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Von der Ausbildung bis zum Dienstrecht: Lehrer sein, dagegen sehr

Der ÖVP-Vorschlag für ein neues Lehrerdienstrecht hat blitzschnell Zustimmung der Gewerkschaft gefunden und ist auch finanzierbar. So weit so positiv. Nur begreifen die Schwarzen etwas nicht: Sie haben sich mit ihrer absurden (unter dem Druck des Koalitionspartners und der Mainstream-Medien erfolgten) Zustimmung zur neuen einheitlichen Lehrerausbildung in eine Falle begeben. Aus dieser kommen sie nicht mehr heraus. Die SPÖ wird sie schon gar nicht herauslassen, hat sie doch diese Falle gezielt aufgebaut. Offensichtlich war die ÖVP mangels Bildungsexperten nicht imstande, den engen Zusammenhang zwischen den beiden Materien zu erkennen. Zugleich will die Spindelegger-Truppe möglichst viele Gesetze noch vor den Wahlen durchbringen, auch wenn es schlechte Gesetze sind (nur um zu zeigen, die Koalition lebt doch noch). Und dem ist der die Lehrerbildung verhandelnde Wissenschaftsminister Töchterle brav nachgekommen. Wenn auch ohne Ahnung um die Konsequenzen.

Die Crux mit einem Satz: Die neue Lehrerausbildung sieht von der ersten Klassen Volksschule bis zur Matura eine – mindestens – fünfjährige Masterausbildung vor; der schwarze Besoldungskompromiss sieht hingegen weiterhin unterschiedliche Entlohnungen für Pflichtschul- und AHS-Lehrer vor, die aber bisher auch deutlich unterschiedliche Ausbildungen hatten.

Auch die Dienstrechts- und Besoldungsfragen zeigen also, dass der Lehrerbildungskonsens in eine Sackgasse führt. Töchterle trägt einen großen Teil der Schuld daran. Denn dass sich die SPÖ wenig um Finanzierungsprobleme schert, war immer schon klar gewesen. Und ebenso dass sie mit einem völlig realitätsfremden und bürokratischen Ideologieziel arbeitet. Sie will ja von der Kindergärtnerin angefangen allen die gleiche lange Ausbildung verordnen.

Die anderen Defizite der neuen Lehrerbildung: Sie reißt – ausgerechnet in einer Zeit des eskalierenden Lehrermangels! – katastrophale Personallücken auf. Insbesondere in der Übergangsfrist, aber auch auf Dauer: Viele eigentlich ideal dafür begabte junge Menschen werden künftig einen weiten Bogen um Lehrer- oder Kindergartenjobs machen. Denn sie wollen und können zwar mit Kindern arbeiten, haben aber keinerlei Motivation, fünf bis sechs weitere Jahre in Schulklassen zu sitzen und praxisfremde Theorie  in sich hineinzustopfen. Bei den pädagogischen Vorlesungen kommt als besonders lähmend hinzu, dass dort alle paar Jahre völlig andere Lehrmeinungen angepriesen werden.

Jeder, der eine Ahnung von den wirklichen Problemen in den ersten Schuljahren hat, weiß: Nichts wird sich bessern durch noch mehr Jahre Hörsaal vor dem Einsatz. Es geht vielmehr um die Möglichkeit, schon am Beginn der Ausbildung – aber vor allem auch dann während des Schul- oder Kindergarten-Einsatzes – ungeeigneten Lehrern Auf Nimmerwiedersehen sagen zu können. Dabei darf es keine Rücksicht auf das Dienstrecht, sondern nur auf die Kinder geben.

Ursache einer individuellen Nicht-Eignung ist primär die oft große nervliche Belastung, tagtäglich mit 25 Kindern fertig werden zu müssen. Die Eignung dafür sieht man im Grund leider immer erst in der Praxis. Ein weiteres Problemfeld sind die Pädagogischen Hochschulen: Dort wird man aufgenommen, auch wenn man selbst nicht perfekt Rechtschreiben und Rechnen kann. Und man lernt es auch dann an der Hochschule nicht mehr.

Eine wirklich positive Reform der Lehrerbildung würde die Pädagogischen Hochschulen ebenso wie die Universitäten wirklich unabhängig aufstellen. Und nicht als Weisungsempfänger einer ideologisierten Ministerin, die Rektoren nur wegen eines einzigen Interviews feuert, in dem diese eine andere Meinung als die Ministerin vertreten.

Zusätzlich muss es aber auch um den Zustand der Universitäten gehen. Dort werden ja beispielsweise Französisch- oder Geschichtslehrer für die AHS und BHS produziert, die vom Gegenstand nur sehr geringe Ahnung haben. Dennoch wird in Sachen Unis oder PH von keinem der zahllosen Konzepte auch nur an einer Stellschraube gedreht.

Die Volkspartei, die (bis auf den Kindergarten) den roten Einheitsausbildungs-Plänen zugestimmt hat, ist nun über die wachsende Erkenntnis ganz überrascht, dass diese Pläne ein Unsinn sind. Und dass diese nun auch ein neues Lehrerdienstrecht sehr erschweren.

Die ÖVP hat durch ihre Zustimmung der Linken ja sogar ein gutes Argument für ihre Einheitsideologie geliefert: Na, wenn die gleich ausgebildet werden, müssen sie auch gleich viel verdienen.

Dabei waren schon ohne die genannten Probleme die Dienstrecht-Verhandlungen massiv überlastet. Den Junglehrern deutlich mehr zu zahlen und dafür die Gehaltszuwächse am Ende der Laufbahn einzubremsen, dieses Konzept funktioniert nur in der Theorie. Auf etliche Jahre kostet das deutlich mehr Geld, und es schafft für Jahrzehnte in den Schulen eine Zweiklassengesellschaft. Von den kleinen Tricks der Beamtenministerin, die auch den alten Lehrern heimlich etliche Zulagen streichen will, was noch keine Gewerkschaft akzeptiert hat, ist da noch gar nicht geredet.

Das Problem der viel zu steilen Gehaltskurven hätte man schon seit Jahrzehnten bei den jährlichen Gehaltsrunden in vielen Minischritten angehen und inzwischen weitgehend lösen können. Also: Man gibt den jungen Lehrern mehr Erhöhung, aber den älteren weniger. Das geschah aber nicht. Die Politik hat immer auf „große“ Lösungen gewartet, und die Lehrervertreter gehören wie Gewerkschafter halt meist zu den älteren Jahrgängen.

Die Psychologenfalle

Völlig ungelöst ist auch das Problem der sogenannten Hilfskräfte zur Entlastung der Lehrer. Diese verweisen auf internationale Vergleiche. Denen zufolge müsste eine fünfstellige Zahl von Psychologen und anderen Hilfskräften zusätzlich in die Schulen marschieren. Das ist natürlich so nicht finanzierbar. Das wäre aber zum Teil durchaus sinnvoll. Es ist beispielsweise schlichter Wahnsinn, wenn sich sogar Schuldirektoren jede Unterlage selbst kopieren müssen, weil es kaum Sekretärinnen gibt.

