen Wahnsinnstaten der EU-Oberen, alleine für die Schuldenbegrenzung die nun die Länder trifft könnte ich Herrn Rehn die Füsse küssen.

      Man soll nicht das Positive auslassen und nur das negative hervorkehren!

    • Undine
      28. April 2014 10:45

      @brechstange
      @Rupert Wenger

      ******************!
      Es ist unumgänglich notwendig, der traurigen Wahrheit, der Realität bezüglich der EU ins Auge zu sehen---die Rosa Brille färbt zu vieles viel zu sanft, was genaugenommen den Schaden nur noch vergrößert und verlängert. Schade um das gutgemeinte Friedensobjekt EU---oder war es das möglicherweise gar nie? War es nicht--- hinter den Kulissen!---die einzige Möglichkeit, Deutschland klein zu halten, indem man es ausbeutet (unter Gefühlsduselei!)?

    • Wertkonservativer
      28. April 2014 10:46

      Nun, in meiner Replik auf @ brechstange - heute 9:59 - ist mir - wie bereits kürzlich einmal - wieder der Unterberger-Vorgänger Dr. Schulmeister in die Tasten gerutscht!
      Natürlich war unser Dr. Unterberger als grundsätzlicher EU-Befürworter gemeint!
      Bitte um Nachsicht!

    • Wertkonservativer
      28. April 2014 10:48

      Danke, @ dssm!

      Man merkt, dass Sie Kaufmann sind (wie ich annehme) !

    • Cotopaxi
      28. April 2014 10:51

      @ WerKo

      Ja, schon gut, über solche Petitessen sieht man doch nachsichtig hinweg, nur keine Fisimatenten. ;-)

    • brechstange
      28. April 2014 11:02

      dssm

      "Da uns diese Stärken fehlen, war der Spruch von Schüssel richtig: Nur wer dabei ist, der bestimmt auch mit! "

      Eh, das haben wir ja bei den Sanktionen stark gemerkt, da wurden wir von den Vorverhandlungen ausgeschlossen. Dazu mein Artikel zu den Sanktionen gegen Österreich auf Echo.

      Hinkünftig ab 2015 dürfen bei der EZB auch nicht mehr regelmäßig mitstimmen, auch Deutschland nicht.

      Man kann sich die Vorteile echt schönreden, sie sind aber keine. Was hilft, wenn man kurzfristig wirtschaftliche Vorteile genießt, die man dann hart zurückzahlen muss bzw. darf. Der Kinder hat und somit an die Zukunft denkt, kann sowas keinesfalls gutheißen.

      Haben Sie nicht immer vom "vorfressen" gesprochen?

      http://www.conwutatio.at/index.php?option=com_content&view=article&id=100%3Aeu-sanktionen&catid=5%3Aeuropa&Itemid=14

    • Inger
      28. April 2014 11:13

      zu dssm:" Da uns diese Stärken fehlen, war der Spruch von Schüssel richtig: Nur wer dabei ist, der bestimmt auch mit! "
      Dem KÖNNTE ich was abgewinnen, wenn Österreich mit einer Sprache spräche, aber wenn ich mir vorstelle, dass von den 750 Abgeordneten 18 aus Österreich sind und die wiederum aus vielleicht 6 Parteien, dann frag ich mich, was kann man da mitbestimmen?? Solange es in Österreich so ausschaut, dass sich auch in der EU jede Partei ihre eigene Suppe kocht, solange wird das mit der tatsächlichen Mitbestimmung wohl nichts werden.

    • Wertkonservativer
      28. April 2014 12:42

      Wisst Ihr was, liebe Freunde w/m?
      Die Diskussion ufert inzwischen aus und wird praktisch unüberschaubar.

