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Fußnote 465: Ägypten oder als Amerikas Politik die letzte Logik verlor

Lesezeit: 1:30

Die USA setzen völlig überraschend die schon für August fixiert gewesene Lieferung von F-16-Kampfflugzeugen nach Ägypten aus.

Das verstehe, wer kann. Ich kann‘s nicht. Denn das heißt im Klartext: Die USA hätten die Flugzeuge einem islamistischen Präsidenten geliefert, der höchstwahrscheinlich jede weitere demokratische Wahl unmöglich gemacht hätte, gegen den mehr Unterschriften gesammelt worden sind, als der Mann bei seiner Wahl überhaupt gehabt hatte. Die USA liefern die Waffen aber nicht an die neue Regierung, die um Eckhäuser prowestlicher ist, die Ägyptens Annäherung an Terrorvereine wie die Hamas und an den atomwaffengierigen Iran gestoppt hat, die mit Israel wieder eine geordnete Koexistenz hat, die ganz offensichtlich nach Jahrzehnten die Aufnahme von palästinensisch-israelischen Verhandlungen ermöglicht hat, die mit der Unterstützung von islamistischen Revolutionen in der ganzen arabischen Welt aufgehört hat, die die Gleichberechtigung der Frauen akzeptiert, die den ägyptischen Kopten eine geordnete Überlebensperspektive gibt, die dem Land eine brauchbare Verfassung im Konsens aller und baldige Neuwahlen bringen will. Es gibt Momente, da beginne ich die bösen Gerüchte über Barak Obama ein wenig ernster zu nehmen, an die ich bisher nie geglaubt habe.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPatriot
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2013 04:54

    Wenn Barack Hussein Obama nicht massiv islamophil ist, dann ist er mindestens antiwestlich eingestellt. Die westliche Kultur ist immer noch im Wesentlichen weiss, christlich-jüdisch und marktwirtschaftlich. Alles Elemente, die Barack Hussein Obama und seiner Frau emotional wohl fremd sind.

    Er ist in seiner Jugend in der 3. Welt herumgegondelt, hat wohl in der amerikanischen Kultur nie richtig Fuss gefasst, hat daher keine besonderen patriotischen Gefühle entwickeln können, und hat sein Lebtag nie in der Privatwirtschaft gearbeitet, sondern war entweder Sozialarbeiter oder "Professor".

    Bezeichnend war die Aussage von Michelle Obama, dass sie das erste Mal stolz war auf ihr Land, als ihr Mann zum Präsident gewählt wurde.

    Der Islam ist ein kleiner gemeinsamer Nenner für die Verlierer, Hasser, Außenseiter und Schmarotzer dieser Welt. Die finden beim Islam alle Bestätigung. Vielleicht auch Obama. Ein Haupt-Vehikel für den Heimathass der Hiesigen ist ja auch der Islam. Die diebische Freude, wenn die verhasste westliche Kultur durch den islam geschädigt wird.

  2. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2013 01:25

    Der westliche Euphorismus hinsichtlich nordafrikanischer Demokratien (Verläßlichkeiten) ist für mich in keiner Weise nachvollziehbar. Der ganze arabische Frühling ging voll in die westliche Hose. Vorderasiatische Politspielereien nützen wem auch immer - dem Frieden sicher nicht. Es sind doch weltweit immer die gleichen infantilen Strickmuster: Es wird ein westlicher Satrape eingesetzt und irgendwelche Schreibtischphantasten träumen vom Weltfrieden. Viel Geld versickert in einem goldenen Nachtkästchen oder luxoriösen Staatsflieger des Potentaten. Clanhäuptlinge reisen mit riesen Entourage (20 Nebenfrauen, 20 Nebenministern, 200 Sicherheitsbeauftragten, 70 Halbbrüdern und 100 Halbschwestern) von Juwelier zu Juwelier. Dort stehen sie dann mit russischen Oligarchen in derselben Warteschlange.
    Ich liege in meinem 800 m2 Garten, lausche den Vögeln, trinke einen Sommerspritzer und die ganze Welt kann mich. Sollen sie sich doch die Schädel einschlagen. Sie taten nie anderes, außer einige - die kamen nach Österreich und erwarteten sich den vorgegaukelten Honig und das von Lügnern versprochene Manna.

  3. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2013 05:08

    " Das verstehe, wer kann. Ich kann's nicht. "

    AM 27. JULI 1990; WENIGE TAGE VOR DEM IRAKISCHEN EINMARSCH IN KUWEIT, TRAF US-BOTSCHAFTERIN APRIL GLASPIE SADAM HUSSEIN UND SAGTE IHM AUF ANWEISUNG AUS WASHINGTON,DIE USA HÄTTEN KEINE MEINUNG ZU DEM GRENZDISPUT MIT KUWAIT.

    Das war eine "Einladung" Saddam Husseins, der ja zuvor, von den USA sehr wohlwollend geduldet, einen blutigen Krieg gegen den Irak führte, Kuwait anzugreifen.

    NACH 2 KRIEGEN, WELCHE SEITHER UNTER FÜHRUNG DER USA GEGEN DEN IRAK GEFÜHRT WURDEN, ERREICHEN UNS FAST ALLWÖCHENTLICH MELDUNGEN ÜBER HOCH ZWEISTELLIGE OPFERZAHLEN VON TERRORANSCHLÄGEN.

    Zuvor war der Irak innenpolitisch vergleichsweise geradezu stabil. Dabei ist auch zu bedenken, daß der religiös und ethnisch extrem heterogene Kunststaat Irak erst nach dem WK I unter anglo-amerikanischer " Lenkung " entstanden ist.

    Auch Libyen war unter Muammar al- Gaddafi sehr wohlhabend und innenpolitisch
    völlig stabil. Und heute?

    DER MEDIAL SO BEJUBELTE UND VOM " WESTEN " TEILWEISE MILITÄRISCH UNTERSTÜTZTE ARABISCHE FRÜHLING HAT ALLE BETROFFENEN LÄNDER DESTABILISIERT !
    WO SIND DENN DIE, ZUR WIRKSAMEREN VERGEWALTIGUNG AUFSTÄNDISCHER FRAUEN, VON GADDAFI ANGEBLCH BEREITGESTELLTEN CONTAINER VOLL MIT VIAGRA-PILLEN?

    Der arabische Frühling brachte nur Destabilisierung! Wozu?

    Das verstehe, wer kann. Ich kann's nicht.

    Aber, cui bono? Vielleicht erhalten wir einmal von der Geschichte die Antwort.

