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Es ist Bürgerkrieg – und wo stehen wir?

Neuerliche Blutbäder in Ägypten: Die Vorgänge im größten arabischen Land können nur noch als Bürgerkrieg eingeordnet werden. Dieser ist aber im Grund eine weitere Etappe eines in zahllosen Ländern der islamischen Welt schon seit Jahrzehnten ablaufenden Bürgerkriegs mit vielen hunderttausenden, wenn nicht Millionen Todesopfern, der an immer neuen Schauplätzen aufflammt. Das ist schon wegen der Gefahr eines Übergreifens extrem beklemmend. Genauso beklemmend ist aber noch ein zweiter Aspekt: Der Westen taumelt hilflos und widersprüchlich herum. Er weiß nicht, welche Haltung und Reaktion richtig ist.

Der Westen, also Amerika und Europa, weiß nicht, auf welcher Seite er denn eigentlich steht: bei den Islamisten, bei den Gemäßigten, bei den Diktatoren, bei den Demokraten? Der Westen weiß nicht, warum er jeweils dort steht, wo er zu stehen scheint. Einmal da, einmal dort. So macht er sich alle zum Feind. Aber auch für eine echte Neutralität fehlt ihm die Kraft und Kohärenz.

In Kürze sei rekapituliert:

  1. In Algerien steht der Westen an der Seite der Militärs, die den Wahlerfolg der dortigen Islamisten mit aller Härte hinweggefegt haben.
  2. In Marokko steht der Westen an der Seite des Königs, der eine ähnliche Politik verfolgt.
  3. Im Iran stand man einst eisern und bis zuletzt an der Seite des autoritären Schahs und liegt bis heute mit dem (schiitisch-)islamistischen Regime im Clinch.
  4. Dem Iran droht man wegen der Entwicklung einer Atombombe sogar mit einem großen Krieg; beim viel chaotischeren und Terrorismus Richtung Afghanistan wie Indien exportierenden Pakistan nimmt der Westen die Beschaffung (und den heimlichen Export!) von Nuklearwaffen hingegen schulterzuckend hin.
  5. In Syrien steht der Westen, wenn auch nur dreiviertelherzig, jedoch an der Seite der teils islamistischen, teils demokratischen Revolutionäre, die gerade gegen Präsident Assad den Kürzeren zu ziehen scheinen.
  6. In Libyen hat der Westen sogar mit einer militärischen Intervention einen relativ laizistischen und auf seine alten Tage berechenbar gewordenen Diktator gestürzt, wo nun Islamisten viel mehr Spielraum haben.
  7. In Saudi-Arabien und Bahrain paktiert der Westen hingegen heftig mit den totalitären Herrschern, die jedes Aufmucken niederwalzen. In Saudi-Arabien wird sogar jedes kleine Anzeichen einer westlichen Lebensform wie das bloße Autofahren von Frauen, der Konsum von Alkohol oder der Besitz einer Bibel drakonisch verfolgt. Beim heftig bekämpften Assad war hingegen all das und noch viel mehr an Verwestlichung nie ein Problem.
  8. In Syrien haben die USA in aller Deutlichkeit angekündigt, beim Beweis des Einsatzes chemischer Waffen militärisch einzugreifen. Dann behauptete man, diesen Beweis zu haben – und seither ist überhaupt nichts mehr geschehen.
  9. In der Türkei steht der Westen wieder total an der Seite des Islamismus-verdächtigen Premierministers und ignoriert völlig die demokratisch-liberalen Demonstranten.
  10. In Tunesien und Ägypten waren die alten Machthaber, man könnte sie als nichttotalitäre Diktatoren bezeichnen, lange im Westen überaus wohlgelitten und wurden von Barack Obama durch einen Besuch geehrt; sie waren sogar bei der Sozialistischen Internationale. Nach den ersten Demonstrationen – genauer: Nach der ersten Medieneuphorie über die angebliche Twitter-Revolution – wurden diese Männer jedoch fallgelassen wie ein heißer Erdäpfel. Dann bejubelte man die Demokratie – und stand damit plötzlich an der Seite der Islamisten. Und man bekam kaum mit, wie diese begannen, die Demokratie von innen auszuhöhlen. Und jetzt, seit sich die Bevölkerungsmehrheit vom formal gewählten islamistischen Präsidenten abgewendet hat, seit das Militär mit aller Brutalität dessen Amtszeit beendet hat, weiß der Westen überhaupt nicht weiter. Man tadelt die Armee, sodass man dort alle Freunde verliert; man lässt die griechischen Kopten im Stich, die jetzt als die Allerschwächsten von den verfolgten Islamisten abgeschlachtet werden; und man kann aber niemals auch nur einen einzigen Freund bei den Islamisten gewinnen.

Damit sind nur einige Beispiele einer absolut chaotischen Politik des Westens gegenüber der arabischen Welt genannt. Die Tatsache, dass mit „Westen“ in vielen – nicht allen (siehe Libyen) – Fällen nur die Amerikaner gemeint sind, weil es meist gar keine europäische Politik gibt, lassen wir heute einmal beiseite.

Das Hauptübel der Malaise auf den Punkt gebracht: Weder die USA noch Europa haben klare Prinzipien für den Umgang mit solchen Ländern. Sie haben nie geklärt – weder nach innen noch nach außen –, ob die Unterstützung des formalen Prinzips „Demokratie“ die oberste Leitlinie darstellt, oder andere Interessen.

Was wäre da nun wirklich richtig? Nun, eine nüchterne politische Analyse müsste die westlichen Ambitionen und Illusionen (ob nun neokonservativ oder sozialistisch) dramatisch zurücknehmen und sich auf logische und durchsetzbare Leitlinien einigen:

1.    Am wichtigsten für die Haltung des Westens einem Drittweltstaat gegenüber sollte sein, ob sich das Land nach außen korrekt verhält, ob es Grenzen beachtet, niemanden bedroht, keinen Terrorismus unterstützt, keine Atombomben entwickelt. Dabei ist es egal, ob es sich um ein wirklich demokratisches System handelt – das es ohnedies fast nirgends in der islamischen Welt gibt – oder um ein autoritäres. Nur wenn nach außen Gefahr droht, ist auch die Außenwelt moralisch zum Eingreifen legitimiert.

2.    Wenn die außenpolitische Friedfertigkeit eines Landes gesichert ist, dann muss der Westen für die vielen zwischen Islamisten, Armeen, Diktatoren, Liberalen, Stämmen und ethnischen oder religiösen Minderheiten tobenden Bürgerkriege ein Prinzip aus früheren Epochen reaktivieren: das der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten. Denn der Westen ist ja ohnedies zu schwach, um Ordnung zu schaffen. Könnte er intervenieren, dann wären überdies auch bald alle gegen ihn. Zugleich ändern sich in solchen Ländern die Fronten dauernd. Jede Seite erzählt einem die abenteuerlichsten Schauergeschichten. Man weiß daher oft nicht, wer die wirklich Guten sind, und ob es überhaupt welche gibt.

3.    Menschenrechtsverletzungen sind eine schlimme Sache. Die Medien sollen sie auch kritisch aufzeigen, die Menschen in Europa und Amerika können und sollen kräftig dagegen protestieren. Aber die westlichen Regierungen sind kein Weltpolizist, der überall militärisch eingreifen könnte, wo Menschenrechte verletzt werden. Er hat nicht einmal eine völkerrechtliche Legitimation dazu. Daher ist zähneknirschende Neutralität oft schlauer und hilfreicher. Und wenn man menschenrechtlich aktiv werden will, dann sollte man einmal mit den dazu geschaffenen Gremien beginnen: Wieso sitzen Polizeistaaten aus Osteuropa noch immer unhinterfragt in Europarat und Menschenrechtsgerichtshof? Warum können üble Regierungen Mitglieder (und Quasi-Richter) des UN-Menschenrechtsrates werden – von dem sich sogar Musterstaaten wie selbst Deutschland demütig ohrfeigen lassen? Solange man nicht einmal auf rechtlicher Ebene für Sauberkeit sorgt, können Menschenrechte politische oder gar militärische Interventionen von außen schon gar nicht rechtfertigen.

4.   Vor allem Europa muss jedes Interesse haben, dass es zu keinen neuen Flüchtlingsströmen kommt. Es sollte daher zumindest sein ganzes ökonomisches Gewicht in die Wagschale werfen, solche zu verhindern. Denn sonst wären in Kürze in Europa mehr echte oder falsche Flüchtlinge als Europäer (was dank der Linken und der Caritas ohnedies bald der Fall sein wird).

5.    Erst dahinter stehen Wirtschaftsinteressen wie das – zum Glück an Bedeutung verlierende – Öl. Dabei darf man ohnedies annehmen, dass friedliche Länder ohnedies langfristig auch ganz seriöse Handelspartner sind.

6.    Und an allerletzte Stelle hat der missionarische Glaube zu rücken, man könne mit dem Geist unserer Demokratie alle Übel dieser Welt heilen. Das funktioniert meist nicht einmal theoretisch: Denn nicht alles, was sich demokratisch nennt, ist es auch. Denn in der Geschichte sind immer wieder Herrscher halbwegs demokratisch an die Macht gekommen, die dann undemokratisch die Macht nie wieder friedlich hergegeben haben. Denn manches lässt zweifeln, ob etwa die islamische Welt auf Grund ihrer kulturellen Prägung überhaupt zur Demokratie imstande ist (oder „reif“, wie manche formulieren). Denn in manchen Situationen mag die Demokratie überhaupt nicht das beste System für eine Nation sein.

Aber in Wahrheit ist das alles irrelevant. Denn in Wahrheit wird die Außen- und Interventions/Nichtinterventions-Politik des Westens von ganz anderen Faktoren als rationalen Regeln bestimmt:

  • Wie intensiv berichten die eigenen Medien über die jeweilige Krise und Region? Haben sie gerade, Zeit, Lust und Möglichkeit, das massenweise zu tun oder sind sie gleichzeitig in einer anderen Region gebunden (siehe beispielsweise 1956 der fatale Zusammenfall des Nahostkrieges mit der ungarischen Revolution)?
  • Welche Seite hat die bessere PR-Agentur engagiert, um Stimmung für ihre Sache zu machen (die christlichen Kirchen übrigens, die früher in Sachen PR ganz gut waren, haben heute ganz schlechte Public Relations – sonst würde viel mehr über die Hunderttausenden vor allem in der islamischen Welt getöteten Christen berichtet werden)?
  • Wer hat mehr ausländische Politiker bestochen (man schaue nur die seltsam hektische Aktivität einiger heimischen Politiker ausgerechnet in der kasachischen Causa Alijew an!)?
  • Welche wirtschaftlichen Interessen sind im Spiel?