Viel fragwürdiger ist aber der Ruf nach Heerscharen von Psychologen. Es stimmt zwar, dass heute der Umgang mit Schulkindern viel schwieriger geworden ist, dass es viel mehr Problemkinder gibt. Durch den größeren Anteil von Einzelkindern; durch den wachsenden Anteil von Kindern aus Kulturen, in denen noch das Faustrecht zu gelten scheint; durch Zuwanderkinder, bei denen man auf keinerlei Bildungsorientierung aufbauen kann (die es in heimischen Arbeiter- und Bauernfamilien meist sehr wohl gibt); durch die psychologischen Schäden als Folge von elektronischem Dauerkonsum; durch die hohe Anzahl von berufstätigen Müttern. Und nicht zuletzt durch den modischen Trend zur Inklusion, also durch den wachsenden Zwang, Kinder in den Normalunterricht zu nehmen, die früher in eine Sonderschule geschickt worden sind. Als Ergebnis sitzen jetzt in vielen Klassen oft schwer verhaltensgestörte Kinder und terrorisieren zugleich Lehrer und Mitschüler.

Noch schlimmer ist die Lage dadurch geworden, dass man den Lehrern fast alle disziplinäre Mittel genommen hat. Immer wieder haben populistische Politiker das Geben von Strafen getadelt und eingeschränkt. Die Lehrerautorität hat überdies auch dadurch gelitten, dass Schulzeugnisse immer öfter juristisch beeinsprucht werden (oft mit Erfolg). Und last not least stehen Eltern, die früher immer an der Seite der Lehrer gestanden sind, jetzt in einer geänderten Wertestruktur fast immer nur an der Seite der Kinder (wobei beide Extreme schlecht sind).

Die Lehrervertreter begehen in dieser Situation den Fehler zu glauben, dass man all diese Probleme an Psychologen abschieben und solcherart lösen kann. Wenn man wirklich beobachtet, was Psychologen in schwierigen Situationen machen und wie wenig Erfolge sie erzielen, dann kann man nur lachen. Jedoch geben die Psychologen ihre Ohnmacht nicht gerne öffentlich zu.

Denn zum Unterschied von den Lehrern gibt es ein massives Überangebot von jobsuchenden Psychologen. Die freuen sich alle schon auf feste Anstellungen im Schuldienst. Den Lehrern und Schülern wird dies freilich nur wenig nützen. Es muss um Erziehung und Konsequenzen gehen, nicht um Jobs. Aber das werden wir erst einige Jahrzehnte und Milliarden später mit Staunen erkennen.

Auch wenn es schon sein kann, dass der eine oder andere Psychologenposten wirklich hilfreich ist, so liegt die Lösung des Problems vor allem in der Rücknahme vieler der skizzierten populistischen Schul-„Reformen“ der letzten Jahrzehnte (also durchaus auch aus der Zeit einer schwarzen Ministerin).

Auch ist der ÖVP-Vorschlag in vielen Details noch sehr unklar. Etwa: Was bedeutet die Umstellung der Lehrverpflichtung von Unterrichtsstunden auf Präsenzstunden genau? Muss es dann nicht auch das Recht jedes Lehrers auf einen Arbeitsplatz, auf Computer und Schreibtisch geben? Und wie teuer kommt das? Wo ist der Platz dafür?

Dennoch geht der Vorschlag in die richtige Richtung. Alleine der Umstand, dass etliche gehaltsrelevante Entscheidungen in die Schulen verlegt werden sollen, ist sehr positiv. Ebenso muss man erleichtert sein, dass jetzt der Generaltenor der Schuldebatte nicht mehr auf der ständigen Lehrerbeschimpfung durch die beiden SPÖ-Ministerinnen und die Herren Androsch und Schilcher liegt. Lehrer zu sein ist vielmehr eine der wichtigsten und schwierigsten Aufgaben einer Gesellschaft. Daher verdienen Lehrer prinzipiell jede Anerkennung – wenn wir uns einmal von den zehn bis zwanzig Prozent schwarzen Schafen getrennt haben.

Angesichts all dieser Probleme ist es jedenfalls absurd zu glauben, dass noch im Juni ein neues, in allen Details durchdachtes Lehrerrecht beschlossen werden kann. Sind doch im September Wahlen. Daher wird es wohl auch nicht mehr dazu kommen. Und wenn doch, können die Neuregelungen nur schlecht und huschpfusch kommen.

Die Hauptschuld am Stillstand trägt zweifellos eine Claudia Schmied, die ihre sieben Ministerjahre (neben der Lehrerbeschimpfung) fast nur für ihre Gesamtschulpropaganda verschwendet hat.

 

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alle Kommentare

  1. Kylia (kein Partner)
  2. Jessalyn (kein Partner)
  3. Vikash (kein Partner)

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  4. Fabiana (kein Partner)

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  5. Minami (kein Partner)

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  6. kaffka (kein Partner)

    "Die ÖVP hat durch ihre Zustimmung der Linken ja sogar ein gutes Argument für ihre Einheitsideologie geliefert: Na, wenn die gleich ausgebildet werden, müssen sie auch gleich viel verdienen."

    Das ist natürlich ein TRugschluss. Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass auch Volksschullehrer besser ausgebildet werden.
    Das hat aber mit der Besoldung -logischerweise- überhaupt nichts zu tun.

    Ein ausgebildeter Arzt, der als Taxifahrer tätig ist, bekommt ja ebensiwenig einen Arztgehalt, wie ein Diplomingenieur - wen er als Zeichner in einem Architekturbüro arbeitet - einen Diplomingenieursgehalt.

    Das traut sich nämlich nichteinmal die Gewerkschaft zu verlangen.

    Sollte es sich herausstellen, dass für einen Volksschullehrer keine Masterausbildung notwendig ist, sollte man das Ausbildungsgesetz aufheben.

    Auch eine Kindergartentante braucht keinen Master oder gar ein Doktorat.



    • Schnabeltierfresser (kein Partner)

      Es gibt auch keinen mir bekannten Kollektivvertrag, in dem Verdienste an einen Uniabschluss gebunden sind. Es geht immer um die "Art der Tätigkeit".

      Aber als ehem. Chef weiß das Unterberger eh.

  7. Sparschwein (kein Partner)

    OT

    Wir Unterberger auch einen Kommentar über den historischen Überwachungsskandal der amerikanischen Regierung schreiben? Oder ist es kein Problem, dass unsere Emails von einem ausländischen Geheimdienst gespeichert und ausgewertet werden, solange wir nichts vor dem Staat - einem anderen als Österreich- zu verbergen haben?



    • Sparschwein (kein Partner)

      Und wo sind unsere Politiker? Entweder sie verstehen das Problem nicht, oder sie arbeiten mit den Amerikanern zusammen und freuen sich über Informationen über österreichische Bürger, die sie von den USA geliefert bekommen. Die Amis sind zumindest irgendwie durch ihre Verfassung geschützt. Für alle anderen gibt es keine privaten Bürgerrechte mehr.

    • Trollwatsch (kein Partner)

      Deine Postings hier lesen auch alle Unterbergerianer. Was regst du dich über die in Amiland gespeicherten Mails auf?

    • Sparschwein (kein Partner)

      What the ??!?

      Logik ist nicht gerade deine Stärke. Was haben meine in diesem Forum anonymen Postings damit zu tun, dass die NSA die gesamte elektronische Kommunikation überwacht? Wahrscheinlich bist du auch so ein Staatsgläubiger, der nichts zu verbergen hat.

    • AGLT (kein Partner)

      @Sparschwein:
      Der Obama darf das. Weil der ist gut. Anders verhielte es sich beim Putin. Der ist das Böse.
      die Amis wollen Daten? na klar doch.
      die Russen wollen Daten? Skandaaal!

      Wenn hier ein AU-Kommentar dazu verfasst wird, dann kriegt maximal der Whistleblower sein Fett ab.