      Lassen wir's einfach "wachsen" (wir können den Gang der Geschichte ja sowieso nicht nachhaltig beeinflussen) !!
      In einigen Jahren werden wir sehen, wie sich Europa weiterentwickelt, ob in weitere Zusammenarbeit im Rahmen der Union, oder wieder in die alten Strukturen der früheren "selbständigen" Nationalstaaten!
      Ich glaube unerschütterlich an die erstere Version; ob ich die von mir erhoffte gute Weiterentwicklung des Projekts Europa selbst noch erleben werde, scheint altersbedingt allerdings einigermaßen ungewiss!
      Na, vielleicht erreiche ich ja mit Masel den Neunziger! Was sind schon neun Jahre!!
      Für den immer optimistischen Wertkonservativen ein Klacks!
      Na dann!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wyatt
      28. April 2014 13:01

      danke "Brechstange"
      *****************
      besser, als in Ihren Antworten u. Kommentaren, lässt sich der gegenwärtige Zustand der EU, wohl kaum darstellen.

    • brechstange
      28. April 2014 17:16

      logiker2
      Danke für den Link.

    • Josef Maierhofer
      28. April 2014 19:49

      @ Wertkonservativer

      Die 9 Jahre gönne ich Ihnen von Herzen bei guter Gesundheit.

    • dssm
      28. April 2014 22:45

      @brechstange, @inger
      Wir bestimmen mit! Vergessen sie beide bitte das EU-Parlament, eine machtlose, leere Hülle, wo verdiente Politikpensionäre hin entsorgt werden (bei utopischer Bezahlung!).

      Entscheidungen fallen im Ministerrat. Wenn ich da an den ehemaligen Aussenmuppet, oh Verzeihung -minister, Spindi denke, der bei der Syrienresolution eingegangen ist wie ein (…), dann mögen sie beide Recht haben, aber es gab auch andere Zeiten! Vielleicht gebe ich zuviel der Vorschußlorbeeren, aber von Herrn Kurz erwarte ich mir da mehr für Österreich!

      Wenn ich an den Kampf um die anonymen Konten denke, da waren (leider nur zeitweise) andere Kaliber im Rennen – es geht also, man muss nur wollen!
      Seltsamer Weise sind genau diejenigen, welche auf EU-Ebene forsch, also hartnäckig den Standpunkt der österreichischen Lobbyisten vertreten, bei uns dann schnell die Buhmänner, man denke an Berlakovich und Fekter (die ich ja wirklich nicht mag). Es wäre interessant inwieweit diesen Ministern ihre erfolgreiche Arbeit in den EU-Gremien zum politischen Ende hierzulande beigetragen hat.
      Und die diejenigen, welche faule Kompromisse, als Verhandlungsführer für ganz Europa(!!! es ginge, leider in die falsche Richtung), erzielen, dann urplötzlich Spitzenkandidat für die Europawahl – Karas, du elender Verräter!

      Nebenbei, die Masse der EU-Verordnungen kommt von der Beamtenebene, wo Österreich, trotz Verweigerung unserer Beamtenschaft, einen übergrossen Brocken mitverantwortet – ob diese Ergebnisse aber den werthen Mitbloggern gefallen, sei dahingestellt – aber mitreden tun 'wir'.

    • Pumuckl
      29. April 2014 01:17

      @ Wertkonservativer

      " WERT . . . " steckt schon in Ihrem Pseudonym. Von hohen WERTEN dieser EU schwurbeln und schwafeln die Exponenten dieser Institution bei passenden und unpassenden Gelegenheiten. Aber Tchechien wurde unter Beibehaltung, auch des AMNESTIE - PARAGRAPHEN, DER BENES' - DEKRETE in diese vorgebliche
      " WERTEGEMEINSCHAFT " aufgenommen ! ! !


      " Wer einmal lügt dem glaubt man nicht . . . " An dieses Sprücherl aus dem Märchen werden Sie sich doch auch noch erinnern.

      Diese EU welche damals den Beitritt der Tschechen, MIT EINER AMNESTIE FÜR DUTZENDE, DAMALS SICHER NOCH LEBENDE MÖRDER akzeptiert hat, findet in unserem @ Wertkonservativem einen unentwegten, leidenschaftlichen Anwalt.

      Erst kürzlich mußten wir doch hier im Tagebuch von unserem lieben Herrn Michler die traurige Tatsache erfahren, daß sein Vater bei der Vertreibung " nicht ganz ohne Gewalteinwirkung " starb.