Das sind die entscheidenden Punkte. Oder sieht irgendjemand andere Regeln wirksam für den Umgang Europas und der Obama-USA mit dem Chaos in Ägypten&Co?

 

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alle Kommentare

  1. Nash (kein Partner)

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  2. Katya (kein Partner)
  3. Fardoussa (kein Partner)

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  4. Manuela (kein Partner)

    How could any of this be better stated? It cotund'l.



  5. Dr. Dieter Zakel MA

    Zum Syrien-Konflikt:

    Der Iran unterstützt Syrien.
    Die Golf Staaten bekämpfen Syrien.
    Syrien ist gegen die Muslimbrüderschaft.
    Die Muslimbrüderschaft und die USA sind gegen die ägyptische Militärregierung.
    Die Golfstaaten unterstützen die ägyptische Militärregierung. Also sind sie gegen die Muslimbrüderschaft.
    Der Iran unterstützt die Hamas. Aber die Hamas unterstützt die Muslimbrüderschaft.
    Die USA unterstützen die Muslimbrüderschaft obwohl die Hamas die USA bekämpfen.
    Die Golfstaaten werden von den USA unterstützt. Aber die Türkei ist mit den Golfstaaten gegen Syrien.
    Obwohl die Türkei auch die Muslimbrüderschaft unterstützt und gegen die ägyptische Militärregierung ist.
    Und die ägyptische Militärregierung wird wiederum von den Golfstaaten unterstützt.

    Willkommen im Nahen Osten! :D



  6. Alex123 (kein Partner)

    Erst mal innenpolitisch ne klare Linie fahren und die kann nur heißen:
    Europaweites ISLAMVERBOT!
    Da das nicht passiert sollte den Bürgern klar sein, dass es nicht mehr so weit her ist mit unserer Demokratie und Freiheit, denn der Koran ist schlimmer als "Mein Kampf".



  7. muhnbuht (kein Partner)

    "man lässt die griechischen Kopten im Stich"

    Was zum Teufel sollen "griechische Kopten" sein? Kopten sind Ägypter, und zwar autochthone Ägypter, nicht wie die eingewanderten Araber, die mittlerweile die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung stellen.



  8. Bernd Schulze (kein Partner)

    Super geschrieben. Sehr gut, Herr Unterberger! Genau so ist es!

    (bin über die Verlinkung durch Kewil auf Ihren Beitrag gelangt...)



  9. Dr. Knölge (kein Partner)

    Wer sich mit dem Islam einläßt, wird sich immer darin verstricken. Das ist gewissermaßen Allahs Gesetz.
    Mein Vorschlag: Der Westen möge sich aus allem heraushalten, was auch nur im Entferntesten mit dieser Politreligion zu tun hat, sie dafür aber in den eigenen Ländern so konsequent wie möglich bekämpfen. Gerade in Deutschland haben wir ja viel Erfahrung im Kampf gegen "Rechts" gesammelt. Der Islam ist nicht weniger gefährlich.



  10. Gasthörer (kein Partner)

    Da bin ich aber froh, dass wir in der EU sind, denn wie man in diesem Interview nachlesen kann, spenden wir den liebenswerten Ägyptern (also genau genommen die EU) 5 Milliarden. Die USA ist mit 1,3 Millarden ja geradezu geizig. Jedoch sind die Amerikanischen Transfers an Ägypten in aller Munde, die von der EU interessiert ja leider keine Sxx....

    "Das heißt ein Stopp der Hilfe?

    Das ist meine Forderung: Die fünf Milliarden Euro müssen zurückgehalten werden, bis der Prozess wieder in Richtung Demokratie geht."

    http://kurier.at/politik/ausland/spindelegger-fordert-eu-hilfe-fuer-aegypten-stoppen/23.113.361



    • F.V. (kein Partner)

      Gasthörer,

      das ist eine unerfüllbare Bedingung: es gibt doch keine Demokratie.

      Aber die von Ihnen aufgezeigten Größenordnungen der Hilfe sind bezeichnend: die Europäer als tributpflichtige Vasallen haben das halt zu berappen. Die USA übernehmen dafür das Kommando, was zu geschehen hat.

      Daß das ägyptische Militär in den USA ausgebildet wird du auch von dort die Waffen bezieht, das wissen Sie aber?

  11. ViennaCodePoet (kein Partner)

    Keep Cool

    Islamismus scheitert - und er wird glorios scheitern - aber nicht unblutig

    let them bleed - auf den evolutionären Prozess ist Verlass



    • Pumuckl

      @ ViennaCodePoet (k.P.)

      " aber nicht unblutig "

      Vermutlich wird es Blut von Christen und Muslimen sein !

      " Islamismus . . . wird glorios scheitern - . . . "

      Könnte dabei auch DIESES Christentum scheitern ?

      DIESES Christentum, in dem der Oberhirte vorrangig um islamistische VOTIVKIRCHEN-BRUNZER besorgt ist, welche später als KRIMINELLE SCHLEPPER ÜBERFÜHRT WERDEN.

      Graf Hugo Damian Schönborn, der Vater des Kardinals war ja Freimaurer.
      Könnte etwa der Kardinal ebenfalls jenem Gehorsam, der ja jedem dieser
      Logenbrüder geboten ist, verpflichtet sein?

      Wo bleiben empörte Äußerungen des Kardinals, wenn es um hingemetzelte und bedrängte Christen in Ägypten, Syrien und sonst wo in der Welt geht?

    • Maximilian (kein Partner)

      Die Dialektik zwischen Links und Rechts ist ein beliebtes Steuerungsmittel der Elite.

      Wandel wird oftmals so erzielt, indem man einen vermeintlich konservativen Strohmann einsetzt, der konservativ predigt aber in Wahrheit radikale Änderung in die andere erwünschte Richtung vorantreibt.

      Schönborn ist so jemand.

      Laut dem Autor Joseph Farrell war auch der letzte Papst Benedict XIV ein solcher, der federführend zu jenen radikalen süddeutschen und österreichischen Bischöfen gehörte, die das Vatikanum II, das die Abkehr von der Tridentinische Messe brachte, kaperten und in die von ihnen gewünschte Richtung leiteten.

      Danach warf sich Ratzinger das konservative Mäntelchen über.

      Unter ihm forderte der Vatikan im Oktober 2011 ' “a supranational authority” with worldwide scope and “universal jurisdiction” to guide economic policies and decisions', geleitet von den Vereinten Nationen.

      http://www.theamericanconservative.com/dreher/vatican-calls-for-one-world-government-really/

      http://gizadeathstar.com/2013/02/flash-some-thoughts-concering-the-resignation-of-ratzinger/

  12. monofavoriten (kein Partner)

    ja, ich hab eine parat:

    befassen sie sich vielleicht doch einmal mit den gängigen illuminati-verschwörungstheorien. seit ich das tue (anfänglich sehr widerwillig), sehe ich klar und mir ist wurscht, was leute darüber denken. man muss nur die punkte verbinden und schnell wird aus einer theorie eine tatsache.
    der glaube, die politiker, sowohl in usa als auch in europa, wären so blöd, wie sie sich darstellen, ist reichlich naiv (österreichische politiker ausgenommen).



  13. omi (kein Partner)

    Medienschweigen zu „Attentat“ auf Orban und Rauswurf des Weltwährungsfonds

    http://www.katholisches.info/2013/08/13/ungarn-beruft-sich-auf-christliche-wurzeln-und-souveraenitaet-medienschweigen-zu-attentat-auf-orban-und-rauswurf-des-weltwaehrungsfonds/

    von Giuseppe Nardi

    Europa, das die höchste Zivilisationsstufe seiner Geschichte erreicht hat, marschiert zielstrebig auf das „große Glück“ zu. So zumindest klingt es aus dem Mund der EU-Vorderen.

    „Wie alle wissen, besteht dieses Glück aus der Verehrung des Euro, der Homo-Ehe und dem Schweigen der Christen“, so Paolo Deotto in der Zeitschrift Riscossa Cristiana.

    In diesem Europa scheint die offizielle Information ebenso selektiv wie die Moral. Bekanntlich lautet eine Weisheit, daß vor dem Gesetz alle gleich sind, aber einige eben gleicher.

    Ob Hinterbänkler im Parlament oder Minister, die Nachrichten, mit denen die Bürger in den Massenmedien „beglückt“ werden, sind oft angefüllt mit belanglosen Wortmeldungen, auf denen zuweilen ebenso hitzige wie irrelevante Diskussionen folgen. Tagelang wird dann darüber berichtet. Wenn aber eine europäische Nation es schafft, sich vom Würgegriff des Weltwährungsfonds zu befreien, spricht niemand darüber. Da kann es sogar passieren, daß der Ministerpräsident eben dieses Landes in einen so seltsamen „Verkehrsunfall“ verwickelt wird, der mehr einem Attentat ähnelt, und es redet noch immer niemand darüber. Dabei könnte man meinen, daß eine solche Finanzsensation und ein „Attentat“ interessanter und vor allem wichtiger sind, als das tausendundeinte Scheingefecht unter Politikern.
    Die selektiven Geheimnis der Informationspflicht

    Ungarn ist es vor kurzem gelungen, sich der keineswegs altruistischen Fürsorge des Weltwährungsfonds zu entledigen. Dessen Vertreter wurden aufgefordert, die Koffer zu packen und Budapest zu verlassen. Ungarn wird mit Jahresende ,früher als vorgesehen, den von der sozialistischen Vorgängerregierung aufgenommenen 20-Milliarden-Kredit zurückzahlen. Das Land an Donau und Theiß hat an seiner Landeswährung festgehalten und ist nicht der Euro-Zone beigetreten. Die Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orban ist entschlossen, im „eigenen Haus“ die Wirtschafts-, Finanz- und Währungspolitik zu bestimmen und sich nicht durch internationale, undurchsichtige Gremien diktieren zu lassen, deren Interessen ganz woanders liegen.

    Diese Linie scheint nicht so schlecht zu funktionieren, wenn sie es möglich macht, Großkredite wie den des Weltwährungsfonds sogar vor der Zeit zurückzuzahlen. Wirtschafts- und Währungssouveränität sind natürlich bei den Mächtigen, die Europa kontrollieren und die Wirtschafts- und Steuerpolitik der EU-Mitgliedsstaaten bestimmen, keineswegs erwünscht.

