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Haben Europas Bürger zu viel oder zu wenig Macht?

Lesezeit: 6:30

Immer öfter stößt in Europa das wirklich oder vermeintlich Notwendige mit einem anderen ehernen Grundprinzip zusammen: mit dem demokratischen. Immer öfter stößt man als Folge auf die Forderung, die Demokratie substanziell einzuschränken. Die Machthaber wollen nicht durch die Bürger gestört werden, weil diese nicht so viel Einsicht hätten wie die Politiker. Liberale sehnen die Zeiten zurück, da nur wählen durfte, wer auch Steuern zahlt. Und Linke haben seit 1968 die extrem undemokratische Praxis, Andersdenkende erst gar nicht zu Wort kommen zu lassen oder gar physisch zu verfolgen. So wie es die protonazistische Rechte in den 20er und 30er Jahren getan hatte.

Der deutsche Verteidigungsminister De Maiziere musste dieser Tage deswegen sogar nach einem halbstündigen Versuch einen Vortrag an der Berliner Humboldt-Universität abbrechen, weil Linksradikale den Gast „erfolgreich“ sabotiert haben. Und weil der dortige Rektor wie viele Professoren nicht gerade standfest reagierte.

Dass solche Extremisten nicht die Antwort auf die Krise der Demokratie sind, braucht wohl nicht weiter bewiesen zu werden. Wer Andersdenkende nicht reden lässt, ist Exponent eines neuen Faschismus. Wer sich vor Argumenten so fürchtet, dass er ihre Formulierung verhindern will, hat in Wahrheit selber sehr schlechte Argumente. Oder gar keine.

Das Demokratieproblem der Euro-Retter

Damit ist aber die Frage nach der Zukunft der europäischen Demokratie noch keineswegs beantwortet. Denn die Krisensymptome sind ja trotzdem vorhanden. Man schaue nur auf die diversen Wahlergebnisse in Europa. Je verantwortungsloser eine Gruppe agiert, umso eher hatte sie zuletzt in den Krisenstaaten Chancen, gewählt zu werden. Damit wird es aber auch immer schwieriger, das umzusetzen, wozu sich Europa, oder konkreter: Deutschland, seit 2010 entschlossen hat, als mit Griechenland der erste EU-Staat zahlungsunfähig geworden ist: Zahlungsunfähige Staaten werden entgegen der ökonomischen Vernunft gerettet, aber zugleich werden sie mit sehr strengen Sanierungs- und Sparsamkeitsauflagen zugedeckt.

Nur: Was tut man, wenn diese Staaten zwar die Rettungsgelder begierig aufgreifen, aber nach der Reihe die hoch und heilig beschworenen Sanierungsauflagen unterlaufen?

  • Zahlreiche Schuldenländer sagen sogar jetzt schon, dass ihre Defizite auch 2013 deutlich größer werden als noch im Vorjahr garantiert.
  • Griechenland hat seine Beamten trotz eindeutiger Verpflichtungen noch immer nicht abgebaut.
  • Zyperns Parlament hat die einzig sinnvolle und von der Regierung schon ausverhandelt gewesene Formel zur Bankensanierung abgelehnt.
  • Frankreichs Regierung treibt in sensationellem Masochismus riesige Vermögen aus dem Land.
  • Und immer öfter dekretieren schlitzohrige Richter wie etwa zuletzt in Portugal: Sparen, nein danke.

Um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Die Drohungen sind als leer entlarvt

Was tun? Europas Drohungen und Forderungen werden gegenüber solch passiver Resistenz immer unglaubwürdiger. Allzu oft hat man schon gesagt: Wenn ihr dies und jenes nicht umsetzt, gibt es kein Geld von uns mehr. Es hat am Ende aber doch immer Geld gegeben, obwohl nicht umgesetzt worden ist.

Wer immer nur droht, aber seine Drohungen nie verwirklicht, wird halt am Ende nicht mehr ernst genommen. Aus dieser Falle kommt Europa nicht mehr heraus. Die ganze Union weiß jetzt: Die Euro-Länder haben lieber Billionen an Krediten und Haftungen hergegeben, statt einmal Konsequenz zu zeigen. Sie meinen, kein Land dürfe zahlungsunfähig werden.

Die Eigenverantwortung wurde ignoriert

Die Finanzakrobaten haben dabei aber eines vergessen: Europa besteht aus Demokratien und Rechtsstaaten. In einem solchen System müsste man endlich das entscheidende Schlüsselwort (wieder) entdecken. Und das heißt: Eigenverantwortung.

Wer weiß, dass er selbst ganz alleine die Folgen seines Handelns tragen muss, der handelt ganz anders. Der wirtschaftet sparsamer und verantwortungsbewusster. Nationen, die wissen, im Eventualfall die eigene Zahlungsunfähigkeit auslöffeln zu müssen, akkumulieren nicht solche gigantische Staatsverschuldungen, wie es bei uns seit 1970 passiert. Sie tolerieren kein Pensionssystem, das zum Kollaps führen muss. Sie verteilen das Geld nicht sinnlos an lauter gutmenschliche oder interessenpolitische Lobby-Organisationen. Sie geben keine leichtfertigen Einlagegarantien an alle Sparer.

Was die Bürger wieder lernen müssen

Ein Staatsbankrott in Europa wäre auch sehr heilsam für die Zukunft der Demokratie. Denn erst wenn (wieder) klar ist, wie katastrophal sich ein Staatsbankrott zwangsläufig auf alle Bürger auswirkt, werden auch diese anders handeln. Sie werden dann kaum mehr ihre Stimme jenen geben, die lauten Populismus verbreiten und ohne Rücksicht auf Finanzierungsmöglichkeit versprechen: Wenn Ihr uns wählt, dann ist die Rente sicher, dann gibt es ständig und jedes Jahr von allem mehr. Und jedenfalls nie weniger.

Die Eigenverantwortung des Wählers ist jedoch völlig in Vergessenheit geraten. Fast alle Parteien haben immer nur versprochen und gefordert, aber nie auf die unvermeidlichen ökonomischen Konsequenzen hingewiesen. Da ist es besonders erschreckend, wenn die (meist noch total unreifen) Erstwähler jetzt überall als Teil ihrer politischen Erziehung in den Schulen zu hören bekommen: „Was hast du davon, wenn du die oder jene Partei wählst?“ Das „Was hast du davon“ bedeutet schlicht den Ratschlag: Wählt den, der euch die meisten Zuckerln verspricht, auch wenn sie auf Schulden angeschafft sind.

Die Eigenverantwortung des Wählers wird aber auch auf vielen anderen Gebieten völlig ignoriert. Wechseln wir etwa ins Fach Vergangenheitsbewältigung.und zu den vielen Gedenktagen rund um die nationalsozialistische Schreckensherrschaft. Da tut die extreme Rechte so, als ob nur Hitler oder höchsten ein paar Dutzend andere an der Katastrophe schuld gewesen seien. Da tut man links so, als ob alle schuld gewesen wären.

Beide Male ist jedoch die Sicht auf diese Geschichtsepoche absolut falsch. Denn beide Male wird die individuelle Verantwortung ignoriert. Da wurden jahrelang von den Geschichtsaufarbeitern absurde Debatten geführt, ob die Menschen denn um die Konzentrationslager gewusst haben. Das haben natürlich alle gewusst, sind die KZ doch auch ständiger Teil der NS-Selbstdarstellung gewesen. Ganz anders müsste die Antwort aber ausfallen, wenn das Wissen um den Bau von Gaskammern in Konzentrationslagern erforscht würde. Diesen Aspekt bemühte sich das NS-System nämlich sehr geheim zu halten.

Die Frage nach der Verantwortung für den Nationalsozialismus würde bei seriöser Vorgangsweise weder zu pauschalen Rechtfertigungen noch zu Verurteilungen führen, sondern zu der Frage, wie sich jemand damals bei demokratischen Wahlen verhalten hat. Diese hat es nämlich in Deutschland und Österreich durchaus bis 1933 gegeben. Und da wäre nun das Entscheidende, dass man heute daraus lernt, wie sehr auch problematische Wahlentscheidungen die Eigenverantwortung belasten. Wer etwa damals nationalsozialistisch oder kommunistisch gewählt hatte, wurde mitschuld daran, dass sich in Mitteleuropa kein demokratischer Rechtsstaat entwickeln hat können.

Auch Wut und Zorn rechtfertigen keine Fehlentscheidungen

Wobei auch Zorn über Fehler der demokratischen Parteien der Mitte keine Reduktion der Schuld darstellt. Das müsste auch – um wieder in die Gegenwart zu wechseln – den vielen Italienern endlich klar werden, die sich aus dumpfer Wut einfach für einen Kabarettisten ohne jedes ernsthafte Programm entschieden haben.

Das beste Beispiel, wie positiv sich eine Kultur der bürgerlichen Verantwortung auswirkt, ist hingegen die Schweiz: Dort produziert die direkte Demokratie viel bessere inhaltliche Ergebnisse als die paternalistische Repräsentativdemokratie. Bürger handeln viel verantwortungsbewusster, wenn sie überzeugt sind, dass sie selber die Folgen tragen  müssen.

Indirekt, repräsentativ gewählte Gesetzgeber agieren hingegen viel stärker opportunistisch und populistisch, weil sie die Bürger als weitgehend unfähig behandeln. Erwachsene Bürger fühlen sich als Folge auch oft wie Kinder und führen sich so auf; auch beim Wählen haben sie es dann verlernt, an die eigene Mitverantwortung zu denken.

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2013 03:13

    Die EU und damit Deutschland hat sich endgültig entschieden.
    Wider besseren Wissens und Expertenmeinung wird es keinen Staatsbankrott sowie keinen Ausstieg aus dem Euro geben.
    Eher wird es nach den deutschen Wahlen zu einer Vergemeinschaftung der Schulden in Europa kommen - Eurobonds sind bereits in Planung und der Zugriff auf unser aller Vermögenswerte ist so gut wie nicht mehr zu verhindern.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/10/analyst-nach-der-wahl-wir-merkel-eurobonds-schlucken/

    Der schon lange bewußt entmündigte Bürger kann sich nicht mehr dagegen wehren, die Nachteile der repräsentativen Demokratie treten eindeutig zutage und werden, sollte sich endlich Widerstand regen, gleichzeitig ihr Ende einläuten. Denn auf Dauer läßt sich nicht gegen das Volk regieren, auch wenn das die selbsternannten "Politikereliten" immer wieder mit Hilfe unhaltbarer Versprechungen versuchen!

    Die glückliche Schweiz hat uns viele Jahre politische Eigenverantwortung mit direkter Demokratie voraus und wenn überhaupt, könnte das restliche Europa diesen Vorsprung nur nach einem totalen Zusammenbruch rasch oder erst in einigen Jahrzehnten in kleinen Schritten aufholen.
    Viel politische Arbeit, Energie und Eigenverantwortung in die Schweizer Richtung zu investieren, ist es allemal wert sowie der einzig richtige Weg in eine vernünftige Zukunft!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorraeter
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2013 07:28

    Der Zusammenbruch ist unausweichlich, schon allein deswegen, um neu anfangen zu können.

    Wer seinen Bürgern systematisch die Eigenverantwortung "austreibt" (Schulen, Kindern Mitarbeitern usw. usw.), eine Betreuungsindustrie aufbaut, in der "Spezialisten" "hilfsbedürftigen" Bürgern sogar einfachste Tätigkeiten "abnehmen", darf sich nicht wundern, wenn Politiker gewählt werden, die genau diesem Muster entsprechen.

    Wir haben es uns eingerichtet. Als Eltern, Mitarbeiter, Partner, Unternehmer usw. Verantwortung wird gemieden und damit ein großes Stück Freiheit zu Grabe getragen (ausgerechnet von der "freedom generation"). Heute ist der Begriff"Gerechtigkeit" in Mode, obwohl damit häufig Neid befeuert wird. Die Prediger meine mit Gerechtigkeit (vom Staatsapparat bis zu den Kirchen) eigentlich kommunistische Gleichheitsideolgie Version 2013.

    PS: auch wenn mich jetzt einige prügeln werden: ich habe den Verdacht, daß diese Entwicklung auch mit der Feminisierung der Gesellschaft zusammenhängt.
    Die Umstellung des jahrtausendealten patriarchalischen Prinzips bringt Probleme. Kinderarmut, Betreuungsindustrie, Aufnahme von hunderttausenden patriarchalisch orientierten Armustsflüchtlingen in die Sozialssysteme, shopping-Kultur usw. sind Teil dieser Entwicklung. Eine Diskussion darüber wird durch das Diktat der pc verhindert.

  3. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2013 18:39

    "Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus."

    So lautet der erste Artikel der österreichischen Bundesverfassung. Eine andere Verfassung gibt es für uns Österreicher nicht. Der Versuch einer europäischen Verfassung mit dem Lissabonvertrag, ist wegen mehrfachem Vertragsbruch seitens der europäischen Poltiker gescheitert.
    Allerdings haben auch unsere sozialistischen Poltiker unsere Verfassung mehrfach gebrochen, zuletzt mit dem Beschluß über den ESM. Da wird der Bürgerruf nach Legitimität oder Legitimation laut.

    Wenn unsere Politiker glauben, sie könnten sich über unsere Bürgerrechte mit legitim zustande gekommenen Gesetzen hinwegsetzen, dann müssen wir Bürger hinterfragen, ob sie denn noch unsere Legitimation besitzen. Ob sie also noch Kraft unserer Bundesverfassung handeln?

    Meiner Meinung tun sie das schon lange nicht mehr, daher müssen wir sie fortjagen.
    Die Frage der Macht der Bürger stellt sich daher nicht!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2013 17:21

    LT-Wahl Tirol 1. Hochrechnung:
    Die Politikmüdigkeit der Wähler ist nicht mehr wegzuleugnen.
    Bei einer Wahlbeteiligung von 56% (der geringsten bisher bei LT-Wahlen verzeichneten) haben 40% die ÖVP gewählt, also nur ein knappes Viertel der Tiroler hat im Kernland der Schwarzen diese Partei gewählt. Und dieser präpotente Parteichef findet den LH Platter mit dieser Wahl eindrucksvoll bestätigt!

    Und bis auf die durchgefallene Liste Stronach fühlen sich alle als Sieger.
    Völlig abgehoben und realitätsfern, man findet sich im falschen Film!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorambrosius
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2013 06:48

    Hellmut Kohl hat sich über alle 'Wirtschaftspolitiker hinweggesetzt und die Wiedervereinigung von Deutschland durchgesetzt, eine Wiedervereinigung von wirtschaftlicher Neuzeit mit wirtschaftlicher Steinzeit, eine Vereinigung von, ihrer Rechte halbwegs bewusster Bürger (auch schon angekränkelt) mit einer Bürgergeselschaft, die zwar die Montagsdemonstrationen veranstaltet hat, sonst aber den aufrechten Gang erst lernen mußte und bis heute noch nicht gelernt hat, wie die Erfolge der SED, heute Linke genannt, im Osten zeigen. Die Partei, die Eigenverantwortlichkeit auf ihre Fahnen geschrieben hat gibt es im Osten überhaupt nicht und dümpelt bundesweit gefährlich an der Insignifikantsgrenze entlang.
    An den Folgen leidet Deutschland noch heute und es wird noch viele Jahre dauern, bis die Früchte geerntet werden können.
    Dabei handelte es sich aber um die Vereinigung von EINEM Volk !

    Die Eurokraten haben hingegen- ganz offenbar von reinem, territorialem Machtdenken verblendet- die Vereinigung von Westeuropa mit dem Südosten um jeden Preis betrieben. Sie haben sich offenen Auges von Griechenland finanziell betrügen lassen, sie haben sich von den Zyprioten offenen Auges in dem Streit mit den Türken vorführen lassen, sie haben mit Bulgarien ein Land in die EU geholt, das uns noch moralisch wie finanziell ein Vermögen kosten wird und jetzt wollen sie blitzschnell Serbien an die Brust nehmen.
    Nun ein Argument, für das ich oft verlacht werde: Länder des byzantinischen Christentums verhalten sich zu den Ländern des lateinischen Christentums wie Tag und Nacht. Ich sehe die kulturellen und wirtschaftlichen Unterschiede als ebenso gravierend wie dereinst die Unterschiede zwischen Nordstaaten und Südstaaten mit den potenziell gleichen, fürchterlichen Konsequenzen.
    Mir ist jedenfalls keine politische Bewegung im " byzantinischen" Teil der EU bekannt, die die Eigenverantwortlichkeit des Bürgers Fordert.
    Im Gegenteil: es scheint legitimes Anrecht des Untertans, vom Souverän (=EUkraten) Geld zur eigenen Verwendung herauszuholen, soviel man nur kann und man hat dabei überhaupt kein Unrechtsbewußtsein.

    Wie soll unter diesen Umständen eine Demokratie sinnvolle Ergebnisse zeitigen?!

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2013 11:38

    Die Europäer hätten genug Macht, woran es krankt ist der Mangel an Alternativen von Parteien die willens und in der Lage sind, den geordneten Rückzug aus dem Pyramidenspiel mit einem immer höher werdenden Schuldenberg zu vollziehen.

    Derzeit haben sie nur die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub, zwischen Rattenfängern und Drogendealern!

  7. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    28. April 2013 01:49

    Eigenverantwortung – ja schon Verantwortung allein – wäre der „deus ex machina“. Aber eine 2000jähriger Brot-und-Spiele Volksverdummungsmentalität, die durch unsere öffentlich-rechtlichen Medien mit funktionalem Analphabetismus angereichert wird, läßt wenig Zukunftshoffnung aufkeimen.
    Die Bevölkerung scheint zwar dennoch die ein oder andere Lüge zu durchschauen – z.B. die EU-Gläubigkeit geht berechtigterweise den Bach hinunter – aber grosso modo sind wir Heloten einer relativ kleinen Clique von Finanzjongleuren, Rüstungsgewinnlern und Heilsversprechern.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDer europäische Untergang
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    29. April 2013 18:35

    Nieder mit der Entarteten Union (EU)!

    Man sollte sich besser Gedanken über die Nach-EU-Ordnung machen!


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  1. Erich Bauer
    30. April 2013 13:57

    (Zitat: AU): - "...Ein Staatsbankrott in Europa wäre auch sehr heilsam für die Zukunft der Demokratie..."

    Ein Staatsbankrott also... Hm. Da gibt's doch dieses Gebilde mit einer gemeinsamen Währung. Von einem eigenständigen "Staat" seh' ich da weit und breit nix. Von "eigenständigen" Bürgern auch nicht allzu viel. Was dann Aufrufe zur "Eigenverantwortung" überhaupt sollen...? Wie soll man Eigenverantwortung einbringen, ohne eigenständig zu sein? Vor allem Warum?

    Dieses "Gebilde" soll ja den Staat und noch schlimmer die "Nation" abschaffen. Wenn dann die so "Gebildeten" unter bestimmten Voraussetzungen auf einmal wieder "Griechenland" hervorkramen oder die PIGS... bin ich immer ganz verwirrt. Einerseits will man keinen "Staat/Nation" und andererseits wieder doch... Wenn's halt um den Bankrott geht.

    Es sollte eigentlich klar sein, daß dieses "Gebilde" vergleichbar ist mit der ehemaligen "Gesellschaft nach bürgerlichen Recht". Wer sich auf sowas einließ und dabei seine Existenz verlor, hätte halt in seiner EU-phorie beachten müssen, daß in einer Ges.n.b.R. ein jeder für den anderen haftet - mit seinem Privatvermögen... vor allem Diejenigen, die sich nicht "absetzen" konnten.

  2. F.V. (kein Partner)
    30. April 2013 11:49

    Hebeln wird olympisch

    Ein Bericht vom Bankhaus Rott

    Vor einiger Zeit waren so genannte Bankenstresstests in aller Munde. Nach den neuerlichen Staatshilfen für französische, italienische und holländische Banken ist es an der Zeit einen Blick auf die aktuelle Eigenkapitalausstattung europäischer Institute zu werfen. Das Ergebnis ist wenig erheiternd…

    Die Berichterstattung vieler Medien nicht nur zum Thema Wirtschaft lässt sich oft nur mit einer dämpfenden Dosis Halbschlaf oder einer guten Humorausstattung ertragen. Da plaudern Radiomitarbeiter mit nachlässig überschminktem Unwissen über die Vorgänge an der Börse. Sie lassen Anleger „beherzt zugreifen“, suchen und finden in den Überschriften der Gazetten nach vermeintlichen Gründen für jede noch so unbedeutende Kursbewegung und foltern die Hörer mit orwellsch anmutenden Erfolgsmeldungen von „geringer als erwarteten“ Wirtschaftsschrumpfungen. In der binären Urteilswelt der guten Laune lautet die Ägide: Wer nicht schon heute pleite ist, befindet sich auf einem guten Weg …

    So sehen sie aus, die wirtschaftlichen Erfolge der Neuzeit. Es breitet sich ein planwirt-schaftliches Flair aus, in dem die Bereitschaft, jede dpa-Meldung ungeprüft zu schlu-cken, als Optimismus ausgelegt wird. Beim Blick auf die nicht verbesserte Situation des europäischen Bankensektors würde sich für die Leitartikler die Überschrift „Europäische Banken können Hebel aufrecht erhalten“ anbieten. In der Welt der Risikogewichtung gemäß Basel Akkord mag zwar der eine oder andere beflissen nicken. Wer sich jedoch für die echten Risiken eines Sektors interessiert, der gemessen am BIP viermal so groß ist wie der in den Vereinigten Staaten, dem ist nicht nach Jubel zumute.

