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Tirol: Kannibalismus und Kollateral-Gewinner

Lesezeit: 2:30

Das Wahlergebnis von Tirol ist nicht so überraschend, wie es auf den ersten Blick aussieht. Eigentlich ist es logisch. Und es ist weder das strahlende Verdienst von Günther Platter, noch der große Siegeszug der ÖVP.

Das Resultat ist ein erster Linie die Folge der Kannibalisierung der Parteienlandschaft. Elf Wahlwerber, vier sind nicht in den Landtag gekommen. So konnten die alteingesessenen Parteien trotz Verlusten ihre Mandatsstände halten. Wenn acht Prozent der Wählerstimmen verloren gehen, weil die gewählten Listen nicht in den Landtag einziehen können, sind die Mandate billiger – für die anderen.
Zersplitterter Protest kippt keine Mehrheiten.
Der Handlungsbedarf für alle Parlaments-Parteien ist aber angesichts der September-Bundeswahl groß.
Michael Spindelegger wird Stärke zeigen müssen: Wenn er den Kollateral-Gewinner Platter nicht auf Linie bringen kann – besonders in Sachen seiner Rot-Anbiederung bei der Gesamtschule – dann sind seine Karten im September schlechter, als sein von vornherein überzogener „Jahr der ÖVP“-Optimismus vorgibt.
Die Grünen haben einen weiteren Beweis erhalten, dass sie es nicht zu mehr als zum Umfrage-Sieger bringen. Das können sie sich auch mit ihrem marginalen Zugewinn inmitten lauter Verlierer nicht schön reden.
H.C. Strache ist von dem geplanten „Duell um den Kanzler“ so weit entfernt wie viele seiner Übertreibungen von der Realität. Seine Konkurrenz sitzt offensichtlich nicht am Ballhausplatz, sondern im reichen Angebot anderer Proteststimmen-Fischer.
Ja und die SPÖ: Bei ihr ist Alarmstimmung angesagt. Dass angesichts eines derart schwächelnden Zustands vor dem Urnengang weitere Verluste für die Kanzler-Partei möglich waren, ist überraschend. Werner Faymann sagt, er wird sich für die Nationalratswahl stärker bemühen. Das heißt wohl, dass eine noch heftigere Inseratenflut aus Steuergeld wie warmer Regen über den Boulevard ausgegossen wird. Und dass die Sudel-Kanonen des Norbert Darabos nicht mehr still stehen werden. Wenn Salzburg am nächsten Sonntag der nächste rote Dämpfer wird, dann werden wir mit einer neuen Negativ-Qualität dessen rechnen müssen, was in anderen Ländern eine politische Auseinandersetzung ist.
Bleibt die erste Pleite für Frank Stronach: Was sie wirklich heißt, werden wir erst wissen, wenn der selbst ernannte Heilsbringer Stellung nimmt. Es stimmt zwar, dass seine Listenprobleme in Tirol groß waren. Hat man je irgendwo Kandidaten erlebt, die die Wähler gebeten haben, sie nicht zu wählen? Aber auch jenseits dieser Groteske: Was sagt der Mann, der sich im Besitz der Wahrheit wähnt, zu diesem Ergebnis? Ist es vielleicht auch eine Wahrheit, dass unkritisches Kandidaten-Shopping zu wenig ist? Und hält Frank Stronachs Selbstbild die Zurückweisung durch den Wähler überhaupt aus – auch wenn diese in einer Demokratie dazu gehört?
Eine Landtagswahl ist eine Landtagswahl ist eine Landtagswahl. Aber sie hat ihre prekären Auswirkungen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2013 22:16

    Alles ist dort wo es hingehört. Vom scheinbaren Erfolg der VP, bis zum mäßigen Abschneiden der neosozialistischen F, vom scheinliberalen Chaotenstadel der TS bis zum langsamen - entsprechend der Todesrate unter den Pensionisten - Abschmelzen der Verschwendungssozialisten, und die GrünInnen wachsen halt mit dem sukzessiven Absinken des Bildungsniveaus. Nicht dramatisch, aber letztlich doch. Der Herbst wird nicht anders, als Tirol gewählt hat. Also ist in Wahrheit nichts so, wie es sein soll. Der Kurs auf den ESM Abgrund und den Lügenterror der EUdSSR Büttel bleibt voll intakt - also muß wohl einfach einmal ordentlich gestorben werden, bevor sich was ändert. Die Wahrheit ist ohnehin schon tot. Der Rest bemüht sich noch dorthin. Evviva la muerte ...

