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Die Rettungsgasse als Obrigkeitsgasse

Lesezeit: 3:00

Demokratien sollten sich von Diktaturen, autoritären Staaten und linken „Volksdemokratien“ dadurch unterscheiden, dass das Gefälle zwischen den Mächtigen und dem Volk viel kleiner ist. Das zeigt sich für den Bürger oft in ganz banalen Signalen. Das hat etwa der neue Papst begriffen, der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer nicht.

Die vielen symbolischen Gesten, mit denen der neue Papst auf Überreste feudaler Epochen verzichtet und mit denen er gleich von Anfang an ohne großen Aufwand Sympathien errungen hat, sind in den letzten Wochen breit berichtet worden. Dem steht die jüngste Affäre um Fischer gegenüber, der bei einem Stau auf der Autobahn einfach mit seinem Konvoi (samt einer luxemburgischen Gastdelegation) durch die Rettungsgasse an den stauenden und staunenden Bürgern vorbei brauste.

Dabei wäre die Wartezeit im Stau natürlich durchaus sinnvoll nutzbar gewesen, etwa um die vielen Informationen/Nichtinformationen/Missverständnisse zwischen Österreich und Luxemburg in Sachen Bankgeheimnis endlich zu klären. Aber irgendwo wartete halt schon der nächste Termin. Der wäre sonst versäumt worden.

Was gewiss bedauerlich ist. Nur begreifen Fischer und insbesondere die Hofschranzen um ihn wie auch die eilfertige Exekutive eines nicht: Auch bei den stauenden Bürgern sind viele dabei, die dringende Termine hätten und die dennoch warten müssen. Auch ich bin einmal in den völlig überlasteten Linzer Autobahnen (deren Entlastung ja von den Grünen so wie in Wien um Jahrzehnte verzögert worden ist) im Stau gesteckt, während die – erfreulich vielen – Zuhörer auf meine lichtvollen Ausführungen warten mussten.

Die Bürger stört aber nicht nur die dadurch vermittelte Botschaft, dass ein Bundespräsident und seine Termine unglaublich wichtig wären, während die Normalsterblichen das halt nicht sind. Noch schlimmer ist die Entwertung der Rettungsgasse: Durch solche Aktionen verlieren die Bürger die Überzeugung, dass diese wirklich dazu da ist, um Leben zu „retten“, wie der Name sagt, wenn doch nur präsidentielle Termine „gerettet“ werden. Die dadurch ausgelöste psychologische Reaktion ist klar: Da brauch ich mich dann selber auch nicht so streng kasteien, wenn es eh meistens nur um die Obrigkeit geht. Was dann wirklich Leben gefährdet. Und nur darum sollte es gehen, und nicht darum, was die Obrigkeit selber einst in irgendeinen Paragraphen über die Rettungsgasse geschrieben hat.

Das ist doppelt schlimm, als die Asfinag bis heute nicht imstande war, das Prinzip der Rettungsgasse gut zu vermitteln. Was diese sehr oft nicht funktionieren lässt. Die Asfinag trommelt zwar vielerorts das Wort „Rettungsgasse“ und auch eine dazugehörige Internet-Adresse. Aber ihre Bosse (bekanntlich durchwegs stramm parteipolitische Ernennungen der Verkehrsministerin, daher wahrscheinlich nicht besonders helle Köpfe) haben eines nicht begriffen: ein guter Teil der Autofahrer auf Österreichs Autobahnen versteht halt nicht Deutsch und fängt daher mit einem solchen sperrigen Wort nichts an.

Statt dessen hätte man natürlich mit Symbolen und Bildern, und auch auf Englisch, Serbokroatisch und Türkisch klarmachen müssen, was im Falle eines Staus zu tun wäre. Aber Intelligenz ist ja bei solchen Managern und den von ihnen um unser Geld beauftragten Werbeagenturen meist Mangelware.

PS.: Dass sämtliche Regelungen im Verkehr eigentlich längst in einem Binnenmarkt einheitlich sein müssten, dass man also nicht in jedem Land andere Verkehrsregeln lernen müsste, sei da auch erwähnt. Die EU befasst sich aber lieber mit Rauchverboten und Diplomatenposten, mit Glühbirnenverteuerung und Meinungseinschränkungs-Regeln als mit jenen Dingen, welche sinnvoll zu vereinheitlichen sind.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    19. April 2013 10:58

    Es fällt immer wieder auf, mit welcher Selbstverständlichkeit die Sozis, sobald sie einmal durch "günstige" Verhältnisse ---etwa in der SPÖ-Politik---ganz nach oben gespült worden sind, nicht lange zögern, sich genau jener Privilegien zu bedienen, die die Sozialisten von einst am Kaiserhaus so sehr verachtet und wirksam bekämpft haben. Ich bin auch überzeugt, daß die Sozis, wenn es nur irgendwie ginge, sich nur zu gerne "adeln" ließen. Wenn man sieht, welche Kreaturen in England von der Queen den Ritterschlag bekommen, kann man sich gut vorstellen, wie es da in Ö zuginge: Rudolf Edlinger von Frischling (als Wappentiere 3 kleine Schweinderl!), Franz Verzetnitsch vom Rothenturm, Karl Sekanina von der Lehmgrube, Heinz Fischer von und zu Marx, Werner Faymann von der Liesing, Hannes Androsch von der Saline, etc.

  2. Ausgezeichneter Kommentatormike1
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    19. April 2013 09:17

    auf meinen vielen fahrten zwischen wien und dem flughafen konnte ich auch schon die meines erachtens unberechtigte benutzung der rettungsgasse durch polizeikonvois (ohne hbp) beobachten. vermutlich stand hier kein leben auf dem spiel oder war sonstwie gefahr in verzug.

    ich bin sowieso für die sofortige abschaffung der rettungsgasse, der so ziemlich dümmsten erfindung der sozis im verkehrsbereich, nur noch verteidigt von der zahnarztassistentin und dem arbeitersamariterbund.

  3. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    19. April 2013 01:14

    Eine moralische Verfehlung erster Güte, aber der HBP scheint damit (u. a. auch gegenüber einem potentiellen Menschenleben - womit ich lediglich die gesetzl. Vorgabe und nicht den Sinn der RG meine) kaum Skrupel zu verspüren, sowie ihm einst auch die 56.000 öS auf seinem Konto nicht auffielen. Genossen sind anders, od. gleicherer.

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    19. April 2013 09:13

    Unserem Herrn Bundespräsidenten scheint die feudale Aura seines Amtssitzes in den Kopf gestiegen zu sein. Er meint, wenn er sich schon tagaus, tagein in den imperialen Räumlichkeiten der Hofburg aufhält, kämen ihm, dem Sozi, dieselben Rechte zu wie einst dem Kaiser. Gerade einem Sozi steht dieses Verhalten schlecht an, waren es doch seine Sozis, die sich an allem, was kaiserlich war, stießen.

    PS.: Aber vielleicht mußte der Heinzi, UHBP, einfach nur schnell aufs Klo!

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    19. April 2013 10:35

    Der 'rote Heinzi' und das Gesetz.

    Das Gesetz ist UHBP völlig egal, die Pflichten ebenso, er repräsentiert nicht Österreich, sondern die SPÖ, wie sie leibt und lebt, nämlich vom Gesetzesbruch.

    Wichtig sind ihm offenbar die Genossen und der Prunk der Hofburg und nicht zuletzt sein Supergehalt und seine Superpension.

  6. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    19. April 2013 07:51

    Vorfahrt für Staatskarossen gibt's seit urdenklichen Zeiten: auch für Cäsars Konvoi wurden die Straßen vom Plebs und Pöbel reingefegt, wenn er durch sein Reich oder auch im Feindesland herumkutschierte!

    Wesentlicher Unterschied: Cäsar war Cäsar, Papst Franziskus ist Franziskus, und Herr Fischer zwar unser Staatsoberhaupt (sich üblicherweise recht volksnah gebend: z.B. Wohnung in der Josefstadt, usw.), sobald jedoch mit (demokratisch verbrämtem) Staatspurpur geschmückt, demokratische Denk- und Handlungsweisen recht schnell vergessend!
    Aber seien wir uns doch auch ein wenig ehrlich: würden Sie oder ich wirklich etwas Anstößiges dabei finden, im Falle unserer "Auserwähltheit" mit einem wichtigen Staatsgast am normalen Volk vorbeichauffiert zu werden?
    Ich bin mir da - in Kenntnis meiner selbst - gar nicht so sicher! Sie schon?