    Den letzten Tabellenführer der Hebel-Meisterschaften, die belgische Dexia, hat es bekanntermaßen bereits erwischt.

    Offiziell zeigt die leider hier nicht darstellbare Tabelle: 9,3 – 13,13% in Wahrheit: 17,62 – 52,83% bei Dexia

    Mit steuerfinanziertem Eigenkapital sowie zusätzlichen Garantien in Höhe von mehr als 50 Milliarden Euro wurde nicht nur der Kollaps sondern leider auch eine machbare Abwicklung der Bank durch die Politik verhindert. Nach dieser Stützung rücken nun die Credit Agricole aus Frankreich und ein Türmchen aus Frankfurt an die Spitze der Liste der am stärksten gehebelten privaten europäischen Finanzinstitute.

    Hier die aktuellen Daten. Alle Werte beziehen sich auf das Jahresende 2012 bzw. das Datum der neuesten auf Bloomberg verfügbaren Zahlen. Dargestellt sind das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, der echte Hebel, sowie die so genannte Kernkapitalquote gemäß Basel Richtlinien.

    Die Grafik zeigt (hier leider nicht), wie sehr die Basel-Quoten (zwischen 5 – 10%) die echten Risiken (zwischen 17 – Banco de Saabatell SA - und 38% bei der Deutschen Bank) verharmlosen. Nur weil eine Anlage ein geringes Risikogewicht hat, also nicht oder nur mit sehr wenig Eigenkapital unterlegt werden muss, kann sie natürlich trotzdem ausfallen. Ein einfacher Sachverhalt, der überraschenderweise auch einige Branchenverteter zu überfordern scheint.

    Das mag an der Bezeichnung „Risikogewichtung“ liegen, suggeriert dies doch, dass hohe Risiken höher gewichtet werden, was ja zunächst plausibel klingt. Die Sache hat zwei Haken. Zum einen können schon kleine Fehler bei der Risikoeinschätzung auf Grund des nur marginalen Kapitalpuffers und aufgeblasener Positionen böse Folgen haben. Zum anderen ist schwer nachvollziehbar, wie Risiken vermindert werden sollen, wenn vermeintlich unproblematische Papiere in praktisch unbegrenzter Höhe erworben werden können.

    Bemerkenswert ist der Vergleich der europäischen Situation mit der in den USA. Der aggregierte Hebel der größten 42 europäischen Banken liegt bei 23. Für die 40 größten US Banken inklusive der Investmentbanken beläuft sich der Wert auf lediglich 9.

    Zugleich hat der US-Sektor gemessen am BIP nur eine Größe von lediglich einem Viertel des EU-Sektors.

    Verbesserungen beim Hebel haben in Europa im Grunde nur britische und schweizer Institute vorzuweisen, die jeweils frühzeitig nennenswerte Kapitalerhöhungen durch-führten. Viele andere Banken haben sich auf Scheinverbesserungen verlassen, die vor allem auf der Anwendung eigener Modelle zur Festlegung der Risikogewichte beruhten. Ein verändertes Risikogewicht hübscht zwar die Eigenkapitalquote nach Basel auf, ändert jedoch nichts am Risiko.

    Neben der Eigenkapitalausstattung lohnt sich auch der Blick auf den Goodwill in den Bilanzen der Banken. In den letzten Monaten häuften sich die Abschreibungen bei zahlreichen Banken gefördert durch die schleichende Einsicht, in der Vergangenheit viele Unternehmen zu teuer erworben zu haben. Die erhoffte Profitabilität vieler übernommener Banken hat sich als Wunschvorstellung entpuppt.

    Nach den üblen Zahlen der italienischen Monte dei Paschi verkündeten zuletzt auch die BNP Paribas, Societe Generale und Credit Agricole Schritte in Richtung realitäts-näherer Bewertungen.

    (Bloomberg) Net income (of BNP Paribas) fell to 514 million euros in the fourth quar-ter, missing analysts’ estimates, as the bank booked 345 million euros of impairments, including a 298 million-euro goodwill writedown at its Rome-based Banca Nazionale del Lavoro unit.

    Societe Generale, France’s second-largest bank by marketvalue, reported yesterday a 476 million-euro fourth-quarter netloss after a goodwill writedown and 300 million euros of legalprovisions. (…)

    Credit Agricole SA, France’s third-biggest bank, also said on Feb. 1 it will book 2.68 billion euros of fourth-quarter goodwill writedowns to reflect stricter rules and a wors-ening economy.

    Eine Untersuchung der 235 größten Banken und anderen Unternehmen in Europa nennt einen Gesamtwert von 800 Milliarden Euro an Goodwill in den Bilanzen. Neben Rohstoffkonzernen begannen vor allem Banken in den letzten Quartalen mit teilweise massiven Abschreibungen.

    Die folgende Grafik (leider nicht darstellbar) zeigt das Verhältnis von Goodwill und Eigenkapital in den europäischen Bankbilanzen. Credit Agricole: fast 40%, Deutsche Bank über 20%, ... usw.

    Die Abschreibungen der Monte dei Paschi sowie der französischen Banken sind erst der Anfang.

    In den Büchern der europäischen Institute findet sich reichlich Potential für weitere Wertverluste. Angesichts der schon jetzt sehr dünnen Kapitaldecke werden viele Banken an massiven Kapitalerhöhungen nicht vorbeikommen.

  3. Danke für das Internet (kein Partner)
    29. April 2013 21:18

    auszug aus der facebook-chronik einer linxlinken gutmenschin - hasserfüllte postings zuhauf - gott sei dank gibt es das internet, nicht auszudenken, hätten die kein medium um sich abzureagieren (namen unkenntlich durch "mann" "frau". vor allem der kommentar des "künstlers" lässt tief blicken

    xxxx
    vor 2 Stunden
    mein persönliches kotz-minister-ranking:
    ex aequo Mizzi und Mikl-Leitner
    Niki Berlakovich
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    18 Personen gefällt das.

    MANN: jetzt ist mir schlecht
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    FRAU: so sorry Übersetzung anzeigen
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    MANN: der spindi is zu dumm zum kotzen?
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    MANN: da hat keiner die Nase vorn...?????
    vor 2 Stunden via Handy · Gefällt mir · 1

    MANN: DER Kotzbrocken schlechthin war für mich der Bartenstein. Gefolgt von Stumvoll und Neugebauer. Eigentlich eh alle Schwarzen
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    FRAU: meine aktuelle reihung - eh a olle schwoaz.
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    FRAU: dem bartenstein seine zynisch - verschlagene visage hat mir immer magensäure verursacht. und die ordinäre visage der grafin mizzi.
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    MANN: Nicht die kopierzimmerschlampe vergessen (Sorry )
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    MANN:.....und i hab immer a schlechtes gewissen, wenn ich vom kotzen schreib.....:-))).....also endlich frei raus.....vater von speibkotzübelkeit ist schüssel, dann die drei fekter, mikl, berla.....speikotzübel.....:-)))
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    MANN: Naja die Mizzi hat eine schwere Kindheit gehabt. In Ihrer Sandkiste war Schotter, das macht die kleine Seele hart.
    vor etwa einer Stunde · Gefällt mir · 2

    "KÜNSTLER": die richtige sau schüssel ist nicht nur deren vater, sondern auch derjenige der die faschisten in europa regierungsfähig gemacht hat. möge seine schwarze seeel in aller ewigkeit ziellos im universum herumwandern und nirgendwo einen landeplatz finden.
    vor etwa einer Stunde · Gefällt mir

    MANN Wenn ich an diese grauenhaften Abschiebepraktiken und die zugrunde liegenden Gesetze denke, sodann mir das Einstimmigkeitsprinzip im Ministerrat vergegenwärtige --- dann wird mir von dessen Mitglieder_Innen so ununterschieden kotzbrockenübel, dass ich nur noch den hohen Herrn BundesPräsiDenTen, der diesen menschenrechtswidrigen Gesetzen ein verfassungsgemäßes Zustandekommen testiert und diesen Ministerrats-Mitglied_Innen das bewahrt, was er statt Vertrauen hat, noch übler finde kann. Scheißpartie, die.
    vor 7 Minuten · Gefällt mir

    • F.V. (kein Partner)
      29. April 2013 21:40

      ... und Sie verbreiten diesen Müll noch?

      Wozu?

      Wer wollte sich denn mit solch geistlosem Pack abgeben? Indem Sie das "berichten" machen Sie daraus ein scheinbar "berichtenswertes" Ereignis. Ist es aber nicht, denn daß der Abschaum der kaum des Lesens und Schreibens kundig ist existiert, weiß ohnedies jeder nicht ganz dumme Mensch auch so.

  4. Otti (kein Partner)
    29. April 2013 20:52

    Ein wirklich hervorragend gemachtes Video - von einer jungen Dame namens Jasinna!
    HYPNOTISIERTE Massen + PROPAGANDA (mit Beispielen)
    PROPAGANDA ist nur etwas, dass in Diktaturen oder kommunistischen Regimen stattfindet - KORREKT ?
    Nein, .. das ist NICHT korrekt, ... und in diesem 2. Teil will ich aufzeigen, dass Propaganda bei uns ebenso stattfindet, ... man nennt es nur anders, man nennt es nett-klingend "Öffentlichkeits-Arbeit" Public Relations.
    Wirklich sehenswert:
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=twD2d7LzOrc

  5. Der europäische Untergang (kein Partner)
    29. April 2013 18:35

    Nieder mit der Entarteten Union (EU)!

    Man sollte sich besser Gedanken über die Nach-EU-Ordnung machen!

  6. Hans-Peter (kein Partner)
    29. April 2013 18:06

    Auch ich würde mich vor der US-Regierung 1000 Mal mehr fürchten, als vor Terroristen.
    Multiple Polls: Americans Are More Afraid of the GOVERNMENT than TERRORISTS
    http://sgtreport.com/2013/04/multiple-polls-americans-are-more-afraid-of-the-government-than-terrorists/

  7. Geheimrat
    29. April 2013 15:37

    Leider gibts nur eine "deutsche" Version davon. Sie ist trotz allem sehr gut......

    http://www.youtube.com/watch?v=r_7fWGRwwC0

    • Erich (kein Partner)
      29. April 2013 16:18

      Geheimrat
      Tolles Lied, hihi
      (aber warum "leider gibts nur eine deutsche Version"?? Ich höre gerne deutsche Texte. Die deutsche Sprache ist so aussagekräftig!)

      Aber hoffen wir, dass es unblutig ablaufen wird. Es genügt die Verräter mit nassen Fetzen davon zu jagen und sie nie wieder in unser Land zu lassen. Auch nicht ihre Nachkommen. Die heutige Technik macht's möglich.

  8. Sparschwein (kein Partner)
    29. April 2013 13:47

    Die Antiquiertheit der Demokratie

    Tomasz Konicz 28.04.2013

    Wozu noch Wahlen abhalten, wenn es keine Wahl mehr gibt?

    Haben Sie schon diese neusten Wirtschaftsfakten verinnerlicht? Laut Michael Spence, dem Wirtschafts-Nobelpreisträger von 2001, soll ein "wohlwollend autoritäres System" die optimalen Voraussetzungen für langfristiges Wirtschaftswachstum bieten, da Demokratien innerhalb eines "zu kurzen Zeithorizonts" agieren. Solche vordergründig ketzerischen Ideen können inzwischen tatsächlich Ökonomen, die Hohepriester des Kapitalkultes, am ehesten öffentlich artikulieren, ohne breiten Widerspruch zu ernten.

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    Doch auch der kanadische Philosoph Daniel A. Bell sieht inzwischen in der repräsentativen Demokratie westlicher Prägung nicht mehr den besten "Weg, um ein politisches System zu organisieren". Stattdessen solle eine strikte Auslese der Führungselite nach "intellektuellen Fähigkeiten und moralischen Standards" stattfinden. Innerhalb einer solchen Meritokratie könnte auch eine neue Stimmgewichtung etabliert werden, erläuterte der in Peking lehrende Philosoph: "Denkbar wären mehr Stimmen für Menschen mit besserer Erziehung." Überdies seien Wahlen nur auf lokaler Ebene sinnvoll, wo "falsche Entscheidungen nicht so sehr ins Gewicht" fielen.

    Diese Auslassungen fanden nicht etwa vor einer extremistischen Organisation, sondern vor einem überaus illustren Publikum der "Elite der westlichen Welt in Sachen Wirtschafts- und Sozialwissenschaften" statt, hieß es in dem Bericht von Spiegel Online. Das von dem "Starinvestor" George Soros finanzierte Institut für neues Ökonomisches Denken hat führende Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler auf Oxford, Princeton oder Berkley zu einer Jahrestagung nach Hongkong geladen. Diese Denkfabrik habe sich unter anderem das Ziel gesetzt, "Denkverbote in den Wirtschaftswissenschaften zu hinterfragen und Leerstellen zu füllen". Und tatsächlich hätten diese Ausführungen Bells "niemanden" innerhalb des namhaften Publikums zum lautstarken Widerspruch provoziert, bemerkte der Spiegel. Es hätte nur ein "paar höfliche Nachfragen" gegeben, wie in solch einem autoritären System Vetternwirtschaft zu verhindern wäre, hiernach sei man auch schon zum "Cocktail-Empfang" übergegangen.

    Erst kommt das Fressen und dann die Freiheit

    Neben dem berühmten Spence ist auch Bell kein Außenseiter, sondern tief im publizistischen Mainstream verwurzelt. Seine postdemokratischen Thesen, die er bei der Financial Times, dem Guardian oder der Huffington Post verbreiten kann, hätten ihm den Status eines "Popstars" verliehen, so Spiegel Online. Dieses autoritäre, postdemokratische Denken wird somit nicht an den "extremistischen Rändern" des publizistischen und wissenschaftlichen Spektrums geformt, sondern in dessen arrivierter Mitte. Es ist ein Extremismus der Mitte, der hier zum Ausdruck kommt – und der offensichtlich von den nicht enden wollenden Krisenschüben seit 2007 befördert wird. Der SPON-Bericht sprich in diesem Zusammenhang von einer tiefen Erschütterung des herrschenden Weltbildes der "westlichen Geisteselite", in dem "Demokratie und freie Marktwirtschaft zusammen das beste aller Systeme" bildeten.

    Daniel A. Bell formulierte diesen Sinneswandel, bei dem der autoritäre chinesische Kapitalismus trotz aller evidenten Menschenrechtsverletzungen eine Vorbildfunktion einzunehmen beginnt, folgendermaßen: "Aber nicht arm zu sein, ist auch ein fundamentales Menschenrecht, und da hat China gewaltige Fortschritte gemacht." Erst kommt das Fressen, dann - als eine Art Luxusgut - die Freiheit; auf diesen Nenner ließe sich diese Argumentation bringen. Und auch Spiegel-Online übernimmt in seiner windelweichen Kritik an Bell diese Futtertroglogik, wobei hier nur auf einer weiterhin gegebenen "Korrelation zwischen dem Wohlstand eines Landes und dem Grad seiner demokratischen Freiheit" beharrt wird.

    Demokratie lohnt sich laut SPON also auch finanziell, da der Kapitalismus "auf pfiffige Innovationen angewiesen" sei, die "am besten in einer freien Gesellschaft gedeihen". Somit scheint auch der Spiegel die bürgerliche Demokratie implizit unter eine Art Finanzierungsvorbehalt zu stellen. Wir dürfen auf die "pfiffige" Transformation dieser pseudodemokratischen Futtertroglogik gespannt sein, wenn auch die Bundesrepublik in den Krisenstrudel gerissen wird und die "Korrelation" zwischen Wohlstand und Freiheit nicht mehr gegeben ist. Wird dann der Online-Ableger des einstmaligen "Sturmgeschützes der Demokratie" dazu übergehen, deren ohnehin kümmerliche Überreste zusammenzuschießen?

    Bezeichnend bei diesem Mentalitätswandel der kapitalistischen "Eilten" ist aber vor allem der Umstand, dass in der üblichen ideologischen Gleichung von Demokratie und freien Märkten - die nun krisenbedingt erschüttert wurde - nur das politische System infrage gestellt wird. Obwohl sich der Kapitalismus offensichtlich in einer fundamentalen Wirtschaftskrise befindet, stehen nur die Grundlagen der politischen Sphäre zu Diskussion, während die Wirtschaftsstrukturen jenseits der Kritik blieben.

    Naturalisierung der Wirtschaftsstrukturen

    Dieses offensichtlich unlogische Herangehen, bei dem eine Wirtschaftskrise ohne Transformation der Wirtschaftsstruktur überwunden werden soll, resultiert aus der ideologischen Naturalisierung des Kapitalismus. Das Kapital und die "freien Märkte" stehen selbst in der gegenwärtigen Systemkrise niemals zur Diskussion oder Disposition, weil sie in der herrschenden Ideologie den Charakter von natürlichen Gesetzmäßigkeiten annehmen, die aus unabänderlichen Wesenseigenschafen des Menschen oder der Natur entspringen. Deswegen sind Bell, Spence und die von Soros in Hongkong zusammengekarrte "westliche Geisteselite" nicht in der Lage, diese zu Naturgesetzen imaginierten, absolut widersprüchlichen und destruktiven Wirtschaftsstrukturen auch nur als Menschenwerk - und somit als veränderbar - wahrzunehmen.

    Wenn nun die kriselnde und amoklaufende "Wirtschaft" zu einem unveränderbaren Naturphänomen halluziniert wird, dann sind die postdemokratischen Thesen und Bemerkungen von Bell und Spencer tatsächlich nur folgerichtig. Eine Demokratie beinhaltet ihrem Wesen nach nun mal die Wahl zwischen verschiedenen Optionen - und wenn es keine verschiedenen Wahlmöglichkeiten mehr gibt, dann sind auch Wahlen schlicht überflüssig. In der gegenwärtigen kapitalistischen Systemkrise gibt es aber tatsächlich nichts mehr zu wählen, die "Sachzwänge" (Demokratie in der Krise), die sich immer höher vor den kapitalistischen Funktionseliten auftürmen, lassen der Politik keinen Manövrierraum mehr. Die Vorgaben der "Märkte" müssen in der Krise erfüllt werden, auch wenn hierdurch ganze Volkswirtschaften in Elend und Marginalisierung getrieben werden, um die Agonie des kapitalistischen Weltsystems zumindest für einige Monate oder Jahre zu verlängern (Die Rückkehr der Eurokrise).

    Somit befinden sich die westlichen Demokratien längst in einer evidenten Diktatur des Sachzwangs, der ja keine propagandistische Erfindung ist, sondern tatsächlich aus den Strukturen und Widersprüchen der kapitalistischen Wirtschaftsweise erwächst. Die bürgerliche repräsentative Demokratie stellt somit eine antiquierte Herrschaftsform dar, die sich künftige Generation im Museum der politischen Systeme des 20. Jahrhunderts erläutern lassen werden. Daraus resultiert ja der Erfolg des "Popstars" Bell; er spricht aus, was längst offensichtlich war, aber aufgrund der demokratischen Staatsräson lange Zeit unausgesprochen blieb. Die alternativlosen Spardiktate, die Berlin und Brüssel immer neuen europäischen Krisenländern oktroyieren, bilden nur die äußersten Konsequenzen einer totalitären Durchdringung aller Gesellschaftsbereiche durch die auf Konkurrenzoptimierung abzielende Wirtschaftslogik – die insbesondere in der Bundesrepublik bis ins Extrem getrieben wurde. Alle westlichen Demokratien sind längst nur zu Wirtschaftsstandorten verkommen, in denen die Krise der kapitalistischen Wirtschaftsweise durch die totale Unterwerfung aller Bürger unter die buchstäblich irrsinnigen Anforderungen der Wirtschaft überwunden werden soll.

    Was soll es in diesen zu gigantischen Tretmühlen transformierten, in der ökonomischen Sphäre längst totalitären Gesellschaftsformationen noch zu Wählen geben? Welchen Sinn soll es machen, zwischen SPD, CDU, FDP oder den Grünen zu wählen – zwischen Parteien, die allesamt beispielsweise die Agenda 2010 durchsetzten?

    Es stellt sich somit nur noch die Frage, wieso die bürgerlich-parlamentarische Demokratie im 20. Jahrhundert zumindest in den entwickelten kapitalistischen Volkswirtschaften zu einer über Jahrzehnte praktizierten Regierungsform avancieren konnte. Die Antwort fällt letztendlich banal aus: Die Demokratie ist tatsächlich auch in ökonomischer Hinsicht effizienter als schwerfällige autoritär-bürokratische Systeme, da hier Problemstellungen und Konflikte in einer Vielzahl von Diskursen frei erörtert werden können. In der politischen Sphäre der kapitalistischen Demokratie werden somit Lösungen für Probleme gesucht, die in autoritären Systemen oftmals unter den Teppich gekehrt werden. Hierbei muss aber der autoritäre, gewissermaßen eindimensionale Charakter dieser Diskurse – die von politischen Parteien geführt und von Massenmeiden gelenkt werden – beachtet werden.