  8. Inger

    Es gibt zu diesem Thema jetzt unendlich viele lange Kommentare, die genauso kompliziert zu lesen sind, wie die ganze Geschichte ist. Soll mir doch bitte endlich wer einmal erklären, warum ein Sechsjähriger einen Lehrer/Lehrerin braucht, die genauso ausgebildet ist, wie ein Lehrer/Lehrerin für einen Achtzehn- oder Zwanzigjährigen.
    Für ein kleines Patscherl, das lesen, schreiben, rechnen und sonst noch ein paar Dinge lernen soll, braucht wem, der auch ein Gefühl für Kinder hat und nicht eine möglichst überakademische Ausbildung. Weil für den Lehrstoff als solchen braucht ein Volksschullehrer wohl keine Ausbildung, die muss er ja intus haben, obwohl ich das manchmal auch bezweifle, seit ich von Rechtschreibfehlern bei VS-Lehrern gehört hab, die einem die Haare zu Berge stehen lassen.
    Wichtig ist, dass sie den Kleinen, die in die Schule eintreten, das Rüstzeug mitgeben wird, auf dem dann aufgebaut werden kann.
    Ganz einfach, lesen, schreiben und rechnen, ganz wichtig aber auch Sozialverhalten und so einfache Dinge wie grüßen, entschuldigen etc.etc. weil
    diese Dinge bekommen viele ja auch nicht mehr von zu Hause mit.
    Vielleicht bin rückständig in meinem Denken, aber mich regt unheimlich auf,
    wenn sich vor allen Dingen die Mamis in der Früh vor der Schule verabschieden mit "viel Spass" - prinzipiell heisst Schule Leistung, zwar altersgemäss und auch
    mit Spass verbunden, aber nicht nur. irgendwann müssen die Kinder lernen,
    dass jeder Mensch Leistung zu erbringen hat, seinem Alter entsprechend. Spass ist eine eigene Kategorie, ist zwar dann und wann angesagt,aber nicht das Hauptziel beim Schulgehen.



    • Gerald M. (kein Partner)

      Danke für ihren Kommentar.

    • cmh (kein Partner)

      Die Frage ist ganz einfach zu beantworten:

      Jeder Lehrer braucht ein abgeschlossenes Universitätsstudium um sich den Einmischungen der gstudierten Pädagogen, Psychologen und Eltern erwehren zu können. Erst dann gibt es eine kleine Chance, Kinder ungestört zu unterrichten.

      NB: Angesichts der Schäden, die die gstudierten Pädagogen, Psychologen und Eltern an den derzeit wehrlosen Kinderseelen anrichten wäre daher auch ein abgeschlossenes Universitätsstudium für eintretende Volksschüler ein wichtiges Desideratum.

  9. byrig

    das nicht-linke österreich muss herrn neugebauer dankbar sein.
    er hat verhindert,dass das rein ideologisch bestnimmte begehren nach einer gesamtschule abgeschmettert werden konnte.
    trotz massiver bemühungen wie die des ultralinken androsch,seines verachtenswerten helfershelfer schilcher von der övp,von marxisten wie dieser schmidt ganz zu schweigen.
    österreich hat im schulbereich ein problem bei den hauptschulen.warum?wegen der ungezügelten zuwanderung,wo es dann klassen mit 90% zuwanderer gibt.
    unsere gymnasien sind nach wie vor weltspitze,die das finnische niveau weit übertreffen.
    die sozis wittern aber morgenluft:mit gefakten pisa-ergebnissen die einheitsschule,wie im marxismus gefordert,einführen.
    neugebauer,bleiben sie hart!



  10. Frank (kein Partner)

    Himmel - Bewahrt uns vor den Psychologen!!! Die brauchen wir Lehrer wie einen Kropf am Kopf!
    Die wirklichen Probleme: weltfremde Lehrer, die nie in der Privatwirtschaft waren - und für die eine 17-Stunden-Woche das Leistungsmaximum eines Menschen darzustellen scheint - sollen unsere Kinder für "Draußen" vorbereiten.
    Da sind die halb-kommunistischen Religionslehrer, die Felber und (den selbst ernannten Kommunisten) Jean Ziegler predigen. Da sind die Germanisten, deren Studium auch heute noch Semesterlang vom Marxismus begleitet wird und die ein Semster leidenschaftlich das kommunistische Manifest (Marx, Lenin, Brecht,...) unterrichten - und das im 21. Jahrhundert.
    Da sind die Geografielehrer, die beim Thema Globalisierung nur von Ausbeutung, GEwerkschaft und Welt-Regierung stammeln. Und jetzt noch die super-roten Psychologen??????
    Seid Ihr alle Wahnsinnig?????
    Unsere grün-roten Lehrer und rot-grünen Medien haben unser Land "umgedreht" - nicht-linkes Gedankengut ist ins Internet verbannt!! Was wollt Ihr noch - die Klofrau nach Nord-Korea auf Schulung schicken?
    Himmel - befrei uns von Schul- und Mediensystem! Und von einer weltenfremden ÖVP, die da meint, irgendein Lehrer (unter 60) würde schwarz wählen...



  11. Margarita Teresa (kein Partner)

    Von Mitstudenten, die nebenbei ein Lehramt machen oder von einem solchen abgesprungen sind, habe ich gehört, daß Pädagogikvorlesungen so ziemlich die unbeliebtesten der Lehramtsstudien sind und von vielen nur als notwendiges (da vorgeschriebenes) Übel betrachtet werden.

    Grund: "es bringt in der Praxis eh nichts..."



  12. Brigitte Kashofer

    Die lange Studiendauer eignet sich wunderbar dazu, junge Menschen mit weltfremden Ideologien vollzustopfen, die sie dann mangels echtem Fachwissen an gläubige Schüler weitergeben.



  13. Undine

    @Arundo.donax

    ************!

    "Eine Verlängerung der Lehrerausbildung ist absolut überflüssig. Studenten gehören so schnell wie möglich mit dem Schulalltag konfrontiert, damit sie feststellen können, ob sie den Anforderungen, die dort an sie gestellt werden, wirklich gewachsen sind."

    Das ist der springende Punkt! Junge Menschen, die sich für den Lehrberuf entschieden haben, brauchen neben den natürlich notwendigen theoretischen Fächern (Psychologie, Pädagogik, Methodik, Didaktik) vor allem möglichst viel PRAXIS, also jede Menge HOSPITIEREN an ausgesuchten "Übungsschulen", so viel wie nur irgendwie möglich die Gelegenheit für LEHRAUFTRITTE in Stadt- und Landschulen. Und, bevor sich die jungen Leute ans Studium machen, ein sehr gutes Aufnahmeverfahren. Nicht umsonst war früher eine MEHRTÄGIGE Aufnahmsprüfung für 14-Jährige (samt improvisiertem Lehrauftritt, bei dem neben den Professoren auch ein Psychiater zur Beurteilung der Fähigkeiten anwesend war!) ins Pädagogium Voraussetzung!

    Eine wirklich ausgezeichnete, fernab jeder Ideologie stehende Lehrerausbildung ist aber für ein gutes Schulwesen noch lange nicht alles. Zum wirklich gut ausgebildeten Lehrer gehört selbstverständlich der GUTE WILLE aller anderen Beteiligten (Schüler und Eltern!!!), der selbstverständliche RÜCKHALT durch den Direktor und Maßnahmen zur Einhaltung von DISZIPLIN! Daß damit nicht das Rohrstaberl und die Prügelstrafe gemeint ist, weiß jeder---bis auf die linken Ideologen; aber die wollen es gar nicht wissen!