    (mail to: gerhard@michler.at)

  7. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    19. April 2013 14:58

    Da bei dieser Gelegenheit die Rettungsgasse erwähnt wird, zu dieser meine Meinung:
    Ich halte die Idee der Rettungsgasse für einen Unsinn! Die bisherige Regelung, den Pannenstreifen für Rettungszwecke zu benutzen war viel besser.
    Die Gesamtbreite der zur Verfügung stehenden Fahrbahnen plus Pannenstreifen ist nämlich in beiden Fällen gleich. Bildet sich nach einem Unfall ein Stau, dann können sich die stauenden Fahrzeuge entweder nach dem System „Rettungsgasse“ formieren oder einfach den Pannenstreifen freihalten. Letzteres ist psychologisch viel naheliegender, als die Bildung einer Rettungsgasse zwischen den Fahrspuren. Der entstehende freie Raum zur Durchfahrt in beiden Fällen gleich.
    Ich habe beobachtet, daß für die Verkehrsteilnehmer an der Spitze eines sich bildenden Staus der Zeitpunkt ab dem die Rettungsgasse aufgebaut werden sollte, also eine Änderung der bis befahrenen Fahrspuren notwendig wird, schwer erkennbar ist und deshalb damit meist zu spät begonnen wird.
    Ich glaube, daß irgendein ein „neuer Besen“ bei der Autobahnverwaltung oder bei Kuratorium für Verkehrssicherheit, o.ä., bekannt werden wollte und die Rettungsgasse – eine meiner Meinung nach falsche psychologische Einschätzung – propagiert hat. Gewöhnlich werden unsinnige Ideen, so sie von Amts wegen kommen, vom Fußvolk zwar zunächst als unsinnig erkannt, dann aber kommt die Phase, wo dieses nicht glauben will, daß ein Blödsinn vorliegt und man glaubt eben man verstünde nur nicht die besonders raffinierten Aspekte der neuen Idee und akzeptiert sie eben.
    Oder soll die Rettungsgasse langfristig sparen helfen, weil Pannenstreifen eingespart werden sollen?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorEinspruch!
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    20. April 2013 12:36

    Wie schreibt die "Krone"? "Via Facebook meldete sich am Donnerstagnachmittag der Bundespräsident höchstpersönlich in der Causa zu Wort (siehe Faksimile): "Als sich auf der Autobahn ein Stau bildete, entschied die Polizei, dass unser Konvoi durch die gebildete Rettungsgasse hindurch gelotst werden sollte", schrieb der Präsident. Das sei aus Sicherheitsgründen so gemacht worden. Und: "Die Lotsung war eine Entscheidung der Polizei." Zitat Ende.

    Es fehlt nur der Hinweis, dass UHBP gerade auf der im präsidentiellen Fahrzeug eingebauten Toilette war. Dass er also garnicht eingreifen konnte, auch wenn er gewollt hatte. Er ist Bundespräsident, also unter anderem oberster militärischer Befehlshaber! Dein Wort soll sein ja, ja, nein, nein, möchte man ihm zurufen, und: man muß halt auch einmal ohne Ausreden die Verantwortung übernehmen können . . . wie soll so jemand die Übersicht behalten, wenn tatsächlich ein Staatsnotstand eintreten sollte?


alle Kommentare

  1. haglbuach (kein Partner)
    20. April 2013 22:14

    Was unsere österreichischen Sozis von Demokratie halten, sieht man daran, dass sie bei jeder Wahl eine Zusammenarbeit mit Teilen des Parteienspektrums von vornherein ausschließen. Irgendwie kommt bei den "Demokraten" immer wieder ihre diktatorische Tendenz hervor. Komisch, dass diese grundsätzliche Demokratiefrage von so vielen Medienleuten in diesem Land einfach ignoriert wird.

    Hoffentlich gibt es noch viele solche typischen Soziaktionen wie vom Fischer Heinzi, dann kapieren es vielleicht auch so manche gute Sozialisten (ich kenn sehr wohl einige), wie sehr sie von ihrer eigenen Partei missbraucht werden.

    • Neppomuck (kein Partner)
      20. April 2013 22:59

      "Wer ein Demokrat ist, das bestimme ich."

      Ursprünglich und in einem ewtwas anderen Zusammenhang dargelegt von einem gewissen Dr. Karl Lueger.
      Der Unterschied ist allerdings marginal.

  2. Rumpelstilzchen (kein Partner)
    20. April 2013 15:33

    Es gibt keinen gröberen Unfug als die Rettungsgasse!

    -> Erstens weil den Verkehrsteilnehmern nicht zur Last zu legen ist, dass sie nicht synchron erkennen, wann der Verkehr nur etwa wegen Engstellen zähflüssig , oder wegen Unfällen (zB 10 km voraus) zum Stillstand gekommen ist.

    -> Zweitens weil die Autofahrer, falls Sie zu spät einen Unfall als Stauursache erkennen, Schwierigkeiten beim Manövrieren nach links oder rechts haben können (wegen gepackt stauender Autos).

    -> Drittens weil eine durchgehende Signalisierung eines Unfalls, zwecks Beschleunigung der Gassenbildung w.o. erörtert, ein Vermögen kostet.

    -> Viertens weil es eine Frage des schätzomativen Ermessens ist, ab welchem Zwischenraum ausreichend Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge gewährt worden ist oder nicht, und Rettungsfahrzeuge eine solche Gasse keinesfalls mit 130 km/h durchflitzen können!

    -> Fünftens weil die Rettungsfahrzeuge am schnellsten - auch mit 150 km/h - von der anderen Seite, dh gegen die Fahrtrichtung anfahren könnten, oder bei nur tlw Sperrung der Fahrbahn durch einen Unfall auf dem Pannenstreifen, ob nun in oder gegen die Fahrtrichtung. Nie im Leben habe ich (vor der Rettungsgasse-Regelung) eine vollständige Belegung des Pannenstreifens beobachtet, wenn auch vereinzelte Missbräuche.

    -> Sechstens weil es zur Konvention in Ö gehört(e), dass Pannenstreifen frei zu bleiben haben, und die Exekutive oder auch die Rettung dessen Freihaltung viel leichter kontrollieren bzw anzeigen könnte als bei der Rettungsgasse.

    Nachsatz:
    Ist wirklich einmal ein Pannenstreifen nicht befahrbar, etwa wegen Fahrbahnsanierung, dann fällt auch die Möglichkeit einer Rettungsgasse weg. Denn entweder sind die KFZs überhaupt eingeklemmt oder die Rettungsgasse ist so schmal, dass ein Rettungsfahrzeug nur schrittweise vorankommt. Auch hier schiene es also angezeigt, von der anderen Seite in Gegenrichtung, oder überhaupt über die Gegenfahrbahn, anzufahren. Bei der Anfahrt über die Gegenfahrbahn könnte die Rettung die letzten Kilometer vor'm Ziel zunehmend die Geschwindigkeit drosseln und mit Verkehrsleuchtsignalen signalisieren, dass sie in Bälde auf dritter Spur anhält.

    • Hans-Peter (kein Partner)
      20. April 2013 17:17

      Rumpelstilzchen (kein Partner)
      *********
      Das ist ja die jetzige Politik und ihren Einflüstern (amerik. Beraterfirmen sog. Experten). Alles was gut funktioniert hat (in jeder Hinsicht) wird pervertiert.
      Das kann doch schon ein Blinder erkennen, dass das System ist und nicht zufällig passiert.

      Hier ein kleiner Auszug (welcher Parallelen zur Gegenwart aufweist)
      aus dem Buch von Gottfried Feder (27. Januar 1883 in Würzburg; 24. September 1941 in Murnau) aus dem Jahr 1919!
      Die Brechung der Zinsknechtschaft!