  2. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2013 22:44

    Wie vermutet hat Platter den Landeshauptmannsessel gehalten und daher gibt es in naher Zukunft nichts Neues in Tirol.
    Man mag geteilter Meinung darüber sein, aber die frustrierten, um nicht zu sagen "angespeisten" Gfr...., ähhh Gesichter diverser Journalisten in den heutigen ORF-Informationssendungen ist mir Platters Sieg allemal wert! ;-)
    Da war nichts mehr von der Hochstimmung vor einigen Wochen bei der Kärntner Wahlberichterstattung zu verspüren und das ist gut so!

    Nach wie vor spannend wird es nächste Woche in Salzburg und ich hoffe sehr auf eine Wiederholung der oben beschriebenen Mienen bei den Rotfunk-Redakteuren!
    Bitte, liebe Salzburger, enttäuscht mich nicht! ;-)

  3. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    29. April 2013 00:00

    Durch eine Wahlbeteiligung von 56% ist Platter wahrlich von großem Glück gesegnet, denn hätten auch die 44% Desinteressierten u. von der Politik angewiderten Wahlberechtigten votiert, wäre er bestimmt auch LH geblieben, aber die Verluste würden wesentlich mehr schmerzen.

    http://orf.at/wahl/tirol13/

    Datensatz 2013 2008
    Wahlbeteiligung: 56,09?% 65,84?%
    Wahlberechtigte: 532.496 520.527
    Abgegebene Stimmen: 298.696 342.713
    Gültige Stimmen: 294.189 336.781
    Ungültige Stimmen: 4.507 5.932

    Das gut eingefahrene System ist nicht so leicht zu knacken und am Ende kommt - egal wie gewählt wird - immer wieder der gleiche Käse raus.
    Ich bin schon gespannt auf Szbg., denn bleibt auch dort alles beim Alten, dann kann man sich das Wählen getrost abgewöhnen und auch auf die Endzeitwahl im Herbst pfeifen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorArundo.donax
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2013 23:10

    Nun ja, für mich stellt sich die Frage, wie viele Platter nicht aufgrund ihrer Überzeugung gewählt haben, sondern einfach, um nicht zu riskieren, dass durch die Stimmabgabe an eine Splittergruppe, die es möglicherweise nicht in den Landtag schafft, die Linken im Verhältnis stärker werden. Was mich aber schockiert hat, ist die Tatsache, dass in der Landeshauptstadt die Grünen die Nase vorn hatten. Siehe auch:
    http://wahlen.tirol.gv.at/landtagswahl_2013/gemeinden/innsbruck.html

  5. Ausgezeichneter Kommentatorbyrig
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2013 22:14

    platter ist nutzniesser des nichtantretens von fritz dinkhauser!
    ansonsten hätte er deutliche verluste gehabt.zu hoffen ist,dass er so demütig ist,das selbst zu erkennen.v.a. in hinblick auf seine begehrlichkeiten in hinsicht bundespolitik,siehe sozialistische gesamtschule.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    29. April 2013 06:52

    Einen Vorgeschmack auf die Zukunft brachte nicht nur die gestrige Wahl im Hinblick auf ein immer mehr zersplittertes Parteienspektrum sondern auch auf mögliche künftige Internetabschaltungen.

    Ich konnte gerade noch meinen Kommentar zur 1. Hochrechnung absetzen, danach gab es einen stundenlangen Ausfall beim größten Provider.
    Nach etlichen Telefonaten mit der eher inkompetenten Hotline erfuhr ich dann, dass es einen Serverausfall in mehreren Bundesländern gibt und man keine Ahnung hat, wie lange die Behebung des Problems dauern könnte. Punktum.