  4. Ausgezeichneter KommentatorMaria Kiel
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2013 01:43

    "gerüchteweise" soll es ja so sein, dass ein Muslim seinen Gauben nicht wechseln kann (bzw. seine Religionszugehörigkeit nicht geändert werden kann), ohne dass er dadurch in ärgste Lebensgefahr seitens besonders tief-religiöser Muslim(brüder) gerät. Weshalb sollte für den amerikanischen Präsidenten eine Ausnahme gemacht werden? Unvorstellbar? Wirklich?......

  5. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2013 09:10

    Die langfristige Strategie der USA besteht meiner Meinung darin, die Nahost-Region zunächst zu destabilisieren und sodann ihre Rolle als "Welt(macht)polizist" auszuspielen um die betroffenen Völker zu unterjochen.
    Das hat bisher noch immer funktioniert, nicht nur in Nahost.

  6. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2013 07:36

    Man sollte sich um Israel Sorgen machen!
    Immerhin der einzige echt westliche Staat in der Region.

    Andererseits bei den Zustimmungswerten eines Herrn Obama, kann in Analogie zu Faymann nur mehr vom Herrn Präsidentendarsteller gesprochen werden. Alles was der jetzt umsetzt, werden seine Nachfolger auskurieren müssen.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2013 01:14

    Vielleicht hat man ihm mit der Aberkennung des Friedensnobelpreises gedroht, wenn er Kriegsmaterial an Putschisten liefert?
    Oder fürchtet er ganz einfach einen Zahlungsausfall? Vielleicht steckt gar Snowden dahinter? ;-)

    Scherz beiseite, aber den Ägyptern werden diese 4 Stück F-16-Kampfjets nicht abgehen, denn ich kann mir vorstellen, daß Rußland gerne einspringt und bereits eine Ersatzlieferung anbietet.

    Warum und weshalb, wird sich uns Normalsterblichen vermutlich nicht so rasch erschließen!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juli 2013 09:06

    Dr. Unterberger versteht manches offenbar nicht. – Oder dies ist wahrscheinlich eher eine rhetorische Floskel, und er versteht sehr wohl, aber die Fakten der amerikanischen Außenpolitik schlagen in einer Dichte wie Granaten ein, die seine bisher fabrizierte US-Propaganda als dreiste Lüge zertrümmern. Da fabuliert er über die „bösen Gerüchte über Obama“, als ob einem Journalisten wie Unterberger entgangen sein könnte, daß US-Präsidenten die Marionetten jener Hintergrundmächte sind, die Milliarden in deren „Wahlkampf“ investieren – und ihr Investment selbstverständlich mit Zinsen zurückhaben wollen. (Siehe William Pfaff in der IHT, 24. 1. 2002: The Problem of Politics is Money.)

    Diese „Ungereimtheiten” fallen inzwischen einer steigenden Zahl von Lesern des UTB auf, wenngleich doch auch die Inkonsequenz bzw. mangelnde Logik fröhliche Urständ feiert, wenn die erfolgreichere Außenpolitik der USA im Vergleich mit der EUdSSR hervorgehoben wird. Solche Bemerkungen zeigen, daß nicht begriffen wurde, daß die USA mit ihrem Eintritt in den Ersten Weltkrieg (der bis zu diesem Zeitpunkt immer noch ein „lokaler“, europäischer Krieg war) sich anschickten selbst „Weltmacht“ zu spielen. Mit dem Zweiten WK traten sie die Erbschaft des British Empire an und dominieren nun, gestützt auf drei Säulen:

    Interkontinentale Nuklear-Raketen,
    Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft mordende Geheimdienste und
    Herrschaft über die Medien.

    Mit dem Kollaps der UdSSR schien die „westliche Ideologie“ der USA den unangefochtenen Sieg davongetragen zu haben. Aber der Schein trügt. Rußland hat mit Putin der amerikanischen Subversion und Auflösung aller Staatlichkeit in Rußland ein Ende bereitet und China ist – nicht zuletzt wegen der amerikanischen Gier - zur Werkbank der USA geworden und heute ebenfalls eine kaum zu bezwingende Großmacht. Die innerer Verlogenheit der US-Politik, deren angeblichen „Werte“, die nie je zu einer Nation gewordenen Menschenmassen verschiedener Herkunft und die faktische Spaltung der Gesellschaft in Superreiche – die „Ostküste“ – und entrechteten Bodensatz – Neger, Latino, Mexikaner, in Reservate, wie Affen in einem Käfig gesperrte Indianer, etc. - sorgen inzwischen dafür, daß „Gods own Country“ zu einem einzigen KZ ungestaltet wurde: Homeland Defence Department, über 800 KZ mit der Kapazität viele Millionen aufzunehmen, totale Überwachung, paramilitärische Polizei die gegen die eigenen Bevölkerung eingesetzt wird, Gehirnwäsche durch ständige, selbst fabrizierte „Terror-Anschläge“ oder „aufgedeckte“ Verschwörungen, ... All das ist inzwischen offenkundig geworden – und es ist dies ein schlimmerer Alptraum, als dies im sowjetischen Arbeiterparadies je ausgedacht werden konnte.

    Joachim Fernau sagte dies treffend in Hallejuja. Die Geschichte Amerikas: „Gewinnt der Amerikanismus so wird er in 150 Jahren die Menschheit zugrunde richten, und die Erde wird als erstorbener Mars im Weltall weiterkreisen.“

    "Was ist in unseren Händen geblieben? Was können wir unseren Vätern antworten, wenn sie fragen, was wir mit dem Erbe des 19. Jahrhunderts, des perikleischen Zeitalters getan haben? Was halten wir in Händen?
    Wir haben alles vertan, was uns ein guter Gott, oder wie immer sein Name sein mag, gegeben hat. Heute haben wir nicht einmal mehr den Frieden der ärmsten Kreatur. Es ist alles kaputt in unserem Herzen. Es schlägt wie rasend, aber es ist leer. Die Sehnsucht nach Heimkehr an das Herz der Großen Mutter ist erloschen. Wir sind einsamer als der Schwan. Unsere Kehle ist zugeschnürt.
    Es ist alles kaputt. Verzeiht uns! Wer? Wer soll uns verzeihen? Der Glaube ist kaputt, niemand hat mehr die Inbrunst, die zu einem verzeihenden Gott, irgendeinem Gott will, und nirgends mehr ist ein Gott, der zu uns will. (...)
    Darum verliert kein Mitleid! Ich sage: Hasst! Hasst, was da über uns kommt! Wenn ich das sage, mache ich in Wahrheit nicht Platz für die Liebe?
    Kann nicht auch Gott nur annehmen, indem er zugleich verwirft? Verdammt er nicht um der Liebe willen? Ja, wer liebt, muss zugleich auch verwerfen.
    Deshalb aus Liebe zudem, wonach wir hungern und was man kaputtgemacht hat, deshalb sage ich: Hasst! Die Liebe ist machtlos geworden.
    Dort drüben, j e n s e i t s des O z e a n s, steht der Schuldige."