      " Wir stehen mitten in einer der schwersten Krisen, die unser armes Volk in feiner leidvollen Geschichte zu u?berstehen hat. Schwerkrank ist unser Volk, schwerkrank ist die ganze Welt. Hilflos stammeln die Vo?lker; ein heißes Sehnen, ein Schrei nach Erlo?sung geht durch die dunklen Massen. Mit Lachen und Tanz, mit Kino und Umzu?gen sucht sich das Volk wie besinnungslos u?ber sein eigenes jammervolles Schicksal hinwegzuta?uschen. Hinwegzuta?uschen u?ber seine betrogenen Hoffnungen, hinwegzuta?uschen u?ber das tiefe innere Weh, ob der furchtbaren Entta?uschung u?ber das was man als ,,Errungenschaften der Revolution so gern bezeichnen mo?chte. Wie anders hat man sich doch das alles vorgestellt, wie anders lauteten doch all die scho?nen Versprechungen; gleißendes Gold schien alles zu sein, was man da na?chtlicherweise in der Dunkelheit unseres milita?rischen Zusammenbruchs aufzulesen hoffte und nun, wo der graue Tag den Fund bescheint, sind es faule Holzstu?ckchen. Ratlos stehen wir nun da; um dieser faulen Holzstu?ckchen willen, die in der Nacht so scho?n gegla?nzt haben, haben wir alles weggeworfen, was uns bisher lieb und teuer war und haben uns alle Taschen vollgepfropft mit diesen jammervollen Fund. Kein Wunder, daß gerade die A?rmsten der Armen die Wut der Verzweiflung packt und sie in sinnlosem Zorn gegen ihre eigenen Bru?der wu?ten, und alles zu zersto?ren versuchen, was sich ihnen bei ihrer tiefen Sehnsucht nach Erlo?sung in den Weg stellt. Zum hellen Wahnsinn muß dieser Zustand fu?hren, wenn Gewissenlosigkeit und Dummheit das Volk noch mehr aufpeitscht und wohin dieser Wahnsinn fu?hrt, das sehen wir im bolschewistischen Rußland. Die Nationalisierung, wie in Rußland die Sozialisierung heißt, hat sich als ein Fehlschlag erwiesen, verku?ndet Lenin seelenruhig. Die Wirtschaft ist zersto?rt, die Kaufkraft des Geldes gleich Null, die Intelligenz erschlagen, der Arbeiter brotlos. Verzweiflung im ganzen Volke; nur blutiger Terror gestu?tzt auf chinesische und lettische So?ldnerscharen vermo?gen die roten Diktatoren vor der Rache des entta?uschten Volkes zu schu?tzen.

      Bei uns wird die Entwicklung diesen Weg nehmen, wenn wir weiter- hin internationale Spekulanten, verbohrte Parteifanatiker, Vertreter der auf`s schwersten belasteten Bourgeoisie und Angeho?rige eines dem Volke im innersten wesensfremden Rasse in der Regierung belassen.
      - Wie hießen doch all die scho?nen, scho?nen Worte, die man uns ins Ohr flu?sterte: Versta?ndigungsfriede, Vo?lkerbund, Parlamentarismus, Souvera?nita?t des Volkes, Demokratie, Diktatur des Proletariats, Sozialismus, Vernichtung des Kapitalismus, Befreiung von dem Militarismus und wie alle die scho?nen Schlagworte heißen mo?gen. -

      Ein neues freies Volk sollte erstehen, das selbst sein Geschick bestimmen soll. nichts von alledem ist Wahrheit geworden, konnte nicht Wahrheit werden, Kann nie Wahrheit werden, wenn wir nicht mit ho?chstem sittlichen Ernst all diesen Erscheinungen, all diesen Schlagworten nachgehen, wenn wir nicht wie ein kluger, gu?tiger Arzt die Krankheitserscheinungen gewissenhaft pru?fen und sorgsamst den derzeitigen Zustand des Kranken aufdecken, keine Mu?he scheuen, um festzustellen, woher diese schwere krisenhafte Krankheit kommt.
      Mammonismus heißt die Krankheit unserer Zeit. Was ist Mammonismus? Mammonismus ist die unheimliche, unsichtbare, geheimnisvolle Der Mammonis-
      Herrschaft der großen internationalen Geldma?chte. Mammonismus ist abermus ist eine wirtschaftliche und auch eine Geistesverfassung; es ist die Anbetung dieser Geldma?chte seitens aller derjenigen die von dem mammonistischen Gifte infiziert sind. Mammonismus ist die maßlose U?bertreibung des an sich gesunden Erwerbstriebs des Menschen. Mammonismus ist die zum Wahnsinn gewordene Geldgier, die kein ho?heres Ziel kennt, als Geld auf Geld zu ha?ufen, die mit einer Brutalita?t ohne gleichen alle Kra?fte der Welt in seinen Dienst zu zwingen sucht und zur wirtschaftlichen Versklavung, zur Ausbeutung der Arbeitskraft aller Vo?lker der Welt fu?hren muß. Mammonismus ist der Geisteszustand, der zu einem Herabsinken aller sittlichen Begriffe gefu?hrt hat. Mammonismus in als Weltpha?nomen betrachtet, gleichzusetzen mit dem brutalen ru?cksichtslosen Egoismus im Menschen. Mammonismus ist der Geist der Habgier, der schrankenlosen Herrschsucht, der nur auf Erraffung der Gu?ter und Scha?tze der Welt gerichteten Sinnesart; er ist im tiefsten Grunde die Religion des rein auf das diesseitige gerichteten Menschentypus. Mammonismus ist das gerade Gegenteil von Sozialismus. Sozialismus, als ho?chste sittliche Idee auf gefaßt, als Idee dessen, daß der Mensch nicht nur fu?r sich allein auf der Welt ist, daß jeder Mensch Pflichten gegenu?ber der Gemeinschaft, gegenu?ber der ganzen Menschheit hat und nicht nur das, daß er nicht nur verantwortlich ist fu?r das augenblickliche Wohl seiner Familie, seiner Stammesgenossen, seines Volkes, sondern, daß er auch unabwa?lzbare sittliche Verpflichtungen hat gegenu?ber der Zukunft seiner Kinder, seines V olkes.
      Noch konkreter mu?ssen wir den Mammonismus ansehen als das bewußte Zusammenspiel der machtgierigen Großkapitalisten aller Vo?lker. Bemerkenswert ist dabei immer das verschleierte Auftreten des Mammonismus."

      Das Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft des Geldes.
      Mit Erläuterungen versehen von
      Dipl.-Ing. Gottfried Feder, 1919
      Verlag Jos. C. Huber,
      Das Buch gibt es als PDF-Datei zum Herunterladen:
      http://nsl-archiv.com/Buecher/Bis-1945/Feder,%20Gottfried%20-%20Das%20Manifest%20zur%20Brechung%20der%20Zinsknechtschaft%20des%20Geldes%20%281919,%2062%20S.,%20Text%29.pdf

    • Rumpelstilzchen (kein Partner)
      20. April 2013 21:51

      @ Hans-Peter:

      Ein bißchen weit hergeholt, die Verknüpfung von Rettungsgasse mit Zinsknechtschaft - finden Sie nicht?

      Im Übrigen gibt es keinen "dritten Weg":
      Entweder das Recht auf Eigentum und Anerkennung von Leistung, und damit die Freiheit, selber zu wirtschaften und materiell zu disponieren, also sein Umfeld nach eigenem Gutdünken zu kultivieren, ODER das Recht, über von Dritten erwirtschaftetes Geld kostenlos zu verfügen.

      Soweit der Zins zwischen Parteien aus freien Stücken vereinbart worden ist und er überhaupt die Inflation übersteigt, kann er nämlich nur eine Abgeltung für die Übertragung von Leistungsanrechten sein.

  3. Nona (kein Partner)
    20. April 2013 14:02

    Gut, dann auch bitte keine Straßensperren mehr bei Staatsbesuchen - für mich sperrt ja auch keiner die Straße. Polizeibegleitung ist auch ein Privileg, bekommt man ja als Normalbürger auch nicht. Die Nutzung von öffentlichen Gebäuden gehört auch abgeschafft, sollen die Politiker doch die Staatsgäste daheim empfangen oder beim Wirtn selbst reservieren. usw.

    Nein nein Herr Unterberger, sie sehen wo ihre Logik hinführt. Staatsgäste bekommen Polizeibegleitung und das ist vermutlich nicht ganz unsinnig, es geht ja alleine auch aus Sicherheitsgründen darum, sich permanent fortzubewegen. Das Sicherheitsrisiko ist auch etwas größer als bei den sonstigen Stauenden. Ebenso kann man mit einer gewissen Wichtigkeit der Termine argumentieren, die ihre erleuchtenden Vortragstätigkeiten wohl etwas übertreffen dürfte. Letztendlich geht es wohl auch um etwas, das den angeblich Konservativen hier nicht ganz fremd sein sollte. Tradition und Repräsentation, wenn überall eine schnelle Durchreise und Termintreue geboten wird, wäre es doch etwas peinlich wenn Staatsgäste nur in Österreich im Stau stehen müssen.

    Die Rettungsgasse funktioniert übrigens auch bei einer enormen Menge von gestandenen Österreichern nicht, insofern sollte man sich zuerst mal Gedanken darüber machen, dass nichtmal die der deutschen Sprachen mächtigen das Konzept verstehen bzw. willig sind sich daran zu halten.

    • Einspruch! (kein Partner)
      20. April 2013 19:47

      @ Nona: Folgt man allerdings Ihrer Logik bezüglich der RETTUNGSGASSE (warum heißt sie wohl so? Rettungsgasse? oder ist sie p.c.-konform bereits in "Obrigkeits- und Funktionärsgasse" umbenannt worden?), folgt man also Ihrer Logik, ist man bald in Nordkorea. Das mag so manchen Leuten recht sein, mir ist es das nicht.

  4. Neppomuck (kein Partner)
    20. April 2013 13:05

    Quo usque tandem abutere, Henrice Piscatore, via salutis?