    Nicht von ungefähr steht Ungarn seit einiger Zeit unter medialem Dauerbeschuß „der europäischen Regimemedien“ (Paolo Deotto). Ungarn wird in einem verzerrten Licht und die demokratische Regierung als ein Haufen wildgewordener und gefährlicher Dämonen dargestellt, von denen die Demokratie des Landes bedroht und die Opposition mundtot gemacht werde. Zumindest so oder ähnlich klingt der recht einhellige Chor. Auch in den deutschen Medien wurde bereits eifrig von einem angeblichen Massenexodus der intellektuellen Elite berichtet, die geradezu fluchtartig, vom „autoritären Regiment der Regierung verschreckt“, Ungarn verlasse.

    Dennoch müssen selbst die medialen Sängerknaben, gelegentlich wenn auch zähneknirschend eingestehen, daß Ungarn ein unerwartetes Wachstum erlebt.
    Ungarns „Verbrechen“ gegen die „heiligen Kühe“ der EU-Mächtigen

    Der amtierende ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat einige schwerste Verbrechen gegen die „heiligen Kühe“ der EU begangen. Er hat die Zentralbank des Landes wieder unter die Kontrolle des ungarischen Staates gebracht. Er forderte die Vertreter des Weltwährungsfonds auf, Ungarn zu verlassen. Er ließ vom ungarischen Parlament eine neue Verfassung verabschieden, die sich auf die christlichen Wurzeln der ungarischen Nation beruft. Das ist für die wirklich Mächtigen in Brüssel und Straßburg, deren Aushängeschilder heute Gestalten wie Daniel Cohn-Bendit sind, ein einziger Horror.

    Sie reagieren seit Anfang 2012 mit einer internationalen Medienkampagne, die das Ziel hat, Ungarn in der öffentlichen Meinung zu verteufeln. Ziel des Medienangriffs ist vor allem Ministerpräsident Orban. Liest man manchen Medienbericht könnte man meinen, Orban habe sich gewaltsam an die Macht geputscht. In Wirklichkeit wurde er bei demokratischen Wahlen von der Mehrheit seines Volkes in das Amt gewählt. Ebenso kam die neue Verfassung unter Einhaltung aller verfassungsgemäßen Verfahrensregeln durch ein reguläres Votum des Parlaments zustande.
    Attentat oder Unfall? – Parallelen zu Alexander Dubcek und Lech Kaczynski

    Doch ein Land, das sich in einer neuen Verfassung auf seine christlichen Wurzeln beruft, aber kein Wort zu „Homo-Rechten“ sagt, mußte von den machthörigen Medien zwischen Wien und Paris, Kopenhagen und Rom mit Empörung überschüttet werden.

    Dieselbe Presse, die seit mehr als 18 Monaten einen medialen Feldzug gegen Ungarn führt, wußte aber kaum etwas über die bemerkenswerte Entschuldung Ungarns vom Weltwährungsfonds und dem damit verbundenen Rauswurf der internationalen Organisation zu berichten. Ebensowenig über den seltsamen „Autounfall“, in den Ende Juli Ministerpräsident Orban verwickelt wurde. Orban befand sich gerade auf Besuch in Rumänien, als ein Fahrzeug in seinen Autokonvoi raste. Der Fahrer des Autos ist tot und kann daher keine Auskunft mehr über sein eigenartiges Fahrmanöver geben. Der Vorfall scheint aber recht offensichtlich. So offensichtlich wie andere „seltsame“ Unfälle: zum Beispiel der Tod Alexander Dubceks (1992) oder des polnischen Staatspräsidenten Lech Kaczynski (2010).

    Ein Attentat läßt sich nicht beweisen. Es gibt keine Ermittlungen. Die gäbe es, wenn der Vorfall in Ungarn passiert wäre. Auffällig ist jedenfalls das fast völlige Verschweigen des Vorfalls durch die Massenmedien.

    Gegen das mediale Sperrfeuer sei den Lesern empfohlen, die Präambel der neuen ungarischen Verfassung zu lesen, um sich selbst ein Bild zu machen. Als die neue Verfassung verabschiedet wurde, schrieb der spanische Kirchenhistoriker Francisco de la Cigoña:

    „Heute wäre ich gerne Ungar.“



    • omi (kein Partner)

      Schauen wir einige Artikel der neuen Verfassung etwas näher an…
      zunächst die
      PRÄAMBEL in einigen prägnanten Auszügen:
      -
      „Gott segne die Ungarn.
      [so beginnt auch die ungarische Nationalhymne]
      Wir sind stolz, dass unser König, der Heilige Stephan, vor 1000 Jahren den ungarischen Staat auf festem Fundament geschaffen und unser Land zum Teil des christlichen Europas gemacht hat !
      Wir sind stolz auf unsere Vorfahren die für die Aufrechterhaltung, Freiheit und Unabhängigkeit unseres Landes kämpften.
      Wir sind stolz auf die herausragenden geistigen Leistungen der ungarischen Menschen.
      Wir sind stolz darauf, dass unser Volk Europa jahrhundertelang in Kämpfen verteidigte, und seine gemeinsamen Werte durch seine Begabung und Fleiß mehrte
      [….]
      Wir anerkennen die die Nation erhaltende Kraft des Christentums.
      Wir achten die verschiedenen religiösen Traditionen unseres Landes.
      Wir schwören, dass wir die geistige und seelische Einheit unserer in den Stürmen des vergangenen Jahrhunderts in Teile zerrissenen Nation bewahren werden.
      [….]
      Wir achten die Freiheit und Kultur der anderen Völker und streben eine Zusammenarbeit mit allen Nationen der Welt an.
      [….]
      Wir bekennen uns dazu, dass die wichtigsten Rahmenbedingungen unseres Zusammenlebens die Familie und die Nation sind, die Grundwerte unserer Zusammengehörigkeit sind Treue, Glaube und Liebe


      Schauen wir etwas detaillierter den
      Artikel K über
      den SHCHUTZ DER EHE zwischen MANN und FRAU sowie den SCHUTZ DER FAMILIE
      an:
      -
      „Ungarn schützt die Institution der Ehe als eine Lebensgemeinschaft zwischen einem MANN und einer FRAU, die durch freiwillige Entscheidung zustande gekommen ist, sowie die Familie als Grundlage des Fortbestehens der Nation.
      Ungarn fördert die Entscheidung zum Kind“
      -
      und Auszüge aus den
      Artikeln II und III betreffend dem
      SCHUTZ DES UNGEBORENEN LEBENS!
      Artikel II und III:
      -
      „Dem Leben des Fötus gebührt ab seiner Empfängnis Schutz
      [….]
      (Verbot)….
      „einer auf menschliche Rassenveredelung abzielenden Praxis, der Verwendung des menschlichen Körpers oder von Körperteilen zur Erzielung von Gewinn, sowie das Klonen von Menschen“
      -

      Die EU Abtreibungs- und Homo-Lobby hat bereits wie gesehen mit dem Mobbing von Ungarn begonnen.
      Doch der ungarische Parlamentspräsident Kövér gibt die richtige Antwort auf die Frage nach einem „möglichen Kompromiss“ mit den Kritikern der Regierungskoalition:
      -
      „Es ist unwahrscheinlich, dass wir einen Kompromiss mit Vertretern eines Weltbildes schließen, die sogar eine gleichgeschlechtliche Ehe für vorstellbar halten.“
      -

    • Francois Villon (kein Partner)

      Omi,

      besten Dank für diesen Beitrag. Ungarn und sein MP Victor Orban sind heute positive Beispiele für den Widerstand gegen die Protagonisten der One World.

      Dies bekannt zu machen ist viel wichtiger als das substanzlose Gelabere von Unterberger. Die wahren Informationen über die berichtenswerten Weltereignisse kommen, wie es scheint, von den "nicht Partnern" des UTB. Unterberger beschränkt sich auf "Vermeidungs-Diskurse".

      Ihr Hinweis auf den Artikel K der Ungarischen Verfassung wäre es wert auch bei einem Gastkommentar wiederholt zu werden. Hier wird zwar das Problem der Scheidungskinder thematisiert, aber nicht an den eigentlichen Ursachen gerüttelt.

      Ihr Beitrag war sehr wichtig, denn wie sonst erführe man, daß Ungarn den IWF hinausgeschmissen hat? Freilich lebt damit Orban noch gefährlicher als so schon.

      Dazu paßt auch das YouTube-Video über die "Economic Hitmen" - die Wirtschaftskiller - recht gut. Ca. 7 min. Es beschreibt das Vorgehen der internationalen Finanzmafia hier sehr schön.

  14. F.V. (kein Partner)

    Leider keine internet-Adresse.

    Die gesponserte Muslim-Bruderschaft als Unruhe-Bazillus

    Wer sponserte in den 60er Jahren die Apo und später bis in die frühen 70er Jahre hinein die Berufs-68er ?

    "Revolutionen" im Nahen und Mittleren Osten –

    Immer mit dabei: die mit Terror gesalbten USA

    Mowitz

    Blog: Gegenmeinung, 16.08.2013 – Im Tohuwabohu der mörderischen Macht- und Mächtepolitik im Nahen und Mittleren Osten durchzublicken, ist für den Normalsterb-lichen in unseren Breitengraden fast ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn viele, auch im Netz, gern so tun, als hätten sie die Situation sozusagen "fest im Griff", kann man diese Form der Überheblichkeit und Selbstüberschätzung, schnell, ungelesen und ungesehen in die Mülltonne kloppen.

    Nur eins ist sicher: die Vereinigten Staaten von Nordamerika, imperiale Weltmacht und militärischer Beschützer des internationalen Groß- und Finanzkapitals, für dessen Interessen sie bedingungslos einzutreten haben, haben nicht nur ihre Finger mit im Spiel, sondern ganze Militär- und Geheimdienstarmeen im Einsatz. Und was schon Kurt Tucholsky wusste, gilt auch heute noch: "Der moderne Krieg hat wirt-schaftliche Ursachen" und wird mit unvorstellbaren Grausamkeiten und Gräuel-taten geführt.(1)

    "Die Möglichkeit, ihn vorzubereiten und auf ein Signal Ackergräben mit Schlachtopfern zu füllen, ist nur gegeben, wenn diese Tätigkeit des Mordens vorher durch beharrliche Bearbeitung der Massen als etwas Sittliches hingestellt wird."