    Die "Naturalisierung" des Kapitalismus gilt selbstverständlich auch für den gesamten demokratischen Diskurs, wie er innerhalb des dominierenden publizistischen Mainstreams geführt wird. Der unerschütterliche Glaube an Markt und Kapital stellt das ideologische Fundament der bürgerlichen Demokratie dar, das seine Allmacht gerade dadurch entwickelt, dass es nahezu niemals thematisiert wird.

    Jeder Bürger ist sein eigener Volkswirtschaftler, der den kapitalistischen Katechismus im Halbschlaf nachplappern kann

    Im öffentlichen Diskurs - der vom Medienkapital gesteuert und von einer willfährigen Politikerkaste exekutiert wird - stehen somit keine gesellschaftlichen Alternativen zu Wahl. Hier werden hingegen verschiedene Wege erörtert, den kapitalistischen Selbstzweck der uferlosen Kapitalverwertung (Wachstum!) zu optimieren. Dieser irrationale Selbstzweck der endlosen Geldvermehrung ist axiomatisch allen politischen Entscheidungen und öffentlichen Debatten als eine Art Tabu vorausgesetzt, das tief in die öffentliche Diskurslogik eingebrannt wurde. Der Bürger darf somit darüber abstimmen, wie das fetischisierte Wirtschaftswachstum angekurbelt, wie weitere "Arbeitsplätze" geschaffen werden sollen, aber es ist schlicht unmöglich, im Mainstream über Alternativen jenseits von Markt und Kapital selbst in der gegenwärtigen Systemkrise auch nur zu diskutieren – schon eher wird die ehemals Heilige Kuh der kapitalistisch verstümmelten Pseudodemokratie geopfert, als dass die Herrschaft der "Märkte" auch nur in Zweifel gezogen würde.

    Dabei birgt diese Pseudofreiheit einer Scheindemokratie, in der die Bürger nur über die effizientesten Wege zur Optimierung des als naturwüchsig imaginierten Wirtschaftssystems abstimmen und diskutieren können, ein ungeheures Identifikationspotenzial mit sich. Sobald die Bürger über die konkrete Ausformung, über die Nuancen der unabänderlichen Systemzwänge und Kapitalimperative abstimmen können, setzen bei ihnen Prozesse der Verinnerlichung ein, die zu einer umfassenden Selbstdisziplinierung führen. Durch die Wahlen wird die Illusion befördert, die durch autoritäre Diskurse vermittelten Imperative der Wirtschaftsmaschinerie würden dem Eigenen subjektiven Willen entsprechen. Und wer würde sich schon dem eigenen Willen nicht unterwerfen wollen? Hiernach ärgert man sich höchstens, dass "die da oben" eh wieder alles versauen würden.

    Folglich weist der Spätkapitalismus aufgrund seines totalen Ökonomismus, aufgrund der totalen Unterwerfung aller Lebensbereiche unter das Diktat der Ökonomie, längst einen totalitären Charakter auf. Alles ist Ware, die Märkte sind allgegenwärtig, alle Insassen dieses gesamtgesellschaftlichen Irrenhauses sind dem Verwertungszwang des Kapitals unterworfen. Die dem totalen Ökonomismus korrespondierende Wirtschaftsideologie ist inzwischen allgegenwärtig, jeder Bürger, jeder Forentroll ist sein eigener Volkswirtschaftler, der den kapitalistischen Katechismus im Halbschlaf nachplappern kann. Jeder, der aufmuckt (etwa im Betrieb oder auf dem Amt), wird seiner ökonomischen Lebensgrundlage beraubt. Das Arbeitsregime in einem jeden mittelständischen schwäbischen Betrieb ist nicht zuletzt aufgrund der wechselseitigen Überwachung der Lohnabhängigen drakonischer als an der "Produktionsfront" der autoritären DDR, deren zentralistischer bürokratischer Überwachungsapparat gar nicht in der Lage war, solch ein feines Herrschaftsnetz zu spannen, wie es die Selbstdisziplinierung der kapitalistisch entstellten "demokratischen Subjekte" hervorbringt.

    Dieser ökonomische Totalitarismus brachte eine reale Dystopie hervor, die den Albträumen George Orwells und Aldous Huxleys ebenbürtig ist - das totalitäre Moment befindet sich nur außerhalb der Politik und des Horizonts des öffentlichen Diskurses, in der Sphäre der naturalisierten Ökonomie: Der scheinbar mündige Bürger (in Wirklichkeit ein ohnmächtiges Objekt im heteronomen Prozess der Kapitalverwertung) wählt die Art und Weise, wie seine Ausbeutung und Entfremdung konkret zu organisieren und zu vervollkommnen ist. Keine Herrschaftsform ist effizienter, als diejenige, die ihre Herrschaftsobjekte dazu bringen kann, an der Optimierung der Ausbeutungs- und Herrschaftstechniken aktiv mitzuwirken. Man opfert sich auf dem Altar der "Deutschland AG", um angesichts der systemimmanent tatsächlich gegebenen Sachzwänge nicht in der immer härter werdenden Krisenkonkurrenz unterzugehen. Nur so ist der scheinbare Sadismus der Wählerschaft etwa in der Bundesrepublik zu erklären, die ja beständig dieselben Partien wiederwählt, obwohl diese das Land mit den übelsten Enteignungs- und Kahlschlagsprogrammen überzogen.

    Diese Selbstdressur und Verinnerlichung der kapitalistischen Systemimperative, die im öffentlichen Diskurs in Orwellscher Manier als "Demokratie und Freiheit" tituliert wird, kann in der gegenwärtigen Krise kaum noch aufrechterhalten werden. Das liegt einfach daran, dass es in vielen Ländern keine gangbaren Wege zur Optimierung oder auch nur zur Aufrechterhaltung der Kapitalverwertung gibt, über die in demokratischer Manier mit einer Aussicht auf Erfolg abgestimmt werden könnte. In der gegenwärtigen Systemkrise, die global ein riesiges Heer "überflüssiger" Menschen produziert, werden diese Lohnabhängigen aus dem Arbeitsprozess schlicht ausgestoßen und der Verelendung überlassen. Somit verlangt die kapitalistische Krisenlogik – die in Europa mit besonderer Hingabe von Schäuble und Merkel exekutiert wird – schlicht die weitgehende sozioökonomische Marginalisierung des überflüssigen "Menschenmaterials." Das Kapital verlangt folglich von den Bürgern etwa in Griechenland, Spanien oder Portugal den ökonomischen Selbstmord, umgesetzt durch immer neue Sparprogramme.

    Den von der Krisendynamik voll getroffenen Menschen bleibt schlicht keine Möglichkeit zur Selbstunterwerfung unter diese amoklaufende Kapitallogik, ohne dass ihre ökonomische Existenz vernichtet würde. Die hiervon betroffenen Lohnabhängigen können sich unmöglich mit einer solchen Sparpolitik identifizieren, wodurch die Illusion einer Übereinstimmung zwischen Wirtschaftsinteresse und Eigeninteresse massenhaft wegbricht. Damit werden aber auch die pseudodemokratischen Geschäftsgrundlagen der Marktwirtschaft in Frage gestellt, die zumindest ein Mindestmaß an Gratifikationen bieten muss, um die meisten Lohnabhängigen bei Stange halten zu können. Kapitalistische Demokratie muss man sich halt leisten können. Wenn dies nicht mehr der Fall ist, greifen autoritäre Tendenzen auch innerhalb der "westlichen Geisteselite" sehr schnell um sich.

    Deswegen sind nun "Vordenker" wie Daniel A. Bell so populär, die diese kapitalistische Pseudodemokratie gegen eine autoritäre Krisenversion kapitalistischer Herrschaft austauschen möchten, die in Gestalt der frühneuzeitlichen Despotien schon bei der bluttriefenden Geburt des Kapitalismus Pate stand.

    http://www.heise.de/tp/artikel/38/38928/1.html

    • F.V. (kein Partner)
      29. April 2013 21:32

      @Sparschwein,

      der etwas lange Artikel lohnte aber gelesen zu werden. Er beschreibt sehr gut und zutreffend was los ist und welche Dogmen des Kapitalismus – das Wachstum - seit eh und je kanonisiert wurden.

      Was damit aber vor allem demonstriert wurde, daß man sich mit den ideengeschichtlichen Dogmen sehr g e n a u beschäftigen muß - auch den heutigen propagandistischen Varianten -, um zu verstehen, auf welche Weise die Angriffe gegen unsere Kultur und tradierte Lebensweise vorgetragen werden.

      Man hat aber den Eindruck, daß solche tiefer gehenden Analysen kaum gelesen und noch weniger in ihrer Wirkung verstanden werden. Dabei genügt es ja noch nicht einmal e i n e n Artikel dieser Länge zu lesen, sondern man müßte die viel breitere Literatur dazu geradezu studieren. Ähnlich wie schon vor einiger Zeit die Exegesen vom "Ende der Geschichte" (Fukuyama) und dem "Kampf der Kulturen" (Huntington).

      Lange merkten wir es nicht, was da gespielt wurde/wird. Das lag z. T. daran, daß wir scheinbar im Wohlstand lebten – allerdings auf Kosten der künftigen Generationen! – und wir vor allem mit uns selbst beschäftigt waren und immer noch sind.

      Von „Rechten“, „Selbstverwirklichung“, „Freiheiten“, etc. ist die Rede, Triumph des „Individualismus“ gegenüber dem „bösen Kollektivismus“ sowjet-kommunistischer Prägung, und die permanente, totale Des-Information der Medien, die im Dienste des großen Geldes das materialistische Paradies auf Erden verkünden.

      Schlüsselwerke und –worte dazu:

      FUKUYAMA: „Das Ende der Geschichte“.
      HUNTINGTON: "Kampf der Kulturen"
      BZEZINSKI: „Amerika die einzige Weltmacht“.
      George BUSH sen.: die Verkündigung der One World und der Weltregierung.

      Insbesondere Samuel HUNTINGTON (Kampf der Kulturen) und FUKUYAMA trugen – sich g e g e n s e i t i g ergänzend und unterstützend – den geradezu g e s e t z m ä ß i g e n Gang der Geschichte vor: Globalisierung quasi ein Naturgesetz und damit unvermeidlich, unausweichlich!

      Die Prostitution der Medien machte daraus – abwechselnd nach dem Prinzip von „Butterbrot und Peitsche“ – geradezu ein „Glück“, indem die Globalisierung „für alle, die ganze Menschheit“ nur Positives bringe: mehr Chancen, Wohlstand, Frieden, Demokratie, Gleichheit, Freiheit, Menschenrechte und –würde, ... und was sich sonst alles an „Ewigen Wahrworten“ erfinden ließe. Und drohte auch, falls man sich dagegen stellte. Aber man will ja nicht bloß einem Sachzwang erliegen, sondern dies alles auch aus „freiem Entschluß“ – ob der Vorteile und um den eigenen Willen durchzusetzen - wollen.

      Die geistige Konditionierung geht also schon eine ganze Weile so und wird nun bereits in konkretere Handlungsanleitungen "wissenschaftlich" dekretiert. Sehr bemerkenswert.

  9. cmh (kein Partner)
    29. April 2013 13:24

    Und noch was an die Verächter der Demokratie:

    Man kann jedes Auto an die Wand fahren.

    Es ist egal, ob das Auto alt oder neu, billig oder teuer war. Es spielt auch keine Rolle, ob es das eigene oder ein fremdes ist.

    Hin ist dann aber hin.

  10. cmh (kein Partner)
    29. April 2013 13:14

    In einer Diktatur bleibt immer alles gleich, weil die Regierung nie wechselt.

    In einer Demokratie bleibt immer alles gleich, weil die Regierung regelmäßig wechselt.

    Wir haben also zwei Konstanten: erstens der Wechel und zweitens der Wertekonsens.

    Jede Firma hat doch ein riesiges Problem, wenn der Chefbuchhalter nie auf Urlaub geht, ob ihr das klar ist oder nicht. Warum sorgt der Wähler daher nicht für einen Wechsel? Sogar jeder Kaninchenzüchterverein ist gut beraten, den KAssier und den Obmann wechseln zu lassen.

    Auch der Wertekonsens ist eine wesentliche Voraussetzung. Wozu man allerdings zunächst einmal sowas wie Werte jenseits des Machterhaltes haben sollte. Man mag das jetzt verwundert restrieren oder nicht, einen Wertekonsens hat es meines Wissens nur bei einer einheitlichen Religion gegeben. Die immer wieder zitierten Fälle des friedlichen Zusammenlebens der Religionen haben nie in den Formen einer Demokratie existiert.

    • Zraxl (kein Partner)
      30. April 2013 06:29

      Sie gehen in Ihrer Gegenüberstellung davon aus, dass a) Demokratie überhaupt existiert, und dass nicht die tatsächlichen Machthaber im Hintergrund stehen, die, je nach Wunsch des Volkes, halt die Marionetten austauschen, und b) dass sie funktioniert, d.h. dass die Wähler tatsächlich in der Lage sind, sich eine eigene Meinung zu bilden und danach zu wählen. Die sogenannte Meinungsbildung findet aber durch quasi gleichgeschaltete Massenmedien statt, die das Wahlvolk lediglich manipulieren, aber sicher nicht informieren.

      Man kann lange darüber streiten, ob das Modell der Volksdemokratie oder jenes der Diktatur besser ist - und ob es da tatsächlich einen großen Unterschied gibt. Manche denken in Verklärung an die Regierung Benya/Sallinger und bevorzugen daher die Volksdemokratie, andere schwärmen von Maria Theresia und leiten daraus ab, dass ein Königshaus das bessere Schicksal wäre. Ein eitler Streit.

  11. Johann Glaser (kein Partner)
    29. April 2013 12:52

    Hahaha, beste Reaktion überhaupt von Herrn de Maizière! Schreibt folgenden Satz auf den Beamer: "Wer hat Angst davor, ein Argument zu hören?" Genial der Mann!

    http://www.nzz.ch/aktuell/international/angst-vor-argumenten-1.18062523

  12. Hans-Peter (kein Partner)
    29. April 2013 12:15

    Freiheit ist Sklaverei und Sklaverei ist Freiheit

    Hier ist die Geschichte eurer Versklavung, wie es dazu kam und wie ihr euch endgültig davon befreien könnt.

    Zu Beginn waren wir Menschen wie die Tiere, wir haben die Ressourcen um uns herum geerntet und genutzt. Wir waren Jäger und Sammler und haben davon gelebt, was uns die Natur reichlich bot. Genau wie Tiere lebten wir von einem Tag in den anderen, ohne gross nachzudenken was die Zukunft bringt. Aber dann passierte durch die Fortentwicklung einerseits etwas wunderbares, aber andererseits auch etwas schreckliches mit unserem Geist. Es wurde uns bewusst, wir sind sterblich, wir bekamen Angst vor dem Tod, fragten uns was die Zukunft für Verluste bringen wird. Und das als einzige Spezies auf diesen Planeten.

    Das war der Anfang einer grossen Tragödie, aber auch einer grossen Möglichkeit. Denn wenn man Angst vor dem Tod hat, vor Schmerz und Gefangenschaft, werden wir kontrollierbar und sehr wertvoll, auf einer Weise, die keine andere Ressource sein kann. Die grösste Ressource die ein Mensch kontrollieren kann, sind nicht die natürlichen Ressourcen, sind auch nicht Werkzeuge, Maschinen oder Gebäude, sondern andere Menschen.

    Man kann wohl Tieren Angst machen, weil Tiere Angst vor Schmerzen in diesem Augenblick haben. Aber man kann Tieren keine Angst mit einem Verlust der Freiheit machen, der Aussicht auf Gefangenschaft oder Folter in der Zukunft, denn Tiere haben gar kein Bewusstsein für die Zukunft.

    Man kann auch keine Waffe auf einen Baum richten und diesen auffordern, es soll mehr Früchte tragen. Man kann auch nicht mit einer Fackel einem Feld drohen, es soll mehr Weizen produzieren, sonst wird es angezündet. Man bekommt auch nicht mehr Eier von einer Henne, wenn man sie einschüchtert. Aber man kann einen Menschen dazu bringen seine ganzen Wertsachen herauszugeben und sein Freiheit aufzugeben, wenn man ihn bedroht.

    Diese Form von Tierhaltung mit den Menschen durch Angst, wurde die profitabelste und zerstörerischte Beschäftigung in der ganzen Menschheitsgeschichte. Und wir sind jetzt am destruktivsten Höhepunkt angelangt.

    Die menschliche Gesellschaft kann man nicht rational verstehen, wenn man sie nicht für das ansieht was sie ist. Eine Ansammlung von Landwirtschaftsbetrieben, wo Menschen als Halter andere Menschen wie Tiere besitzen und ausbeuten.

    Viele werden diese Beschreibung als absurd abtun, denn sie werden sagen, aber die Obrigkeit bietet doch Schutz an und ein Gesundheitssystem, Strom, Wasser, Strassen und Schulen. Sie meinen wirklich, es geht doch Wohlwollen und Gütigkeit von ihnen aus. Aber nichts ist weiter von der Realität entfernt. Bauern kümmern sich ja auch um die Gesundheit ihrer Tiere und bieten Schutz, Nahrung und alle notwendigen Grundbedürfnisse an, damit ihre Tiere mehr hergeben, halten sie aber gleichzeitig in Gefangenschaft.

    Menschen meinen sie haben Freiheiten und glauben fest daran, die Regierenden schützen ihre Freiheiten. Aber Bauern erlauben auch ihren Tieren einen gewissen Freiraum, geben ihnen grösseren Auslauf und mehr Bewegungsfreiheit. Aber nur weil sie wissen, dadurch werden sie mehr Fleisch, mehr Milch oder mehr Eier produzieren.

    Unsere sogenannten freiheitlichen Demokratien sind nichts anderes als Landwirtschaftsbetriebe die Menschenhaltung betreiben, um Arbeitsleistung zu ernten und als Hauptziel sehr viel Steuern zu kassieren. Unser Halter gibt uns gewisse Freiheiten, nicht weil er unsere Freiheiten als ein Recht das uns zusteht ansieht, sondern weil er seinen Ertrag und damit seinen Profit mit uns steigern will. Versteht ihr langsam die Natur dieses Gefängnisses, in das ihr reingeboren wurdet?

    In der Geschichte gab es vier Phasen der Menschenhaltung. Die erste war die direkte und brutale durch Anwendung von Gewalt. Die einzelnen Untertanen hat man dadurch schon kontrollieren können, aber die kreative Produktivität des menschlichen Geistes konnte man mit Peitschenhieben und Ketten nicht motivieren. Sklavenarbeiter waren willentlich sehr unproduktiv und störrisch, benötigten einen enormen Aufwand, um sie zu beherrschen und anzutreiben.

    Die zweite Phase war, in dem Sklaven eine gewisse eingeschränkte Form der Freiheit erhielten, um kreativ und intuitiv zu sein. Damit stieg ihre Produktivität für die Besitzer. So wurden die Regierenden reicher, denn sie konnten mehr Steuern einnehmen und dadurch ihre Macht erweitern.

    In der dritten Phase wurden die Leibeigenen eingeführt, wobei diese etwas an Land nutzen durften, aber den Zehnten in Form von Steuern abliefern mussten. Statt wie Sklaven direkt dem Eigentürmer zu gehören, gehörte das Land und alles was sich darauf befand der Elite und die Leibeigenen durften darauf arbeiten, solange sie ihnen den Tribut ablieferten.

    Diese Form der Menschenhaltung brach aber zusammen, als bessere Formen des Anbaus sich entwickelten, grössere Flächen zusammengefasst wurden und immer mehr Bauern das Land verlassen mussten. Man konnte mit weniger Leuten mehr produzieren. Dieser Produktivitätszuwachs brachte einen Überschuss an Lebensmittel, was wiederum das Anwachsen der Städte ermöglichte. Danach kam die vierte Form, die sogenannte moderne Gesellschaft.

    Als die Masse an entwurzelter Landbevölkerung in die Städte flutete, stand ein grosser Vorrat an billigem menschlichen Kapital den aufstrebenden Industriellen zur Verfügung. Die regierende Klasse realisierte sehr schnell, sie können mehr Geld verdienen, wenn sie ihren Nutztieren erlauben würden, ihre eigene Tätigkeit zu wählen.

    Unter diesem heutigen Modell, ist der direkte Sklavenbesitz und das Leibeigentum, durch das Mafia-Modell ersetzt worden. Die Mafia besitzt in der Regel nicht selber die Betriebe, die Angestellten und die Ressourcen. Sie schicken nur ihre Geldeintreiber jeden Monat zum Kassieren vorbei, um von den eigentlichen Eigentürmen ihren Anteil zu erpressen. Nichts anderes macht der Staat heute, in dem er Schutzgelderpressung betreibt. Er bietet uns Schutz an für den wir zahlen, dabei müssen wir nur von ihm selber beschützt werden.