  7. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    29. April 2013 07:56

    Jeder Beobachter weiß, dass man die Verhältnise vom "heiligen Land Tirol" nicht auf Salzburg und schon gar nicht auf Österreich übertragen kann.
    Es wird spannend werden.


alle Kommentare

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    nicht mehr tolerieren. Vielen dank dem ParteiChef des bzö wiens den ich hier zitiere leider Gottes ist es so wirklich in Wien!!"

    Übrigens noch was:

    Der Fahrrasbeuaftragte der Stadt Wien fordert:
    Q: www.vienna.at/martin-blum-neuer-wiener-fahrrad-beauftragter/news-20110920-01422043
    " Wir wollen den Radanteil in Wien bis 2015 verdoppeln."

    Die Grüne Partei will:
    "Ein Drittel weniger Autofahrer bis 2015"

    Q: http://diepresse.com/home/panorama/wien/610673/RotGruen_Ein-Drittel-weniger-Autofahrten-bis-2015

    Merkt ihr es schon?
    Das ist Klassenkampft 2.0 nun sind die Autofahrer die Bürgerlichen und die Radfahrer das Proletariat....

    "Radfahrer aller Bezirke vereinigt euch " das könnte das Motto der Wiener Grünen sein!

    Ich bin seit einiger Zeit draufgekommen, dass es nicht Zufall ist, dass ein Drittel aller Journalisten "den Grünen nahesteht" und AUSSERDEM NIE GRÜNE SKANDALE IN ZEITUNGEN STEHEN!!!
    Über Korruption oder Strafdelikte seitens Grüner Abgeordneter wurde 2008 zuletzt berichtet:
    http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20080909_OTS0095/tierrechts-fundamentalist-martin-balluch-eigentor-der-gruenen

    Zeitgleich werden jetzt immer mehr Skandale anderer Parteien aufgedeckt "FPÖ und Rechtsextreme Mitglieder in Oberösterreich, Sebastian Kurz okkupiert Behindertenparkplatz, BZÖ hat angeblich von Haselsteiner und Strabag Gelder lukriert (früher wars angeblich die Telekom die dennoch Gelder fordert obwohl diese sicher nicht so dumm war...)

    Das ist wirklich unheimlich!
    Jedem der einer Partei angehört und gewissen Einfluss hat: Die Grünen müssen bekämpft werden!

    Übrigens die Niederlagen der SPÖ sind auch nur für die SPÖ gut, so kriegt Faymann mehr Berichterstattung ohne selbst Inserate zu schalten!

  9. Torres (kein Partner)
    30. April 2013 10:36

    Unterberger hat es offenbar immer noch nicht kapiert: Platter hat sein Eintreten für die Gesamtschule keineswegs geschadet (möglicherweise sogar genützt); und die Gesamtschule ist auch keine ausschließlich "rote" Idee (außer vielleicht in Österreich); Südtirol, das sich Platter als Beispiel für eine erfolgreiche Gesamtschule vorgenommen hat, wird bekanntlich seit Jahrzehnten von der tiefschwarzen SVP regiert.

  10. Francois Villon (kein Partner)
    30. April 2013 08:41

    Gersten konnte man zwei Interviews sehen: das erste mit H Che von Armin Wolf geführt und das zweite in 3sat vom Schweizer Meyer mit dem Historiker Prof. Winkler.

    Obwohl ich den H Che für einen geistigen Taglöhner halte, für den gilt, daß nicht seinetwegen die FPÖ bis vor kurzem mächtig zulegte, sondern trotzdem! Aber von dieser persönlichen Nicht-Wertschätzung abgesehen, war der inquisitorische Stil des „Herrn“ Wolf einfach ein Skandal. Hier ging es nicht um eine Analyse der Tiroler Wahl, sondern um Vorführung und plumpe Fallenstellerei, etwa ab wie viel Prozent es eine Niederlage der FPÖ wäre und ähnliche völlig belanglose Fragen, deren einziger Zweck war, für allfällige spätere Häme den Grundgelegt zu haben.