  14. bürgerIn (kein Partner)

    Danke, Herr Unterberger! Einer der fundiertesten Beiträge die ich zur Schulproblematik je in aller Kürze gelesen habe. Ich bin mir bei den tatsächlichen IQs unserer derzeit agierenden PolitikerInnen gar nicht mehr sicher, ob die diese komplexe Thematik als solche begreifen. Und Claudia Schmieds Verständnis für Pädagogik und deren Umsetzung ist ausgelagert - in die Versatzstücke der marxistischen Ideologie, die bei ihr bereits Zeichen von religiöser Besessenheit aufweisen.



  15. Undine

    A.U. schreibt:

    "Viel fragwürdiger ist aber der Ruf nach Heerscharen von Psychologen. Es stimmt zwar, dass heute der Umgang mit Schulkindern viel schwieriger geworden ist, dass es viel mehr Problemkinder gibt."

    Anstatt der Sache auf den Grund zu gehen, weshalb es heute so viele "Problemkinder"* gibt, fordert man mehr und immer noch mehr Psychologen zur Lösung dieser "Probleme". Das ist aber nicht anders, als wenn ein Arzt einem Patienten, der über ständige Schmerzen klagt, immer nur Schmerzmittel verordnet---ohne sich die Mühe zu machen, zu ergründen, WAS die Schmerzen verursacht. Es wird also bloß ein Symptom behandelt, nicht aber die eigentliche Ursache der Schmerzen.

    Durch die Forderung nach mehr Psychologen, die sich der ständig wachsenden Zahl gestörter Kinder annehmen sollen, "behandelt" man aber nur die SYMPTOME---im "Notfall" deklariert man Kinder als "krank", diagnostiziert (leichtfertig, weil die Eltern überfordert sind!!!) ADS, das steht für Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom oder Aufmerksamkeitsdefizitstörung. Kinder mit ADHS sind zusätzlich hyperaktiv und man "behandelt" dann diese Kinder mit Retalin und Co. ---der Anfang im Umgang mit "Helferlein", später Drogen.

    Die Kinder machen nun von kleinauf die Erfahrung, daß man Probleme aller Art mit
    Medikamenten behandelt. Den Eltern ist "geholfen"---fürs Erste allerdings nur und nur SCHEINBAR, denn an der Ursache, weshalb ein Kind zum "Problemkind" geworden ist, wagt man sich nicht heran---aus guten Gründen!

    Nennen wir doch das Kind beim Namen: Die Kinder sind die OPFER der linken Gesellschaftsmodelle---gezielte Zerstörung der natürlichen Familienstrukturen, und solange man an diesen verheerenden linken Gesellschaftsmodellen nicht ernsthaft und konsequent rüttelt, wird es "Problemkinder" geben. Danke, Frau Heinisch-Hosek und Co.!

    Was Kinder während der Zeit des WKII an Leid erfahren mußten, was sie alles mitansehen mußten, was Kinder nie und nimmer sehen und miterleben dürften und die große Not nach dem WKII und der Kampf ums nackte Überleben---da kann man von gravierenden Problemen reden. Wie schafften es diese verstörten Kinder, ganz ohne Psychologen, ihr Leben zu meistern? Aber das vielfach schreckliche Los der Kinder in dieser Zeit interessierte NIEMANDEN!

    PS.: Die Familie meines Bruders hatte zu Beginn der 70er-Jahre für mehrere Monate eine 16-jährige Amerikanerin zu Gast. Dieses Mädchen war an Schlaftabletten gewöhnt! Pamela fand das ganz normal, auch ihre Freundinnen in den USA taten dies. Wie so vieles leider Negative (siehe die Fettleibigkeit der Amis!) kommt auch der Abusus von Medikamenten aus den USA, eine echte Problemlösung leider nicht. Dabei wäre es SO EINFACH: Die Nestwärme im Familienverband!



    • Leopold Koller (kein Partner)

      Wie so oft haben Sie vollkommen Recht. Leider wird's das in Oe nicht spielen. Warum? Weil wir uns nicht zur Wehr setzen!

    • Undine

      @Leopold Koller

      Danke! Ihre Zustimmung freut mich ganz besonders!

  16. Haider

    Die Schule ist der Spiegel unserer Gesellschaft par excellence.
    Frustrierte Kinder sollen von ausgebrannten Lehrern und gestreßten Eltern auf's Leben von morgen vorbereitet werden. Wie soll das funktionieren?
    Junglehrer starten voll Begeisterung und Elan ihr Berufsleben. Taferlklassler starten voll Begeisterung und Eifer ihre Schülerkarriere. Und wenige Jahre später: Frust, Angst und Verweigerung bestimmen das Klima. Lehrer fürchten sich vor Schülern, Schüler fürchten sich vor ihren Eltern und Eltern fürchten sich vor Lehrer (erinnert sehr an das Schere-Stein-Papier-Spiel).
    Die Politik dreht sich alle paar Jahre um 180 Grad. Keiner hat Sicherheit. Keiner hat Vertrauen. Das Einzige, was alle beherrschen, ist fernsehen. Allerdings auch hier nur das Dumm-Sehen, denn kritisches Hinterfragen und Durchschauen würde Sachkenntnis verlangen und die wird einem von unserer Schulpolitik konsequent vorenthalten. Wer etwas versteht, der ist a priori verdächtig - er könnte ja die Opposition wählen!



  17. Claudius

    Jetzt mal politisch unkorrekt: Es ist durchaus denkbar und die Entwicklung in Österreich in den letzten Jahren und Jahrzehnten zeigt es auf:

    Es kristallisiert sich - unter den großen Schlagworten "Gemeinsame Schule für alle ab 10 Jahren" und "Chancengleichheit für alle" heraus:

    die öffentlichen Schulen werden nach unten nivelliert, das Leistungsprinzip und gesunder Ehrgeiz werden ausgeschaltet. Daher führt das öffentliche Schulsystem in Österreich mehr und mehr zur Verdummung der Menschen - ohne dass dies zur Sprache kommt.

    Nur die Praxis zeigt: Es gibt Maturanten die nicht fehlerfrei Deutsch schreiben können, die nicht Rechnen können und nicht Englisch können.

    ABER:

    Die Oberschicht, die Eliten, der Geldadel: Für sie stehen die Privatschulen zur Verfügung, vor allem die katholischen und evangelischen Privatschulen, das Lycee Francais in 1090 Wien, die Vienna International School in 1220 Wien usw. usf.

    In diesen Privatschulen, die den betuchten Eliten vorbehalten sind, gibt es wirklich noch ausgezeichnete, hervorragende Ausbildung.

    Kein Zufall dass dort auch die Sprösslinge der roten und grünen Schulpolitiker anzutreffen sind, wie z.B. der Sohn von Hannes Androsch.

    Das derzeitige Gemurkse bewirkt: Steuergelder werden beim Fenster hinausgeschmissen ohne Resultate zu bringen.
    Es wird eine Zweiklassengesellschaft entstehen die noch viel krasser sein wird als das was wir bisher kannten:

    Oben die Absolventen von den Privatschulen die in den Vorständen, Aufsichtsräten, Führungspositionen in Wirtschaft und Politik sitzen werden, an den Schalthebeln wo Entscheidungen fallen.

    Die Dummgebliebenen aus dem öffentlichen Schulsystem werden die Arbeitstiere für die Oberschicht sein müssen: Die in der Bauwirtschaft, Landwirtschaft, Bergwerken, Rohstoffindustrien und in den schlecht bezahlten Industrien als Hilfskräfte eingesetzt werden.

    Das ist so von den dunklen Mächten im Hintergrund so GEPLANT!