    Ihr dürft jetzt alle euren eigenen Beruf wählen und es ist euch erlaubt einen eigenen Betrieb zu besitzen und zu führen, was eure Produktivität enorm steigert und somit die Steuern und Abgaben, die ihr an eure Meister zahlen müsst, erhöht. Die wenigen Freiheiten werden euch nur zugestanden, weil ihr so profitabler für eure Besitzer seid. Das funktioniert so gut, geschichtlich gesehen sind die heutigen Abgaben am höchsten und dreiviertel des Jahres arbeiten viele nur für den Staat.

    Eine sehr raffinierte Sklavenhaltung die hier betrieben wird, wenn der Sklave nicht mal merkt, dass er ein Sklave ist. Wie Johann Wolfgang von Goethe schon sagte: "Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein."

    Was jetzt die grosse Herausforderung für die wirklichen Besitzer der Welt geworden ist, dieser Zuwachs an relativen Wohlstand und Freiheit, den sie euch erlauben, bedroht nun sie selber. Die regierende Elite hat von einem freien Handel mit Kapital und Arbeitskraft profitiert. Aber da ihr Viehbestand mehr und mehr sich an die Freiheiten gewöhnt hat, fingen diese an zu fragen, warum sie überhaupt Regierende über sich benötigen, speziell wenn sie nur aus Verbrechern bestehen, die in die eigene Tasche wirtschaften und nichts bringen.

    Es ist ein echtes Dilemma für die herrschende Klasse geworden. Sie sitzen im Zwiespalt zwischen der Gier nach mehr Profit, aber dem Widerwillen noch mehr Freiheiten zugestehen zu müssen. Ein typisches Beispiel ist China, wo der Kommunismus neben dem Kapitalismus existiert. Es herrscht eine politische Diktatur, aber es gibt freie Marktwirtschaft. Zu diesem Modell entwickelt sich auch der Westen, wo die Meinungsfreiheit und die Menschenrechte immer mehr beschränkt werden, der Polizei und Überwachungsstaat eingeführt wird, aber die Wirtschaft darf alles.

    Genau genommen ist das Faschismus, die Verschmelzung der Staatsmacht mit der Konzernmacht, wo der alles bestimmende Staat für das Wohl sorgt und für die Menschen denkt und sie lenkt.

    Die steuerzahlende Viehherde in ihren Gattern zu halten, ist ein Prozess der in drei Phasen abläuft. Zuerst wird die junge Generation von Staatswegen indoktriniert, durch die sogenannte Schulbildung, damit sie von Anfang an nur die eingezäunte und kontrollierte Welt als richtig ansieht. Damit werden die Gedanken gesteuert und der Geist in die gewünschte Form gebracht. Die zweite Phase ist, man wendet die Nutztiere gegen sich selber, spielt sie gegeneinander aus, durch die Schaffung von abhängigen Rindern, die nützliche Idioten sind und ihre eigene Herde in Schach halten und verraten.

    Es ist sehr schwer die Herde durch direkte Gewalt zu kontrollieren und dort wo es angewendet wird, senkt es dramatisch die Produktivität. Die früheren kommunistischen Diktaturen sind ein Beispiel dafür. Menschen sind nicht sehr motiviert oder produzieren nicht sehr effizient, wenn sie sehr streng gefangen gehalten werden. Aber wenn die Menschen glauben sie sind frei, dann werden sie sehr viel mehr für ihre Halter produzieren.

    Der Kapitalismus ist das Vorgaukeln von Freiheit. Dabei hat man nur eine Freiheit, zu entscheiden was man konsumiert, welches Produkt man kaufen will, obwohl das auch von der Werbung über das Unterbewusstsein gesteuert wird.

    Der beste Weg diese Illusion aufrechtzuerhalten, ist einige der Rinder aufzuwerten und auf die andere Seite zu holen. Die Tiere die abhängig von der Hierarchie sind, werden dann jede andere Kuh die aus der Reihe tanzt zurück ins Glied schicken. Sie werden die niedermachen, welche darauf hinweisen, wie unmoralisch der Besitz und die Haltung von Menschen ist.

    Wenn man die Vieherde dazu bringt sich gegenseitig anzugreifen, sobald jemand die Situation in der sie sind aufzeigt, dann muss man nicht viel Aufwand treiben, wie wenn man sie direkt unterdrückt. Die abhängigen Rindviecher werden die Drecksarbeit für den Herdenbesitzer erledigen. Die Klasse der Intellektuellen, welche am meisten von der Indoktrination, genannt Universitätsstudium, beeinflusst wurden und durch Titel und Privilegien korrumpiert sind, werden sich vehement jeder Infragestellung der Vorteile so einer Menschenhaltung entgegenstellen.

    Und die anderen, von der Gunst der Besitzer abhängigen Tiere, die sich für was besseres halten, wie die Künstler und Medienschaffenden, werden jedem der die Freiheit und den Ausbruch verlangt sagen, du gefährdest damit deine Mitkühe. Dadurch wird die Vieherde eingeschlossen gehalten, in dem man die Verantwortung für die Amoral des herrschenden Systems auf die schiebt, welche die wirkliche Freiheit verlangen und erstreben.

    Die Dritte Phase ist die Schaffung von permanenten äusserlichen Gefahren, damit die verängstigte Herde den Schutz des Halters sucht. Durch eine ständige Bedrohung die künstlich erzeugt wird, kann man die hysterische Masse in die gewünschte Richtung lenken und sie nur an ihr Überleben denken lassen. Der Herdenbesitzer wird Leute engagieren, welche in der Nacht den Wolf spielen, Heule und Knurren. Um ganz überzeugend zu sein, wird er sogar seine eigene Herde angreifen und ein Rind töten, nur damit sie sieht, ja es gibt wirklich wilde Tiere da draussen, vor die uns der Besitzer schützen muss.

    So werden die Kriege begründet, in dem künstlich Feinde erfunden werden, welche die Herde angeblich bedrohen und die Masse glaubt das und zieht für den Halter in die Schlacht, opfert ihr Leben für dessen Machterweiterung. Bei den Kriegen im Irak, Afghanistan, Pakistan, Sudan, Jemen oder wo immer, und bei dem bevorstehenden Angriff gegen den Iran, geht es doch nicht um Demokratie und Freiheit. Das ist lächerlich. Es geht um mehr Profit, Macht und Kontrolle für die Sklavenhalter.

    Diese Art der Menschenhaltung ist aber an seinem Ende angelangt. Die vielen Krisen die wir in letzter Zeit erleben, speziell die Weltwirtschaftskrise, ist durch die Freiheiten die gewährt wurden entstanden. Der Zuwachs an Wohlstand in den letzten 100 Jahren, ist durch die wirtschaftlichen Freiheiten erschaffen worden. Genau dieser Anstieg an Wohlstand hat die Macht, Grösse und Gier der Tierhalter ins unermessliche wachsen lassen. Wenn die Herde immer produktiver wird, dann wächst auch die Anzahl der Tierhalter und die Zahl ihrer Abhängigen.

    Ökonomische Freiheiten schaffen Wohlstand und Wohlstand zieht immer mehr Diebe und Betrüger an, dessen Gier dann die wirtschaftliche Freiheiten zerstört. In anderen Worten, immer mehr Parasiten leben von der Herde und saugen sie bis auf Blut aus. Das ganze System ist voller Metastasen und sie sind zu einem tödlichen Krebsgeschwür im Staat geworden, das zu seinem Tod führt.

    Ein Regierungsapparat der klein anfängt, wird immer als unmenschliche Monstergrösse enden. Dieser Vorgang erklärt warum alle Viehalter immer grössere zentralistische Unionen wollen, warum es die Globalisierung gibt, die Neue Weltordnung, mit dem Endziel der diktatorischen Weltregierung. Alle Despoten der Vegangenheit wollten die Welt beherrschen, haben aber mit ihrem Grössenwahn nur Tod, Leid und Zerstörung verursacht.

    Deshalb gibt es keine Alternative zu einer echten freien und friedlichen Gesellschaft, die in kleinen überschaubaren Strukturen abläuft. Eine Gesellschaft ohne politischer Führer, ohne Besitzer von Menschen und ohne den Zwang immer mehr Steuern abzuführen, um diesen unersättlichen Moloch zu erhalten, der meint, wir sind nur Rindviecher die eingesperrt und ausgebeutet werden können.

    Wirklich frei zu sein ist sehr leicht, aber gleichzeitig sehr schwer. Wir müssen uns die Angriffe der Mitläufer aus den eigenen Reihen, welche das System aufrechterhalten und verteidigen, nicht mehr gefallen lassen. Wir müssen aufwachen und die Zäune die uns einsperren endlich sehen. Wenn wir unser Dasein als Tierhaltung erkennen, dann machen wir den ersten Schritt diese Versklavung für immer zu verlassen. Reissen wir die Zäune ein und laufen wir aufs offene Feld, dorthin wo wir endlich frei atmen können.

    Jeder kann entscheiden, will man im dunklen Kuhstall vom Bauern gefüttert und umsorgt werden, nur dastehen und vegetieren, um jeden Tag schön brav gemolken zu werden und dann wenn man nicht mehr genug Milch produziert im Schlachthaus zu landen. Oder will man das Sonnenlicht geniessen, selber das Futter suchen und unabhängig und frei sein.

    Und dann noch ... sagt ein Schwein zum anderen: Du, ich hab das Gerücht gehört, der Bauer füttert uns nur, weil er uns später schlachten will. Darauf sagt das andere Schwein: Ach du immer mit deinen Verschwörungstheorien.

    George Carlin - Die Besitzer des Landes, sie besitzen DICH!

    Alles Schall und Rauch: Freiheit ist Sklaverei und Sklaverei ist Freiheit http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/04/freiheit-ist-sklaverei-und-sklaverei.html#ixzz2RqV4Jv4s

  13. Zraxl (kein Partner)
    29. April 2013 11:55

    Diese Diskussion um die "richtige" Staatsform ist doch müßig. Oder worin genau liegt der strukturelle Unterschied zwischen den Herrscherdynastien Nordkoreas, SaudiArabiens oder dem Österreich des 18. Jahrhunderts?

    Die problematische Entwicklung der EU ist wohl eher dem Umstand zuzuschreiben, dass jeglicher Konsens über eine gemeinsame Wertebasis abhanden gekommen ist. Die Herrschaftsprinzipien der EU sind Vertragsbruch, Nötigung (von widerspenstigen Regierungen), Betrug und Raub an den Bürgern, Desinformation, usw. usw. Wo sich ein vorhandener Wertekonsens nicht durch Verächtlichmachung und Verhetzung zerstören lässt, werden Personen angesiedelt, deren Wertvorstellungen von vornherein inkompatibel zu gewachsenen Strukturen ist.

    • Rudolf (kein Partner)
      29. April 2013 12:25

      Zraxl
      ***********

    • F.V. (kein Partner)
      29. April 2013 13:04

      Zraxl,

      der Vergleich Österreichs des 18. Jhts. mit Nordkorea und Saudi-Arabien kränkt meinen patriotischen Stolz.

      Sie sagen zwar richtig, daß der "Konsens" und die "gemeinsame
      Wertebasis" abhanden gekommen seien; aber das ist doch nur der oberflächliche Grund für all die beklagenswerten Zustände, die äußerste Schale der Zwiebel, die man schon schälen muß um zum Kern des Problems vorzudringen.

      "Früher" war Europa das "christliche Abendland", wobei die Betonung auf christlich liegt, der Papst war quasi "Schiedsrichter" in Streitfragen der europäischen Fürsten und die Grundlagend der Gesellschaft waren der Dekalog, das christliche Sittengesetz und die auch bei den Herrschern (unbeschadet ihrer oft auch "sündhaften" Praxis) die feste Überzeugung, daß es über ihnen das göttliche REcht gäbe und sie nur in diesem Rahmen legitime Macht ausüben können und dürfen.

      Daß es im Großen und Ganzen über lange Zeitspannen funktionierte, beweisen die steinernen Kulturdenkmäler, aber auch gesellschaftliche Entwicklungen und die des Rechts, inkl. des Völkerrechts, das den "gehegten Krieg" entwickelte, etwas, das seit dem Terror der (angeblichen) Werte seit spätestens 1914/18 abhanden kam, als vor allem die USA humanitär verbrämte "gerechte" Kriege führte bzw. der Krieg überhaupt abgeschafft wurde (indem man ihn nun Friedensmission, "pre-emptive strike", "peace-keeping" oder "peace-making" nennt), man schafft das Wort ab, und damit scheinbar auch die Tatsachen).

      Wir müssen aber wieder die Sachen richtig benennen und die uns gemäße Ordnung wieder herstellen. UNd deshalb kommt es sehr wesentlich darauf an, wie die GEsellschaft in Europa verfaßt ist. - Ich erwähnte es schon: als Reich, das auch die unterschiedlichen Völker in einem gemeinsamen Verband integrieren kann und als Monarchie.

      Beides hat die historisch beglaubigte bessere "performance" gegenüber all den modernen - "aufgeklärten" - Alternativen.

    • Zraxl (kein Partner)
      29. April 2013 14:01

      @ F.V.
      Ich habe lediglich die Herrschaftsstrukturen verglichen; keineswegs aber die Herrschaften selbst. Einen Vergleich der Herrschaften, -d.h. einer sozialistischen, einer islamischen und katholischen Erbmonarchie-, müsste man auf eine viel breitere Basis stellen und die Gesamtheit aller dieser Dynastien über einen sehr langen Zeitraum analysieren. Ob man die Ergebnisse eines solchen Vergleichs auch publizieren dürfte, oder ob man sich da nicht der "Verhetzung" schuldig machen würde, weiß ich nicht.

      Ihrer Forderung zu einer wahrhaftigeren Sprache schließe ich mich vollinhaltlich an. Das wäre dann jedenfalls das sofortige Ende der EU in ihrer jetzigen Form.

  14. F.V. (kein Partner)
    29. April 2013 10:09

    Eine französische Stimme zum Thema!

    Wenn die unten nicht mehr wollen

    Von Alain de Benoist

    JF, 27.04.2013 – Massendemonstration in Paris: Die kritische Masse ist bald überschritten Foto: JF

    Die Lust der Gallier am Bürgerkrieg war bereits Julius Cäsar aufgefallen. Die Franzosen sind der gallischen Tradition treu geblieben: kaum eine Epoche ihrer Geschichte, in der sie sich nicht gegenseitig angefeindet und bekämpft hätten. Seit jeher pflegen sie zudem eine Streik- und Protestkultur. Wer als Tourist nach Paris kommt, wird sehr bald die allgegenwärtigen Streiks bemerken: Pflegepersonal, Fernfahrer, Taxifahrer, Museumswärter, Eisenbahn- und Flughafenpersonal … In Frankreich werden soziale Konflikte selten durch Dialog und gegenseitige Verständigung gelöst. Lieber wird demonstriert und auf die Straße gegangen.

    Diese Mißstimmung führt in regelmäßigen Abständen zu Ausbrüchen von kurzer Dauer und kathartischer Funktion: in den Revolutionstagen von 1830 und 1848, der Commune von 1871, den antiparlamentarischen Protesten im Februar 1934, der Algerienkrise im Mai 1958, die zum Zusammenbruch der Vierten Republik und der Rückkehr de Gaulles an die Macht führte, den Studentenprotesten im Mai 1968.

    Die größten Demonstrationen seit 30 Jahren

    In den vergangenen Wochen waren es die Pläne der Regierung zur Legalisierung der Homo-Ehe, an denen sich die leidenschaftlichen Proteste entzündeten. Sehr schnell rückten Fortpflanzungsfragen (die Notwendigkeit von „Leihmüttern“ und „medizinisch unterstützter Zeugung“ für Homosexuelle) in den Mittelpunkt der Debatte im Rahmen eines gesellschaft-lichen Klimas, das von der Einführung der Gender-Ideologie ins schulische Lehrprogramm geprägt war. Den Gegnern des Regierungsprojekts „Ehe für alle“ ist es gelungen, beeindruckende Menschenmassen zu mobilisieren: Vor einigen Wochen demonstrierten über eine Million Menschen in unmittelbare Nähe der Champs Elysées unter dem Motto „Jedes Kind hat das Recht auf einen Papa und eine Mama“. Es waren die größten Demonstrationen, die Frankreich seit dreißig Jahren erlebt hat.

    Die Weigerung der politischen Verantwortlichen, den Forderungen dieser gewaltigen Bür-gerbewegung Gehör zu schenken, die innerhalb weniger Wochen 750.000 Unterstützerunterschriften zu sammeln vermochte, hat zu einer Radikalisierung der Proteste und „heftiger“ Opposition gegen eine mittlerweile vollkommen diskreditierte Regierungspolitik geführt (weniger als ein Jahr nach seinem Amtsantritt hat Präsident François Hollande Umfragen zufolge eine Zustimmungsrate von lediglich 26 Prozent). Jeden Tag finden nicht nur in den Straßen von Paris, vor dem Senat oder der Nationalversammlung, sondern auch in weiteren französischen Großstädten neue Demonstrationen statt. Obwohl das Gesetz zur Homo-Ehe inzwischen vom Parlament verabschiedet worden ist, wächst die Bewegung weiter nach dem Vorbild der spanischen Indignados („die Empörten“) oder der „Occupy“-Anhänger in den USA.

    „Rechtsruck“ der Bevölkerung

    Diese Radikalisierung hat manche Kommentatoren bereits bewogen, das Schreckgespenst der 1930er Jahre zu beschwören und hysterische Parallelen zur aktuellen Krise ziehen zu wollen: ein anachronistischer Gedanke, der vor allem propagandistische oder faule Gemüter verführt (wobei es sich häufig um die gleichen handelt).

    In Wirklichkeit ist weniger die Radikalisierung als vielmehr der unbestreitbare „Rechtsruck“ der Bevölkerung bemerkenswert. Meinungsumfragen zeigen eindeutige Tendenzen und Zahlen, die allen bisherigen Erwartungen widersprechen: Über 62 Prozent der Franzo-sen empfinden die Globalisierung als Bedrohung; 71 Prozent glauben, sich im Mittelpunkt der Krise zu befinden; 70 Prozent sind der Meinung, daß es „in Frankreich zu viele Einwan-derer gibt“, und fühlen sich im eignen Land als Fremde; 72 Prozent beklagen, daß „nicht genug zur Verteidigung der traditionellen Werte getan wird“, 65 Prozent, daß „die Justiz nicht streng genug mit Verbrechern umgeht“ und die sogenannten weichen Drogen keines-falls entkriminalisiert werden dürften; 73 Prozent (darunter 57 Prozent Linkswähler) glauben, daß „sich in Frankreich Arbeitskräfte finden lassen, ohne daß mehr Einwanderung notwendig ist“; 74 Prozent (darunter 59 Prozent Anhänger der Sozialistischen Partei) mei-nen, daß „die muslimische Religion nicht mit den Werten der französischen Gesellschaft zu vereinbaren ist“. Und 87 Prozent wünschen sich einen „echten Staatschef“, der „wieder Ordnung schafft“!

    Letzte Hoffnung Auswanderung ?

    Frankreich wird somit gegenwärtig von einer Grundwelle überrollt, während sich die Wirtschaftskrise täglich verschärft. Sämtliche ökonomischen Warnzeichen stehen auf Rot. Die staatliche Verschuldung liegt bei über 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, pro Tag werden im Durchschnitt weitere tausend Menschen arbeitslos. Noch hat man die Zustände in Griechenland, Spanien, Portugal oder Italien nicht erreicht, aber Frankreich ist auf dem besten Weg dorthin. Am härtesten trifft es die ärmeren Bevölkerungsschichten. Die Linke hat sie längst im Namen ehrgeiziger „Gesellschaftsreformen“ und einer Politik der Einwande-rungsförderung preisgegeben, die Rechte im Namen der Finanz- und Marktinteressen – mit dem Ergebnis, daß ehemalige kommunistische Stammwähler mittlerweile zum Front Natio-nal abgewandert sind.

    Viele junge Franzosen sehen ihre einzige Hoffnung in der Auswanderung. Die ältere Generation richtet sich darauf ein, daß die Zukunft noch schlimmer wird als die Gegenwart. In den Medien ist von Politikverdrossenheit und verkrampftem Pessimismus die Rede, ohne daß man sich überhaupt die Frage stellt, ob es sich nicht eher um eine schonungslose Offenbarung der Wirklichkeit handelt. Die Franzosen haben längst das Vertrauen in ihre politische Klasse verloren. Mehr als drei Viertel von ihnen halten Politiker für korrupt. Tatsächlich sind nicht alle Politiker korrupt, aber sie haben sich allesamt unglaubwürdig gemacht durch ihre Teilhabe an einem System, das alles korrumpiert.

    Die kritische Masse ist bald erreicht

    Die Skandale, die mittlerweile fast zum Alltag gehören, werden nur noch als Symptome jenes Zerfalls wahrgenommen, der mittlerweile sämtliche Bereiche der Gesellschaft befallen hat. Zugleich macht sich eine zunehmende Verbitterung bemerkbar, die früher oder später in Wut umschlagen kann. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Verzweiflung und Ent-täuschung, der Groll und Frust eine „kritische Masse“ erreicht haben wird. Laut Lenin ent-stehen revolutionäre Situationen bekanntlich „dann, wenn die oben nicht mehr können und die unten nicht mehr wollen“. Allzu lange wird es nicht mehr dauern.

    http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M50fea8121eb.0.html

    • Gerald M. (kein Partner)
      29. April 2013 12:20

      Warum der ganze Text kopiert wird, frage ich mich. Ein paar Zeilen als Appetitmacher, vielleicht nur das "Beste", und der Link genügt.