      STRAFFEIHEIT VON MÖRDERN IM EINKLANG MIT EU - WERTEN ! Ich kann das nicht begreifen! Und Sie lieber Herr Michler, Sie begreifen das schon?

    • Wertkonservativer
      29. April 2014 08:21

      Ja, werter @Pumuckl!

      Ich kann, als von den Kriegsfolgen samt meiner Familie direkt Betroffener
      (Vaterverlust, Vermögensverlust, Heimatverlust) die heutige Europäische Union durchaus auch nach Aufnahme der Tschechen in die Gemeinschaft verteidigen und gutheissen! Und ich tue das auch aus vollem Herzen!

      Ich verfüge nämlich über ein gewisses Maß an der christlichen Tugend des Verzeihens gegenüber Sündern, die heute ja längst nicht mehr leben.
      Die heutigen Tschechen sind genau so wenig schuldig zu sprechen und zur Verantwortung für die Taten ihrer Großeltern zu ziehen, wie wir Österreicher und Deutschen für die Taten unserer Altvorderen!
      Lasssen wir doch endlich einmal die Vergangenheit "ruhen"! diese ewige Aufrechnerei bringt nichts, absolut gar nichts!

      Also nochmals: als Direktbetroffener hege ich heute überhaupt keinen Groll mehr gegenüber dem tschechischen Volk, und grüße die HEUTIGEN tschechischen Menschen als Brüder und Schwestern in einem friedlichen Europa!

      Freundliche Grüße,

      Gerhard Michler

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • brechstange
      29. April 2014 08:32

      dssm

      1) zu EU-Parlament
      TS tritt wegen der Zahnlosigkeit des Parlaments nicht an, wir konzentrieren uns auf das Wesentliche, die Regierung
      2) zu Kurz - mein derzeitiger Eindruck
      zu viel der Vorschusslorbeeren, eine gut zu gebrauchende Marionette wie der Faymann eben
      3) zu Fekter, Berlachovich, Kopf, Edlinger-Ploder
      zu stark ins Volk gehört ist nicht EU-konform und karrierefördernd - das ist auch meine Beobachtung
      4) zu Bürokratie und zu "Wir"
      "Wir" lasse ich nicht gelten, das "Wir" sind karrieregeile auf unsere Kosten lebende Beamte und Politiker

    • brechstange
      29. April 2014 08:43

      Sg Herr Michler,
      Ihre Haltung zu Ihrer Vergangenheit ehrt Sie sehr. Auch wir haben in unserer Familie Ermordung durch Titos-Unrechtsregime gegen unsere Verwandten im Raum Cilli zu verarbeiten. Eine Aufrechnung ist in der Tat keine Lösung, eine ehrliche historische Aufarbeitung schon.
      Hier liegt die Bringschuld auch bei den Tschechen und bei den Ex-Jugoslawen und wäre die EU eine wirkliche Wertegemeinschaft, dann würde sie diese Aufarbeitung fördern.
      Ich denke nämlich, einfach den Teppich drüberlegen, führt zu mangelnder Aufarbeitung und zu ungerechten weiteren Konflikten. Ich bin überzeugt, hätte Ex-Jugoslawien seine Geschichte ehrlich aufgearbeitet, hätte es auch keinen Jugoslawienkrieg vor 20 Jahren gegeben.

    • Wertkonservativer
      29. April 2014 11:10

      Liebe und werte @ brechstange!

      Zunächst besten Dank für Ihr freundschaftliches Verständnis!
      Noch kurz zur EU und den "Sünden der "Nationalstaaten":

      Der EU kann man die politischen Fehler der Vergangenheit (die ja meist lange vor EU-Gründung zumindest ihren Anfang nahmen) am allerwenigsten anlasten:
      sie ist ja immerhin die für Europa absolut wichtigste friedenssichernde und -fördernde Institution, soviel man an ihr auch herumnörgeln mag!
      Was unseren "Nationalstaaten" allein im 20. Jahrhundert und bis vor kurzem alles eingefallen ist, um Kriege zu schüren, zu beginnen und blutig zu beenden, zeigt uns die Geschichte!
      Die EU ist und bleibt - abgesehen von den wirtschaftlichen Vorteilen für die Europäer -ein Friedenswerk, dessen weiteres Bestehen unverzichtbar ist, einfach unverzichtbar!