    Blödsinnigerweise gibt es so viele die sich als "nützliche Idioten" für diesen Masterplan hergeben: Harald Walser, Hannes Androsch, Bernd Schilcher, Claudia Schmied (die alle glauben wahrscheinlich wirklich daran dass sie das Richtige machen), siehe:

    http://derstandard.at/1369363010205/Lehrerdienstrecht-Gruene-fordern-30-Stunden-Anwesenheitspflicht

    In dem Zusammenhang bitte auch das Buch von Paolo Lionni "The Leipzig Connection" (= in Englisch) lesen, das ich bei den Tipps gepostet hatte, hier: http://www.andreas-unterberger.at/Tipps-und-Hinweise/Homepage-Links



  18. RR Prof. Reinhard Horner

    reinhard.horner@chello.at

    Die Gewerkschaft und insbesondere Fritz Neugebauer als Verhinderer, als Betonierer zu verteufeln, geht völlig daneben.

    Von Frau BM Schmied bis zu den vermeintlichen Bildungsexperten – wie Schilcher, Androsch und und und – sollten wenigstens einige zu reellen, zu redlichen Programmpunkten finden, zum Beispiel:

    * eine Erhöhung der Anfangsbezüge ohne Beschneidung der Lebensverdienstsumme,

    * realistische Arbeitszeiten,

    * ausreichende Hilfskräfte an den Schulen,

    * angemessene ausstattungsmäßige Erneuerungen für Schüler und Lehrkräfte,

    * die erforderlichen baulichen Verbesserungen für Schüler und Lehrkräfte,

    * nicht nur eine wirksame Erneuerung der Vorbildung, sondern auch die durchschaubare Planung und Durchführung des lebensdurchdringenden Weiterlernens der Lehrkräfte …



    • RR Prof. Reinhard Horner

      reinhard.horner@chello.at

      * Und die Berücksichtigung, dass es in großer Mehrheit um Lehrerinnen geht! (Wo bleiben in diesen Zusammenhängen die Frauenkämpferinnen?)

      * Wie mehr Männer für den Lehrberuf zu gewinnen sind und ob das gewollt wird.

  19. Josef Maierhofer

    Wie war denn das in den 1950-er Jahren ? In den 1960-er Jahren ? Damals gehörten unsere Schulen zu den besten der Welt.

    Der Lehrer konnte sanktionieren, der Lehrer durfte frei unterrichten, der Lehrer durfte die Lehrmittel aussuchen, meist hat er sich an die Bücher der Schülerlade gehalten, die Kinder mussten sorgsam damit umgehen und die Bücher hielten tatsächlich viele Jahre lang, obwohl sie die einzigen Unterlagen waren neben dem Schulheft, das heute einem Bilderbuch mit zum Ankreuzen gewichen ist, (denn Schreiben müssen wir nicht mehr können und können wir daher auch nicht mehr, Lesen können wir auch nur mehr die Bilderbücher und Rechnen, nein das stört das Wohlbefinden, das wird dem Psychologen und dem Anwalt überlassen) und dann weggeworfen wird, der Lehrer hatte Erziehungsfunktionen. Auch damals gab es asoziale Elemente, die haben aber damals noch Deutsch gesprochen. Diese psychologische Verhätschelung gab es damals noch nicht, denn wie will denn ein Psychologe stressfrei, konsequenzlos, etc. einem Kind sagen, 'bis hierher und nicht weiter', wie will denn ein Psychologe, noch dazu für viel Geld, überhaupt helfen, wenn es 'auffällige' Kinder gibt ? Oder sind wirklich schon alle krank ?

    Dieses Problem kam mit dem Wohlstand, mit der Zuwanderung, mit der Wohlfühlschule, die alles tut, was unnötig ist und das Wichtigste, das Lernen, dabei vergisst.

    Ich vertrete die Meinung, eine 'Dachtel' hinter die Löffel, kann auch verbal sein, wenn es reicht, kann einem aufmüpfigen Kind, das testet, wie weit es gehen kann, sicher helfen.

    Ich bringe wieder das Beispiel meiner Tochter in der 1. Volksschule. Die Klassenlehrerin war eine ganz junge Lehrerin aus dem Waldviertel und es war ihre erste Klasse. Frau Tochter hat ausprobiert, wie weit sie gehen kann, die Lehrerin hat sie bei den Beinen geschnappt und mit dem Kopf nach unten so lange hochgehalten, bis meinem jungen Fräulein eingefallen ist, dass man sich für Untaten, wenn man sie als solche erkannt hat, zu entschuldigen hat, wenn einem das leid tut. Nie mehr gab es danach Auffälligkeiten. Ich habe der Lehrerin zu ihrer Maßnahme gratuliert. Ich weiß, dass das heute nie und nimmer ohne Nachspiel ginge, so eine 'Herabwürdigung' des 'Fratzen' (pardon: Kindes). Dazu braucht man in heutigen Zeiten für das Kind einen Psychologen und für den Lehrer einen Anwalt und Richter.

    Aber unser wohlstandsverwöhntes, perverses, für Ideologien missbrauchtes Schulsystem benötigt bis zu 3 Lehrer pro Klasse, zusätzlich noch einen Rechtsanwalt pro Klasse und 3 Psychologen und dann kommt noch die Forderung nach Lehrern in der Herkunftssprache der 'Kinder' (Monster), nach Psychologen in der Herkunftssprache der Kinder.

    Ich denke, es würde genügen dem halben Unterrichtsministerium Psychologen zur Heilung vom Ideologiewahn zu verpassen.

    Dass die ÖVP schön brav, weil halt nicht mehr kernig in alle Fettnäpfe, die die SPÖ aufstellt, hineintappt, wundert mich nicht. Es fehlen halt Leute mich Kern, Herz und Hirn, dazu wurde die jetzige Politikergeneration aber leider nicht ausgebildet, von wem denn auch ? Den Lehrern wurde die Mündigkeit abgenommen, jetzt 'bildet' der Staat. Der Staat besteht aber in der Regel nicht aus Gebildeten, natürlich haben viele Politiker einen Titel, aber meist ohne Mittel, mit ein paar Ausnahmen, die noch denken können, aber vom 'Mob' niedergewalzt werden, was auch der Grund ist, warum kein normal Denkender je in die Politik gehen würde. Entweder kommen die Leute aus Selbstbedienungs- und Klientelbedienungsgründen dorthin, oder aus Ideologiegründen, 'Überzeugung' heißt das heute.

    Die Verzweiflung bei den Lehrern ist groß und sie fliehen zu Hauf in die Frühpension und sind von der Schule weg, so oft es irgendwie geht, die Verzweiflung bei den Kindern kommt erst, wenn sie erkennen, wie wir sie zurückgelassen haben, oder zumindest allzu viele der heutigen Elterngeneration, die dem 16 Jährigen bereits die Ratschläge geben, wie man als 20-Jähriger bereits arbeitsunfähig geschrieben werden kann.

    Erschütternd das alles.

    Ordnung und Disziplin in einer heutigen Schule ? Ich habe es mir angeschaut. Viele Kinder sind besser als das ganze Schulsystem, können schon alles, bevor sie in die Klassen gehen, weil dort lernen sie, zufolge der aufgezwungenen üblen Kollegenschaft schlechter Schüler, echt nichts dazu.