    • F.V. (kein Partner)
      29. April 2013 12:43

      Gerald M.,

      a. Sie müssen´s nicht lesen; das Drüberscrollen geht ganz schnell,
      b. ich bin zu faul, um ein Excerpt zu machen,
      c. bei dem vielen Unsinn, der im UTB mitzuverdauen ist, kann ein halbwegs intelligenter Artikel nicht schaden.

      Oder?

    • cmh (kein Partner)
      29. April 2013 13:22

      Natürlich kann da jeder drüberscrollen. Dann kommt der nächste mit der Logorrhoe und wegen der Gleichberechtigung auch noch eine nächste und dann hat man die Orientierung unter den Postings verloren.

      F.V. es ist ja wirklich schade, dass Sie keine Zeit für Zusammenfassungen haben, aber wie können Sie annehmen, alle anderen hätten genug Zeit zum Drüberscrollen?

      Es ist auch sehr freundlich von Ihnen, dass Sie uns an den von Ihnen im Internet gefundenen Artikeln teilhaben lassen wollen, aber Ihre persönlichen Worte und Ansichten wären schon interessanter.

      Vielleicht gehen Sie zum Ortnerblog und werden dort Mitarbeiter. Dort ist mehr Platz.

    • F.V. (kein Partner)
      29. April 2013 14:30

      cmh,

      ich sehe mir erst einmal an wer sich da aller beteiligt. Werden manche Debatten von Dauerschwätzern dominiert - etwa die Klima-Apostel - dann ist es mir hinreichend klar, daß ich da fernbleiben soll (und werde).

      Weiters diskutiere ich nicht mehr mit Leuten, die zwar viel schreiben aber nichts sagen und jenen, die ihre eigene Erbärmlichkeit mit Beleidígungen oder dumm-dreisten Unterstellungen kompensieren.

      Und die überschaubare Zahl von sehr bemerkenswerten Leuten habe ich mir inzwischen auch gemerkt.

      Und was meine Ansichten betrifft, die dürften Sie ja inzwschen auch etwa kennen oder einschätzen können.

      So lange es mich freut hier zu kommentieren, werden Sie mich aushalten müssen, aber die Chancen stehen gut, daß es endlich sein könnte.

    • cmh (kein Partner)
      29. April 2013 16:20

      Nehmen Sie es als Zeichen meiner Wertschätzung:

      Was frage ich wollen Sie denn eigentlich mit Ihren Postings erreichen?

      Es dürfte doch wohl jedem klar sein, dass eine richtige und vernünftige Meinung nicht sofort von allen geteilt wird. Das Gesöcks darüber, dass die anderen so böse sind und nur Schwachsinn posten ist doch nur selbstentlarvend.

      Plauscher, auch wenn deren Ansichten richtig, gut und vernüftig, ja auch wenn diese sogar genial sind, haben wir doch genug. Man erkennt die meistens an ihrer Wehleidigkeit.

      Aber es wäre doch viel wichtiger, am richtigen Ort und zur richtigen Zeit das richtige zu sagen, auch wenn es den anderen nicht gefallen sollte. Gerade dann wäre das wichtig.

      http://www.gutzitiert.de/zitat_autor_martin_luther_thema_kuerze_zitat_12988.html

      Das ist nur kurz. Ich biete aber dennoch den link und kopiere nicht alles hierher.

      Machen Sie es auch so.

  15. Josef Maierhofer
    29. April 2013 10:01

    Genau, jeder Mensch muss (eigenveratwortlich) allein durch sein Leben gehen, niemand anderer kann dies an seiner Stelle tun.

    Jeder Staat muss (eigenverantwortlich) und allein gehen können und niemand anderer kann dies an seiner Stelle tun.

    Jede Staatengemeinschaft kann nur so stark sein, wie ihr schwächstes Glied, oder die Staatengemeinschaft bezieht sich eben nur auf einen Handelsvertrag, der den Umgang damait zwischenstaatlich beschleunigen und vereinfachen soll.

  16. Francois Villon (kein Partner)
    29. April 2013 09:44

    Sg. Scipio,

    Sie haben alles gesagt, was es zu der Chimäre „Demokratie“ zu sagen gibt. Natürlich nur als beispielhafte Aufzählung jener geistigen Größen, die zu allen Zeiten wußten was es mir der Dämokratie auf sich hat. Sie könnten noch um unzählige weitere ergänzt werden.

    Auf zwei erlauben Sie, daß ich noch hinweise: Erik Kühnelt-Leddihn, „Demokratie – eine Analyse“ (in Stocker-Verlag Graz), der in 199 Pargraphen diese Idee in den Orkus abführt.
    Das andere – sehr empfehlenswerte – Buch stammt von Yehezkel Dror, „Ist die Erde noch regierbar“. Es ist erst vor einigen Jahren erschienen und somit insofern sehr aktuell, weil Dror auf die heutigen Probleme eingeht, und klipp und klar sagt, daß kein einziges dieser – ernsthaften – Probleme auf demokratische Weise gelöst werden kann. Phraseologisch spricht er zwar oft noch so, als handelte es sich um die alten Vorstellungen von Demokratie, Freiheit, etc., aber er verwendet diese Begriffe in einer Weise, die deren Bedeutung geradezu ins Gegenteil verkehrt.

    Aber an allen entscheidenden Stellen wird Dror ganz explizit und sagt was und wie es ist: nämlich, daß die Weltentscheidungen ohnedies nur von ein paar Hundert getroffen würden – und diese Zahl sei noch zu hoch gegriffen. Da dies natürlich die Diagnose und auch Empfehlung Drors ist, wie die Welt regiert werden soll, also in einer despotischen und in keiner Hinsicht demokratischen Weise, weiß er natürlich, daß damit das Problem der „Führung“ von Massen hochkommt, das er dann ebenfalls skizziert und wie dem beizukommen wäre.

    Wer nicht wenigstens diese und einige der von Scipio zitierten Autoren kennt, möge besser schweigen, denn er dürfte kaum wissen, wovon er spricht, wenn er die Dämokratie zu verteidigen oder „retten“ versucht.

    Die Frage Schanis haben Sie ja schon beantwortet. Sie spiegelt die verbreitete Ansicht wieder, daß die „Demokratie zwar mangelhaft, aber die beste aller schlechten Alternativen sei“. Nur das ist ein dummer Propagandaspruch, der sozusagen die Alternativenlosigkeit suggerieren soll.

    Ich habe schon bei anderen Gelegenheiten immer wieder auf das Reich (anstatt der Republik) und die Monarchie als die geeignete und auch historisch bewährte Form hingewiesen. Um auch die ideengeschichtliche, religiöse und metaphysische Begründung dafür zu verstehen, sollte man sich von Donoso Cortes dessen Essay über den Katholozismus, den Liberalismus und den Sozialismus zu Gemüte führen. Es ist dies die brillanteste Darstellung des „Warum“ und worin einzig die Rettung aus dem gegenwärtigen Chaos bestünde.

    Ihrem Urteil, Scipio, über das Geschwätz Dr. Unterbergers ist nichts hinzuzufügen. Meines wäre etwas weniger freundlich ausgefallen.

  17. cmh (kein Partner)
    29. April 2013 09:32

    "Auch Wut und Zorn rechtfertigen keine Fehlentscheidungen"

    Das scheint zunächst einmal richtig zu sein. Aber, ganz konkret, wie hätte ein Wähler in den 30er Jahren denn keine Fehlentscheidung tun können? (Der holprige Satzbau ist problemgemäß beabsichtigt.)

    Die Partei der Revolution wählen, oder die Partei, die richtigerweise die Revolution im Ansatz nicht ganz korrekt niederknüppelte oder die PArtei die "genug gestritten" im Programm hatte?

    Män hätte schon ein Heiliger sein müssen, um diese Aporien in den Griff zu bekommen.

    Wir werden lernen müssen, auch mit unseren heutigen Fehlentscheidungen umgehen zu können. Denn wie sagt ein deutscher Klassiker irgendwo: „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen“ (11936–11937).

    Nur im Bett oder nach dem Lifeball die üppige Versehrtenrente zu konsumieren ist jedenfalls zu wenig.

  18. Otti (kein Partner)
    29. April 2013 09:30

    Ja do schau her, do legst di nieder .... dös hätt i ma ned denkt, hihi
    „Das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer“

    Verkaufstricks, Sexreisen, Ego-Shows: Ein ehemaliger Top-Finanzvermittler packt aus. Seine Beichte wirft einen verstörenden Blick auf Versicherer, Bausparkassen und Banker. Aufgezeichnet von Jens Hagen.

    Jeder Mensch, ob Säugling oder Greis, wird heute von der Finanzindustrie als potenzielles Opfer betrachtet. Eine Heerschar von Beratern versuchen, den Kunden auf Teufel komm raus Finanzprodukte aufs Auge zu drücken, egal ob diese Produkte Sinn machen, oder nicht. Ich war einer von ihnen. Hauptsache, die eigene Kasse stimmt.
    weiter zum Artikel:
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/ratgeber-hintergrund/beichte-eines-vertreters-das-geld-ist-nicht-weg-es-hat-nur-ein-anderer/8116804.html

  19. Undine
    29. April 2013 09:06

    OT---aber ich habe diesen Aphorismus vorhin zufällig entdeckt:

    Ein Gutmensch ist jemand, der nach außen hin demonstriert, wie gut er doch ist.
    Damit ist er genau das Gegenteil eines wahrhaft guten Menschen.
    Dieser nämlich tut einfach Gutes und schert sich nicht darum, ob jemand es sieht,
    ob er Dank erhält oder gar von anderen guter Mensch genannt wird.
    Er tut das Gute, weil es richtig ist und basta.

    (aus einem Manuskript)
    »© Werner Braun«
    deutscher Aphoristiker, 1951-2006

    • ambrosius
      29. April 2013 13:37

      Ist das nicht der Unterschied zwischen Gutmenschen und Christenmenschen, geschätzte Undine ?

    • Undine
      29. April 2013 13:50

      @ambrosius

      Ganz genau! Die "stille" Größe bekommt keinen Applaus, hat ihn aber auch nicht nötig. :-)

    • Einspruch! (kein Partner)
      29. April 2013 18:30

      Undinchen, danke. Ein schönes Zitat, wert, dass man es sich merkt. Und so aktuell, in unserer heutigen Welt der Gutmenschendiktatur.

  20. Anton Volpini
    28. April 2013 18:39

    "Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus."

    So lautet der erste Artikel der österreichischen Bundesverfassung. Eine andere Verfassung gibt es für uns Österreicher nicht. Der Versuch einer europäischen Verfassung mit dem Lissabonvertrag, ist wegen mehrfachem Vertragsbruch seitens der europäischen Poltiker gescheitert.
    Allerdings haben auch unsere sozialistischen Poltiker unsere Verfassung mehrfach gebrochen, zuletzt mit dem Beschluß über den ESM. Da wird der Bürgerruf nach Legitimität oder Legitimation laut.

    Wenn unsere Politiker glauben, sie könnten sich über unsere Bürgerrechte mit legitim zustande gekommenen Gesetzen hinwegsetzen, dann müssen wir Bürger hinterfragen, ob sie denn noch unsere Legitimation besitzen. Ob sie also noch Kraft unserer Bundesverfassung handeln?

    Meiner Meinung tun sie das schon lange nicht mehr, daher müssen wir sie fortjagen.
    Die Frage der Macht der Bürger stellt sich daher nicht!

    • brechstange
    • Undine
      28. April 2013 22:21

      @Anton Volpini

      *********!

    • Brigitte Imb
      29. April 2013 00:24

      @ A.V.,

      noch sind wir nicht so weit und wir werden es auch bei den Wahlen im Herbst nicht sein, um die Versagertruppe (egal welcher Coleur) fortzujagen. Das passiert wirklich erst, nachdem es auch dem Letzen an die Substanz geht. Dann ist die Beschleunigung sicher nicht mehr legal .....

    • F.V. (kein Partner)
      29. April 2013 09:56

      Sg. Herr Volpini,

      Sie haben recht - und in einem "höheren" Sinn doch auch nicht. So steht es in der Verfassung und die Realität ist die von IHnen beschriebene.

      Aber wie Scipio und ich hier meínten, ist die Grundlage, daß das Volk sozusagen letzte Instanz wäre leider eine irrige, die als Produkt der Aufklärung 1789 entstanden ist.

      Wollten wir wirklich eine Wendung zum Besseren, dann ist diese heutige positivistische "Grundlage" keine tragfähige. Es bedarf der renovatio spiritualis und der Rückbesinnung auf die seit eh und je gültigen Grundlagen, also der Re-Evangelisierung Europas.

      Daß es überhaupt so weit kommen konnte, daß sich die politisch Mächtigen über alles hinwegsetzen, liegt m.A. ja daran, daß die sittlichen Bindekräfte - wie sie im Dekalog n i c h t diskontierbar fixiert sind - inzwischen ob der Verweltlichung sich weitgehend aufgelöst haben. Die "Gesetze" sind tote Buchstaben ohne das noch aus Zeiten christlicher Gesellschaften herüberreichende, als verbindlich angesehene Sittengesetz.

    • Anton Volpini
      29. April 2013 12:45

      Einverstanden, F.V., nur, christlichen Glauben kann man per Dekret nicht verordnen, der muß gelebt werden!
      Was Europa braucht, ist eine Neuentdeckung der großen Gründerväter, der Heiligen Augustinus und Benediktinus.

    • F.V. (kein Partner)
      29. April 2013 19:32

      Sg. Herr Volpini,

      natürlich kann man den christlichen Glauben nicht per Verordnung unters Volk bringen. Aber jene, die ihn als Grundlage für richtig halten, können und sollten immer wieder darauf hinweisen, ihre Argumente damit befestigen, ...

      Ein kürzlich verstorberner Freund, ein "Turm in der Schlacht", war Mitglied des Opus Dei, einem "modernen" Orden, bei dem jeder auf dem Platz bleibt, wo ihn das Leben hingestellt hat. Aber er wirkt von hier aus im Sinne des katholischen Dogmas und Sittengesetzes. Und das überzeugt schon sehr, vor allem, wenn solche Persönlichkeiten auch in die höchsten Höhen der beruflichen und wissenschaftlichen Welt sich fanden und finden. Sie waren bzw. sind nicht trotz ihres Glaubens, sondern m.A. wegen ihm dorthin gelangt. - Wie man ja auch mit richtiger Orientierung leichter und schneller anas Ziel kommt.

      Mir war ja auch ursprünglich ein "Cartesianisches Koordinaten-System" implantiert worden, und es bedeurfte der praktischen Erfahrung in einer immer materialistischeren Welt, um zu erkennen, daß das Ökonomische Kalkül als einziges Orientierungsmittel nicht funktionieren kann. Und die persönlichen vorbildhaften Beispiele, siehe oben, die einen bestärkten.

      Nehmen Sie als Beispiel auch Friedrich Romig: seine Gastartikel und er persönlich wurden ja immer wieder von bornierten Atheisten in meist besonders dummer, aggressiver und untergriffiger Weise angegriffen. Aber er hat sicher mehr in seinem beruflichen und wissenschaftlichen Leben erreicht und geschaffen, als die meisten Klugsch... Glaube und Vernunft passen doch recht gut zusammen, lassen sich auch mit guten Manieren präsentieren, etc. womit schon damit ein Vorzug gegenüber den
      ums Goldene Kalb Tanzenden aufgezeigt wäre.

    • Anton Volpini
      29. April 2013 20:29

      Den Glauben zu leben und nach Außen zu vertreten ist eine Frage der inneren Überzeugung und der Stärke.
      Ich hatte das unglaubliche Glück an einem genius loci des Glaubens erzogen worden zu sein. Auch wenn ich als Bua das teils gesucht habe, so habe ich das damals doch in diesem Ausmaß nicht im Mindesten begriffen.
      Mit zunehmendem Alter wird das aber auch für mich immer deutlicher. Doch bin ich in den Zwängen des Tagesgeschäftes gefangen. Mein Freund Johann, der denselben Ort genossen hat, ist da schon viel weiter, kann er sich auch geistig viel freier machen. Und wenn er nicht gerade schläft, wie er es die letzten Tage gemacht hat, dann wird er sich ohnehin bald zu Wort melden. :-)))

      Die strengen Regeln der Benediktiner haben unseren Tagesablauf bestimmt, aber wir haben auch gelernt, das Selbstverständliche still und leise zu erledigen.(Was Undine heute so schön schreibt, und Sie erst morgen lesen können, da Sie kein Partner mehr sind)

  21. terbuan
    28. April 2013 17:21

    LT-Wahl Tirol 1. Hochrechnung:
    Die Politikmüdigkeit der Wähler ist nicht mehr wegzuleugnen.
    Bei einer Wahlbeteiligung von 56% (der geringsten bisher bei LT-Wahlen verzeichneten) haben 40% die ÖVP gewählt, also nur ein knappes Viertel der Tiroler hat im Kernland der Schwarzen diese Partei gewählt. Und dieser präpotente Parteichef findet den LH Platter mit dieser Wahl eindrucksvoll bestätigt!

    Und bis auf die durchgefallene Liste Stronach fühlen sich alle als Sieger.
    Völlig abgehoben und realitätsfern, man findet sich im falschen Film!

    • dssm
      28. April 2013 18:40

      Einmal ganz ehrlich, mich wundern die 56% noch.
      Wen hätte man da wählen sollen?
      Als überzeugert Demokrat kann man ja hingehen, aber wohl nur einen leeren Stimmzettel einwerfen - da kann man gleich daheim bleiben.

    • fokus
      28. April 2013 19:32

      @terbuan

      Da ist die ÖVP noch einmal davongekommen!
      Man beachte aber die LUSTLOSE Berichterstattung unseres Rotfunks, schon alleine aus diesem Grund sei es dem Platter gegönnt! ;-)

  22. Scipio
    28. April 2013 16:16

    Eine derartige Aneinanderreihung von Platitüden ist eines AU einfach unwürdig! AU nimmt 2500 Jahre Kritik an der Demokratie einfach nicht zur Kenntnis!

    "Die Demokratie ist eine Fehlgeburt der Geschichte. Das Leben ist eine Werkstatt von Hierarchien. Nur der Tod ist Demokrat" (N. G. Davilà, Scholien).

    "Demokratie - der Gott, der keiner ist" (Hans-Hermann Hoppe, 2001).

    „Demokratie ist Ramsch“ (Frank Schirrmacher, FAZ, 1. 11. 2011)

    "Reine Demokratie hat ihr Telos nicht in der Freiheit, in deren Namen sie propagiert wird und mit der man sie legitimiert, sondern in Diktatur und Terror. Die gesamte klassische Staatstheorie hat das gewußt, von Platon über Kant bis Hegel" (Rudolf Burger, PRESSE, 26. Feb. 2000).

    "In der Demokratie wird Freiheit gewährt, wenn es niemanden mehr gibt, der sich widersetzt oder anders ist - mit anderen Worten, wenn sie keinen Sinn mehr hat" Jacob L. Talmon, Die Usprünge der totalitären Demokratie, 1961).

    "Die Demokratie ohne Werte verwandelt sich, wie die Geschichte beweist, leicht in einen offenen oder hinterhältigen Totalitarismus". (Johannes Paul II.: Veritatis splendor, n. 101).

    "Demokratie ist die Hure des Westens, die jeden Sonderwunsch bereitwillig befriedigt und sich jederzeit be- und ausnutzen läßt. Jede Art von Gewalt findet im Namen der Demokratie statt, sie wird via Bombenteppich frei Haus vor die Tür geliefert". Der Begriff ist ausgehöhlt - eine schöne Hülle ohne Inhalt und Bedeutung (Arundhati Roy, DER STANDARD, 26. Mai 2003)

    "Das Volk hat noch in keinem Sinne je geherrscht" (Sir Karl R. Popper, Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, Bd. 1).

    Das Volk! Das sind die vielen leeren Nullen.Franz Grillparzer, Bruderzwist)).

    "Eine echte Demokratie hat es nie gegeben und wird es sie auch niemals geben“ (Jean-Jacques Rousseau, Der Gesellschaftsvertrag).

    Die Mehrheit? Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen. Der Staat muß untergehen, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet." (Friedrich Schiller, Demetrius).

    „Nichts ist widerwärtiger als die Majorität; denn sie besteht aus wenigen kräftigen Vorgängern, aus Schelmen, die sich akkommodieren, aus Schwachen, die sich assimilieren, und der Masse, die nachtrollt, ohne nur im mindesten zu wissen, was sie will. (Johann Wolfgang v. Goethe: Wilhelm Meisters Wanderjahre II)-

    "Demokratie ist bei uns landfremd, ein Übersetztes, das niemals deutsches Leben und deutsche Wahrheit werden kann. Demokratie ist an und für sich etwas Undeutsches, Widerdeutsches" (Martin Walser in seiner Rede zum Friedenspreis 1998 in der Pauluskirche zu Frankfurt unter Berufung auf Thomas Mann.).