      Fragen Sie doch die politisch interessierte und aufgeschlossene Jugend unseres Landes: die sind mehrheitlich für Europa, für einen neuen Geist der Zusammenarbeit, und für Brüderlichkeit von Mensch zu Mensch ohne Ausgrenzungen:
      Geisteshaltungen, die ich in unserem löblichen Forum bestenfalls in Ansätzen hervorgehoben finde!
      Nur mit dieser Geisteshaltung können wir unsere Zukunft bauen: ewiges Schielen nach gestrigen und vorgestrigen Zuständen, nach Abkapselung und Kleinräumigkeit wird uns ganz sicher nicht weiterbringen!
      Das meine ich; jede(r) andere soll denken und handeln, wie er glaubt und mag!

      Freundliche Grüße,

      Gerhard Michler

    • Pumuckl
      29. April 2014 11:36

      @ Wertkonservativer 08:21

      Danke für Ihre Reaktion, welche ich sinngemäß so ähnlich erwartet habe und
      welche zeigt, daß wir in unseren Grundsätzen gar nicht so weit auseinander liegen. Nur erscheinen Sie mir deutlich unkonsequenter!
      Auch ich kann verzeihen und weiß daß wir unsererseits* als Volk, Verzeihung nötig haben!

      Aber bitte googeln Sie z.B. unter SS - Mörder Klaus Barbie.
      Er wurde, nachdem man ihn aufgestöbert hatte 1987 gerechterweise zu lebenslanger Haft verurteilt und starb mit 77 Jahren in Lyon im Gefängnis an Krebs.
      Lieber Herr Michler, bitte bedenken Sie doch daß DUTZENDE TSCHECHISCHER MÖRDER MI VERGLEICHBARER SCHULD WIE KLAUS BARBIE, DANK DIESES AMNESTIE - PARAGRAPHEN ALS UNBESCHOLTENE BÜRGER LEBTEN ALS TSCHECHIEN DER EU BEITRAT ! ! !
      Es ist die Institution EU der ich das anlaste, nicht den Millionen redlicher Tschechen ! ! ! Darum kommt mir das Kotzen, wenn widerliche Figuren wie Schulz und Barroso so wie geistig klein geratene Figuren wie Karas von Werten dieser EU schwätzen.


      * Mich verfolgt bis heute der Anblick einer hoch zweistelligen Anzahl bestialisch ermordeter jüdischer Menschen, welchen ich als Kind erlebte.
      Dafür, daß man uns solch schreckliche Taten auch als Volk anlastet muß ich Verständnis aufbringen und dankbar sein, wir von heute lebenden Juden als Volk Verzeihung erfahren.
      Aber eben darum erzürnt es mich, wenn diese Masenmörder niemals ausgeforscht wurden und die verantwortliche SS - Einheit, in der SS - Division, welcher sie vorgeblich angehörte, gar nicht existierte.

      ABER DIE TSCHECHISCHE REPUBLIK BEFINDET SICH IN DIESER EU, OHNE EINEN EINZIGEN, VON HUNDERTEN MORDGESELLEN AUCH NUR VOR GERICHT GESTELLT ZU HABEN !

    • fewe (kein Partner)
      29. April 2014 11:36

      @lenz: Richtig, es ist erlaubt, Missstände zu kritisieren. Das Problem ist, es hört niemand zu. Man lässt die Bürger sich austoben wie kleine Kinder, bis ihnen die Luft ausgeht und sie wieder ruhig sind.

      Sofern nicht für etwas demonstriert wird, was die Nomenklatura sowieso will, wird lediglich darauf geachtet, dass es keinen Tumult gibt. Einfach ins Leere laufen lassen.