    Anstelle von (zugegebenermaßen nicht allzu objektiver) Geschichtsbetrachtung ist ein ergreifendes document humain getreten. Was für ein Text! Hier legt Fernau alle Zurückhaltung, alle Ironie ab, und steigert sich von einem melancholischen Schwanengesang ausgehend in einen verzweifelten Ausbruch hinein, in eine riesige Anklage gegen das, "was da über uns kommt!".


alle Kommentare

  1. Carla (kein Partner)
  2. Amy (kein Partner)
    21. Januar 2015 05:35

    You've got it in one. Condul't have put it better.

  3. Bebep (kein Partner)
    20. Januar 2015 12:54

    Shoot, so that's that one suoesspp.

  4. Paneuropa
    27. Juli 2013 15:45

    Die Politik der USA setzt auf Destailisierung der Weichteile an den Rändern Europas um so seine Hegemonie aufrecht erhalten zu können.

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      31. Juli 2013 08:19

      Ein guter Grund mehr, endlich einen echten Schulterschluss zustande zu bringen.

  5. Pumuckl
    27. Juli 2013 12:57

    @ Aron Sperber ( k.P. ) 26.Juli 10:34 schreibt zu meinem Kommentar
    25.Juli 05:08 :

    " dass die USA - wie Pumuckl zu wissen meint - Saddam eingeladen hätten, Kuwait zu überfallen ist mittlerweile eine weit verbreitete Legende.

    mit der Realität hat sie freilich nichts zu tun: "

    @ Aron Sperber versucht seinen Widerspruch dann mit einem Link zu seiner wordpress zu untermauern.

    Weiter schreibt @ Aron Sperber: " . . . glauben an die Legende, die hier von Pumuckl verbreitet wird. "

    Ich wiederhole somit mit diese vorgebliche Legende mit Quellenangabe.

    Der amerikanische Journalist skandinavischer Abstammung F. William Engdahl
    schreibt 1992 in seinem Buch DER WEG ZUR NEUEN WELTORDNUNG :

    Am 27.Juli 1990, wenige Tage vor dem irakischen Einmarsch in Kuwait, traf US-Botschafterin April Glaspie Saddam Hussein und sagte ihm auf Anweisung aus Washington, "die USA hätten keine Meinung zum Grenzdisput mit Kuwait".

    Sinngemäß las ich von dem Treffen Saddams mit der US-Botschafterin und deren Botschaft an Saddam auch in mehreren "Qualitätszeitungen" schon bevor in Engdahls Buch neuerlich daran erinnert wurde.

    Sehr geehrter Herr @ Aron Sperber, wenn Sie mir öffenlich die Verbreitung von Legenden unterstellen, bitte ich sie, mir und den Lesern des Tagebuchs einige Fragen zu beantworten:

    ° Wäre Engdahl nicht sehr töricht, wenn er in seinem, inzwischen mehrmals aufgelegten Buch, vom Treffen der US-Botschafterin mit Sadam und dessen wesentlicher Botschaft schreibt, ohne daß eine seröse Recherche zugrunde liegt?

    Mit dem Nachweis der Unwahrheit könnte man leicht die ganze Botschaft des Buches in Frage stellen.

    Sie sehr geehrter Herr @ Aron Sperber behaupten, was Engdahl und zuvor eine Reihe von " Qualitätszeitungen " schrieb sei eine Legende. In diesen Zeitungen konnte ich niemals eine Korrektur dieser Berichte lesen.
    Können Sie belegen, daß es ein Gespräch dieses Inhalts, zwischen der US-Botschafterin und Saddam niemals gab?

    ° Standard Redakteur Hans Rauscher, damls noch bei Kurier, beschimpfte alle, welche die dringende Notwendigkeit, der von NORMAN SCHWARZKOPF JUN.* BEFEHLIGTEN OPERATION WÜSTENSTURM nicht erkannten als rechte oder linke Idioten.

    Welche Art von Idioten sitzt in den Redaktionen der " Qualitätszeitungen ", wenn
    sie, über Dutzende Tote durch religiösen und/oder ethnischen Terror im Irak, nur in Randnotizen berichten ? ? ?

    Hätten nicht jene, welche im Irak eine, nach unseren Maßstäben sicherlich schlechte Ordnung beseitigten, die Pflicht, dort eine Ordnung nach unseren Maßstäben zu hinterlassen?


    ° Die Schauergeschichten, über durch in Kuwait von irakischen Soldaten aus den
    Brutkästen gerissene Kinder wurden von der " Qualitätspresse " ebenso begierig berichtet, wie im WK I jene von den abgehackten Kinderhänden durch deutsche Soldaten und später im zweiten US- Irakkrieg von jene von Saddams Massenvernichtungswaffen.
    Wo, sehr geehrter Herr @ Aron Sperber finde ich Symetrie in der Brichterstattung
    durch diese " Qualitätsmedien "?

    ° Ihre Wortmeldungen hier im Tagebuch, sehr geehrter Herr @ Aron Sperber sind immer sehr nahe an den Botschaften der " Qualitätsmedien "! Warum soll ich und die Leser von Unterbergers Tagebuch Ihnen glauben, die Begegnung Saddams mit der US-Botschafterin und deren Aussage sei eine Legende und annehmen, Engdahl schreibe die Unwahrheit?

    * Der 4 Sternegeneral Norman Schwarzkopf jun. war übrigens der Sohn jenes Norman M. Schwarzkopf, welcher 1942 auf Bitte der persischen Regierung 6 Jahre
    zum Aufbau nationalen Polizei in Persien war.
    Der patriotische persische Premierminister Mossadegh, welcher 1951 die iranische Britisch Petrolium verstaatlichte, wurde unter starker Mitwirkung von CIA und britischen Geheimdiensten 1953 gestürzt.

    Norman M. Schwarzkopf, der Vater des 4 Sternegenerals " Stormin' Norman ", war da, unter Nutzung seiner alten Bekanntschaften, am Sturz Mossadeghs wesenlich beteiligt.

  6. PeterT (kein Partner)
    26. Juli 2013 14:05

    Die USA hätten die Flugzeuge de facto nicht an den 'islamistischen Präsidenten Mursi' geliefert, sondern an die Armee, und die ist ein enger Verbündeter der USA.
    Auch als Mursi noch im Amt war, hätte er im Endeffekt der Armee nichts anschaffen können.
    So wie die Türkei über viele Jahrzehnte funktioniert hatte
    Eine Armee hält sich einen Präsidenten - nicht umgekehrt.
    Die Machtverhältnisse sind ja jetzt auch wieder klargestellt worden.