    Ganz anders das Gespräch mit Prof. Winkler. Sein Gesprächspartner Meyer führte sozusagen auf Augenhöhe ein durchaus auch politisch-historisches und ideengeschichtliches Gespräch mit einem Gelehrten, er war kompetent und bestens vorbereitet und konnte glaubwürdig vermitteln, daß er dessen Monumentalwerk gelesen hatte, wie er überhaupt von einem hohen Niveau aus das Gespräch führte – in der unmittelbaren Bedeutung des Wortes „führen“ – und so auf sehr unterschiedliche politische, zeitgeschichtliche, Währungs- und Finanzfragen und die deutsche Geschichte im Verhältnis zu den europäischen Nachbarn eingehende Fragen hinlenkte.

    Das Gespräch dauerte eine gute Stunde und war spannend wie ein Krimi und man hatte so viele – durchaus neue - Aspekte kennengelernt, daß es geradezu Mühe machte, müßte man sie alle jetzt als Gedächtnisprotokoll alle aufzeichnen.

  11. Wahrheit (kein Partner)
    30. April 2013 00:26

    So lügt der ORF:
    In der Thema-Sendung wurde beim Bericht über Tsche.tschenen folgendes behauptet:
    Die höchste "Kriminalitätsbeteiligung" haben die Österreicher (ohne Zahlenangabe damit auch der dümmste nicht schnallt welchen Unsinn sie da verbreiten), zweiter sind die Deutschen mit 12,5%, Russische Föderation "nur" 3,5%!!!
    Ab Minute 8:05 (mit verstecktem Bildschnitt bei 8:11!)
    Nach dem Anschlag in Boston...
    Wie in der DDR!
    http://tvthek.orf.at/programs/1319-Thema/episodes/5861645-Thema

  12. M.S.
    29. April 2013 18:59

    Eine interessante Feststellung war vom Hauspolitologen des ORF, Filzmaier, zu hören. Er meinte sinngemäß, dass sich die ÖVP über ihr Abschneiden nicht besonders zu freuen brauche. Haben sie doch die meisten ihrer Stimmen von den Alten bekommen. Die Jungen hätte überwiegend links gewählt. Wenn das stimmen sollte muß man sich doch sehr wundern. Die "Alten" wählen also die Partei von der am ehesten eine zukunftsweisende Reform des Pensionssystems zu erwarten ist und die "Jungen" die Parteien von denen ein Minister erklärte, dass er keinen Bedarf an einer solchen Reform erkennen kann. Also wählen sie ein Alter im Elend. Aber vielleicht besinnen sie sich erst bei auf dieses wichtige Thema bei den entscheidenden Nationalratswahlen.

    • plusminus
      29. April 2013 19:52

      Wie die SPÖ ihren berüchtigten Brief an die Pensionisten schickte, daß die Pensionen sicher wären und damit die Wahlen mit den Stimmen der "Alten" für sich entschied, war die Welt noch in Ordnung.

      Die sozialistischen Wendehälse kotzen einem an!

    • plusminus
      29. April 2013 19:53

      OOPS!

      ".....kotzen eineN an"! ;-)

  13. Josef Maierhofer
    29. April 2013 10:11

    Neue Gruppierungen wurden in Tirol auch nicht angenommen und somit das linke Weiterwurschteln eine platten Herrn weiter gesichert.

    Klar, dass Stronach dort abstürzt bei so viel Vorarbeit, die 'seine' Gruppierung (sich) geleistet hat.

    Rot hat dort tradinionell keinen Auftrag und die grünen Autobahnbesetzer hatten auch schon einmal mehr Zulauf.

    Weiterwurschtel angesichts der prekären europäischen Gesamtlage ist auch dort nicht erlaubt, wird aber stattfinden.