      Das Recht Kritik üben zu dürfen ist freilich sinnlos, wenn der andere sowieso nicht zuhört. Da lässt man die Leute lieber sich austoben. Das hat man aus der UdSSR gelernt. Wenn man Kritik unterbindet, dann kocht das irgendwann über und das wird unberechenbar. In jedem zweiten Satz abwechselnd die Worte Freiheit und Friedensprojekt verwenden und die Leute geben sowieso Ruhe.

    • fewe (kein Partner)
      29. April 2014 11:46

      @Pumuckl: Wenn Sie das Ermorden von Juden selbst miterlebt haben, ist das selbstverständlich ein persönliches schreckliches Erlebnis. Aber Schuld kann ich keine empfinden. Man sollte vielmehr daraus lernen, aber auch nicht, indem selektiv nur die Juden geschützt werden. Es ist auch bequem, wegen längst vergangener Ereignisse zu trauern. Derzeit existiert Guantanamo als Konzentrationslager, derzeit führen die USA regelmäßig Angriffskriege mit frei erfundenen Gründen. Da werden auch millionenfach Menschen ermordet. Das ist doch das selbe und man wird wieder erst in fünfzig oder siebzig Jahren bekümmert sein und sich entschuldigen.

      In der Zeit wenn solche Sachen passieren ist niemand da, der etwas unternimmt. Diese verlogenen Politiker sollen sich ihre diesbezüglichen Sonntagsreden also sparen. Wenn alle fünf Minuten ein Christ wegen seines Glaubens ermordet wird, kümmert das niemanden. Wenn aber jemand in einem Park in Wien schief angeschaut wird, der zufällig Jude ist, sind die Zeitungen weltweit voll damit.

    • Wertkonservativer
      29. April 2014 12:37

      Lieber @ Pumuckl, werte Andere:

      Dreißig Repliken (inklusive meiner), da ist nun Zeit für den Rollladen!
      Die Meinungen gehen aus- und durcheinander, wie's in einer guten Diskussionsrunde sein soll!
      Mein Vorschlag: bleiben Sie bei der Ihren, ich bleibe bei meiner!
      Einverstanden?

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • brechstange
      29. April 2014 13:41

      Herr Michler,
      ich laste weder der EU noch den nachfolgenden Generationen Schuld an.
      Wenn jeder durch eine ehrliche historische Aufarbeitung lernt, vor seiner eigenen Tür zu kehren, hätten wir viel gewonnen.

      Ja, es ist schön, dass die Jugend unbeschwert an die Zukunft geht und das gilt es auch zu fördern. Da bin ich ganz Ihrer Meinung, doch ein wenig Realismus ist auch der Jugend zuzumuten. Welcher Partei laufen viele Jugendlichen zu? Nämlich die Jugendlichen, die bereits desillusioniert sind, nicht unsere Jugendliche, die noch in weitgehend geschützten Rahmen durch Europa reisen, die Möglichkeit dazu bekommen. Es würde mich echt freuen, würde Ihr Szenario der Realität entsprechen. Ich fürchte, diese Schicht ist zu dünn. Lg

    • Lot
      29. April 2014 16:14

      @Logiker2

      Danke für den Link! Sollte sich jeder, der hier mitreden will herunterladen (Herr Michler wird das sicher nicht tun. Er ist "einsichtsresistent"). Der ganze EU-Schwindel wird hier belegt: Coudenhove-Kalergi, Monnet, Churchill, Juncker, Amato.
      Es ist schrecklich machtlos zusehen zu müssen, wie die Weltdiktatur sich etabliert und wir nur noch als "idiotes" vegetieren können.

      Sorgsam wird das wahre Ziel verschleiert, doch manches Mal blitzt es in den Worten "der Großen" auf.

    • Pumuckl
      29. April 2014 20:29

      @ fewe ( k. P. ) 11:46

      Es blieb mir erspart, die Ermordung dieser mit Sicherheit völlig unschuldigen jüdischen Menschen selbst mit anzusehen. Gesunde Kinder schlafen eben, selbst in solchen Zeiten, in der Nacht tief und fest.

      DER ANBLICK DER TOTEN UND DER GERUCH NACH VERBRANNTEN LEICHEN AM FOLGENDEN TAG WAR SCHLIMM GENUG !