    Aber Scherz beiseite, außerdem ist der Udo Proksch nicht mehr.

    Aber eines bleibt: Schlechte Beispiele verderben die guten Sitten.
    Was ein guter (?) Grund ist, warum es bei uns zugeht, wie eben alles abläuft.
    Wer im Licht der Öffentlichkeit steht, sollte Vorbild sein.
    Das gilt auch in kleinen Dingen.

  5. Hannibal (kein Partner)
    20. April 2013 13:03

    Das ist doch wirklich eine Frechheit! Ist denn ein Staatsoberhaupt nicht imstande, mit Unbequemlichkeiten zurechtzukommen? Wenn der Herr Bundespräsident zu einer Verabredung wegen Staus zu spät kommt, so wird ihm das Volk das nachsehen. Das ist immer noch besser als aus Arroganz durch die Rettungsgasse zu fahren und die Rettung potenziell zu blockieren. Er könnte ja die Verzögerung auch bei seinem Kommilitonen, dem luxemburgischen Präsidenten entschuldigen. Der wird ihm sicher nicht den Kopf abreißen!

  6. Einspruch! (kein Partner)
    20. April 2013 12:36

    Wie schreibt die "Krone"? "Via Facebook meldete sich am Donnerstagnachmittag der Bundespräsident höchstpersönlich in der Causa zu Wort (siehe Faksimile): "Als sich auf der Autobahn ein Stau bildete, entschied die Polizei, dass unser Konvoi durch die gebildete Rettungsgasse hindurch gelotst werden sollte", schrieb der Präsident. Das sei aus Sicherheitsgründen so gemacht worden. Und: "Die Lotsung war eine Entscheidung der Polizei." Zitat Ende.

    Es fehlt nur der Hinweis, dass UHBP gerade auf der im präsidentiellen Fahrzeug eingebauten Toilette war. Dass er also garnicht eingreifen konnte, auch wenn er gewollt hatte. Er ist Bundespräsident, also unter anderem oberster militärischer Befehlshaber! Dein Wort soll sein ja, ja, nein, nein, möchte man ihm zurufen, und: man muß halt auch einmal ohne Ausreden die Verantwortung übernehmen können . . . wie soll so jemand die Übersicht behalten, wenn tatsächlich ein Staatsnotstand eintreten sollte?

    • Segestes (kein Partner)
      20. April 2013 17:32

      Nachdem ihn Jeannee in seiner Kolumne zu einer Stellungnahme aufgefordert hat, meldet sich Opa Petz also.
      Bravo!

    • F.V. (kein Partner)
      20. April 2013 17:42

      @Einspruch,

      da Sie eben beliebten meine Kritik Wort für Wort zu "zerlegen" und sich nicht genug darüber eschauffieren konnten, wie sehr ich beleidigend gewesen sein soll, so möchte ich Ihnen doch sagen, daß Ihr vermeintlich witzig sein sollender Geck mit der "präsidentiellen im Fahrzeug eingebauten Toilette" der Gipfel an Geschmacklosigkeit ist.

      So verkehren vielleicht die Haberer in Ottakring oder Favoriten miteinander, aber ich vermute, daß sogar Proleten mehr anstand als Sie besitzen, und so nicht über Person und Amt des Bundespräsidenten sprechen würden.

      Ihre folgende Klugscheißerei macht das Ganze nicht besser, sondern führt Sie nur selbst vor: als ziemlichen Primitivling vom Zuschnitt Gosse.

  7. cmh (kein Partner)
    20. April 2013 11:44

    Auch Lichtfahrer sind nicht mehr sichtbar.

    Mit welchem Einsatz an finanziellen Mittel des Staates aber auch der einzelnen Autofahrer wurde das auch bei Tage mit Licht Fahren "implementiert" um dann nach Ausscheiden der Blauen aus der Regierung wieder abgeschafft zu werden.

    Die Sinnhaftigkeit der Maßnahme kann ja durchaus gegeben sein, aber durch diese REin in die KArtoffeln-Raus aus die Kartoffeln Methode hat das Recht großen Schaden erlitten.

  8. Neppomuck (kein Partner)
    20. April 2013 09:52

    Nur nicht zur Gewohnheit werden lassen, LHBP.
    Hat schon einmal jemandem empfindlich geschadet.

    "Durch diese hohle (Rettungs-)Gasse muss er kommen usw."

    Und wenn es so weiter geht mit der Hybris der Großkopfeten, dann findet sich bald ein Wilhelm.
    Tell, nicht Busch.

    • cmh (kein Partner)
      20. April 2013 11:45

      "Der Pfeil stak in seiner ohnehin kranken Leber" (M.Frisch) würde ehe auf unsern blauen (sic!) Mann im Rathaus passen.

  9. F.V. (kein Partner)
    20. April 2013 09:02

    Also, der Bundespräsident und die Staugasse sind wahrlich ein Thema von weltbewegender Bedeutung. Da ist es schon angebracht dies in den richtigen Kontext von Diktaturen, autoritären Staaten und „Volksdemokratien“ zu stellen. Daß auch der Papst und seine „neue Bescheidenheit“ vorkommt, macht diese Unterbergersche Betrachtung zu einem geistesgeschichtlichen Werk von epochaler Bedeutung.

    Freilich versteht der Große Guru eines nicht, nämlich den Unterschied zwischen dem Heinzi und seinen Haberern und dem Staatsamt und dem Staatsgast. Die ersten mögen sich proletarisch verbrüdern, die zweiten aber repräsentieren. Nicht sich selbst, wie Großguru Unterberger vielleicht meint, sondern den Staat und dessen Würde. Und dafür gilt seit eh und je ein Protokoll.

    Der geradezu kindische Vorschlag, der Bundespräsident hätte die Zeit im Stau ja nützen können, womöglich um die erhabenen Gedanken des Großgurus zu studieren, sind von kaum zu unterbietender Erbärmlichkeit. Das ganze Geschmiere ist in Wahrheit proletarisch, also aus jenem „Geist“ geboren, den Unterberger sonst immer als links und sozialistisch zu diskreditieren bemüht ist. Man weiß nicht, ist es dieses jämmerliche Gelaber oder das Nichterkennen der dahinter stehenden „Geistigkeit“, das man mehr bedauern soll.

    • cmh (kein Partner)
      20. April 2013 11:53

      Werter F.V. - offensichtlich sind Sie ein nobler Konservativer aus dem schönen Döbling. Ansonsten ist Ihre selbstbeschädigende Noblesse nicht zu erklären.

      Es hat ja niemand behauptet, dass UHBP, der sicher nicht die Verkehrsleitung des Konvois von seiner Rückbank aus gesteuert hat, etwas Unrechtes getan hat.

      Sich aber als ruhendgestellter Angehöriger der Partei der sozialen Gerechtigkeit und der allgemeinen Gleichheit bei der bonzenhaften Ausübung von Hoheitsrechten erwischen zu lassen, dazu hätte Napoleon Bonaparte gesagt: "ER hat keine Fortune!"

    • F.V. (kein Partner)
      20. April 2013 12:13

      cmh,

      nicht aus Döbling, sondern der Provinz und selbst studiert habe ich "nur" in Währing, dafür aber in der Schoppenhauerstraße, den manche des Schoppens wegen ein doppeltes "p" gönnten.

      Es ging mir nicht um die Gewohnheits-"rechte" von Proletarier-Vertretern, die sich vorzugsweise - wenn irgendwie möglich - in ehemals adeligen Schlössern einquartieren oder in den zu Bundesforsten mutierten Wäldern früherer Fürsten dem Jadgvergnügen hingeben, sondern darum, daß Unterberger ein solche Nullum zum "Thema" erhebt. Und daß er nicht zwischen dem kritikwürdigen Verhalten einer Person und dem Amt und Staatsgast unterscheiden zu unterscheiden vermag.

      Und in dieser Nichtunterscheidung unterscheidet sich Unterberger in nichts von den linken Proleten. - Das war der Punkt.

    • Einspruch! (kein Partner)
      20. April 2013 13:30

      Zizat F.V. (die beleidigenden Worte sind amrkiert): Der geradezu kindische* Vorschlag, der Bundespräsident hätte die Zeit im Stau ja nützen können, womöglich um die erhabenen* Gedanken des Großgurus* zu studieren, sind von kaum zu unterbietender Erbärmlichkeit*. Das ganze Geschmiere* ist in Wahrheit proletarisch*, also aus jenem „Geist“* geboren, den Unterberger sonst immer als links und sozialistisch zu diskreditieren* bemüht ist. Man weiß nicht, ist es dieses jämmerliche* Gelaber* oder das Nichterkennen der dahinter stehenden „Geistigkeit“*, das man mehr bedauern soll.