  14. Politicus1
    29. April 2013 08:38

    Auffallend - und für mich wenig erfreulich - ist das Ergebnis in Innsbruck: dort waren gestern die GrünInnen die stärkste Partei.
    Anscheinend genügt es im städtischen, Uni-nahem Raum tatsächlich, wenn man als politische Kraft Fahrräderketten nachspannt ...
    Noch auffallender war für mich die gestrige IM ZENTRUM Sendung des ORF:
    Mit allen Mitteln und geeigneten (oder besser: in Wahrheit ungeeigneten) Personen versuchte die Hauptrednerin Thurnher das Wahlergebnis bei Seite zu lassen und nur über die halt ganz anders tickenden Tiroler zu diskutieren.
    Da erfuhr der Nichttiroler z.B, vom Landeskabarettisten, dass die Tiroler es nicht einmal lustig finden, wenn die Gottesmutter Maria verhöhnt wird und es daher kein Marienwunder ist, wenn die ÖVP dort gewinnt ...
    Eine "unabhängige" Journalistin war bemüht, alles das aufzuzeigen, was die ÖVP jetzt machen muss - und dass es dem Platter wieder nicht gelingen wird ...
    Auf der anderen Seite war der Tiroler Schützenkommandant zur Verteidigung aufgeboten, dem Frau Thurnher nicht glauben konnte (durfte?), dass es tatsächliich Gemeinden gibt, wo auch junge Männer mit Migrationshintergrund in den Reihen der Schützenkompanien zu finden sind ...
    Dass die Tiroler ÖVP letztlich nur dank der konservativ-katholischen Dörfler in den hintersten Talschluchten gewonnen hat ergab sich letztendlich wie von selbst ...

    • Gandalf
      29. April 2013 19:16

      @ Politicus1
      Vielen Dank für Ihre Zusammenfassung des Abends mit Ingrid Hilflos. Nach der Lektüre Ihrer Zeilen bin ich doppelt froh, dass ich mir den Schmarrn nicht angeschaut habe, sondern schlafen gegangen bin. So hab ich mich wenigstens nicht geärgert; warum man die völlig ungeeignete und höchst überforderte Frau Ingrid "Hilflos" Turnherr nach wie vor eine Talk-Show, die an sich durchaus anspruchsvoll sein könnte (wenn sie von einer echten Persönlichkeit geleitet würde, siehe Meischberger et cetera..), moderieren lässt, der sie weder intellektuell noch - vor allem - charakterlich gewachsen ist, gehört für mich zu den grossen Rätseln des Rotfunks. Es ist - auch hier - offenbar allerhöchste Zeit für eine Wende. Wie schön wird das klingen: "Es hat sich ausgeturnt..."

    • byrig
      29. April 2013 23:44

      gandalf:die thurnherr erüllt ihre linksgrüne aufgabe eben perfekt.solange der orf von den grünen(an erster stelle) und von den sozis okkupiert ist,wird auch diese dame(????) dort moderieren,reüssieren etc.

  15. dssm
    29. April 2013 08:16

    Es hat die repräsentative Demokratie verloren; in Tirol eine Wahlbeteiligung von 56%, war noch vor einigen Jahren undenkbar.

  16. Observer
    29. April 2013 07:56

    Jeder Beobachter weiß, dass man die Verhältnise vom "heiligen Land Tirol" nicht auf Salzburg und schon gar nicht auf Österreich übertragen kann.
    Es wird spannend werden.

  17. terbuan
    29. April 2013 06:52

    Einen Vorgeschmack auf die Zukunft brachte nicht nur die gestrige Wahl im Hinblick auf ein immer mehr zersplittertes Parteienspektrum sondern auch auf mögliche künftige Internetabschaltungen.

    Ich konnte gerade noch meinen Kommentar zur 1. Hochrechnung absetzen, danach gab es einen stundenlangen Ausfall beim größten Provider.
    Nach etlichen Telefonaten mit der eher inkompetenten Hotline erfuhr ich dann, dass es einen Serverausfall in mehreren Bundesländern gibt und man keine Ahnung hat, wie lange die Behebung des Problems dauern könnte. Punktum.