      Ich habe nichts von Schuldgefühlen geschrieben, brachte aber meine tiefe, bis heute währende, Betroffenheit zum Ausdruck, welche in meine Beurteilung aller Ereignisse aus dieser Zeit mit einfließt.

      ALLEINE, DIE DADURCH BEWIRKTE, BESCHÄDIGUNG DES ANDENKENS, AN EINE DEUTLICH 3-STELLIGE ANZAHL VON TOTEN UND VERMISSTEN, REDLICHEN* FRONT-SOLDATEN DES ORTES, DARUNTER AUCH MEIN VATER, SCHMERZT BIS HEUTE!

      * Ja, ihr empörten Gutmenschen, die Mehrheit dieser Toten starb im guten Glauben, verhindern zu müssen, daß sowjetische T 34 die " Werte " einer Diktatur des Proletariates bis an die Atlantikküste ausdehnen. Darum stehe ich zum Prädikat redlich.

      Vom mordenden Abschaum in diesem Dorf, wenige Wochen vor Kriegsende und auch vom Morden an anderen Plätzen, an welchen die Mörder das eigene Leben nicht riskieren nicht mußten, hatten Frontkämpfer mehrheitlich keine Ahnung.

  29. terbuan
    28. April 2014 07:05

    Sehr gespalten ist meine Reaktion auf diesen Beitrag:

    Einerseits betont der Autor seine weiterhin bestehende Haltung als begeisterter EUropäer, andererseits meint er richtig:

    ..."Es sind die kritiklosen EU-Apologeten und die Kämpfer für einen ständigen Kompetenz-Transfer Richtung Europa und damit die Entmachtung der Staaten, die eines Tages schuld am Ende der EU sein werden."......

    Und seine Vorliebe für die Amerikaner darf natürlich auch nicht fehlen:

    "....die Amerikaner, die sich nach 1945 zum Unterschied von 1918 weiter um Europa gekümmert haben;..."

    Die Amerikaner haben sich nicht gekümmert um Europa, sie haben nur immer ihre eigenen Interessen und die ihrer britischen Freunde vertreten und durchgesetzt.
    Und sie tun es bis heute!

    Immerhin ist der Artikel auch völlig richtig sehr EU-kritisch, im Gegensatz zu einem Beitrag von Frau Gudula Walterskirchen in der "Presse" die in erster Linie die heimischen Probleme anspricht und ansonsten mainstream-weichgespült ein Plädoyer für das "Friedensprojekt" EU niederschreibt:

    http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/walterskirchen/1599094/Sicherheitsnetz-statt-Sundenbock_EUBashing-ist-beliebt-aber-verfehlt?_vl_backlink=/home/index.do

    • brechstange
      28. April 2014 07:59

      Die EU in der Form wie sie sich entwickelt, hat einen groben Webfehler. Das System begünstigt, dass sich die Verantwortlichen hinter einem System verstecken können und jede Schuld von sich weisen können, weil Verantwortung und Haftung immer mehr getrennt wird. Ist doch praktisch für die Nomenklatura.

  30. Gerhard Pascher
    28. April 2014 06:16

    Welche Partei und welcher zur kommenden EU-Wahl antretende Kandidat bekennt sich zu den Ausführungen von Herrn Unterberger und wird sich bei Erreichung eines Parlamentssitzes für eine radikale Änderung der Brüsseler Kommission einsetzen? Tatsächlich wird sogar ein Linksruck erwartet, daher wird alles noch schlechter werden.

  31. mischu
    28. April 2014 01:27

    ".........aber ohne Beitritt und Mitbestimmung.

    Das wurde uns seinerzeit eingeredet und was haben wir jetzt?
    Österreich mit Beitritt, aber ohne Mitbestimmung, so schaut's aus.
    Wir müssen lediglich die aufgelisteten Fehlentwicklungen in der EU finanzieren und ausbaden.

    Die EU-Demokratur handelt immer mehr nach Kurt Tucholsky:

    "Eine Regierung ist nicht der Ausdruck des Volkswillens, sondern der Ausdruck dessen, was ein Volk erträgt."