      Nachdem Sie, Herr F.V., sich so ausgerotzt* haben, möchte ich Ihnen höflich mitteilen, dass Ihr Geschreibe purer Scheißdreck* ist. (Sie sehen, es geht auch mit weniger Beleidigungen).

      Bitte verzeihen Sie die drastische Ausdrucksweise, Ihr beleidigendes Geschreibe ließ mich vermuten, dass in diesem Ton zu diskutieren wünschen.

      Zum Theme: wäre Herrn Fischer vielleicht ein Stein aus der Krone gefallen, wenn er sinngemäß gesagt hätte: "Ja, die Polizei hat uns da durchgelotst. Aber ich versichere Ihnen: wäre ich allein im Wagen gesessen, hätte ich das verhindert. Ich bin mir nämlich nicht zu gut, zu warten, wie alle anderen auch."

      Er hat aber etwas anderes gesagt, er hat alles auf die Polizei geschoben, die war das, basta, und zwar schriftlich, freiwillig und ungefragt (also auf eine Art, wo man vorher nachdenken kann, bevor man sich äußert).

      Ihnen gefällt das, Herr F.V.? Da sind Sie aber so ziemlich der einzige.

    • F.V. (kein Partner)
      20. April 2013 17:30

      Herr oder Frau Einspruch! (kein Partner),

      Sie wissen nicht, was eine Beleidigung und was die Charakterisierung eines Sachverhalts ist. Es wäre beleidigend, wenn ich schriebe: „Sie sind ein Dummkopf“, es ist aber keine Beleidigung, wenn ich Ihren Kommentar als ziemlich dumm bezeichnete. Das ist er nämlich, weil Sie nicht unterscheiden können was ad personam und ad rem gesagt wurde.

      Es ist keine Beleidigung einen Vorschlag als kindisch zu bezeichnen, es käme eventuell in die Nähe einer Beleidigung Dr. Unterberger kindisch zu nennen. Gedanken „erhaben“ zu bezeichnen ist von vorneherein keine Beleidigung, auch wenn dies hier zynisch gemeint war.

      Jemand als Guru oder Großguru zu bezeichnen ist auch von der p.c. noch nicht unter die Unwörter gereiht worden, es charakterisiert aber weniger Dr. Unterberger selbst, als die Haltung seiner Kommune, die ihm blind – wie eben bei einem Guru die Gläubigen – zu folgen bereit ist. Daß ich dies öfters mit Spott anmerke ist Ihnen vielleicht schon aufgefallen.

      Die „Erbärmlichkeit“ bezieht sich ebenfalls auf einen unangemessenen „Rat“ Unterbergers, was der Bundespräsident hätte "statt dessen" machen sollen, aber nicht auf die Person, und ist somit auch keine Beleidigung. Geschmiere, jämmerliches Gelaber das ich erbärmlich fand bezieht sich – wie leicht erkennbar – ebenfalls nicht auf die Person, sondern ist eine verdiente Charakterisierung dessen, was Unterberger abgeliefert hatte.

      Der in Gänsefüßchen gesetzte Geist bzw. die Geistigkeit meinte klar erkennbar den einer sozialistischen Ideologie und damit – auch leicht bei sinnerfassendem Lesen erkennbar – nicht jenen des Dr. Unterberger.

      Wenn ich Sie nun mit Friedrich Schiller zu trösten suche, werden Sie das wahrscheinlich auch als „Beleidigung“ betrachten.

      Demetrius-Fragment

      „Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen´gen nur gewesen“, heißt es prophetisch in diesem letzten Stück, dem „Demetrius“-Fragment. „Der Staat muß untergehn, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.“

    • Einspruch! (kein Partner)
      20. April 2013 18:39

      @ F.V.

      Der übliche F.V.-Schwachsinn (genug "ad rem" "argumentiert"?).

    • cmh (kein Partner)
      20. April 2013 18:42

      @F.V.

      Es ist mir natürlich nicht entgangen, dass Unterberger mit UHBP nicht pfleglich umgegangen ist. Wie sollte es auch?

      Aber auch nach Ihrer Antwort muss ich festhalten, dass man jede Gelegenheit nutzen muss, die Sozialisten in allen Formen und Farben wieder auf das ihnen zustehende Maß zurückzustutzen.

      Oder wollen Sie wirklich bei jedem Schmutzkübel von links ein leises Dankeschön murmeln und schweigen, wenn es einmal einen unserer (selbst-)gerechten Saubermänner trifft?

      Sollten Sie dies wirklich und ernstlich für sich selbst nicht ganz ausschließen können, dann hat Ihre Nobless Sie dazu gebracht, alle die zahlreichen vermischten Meldungen mit unterschiedlichen Maß zum eigenen Nachteil zu messen.

      Zur Sache selber hat sich Einspruch! schon geäußert. Ich stimme ihm zu.

  10. FranzAnton
    19. April 2013 19:08

    Off Topic:
    Nochmals erlaube ich mir, auf das nur in dieser Woche zur Unterzeichnung aufliegende Demokratievolksbegehren aufmerksam zu machen; schlimme Zustände aufzuzeigen, wie es hier täglich geschieht, wäre nur die halbe Miete, Handeln ist angesagt.
    Unsere marxistisch orientierte Gegnerschaft hat im Lauf ihrer, schon viel zu lange andauernden politischen Vorherrschaft äußerst effiziente Mittel zur Beeinflussung bzw.Gängelung der Bevölkerung aufgebaut; die vernünftig – moderate, gutmütige Bevölkerungsmehrheit hat kaum Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren. Die einzige praktikable Chance, besagten mannigfachen Fehlentwicklungen entgegenzutreten, besteht gewiß in einer Änderung der Bundesverfassung incl. Verstärkung der direktdemokratischen Möglichkeiten, wie eben die Initiatoren des oben erwähnten Demokratievolksbegehrens dies beabsichtigen. Daher nochmals, im Sinne Stimmenmaximierung: bitte das Volksbegehren zu unterfertigen, Homepage: http://www.demokratie-jetzt.at/

    • byrig
      19. April 2013 23:51

      dieses volksbegehren wird von einem haufen abgehalfteter linker ungusteln repräsentiert,sodass ich von einer unterfertigung desselben dringend abrate!

    • FranzAnton
      20. April 2013 06:34

      Haben Sie, byrig, schon einmal das Programm der Volksbegehrens - Proponenten durchgelesen, und, falls ja, was gefällt Ihnen daran nicht?
      So wie Sie argumentieren normaler Weise Gegner demokratischer Veränderungen.
      J. Voggenhuber schreibt:
      "Der Apparat macht mobil gegen die Initiativen aus der Zivilgesellschaft. Die Dreistigkeit mit der er das tut, gibt uns eine Chance. Denn jetzt entscheiden die Bürgerinnen und Bürger".
      Vermutlich werden ihm viele hier Aktive zustimmen. Ferner ist es völlig egal, wer sich um demokratische Verbesserung incl. Direktdemokratie bemüht; niemand, auch die Proponenten nicht, haben es in der Hand, direktdemokratisch geäußerten Volkswillen zu steueren. Ein kluger Kopfist ist Voggenhuber allemal, und von den GrünInnen wurde er geschaßt, was einem Qualitätsmerkmal gleichkommt.

    • F.V. (kein Partner)
      20. April 2013 09:13

      FranzAnton,

      Sie sollten nicht von sich auf andere schließen. Die meisten Diskutanten im UTB haben sich wahrscheinlich Ihre Werbeeinschaltungen für Ihr Hobby "Direkte Dämokratie" schon nach dem ersten Hinweis merken können. Es bedarf keiner weiteren Erinnerungen, die Sie - offenbar von Ihnen schließend - für nötig halten.

      Auch ist Ihre Werbung lästig. Sie verstehen nicht, daß eine barocke Behübschung eines häßlichen Plattenbaus keine Fischer-von-Erlach-Architiktur ergibt, die "direkte" Dämokatie sich in nichts vom demo-CRACY (nomen st omen) unterscheidet.

      byrig.

      Sie wollten "unter der Hand" etwas von mir. Ohne Adresse geht das nicht.

  11. Cotopaxi
    19. April 2013 17:03

    Ich gestehe UHBP zu, dass er in Begleitung eines Staatsgastes mit Blaulicht auf dem schnellsten Wege durch einen Stau gelotst wird. Das ist international so üblich und ist dem Ansehen der Republik Österreich nicht abträglich.

    Dass die Rettungsgasse ein unvernünftiges Prestige-Projekt einer ungelernten Hilfskraft ist und nur dazu dienen soll, einmal aus Kostengründen auf den bewährten Pannenstreifen zu verzichten, ist jedoch eine andere Frage.