  7. Torres (kein Partner)
    26. Juli 2013 12:08

    Ein bisschen kann man die Amerikaner schon verstehen: Immerhin war Mursi (und seine Partei) ein demokratisch gewählter Präsident, die jetzige Regierung wurde von den Militärs eingesetzt, ist also (jedenfalls formell) demokratisch nicht legitimiert.

  8. AGLT (kein Partner)
    26. Juli 2013 11:14

    "...gegen den mehr Unterschriften gesammelt worden sind, als der Mann bei seiner Wahl überhaupt gehabt hatte..."

    Vor gar nicht allzu langer Zeit wurde in einem westlichen Land, das sich dreisterweise noch immer als moralische Weltinstanz aufspielt, jemand Präsident, der NICHT EINMAL DIE MEISTEN STIMMEN bekommen hatte!

    Also schön das Kircherl im Dorf lassen.

  9. Aron Sperber (kein Partner)
    26. Juli 2013 10:34

    dass die USA - wie Pumuckl zu wissen meint - Saddam dazu eingeladen hätten, Kuweit zu überfallen, ist mittlerweile eine weit verbreitete Legende.

    mit der Realität hat sie freilich nichts zu tun:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/08/05/hes-a-bastard-but-hes-our-bastard/

    doch Leute, die in einem Foto von Saddam und Rumsfeld (1985 unter Reagan) den Beweis dafür sehen, dass Saddam auf Geheiß der USA (1980 unter Carter) den ersten Golfkrieg begonnen habe, glauben auch an die Legende, die hier von Pumuckl verbreitet wird.

    • AGLT (kein Partner)
      26. Juli 2013 11:16

      Ja, diese Legenden! Diese Mär, dass nichts ohne Wissen, Billigung oder gar Anstoß durch den größten Scheinmoralisten geschieht. Alles nur Verschwörungen.

    • F.V. (kein Partner)
      26. Juli 2013 12:31

      Obama ‘enttäuscht’, nachdem der Jemen einen fälschlich eingesperrten Journalisten freilässt

      Der Journalist wurde eingesperrt, weil er einen Angriff der Verei-nigten Staaten von Amerika auf jemenitische Zivilisten aufdeckte

      Jason Ditz

      www.antiwar.com , 24. Juli 2013 – Im Dezember 2009 schlugen Tomahawk-Raketen der Vereinigten Staaten von Amerika im jemenitischen Dorf al-Majalah ein und töte-ten 41 Zivilisten. Der damalige Präsident Ali Abdullah Saleh behauptete steif und fest, dass der Angriff vom jemenitischen Militär geführt wurde und dass alle Opfer (haupt-sächlich Frauen und Kinder) „Terroristen“ gewesen seien.

      Der Journalist Abdulelah Haider Shaye war der erste Journalist vorort, der die Verur-sacher bekanntgab, indem er enthüllte, dass Streumunition der Vereinigten Staaten von Amerika den Boden am Ort der Attacke übersäte. Im November 2010 enthüllten Wi-kiLeaks-Depeschen die Wahrheit, genauso wie Shaye berichtet hatte, und Shaye wurde fast unmittelbar danach verhaftet.

      Shaye wurde beschuldigt, Terroristen „Beihilfe” geleistet zu haben, und zwar dadurch, dass sein Artikel die Schuld der Vereinigten Staaten von Amerika offenlegte, wodurch die Fähigkeit Amerikas beeinträchtigt wurde, Orte im Jemen anzugreifen, was theore-tisch den jemenitischen Militanten geholfen habe.

      Unter dem intensiven Druck von Menschenrechtsgruppen versuchte Saleh, Shaye im Februar 2011 zu amnestieren, wurde aber von Präsident Obama gewarnt, das zu tun. Heute setzte Jemens Präsident Hadi endlich diesen Schritt und Shaye ist frei, nachdem er zweieinhalb Jahre lang schuldlos eingesperrt war.

      Präsident Obama ist darüber nicht glücklich, und das Außenministerium gibt seine „Enttäuschung“ bekannt über die Entscheidung des Jemen, einen Journalisten freizu-lassen, der das Verbrechen begangen hat, die Wahrheit zu sagen. Obwohl kaum eine Bastion der Meinungsfreiheit, war die lauwarme Verteidigung der journalistischen Freiheit durch den Jemen mehr, als die Obama-Administration vertragen konnte.

  10. Francois Villon (kein Partner)
    26. Juli 2013 09:06

    Dr. Unterberger versteht manches offenbar nicht. – Oder dies ist wahrscheinlich eher eine rhetorische Floskel, und er versteht sehr wohl, aber die Fakten der amerikanischen Außenpolitik schlagen in einer Dichte wie Granaten ein, die seine bisher fabrizierte US-Propaganda als dreiste Lüge zertrümmern. Da fabuliert er über die „bösen Gerüchte über Obama“, als ob einem Journalisten wie Unterberger entgangen sein könnte, daß US-Präsidenten die Marionetten jener Hintergrundmächte sind, die Milliarden in deren „Wahlkampf“ investieren – und ihr Investment selbstverständlich mit Zinsen zurückhaben wollen. (Siehe William Pfaff in der IHT, 24. 1. 2002: The Problem of Politics is Money.)

    Diese „Ungereimtheiten” fallen inzwischen einer steigenden Zahl von Lesern des UTB auf, wenngleich doch auch die Inkonsequenz bzw. mangelnde Logik fröhliche Urständ feiert, wenn die erfolgreichere Außenpolitik der USA im Vergleich mit der EUdSSR hervorgehoben wird. Solche Bemerkungen zeigen, daß nicht begriffen wurde, daß die USA mit ihrem Eintritt in den Ersten Weltkrieg (der bis zu diesem Zeitpunkt immer noch ein „lokaler“, europäischer Krieg war) sich anschickten selbst „Weltmacht“ zu spielen. Mit dem Zweiten WK traten sie die Erbschaft des British Empire an und dominieren nun, gestützt auf drei Säulen:

    Interkontinentale Nuklear-Raketen,
    Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft mordende Geheimdienste und
    Herrschaft über die Medien.