    Setzen wir bei den Wahlen im Mai ein klares Zeichen, daß wir diese Art der Entwicklung in der Europäischen Union UNERTRÄGLICH finden!

    • Inger
      28. April 2014 09:07

      Und wie 's der Zufall will, grad hat mich ein Freund auf ein Gedicht von Kurt Tucholsky von 1930 aufmerksam gemacht, wie weise und vorausschauend! Ich
      möchte es jetzt sozusagen als Ergänzung bringen:

      Wenn die Börsenkurse fallen,
      regt sich Kummer fast bei allen,
      aber manche blühen auf:
      Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

      Keck verhökern diese Knaben
      Dinge, die sie gar nicht haben,
      treten selbst den Absturz los,
      den sie brauchen - echt famos!

      Leichter noch bei solchen Taten
      tun sie sich mit Derivaten:
      Wenn Papier den Wert frisiert,
      wird die Wirkung potenziert.

      Wenn in Folge Banken krachen,
      haben Sparer nichts zu lachen,
      und die Hypothek aufs Haus
      heißt, Bewohner müssen raus.

      Trifft's hingegen große Banken,
      kommt die ganze Welt ins Wanken -
      auch die Spekulantenbrut
      zittert jetzt um Hab und Gut!

      Soll man das System gefährden?
      Da muss eingeschritten werden:
      Der Gewinn, der bleibt privat,
      die Verluste kauft der Staat.

      Dazu braucht der Staat Kredite,
      und das bringt erneut Profite,
      hat man doch in jenem Land
      die Regierung in der Hand.

      Für die Zechen dieser Frechen
      hat der Kleine Mann zu blechen
      und - das ist das Feine ja -
      nicht nur in Amerika!

      Und wenn Kurse wieder steigen,
      fängt von vorne an der Reigen -
      ist halt Umverteilung pur,
      stets in eine Richtung nur.

      Aber sollten sich die Massen
      das mal nimmer bieten lassen,
      ist der Ausweg längst bedacht:
      Dann wird bisschen Krieg gemacht.

    • terbuan
      28. April 2014 09:32

      @Inger

      Danke, großartig!*********

    • Undine
      28. April 2014 10:48

      @Inger

      **************************!
      Welcher Weitblick!

    • brechstange
      28. April 2014 11:31

      Inger

      Das Gedicht ist nur irrtümlicherweise Tucholsky zugeschrieben, es ist von Dr. Kerschhofer alias Pannonicus, der auch hier in diesem Forum und in unserem Echo Gedichte veröffentlichte.
      Er ist leider plötzlich verstorben.

    • fenstergucker
    • terbuan
      28. April 2014 11:59

      Hätte mich auch gewundert, dass Tucholsky bereits etwas von "Derivaten" wusste!

    • Inger
      28. April 2014 12:16

      Brechstange und Fenstergucker ich bedanke mich - so ist es leider, wenn man was weitergibt, ohne es zu überprüfen. Wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe, ich fand es witzig, dass mir dieses Gedicht zukam, als ich gerade den Beitrag mit dem Tucholskyzitat las.

    • mischu
      28. April 2014 12:42

      Wie auch immer, da hat der @Pannonicus, seligen Angedenkens, den Tucholsky ja glatt noch übertroffen! ;-)

      @terbuan
      Punktgenau!

    • Undine
      28. April 2014 18:20

      @Alle

      Jedenfalls ist anhand dieser Verwechslung der Urheber der Beweis erbracht, daß WIR RECHTEN---einige von uns darf ich doch dazuzählen! ;-)---wesentlich TOLERANTER sind als die Linken, denn wir fanden auch positive Worte über das Gedicht, als wir es--- GsD!--- nur kurzfristig dem Linken Tucholsky zugeschrieben hatten!
      Die (eigentlich) unverwechselbaren Gedichte des leider verstorbenen Dr. Kerschhofer, alias Pannonicus, fehlen SEHR!

    • mischu
      28. April 2014 20:20

      @Undine

      *******************!

  32. Riese35
    28. April 2014 01:14

    >> "Sprach-Chaos. Frankreich verhindert, dass wie sonst in internationalen Organisationen Englisch zur Arbeitssprache der EU wird."