    Übrigens, gab es da nicht einmal die Nachricht, dass die ungelernte Hilfskraft den von den österreichischen Steuerzahlern finanzierten Dienstwagen für private Zwecke verwendet haben soll, um ihr Töchterchen zu transportieren?

  12. A.K.
    19. April 2013 14:58

    Da bei dieser Gelegenheit die Rettungsgasse erwähnt wird, zu dieser meine Meinung:
    Ich halte die Idee der Rettungsgasse für einen Unsinn! Die bisherige Regelung, den Pannenstreifen für Rettungszwecke zu benutzen war viel besser.
    Die Gesamtbreite der zur Verfügung stehenden Fahrbahnen plus Pannenstreifen ist nämlich in beiden Fällen gleich. Bildet sich nach einem Unfall ein Stau, dann können sich die stauenden Fahrzeuge entweder nach dem System „Rettungsgasse“ formieren oder einfach den Pannenstreifen freihalten. Letzteres ist psychologisch viel naheliegender, als die Bildung einer Rettungsgasse zwischen den Fahrspuren. Der entstehende freie Raum zur Durchfahrt in beiden Fällen gleich.
    Ich habe beobachtet, daß für die Verkehrsteilnehmer an der Spitze eines sich bildenden Staus der Zeitpunkt ab dem die Rettungsgasse aufgebaut werden sollte, also eine Änderung der bis befahrenen Fahrspuren notwendig wird, schwer erkennbar ist und deshalb damit meist zu spät begonnen wird.
    Ich glaube, daß irgendein ein „neuer Besen“ bei der Autobahnverwaltung oder bei Kuratorium für Verkehrssicherheit, o.ä., bekannt werden wollte und die Rettungsgasse – eine meiner Meinung nach falsche psychologische Einschätzung – propagiert hat. Gewöhnlich werden unsinnige Ideen, so sie von Amts wegen kommen, vom Fußvolk zwar zunächst als unsinnig erkannt, dann aber kommt die Phase, wo dieses nicht glauben will, daß ein Blödsinn vorliegt und man glaubt eben man verstünde nur nicht die besonders raffinierten Aspekte der neuen Idee und akzeptiert sie eben.
    Oder soll die Rettungsgasse langfristig sparen helfen, weil Pannenstreifen eingespart werden sollen?

    • terbuan
      19. April 2013 15:03

      Einverstanden A.K.
      Das Problem ist nur, dass auf Schnellstraßen wie z.B. der vielbefahrenen S 6, der Pannenstreifen so schmal ist, dass ein Durchkommen für Einsatzfahrzeuge fast nicht möglich ist!

    • A.K.
      19. April 2013 15:11

      @terbuan:
      Sie haben recht, doch könnten sich z.B. auf der S6 die Autos eben so drängen, daß ganz rechts eine Fahrbreite inklusive des zu engen Pannenstreifens für die Rettungsfahrzeuge frei bleibt, also alle etwas nach links ausweichen. Dies ist psychologisch naheliegend. Und: Wo zuwenig Raum ist, wird er auch durch die Formation"Rettungsgasse" nicht mehr.
      Damit nochmals meine Vermutung: ...Oder soll die Rettungsgasse langfristig sparen helfen, weil Pannenstreifen eingespart werden sollen?

  13. gh57.at
    19. April 2013 14:31

    Die folgende Überlegung wurde in den bisherigen Kommentaren aber noch nicht erwähnt: eine im Stau stehende Autokolonne bietet jedenfalls ein leichtes Angriffsziel für Terroristen und sonstige Verwirrte.

    Während unser HBP wohl ohne größere Gefahr ohne Leibwächter vom Ballhausplatz in die Josefsstädter Straße spazieren kann, gilt das sicher nicht für eine Autofahrt in Begleitung eines ausländischen Staatsoberhauptes.

    Die außen- und wirtschaftspolitischen Konsequenzen, die sich ergäben würden, wenn ein ausländisches Staatsoberhaupt auf Grund mangelnder Sicherheitsvorkehrungen bei uns zu Schaden käme oder gar getötet würde, wären so enorm, dass der kumulierte volkswirtschaftliche Schaden, der sich durch die Summe aller Wartezeiten/Folgewirkungen der im Stau stehenden Autofahrer ergibt, sich dazu verhält wie eine Feuerversicherungsprämie zu einem Großbrandschaden.

    Das meine ich, obwohl ich kein Parteigänger des HBP bin (ich sehe mich bezüglich der Parteipräferenz mit dem Wertkonservativen auf einer Linie).

    • terbuan
      19. April 2013 14:45

      Da ist sicher etwas dran an Ihren Überlegungen. werter gh57.at.,
      da fällt mir aber gleich der kürzlich erfolgte Überfall auf einen Geldtransporter in Italien ein. Mit einem provozierten Unfall und darauffolgendem Stau läßt sich eine Menge an Untaten realisieren, nicht nur Raub sondern auch Attentate auf prominente Persönlichkeiten!

  14. RR Prof. Reinhard Horner
    19. April 2013 14:21

    reinhard.horner@chello.at

    Warum wird hier auf den Bundespräsidenten eingeprügelt, wo es doch um die Behandlung eines Staatsgastes geht?

  15. plusminus
    19. April 2013 12:56

    Sehr geehrter Herr Bundespräsident!

    RÜCKTRITT, sofort.

    Wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit.

    • plusminus
      19. April 2013 12:57

      Und wenn nicht, Einleitung eines Volksbegehrens wegen unzumutbarer Privilegien!

  16. Undine
    19. April 2013 10:58

    Es fällt immer wieder auf, mit welcher Selbstverständlichkeit die Sozis, sobald sie einmal durch "günstige" Verhältnisse ---etwa in der SPÖ-Politik---ganz nach oben gespült worden sind, nicht lange zögern, sich genau jener Privilegien zu bedienen, die die Sozialisten von einst am Kaiserhaus so sehr verachtet und wirksam bekämpft haben. Ich bin auch überzeugt, daß die Sozis, wenn es nur irgendwie ginge, sich nur zu gerne "adeln" ließen. Wenn man sieht, welche Kreaturen in England von der Queen den Ritterschlag bekommen, kann man sich gut vorstellen, wie es da in Ö zuginge: Rudolf Edlinger von Frischling (als Wappentiere 3 kleine Schweinderl!), Franz Verzetnitsch vom Rothenturm, Karl Sekanina von der Lehmgrube, Heinz Fischer von und zu Marx, Werner Faymann von der Liesing, Hannes Androsch von der Saline, etc.

    • Anton Volpini
      19. April 2013 11:18

      Die Erbpacht habens eh´ schon eingeführt, siehe Rudas, Schieder und Co!

    • brechstange
      19. April 2013 12:01

      Herr Volpini,

      wir folgen den Spuren der Kims aus Nordkorea. ;-)

    • Undine
      19. April 2013 15:44

      @Anton Volpini

      Jede Dynastie hat einmal klein angefangen---nur gab's da ganz früher einmal noch nicht so viel zu verteilen wie heute! Aber die Sozis können es kaum erwarten, sich weiter zu verzweigen, damit möglichst viele Familienmitglieder mitschneiden können. Gehört übrigens die 3. Frau vom Wiener Häuptling auch schon wieder der Vergangenheit an? Er wird halt auch schon etwas kurzatmig.

    • byrig
      19. April 2013 23:57

      wien wird von ein paar wenigen sozialistischen familien beherrscht.so wie im florenz der renaissance.
      die morde so wie damals fehlen.sonst ist alles gleich.

    • Specht (kein Partner)
      20. April 2013 11:24

      Das Verblüffendste an diesen sozialistisch-marxistischen Menschen ist ihre Sehnsucht nach Obrigkeiten und Hofstaat. Wie sagte doch Otto von Habsburg anlässlich seines Besuchs in der Hofburg zu unserem Bundesheinzi :" Schön haben sie es hier!" So ähnlich ist es auch mit dem Kaiserhof in Brüssel.

    • Hannibal (kein Partner)
      20. April 2013 13:07

      Haben die alle von Elisabeth II den Ritterschlag bekommen?

    • ANNAFREUD (kein Partner)
      20. April 2013 13:18

      DER NAME DER ROSE

  17. Josef Maierhofer
    19. April 2013 10:35

    Der 'rote Heinzi' und das Gesetz.

    Das Gesetz ist UHBP völlig egal, die Pflichten ebenso, er repräsentiert nicht Österreich, sondern die SPÖ, wie sie leibt und lebt, nämlich vom Gesetzesbruch.

    Wichtig sind ihm offenbar die Genossen und der Prunk der Hofburg und nicht zuletzt sein Supergehalt und seine Superpension.

    • byrig
      20. April 2013 00:00

      die genossen sind ihm wichtig,und der sozialismus.
      hang zum prunk würde ich ihm nicht vorwerfen,stimmt auch nicht.