    Mit dem Kollaps der UdSSR schien die „westliche Ideologie“ der USA den unangefochtenen Sieg davongetragen zu haben. Aber der Schein trügt. Rußland hat mit Putin der amerikanischen Subversion und Auflösung aller Staatlichkeit in Rußland ein Ende bereitet und China ist – nicht zuletzt wegen der amerikanischen Gier - zur Werkbank der USA geworden und heute ebenfalls eine kaum zu bezwingende Großmacht. Die innerer Verlogenheit der US-Politik, deren angeblichen „Werte“, die nie je zu einer Nation gewordenen Menschenmassen verschiedener Herkunft und die faktische Spaltung der Gesellschaft in Superreiche – die „Ostküste“ – und entrechteten Bodensatz – Neger, Latino, Mexikaner, in Reservate, wie Affen in einem Käfig gesperrte Indianer, etc. - sorgen inzwischen dafür, daß „Gods own Country“ zu einem einzigen KZ ungestaltet wurde: Homeland Defence Department, über 800 KZ mit der Kapazität viele Millionen aufzunehmen, totale Überwachung, paramilitärische Polizei die gegen die eigenen Bevölkerung eingesetzt wird, Gehirnwäsche durch ständige, selbst fabrizierte „Terror-Anschläge“ oder „aufgedeckte“ Verschwörungen, ... All das ist inzwischen offenkundig geworden – und es ist dies ein schlimmerer Alptraum, als dies im sowjetischen Arbeiterparadies je ausgedacht werden konnte.

    Joachim Fernau sagte dies treffend in Hallejuja. Die Geschichte Amerikas: „Gewinnt der Amerikanismus so wird er in 150 Jahren die Menschheit zugrunde richten, und die Erde wird als erstorbener Mars im Weltall weiterkreisen.“

    "Was ist in unseren Händen geblieben? Was können wir unseren Vätern antworten, wenn sie fragen, was wir mit dem Erbe des 19. Jahrhunderts, des perikleischen Zeitalters getan haben? Was halten wir in Händen?
    Wir haben alles vertan, was uns ein guter Gott, oder wie immer sein Name sein mag, gegeben hat. Heute haben wir nicht einmal mehr den Frieden der ärmsten Kreatur. Es ist alles kaputt in unserem Herzen. Es schlägt wie rasend, aber es ist leer. Die Sehnsucht nach Heimkehr an das Herz der Großen Mutter ist erloschen. Wir sind einsamer als der Schwan. Unsere Kehle ist zugeschnürt.
    Es ist alles kaputt. Verzeiht uns! Wer? Wer soll uns verzeihen? Der Glaube ist kaputt, niemand hat mehr die Inbrunst, die zu einem verzeihenden Gott, irgendeinem Gott will, und nirgends mehr ist ein Gott, der zu uns will. (...)
    Darum verliert kein Mitleid! Ich sage: Hasst! Hasst, was da über uns kommt! Wenn ich das sage, mache ich in Wahrheit nicht Platz für die Liebe?
    Kann nicht auch Gott nur annehmen, indem er zugleich verwirft? Verdammt er nicht um der Liebe willen? Ja, wer liebt, muss zugleich auch verwerfen.
    Deshalb aus Liebe zudem, wonach wir hungern und was man kaputtgemacht hat, deshalb sage ich: Hasst! Die Liebe ist machtlos geworden.
    Dort drüben, j e n s e i t s des O z e a n s, steht der Schuldige."

    Anstelle von (zugegebenermaßen nicht allzu objektiver) Geschichtsbetrachtung ist ein ergreifendes document humain getreten. Was für ein Text! Hier legt Fernau alle Zurückhaltung, alle Ironie ab, und steigert sich von einem melancholischen Schwanengesang ausgehend in einen verzweifelten Ausbruch hinein, in eine riesige Anklage gegen das, "was da über uns kommt!".

  11. Carlo (kein Partner)
    26. Juli 2013 01:13

    Die Wahrheit ist ja, dass der Putsch von reichen sunnitischen wie auch koptischen Armeekreisen bzw. deren Abhängigen inszeniert wurde. Dazu haben sie Strom und Benzin-Lieferungen gezielt eingeschränkt. Die Muslimbrüder unter Mursi waren leider zu unerfahren und zu naiv dieses ganze Spiel zu durchschauen. Ich hoffe nicht, dass dieses Spiel auf einen Bürgerkrieg hinausläuft, aber manchmal scheint es unvermeidlich...

  12. Anton Volpini
    25. Juli 2013 20:23

    Vielleicht sollten Sie Ihren eigenen Verschwörungsparagrafen etwas vorsichtig in Frage stellen, verehrter Dr. Unterberger?

  13. Rupert Wenger
    25. Juli 2013 18:44

    Könnte es vielleicht sein, dass irgendjemand aus einer derzeit ganz verrufenen Ecke eine besorgniserregende Beurteilung über den wahrscheinlichen Ausgang des Machtkampfes in Ägypten abgegeben hat? Dann kämen die Waffen möglicherweise in Zukunft einmal in falsche Hände, was wohl auch nicht in unserem Interesse sein kann.

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      31. Juli 2013 08:24

      Genau. Wenn ein eklatant unverständlicher Akt gesetzt wird, so kann das im Grunde nur mit einem INformationsvorsprung zu tun haben. Wer glaubt, dass die USA sich nunmehr nach PRISM bereitwillig und vorauseilend in die Karten schauen lassen würden, der a) denkt EUropäisch und b) ist naiv (was leider allzu oft Synonyme sind).

  14. nerdfilms
    25. Juli 2013 17:24

    Ihrem Artikel kann ich diesmal nicht zustimmen. Immerhin ist das der legitime, durch freie und demokratische Wahlen an die Macht gekommene Präsident. Mir sind Islamisten in islamischen Ländern tausend Mal lieber als hier!

  15. fokus
    25. Juli 2013 14:14

    OT

    Wieder einmal darf sich das "andere Wien" glücklich schätzen, zum Sitz einer internationalen Organisation zu werden:

    http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/3364120/europaeisches-zentrum-fuer-beschneidung-wien.story

  16. schreyvogel
    25. Juli 2013 13:17

    Mursi ist in einer demokratischen Wahl an die Regierung gelangt, die neuen Machthaber durch einen Putsch.
    Ein kleiner Unterschied, aber Barack Obama scheint ihm mehr Gewicht beizumessen als A.U.

    Wenn man jedoch, wie es die EU_Staatsräson gebietet, der Sicherheit Israels Priorität oberste Priorität gibt, dann allerdings ist A.U.'s Kritik berechtigt. Obwohl, vielleicht meint Obama ja, im Nahen Osten sollte man am besten an niemanden Waffen liefern außer an Israel, das aber ausgiebig?

  17. ProConsul
    25. Juli 2013 09:32

    Ich tippe darauf, dass es Israel irgendwie geschafft hat, die USA davon abzubringen die Flugzeuge an Ägypten zu liefern.

    zu Obama: er ist ein aalglatter Opportunist, wer an diesen Mann als Heilsbringer geglaubt hat, muss schon sehr naiv sein. Man sollte auch daran erinnern, dass er sich zuletzt sehr stark für die Gay-Marriage ausgesprochen hat!