    Demokratie und Politik, das ist etwas „für die Zeitungsschreiber“, für die „Zivilisationslitertaten“, die "Stutzer und Zeitkorrekten", die "Kleinen, Nichtigen, Spürnäsigen, die davon leben, dass sie Bescheid wissen", immer bereit zum Urteil "nach neuestem Schnitt und à la mode", die "Glücksphilanthropen", "Weltbeglücker", "Weltbefreier", "Weltverbesserer", die mit ihrer "bösartigen Rethorik" ganz im Dienste der "Menschheit", der "Humanität", der "Freiheit", der "Demokratie", der "Tugend", der "Vernunft", der "Gerechtigkeit", des "Fortschritts" und all der hohlen Worte stehen, "die man heute nicht mehr ohne Ekel hören kann", denn sie beinhalten nichts andres "als salbungsvollen Volksbetrug". "Ich verachte dieses Bedienten- und Läufergeschmeiß redlich" Thomas Mann, Betrachtungen eines Unpolitischen).

    „Demokratie existiert nur in der Presse“ (Richard Wagner).

    • Schani
      29. April 2013 01:03

      Scipio,
      all Ihre Zitate unterschreibe ich! ABER: Welche Staatsform sollen wir uns wünschen?

    • Leopold Koller (kein Partner)
      29. April 2013 05:42

      "A democracy cannot exist as a permanent form of government. It can only exist until the majority discovers it can vote itself largess out of the public treasury. After that, the majority always votes for the candidate promising the most benefits with the result the democracy collapses because of the loose fiscal policy ensuing, always to be followed by a dictatorship, then a monarchy."

    • Leopold Koller (kein Partner)
    • Scipio
      29. April 2013 07:12

      @Schani

      In der Geschichte noch am besten bewährt hat sich die "gemischte Verfassung" mit monarchischen, aristokratischen und "demokratischen" Elementen.

      Churchill hat mit seinem bekannten Ausspruch übrigens nicht die Demokratie verteidigt, sondern die ganz undemokratischen Einspruchsrechte des Oberhauses (House of Lords) gegen Beschlüsse des Unterhauses. Die Mitglieder des Oberhauses wurden von den Monarchen ernannt, die Sitze waren zum guten Teil erblich.

      Den Archetyp einer Modellverfassung weist ausgerechnet die älteste, alle anderen gesellschaftlichen Institutionen überdauernde römisch-katholische Kirche auf. An ihr kann man die "gemischte Verfassung" in ihrem "Working Progress" gut studieren.

      Interessant ist, dass heute erfolgreiche Großunternehmungen (wie übrigens auch Fußballklubs !) nach ähnlichen Verfassungsgrundsätzen funktionieren!

      Entscheidend für die Beurteilung von Staaten und anderen gesellschaftlichen Institutionen ist, woran sie sich orientieren, am Gemeinwohl (bonum commune) oder am Einzelwohl, welchem Wohl sie den Vorrang einräumen und was sie unter Gemeinwohl verstehen.

      Bemerkenswert, dass heute gerade junge Menschen sehr energisch für eine "Rückkehr zu den Ursprüngen der Politischen Philosophie" (Christian Machek, 2012), also zu Platon und Aristoteles, plädieren und dabei auch wieder das "Naturrecht", das "ins Herz geschrieben ist" (Wolfgang Waldstein, 2010) als Grundlage unserer Rechtskultur entdecken. Dieses Recht geht eben nicht "vom Volk aus", sondern zuletzt von Gott.

      Die neuzeitliche, "pervertierte Aufklärung", auf der unsere heutige "Weltanschauung" und unsere "Dämokratie" beruht, hat die "gesunden Lehren" über die politische Ordnung zerstört und damit "das Schicksal Europas besiegelt" ((Altabt Gregor Henckel von Donnersmarck, 2011).

      Es sei denn es gelingt eine restitutio ad integrum oder wie Platon es formuliert: "Bevor nicht die Philosophen Könige werden oder die Könige Philosophen gibt es keine Besserung der politischen Verhältnisse" (vgl. Platon, Politeia 473c–d.). Eine "konstitutionelle Republik" hat damit nichts zu tun.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      30. April 2013 04:36

      Scipio, der Seitenhieb am Ende war unuebersehbar! Nichtsdestotrotz ist zur gegenwaertigen Zeit die Verfassungsrepublik die einzige auch nur andenkbare Alternative.

  23. machmuss verschiebnix
    28. April 2013 14:29

    Wie weit ist der Weg, hin zu einer mündigen Wählerschaft:

    "... Sie werden dann kaum mehr ihre Stimme jenen geben, die lauten Populismus verbreiten und ohne Rücksicht auf Finanzierungsmöglichkeit versprechen ..."

    Egal wie lange es dauern mag, um die anerzogene Staatsversorgten-Mentalität
    aus den Köpfen der Wähler raus und eingenverantwortliches Denken rein zu bekommen,
    zuallererst stellt sich die Frage:
    wie sollte es irgendwem gelingen, entgegen dem Willen des herrschenden
    Parteien-Filzes die Weichenstellung umzulegen auf "Zeitenwende".


    Selbst wenn noch in diesem Jahr das politische Wunder passieren würde - nämlich das
    eines Wandels der mehr ist, als nur ein bischen wahltaktische Schminke auf den
    verlogenen Fratzen der Altparteien, so würde die Erneuerung in den Köpfen trotzdem
    in etwa so lange dauern, wie umgekehrt auch die Gehirnwäsche der Roten - eben rund
    eine Generation.

    Unser Staatswesen - wie auch das aller andereren EU-Staaten - verkraftet aber
    bestenfalls noch eine Decade, denn die heimlichen Spekulationen mit diversen
    öffentlichen Geldern sind sicherlich nicht als Akt purer Unverantwortlichkeit
    zu deuten, sondern als verzweifeltes Ergreifen eines Strohhalmes - eben deshalb,
    weil es eine kurzfristige Lösung zu bieten schien und weil alles andere
    über die eigene Legislatur-Periode hinaus gedauert hätte
    und somit schlichweg
    nicht machbar gewesen wäre - natürlich wieder nur wegen diverser hinterhältig
    verlogener Populisten-Fratzen während der Vorwahlzeit.

    Wie steuern sehr wahrscheinlich auf eine sehr eigenartige neue Form von Diktatur zu.
    Wie bald es zu nachfolgend skiziertem Szenario kommen könnte, hängt letztlich von
    diversen "Sachzwängen" ab:

    Als W.Schüssel sich erdreistet hatte, ausnahmsweise zum Blauen Rabauken in den
    Porsche zu steigen, da hatte sich ganz Europa gebärdet, wie total demokratie-unfähige
    Gesinnungs-Faschisten!

    Trotzdem könnten sich all die "großen Europäer" (schon bald ?) gezwungen sehen,
    den letzten Strohhalm zu ergreifen und ihre Macht abzugeben an eine gemeinsame
    "Wirtschafts-Diktatur mit sozialistischem Antliz", deren Zusammenhalt nicht
    durch Konstitution, Dogma, oder irgendeinen *ismus gwährleistet wird, sondern durch
    ein bahnbrechendes neues Verrechnungs-System:

    Bar-Geld wird abgeschafft, alle Transaktionen vom Kaugummi bis zum Jumbo-Jet müssen
    durch's zukünftige System laufen. Alles kann automatisch abgerechnet und kontrolliert
    werden - Steuer, Versicherung, .... usw.
    Kein Pfusch, kein Schwarzmarkt, nichtmal mehr ein Bankraub wird möglich sein. Auch
    Steuerberater wären damit Geschichte, Keine Parteispenden (wie schrecklich), keine
    Provisionen, keine Umweg-Finanzierung, NICHTS. Alle schrägen Aktionen auf Knopfdruck
    einsehbar, verfolgbar.

    Wäre ja ein großer Fortschritt, ein gesellschaftlicher Quantensprung, gäbe es nicht
    die menschliche Schwäche jener, unter deren Befehlsgewalt das alles stehen wird.

    Jeder wird seinen "World Wide Identifier" (WWID) bekommen und jeder Versuch das
    System zu unterlaufen, wird mit einer Effizienz geahndet werden, daß derob in der
    Hölle sogar Stalin und Hitler vor Neid erblassen.


    So oder zumindest sehr ähnlich stelle ich mir den letzten großen Coup des
    Sozialismus vor, bevor dieser gesellschaftspolitische Wahnwitz endgültig in
    die Geschichtsbücher verbannt wird ! ! !


    .

    • ambrosius
      28. April 2013 17:31

      Diese Schreckensvision von 1984 treibt mich auch um. Es hat aber schon im Altertum einen chinesischen Kaiser gegeben, der in der Durchführung einer solchen Tyrannis nahezu perfekt war. Stalin und Mao waren auch von Forma und Hitler war auch nicht schlecht. Einzig dem Hitler haben äußere Mächte das System kaputt gemacht. In allen anderen Fällen ist es von alleine zusammengebrochen. Ein schwacher Trost für die, die im Gulag oder KZ schmachten, aus der Perspektive der Menschheit gesehen aber eine zuversichtliche Hoffnung.

  24. Papalima
    28. April 2013 13:44

    Leider ist zu befürchten, daß das Ende der bestehenden Strukturen nicht ohne
    Gewalt erfolgt. Dann, nach einer Zeit des Chaos könnte ein Umdenken erfolgen, wie es John F. Kennedy schon in seiner Antrittsrede gefordert hat (nachzulesen u.a. bei Wikipedia): "And so, my fellow Americans: ask not what your country can do for you — ask what you can do for your country. My fellow citizens of the world: ask not what America will do for you, but what together we can do for the freedom of man."
    Diese Fragen sind heute vor allem jenen zu stellen, die das ihnen durch mehr oder weniger freie Wahlen entgegengebrachte Vertrauen egoistisch mißbrauchen.

    • Hans-Peter (kein Partner)
      29. April 2013 09:02

      Papalima

      Die vergessenen Warnungen von Kennedy und Eisenhower sind heute genauso aktuell wie sie es um 1961 waren.
      Eisenhower und Kennedy warnten die amerikanische Öffentlichkeit vor einer
      Verschwörung, die vor nichts zurückschreckt um ihre Ziele durchzusetzen.
      Wo stehen wir heute am Ende des Jahres 2012? Der militärisch-industrielle Komplex produziert Computerspiele, die angefüllt sind mit der Agenda der neuen Weltordnung.

      Einstmals freie Menschen wurden zu Zeitarbeitsklaven,
      die ihre Freizeit in virtuellen Spielwelten verbringen,
      und ihren Smartphones näher sind als ihren Mitmenschen.

      http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=46zNV7x_lN0

  25. Undine
    28. April 2013 13:24

    @A.U. schreibt:

    "Und Linke haben seit 1968 die extrem undemokratische Praxis, Andersdenkende erst gar nicht zu Wort kommen zu lassen oder gar physisch zu verfolgen. So wie es die protonazistische Rechte in den 20er und 30er Jahren getan hatte."

    "Erfunden" wurde diese Vorgangsweise aber bereits zu Beginn der Revolution in Rußland!

    "Der deutsche Verteidigungsminister De Maiziere musste dieser Tage deswegen sogar nach einem halbstündigen Versuch einen Vortrag an der Berliner Humboldt-Universität abbrechen, weil Linksradikale den Gast „erfolgreich“ sabotiert haben. Und weil der dortige Rektor wie viele Professoren nicht gerade standfest reagierte."

    De Maiziere machte die gleiche "Erfahrung" wie Helmut Schmidt anläßlich des Anti-Atomwaffen-Kongresses im Jahr 1959. Er wurde durch filibustern, worauf sich die Linken damals schon bestens verstanden, und geschickte Abänderungen des Hauptthemas so in die Enge getrieben, daß er hinterher kaum wußte, wie ihm geschah. Die "Konkret-Leute" (Röhl und Meinhof u.a.), von DDR-Kommunisten finanziert, was sie aber immer abstritten, hatten Helmut Schmidt nach allen Regeln der Kunst über den Tisch gezogen. Er war in der Defensive. Einer der kommunistischen Konkret-Leute meinte damals, er habe H.S. nie wieder so klein gesehen. (Aus "So macht Kommunismus Spaß!" v. Bettina Röhl)

  26. terbuan
    28. April 2013 11:38

    Die Europäer hätten genug Macht, woran es krankt ist der Mangel an Alternativen von Parteien die willens und in der Lage sind, den geordneten Rückzug aus dem Pyramidenspiel mit einem immer höher werdenden Schuldenberg zu vollziehen.

    Derzeit haben sie nur die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub, zwischen Rattenfängern und Drogendealern!

  27. terbuan
    28. April 2013 10:36

    Eine nicht ganz heitere Sonntagsgeschichte in der heutigen FAZ:

    Warum Beate die ÖVP verlassen hat und zu den NEOs gegangen ist......

    Wehe Du sagst "Grüß Gott!"
    http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/wahlen-in-oesterreich-wehe-du-sagst-gruess-gott-12156127.html

  28. Wolfgang Bauer
    28. April 2013 10:04

    Zitat Häupl, der ein Wirtschaftsdesaster in Wien anrichtet, vom Parteitag: Er kritisiert den Sparkurs Fekters: "Wir brauchen Wachstum, um aus der Krise herauszukommen!"

    Das ist bekannt. Aber genau der Sparkurs würde uns dorthin führen, wenn endlich im öffentlichen Verwaltungsgetriebe Effizienz geschaffen würde, der städtische SP-Korruptionssumpf trockengelegt und ökonomische Vernunft z.B. auch in Wohn-, Schul-, und Migrantenangelegenheiten Platz greifen dürfte.

    Also auch bei uns ist's mit der 'Austerität' vorbei, bevor's noch begonnen hat.

  29. dssm
    28. April 2013 09:53

    Die repräsentative Demokratie hat sich erledigt, jetzt sind nur mehr die Totengräber am Werk; eine überschaubare Endzeit hat längst begonnen.

    Bevor man Lösungen präsentiert, muss man sich der Wurzeln einer Krankheit bewusst werden. Hier leistet unser Herr AU heute einen guten Schritt vorwärts.

    Demokratie ja, aber!
    Aber strengstens an das Subsidiaritätsprinzip halten.
    Aber den Gewählten kein Gehalt zahlen, höchstens einen Spesenersatz!
    Aber nur die wählen lassen, welche auch Nettozahler am Gemeinwesen sind.

    Um es einfach zu machen, die Gewählten sollen wie in einer Kapitalgesellschaft die Rolle des Aufsichts- oder Beirates übernehmen, keinesfalls das Alltagsgeschäft machen, dazu gibt es bezahlte Geschäftsführer.

    Wer Subsidiarität sagt, ist automatisch ein Gegner der heutigen EU, gerade als überzeugter Europäer halte ich es für meine Pflicht das Monster wo immer zu kritisieren und zu bekämpfen, eine unangenehme Feststellung, da hilft auch ein 'demokratisch gewähltes' Europaparlament nicht.

  30. Das kleine Mäxchen
    28. April 2013 09:06

    Und hier kann man nicht nur reden, sondern etwas für den freien Markt und die Erhaltung der Sortenvielfalt tun (Gegen die europäische Saatgutverordnung, die : http://www.seedforall.org/ .
    VG an alle

    • dssm
      28. April 2013 09:54

      Was soll das bringen?
      Wenn es den hohen Herrn (und Damen) nicht passt, dann ignorieren sie das Ergebnis - oder lassen hat solange wählen, bis das Ergebnis 'passt'.
      Beispiele haben wir wohl genug erlebt....

    • brechstange
      28. April 2013 10:07

      dssm

      Sicher bringt es was, auch wenn es wie so oft nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist.

  31. ambrosius
    28. April 2013 08:33

    Bei wiederholter Lektüre des Beitrages von Dr. Unterberger kommt ein weitere- fast ein wenig unauffällig angebrachter- dennoch aber höchst wichtiger Aspekt ans Licht: Vergangenheitsbewältigung und Geschichtswissenschaft !

    Geschichte ist eine Wissenschaft, die im Wesentlichen auf Fakten beruht und bei deren Interpretation höchste Sorgfalt geboten ist, daß man nicht einseitig aus heutiger Sicht wertet sondern den " Zeitgeist" der Periode in die Betrachtung einbezieht, die man untersucht.Ergebnisse der Geschichtswissenschaft verändern sich, wie alle Ergebnisse der Wissenschaft, mit Fortschritt der Forschung ( Man lese einmal ein Buch über Praehistorie von vor 20 Jahren und vergleiche es mit einem aktuellen Buch darüber)
    Geschichte als Instrument der Politik einzusetzen ist ein Verbrechen! Es hat nie ein " Großisraelisches" Reich gegeben, selbst das tatsächliche Israel war meist nur ein halbsouveränes Fürstentum.
    Wenn der Dr. Haider und andere behaupten, die Slowenen in Kärnten müssten eigentlich eine Aufenthaltsbewilligung haben, so muß man ihnen sagen, daß es die Bajuwaren waren, die so um 700 und 800 in das slawische Kärnten eingewandert sind.Ebenso verhält es sich mit den Gebieten östlich der Elbe. Wenn die Linken behaupten, erst durch ihr Wirken ist die heutige Wohlstandsgesellschaft in Europa entstanden und früher waren nur böse Adelige, die das Volk ausgesaugt haben so ist das ebenfalls eine geschichtsmäßige Propagandalüge, die durch Fakten leicht zu widerlegen wäre.
    Der Schöpfer des führenden Sozialwesens von Europa- wie auch die Franzosen 1919 anerkannt haben- war kein schon im Reichtstag vertretener Sozialist, es war der Fürst Bismark, den sie ja deswegen besonders gerne verteufeln.

    Der langen Rede kurzer Sinn: Die Geschichtsklitterung samt Hexenjagdt durch die rote Antifabande ist ebenso ein Skandal wie die wahrlich degoutante Geschichtsinterpretation, die uns immer öfter von Rechten aller Art in diesem Blog zugemutet wird.

    Wir sollten uns bemühen und darnach streben, daß die in diesem Blog geäußerten Ansichten zur Historie einmal möglichst objekjtiv(niemand kann allerdings immer wissenschaftlich lückenlos dokumentierte Ansichten erwarten) und andererseits möglich frei von ideologischen Phantastereien sind.

    • Undine
      28. April 2013 11:16

      @ambrosius

      "Vergangenheitsbewältigung und Geschichtswissenschaft !

      Geschichte ist eine Wissenschaft, die im Wesentlichen auf Fakten beruht und bei deren Interpretation höchste Sorgfalt geboten ist, daß man nicht einseitig aus heutiger Sicht wertet sondern den " Zeitgeist" der Periode in die Betrachtung einbezieht, die man untersucht"

      Werter @ambrosius, setzen Sie fünf Historiker an einen Tisch und bitten Sie sie, die (deckungsgleichen) geschichtlichen Fakten sorgfältig zu interpretieren---Sie werden fünf komplett unterschiedliche Ergebnisse bekommen; jeder Historiker wird darauf beharren, er sei mit höchster Sorgfalt vorgegangen. Welcher der fünf Historiker hat nun in Ihren Augen am seriösesten gearbeitet? Derjenige, der Ihrer Geschichtsinterpretation am nächsten kommt?
      Und selbst wenn man dieselben Historiker alle fünf Jahre zur Überarbeitung bittet, wird es wenig Übereinstimmung geben, weil jeder eine andere Sichtweise hat und die Objektivität keine Konstante ist.
      Geschichte erzählen und GeschichteN erzählen fließen ineinander.

    • ambrosius
      28. April 2013 12:01

      Das, geschätzte Undine ist eben das, wogegen ich eifere. Um nur ein ganz besonders negatives Beispiel der jüngeren Geschichte zu nennen zitiere ich ein Gremium aus Universitätsprofessoren der Tschechei über die Anwendung der Benesdekrete ( war glaublich zur Zeit Schüssels, wenn ich mich nicht irre.) Es ist erschütternd, wie viele qualitativ gleichwertige Beispiele in der jüngeren und älteren Vergangenheit erzählen könnte.
      Tatsächlich sind Historiker aufgerufen, dagegen standesrechtlich was zu tun, wenn sie die Geschichtswissenschaft vor weiterem Verruf bewahren wollen.
      (Ändert aber nix daran, daß wir uns in unserem Blog, auf den wir doch alle was halten, eine gewisse Zurückhaltung in der Formulierung und eine gewisse Objektivität in den Fakten auferlegen sollten)

    • Wertkonservativer
      28. April 2013 12:18

      Werter @ ambrosius,

      darf ich Ihnen ein Kompliment machen?
      Ich finde Ihre Beiträge der letzten Zeit in einer für mich sehr erfreulichen Weise mit meiner Lebens- und Weltsicht derart kompatibel, dass ich - wie vor Jahren meinem Freund A.E. Neumann attestiert - Sie gerne als Bruder im Geiste begrüßen möchte!

      Ich hoffe, Sie nehmen diese Sympathie-Bezeugung eines alten Mannes so, wie sie gemeint ist: als Freude über einen Gleich- und Hochgesinnten!