    Diese Untaten, so schrecklich sie sind, erklären nicht die Hintergründe der in westli-chen Manipulationsmedien als "arabischer Frühling" und "Diktatorendämmerung" schöngeschwurbelten Massaker. Krieg wird per Definition mit Massaker als Einsatz geführt. Durch Aufzählung und Einsammlung von Massakerberichten, oder Massaker-Videos, werden Kriege nicht erklärt. Ganz im Gegenteil. Sie wirken schnell kontra-produktiv. Videos sind mit Leichtigkeit manipulierbar und hat man eins von diesen Massaker-Videos gesehen, hat man alle gesehen. Viel wichtiger wäre es für uns, die Frage zu beantworten, ob wir, die Bevölkerung der westlichen Welt, willens sind, für den Erhalt unseres Überflusslebensstils, die Welt endgültig zugrunde zu richten. Dazu brauchen wir nicht einmal mehr Kriege. Fukushima ist nur der letzte "friedliche" Hin-weis, dass wir es auch ohne Kriege schaffen, uns selbst überflüssig zu machen.

    Bereits 2006 veröffentlichte die US-amerikanische Militärzeitschrift Armed Forces Journal (AFJ), Pläne, wie das Kapital-Imperium es angehen will wenn es ganze Staa-tenverbände auflöst, und neue nach eigenen Vorstellungen der ethnischen und weltanschaulichen Zugehörigkeiten entstehen lässt.

    Das wichtigste Ziel mit der "Neugliederung" wird die Verfügungsgewalt über die ge-sammelten Energieressourcen im Nahen und Mittleren Osten sein. Da muss man nicht lange raten wer sich die Kontrolle über das gesamte Erdöl aneignen will und wer die Macht hat, die Welt dabei in den finalen Abgrund zu stürzen. Die Vasallen des Nordatlantikpaktes stehen schon Gewehr bei Fuß und warten auf ihren Einsatzbefehl. Frankreich machte es bei der Generalprobe in Libyen vor.

    Deutschland, mit Merkel, wird diesmal keinen "Sonderweg" gehen, sondern sich militärisch-preußisch korrekt verhalten um bei der Beuteverteilung nicht mit leeren Händen(2) dazustehen.

    So ganz nebenbei fällt auf, dass sich das Imperium des Kapitalismus, keinen Kopf über das bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit für Israel eingeforderte "Existenzrecht" zu machen scheint. Die von der "Neugestaltung" betroffenen Staaten dürfen wohl gar nicht erst ihr eigenes Existenzrecht zur Sprache bringen. Man wird ihnen die Wahl geben: "Friss Vogel oder stirb". Nur Israel wird in seiner auserwählten Einzigartigkeit, zum einzigen Staat auf dem Globus befördert, dem ein Etikett mit der Bezeichnung "Existenzrecht" um den Hals gehängt wird. Desweiteren wird Israel auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Inthronisierung neuer arabischer Diktaturen und dem Erhalt der älteren Diktaturen spielen. (Anm. Nicht nur dort!) Der Schein von "selbständigen" Staaten muss gewahrt bleiben. Ein Mangel an willigen Volksverrätern gibt es im Nahen und Mittleren Osten so wenig, wie irgendwo sonst auf der Welt.

    (1) Nicht nur. Die wirtschaftliche Seite ist nur das Instrument für ein ganz anderes Ziel – Weltherrschaft (wo-bei die USA als Monster-Satellit nur die Kaserne für eine übernationale Hintergrundmacht sind.

    (2) Herr Mowitz, da hängen Sie Illusionen nach. Wir stehen wohl stramm, haben mitzumachen, bekommen dafür aber nichts von der Beute. Wir sind ein geprügeltes Volk und das hat auch nicht mit dem GröFaZ zu tun.

    Der französische Politologe Dr. Pierre Hillard in einem Interview mit German-Foreign-Policy vom 8.09.2006 auf die Frage: Welche Staaten sind betroffen ?

    Hillard: Sämtliche Staaten des "Großen Mittleren Ostens". Die Landkarte der US-amerikanischen Militärzeitschrift AFJ (Armed Forces Journal) gibt nur einen Ausschnitt preis. Man muss wissen, dass auch die Staaten Nordafrikas zu Objekten der Zerschlagung gemacht werden. Beispiel Algerien: Seit 2002 unterhalten die Kabylen Algeriens enge Beziehungen zu spanischen Behörden, genauer gesagt zur Generalität in Katalonien. Diese spanische Region betreibt einen offenen Ethno-Regionalismus und scheint ihn auch exportieren zu wollen. Katalonien saugt sich voll mit europäischen Dokumenten, die in Wahrheit deutsch-europäische Dokumente sind, um mit ethnizistischen Begründungen von Madrid loszukommen. Das interessiert auch die Kabylen in Algerien und alle anderen, die bestehende Staaten in Nordafrika aufbrechen wollen – ein Prozess, der sämtliche Mittelmeeranlieger betrifft.

    gfp.com: Welche Ziele verfolgt die Veröffentlichung der Ethno-Karten ?

    Hillard: Die Veröffentlichung dieser Karten sowie des AFJ-Artikels von Ralph Peters darf man nicht isoliert betrachten. Die Publikation in einer amerikanischen Militärzeitschrift begleitet die seit Jahren ventilierten Konzepte, ein Gebiet namens "Greater Middle East" zu schaffen. Es sind Vorschläge, sozusagen ein Prototyp der beabsichtigten Umstürze und insofern für Modifikationen offen. Man will auch die Reaktionen testen, vorrangig die Reaktionen unter den Muslimen. Das Geschickte an einer solchen Veröffentlichung ist, dass sie Debatten bei den Betroffenen auslöst. Man wird Befürworter und Gegner dieser Konzepte erkennen können, es wird zu Brüchen und Widersprüchen in den islamischen Staaten kommen. Also wird es auch Möglichkeiten geben, auf die eine oder andere ethnische oder politische Gruppe Druck auszuüben, eine dritte zu bevorzugen usw. Allein die Debatte um das Für und Wider ethno-regionalistischer Prinzipien (und Grenzziehungen) befördert die westlichen Interessen – eine sehr perverse Methode. gfp

    Die Vereinigten Staaten haben sich durch die vorzeitige Veröffentlichung der Doku-mente nicht davon abhalten lassen, ihre Pläne für die ethnizistischen Umsturzversuche im Nahen und Mittleren Osten durchzuziehen und widerspenstige Staaten im Zweifelsfall zu eliminieren. Das ist gut bei den "Regime change"-Kriegen gegen Irak, Libyen und Syrien zu beobachten. Auch der Iran steht auf der Liste der Zerschlagung von Staaten. Es ist nur sein legitimes Recht sich dagegen zur Wehr zu setzen. Weitere Staaten werden folgen. Bei einer gleichgeschalteten Presse, die sich nur dem großen Geld, nicht der Wahrheit und der Kontrolle der Mächtigen verpflichtet fühlt, muss man heimische Proteste einer abgedankten Friedensbewegung nicht länger fürchten.

    (Die Karten kann ich hier leider nicht einfügen. Wer sie möchte kann sie von mir per Mail bekommen.)

    Naher und Mittlerer Osten vor der US-amerikanischen Neuordnung

    Naher und Mittlerer Osten nach der US-amerikanischen Neuordnung



  15. cmh (kein Partner)

    "Menschenrechtsverletzungen sind eine schlimme Sache."

    Gerade an diesem Satz spießt es sich. Nur die Westler sind so doof zu meinen, der Begriff der "Menschenrechte" würde überall in der Welt verstanden, wäre also gängige und zum Nennwert anzunehmende Münze weltweit.

    Tatsächlich hat doch dieser Begriff nur vor einem abendländisch-christlichen Hintergrund einen Sinn. Von einem Araber oder Chinesen ausgesprochen meint er doch nur das Recht eben dieses Arabers oder Chinesen, nach seinem Beleiben zu schalten und zu walten.

    Das ist einfach faktisch so und weder gut oder schlecht. Nur in die Rechnung miteinzubeziehen.

    Jedoch zu glauben, Araber oder auch nur die Türken würden damit ähnliches wie wir verbinden ist abendländische Dummheit zum Quadrat. (Bei den Arabern kommt dazu noch die lange Tradition von 1000 und einer Nacht.)

    Diese abendländische Dummheit wird jedoch noch weiter potenziert, durch die Meinung, "Menschenrechte" wären etwas für dessen Einhaltung zumeist der Staat, immer jedoch jemand anderer zuständig.



    • Zraxl (kein Partner)

      Der Begriff der sogenannten "Menschenrechte" ist längst zu einem Machtinstrument verkommen. Der leidende Mensch ist vollkommen egal (in ost und west), es geht um Machtstrukturen, die es zu erhalten gilt. Bei den "Menschenrechtsverletzungen" ist also zunächst einmal sehr kritisch zu hinterfragen, was da eigentlich gemacht worden ist. Auch der Begriff des "Westens" ist längst obsolet geworden und eignet sich gerade noch als Feindbild für jene, die sich selbst nicht als Angehörige dieses "Westens" sehen.

      "Der Westen" hat seine geistige Grundlage verloren. Es gibt ja nicht einmal mehr einen Konsens darüber, worin diese Grunlage denn bestanden haben soll. Das ist das Wesen der Dekadenz und des Zerfalls.

    • Observer

      cmh (kein Partner):
      sehr richtig, wer jemals in China oder arabischen Ländern gewesen ist und dort Leute beobachtet bzw. mit ihnen gesprochen hat, der wird feststellen, dass es da Welten zwischen deren und unseren Denkweisen gibt.
      So hat z.B. auch die "Nächstenliebe" (nun leider von der FPÖ-Wahlwerbung vereinnahmt) eine völlig andere Bedeutung und bei der blumenreichen Sprache muss man sehr nachdenken, um zu erkennen, was wirklich gemeint ist. Ein JA ist nicht immer auch ein Einverständnis, sondern nur eine höfliche Formulierung dem Paratner gegenüber. Westliche Geschäftsleute können darüber Bücher schreiben, welche Klippen jeweils überwunden werden müssen, um einen Auftrag entgültig zu fixieren.
      Auch mit der Zeit wird es da nicht so genau genommen. Ein Beispiel dazu: ein mir bekannter Uni-Professor organisierte für seine Studenten eine Autobusfahrt von Nairobi ans Meer, Treffpunkt 8 Uhr morgens. Um diese Zeit war aber nur er zusammen mit den Chauffeur anwesend und die letzten Studenten kamen erst um 10 Uhr zum Treffpunkt.
      Oder: in der arabischen Sprache gibt es für morgen, in einer Woche, Monat usw. nur einen Begriff: bukra

    • cmh (kein Partner)

      @Zraxl

      Der Westen ist das Haus, in dem WIR wohnen. Es bleibt ein Haus, auch wenn man bei so vielen den Eindruck, wenn nicht sogar die Gewissheit hat, dass sie nicht mehr wissen, was denn der Unterschied zwischen der Tür und dem Fenster ist und die glauben, sie könnten ihre Notdurft in allen Zimmern verrichten.