    Der New Yorker Professor Norman Finkelstein, der sich immer wieder kritisch mit Israel beschäftigt hat, und dafür viel von seinen eigenen Leuten gescholten wurde, sagt über Obama: "He is actually a liberal jew in his mental outlook." (siehe youtube-video)

    Norman Finkelstein on why Obama doesn't believe His own words
    http://www.youtube.com/watch?v=1WxFzX1OwAU

    Norman Finkelstein is challenged by a female student at a University discussion
    http://www.youtube.com/watch?v=Q7tupJRSi7M

  18. terbuan
    25. Juli 2013 09:10

    Die langfristige Strategie der USA besteht meiner Meinung darin, die Nahost-Region zunächst zu destabilisieren und sodann ihre Rolle als "Welt(macht)polizist" auszuspielen um die betroffenen Völker zu unterjochen.
    Das hat bisher noch immer funktioniert, nicht nur in Nahost.

  19. Markus Theiner
    25. Juli 2013 07:36

    Das ist an sich nicht so schwer nachvollziehbar. Rein pragmatisch gesehen mag die neue Regierung für die Interessen Amerikas und Ägyptens besser sein als eine mehr oder weniger demokratisch gewählte Mursi-Regierung.

    Aber Obama hat seine Präsidentschaft nicht auf Pragmatismus aufgebaut. Er hat die Massen mit Emotionen begeistert, sich als Unterstützer der Demokratisierung der arabischen Welt verkauft. Und da verträgt es sich halt nicht mit seiner Rolle, wenn er jetzt so ohne weiteres ein an die Macht geputschtes Regime unterstützt.
    Eine solche Kehrtwende würde ihm von pragmatisch eingestellten Amerikanern nur Häme bringen und seine feel-good-Unterstützer würden das niemals verstehen.
    Man stelle sich vor die Armee setzt die Jets dann gegen die protestierenden Anhänger der gestürzten demokratischen Regierung ein. Das wäre innenpolitisch ein Todesurteil für Obama, egal wie bewaffnet und undemokratisch die Demonstranten sind...

    Auch aus pragmatischer Sicht vergibt sich Obama nicht viel. Die neue Regierung scheint sich auch so durchzusetzen und dass die (hoffentlich bald) neu gewählte Regierung die dann sehr wohl ausgestreckte Hand des Westens aus Trotz nicht ergreift ist unwahrscheinlich, wenn die sich gerade über ihre Gegnerschaft zu der Bruderschaft definiert hat.

    • F.V. (kein Partner)
      27. Juli 2013 08:46

      Herr Theiner,

      so stellt sich die Mitzi-Tant´ aus Mistelbach die Geopolitik der USA vor.

      Was Sie hier schreiben ist dem Dreschen leeren Strohs nur vergleichbar.

  20. dssm
    25. Juli 2013 07:36

    Man sollte sich um Israel Sorgen machen!
    Immerhin der einzige echt westliche Staat in der Region.

    Andererseits bei den Zustimmungswerten eines Herrn Obama, kann in Analogie zu Faymann nur mehr vom Herrn Präsidentendarsteller gesprochen werden. Alles was der jetzt umsetzt, werden seine Nachfolger auskurieren müssen.

    • ProConsul
      25. Juli 2013 09:49

      Immerhin der einzige echt westliche Staat in der Region.

      Das sehe ich nicht so. Israel ist ein Staat, der auf massiven Rassismus aufgebaut ist, welcher noch immer die gesamte Gesellschaft durchdringt. Auch die Abwertung von Frauen, in Teilen der Gesellschaft, hat nichts mit westlichen Staaten gemein. Bis vor ein paar Jahren waren in Bussen die hinteren Plätze ausschließlich für Frauen reserviert. Ich sehe es eher so, dass sich Islam und Judentum sehr ähneln. Die Juden sind einfach durch ihre jahrhundertelange Selektion und ihre Einbettung in den Westen im Vorsprung, was Intelligenz und Technologie angeht. Aber wenn man zu dem Kern der beiden "Ideologien" zurückkehrt, kommen sie einander schon sehr nahe. Nicht umsonst wurde der Islam von manchen Theologen als "Reform-Judentum" angesehen.

    • dssm
      25. Juli 2013 09:57

      @ProConsul
      Na, dann gehen Sie einmal in die nächste Parkgarage! Frauenparkplätze, so weit das Auge reicht – nix mit Gleichberechtigung!
      Dann machen Sie einmal eine Stellenausschreibung und vergessen das Binnen-I, die Scherereien möchte ich nicht haben.
      Hoffentlich gibt es noch Länder wo dieser Wahnsinn nicht Methode ist. Irgendwo muss sich ja die europäische Kultur in gesünderer Form erhalten.

      Das mit dem Rassismus ist auch seltsam. Bei uns jammert fast jeder (ausser den GrünInnen) über die Araber, weil die nur faul in das Sozialsystem einwandern oder gar kriminelle Clan-Banden bilden, in Israel sind die Araber aber die Guten?!?!

    • ProConsul
      25. Juli 2013 20:45

      dssm
      Entschuldigung, aber es geht doch darum, dass man den Arabern das Land "gestohlen" hat und sie jetzt in ihrem eigenen Land als Bürger zweiter Klasse behandelt werden.

    • F.V. (kein Partner)
      27. Juli 2013 08:58

      dssm,

      Sie haben auch schon klügere Kommentare verfaßt.

      Israel - ein "westlicher" Staat. Wie lächerlich.

      Yehezkel Dror referierte vor einigen Jahren im Wr. Rathaus bei einem jüdischen Kongreß u. a. über Israel (und sie können das vielleicht auch in seinen Publikationen nachlesen), daß Israel sich ausdrücklich nicht als solcher sieht, und er zweifelte auch an, inwieweit die Konzeption des 19. Jhdts. überhaupt noch "Vorbild" sein könne bzw. sollte.

      Die drei Charakteristika die Dror für Israel bestimmend bezeichnete waren:

      1. die Abramitische Religion,
      2. die innere "Einschließung" und
      3. die äußer "Abschließung".

      Überdies betrachten sich die Juden - ironischerweise offenbar auch die, die gar nicht religiös sind - als "Auserwähltes Volk", womit sich jeder Vergleich schon erübrigt. Sie selbst meinen, daß darin der eigentliche Grund liegt, daß es auf der ganzen Welt den sogenannten "Antisemitismus" gibt. - Wie verwunderlich, wenn dies impliziert, daß alle anderen Völker als minderwertig in ihren Heiligen Büchern bezeichnet werden.