    • Hannibal (kein Partner)
      20. April 2013 13:05

      Das Supergehalt und die Superpension sind ihm gesichert.

  18. Gandalf
    19. April 2013 10:29

    Abgesehen von ihrer zweckfremden Nutzung ist die Rettungsgasse an sich gar nicht so unumstritten. Vor noch nicht allzu langer Zeit gab es Ansätze zu einer diesbezüglichen Diskussion - fast alle Blaulicht-Organisationen hatten sich für die Wieder- Abschaffug der Rettungsgasse und die Rückkehr zur alten Regelung ausgesprochen - die jedoch umgehend abgewürgt wurde. Tatsache ist: Die Rettungsgasse funktioniert nicht, und sie wird (noch lange) nicht funktionieren. Und im konkreten Fall wäre es doch auch wesentlich trefflicher gewesen, wenn Herr Fischer dann eben auf dem PANNENSTREIFEN an seinen Völkern vorbeibrausen hätte müssen....

    • byrig
      20. April 2013 00:02

      er hätte nirgendwo vorbeibrausen müssen!und die idee der rettungsgasse ist deswegen auch nicht diskreditiert.

  19. Geheimrat
    19. April 2013 10:12

    Man sollte da nicht lange herumreden sondern gleich Nägeln mit Köpfen machen!

    Auf allen österreichischen Straßen wird eine zusätzliche Obrigkeitsspur gebaut, die ausschliesslich von allen politischen Kapazundern und deren Hapschis benutzt werden darf.
    Der Bedarf ist offenbar gegeben und daher sollten uns unsere Politiker solche Kleinigkeiten doch wert sein.......

    Oder???

    Na also!

  20. mike1
    19. April 2013 09:17

    auf meinen vielen fahrten zwischen wien und dem flughafen konnte ich auch schon die meines erachtens unberechtigte benutzung der rettungsgasse durch polizeikonvois (ohne hbp) beobachten. vermutlich stand hier kein leben auf dem spiel oder war sonstwie gefahr in verzug.

    ich bin sowieso für die sofortige abschaffung der rettungsgasse, der so ziemlich dümmsten erfindung der sozis im verkehrsbereich, nur noch verteidigt von der zahnarztassistentin und dem arbeitersamariterbund.

    • terbuan
      19. April 2013 11:50

      Ich stimme Ihnen völlig zu, mike1, die Rettungsgasse gehört wieder abgeschafft.
      Zu den von Ihnen beobachteten Vorfällen auf der A 4 muss man allerdings bemerken, dass Autofahrer (mitunter) eine Rettungsgasse zu bilden, ohne zu wissen, welche Ursache hinter den von hinten mit Blaulicht und Folgetonhorn anrückenden Einsatzfahrzeugen steckt. Es kann sich natürlich auch um einen eiligen Staatsgast handeln. Da müsste man aber die StVO ändern, derzeit ist es unzulässig.

    • Torres (kein Partner)
      20. April 2013 10:16

      Die Rettungsgasse ist ja den Politikern und der Asfinag eingefallen, als sie draufgekommen sind, dass es durch die notwendigen zusätzlichen Spuren auf den Autobahnen (die in Unkenntnis der Verkehrsentwicklung zu schmal gebaut wurden) keine Pannenstreifen mehr gibt, auf denen die Rettung, Polizei usw. im Notfall fahren konnte. Also wurde die Verantwortung sozusagen als Alibiaktion auf die Autofahrer abgeschoben, die nunmehr durch die sogenannte "Rettungsgasse", die nie funktionieren wird und kann, den Einsatzfahrzeugen diesen Platz schaffen sollen. Aber die Autobahnvignette wird dafür trotzdem jedes Jahr teurer.

    • Hannibal (kein Partner)
      20. April 2013 13:11

      Ich bin zwar kein Sozi, aber die Rettungsgasse befürworte ich sehr. Das jemand sie potenziell missbrauchen könnte, ist ein Risiko, aber dafür kann man eine Videokamera einführen, die auch das Kennzeichen des jeweiligen Autos erkennt. Der Übeltäter bekommt dann eine Anzeige nachhause geschickt.

  21. Undine
    19. April 2013 09:13

    Unserem Herrn Bundespräsidenten scheint die feudale Aura seines Amtssitzes in den Kopf gestiegen zu sein. Er meint, wenn er sich schon tagaus, tagein in den imperialen Räumlichkeiten der Hofburg aufhält, kämen ihm, dem Sozi, dieselben Rechte zu wie einst dem Kaiser. Gerade einem Sozi steht dieses Verhalten schlecht an, waren es doch seine Sozis, die sich an allem, was kaiserlich war, stießen.

    PS.: Aber vielleicht mußte der Heinzi, UHBP, einfach nur schnell aufs Klo!

    • HDW
      19. April 2013 11:44

      Ich muss ihnen sagen, Mmine Grosseltern haben mir vom letzten Kaiser in Sachen Bescheidenheit. ein ganz anderes Bild vernittelt! Ich selber konnte hingegen zweimal das Vorbeidonnern der gepanzerten Autokolonnen der Parteibonzen mit alle 100 m ein Milizionär, des Realexistiserenden Sozialismus erleben, (Tito und Ceaucescu) mit stark überhöhter Geschwindigkeit, auf plötzlich wie leergefegten Strassen, dabei von Attentatsangst beherrscht. Das erklärt mir die ja teilweise die Affinität Herrn H. Fischers zu Nordkorea und Kuba. Der wahre Protagonist solcher Verhälnisse ist aber das duckmäuserische Volk das bei uns in letzter Zeit zusätzlich balkanisiert wird und dessen nostalgischen Seelenkrämpfe dank der selbstverursachten Schuldenkrise sich der Verklärung "ihrer" Volksrepubliken widmen.

    • byrig
      20. April 2013 00:08

      auch ich bin kein fan des bundesheinzi,aber man sollte nicht übertreiben.
      seine fehler sind sicher nicht die ausnützung einer rettungsgasse oder die ausnützung von irgendwelchen privilegien.
      dazu ist der mann zu alt und zu gescheit.
      gefährlich ist seine nach wie vor vorhandene nähe zum sozialismus,die er sogar in der tagespolitik zeigt.und wirklich prekär wird es nach den wahlen.denn ich bin überzeugt,dass heinz fischer nach wie vor beinhart die sozialisten unterstützt.
      die rettungsgasse ist eine lapalie.

  22. terbuan
    19. April 2013 07:55

    Abgesehen von der Tatsache, dass die Rettungsgasse häufig nicht funktioniert, und wenn, dann wird sie von Eiligen (inklusive UHBP) sehr oft missbraucht, ist die immer wieder angebrachte Überkopfplane "Hier gilt die Rettungsgasse" ein verbaler Unsinn.
    Dem Autofahrer wird damit unterschwellig und mißverständlich mitgeteilt, nur hier gilt sie und woanders nicht!

  23. Wertkonservativer
    19. April 2013 07:51

    Vorfahrt für Staatskarossen gibt's seit urdenklichen Zeiten: auch für Cäsars Konvoi wurden die Straßen vom Plebs und Pöbel reingefegt, wenn er durch sein Reich oder auch im Feindesland herumkutschierte!

    Wesentlicher Unterschied: Cäsar war Cäsar, Papst Franziskus ist Franziskus, und Herr Fischer zwar unser Staatsoberhaupt (sich üblicherweise recht volksnah gebend: z.B. Wohnung in der Josefstadt, usw.), sobald jedoch mit (demokratisch verbrämtem) Staatspurpur geschmückt, demokratische Denk- und Handlungsweisen recht schnell vergessend!
    Aber seien wir uns doch auch ein wenig ehrlich: würden Sie oder ich wirklich etwas Anstößiges dabei finden, im Falle unserer "Auserwähltheit" mit einem wichtigen Staatsgast am normalen Volk vorbeichauffiert zu werden?
    Ich bin mir da - in Kenntnis meiner selbst - gar nicht so sicher! Sie schon?

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • brechstange
      19. April 2013 08:31

      Ja, ich würde etwas dabei finden, wenn ich auserwählt wäre.

    • Wertkonservativer
      19. April 2013 09:01

      Hätt' mich auch gewundert, liebe @ brechstange!

      Ja, ich geb's zu! Mir würde es da und dort schon Spaß machen: bin halt ein - Anfechtungen und Versuchungen gegenüber - schwacher und anfälliger Mensch!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • mike1
      19. April 2013 09:11

      Lieber Gerhard, ich glaube, dass die ganze sache hier reichlich übertrieben ist. der hbp ist ja selbst nur gast in seinem dienstfahrzeug und widmet sich hier kaum den verkehrsverhältnissen, er wird sicher nicht seinen chauffeur angetrieben haben, der ja auch nichts anderes macht, als der polizei (der allenfalls der vorwurf der unberechtigten benutzung der sowieso saublöden rettungsgasse zu machen wäre) zu folgen.

      aber: grundsätzlich bin ich gegen die bevorzugung von "wichtigen" leuten, ich bin auch gegen manch andere regelung, die eine besserstellung gegenüber dem gemeinen volk zum ziel hat.