      Es stimmt, dass viele im Westen ihre geistige Grundlage verloren haben, eben weil diese so unhinterfragt allen Werten und allen Systemen des Wohlstandes die Basis bietet.

      Es ist klar, was ich unter der geistigen Grundlage verstehe, nämlich das Christentum. Diese bietet auch einen Begriff zur Lösung unserer derzeitigen Probleme: die Metanoia.

    • Zraxl (kein Partner)

      @ cmh
      "Der Westen ist das Haus, in dem WIR wohnen." Gerade darin besteht die besondere Tragik. Das Christentum wäre wohl ein sehr solides Fundament, doch gibt es sehr massive Interessen, dieses auszureißen.

      Die gesellschaftlichen Tabus schießen wie Schwammerl aus dem Boden. Wer dem Zeitgeist unangenehme Wahrheiten ausspricht verfällt der Acht oder wird vom Strafrichter abgeurteilt. Inzwischen wird massiv daran gearbeitet, die Gesetze so zu gestalten, dass das Christentum ins Kriminal gerät. Es geht längst nicht mehr um ein paar verirrte Schafe, die am Jahrmarkt der wohlfeilen Modeströmungen die Orientierung verloren haben. Die Zerstörungswut hat System.

    • Francois Villon (kein Partner)

      Auch wenn es den Anschein hat, daß cmh auch – wie´s blinde Huhn – mal ein Körndl findet, so verdirbt er die Sache gleich wieder.

      Wie Zraxl ja richtig feststellte sind „Menschenrechte“ im Politsprech – insbesondere der USA – ein übles Kriegsmittel. Hier liegt also das Problem mit diesem Begriff. Konfizius drückte das schon vor 2000 Jahren klar aus: Wenn man keine gemeinsamen Begriffe hat, ist es müßig miteinander Pläne zu machen.

      Da also die Menschenrechte bestenfalls im christlichen Abendland die hier unterstellte Bedeutung haben, nicht aber bei den Cowboys oder den „Eliten“ der „Ostküste“ ist das weniger ein Verständnisproblem der Art, wie es cmh unterstellte, daß nämlich Araber/Mohammedaner oder Chinesen das von Observer bestätigte hätten (was durchaus zutreffen wird), sondern es liegt am politischen Gebrauch durch den Hegemon gegenüber a l l e n auf der Welt. Und die haben das – die Doppelbödigkeit - natürlich auch bemerkt.

      Da cmh richtigerweise die christlichen Grundlagen und eine Rückbesinnung auf sie als Ausweg aus der Krise hält, ist das Problem eigentlich damit bestimmt. Es ist nicht die von cmh diagnostizierte abendländische Dummheit einer falschen Erwartungshaltung bei den „anderen“, auch nicht die Meinung, daß – egal welche – Rechte vom Staat zu gewährleisten sind (von wem sonst?), sondern der vielfach festgestellte Abfall des Abendlandes vom Christentum und damit von seinen Wurzeln.

      Er hat recht, daß die „Menschenrechte“ ein Problem sind, aber eben aus anderen Gründen, er hat auch recht bezüglich der implizit angesprochenen renovatio spiritualis, aber die jeweils daraus gezogenen Schlüsse haben mit deren wahrer Bedeutung wenig bis nichts zu tun.

      Was cmh mit seiner Notdurft-Philosophie sagen wollte, verstehe wer wolle. Wenn er damit meinte, daß konstruktive Kritik „Nestbeschmutzung sei, so irrte er freilich, denn nichts ist verderblicher als sich selbst zu belügen und das, was sich an Negativen bei „uns“ angesammelt hat, nur unter den Teppich zu kehren. – Das wäre bloß dumm.

  16. Torres (kein Partner)

    Wenn Unterberger mit "Westen" hauptsächlich die USA meint, ist die Position ja in allen Fällen klar: Es geht einzig und allein darum, ob das jeweilige Regime den Interessen der USA nützt; ganz egal, ob es eine Demokratie ist, ein islamistischer Gottesstaat oder eine blutige Diktatur. Die USA haben es ja so quasi-offiziell sogar einmal gesagt: "Ja, er ist ein Schurke, aber er ist unser Schurke". Das war und ist (unter Obama noch viel mehr als vorher) der Grundsatz und die einzige Leitlinie der USA.
    Was und wen Unterberger übrigens mit "Polizeistaaten aus Osteuropa" meint, ist mir nicht ganz klar.



  17. Francois Villon (kein Partner)

    Ich glaube mich zu erinnern, daß ich, als Dr. Unterberger zu den Ereignissen in Ägypten seine, wie mir schien, positive Meinung kundtat, ich dem nicht folgen konnte und äußerte, daß alle Ereignisse des sogenannten „Arabischen Frühlings“ von außen gesteuerte Revolten waren. Ihr Zweck: „regime change“ um hörige Machthaberer zu installieren, die die – vor allem amerikanischen – Raubzüge „legal“ begünstigen sollten.

    Und zum jüngsten Umsturz, der selbstverständlich mit den USA akkordiert und von den USA abgesegnet war, daß dies faktisch im Bürgerkrieg enden müsse.

    Nun scheint Unterberger die Lage etwas differenzierter zu analysieren. Freilich nur scheinbar.

    Wenn er halbherzig einräumt, daß „der Westen“ in Wahrheit die imperialistische USA ist (wovon er „hier einmal absehen“ wollte), so ignoriert er die Tatsache, daß Europa (die „EU“) als tributpflichtiger Vasall der USA gar nichts zu sagen hat. Die Klage über die nicht existente „europäische“ Außenpolitik wäre ja nur dann berechtigt, wenn es diese Option gäbe. Aber Besiegte – „Vae victis!“ – haben nun einmal nichts zu sagen, sondern nur unter das Joch zu steigen.

    Die angebliche Unschlüssigkeit der „westlichen“ (recte: US-) Politik ist überhaupt nicht inkonsequent: die USA haben zu jeder Zeit jene Machthaber unterstützt, die ihren Interessen am besten dienten. Und zwar vollkommen „unideologisch“ Diktatoren, Menschenschlächter, iranische „Kaiser“, talibanische Gotteskrieger, Drogenbarone/-händler, „al qaida“ (die sie, soweit sie überhaupt etwas Reales war, selbst aufbauten, finanzierten und logistisch führten, und wo sie nur virtuell (= gar nicht) existierte als bequemes Propagandamittel einsetzte, um den „Krieg gegen den Terror“ auf heißer Flamme zu halten), Umstürzler, ets. etc. Wer so tut, als wären diese „Inkonsequenzen“ unerklärlich, hat offenbar das Wesen der US-Politik nicht begriffen und hegt einen naiven Kinderglauben an das „Gute“, nämlich, daß es wirklich im Menschenrechte, Demokratie, Freiheit, und was der Ewigen Wahrworte sonst noch dafür bemüht werden, ginge. Aber das ist selbstverständlich nicht der Fall, sondern dies sind die wirksamsten Kriegsmittel im psychologischen Krieg, die heute jeden (Angriffs-)Krieg moralisch rechtfertigen und ihm ein legitimes Mäntelchen umzuhängen haben.

    Carl Schmitt sagte ganz richtig, daß die Menschenrechtsverletzungen und Verluste an Leib und Leben selbst in den schlimmsten Diktaturen um Größenordnungen geringer sind, als die unter den oben genannten Vorwänden losgetretenen Kriegen, die diese Zustände (angeblich) ändern sollten. Collateralschäden halt.

    Bei den von Unterberger angebotenen Lösungsvorschlägen sind die ersten drei jene Prinzipien, die ohnedies nie außer Kraft gesetzt waren. Nur der Versuch sich als „einzige Weltmacht“, als Hegemon der NWO zu etablieren, hat das „jus publicum Eurpaeum“, eine europäische Kulturleistung ersten Ranges, durch das „international law“ ersetzt, also Vereinbarungen unter dem Druck der USA, die sie als bis an die Zähne gerüstete Militärmacht, „situativ“ (= nach Belieben) auslegt. Auf Deutsch: es herrscht in Wahrheit das Faustrecht.

    Pkt 4. ist eine wahre Einsicht. Wenn wir das nicht stoppen können (es ist dies eine uns von den USA aufgezwungene Duldung der Völkerwanderung zwecks Destabilisierung Europas), sind wir verloren.

    Pkt 5. ist ein dummer Irrglaube. Er beruht auf den Märchen aus 1000 und einer Nacht über das US-Schieferöl. Auch hier wäre Realitätssinn angebracht.

    Pkt. 6 befaßt sich mit der Fiktion „Demokratie“. Es erübrigt sich ohnedies jede Diskussion darüber, weil es sie nicht gibt oder je gab und auch nicht geben wird. Interessant ist aber die Einsicht Unterbergers: „Denn in manchen Situationen mag die Demokratie überhaupt nicht das beste System für eine Nation sein.“

    Das deckt sich mit den Analysen amerikanischer Vordenker, wie Huntington, der dies selbst für die USA schon vor Jahrzehnten feststellte.

    Als Soldschreiber der Macht erwarb sich Samuel HUNTINGTON erste Verdienste mit seiner Modernisierungstheorie(1), in der er „demokratische Willensbildung als für eine ökonomische Aufholjagd hinderlich und kontraproduktiv hinstellte. Autoritäre Staatssysteme könnten dagegen – so seine Schlußfolgerung – jenes Maß an politischer Stabilität und Ordnung garantieren, die für eine Modernisierung vonnöten sei.“ Damit wurde und wird eine politische Rechtfertigung geliefert, wenn die „Hüter der Demokratie und Menschenrechte“ mit den übelsten Diktaturen, Drogen-Kartellen, etc. Geschäfte machten; Hauptsache es war 'anti-kommunistisch', in den Hochzeiten des Kalten Krieges ein Gütesiegel bester Prägung.

    In den siebziger Jahren erforscht HUNTINGTON, gefördert von der 1973 gegründeten "Trilateral Commission", die Gründe der politischen Krise der Demokratie in den Industriegesellschaften im allgemeinen und den USA im besonderen. Erkennbar ist auch hier wieder die langfristige Planung der Neo-Cons, wenn es um die Etablierung „ideologischen Einheitsdenkens“ geht, das die „globale ökonomische Ausbeutung legitimieren soll.“

    Hier finden sich bereits jene Formulierungen, die viel später im Clash of Civilisations zur vollen Entfaltung kommen, „denn er warnt dort vor den für die USA negativen Auswirkungen eines `relativen Abschwunges des amerikanischen Einflusses in weltpolitischen Angelegenheiten´“. Damit ist er bei seinem Thema, das übrigens in der gegenwärtigen Gesetzgebung – genauer gesagt den „Executive Orders“ zum nationalen Notstand – ihren politisch wirkmächtigen Höhepunkt gefunden hat.
    „Die Gründe für einen relativen Machtverlust der USA liegen - für HUNTINGTON - in der Demokratie selbst, d. h. in ihrer – die US-Vorherrschaft gefährdende – politischen Instabilität (`democratic distemper´)“.