      Gedanken-Experiment: übertragen Sie die Israelischen Gesetze und Gebräuche auf die BRDDR! - Das Geschrei würde weltweit zu hören sein.

  21. Observer
    25. Juli 2013 06:48

    Wenn es eine Weltrangliste für diplomatisches Geschick geben würde, dann wäre die USA sicher im unteren Bereich zu finden. Der "Weltpolizist" USA setzt lieber auf militärische Stärke und Ausspionieren - auch seiner befreundeten Länder.

    Wenn die USA dem Mursi-Regime nachtrauert, dann sie es noch immer nicht kapiert, dass dieser Ägypten zu einem Gottesstaat ähnlich dem Iran machen wollte. Dem hochgelobten Land fehlt überhaupt eine Strategie, wie man von Diktatoren befreite muslimische Länder wie Irak, Libyen, Ägypten aber auch Afghanistan für die "Zeit danach" in geordnete Bahnen lenken und mit ihnen kooperieren kann.

    • Markus Theiner
      25. Juli 2013 07:49

      Im Land der Blinden ist der einäugige König. Ich denke die USA sind mit ihrer recht ruppig-direkten Außenpolitik immer noch um Eckhäuser erfolgreicher als die Europäer, mit ihrem freundlich-ziellosen Außenauftritt (politik will ich das fast nicht nennen). Es stimmt auch nicht, dass die USA nur auf Militär und Geheimdienst setzen. Da fließt auch einiges an Geld in verbündete Staaten. Diplomatie im Sinn von freundlich gedroschenen Phrasen spielt sich eher hinter verschlossenen Türen ab.

    • Observer
      25. Juli 2013 12:05

      Markus Theiner:
      Richtig, die USA geben Milliaraden an Militärhilfen für Pakistan, Israel usw. aus.
      Richtig ist auch, dass die EU keine ordentliche gemeinsame Außenpolitik betreibt, obwohl es zwar nur eine eigene Außenpolitikkommissarin gibt und tausende Leute in eigenen Auslandsvertretungen ihre Pfründen bekommen.
      Hat Österreich überhaupt einen Außenminister? Michael Spindelegger kümmert sich ja zu 95 % nur um seinen Job als Vizekanzler und ÖVP-Obmann. Das macht aber nichts, denn da kann er im Ausland nichts Dummes anstellen und im Ausland werden wirw ohnedies kaum wahrgenommen.

  22. Pumuckl
    25. Juli 2013 05:08

    " Das verstehe, wer kann. Ich kann's nicht. "

    AM 27. JULI 1990; WENIGE TAGE VOR DEM IRAKISCHEN EINMARSCH IN KUWEIT, TRAF US-BOTSCHAFTERIN APRIL GLASPIE SADAM HUSSEIN UND SAGTE IHM AUF ANWEISUNG AUS WASHINGTON,DIE USA HÄTTEN KEINE MEINUNG ZU DEM GRENZDISPUT MIT KUWAIT.

    Das war eine "Einladung" Saddam Husseins, der ja zuvor, von den USA sehr wohlwollend geduldet, einen blutigen Krieg gegen den Irak führte, Kuwait anzugreifen.

    NACH 2 KRIEGEN, WELCHE SEITHER UNTER FÜHRUNG DER USA GEGEN DEN IRAK GEFÜHRT WURDEN, ERREICHEN UNS FAST ALLWÖCHENTLICH MELDUNGEN ÜBER HOCH ZWEISTELLIGE OPFERZAHLEN VON TERRORANSCHLÄGEN.

    Zuvor war der Irak innenpolitisch vergleichsweise geradezu stabil. Dabei ist auch zu bedenken, daß der religiös und ethnisch extrem heterogene Kunststaat Irak erst nach dem WK I unter anglo-amerikanischer " Lenkung " entstanden ist.

    Auch Libyen war unter Muammar al- Gaddafi sehr wohlhabend und innenpolitisch
    völlig stabil. Und heute?

    DER MEDIAL SO BEJUBELTE UND VOM " WESTEN " TEILWEISE MILITÄRISCH UNTERSTÜTZTE ARABISCHE FRÜHLING HAT ALLE BETROFFENEN LÄNDER DESTABILISIERT !
    WO SIND DENN DIE, ZUR WIRKSAMEREN VERGEWALTIGUNG AUFSTÄNDISCHER FRAUEN, VON GADDAFI ANGEBLCH BEREITGESTELLTEN CONTAINER VOLL MIT VIAGRA-PILLEN?

    Der arabische Frühling brachte nur Destabilisierung! Wozu?

    Das verstehe, wer kann. Ich kann's nicht.

    Aber, cui bono? Vielleicht erhalten wir einmal von der Geschichte die Antwort.

  23. Patriot
    25. Juli 2013 04:54

    Wenn Barack Hussein Obama nicht massiv islamophil ist, dann ist er mindestens antiwestlich eingestellt. Die westliche Kultur ist immer noch im Wesentlichen weiss, christlich-jüdisch und marktwirtschaftlich. Alles Elemente, die Barack Hussein Obama und seiner Frau emotional wohl fremd sind.

    Er ist in seiner Jugend in der 3. Welt herumgegondelt, hat wohl in der amerikanischen Kultur nie richtig Fuss gefasst, hat daher keine besonderen patriotischen Gefühle entwickeln können, und hat sein Lebtag nie in der Privatwirtschaft gearbeitet, sondern war entweder Sozialarbeiter oder "Professor".

    Bezeichnend war die Aussage von Michelle Obama, dass sie das erste Mal stolz war auf ihr Land, als ihr Mann zum Präsident gewählt wurde.

    Der Islam ist ein kleiner gemeinsamer Nenner für die Verlierer, Hasser, Außenseiter und Schmarotzer dieser Welt. Die finden beim Islam alle Bestätigung. Vielleicht auch Obama. Ein Haupt-Vehikel für den Heimathass der Hiesigen ist ja auch der Islam. Die diebische Freude, wenn die verhasste westliche Kultur durch den islam geschädigt wird.

    • Robert Bond (kein Partner)
      26. Juli 2013 13:33

      Vielleicht hat er auch nur die emails der ägyptischen Generäle gelesen?

      Nein, im Ernst: Barack Obama wird in die Geschichte eingehen als der Präsident, unter dem die Energie-Autarkie und die Re-Industrialisierung der USA in die Wege geleitet wurden. Und so nebenbei wurde in seiner Amtszeit bin Laden erwischt. Das hat Busch mit zwei Kriegen und einem Kabinett voller Öl-Manager nicht geschafft.