    Eine einzige Sprachentscheidung hülfe zur Lösung fast aller anderen Punkte: Latein als einzige Arbeitssprache der EU! Dannn könnte man nicht so einfach Taugenichtse von den Nationalstaaten nach Brüssel abschieben.

    • mischu
      28. April 2014 01:20

      No joa, die Taugenichtse sind nicht so leicht zu verhindern, denn die würden dann halt Heerscharen von Lateinübersetzern beschäftigen. ;-)

    • Inger
      28. April 2014 10:25

      Das mit den Sprachen ist ja auch - abgesehen von den Problemen, die das bringt - manchmal auch sehr lustig.
      Ich erinnere mich an die Geschichte mit Dr. Fischler, der einmal meinte:
      die müssen die Krot schon schlucken - tja und die Dolmetscher hatten damit so ihre Probleme und eine andere lustige Geschichte ist jene von den waldviertler Fischteichen, die dann im Übersetzungschaos zu Fischfabriken wurden und eines Tages standen die EU-Prüfer da und wollten die Fischfabriken besichtigen....

  33. brechstange
    28. April 2014 00:51

    Der große Umschwung begann mit den Sanktionen gegen Österreich wie auch mit der politischen Kunstwährung Euro. Damals wurden falsche Weichen gestellt und viele verstanden nicht die Folgen.

    Was hilfts, wenn der Euro praktisch ist und die Abwertungs- und Aufwertungsprobleme weggefallen sind, wenn nun hohe steuerfinanzierte Transferzahlungen notwendig sind und werden. Wir sind auf dem Weg in die Transfer- und Schuldenunion und der liebe Österreicher hat es noch nicht mal geschnallt, weil er das ja nicht sieht. Geht uns ja gut. Aber die Unternehmer haben das bereits erkannt und überlegen sich den Abzug aus dem Euroraum, siehe Erste Bank, VOEST, ....
    „Aber wehe, wehe, wehe! / Wenn ich auf das Ende sehe!“.
    Der Nächste Streich wird weitgehende Vertiefung bringen. Nach der Bankenunion, wo noch die Gemeinsame Einlagensicherung fehlt, die vor der EU-Wahl nicht durchzuziehen war, wird im nächsten Schritt eine Fiskalunion, Wirtschaftsregierung durchgesetzt werden. Gefordert werden inzwischen auch eine Sozialunion und eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung. Gefragt werden wir so und so nicht mehr, nachdem der amerikanische Geheimdienst das Bundesverfassungsgericht bereits als schädlich ausgemacht hat, stehen unsere Chancen sehr schlecht.

    Warum eigentlich muss das TTIP geheim verhandelt werden? Transparenz schafft Vertrauen und Sicherheit.

    • Nestor 1937
      28. April 2014 09:58

      Die Frage nach den Geheimverhandlungen ist sehr berechtigt. Die Vermutung liegt nahe, daß wir an die Amerikaner und ihre industriellen Interessen verschaukelt werden !

  34. RR Prof. Reinhard Horner
    28. April 2014 00:37

    reinhard.horner@chello.at

    Wie leicht und auch mit krausen Vorwürfen die EU kritisiert werden kann,Nord hier in großer Deutlichkeit dargetan.

    • kritikos
      28. April 2014 01:13

      Ich nehme an, "Nord" soll richtig "wird" heißen. Und damit simme ich miT Ihrer Meinung gar nicht überein: Wieso krause Vorwürfe? Die EU entwickelt sicvh zusehends und ungehindert zu einem überheblichen Verwaltungsapparat, ja zur europaweiten Gesetzgebung (durch Vorschriften, die die Länder umzusetzen haben). Mein Eindruck ist, dass sich die "Abgeordneten" intensiv damit befassen, Sachgebiete zu entdecken, wo sie Neuerungen / Änderungen vorschlagen und womöglich zum Beschluss führen können. Verständlich: Sie werden ja sehr gut bezahlt, also tun sie etwas. Sinnvolles?





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