    Zu Beginn der achtziger Jahre legt HUNTINGTON eine umfangreiche Studie über "American Politics" vor, in welcher er sich in einer Art politischer (Staats-)Philosophie mit der „Politik und den Quellen aus Glaubensüberzeugungen“ in den USA befaßt.(2) Freiheit und Macht als die Kernbegriffe seiner Analyse treffen mit sicherem Gespür den Nerv politischer Befindlichkeit in den 'Staaten'. Erneut ist der Leitgedanke seiner Studie der Realismus des Erfolgs und der Siegermythos: „Kurz gesagt: niemand kopiert einen Verlierer“. Für die Vertreter der realistischen Schule ist das Internationale System ein gefährliches Terrain, denn es ist anarchisch, "denn es ist außer Kontrolle." (Paul SAURETTE) Daraus folgt für HUNTINGTON, daß „daß daher die Zukunft der Freiheit der Welt mit der Zukunft von Amerikas Macht eng gekoppelt ist.“(3)

    Aber das nur nebenbei.

    Der Letzte Satz Unterbergers ist der entscheidende: Welche wirtschaftlichen Interessen sind im Spiel? Ums Geld dreht sich die Welt.

    Und wer hat hier das Sagen?

    Die Beiträge von Schachbrett und ProConsul korrigieren ja im selben Sinn die Unerberger´sche Analyse. Der von ProConsul erwähnte Bieberstein ist allerdings mit Vorbehalt als guter „Zeuge“ zu gebrauchen, denn seine „Analysen“ sind von der BRDDR´schen political corretness getränkt, also auf weite Strecken schlicht Manipulation.

    (1) vgl. Samuel P. HUNTINGTON Political Order in Changing Societies (Politische Ordnung in sich ändernden Gesellschaften) New Haven/Londen 1968.
    (2) vgl. Samuel P. HUNTINGTON American Politics. The Promise of Disharmony (Amerikanishce Politik. Die Verheißung des Mißklangs) Cambridge (Massachusetts)/ London 1981
    (3) "the future of liberty in the world is thus intimately linked to the future of American power." (pg.257f)



    • cmh (kein Partner)

      Na wenigstens können wir mit Carl Schmitt einmal einer Meinung sein.

      Ansonsten läuft die Geschichte nach F.V. streng deterministisch ab. Eine sinistre Macht steuert alles und noch dazu friktionslos. (Derartige Ansichten sind nur erklärbar, wenn man annimmt, unter den vielen guten Büchern, die F.V. seinerzeit als junger Mann aufgesogen hat, waren auch mehrere aus der Feder linientreuer östlicher Apparatschiks. Könnte aber auch eine Broschüre des Rennerinstitutes aus den 60er Jahren gewesen sein.)

      Und das Allerverwunderlichste ist, dass das dieser minderbemittelte Unterberger trotz seiner Entfernung wegen Rechtsabweichlertum aus der PResseredaktion immer noch nicht gecheckt hat.

  18. Aron Sperber (kein Partner)

    Ausgerechnet wenn die Interessenlage völlig unklar ist, soll die USA nach dem Willen des Spiegels statt auf Realpolitik auf einmal doch wieder auf "Wertepolitik" setzen und für die Muslimbrüder Partei ergreifen:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2013/08/15/westliche-wertepolitik-fur-muslimbrurder/

    dass die Muslimbrüder (wie Hitler) die Demokratie genutzt haben, um an die Macht zu kommen, bedeutet nicht, dass der Westen ihnen deswegen irgendetwas schuldet.



  19. Hussein (kein Partner)

    Die moderne Pest (USA) "created and funded Al-Qaeda":

    http://www.youtube.com/watch?v=Dqn0bm4E9yw

    Stoppt den US-imperialistischen Weltkrieg!



  20. Oswald (kein Partner)

    Boykottiert US-imperialistische Produkte!



    • cmh (kein Partner)

      Das soll wohl richterweise so lauten:

      US-imperialistische Produkte boykottieren!

    • Gerd Macher (kein Partner)

      @ cmh

      Das soll man richterweise so machen.

  21. RB (kein Partner)

    Die USA vertraten und vertreten ausschließlich EIGENE Interessen und sonst gar nix.



  22. HansP (kein Partner)

    Ich kann nicht sagen, ob das stimmt oder ob es eine politisch motivierte Legende ist: Mursi ist laut Aussage einer persönlich bekannten Ägypterin aus der gehobenen Mittelklasse, deswegen verhaftet worden, weil er das Land in drei Teile teilen wollte. Sinai (Palestinenser?) Norden (moslemisch) und einen südlichen Teil für die Kopten. Klingt ein bißchen abenteuerlich aber die Anklage lautet auf Landesverrat. Eine Unterschriftenaktion mit doppelt so vielen Unterstützern wie Wählern für die Moslembrüder war die Grundlage für die momentanen Ereignisse. Wäre interessant, was an diesen Gerüchten "dran" ist - ich habe aber keine Möglichkeit das weiter zu recherchieren. Jedenfalls wäre es schlüssiger als das was uns berichtet wird...



  23. brs (kein Partner)

    Ich habe schon beim Sturz von Mubarak gesagt, dass die Ägypter sich noch mit Wehmut an seine Regierungszeit zurück erinnern werden.
    In Ägypten können wir sehen, wie es in 20 - 30 Jahren bei uns zugehen könnte.
    Wir leben so wie der Frosch im Kochtopf, der nicht merkt, dass das Wasser um ihn herum sich ständig erwärmt und schließlich kocht und so zu seinem Tod führt.
    So geht es uns mit der langsam steigenden Zahl an muslimischen, teils fundamentalistischen, Zuwanderern.



  24. Freichrist (kein Partner)

    Israel sollte sich auf die Grenzen von 1960 zurückziehen. Dies ist nicht gefährlich, denn auch der Islamismus erlebt einen Niedergang. Z. B. ist die Geburtenrate im Iran auf 1,8 gesunken. Es muss eine nicht-grüne Ökopolitik etabliert werden. Das gesamte Wirtschaften kann in nur 30 Jahren 10-mal einfacher werden (u. a. durch das 1-l-Auto und das S-House). Und danach wird es explosionsartig zunehmend weitere Vereinfachungen geben.



    • machmuss verschiebnix

      Israel wird so weitermachen wie bisher:
      meint Siedlungen errichten zu müssen/dürfen, aber - das wußten schon die alten Propheten - es
      "sammelt Steine für einen Trümmerhaufen"

      .

  25. Sparschwein (kein Partner)

    Es geht ja doch. Manchmal überrascht uns Unterberger mit intelligenten Analysen und Denkansätzen zum Zeitgeschehen wie in diesem Beitrag. Man möchte fast meinen, es gäbe mehr als einen A.U.



  26. Haider

    Warum hört man von einer wirtschaftlichen Weltmacht wie China in diesem Zusammenhang nichts?
    Egal wo man auf diesem Erdball hinkommt, Chinesen sind überall längst da. (Alter Gag: Das sind die mit einer Kamera, jene mit zwei Kameras sind Japaner.)
    Was machen sie jedoch anders? Egal wo der Westen interveniert, wird er sofort zum imperialistischen Feindbild. Inder managen Afrikas Wirtschaft, Europäer finanzieren sie und Chinesen profitieren. Westliche Mächte gelten ausschließlich als Ausbeuter/Plünderer (zuallererst natürlich Öl, dann Gold, dann Diamanten und künftig Wasser). Nicht vergessen sollte man auch das religiöse Sendungsbewußtsein der Islamisten. Moslems sind eben wesentlich effizienter. Wer nicht pariert wird massakriert. Die EU sponsert dies in ihrer allumfassenden Dummheit (mit meinen Steuern!).



    • machmuss verschiebnix

      @Haider, ************

      evtl. könnten wir uns damit trösten, daß sich die Islamisten auch gegenseitig massakrieren,
      weil deren sektiererische Sturheit eben keine "Abweichlinge" vom wahren Glauben duldet .

      Dabei fällt mir dann aber umgehend unsere Linke Gutmenschewiki ein, die sich einerseits
      einbildet, die Tabu's der Konservativen brechen zu müssen, andererseits aber selber
      in sektiererische Sturheit ganz Europa in den Bann zieht und damit zum Wegbereiter und
      Verursacher wird, für - wie sie es nennen - "allumfassenden Dummheit" mit der
      Europa seine schlimmsten Feinde verhätschelt und hochpäppelt ! ! !

      .

  27. machmuss verschiebnix

    Letztlich sind es sektiererische Justament-Standpunkte, welche den Weg zur Kathastrophe
    pflastern. Und jeder, der schon mal mit Sektierern zu tun hatte, dem ist sonnenklar:
    Umerziehung oder Umdenken ist da nicht drin !

    Und weil es der Westen für richtig hielt, die pöhsen Diktatoren zu stürzen, die aber als einzige Garant für Ruhe (unter der Eisenfaust) waren, so hat man dadurch die latent vorhandenen
    Tendenzen zum sich gegenseitig Abmurksen in den diversen Schattierungen islamistischer
    "Weisheit" die Knebel entfernt. Überspitzt gesagt: wenn eine Splittergruppe den Muhezin
    zur "falschen" Zeit und die andere Splittergruppe in die "falsche" Richtung jodeln läßt, dann
    wird das Problem einer russischen Lösung ( Kalaschnikov ) zugeführt .

    Wer nicht versteht, warum solche Gesellschaften für "westliche Argumente" nicht zugänglich
    sind, der wird auch nicht verstehen, warum es als alltags-taugliche Lösung eben wirklich
    nur zwei Methoden gibt:

    1) Die Eisenfaust eines Diktators
    2) Waffenlieferungen für ALLE Streitparteien - je mehr desto schneller ist Ruhe - Grabesruhe !

    .



  28. Freak77

    OT.: Schon wieder wettern Kirchenvertreter, und diesmal auch der Kardinal, gegen die FPÖ und ihren Wahlkampf:

    http://religion.orf.at/stories/2598394/

    Was ist daran falsch, Nächstenliebe den Österreichern zukommen zu lassen?