    • lurkerabove
      27. Juli 2013 10:40

      "Der Islam ist ein kleiner gemeinsamer Nenner für die Verlierer, Hasser, Außenseiter und Schmarotzer dieser Welt."

      Mit dieser Geisteshaltung soll ein amerikanischer Präsident Weltpolitik betreiben?

      Erinnert mich irgendwie an GW Bush und seine glorreiche Politik in Afghanistan und Irak.

      Da ist mir ein Obama, der in seiner Jugend in der 3. Welt herumgegondelt ist schon lieber.

      Wenn man 1,6 Milliarden Menschen a la Patriot versteht, dann sollte man sich tunlichst von Weltpolitik fernhalten

  24. Maria Kiel
    25. Juli 2013 01:43

    "gerüchteweise" soll es ja so sein, dass ein Muslim seinen Gauben nicht wechseln kann (bzw. seine Religionszugehörigkeit nicht geändert werden kann), ohne dass er dadurch in ärgste Lebensgefahr seitens besonders tief-religiöser Muslim(brüder) gerät. Weshalb sollte für den amerikanischen Präsidenten eine Ausnahme gemacht werden? Unvorstellbar? Wirklich?......

    • Wafthrudnir
      25. Juli 2013 08:29

      Stimmt vom formal-juristischen Gesichtspunkt sicher, allerdings ist Obama wohl kaum so strikt islamisch sozialisiert, daß er dies für sich als bindend empfände. Gefahr für sein Leben droht ihm wohl in erster Linie durch sein Amt, und wenn er so große Angst vor Anschlägen hätte, hätte er sich wohl kaum dafür beworben.
      Nein, es klingt weit plausibler, daß Obama einfach ein typischer Vertreter der gutmenschlichen (Post-)68er ist: alles nicht-Westliche ist gut, alles Westliche ist böse, alles, was den Westen haßt, ist daher besonders gut.

    • Maria Kiel
      25. Juli 2013 20:09

      man muss als Muslim nicht islamisch sozialisiert sein, um einer Todes-Fatwa zu unterliegen.
      Aber ich dachte ja auch eigentlich weniger an Obamas Angst, als an Obamas Sympathien, über die es immer stärker nachvollziehbare Gerüchte gibt.....

  25. Haider
    25. Juli 2013 01:25

    Der westliche Euphorismus hinsichtlich nordafrikanischer Demokratien (Verläßlichkeiten) ist für mich in keiner Weise nachvollziehbar. Der ganze arabische Frühling ging voll in die westliche Hose. Vorderasiatische Politspielereien nützen wem auch immer - dem Frieden sicher nicht. Es sind doch weltweit immer die gleichen infantilen Strickmuster: Es wird ein westlicher Satrape eingesetzt und irgendwelche Schreibtischphantasten träumen vom Weltfrieden. Viel Geld versickert in einem goldenen Nachtkästchen oder luxoriösen Staatsflieger des Potentaten. Clanhäuptlinge reisen mit riesen Entourage (20 Nebenfrauen, 20 Nebenministern, 200 Sicherheitsbeauftragten, 70 Halbbrüdern und 100 Halbschwestern) von Juwelier zu Juwelier. Dort stehen sie dann mit russischen Oligarchen in derselben Warteschlange.
    Ich liege in meinem 800 m2 Garten, lausche den Vögeln, trinke einen Sommerspritzer und die ganze Welt kann mich. Sollen sie sich doch die Schädel einschlagen. Sie taten nie anderes, außer einige - die kamen nach Österreich und erwarteten sich den vorgegaukelten Honig und das von Lügnern versprochene Manna.

  26. fokus
    25. Juli 2013 01:14

    Vielleicht hat man ihm mit der Aberkennung des Friedensnobelpreises gedroht, wenn er Kriegsmaterial an Putschisten liefert?
    Oder fürchtet er ganz einfach einen Zahlungsausfall? Vielleicht steckt gar Snowden dahinter? ;-)

    Scherz beiseite, aber den Ägyptern werden diese 4 Stück F-16-Kampfjets nicht abgehen, denn ich kann mir vorstellen, daß Rußland gerne einspringt und bereits eine Ersatzlieferung anbietet.

    Warum und weshalb, wird sich uns Normalsterblichen vermutlich nicht so rasch erschließen!

  27. RR Prof. Reinhard Horner
    25. Juli 2013 01:10

    reinhard.horner@chello.at

    Obama ist in diesem Block seit jeher massiv nicht gemocht worden. Folgerichtig wird jede Gelegenheit wahrgenommen, ihn herunterzumachen.

    Dass das Engagement der USA in der Region zu überprüfen ist, liegt wohl auf der Hand.

    Dass der Mursi-Administration problemlos geliefert worden wäre, ist übrigens nicht nachgewiesen.

    • ;-)
      25. Juli 2013 07:21

      Die Blockteilnehmer haben eine gesunde Skepsis gegenüber einem Weltmachtpolitiker namens Hussein gezeigt. Und das spricht doch für sie, oder? ;-)

    • Siri
      25. Juli 2013 09:38

      es heißt Blog.

    • RR Prof. Reinhard Horner
      25. Juli 2013 10:54

      reinhard.horner@chello.at

      S. g. Siri,
      vielen Dank für die erforderliche Korrektur!

      MfG

    • terbuan
      25. Juli 2013 13:57

      Englische Sprache, schwere Sprache?
      "Block" ist eigentlich gar nicht so schlecht, aber das Wort "Blog" ist bekanntlich eine Verkürzung des englischen Namens "WeBLOG(-Buch), also ein auf einer Webseite geführtes Tagebuch! :-)

    • ;-)
      25. Juli 2013 14:47

      Kann es nicht sein, dass die Teilnehmer dieses Blogs einen Block bilden, aus dem sich Neues entwickelt?

    • terbuan
      25. Juli 2013 15:54

      @;-)

      Es gibt ihn bereits, wenn Sie den Blog verfolgen, dann fällt Ihnen sicherlich so manches "Du" auf, es gibt Aktivitäten, auch außerhalb des Forums!
      bG/
      terbuan@aon.at

    • Undine
      26. Juli 2013 07:45

      Ich muß gestehen, daß ich das "Duzen" im Blog unpassend finde---auch wenn man sich privatim duzt. Die unausgesprochene Botschaft, die dadurch an die anderen Blogteilnehmer ergeht, gefällt mir persönlich nicht, aber das ist natürlich Ansichtssache.

  28. kritikos
    25. Juli 2013 00:45

    Der ägyptische Präsident ist demokratisch gewählt und jetzt außer Funktion gebracht worden. Mr. Obama ist demokratisch gewählt worden ..., nur der ägyptische Weg ist bei ihm (leider?) nicht anwendbar





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