    Ein Naturtalent von Lehrer hat früher halt selbst Nachhilfestunden gegeben, Gleichaltrigen, Jüngeren, wie ich selbst das getan habe und damit mein Gymnasium selbst finanziert habe, denn als ältester von 8 Kindern aus einer Arbeiterfamilie hat man halt gelernt, dass man selbst für sein Leben verantwortlich ist. Der hat diese weltfremden Theorien und Ideologien, den Genderismus und die Verweiblichung ('Verlesbung') und den 'Sexualunterricht' und die Indoktrinierung in Richtung 'Antifamilie', den 'Antifaschismus', etc. nicht in einem 5 jährigen Masterstudium studieren müssen, sondern der durfte noch lernen, was er wollte und, was er brauchte für sein Fach und für seine Arbeit. Staatliche Vereinheitlichung ist Gleichmacherei, die nicht funktioniert, wie wir ja leidvoll sehen. Bloß das 'Mysterium' sieht es nicht, will es nicht sehen.

    Die Lehrziele müssen auf einem solchen Politboden ja verfehlt werden, wie halt alles, was uns die Politik antut.

    Ich verstehe Herrn Neugebauer schon auch, wenn er sich als 'Bollwerk gegen diese Dummheiten sieht', ich verstehe aber auch nicht, dass man alles mit Forderungen unterlegen muss. Wir wissen, was es kostet, für alle Schulen einen Lehrertrakt einzurichten als Arbeitsplatz, wenn die Lehrer das bisher 'gratis', sie werden ja privilegiert bezahlt dafür, zumindest die Gymnasial- und Pflichtschullehrer, sie haben ja privilegiert viel Urlaub, zu Hause gemacht haben. Da würde ich sagen, die Anwesenheitspflicht sollte mit der Menge der vorhandenen Dauerarbeitsplätze an einer Schule limitiert werden und der Rest arbeitet halt zu Hause. Ich arbeite noch an einer Fachhochschule und kann Ihnen sagen, es werden bloß 10% der anfallenden Stunden bezahlt mit einem durchschnittlichen Nettoertrag von 2.- bis 3.- Euro pro notwendiger Arbeitsstunde. Auch wurden dort die Stundensätze für Lektoren seit 1998 nicht erhöht, die Inflation ist aber seither um 45% ca. gestiegen, also bezahlt man heute dort die Hälfte von 1998 heute. Andererseits aber werden Lehrer zufolge Dienstrecht und Stundenplan, meines Erachtens, sicher ordentlich bezahlt, ist nicht vergleichbar mit externen Lektoren.



    • Riese35

      **************************!

    • Nikolaus Scholik (kein Partner)

      @Maierhoder
      Da ich dieses aus meiner Sicht lächerliche Sternderlverteien nicht praktiziere:
      vielen Dank für Ihren hervorragenden Kommentar!
      N.Scholik

  20. plusminus

    OT

    Es fällt auf, daß die Kontroverse-Kolumne in den SN nicht mehr erscheint.
    Was ist passiert? ;-)



    • FranzAnton

      Vielleicht ist der Frau KKP unvermittelt "der Knopf aufgegangen", und sie hat erkannt, welchen zwar parteilinientreuen, faktisch jedoch katastrophalen Ideologiequatsch sie allzu häufig vertreten musste, und sie hat, um sich künftig beim Blick in den Spiegel freundlich anlächeln zu können, "den Hut draufgehaut". Ein Wunschtraum zweifellos, dessen Erfüllung einem Wunder gleichkäme; aber, auch Saulus hat sich bekanntlich zum Paulus gewandelt. Ob sie, zufolge später Einsicht, zu einer solch wahrhaft heroischen Kehrtwendung den Mumm hätte, erscheint aber, bedauerlicher Weise, äußerst unwahrscheinlich. Man soll aber die Hoffnung nie aufgeben; wenn nicht sie, vielleicht findet sich ein anderer, hochrangiger marxistischer "Grande", der zur Besinnung kommt, die parteiinternen Eiterherde en detail ans Licht der Öffentlichkeit zerrt, und damit für mindestens(!) drei Regierungsperioden die SPÖ in die Opposition verbannt, zwecks Aufarbeitung der turmhoch angehäuften Fehlleistungen. Ihm müsste dereinst wohl ein Ehrengrab als "Retter Österreichs" gestiftet werden, samt Namensverewigung auf der Ringstrasse; der Renner - Ring böte sich an.

    • Erich_47 (kein Partner)

      Vielleicht muss KKP sich auf den (bereits begonnenen) Wahlkampf konzentrieren und Herrn Darabos helfen?
      Zu den SN: leider gibt es seit Jahren schon faktisch keine Blogs mehr. Zu einzelnen Themen wird in der Druckausgabe manchmal eine Internetadresse angegeben, manchmal eine Mailadresse. Geht man zu den Internetadressen dann fällt auf, dass eigentlich nie Kommentare dazu erscheinen. Das liegt wahrscheinlich nicht an Zensoren sondern am Publikum welches merkt, dass es hier keine Resonanz gibt. Die SN vermeiden damit zwar Schwierigkeiten, die durch Proteste über unerwünschte Meinungen entstehen könnten, entziehen sich aber dadurch der Lesermeinung. Oder gibt es so viele Leserbriefe, aus denen die Redaktion mehr erfährt?

  21. dssm

    Sozialistische Gehirnwäsche funktioniert am Besten im Alter zwischen der Pubertät und dem Beginn des Arbeitslebens.
    Je länger man daher die jugendlichen Menschen in Zwangsberieselungsanlagen halten kann, wo sie keinerlei Kontakt mit der leider immer widersprüchlichen Realität haben, desto grösser die Chance, daß diese jungen Menschen dann auch ein Leben lang brave Sozialisten sein werden.
    Ist diese prägende Sturm- und Drangzeit vorbei, kommt immer mehr eine konservative Stimmung in den Vordergrund, man möchte nichts mehr ändern; im Falle des extrem lange Indoktrinierten ist ein ewig treuer Sozialist das Resultat.
    Ist dieser Indoktrinierte dann Lehrer, kann er seinen sozialistischen Schwachsinn gleich an die nächste Generation weitergeben.

    Dazu dann noch Psychologen an die Schulen, also Inquisitoren einer Pseudowissenschaft, so sind die Kinder bestmöglich untergebracht, jedenfalls aus sozialistischer Sicht.
    Das wirklich 'Gute' für die Eltern und Kinder wird dann von einem völlig weltfremd verbildeten Psychologen, in einer schön Fremd- und Fachwörter gespickten Sprache, ohne Einspruchsmöglichkeit durchgesetzt – immer nur zum Besten für das Kind.



  22. Arundo.donax

    Gratuliere zu diesem Artikel - hätte eine Frau Schmied nur ansatzweise eine Ahnung, welche wirklichen Probleme im Schulbereich existieren, würden vielleicht nicht alle vernünftigen und nötigen Schritten dem Goldenen Kalb der roten Schulpolitik, der Gesamtschule, geopfert werden. Ein paar Überlegungen aus meiner täglichen Praxis: Eine Verlängerung der Lehrerausbildung ist absolut überflüssig. Studenten gehören so schnell als möglich mit dem Schulalltag konfrontiert, damit sie feststellen können, ob sie den Anforderungen, die dort an sie gestellt werden, wirklich gewachsen sind. Lehrende an Pädagogischen Hochschulen wissen teilweise schon nicht, was sie den Studierenden in 3 Jahren vermitteln sollen und beschäftigen diese mit Referaten und Seminararbeiten. Und nun soll dieses Schauspiel noch länger dauern?