      Herzliche Grüße,

      Gerhard Michler

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Undine
      28. April 2013 14:02

      @ambrosius

      Danke für Ihre Antwort! Schlimm ist ja nur, wenn Fanatiker und Eiferer aller politischer Farbschattierungen sich der "Geschichte" annehmen, allen voran die antifa-bewegten Gutmenschen!

      Selbst jetzt, nach 330 (!) Jahren wird plötzlich die Geschichte neu geschrieben, um nur ja unsere türkischen Zuwanderer nicht zu vergraulen: Die 2. Türkenbelagerung*, mit der man ganz zurecht bis dato nichts als Schrecken in Verbindung gebracht hatte, wird jetzt UMGEDEUTET.
      Vermutlich wird man der Schuljugend weismachen, daß die zivilisierten Osmanen in bester Absicht gegen Wien vorgedrungen waren, um ihnen ein Geschenk zu machen, um die verschlafenen Wiener und das dazugehörende Reich zivilisatorisch und kulturell zu befruchten. Leider war jeglicher gute Wille von seiten der Osmanen vergeblich, da die verstockten Wiener etc. sich gegen diese Morgengabe aus dem Morgenland, also die kulturelle Befruchtung, sperrten und unverständlicherweise heftigst Widerstand leisteten und sich dabei auch noch gut vorkamen!

      * In normalen Zeiten wäre es angebracht, dankbar den Sieg über die Türken anno 1683 zu feiern---aber mit den Nachkommen der Osmanen ist nicht zu spassen, die würden uns aus gekränkter Ehre vermutlich den Krieg erklären!

    • ambrosius
      28. April 2013 14:28

      @Wertkonservativer
      Danke für die Anerkennung. Ich dachte-hoffe eigentlich, daß ich meine Linie nie geändert habe aber vielleicht bemühe ich mich in Anbetracht so mancher Schreckensbeiträge die wir in unserem Blog lesen müssen um noch mehr Ausgewogenheit. Die Sozis mag ich aber trotzdem nicht !!!
      @Undine
      Es ist noch immer viel Greuelpropaganda gegen die Türken in unseren Schulbüchern und auch in unseren Köpfen. Denoch: die Türken sind damals als Eroberer gekommen und hatten die Absicht, sich bei uns als Herrenmenschen zu etablieren, so wie sie das überall gemacht haben. In der Spätzeit des Reiches hat sich dieses Herrenmenschentum etwas gelockert. Die Propagandarede des Grafen Ypsilanti ist in ihrer Verlogenheit ein einziges Ärgernis. Der höchste Beamte der Türken in Zypern, der Dragomann war ein zyprischer Grieche. Die Griechen waren überhaupt führend in der Verwaltung des Reiches.
      An dem agressiv-bissigen und brutal nationalistischen Charakter hat sich bei den Türken allerdings bis heute nichts geändert, wenn man die Geschichte etwas aufmerksamer verfolgt.
      Dennoch waren m.E. die Türken im Recht bei der Invasion in Zypern, denn die Enosis der Griechen war schlicht inakzeptabel.

      So: und jetzt mache man aus dieser Gemengelage ( die man noch reichlich weiter ausschmücken könnte) eine zündende Rede, warum das Volk todesmutig die Türken aus Nordzypern verjagen sollte oder die Griechen aus Südzypern.......

    • Schani
      29. April 2013 01:09

      Undine,
      am Wochenende hatte der ORF einen Mutanfall und brachte eine Dokumentation über den türkischen Volksmord an den Armeniern. Man staune!

    • Hans-Peter (kein Partner)
      29. April 2013 11:04

      Die herrschende Geschichtsschreibung ist die Geschichtsschreibung der Herrschenden.
      Oder: die Geschichte wird von den Siegern geschrieben!

      Cui bono? Wem nutzt die herrschende Geschichtsschreibung? Alleine die Geschichtsschreibung des 2. Weltkrieges nutz(te) wem? Keiner anderen Geschichtsschreibung wie die des 2.WK wurde so viel Aufmerksamkeit gewidmet. Und noch nie wurde so viel materielle Wiedergutmachung geleistet, wie von den deutschen Völkern.
      Noch nie wurde eine Aufarbeitung der Sklavenhaltung oder der vielen, vielen Völkermorde gemacht. Wer hatte damals von der Sklavenhaltung profitiert? Die Namen werden nicht erwähnt, obwohl deren Nachkommen noch immer von den Früchten dieser Völkermorde und Aneignung deren Länder profitieren. Im Gegenteil genau diese Famlien ziehen die Fäden im Hintergrund und beherrschen noch immer das Weltgeschehen. Nie wird erwähnt, wer denn an den vielen Kriegen verdient hat, oder diese Kriege finanziert hat.
      Niemals wird der Betrug dieses Geldsystems, welches einem Pyramidenspiel gleicht und immer dieselben daran verdienen, aufgeklärt. Wie anders sollte man es nennen, wenn Banken Geld aus dem Nichts schöpfen und dafür noch Zinses-Zins verlangen.
      Beispiel: ich lege 100 Euronen auf ein Sparbuch (ich verleihe der Bank das Geld). Diese verleiht es wieder. Nur - sie verleihen nicht 100 Euronen sondern 1.000 Euronen. Also 900 Euro mehr. Mit welcher Berechtigung? Zudem müssen die Zinsen ebenfalls aufgebracht, diese existieren aber gar nicht (Enteignung). Und im Zeitalter der Computer genügt ein Knopfdruck um Giralgeld zu produzieren. Dieses existiert nur als Buchungszeile.
      300 Jahre im Mittelalter werden nicht erwähnt. Warum wohl? Weil es 300 Jahre des Friedens und Wohlstands waren. Denn damals gab es keinen Zinses-Zins. Es war verboten (mit Einverständnis der Kirche). Damals gab es noch eine christliche Kirche, die den Namen auch verdiente. Es gab nur eine einzige Steuer. Das Geld welches man am Jahresende nicht verbraucht hatte musste abgegeben werden und man bekam 90% als neue Münzen zurück. Natürlich gab man es lieber aus. Damit blieb das Geld im Wirtschaftskreislauf und konnte nicht angehäuft werden. Somit wurde verhindert, dass es keinen mächtigen Geldadel gab, der die Politik beinflussen konnte. Den Menschen ging es nie besser. Jeder arbeitete nur solange wie er wollte und bediente sich seiner Talente. Das Handwerk wurde hochgeschätzt und nutzte der Gemeinschaft. Die Menschen arbeiteten wenns hochkommt gerade mal 20 Stunden die Woche. Feiern und Fressgelage waren an der Tagesordnung. Der blaue Montag stammt aus dieser Zeit. Die schönsten (gotischen) Bauwerke stammen aus dieser Zeit (sofern sie von den Siegern nicht zerstört wurden). Die Menschen waren glücklich und zufrieden.
      Die Kirche erzählt uns, dass Jesus für unsere Sünden gekreuzigt wurde, aber die Wahrheit ist, dass Jesus vor den Geldverleihern und Wucherern gewarnt hatte. Er hatte genau vor diesem Geldsystem gewarnt und deshalb musste er sterben. Auch heute werden Menschen umgebracht, die sich gegen dieses Verbrechersystem stellen. J.F. Kennedy wollte das Geldsystem wieder in die staatliche Hände legen, also in die des Volkes, so wie es uns vorgelogen wird. Denn nicht die Staaten drucken das Geld, sondern private Familienclans, die ihr Vermögen schon seit Jahrhunderten durch Lug, Trug, Kriege, Völkermorde, Landraub und Sklaverei erschlichen haben.
      Solange dieses Betrugs-Geldsystem nicht abgeschafft wird, solange wird es Kriege geben, in denen nur eine kleine Clique die einzigen Profiteure sind. Alle Völker dieser Erde werden auf diese Weise zu Sklaven gemacht. Denn ihre höchsten Volksvertreter finden sich auf den Lohnlisten dieser Elite oder sind über x- Ecken miteinander verwandt.

  32. Wertkonservativer
    28. April 2013 08:00

    Zu Macht und Ohnmacht der Menschen und Völker:

    Boethius (ca. 480 - 525 n.Chr.)

    "
    Nahe den Thronen spreizen verderbte
    Sitten sich, und treten mit Füßen
    Heilige Nacken, unseligen Wechsels.
    Tugend birgt sich verstoßen im Finstern,
    Leuchtend im Dunkeln, Gerechte leiden
    Strafe des Bösen!
    Nicht Betrug schadet ihnen, nicht Meineid,
    Ausgeschmückt mit der Farbe der Lüge.
    Da nach Belieben sie nützen die Kräfte,
    Freut sie's, sich Könige zu bezwingen,
    Die unzählige Völker fürchten.
    O schau her auf die arme Erde,
    Der du knüpfst der Schöpfung Gesetze,
    Wir, nicht schlechtester Teil deines Werkes,
    Treiben um auf dem Meer des Geschickees.
    Zähme die reißenden Fluten, o Herrscher,
    Wie du lenkst den unendlichen Himmel,
    Füge die Erde in feste Gesetze!
    "

    (mail to: gerhard@michler.at)

  33. Observer
    28. April 2013 07:41

    Winston Churchill: „Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.“

    Seit vielen Jahren wird schon vermerkt, dass die Demokratie gewaltige Nachteile hat. 1. Nicht immer, was die Mehrheit will, ist langfristig und nachhaltig auch das Richtige
    2. Die gewählten Mandatare haben vielfach das in der menschlichen Natur oft vorherrschende Machtstreben und stellen den eigenen Vorteil gegenüber dem Wohl der Wähler.
    3. Die Zeit nach jeder Wahl ist gleichzeitig auch die Zeit vor der nächsten Wahl, daher bevorzugt man Entscheidungen, um wiedergewählt zu werden.
    4. Das Solidaritäts- und Gleichheitsprinzip wird über Gebühr beansprucht, d.h. der Fleissige wird oft den den Faulen bedenkenlos ausgenützt.
    5. Es liegt scheinbar auch in der Natur des Menschen, einem "heilsbringenden Führer" alle Versprecchungen zu glauben und ihm völligen Gehorsam zu leisten. Dies wird wiederum von manchen Politikern ausgenützt, um erstens gewählt zu werden und später einen "Diktator mit demokratischen Mäntelchen" abzugeben.

    Es gab in der Vergangenheit schon oft Bemühungen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, aber scheinbar haben die oben genannten negativen Erscheinungen immer die Oberhand behalten. So sind (fast) alle bisherigen Volksbegehren in den Parlamentsschubladen verschwunden, sogar der Mehrheitsentscheid der Bürger gegen das Wiener Konferenzzentrum wurde von der Regierung ignoriert und die kürzliche Verlängerung der NR-Legislaturperiode hatte auch ihren Zweck verfehlt.

    Die derzeit gültige Verfassung ist nicht mehr zeitgemäss und sollte den neuen Erkenntnissen angepasst werden. So sollten auch die Leute, welche viel Steuern zahlen, auch bei den Entscheidungen mehr Stimmgewicht bekommen und Politiker generell nur für einen befristete Zeit im Amt bleiben können.

    Ein Beispiel, welche Schwächen eine Demokratie haben kann: AH ist 1933 in Deutschland auf demokratische Weise zur Macht gekommen und hat daraufhin auf "demokratische" Art das Parlament entmachtet.

    • GOP
      28. April 2013 07:59

      Da es derzeit unrealistisch ist, dass bei der nächsten Nationalratswahl eine Partei die absolute Mehrheit erreicht, wird es wieder einen Koalitionsregierung geben (für die in nordischen Staaten oft praktizierten Minderheitsgerierungen sind wir leider nicht reif genug). Daher kann jede Partei alles versprechen und hat dann eine gute Ausrede, es nicht einzuhalten: der Koalitionspartner macht nicht mit. Eine Wahlrechtsreform würde dieses Problem lösen, aber dazu kann sich keine Partei durchringen, denn damit wäre sie ggfs. schlechtergestellt.

    • ambrosius
      28. April 2013 08:47

      Die Analyse stimmt-. leider- und der Satz von Churchill auch.
      Die - leise und verschämt-- angedeutete Wiederbelebung eines Censuswahlrechts hat tatsächlich enorm viel Charme. Man muss sie nur wirklich sehr gut überlegen, wenn man einerseits die legitimen Rechte der Leistungsträger stärken will, andererseits aber die allgemeinen Menschenrechte nicht gefährden will.

      Hat aber sowieso keine Chance, weil als Häresie und Ketzertum sofort niedergebrüllt oder auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

      Es wird also so kommen wie schon so oft in der Gescichte und auch von Platon bemerkt: irgendwann ist das Volk der Verhältnisse in der Demokratie müde und dann kommt die Tyrannis.

    • dssm
      28. April 2013 09:57

      @GOP
      Sie wollen doch wohl nicht sagen, daß im Falle einer 'Absoluten' eine Partei die Wahlversprechen einhalten würde?!?!?

    • GOP
      28. April 2013 14:08

      dssm:
      Leider ist Ihre Aussage richtig.

    • Schani
      28. April 2013 19:58

      ambrosius,
      das wichtigste Menschenrecht, nämlich das Recht auf Leben wird außer im Vatikan sowieso nirgends eingehalten. Und mit dem ebenso wichtigen Recht auf Freiheit ist es,zumindest in der gesamten EUdssR auch nicht mehr weit her. Ebenso befindet sich das Recht auf freie Meinungsäußerung und auf Eigen tum im freien Fall.

    • ambrosius
      29. April 2013 13:44

      Ja und Nein, lieber Schani.
      Was die Achtung des ungeborenen Lebens betrifft : ja !
      Sonst aber haben sich leider viele Christen und Kirchenmänner , auch die sog. heilige Inquisition, zur höchsten Verachtung des Lebens und das unter Berufung auf Jesus hinreißen lassen.

  34. raeter
    28. April 2013 07:28

    Der Zusammenbruch ist unausweichlich, schon allein deswegen, um neu anfangen zu können.

    Wer seinen Bürgern systematisch die Eigenverantwortung "austreibt" (Schulen, Kindern Mitarbeitern usw. usw.), eine Betreuungsindustrie aufbaut, in der "Spezialisten" "hilfsbedürftigen" Bürgern sogar einfachste Tätigkeiten "abnehmen", darf sich nicht wundern, wenn Politiker gewählt werden, die genau diesem Muster entsprechen.

    Wir haben es uns eingerichtet. Als Eltern, Mitarbeiter, Partner, Unternehmer usw. Verantwortung wird gemieden und damit ein großes Stück Freiheit zu Grabe getragen (ausgerechnet von der "freedom generation"). Heute ist der Begriff"Gerechtigkeit" in Mode, obwohl damit häufig Neid befeuert wird. Die Prediger meine mit Gerechtigkeit (vom Staatsapparat bis zu den Kirchen) eigentlich kommunistische Gleichheitsideolgie Version 2013.

    PS: auch wenn mich jetzt einige prügeln werden: ich habe den Verdacht, daß diese Entwicklung auch mit der Feminisierung der Gesellschaft zusammenhängt.
    Die Umstellung des jahrtausendealten patriarchalischen Prinzips bringt Probleme. Kinderarmut, Betreuungsindustrie, Aufnahme von hunderttausenden patriarchalisch orientierten Armustsflüchtlingen in die Sozialssysteme, shopping-Kultur usw. sind Teil dieser Entwicklung. Eine Diskussion darüber wird durch das Diktat der pc verhindert.

    • ambrosius
      28. April 2013 08:51

      Die ersten beiden Absätze unterschreibe ich. Der dritte Absatz ist m.E. doch in seinen Schlußfolgerungen diskussionswürdig, wenn nicht problematisch.

    • raeter
      28. April 2013 10:27

      @ambrosius

      3. Absatz: darüber zu diskutieren, wäre meine Intention, warum das problematisch sein soll, verstehe ich nicht. Über Machismo, männerverursachte Polit-Probleme wird ja auch ständig diskutiert, warum sollte man in Zeiten der Gleichberechtigung weiblich verursachte Politprobleme davon ausnehmen.

    • Undine
      28. April 2013 11:31

      @raeter

      "Wer seinen Bürgern systematisch die Eigenverantwortung "austreibt" (Schulen, Kindern Mitarbeitern usw. usw.), eine Betreuungsindustrie aufbaut, in der "Spezialisten" "hilfsbedürftigen" Bürgern sogar einfachste Tätigkeiten "abnehmen", darf sich nicht wundern, wenn Politiker gewählt werden, die genau diesem Muster entsprechen."

      Die BETREUUNGSINDUSTRIE (*******!) hat es im Kommunismus bereits gegeben; der Bürger war von der Wiege bis zum Grab in staatlichen Händen---und dieser "Traum" hat sich auf Dauer als Unding erwiesen und das System in den Bankrott geführt. Heute , hier bei uns, wird diese Betreuungsindustrie auf hohem Niveau betrieben, ist zunächst vielen Leuten angenehm, weil es sie der Eigenverantwortung enthebt, aber erstens UNNATÜRLICH und zweitens UNFINANZIERBAR und muß zwangsläufig zum Bankrott führen.

      Mit der "Feminisierung der Gesellschaft" liegen Sie schon richtig.

    • ambrosius
      28. April 2013 14:30

      @raeter
      natürlich überhaupt nicht. Diskussion ist immer gut, wenn sie redlich geführt wird.

    • plusminus
      28. April 2013 15:08

      @raeter

      "Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen,
      der wird am Ende beides verlieren."

      Wußte schon ein großer Staatsmann in der Vergangenheit!

    • Dreistein (kein Partner)
      29. April 2013 01:57

      Danke raeter, so sehe ich das auch! Wobei ich anmerken will, dass es Männer waren, die diese Entwicklung wollten. Denn früher war die Politik ganz fest in Männerhand. Sie haben erreicht, dass die Löhne geringer wurden im Vergleich zu den Lebenserhaltungskosten. Somit mussten die Frauen, ihre Kinder abgeben um auch etwas zu verdienen, fürs überleben. Staatliche Betreuung wie im Kommunismus ist Alltag bei uns und immer noch wird nach mehr gerufen. Die Erziehungsarbeit leisten nicht mehr die Familien, sondern Gruppen. Die Nachteile für die Kinder sind enorm und täglich lesen wir von Problemkindern! Die Eltern haben aber keine Wahl mehr, es ist im Interesse des Staates die Kinder zu betreuen!
      Ich hoffe auf den Zusammenbruch!

    • Undine
      29. April 2013 08:53

      @Dreistein

      "Die Erziehungsarbeit leisten nicht mehr die Familien, sondern Gruppen. Die Nachteile für die Kinder sind enorm und täglich lesen wir von Problemkindern!"

      Das wird sich noch bitter rächen, denn diese fremderzogenen Kinder werden wenig Bindung an die Eltern haben; Nestwärme ist passee. Ich habe es noch in den Ohren, wenn meine Mutter manchmal mitleidig sagte: "Diese arme Frau MUSS arbeiten gehen, weil der Mann die Familie nicht erhalten kann". Dabei war in meiner Kindheit das Shopping, das Kaufen um des Kaufens ---des heute meist sinn- und planlosen Geldausgebens--- willen damals noch gar nicht entdeckt worden!

    • Rudolf (kein Partner)
      29. April 2013 09:17

      @Undine
      Der Feminismus und die Zerstörung der Familie ist kein Zufall!
      Nicholas Rockefeller Zitat:
      “Der Feminismus ist unsere Erfindung.
      Früher zahlte nur die Hälfte der Bevölkerung Steuern, jetzt alle. Ausserdem wurde damit die Familie zerstört und wir haben nebenbei die Macht über die Kinder erhalten.
      Sie sind durch Medien und Schule unter unserer Kontrolle.
      In dem wir die Frauen gegen die Männer aufhetzen und die Partnerschaft und die Gemeinschaft der Familie zerstören, haben wir Egoisten geschaffen, die nur noch hart arbeiten und konsumieren. Dadurch sind Sie unsere Sklaven und finden das alles auch noch gut.”

    • Dreistein (kein Partner)
      29. April 2013 14:01

      @Undine
      Es rächt sich schon lange! Komasaufen ist eine typische Gruppenaktivität. Entweder ordnest du dich unter und machst mit, oder du wirst ausgeschlossen. In der DDR und auch in Kuba, gab es die höchste Selbstmord und Scheidungsrate. Staatliche Vollversorgung eben. Die Familie wurde entwertet, die heutigen Eltern kennen das auch nicht anders. Interessant ist zu erwähnen, das im Sinne gleiches Recht für alle, natürlich auch die nicht berufstätigen Mütter ihre Kinder in die Betreuungseinrichtungen bringen, Kinderkrippen, Kindergärten und Horte sind ganztags überfüllt deswegen. Kinder haben keine Chance in familienähnliche Kleingruppen bedürfnisorientiert erzogen zu werden, nein 10 Stunden täglich sind sie ein Kind von ganz vielen in einer Großgruppe.