  18. Brigitte Imb
    29. April 2013 00:00

    Durch eine Wahlbeteiligung von 56% ist Platter wahrlich von großem Glück gesegnet, denn hätten auch die 44% Desinteressierten u. von der Politik angewiderten Wahlberechtigten votiert, wäre er bestimmt auch LH geblieben, aber die Verluste würden wesentlich mehr schmerzen.

    http://orf.at/wahl/tirol13/

    Datensatz 2013 2008
    Wahlbeteiligung: 56,09?% 65,84?%
    Wahlberechtigte: 532.496 520.527
    Abgegebene Stimmen: 298.696 342.713
    Gültige Stimmen: 294.189 336.781
    Ungültige Stimmen: 4.507 5.932

    Das gut eingefahrene System ist nicht so leicht zu knacken und am Ende kommt - egal wie gewählt wird - immer wieder der gleiche Käse raus.
    Ich bin schon gespannt auf Szbg., denn bleibt auch dort alles beim Alten, dann kann man sich das Wählen getrost abgewöhnen und auch auf die Endzeitwahl im Herbst pfeifen.

    • simplicissimus
      29. April 2013 07:09

      Es ändert sich erst was, wenn eine Protestpartei Nummer eins wird. Davon sind wir aber wegen der Schwäche der FPÖ und der zahlreichen Protestparteien Lichtjahre entfernt.

    • Riese35
      29. April 2013 07:59

      @simplicissimus: Tempora mutata sunt. Wo ist sie nur geblieben, die FPÖ? Die FPK und der interne Streit mit Barbara Rosenkranz - gemeint ist die geringe, verhaltene "Unterstützung" von Barbara Rosenkranz - waren Sargnägel. Speremus, ut tempora iterum mutentur.

    • simplicissimus
      29. April 2013 08:17

      Riese35: Ja, absolut enttaeuschend. Grosse Rolle werden wohl die selbstgemachten Skandale und die von den Medien erfolgreich betriebene Aussaetzigenausgrenzungspolitik spielen. Trotz der personnell nicht ueberragenden Besetzung der FPOe ist es schade, denn sie ist die einzige Partei, die ein halbwegs vernuenftiges Programm hat.

    • machmuss verschiebnix
      29. April 2013 10:13

      @Brigitte Imb,
      "... die Endzeitwahl im Herbst ..." ?
      erwarten Sie etwa auch, daß nach der Wahl in Deutschland vieles in Bewegung,
      ins Rutschen kommen könnte ?
      Naja, ein Befreiungsschlag Deutschlands wäre längs überfällig, mal sehen ob was
      sinnvolles rauskommt .

      .

    • raeter
      29. April 2013 13:04

      Bei den 56 % fehlen noch die Wahlkarten. Das sollten ca 5 % sein, sodaß der Rückgang 5 % ausmacht. Auch genug!

  19. Arundo.donax
    28. April 2013 23:10

    Nun ja, für mich stellt sich die Frage, wie viele Platter nicht aufgrund ihrer Überzeugung gewählt haben, sondern einfach, um nicht zu riskieren, dass durch die Stimmabgabe an eine Splittergruppe, die es möglicherweise nicht in den Landtag schafft, die Linken im Verhältnis stärker werden. Was mich aber schockiert hat, ist die Tatsache, dass in der Landeshauptstadt die Grünen die Nase vorn hatten. Siehe auch:
    http://wahlen.tirol.gv.at/landtagswahl_2013/gemeinden/innsbruck.html

  20. fokus
    28. April 2013 22:44

    Wie vermutet hat Platter den Landeshauptmannsessel gehalten und daher gibt es in naher Zukunft nichts Neues in Tirol.
    Man mag geteilter Meinung darüber sein, aber die frustrierten, um nicht zu sagen "angespeisten" Gfr...., ähhh Gesichter diverser Journalisten in den heutigen ORF-Informationssendungen ist mir Platters Sieg allemal wert! ;-)
    Da war nichts mehr von der Hochstimmung vor einigen Wochen bei der Kärntner Wahlberichterstattung zu verspüren und das ist gut so!