    Lehrer haben außer einem "belehrenden Gespräch" keine Handhabe, mit störenden, respektlosen oder unwilligen Schülern umzugehen. Hilfe von Psychologen ist kaum vorhanden - und wenn, dann ist sie oft nicht zielführend. In einer unserer Klassen sind 75 % Kinder mit Migrationshintergrund. Die meisten Eltern dieser Schüler (10-jährige!) sind an schulischen Belangen völlig desinteressiert. Nur ein Bruchteil der Kinder erledigt Hausaufgaben oder arbeitet im Unterricht mit. Ein Schüler ist Asperger-Autist, ein anderer ritzt sich. In den Unterrichtsstunden werden Lehrpersonen angepöbelt und Mitschüler attackiert. Sämtliche Betreuungsstunden der Schulpsychologin an der Schule wurden schon vor einiger Zeit aus Spargründen gestrichen, die Lehrpersonen sind also auf sich allein gestellt, und versuchen, trotz aller Widrigkeiten den ihnen anvertrauten Schülern etwas beizubringen, was angesichts dieser Voraussetzungen härteste Arbeit ist. Angesichts solcher Szenarien ist es ein Hohn, wenn Frau Schmied meint zu wissen, wo der Hut brennt.



  23. Yoshinori Sakai

    Warum nur warum?

    Warum ist die ÖVP momentan so blöd und ungeschickt dass sie in einem Affentempo ein Gesetz nach dem anderen durchs Parlament durchpeitscht - wobei fast alle dieser Huschpfusch-Gesetze der ÖVP-Parteilinie und ÖVP-Parteitradition widersprechen.

    Die ÖVP-Parteiverantwortlichen sollen einmal in dieser momentanen Hektik innehalten und ganz ruhig nachdenken:

    - Warum haben uns weit über eine Million Bürger 2008 gewählt? Was sind die Interessen dieser Wähler?

    - Was für kurz- mittel- und langfristige Folgen werden diese Huschpfusch-Gesetze für die Bürger und für die Nation - auch finanziell betrachtet - haben?

    Alle diese Schul- & Bildungs- & Lehrerausbildungsgesetze sind ein anschauliches Beispiel für die derzeitige Misere der ÖVP.



    • dssm

      Weil die ÖVP jetzt noch schnell vollendete sozialistische Tatsachen schaffen will.
      Der Wettkampf zwischen den diversen linken Richtungen ist viel strenger als zwischen den Linken und allen anderen politischen Richtungen.
      Es ist eine alte bürokratische Weisheit, daß ein erst einmal gemachtes Gesetz nie wieder verschwindet.

    • Riese35

      OT oder doch nicht ganz: Abzug vom Golan. Durch die konservative Bevölkerung geht ein Aufschrei wegen des Abzugs vom Golan. Warum hat der rote Verteidigungsminister mit dem Militär so schnell einen solchen Beschluß gefaßt?

      Die militärsche Führung habe auf einen Abzug gedrängt? Weil ein UNO-Mandat, d.h. ein Auftrag nur für die Beobachtung des Waffenstillstands, nicht aber für Anwendung von Gewalt zur Sicherung der Pufferzone existiert?

      Klingt eigentlich einleuchtend und schlüssig. Wenn es zu Kampfhandlungen kommt und ein Kampfauftrag fehlt, kann das Militär nichts mehr erreichen und muß abziehen. An diesem Beispiel erkennt man gut, was eine militärisch nicht gesicherte Neutralität wert ist. Jeder möge an diesem Beispiel studieren, welchen Wert die österreichische Neutralität ohne Militär hatte, hat und hätte. Dem Militär ist nichts vorzuwerfen.

      Der Vorwurf muß sich aber umso mehr an die Politik richten: Wo ist die österreichische Außenpolitik geblieben? Hätte man nicht schon längst aktiv werden und einen der Situation entsprechenden Auftrag von der UNO urgieren müssen?

      Daß es so weit kommen wird, war mit ein wenig Gespür für militärische Zusammenhänge abzusehen. Es war nur eine Frage der Zeit.

      Was hat das mit dem Thema zu tun?
      - Die ÖVP verschläft die Gesellschaftspolitik (Homos, Gender)
      - Die ÖVP verschläft die Schulpolitik (Gesamtschule, Disziplin, Stellung des Lehrers)
      - Die ÖVP verschläft die Außenpolitik.
      Danke ÖVP!

  24. socrates

    lösen wir das problem liberal, also nach angebot und nachfrage:
    wer unterrichtet bekommt pro stunde 1% mehr gehalt "frontzulage"oder "risikozulage". psychologen unterrichten nicht.
    die mathematikreform der oberstufe hat schon thorberg mit seinem "schüler gerber" erfunden. seit 68 wurde die zinseszinsenrechnung abgeschaft und fayman und co. haben keine ahnung von exponentiellem wachstum. die bankster haben freie hand beim betrügen. so schafft mannützliche idioten und für claudia scmied gilt die unschudsvermutung.
    es gibt matura ohne mathe, aber die eltern wollen auch für den unbegabtesten ein diplom, daß er alles kann.
    punkt 2: die kinderbeihlfe in eine schulstipendium verwandeln, dasje nach anwesnheit und leistung ausgeschüttet wird. in perun funktioniert das gut.
    p.s. die politiker und medien berichteten, daß eine kontrolle der migrantenabkassierer unmöglich sei. sie sollten sich csi oder andere tv-krimis ansehen, wo mittels dna und fingerabdruck die menschen weltweit in sekunden identifiziert werden. das weiß sogar dir pepitant.



    • Politicus1

      Matura OHNE MATHE?
      Wusste ich nicht - bitte mich zu erleuchten, welche AHS Matura ohne Mathe ermöglicht.

    • socrates

      im spital seiend kann ich nicht genug nachsehen. aber dei sozialschulen in der kalvarienberggasse 28 /1170 ist sehr zu empfehlen und macht es möglich.
      googeln unter tourismusschulen, usw.

    • Politicus1

      socrates:
      1) falls Sie Patient sind: baldige Genesung!
      2) Kalvarienberggase bietet 3-jährige Fachschulen an, mit einem zusätzlichen Aufbaulehrgang zur Matura. Ist also nicht mit einer AHS oder einer HTL vergleichbar.

      Mit geht es in erster Linie darum, ob die in einer ALLGEMEINbildenden höheren Schule im Oberstufenlehrplan in Stein gemeisselte Mathematik heute in unserer Kulturgesellschaft tatsächlich zur höheren Allgemeinbildung gehört.
      Z.B: eine lineare Funktion f(x)=k.x+d, wobei die lineare Funktiion f durch ihre Parameter k und d mit k, d € IR bestimmt ist.
      Dies ist ein Beispiel aus der diesjährigen Testphase der Zentralmatura.

      Aber: wie viele Mathematuranten können eine Betriebskostenabrechnung für ihre Mietwohnung kritisch überprüfen? Welcher Maturant hat wenigstens ein Basiswissen zum Börsengeschehen, zur privaten Pensionsvorsorge ...

    • socrates

      ahs geht nicht. diverse sozial,-wirtschafts,-tourismusschulen haben aufbaulehrgänge, die wo mathe kein maturafach ist und sehr einfach unterrichtet wird
      die techem ist eine sphinx mit monopol, man muß daran "glauben". die betriebskostenabrechnung können nicht einmal die hausverwaltungen richtig erstellen, fragen sie die schlichtungsstellen. was sind die zusätze hinter der unterschrift des mietvertrages wert?
      kein bankbeamter kann die tatsächliche verzinsung eines bausparvertrages berechnen im angalsächsischen sinn: was zahle ich, was bekomme ich, wie iet die rendite. dsselbe gilt für den kredit.
      die fachschule am judenplatz ist empfehlenswert.
      für uns beide: weinhtl klosterneuburg!