    Weder H.C. Stache noch irgendein FPÖ-Vertrter hat jemals dazu aufgerufen, Ausländer nicht zu lieben oder gar zu hassen .....

    Diese Kirchenvertreter tun aber ganz so, sie versuchen H.C. Strache und Herbert Kickl das Wort im Mund umzudrehen.



    • cmh (kein Partner)

      Meingott Schönborn!

      Der Samariter hat dem Juden geholfen. Das von Ihnen hier Suggerierte folgt aus diesem Gleichnis nicht so einfach.

      Dabei hätte es der Kardinal so einfach, das klar von Christus geforderte Missionsgebot zu erfüllen - er bräuchte nicht einmal aus seiner Diözese gehen, die zu missionierenden Haiden kommen von selber und warten auf ihn schon im Servitenkloster.

    • cmh (kein Partner)

      Und trotz des Kardinals bleibe ich katholisch!

  29. perseus

    Europa ist dekadent ausgelaugt und dem Untergang preisgegeben. Es wird eines Tages von seinen Feinden (z.B. den Türken, die sind schon im Land, und Erdogan ist ein Islamist, nur weiß das hier keiner) die zahlreich sind überwandert werden oder die Amerikaner besetzen uns rechtzeitig – aus strategischen Gründen – dann sind wir eine amerikanische Provinz, was noch der best case wäre.
    Europa hat selbst keine Werte mehr und deshalb hat es auch keinen Standpunkt in all diesen Fragen – oder es macht sich lächerlich. Die obergscheiten Gutmenschen, die uns das Schlamassel eingebrockt haben, sollen doch endlich aufhören, allen Tips zu geben, auch denen, die gar keine wollen.



  30. Rosi

    Ich befürchte halt, daß die USA gar nicht Interesse haben und/oder in der Lage sind, irgendetwas vom Islam zu verstehen, und von den Menschen, die dieser Religion angehören.
    Weder die Amis noch die EU Bürger interessiert wirklich, was die Moslems bewegt, was deren Ziele und Wertvorstellungen sind. Kaum ein Mensch hat eine Ahnung, was der Unterschied zwischen Islam, Islamismus, zwischen Sunniten und Schiiten ist, um nur ein paar oberflächliche Schlagworte zu nennen. Braucht auch niemand, im Grunde genommen - es sei denn, er wird zum Beurteiler, was in diesen Ländern vor sich geht. Dann ist halt ein bisserl hatschert, wenn man nix weiß.
    Aber es ist auch in Europa mit der zunehmenden Anzahl Moslems gefährlich, irgendwelche Globalurteile abzugeben, oder zu meinen, die Leute denken alle im Grunde genommen wie wir. Denn genau das tun sie alle eben nicht, würde ich meinen. Ein Teil vielleicht schon, aber welcher? Wie groß ist er? Und was meinen alle anderen? Genau dieses Unverständnis und seine Konsequenzen werden uns aber früher oder später am Kopf fallen.
    Auch deshalb gefallen mir die ersten 5 Punkte von AU sehr gut.
    Beim 6. muß ich mich allerdings fragen, wie es bei uns in Österreich mit dem Demokratieverständnis ausschaut. Liegt da nicht einiges im Argen? Solange es Parteien gibt, die mit Demokratischer Meinung die Eigene meinen, ist hier genug Handlungsbedarf - da brauchen wir wahrlich nicht Betätigungsfelder in anderen Kontinenten suchen!

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.



  31. schreyvogel

    Ja, ich sehe eine wirkende Regel im Umgang der USA und der EU mit "Ägypten&Co":

    Oberste Priorität ist die Sicherheits Israels, nichts steht darüber!

    In Deutschland wurde dieses Ziel formell zur Staatsräson erhoben, in den übrigen Ländern gilt es de facto. Daher unterstützt man, vorsichtig und verklausuliert vorerst, die Militärs, denn von denen erwartet man, dass sie die Verträge mit Israel genauso peinlichst einhalten wie Mubarak, und dass sie die Hamas ("Terroristen!") genauso unterdrücken wie Mubarak.

    Auch die westlichen Medien werden bereits auf diese Linie gebracht. Man stelle sich vor, wie die über die Muslimbrüder hergefallen wären, hätten diese eine demokratisch gewählte Regierung gewaltsam gestürzt!

    Hat man einmal dieses oberste internationale Ziel verstanden, erklären sich viele sonst unverständliche Handlungen der USA und der EU ganz von selber.



    • Konrad Loräntz

      Dazu gibt es ein sehr nettes Büchlein "Staatsräson", welches viele interessante Details über die hilfreiche Rolle der BRD enthält.

  32. sauna-echo

    Ohne einen stabilen "Rechtsstaat" geht nach innen und aussen gar nicht ?
    1) Die eigene Bevölkerung braucht "Sicherheit" vor Dieben, Räubern und korrupten Beamten. Auch wenn eine funktionierende Scharia nicht jedem gefällt ist sie zweckmässiger als eine verfaulte Pseudodemokratie.
    2) Auch die Ausländer brauchen einen verlässlichen "Rechtsstaat" für einen funktionierenden Handels- und Zahlungsverkehr. Die internationale Gemeinschaft war und ist in der Praxis ja vor allem eine Händlergemeinschaft.
    3) Dennoch kann man sich in "innere Angelegenheiten" einmischen, indem man mit Diktaturen eben keinen Handel betribt und sie so isoliert. Das bringt auch Nachteile für den eigenen Wohlstand.
    4) Was macht der Westen aber in der Praxis ?
    Früher Eroberungskriege um die Barbaren zu "christianisieren" oder "Opiumkriege" (bis zu Irak) um zu "demokratisieren" und zu "liberalisieren".
    Kein Wunder, dass uns die Barbaren misstrauen und uns für Heuchler halten !
    Mao wurde zum Helden und wir erst wieder zum Partner als wir uns nicht mehr in China einmischten.
    5) Ohne einen neuen "Limes" und mehr Selbstverdeitigung ist Stabilität nicht erreichbar.



  33. Gerhard Pascher

    Was kann die USA oder Europa tun, damit in den arabischen Ländern sowie der Türkei, Indonesien usw. die zirka 1.570 Millionen (lt. Wikipedia 2009 geschätzt) von der Unterjochung des islamischen Regierungen befreit werden? Gar nichts, wie schon der Irak, Libyen, Afghanistan, Ägypten, Syrien usw. in der jüngeren Vergangenheit gezeigt haben.

    Obwohl es innerhalb des Islams unterschiedliche Glaubensrichtungen (Schiiten, Sunniten, Charidschiten, Sufisten) gibt, so sind bisher alle Bemühungen, einen einheitlichen und modernen "europäischen Islam" zu schaffen, gescheitert. Eine nicht zu unterschätzende Zahl der - vor allem jungen - Mohammedaner möchte gerne aus dieser Religionsdiktatur ausbrechen, werden aber daran von den eigenen Leuten gehindert und sogar bis zum Tod bekämpft.

    Ein wesentlicher Unterschied des Islams zu den beiden anderen monotheistischen Religionen der Juden und Christen besteht darin, dass die beiden zuletzt genannten Religionen eine freiwillige Entscheidung des einzelnen Menschen für oder gegen eine Religion ermöglichen. Beim Islam wird man "hineingeboren", kann aber kaum mehr zu einer anderen Religion konvertieren, um nicht in Lebensgefahr (sogar von der eigenen Familie) ausgesetzt zu werden. Persönliche Freiheiten, Gleichberechtigung und Menschenrechte - wie wir sie kennen und schätzen - gibt es dort nicht. Daher ist es sinnlos, wenn der sog. Westen in diese internen Auseinandersetzungen nur halbherzig eingreift, Geld und eigene Menschenleben riskiert.

    Eine Erneuerung des Islams sowie der dort existierenden Staatsformen kann nur von innen geschehen, denn nicht einmal missionarische Aktivitäten der christlichen Religionen von außen sind erlaubt bzw. geduldet. Langfristig könnte Mobiltelefon, Sat-Empfang, Facebook, Internet usw. einen - wenn auch von den Regierungen und Religionswächtern unerwünschten - Einfluß auch auf diese Bevölkerungen haben. Auch die weibliche Bevölkerung wird langsam hellhörig und möchte nicht weiter nur für Kindererziehung, Küche und als sexuelles Lustobjekt verfügbar sein.



  34. Normalsterblicher

    Sg Herr Unterberger,

    wenn die als liberal-demokratisch titulierten Demonstranten in der Türkei nicht mit Erdogan können, so müssen sie es schaffen, ihn abzuwählen. So läuft das im demokratischen Abstimmungsverfahren, umgekehrt ist es genauso gelaufen, ja hat sogar Erdogan anfangs ein stärkerer Gegenwind in's Gesicht geblasen.

    Ich wüsste also nicht, weshalb die Tumulte in der Türkei für die Außenpolitik des Westens ein Thema sein sollten!



  35. Josef Maierhofer

    Europa hat keine oder maximal die 'antifaschistische' Meinung, bloß ist Europa damit überfordert und selbst bereits ein linksfaschistisches Territorium geworden.

    USA waren früher von wirtschaftlichen und machtpolitischen Interessen gelenkt, sind sie auch heute noch, aber sind selbst bereits so weit nach links abgerutscht, dass ein Vergleich mit Europa bereits möglich wird, bezüglich Schuldenpolitik (mit Nuancen) allemal.

    Also Weltpolizist ist nicht mehr Weltpolizist, Europa ist am Sand.

    Wir hören nur einseitige Berichte und können uns nur daraus die Bilder machen, was nicht berichtet wird, können wir schwer erfahren, wenn wir nicht direkte Kontakte dorthin haben.

    Meiner Meinung nach gibt es keine Regeln, was ein einzelner Staat tun soll und auch tut. Es bilden sich natürliche Strukturen. Solange die sich halten können, ist das eben das dortige oder hiesige System. In Auseinandersetzungen sich einzumischen stört das Gleichgewicht.

    USA hat sich in Auseinandersetzungen eingemischt, als Hitler die Juden ermorden ließ, Europa hat mitgeholfen und auch Russland, dieses System abzuschaffen, um gleich selbst neue Systeme zu errichten, die dann den kalten Krieg ergaben.

    Das reduziert sich für mich auf die Frage, kann man überhaupt helfen, kann man überhaupt auf Berichte vertrauen, es ist eben die Medienfrage, was darf ich überhaupt erfahren.

    Wie sieht es denn in Europa aus mit der freien Berichterstattung ? Und welche Meinung bildet sich da mehrheitlich heraus ?