    Nach wie vor spannend wird es nächste Woche in Salzburg und ich hoffe sehr auf eine Wiederholung der oben beschriebenen Mienen bei den Rotfunk-Redakteuren!
    Bitte, liebe Salzburger, enttäuscht mich nicht! ;-)

  21. Helmut Oswald
    28. April 2013 22:16

    Alles ist dort wo es hingehört. Vom scheinbaren Erfolg der VP, bis zum mäßigen Abschneiden der neosozialistischen F, vom scheinliberalen Chaotenstadel der TS bis zum langsamen - entsprechend der Todesrate unter den Pensionisten - Abschmelzen der Verschwendungssozialisten, und die GrünInnen wachsen halt mit dem sukzessiven Absinken des Bildungsniveaus. Nicht dramatisch, aber letztlich doch. Der Herbst wird nicht anders, als Tirol gewählt hat. Also ist in Wahrheit nichts so, wie es sein soll. Der Kurs auf den ESM Abgrund und den Lügenterror der EUdSSR Büttel bleibt voll intakt - also muß wohl einfach einmal ordentlich gestorben werden, bevor sich was ändert. Die Wahrheit ist ohnehin schon tot. Der Rest bemüht sich noch dorthin. Evviva la muerte ...

    • simplicissimus
      29. April 2013 07:06

      Mit anderen Worten, der Niedergang ist vorprogrammiert.

    • Helmut Oswald
      29. April 2013 09:56

      @ simplicissimus

      ja, aber um es mystisch zu sagen, wenn die ewige Midgardschlange sich selbst verschlingt, so gibt es nach der Dämmerung wieder einen neuen, hellen Morgen.

      Über Mittelerde aber werden die Schatten länger ...

  22. Interessierter Leser
    28. April 2013 22:16

    Aussagen zu Platter von A.U. kurz vor der Wahl in Tirol:
    „….keinerlei politische Figur mit Format…“
    „….In Tirol hat der bürgerliche Wähler viele Alternativen, wenn er - verständlicherweise – Landeshauptmanndarsteller Platter zutiefst ablehnt…..“

    „…. Aber man spürt auch auf die Distanz die unglückliche Gestalt, die Günther Platter immer wieder abgibt….“
    „…..Ihm zerreißt die Partei angesichts seines Führungsstils unter den Händen…..“
    „…….schon als Minister in Wien war Platter ständig mehr ein Problem als ein Ressortchef…….“
    „……….er glaubte aber, damit (Schulpolitik) sein untergehendes Schiff noch retten zu können. Er hat damit aber natürlich das Gegenteil erreicht……….“
    …. und was hat er erreicht, fast 40% der Stimmen für die ÖVP, der stimmenstärkste Gegner nur 13,8%!
    Man sieht, auch ein Andreas Unterberger hat die Weisheit/Wahrheit nicht immer auf seiner Seite! Vielleicht kann ihn das bei manchen seiner Aussagen und Kommentaren etwas demütiger agieren lassen. Heute merkt man allerdings davon noch nichts!!

    • raeter
      29. April 2013 06:59

      die VP wurde trotz Platter gewählt

      ...........nicht zu übersehen ist, dass nahezu 40 % der Wahl fern geblieben sind und diese Zahl steigt und steigt......................

    • simplicissimus
      29. April 2013 07:05

      Die Antwort steht unten bei byrig.

  23. byrig
    28. April 2013 22:14

    platter ist nutzniesser des nichtantretens von fritz dinkhauser!
    ansonsten hätte er deutliche verluste gehabt.zu hoffen ist,dass er so demütig ist,das selbst zu erkennen.v.a. in hinblick auf seine begehrlichkeiten in hinsicht bundespolitik,siehe sozialistische gesamtschule.

    • Buntspecht
      29. April 2013 09:11

      diese aussage hält den wählerstromanalysen nicht stand.

    • Interessierter Leser
      29. April 2013 09:31

      Dinkhauser ist ein selbstverliebtes, sich selbst überschätzendes - von der ÖVP lang gehegtes - Alphatierchen, der die drohende Niederlage seiner Liste geahnt hat und sich daher rechtzeitig zurückgezogen hat. Er hat ja auch schon geglaubt, Bundespräsident werden zu können. Noch so eine Niederlage hätte er - mit seiner Persönlichkeitsstruktur – nicht ausgehalten. Jetzt kann er ja (zu sich selbst) sagen: „Da sieht man wieder, was für ein toller Bursch ich war!“

    • byrig
      30. April 2013 00:00

      interssierter leser-richtig,so ist dieser dinkhauser.aber er hatte viele fans,hohe anziehungskraft-und sein aufgeben hat platter gerettet.





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