  25. Cotopaxi
    • Politicus1

      mein wortkonditioniertes Hirn vermittelte mir beim Überfliegen der Schlagzeile in der PRESSE:
      Jahrhunderthochwasser - Kritik an Justiz ...

      ... und wusste dann nicht mehr weiter (:-)

    • fokus

      @Cotopaxi

      Hier sind halt alle unsere Wiener "Staranwälte" involviert - von Zanger bis Lansky.
      Da hat die Tochter wenig Chancen, außer sie holt sich E. Randol Schoenberg aus Amerika! ;-)

  26. Politicus1

    Solange der Mathematikunterricht in der Oberstufe der höheren Schulen nicht TOTAL reformiert wird, halte ich jede Bildungsreform für verunglückt.
    Da wird versucht. den jungen Leuten ein Wissen zu vermitteln, das von 25 Schülern einer Maturaklasse maximal einer in seinem weiteren Leben braucht.
    Alle andere werden damit nur gequält, schaffen mühsamst die Maturaprüfung und wissen schon nach kurzer Zeit von diesem "Wissen" nichts mehr ...
    Wen Mathe wirklich bis in alle hohen Sphären interessiert, der kann es an der Uni studieren, so lange er will... aber im Warenkorb einer höheren Alllgemeinbildung und generellen Vorbereitung für weitere Hochschulstudien hat diese Wissensvermittlung meiner Ansicht nach heute nichts mehr verloren.



    • dssm

      Interessant, Sie gehen genau auf die Bruchlinie zwischen Wissenschafts- und Schulbürokratie ein.

      Einerseits ist es verrückt, daß ein mögliches Genie gar nicht studieren darf, da es einfach sprachliche oder mathematisch unbegabt, aber zum Ausgleich im Gegenfach hochbegabt ist.
      Man bilde nun die Sprachbegabten in Sprachen aus und die Mathematiker in Naturwissenschaften. Es wäre nicht schwer, daß die Sprachwissenschaftler dann die Übersetzter (auf sehr hohem Niveau) für die Naturwissenschaftler werden.

      Andererseits, im täglichen Leben ist sowohl ein gesundes Verständnis in Sprachen und Mathematik von grossem Vorteil.

      Ich wäre für einen goldenen Mittelweg. Die momentane Extremsituation, vor allem für Techniker und Naturwissenschaftler, ist nicht das Gelbe vom Ei.

  27. Observer

    Die GÖD und die Betonierer der Lehrergewerkschaft haben sich wieder durchgesetzt. Die Privilegien der Lehrer (Wochenarbeitszeit von 20 Stunden á 50 Minuten, über 14 Wochen Urlaub, berufliche Auszeit/Sabbatical mit garantierter Erhaltung des Arbeitsplatzes usw.) bleiben aber sicher bestehen?



    • Politicus1

      dazu eine Frage:
      wenn der Beruf so ideal ist, wie sie es schildern - warum drängend dann nicht zehntausende junge Menschen in diese Ausbildung?
      Warum wollen die meisten etwas anderes studieren - und verzichten damit auf 14 Wochen Urlaub, beste Bezahlung bei einer Teilzeitbeschäftigung, ...?
      Vielleicht sehen gerade die jungen Menschen hautnah, wie "herrlich" und "angenehm" es ist, Lehrer zu sein ...

    • Observer

      Politicus1:
      Es gibt genug Lehramtsstudenten, es gibt auch genug Lehrer, allerdings sind nicht alle für diesen Beruf wirklich geeignet.
      Ich kenne aber auch Lehrkräfte, welche ihren Beruf sehr, sehr ernst nehmen und zu Hause viele Stunden für die Vorbereitung und Nacharbeit verwenden. Diesen Leuten ist es ein grosses Anliegen, trotz Schwierigkeiten von Schulleitung, Gewerkschaft, Eltern usw. den ihnen anvertrautren Schüler das Beste zu geben, damit sie im späteren Jahren mit den Herausforderungen des Lebens fertig werden.

    • Erich_47 (kein Partner)

      @Observer
      Ihre Replik zu politicus1 widerspricht irgendwie ihrem "Hauptkommentar"! Warum kauen Sie bitte das sozialistische Gewäsch der von Ihnen zitierten Lehrerprivilegien wieder? Kennen Sie zB nur Lehrer, die es schaffen, während sie unterrichten, die Schularbeiten zu korrigieren?? Nicht einmal dann stimmt das mit den 20 Wochenarbeitsstunden. Meine über 20jährige Erfahrung als Fachtheoretiker an einer HTL zeigte, dass so manches für mich in den vielen Jahren Privatwirtschaft vorher wesentlich einfacher zu erledigen war. Ganz abgesehen von vielen Mitarbeitern in Firmen, die sich gerne am "Beamtenmikado" beteiligten!
      Glauben Sie mir: Sie brauchen ab Schulende 2 bis 3 Wochen um sich zu regenerieren. Über die Verkürzung der 9 Wochen Sommerferien können Sie mit mir schon diskutieren. Ich war auch immer ein Gegner der schulautonomen Tage, die nur Unfrieden bei allen Beteiligten gesät haben. Ich habe aber immer bedauert, nur mehr zu jenen Zeiten Urlaub machen zu können, zu denen alles am teuersten war!!
      Die Lehrergewerkschaft hat leider auch vieles verschlafen und nie richtig gegen die dauernden sozialistischen Untergriffe und Gemeinheiten reagiert; eine typische ÖVP-Haltung, die der Noch-Mehrheit der Nichtlinken immer mehr auf den Kopf fällt. Schmied und Heinisch-Hossek werden es hoffentlich nicht schaffen, dass diese letzte Bastion auch rot wird. Selbst wenn ehemalige ÖVPler wie Schilcher ihren Unsinn in den Medien ausbreiten dürfen.

  28. fokus

    "Es stimmt zwar, dass heute der Umgang mit Schulkindern viel schwieriger geworden ist, dass es viel mehr Problemkinder gibt. "

    Neben den bereits aufgezählten Ursachen kommt nicht zuletzt auch noch dazu, daß es kaum mehr intakte Familien gibt, die unseren Kindern die notwendige Sicherheit und Geborgenheit bieten. Stattdessen wird linkspolitisch die "Patchwork-", die "Regenbogenfamilie", die AlleinerzieherIn und wenn möglich die Unterbringung von der Wiege weg in staatlichen Verwahrungseinrichtungen forciert! Die daraus resultierenden Probleme können Heerscharen von Psychologen nicht mehr in den Griff bekommen, sondern einzig und alleine ein Umdenken bei der Familienpolitik zum Wohle der Kinder.

    Und was dann passiert, wenn man auf Grund der langen und oft völlig an der Praxis vorbeigehenden Ausbildung zu wenig qualifizierte Lehrer findet, hat man schon teilweise jetzt gesehen: der Not gehorchend werden den (Problem-)Kindern jede Menge unbedarfte Aushilfskräfte vorgesetzt, die noch mehr Chaos anrichten, als ohnehin befürchtet wird oder gar schon eingetreten ist.

    Warum sich eine ÖVP bei der Lehrer- und Bildungsthematik von den Sozis derart über den Tisch ziehen läßt und das trotz reichlichem Steuergeldaufwand für umfassende Expertenberatungen,
    bleibt wohl für immer ein Rätsel.

    Da kann man sich nur wünschen, die Legislaturperiode möge enden bevor diese GROKO den ganze Wahnsinn gesetzlich durchpeitscht und daß nach den Wahlen im Herbst ohne diese unglückselige "Herr MinisterIn" Schmied die (Bildungs-)Karten neu sowie professioneller bzw. intelligenter gemischt werden.







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