    Dr. Unterberger hat es genannt, es kommt auf das nötige PR an, was gehört und berichtet wird und was nicht und es kommt auf die entsprechenden PR-Manipulatoren an, die Wahrheit unterdrücken, wo es geht, und Ideologie betonen, wo es nur geht, siehe ORF, z.B. Und woher kommen diese Manipulatoren ? Aus Parteien ? Aus dem Volk mit wirtschaftlichen Interessen ?

    Wir haben uns an die 'Massentierhaltung' so gewöhnt, dass wir halt die eigene Meinung nicht mehr haben, sondern eben die 'öffentliche', wir haben also uns selbst aufgegeben und haben uns übergeben an die Politik, in der ja 'unsrige' (gehirngewaschene Unsrige und Nestbeschmutzer) vertreten sind und lassen uns mit Halbwahrheiten, Lügen und Manipulationen abspeisen. Dafür geht es uns ja 'soooo guuut', ohne zu merken, dass es von Tag zu Tag schlechter wird und das immer schneller.

    Europa liegt am Boden, was soll es zu arabischen, muslimischen, christlichen, die Linke bekämpft ja auch hier das Christentum, etc. Problemen sagen ? Beklemmend schreibt Dr. Unterberger, beklemmend in der Tat, nicht nur die nicht allzu fernen Bürgerkriege, nein auch die eigene Unfähigkeit Taten zu setzen oder Meinungen zu vertreten.

    Zu Ägypten möchte ich sagen, es war immer schon ein militärisch dominierter Staat, die europäische Euphorie einer 'Demokratie' (wissen wir doch selber nicht, was das ist oder sein soll) und eines Umsturzes ist der 'Beklemmung' gewichen und der Realität, dass wir rein gar nichts wirklich tun können, steht uns das Wasser doch schon bis zum Hals, in der Realität schon weit drüber. Bürgerkrieg, das kann es sehr bald hier auch geben, wenn nämlich die Staaten der Reihe nach zu kollabieren beginnen, siehe z.B. Frankreich.



  36. Helmut Oswald

    Der 'Westen' ist ein geographischer Begriff, politisch aber eine ein Schimäre. Erfunden von jenen, die unsere völlige Unterwerfung unter eine politische Ordnung wünschen, die auf die Interessen fremder Mächte und den Gehorsam gegenüber fremden Entscheidungsträgern zugeschnitten ist, welche im günstigsten Fall unseren Interessen und Bedürfnissen mit völliger Gleichgültigkeit und Unverständnis gegenüberstehen.

    Folgerichtig ergibt eine Beurteilung der Lage unter dem Ordnungsgesichtspunkt 'Westen' keine sinnfällige Kohärenz. Alleine schon aus diesem Grund erscheint die Bewertung / Berichterstattung, subsumierend unter 'der Westen' entbehrlich, weil bar jeglichen Erkenntniswertes. Das Vordringen ursprünglich raumfremder Kulturen, die substanzschädigende Zuwanderung deprivierter, bildungslos-primitiver und religiös dogmatisch indoktrinierter Massen, die Ordnungszerstörung in jenen Räumen, aus welchen diese nach Europa zuströmen ist vielmehr billigend in Kauf genommene Vorbedingung für das Entstehen und die Förderung von ethnischen und religiösen Bürgerkriegsgesellschaften. Diese garantieren dem im rasanten Abstieg begriffenen Hegemon und seinen sozialistischen Stellvertreter- und Besatzungsregimen in Europa einen Rest an Schiedsrichterrolle und sicherheitspolitischer Kompetenz, auf die er sich zwecks Ordnung der 'westlichen' Verhältnisse verlässlich abzustützen weiß. Sie garantieren ihm die umfassende Bespitzelung, den straflosen Diebstahl geistigen Eigentums durch Industriespionage und eine scheinbar freihändlerische internationale Wirtschafts- und Finanzordnung, zu deren immanentem Bestandteil der von Hochgradverbrechern regelmäßig sanktionslos betriebene Finanzbetrug ist, der wesensgemäß dazu beiträgt, ganze Generationen in Europa um ihre Lebensleistung zu bringen, als wäre dies der gerechte Preis für den Schutz - wovor ?.

    Es ist Zeit, diesen 'Westen' hinter uns zu lassen. Denn auf uns wartet die Freiheit.



    • simplicissimus

      Ja, diese Freiheit waere schoen.
      Noch fehlt Spartacus, der die versklavten Massen wachruettelt.

  37. Konrad Loräntz

    Herzlichen Dank, Herr Dr. Unterberger. Ein ganz phantastischer Beitrag, dem nur noch hinzuzufügen wäre, dass das hehre Ideal "Demokratie" in der Realität ganz und gar nicht so glänzt, da diese qua Wahlentscheid durch ignorante und fehlinformierte Massen zur Etablierung einer informellen Schattenherrschaft führt. Oder glaubt irgendwer dass Grüssauguste wie Faymann oder Obama in realiter die Macht in Händen halten?



  38. Wafthrudnir

    Eine zusätzliche Regel sehe ich noch beteiligt:
    Wie kann ich mein kritisches/unabhängiges/solidarisches Denken beweisen, indem ich all das, was den Menschen im Westen früher heilig war oder ist, am heftigsten angreife?
    Die Duldung islamistischer Gewaltexzesse , die Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal nahöstlicher Christen sowie die fatale Neigung des Westens, fast überall seine erbittertsten Feinde zu unterstützen, lassen sie ohne diesen Faktor für mich kaum erklären.



  39. Pete Sahat

    "Welche Seite hat die bessere PR-Agentur engagiert, um Stimmung für ihre Sache zu machen (die christlichen Kirchen übrigens, die früher in Sachen PR ganz gut waren, haben heute ganz schlechte Public Relations – sonst würde viel mehr über die Hunderttausenden vor allem in der islamischen Welt getöteten Christen berichtet werden)?"

    In Österreich ist "die Sache der Kirche" anscheinend, Politiker, die das Wort Nächstenliebe verwenden, zu rügen. Dabei auch nur ein bisschen auf die Lage der Kopten in Ägypten hinzuweisen? - No Way!



    • Konrad Loräntz

      Der Vergleich macht unsicher:
      Die Na....s haben die rote Linie überschritten, als im November 38 an die hundert Yuden ihr Leben lassen mussten. Über die hunderte bis tausende Opfer der gegenwärtigen Ausschreitungen wird nur mehr in Fußnoten berichtet. Der Christozid in ganz Nordafrika kümmert scheinbar gar niemanden. Wer darüber reden will, macht sich des anti-Islamismus verdächtig und das ist ja schon so das zweit-Schlimmste, das es gibt.

  40. Observer

    In den arabischen Staaten zeigt sich einmal mehr: Islam ist mit Demokratie und modernem, aufgeklärten Leben unvereinbar - Punkt.Da müssten erst 1,6 Milliarden Erdbewohnern die Augen geöffnet werden.

    Im Gegenteil: Wenn die nach Österreich und in andere europäische (ehemalige) christliche Länder eingewanderten Mohammedaner weiterhin - auch von den hiesigen Kirchen - gefördert werden, dann gibt es bald, genug solcher Abgeordnete in unseren Parlamenten. Damit auch Änderungen in den Verfassungen und langfristig wird das Ziel des Korans, einen Gottesstaat einzuführen, auch hier erreicht. Gute Nacht, Österreich, Gute Nacht Europa.



    • Riese35

      Ich habe auch meine Zweifel beim jetzigen Papst. Er scheint den Weg, der beim 2. Vat. Konzil eingeschlagen worden ist, unbeirrt weiterzugehen: Unterschiede ignorieren und zudecken, das Gemeinsame - etwas überspitzt formuliert - zum Dogma erheben. So gut und wichtig es ist, auch immer das Gemeinsame zu sehen und zu schätzen, darf man aber auch nicht die Augen vor den Unterschieden verschließen und muß sich des Trennenden - mit jeweils gegenseitigem Respekt - bewußt sein. Das kann trotz vieler Gemeinsamkeiten gravierend sein. Denk- und Redeverbote zu erlassen, wie es heute oft praktiziert wird, ist sehr bedenklich.

      Ich hätte mir viel mehr einen Papst z.B. aus Syrien gewunschen, für den der Islam kein Fremdwort ist und der ihn aus eigener Erfahrung kennt. Südamerika ist wahrscheinlich jene Weltgegend, die noch die wenigste Erfahrung mit dem Islam gemacht hat. Ist es ein Zufall, daß der Papst gerade von dort kommt?

    • GOP

      Riese35:
      Der "alte" Papst Benedikt XVI hatte 2006 in Regensburg ein Zitat des byzantinischen Kaisers Manuel II. Palaiologos über das Gewaltpotential des Islam zitiert (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Papstzitat_von_Regensburg ), wurde dann aber sofort von innen und außen kritisiert. Der Vatikan hatte daraufhin - um die Wogen zu glätten - diese Aussagen abgeschwächt bzw. "klargestellt"..
      Dies ist ein Beweis, dass sich die westlichen Regierungen wie auch der Vatikan bereits in Geiselhaft des Islam und seiner örtlichen Gemeinschaften befinden. Umgekehrt ist es in islamischen Ländern kaum möglich, den christlichen Glauben auszuüben, missionarisch tätig zu sein. Kirchen zu bauen usw. Denn dort ist eben der Islam die "allein seligmachende Glaubensgemeinschaft".
      Völlig richtig riese35, wenn Sie das Gemeinsame hervorheben aber die Unterschiede nicht unter den Tisch kehren. Dies soll und muss auch immer wieder aufgezeigt werden. Von Papst Franziskus ist außer der Grußbotschaft an die muslimischen "Brüder" vor einigen Tagen (siehe: http://orf.at/stories/2194348/ ) noch wenig zum Islam bekannt geworden. Warten wir ab.

  41. simplicissimus

    Ehrlich zeigt AU unsere Hilflosigkeit und Unvermögen auf, die Lage in den verschiedenen islamischen Ländern wirklich fair zu beurteilen und sich dementsprechend zu verhalten.
    Trotz aller Wankelmütigkeit scheint Amerika weniger Prinzipien sondern am ehesten eigene Interessen zu verfolgen, während Europa orientierungslos herumflattert.

    Ich persönlich würde auch eher zu Neutralität und in zweiter Linie Interessenspolitik neigen. Dann in dritter Instanz westliche Wertmaßstäbe.



  42. Wyatt

    .........."Oder sieht irgendjemand andere Regeln wirksam für den Umgang Europas und der Obama-USA mit dem Chaos in Ägypten & Co?"
    NEIN! - wäre schon froh, wenn es hierzulande wieder nach geordneten Regeln laufen würde!







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