  35. ambrosius
    28. April 2013 06:48

    Hellmut Kohl hat sich über alle 'Wirtschaftspolitiker hinweggesetzt und die Wiedervereinigung von Deutschland durchgesetzt, eine Wiedervereinigung von wirtschaftlicher Neuzeit mit wirtschaftlicher Steinzeit, eine Vereinigung von, ihrer Rechte halbwegs bewusster Bürger (auch schon angekränkelt) mit einer Bürgergeselschaft, die zwar die Montagsdemonstrationen veranstaltet hat, sonst aber den aufrechten Gang erst lernen mußte und bis heute noch nicht gelernt hat, wie die Erfolge der SED, heute Linke genannt, im Osten zeigen. Die Partei, die Eigenverantwortlichkeit auf ihre Fahnen geschrieben hat gibt es im Osten überhaupt nicht und dümpelt bundesweit gefährlich an der Insignifikantsgrenze entlang.
    An den Folgen leidet Deutschland noch heute und es wird noch viele Jahre dauern, bis die Früchte geerntet werden können.
    Dabei handelte es sich aber um die Vereinigung von EINEM Volk !

    Die Eurokraten haben hingegen- ganz offenbar von reinem, territorialem Machtdenken verblendet- die Vereinigung von Westeuropa mit dem Südosten um jeden Preis betrieben. Sie haben sich offenen Auges von Griechenland finanziell betrügen lassen, sie haben sich von den Zyprioten offenen Auges in dem Streit mit den Türken vorführen lassen, sie haben mit Bulgarien ein Land in die EU geholt, das uns noch moralisch wie finanziell ein Vermögen kosten wird und jetzt wollen sie blitzschnell Serbien an die Brust nehmen.
    Nun ein Argument, für das ich oft verlacht werde: Länder des byzantinischen Christentums verhalten sich zu den Ländern des lateinischen Christentums wie Tag und Nacht. Ich sehe die kulturellen und wirtschaftlichen Unterschiede als ebenso gravierend wie dereinst die Unterschiede zwischen Nordstaaten und Südstaaten mit den potenziell gleichen, fürchterlichen Konsequenzen.
    Mir ist jedenfalls keine politische Bewegung im " byzantinischen" Teil der EU bekannt, die die Eigenverantwortlichkeit des Bürgers Fordert.
    Im Gegenteil: es scheint legitimes Anrecht des Untertans, vom Souverän (=EUkraten) Geld zur eigenen Verwendung herauszuholen, soviel man nur kann und man hat dabei überhaupt kein Unrechtsbewußtsein.

    Wie soll unter diesen Umständen eine Demokratie sinnvolle Ergebnisse zeitigen?!

    • Undine
      28. April 2013 11:44

      @ambrosius

      "Dabei handelte es sich aber um die Vereinigung von EINEM Volk !"

      .......und EINER Sprache und EINER gemeinsamen Geschichte, die NUR wenige Jahrzehnte UNTERBROCHEN war, als die beiden "Deutschlands" getrennt in zwei völlig entgegengesetzte Richtungen marschieren MUSSTEN!

      Wie man an den Wahlerfolgen der "Linken" erkennen kann, gäbe es Grund genug, lauthals vor dem totgeglaubten Kommunismus zu warnen: "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch"

    • ambrosius
      28. April 2013 12:13

      @Undine
      So ist es. Und das nach ein paar Jahrzehnten der Trennung ! Aus höchstpersönlicher Erfahrung darf ich berichten, daß nach den paar Jahrzehnten doch tatsächlich zu beobachten war, daß sich die Sprachen der beiden Deutschlands begonnen hatten, sich auseinander zu entwickeln.
      Noch ein Wort zum Wahlerfolg der Linken oder überhaupt aller Sozialisten bzw. der Unausrottbarkeit dieses Denkens:
      1) für schlichte Gemüter ist der Sozialismus scheinbar dem Christentum ähnlich. Das stimmt zwar überhaupt nicht, regt aber zu ähnlicher Treue an wie eine Kirche.
      2) der Sozialismus gibt vor, seine Menschen zu Befürsorgen. Egal, wie schlecht die Wirtschaft dort auch gelaufen ist, Kindergärten, Spielplätze, Krankenhäuser hatten oberste Priorität. De Zufriedenheit der schlichten Gemüter in diesem System ist also durchaus mit der Zufriedenheit des Hausschweines zu vergleichen, wo es auch regelmäßig Fressen gibt und der Tierarzt auch regelmäßig kommt und alles ok ist, solange man nicht Wildschwein werden will und es nicht zum Schlachten geht.
      Alles klar ?

    • Undine
      28. April 2013 14:08

      @ambrosius

      Alles klar!

    • plusminus
      28. April 2013 15:06

      @ambrosius

      *******!

      Auch Kroatien und Slowenien werden bereits als Pleitekandidaten gehandelt!
      Damit übersteigt die Zahl der Nettoempfänger bzw. Rettungsanwärter bei weitem die Zahl und die Kraft der Nettozahler.
      Allen voran Deutschland und wenn man bedenkt, daß in dort nurmehr DREI Bundesländer in den Topf einzahlen (Hessen, Bayern, Baden-Württemberg!) und alle anderen im Finanzausgleich abkassieren, kann man erkennen wie eigentlich 3 deutsche Bundesländer das ganze EU-Werkel am Laufen halten.
      Ob das noch lange gut geht?

    • ambrosius
      28. April 2013 17:38

      @plusminus
      Ich glaube ohnehin nicht, daß wir- wenn wir Glück haben- ohne eine massive Geldentwertung aus der Situation herauskommen. Da spielen Slowenien und Kroatien dann vielleicht auch keine Rolle mehr.
      Beide Länder sind uns aber wenigstens um Lichtjahre näherstehender als die Serben.

    • Clemens Taferner (kein Partner)
      29. April 2013 09:31

      Hervorragende Analyse!
      Natürlich hat das - auch - etwas mit dem sogenannten Feminismus zu tun. Kam zu Zeiten des "Patriarchats" den Frauen in vielerlei Hinsicht eine ganz wesentliche Funktion zu, verkommen Männer heute immer mehr zu einer Art Komparserie des Lebens.

  36. fokus
    28. April 2013 03:13

    Die EU und damit Deutschland hat sich endgültig entschieden.
    Wider besseren Wissens und Expertenmeinung wird es keinen Staatsbankrott sowie keinen Ausstieg aus dem Euro geben.
    Eher wird es nach den deutschen Wahlen zu einer Vergemeinschaftung der Schulden in Europa kommen - Eurobonds sind bereits in Planung und der Zugriff auf unser aller Vermögenswerte ist so gut wie nicht mehr zu verhindern.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/10/analyst-nach-der-wahl-wir-merkel-eurobonds-schlucken/

    Der schon lange bewußt entmündigte Bürger kann sich nicht mehr dagegen wehren, die Nachteile der repräsentativen Demokratie treten eindeutig zutage und werden, sollte sich endlich Widerstand regen, gleichzeitig ihr Ende einläuten. Denn auf Dauer läßt sich nicht gegen das Volk regieren, auch wenn das die selbsternannten "Politikereliten" immer wieder mit Hilfe unhaltbarer Versprechungen versuchen!

    Die glückliche Schweiz hat uns viele Jahre politische Eigenverantwortung mit direkter Demokratie voraus und wenn überhaupt, könnte das restliche Europa diesen Vorsprung nur nach einem totalen Zusammenbruch rasch oder erst in einigen Jahrzehnten in kleinen Schritten aufholen.
    Viel politische Arbeit, Energie und Eigenverantwortung in die Schweizer Richtung zu investieren, ist es allemal wert sowie der einzig richtige Weg in eine vernünftige Zukunft!

    • ambrosius
      28. April 2013 06:20

      Ein Sternenhimmel für Fokus

    • raeter
      28. April 2013 07:08

      Die Eliten der "glücklichen" Schweiz agieren mittlerweile ähnlich. Auch dort ein linker mainstream, der mit Hilfe der Medien (Ausnahme Weltwoche) und der Gerichte (man hat sich durch Staatsverträge dem linkslinken europäischen Menschenrechtsgerichtshof unterworfen) den Bürgerwillen immer öfter unterläuft. Beispiele: Einbürgerung, Ausschaffung von kriminellen Ausländern usw. Die schweizer Gerichte (Teil der Eliten) unterstützen diese Entwicklung tatkräftig.

      Deutlich erkennbar ist diese Entwicklung seit der Wahl 2011, in der die rechtskonservative SVP trotz günstigster Rahmenbedingungen Wahlverluste hinnehmen musste. Sie ist zwar die stärkste Partei, wird aber von den anderen ins "rechte Eck" gestellt, was durch den Wahlmisserfolg noch erleichtert wurde.

      Wenn solche Verhältnisse sogar in der demokratischen Schweiz stattfinden, wie schaut es dann erst in Österreich oder Deutschland aus?

    • terbuan
      28. April 2013 08:47

      @fokus

      Mit dem ersten Absatz kann ich mich nicht wirklich anfreunden. Nur weil ein Redakteuer, der sicher sehr guten DWN dies schreibt, kann man nicht mit Sicherheit eine derartige Entwicklung vorhersagen.
      Die derzeitige Situation ist derart labil und kritisch, dass verschiedenste Entwicklungen denkbar und möglich sind.
      Man kann die Nervosität der Politiker und Banker förmlich riechen, die sind am Ende ihrer "Weisheit"!

    • ambrosius
      28. April 2013 08:54

      @tertuban Es spricht schon sehr viel für die Annahme der Richtigkeit dieser Aussage.
      Dabei muß man fragen: war es eine "Entscheidung" oder sind die da nur aus Bequemlichkeit hineingestolpert ohne sich vorstellen zu können, was die Folgen sein könnten.

    • terbuan
      28. April 2013 09:24

      @ambrosius

      Was mich stört ist die Aussage: .....es wird keinen Staatsbankrott und keinen Ausstieg aus dem Euro geben.

      Dabei finde ich in der selben Ausgabe der DWN u.a. folgende Beiträge;

      Leitet der Gold-Crash den Zusammenbruch des Finanz-Systems ein?

      Europa ist gespalten: Warum es bereits zwei Euro-Zonen gibt

      Der Weg zur Knechtschaft: 9.300 Milliarden Euro Banken-Schulden

      Sparer zahlen Banken-Crash: Die große Enteignung kommt

      etc.etc. Wer kann da noch eine Entwicklung serös vorhersagen?

    • brechstange
      28. April 2013 10:11

      terbuan

      Ich denke auch, dass die Entwicklung noch nicht klar ist, umso mehr müssen wir uns dafür einsetzen, dass sich nicht einseitig Kräfte stabilisieren, die eben Eurobonds wie Schuldenvergemeinschaftung befürworten. Diese Kräfte sind äußerst stark.

    • ambrosius
      28. April 2013 10:19

      @tertuban
      zur Aussage " Es wird keinen Staatsbankrott und keinen Ausstieg aus dem Euro geben":
      Da gibt es einen ungetreuen Kapitän, der sein Schiff mit seinen reichen Passagieren auf eine Sandbank steuert, weil dort seine Kumpane, die Stranräuber warten. Was sagt der wohl?
      Und wenn der Kapitän bloß ahnungslos oder blöd ist, daber glaubt, Führungsqualität manifestieren zu müssen.. Was sagt der wohl ?

    • Undine
      28. April 2013 11:47

      @fokus und @raeter:************!

    • Gerhard Pascher
      28. April 2013 12:15

      fokus:
      Die Schweiz, welche im 19. Jhdt. noch als Armenhaus galt, hat die zwei Weltkriege gut überstanden und mit ihrene Finanz- und Pharmazentren viel Wohlstand erworben. Nun kracht es aber im Gebälk, denn das Schweizer Banksystem bekam schon Risse und die Pharmagiganten haben durch Patentabläufe und Rechtsverfahren im Ausland die fetten Jahre auch schon hinter sich. Daher muss sich das "Hochpreisland Schweiz" langfristig wieder anpassen, sonst geht es wieder bergab.
      Die Demokratieverdrossenheit ist auch dort sichtbar, allerdings in einem wesentlich geringeren Ausmaß als in anderen europäischen Staaten. Als Hauptgrund sehe ich die immer schon verlangte Eigenverantwortung der Bürger, also keine "Vollkaskogesellschaft" sowie eine gezielte Einwanderungspolitik. D.h. fleißige Leute sind willkommen, aber Sozialschmarotzer müssen draußen bleiben. Mit dieser Philosophie hat die Schweiz natürlich ständig Reibungspunkte mit der EU, welche gar nicht so eine vernünftige Politik inmitten der Europäischen Union haben will. Andererseits braucht die Schweiz auch die EU, daher gibt es eine Vielzahl an Verträgen, damit man auch einige Vorteile vom EU-Markt erhält. Also ein ständiger Spagat zwischen dem, was man für vernünftig findet und wo man gegenüber der EU Kompromisse machen muss.

    • fokus
      28. April 2013 12:23

      @ambrosius 10:19 Uhr

      Da gehe ich mit Ihnen vollkommen konform!

    • fokus
      28. April 2013 12:33

      @terbuan

      Genau mit den von Ihnen angeführten, weiteren Beiträgen werden die "politischen Eliten" die Ausgabe von Eurobonds rechtfertigen.

      Ich höre schon jetzt die Argumente: "das größte Friedensprojekt EU ist in Gefahr; ein totaler Finanzcrash, bei dem wir alles verlieren, ist nur mit Eurobonds abzuwenden; es gibt keine Alternative zum Euro - eine Rückkehr zu nationalen Währungen wäre teurer als Eurobonds; die EU ist letzten Endes auch eine SOLIDARGEMEINSCHAFT; usw."!

      Mit all diesen Schlagworten wird Brüssel das Volk ruhigstellen, die Eurobonds durchziehen und die dortige politische Führung gleichzeitig ihre eigenen Pfründe retten! Und schon geht vorerst alles bequem weiter!

    • fokus
      28. April 2013 12:41

      @raeter

      Keine Frage, auch die Schweiz kann sich nicht ganz vom Rest der Welt abkoppeln.
      Aber die Bevölkerung hat bisher auf Grund der direkten Demokratie und ihrer politischen Reife das Land bestens durch alle Stürme der Geschichte gelotst.

      Vorerst immer noch unabhängig und selbstbestimmt, dürfen die Schweizer notwendige Schritte setzen, von denen Österreich nur träumen kann:

      http://www.stern.de/politik/ausland/catherine-ashton-reagiert-erbost-schweiz-beschraenkt-zuwanderung-aus-allen-eu-laendern-2002054.html

      Daher scheint es um dieses Land noch nicht so schlecht bestellt sein!

    • fokus
      28. April 2013 12:43

      @Gerhard Pascher

      Zustimmung und bisher hat die Schweiz das vorbildhaft geschafft.
      Man darf gespannt sein, wie es mit diesem kleinen, mutigen Land weitergeht!

    • raeter
      28. April 2013 12:56

      @focus
      Dass es der Schweiz demokratiepolitisch besser als Österreich und Deutschland geht ist unbestritten. Es geht ihr sogar wesentlich besser. Sogar in der Schweiz ist eine eindeutige Richtungsänderung zu den Linken festzustellen, befeuert von den linken Medien und dem Staatsfernsehen. Cohn Bendit bekam eben 3 Sendungen zum Moderieren in der angesehen Sendung Sternstunde Philosophie, während der rechtskonservative Prof. Mörgele in Zusammenarbeit Universität und Medien aus seinem Amt gemobbt worden ist.
      In der Armutszuwanderung versagt die Schweizer Politik seit Blochers Abgang grandios, weil sie ähnlich wie Österreich sich dem europäischen Menschenrechtsgerichtshof unterworfen hat.

      Die Schweiz ist bürgerpolitisch rechts hat aber - wie in Östereich - in der katholischen Mitte ein Partei die der Linken die Stange hält und sich durch eine Antihaltung zur SVP (28 %) profiliert. Damit wurde das Politchamäleon Widmer Schlumpf, die ihrer eigenen Partei in den Rücken gefallen ist, zur wichtigsten Figur im Bundesrat, nämlich zur Finanzverantwortlichen. Die linke Haltung der CVP ging sogar so weit, daß sie das ungeschriebene Gesetz des Konkordats, das den Parteien nach ihrer Stärke Bundesräte zuspricht, gebrochen hat. Deshalt sitzt jetzt ein Bundesrat der SVP (28 %) und ein Bundesrat der BDP (6 %) im Bundesrat.

      Die christlichen Partei haben sowohl in der Schweiz wie in Ö und D die Seiten gewechselt.

    • raeter
      28. April 2013 13:12

      Korrektur: Konkordanz

    • terbuan
      28. April 2013 14:59

      @fokus
      Ja, genauso könnte es sich auch abspielen, man denke nur an das "Unwort des Jahres" von Angela Merkel zu Abschiebung jeglicher Verantwortung: Alle Maßnahmen zum Betrug und dem Raub am deutschen Volk sind ALTERNATIVLOS!

    • terbuan
      28. April 2013 15:11

      @ambrosius

      Der Kapitän wird den Passagieren sagen: "Die Fahrt ist alternativlos!"

      Übrigens, Ihre Kommentare sind wirklich beeindruckend und ich kann mich mit fast jedem voll identifizieren!
      Falls Sie Interesse haben, ein persönlicher Gedankenaustausch würde mich sehr freuen!
      mfG
      terbuan@aon.at

    • Gerhard Pascher
      28. April 2013 17:04

      Mit der Schweiz kann sich demokratiepolitisch Österreich in keiner Weise vergleichen. Sie ist weder eine parlamentarische noch eine präsidiale Demokratie, sondern nennt sich ein Direktionalsystem. Dabei hat das Parlament mit den zwei Kammern Nationalrat und Ständerat eine wichtige Rolle im Sinne des Föderalismus und oft muss erst ein gemeinsamer Konsens gefunden werden. Es gibt keinen Bundes- und Vizepräsidenten, diese werden vielmehr jährlich aus den amtierenden Ministern als "Nebenjob" ernannt. Die sieben Minister - mehr braucht es nicht! - (dort Bundesräte genannt) sowie der Bundeskanzler (dies ist aber nur die Bezeichnung für den Parlamentspräsidenten!) werden von der Bundesversammlung (also beiden Kammern) gewählt und in dieser Regierung herrscht das Kollegialaitätsprinzip, d.h. es wird immer eine einheitliche Meinung herbeigeführt. Interessant ist auch die sog. Konkordanz im Bundesrat (= der Regierung), wo dort seit Jahren nach einem bestimmten Schlüssel alle großen Parlamentsparteien vertreten sind. Also auch eine Art Koalition.

      Die Abstimmungen bei den Volksinitiativen - welche wie bei uns einen mühsamen Werdeprozeß mit Stimmensammeln etc. erfordern - erlangen bei Mehrheit Gesetzeskraft, daran ist nichts mehr zu rütteln. Schlauerweise stellt vielfach die Bundesregierung einen gemässigten Gegenvorschlag zur gleichzeitigen Abstimmung, welcher dann auch meist angenommen wird. Somit wird der Volkswille doch erfüllt.

      Das politische System in der Schweiz nachzuahmen, würde hier in Österreich eine 3. Republik erfordern, mit vielen Reformen (Verfassung, Verwaltung und Wahlrecht).

    • Torres (kein Partner)
      29. April 2013 10:10

      "Wider besseren Wissens" - Migrationshintergrund oder bildungsferne Schicht?

    • ambrosius
      29. April 2013 13:53

      @terbuan
      Vielen Dank für das ehrende Angebot, das mich als zoon politikon natürlich anspricht.
      Wenn man aber schon einmal erleben mußte, dass sich bei einem Umbau herausstellt, dass das Bureau von der Obrigkeitlichkeit nach allen Regel der Kunst verwanzt war,
      und dann eben noch die Rechtsphilosophische Verfassung sowohl auf österr. Ebene als auch auf europäischer Ebene bedenkt
      dann wird man bzgl des Incognitos vielleicht übervorsichtig.
      Nochmals: danke und nichts für ungut.

    • terbuan
      29. April 2013 19:30

      Danke ambrosius,
      ich habe verstanden, Privatsphäre soll auch privat bleiben!

    • ambrosius
      29. April 2013 20:55

      @terbuna
      danke auch zurück für das Verstehen .

  37. Haider
    28. April 2013 01:49

    Eigenverantwortung – ja schon Verantwortung allein – wäre der „deus ex machina“. Aber eine 2000jähriger Brot-und-Spiele Volksverdummungsmentalität, die durch unsere öffentlich-rechtlichen Medien mit funktionalem Analphabetismus angereichert wird, läßt wenig Zukunftshoffnung aufkeimen.
    Die Bevölkerung scheint zwar dennoch die ein oder andere Lüge zu durchschauen – z.B. die EU-Gläubigkeit geht berechtigterweise den Bach hinunter – aber grosso modo sind wir Heloten einer relativ kleinen Clique von Finanzjongleuren, Rüstungsgewinnlern und Heilsversprechern.

    • Wyatt
      28. April 2013 07:55

      .....und diese "relativ kleinen Clique von Finanzjongleuren, Rüstungsgewinnlern und Heilsversprechern!"
      ...... hat uns bestens mit ihren Marionetten und Lakaien - abgesehen kleiner Ausnahmen, wie Ungarn - im Griff. Wie auch mit ihrem bestens organisierten Demonstranten- Stör- und Verhinderungspöbel - getarnt und jederzeit abrufbar - aus einer Vielzahl von NGO's und sogenannter "Umweltschutz Organisationen".

    • Undine
      28. April 2013 11:49

      @Wyatt

      *****!





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