    • Josef Maierhofer
      19. April 2013 11:22

      @ Wertkonservativer

      Wenn es im fundamentalen Interesse des Volkes liegt, die einer Lebensrettung gleich kommt, dann wäre ich schon auch für eine Ausnahme, aber nicht, wenn es halt der 'gewöhnliche' Job ist.

      Grundsätzlich ist ein Gesetz einzuhalten, wozu haben wir denn sonst eines beschlossen, oder hat 'man' eines beschlossen, denn gefragt wurden wir ja dazu nicht, breit diskutiert wurde dieses Gesetz ja vorher auch nicht, sondern von der verselbständigten Politkaste halt 'auf die Tagesordnung gesetzt' ?

      Aber, wenn selbst das Staatsoberhaupt Gesetze bricht am laufenden Band, na was erwarten wir von den Menschen hier dann ?

      Vielleicht halten wir es mit Dr. Unterberger und halb mit Ihnen 'Rettungs- und Obrigkeitsgasse' und dann beschließen wir ein weiteres Gesetz, das den Vorrang der Obrigkeit vor der Rettung regelt, was ja ohnehin realer Fakt ist, wie man liest.

      Wir sind schon wirklich sehr degenerierte Jammerfiguren geworden in diesem österreichischen Jammertal, meinen Sie nicht auch ?

    • Einspruch! (kein Partner)
      21. April 2013 19:51

      Geschätzter Wertkonservativer, Sie haben ein feines Gespür für G'hörtsich. Und G'hörtsichnicht. Bitte überlegen Sie nochmals. Fischer ist durch eine "Rettungsgasse" gebraust. Nicht über einen Pannenstreifen, nicht über einen Mittelstreifen, nicht über einen Feldweg, nicht über eine Forststraße - es war eine RETTUNGSGASSE.

      Seit unzähligen Monaten wird dem angeblich so indolenten Volk die saublöde und völlig unnötige, außerdem krass fehlkonstruierte RETTUNGSGASSE eingebleut. Als Rettungsgasse. Als lebensrettend. Als für Verletzte notwendig. Als lebensrettend, du dummes Volk.

      Nicht als Bonzenboulevard. Sonst hieße sie ja so, die Rettungsgasse. Bonzenboulevard. Oder so ähnlich halt (was heisst übrigens Bonzenboulevard auf rumänisch und auf nordkoreanisch?). Aber sie heisst RETTUNGSGASSE, die zu bildende Gasse.

      Deshalb hat dort auch nur eine RETTUNG etwas verloren. Und kein Politiker, schon garnicht unser ach so für Gleichheit eintretender HBP.

  24. brechstange
    19. April 2013 07:26

    Luxemburg seit jeher das Feigenblatt der EU zur Demonstration, dass kleine Nationen in der EU nicht überrollt werden. Nun ist Luxemburg mit einer Bankenbilanzsumme vom 22fachen des eigenen BIPs selbst in der Bedrängnis und muss fast alles tun. Immerhin liegen die Bankschulden jedes Luxemburgers bei mehr als 1.000.000 Euro, während sich die Bankschulden jedes Österreichers etwa bei 12.000 Euro bewegen.

    Ein kleiner feiner Unterschied, den unsere Volksvertreter hoffentlich im Interesse und zum Schutze der Österreicher zu nützen müssen und endlich einmal nicht nur auf ihre eigene Karriere in der großen schönen EU-Welt schielen. Kriegen tun die Posten eh eher die Luxemburger und andere trotz aller Andienerei unserer Herrschaften, weil Juncker für die EU "gute Dienste" als ehrenwerter Mann einer ehrenwerten Gesellschaft geleistet hat.

    Der Verrat wird eben geliebt und nicht der Verräter, liebe Volksvertreter.

  25. Observer
    19. April 2013 05:55

    Im konkreten Fall trifft die Schuld dem übereifrigen Polizeioffizier.
    Ich schlage vor, dass die Überkopfanzeigen auf den Autobahnen wie folgt geändert werden:
    "Hier gilt die Rettungsgasse, ausgenommen für UHBP".

  26. ambrosius
    19. April 2013 01:51

    Über das letztklassige Verhalten unseres Staatsoberhauptes braucht man eigentlich keine Worte zu verlieren. Übergriffe solcher Dreistigkeit sind wir ja eigentlich u.a. von Dr. Haider und Dr. Gusenbauer ja gewöhnt.
    Und unsere liebreizende Frau Vizebürgermeisterin parkt ihre Dienstkarosse ja auch nicht in der Kurzparkzone.

    Dabei hätten die Vertreter der beiden Länder eigentlich allen Grund gehabt, darüber nachzudenken, wie man in der EU über kleine Länder einfach " drüberfährt" und dabei auch keinen Gedanken daran verschwendet, daß mit dem Bankgeheimnis wieder ein ganz wesentlicher Teil des Bürgerrechts wegfällt.
    Sehr viele Bastionen des Bürgerrechts und der bürgerlichen Freiheit sind ohnehin nicht mehr vorhanden.

    Psychologisch lässt sich damit aber vielleicht das präpotente Verhalten der Truppe erklären und zwar frei nach der alten Volksweisheit" je kleiner der D...k, desto mehr ist er olfaktisch zu identifizieren."

    Warum man , übrigens, jetzt den Pannenstreifen verparken soll, nachdem uns über die Jahrzehnte eingehämmert wurde, daß dieser für Rettungskräfte frei bleiben sollte hat mir auch noch niemand erklären können. Vermutlich ist das ein Fittnessprogramm für Rettungskräfte und eine Abzockmöglichkeit für Bürger.

    • GOP
      19. April 2013 06:43

      Leider wird in Österreich tagtäglich gezeigt, dass ranghohe ausländische Politiker im Polizeikonvoi und mit Blaulicht vom Flughafen und auch auf den übrigen Straßen begleitet werden. Ich musste einmal vor der Volksoper mich durch einen Sprung von der Straße retten, als das schwedische Königspaar mit quietschenden Reifen brutal abgefahren ist. Es ist eines Schande, dass die für die Sicherheit verantwortlichen Polizeioffiziere die meist privaten Chauffeure zu solchen Rambo-Manövern anhalten und sogar ermutigen. Die "Fahrgäste" freuen sich zwar für diese Privilegien sind aber sicher nicht die Auftraggeber. Bescheidenheit dabei wäre wohl eine edle Geste.

      In Moskau gab es zu Sowjetzeiten bei vielen breiten, mehrspurigen Straßen einen für den Individualverkehr nicht erlaubten mittleren Fahrstreifen, wo die Partei- und Regierungskapazunder mit eingeschaltetem roten (!) blinkenden Mittelscheinwerfer durch die Gegend brausen durften.

  27. fokus
    19. April 2013 01:30

    Tja, was fällt einem dazu spontan und frei abgewandelt ein? Quod licet bovi......................!!

    Bei der Obrigkeitshörigkeit vieler Mitbürger wäre es vermutlich angebracht, man würde die Rettungsgasse in "Hei-Fi-Speedway" umbenennen, natürlich wie oben vorgeschlagen, übersetzt in unsere inzwischen "wichtigsten Landessprachen", dann würde vielleicht auch der Dümmste begreifen, welchen Zweck diese Verkehrsvorschrift in der Praxis bei den Genossen erfüllen soll: nämlich ihr Leben zu vereinfachen und nicht das der anderen im Notfall zu retten!

    • Gerhard Pascher
      19. April 2013 06:30

      Egal ob Jupiter oder Ochs: Vor dem Gesetz (auch der StVO) sind alle gleich - manche aber scheinbar doch gleicher.

      Da lobe ich mir einen einmal im Fond mitfahrenden Minister, welcher seinen Chauffeuer angewiesen hatte, die von einer Polizeistreife verlangte Bargeldstrafe sofort zu bezahlen und nicht auf die "Prominenz" das Fahrgastes hinzuweisen.

  28. Brigitte Imb
    19. April 2013 01:14

    Eine moralische Verfehlung erster Güte, aber der HBP scheint damit (u. a. auch gegenüber einem potentiellen Menschenleben - womit ich lediglich die gesetzl. Vorgabe und nicht den Sinn der RG meine) kaum Skrupel zu verspüren, sowie ihm einst auch die 56.000 öS auf seinem Konto nicht auffielen. Genossen sind anders, od. gleicherer.





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